AT522303A1 - Verfahren zur Herstellung eines Stempelgehäuses - Google Patents

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Abstract

Verfahren zur Herstellung eines Stempelgehäuses (1), wobei mindestens ein Rutschsicherungselement (7) an einer Aufsetzfläche (6) des Stempelgehäuses (1) mittels eines Dekorationsverfahrens hergestellt wird.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Stempelgehäuses, beispielsweise eines Stempelgehäuses für einen Handstempel oder genauer für einen Selbstfärbestempel, insbesondere mit Oberschlagfärbung. Außerdem betrifft die Erfindung ein Stempelgehäuse mit mindestens einem Rutschsicherung an einer Aufsetzfläche des Stempelgehäuses, beispielsweise ein nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestelltes Stempelgehäuse.
Ein Selbstfärbestempel mit Oberschlagfärbung ist beispielsweise in der AT 006 732 U1 gezeigt. Ein solcher Stempel weist typischerweise ein Stempelgehäuse (oder kurz Gehäuse) auf, in dem eine mit einem gegenüber dem Gehäuse verschiebbaren Betätigungsteil gekuppelte Stempeleinheit gelagert ist. Der Betätigungsteil kann beispielsweise als Betätigungsbügel auf einer Seite gegenüberliegend einer Abdrucköffnung des Gehäuses über dem Gehäuse angeordnet sein. Die Stempeleinheit kann beispielsweise einen Plattenträger mit einer Stempelplatte und/oder ein Typenaggregat aufweisen. Weiters kann im Gehäuse ein Kissenbehälter mit einem Farbkissen zum Einfärben der Stempelplatte vorgesehen sein. Die Erfindung ist aber grundsätzlich unabhängig von einem Färbemechanismus und ist prinzipiell für jeden Handstempel anwendbar, bei dem eine Stempeleinheit in einem Stempelgehäuse untergebracht ist und mittels des Betätigungsteils zur Erstellung eines Abdrucks zumindest teilweise aus dem Stempelgehäuse verschoben werden
kann.
Es ist grundsätzlich bekannt, an solchen Gehäusen Rutschsicherungselemente vorzusehen. Diese sollen ein Verrutschen des Stempels z.B. beim Herunterdrücken des Betätigungsteils und bei der Erstellung des Abdrucks verhindern. Ein solches Verrutschen könnte ansonsten einen unsauberen Abdruck oder den Verlust einer zuvor sorgfältig vorgenommenen Ausrichtung des Stempels auf der betreffenden Unterlage zur
Folge haben.
Ein Handstempel mit vier Rutschsicherungselementen an der Unterseite eines rahmenförmig ausgebildeten Gehäuses, genauer an einer Gehäuse-Aufsetzfläche, ist beispielsweise in der
AT 503 112 B1 gezeigt.
Solche Rutschsicherungselemente werden herkömmlich montiert (z.B. aufgesteckt) oder in einem Zweikomponenten-Verfahren angebracht (z.B. mittels Zweikomponenten-Spritzgießen). Eine montierte Rutschsicherung hat einen vergleichsweise hohen Platzbedarf (Baugröße) am Produkt und erhöht somit insgesamt den Materialaufwand. Außerdem sind die Investitionskosten für eine Automatisierung der Montage vergleichsweise hoch. Bei einer Herstellung mittels Zweikomponenten-Verfahren kann der Platzbedarf reduziert werden, allerdings sind die Investitionskosten noch höher, weil für jeden Produkttyp geeignete spezielle Werkzeuge und geeignete Maschinen
erforderlich sind.
Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren vorzuschlagen, dass zumindest einzelne Nachteile des Standes der Technik
beseitigt oder zumindest verringert.
