AT521810B1 - Zugmitteltrieb zum Antreiben und Verriegeln von Türen für Schienenfahrzeuge - Google Patents

Zugmitteltrieb zum Antreiben und Verriegeln von Türen für Schienenfahrzeuge Download PDF

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AT521810B1
AT521810B1 ATA281/2018A AT2812018A AT521810B1 AT 521810 B1 AT521810 B1 AT 521810B1 AT 2812018 A AT2812018 A AT 2812018A AT 521810 B1 AT521810 B1 AT 521810B1
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Jarolim Reinhold
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Ultimate Europe Transp Equipment Gmbh
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D19/00Door arrangements specially adapted for rail vehicles
    • B61D19/003Door arrangements specially adapted for rail vehicles characterised by the movements of the door
    • B61D19/008Door arrangements specially adapted for rail vehicles characterised by the movements of the door both swinging and sliding

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Power-Operated Mechanisms For Wings (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft einen Zugmitteltrieb, wobei durch Antreiben des Zugmittels (1) in Tür-Schließrichtung, das am Punkt (P) des Zugmittels (1) gelenkig verbundene Verbindungselement (7) um den Mittelpunkt (M) des Rades (5) soweit gedreht wird, bis sich der Punkt (P) des Verbindungselements (7) am Rad (5) in einer Totpunkt- oder Übertotpunktlage in Bezug auf die Öffnungsrichtung (A) des Türblatts (2) befindet, sodass das Türblatt (2) geschlossen und verriegelt ist.

