AT524372A1 - Vorrichtung zum abmanteln eines geschirmten kabels - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung (1) zum Abmanteln eines geschirmten Kabels (2), die Vorrichtung (1) umfassend zumindest ein erstes fliehkraftbetätigbares Trennwerkzeug (11) zum Einschneiden einer äußeren elektrischen Isolierschicht (9) des Kabels (2). Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Vorrichtung (1) zumindest ein zweites fliehkraftbetätigbares Trennwerkzeug (12) zur Schwächung, insbesondere Einkerbung oder Perforation, einer an die äußere elektrische Isolierschicht (9) anschließenden Schirmfolie (7) des Kabels (2) umfasst.
Description
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S1m/50956
VORRICHTUNG ZUM ABMANTELN EINES GESCHIRMTEN KABELS
GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abmanteln eines geschirmten Kabels, die Vorrichtung umfassend zumindest ein erstes fliehkraftbetätigbares Trennwerkzeug zum Einschneiden einer äußeren elektrischen Isolierschicht des
Kabels.
STAND DER TECHNIK
Geschirmte Kabel, die insbesondere als Hochvoltkabel Verwendung finden, weisen eine Anordnung aus einem oder mehreren elektrischen Leitern auf, die von zumindest einer Abschirmlage umgeben sind, wobei Abschirmlage und Leiter nicht in elektrischem Kontakt miteinander stehen. Die Abschirmlage besteht aus elektrisch leitfähigem Material und ist typischerweise als Folie oder Leitergeflecht ausgeführt. Die Abschirmlage ist wiederum von einer elektrischen Isolierschicht umgeben, die typischerweise aus einem Kunststoff besteht, z.B. aus PVC, Silikon oder dergleichen, und die das Kabel in einer von innen nach außen weisenden radialen Richtung gesehen nach außen begrenzt. Zwischen der Abschirmlage und der Isolierschicht kann eine Schirmfolie vorgesehen sein, die manchmal auch als Grenzschicht bezeichnet wird und z.B. als kunststoffkaschierte Metallfolie ausgebildet
ist.
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Beim Abisolieren bzw. Abmanteln müssen die Isolierschicht und gg£. die Schirmfolie entfernt werden, ohne dass die Abschirmlage beschädigt wird. Manuell ist dies mit einigem Geschick möglich. Ein zuverlässiges automatisiertes Abisolieren bzw. Abmanteln, das aus wirtschaftlichen Gründen wünschenswert ist, gestaltet sich Jedoch sehr kompliziert, insbesondere wenn neben der Isolierschicht auch die Schirmfolie entfernt werden muss, da ein einfaches gemeinsames Durchschneiden der Isolierschicht und der Schirmfolie praktisch nicht oder kaum möglich ist. Neben der Tatsache, dass die Schirmfolie üblicherweise relativ dünn ist, spielt hierbei eine wichtige Rolle, dass die Schirmfolie typischerweise durch Aufwickeln um die Abschirmlage aufgebracht wird, sodass entlang des Kabels abwechselnd Bereiche vorkommen, in denen die Schirmfolie mit doppelter Stärke (bzw. mit zwei Lagen) und mit einfacher Stärke (bzw. mit einer Lage) vorliegt, was ein automatisiertes
Durchschneiden der Schirmfolie praktisch verunmöglicht.
Aus der WO 2019/243193 Al ist es in diesem Zusammenhang bekannt, zum Abisolieren von Kabeln fliehkraftbetätigte Messer zu verwenden, wobei unter „Messer“ ein Schneidrad oder auch eine gerade Schneide zu verstehen ist. Die Messer arbeiten dabei mit einem Walzrad zusammen, welches die Kunststoffisolierung „ermürbt“, sodass diese vom Messer geschnitten werden kann, wobei Walzrad und Messer geometrisch so ausgelegt sind, dass das jeweilige Messer nur in ermürbtes Material eindringt. Eine Abschirmlage wird aufgrund des anderen Materials vom Walzrad nicht ermürbt, weshalb das Jeweilige Messer dort auch nicht eindringt und eine Messung der Durchtrennung des Schutzmantels daher nicht notwendig ist, wobei entsprechende Messvorrichtungen als komplex und fehleranfällig angesehen werden. Bei Vorhandensein einer Grenzschicht bzw. Schirmfolie ist vorgesehen, diese mittels
Funkenerosion so zu schwächen oder zu perforieren, dass sie
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beim Abziehen des Schutzmantels ohne auszufransen abgerissen
und mit abgezogen wird.
Entsprechend aufwendig und kostspielig gestaltet sich diese
aus dem Stand der Technik bekannte Lösung.
AUFGABE DER ERFINDUNG
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Abmanteln eines geschirmten Kabels zur Verfügung zu stellen, die die oben genannten Nachteile vermeidet. Insbesondere soll auch bei Vorhandenseiner einer Schirmfolie ein zuverlässiges Abmanteln auf eine vergleichsweise einfache, bevorzugt vergleichsweise
kostengünstige, Art und Weise ermöglicht werden.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Zur Lösung der genannten Aufgabe ist es bei einer Vorrichtung zum Abmanteln eines geschirmten Kabels, die Vorrichtung umfassend zumindest ein erstes fliehkraftbetätigbares Trennwerkzeug zum Einschneiden einer äußeren elektrischen Isolierschicht des Kabels, erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Vorrichtung zumindest ein zweites fliehkraftbetätigbares Trennwerkzeug zur Schwächung, insbesondere Einkerbung oder Perforation, einer an die äußere elektrische Isolierschicht
anschließenden Schirmfolie des Kabels umfasst.
Indem zumindest ein eigens dafür ausgelegtes Trennwerkzeug, nämlich das zumindest eine zweite Trennwerkzeug, für die Schwächung der Schirmfolie verwendet wird, kann sichergestellt werden, dass die Schwächung ohne Verletzung der darunter liegenden Abschirmlage bzw. des darunter liegenden
Schirmgeflechts erfolgt. „Darunter“ ist hier und im Folgenden
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als gegen eine radiale Richtung zu verstehen, die von innen bzw. von einem Zentrum des Kabels nach außen weist. D.h. in radialer Richtung gesehen, ist die Schirmfolie hinter der Abschirmlage angeordnet und die äußere elektrische
Isolierschicht hinter der Schirmfolie.
Indem die Schirmfolie nicht geschnitten, sondern nur geschwächt wird, werden mögliche Probleme, die durch eine variierende Dicke (in radialer Richtung gemessen) der Schirmfolie im Hinblick auf eine Schädigung der darunter
liegenden Abschirmlage entstehen können, vermieden.
Gleichzeitig wird durch die gezielte Schwächung der Schirmfolie erreicht, dass die äußere elektrische Isolierschicht gemeinsam mit der Schirmfolie problemlos vom Kabel bzw. von der Abschirmlage in an sich bekannter Weise abgezogen werden kann, um das Kabel im gewünschten Bereich abzumanteln. Dies deswegen, da die Schirmfolie im geschwächten Bereich beim Abziehen definiert, insbesondere ohne
auszufransen, und sicher abreißt.
Darüberhinaus kann das zumindest eine erste Trennwerkzeug für das Einschneiden der äußeren elektrischen Isolierschicht optimiert ausgelegt werden, da dieses nicht zum Schwächen bzw.
Bearbeiten der Schirmfolie gebraucht wird.
Indem nicht nur das zumindest eine erste Trennwerkzeug, sondern auch das zumindest eine zweite Trennwerkzeugt mittels Fliehkraft betätigt wird, kann auf aufwendige und kostspielige elektrische Schaltungen und Bauteile, wie sie z.B. bei Vorsehung einer Schwächung der Schirmfolie mittels
Funkenerosion notwendig wären, verzichtet werden.
Der Vollständigkeit halber sei bemerkt, dass selbstverständlich mehrere erste und/oder mehrere zweite Trennwerkzeuge vorgesehen sein können. Beispielsweise wäre es
denkbar, mehrere erste Trennwerkzeuge und/oder mehrere zweite
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Trennwerkzeuge in einer umfänglichen Richtung um das Kabel
bzw. um eine Rotationsachse gesehen hintereinander anzuordnen.
Um die äußere elektrische Isolierschicht optimal einschneiden zu können, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen, dass das zumindest eine erste Trennwerkzeug zumindest ein Messer, insbesondere Flachmesser, umfasst. Das Flachmesser hat dabei eine sich im
Wesentlichen geradlinig erstreckende Schneide.
Selbstverständlich kann das zumindest eine Messer auch andere Messerarten umfassen, beispielsweise zumindest ein Rundmesser, insbesondere Kreismesser. Vorzugsweise hat das Rundmesser eine durchgehende Klinge, um die äußere elektrische Isolierschicht
sauber einschneiden zu können.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass das zumindest eine zweite Trennwerkzeug zumindest einen Draht, insbesondere Runddraht, und/oder einen Bandstahl und/oder ein Perforationsmesser
umfasst.
Mit dem Draht und/oder dem Bandstahl ist eine zuverlässige Schwächung bzw. ein zuverlässiges Einkerben der Schirmfolie möglich, ohne die Schirmfolie einzuschneiden und die
darunterliegende Abschirmlage zu verletzen.
