AT523942A4 - Bewegungssimulationsvorrichtung für ein Unterhaltungssystem - Google Patents
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Abstract
Bewegungssimulationsvorrichtung (1) für ein Unterhaltungssystem (100), mit einer bewegbaren Plattform (2) umfassend eine Oberseite (O), eine Unterseite (U), eine Stirnseite (F), eine Rückseite (B) und eine von der Rückseite (B) zur Stirnseite (F) verlaufende Zentralachse (C), wobei auf der Oberseite (O) wenigstens ein Aufenthaltsbereich (A) mit einem Anlehnelement (3) für Zuschauer angeordnet ist, einem Träger (4) für die Plattform (2), wobei die Plattform (2) über deren Unterseite (U) am Träger (4) begrenzt bewegbar gelagert ist, und einer Antriebsvorrichtung (5) zum Bewegen der bewegbaren Plattform (2) relativ zum Träger (4), wobei die Antriebsvorrichtung (5) umfasst eine Seilantriebsvorrichtung (6) zum Ziehen an der bewegbaren Plattform (2), wobei die Seilantriebsvorrichtung (6) einerseits am Träger (4) und andererseits über zumindest einen Angriffspunkt (P61, P62) an der Plattform (2) befestigt ist, und einen Kraftspeicher (7), welcher einerseits am Träger (4) und andererseits über einen Kraftspeicher-Angriffspunkt (P7) an der Plattform (2) befestigt ist, wobei die Plattform (2) durch die Antriebsvorrichtung (5) um eine erste, im Wesentlichen rechtwinkelig zur Zentralachse (C) ausgerichtete Schwenkachse (S1) schwenkbar ist, wobei der Kraftspeicher Angriffspunkt (P7) und der zumindest eine Angriffspunkt (P61, P62) der Seilantriebsvorrichtung (6) an der Plattform (2) zwischen der ersten Schwenkachse (S1) und der Stirnseite (F) angeordnet sind und dass der Kraftspeicher (7) gegen die Unterseite (U) der Plattform (2) drückt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bewegungssimulationsvorrichtung für ein Unterhaltungssystem, mit einer bewegbaren Plattform umfassend eine Oberseite, eine Unterseite, eine Stirnseite, eine Rückseite und eine von der Rückseite zur Stirnseite verlaufende Zentralachse, wobei auf der Oberseite wenigstens ein Aufenthaltsbereich mit einem Anlehnelement für Zuschauer angeordnet ist, einem Träger für die Plattform, wobei die Plattform über deren Unterseite am Träger begrenzt bewegbar gelagert ist, und einer Antriebsvorrichtung zum Bewegen der bewegbaren Plattform relativ zum Träger, wobei die Antriebsvorrichtung eine Seilantriebsvorrichtung zum Ziehen an der bewegbaren Plattform, wobei die Seilantriebsvorrichtung einerseits am Träger und andererseits über zumindest einen Angriffspunkt an der Plattform befestigt ist, und einen Kraftspeicher, welcher einerseits am Träger und andererseits über einen Kraftspeicher-Angriffspunkt an der Plattform befestigt ist, umfasst, wobei die Plattform durch die Antriebsvorrichtung um eine erste, im Wesentlichen rechtwinkelig zur Zentralachse ausgerichtete Schwenkachse schwenkbar ist. Zudem betrifft die vorliegende Erfindung ein Unterhaltungssystem mit einer solchen
Bewegungssimulationsvorrichtung.
Bewegungssimulationsvorrichtungen werden eingesetzt, damit Personen, welche sich darauf befinden, eine Bewegung mitmachen können, welche beispielsweise auf einem Bildschirm angezeigt wird. Somit hat diese Person ein noch realistischeres Filmerlebnis,
da sie nicht nur ruhig sitzt oder steht, sondern die Bewegungen quasi in echt miterlebt.
Ein Beispiel für eine solche Bewegungssimulationsvorrichtung, bei welcher sich viele Personen bzw. Zuschauer gleichzeitig auf einer Plattform einer solchen Vorrichtung befinden, geht aus der AT 513435 B1 hervor. Hier ist die Simulationsplattform an Seilen aufgehängt, wobei diese Seile von einer gesteuerten Antriebsvorrichtung bewegbar
sind. Ein weiteres Beispiel für ein auf Seilen aufgehängtes Fahrgeschäft geht aus der
EP 2 572 766 A1 hervor. Auch die US 2014/0274431 A1 und die CN 101991952 A
zeigen Vorrichtungen mit Seilen.
Dagegen gibt es auch zahlreiche Varianten, bei denen die Simulationsplattform quasi auf den Antriebsvorrichtungen steht. Hierzu kann auf die US 2018/0221778 A1, die
US 1,789 680 und die US 4,066,256 verwiesen werden. Vor allem bei den beiden letztgenannten Dokumenten sind der Bildschirm und die Plattform gut erkennbar, wobei die auf der Plattform angeordneten Zuschauer-Aufenthaltsbereich Richtung Bildschirm ausgerichtet sind. Die Plattformen weisen jeweils eine gedachte Zentralachse auf, welche mittig auf den Bildschirm zuläuft bzw. auf diesen gerichtet ist. Je nach Ansteuerung der Antriebsvorrichtungen kann die Plattform um eine im Wesentlichen rechtwinkelig zur Zentralachse ausgerichtete Schwenkachse verschwenkt werden. Dadurch bewegt sich die Stirnseite der Plattform in vertikaler Richtung auf und ab. Dies
entspricht einem Kippen in Form eines Nickens.
Weiters sind Bewegungssimulationsvorrichtungen bekannt, bei welchen sich üblicherweise nur eine Person auf der Plattform befindet. Beispiele hierfür gehen aus der CN 101940842 A, der CN 202044766 U und der US 4,461,470 hervor. Gemeinsam ist diesen drei genannten Dokumenten, dass einerseits über wenigstens ein Seil durch Ziehen ein Kippen der Plattform ausgelöst wird. Zudem gibt es ein Element, welches dem Ziehen entgegenwirkt. Bei den beiden erstgenannten Schriften ist dazu eine Art Kolbendämpfer bzw. eine Hebelanordnung vorgesehen, in der drittgenannten Schrift ist eine Feder genannt, welche die Plattform nach unten drückt, sobald die Seile nicht
mehr an der Plattform ziehen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine zum Stand der Technik verbesserte bzw. alternative Bewegungssimulationsvorrichtung zu schaffen. Insbesondere soll diese Vorrichtung kompakt gebaut sein, viel Bewegungsspielraum
aufweisen, konstruktiv einfach ausgebaut sein und/oder relativ leise funktionieren.
Dies wird durch eine Bewegungssimulationsvorrichtung mit den Merkmalen von
Anspruch 1 gelöst.
