AT523370A1 - Vorrichtung zur Bearbeitung eines Grats einer Kante eines länglichen Objekts - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung zur Bearbeitung eines Grats einer Kante eines länglichen Objekts, insbesondere eines Skis, mittels eines Gratbearbeitungselements, wobei - eine Führungsfläche (1), auf der das längliche Objekt der Länge nach in einer Längsrichtung (4) entlangführbar ist, - ein erstes Gratbearbeitungselement (2) mit einer ersten Gratbearbeitungsfläche (3), die in einem flachen Winkel oder fluchtend zur Führungsfläche (1) orientiert ist, - ein zweites Gratbearbeitungselement (5) mit einer zweiten Gratbearbeitungsfläche (6), die in einem steilen Winkel oder in einem rechten Winkel zur Führungsfläche (1) orientiert ist, - wobei das längliche Objekt beim Bewegen entlang der Führungsfläche (1) mit dem Grat seiner Kante zunächst auf die erste Gratbearbeitungsfläche (3) und darauffolgend auf die zweite Gratbearbeitungsfläche (6) auftrifft.
Description
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bearbeitung eines Grats einer Kante eines länglichen Objekts, insbesondere eines
Skis, mittels eines Gratbearbeitungselements.
Übliche Entgratungswerkzeuge bestehen z.B. aus einem plattenförmigen Schleifstein, der z.B. nach einem Schleifvorgang eingesetzt wird, um den durch das Schleifen gebildeten Grat zu entfernen oder zu brechen. Dieser Vorgang wird üblicherweise ohne genaue Kontrolle des Bearbeitungsablaufs durchgeführt, worunter die Reproduzierbarkeit und Genauigkeit leiden können. Weiters wurde festgestellt, dass eine Gratbearbeitung in nur
eine Richtung nicht das gewünschte Endergebnis erbringt.
Aufdabe der Erfindung ist es, den Bearbeitungsablauf des Gratbearbeitungsvorgangs genau zu steuern und eine
Gratbearbeitung in zwei Ebenen zu ermöglichen. Erfindungsgemäß wird dies erzielt durch
- eine Führungsfläche, auf der das längliche Objekt der Länge
nach in einer Längsrichtung entlangführbar ist,
- ein erstes Gratbearbeitungselement mit einer ersten Gratbearbeitungsfläche, die in einem flachen Winkel oder
£luchtend zur Führungsfläche orientiert ist,
- ein zweites Gratbearbeitungselement mit einer zweiten Gratbearbeitungsfläche, die in einem steilen Winkel oder in
einem rechten Winkel zur Führungsfläche orientiert ist,
- wobei das längliche Objekt beim Bewegen entlang der a
Führungsfläche mit dem Grat seiner Kante zunächst auf die N
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erste Gratbearbeitungsfläche und darauffolgend auf die
zweite Gratbearbeitungsfläche auftrifft.
Auf diese Weise wird der zu bearbeitende Grat nacheinander von dem ersten und dem zweiten Gratbearbeitungselement, die in einem steilen Winkel, der 90° einschließt, zu einander ausgerichtet sind, einer Bearbeitung unterworfen, wobei der Grat bei Durchlaufen der erfindungsgemäßen Vorrichtung durch das erste Gratbearbeitungselement zunächst in eine erste Richtung und danach von dem zweiten Gratbearbeitungselement in eine zweite Richtung umgelegt wird. Die dadurch erzielte reproduzierbare Bearbeitung des Grats ergibt eine genau definierte scharfe Kante des länglichen Objekts, z.B. eines Skis, welche vorteilhafte Eigenschaften bei der Verwendung des länglichen Objekts, etwa beim Ausführen von Schwüngen mit dem so bearbeiteten Ski zur
Folge haben.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das erste Gratbearbeitungselement in Form einer Platte ausgebildet ist, und dass eine Deckfläche der Platte die erste
Gratbearbeitungsfläche ist.
