AT522997A1 - Drehwerkzeug mit Werkzeugwechsler - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Drehwerkzeug für Drehmaschinen, umfassend einen Schneideinsatz (1) und einen Werkzeughalter (2) mit einer Ausnehmung (22) zur Aufnahme des Schneideinsatzes (1) in einer Arbeitsposition (P), welche an einem an ein Werkstück zustellbaren Ende des Grundkörpers liegt, mit einem länglichen Grundkörper (21) mit Polygon-Querschnitt. Der Grundkörper (21) weist eine vor- zugsweise in seiner Längsrichtung verlaufende zylindrische Ausnehmung (22) auf, in welcher Ausnehmung (22) eine Mehrzahl von Schneideinsätzen (1) in gerader Linie hintereinander und in gleicher Orientierung ausgerichtet aufgenommen und in Richtung auf die Arbeitsposition (P) hin bewegbar gelagert sind.
Description
zeug, sowie eine Schneideinsatz-Anordnung für ein derartiges Drehwerkzeug.
Bei derzeit üblichen Drehwerkzeugen sind auch Ausführungsformen im Einsatz, bei welchen ein einzelner Schneideinsatz in einer Aufnahme- bzw. Arbeitsposition an einem Werkzeughalter fixiert und durch dessen Bewegung dem Werkstück zugestellt wird. Nach Abnutzung der aktiven Schneide des Schneideinsatzes muss entweder im Fall von einfachen Schneideinsätzen dieser getauscht werden, oder es müssen bei Verwendung von Wendeschneidplatten diese Platten gelöst, gedreht und/oder gekippt und wieder am Werkzeughalter fixiert werden. All dies wird manuell erledigt und führt zu einer längeren Unterbrechung des Bearbeitungsvorganges. Auch die bekannte Vorgangsweise mehrere Drehwerkzeuge um das Werkstück herum vorzusehen und nach Abnützung ein neues Werkzeug zuzustellen bringt nur eine geringe Verbesserung, da zum Austausch irgendeines verbrauchten Werkzeuges die gesamte Anordnung ausser Betrieb gesetzt und das
Werkzeug manuell gewechselt werden muss.
In Anlagen mit mehreren parallel laufenden Bearbeitungsvorgängen an mehreren Bearbeitungsspindeln in einem Gehäuse haben Austauschvorgänge von verbrauchten Schneideinsätzen ebenfalls eine dramatische Verringerung der Produktivität zur Folge, da für den Austausch an einer Bearbeitungsstation auch alle an-
deren Stationen stillgelegt werden müssen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Tech-
nik zu überwinden und eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, mittels derer ein
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griff erfolgen kann und der auch eine Optimierung der Produktionszeit erlaubt. Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß den Ansprüchen gelöst.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung basiert auf einem Drehwerkzeug für Drehmaschinen, vorzugsweise für die Metallbearbeitung, umfassend einen Schneideinsatz und einen Werkzeughalter mit einer Ausnehmung zur Aufnahme des Schneideinsatzes in einer Arbeitsposition, welche an einem an ein Werkstück zustellbaren Ende des Grundkörpers liegt. In der Arbeitsposition ragt das Werkzeug über den Werkzeugträger derart hinaus, dass es die geforderte Bearbeitung des Werkstückes durchführen kann, ohne dass der Werkzeugträger oder ein anderer Maschi-
nenteil mit dem Werkstück in Kontakt kommt.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist ein derartiges Drehwerkzeug dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper eine zur Arbeitsposition führende Ausnehmung aufweist, in welcher Ausnehmung hintereinander eine Mehrzahl von Schneideinsätzen in gleicher Orientierung ausgerichtet aufgenommen und in Richtung auf die Arbeitsposition hin bewegbar gelagert sind. Vorzugsweise ist die Ausnehmung, die im Prinzip beliebigen Querschnitt aufweisen kann, die aber bevorzugt kreisförmigen Querschnitt aufweist, gerade und führt derart zur Arbeitsposition, dass die Schneideinsätze rein translatorisch bewegt werden müssen, ohne Notwendigkeit einer Verdrehung, Kippung oder ähnlicher rotatorischer Positionierungen. Damit können aufwendige und zeit verbrauchende Dreh- und Wendevorgänge vermieden werden, und auch der Austausch der einzelnen Schneideinsätze geht rasch vonstatten, da die Ersatz-Einsätze für abgenutzte Schneideinsätze bereits im Grundkörper bereitgehalten sind und nicht von aussen beigebracht wer-
den müssen.
