AT522722A4 - Steige aus Karton - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Steige aus Karton aus einem von Hand aus aufrichtbaren Zuschnitt beschrieben, wobei der aufgerichtete Zuschnitt einen Boden (1) und einen Mantel (2) mit im Bereich der Mantelecken der Höhe nach vorstehenden Stapelansätze (13) und mit zwischen den Stapelansätzen (13) verstärkten, oberen Längsrandabschnitten in Form von einwärts gefalzten Randlaschen (7) bildet, die unter Ausbildung eines bodenparallelen Auflagestegs (15) um zwei Rilllinien (12) gegen den Mantel (2) zurückgebogen und mit dem zurückgebogenen Laschenabschnitt (10) gegenüber dem Mantel (2) festgelegt sind. Um vorteilhafte Konstruktionsbedingungen zu erhalten, wird vorgeschlagen, dass der zurückgebogene Laschenabschnitt (10) der verstärkten Längsrandabschnitte einen Steckansatz (20) aufweist, der in eine Aufnahmetasche (19) zwischen dem Mantel (2) und einer vom Zuschnitt gesonderten, auf der Mantelinnenseite vorgesehenen, gegenüber dem Mantel (2) festgehaltenen Kartonlage (16) eingreift.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Steige aus Karton aus einem von Hand aus aufrichtbaren Zuschnitt, wobei der aufgerichtete Zuschnitt einen Boden und einen Mantel mit im Bereich der Mantelecken der Höhe nach vorstehenden Stapelansätze und mit zwischen den Stapelansätzen verstärkten, oberen Längsrandabschnitten in Form von einwärts gefalzten Randlaschen bildet, die unter Ausbildung eines bodenparallelen Auflagestegs um zwei Rilllinien gegen den Mantel zurückgebogen und mit dem zurückgebogenen Laschenabschnitt gegenüber dem Mantel festgelegt
sind.
Um für Steigen aus Karton eine hohe Formstabilität und eine an die rauen Betriebsanforderungen angepasste Stapelbarkeit sicherzustellen, ist es bekannt (AT 516270 A1), den vom Boden aufragenden Mantel in den Eckbereichen mit Ansatzlappen zu versehen, die auf einer Eckseite angeordnet, um 90° einwärtsgebogen und mit der anschließenden Eckseite verklebt sind. Den Stapelansätzen entsprechen Bodenaussparungen. Da über die in die Bodenaussparungen aufgesetzter Steigen eingreifenden Stapelansätze keine Auflasten abgetragen werden können, müssen die Auflasten durch die Mantelwände aufgenommen werden. Zu diesem Zweck sind die Mantelwände zwischen den die Stapelansätze bildenden Mantelecken durch einwärts gefalzte Randlaschen verstärkt, die unter Ausbildung eines bodenparallelen Auflagestegs um zwei Rilllinien gegen die Mantelwand zurückgebogen und mit dem zurückgebogenen Laschenabschnitt an der Mantelwand festgeklebt werden. Zur Ausbildung von Stapelansätzen ist es aber auch möglich (AT 516 466 B1), die durch die einwärts gefalzten Randlaschen verstärkten Längsrandabschnitte mit
nach oben vorstehenden Eckabschnitte auszubilden.
Stanzwerkzeuge für den Zuschnitt benötigt werden.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine von Hand aus aus einem Zuschnitt aufrichtbare Steige aus Karton so auszugestalten, dass eine sichere Abtragung der Auflasten über verstärkte, obere Längsrandabschnitten in Form von einwärts gefalzten Randlaschen gewährleistet werden kann, ohne gegenüber laschenverklebten Steigen gleicher Art größere Kartonformate für den Zuschnitt
vorsehen zu müssen.
Ausgehend von einer Steige der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass der zurückgebogene Laschenabschnitt der verstärkten Längsrandabschnitte einen Steckansatz aufweist, der in eine Aufnahmetasche zwischen dem Mantel und einer vom Zuschnitt gesonderten, auf der Mantelinnenseite vorgesehenen, gegenüber dem Mantel festgehaltenen
Kartonlage eingreift.
