AT523813A1 - Behälter - Google Patents
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Abstract
Bei einem Behälter (1) zum Aufnehmen einer Flüssigkeit, umfassend eine Kommunikationseinheit (6), ist vorgesehen, dass der Behälter (1) im Wesentlichen aus einem Biokunststoff besteht.
Description
Behälters.
Derartige Behälter sind aus dem Stand der Technik bekannt, um zu ermöglichen, dass die Behälter mit anderen Vorrichtungen, bspw. Getränkeausgabegeräten kommunizieren können. Dadurch kann bspw. ein automatisches Getränkeausgabesystem bereitgestellt werden, bei dem ein Geldbetrag einem Behälter bzw. dessen Kommunikationseinheit zugeordnet werden kann, wobei bei jedem Befüllen des Behälters ein entsprechender Betrag abgezogen wird. Insbesondere sind entsprechende Daten in der Kommunikationseinheit gespeichert, die von einer anderen Vorrichtung, bspw. einem Getränkeausgabegerät ausgelesen
und ggf. verändert werden können.
Solche Systeme haben gegenüber herkömmlichen Getränkeausgabesystemen, bei denen die Getränke durch einen Verkäufer ausgegeben werden, den Vorteil, dass, bei entsprechender Ausgestaltung, wesentlich mehr Getränke in kürzerer Zeit ausgegeben werden können und gleichzeitig die Personalkosten deutlich geringer sind. Dies ist insbesondere bei großen Veranstaltungen wie Festivals oder
Sportveranstaltungen wichtig.
Die bekannten Behälter bestehen üblicherweise aus herkömmlichem Kunststoff oder Metall, wobei die Behälter in den meisten Fällen als Einweg-Behälter ausgebildet sind, die nach dem Gebrauch entsorgt werden müssen. Die
Kommunikationseinheit ist hierbei in einem Bereich des
der übrige Behälter besteht.
In der EP 3312808Al1 wird bspw. ein Getränkeausgabesystem offenbart, umfassend einen Getränkeautomaten, Mehrweggetränkebehälter und Einweggetränkebehälter. Die Mehrweggetränkebehälter weisen Transponder (Kommunikationseinheiten) auf, die im Boden des Behälters in Kunstharz vergossen sind. Der Getränkeautomat weist weiters eine Lese-/Schreibeinheit auf, die mit dem Transponder kommuniziert und dessen Berechtigung zur Getränkeentnahme prüft und ggf. Geld vom Guthaben des
Transponders abbucht.
Nachteilig bei den bekannten Lösungen ist, dass die Entsorgung der Behälter aufwendig und nicht umweltschonend ist, weil die Behälter einerseits aus nicht biologisch abbaubaren Materialien und andererseits oftmals auch aus mehreren verschiedenen Materialien bestehen, sodass diese Materialien vor der Entsorgung aufwendig getrennt werden müssen, wodurch einerseits die Kosten und andererseits die
Umweltbelastung relativ hoch sind.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, einen Behälter der eingangs genannten Art bereitzustellen, der einfach sowie kosten- und umweltschonend sowohl hergestellt als auch
entsorgt werden kann.
Erfindungsgemäß ist bei einem Behälter der eingangs genannten Art vorgesehen, dass der Behälter im Wesentlichen aus einem Biokunststoff besteht. Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Behälter vollständig, ggf. mit Ausnahme der
Kommunikationseinheit, aus einem einzigen Biokunststoff
Unter einem Biokunststoff wird im Rahmen der Erfindung ein Kunststoffmaterial verstanden, welches sowohl biologisch abbaubar ist als auch aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Dadurch wird einerseits ein Behälter bereitgestellt, der nach dem Gebrauch kompostiert werden kann und andererseits aus nachwachsenden Rohstoffen geschaffen ist, sodass die Umweltbilanz im Vergleich zu aus fossilen Rohstoffen hergestellten Kunststoffbehältern
deutlich verbessert wird.