Die plattenförmige Ausführung des Gratbearbeitungselements ermöglicht eine einfache Herstellung und Halterung desselben sowie eine hohen Kräften aussetzbare Bauform und bietet auch die Möglichkeit, einen schnellen Austausch des
Gratbearbeitungselements vorzunehmen. In vergleichbarer Weise kann das zweite Gratbearbeitungselement
in Form einer Platte ausgebildet sein, wobei eine Deckfläche der
Platte die zweite Gratbearbeitungsfläche ist.
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Eine weitere Ausführungsform der Erfindung kann darin bestehen, dass eine erste schwenkbare Halterung für das erste Gratbearbeitungselement vorgesehen ist, über welche das erste Gratbearbeitungselement um eine zur Längsrichtung parallele Schwenkachse in einem Winkelbereich verstellbar ist, wobei der Winkelbereich eine fluchtende Orientierung und eine Orientierung in einem flachen Winkel gegenüber der Führungsfläche
miteinschließt.
Auf diese Weise kann der Winkel, mit dem das erste Gratbearbeitungselement bzw. die erste Gratbearbeitungsfläche gegenüber der Führungsfläche verkippt ist in dem Winkelbereich beliebig einstellbar sein, um den zu bearbeitenden Grat von dem ersten Gratbearbeitungselement in einer bestimmten Winkelorientierung desselben in Bezug auf den Grat zu bearbeiten, um diesen dabei entsprechend in eine vorgegebene
Richtung auszurichten.
In bevorzugter Weise kann der einstellbare Winkelbereich des ersten Gratbearbeitungselements einen Winkel von 0° bis 1,5°
umfassen.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann eine zweite schwenkbare Halterung für das zweite Gratbearbeitungselement vorgesehen sein, über welche das zweite Gratbearbeitungselement um eine zur Längsrichtung parallele Schwenkachse in einem Winkelbereich verstellbar ist, wobei der Winkelbereich eine senkrechte Orientierung und eine Orientierung in einem steilen Winkel gegenüber der Führungsfläche
miteinschließt.
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Die zweite schwenkbare Halterung dient der Einstellung eines Winkels, mit dem das zweite Gratbearbeitungselement gegenüber einer Ausrichtung im rechten Winkel zur Führungsfläche verkippbar ist, um so das Einwirken des zweiten Gratbearbeitungselements auf den zu bearbeitenden Grat der Kante
entsprechend zu variieren.
Der einstellbare Winkelbereich des zweiten Gratbearbeitungselements kann bevorzugt einen Winkel von 84° bis
90° umfassen.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung kann darin bestehen, dass das erste Gratbearbeitungselement und das zweite Gratbearbeitungselement aus verschiedenen Materialien wie Keramik, Diamant, diversen Steinen, z.B. Arkansas, Hartholz und
Hartmetallen hergestellt sind.
Darüber hinaus können aber auch andere geeignete Materialien zum
Einsatz gelangen. Nachfolgend wird die Erfindung anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele eingehend erläutert. Es zeigt
dabei
Fig.l eine Draufsicht auf eine Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung; Fig.2 eine Schrägansicht der Vorrichtung gemäß Fig.1; Fig.3 eine Stirnansicht der Vorrichtung gemäß Fig.1;
Fig.4 eine Ansicht von unten der Vorrichtung gemäß Fig.1;
Kl
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Fig. 5 einen teilweisen Schnitt durch ein zu bearbeitendes
längliches Objekt;
Fig.6 eine vergrößerte Darstellung eines Schnitts durch die
Vorrichtung gemäß Fig.l während des Bearbeitungsvorgangs und
Fig.7 eine vergrößerte Darstellung eines Schnitts durch die Vorrichtung gemäß Fig.1 mit eingezeichneter Winkelverstellbarkeit des ersten und zweiten
Gratbearbeitungselements.
