AT522968B1 - Schaftkappe für eine Schusswaffe - Google Patents
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Abstract
Rückstoß dämpfende Schaftkappe (1) für eine Schusswaffe (S), insbesondere zur Befestigung an oder in einem Hinterschaft (H) der Schusswaffe (S), vorzugsweise einer Handfeuerwaffe, aufweisend einen einteiligen, aus einem geschäumten Kunststoffmaterial gebildeten, elastisch verformbaren Körper (2) und eine mit dem Körper (2) verbundene oder verbindbare Befestigungseinrichtung (3) zur Befestigung des Körpers (2) an der Schusswaffe (S), wobei der Körper (2) aus einem Integralschaum (4) besteht, der einen Innenbereich (5) mit offenen Poren und eine den Innenbereich (5) vollständig umgebende Außenschicht (6) aufweist, welche im Wesentlichen frei von offenen Poren ist.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft eine Rückstoß dämpfende Schaftkappe für eine Schusswaffe, insbesondere zur Befestigung an oder in einem Hinterschaft der Schusswaffe, vorzugsweise einer Handfeuerwaffe, aufweisend einen einteiligen, aus einem geschäumten Kunststoffmaterial gebildeten, elastisch verformbaren Körper und eine mit dem Körper verbundene oder verbindbare Befestigungseinrichtung zur Befestigung des Körpers an der Schusswaffe.
[0002] Schaftkappen zur Dämpfung eines auf einen Schützen wirkenden Rückstoßes, in Folge des Abfeuerns einer Schusswaffe, sind aus dem Stand der Technik bekannt. Die Schaftkappen, welche an einem hinteren Ende der Schusswaffen angebracht sind, sind einerseits ausgebildet, den Rückstoß möglichst wirksam zu dämpfen, um Verletzungen oder zumindest Unannehmlichkeiten für den Schützen zu vermeiden bzw. zu reduzieren und andererseits eine genaue Zielerfassung durch den Schützen vor der Abgabe eines Schusses und während der Abgabe einer Schussfolge möglichst aufrecht zu erhalten.
[0003] Die US 5,461,813 offenbart ein Rückstoß dämpfendes Kissen zur Befestigung an einem Hinterschaft einer Handfeuerwaffe, mit geschlossenzelligem geschäumtem Kunststoffmaterial, wobei die geschlossenen Zellen Luft oder ein inertes Gas enthalten.
[0004] Nachteilig ist hierbei, dass die Hülle der geschlossenen Zellen alterungsbedingt undicht werden kann und sich daher die Dämpfungseigenschaften des Kissens im Laufe der Zeit merkbar verändern können.
[0005] Es ist nun Aufgabe der Erfindung eine Rückstoß dämpfende Schaftkappe wie eingangs angegeben zu schaffen, welche die Nachteile des Standes der Technik vermeidet oder zumindest verringert. Insbesondere soll die Rückstoß dämpfende Schaftkappe auch während länger dauernder Verwendung eine zuverlässige und möglichst konstante Dämpfungswirkung gewährleisten. Die Vorrichtung soll zudem kostengünstig herstellbar und einfach zu montieren und zu reinigen sein.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Rückstoß dämpfende Schaftkappe gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Körper aus einem Integralschaum besteht, der einen Innenbereich mit offenen Poren und eine den Innenbereich vollständig umgebende Außenschicht aufweist, welche im Wesentlichen frei von offenen Poren ist. Die Rückstoß dämpfende Schaftkappe ist somit zur Befestigung an einer Schusswaffe, insbesondere zur Befestigung an oder in einem Hinterschaft einer Schusswaffe, vorzugsweise einer Handfeuerwaffe, vorgesehen. Im an der Schusswaffe montierten Zustand befindet sich die Schaftkappe somit zwischen dem Hinterschaft der Schusswaffe und der Schulter eines Schützen, wenn dieser die Schusswaffe abfeuert. Zur Erzielung der Dämpfungswirkung weist die Schaftkappe einen einteiligen, aus einem geschäumten Kunststoffmaterial gebildeten, elastisch verformbaren Körper auf. Das