AT522481A4 - Selbstklebendes Schutzband zur Verwendung als Feuchtebarriere und Schalldämmung in einem Fußbodenaufbau - Google Patents

Selbstklebendes Schutzband zur Verwendung als Feuchtebarriere und Schalldämmung in einem Fußbodenaufbau Download PDF

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AT522481A4
AT522481A4 ATA51042/2019A AT510422019A AT522481A4 AT 522481 A4 AT522481 A4 AT 522481A4 AT 510422019 A AT510422019 A AT 510422019A AT 522481 A4 AT522481 A4 AT 522481A4
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Abstract

Es wird ein selbstklebendes Schutzband (1) zur Verwendung als Feuchtebarriere und Schalldämmung in einem Fußbodenaufbau (7), mit einer wasserundurchlässigen Decklage (2), einer Klebelage (3) sowie einer zwischen Deck- und Klebelage angeordneten Schaumlage (4), beschrieben. Um ein Schutzband der eingangs geschilderten Art anzugeben, das sowohl einen zuverlässigen Baufeuchteschutz des angrenzenden Wandaufbaus als auch eine zuverlässige Schalldämmung im Grenzbereich zwischen Fußbodenaufbau und Wandaufbau sicherstellt, ohne dafür eine kosten- und zeitintensive Abdichtung erforderlich zu machen, wird vorgeschlagen, dass die Schaumlage (4) wenigstens zwei unter Ausbildung einer Wassersperrschicht (6) stoffschlüssig miteinander verpresste Schaumschichten (5) eines geschlossenzelligen Schaumstoffes aufweist und das Schutzband (1) so zu einer Rolle aufwickelbar ist, dass dabei die polyolefinbasierte Decklage (2) eine Schutzfolie für die kautschuk- oder polyurethanbasierte Klebelage (3) bildet.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein selbstklebendes Schutzband zur Verwendung als Feuchtebarriere und Schalldämmung in einem FuRbodenaufbau, mit einer wasserundurchlässigen Decklage, einer Klebelage sowie einer zwischen Deck- und
Klebelage angeordneten Schaumlage.
Bei der Verwendung von Trocken- oder Holzbauelementen in einem Wandaufbau besteht die Herausforderung, den Wandaufbau bereits während der Bauphase vor Feuchteeintrag aus angrenzend verbauten feuchten Baumaterialien zu schützen.
Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Baufeuchteschutz.
Besonders häufig stellt sich dieses Problem, wenn in einem Fußbodenaufbau eine zement- oder kunststoffgebundene Ausgleichsschüttung verwendet wird, auf die in weiterer Folge ein Estrich aufgesetzt wird. Sowohl die zement- oder kunststoffgebundene Ausgleichsschüttung als auch der Estrich stellen nämlich Baustoffgemische dar, die unter Zugabe von Wasser, und somit feucht, in den FuRßRbodenaufbau eingebracht werden und deshalb vor ihrer weiteren Verarbeitung —
üblicherweise für einige Wochen - trocknen müssen.
Während des Trocknens kommt es aufgrund der erhöhten Baufeuchte zu einem erheblichen Feuchteeintrag in den den FuRbodenaufbau umgebenden Wandaufbau, wodurch das Wachstum von Mikroorganismen, etwa Bakterien, Schimmelpilzen und holzzerstörenden Pilzen, im Wandaufbau begünstigt wird. Bausachverständige gehen davon aus, dass aus diesem Grund etwa 70% aller Neubauten bereits mit solchen Mikroorganismen befallen sind, noch bevor diese bezogen werden. Abgesehen von den damit einhergehenden gesundheitlichen Risiken ist die
Beseitigung etwaiger Schimmelschäden mit enorm hohen Kosten verbunden.
Anforderungen an den Bauteil in Frage.