Bevorzugt steht eine sich in Längsrichtung in der Ausnehmung erstreckende Führungsstruktur mit einer sich in Längsrichtung an den Schneideinsätzen erstreckenden komplementären Führungsstruktur in Eingriff. So können die exakte Ausrich-
tung der Schneideinsätze in Umfangsrichtung an jeder Position, die störungsfreie
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Erreichen der Arbeitsposition gewährleistet werden.
Eine einfache aber wirkungsvolle Ausführungsform einer derartigen Führungsanordnung kann beispielsweise gegeben sein durch eine Gruppe von Führungsstiften, die sich in Längsrichtung der Ausnehmung in gerader Linie erstreckt und in die lichte Öffnung der Ausnehmung hineinragt und in eine Führungsnut an den
Schneideinsätzen eingreift.
Die exakte Ausrichtung der Schneideinsätze in der Ausnehmung quer zu deren Längsachse wird bevorzugt dadurch erreicht, dass der Querschnitt der Schneideinsätze oder dessen Einhüllende über einen Umfangswinkel von mehr als 180 Grad kreisförmig, koaxial zur Ausnehmung und gleich gross ist wie der Querschnitt der Ausnehmung ist. Damit ist einerseits die gute Beweglichkeit der Schneideinsätze entlang der Ausnehmung sichergestellt, bei dennoch optimal vor-
gebbarer Ausrichtung und Verhinderung von Bewegungen quer zur Längsachse.
Die Notwendigkeit der Einwirkung durch einen Benutzer wird weiter verringert, wenn gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung jeder Schneideinsatz zumindest mittelbar über einen ansteuerbaren Antrieb mit einer Kraft in Richtung auf die Arbeitsposition hin beaufschlagbar ist. Damit ist ein auto-
matischer Wechsel der Schneideinsätze ohne manuellen Benutzereingriff möglich.
Bevorzugt ist dazu ein fluidischer Antrieb oder ein Elektroantrieb vorgesehen. Im Hinblick auf das Platzangebot und auch die Versorgung mit Energie und die Verbindung mit Steuer- und Sensorsignalen ist dieser Antrieb vorzugsweise am der Arbeitsposition entgegengesetzten Ende des Grundkörpers positioniert. Besonders bevorzugt ist dabei eine Ausführungsform mit pneumatischem Antrieb, bei-
spielsweise einem pneumatischen Arbeitszylinder.
In Ergänzung zum Antrieb ist für die exakte und reproduzierbare Positionierung des Schneideinsatzes an der Arbeitsposition vorteilhafterweise ein Rastmechanis-
mus zwischen dem Grundkörper und zumindest einem Schneideinsatz wirksam,
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triebs, der an genau definierbaren Positionen gestoppt werden kann.
Bevorzugt weist dabei die Rastklinke auf ihrer der Arbeitsposition abgewandten Seite eine schräge Flanke aufweist, welche auf die der Arbeitsposition zugewand-
ten Seite eines Schneideinsatzes aufläuft.
Zur Lösung der eingangs gestellten Aufgabe ist auch ein Werkzeughalter für ein Drehwerkzeug für Drehmaschinen vorgesehen, mit einem Grundkörper und einer Ausnehmung zur Aufnahme eines Schneideinsatzes in einer Arbeitsposition, wel-
che an einem an ein Werkstück zustellbaren Ende des Grundkörpers liegt.
Die erfindungsgemässen Merkmale liegen darin, dass der Grundkörper eine zur Arbeitsposition führende Ausnehmung zur Aufnahme einer Mehrzahl von Schneideinsätzen aufweist. Diese Ausnehmung ist derart gestaltet, dass die Schneideinsätze hintereinander und in Längsrichtung der Ausnehmung verschiebbar darin
aufgenommen werden können.