geschäumte Kunststoffmaterial kann auch ein geschäumtes Kunstharz umfassen. Verfahren zum Schäumen von Kunststoffmaterial bzw. zum Herstellen von elastisch verformbaren Schaumstoffen sind dem Fachmann bekannt. Im Rahmen der Beschreibung wird unter einem elastisch verformbaren Körper ein Körper verstanden, dessen elastische Eigenschaft im Vergleich zu seiner allfälligen plastischen oder spröden Eingenschaft deutlich ausgeprägt ist. Demnach bildet sich eine elastische Verformung des Körpers im Verwendungszustand, d.h. bei Schussabgabe, soweit dies für die Funktion der Schaftkappe von Bedeutung ist, nach der Schussabgabe wieder vollständig zurück. Durch die einteilige Ausbildung des Körpers entfällt zudem der Nachteil, mehrere den Körper bildende Einzelkomponenten zusammenfügen zu müssen. Zur Befestigung des Körpers an der Schusswaffe weist die Schaftkappe zudem eine mit dem Körper verbundene oder verbindbare Befestigungseinrichtung auf. Die Befestigungseinrichtung der Schaftkappe kann abhängig von ihrer Ausbildung mit einer korrespondierenden Befestigungseinrichtung der Schusswaffe bzw. des Hinterschafts der Schusswaffe zusammenwirken. Insbesondere kann die Befes-
tigungseinrichtung der Schaftkappe für eine lösbare Befestigung des Körpers an der Schusswaffe ausgebildet sein. Der Körper besteht aus einem Integralschaum, der einen Innenbereich mit offenen Poren und eine den Innenbereich vollständig umgebende Außenschicht aufweist, welche im Wesentlichen frei von offenen Poren ist. Bekannter Weise weist ein Integralschaum einen Kern, d.h. Innenbereich, mit Zellen bzw. Poren auf, welcher von einer kompakten Hülle bzw. AuBenschicht umgeben ist. Sowohl der Kern als auch die Hülle werden während des Herstellungsvorgangs des Integralschaums gebildet. Der Körper der Schaftkappe bzw. der Integralschaum weist dabei einen Innenbereich mit offenen Poren auf. Die Zellwände offener Poren sind nicht geschlossen. Beispielsweise können offenporige Schaumstoffe Flüssigkeiten aufnehmen oder passieren lassen. Der Körper der Schaftkappe bzw. der Integralschaum weist zudem eine den Innenbereich vollständig umgebende Außenschicht auf. Da die Außenschicht im Vergleich zum mit Zellen versehenen Innenbereich kompakt ausgebildet ist, ist die Außenschicht im Verwendungszustand der Schaftkappe im Wesentlichen wasserdicht. Somit kann im Verwendungszustand der Schaftkappe weder Wasser in den Innenbereich eindringen noch kann allfälliges im Innenbereich aufgenommenes Wasser aus diesem austreten. Die Außenschicht ist im Wesentlichen frei von offenen Poren, wobei hier unter „im Wesentlichen“ zu verstehen ist, dass einzelne offene Poren in der Außenschicht vernachlässigbar sind, sofern diese die wasserdichte und den Innenbereich vor mechanischer Beschädigung schützende Funktion der Außenschicht nicht beeinträchtigen. Die Außenschicht des Integralschaums weist bevorzugt eine höhere Härte als der Innenbereich des Integralschaums auf. Bevorzugt beträgt die Dicke der Außenschicht zwischen 1 mm und 3 mm, bspw. 2 mm. Wegen der kompakten Ausbildung der Außenschicht kann auf eine den Körper umgebende bzw. bedeckende Abdeckung verzichtet werden, sodass eine AuBenfläche der Außenschicht während der Schussabgabe zumindest teilweise mit der Schulter des Schützen in Kontakt steht.
[0008] Der Integralschaum kann im Reaktionsspritzgussverfahren (RIM-Verfahren) hergestellt werden. Dabei wird ein Reaktionsgemisch in eine Gussform gefüllt und die Gussform geeignet erwärmt. Durch zweckmäßige Bereitstellung eines Treibmittels in der Gussform kann der Integralschaum mit Zellen im Innenbereich und mit einer vergleichsweise glatten Außenfläche hergestellt werden.