Dadurch, dass der Kraftspeicher-Angriffspunkt und der zumindest eine Angriffspunkt der Seilantriebsvorrichtung an der Plattform zwischen der ersten Schwenkachse und der Stirnseite angeordnet sind, wird der Platz an der Unterseite der Plattform sparsam genutzt. Es muss somit nicht an gegenüberliegenden Bereichen (Stirnseite und
Rückseite) einerseits gedrückt und andererseits gezogen werden, sondern es genügt
ein einfaches Angreifen der Komponenten der Antriebsvorrichtung im Bereich der
Stirnseite. Somit ist die Anbindung der Antriebsvorrichtung an die Plattform einfacher.
Dadurch, dass der Kraftspeicher gegen die Unterseite der Plattform drückt, kann dem durch die Seilantriebsvorrichtung ausgelösten Ziehen auf einfache Weise entgegengewirkt werden. Somit kann die Bewegung der Plattform optimal und einfach gesteuert werden. Anders ausgedrückt wirkt die Kraft des (zumindest teilweise gespannten bzw. geladenen) Kraftspeichers vom Träger in Richtung Unterseite der Plattform. Die Platte wird also im Stirnbereich durch den Kraftspeicher nach oben
gedrückt.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen und der folgenden Beschreibung angeführt.
Es ist an sich möglich, dass der Angriffspunkt der Seilantriebsvorrichtung an der Plattform mit dem Kraftspeicher-Angriffspunkt identisch ist. Bei einer solchen Ausgestaltung kann allerdings die Plattform über diesen einen Punkt bewegt werden,
sodass die Plattform nur um die erste Schwenkachse schwenkbar ist.
Bevorzugt ist daher vorgesehen, dass der Angriffspunkt der Seilantriebsvorrichtung an der Plattform beabstandet vom Kraftspeicher-Angriffspunkt ist. Dadurch wird ein
weiterer Freiheitsgrad für die Bewegung der Plattform erreicht.
Die Plattform kann jede beliebige Form haben, solange zumindest ein Zuschauer
ausreichend Platz darauf findet.
Für eine einfache Herstellung ist bevorzugt vorgesehen, dass die Plattform eine im Wesentlichen flächige Basisplatte mit einer im Wesentlichen ebenen Oberseite und einer im Wesentlichen ebenen Unterseite aufweist. Natürlich können aber diverse Vorsprünge oder Einbuchtungen in bzw. an der Basisplatte ausgebildet sein, z. B., um
die Stabilität zu erhöhen.
Die Basisplatte der Plattform kann in einer Draufsicht im Wesentlichen kreisförmig oder
oval sein. Bevorzugt ist die Basisplatte in einer Draufsicht viereckig.
Besonders bevorzugt ist die Basisplatte in einer Draufsicht in Form eines gleichschenkligen Trapezes ausgebildet. Bei einem solchen Trapez bildet die längere der beiden parallelen Seiten die Stirnseite und die kürzere die Rückseite. Die Zentralachse teilt dieses Trapez in zwei gleich große und spiegelsymmetrische
Bereiche.
Der Träger sollte zumindest so ausgebildet sein, dass sich die Plattform an diesem
Träger um die erste Schwenkachse verschwenken kann.
Es kann auch vorgesehen sein, dass der Träger ein Kugelgelenk (welches die erste Schwenkachse mitbildet) aufweist, wobei die Plattform über dieses Kugelgelenk herum
am Träger begrenzt bewegbar gelagert ist.
Für eine einfache Konstruktion ist bevorzugt vorgesehen, dass der Träger eine, vorzugsweise feststehende, Basis, ein erstes Schwenklager und ein mit der Plattform verbundenes, am ersten Schwenklager um die erste Schwenkachse schwenkbar
gelagertes Schwenkelement aufweist.
Dieses Schwenkelement kann beispielsweise als profilförmiges Trägerelement ausgebildet sein. An diesem Schwenkelement kann die Plattform direkt oder indirekt
befestigt sein.
Um eine gleichmäßige und mittige Kraftübertragung vom Kraftspeicher auf die Plattform zu erreichen, ist bevorzugt vorgesehen, dass der Kraftspeicher-Angriffspunkt an der
Plattform in einer die Zentralachse einschließenden, vertikalen Ebene liegt.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Plattform durch Entspannen (oder Entladen) des Kraftspeichers um die erste Schwenkachse
kippbar ist.
Durch dieses Entspann (oder Entladen) wird die Vorderseite bzw. Stirnseite der Plattform nach oben bewegt. Eine Bewegung der Stirnseite der Plattform nach unten erfolgt dadurch, dass die Plattform durch Betätigung der Seilantriebsvorrichtung, vorzugsweise durch gleichzeitiges Betätigen der beiden Seilantriebseinheiten, um die
erste Schwenkachse kippbar ist.
Nickwinkelbereich von etwa 30° vorgesehen ist.
Der Nickwinkel — wie auch die später noch folgenden Rollwinkel und Gierwinkel — sind Lagewinkel, die eigentlich zur Beschreibung der Ausrichtung eines Fahrzeugs im dreidimensionalen Raum herangezogen werden. In diesem Fall bildet die Plattform sozusagen das Fahrzeug. Die Zentralachse entspricht der Blickrichtung bei einem theoretischen Geradeausfahren. Der Nickwinkel ist also jener Winkel, um welchen die Frontseite der Plattform verkippt (oder „nickt“). Die erste Schwenkachse bildet in einem
entsprechenden Koordinatensystem die Y-Achse.
Der Nickwinkelbereich kann sich — ausgehend von einer horizontalen Ebene — sowohl oberhalb als auch unterhalb dieser horizontalen Ebene erstrecken. Beispielsweise kann sich der Nickwinkelbereich zu gleichen Teilen oberhalb und unterhalb der horizontalen Ebene erstrecken (z. B. 15° nach oben kippen und 15° nach unten kippen). Es kann
aber auch eine beliebige andere Aufteilung erfolgen.
Selbiges gilt für den weiter unten noch angeführten Rollwinkelbereich.
Für den später noch angeführten Gierwinkelbereich gilt selbiges in Bezug auf eine die
Zentralachse einschlieRende, vertikale Ebene.
Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass der Träger ein, vorzugsweise im (oder am) Schwenkelement ausgebildetes, zweites Schwenklager für die Plattform aufweist, wobei das zweite Schwenklager eine, vorzugsweise rechtwinkelig zur ersten Schwenkachse
ausgerichtete, zweite Schwenkachse aufweist.
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die zweite Schwenkachse parallel zur
Zentralachse ausgerichtet ist.
Zudem ist bevorzugt vorgesehen, dass die zweite Schwenkachse in einer die
Zentralachse einschließenden, vertikalen Ebene angeordnet ist.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Plattform durch ein Ziehen der Seilantriebsvorrichtung um die zweite Schwenkachse,
vorzugsweise in einem Rollwinkelbereich von maximal 25°, kippbar ist.