Es sind auch Schutzbänder zur Verwendung als Feuchtebarriere in einem FuRßRbodenaufbau bekannt, die eine wasserundurchlässige Decklage, eine Klebelage sowie eine zwischen Deck- und Klebelage angeordnete Schaumlage aufweisen. Der Feuchteschutz wird dabei einerseits durch die Schaumlage und andererseits durch die wasserundurchlässige Decklage erreicht, die auf einer Oberflächenseite der Schaumstofflage vorgesehen ist. Durch die Decklage wird der Feuchteschutz verbessert, da die Schaumstofflage Durchtritt von drückenden Wasser, wie z.B. bei großen Wassermengen, die durch einen Rohrbruch hervorgerufen werden, nicht dauerhaft verhindern könnte. Nachteilig ist daran allerdings, dass im Falle einer Beschädigung der Decklage der Feuchteschutz eben nicht mehr sichergestellt ist. Darüber hinaus bieten derartige Schutzbänder oftmals keine zufriedenstellende
Reduktion der Tritt- bzw. Körperschallübertragung.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Schutzband der eingangs geschilderten Art anzugeben, das sowohl einen zuverlässigen Baufeuchteschutz des angrenzenden Wandaufbaus als auch eine zuverlässige Schalldämmung im Grenzbereich zwischen Fußbodenaufbau und Wandaufbau sicherstellt, ohne dafür
eine kosten- und zeitintensive Abdichtung erforderlich zu machen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Schaumlage wenigstens zwei unter Ausbildung einer Wassersperrschicht stoffschlüssig miteinander verpresste Schichten eines geschlossenzelligen Schaumstoffes aufweist und das
Schutzband so zu einer Rolle aufwickelbar ist, dass dabei die polyolefinbasierte
Zufolge dieser Merkmale wird insbesondere im Zusammenhang mit FuRßbodenaufbauten eine Einsparung an Bauressourcen ermöglicht, sodass die erfindungsgemäße Lösung vergleichsweise kostengünstig ist und darüber hinaus zu einem noch rascheren Baufortschritt führt, wobei das Risiko ansonsten wahrscheinlicher, hoher Sanierungskosten vermieden werden kann. Die wenigstens zwei Schichten des geschlossenzelligen, vorzugsweise thermoplastischen Schaumstoffes werden miteinander wirksam verbunden, indem die jeweiligen Kontaktoberflächen der Schichten beispielsweise angeschmolzen und unter Ausbildung einer zwischen den Schaumschichten befindlichen Wassersperrschicht miteinander verpresst werden. Die Wassersperrschicht ist dabei vorzugsweise im wesentlichen zellfrei und höchstens nur wenige um dick. Im Falle einer Beschädigung der äußeren Decklage und / oder der obersten Schaumschicht bewirkt jene Wassersperrschicht somit gemeinsam mit der unbeschädigten zweiten Schaumschicht bzw. den übrigen unbeschädigten Schaumschichten, dass dennoch eine zuverlässige Feuchtebarriere und Schalldämmung sichergestellt wird. Darüber hinaus können aufgrund des mehrschichtigen Aufbaus der Schaumlage die bei Zugbelastungen auftretenden Scher- und Zugkräfte besser abgeleitet und in der Fläche verteilt werden, sodass Kerbrisse entlang des erfindungsgemäßen Schutzbandes vermieden werden. Durch die mehrschichtige Ausführung der Schaumlage wird auch die Körperschallübertragung vom Fußbodenaufbau, also der Ausgleichsschüttung bzw. Dämmschicht und der Estrichschicht auf die umliegenden Bauteile wesentlich verbessert und auch der Schallübergang am Wandfuß berücksichtigt. Die vollflächig ausgebildete, selbstklebende Klebelage ermöglicht eine einfache Montage, da das Schutzband lediglich im gewünschten Montagebereich aufgedrückt werden muss und somit bereits fixiert ist. Diese Lösung ist klebenden Bereichen, die als zweiseitig klebende Folien ausgeführt und mit einer abzuziehenden Schutzfolie versehen sind, überlegen, da einerseits die Haftkraft vergrößert ist und daher auch eine Verwendung auf verschmutztem,
unebenen Untergrund, wie er auf einer Baustelle die Regel ist, ermöglicht, und
Verfügung steht.