Description

Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Zugmitteltrieb zum Antreiben und Verriegeln von Türblättern, für ein- und zweiflügelige Schiebetüren und Schwenkschiebetüren, für Portale von Schienenfahrzeugen zum Personentransport. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Verriegelungsvorrichtung für zumindest ein mittels eines Zugmittelbetriebs betätigtes, zwischen einer Offenlage und einer Geschlossenlage bewegbares Türblatt einer Schiebe- oder Schwenkschiebetür eines Portals eines Schienenfahrzeugs zum Personentransport,
[0002] - wobei mit dem Türblatt ein Führungselement verbunden ist, welches in einer zum Portal ortsfesten Leitschiene geführt ist, um das zumindest eine Türblatt entlang einer Außenwand des Schienenfahrzeugs geradlinig und gegebenenfalls in eine Ein- bzw. Ausstellrichtung quer zu verschieben
[0003] - wobei ein Zugmittel vorgesehen ist, welches um zwei am Portal um je eine im Wesentlichen vertikal ausgerichtete Drehachse drehbare Räder, von denen mindestens eines zur Beförderung des mindestens einen Türblatts in die Offen- bzw. Geschlossenlage angetrieben ist, geführt ist und
[0004] - wobei ein Verbindungselement kraftübertragend und gelenkig mit einem Punkt P des Zugmittels und mit einem Punkt Q im Bereich der Hauptschließkante des Türblattes verbunden ist.
[0005] Bei bekannten Antrieben für Schiebe- oder Schwenkschiebetüren werden für die Bewegung der Türblätter beispielsweise Spindeln und Muttern, Zahnriemen als Zugmittel, oder Zahnstangen mit Antriebsritzel verwendet. Die Ein-/Ausstellung der Türblätter im Schließbereich erfolgt hier üblicherweise durch eine entsprechend gestaltete Leitschiene, durch eine Gegenmomentwirkung des Antriebsaggregats, oder auch mittels Sondergetrieben mit Momentenverzweigung. Nachteil dieser Lösungen ist der hohe mechanische Aufwand und die damit verbundenen Herstell- u. Montagekosten.
[0006] EP 1574652 A1 betrifft Schiebetüren mit Betätigungsmechanismus, wobei es sich um Türen handelt, die mit Trägern verbunden sind, die auf einer Hauptführung beweglich sind und durch einen Riemen betätigt werden, der durch ein Antriebselement aktiviert wird.
[0007] GB 2403265 A betrifft Schiebe-Steck-Türen, bei denen die Bewegung eines Türelements aus und in die offene und geschlossene Position mittels eines Längsträgers sowie eines entlang eines Führungselements verschiebbaren Schlittens erreicht wird.
[0008] EP 0837209 A2 offenbart eine Schwenkschiebetüre für Fahrzeuge, bei der die Einstellund Ausstellbewegung mit Hilfe einer Tragschiene und längsverschieblich gelagertem Schlitten erreicht wird.
[0009] DE 4331078 A1 offenbart eine Schwenkschiebetür für Fahrzeuge zur Personenbeförderung, insbesondere Schienenfahrzeuge, wobei ein Offnen und Schließen der Tür durch ein Türblatt, welches mit einem auf einem Führungselement in einer Führungsschiene verschiebbaren Tragglieds verbunden ist, ermöglicht wird.
[0010] RU 2630566 C1 offenbart einen Schiebe-Steck-Türmechanismus, der mit einem inneren und äußeren Rahmen und einem Schlitten versehen ist. Die Bewegung des Türblatts wird durch einen Kurbelwellen-Mechanismus des Statorteils des Motors gewährleistet.
[0011] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Antrieb durch den Einsatz von Zugmitteln so zu gestalten, dass sich ein einfacher, kompakter und preisgünstiger Antrieb ergibt, der ohne zusätzliche Mechanik das Türblatt, bzw. die Türblätter im Schließbereich aktiv ein-ausstellt und verriegelt und der auf Grund seiner geringen Baulänge einfach innerhalb einer vorgegebenen Portalbreite unterzubringen ist.
[0012] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass zur Verriegelung des Türblatts das Zugmittel während der Schließbewegung mit dem Punkt P um eines der beiden Räder läuft,
bis die Drehachse dieses Rades auf der Verbindungslinie zwischen den Punkten P und Q zu liegen kommt und sich der Punkt P in Bezug auf die OÖffnungsrichtung des Türblatts in einer Totbzw. UÜbertotpunktlage befindet. Mit anderen Worten wird bei Antreiben des Zugmittels (1) in TürSchließrichtung, das am Punkt (P) des Zugmittels (1) gelenkig verbundene Verbindungselement (7) um den Mittelpunkt (M) des Rades (5) soweit gedreht, bis sich der Punkt (P) des Verbindungselements (7) am Rad (5) in einer Totpunkt- oder Ubertotpunktlage in Bezug auf die OÖffnungsrichtung (A) des Türblatts (2) befindet, sodass das Türblatt (2) geschlossen und verriegelt ist.
[0013] Die Figuren zeigen schematisch Ausführungsbeispiele des angegebenen Zugmitteltriebs, für das Bewegen und Verriegeln von ein-, oder zweiflügeligen Schiebe- und Schwenkschiebetüren.
[0014] Fig. 1 zeigt ein Anwendungsbeispiel des Zugmitteltriebs für ein Portal mit einem Türblatt, einmal in dessen Offenlage und einmal in Geschlossenlage im Verriegelungszustand.
[0015] Fig. 2 zeigt ein Anwendungsbeispiel des Zugmitteltriebs für ein Portal mit zwei Türblättern, in dessen Offenlage und Geschlossenlage im Verriegelungszustand.
[0016] Im Folgenden werden Funktionsweise und Effekte des Zugmitteltriebs beschrieben:
[0017] An einem Zugmittel 1, beispielsweise eine Rollenkette, welche um die Räder 5 und 6 läuft, ist ein Verbindungselement 7 an Punkt P gelenkig angebracht und an Punkt Q gelenkig mit dem Türblatt 2 verbunden, sodass bei Antreiben eines der beiden Räder 5, oder 6 das Türblatt 2 zwischen einer Offen- und einer Geschlossenlage bewegt wird. Mit dem Türblatt 2 ist eine Rolle 3 drehfest verbunden, die in einer Leitschiene 4 geführt ist, sodass das Türblatt 2 entlang einer Fahrzeugaußenwand geradlinig in Richtung L verschiebbar und in Ein- bzw. Ausstellrichtung E querverschiebbar bewegbar ist. In der Schließfase des Türblatts 2 dreht sich das Verbindungselement 7 am Rad 5 dabei soweit um dessen Drehpunkt M, bis das Verbindungselement 7 eine Totpunkt- oder übertotpunktlage in Bezug auf die Offnungsrichtung A des Türblatts 2 einnimmt, sodass das Türblatt 2 geschlossen und gleichzeitig verriegelt ist. Je nach Anwendungsfall können ein- oder zweiflügelige Schiebe- oder Schwenkschiebetür angetrieben und verriegelt werden. Vorteilhaft für den Betrieb wirkt sich die kinematisch bedingte allmähliche Verzögerung/Beschleunigung des Türblatts 2 im Schließbereich aus, für die Mechanik schädliche, abrupte Geschwindigkeitsänderungen werden vermieden. Ein weiterer positiver Effekt ist der ebenso kinematisch bedingt erzielte Kraftanstieg durch das Auftreten eines Kniehebeleffekts am Verbindungselement (7) während der Schließfase, wobei begünstigend die Kniehebelkraftrichtung in etwa mit der Einbzw. Ausstellrichtung des Türblatts 2 zusammenfällt, sodass auch bei ungünstigen Umfeldbedingungen immer genügend Kraft für das Schließen des Türblatts 2 zur Verfügung steht. Dies ermöglicht folglich auch steilere Einfahrkurven des Türblatts (2) an die Dichtebene, sodass ein Längsschleifen der Türdichtungen, deren Verschleiß und aufzubringende Reibenergie beim Dichtvorgang, reduziert wird.
[0018] Ein weiterer Vorteil bei zweiflügeligen Türen liegt darin, dass jedes Türblatt für sich verriegelt wird, wodurch die Sicherheit erhöht wird. Die Entriegelung des Antriebs im Notfall gestaltet sich ebenfalls einfach, da beispielsweise nur das Verbindungselement 7 mittels einer üblichen Notöffnungseinrichtung aus seiner Verriegeltlage verschoben werden muss, um die Tür(en) zu Öffnen.
[0019] Wie in Fig.1 gezeigt, kann durch ein Zahnradpaar 8, 8.1 ein weiterer Zugmitteltrieb angekoppelt werden, der das Türblatt 2.1 antreibt und verriegelt, sodass auch zweiflügelige Schiebeoder Schwenkschiebetüren betrieben werden können. In Fig.2 ist beispielsweise eine weitere Ausführungsvariante des Zugmitteltriebs gezeigt, bei der je ein Türblatt 2, 2.1 an je einem Trum des Zugmittels 1 über die Verbindungselemente 10, 10.1 gelenkig angekoppelt ist, sodass beide Türblätter 2, 2.1 gleichzeitig von einem Zugmittel 1 angetrieben und verriegelt werden können. Ein Federelement, beispielsweise eine Drehfeder 9, wie in Fig. 1 gezeigt, hält den Verriegelungszustand des Antriebs stets aufrecht, z. B. bei Energieausfall und unterstützt zudem das händische Schließen der Tür im Notbetrieb.
[0020] Der Zugmitteltrieb stellt eine einfache und billige Lösung zum Antreiben und Verriegeln von ein oder zweiflügeligen Schiebetüren oder Schwenkschiebetüren dar, ist leicht innerhalb einer vorgegebenen Portalbreite unterzubringen und ist auf Grund seiner wenigen Einzelteile gering störanfällig, montage- und wartungsfreundlich.