Der Rollwinkel ist also jener Winkel, um welchen die seitlichen Bereiche der Plattform verkippen (oder „abrollen“). Die zweite Schwenkachse bildet in einem entsprechenden
Koordinatensystem die X-Achse.
Grundsätzlich ist es möglich, dass die Seilantriebsvorrichtung nur ein Seil aufweist,
welches mit der Plattform verbunden ist.
Um mehr Bewegungsmöglichkeiten zu erreichen, ist aber bevorzugt vorgesehen, dass die Seilantriebsvorrichtung eine erste Seilantriebseinheit und eine von der ersten Seilantriebseinheit separate zweite Seilantriebseinheit aufweist, wobei die erste Seilantriebseinheit einerseits am Träger und andererseits über einen ersten Angriffspunkt an der Plattform befestigt ist und die zweite Seilantriebseinheit einerseits am Träger und andererseits über einen zweiten Angriffspunkt an der Plattform befestigt
ist.
Auch bei zwei Angriffspunkten ist vorgesehen, dass der erste Angriffspunkt und der zweite Angriffspunkt an der Plattform zwischen der ersten Schwenkachse und der
Stirnseite angeordnet sind.
Um eine schnelle und einfache Verkippbewegung um den Rollwinkel zu ermöglichen, ist bevorzugt ist vorgesehen, dass diese beiden Angriffspunkte seitlich — also beabstandet
von der Zentralachse — an der Plattform ausgebildet sind.
Demnach ist bevorzugt vorgesehen, dass der erste Angriffspunkt der ersten Seilantriebseinheit an der Plattform zwischen der zweiten Schwenkachse und einem
ersten Seitenbereich der Plattform angeordnet ist.
Zudem ist bevorzugt vorgesehen, dass der zweite Angriffspunkt der zweiten Seilantriebseinheit an der Plattform zwischen der zweiten Schwenkachse und einem zweiten Seitenbereich der Plattform angeordnet ist, wobei der zweite Seitenbereich
dem ersten Seitenbereich gegenüberliegt (bzw. von diesem abgewandt ist).
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Zentralachse angeordnet sind.
Für eine gleichmäßige Bewegungseinbringung in die Plattform ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass der erste Angriffspunkt und der zweite Angriffspunkt denselben
Abstand zur Zentralachse aufweisen.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Seilantriebseinheiten jeweils ein an der Plattform befestigtes Seil, einen am Träger bewegbar, vorzugsweise drehbar, gelagerten Seilantrieb, vorzugsweise in Form einer Seilspule, zum Ziehen am Seil, vorzugsweise zum Auf- und Abrollen des Seils, und ein, vorzugsweise elektromotorisches, Antriebsaggregat zum Antreiben des Seilantriebs,
vorzugsweise zum Drehen der Seilspule, aufweist.
Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Seilantrieb als Kolben-Zylinder-Einheit oder als Linearantrieb ausgebildet ist, wobei das Seil dann entsprechend mit einem Ende
daran befestigt ist.
Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass die Seile jeweils um eine am Träger,
vorzugsweise an dessen Basis, drehbar gelagerte Umlenkrolle umlenkbar sind.
Hinsichtlich des Kraftspeichers ist bevorzugt vorgesehen, dass der, vorzugsweise als Gasdruckfeder ausgebildete, Kraftspeicher einen an der Plattform, vorzugsweise über ein (den Kraftspeicher-Angriffspunkt mitbildendes) Drehgelenk, angebrachten Zylinder und einen am Träger, vorzugsweise über ein Drehgelenk, angebrachten Kolben
aufweist.
Die Anbringung kann auch umgekehrt sein, sodass der Kolben an der Plattform
befestigt ist, wogegen der Zylinder am Träger befestigt ist.
Um die Bewegungen bzw. die Bewegungsgeschwindigkeiten begrenzen zu können, ist
bevorzugt zumindest eine Bremsvorrichtung zum Bremsen der Bewegung der
Seilantriebsvorrichtung und/oder des Kraftspeichers vorgesehen ist, wobei die
Bremsvorrichtung einerseits am Träger und andererseits an der Plattform befestigt ist.
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Bremsvorrichtung eine Kolbenstange und einen Zylinder aufweist, wobei die Kolbenstange durch ein Klemmelement im
Zylinder reibschlüssig oder formschlüssig bremsbar ist.
Bevorzugt ist mit der Antriebsvorrichtung eine Maximalgeschwindigkeit (bzw.
Maximalbeschleunigung) der Plattform von 2 m/sec. Möglich.
Um einen weiteren Freiheitsgrad zu erreichen, ist bevorzugt eine Drehvorrichtung zum
Drehen der Plattform um eine vertikale Drehachse vorgesehen ist.
Es kann vorgesehen sein, dass die Plattform durch die Drehvorrichtung um die vertikale
Drehachse, vorzugsweise in einem Gierwinkelbereich von maximal 30°, drehbar ist.
Die Drehvorrichtung kann als Teil des Trägers ausgebildet sein, wobei über die Drehvorrichtung die Plattform relativ zum Träger, vorzugsweise zu dessen Basis, drehbar ist.
Alternativ kann die Drehvorrichtung separat vom Träger ausgebildet sein, wobei mit der Drehvorrichtung der gesamte Träger —- mitsamt der daran angeordneten Plattform — drehbar gelagert ist. Beispielsweise kann eine solche Drehvorrichtung in Form eines
Untersatzes mit einer vertikalen Drehachse ausgebildet sein.
Der Gierwinkel ist jener Winkel, um welchen sich die Stirnseite und die Rückseite der Plattform drehen (auch „gieren“ oder schlingern genannt). Die Drehachse bildet in
einem entsprechenden Koordinatensystem die Z-Achse.
Um eine effektive Einsetzbarkeit in der Unterhaltungsindustrie zu erreichen, ist bevorzugt vorgesehen, dass auf der Oberseite der Plattform eine Vielzahl von Aufenthaltsbereichen mit jeweils einem Anlehnelement für einen Zuschauer angeordnet
ist. Beispielsweise können bis zu 30 Aufenthaltsbereiche vorgesehen sein.
Die Anlehnelemente können Teil eines Sitzes sein, sodass sich ein Zuschauer mit seinem Rücken an diesem Anlehnelement anlehnt. Bevorzugt sind allerdings die Anlehnelemente so ausgelegt, dass man sich im Stehen in den Aufenthaltsbereich aufhält. Somit kann sich ein Zuschauer mit seiner Körpervorderseite an diesem
Anlehnelement anlehnen.