Besonders günstige Eigenschaften in Bezug auf eine Reduktion der Tritt- bzw. Körperschallübertragung sowie in Bezug auf eine Reduktion des Schallübergangs am Wandfuß ergeben sich, wenn der geschlossenzellige Schaumstoff eine
durchschnittliche Porengröße von 0,1 bis 0,6 mm aufweist.
Um bei kompaktem Schichtaufbau dennoch zuverlässige Feuchteschutz- sowie Klebebedingungen zu schaffen, empfiehlt es sich, dass Decklage und Klebelage
jeweils eine Schichtdicke von 1 bis 100 um, vorzugsweise 50um aufweisen.
Besonders bevorzugt werden im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Schutzband geschlossenzellige Schaumstoffe aus geschäumtem Polyethylen verwendet. Abschlussbahnen aus geschäumtem Polyethylen haben sich als besonders vorteilhaft in Bezug auf deren Herstellung, Weiterverarbeitung sowie auf
deren Handhabung erwiesen.
Um der Ausdehnung des Estrichs besonders gut Rechnung tragen zu können und den Baufeuchteschutz weiter zu verbessern ist es bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass das Schutzband eine Stärke von zumindest 4 - 30 mm aufweist. Dadurch kann die durch die Abschlussbahn vermittelte Schall- und Wärmedämmung weiter verbessert werden wohingegen die Beeinträchtigung von lokalen Beschädigungen der Abschlussbahn auf den Baufeuchteschutz reduziert wird. Außerdem ist das Schutzband dieser Ausführungsform der Erfindung auch dazu geeignet, die Ausbreitung von
vagabundierenden Wässern im Falle von Wasserschäden, wie zum Beispiel
Aufgabe einer Feuchtebarriere erfüllt.
Um die Eigenschaften des erfindungsgemäßen Schutzbandes in Bezug auf den Feuchteschutz weiter zu verbessern, wird vorgeschlagen, dass die Decklage
einseitig silikonisiert ist. Zufolge dieser Maßnahme wird die bereits wasserdichte Decklage weiter hydrophobiert und ist dadurch zudem schmutzabweisend sowie
einfach zu reinigen.
Die Erfindung bezieht sich auch auf einen Fußbodenaufbau mit einem erfindungsgemäßen Schutzband. Der Fußbodenaufbau umfasst dabei zumindest eine Anmachwasser enthaltende Schicht eines Baustoffgemisches, etwa zementoder kunststoffgebundenes Schüttgut oder feucht eingebrachte Estricharten. Das erfindungsgemäße Schutzband bildet dabei eine Abschlussbahn, welche jede Anmachwasser enthaltende Schicht seitlich begrenzend zwischen der Schicht und dem Wandaufbau, etwa einer Hauswand, angeordnet ist. Durch die Verwendung einer durch das erfindungsgemäße Schutzband gebildeten Abschlussbahn wird der Feuchteeintrag in den Wandaufbau während des Trocknens des Fußbodenaufbaus nahezu vollständig unterbunden. Dazu ist es erforderlich, dass die Abschlussbahn jede Anmachwasser enthaltende Schicht seitlich, vorzugsweise entlang einer gesamten Schichthöhe des FuRßbodenaufbaus, also von der Rohdecke und/oder Fundamentplatte ausgehend, abschließt, um einen Übertritt von Baufeuchte aus jeder dieser Schichten in den Wandaufbau zuverlässig unterbinden zu können. Sofern der FuRbodenaufbau eine als Estrich ausgebildete und Anmachwasser enthaltende Schicht aufweist, ermöglicht die Verwendung von geschlossenzelligem Schaumstoff zudem auch eine Aufnahme einer temperaturbedingten Ausdehnung des Estrichs und vermittelt gleichzeitig eine Schall- und Wärmedämmung im
Grenzbereich zwischen Fußbodenaufbau und Wandaufbau, die im herrschenden
Randdämmstreifen kann bei einem erfindungsgemäßen Fußbodenaufbau entfallen.