[0009] Insgesamt ergibt sich somit eine kostengünstig herstellbare, auch im Dauerbetrieb zuverlässige und einfach zu montierende und zu reinigende Schaftkappe zur Rückstoßdämpfung einer Schusswaffe, insbesondere einer Handfeuerwaffe oder Langwaffe.
[0010] Wenn im Rahmen der Beschreibung auf den Begriff hinten, rückwärts oder hinteres Ende der Schusswaffe oder der Schaftkappe Bezug genommen wird, ist hierunter eine Position an der Schaftkappe bzw. an der Schusswaffe zu verstehen, welche der Schulter eines die Schusswaffe abfeuernden Schützen näher liegt als eine durch die Begriffe vorne oder vorderes Ende beschriebene Position an der Schaftkappe oder an der Schusswaffe.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass der Körper in der Außenschicht eine höhere Dichte als im Innenbereich aufweist und insbesondere von einer Außenfläche der Außenschicht in Richtung zum Schwerpunkt des Körpers in der Außenschicht eine geringere Abnahme der Dichte als im Innenbereich aufweist. Die Einstellung der Dichte in der Außenschicht sowie im Innenbereich kann durch den Herstellungsvorgang des Körpers bzw. des Integralschaums erfolgen. Eine solchermaßen kompaktere Außenschicht mit einer im Vergleich zum Innenbereich höhere Dichte kann eine wasserdichte und den Körper gegen mechanische Beschädigung schützende Schutzschicht bilden. Zudem bewirkt eine im Vergleich zum Innenbereich kompaktere Außenschicht für den Schützen ein Gefühl einer stabileren Anlage der Schaftkappe an der Schulter. Besonders günstig ist es, wenn der Körper bzw. der Integralschaum von einer Außenfläche der Außenschicht in Richtung zum Schwerpunkt des Körpers verlaufend in der Außenschicht eine geringere, d.h. langsamere Abnahme der Dichte als im Innenbereich aufweist. Beispielsweise ist die Dichte in der Außenschicht in Richtung zum Schwerpunkt des Körpers verlaufend im Wesentlichen konstant, in welchem Fall die Abnahme der Dichte in der Außenschicht im Wesentlichen gleich null ist. Die Außenschicht kann offene Poren in, verglichen mit dem Ausmaß der offenen Poren im Innenbereich, geringem Ausmaß aufweisen oder
besonders bevorzugt frei von Poren sein.
[0012] Die Schaftkappe lässt sich besonders einfach und kostengünstig herstellen, wenn der Körper aus Polyurethan-Integralschaum gebildet ist. Insbesondere können für die Herstellung der Schaftkappe aus Polyurethan-Integralschaum bereits bestehende Einrichtungen wie bspw. Gussformen und bekannte Herstellungsprozesse verwendet werden. Zudem ist Polyurethan ein weit verbreiteter und einfach erhältlicher Kunststoff.
[0013] Um eine zweckmäßige Dämpfungswirkung zu erzielen und dennoch dem Schützen ein Gefühl einer stabilen Anlage der Schaftkappe an der Schulter zu verleihen, ist es günstig, wenn der Körper eine Shore-Härte im Bereich von Shore A 20 bis Shore A 50 aufweist.
[0014] Der Körper bzw. der Integralschaum kann besonders einfach an der Schusswaffe befestigt werden, wenn die Befestigungseinrichtung durch zumindest eine Schraube gebildet ist und der Körper für jede Schraube eine Durchgangsöffnung zur Aufnahme der Schraube aufweist. Auf diese Weise kann der Körper mit der Schusswaffe, insbesondere mit einem Hinterschaft der Schusswaffe, mittels der den Körper durchsetzenden Schraube verschraubt werden. Bevorzugt weist die Durchgangsöffnung an ihrem hinteren Ende, d.h. dem von der Schusswaffe abgewandten Ende, einen vergrößerten Querschnitt zur Aufnahme eines Schraubenkopfes auf. Jener Teil der Außenschicht der die Durchgangsöffnung umgibt weist im Wesentlichen die gleichen Eigenschaften wie der Rest der Außenschicht auf.