Die Erfindung sieht ein Verfahren der eingangs angeführten Art vor, wobei mindestens ein Rutschsicherungselement an einer Aufsetzfläche des Stempelgehäuses mittels eines Dekorationsverfahrens hergestellt wird. Die Aufsetzfläche ist dabei regelmäßig benachbart einer Abdrucköffnung und auf derselben Seite wie die Abdrucköffnung vorgesehen, d.h. auf der Unterseite des Gehäuses. Je nach Art des damit herzustellenden Stempels kann das Gehäuse mit Führungen für eine darin verschieblich gelagerte Stempeleinheit in Seitenwänden transversal zur Aufsetzfläche vorgesehen sein. Dekorationsverfahren können bereits bei kleinen Flächen eingesetzt werden, sodass der benötigte Platz Produkt vergleichsweise gering ist; sie können bereits auf sehr schmalen Aufsetzflächen eingesetzt werden. Außerdem ermöglichen sie typischerweise einen hohen Freiheitsgrad bei der Gestaltung des oder der Rutschsicherungselemente (z.B. vollflächig oder nur in einzelnen Bereichen). Insbesondere bei einer relativ kleinen Aufsetzfläche ist eine vollflächige Geometrie vorteilhaft, um beispielsweise im Vergleich zu montierten Noppen mit sehr kleiner Auflagefläche eine langsamere Abnutzung zu erzielen. Dekorationsverfahren sind zudem mit geringeren Investitionskosten als beispielsweise Zweikomponenten-Verfahren verbunden und auch leichter in die Automatisierung
(Fertigungsstraße) einzubinden. Weiters ist ein Vorteil, dass
kein zusätzlicher Bauteil gefertigt und montiert werden muss.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel des offenbarten Verfahrens wird das mindestens eine Rutschsicherungselement an der Aufsetzfläche des Stempelgehäuses durch Ablösen von einer Folie hergestellt. Die Folie weist beispielsweise eine Trägerschicht und eine Rutschsicherungsschicht auf, wobei die Rutschsicherungsschicht zumindest teilweise als Rutschsicherungselement ablösbar ist. Mit dem offenbarten Verfahren ist die Zuführung des Materials für die Rutschsicherungselemente in Form einer Folie im Vergleich zu einer vereinzelten Zuführung bei der Montage erleichtert. Im Vergleich zu einem Zweikomponenten-Verfahren sind die Werkzeugkosten für ein geeignetes Werkzeug zum Ablösen der Rutschsicherungselemente von der Folie im Allgemeinen geringer. Das Ablösen von einer Folie hat den Vorteil, dass die Verbindung mit der Aufsetzfläche und somit der entsprechende Fertigungsschritt relativ rasch hergestellt und abgeschlossen ist. Es ist regelmäßig keine Nachbearbeitung, Aushärtung oder
Trocknung erforderlich.
Beispielsweise kann das mindestens eine Rutschsicherungselement durch Übertragen eines Ausschnitts der Folie auf die Aufsetzfläche hergestellt werden. Der Ausschnitt kann dabei beispielsweise ein Ausschnitt einer Rutschsicherungsschicht sein. Überschüssiges Material kann somit mit dem Rest der Folie, d. h. außerhalb des Ausschnitts, einfach und zuverlässig abtransportiert werden. Außerdem ermöglicht diese Variante die Herstellung von Rutschsicherungselementen mit unterschiedlichen Grundrissen und Verwendung einer einheitlichen Folie und vermeidet somit eine Individualisierung der Anforderungen an die
Folie für verschiedene Stempelmodelle.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel des offenbarten Verfahrens kann der Ausschnitt der Folie mittels Heißprägen übertragen werden, wobei die Folie eine Heißprägefolie ist und der übertragene Ausschnitt durch lokale Erwärmung mit einem Prägestempel festgelegt wird. Beim Heißprägen presst typischerweise ein beheizter Prägestempel die Heißprägefolie an die Aufsetzfläche und erhitzt dabei einen Bereich mit dem Grundriss des mindestens einen herzustellenden Rutschsicherungselements. Dieses Verfahren
ermöglicht nahezu beliebige Grundrisse; so können beispielsweise 4717
auch mehrere beanstandete Rutschsicherungselemente in einem
einzigen Prägevorgang hergestellt werden.
Weiters ist es denkbar, dass die Folie in zwei parallel geführten Streifen vorliegt. Die Breite der Streifen kann dabei im Wesentlichen auf die maximale Wandstärke des herzustellenden Gehäuses abgestimmt sein (z.B. mit einem geringen Überstand auf beiden Seiten, um die Anforderungen an die Ausrichtung gering zu halten). Die beiden parallel geführten Streifen können dabei ebenso parallel gefördert werden, beispielsweise relativ zu einem Prägestempel. Die Verwendung von parallel geführten Folienstreifen eignet sich besonders, wenn Rutschsicherungselemente nur entlang zweier gegenüberliegender Seiten einer Abdrucköffnung hergestellt werden sollen und die Abdrucköffnung nicht von allen Seiten umgeben müssen. In diesem Fall können die Materialkosten für die Folie durch die Verwendung von mindestens zwei relativ schmalen Folienstreifen gesenkt werden. Selbstverständlich kann die Folie im Rahmen der Erfindung auch in einem einzigen Streifen vorliegen und
zugeführt werden.