Fig.l und 2 zeigen eine Vorrichtung zur Bearbeitung eines Grats 11 (Fig.5) einer Kante 10 eines länglichen Objekts 9, wobei die Vorrichtung mit einer Führungsfläche 1 ausgestattet ist, auf der das längliche Objekt 9 der Länge nach in einer Längsrichtung 4 entlangführbar ist. Bevorzugt ist die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Bearbeitung der Kante eines Skis, z.B. eines Alpinskis einsetzbar, wobei der Ski mit einer seiner Kanten 10 in der Längsrichtung 4 auf der Führungsfläche 1 entlang bewegt wird und dabei mit einem ersten Gratbearbeitungselement 2 und im Anschluss daran mit einem zweiten Gratbearbeitungselement 5
bearbeitet wird.
Die Führungsfläche 1 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel durch voneinander beabstandete Auflagelemente 101, 102 ausgeführt, auf denen das längliche Objekt 9 entlanggleiten kann, um dabei mit dem ersten Gratbearbeitungselement 2 und mit dem zweiten Gratbearbeitungselement 5 in Eingriff zu gelangen. Die Führungsfläche 1 könnte im Rahmen der Erfindung auch anders,
z.B. ohne oder mit mehr als zwei Auflageflächen, gestaltet sein.
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Das erste Gratbearbeitungselement 2 weist eine erste Gratbearbeitungsfläche 3 auf, die in einem flachen Winkel al (Fig.7) oder fluchtend (Fig.6) zur Führungsfläche 1 orientiert ist, wobei das erste Gratbearbeitungselement 2 in Form einer
Platte ausgebildet ist, und eine Deckfläche der Platte die erste
Gratbearbeitungsfläche 3 ist.
Um den Bearbeitungswinkel einstellen zu können, ist eine erste schwenkbare Halterung 7 für das erste Gratbearbeitungselement 2 vorgesehen, über welche das erste Gratbearbeitungselement 2 um eine zur Längsrichtung 4 parallele Schwenkachse in einem Winkelbereich verstellbar ist, wobei der Winkelbereich eine fluchtende Orientierung und eine Orientierung in einem flachen
Winkel gegenüber der Führungsfläche 1 miteinschließt.
Bevorzugt umfasst der einstellbare Winkelbereich des ersten Gratbearbeitungselements 2 einen Winkel al im Bereich von 0° bis 1,5°. Es können falls erforderlich aber auch größere Winkel al
einstellbar sein.
In Längsrichtung 4 gesehen ist dem ersten Gratbearbeitungselement 2 ein zweites Gratbearbeitungselement 5 mit einer zweiten Gratbearbeitungsfläche 6 nachgeordnet, die in einem steilen Winkel oder in einem rechten Winkel zur
Führungsfläche 1 orientiert ist.
Beim Gratbearbeitungsvorgang trifft das längliche Objekt 9 beim Bewegen entlang der Führungsfläche 1 mit dem Grat 11 seiner Kante 10 zunächst auf die erste Gratbearbeitungsfläche 3 und
darauffolgend auf die zweite Gratbearbeitungsfläche 6 auf.
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Das zweite Gratbearbeitungselement 5 ist vom ersten Gratbearbeitungselement 2 beabstandet angeordnet, kann aber auch
unmittelbar an dieses anschließen.
Das zweite Gratbearbeitungselement 5 ist in Form einer Platte ausgebildet ist, wobei eine Deckfläche der Platte die zweite Gratbearbeitungsfläche 6 ist. Zur Winkelverstellung des zweiten Gratbearbeitungselements 5 ist eine zweite schwenkbare Halterung 8 für das zweite Gratbearbeitungselement 5 vorgesehen, über welche das zweite Gratbearbeitungselement 5 um eine zur Längsrichtung 4 parallele Schwenkachse in einem Winkelbereich verstellbar ist, wobei der Winkelbereich eine senkrechte Orientierung und eine Orientierung in einem steilen Winkel
gegenüber der Führungs£fläche 1 miteinschließt.