Grundsätzlich wäre es auch denkbar, statt eines Runddrahts
z.B. einen Vierkantdraht zu verwenden.
Im Hinblick auf ein besonders effektives Schwächen durch Perforieren der Schirmfolie kann das zumindest eine zweite Trennwerkzeug als Perforationsmesser ausgebildet sein, wobei das Perforationsmesser z.B. als Rundmesser mit einer Perforationsklinge ausgebildet sein kann. Rundmesser mit Perforationsklingen sind an sich bekannt, wobei die
Perforationsklingen keine durchgehende Schneide aufweisen,
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sondern eine Schneide mit einem im weitesten Sinne
zahnradartigem Profil.
Die Fliehkraftbetätigung des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs und des zumindest einen zweiten Trennwerkzeugs kann auf unterschiedlichste Art und Weise realisiert werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es zur einfachen Realisierung der Fliehkraftbetätigung vorgesehen, dass zumindest ein Trennwerkzeughalter zur Halterung des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs und des zumindest einen zweiten Trennwerkzeugs vorgesehen ist, wobei Antriebsmittel zum Rotieren des zumindest einen Trennwerkzeughalters um eine Rotationsachse vorgesehen sind, um die Trennwerkzeuge um das entlang der Rotationsachse zumindest abschnittsweise anordenbare Kabel herum zu rotieren, wobei der Trennwerkzeughalter exzentrisch, vorzugsweise schwenkbar, gelagert ist, um bei dessen Rotation eine Fliehkraft bedingte Auslenkung des Trennwerkzeughalters
zu bewirken.
„Trennwerkzeughalter“ ist dabei im weitesten Sinne zu verstehen, d.h. insbesondere ohne Einschränkung auf eine konkrete geometrische Ausgestaltung. Beispielsweise kann der Trennwerkzeughalter zumindest abschnittsweise scheibenförmig ausgeführt sein oder eine andere Form - z.B. zumindest abschnittsweise quaderförmig - aufweisen. Entscheidend ist, dass der Trennwerkzeughalter das Jeweilige Trennwerkzeug
sicher halten kann.
Weiters kann durch die Gestaltung der Gewichts- bzw. Masseverteilung des jeweiligen Trennwerkzeughalters dessen Fliehkraft bedingte Auslenkung, insbesondere die Richtung der Auslenkung, gezielt beeinflusst bzw. eingestellt werden. Hierfür können Aufnahmen für Zusatzgewichte am Jeweiligen Trennwerkzeughalter vorgesehen sein, wobei die Zusatzgewichte
und die Aufnahmen beispielsweise mit einander entsprechenden
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Gewinden versehen sind, um die Zusatzgewichte wahlweise durch Verschraubung am Trennwerkzeughalter zu befestigen oder von diesem zu lösen. Darüberhinaus kann die Fliehkraft bedingte Auslenkung, insbesondere deren Größe, natürlich maßgeblich
durch die Drehzahl beeinflusst bzw. eingestellt werden.
Bei mehreren Trennwerkzeughaltern teilen sich diese typischerweise dieselbe Rotationsachse. Es ist Jedoch auch denkbar, dass verschiedene Trennwerkzeughalter - zumindest geringfügig - unterschiedliche Rotationsachsen aufweisen
können.
Die zumindest abschnittsweise Anordnung des Kabels entlang der Rotationsachse ist so zu verstehen, dass zumindest ein Bereich des Kabels entlang der Rotationsachse angeordnet ist, in welchem Bereich die äußere elektrische Isolierschicht mittels des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs eingeschnitten und die Schirmfolie mittels des zumindest einen zweiten Trennwerkzeugs geschwächt wird. Vorzugsweise ist zumindest der gesamte abzumantelnden Abschnitt des Kabels entlang der
Rotationsachse angeordnet.
Die exzentrische Lagerung des Trennwerkzeughalters hat zur Folge bzw. ist so zu verstehen, dass der Trennwerkzeughalter bei Rotation um die Rotationsachse aufgrund der wirkenden Fliehkraft ausgelenkt wird, wobei diese Auslenkung nicht aus einer Rotation des Trennwerkzeughalters um die Rotationsachse
besteht, sondern von dieser abweicht.
Die Auslenkung umfasst typischerweise eine Verschwenkung um eine Schwenkachse, die von der Rotationsachse abweicht. Vorzugsweise verläuft die Schwenkachse dabei parallel zur
Rotationsachse und ist von dieser beabstandet.
Darüberhinaus können aber auch andere bzw. weitere Bewegungen von der Auslenkung umfasst sein, beispielsweise eine
translatorische Bewegung, die z.B. über einen Hebelmechanismus
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und/oder eine entsprechende Führung realisiert ist. Die Auslenkung kann auch nur aus einer solchen, z.B.
translatorischen, Bewegung bestehen.
Entsprechend muss die Auslenkung auch nicht aus einer reinen Rotation/Schwenkung um die Schwenkachse bestehen, sondern kann der Trennwerkzeughalter z.B. über einen Hebelmechanismus schwenkbar gelagert sein, sodass bei der Auslenkung eine translatorische Komponente der rein rotatorischen Komponente überlagert sein kann. „Schwenkbar“ bzw. „schwenken“ ist also hier und im Folgenden im weitesten Sinne zu verstehen, wobei eine Rotation/Schwenkung um die Schwenkachse jedenfalls
umfasst ist.
Die Fliehkraft bedingte Auslenkung des zumindest einen Trennwerkzeughalters bewirkt die Fliehkraftbetätigung des/der
am Trennwerkzeughalter gehaltenen Trennwerkzeugs/e.
Die Antriebsmittel zum Rotieren des zumindest einen Trennwerkzeughalters können in an sich bekannter Weise
realisiert sein.
Um die Fliehkraft bedingte Auslenkung des zumindest einen Trennwerkzeughalters konstruktiv besonders einfach verwirklichen zu können, ist es bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen, dass die Antriebsmittel zumindest eine, vorzugsweise mit einem Getriebemotor, um die Rotationsachse rotatorisch antreibbare Antriebsscheibe umfassen und dass der zumindest eine Trennwerkzeughalter, vorzugsweise mittels zumindest eines Lagerbolzens, schwenkbar auf der zumindest
einen Antriebsscheibe gelagert ist.
Getriebemotoren, insbesondere mit Elektromotoren, sind an sich bekannt. Weitere Elemente, wie z.B. zumindest eine
(Antriebs-)Welle, können natürlich zwischen dem
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(Getriebe-)Motor und der Antriebsscheibe zwischengeschaltet
sein.
Die Auslenkung des zumindest einen Trennwerkzeughalters
umfasst ein Schwenken im oben genannten Sinne, wobei - neben der rotatorischen Komponente - eine translatorische Komponente der so realisierten Auslenkung nicht ausgeschlossen ist - z.B.
indem der Trennwerkzeughalter über einen Hebelmechanismus auf
der Antriebsscheibe schwenkbar gelagert ist.
Eine Lagerung, die ein solches Schwenken ermöglicht, ist an sich bekannt. Eine besonders einfache Realisierung ergibt sich durch den Lagerbolzen, dessen Längsachse vorzugsweise parallel zur Rotationsachse und von dieser beabstandet verläuft. Mit dem Lagerbolzen lassen sich insbesondere Lagerungen für Auslenkungen, die nur eine rotatorische Komponente enthalten, besonders einfach verwirklichen. Ein Lagerbolzen kann aber auch vorgesehen sein, wenn der Trennwerkzeughalter z.B. über einen Hebelmechanismus auf der Antriebsscheibe schwenkbar gelagert ist, um neben der rotatorischen auch eine
translatorische Komponente der Auslenkung zu verwirklichen.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass eine Führung, insbesondere Kulissenführung, vorgesehen ist, um den zumindest einen Trennwerkzeughalter bei dessen Fliehkraft bedingter Auslenkung zu führen. Die Führung garantiert, dass die Fliehkraft bedingte Auslenkung des zumindest einen Trennwerkzeughalters in präzis definierter Art und Weise erfolgt, unabhängig davon ob die Auslenkung rotatorische
und/oder translatorische Komponenten umfasst.
Die Führung kann z.B. als Langloch mit einem bestimmten, insbesondere zumindest abschnittsweise gekrümmten, Verlauf im Trennwerkzeughalter ausgeführt sein, wobei z.B. ein entsprechender Führungsbolzen bzw. Führungsstift vorgesehen
ist, der im Langloch angeordnet ist bzw. in dieses eingreift.
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Besagter Führungsbolzen bzw. Führungsstift kann insbesondere
auf der Antriebsscheibe angeordnet sein.
Selbstverständlich können aber auch andere, an sich bekannte, Führungen vorgesehen sein, die z.B. mittels einer Schiene,
eines Profils oder dgl. verwirklicht sind.