Um die Sicherheit der Zuschauer zu gewährleisten, ist bevorzugt vorgesehen, dass in jedem Aufenthaltsbereich ein, vorzugsweise mit dem jeweiligen Anlehnelement verbundenes, Zuschauer-Rückhaltesystem, vorzugsweise in Form eines
Sicherheitsgurts oder eines Sicherheitsbügels, vorgesehen ist.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist eine Steuer- oder Regeleinheit zum
Steuern oder Regeln von Bewegungen der Plattform vorgesehen ist.
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass über die Steuer- oder Regeleinheit Steuersignale an die Seilantriebsvorrichtung, vorzugsweise an deren
Antriebsaggregate, ausgebbar sind.
Die Bewegungssimulationsvorrichtung kann beispielsweise für ein Videospiel (z. B. für nur eine Person) ausgelegt sein. In diesem Fall hängen die Bewegungen von den Lenkund Steuerbewegungen der spielenden Person ab. Somit kann hier bevorzugt vorgesehen sein, dass die Bewegungssimulationsvorrichtung in Abhängigkeit von auf
einer Bedieneinheit ausgelösten Steuer- oder Lenkbewegungen bewegbar ist.
Schutz wird auch begehrt für eine Unterhaltungssystem mit einem Bildschirm, wobei auf dem ein Film anzeigbar ist, und einer erfindungsgemäßen Bewegungssimulations-
vorrichtung.
Besonders bevorzugt kann vorgesehen, dass die Bewegungssimulationsvorrichtung in Abhängigkeit von einer — mit dem auf dem Bildschirm gezeigten Film
korrespondierenden —- Bewegungsdatenspur bewegbar ist.
Als Bildschirm kann ein im Unterhaltungsbereich üblicher Bildschirm eingesetzt werden. Mit diesem Bildschirm können 2D-Bilder (bzw. 2D-Videos) oder 3D-Bilder (bzw. 3D-
Videos) dargestellt werden.
Es ist möglich, dass der Bildschirm Teil einer Virtual-Reality-Anwendung ist.
Generell können mit dem Unterhaltungssystem zusätzliche Spezialeffekte erzeugt werden. Als Beispiel seien hierzu Wassereffekte, Windeffekte, Nebeleffekte,
Lichteffekte, Schütteleffekt, usw. zu erwähnen.
Gemäß einer ersten Variante ist für das Unterhaltungssystem vorgesehen, dass der Bildschirm als ein (relativ großer) von der Bewegungssimulationsvorrichtung separater Bildschirm ausgebildet ist, wobei dieser Bildschirm in einem der Stirnseite zugewandten Bereich angeordnet ist und im Wesentlichen rechtwinkelig zur Zentralachse ausgerichtet ist. Diese Variante entspricht somit einem Kino, in welchem alle Zuschauer auf denselben zentralen Bildschirm blicken. Dieser Bildschirm kann beispielsweise als
Leinwand ausgebildet sein, auf welchen die Bilder bzw. ein Video projiziert werden/wird.
Ein solches Unterhaltungssystem kann fix in einem Raum bzw. einer Halle eines
Erlebnisparks installiert sein.
Eine mögliche Anwendung ist auch in einem Wasserpark. Um hier die Anforderungen aufgrund der vorherrschenden Nässe zu erfüllen, sollten entsprechend wasserdichte Kabelverbindungen vorhanden sein, entsprechende Metalle für die gesamte Konstruktion eingesetzt werden, die Oberflächen wasserbeständig bearbeitet werden, der Boden rutschfester ausgestaltet werden und generell eine höherwertige Fertigung
gegeben sein.
Gemäß einer zweiten und alternativen Variante ist für das Unterhaltungssystem vorgesehen, dass jedem Aufenthaltsbereich ein Bildschirm zugeordnet ist. Somit hat jeder Zuschauer auf oder vor seinem Anlehnelement einen eigenständigen Bildschirm (bevorzugt mit Lautsprecher). Mit anderen Worten bildet jeder Aufenthaltsbereich samt Anlehnelement und Bildschirm eine Art „Mini-Kino“ (vorzugsweise mit Tonsystem und Spezialeffekten). Bei dieser Variante bewegt sich also der Bildschirm immer mit der
Plattform mit.
Vor allem diese zweite Variante ist geeignet, um ein mobiles Unterhaltungssystem zu
schaffen und sich eine große Projektionsfläche zu sparen. Ein solches mobiles
Unterhaltungssystem kann einfach auf- und abgebaut werden und kann auch nur relativ kurzfristig aufgestellt und genutzt werden, z. B. bei mehrtätigen Festen oder bei
sonstigen Veranstaltungen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiele Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 perspektivisch eine Bewegungssimulationsvorrichtung,
Fig. 2 die Bewegungssimulationsvorrichtung in einer Frontansicht,
Fig. 3 die Bewegungssimulationsvorrichtung in einer Seitenansicht,
Fig. 4 perspektivisch den Träger mit der zweiten Schwenkachse,
Fig. 5 eine Frontansicht mit um die zweite Schwenkachse gekippter Plattform, Fig. 6 perspektivisch den Träger mit der ersten Schwenkachse,
Fig. 7 eine Seitenansicht mit um die erste Schwenkachse gekippter Plattform, Fig. 8 perspektivisch den Träger mit beiden Schwenkachsen,
Fig. 9 den Schnitt A-A gemäß Fig. 2,
Fig. 10-15 verschiedene Kippstellungen der Plattform,
Fig. 16 schematisch das Unterhaltungssystem mit Bildschirm und
Fig. 17 ein Ausschnitt einer Seitensicht mit einem dem Aufenthaltsbereich
zugeordneten Bildschirm.
In Fig. 1 ist perspektivisch eine Bewegungssimulationsvorrichtung 1 dargestellt. Als wesentliche Komponenten umfasst diese Bewegungssimulationsvorrichtung 1 eine Plattform 2, einen unterhalb der Plattform 2 angeordneten Träger 4 und eine Antriebsvorrichtung 5 zum Bewegen der Plattform 2 relativ zum Träger. Die Antriebsvorrichtung 5 wiederum weist einen Kraftspeicher 7 und eine
Seilantriebsvorrichtung 6 auf.
Im in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Seilantriebsvorrichtung 6 eine erste
Seilantriebseinheit 61 und eine separate zweite Seilantriebseinheit 62 auf.
Auf der bewegbaren Plattform 2 ist eine Vielzahl von Aufenthaltsbereichen A für
Zuschauer angeordnet, wobei in jedem Aufenthaltsbereich A ein Anlehnelement 3.
Konkret sind im gezeigten Ausführungsbeispiel achtzehn Anlehnelemente 3 auf der
Plattform 2 angeordnet.
Jedes Anlehnelement 3 weist, vorzugsweise metallische, Steher 32, eine Lehne 33, zwei Haltebügel 34 und ein Zuschauer-Rückhaltesystem 31 (vorzugsweise in Form
eines Sicherheitsgurts) auf.