Die Güte des durch den erfindungsgemäßen FuRbodenaufbau erzielten Baufeuchteschutzes ist besonders hoch, wenn sich die Abschlussbahn über die gesamte Höhe des FuRbodenaufbaus erstreckt. Die Höhe des FuRbodenaufbaus verläuft dabei parallel zum Wandaufbau. Bei solchen bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung wird verhindert, dass die aus einer Anmachwasser enthaltenden Schicht des FuRbodenaufbaus austretende Feuchtigkeit die Abschlussbahn umgehen und so ihren Weg in den Wandaufbau
finden kann.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen FuRßRbodenaufbaus ist vorgesehen, dass die Abschlussbahn abschnittsweise die zumindest eine Anmachwasser enthaltende Schicht untergreifend zwischen der Schicht und einem tragenden Untergrund, vorzugsweise einer Betondecke, angeordnet ist. Dabei kann der tragende Untergrund entweder durch eine trockene Schicht des FuRbodenaufbaus, die jedoch frei von Anmachwasser ist, oder aber durch eine Fundamentplatte oder eine Rohbetondecke ausgebildet sein. Dadurch, dass ein sich vorzugsweise längs der gesamten Abschlussbahn erstreckender Längsabschnitt der Abschlussbahn zwischen der zumindest einen Anmachwasser enthaltenden Schicht und dem tragenden Untergrund eingeklemmt ist, wird die Abschlussbahn einerseits in ihrer Position fixiert und gegen Verrutschen gesichert. Andererseits wird der Baufeuchteschutz des Wandaufbaus weiter erhöht, indem der Feuchtigkeit aus der oder den Anmachwasser enthaltenden Schichten des FuRßbodenaufbaus nicht nur in horizontaler sondern auch in vertikaler Richtung, also in Höhenrichtung, der Weg aus dem FuRbodenaufbau in den Wandaufbau versperrt wird. Es wird somit auch der kapillare Feuchtestrom aus den Anmachwasser enthaltenden Fußbodenaufbauschichten in die umliegenden Wandabschnitte und
die daraus resultierende, aufsteigende Feuchtigkeit unterbunden.
darunterliegenden Abschlussbahnstreifen überlappt.
Die beschriebenen Vorteile der Erfindung sind grundsätzlich im Zusammenhang mit sämtlichen Baustoffen, aus denen der Wandaufbau eines Gebäudes üblicherweise gefertigt ist, wünschenswert. Als besonders positiv macht sich der Einsatz des erfindungsgemäßen Fußbodenaufbaus jedoch im Zusammenhang mit Wandaufbauten bemerkbar, die aus feuchteempfindlichen Baustoffen gefertigt sind, da in solchen Fällen das Wachstum und die Ausbreitung von Mikroorganismen, wie etwa Bakterien, Schimmelpilzen und holzzerstörenden Pilzen, im Wandaufbau unterbunden werden kann. Dabei handelt es sich etwa um Trockenbauelemente, beispielsweise um Gipskarton-, Holzfaser-, Holzriegel-, oder Korkwände oder ähnliches, oder massive, verputzte oder unverputzte Ziegelwände, wobei explizit festzuhalten ist, dass die Abschlussbahnen auch bei Wänden aus massivem Mauerwerk hinsichtlich dem kapillaren Feuchtetransport aus Anmachwasser enthaltenden Schichten des Fußbodenaufbaus in die, den FuRbodenaufbau umschließenden Wände und als Feuchtebarriere gegenüber vagabundierender
Wässer nach Wasserschäden ihre Anwendung finden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 einen schematischen Schichtaufbau eines erfindungsgemäßen
Schutzbandes und
Wandaufbaus.