Zur optimalen Ausrichtung und Führung der Schneideinsätze ist eine sich in Längsrichtung der Ausnehmung erstreckende Führungsstruktur vorhanden, die zum längsverschiebbaren Eingriff mit einer komplementären Führungsstruktur der
Schneideinsätze ausgebildet ist.
Bevorzugt ist dies dadurch gegeben, dass eine Gruppe von Führungsstiften sich in Längsrichtung der Ausnehmung in gerader Linie erstreckt und in die lichte Öffnung
der Ausnehmung hineinragt.
Um einen automatischen Wechsel der Schneideinsätze möglich zu machen, sieht eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor, dass ein ansteuerbarer Antrieb zur Beaufschlagung von in der Ausnehmung befindlichen Schneideinsätzen mit einer Kraft in Richtung der Arbeitsposition vorhanden ist.
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Antrieb, oder ein Elektroantrieb.
Ein Rastmechanismus zwischen dem Grundkörper und zumindest einem Schneideinsatz ist zu dem Zweck wirksam, dass eine exakte Positionierung der Schneideinsätze sichergestellt werden kann. Dabei ist eine Rastklinke quer zur Längsachse des Grundkörpers gegen eine elastische Federkraft verschiebbar und liegt in der Raststellung an der der Arbeitsposition abgewandten Seite eines Schneidei-
nsatzes an.
Bevorzugt ist auch eine weitere optionale Ausführungsform, bei welcher die Rastklinke auf ihrer der Arbeitsposition abgewandten Seite eine schräge Flanke auf-
weist, welche auf die der Arbeitsposition zugewandten Seite eines Schneideinsatzes aufläuft und diese gegen die Wirkung der elastischen Federkraft verschieben
kann.
Schliesslich dient zur Lösung der eingangs gestellten Aufgabe auch eine Schneideinsatz-Anordnung für ein Drehwerkzeug für Drehmaschinen, bei welchem eine Mehrzahl von Schneideinsätzen miteinander zur Bildung einer einstückigen länglichen Stange verbunden sind. Vorzugsweise sind alle diese in gleicher Orientierung vorliegenden Schneideinsätze einstückig miteinander ausgeführt bzw. verbunden, wobei vorzugsweise die einzelnen Schneideinsätze durch Abschnitte mit verringertem Querschnitt voneinander abgegrenzt sind. Das gestattet die einfache und rasche Nachrüstung mit einer hohen Anzahl an Schneideinsätzen zur glei-
chen Zeit.
Eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Schneideinsatz-Anordnung, bei welchem die Abschnitte mit verringertem Querschnitt als Schlitze ausgeführt sind, wobei die offene Seite dieser Schlitze vorzugsweise in Richtung auf die Arbeitsposition hin geneigt sind, erlaubt es einen einfachen und wirksamen Verrastungsmechanismus zu gestalten, der die exakte Positionierung der einzelnen Schneidein-
sätze gestattet.
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rungsstruktur des Werkzeughalters vorgesehen ist.