Die Plattform 2 weist eine (vorzugsweise ebene) Oberseite O und eine
gegenüberliegende Unterseite U auf.
Die Plattform 2 kann eine beliebige Kontur aufweisen. Bevorzugt ist die Plattform 2 in einer Draufsicht im Wesentlichen viereckig ausgebildet. Im in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Plattform 2 zumindest bereichsweise trapezförmig
ausgebildet.
Die Plattform 2 weist eine Stirnseite F, eine Rückseite B, einen ersten Seitenbereich L4 und einen zweiten Seitenbereich L2 auf. Die Zentralachse C verläuft mittig durch die
Plattform von der Rückseite B zur Frontseite F.
Beim gezeigten Ausführungsbeispiel unterteilt die Zentralachse C die Plattform 2 (bzw. dessen Basisplatte 21) in zwei gleich große, im Wesentlichen spiegelsymmetrisch
ausgebildete Bereiche.
In Fig. 2 ist eine Frontansicht der Bewegungssimulationsvorrichtung 1 dargestellt. Auf der Oberseite O der Plattform 2 ist wiederum eine Vielzahl von Aufenthaltsbereichen A
mit Anlehnelementen 3 angeordnet.
In Fig. 2 ist auch erkennbar, dass die Plattform 2 eine Basisplatte 21 und, vorzugsweise profilförmige, Rahmenelemente 22 aufweist, wodurch eine stabile Konstruktion gegeben
ist. Anhand der zweiten Seilantriebseinheit 62 ist erkennbar, dass diese — wie auch die
erste Seilantriebseinheit 61 — ein an der Plattform 2 befestigtes Seil 63, einen am
Träger 4 bewegbar gelagerten Seilantrieb 64 und ein Antriebsaggregat 65 aufweist.
Zudem kann — wie dargestellt — auch eine Umlenkrolle 66 für das Seil 63 am Träger 4
drehbar gelagert sein.
Das Seil 63 der ersten Seilantriebseinheit 61 ist über den ersten Angriffspunkt Pe1 mit der Plattform 2 (vorzugsweise mit deren Rahmenelement 22) verbunden. Auch das Seil 63 der zweiten Seilantriebseinheit 62 ist über den zweiten Angriffspunkt Pez2 mit der
Plattform 2 (vorzugsweise mit deren Rahmenelement 22) verbunden.
Natürlich sind diese Angriffspunkte Pe1 und Pez (gilt auch für den KraftspeicherAngriffspunkt P7) nicht im geometrischen Sinne als eindimensionaler „Punkt“ anzusehen. Vielmehr sind diese Angriffspunkte als Angriffsbereiche oder
Befestigungsstellen zu sehen.
In Fig. 2 ist besonders gut erkennbar, dass der erste Angriffspunkt Pe1 und der zweite Angriffspunkt Pez an der Plattform 2 auf einander gegenüberliegenden Seiten der Zentralachse C angeordnet sind, wobei der erste Angriffspunkt Pe1 und der zweite
Angriffspunkt Pe2 denselben Abstand zur Zentralachse C aufweisen.
In Fig. 2 ist die vertikale Ebene E eingezeichnet, welche die Zentralachse C einschließt.
Fig. 2 zeigt auch den zentral angeordneten Kraftspeicher 7. Konkret ist vorgesehen, dass dieser als hydropneumatisches Federelement ausgebildet ist und einen an der Plattform 2 angebrachten Kolben 72 und einen am Träger 4 angebrachten Zylinder 71 aufweist. Natürlich kann die Anordnung von Kolben 72 und Zylinder 71 auch umgekehrt
sein.
Weiters ist in Fig. 2 ersichtlich, dass zwei Bremsvorrichtungen 8 zum Bremsen der Bewegung der Seilantriebsvorrichtung 6 und/oder des Kraftspeichers 7 vorgesehen ist, wobei die beiden Bremsvorrichtungen 8 einerseits am Träger 4 und andererseits an der Plattform 2 befestigt ist. Die beiden Bremsvorrichtungen 8 sind beidseits der Ebene E angeordnet. Konkret sind die Bremsvorrichtungen 8 — in der gezeigten Nullstellung —
spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet.
Die Bremsvorrichtungen 8 weisen jeweils eine Kolbenstange 81 und einen Zylinder 82
auf, wobei die Kolbenstange 81 im Zylinder 82 bewegbar geführt ist. Bevorzugt kann
vorgesehen sein, dass die Kolbenstange 81 durch ein Klemmelement 83 im Zylinder 82
reibschlüssig oder formschlüssig bremsbar ist.
In Fig. 3 ist die Bewegungssimulationsvorrichtung 1 in einer Seitansicht dargestellt. Die
Plattform 2 befindet sich auch hier in derselben neutralen Nullstellung wie in Fig. 2.
Gut erkennbar ist in Fig. 3, dass der Träger 4 eine Basis 41, ein erstes Schwenklager 42 und ein mit der Plattform 2 verbundenes, am ersten Schwenklager 42 um die erste
Schwenkachse S1 schwenkbar gelagertes Schwenkelement 43 aufweist.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist das Schwenklager 42 einen am Schwenkelement 43 ausgebildeten Achsstift und ein in der Basis 41 ausgebildetes
Lager für den Achsstift auf.
In Fig. 3 ist auch die zweite Seilantriebseinheit 62 samt Antriebsaggregat 65, Seilantrieb 64 (in Form einer Seilspule) und Seil 63 sowie Umlenkrolle 66 gezeigt. Auch der zweite
Angriffspunkt Pez ist ersichtlich. Zudem ist in Fig. 3 erkennbar, dass der Kraftspeicher 7
einerseits am Träger 4 und andererseits über einen Kraftspeicher-Angriffspunkt P7 an
der Plattform 2 befestigt ist.
Daher ist in Fig. 3 besonders gut ersichtlich, dass der Kraftspeicher-Angriffspunkt P7 und der zumindest eine Angriffspunkt Pe, Pez der Seilantriebsvorrichtung 6 an der Plattform 2 zwischen der ersten Schwenkachse S1 und der Stirnseite F angeordnet
sind.
Weiters ist in Fig. 3 ansatzweise erkennbar, dass der Träger 4 ein, in diesem Fall im bzw. am Schwenkelement 43 ausgebildetes, zweites Schwenklager 44 für die Plattform 2 aufweist, wobei das zweite Schwenklager 44 eine, vorzugsweise rechtwinkelig zur ersten Schwenkachse S1 ausgerichtete, zweite Schwenkachse Sz2 aufweist.
In Fig. 4 ist nur der Träger 4 ohne Plattform 2 aber mit Kraftspeicher 7 dargestellt.