Durch die vom Zuschnitt gesonderte Kartonlage entfällt zunächst die Notwendigkeit, den Zuschnitt im Vergleich mit einer laschenverklebten Steige zu vergrößern, sodass alle mit einer solchen Vergrößerung des Zuschnitts zusammenhängenden
Nachteile vermieden werden. Trotzdem ergibt sich eine ausreichende Belastbarkeit,
Voraussetzung hierfür ist, dass die Kartonlage gegenüber dem Mantel der Steige entsprechend festgehalten wird. Zu diesem Zweck kann die sich zumindest über eine Teilhöhe des Mantels erstreckende Kartonlage auf der Mantelinnenseite festgeklebt werden. Der Klebebereich erstreckt sich dabei vorteilhaft über einen dem Boden zugekehrten Randbereich der Kartonlage und über vom bodenseitigen Randbereich nach oben ausgehenden seitlichen Randbereichen, zwischen denen sich die Aufnahmetasche ergibt. Zur Aufnahme des Steckansatzes wären lediglich die beiden seitlichen Klebebereiche erforderlich. Der diese seitlichen Klebebereiche verbindende Klebeabschnitt entlang des unteren Randbereichs der Kartonlage
bewirkt jedoch eine erhebliche Versteifung der Mantelwand.
Eine andere Möglichkeit zur Befestigung der Kartonlage ergibt sich dadurch, dass sich die Kartonlage über die Mantelhöhe erstreckt und mit über den oberen und unteren Rand vorstehenden Rastansätzen in Rastausnehmungen im Boden und im bodenparallelen Auflagesteg eingreift. Durch die in diese Rastausnehmungen eingreifenden Rastansätze wird die Kartonlage in Anlage an der Mantelinnenseite gehalten und stützt sich mit ihrem bodenseitigen Rand am Boden der Steige ab, sodass die Kartonlage auch ohne Klebeverbindung in der Lage ist, auf den Auflagesteg der verstärkten Längsrandabschnitte der Mantelwände einwirkende Auflasten auf den Boden der Steige abzutragen.
Obwohl die Kartonlage im Bereich des Steckansatzes des zurückgebogenen Laschenabschnitts eine vom oberen Rand ausgehende Aussparung aufweisen
kann, ergeben sich vorteilhaftere Konstruktionsverhältnisse, wenn die Kartonlage
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es
zeigen
Fig. 1 einen Zuschnitt für eine erfindungsgemäße Steige ausschnittsweise im Bereich einer einen Auflagesteg bildenden Mantelwand,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Steige entsprechend der Linie Il-Il der Fig. 1 in einem größeren Maßstab,
Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung einer Konstruktionsvariante einer erfindungsgemäßen Steige,
Fig. 4 einen Schnitt durch die Steige gemäß der Linie IV-IV der Fig. 3 in einem größeren Maßstab und
Fig. 5 eine weitere Konstruktionsvariante einer erfindungsgemäßen Steige in einer
den Fig. 2 und 4 entsprechenden Schnittdarstellung.
Die Steige aus Karton gemäß dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 wird von Hand aus aus einem Zuschnitt aufgerichtet, der einen in seiner Grundform rechteckigen Boden 1 und einen vom Boden 1 aufragenden Mantel 2 aufweist, dessen einander paarweise gegenüberliegenden Wände 3, 4 durch Ecklaschen 5 verbunden sind, die beim Aufrichten des Mantels 2 zur Ausbildung der Mantelecken einwärts gefaltet werden bis die sich zwischen den Falzlinien 6 ergebenden dreieckförmigen Laschenabschnitte aneinander anliegen und gegen die Mantelwände 3 gebogen werden.
Die Mantelwände 3 sind im Bereich ihrer oberen Längsränder durch einwärts gefalzte Randlaschen 7 verstärkt, die durch Trennschnitte 8 in Eckabschnitte 9 und in einen Laschenabschnitt 10 zwischen den Eckabschnitten 9 unterteilt sind, sodass die Eckabschnitte 9 um Falzlinien 11 und der Laschenabschnitt 10 um gegenüber den Falzlinien 11 versetzte Rilllinien 12 gegen die Mantelwand 3 gebogen werden können. Aufgrund der Rückversetzung der Rilllinien 12 gegenüber den Falzlinien 11
stehen die gefalzten Eckabschnitte 9 gegenüber dem gefalzten Laschenabschnitt
Durch das Zurückbiegen des Laschenabschnitts 10 gegen die Mantelwand 3 um die beiden Rilllinien 12 ergibt sich zwischen den beiden Rilllinien 12 der zurückgebogenen Randlasche 7 ein bodenparalleler Auflagesteg 15, über den die durch aufgesetzte Steigen bedingten Auflasten abgetragen werden. Zu diesem Zweck müssen die zurückgebogenen Laschenabschnitte 10 entsprechend abgestützt werden. Gemäß den Fig. 1 und 2 wird dies dadurch erreicht, dass auf der Innenseite der Mantelwände 3 eine vom Zuschnitt gesonderte Kartonlage 16 festgeklebt wird, und zwar entlang deren dem Bodenbereich zugekehrten Randbereich 17 und entlang der davon aufragenden seitlichen Randbereiche 18, sodass sich zwischen den seitlichen Randbereichen 18 eine Aufnahmetasche 19 für einen Steckansatz 20 des Laschenabschnitts 10 erstreckt, wie dies strichpunktiert in der Fig. 1 angedeutet ist. Nach dem Einstecken der Steckansätze 20 in die Aufnahmetaschen 19 zwischen der Mantelwand 3 und der Kartonlage 16 wird gemäß der Fig. 2 der unter Ausbildung des Auflagestegs 15 zurückgebogene Laschenabschnitt 10 gegenüber der Mantelwand 3 festgehalten und stützt sich lastabtragend an der an der Mantelwand 3 festgeklebten Kartonlage 16 ab, und zwar über aus der Aufnahmetasche 19 seitlich vorstehende Ränder 21 des Laschenabschnitts 10.