In diesem Zusammenhang und im Fall eines Heißprägeverfahrens kann optional der Prägestempel mit zwei Schenkeln entsprechend den Schmalseiten eines rechteckigen Stempelgehäuses ausgebildet sein. In diesem Fall werden die Rutschsicherungselemente an Jenen Abschnitten der Aufsetzfläche hergestellt, die an der Unterseite der beiden schmäleren Seitenwände des Gehäuses gebildet sind. Alternativ kann der Prägestempel mit zwei Schenkeln entsprechend den Längsseiten des Stempelgehäuses ausgebildet sein; in diesem Fall entsprechen die Schenkel des Prägestempels den breiten Seiten des rechteckigen Stempelgehäuses, um die Rutschsicherungselemente dort
herzustellen.
Die Folie kann beispielsweise ein relativ weiches Material aufweisen, das einen hohen Reibwert hat. Beispielsweise ein Material mit einer Shore-A-Härte von weniger als 80 oder
optional weniger als 60.
Im Allgemeinen kann die Folie beispielsweise eine Trägerschicht,
eine Ablöseschicht, eine Rutschsicherungsschicht und eine
Klebeschicht aufweisen. Die Ablöseschicht (oder Trennschicht) kann dabei aus einem Material gebildet sein, dass unter Wärmeeinwirkung (z.B. von einem beheizten Prägestempel) schmilzt und die Rutschsicherungsschicht sowie die Klebeschicht zur Ablösung von der Trägerschicht und Übertragung auf das
Stempelgehäuse freigibt.
Bei einer solchen Folie ist die Rutschsicherungsschicht optional aus relativ weichem Material hergestellt, das einen hohen
Reibwert aufweist, z.B. aus einem Elastomer.
Beispielsweise kann die Rutschsicherungsschicht Gummi aufweisen
oder im Wesentlichen aus Gummi bestehen.
Alternativ zum Ablösen von einer Folie kann das mindestens eine Rutschsicherungselement an der Aufsetzfläche des Stempelgehäuses durch Lackieren hergestellt werden. D. h. das Dekorationsverfahren ist in diesem Fall Lackieren. Dafür kann beispielsweise ein sogenannter „Soft-touch-Lack“ verwendet werden. Das mindestens eine Rutschsicherungselement wird somit als weiche Lackschicht aufgetragen. Dieses Verfahren vereint ebenfalls viele Vorteile eines Heißprägeverfahrens (geometrische Flexibilität, geringer Platzbedarf, geringe Automatisierungskosten), hat demgegenüber allerdings den Nachteil eines vergleichsweise höheren Zeitaufwands für die
Aufbringung und Nachbearbeitung (z.B. Trocknung).
Außerdem sieht die Erfindung ein Stempelgehäuse der eingangs angeführten Art vor, wobei das Rutschsicherungselement eine Dicke von weniger als 0,2 mm, vorzugsweise weniger als 0,1 mm, aufweist. Eine so geringe Dicke (oder Stärke, d.h. Abmessung zwischen Untergrund und Oberseite) ist mit einem Montageverfahren oder mit einem Zweikomponenten-Verfahren nicht erreichbar, sehr wohl aber mit einem Dekorationsverfahren (z.B.
heißprägen oder lackieren).
Beispielsweise kann dabei das Rutschsicherungselement eine Shore-A-Härte von weniger als 80, vorzugsweise weniger als 60,
aufweisen.
Schließlich betrifft die Erfindung auch einen Handstempel,
umfassend ein Stempelgehäuse wie oben angeführt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen, auf die sie jedoch nicht beschränkt sein soll, und unter Bezugnahme auf die Zeichnungen noch weiter
erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 schematisch ein Stempelgehäuse, eine Folie und einen Prägestempel, zur Herstellung eines Rutschsicherungselements am
Stempelgehäuse;
Fig. 2 einen Handstempel mit dem Stempelgehäuse aus Fig. 1, mit einem bereits montierten Rutschsicherungselement an der
Aufsetzfläche des Stempelgehäuses; und
Fig. 3 den Handstempel aus Fig. 2 in einem auf einer
Stempelfläche aufgesetzten Verwendungszustand.