Der Kraftspeicher 7 ist indirekt über das Schwenkelement 43 des Trägers 4 mit der
Plattform 2 verbunden. Der Kraftspeicher 7 weist einen an der Plattform 2 über ein
Drehgelenk 73 angebrachten Zylinder 71 und einen am Träger 4 über ein Drehgelenk
74 angebrachten Kolben 72 auf.
Das Schwenkelement 43 ist rahmenförmig ausgebildet. An einem der Rückseite B zugewandten Ende und an einem der Stirnseite F zugewandten Ende sind die Lagerstellen des Schwenklagers 44 für die Schwenkachse Sz2 ausgebildet. An diesen Lagerstellen ist die Plattform 2 über korrespondierende Lagerstellen (welche an den
Rahmenelementen 22 ausgebildet sind) gelagert.
In Fig. 5 ist wieder die gesamte Bewegungssimulationsvorrichtung 1 dargestellt, wobei sich die Plattform 2 in einer gegenüber der Nullstellung von Fig. 2 verkippten bzw.
verschwenkten Stellung befindet.
Durch ein Ziehen der ersten Seilantriebseinheit 61 der Seilantriebsvorrichtung 6, ist die Plattform um die zweite Schwenkachse S$-z kippbar. Gleichzeitig mit diesem Ziehen wird das Seil 63 der zweiten Seilantriebsvorrichtung 62 ausgefahren. Dies kann durch eine aktiv gesteuerte Bewegung des Seilantriebs 65 der zweiten Seilantriebseinheit 62 erfolgten. Alternativ kann die des Seilantrieb 65 der zweiten Seilantriebseinheit 62 in einen Leerlauf geschaltet werden, sodass deren Seil 63 durch das nach oben Bewegen
der Plattform 2 ausgezogen wird.
Die Bewegung um die zweite Schwenkachse S$z entspricht einer Bewegung um einen Rollwinkel. Auf Basis der Abmessungen und der begrenzten Bewegungsmöglichkeiten zwischen der Plattform 2 und dem Träger 4 ergibt sich der in Fig. 5 veranschaulichte
Rollwinkelbereich R von etwa 20°.
In Fig. 5 ist zudem dargestellt, wie sich die Bremsvorrichtungen 8 entsprechenden der
Kippbewegung bzw. Rollbewegung der Plattform 2 verlängern bzw. verkürzen.
In Fig. 6 ist — ähnlich wie in Fig. 4 — nur der Träger 4 samt Kraftspeicher 7 dargestellt.
Das Schwenkelement 43 ist um die erste Schwenkachse Sı geneigt.
Fig. 7 zeigt gegenüber Fig. 3 eine nach vorne gekippte Stellung der Plattform 2. Durch
gleichzeitiges Ziehen der ersten Seilantriebseinheit 61 und der zweiten
Seilantriebseinheit 62 an den jeweiligen Angriffspunkten Pe1 und Pez, wird die Plattform
2 um die erste Schwenkachse S-ı1 verkippt.
Die Bewegung um die erste Schwenkachse S$+1 entspricht einer Bewegung um einen Nickwinkel. Auf Basis der Abmessungen und der begrenzten Bewegungsmöglichkeiten zwischen der Plattform 2 und dem Träger 4 ergibt sich der in Fig. 7 veranschaulichte
Nickwinkelbereich N von etwa 20°.
Wenn die beiden Seilantriebseinheiten 61 und 62 mit derselben Geschwindigkeit (und Kraft) betätigt werden, so wird eine rein Kippbewegung um die erste Schwenkachse Sı
durchgeführt. Die zweite Schwenkachse S$-z bleibt unverändert.
Wenn die beiden Seilantriebseinheiten 61 und 62 mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten betätigt werden, wo erfolgt zusätzlich zur Kippbewegung um die erste Schwenkachse S+1 auch eine Kippbewegung um die zweite Schwenkachse S-z. Je nachdem welche der beiden Seilantriebseinheiten 61 und 62 mit der höheren Geschwindigkeit angesteuert bzw. betrieben wird, erfolgt ein Rollbewegung in Richtung
dieser Seilantriebseinheit 61 bzw. 62.
Der Kraftspeicher 7 ist so ausgebildet, dass dieser gegen die Unterseite U der Plattform 2 drückt. Somit versucht der Kraftspeicher 7 immer die Plattform 2 nach oben zu drücken. Da aber die Seilantriebsvorrichtung 6 stärker als der Kraftspeicher 7 ist, wird — wie in Fig. 7 ersichtlich — der Kraftspeicher 7 zusammengepresst bzw. zusätzlich geladen. Sobald zumindest eine der beiden Seilantriebseinheiten 61 und/oder 62 so angesteuert wird, dass sich das jeweilige Seil 63 wieder ausziehen bzw. entrollen kann, kann der Kraftspeicher 7 seine Kraft entfalten und drückt die Plattform 2 — zumindest so weit wie es die beiden Seilantriebseinheiten 61 und 62 zulassen — um die erste
Schwenkachse S1 nach oben.
In Fig. 8 ist dann der Träger 4 (wieder ohne Plattform 2) dargestellt, wenn sich der
Kraftspeicher 7 wieder entspannt hat.
In Fig. 8 sind beiden Schwenkachsen S1 und $S2 eingezeichnet, wobei die erste
Schwenkachse S+1 rechtwinkelig zur zweiten Schwenkachse Sz ausgerichtet.
Fig. 9 zeigt den Schnitt A-A aus Fig. 2. Besonders gut sind in dieser Darstellung die Rahmenelemente 22 der Plattform 2 erkennbar. Auch die einzelnen Elemente des Trägers 4 (z. B. Basis 41 und Schwenkelement 43) sind dargestellt. Die Antriebsaggregate 65 sind am Träger 4 fixiert. Über die als Seilspulen ausgebildeten
Seilantriebe 64 sind die Seile 63 der Seilantriebseinheiten 61 und 62 ein- und aufrollbar.
In den Fig. 10 bis 15 sind unterschiedliche Kippstellungen der Plattform 2 Bewegungssimulationsvorrichtung 1 dargestellt, wobei jeweils linksseitig eine Seitenansicht und rechtsseitig eine Frontansicht dargestellt. Der angegebene Winkel der X-Achse entspricht dem Nickwinkelbereich N um die erste Schwenkachse S+1. Der angegeben Winkel der Y-Achse entspricht dem Rollwinkelbereich R um die zweite
Schwenkachse S2. Beide Kippbewegungen können sich natürlich überlagern.
In Fig. 10 ist die Plattform 2 um 20° nach vorne gekippt. Es ist keine Rollbewegung erfolgt.