[0015] Wenn die Befestigungseinrichtung zumindest eine am Körper angeordnete oder im Körper aufgenommene Basisplatte aufweist, mit welcher zumindest ein Befestigungselement verbunden ist, kann der Körper aus Integralschaum mit dem Befestigungselement an der Schusswaffe, insbesondere an oder in einem Hinterschaft der Schusswaffe, befestigt werden. Hierfür kann die Basisplatte während des Herstellungsvorgangs des Körpers in diesen integriert und somit fest darin aufgenommen werden oder die Basisplatte kann bspw. auf den Körper aufgeklebt werden. Das Befestigungselement kann von der Basisplatte bspw. aus dem Körper heraus abstehen.
[0016] Eine besonders einfache und stabile Befestigung der Schaftkappe an der Schusswaffe lässt sich erzielen, wenn die Befestigungseinrichtung zumindest ein vom Körper abstehendes, eine Stirnfläche und eine Mantelfläche aufweisendes stiftförmiges Befestigungselement aufweist, das vorzugsweise eine Vertiefung in der Mantelfläche aufweist. Das stiftförmige Befestigungselement welches einen runden, bspw. kreisrunden, oder eckigen, bspw. rechteckigen, Querschnitt aufweisen kann, kann bspw. in eine Vertiefung in der Schusswaffe, insbesondere in einem Hinterschaft der Schusswaffe, eingeschoben werden. Hierdurch kann die Schaftkappe in Richtungen senkrecht zur Längserstreckung des stiftfförmigen Befestigungselements stabil gehalten werden. Zur Fixierung der Schaftkappe an der Schusswaffe, d.h. um ein unbeabsichtigtes Herausziehen des stiftförmigen Befestigungselements aus der Schusswaffe zu vermeiden, kann ein in der Schusswaffe eingesetztes Eingriffselement mit der Vertiefung in der Mantelfläche des stiftförmigen Befestigungselements in Eingriff gebracht werden. Bspw. kann die Vertiefung in der Mantelfläche des stiftfförmigen Befestigungselements eine Sackbohrung zur Aufnahme einer Schraube oder eine umlaufende Rille sein, mit welcher ein senkrecht zum stiftförmigen Befestigungselement verlaufender Stift in Kontakt gebracht wird.
[0017] Um die Schaftkappe im an der Schusswaffe montierten Zustand noch besser gegen eine Verdrehung zu schützen, können zumindest zwei auf der Basisplatte beabstandet angeordnete Befestigungselemente vorgesehen sein. Wenn die zumindest zwei Befestigungselemente gleiche Form aufweisen und um eine Mittellinie der Schaftkappe symmetrisch angeordnet sind, kann die Schaftkappe bei Bedarf in einem um 180° gedrehten Zustand an der Schusswaffe montiert werden. Hierfür ist es besonders günstig, wenn auch die Schaftkappe eine Form aufweist, welche die Verwendung der Schaftkappe in zwei Positionen, welche zueinander um 180° verdreht sind, ermöglicht. Alternativ können die zumindest zwei Befestigungselemente unterschiedliche Form aufweisen oder nicht symmetrisch um eine Mittellinie der Schaftkappe angeordnet sein, um die Schaftkappe nur in einer einzigen Ausrichtung mit der Schusswaffe verbinden zu können.
[0018] Die Erfindung wird nachstehend anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen, auf wel-
che sie jedoch nicht beschränkt sein soll, noch weiter erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
[0019] Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer Schaftkappe gemäß der Erfindung in einer Querschnittsansicht, in welcher die Schaftkappe mit einer Befestigungseinrichtung an einem Hinterschaft einer Schusswaffe befestigt ist;
[0020] Fig. 2 eine zweite Ausführungsform einer Schaftkappe gemäß der Erfindung in einer Querschnittsansicht, in welcher die Schaftkappe mit einer anderen Befestigungseinrichtung an einem Hinterschaft einer Schusswaffe befestigt ist;
[0021] Fig. 3 die Befestigungseinrichtung aus Fig. 2 in einer perspektivischen Ansicht;
[0022] Fig. 4 eine dritte Ausführungsform der Schaftkappe gemäß der Erfindung in einer Querschnittsansicht, in welcher Ausführungsform die in den Fig. 2 und 3 dargestellte Befestigungseinrichtung in den Körper integriert ist; und
[0023] Fig. 5 die dritte Ausführungsform der Schaftkappe aus Fig. 4 in einer perspektivischen Ansicht.