Die Kommunikationseinheit ist bevorzugt ein Transponder, insbesondere ein passiver Transponder, der über keine eigene Energieversorgung verfügt. Besonders bevorzugt ist die Kommunikationseinheit ein RFID-Chip oder umfasst einen
RFID-Chip.
Der Behälter kann bspw. ein Becher oder eine Tasse für kalte oder warme Getränke oder auch eine Schüssel für Suppen und andere flüssige Lebensmittel sein. Weiters kann der Behälter einen Griff oder Griffelemente aufweisen und hat bevorzugt eine konische Form sowie ggf. Griffmulden, um das Halten des Behälters zu erleichtern. Der Behälter kann
als Einweg- oder als Mehrwegartikel ausgebildet sein.
Der Behälter weist zumindest einen Boden und eine umlaufende Seitenwand auf, durch welche ein Hohlraum geschaffen wird, in dem die Flüssigkeit angeordnet, insbesondere eingegossen werden kann. Durch die Seitenwand wird eine Öffnung begrenzt, durch die die Flüssigkeit in den Hohlraum gegossen bzw. aus dem Hohlraum entleert werden
kann. Die Seitenwand kann eine im Querschnitt konische Form
verbreitet.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Kommunikationseinheit ein Speicherelement sowie eine Sende-/Empfangseinheit umfasst. Unter einer Sende-/Empfangseinheit wird im Rahmen der Erfindung ein Element verstanden, welches zur kabellosen Kommunikation, bspw. über Bluetooth oder Induktion ausgebildet ist, entweder zum Senden und/oder zum Empfangen von Daten. Dadurch wird ermöglicht, dass die Kommunikationseinheit in dem Speicherelement Daten speichern kann, bspw. einen Geldbetrag oder andere Werteinheiten, und/oder eine eindeutige Kennung der
Kommunikationseinheit.
Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass die Kommunikationseinheit eine Hülle bzw. ein Gehäuse aufweist, die bzw. das im Wesentlichen aus dem gleichen Material wie der Behälter besteht. Innerhalb der Hülle sind die elektronischen Bauteile der Kommunikationseinheit angeordnet, bspw. Microchip, Antenne, Leitungen und Schaltungen. Die Hülle ist um diese Bauteile herum angeordnet und bildet bevorzugt einen abgeschlossenen Raum, in welchem die Bauteile angeordnet sind. Dadurch können die Bauteile vor äußeren Einflüssen, wie bspw. mechanischen Stößen, geschützt werden. Durch die Ausbildung der Hülle aus dem gleichen Material wie der (restliche) Behälter wird eine, ggf. mit Ausnahme der Bauteile der Kommunikationseinheit, vollständig abbaubare Einheit
geschaffen.
Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass der Biokunststoff
ein Polylactid (PLA), bevorzugt basierend auf Maisstärke,
Behälters zu erhöhen.
Bei einer bevorzugten Ausbildung ist vorgesehen, dass die Kommunikationseinheit in einem Boden des Behälters angeordnet ist. Die Anordnung im Boden des Behälters ist vorteilhaft, weil der Boden üblicherweise dicker als die Wände des Behälters ausgebildet sein kann, sodass mehr Raum für die Integration einer Kommunikationseinheit zur Verfügung steht. Darüber hinaus ist die Kommunikationseinheit aufgrund der Dicke des Bodens besser
gegen StÄÖße geschützt.
Alternativ kann die Kommunikationseinheit in einer Seitenwand des Behälters oder in einem Griff des Behälters ausgebildet sein. Die Anordnung der Kommunikationseinheit ist bevorzugt derart getroffen, dass ein gutes Zusammenspiel mit einer entsprechenden Ausleseeinheit ermöglicht wird, die ausgebildet ist, um mit der Kommunikationseinheit zu kommunizieren, bspw. als Teil einer Getränkeausgabevorrichtung. Besonders bevorzugt ist hierbei vorgesehen, dass die Kommunikationseinheit im unteren Drittel der Seitenwand in der Nähe des Bodens angeordnet ist. Hierbei ist die Kommunikationseinheit von der Öffnung des Behälters deutlich weiter entfernt als vom Boden des Behälters. In diesem Bereich kann eine größere Wanddicke verwirklicht sein, sodass die
Kommunikationseinheit besser integriert sein kann.