Das Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Steige nach den Fig. 3 und 4 unterscheidet sich von der Konstruktion nach den Fig. 1 und 2 im Wesentlichen durch die Ausbildung der Stapelansätze 13. Wie dem Zuschnitt gemäß der Fig. 3 entnommen werden kann, ist der unter Ausbildung eines Auflagestegs 15 um die Rilllinien 12 zurückgebogene Laschenabschnitt 10 der den oberen Längsrand der Mantelwände 3 verstärkenden Randlasche 7 von die Stapelansätze 13 bildenden Ansatzlappen 22 getrennt ausgebildet, sodass diese Ansatzlappen 22 unabhängig vom Laschenabschnitt 10 um Rilllinien 23 um 90° einwärts gebogen werden
wird, wie dies der Fig. 3 entnommen werden kann.
Die Abstützung des Laschenabschnitts 10 gegenüber der Mantelwand 3 erfolgt in ähnlicher Weise wie beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 mithilfe einer an der Mantelinnenseite festgeklebten Kartonlage 16, zwischen der und der Mantelwand 3 sich eine Aufnahmetasche 19 für einen Steckansatz 20 des Laschenabschnitts 10 ergibt. Der einzige Unterschied besteht in einer etwas geänderten Form des Laschenabschnitts 10 und seines Steckansatzes 20. Die
Wirkung insbesondere hinsichtlich der Lastabtragung bleibt jedoch gleich.
In der Fig. 5 ist angedeutet, dass es zur Festlegung der Kartonlage 16 gegenüber der Mantelwand 3 keiner Klebeverbindung bedarf und hierfür auch eine Steckverbindung ausreicht, wenn sich die Kartonlage 16 über die gesamte Höhe der Mantelwand 3 erstreckt und Rastansätze 27 aufweist, die in Rastausnehmungen 28 im Boden 1 und im bodenparallelen Auflagesteg 15 eingreifen. Der Steckansatz 20 des zurückgebogenen Laschenabschnitts 10 kann dann durch einen Einsteckschlitz 29 der Kartonlage 16 in die Aufnahmetasche 19 zwischen Mantelwand 3 und
Kartonlage 16 eingeführt werden.
Claims (4)
1. Steige aus Karton aus einem von Hand aus aufrichtbaren Zuschnitt, wobei der aufgerichtete Zuschnitt einen Boden (1) und einen Mantel (2) mit im Bereich der Mantelecken der Höhe nach vorstehenden Stapelansätze (13) und mit zwischen den Stapelansätzen (13) verstärkten, oberen Längsrandabschnitten in Form von einwärts gefalzten Randlaschen (7) bildet, die unter Ausbildung eines bodenparallelen Auflagestegs (15) um zwei Rilllinien (12) gegen den Mantel (2) zurückgebogen und mit dem zurückgebogenen Laschenabschnitt (10) gegenüber dem Mantel (2) festgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der zurückgebogene Laschenabschnitt (10) der verstärkten Längsrandabschnitte einen Steckansatz (20) aufweist, der in eine Aufnahmetasche (19) zwischen dem Mantel (2) und einer vom Zuschnitt gesonderten, auf der Mantelinnenseite vorgesehenen, gegenüber dem Mantel (2) festgehaltenen Kartonlage (16) eingreift.
2. Steige nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die sich zumindest über eine Teilhöhe des Mantels (2) erstreckende Kartonlage (16) auf der Mantelinnenseite festgeklebt ist.
3. Steige nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartonlage in einem dem Boden (1) zugekehrten Randbereich (17) und in vom bodenseitigen Randbereich (17) nach oben ausgehenden seitlichen Randbereichen (18) auf der
Mantelinnenseite festgeklebt ist.
4. Steige nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Kartonlage (16) über die Mantelhöhe erstreckt und mit über den oberen und unteren Rand vorstehenden Rastansätzen (27) in Rastausnehmungen (28) im Boden (1) und im
bodenparallelen Auflagesteg (15) eingreift.
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