[0024] Fig. 1 zeigt eine Rückstoß dämpfende Schaftkappe 1 in einer ersten Ausführungsform, welche an einer Schusswaffe S, insbesondere an oder in einem Hinterschaft H der Schusswaffe S befestigt ist. Der Hinterschaft H der Schusswaffe S kann bspw. aus Holz gebildet sein. Die Schaftkappe 1 weist einen einteiligen, aus einem geschäumten Kunststoffmaterial gebildeten, elastisch verformbaren Körper 2 und eine mit dem Körper 2 verbundene oder verbindbare Befestigungseinrichtung 3 zur Befestigung des Körpers 2 an der Schusswaffe S auf. Der Körper 2 besteht aus einem Integralschaum 4, der einen Innenbereich 5 mit offenen Poren (nicht dargestellt) und eine den Innenbereich 5 vollständig umgebende Außenschicht 6 aufweist, welche im Wesentlichen frei von offenen Poren ist. Bevorzugt kann der Körper 2 aus Polyurethan-Integralschaum gebildet sein.
[0025] Bevorzugt weist der Körper 2 in der Außenschicht 6 eine höhere Dichte als im Innenbereich 5 auf. Besonders bevorzugt weist der Körper 2 von einer Außenfläche 7 der Außenschicht 6 in Richtung zum Schwerpunkt 8 des Körpers 2 in der Außenschicht 6 eine geringere Abnahme der Dichte als im Innenbereich 5 auf. Die Außenschicht 6 ist somit im Vergleich zum Innenbereich 5 kompakt und vorzugsweise mit weniger und/oder kleineren Poren und besonders bevorzugt frei von Poren ausgebildet. Die Außenschicht 6 kann den Innenbereich 5 vor mechanischer Beschädigung schützen und wasserabweisend oder im Rahmen einer bestimmungsgemäßen Verwendung der Schaftkappe 1 wasserdicht sein.
[0026] Damit die Schaftkappe 1 einen Rückstoß hinreichend dämpft und zudem dem Schützen (nicht dargestellt) ein Gefühl einer stabilen Anlage der Schaftkappe 1 an seiner Schulter verleiht, ist es günstig wenn der Körper 2 eine Shore-Härte im Bereich von Shore A 20 bis Shore A 50 aufweist.
[0027] Im in Fig. 1 dargestellten Beispiel ist die Befestigungseinrichtung 3 durch zumindest eine Schraube 3a, insbesondere durch zwei Schrauben 3a gebildet und der Körper 2 weist für jede Schraube 3a eine Durchgangsöffnung 9 zur Aufnahme der Schraube 3a auf. Im dargestellten Beispiel weist die Durchgangsöffnung 9 an ihrem hinteren Ende 10 einen im Vergleich zum Rest der Durchgangsöffnung 9 größeren Querschnitt auf, um einen Kopf der Schraube 3a im Körper 2 versenken zu können. Die Wände der Durchgangsöffnung 9 sind durch die Außenschicht 6 des Integralschaums bzw. des Körpers 2 gebildet. Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, ist der Körper 2 mittels der den Körper 2 durchsetzenden Schrauben 3a mit der Schusswaffe S bzw. dem Hinterschaft H verschraubt.
[0028] Gemäß dem in Fig. 2 dargestellten Beispiel weist die Befestigungseinrichtung 3 zumindest eine am Körper 2 befestigte bspw. angeklebte Basisplatte 11 auf, mit welcher zumindest ein Befestigungselement 12, im Beispiel gemäß Fig. 2 zwei Befestigungselemente 12 verbunden sind. Die Befestigungselemente 12 sind von der Basisplatte 11 abstehende und somit vom Körper 2 abstehende, eine Stirnfläche 13 und eine Mantelfläche 14 aufweisende stiftförmige Befestigungselemente 12a, die vorzugsweise eine Vertiefung 15 in der Mantelfläche 14 aufweisen. Zur Befes-
tigung der Schaftkappe 1 an der Schusswaffe S werden die Befestigungselemente 12, 12a in eine Ausnehmung im hinteren Ende der Schusswaffe S eingesetzt bzw. eingeschoben und es werden in der Schusswaffe S vorgesehene Eingriffselemente E mit der Vertiefung 15 in der Mantelfläche 14 der stiftförmigen Befestigungselemente 12a in Eingriff gebracht.