In Fig. 11 nickt die Plattform 2 um 7° nach oben, wobei dies durch den Kraftspeicher 7 ausgelöst wird, wenn die Seilantriebsvorrichtung 6 die Seilspannung verringert bzw. das Seil 63 entrollt. Zudem wurde — ausgehend von einer Nullstellung — das Seil 63 der zweiten Seilantriebseinheit 62 weiter entrollt als jenes der ersten Seilantriebseinheit 61,
sodass auch eine geringfügige Rollbewegung von 4° nach links erfolgt ist.
In Fig. 12 ist die Plattform 2 wieder um 12° nach vorne gekippt. Die Rollbewegung nach
links hat sich auf 7° verstärkt. In Fig. 13 ist dagegen in Bezug auf die zweite Schwenkachse S$-z die Nullstellung geben. Die Plattform 2 ist ausgehend von der Nullstellung um 14° um die erste Schwenkachse
S1 nach vorne gekippt.
Fig. 14 zeigt die Nullstellung der Nickbewegung, wogegen eine geringfügige
Rollbewegung um 4° nach recht gegeben ist.
Schließlich ist in Fig. 15 eine Nickbewegung nach unten um 9° und eine Rollbewegung
nach rechts um 5° dargestellt.
Fig. 16 zeigt schematisch ein gesamtes Unterhaltungssystem 100. Dieses Unterhaltungssystem weist einen Bildschirm 100 und die Bewegungssimulations-
vorrichtung 1 auf.
In Fig. 16 ist eine Ausführungsvariante gezeigt, bei welcher die Plattform 2 zusätzlich über eine Drehvorrichtung 9 um die Drehachse D gedreht werden kann. Dies entspricht
einer Bewegung um den Gierwinkel.
Weiters ist in Fig. 16 schematisch die Steuer- oder Regeleinheit 10 zum Steuern oder Regeln von Bewegungen der Plattform 2 dargestellt, wobei über die Steuer- oder Regeleinheit 10 Steuersignale S an die Seilantriebsvorrichtung 6, vorzugsweise an
deren Antriebsaggregate 65, ausgebbar sind.
Im Gegensatz zur in Fig. 16 dargestellten Variante kann der Bildschirm 100 auch direkt
mit der Plattform 2 verbunden sein.
Dementsprechend ist in Fig. 17 ein Aufenthaltsbereich A gezeigt, wobei diesem Aufenthaltsbereich ein Bildschirm 100 zugeordnet ist. Konkret steht dieser Bildschirm
100 in Blickrichtung vor dem Anlehnelement 3.
In Fig. 17 ist der Bildschirm 101 Teil eines eigenständigen Gehäuses 105. Dieses Gehäuse 105 kann über ein Montageelement 104 an der Plattform 2 montiert sein. In dieses Gehäuse 105 können Vorrichtungen zur Erzeugung von Spezialeffekten integriert sein (nicht gezeigt). Weiters kann in der Nähe, vorzugsweise unterhalb, des Bildschirms 101 eine Bedienvorrichtung 103 angeordnet sein. Bevorzugt ist jedem Aufenthaltsbereich A ein solcher Bildschirm 101 mit Gehäuse 105 zugeordnet. Besonders gut geeignet ist die in Fig. 17 gezeigte Variante für mobile Anwendungen,
die relativ schnell aufgebaut und auch wieder abgebaut werden können.
Bezugszeichenliste:
1 Bewegungssimulationsvorrichtung 2 bewegbare Plattform
21 Basisplatte
22 Rahmenelemente
3 Anlehnelement
41 42 43 44
61 62 63 64 65 66
71 72 73 74
81 82 83
10
100 101 103 104 105
Zuschauer-Rückhaltesystem Steher
Träger
Basis
erstes Schwenklager Schwenkelement zweites Schwenklager Antriebsvorrichtung Seilantriebsvorrichtung erste Seilantriebseinheit zweite Seilantriebseinheit Seil
Seilantrieb Antriebsaggregat Umlenkrolle Kraftspeicher
Zylinder
Kolben
Drehgelenk
Drehgelenk Bremsvorrichtung Kolbenstange
Zylinder
Klemmelement Drehvorrichtung
Steuer- oder Regeleinheit Unterhaltungssystem Bildschirm Bedienvorrichtung Montageelement Gehäuse
Oberseite
Unterseite
Stirnseite
Rückseite
19
C Zentralachse
A Aufenthaltsbereich
Pes1 Angriffspunkt der ersten Seilantriebseinheit der Seilantriebsvorrichtung 6 Pe2 Angriffspunkt der zweiten Seilantriebseinheit der Seilantriebsvorrichtung 6 P7 Kraftspeicher-Angriffspunkt
S1 erste Schwenkachse
Sz zweite Schwenkachse
N Nickwinkelbereich
R Rollwinkelbereich
L4 erster Seitenbereich
L2 zweiter Seitenbereich
D Drehachse
Ss Steuersignale M Bewegungsdatenspur E vertikale Ebene
Innsbruck, am 5. Februar 2021
Claims (1)
- Patentansprüche1... Bewegungssimulationsvorrichtung (1) für ein Unterhaltungssystem (100), mit — einer bewegbaren Plattform (2) umfassend eine Oberseite (0), eine Unterseite (U), eine Stirnseite (F), eine Rückseite (B) und eine von der Rückseite (B) zur Stirnseite (F) verlaufende Zentralachse (C), wobei auf der Oberseite (O0) wenigstens ein Aufenthaltsbereich (A) mit einem Anlehnelement (3) für Zuschauer angeordnet ist, — einem Träger (4) für die Plattform (2), wobei die Plattform (2) über deren Unterseite (U) am Träger (4) begrenzt bewegbar gelagert ist, und — einer Antriebsvorrichtung (5) zum Bewegen der bewegbaren Plattform (2) relativ zum Träger (4), wobei die Antriebsvorrichtung (5) umfasst e eine Seilantriebsvorrichtung (6) zum Ziehen an der bewegbaren Plattform (2), wobei die Seilantriebsvorrichtung (6) einerseits am Träger (4) und andererseits über zumindest einen Angriffspunkt (Pe1, Pez) an der Plattform (2) befestigt ist, und e einen Kraftspeicher (7), welcher einerseits am Träger (4) und andererseits über einen Kraftspeicher-Angriffspunkt (P7) an der Plattform (2) befestigt ist, wobei die Plattform (2) durch die Antriebsvorrichtung (5) um eine erste, im Wesentlichen rechtwinkelig zur Zentralachse (C) ausgerichtete Schwenkachse (S1) schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der KraftspeicherAngriffspunkt (P7) und der zumindest eine Angriffspunkt (Pe1, Pe2) der Seilantriebsvorrichtung (6) an der Plattform (2) zwischen der ersten Schwenkachse (S1) und der Stirnseite (F) angeordnet sind und dass derKraftspeicher (7) gegen die Unterseite (U) der Plattform (2) drückt.2. Bewegungssimulationsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (4) eine Basis (41), ein erstes Schwenklager (42) und ein mit der Plattform (2) verbundenes, am ersten Schwenklager (42) um die ersteSchwenkachse (S1) schwenkbar gelagertes Schwenkelement (43) aufweist.Bewegungssimulationsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftspeicher-Angriffspunkt (P7) an der Plattform (2) ineiner die Zentralachse (C) einschließenden, vertikalen Ebene liegt.Bewegungssimulationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattform (2) durch Entspannen des Kraftspeichers (7) um die erste Schwenkachse (S1), vorzugsweise in einem Nickwinkelbereich (N)von maximal 30°, kippbar