Bevorzugt ist weiters vorgesehen, dass der Behälter einen
oder ein Bolzen, das so angeordnet werden kann, dass die
wie der Behälter.
Alternativ ist vorgesehen, dass der erste und der zweite Teil fest miteinander verbunden sind und bevorzugt der
gesamte Behälter einstückig ausgebildet ist.
Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass Bauelemente der Kommunikationseinheit direkt in das Material des Behälters eingebettet, bevorzugt eingegossen, sind. Hierbei weist die Kommunikationseinheit kein eigenes Gehäuse auf, sondern die einzelnen Bauelemente, bspw. ein Microchip, Antenne, Leitungen und Schaltungen, werden durch das Behältermaterial eingeschlossen und durch dieses geschützt. Dadurch kann auf eine zusätzliche Hülle verzichtet werden, wodurch einerseits eine bessere Abbaubarkeit des Behälters und andererseits ein geringerer Platzbedarf für die
Kommunikationseinheit erreicht werden.
Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Behälters, wobei die Kommunikationseinheit während eines Gießverfahrens mit dem Behälter verbunden wird. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Bauelemente der Kommunikationseinheit direkt, also ohne Hülle oder Gehäuse, in das Material des Behälters eingegossen werden. Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass die Herstellung der Form des Behälters und das Eingießen der Kommunikationseinheit in einem einzigen Schritt erfolgt. Das Gießverfahren ist bevorzugt ein
Spritzgussverfahren.
Folge ggf. ein Getränk in den Behälter füllt.
Das erfindungsgemäße System umfasst bevorzugt weiters eine Aufladevorrichtung, bei der die Kommunikationseinheiten der Behälter mit Werteinheiten, bspw. Geld, aufgeladen werden können. Hierbei wird bspw. eine gewisse Summe bei der Aufladevorrichtung bezahlt und entsprechend ein Guthaben in Form von Werteinheiten in den Speicher der Kommunikationseinheit gespeichert. Anschließend kann mit diesen Werteinheiten bei der Getränkeausgabestation ein Getränk bestellt und bezahlt werden, wobei sich das in der Kommunikationseinheit gespeicherte Guthaben entsprechend verringert. Alternativ kann bspw. eine in der Kommunikationseinheit gespeicherte Kennung der Kommunikationseinheit mit einer Person bzw. einem Konto verknüpft sein, welches bei jeder Getränkebestellung bei
einer Getränkeausgabestation entsprechend belastet wird.
Ein solches System kann auch bei Schulen oder anderen
Einrichtungen vorgesehen werden, sodass eine automatische
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In dieser zeigt Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Behälters im Querschnitt, Fig. 2 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Behälters im Querschnitt, Fig. 3 eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Behälters im Querschnitt und Fig. 4 eine vierte Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Behälters im Querschnitt.
In Fig. 1 ist ein Behälter 1 aus einem Biokunststoff dargestellt, der einen Boden 2 und eine umlaufende Seitenwand 3 umfasst, die einstückig hergestellt sind. Der Boden 2 und die Seitenwand 3 begrenzen einen Hohlraum 4, der zur Aufnahme einer Flüssigkeit ausgebildet ist. Die Seitenwand 3 bildet hierbei eine Öffnung 5, durch die der Hohlraum 4 gefüllt bzw. entleert werden kann. Im Boden 2 des Bechers 1 ist eine Kommunikationseinheit 6 angeordnet,
die bspw. in den Boden 2 eingegossen ist.