Bevorzugt ist dafür eine Ausführungsform vorgesehen, bei welcher in jedem Schneideinsatz bzw. in der Stange von Schneideinsätzen eine sich in deren Längsrichtung erstreckende Führungsnut ausgearbeitet ist, welche zur längsver-
schiebbaren Aufnahme der Führungsstifte des Werkzeughalters ausgelegt sind.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden
Figuren näher erläutert. Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemässen Werkzeuges, die inne-
ren, nicht sichtbaren Bauteile strichliert dargestellt;
Fig. 2 eine Ansicht von schräg vorne oben des Werkzeuges der Fig. 1, wiede-
rum mit den inneren, nicht sichtbaren Bauteilen strichliert dargestellt;
Fig. 3 ein Detail der Ansicht der Fig. 2, nämlich das vordere Ende mit dem Schneideinsatz in Arbeitsposition, wiederum mit den inneren, nicht
sichtbaren Bauteilen strichliert dargestellt;
Fig. 4 eine Ansicht des Werkzeuges der Fig. 1 von vorne, aus Richtung des Werkstücks; Fig. 5 eine Ansicht wie Fig. 4, nur mit den inneren, nicht sichtbaren Bauteilen
strichliert dargestellt;
Fig. 6 eine Seitenansicht eines erfindungsgemässen einstückigen Schneidein-
satzes;
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Schneideinsätzen;
Fig. 9 das vordere Ende der Stange der Fig. 9 in vergrössertem Massstab,
und
Fig. 10 eine Ansicht der Stange der Fig. 8 aus einer Richtung senkrecht zu je-
ner der Fig. 9, in Höhe des Rastelementes.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lage-
angaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
In der Fig. 1 ist beispielhaft eine einer Vielzahl von erfindungsgemässen Ausführungsformen eines Drehwerkzeuges für Drehmaschinen, vorzugsweise für die Metallbearbeitung, dargestellt. In weiterer Folge und für weitere Ausführungsformen werden für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen ver-
wendet und wird auf bereits erfolgte detaillierte Beschreibung Bezug genommen.
Das Drehwerkzeug umfasst einen Schneideinsatz 1, der in einer Arbeitsposition P am vorderen Ende eines länglichen Werkzeughalters 2 eingesetzt und in dieser Position fixiert ist. Dazu weist der Werkzeughalter 2 eine entsprechend geformte Aufnahme für den Schneideinsatz auf. Der übrige Aufbau des Werkzeughalters 2 kann beliebig gestaltet und wie bei herkömmlichen Konstruktionen ausgeführt sein. In den Zeichnungen und in der nachfolgenden Beschreibung ist rein beispielhaft ein länglicher Werkzeughalter 2 mit rechteckigem bzw. quadratischem Querschnitt dargestellt bzw. erläutert. Vorzugsweise ist das vordere, dem Werkstück
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bzw. deren Fixierungen Bezug genommen wird.
Im Grundkörper 21 des Werkzeughalters 2 ist eine zylindrische Ausnehmung 22 ausgearbeitet, vorzugweise gebohrt, in welcher Ausnehmung 22 eine Mehrzahl von Schneideinsätzen 1 in gerader Linie hintereinander und in gleicher Orientierung ausgerichtet aufgenommen sind. Der Schneideinsatz 1 bzw. jeder der Gruppe von Schneideinsätzen kann rechtshändig, linkshändig, neutral oder mit
beliebigem Winkel ausgeführt sein.
Andere Querschnittsformen der Ausnehmung 22 sind möglich, etwa rechteckig, quadratisch, allgemein polygon oder auch mit einem runden Zapfen zur Verbindung mit der Drehmaschine. Alle diese Schneideinsätze 1 sind in x-Richtung auf die Arbeitsposition P — in der Fig. 1 ganz links dargestellt — in welcher die Schneide und Schneidecke des vordersten Schneideinsatzes 1 über das vordere Ende des Grundkörpers 21 des Werkzeughalters 2 hinausragt, hin bewegbar gelagert. Vorzugsweise ist die Ausnehmung 22 in Längsrichtung des Grundkörpers 21 verlaufend ausgearbeitet. Damit kann der Werkzeughalter 2 eine grosse Anzahl von Ersatz-Schneideinsätzen 1 bereithalten und muss beispielsweise nicht für den Austausch von verbrauchten Einsätzen 1 demontiert werden. Selbstverständlich kann nach Aufbrauchen des letzten Schneideinsatzes 1 der Werkzeughalter 2 mit einer neuen Gruppe von Schneideinsätzen 1 befüllt und wieder verwendet wer-
den.
Um ohne aufwendiges Nachjustieren bei Ersatz eines Schneideinsatzes 1 durch den nächsten Einsatz 1 in der Reihe vermeiden zu können, ist einerseits eine sich in Längsrichtung in der Ausnehmung 22, d.h. hier wieder in X-Richtung, erstreckende Führungsstruktur vorgesehen. Beispielsweise ragt eine Gruppe von Führungsstiften 24 (siehe dazu insbesondere Fig. 3, 5 und 9), die sich in Längsrich-
tung der Ausnehmung 22 in gerader Linie erstreckt, in die lichte Öffnung der Aus-
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die Führungsstifte 24 verschiebbar eingreifen.