Um möglichst sicherzustellen, dass mit dem zumindest einen ersten Trennwerkzeug tatsächlich nur die äußere elektrische Isolierschicht und nicht die darunter liegende Schirmfolie eingeschnitten wird, und um so eine Beschädigung der unter der Schirmfolie angeordneten Abschirmlage durch das zumindest eine erste Trennwerkzeug gänzlich ausschließen zu können, kann beispielsweise zumindest ein erster mechanischer Anschlag für das zumindest eine erste Trennwerkzeug bzw. für dessen Trennwerkzeughalter vorgesehen sein, der eine mögliche maximale Einschnittstiefe für das zumindest eine erste Trennwerkzeug begrenzt. Analog kann für das zumindest eine zweite Trennwerkzeug bzw. für dessen Trennwerkzeughalter zumindest ein zweiter mechanischer Anschlag vorgesehen sein, der eine mögliche maximale Einschnittstiefe für das zumindest eine zweite Trennwerkzeug begrenzt, wobei diese maximale Einschnittstiefe dafür ausgelegt ist, eine Schwächung der Schirmfolie durch das zumindest eine zweit Trennwerkzeug zuzulassen. Da das zweite Trennwerkzeug in der Regel nur zur Schwächung der Schirmfolie ausgelegt ist und die darunter liegende Abschirmlage nicht verletzen kann, kann gg£. auf einen zweiten mechanischen Anschlag auch verzichtet werden und kann stattdessen beispielsweise lediglich eine bestimmte Bearbeitungsdauer durch das zweite Trennwerkzeug vorgesehen sein, mittels der eine vollständige Schwächung der Schirmfolie, insbesondere entlang des gesamten Umfangs des
Kabels, sichergestellt ist.
In diesem Beispiel ist es möglich, dass das zumindest eine
erste Trennwerkzeug und das zumindest eine zweite
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Trennwerkezug gleichzeitig - entlang des Umfangs des Kabels nacheinander - am Kabel angreifen bzw. mit diesem in Eingriff stehen. Durch die Drehung um die Rotationsachse wird ein einzelner Abschnitt entlang des Umfangs des Kabels zunächst vom ersten Trennwerkzeug bearbeitet, wobei die äußere Isolierschicht - möglichst vollständig bis zur Schirmfolie eingeschnitten wird, und wird anschließend vom zweiten Trennwerkzeug bearbeitet, wobei die Schirmfolie geschwächt,
insbesondere eingekerbt, wird.
Generell ist aufgrund der Auslegung der Trennwerkzeuge ein Einschneiden der äußeren elektrischen Isolierschicht durch das zweite Trennwerkzeug entweder gar nicht möglich oder nur minimal, wenn die äußere elektrische Isolierschicht bereits fast vollständig bis zur Schirmfolie vom ersten Trennwerkezeug
eingeschnitten ist.
Da im genannten Beispiel zumindest der erste mechanische Anschlag sehr genau auf das abzumantelnde Kabel abgestimmt sein muss, kann sich das Abmanteln unterschiedlicher Kabel aufwendig gestalten, da jeweils angepasste (erste) mechanische Anschläge vorzusehen sind. Daher ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen, dass mindestens ein Sensor vorgesehen ist, um einen Kontakt des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs mit der Schirmfolie zu detektieren. Die Detektion des Kontakts mit der Schirmfolie ermöglicht es, die Bearbeitung des Kabels durch das zumindest eine erste Trennwerkzeug zu stoppen und das Kabel nur noch mit
dem zumindest einen zweiten Trennwerkzeug zu bearbeiten.
Der genannte Sensor kann dabei in an sich bekannter Weise arbeiten. Beispielsweise kann die Impedanz des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs, insbesondere Messers überwacht werden, welche sich ändert, wenn das Trennwerkzeug die (elektrisch leitende) Schirmfolie kontaktiert. Ebenso kann beispielsweise
vorgesehen sein, einen Stromfluss über das zumindest eine
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erste Trennwerkzeug und die Schirmfolie zu detektieren, welcher Stromfluss sich bei Kontaktierung der (elektrisch leitenden) Schirmfolie einstellt. Eine entsprechende Prüfspannung zur Erzeugung des Stromflusses kann dabei am Trennwerkzeug und der Schirmfolie angelegt werden, wobei die Schirmfolie hierzu z.B. über einen Kontakt kontaktiert wird, der in einer Halterung des Kabels angeordnet ist und das Kabel z.B. stirnseitig kontaktiert. Das zumindest eine erste Trennwerkzeug fungiert in beiden genannten Beispielen in
gewisser Weise als Schleifkontakt zur Schirmfolie.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass das zumindest eine erste Trennwerkzeug und das zumindest eine zweite Trennwerkzeug mittels eines gemeinsamen Trennwerkzeughalters gehalten sind, wobei das zumindest eine erste Trennwerkzeug und das zumindest eine zweite Trennwerkzeug bezogen auf die Rotationsachse gegenüberliegend am gemeinsamen Trennwerkzeughalter angeordnet sind, wobei der gemeinsame Trennwerkzeughalter durch Rotation um die Rotationsachse in einer ersten Drehrichtung derart auslenkbar ist, um das zumindest eine erste Trennwerkzeug zumindest abschnittsweise auf die Rotationsachse zu und das zumindest eine zweite Trennwerkzeug zumindest abschnittsweise von der Rotationsachse weg zu bewegen, und wobei der gemeinsame Trennwerkzeughalter durch Rotation um die Rotationsachse in einer, der ersten Drehrichtung entgegengesetzten, zweiten Drehrichtung derart auslenkbar ist, um das zumindest eine zweite Trennwerkzeug zumindest abschnittsweise auf die Rotationsachse zu und das zumindest eine erste Trennwerkzeug zumindest abschnittsweise von der Rotationsachse weg zu
bewegen.
D.h. bei dieser Ausführungsform ist vorgesehen, dass das zumindest eine erste Trennwerkzeug und das zumindest eine
zweite Trennwerkzeug sequentiell, also nacheinander in
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Eingriff mit dem Kabel gebracht werden, wobei das Umschalten zwischen den beiden Trennwerkzeugen durch Umkehrung der Drehrichtung geschieht. Letzteres erlaubt eine Reduktion von mechanischen Teilen der Vorrichtung, was mit einer
entsprechenden Einsparung an Materialkosten einhergeht.
Vorzugsweise sind das zumindest eine erste Trennwerkzeug und das zumindest eine zweite Trennwerkzeug in einer gemeinsamen (Schnitt-)Ebene einander gegenüberliegend angeordnet, wobei die Ebene insbesondere normal auf die Rotationsachse stehen kann. Entsprechend kann besonders genau sichergestellt werden, dass mit dem zweiten Trennwerkzeug Jener Bereich des Kabels bearbeitet wird, der zuvor mit dem ersten Trennwerkzeug
bearbeitet worden ist.
Indem durch das Drehen in der ersten Drehrichtung das zumindest eine erste Trennwerkzeug auf die Rotationsachse zu bewegt wird, kann es in Eingriff mit dem Kabel, genauer mit dem entlang der Rotationsachse angeordneten Abschnitt des Kabels, gebracht werden, um gegen dieses (in Richtung Zentrum des Kabels) zu drücken und dessen äußere elektrische Isolierschicht einzuschneiden. Gleichzeitig wird durch das Wegbewegen des zumindest einen zweiten Trennwerkzeugs von der Rotationsachse bewirkt, dass dieses nicht (mehr) in Eingriff
mit dem Kabel ist.
Umkehrt kann das zumindest eine zweite Trennwerkzeug, indem es durch das Drehen in der zweiten Drehrichtung auf die Rotationsachse zu bewegt wird, in Eingriff mit dem Kabel, genauer mit dem entlang der Rotationsachse angeordneten Abschnitt des Kabels, gebracht werden, um gegen dieses (in Richtung Zentrum des Kabels) zu drücken und dessen Schirmfolie zu schwächen, insbesondere einzukerben oder zu perforieren. Gleichzeitig wird durch das Wegbewegen des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs von der Rotationsachse bewirkt, dass
dieses nicht (mehr) in Eingriff mit dem Kabel ist.
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Da beim Abmanteln zuerst die äußere elektrische Isolierschicht eingeschnitten und dann die Schirmfolie geschwächt wird, ist die Abfolge dabei so, dass zuerst in der ersten Drehrichtung
gedreht wird und dann in der zweiten Drehrichtung.
Das Umschalten der Drehrichtung kann in an sich bekannter Weise verwirklicht werden, beispielsweise durch entsprechende Richtungsumkehr eines zum Antrieb benutzten Elektromotors oder durch entsprechende Schaltung eines hierfür vorgesehenen,
zwischengeschalteten Getriebes.
Die Größe bzw. das Ausmaß der jeweiligen Bewegung des jeweiligen Trennwerkzeugs hängt von der Auslenkung des gemeinsamen Trennwerkzeughalters ab, welche insbesondere von der erzeugten Fliehkraft abhängt, wobei die erzeugte
Fliehkraft wiederum u.a. von der Drehzahl abhängt.
Um den Abmantelungsvorgang bei dieser Ausführungsform automatisieren zu können, ist es bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen, dass eine elektronische Steuereinheit zur Steuerung der Antriebsmittel vorgesehen ist, wobei die Steuereinheit mit dem mindestens einen Sensor verbunden ist und wobei die Steuereinheit dazu eingerichtet ist, die Rotation des gemeinsamen Trennwerkzeughalters von der ersten Drehrichtung auf die zweite Drehrichtung umzuschalten, nachdem der Kontakt des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs mit der
Schirmfolie detektiert worden ist.