Fig. 1 zeigt beispielhaft ein Stempelgehäuse 1 (bzw. Gehäuse 1) für einen Handstempel 2, insbesondere für einen Selbstfärbestempel mit Oberschlagfärbung. Im Stempelgehäuse 1 ist beim einsatzbereiten Handstempel 2 (vgl. Fig. 2) eine nicht dargestellte, dem Fachmann Jedoch bekannte Stempeleinheit gelagert, welche mit einem gegenüber dem Stempelgehäuse 1 verschiebbaren Betätigungsteil 3 gekuppelt ist. Die Stempeleinheit kann beispielsweise einen Plattenträger mit einer Stempelplatte und/oder ein Typenaggregat aufweisen. Das Betätigungsteil 3, beispielsweise ein Betätigungsbügel 3a, kann auf einer Seite gegenüberliegend einer Abdrucköffnung 4 des Stempelgehäuses 1 über dem Stempelgehäuse 1 angeordnet sein. Zudem kann im Stempelgehäuse 1 ein ebenfalls nicht dargestellter Kissenbehälter mit einem Farbkissen zum Einfärben der Stempelplatte vorgesehen sein. Zum Einschieben des Kissenbehälters in das Stempelgehäuse 1 weist dieses eine
Einschuböffnung 5 auf.
Das Stempelgehäuse 1 weist eine in Fig. 2 deutlich erkennbare Aufsetzfläche 6 auf, welche regelmäßig benachbart der Abdrucköffnung 4 und auf derselben Seite wie die Abdrucköffnung
4, d.h. auf der Unterseite des Stempelgehäuses 1 vorgesehen ist.
Um an der Aufsetzfläche 6 des Stempelgehäuses 1 mindestens ein Rutschsicherungselement 7 herzustellen, ist im Beispiel gemäß Fig. 1 zwischen der Aufsetzfläche 6 und einem beheizten Prägestempel 8 eine Folie 9 vorgesehen. Das mindestens eine Rutschsicherungselement 7 wird an der Aufsetzfläche 6 durch Ablösen von der Folie 9 hergestellt. Bevorzugt wird das mindestens eine Rutschsicherungselement 7 durch Übertragen eines Ausschnitts 10 der Folie 9 auf die Aufsetzfläche 6 hergestellt.
Die Folie 9 kann hierfür eine Trägerschicht 11 und eine Rutschsicherungsschicht 12 aufweisen, wobei die Rutschsicherungsschicht 12 zumindest teilweise als
Rutschsicherungselement 7 ablö6sbar ist.
Bevorzugt wird der Ausschnitt 10 der Folie 9 mittels Heißprägen auf die Aufsetzfläche 6 übertragen, wobei die Folie 9 eine Heißprägefolie 9a ist und der übertragene Ausschnitt 10 durch lokale Erwärmung mit dem beheizten Prägestempel 8 festgelegt und
fixiert wird.
Wie in Fig. 1 ersichtlich ist, kann die Folie 9 in Form von zwei parallel geführten Streifen 13a, 13b vorliegen. Dies ist dann vorteilhaft, wenn Rutschsicherungselemente 7 nur entlang zweier gegenüberliegender Seiten der Abdrucköffnung 4 hergestellt werden sollen und die Abdrucköffnung 4 nicht von allen Seiten umgeben müssen. Zur Montage der Rutschsicherungselemente 7 an der Aufsetzfläche 6 ist der Prägestempel 8 im dargestellten Beispiel mit zwei Schenkeln 14a, 14b entsprechend den Schmalseiten des Stempelgehäuses 1 ausgebildet. Somit kann die Folie 9 bzw. können die Streifen 13a, 13b zur Herstellung der Rutschsicherungselemente 7 zwischen der Aufsetzfläche 6 und den
Schenkeln 14a, 14b des Prägestempels 8 angeordnet sein.
Wie weiters in Fig. 1 dargestellt ist, kann die Folie 9 bzw. können die Streifen 13a, 13b in Richtung der Schmalseiten des Stempelgehäuses 1, d.h. in eine Vorschubrichtung R, vorgeschoben werden, um nacheinander mehrere Stempelgehäuse 1 auf aufeinanderfolgenden Positionen derselben Folie 9 bzw. derselben Streifen 13a, 13b aufsetzen zu können. Mittels des Prägestempels 8 können die den aufeinanderfolgenden Positionen der Folie 9
bzw. Streifen 13a, 13b zugeordneten Rutschsicherungselemente 7
abgelöst und an den Aufsetzflächen 6 der mehreren Stempelgehäuse 1l fixiert werden. In Fig. 1 hinter dem Stempelgehäuse 1 ist überschüssiges Material mit dem Rest der Folie 9, d. h. außerhalb des Ausschnitts 10, erkennbar und zum einfachen und zuverlässigen Abtransport vorgesehen. Der Ausschnitt 10 kann dabei beispielsweise ein Ausschnitt der Rutschsicherungsschicht 12 sein. In dem in Fig. 1 in Vorschubrichtung R nach dem Stempelgehäuse 1 angeordneten Abschnitt der Folie 9 fehlt ein entsprechender, auf ein zuvor hergestelltes Stempelgehäuse
übertragener Ausschnitt oberhalb der Trägerschicht 11.