Der Querschnitt der Schneideinsätze 1 oder dessen Einhüllende ist für die dargestellte Ausführungsform mit rundem Querschnitt der Ausnehmung 22 über einen Umfangswinkel a von mehr als 180 Grad kreisförmig, koaxial zur Ausnehmung und gleich gross ist wie der Querschnitt der Ausnehmung 22. Dies stellt die leichte Verschiebbarkeit der Schneideinsätze 1 in der Ausnehmung 22 sicher sorgt für eine genau definierte Lage in allen Richtungen quer zur Längsachse der Ausnehmung 22. Die Schneideinsätze 1 bzw. die einstückige Schneideinsatz-Anordnung ist also in y-Richtung und in z-Richtung aufgrund der mehr als 180gradigen Umfassung, ganz egal bei welcher Querschnittsform, fixiert. Der Kontakt zwischen der Innenwandung der Ausnehmung 22 im Werkzeugträger 2 und den Schneideinsätzen 1 ist über einen Umfangswinkel a von mehr als 180 Grad gegeben, wodurch sich die Fixierung in y-Richtung und z-Richtung automatisch ergibt. Die Fixierung in Umfangsrichtung ist Ja durch die Führungsstrukturen, beispielsweise die Füh-
rungsnuten 13 und Führungsstifte 24, bewerkstelligt.
Bevorzugt ist eine Mehrzahl von Schneideinsätzen 1 miteinander zur Bildung einer einstückigen länglichen Stange verbunden, wobei die Mehrzahl von Schneideinsätzen 1 vorzugsweise einstückig ausgeführt ist. Die einzelnen, zur Bearbeitung des Werkstücks wirksamen Schneideinsätze 1 sind durch Abschnitte 8, 9 mit verringertem Querschnitt voneinander abgegrenzt und durch einen entlang aller Schneideinsätze 1 der Stange verlaufenden, länglichen Verbindungsteil 12 zusammengehalten. Die zuvor beschriebene Führungsnut 13 der Schneideinsätze 1
kann als vom ersten bis zum letzten Schneideinsatz 1 durchgehende Nut auch im
Verbindungsteil 12 ausgearbeitet sein.
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Die Querschnittsverringerungen bzw. Einschnitte, welche die einzelnen Schneideinsätze 1 voneinander abgrenzen, sind vorzugsweise als Schlitze 8, 9 ausgeführt. Bevorzugt ist dabei die offene Seite dieser Schlitze 8, 9 in Richtung der Arbeitsposition P hin geneigt. Damit ergibt sich sowohl eine gegenüber der Längsachse des Schneideinsatzes 1, der Längsachse der gesamten Anordnung der Schneideinsätze 1 als auch der Längsachse der Ausnehmung 22 schräge vordere Fläche 17 wie auch eine von der Arbeitsposition P abgewandte hintere Seite 18 an jedem Schneideinsatz 1 (siehe dazu insbesondere Fig. 7). Die Querschnittsverringerungen bzw. Einschnitte zwischen den einzelnen Schneideinsätzen 1 kann prinzipiell beliebige Formen aufweisen und an die Anforderungen des jeweiligen Bearbeitungsprozesses oder der konkreten Art der Abtrennung abgenützter Schneidein-
sätze 1 bzw. des Rastmechanismus angepasst sein.
Die exakte und reproduzierbare Positionierung des Schneideinsatzes 1 an der Arbeitsposition P wird bewirkt oder zumindest vorteilhafterweise unterstützt von einem Rastmechanismus zwischen dem Grundkörper 21 und zumindest einem Schneideinsatz 1. Eine vorteilhafte Ausführungsform ist in den Fig. 9 und 10 dargestellt und umfasst eine Rastklinke 4, quer zur Längsachse des Grundkörpers 21 gegen die Kraft einer Feder 5 verschiebbar ist. In der verrasteten Stellung liegt eine Rastflanke der Rastklinke 5 der hinteren Fläche 18 eines der Schneideinsätze 1 parallel gegenüber und der Schneideinsatz 1 stützt sich an dieser Rastklinke 5 nach hinten hin, von der Arbeitsposition P weg, ab und fixiert damit den
Schneideinsatz 1 gegenüber Bewegungen von der Arbeitsposition P weg.