Die Steuereinheit kann für das Umschalten der Drehrichtung z.B. in an sich bekannter Weise einen zum Antrieb benutzten
Elektromotor, insbesondere Getriebemotor, ansteuern.
Vorzugsweise schaltet die Steuereinheit die Drehrichtung unmittelbar nach der Detektion des Kontakts des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs mit der Schirmfolie um. Es wäre
aber auch denkbar, eine gewisse kurze Zeitspanne vergehen zu
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lassen, um das vollständige Einschneiden der äußeren elektrischen Isolierschicht umfänglich (d.h. über den gesamten Umfang des Kabels) sicherzustellen und/oder um die Schirmfolie bis zu einem gewissen Grad zusätzlich auch mittels des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs geringfügig zu schwächen, sodass die Bearbeitung der Schirmfolie mit dem zumindest einen zweiten Trennwerkzeug entsprechend gering bzw.
kurz ausfallen kann.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass das zumindest eine erste Trennwerkzeug mittels zumindest eines ersten Trennwerkzeughalters gehalten ist und dass das zumindest eine zweite Trennwerkzeug mittels zumindest eines zweiten Trennwerkzeughalters gehalten ist, wobei der zumindest eine erste Trennwerkzeughalter und der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter durch Rotation um die Rotationsachse in einer ersten Drehrichtung derart auslenkbar sind, um das zumindest eine erste Trennwerkzeug sowie das zumindest eine zweite Trennwerkzeug zumindest abschnittsweise auf die Rotationsachse zu zu bewegen, und wobei ein erster Auslenkmechanismus vorgesehen ist, mit dem der zumindest eine erste Trennwerkzeughalter fliehkraftunabhängig derart wahlweise auslenkbar ist, um das zumindest eine erste Trennwerkzeug zumindest abschnittsweise von der Rotationsachse weg zu bewegen, wobei vorzugsweise das zumindest eine erste Trennwerkzeug und das zumindest eine zweite Trennwerkzeug bezogen auf die Rotationsachse gegenüberliegend angeordnet
sind.
Bei dieser Ausführungsform kann (muss aber nicht) vorgesehen sein, dass das zumindest eine erste Trennwerkzeug und das zumindest eine zweite Trennwerkzeug zunächst gleichzeitig entlang des Umfangs des Kabels nacheinander - am Kabel angreifen können bzw. mit diesem in Eingriff stehen können.
Dabei werden durch das Drehen in der ersten Drehrichtung das
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zumindest eine erste Trennwerkzeug sowie das zumindest eine zweite Trennwerkzeug auf die Rotationsachse zu bewegt, um in Eingriff mit dem Kabel, genauer mit dem entlang der Rotationsachse angeordneten Abschnitt des Kabels, gebracht zu werden und gegen dieses (in Richtung Zentrum des Kabels) zu drücken. Das zumindest eine erste Trennwerkzeug kann sodann mit dem £fliehkraftunabhängig arbeitenden ersten Auslenkmechanismus weggeschaltet bzw. von der Rotationsachse weg bewegt werden, um den Eingriff mit dem Kabel aufzuheben, insbesondere nachdem die äußere elektrische Isolierschicht durchgeschnitten ist. Entsprechend steht dann nur noch das zumindest eine zweite Trennwerkzeug in Eingriff mit dem Kabel,
um die Schirmfolie zu schwächen.
Der fliehkraftunabhängig arbeitende erste Auslenkmechanismus hat den Vorteil, dass dieser extrem rasch und präzise anspricht bzw. geschaltet werden kann, was ein extrem genaues Einschneiden der äußeren elektrischen Isolierschicht ermöglicht. Der erste Auslenkmechanismus kann dazu eingerichtet sein, ein Verschwenken des zumindest einen ersten Trennwerkzeughalters und damit des zumindest einen Trennwerkzeugs zu bewirken; es sind aber natürlich auch Auslenkungen ohne rotatorische (d.h. nur mit translatorischer)
Komponente vorstellbar.
Der Vollständigkeit halber sei bemerkt, dass der erste Auslenkmechanismus darüberhinaus auch dazu eingerichtet sein kann, den zumindest einen ersten Trennwerkzeughalter wieder zurück zu bewegen (wodurch das zumindest eine erste Trennwerkzeug wieder in Richtung auf die Rotationsachse zu bewegt wird) oder zumindest eine solche - Fliehkraft bedingte - Bewegung des ersten Trennwerkzeughalters zu unterstützen. Insbesondere kann auf diese Weise eine Rückführung des zumindest einen ersten Trennwerkzeughalters - und damit des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs - in eine „Nullposition“
bzw. Ausgangsposition ermöglicht werden, wobei in der
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Nullposition kein Eingriff mit dem Kabel vorgesehen ist und das Kabel daher problemlos in die Vorrichtung eingeführt bzw. in dieser angeordnet werden kann. Die Nullposition entspricht typischerweise einer Zentrierung des zumindest einen ersten
Trennwerkzeughalters.
Vorzugsweise sind das zumindest eine erste Trennwerkzeug und das zumindest eine zweite Trennwerkzeug in einer gemeinsamen (Schnitt-)Ebene einander gegenüberliegend angeordnet, wobei die Ebene insbesondere normal auf die Rotationsachse stehen kann. Entsprechend kann besonders genau sichergestellt werden, dass mit dem zweiten Trennwerkzeug Jener Bereich des Kabels bearbeitet wird, der zuvor mit dem ersten Trennwerkzeug bearbeitet worden ist. Diese Anordnung der Trennwerkzeuge zueinander kann durch entsprechende Anordnung des ersten Trennwerkzeugs am ersten Trennwerkzeughalter und des zweiten Trennwerkzeugs am zweiten Trennwerkzeughalter erreicht werden, wobei besonders einfache konstruktive Realisierungen ermöglicht werden, wenn das zumindest eine erste Trennwerkzeug und das zumindest eine zweite Trennwerkzeug bezogen auf die
Rotationsachse gegenüberliegend angeordnet sind.
Grundsätzlich wäre es aber auch vorstellbar, dass die ersten und zweiten Trennwerkzeuge z.B. nur einen Winkelversatz um rund 90° zueinander aufweisen, wobei der Winkelversatz um die
Rotationsachse herum gemessen ist.
Die Größe bzw. das Ausmaß der Auslenkung des Jeweiligen Trennwerkzeugs hängt von der Auslenkung des Jeweiligen Trennwerkzeughalters ab, welche insbesondere von der erzeugten Fliehkraft abhängt, wobei die erzeugte Fliehkraft wiederum
u.a. von der Drehzahl abhängt.
Es sei in diesem Zusammenhang bemerkt, dass vorgesehen sein kann, dass der zumindest eine erste Trennwerkzeughalter und der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter durch Rotation
um die Rotationsachse in einer, der ersten Drehrichtung
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entgegengesetzten, zweiten Drehrichtung derart auslenkbar sind, um das zumindest eine erste Trennwerkzeug sowie das zumindest eine zweite Trennwerkzeug zumindest abschnittsweise von der Rotationsachse weg zu bewegen. Dies kann z.B. dazu verwendet werden, um die Trennwerkzeuge in eine Nullposition zurück zu bringen - alternativ oder zusätzlich zu anderen
Mitteln, um die Trennwerkzeuge in die Nullposition zu bewegen.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass der erste Auslenkmechanismus einen pneumatischen Antrieb, insbesondere zumindest einen ersten Pneumatikzylinder, umfasst. Eine besonders rasche, störungsfreie und gut kontrollierbare Wirkungsweise des ersten Auslenkmechanismus kann hierdurch
erreicht werden.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass der erste Auslenkmechanismus zumindest eine erste Rollenführung umfasst, die mittels eines, vorzugsweise pneumatischen, Antriebs bewegbar ist, wobei die zumindest eine erste Rollenführung den zumindest einen ersten Trennwerkzeughalter zumindest
abschnittsweise peripher umgebend angeordnet ist.
Grundsätzlich sind beliebige Antriebsarten möglich,
beispielsweise ein elektrischer Antrieb.
Der zumindest eine erste Trennwerkzeughalter kann mittels des ersten Auslenkmechanismus ausgelenkt werden, indem die zumindest eine erste Rollenführung mittels des Antriebs, insbesondere mittels des zumindest einen ersten Pneumatikzylinders, bewegt wird, wobei der erste Trennwerkzeughalter die erste Rollenführung kontaktiert bzw. an dieser anliegt. Dabei rollen Rollen der ersten Rollenführung am ersten Trennwerkzeughalter ab, wenn dieser
sich um die Rotationsachse dreht.
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Die zumindest eine erste Rollenführung kann dabei auch eine Führung im oben genannten Sinne ausbilden, d.h. eine Führung, um den zumindest einen ersten Trennwerkzeughalter bei dessen
Fliehkraft bedingter Auslenkung zu führen.