In Fig. 2 ist ein Behälter 1 dargestellt, der einen ersten Teil 7 und einen zweiten Teil 8 umfasst. In der Darstellung sind der erste Teil 7 und der zweite Teil 8 voneinander getrennt, also nicht verbunden. Der erste Teil 7 umfasst einen ersten Abschnitt des Bodens 2 sowie die Seitenwand 3. Der zweite Teil 8 umfasst einen zweiten Abschnitt des Bodens 2 sowie die Kommunikationseinheit 6. Der erste Teil 7 weist ein Außengewinde 9 auf und der zweite Teil 8 ein Innengewinde 10. Um den ersten Teil 7 mit dem zweiten Teil 8 zu verbinden, können das Innengewinde 10 und das Außengewinde 9 miteinander verschraubt werden. Bei dieser
Ausführung sind das Innengewinde 10 und das Außengewinde 9
Jeweils einstückig mit dem zweiten Teil 8 bzw. dem ersten
Teil 9 ausgebildet.
In Fig. 3 ist ein Behälter 1 dargestellt, der im Wesentlichen der Ausführung gemäß Fig. 1 entspricht, wobei die Kommunikationseinheit 6 ohne Hülle direkt in dem Boden 2 des Behälters 1 angeordnet, bspw. eingegossen ist. Schematisch sind eine Leiterplatte 11 sowie zwei weitere Bauelemente 12 der Kommunikationseinheit 6 dargestellt, die in das Material des Behälters 1 eingebettet und von diesem
vollständig umschlossen sind.
In Fig. 4 ist ein Behälter 1 dargestellt, der im Wesentlichen der Ausführung gemäß Fig. 2 entspricht, wobei die Kommunikationseinheit 6 ohne Hülle direkt in dem Boden 2 des Behälters 1 angeordnet, bspw. eingegossen ist, wie in Fig. 3. Weiters umfasst hier der erste Teil 7 ein
Innengewinde 10 und der zweite Teil 8 ein Außengewinde 9,
Claims (9)
1. Behälter zum Aufnehmen einer Flüssigkeit, umfassend eine Kommunikationseinheit (6), dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) im Wesentlichen aus einem Biokunststoff
besteht.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinheit (6) ein Speicherelement sowie
eine Sende-/Empfangseinheit umfasst.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinheit (6) eine Hülle aufweist, die im Wesentlichen aus dem gleichen Material wie der Behälter
(1) besteht.
4, Behälter nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Biokunststoff ein Polylactid,
bevorzugt basierend auf Maisstärke, ist.
5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinheit (6) in einem
Boden (2) des Behälters angeordnet ist.
6. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) einen ersten Teil (7) und einem zweiten Teil (8) umfasst, die miteinander lösbar verbunden sind, wobei die Kommunikationseinheit (6) im
zweiten Teil (8) angeordnet ist.
7. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass Bauelemente (11,12) der
Kommunikationseinheit (6) direkt in das Material des
Behälters (1) eingebettet, bevorzugt eingegossen, sind.
8. Verfahren zur Herstellung eines Behälters (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinheit (6) während eines Gießverfahrens mit
dem Behälter (1) verbunden wird.
9. System, umfassend eine Vielzahl von Behältern (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, sowie zumindest eine Getränkeausgabestation, die eine Verarbeitungseinheit aufweist, die ausgebildet ist, um von der Kommunikationseinheit (6) eines Behälters (1) Daten zu
empfangen.
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|---|---|---|---|
| ATA50362/2020A AT523813A1 (de) | 2020-04-28 | 2020-04-28 | Behälter |
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|---|---|
| AT523813A1 true AT523813A1 (de) | 2021-11-15 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| AT (1) | AT523813A1 (de) |
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|---|---|---|---|---|
| US20110168775A1 (en) * | 2010-01-13 | 2011-07-14 | Van Zetten Jason D | Automated beverage dispensing system |
| WO2014188389A1 (en) * | 2013-05-23 | 2014-11-27 | HABLUTZEL, Neil Hofmeyr | A beverage service system |
| GB2567179A (en) * | 2017-10-04 | 2019-04-10 | Cupclub Ltd | Cups, carriers and cup handling systems |
-
2020
- 2020-04-28 AT ATA50362/2020A patent/AT523813A1/de not_active Application Discontinuation
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Legal Events
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Effective date: 20220415 |