Die gegenüberliegende Flanke der Rastklinke 5 ist gegenüber der vorderen Fläche 17 der Schneideinsätze 1 abgeschrägt und kann daher an dieser Fläche 17 abgleiten, wenn die Schneideinsätze 1 auf die Arbeitsposition P am vorderen Ende des Werkzeugträgers 2 hin bewegt werden, und dadurch gegen die Wirkung der Feder 5 radial nach aussen gedrückt werden. Erst wenn nächste Querschnittsverengung 8, 9 die Position der Rastklinke 4 erreicht, drückt die Feder 5 die Rastklinke 4 wieder radial auf die Mittelachse der Ausnehmung 22 hin und der Rastme-
chanismus kann wieder wirken.
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Um den automatischen Vorschub der Schneideinsätze 1 zu bewirken, ohne dass Bedienungspersonal benötigt wird, kann jeder Schneideinsatz 1 zumindest mittelbar über einen ansteuerbaren Antrieb 6 mit einer Kraft in Richtung der Arbeitsposition P beaufschlagt werden. Bevorzugt ist dazu ein fluidischer Antrieb mittels eines hydraulischen oder eines pneumatischen, von unterschiedlichen Viskositäten von Hydrauliköl unabhängigen Arbeitszylinders, dessen Kolben bzw. Kolbenstange mit dem letzten Schneideinsatz 1 der in der Aufnahme 22 befindlichen Gruppe oder mit dem hinteren Ende der einstückigen Stange von Schneideinsätzen 1 verbunden ist. Allenfalls kann das hintere Ende der Stange von Schneideinsätzen 1 per se der Kolben oder die Kolbenstange eines fluidischen Arbeitszylinders sein. Das hintere Ende der Ausnehmung 22 wird dann vorzugsweise als Arbeitsraum genutzt. Natürlich können auch elektrische, magnetische oder elektromagnetische Antriebe Verwendung finden. Die Steuer- und Sensorleitungen von und zum Antrieb 6 sind durch die Verbindungen 61 symbolisiert. Die Antriebsanordnungen können zusätzlich oder alternativ zu allfälligen Rastmechanismen für die genaue Positionierung bzw. Verriegelung der Schneideinsätze 1 sorgen, insbesondere für denjenigen Schneideinsatz 1, der sich gerade an der Arbeitsposition P befindet. Insbesondere bei Antrieben, die am hinteren Ende einer einstückigen Stange von Schneideinsätzen 1 angreifen, kann die Positionierung also auch von der hinteren
Seite der Schneideinsätze 1 her erfolgen.
Schliesslich soll noch erwähnt werden, dass der Wechsel des Schneideinsatzes 1 mit Hilfe der erfindungsgemässen Anordnung komplett autonom und ohne notwendigen Bedienereingriff erfolgen kann. Aufgrund der typischerweise spröden Materialien der Schneideinsätze und/oder der Querschnittsverengungen 8, 9 zwischen den einzelnen Schneideinsätzen 1 können die verbrauchten Schneideinsätze 1 einfach durch Einwirkung einer radialen Kraft weggebrochen werden. Dazu kann entweder ein geeignetes Werkzeug automatisch gesteuert auf den Schneideinsatz 1 radial zur Längsachse der Anordnung der Schneideinsätze 1 und/oder radial zur Längsachse des Werkzeughalters 2 einwirken. Alternativ dazu kann auch der Werkzeughalter 2 durch sein Manipulationssystem an einen feststehende Anschlag bewegt werden, an dem durch eine Bewegung radial auf die Achse des
Werkzeughalters 2 der verbrauchte Schneideinsatz 1 radial weggebrochen wird.