Ein erfindungsgemäßes Schutzband 1 umfasst eine wasserundurchlässige Decklage 2, eine Klebelage 3 sowie eine zwischen Decklage 2 und Klebelage 3 angeordnete Schaumlage 4. Die Schaumlage 4 weist wenigstens zwei Schaumschichten 5 eines geschlossenzelligen, beispielsweise auf Polyethylenschaum basierenden Schaumstoffes auf, die unter Ausbildung einer Wassersperrschicht 6 stoffschlüssig miteinander verpresst sind. Dabei können die wenigstens zwei Schaumschichten 5 an ihren jeweiligen Kontaktflächen zunächst angeschmolzen und anschließend miteinander verpresst werden, sodass die daraus entstehende, im Wesentlichen zellfreie Schmelzschicht als Wassersperrschicht 6 fungiert. Die polyolefinbasierte Decklage 2 kann beispielsweise aus Polyethylen hoher Dichte gerfertigt und optional einseitig silikonisiert sein. Die selbstklebende Klebelage 3 kann kautschuk- oder polyurethanbasierten Klebstoffe sowie einen Klebstoffträger umfassen. Um besonders vorteilhafte Bedingungen in Bezug auf Anfangsfestigkeit sowie Schmutz- und Staubtoleranz des Klebers zu ermöglichen,
basiert die Klebelage 3 vorzugsweise auf einem Synthesekautschukkleber.
Der geschlossenzellige Schaumstoff der Schaumstofflage 4 weist eine durchschnittliche Porengröße von 0,1 bis 0,6 mm auf. Die Decklage 2 und die Klebelage 3 weisen jeweils eine Schichtdicke von 1 bis 100 um, vorzugsweise 50 um auf. Das erfindungsgemäße Schutzband 1 selbst weist eine Gesamtdicke von 4
— 30 mm auf.
Fig. 2 ist ein Aufriss einer Ausführungsvariante eines auf einem tragenden Untergrund 12 aufgesetzten erfindungsgemäßen FuRßbodenaufbaus 7 sowie eines
den Fußbodenaufbau 7 wenigstens abschnittsweise umgebenden Wandaufbaus 8.
Dabei umfasst der FuRbodenaufbau 7 eine erste, Anmachwasser enthaltende
Schicht 9 in Form einer zement- oder kunststoffgebundenen Ausgleichsschüttung
Ausgleichsschüttung aufgebrachten Estrichs.
Um zu verhindern, dass während des Trocknungsvorganges Feuchtigkeit aus der ersten Schicht 9 und der zweiten Schicht 10 in den Wandaufbau 8 übertritt, ist eine durch ein erfindungsgemäßes Schutzband 1 gebildete Abschlussbahn 11 mit geschlossenzelligem Schaumstoff vorgesehen. Die Abschlussbahn 11 begrenzt seitlich sowohl die erste Schicht 9 als auch die zweite Schicht 10 und trennt diese beiden Schichten 9, 10 vom Wandaufbau 8. Dadurch, dass die Abschlussbahn 11 sowohl die erste Schicht 9 als auch die zweite Schicht 10 entlang einer gesamten jeweiligen Schichthöhe seitlich begrenzt, schließt die Abschlussbahn 11 die erste Schicht 9 und die zweite Schicht 10 ab. Feuchteeintrag in den Wandaufbau 8 wird
dadurch nahezu vollständig unterbunden.
Der Feuchteschutz der durch das erfindungsgemäße Schutzband 1 gebildeten Abschlussbahn 11 wird dabei einerseits durch die Schaumstofflage 4 mitsamt der wenigstens einen Wassersperrschicht 6 erreicht, und andererseits durch die wasserundurchlässige Decklage 2, die den Feuchteschutz verbessert. Die vollflächig ausgebildete, selbstklebende Klebelage 3 ermöglicht eine einfache Montage, da die Abschlussbahn 11 lediglich im gewünschten Montagebereich aufgedrückt werden muss und somit bereits fixiert ist. Die Abschlussbahn 11 kann dabei auf einer Rolle aufgewickelt bereitgestellt werden, wobei im aufgerollten Zustand die wasserundurchlässige Decklage 2 die Schutzfolie für die selbstklebende Klebelage 3 bildet. Im Zuge der Verarbeitung wird die Abschlussbahn 11 in der gewünschten Länge von der Rolle abgewickelt, wobei beim Abwickeln die selbstklebende Klebelage 3 von der wasserundurchlässigen Decklage 2 getrennt wird und sofort für das Ankleben am Ort der gewünschten
Montage zur Verfügung steht.