[0029] In Fig. 3 ist die Befestigungseinrichtung 3 aus Fig. 2 dargestellt. Deutlich erkennbar sind die Basisplatte 11 und die damit verbundenen Befestigungselemente 12, insbesondere die stiftförmigen Befestigungselemente 12a. Bevorzugt ist die in Fig. 3 dargestellte Befestigungseinrichtung 3 einteilig ausgebildet.
[0030] Gemäß dem in Fig. 4 dargestellten Beispiel weist die Befestigungseinrichtung 3 zumindest eine im Körper 2 aufgenommene, d.h. in den Körper 2 integrierte Basisplatte 11 auf, mit welcher zumindest ein Befestigungselement 12, im Beispiel gemäß Fig. 4, zwei Befestigungselemente 12 verbunden sind. So wie in den Beispielen gemäß den Fig. 2 und 3 sind die Befestigungselemente 12 von der Basisplatte 11 abstehende und somit vom Körper 2 abstehende, eine Stirnfläche 13 und eine Mantelfläche 14 aufweisende stiftförmige Befestigungselemente 12a, die vorzugsweise eine Vertiefung 15 in der Mantelfläche 14 aufweisen. Die Schaftkappe 1 gemäß Fig. 4 kann mittels der Befestigungseinrichtung 3 in der gleichen Weise wie die Schaftkappe 1 gemäß Fig. 2 an der Schusswaffe S befestigt werden. Im in Fig. 4 dargestellten Beispiel ist die Außenschicht 6 nicht explizit als Schicht dargestellt.
[0031] Fig. 5 zeigt die Schaftkappe 1 aus Fig. 4 in einer perspektivischen Ansicht.
Claims (8)
1. Rückstoß dämpfende Schaftkappe (1) für eine Schusswaffe (S), insbesondere zur Befestigung an oder in einem Hinterschaft (H) der Schusswaffe (S), vorzugsweise einer Handfeuerwaffe, aufweisend einen einteiligen, aus einem geschäumten Kunststoffmaterial gebildeten, elastisch verformbaren Körper (2) und eine mit dem Körper (2) verbundene oder verbindbare Befestigungseinrichtung (3) zur Befestigung des Körpers (2) an der Schusswaffe (S), dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (2) aus einem Integralschaum (4) besteht, der einen Innenbereich (5) mit offenen Poren und eine den Innenbereich (5) vollständig umgebende Außenschicht (6) aufweist, welche im Wesentlichen frei von offenen Poren ist.
2, Schaftkappe (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (2) in der Außenschicht (6) eine höhere Dichte als im Innenbereich (5) aufweist und insbesondere von einer Außenfläche (7) der Außenschicht (6) in Richtung zum Schwerpunkt (8) des Körpers (2) in der Außenschicht (6) eine geringere Abnahme der Dichte als im Innenbereich (5) aufweist.
3. Schaftkappe (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (2) aus Polyurethan-Integralschaum gebildet ist.
4. Schaftkappe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (2) eine Shore-Härte im Bereich von Shore A 20 bis Shore A 50 aufweist.
5. Schaftkappe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (3) durch zumindest eine Schraube (3a) gebildet ist und der Körper (2) für jede Schraube (3a) eine Durchgangsöffnung (9) zur Aufnahme der Schraube (3a) aufweist.
6. Schaftkappe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (3) zumindest eine am Körper (2) angeordnete oder im Körper (2) aufgenommene Basisplatte (11) aufweist, mit welcher zumindest ein Befestigungselement (12, 12a) verbunden ist.
7. Schaftkappe (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (3) zumindest ein vom Körper (2) abstehendes, eine Stirnfläche (13) und eine Mantelfläche (14) aufweisendes stiftförmiges Befestigungselement (12a) aufweist, das vorzugsweise eine Vertiefung (15) in der Mantelfläche (14) aufweist.
8. Schaftkappe (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei auf der Basisplatte (11) beabstandet angeordnete Befestigungselemente (12, 12a) vorgesehen sind.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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2021
- 2021-05-04 WO PCT/AT2021/060156 patent/WO2021222962A1/de not_active Ceased
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