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Auch das manuelle Wegbrechen des Schneideinsatzes 1 wäre denkbar. Vorzugsweise wird der abgenutzte, verbrauchte Schneideinsatz 1 durch den Antrieb 6 in xRichtung bewegt und über die Arbeitsposition P hinaus gedrückt. Anschliessend wird der Werkzeugträger 2 in irgendeiner Richtung in der y-z-Ebene gegen einen Anschlag bewegt, der auch das Werkstück selbst sein kann, wobei dann der erste, verbrauchte Schneideinsatz 1 aufgrund der Schwächung der Anordnung der Schneideinsätze 1 an der Stelle der Querschnittsverengungen 8, 9 abbricht. Dann wird mittels des Antriebs 6 der nächste, noch unverbrauchte Schneideinsatz 1 in
die Arbeitsposition P nachgeschoben und dort fixiert.
Die Überwachung der Abnützung der Schneideinsätze 1 kann voll in das Automatisierungs- bzw. Steuerungssystem der Bearbeitungsmaschine integriert sein. Auch kann die Entscheidung über den Zeitpunkt des Wechsels des Schneideinsatzes 1 — d.h. das Wegbrechen des verbrauchten Schneideinsatzes 1 und das Nachschieben des neuen Schneideinsatzes 1 aus dem Inneren des Werkzeughalters 2 — mit Hilfe künstlicher Intelligenz getroffen werden, so dass also die Maschine selbst entscheidet und steuert, wann und wie der Schneideinsatz 1 ersetzt werden soll, was insbesondere zu Zeiten ohne Beaufsichtigung der Maschine von Vorteil ist, zum Beispiel in der Nachtschicht, im Wochenendeinsatz, etc. Damit ist
diese Technologie für die Anforderungen der Industrie 4.0 bereit.
Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen
Fachmannes liegt.
Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert
und/oder verkleinert dargestellt wurden.
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Bezugszeichenliste
Schneideinsatz Werkzeugträger Rastelement Feder
Aktuator
Schlitz
Schlitz
Nase
Nase Verbindungsteil Führungsnut Gleitflanke Rastflanke Vordere Fläche Hintere Fläche Grundkörper Ausnehmung Konischer Abschnitt Führungsstift Umfangswinkel
Arbeitsposition
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Claims (18)
1. Drehwerkzeug für Drehmaschinen, vorzugsweise für die Metallbearbeitung, umfassend einen Schneideinsatz (1) und einen Werkzeughalter (2) mit einer Ausnehmung (22) zur Aufnahme des Schneideinsatzes (1) in einer Arbeitsposition (P), welche an einem an ein Werkstück zustellbaren Ende eines Grundkörpers (21) des Werkzeughalters (2) liegt, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (21) eine zur Arbeitsposition (P) führende Ausnehmung (22) aufweist, In welcher Ausnehmung (22) hintereinander eine Mehrzahl von Schneideinsätzen (1) in gleicher Orientierung ausgerichtet aufgenommen und in Richtung auf die Ar-
beitsposition (P) hin bewegbar gelagert sind.
2. Drehwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine sich in Längsrichtung in der Ausnehmung (22) erstreckende Führungsstruktur (24) mit einer sich in Längsrichtung an den Schneideinsätzen (1) erstreckenden kom-
plementären Führungsstruktur (13) in Eingriff steht.
3. Drehwerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gruppe von Führungsstiften (24) sich in Längsrichtung der Ausnehmung (22) in gerader Linie erstreckt und in die lichte Öffnung der Ausnehmung (22) hineinragt
und in eine Führungsnut (13) an den Schneideinsätzen (1) eingreift.
4. Drehwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Schneideinsätze (1) oder dessen Einhüllende über einen Umfangswinkel (a) von mehr als 180 Grad kreisförmig, koaxial zur Aus-
nehmung (22) und gleich gross ist wie der Querschnitt der Ausnehmung (22) ist.
5. Drehwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schneideinsatz (1) zumindest mittelbar über einen ansteuerbaren Antrieb (6) mit einer Kraft in Richtung auf die Arbeitsposition (P) hin beauf-
schlagbar ist.