Um den Abmantelungsvorgang bei dieser Ausführungsform automatisieren zu können, ist es bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen, dass eine elektronische Steuereinheit zur Steuerung des ersten Auslenkmechanismus vorgesehen ist, wobei die Steuereinheit mit dem mindestens einen Sensor verbunden ist und wobei die Steuereinheit dazu eingerichtet ist, den zumindest einen ersten Trennwerkzeughalter mittels des ersten Auslenkmechanismus auszulenken und damit das zumindest eine erste Trennwerkzeug zumindest abschnittsweise von der Rotationsachse weg zu bewegen, nachdem der Kontakt des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs mit der Schirmfolie
detektiert worden ist.
Zur Bedeutung von „nachdem“ ist anzumerken, dass die Steuereinheit den ersten Auslenkmechanismus vorzugsweise unmittelbar nach der Detektion des Kontakts des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs mit der Schirmfolie betätigt. Es wäre aber auch denkbar, eine gewisse kurze Zeitspanne vergehen zu lassen, um das vollständige Einschneiden der äußeren elektrischen Isolierschicht umfänglich (d.h. über den gesamten Umfang des Kabels) sicherzustellen und/oder die Schirmfolie bis zu einem gewissen Grad zusätzlich auch mittels des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs geringfügig zu schwächen, sodass die Bearbeitung der Schirmfolie mit dem zumindest einen zweiten Trennwerkzeug entsprechend gering bzw.
kurz ausfallen kann.
Für den oben erwähnten Fall, bei dem zunächst beide Trennwerkzeuge in Eingriff mit dem Kabel stehen, kann
vorgesehen sein, dass die Steuereinheit weiters zur Steuerung
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der Antriebsmittel vorgesehen ist, wobei die Steuereinheit dazu eingerichtet ist, die Antriebsmittel auszuschalten, nachdem der Kontakt des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs mit der Schirmfolie detektiert worden ist, um eine Schwächung der Schirmfolie durch ein Nachlaufen des zumindest einen
zweiten Trennwerkzeugs zu bewirken.
„Nachdem“ ist analog zu den oben angeführten Ausführungen zu
verstehen.
Das Nachlaufen des zumindest einen zweiten Trennwerkzeugs ergibt sich durch das (antriebslose) Auslaufen des zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalters. Um eine hinreichende Schwächung der Schirmfolie sicherzustellen, können geeignete Prozessparameter - insbesondere eine geeignete Drehzahl vor dem Ausschalten der Antriebsmittel, aber auch eine Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit, Schwungmasse bzw. Trägheitsmoment des zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalters - vorab in (Labor-)Versuchen ermittelt
und sodann beim Abmantelungsvorgang eingestellt werden.
Um den Eingriff des zumindest einen zweiten Trennwerkzeugs mit dem Kabel genauer sowie flexibler steuern zu können, insbesondere um das zweite Trennwerkzeug wahlweise Jederzeit vom Kabel lösen zu können, ist es bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen, dass ein zweiter Auslenkmechanismus vorgesehen ist, mit dem der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter fliehkraftunabhängig derart wahlweise auslenkbar ist, um das zumindest eine zweite Trennwerkzeug zumindest abschnittsweise
von der Rotationsachse weg zu bewegen.
Der fliehkraftunabhängig arbeitende zweite Auslenkmechanismus hat den Vorteil, dass dieser extrem rasch und präzise anspricht bzw. geschaltet werden kann, was ein extrem genaues Schwächen der Schirmfolie, insbesondere ohne ungewünschte
Verletzung der darunterliegenden Abschirmlage, ermöglicht. Der
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zweite Auslenkmechanismus kann dazu eingerichtet sein, ein
Verschwenken des zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalters und damit des zumindest einen Trennwerkzeugs zu bewirken; es sind aber natürlich auch Auslenkungen ohne rotatorische (d.h.
nur mit translatorischer) Komponente vorstellbar.
Der Vollständigkeit halber sei bemerkt, dass der zweite Auslenkmechanismus darüberhinaus auch dazu eingerichtet sein kann, den zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalter wieder zurück zu bewegen (wodurch das zumindest eine zweite Trennwerkzeug wieder in Richtung auf die Rotationsachse zu bewegt wird) oder zumindest eine solche - Fliehkraft bedingte - Bewegung des zweiten Trennwerkzeughalters zu unterstützen. Insbesondere kann auf diese Weise eine Rückführung des zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalters - und damit des zumindest einen zweiten Trennwerkzeugs - in eine „Nullposition“ bzw. Ausgangsposition ermöglicht werden, wobei in der Nullposition kein Eingriff mit dem Kabel vorgesehen ist und das Kabel daher problemlos in die Vorrichtung eingeführt bzw. in dieser angeordnet werden kann. Die Nullposition entspricht typischerweise einer Zentrierung des zumindest
einen zweiten Trennwerkzeughalters.
Gemeinsam mit dem ersten Auslenkmechanismus ermöglicht der zweite Auslenkmechanismus eine extreme Flexibilität bei der Steuerung der Trennwerkzeuge. Bei dieser Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine erste Trennwerkzeug und das zumindest eine zweite Trennwerkzeug zunächst gleichzeitig - entlang des Umfangs des Kabels nacheinander oder zeitlich nacheinander am Kabel angreifen können bzw. mit diesem in Eingriff stehen können. Analog zum zumindest einen ersten Trennwerkzeug kann in jedem Fall das zumindest eine zweite Trennwerkzeug mit dem fliehkraftunabhängig arbeitenden zweiten Auslenkmechanismus weggeschaltet bzw. von der Rotationsachse weg bewegt werden, um den Eingriff mit dem
Kabel aufzuheben, nachdem die Schirmfolie hinreichend
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geschwächt ist. Die Antriebsmittel können somit während des Schwächens der Schirmfolie grundsätzlich eingeschaltet bleiben. Beispielsweise können die Antriebsmittel nach erfolgter Schwächung der Schirmfolie bzw. nach der Auslenkung des zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalters mittels des
zweiten Auslenkmechanismus ausgeschaltet werden.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass der zweite Auslenkmechanismus einen pneumatischen Antrieb, insbesondere zumindest einen zweiten Pneumatikzylinder, umfasst. Eine besonders rasche, störungsfreie und gut kontrollierbare Wirkungsweise des zweiten Auslenkmechanismus kann hierdurch
erreicht werden.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass der zweite Auslenkmechanismus zumindest eine zweite Rollenführung umfasst, die mittels eines, vorzugsweise pneumatischen, Antriebs bewegbar ist, wobei die zumindest eine zweite Rollenführung den zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalter
zumindest abschnittsweise peripher umgebend angeordnet ist.
Grundsätzlich sind beliebige Antriebsarten möglich,
beispielsweise ein elektrischer Antrieb.
Der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter kann mittels des zweiten Auslenkmechanismus ausgelenkt werden, indem die zumindest eine zweite Rollenführung mittels des Antriebs, insbesondere mittels des zumindest einen zweiten Pneumatikzylinders, bewegt wird, wobei der zweite Trennwerkzeughalter die zweite Rollenführung kontaktiert bzw. an dieser anliegt. Dabei rollen Rollen der zweiten Rollenführung am zweiten Trennwerkzeughalter ab, wenn dieser
sich um die Rotationsachse dreht.
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Die zumindest eine zweite Rollenführung kann dabei auch eine Führung im oben genannten Sinne ausbilden, d.h. eine Führung, um den zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalter bei dessen
Fliehkraft bedingter Auslenkung zu führen.
Zur weiteren Automatisierung des Abmantelvorgangs ist es bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen, dass die elektronische Steuereinheit zur Steuerung des zweiten Auslenkmechanismus vorgesehen ist, wobei die Steuereinheit dazu eingerichtet ist, den zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalter mittels des zweiten Auslenkmechanismus auszulenken und damit das zumindest eine zweite Trennwerkzeug zumindest abschnittsweise von der Rotationsachse weg zu bewegen, nachdem der zumindest eine erste Trennwerkzeughalter mittels des ersten Auslenkmechanismus ausgelenkt worden ist und nachdem eine gewisse, vorzugsweise vorgebbare, Zeitspanne abgelaufen ist und/oder der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter eine bestimmte, vorzugsweise vorgebbare,
Anzahl von Umdrehungen um die Rotationsachse absolviert hat.
Klarerweise muss der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter bzw. das zumindest eine zweite Trennwerkzeug auf die Rotationsachse zu bewegt worden sein, um das zumindest eine zweite Trennwerkzeug in Eingriff mit dem Kabel bringen zu können. Erst dann kann der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter bzw. das zumindest eine zweite Trennwerkzeug mittels des zweiten Auslenkmechanismus von der Rotationsachse (wieder) weg bewegt werden. Wann genau der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter bzw. das zumindest eine zweite Trennwerkzeug auf die Rotationsachse zu bewegt worden ist, spielt eine untergeordnete Rolle bzw. existiert hierfür eine Vielzahl an Möglichkeiten. Beispielsweise kann der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter im Wesentlichen zeitgleich mit dem zumindest einen ersten Trennwerkzeughalter
Fliehkraft bedingt ausgelenkt (und die ersten und zweiten
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Trennwerkzeuge auf die Rotationsachse zu bewegt) worden sein. Ein anderes Beispiel wäre, dass der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter bzw. das zumindest eine zweite Trennwerkzeug zunächst mittels des zweiten Auslenkmechanismus von einer Bewegung auf die Rotationsachse zu zurückgehalten wird, während der zumindest eine erste Trennwerkzeughalter bzw. das zumindest eine erste Trennwerkzeug Fliehkraft bedingt auf die Rotationsachse zu bewegt wird. Sodann kann der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter bzw. das zumindest eine zweite Trennwerkzeug auf die Rotationsachse zu bewegt werden, indem der zweite Auslenkmechanismus die Fliehkraft bedingte Auslenkung freigibt. Dies kann z.B. nach einer gewissen Zeitspanne und/oder nach einer gewissen Umdrehungszahl rund um die Rotationsachse geschehen oder auch erst nachdem der zumindest eine erste Trennwerkzeughalter bzw. das zumindest eine erste Trennwerkzeug mittels des ersten Auslenkmechanismus von der Rotationsachse weg bewegt worden
ist.