Der einstellbare Winkelbereich des zweiten Gratbearbeitungselements 5 umfasst bevorzugt einen Winkel a2 von 84° bis 90°. Es kann aber falls erforderlich auch ein Winkel
über diesen Bereich hinausgehend eingestellt werden.
Das erste Gratbearbeitungselement 2 und das zweite Gratbearbeitungselement 5 sind aus Materialien, die im weitesten Sinne Schleifeigenschaften oder spanabhebende Eigenschaften aufweisen und können aus Keramik, Diamant, Stein, z.B. Arkansas,
Hartholz und allen möglichen Hartmaterialien hergestellt sein.
Di
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Bearbeitung eines Grats einer Kante eines länglichen Objekts, insbesondere eines Skis, mittels eines
Gratbearbeitungselements, gekennzeichnet durch,
- eine Führungsfläche (1), auf der das längliche Objekt der
Länge nach in einer Längsrichtung (4) entlangführbar ist,
- ein erstes Gratbearbeitungselement (2) mit einer ersten Gratbearbeitungsfläche (3), die in einem flachen Winkel
oder fluchtend zur Führungsfläche (1) orientiert ist,
- ein zweites Gratbearbeitungselement (5) mit einer zweiten Gratbearbeitungsfläche (6), die in einem steilen Winkel oder in einem rechten Winkel zur Führungsfläche (1)
orientiert ist,
- wobei das längliche Objekt beim Bewegen entlang der Führungsfläche (1) mit dem Grat seiner Kante zunächst auf die erste Gratbearbeitungsfläche (3) und darauffolgend auf
die zweite Gratbearbeitungsfläche (6) auftrifft.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gratbearbeitungselement (2) in Form einer Platte ausgebildet ist, und dass eine Deckfläche der Platte die
erste Gratbearbeitungsfläche (3) ist.
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. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Gratbearbeitungselement (5) in Form einer Platte ausgebildet ist, und dass eine Deckfläche der Platte
die zweite Gratbearbeitungsfläche (6).
.‚ Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, dass eine erste schwenkbare Halterung (7) für das erste Gratbearbeitungselement (2) vorgesehen ist, über welche das erste Gratbearbeitungselement (2) um eine zur Längsrichtung (4) parallele Schwenkachse in einem Winkelbereich verstellbar ist, wobei der Winkelbereich eine fluchtende Orientierung und eine Orientierung in einem flachen Winkel gegenüber der Führungsfläche (1) mit
einschließt.
. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
der einstellbare Winkelbereich des ersten Gratbearbeitungselements (2) einen Winkel von 0° bis 1,5°
umfasst.
. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass eine zweite schwenkbare Halterung (8) für das zweite Gratbearbeitungselement (5) vorgesehen ist, über welche das zweite Gratbearbeitungselement (5) um eine zur Längsrichtung (4) parallele Schwenkachse in einem Winkelbereich verstellbar ist, wobei der Winkelbereich eine senkrechte Orientierung und eine Orientierung in einem steilen Winkel gegenüber der Führungsfläche (1) mit
einschließt.
. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
der einstellbare Winkelbereich des zweiten
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Gratbearbeitungselements (5) einen Winkel von 84° bis 90°
umfasst.
. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass das erste Gratbearbeitungselement
und das zweite Gratbearbeitungselement (5) aus
(2)
verschiedenen Materialien wie Keramik, Diamant, diversen
Steinen, z.B. Arkansas, Hartholz und Hartmetallen
hergestellt sind.
. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gratbearbeitungselement (5) vom ersten
Gratbearbeitungselement (2) beabstandet angeordnet ist.
am 02.01.2020 Manfred Stadler Karl Emsenhuber
vertreten dhrch:
HÄUPL & ELLMEYER KG Patentanwaltskanzlei
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