ist.Bewegungssimulationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (4) ein, vorzugsweise im Schwenkelement (43) ausgebildetes, zweites Schwenklager (44) für die Plattform (2) aufweist, wobei das zweite Schwenklager (44) eine, vorzugsweise rechtwinkelig zur erstenSchwenkachse (S1) ausgerichtete, zweite Schwenkachse (S2) aufweist.Bewegungssimulationsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,dass die zweite Schwenkachse (S>2) parallel zur Zentralachse (C) ausgerichtet ist.Bewegungssimulationsvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schwenkachse (S>2) in einer die Zentralachse (C)einschließenden, vertikalen Ebene (E) angeordnet ist.Bewegungssimulationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattform (2) durch ein Ziehen der Seilantriebsvorrichtung (6) um die zweite Schwenkachse (S2), vorzugsweise ineinem Rollwinkelbereich (R) von maximal 25°, kippbar ist.Bewegungssimulationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilantriebsvorrichtung (6) eine erste Seilantriebseinheit (61) und eine von der ersten Seilantriebseinheit (61) separate zweite Seilantriebseinheit (62) aufweist, wobei die erste Seilantriebseinheit (61) einerseits am Träger (4) und andererseits über einen ersten Angriffspunkt (Pe1) an der Plattform (2) befestigt ist und die zweite Seilantriebseinheit (62) einerseits am Träger (4) und andererseits über einen zweiten Angriffspunkt (Pe2) an der Plattform (2) befestigt ist.11.12.13.14.15.Bewegungssimulationsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Angriffspunkt (Pe1) und der zweite Angriffspunkt (Pe2) an der Plattform (2) zwischen der ersten Schwenkachse (S1) und der Stirnseite (F)angeordnet sind.Bewegungssimulationsvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Angriffspunkt (Pe1) der ersten Seilantriebseinheit (61) an der Plattform (2) zwischen der zweiten Schwenkachse (S2) und einemersten Seitenbereich (L1) der Plattform (2) angeordnet ist.Bewegungssimulationsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Angriffspunkt (Pe2) der zweiten Seilantriebseinheit (62) an der Plattform (2) zwischen der zweiten Schwenkachse ($S2) und einem zweiten Seitenbereich (L2) der Plattform (2) angeordnet ist, wobei der zweite Seitenbereich(L2) dem ersten Seitenbereich (L1) gegenüberliegt.Bewegungssimulationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Angriffspunkt (Pe1) und der zweite Angriffspunkt (Pe2) an der Plattform (2) auf einander gegenüberliegenden Seiten derZentralachse (C) angeordnet sind.Bewegungssimulationsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Angriffspunkt (Pe1) und der zweite Angriffspunkt (Pe2) denselbenAbstand zur Zentralachse (C) aufweisen.Bewegungssimulationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilantriebseinheiten (61, 62) jeweils ein an der Plattform (2) befestigtes Seil (63), einen am Träger (4) bewegbar, vorzugsweise drehbar, gelagerten Seilantrieb (64), vorzugsweise eine Seilspule, zum Bewegen des Seils (63), vorzugsweise zum Auf- und Abrollen des Seils (63), und ein, vorzugsweise elektromotorisches, Antriebsaggregat (65) zum Antreiben desSeilantriebs (64) aufweist.24 / 4817.18.19.20.21.22.4Bewegungssimulationsvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Seile (63) jeweils um eine am Träger (4) drehbar gelagerte Umlenkrolle (66) umlenkbar sind.Bewegungssimulationsvorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattform (2) durch Betätigung der Seilantriebsvorrichtung (6), vorzugsweise durch gleichzeitiges Betätigen derbeiden Seilantriebseinheiten (61, 62), um die erste Schwenkachse (S1) kippbar ist.Bewegungssimulationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der, vorzugsweise als Gasdruckfeder ausgebildete, Kraftspeicher (7) einen an der Plattform (2), vorzugsweise über ein Drehgelenk (73), angebrachten Zylinder (71) und einen am Träger (4), vorzugsweise über einDrehgelenk (74), angebrachten Kolben (72) aufweist.Bewegungssimulationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Bremsvorrichtung (8) zum Bremsen der Bewegung der Seilantriebsvorrichtung (6) und/oder des Kraftspeichers (7) vorgesehen ist, wobei die Bremsvorrichtung (8) einerseits am Träger (4) undandererseits an der Plattform (2) befestigt ist.Bewegungssimulationsvorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsvorrichtung (8) eine Kolbenstange (81) und einen Zylinder (82) aufweist, wobei die Kolbenstange (81) durch ein Klemmelement (83) im Zylinder(82) reibschlüssig oder formschlüssig bremsbar ist.Bewegungssimulationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehvorrichtung (9) zum Drehen der Plattform (2) umeine vertikale Drehachse (D) vorgesehen ist.Bewegungssimulationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Oberseite (O0) der Plattform (2) eine Vielzahl von Aufenthaltsbereichen (A) mit jeweils einem Anlehnelement (3) für einen Zuschauerangeordnet ist.23. Bewegungssimulationsvorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Aufenthaltsbereich (A) ein, vorzugsweise mit dem jeweiligen Anlehnelement (3) verbundenes, Zuschauer-Rückhaltesystem (31), vorzugsweisein Form eines Sicherheitsgurts oder eines Sicherheitsbügels, vorgesehen ist.24. Bewegungssimulationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuer- oder Regeleinheit (10) zum Steuern oderRegeln von Bewegungen der Plattform (2) vorgesehen ist.25. Bewegungssimulationsvorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass über die Steuer- oder Regeleinheit (10) Steuersignale (S) an die Seilantriebsvorrichtung (6), vorzugsweise an deren Antriebsaggregate (65),ausgebbar sind.26. Unterhaltungssystem (100) mit einem Bildschirm (101), auf dem ein Film anzeigbar ist, und einer Bewegungssimulationsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 25.27. Unterhaltungssystem nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungssimulationsvorrichtung (1) in Abhängigkeit von einer mit dem auf dem Bildschirm (101) gezeigten Film korrespondierenden Bewegungsdatenspur (M)bewegbar ist.Innsbruck, am 5. Februar 2021
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