Indem, nach dem Eingriff des zumindest einen zweiten Trennwerkzeugs mit dem Kabel, das Auslenken des zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalters mittels des zweiten Auslenkmechanismus erst nach einer bestimmten, insbesondere einstellbaren bzw. programmierbaren, Zeitspanne und/oder einer bestimmten, insbesondere einstellbaren bzw. programmierbaren, Umdrehungsanzahl vorgenommen wird, wird eine hinreichende Schwächung der Schirmfolie durch das zumindest eine zweite Trennwerkzeug sichergestellt. Die konkrete Zeitspanne bzw. Umdrehungsanzahl kann in Abhängigkeit von den Prozessparametern gewählt werden. Beispielsweise können hierfür in der Steuereinheit Tabellen für die Zeitspanne bzw. Umdrehungsanzahl für unterschiedlichste Prozessparameterkonfigurationen hinterlegt sein, wobei die Steuereinheit entsprechend der beim konkret vorliegenden
Abmantelungsprozess vorherrschenden Prozessparameter die
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Zeitspanne bzw. Umdrehungsanzahl auswählt. Ebenso kann eine Berechnung der Zeitspanne bzw. Umdrehungsanzahl mittels Algorithmen unter Berücksichtigung der beim konkret vorliegenden Abmantelungsprozess vorherrschenden
Prozessparameter vorgesehen sein.
Selbstverständlich sind Zeitspanne und Umdrehungsanzahl bei
bekannter Drehzahl ineinander umrechenbar.
Schließlich sei der Vollständigkeit halber bemerkt, dass die Werte für Zeitspanne bzw. Umdrehungsanzahl nicht ganzzahlig zu sein brauchen, sondern prinzipiell beliebige Nachkommastellen
aufweisen können.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass der zumindest eine erste Trennwerkzeughalter und der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter entlang der Rotationsachse gesehen hintereinander angeordnet sind. Hierdurch ergibt sich eine besonders kompakte Anordnung. Selbstverständlich können die Trennwerkzeuge auch in diesem Fall so an den Trennwerkzeughaltern angeordnet sein, dass sie im Wesentlichen
in derselben Ebene liegen bzw. schneiden.
Weiters kann in konstruktiv besonders einfacher Art und Weise sowohl der zumindest eine erste Trennwerkzeughalter als auch der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter am selben
Lagerbolzen gelagert werden.
Vorzugsweise sind auch der erste und zweite Auslenkmechanismus entlang der Rotationsachse gesehen hintereinander angeordnet, was eine weitere konstruktive Vereinfachung sowie eine
nochmals kompaktere Anordnung ermöglicht.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass mindestens
ein erster Magnet vorgesehen ist, der mit dem zumindest einen
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ersten Trennwerkzeughalter fest verbunden ist, dass mindestens ein zweiter Magnet vorgesehen ist, der mit dem zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalter fest verbunden ist, und dass die ersten und zweiten Magnete dazu eingerichtet sind, eine magnetische Wechselwirkung aufeinander auszuüben, um den zumindest einen ersten Trennwerkzeughalter und den zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalter derart auszulenken, um das zumindest eine erste Trennwerkzeug sowie das zumindest eine zweite Trennwerkzeug zumindest abschnittsweise auf die
Rotationsachse zu zu bewegen.
Entsprechend wirkt die magnetische Wechselwirkung zusätzlich zur Fliehkraft bzw. die Fliehkraft unterstützend bei der Drehung in erster Drehrichtung. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Rotationsachse nicht senkrecht steht insbesondere kann es für das Einführen bzw. Anordnen des Kabels in der Vorrichtung günstig sein, die Rotationsachse waagrecht anzuordnen. Entsprechend wirkt die Schwerkraft auf die Trennwerkzeughalter so, dass diese aufgrund ihrer exzentrischen Lagerung - und zusätzlich verstärkt durch eine üblicherweise stark asymmetrische Gewichtsverteilung rund um die Rotationsachse - aus ihrer vorgesehenen Position gezogen bzw. gedrängt werden, was wiederum zu einem stark unrunden Lauf (zu einem „Eiern“) führt. Dies macht sich bei niedrigen Drehzahlen besonders stark bemerkbar. Durch die magnetische Wechselwirkung kann dem entgegen gewirkt werden und eine
Stabilisierung des Laufs der Trennwerkzeughalter erfolgen.
Die konkrete Position der Trennwerkzeughalter wird daher durch ein Wechselspiel aus Fliehkraft, magnetischer Wechselwirkung und einer allfälligen Führung, die insbesondere durch den ersten bzw. zweiten Auslenkmechanismus realisiert sein kann,
bestimmt.
Es sei bemerkt, dass es generell vorgesehen sein kann, dass
zumindest ein Rückstellelement, vorzugsweise zumindest eine
Rückstellfeder, für den zumindest einen Trennwerkzeughalter vorgesehen ist, um den ausgelenkten zumindest einen Trennwerkzeughalter in eine Nullposition zurück zu bewegen, insbesondere gegen die Fliehkraft bedingte Auslenkung. Neben 5 der genannten Rückstellfeder sind aber natürlich auch andere bekannte Mittel als Rückstellelement verwendbar, beispielsweise ein mittels eines Elektromotors arbeitender
Mechanismus.
Dabei kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine 10 Rückstellelement dazu eingerichtet ist, eine der Fliehkraft bedingten Auslenkung des zumindest einen Trennwerkzeughalters entgegen gerichtete Kraft zu erzeugen. D.h. schon die Fliehkraft bedingte Auslenkung erfolgt gegen diese Kraft, wodurch einerseits eine sehr definierte Auslenkung erreicht 15 wird und andererseits eine automatische Rückstellung bei
geringer bzw. keiner Drehzahl.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher 20 erläutert. Die Zeichnungen sind beispielhaft und sollen den Erfindungsgedanken zwar darlegen, ihn aber keinesfalls
einengen oder gar abschließend wiedergeben. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine Frontansicht eines ersten Ausführungsbeispiels 25 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Abmanteln eines geschirmten Kabels, wobei zwei fliehkraftbetätigte Trennwerkzeuge vorgesehen sind, die beide auf einem gemeinsamen Trennwerkzeughalter
angeordnet sind
30 Fig. 2 eine schematische Querschnittsansicht eines
geschirmten Kabels mit Schirmfolie
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Fig. 3 eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei die zwei fliehkraftbetätigten Trennwerkzeuge auf zwei
unterschiedlichen Trennwerkzeughaltern angeordnet sind
Fig. 4 eine Schnittansicht gemäß der Schnittlinie IV-IV in
Fig. 3, wobei die Pfeile die Blickrichtung andeuten
Fig. 5 eine Frontansicht der Vorrichtung aus Fig. 3
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
Fig. 1 zeigt eine Frontansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zum Abmanteln eines geschirmten Kabels 2. Wie in der Schnittansicht der Fig. 2 illustriert ist, weist in den gezeigten Ausführungsbeispielen das Kabel 2 in einer von innen nach außen weisenden radialen Richtung 3 gesehen folgenden Aufbau auf: im Zentrum zumindest einen elektrisch leitenden Draht 4, beispielsweise aus Aluminium oder Kupfer; dahinter eine innere elektrische Isolierschicht 5, typischerweise aus einem Kunststoff wie z.B. PVC, Silikon oder dergleichen; dahinter ein Schirmgeflecht 6 aus einem elektrisch leitenden Material wie z.B. Aluminiumlitzen oder Kupferlitzen; dahinter eine Schirmfolie 7 aus einem elektrisch leitenden Material, beispielsweise aus Aluminium, die außen eine, insbesondere aus Kunststoff gebildete, Schirmfolienbeschichtung 8 aufweist; dahinter schließlich eine äußere elektrische Isolierschicht 9, typischerweise aus einem Kunststoff wie z.B. PVC, Silikon oder dergleichen. Sofern nichts anderes angegeben ist, ist im Folgenden unter der Schirmfolie 7 stets die Schirmfolie 7 samt
Schirmfolienbeschichtung 8 zu verstehen.