Die Folie 9 kann die Trägerschicht 11, eine Ablöseschicht 15, die Rutschsicherungsschicht 12 und eine Klebeschicht 16 aufweisen. Dabei dient die Trägerschicht 11 als Träger der weiteren Schichten 15, 12, 16 und stellt hinreichende Stabilität der Folie 9 bzw. der Streifen 13a, 13b bereit. Die Ablöseschicht 15 kann aus einem Material gebildet sein, dass bspw. unter der Wärmeeinwirkung des beheizten Prägestempels 8 schmilzt. Wenn die Ablöseschicht 15 geschmolzen ist, können Teile der Rutschsicherungsschicht 12 als Rutschsicherungselemente 7, durch Abheben des Stempelgehäuses 1 von der Folie 9 oder von den Streifen 13a, 13b, als Ausschnitt 10 von der Trägerschicht 11 abgelöst werden. Die Rutschsicherungselemente 7 werden dabei auf das Stempelgehäuse 1 übertragen, da sie mit der auf den Rutschsicherungselementen 7 vorgesehenen Klebeschicht 16 an der Aufsetzfläche 6 haften.
Die Rutschsicherungsschicht 12 kann aus relativ weichem Material hergestellt sein, das eine hohe Reibung aufweist. Zudem kann die Folie 9 gummiert sein. Insbesondere kann die
Rutschsicherungsschicht 12 Gummi aufweisen.
In Fig. 3 ist der Handstempel 2 in einem auf einer Stempelfläche F aufgesetzten Verwendungszustand dargestellt. In diesem Verwendungszustand liegen die Rutschsicherungselemente 7 auf der Stempelfläche F auf und verhindern somit ein Verrutschen des
positionierten Handstempels 2 auf der Stempelfläche F.

Claims (15)

1. Verfahren zur Herstellung eines Stempelgehäuses (1), dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Rutschsicherungselement (7) an einer Aufsetzfläche (6) des Stempelgehäuses (1) mittels eines Dekorationsverfahrens
hergestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Rutschsicherungselement (7) an der Aufsetzfläche (6) des Stempelgehäuses (1) durch Ablösen von einer Folie (9)
hergestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Rutschsicherungselement (7) durch Übertragen eines Ausschnitts (10) der Folie (9) auf die Aufsetzfläche (6) hergestellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschnitt (10) der Folie (9) mittels Heißprägen übertragen wird, wobei die Folie (9) eine Heißprägefolie (9a) ist und der übertragene Ausschnitt (10) durch lokale Erwärmung mit einem
Prägestempel (8) festgelegt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (9) in zwei parallel geführten Streifen (13a, 13b) vorliegt.
6. Verfahren nach Anspruch 4 und Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Prägestempel (8) mit zwei Schenkeln (14a, 14b) entsprechend den Schmalseiten des Stempelgehäuses (1) ausgebildet ist.
7. Verfahren nach Anspruch 4 und Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Prägestempel (8) mit zwei Schenkeln (14a, 14b) entsprechend den Längsseiten des Stempelgehäuses (1) ausgebildet ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (9) ein relativ weiches Material
aufweist, das einen hohen Reibwert hat.
9, Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (9) eine Trägerschicht (11), eine Ablöseschicht (15), eine Rutschsicherungsschicht (12) und eine Klebeschicht (16) aufweist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rutschsicherungsschicht (12) aus relativ weichem Material
hergestellt ist, das einen hohen Reibwert aufweist.
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
Rutschsicherungsschicht (12) Gummi aufweist.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Rutschsicherungselement (7) an der Aufsetzfläche
(6) des Stempelgehäuses (1) durch Lackieren hergestellt wird.
13. Stempelgehäuse (1) mit mindestens einem Rutschsicherungselement (7) an einer Aufsetzfläche (6) des Stempelgehäuses (1), dadurch gekennzeichnet, dass das Rutschsicherungselement (7) eine Dicke von weniger als 0,2 mm,
vorzugsweise weniger als 0,1 mm, aufweist.
14. Stempelgehäuse (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Rutschsicherungselement (7) eine Shore-A-Härte von
weniger als 80, vorzugsweise weniger als 60, aufweist.
15. Handstempel, umfassend ein Stempelgehäuse nach einem der
Ansprüche 13 oder 14.
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