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6. Drehwerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (6) ein fluidischer Antrieb, vorzugsweise ein pneumatischer Antrieb, oder ein Elektroantrieb ist, der vorzugsweise am der Arbeitsposition (P) entgegenge-
setzten Ende des Grundkörpers (21) positioniert ist.
7. Drehwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rastmechanismus (4, 5) zwischen dem Grundkörper (21) und zumindest einem Schneideinsatz (1) wirksam ist, wobei vorzugsweise eine Rastklinke (4) quer zur Längsachse des Grundkörpers (21) gegen eine elastische Federkraft verschiebbar ist und in der Raststellung an der der Arbeitsposition (P) ab-
gewandten Seite (18) eines Schneideinsatzes (1) fixierend anliegt.
8. Werkzeughalter (2) für ein Drehwerkzeug für Drehmaschinen, vorzugsweise für die Metallbearbeitung, mit einem Grundkörper (21) und einer Ausnehmung (22) zur Aufnahme eines Schneideinsatzes (1) in einer Arbeitsposition (P), welche an einem an ein Werkstück zustellbaren Ende des Grundkörpers (21) liegt, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (21) eine zur Arbeitsposition (P) führende Ausnehmung (22) zur Aufnahme einer Mehrzahl von Schneideinsätzen
(1) aufweist.
9. Werkzeughalter (2) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine sich in Längsrichtung der Ausnehmung (22) erstreckende Führungsstruktur (24) vorhanden ist.
10. Werkzeughalter (2) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gruppe von Führungsstiften (24) sich in Längsrichtung der Ausnehmung (22) in gerader Linie erstreckt und in die lichte Öffnung der Ausnehmung (22) hinein-
ragt.
11. Werkzeughalter (2) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch ge-
kennzeichnet, dass ein ansteuerbarer Antrieb (6) zur Beaufschlagung von in der
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Ausnehmung (22) befindlichen Schneideinsätzen (1) mit einer Kraft in Richtung
auf die Arbeitsposition (P) hin vorhanden ist.
12. Werkzeughalter (2) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (6) ein fluidischer Antrieb, vorzugsweise ein pneumatischer Antrieb, 0-
der ein Elektroantrieb ist.
13. Werkzeughalter (2) nach einem der Ansprüche 8 bis 12 dadurch gekennzeichnet, dass ein Rastmechanismus (4, 5) zum Einwirken auf zumindest einen in der Ausnehmung (22) befindlichen Schneideinsatz (1) wirksam ist, wobei vorzugsweise eine Rastklinke (4) quer zur Längsachse des Grundkörpers (21) ge-
gen eine elastische Federkraft verschiebbar ist.
14. Werkzeughalter nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastklinke (4) auf ihrer der Arbeitsposition (P) abgewandten Seite eine schräge
Flanke aufweist.
15. Schneideinsatz-Anordnung für ein Drehwerkzeug für Drehmaschinen, vorzugsweise für die Metallbearbeitung, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Schneideinsätzen (1) miteinander zur Bildung einer einstückigen länglichen Stange verbunden sind, wobei die einzelnen Schneideinsätze (1) vorzugsweise durch Abschnitte (8, 9) mit verringertem Querschnitt voneinander abge-
grenzt sind.
16. Anordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte mit verringertem Querschnitt als Schlitze (8, 9) ausgeführt sind, wobei die offene Seite dieser Schlitze (8, 9) vorzugsweise in Richtung der Arbeitsposition (P)
hin geneigt ist.
17. Anordnung nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekenn-
zeichnet, dass eine sich in Längsrichtung der Schneideinsätze (1) erstreckende
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Führungsstruktur (13) zum längsverschiebbaren Eingriff mit einer komplementären
Führungsstruktur (24) des Werkzeughalters (2) vorgesehen ist.
18. Anordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Schneideinsatz (1) bzw. in einem sich entlang aller Schneideinsätze (1) erstreckenden Abschnitt eine sich in deren Längsrichtung erstreckende Führungsnut
(13) ausgearbeitet ist.
N2019/25200-AT-00
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|---|---|---|---|
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| ATA50863/2019A AT522997B1 (de) | 2019-10-09 | 2019-10-09 | Drehwerkzeug mit Werkzeugwechsler |
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