Die Vorrichtung 1 umfasst ein erstes fliehkraftbetätigbares
Trennwerkzeug zum Einschneiden der äußeren elektrischen
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Isolierschicht 9 des Kabels 2 in Form eines Messers 11, das im gezeigten ersten Ausführungsbeispiel als Flachmesser ausgebildet ist. Weiters umfasst die Vorrichtung 1 ein zweites fliehkraftbetätigbares Trennwerkzeug zur Schwächung, insbesondere Einkerbung oder Perforation, der an die äußere elektrische Isolierschicht 9 anschließenden Schirmfolie 7, welches zweite Trennwerkzeug im gezeigten ersten Ausführungsbeispiel als Draht 12 ausgeführt ist, der sich
insbesondere für das Einkerben der Schirmfolie 7 eignet.
Das Messer 11 und der Draht 12 sind auf einem, im Wesentlichen scheibenförmigen, gemeinsamen Trennwerkzeughalter 13 gehalten, wobei das Messer mit Befestigungselemente 17 und der Draht mit Befestigungselementen 18 am gemeinsamen Trennwerkzeughalter 13 montiert sind. Die Befestigungselemente 17, 18 sind an sich bekannt und können beispielsweise als Klemmen ausgebildet sein. Dabei sind das Messer 11 und der Draht 12 bezogen auf eine Rotationsachse 20 gegenüberliegend am gemeinsamen
Trennwerkzeughalter 13 angeordnet.
Der gemeinsame Trennwerkzeughalter 13 ist mittels eines Lagerbolzens 14 über ein Nadellager 52 (ausgeführt als Nadelhülse oder Nadelbuchse) exzentrisch und schwenkbar auf einer Antriebsscheibe 21 gelagert. Der Lagerbolzen 14 verläuft parallel zur Rotationsachse 20 und ist von dieser beabstandet. Die Antriebsscheibe 21 kann mittels eines elektrisch betriebenen Getriebemotors 10 in Rotation um die Rotationsachse 20 versetzt werden, sodass auch der gemeinsame Trennwerkzeughalter 13 um die Rotationsachse 20 rotiert, wodurch wiederum das Messer 11 und der Draht 12 um die Rotationsachse 20 bzw. um das entlang der Rotationsachse 20
zumindest abschnittsweise anordenbare Kabel 2 herum rotieren.
Zum Antrieb der Antriebsscheibe 21 ist diese mit einer Antriebswelle (in Fig. 1 nicht dargestellt) starr verbunden,
die mittels des Getriebemotors 10 in Rotation versetzt wird.
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Die Antriebswelle ist dabei in einer Antriebswellenlagereinheit 23 gelagert, die auf einer
Grundplatte 22 montiert ist.
Um das Kabel 2 mit jenem Abschnitt, der abgemantelt werden soll, entlang der Rotationsachse 20 anzuordnen, ist bei den gezeigten Ausführungsbeispielen jeweils eine Spannzange 44 vorgesehen. Die Rotationsachse 20 ist im Zentrum der Spannzange 44 angeordnet. Das Kabel 2 kann in die Spannzange 44 eingeschoben werden, um von dieser sodann während des Abmantelungsvorgangs bzw. bei der Bearbeitung mit den
Trennwerkzeugen 11, 12 gehalten zu werden.
Das Kabel 2 wird dabei soweit in die Spannzange 44 eingeschoben, bis die Stirnseite des Kabels 2 an einem Kontaktelement 39 ansteht, wodurch sichergestellt ist, dass ein wohldefinierter Abschnitt abgemantelt wird. Vorzugsweise ist die Position des Kontaktelements 39 entlang der Rotationsachse 20 verstellbar, um eine entsprechende Länge des abzumantelnden Kabelabschnitts variieren zu können. Das Kontaktelement 39 ist elektrisch leitend ausgebildet, sodass es bei Auflage der Stirnseite des Kabels 2 am Kontaktelement 39 insbesondere zu einer elektrisch leitenden Kontaktierung
zwischen dem Kontaktelement 39 und der Schirmfolie 7 kommt.
Durch Rotation um die Rotationsachse 20 in einer ersten Drehrichtung 26 wird der gemeinsame Trennwerkzeughalter 13 aufgrund seiner exzentrischen Lagerung durch die auftretenden Fliehkräfte ausgelenkt. Durch die Lagerung des Trennwerkzeughalters 13 am Lagerbolzen 14 bestehen die Auslenkungen im gezeigten Ausführungsbeispiel aus Schwenkbewegungen um den Lagerbolzen 14, Die Größe der ]Jeweiligen Auslenkung ist abhängig von der konkreten Fliehkraft, die wiederum von der Drehzahl abhängt. Die Auslenkung, insbesondere deren Richtung bei gegebener
Drehrichtung, wird außerdem durch die Masseverteilung des
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gemeinsamen Trennwerkzeughalters 13 beeinflusst. Die Masseverteilung kann mittels Zusatzgewichte 19, die in dafür vorgesehenen Aufnahmen 53 befestigt (beispielsweise eingeschraubt) sind, variiert bzw. voreingestellt werden, um eine Auslenkung des gemeinsamen Trennwerkzeughalters 13 mit einer bestimmten Größe und Richtung bei einer bestimmten
Drehzahl und Drehrichtung gezielt einzustellen.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der gemeinsame Trennwerkzeughalter 13 derart ausgelegt, dass dieser durch Rotation um die Rotationsachse 20 in der ersten Drehrichtung 26 Fliehkraft bedingt so ausgelenkt wird, dass das Messer 11 zumindest abschnittsweise auf die Rotationsachse 20 - und damit auf das Kabel 2 - zu bewegt wird und der Draht 12 zumindest abschnittsweise von der Rotationsachse 20 - und damit vom Kabel 2 - weg bewegt wird. Umgekehrt wird der gemeinsame Trennwerkzeughalter 13 durch Rotation um die Rotationsachse 20 in einer, der ersten Drehrichtung 26 entgegengesetzten, zweiten Drehrichtung 27 derart ausgelenkt, dass der Draht 12 zumindest abschnittsweise auf die Rotationsachse 20 - und damit auf das Kabel 2 - zu bewegt wird und das Messer 11 zumindest abschnittsweise von der
Rotationsachse 20 - und damit vom Kabel 2 - weg bewegt wird.
Zur Führung sowie Beschränkung der Auslenkungen in beiden Richtungen ist eine Kulissenführung in Form eines gekrümmten Langlochs 15 im gemeinsamen Trennwerkzeughalter 13 vorgesehen, in welchem Langloch 15 ein Führungsbolzen 16 angeordnet ist,
der auf der Antriebsscheibe 21 montiert ist.
Beim ersten Ausführungsbeispiel ist also vorgesehen, dass das Messer 11 und der Draht 12 nacheinander in Eingriff mit dem Kabel 2 gebracht werden, wobei das Umschalten zwischen den beiden Trennwerkzeugen 11, 12 durch Umkehrung der Drehrichtung
geschieht.
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Im dargestellten ersten Ausführungsbeispiel liegen das Messer 11 bzw. dessen Schneide und der Draht 12 im Wesentlichen in einer Ebene, die normal auf die Rotationsachse 20 steht. Entsprechend kann besonders genau sichergestellt werden, dass mit dem Draht 12 jener Bereich des Kabels 2 bearbeitet wird,
der zuvor mit dem Messer 11 bearbeitet worden ist.
Indem durch das Drehen in der ersten Drehrichtung 26 das Messer 11 auf die Rotationsachse 20 zu bewegt wird, wird es in Eingriff mit dem Kabel 2, genauer mit dem entlang der Rotationsachse 20 angeordneten Abschnitt des Kabels 2, gebracht, um gegen dieses (in Richtung Zentrum des Kabels 2) zu drücken und dessen äußere elektrische Isolierschicht 9 einzuschneiden. Gleichzeitig wird durch das Wegbewegen des Drahts 12 von der Rotationsachse 20 bewirkt, dass der Draht 12
nicht in Eingriff mit dem Kabel 2 ist.
Umkehrt wird der Draht 12 durch das Drehen des gemeinsamen Trennwerkzeughalters 13 in der zweiten Drehrichtung 27 auf die Rotationsachse 20 zu bewegt und somit in Eingriff mit dem Kabel 2, genauer mit dem entlang der Rotationsachse 20 angeordneten Abschnitt des Kabels 2, gebracht, um gegen dieses (in Richtung Zentrum des Kabels 2) zu drücken und dessen Schirmfolie 7 einzukerben. Gleichzeitig wird durch das Wegbewegen des Messers 11 von der Rotationsachse 20 bewirkt,
dass dieses nicht mehr in Eingriff mit dem Kabel 2 ist.
Da beim Abmanteln zuerst die äußere elektrische Isolierschicht 9 eingeschnitten und dann die Schirmfolie 7 geschwächt wird, ist die Abfolge dabei so, dass zuerst in der ersten Drehrichtung 26 gedreht wird und dann in der zweiten
Drehrichtung 27.
Das Umschalten der Drehrichtung wird im gezeigten Ausführungsbeispiel durch entsprechende Richtungsumkehr des Getriebemotors 10 bewerkstelligt, wobei zur Steuerung des
Getriebemotors 10 eine elektronische Steuereinheit 28
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vorgesehen ist, die in den Getriebemotor 10 integriert oder als separates Element ausgebildet sein kann. In Fig. 1 deutet die gestrichelte Linie die (Wirk-)Verbindung zwischen Steuereinheit 28 und Getriebemotor 10 an. Insbesondere kann mit der Steuereinheit 28 die Drehzahl des Getriebemotors 10 bzw. der Antriebsscheibe 21 und des gemeinsamen
Trennwerkzeughalters 13 eingestellt werden.