Um die Zuverlässigkeit des durch die Abschlussbahn 11 vermittelten Baufeuchteschutzes weiter zu erhöhen untergreift ein Längsabschnitt 13 der
Abschlussbahn 11 die erste Schicht 9, hier die Ausgleichsschüttung,
abschnittsweise. Der Längsabschnitt 13 ist zwischen der ersten Schicht 9 und dem
tragenden Untergrund 12 angeordnet.
Der Einsatz eines erfindungsgemäßen Schutzbandes 1 in dem Fußbodenaufbau 7 zum Zwecke des Baufeuchteschutzes des Wandaufbaus 8 führt dazu, dass der während des Trocknungsvorganges aus der ersten Schicht 9 und der zweiten Schicht 10 austretenden Feuchtigkeit im Bereich des Wandaufbaus 8 eine Barriere geboten wird, wodurch ein Übertritt von Baufeuchte in den Wandaufbau 8 weitestgehend unterbunden und somit das Wachstum und die Ausbreitung von Mikroorganismen, etwa Bakterien und insbesondere Schimmelpilzen und
holzzerstörenden Pilzen, im Wandaufbau 8 verhindert wird.

Claims (1)

  1. (42990) KA
    Patentansprüche
    1. Selbstklebendes Schutzband (1) zur Verwendung als Feuchtebarriere und Schalldämmung in einem FuRbodenaufbau (7), mit einer wasserundurchlässigen Decklage (2), einer Klebelage (3) sowie einer zwischen Deck- und Klebelage angeordneten Schaumlage (4), dadurch gekennzeichnet, dass die Schaumlage (4) wenigstens zwei unter Ausbildung einer Wassersperrschicht (6) stoffschlüssig miteinander verpresste Schaumschichten (5) eines geschlossenzelligen Schaumstoffes aufweist und das Schutzband (1) so zu einer Rolle aufwickelbar ist, dass dabei die polyolefinbasierte Decklage (2) eine Schutzfolie für die kautschuk-
    oder polyurethanbasierte Klebelage (3) bildet.
    2. Schutzband (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der geschlossenzellige Schaumstoff eine durchschnittliche Porengröße von 0,1 bis 0,6
    mm aufweist.
    3. Schutzband (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Decklage (2) und Klebelage (3) jeweils eine Schichtdicke von 1 bis 100 um,
    vorzugsweise 50um aufweisen.
    4. Schutzband (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der geschlossenzellige Schaumstoff aus geschäumtem Polyethylen gefertigt
    ist.
    5. Schutzband (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch
    eine Schutzbanddicke von 4 - 30 mm.
    dass die Decklage (2) einseitig silikonisiert ist.
    7. FuRbodenaufbau (7) mit einem Schutzband (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, umfassend zumindest eine Anmachwasser enthaltende Schicht (9, 10) eines Baustoffgemisches, etwa zement- oder kunststoffgebundenes Schüttgut oder feucht eingebrachte Estricharten, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzband (1) eine Abschlussbahn (11) bildet, welche jede Anmachwasser enthaltende Schicht (9, 10) seitlich begrenzend zwischen der Schicht (9, 10) und dem Wandaufbau (8)
    angeordnet ist.
    8. FuRbodenaufbau (7) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich
    die Abschlussbahn (11) über die gesamte Höhe des FuRbodenaufbaus (7) erstreckt.
    9. FuRbodenaufbau (7) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlussbahn (11) abschnittsweise die zumindest eine Anmachwasser enthaltende Schicht (9, 10) untergreifend zwischen der Schicht (9, 10) und einem
    tragenden Untergrund (12), vorzugsweise einer Betondecke, angeordnet ist.
    10. Fußbodenaufbau (7) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlussbahn (11) eine Höhe von wenigstens 480 mm,
    vorzugsweise 500 mm, aufweist.
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