Claims (5)

Patentansprüche
1. Verriegelungsvorrichtung für zumindest ein mittels eines Zugmittelbetriebs betätigtes, zwischen einer Offenlage und einer Geschlossenlage bewegbares Türblatt (2) einer Schiebeoder Schwenkschiebetür eines Portals eines Schienenfahrzeugs zum Personentransport,
- wobei mit dem Türblatt (2) ein Führungselement (3) verbunden ist, welches in einer zum Portal ortsfesten Leitschiene (4) geführt ist, um das zumindest eine Türblatt entlang einer Außenwand des Schienenfahrzeugs geradlinig und gegebenenfalls in eine Ein- bzw. Ausstellrichtung quer zu verschieben
- wobei ein Zugmittel (1) vorgesehen ist, welches um zwei am Portal um je eine im Wesentlichen vertikal ausgerichtete Drehachse drehbare Räder (5,6), von denen mindestens eines zur Beförderung des mindestens einen Türblatts in die Offen- bzw. Geschlossenlage angetrieben ist, geführt ist und
- wobei ein Verbindungselement (7) kraftübertragend und gelenkig mit einem Punkt (P) des Zugmittels (1) und mit einem Punkt (Q) im Bereich der Hauptschließkante des Türblattes (2) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
zur Verriegelung des Türblatts (2) das Zugmittel (1) während der Schließbewegung mit dem
Punkt (P) um eines der beiden Räder (5,6) läuft, bis die Drehachse (M) dieses Rades (5) auf
der Verbindungslinie zwischen den Punkten (P) und (Q) zu liegen kommt und sich der Punkt
(P) in Bezug auf die Offnungsrichtung (A) des Türblatts (2) in einer Tot- bzw. Ubertotpunkt-
lage befindet.
2. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über ein Zahnradpaar (8, 8.1) ein weiteres Zugmittel antreibbar ist, sodass die Türblätter (2,2.1) einer zweiflügeligen Schiebetür oder Schwenkschiebetür gemeinsam antreib- und verriegelbar sind.
3. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebeoder Schwenkschiebtür zweiflügelig ausgebildet und das Verbindungselement (7) am ersten Türblatt (2) angeordnet ist und ein weiteres Verbindungselement (7.1) vorgesehen ist, welches kraftübertragend und gelenkig mit einem Punkt (P1) des Zugmittels (1) und mit einem Punkt (Q1) im Bereich der Hauptschließkante des zweiten Türblattes (2.1) verbunden ist, wobei das erste Verbindungselement (7) an einem Trum des Zugmittels (1) befestigt ist und das zweite Verbindungselement (7.1) am anderen Trum und beide Türblätter (2, 2.1) gemeinsam antreibbar und verriegelbar sind.
4. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel (1) eine Kette, ein Riemen, ein Seil, ein Band oder ein sonstiges, zur Übertragung von Zugkräften geeignetes, Antriebsmittel ist.
5. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Federelement, beispielsweise eine Drehfeder (9) vorgesehen ist, das bei geschlossenen Türen das Verbindungselement (7) stets in dessen Verriegelungslage hält.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
ATA281/2018A 2018-09-11 2018-09-11 Zugmitteltrieb zum Antreiben und Verriegeln von Türen für Schienenfahrzeuge AT521810B1 (de)

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GB2403265A (en) * 2003-06-25 2004-12-29 Manganese Bronze Components Lt Sliding plug doors
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