Die Steuereinheit 28 ist weiters mit einem Sensor (nicht dargestellt) verbunden, der den Kontakt des Messers 11 mit der Schirmfolie 7 detektiert, nachdem das Messer 11 die äußere elektrische Isolierschicht 9 durchgeschnitten hat. Hierzu wird ein Strom detektiert, der beim Kontakt des Messers 11 mit der Schirmfolie 7 über das Messer 11, die Schirmfolie 7 und das Kontaktelement 39 fließt. Entsprechend wird hierfür eine Spannung an das Messer 11 und das Kontaktelement 39 angelegt. Die Steuereinheit 28 ist dazu eingerichtet, die Rotation des gemeinsamen Trennwerkzeughalters 13 von der ersten Drehrichtung 26 auf die zweite Drehrichtung 27 umzuschalten, nachdem der Kontakt des Messers 11 mit der Schirmfolie 7
detektiert worden ist.
Um sicherzustellen, dass die Schirmfolie 7 mittels des Drahts 12 hinreichend eingekerbt wird, kann mittels der Steuereinheit 28 eine vorbestimmte Anzahl an Umdrehungen (z.B. fünf Umdrehungen) bzw. eine bestimmte Drehzeit des gemeinsamen Trennwerkzeughalters 13 in der zweiten Richtung 27 eingestellt werden. Der genaue Wert für die Umdrehungsanzahl bzw. Drehzeit kann mittels der Steuereinheit 28 unter Berücksichtigung des
konkreten Kabeltyps und der Drehzahl gewählt werden.
Das Abziehen der äußeren elektrischen Isolierschicht 9 erfolgt anschließend in an sich bekannter Weise, wobei die Schirmfolie 7 aufgrund ihrer Schwächung durch den Draht 12 mit abgerissen
wird ohne auszufransen.
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Fig. 3, Fig. 4 und Fig. 5 betreffen ein zweites Ausführungsbeispiel, bei dem im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel kein gemeinsamer Trennwerkzeughalter 13 vorgesehen ist. Stattdessen sind ein, im Wesentlichen scheibenförmiger, erster Trennwerkzeughalter 24 und ein, im Wesentlichen scheibenförmiger, zweiter Trennwerkzeughalter 25 vorgesehen, die entlang der Rotationsachse 20 gesehen
hintereinander angeordnet sind.
Beide Trennwerkzeughalter 24, 25 sind mittels desselben Lagerbolzens 14 über Nadellager 52 (Jeweils ausgeführt als Nadelhülse oder Nadelbuchse) exzentrisch und schwenkbar auf der Antriebsscheibe 21 gelagert. Wiederum verläuft der Lagerbolzen 14 parallel zur Rotationsachse 20 und ist von dieser beabstandet. Die Antriebsscheibe 21 ist mit einer Antriebswelle 40 starr verbunden, über die die Antriebsscheibe 21 mittels des Getriebemotors 10 antreibbar ist. Die Antriebswelle 40 ist dabei in der Antriebswellenlagereinheit 23 gelagert, die auf der Grundplatte 22 mittels eines
Zwischenflansches 43 montiert ist.
Am ersten Trennwerkzeughalter 24 ist das Messer 11 zum Einschneiden der äußeren elektrischen Isolierschicht 9 montiert, wobei im zweiten Ausführungsbeispiel das Messer 11 als Rundmesser auf einer drehbaren Rundmesserachse 50 ausgebildet ist. Am zweiten Trennwerkzeughalter 25 ist ein Perforationsmesser 29 zum Perforieren der Schirmfolie 7 montiert, das als Rundmesser auf einer drehbaren Perforationsmesserachse 51 ausgebildet ist mit einer an sich bekannten Perforationsklinge, die ein im Wesentlichen
zahnradartiges Profil aufweist.
Das Messer 11 und das Perforationsmesser 29 sind bezogen auf die Rotationsachse 20 gegenüberliegend angeordnet, vgl. Fig. 5. Im dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel liegen das
Messer 11 bzw. dessen Schneide und das Perforationsmesser 29
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annähernd in einer Ebene, die normal auf die Rotationsachse 20 steht, vgl. Fig. 4. Entsprechend kann sichergestellt werden, dass mit dem Perforationsmesser 29 im Wesentlichen jener Bereich des Kabels 2 bearbeitet wird, der zuvor mit dem Messer
11 bearbeitet worden ist.
Zur Anordnung des Kabels 2 in der Vorrichtung 1 gilt das oben im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel Gesagte analog für das zweite Ausführungsbeispiel, insbesondere was die Kontaktierung des Kontaktelements 39 durch die Stirnseite des Kabels 2 betrifft. In Fig. 4 ist ersichtlich, dass das Kontaktelement 39 mittels einer Gewindestange 42 entlang der Rotationsachse 20 verschiebbar ist, um die Größe des abzumantelnden Abschnitts des Kabels 2 einstellen zu können. Die Gewindestange 42 dient dabei gleichzeitig zur elektrischen Kontaktierung des Kontaktelements 39 von außen. Durch einen Isolator 41, der die Gewindestange 42 abschnittsweise umgibt, ist dabei sichergestellt, dass kein unerwünschter elektrischer Kontakt zwischen der Gewindestange 42 und dem Getriebemotor 10
auftreten kann.
Das Kabel 2 wird beim Abmanteln bzw. bei der Bearbeitung mit den Trennwerkzeugen 11, 29 von der Spannzange 44 gehalten, welche wiederum in einem Röhrengreifer 45 aufgenommen ist, vgl. Fig. 4. Die Spannzange 44 und der Röhrengreifer 45 sind dabei durch eine entfernbare Schutzabdeckung 36 durchgeführt, die zur Abdeckung der Trennwerkzeughalter 24, 25 während des
Betriebs der Vorrichtung 1 vorgesehen ist.
Der erste Trennwerkzeughalter 24 und der zweite Trennwerkzeughalter 25 sind so ausgelegt, dass sie durch Rotation um die Rotationsachse 20 in der ersten Drehrichtung 26 derart ausgelenkt werden, dass das Messer 11 sowie das Perforationsmesser 29 zumindest abschnittsweise auf die
Rotationsachse 20 zu bewegt werden.
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Zur Sicherstellung und Feineinstellung der gewünschten Auslenkung bei einer bestimmten Drehzahl und Drehrichtung kann die Massenverteilung beider Trennwerkzeughalter 24, 25 Jeweils gezielt beeinflusst werden, indem Zusatzgewichte 19 in entsprechende Aufnahmen 38 eingeschraubt oder aus diesen
entfernt werden.
Durch das Zubewegen des Messers 11 bzw. des Perforationsmessers 29 auf die Rotationsachse 20 können das Messer 11 bzw. das Perforationsmesser 29 in Eingriff mit dem Kabel 2 gebracht werden, um die äußere elektrische Isolierschicht 9 einzuschneiden und die Schirmfolie 7 zu perforieren. Um sicherzustellen, dass beim Perforieren der Schirmfolie 7 das Messer 11 nicht weiter in Eingriff mit dem Kabel 2 steht und so vielleicht das unter der Schirmfolie 7 liegende Schirmgeflecht 6 beschädigt, ist ein erster Auslenkmechanismus vorgesehen, mit dem der erste Trennwerkzeughalter 24 fliehkraftunabhängig derart wahlweise auslenkbar ist, um das Messer 11 zumindest abschnittsweise von
der Rotationsachse 20 weg zu bewegen.
Der erste Auslenkmechanismus umfasst hierzu eine erste Rollenführung 31, die so angeordnet ist, dass sie den ersten Trennwerkzeughalter 24 zumindest abschnittsweise peripher umgibt. Hierzu weist die erste Rollenführung 31 zwei annähernd halbkreisförmige Rollenführungselemente 53 auf, an denen Rollen 46 mittels Rollenlager 47 drehbar montiert sind. Die Rollenführungselemente 53 der ersten Rollenführung 31 nehmen
den ersten Trennwerkzeughalter 24 zwischen sich auf.
Die Rollenführungselemente 53 der ersten Rollenführung 31 sind wiederum an Führungsstangen 49 linear verschieblich gelagert, sodass die Rollenführungselemente 53 auf die Rotationsachse 20 zu oder von dieser weg bewegt werden können. Die Bewegungsrichtung steht dabei jeweils normal auf die
Rotationsachse 20. Zur Bewegung der Rollenführungselemente 53
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der ersten Rollenführung 31 sind erste Pneumatikzylinder 30 vorgesehen. Durch die Bewegung der Rollenführungselemente 53 der ersten Rollenführung 31 wird der erste Trennwerkzeughalter 24 bewegt, sodass das Messer 11 gezielt von der Rotationsachse 20 weg - oder aber auch auf die Rotationsachse 20 zu - bewegt
werden kann.
Um auch den Eingriff des Perforationsmessers 29 mit dem Kabel 2 bzw. der Schirmfolie 7 gezielt lösen zu können, ist analog zum ersten Auslenkmechanismus ein zweiter Auslenkmechanismus vorgesehen, mit dem der zweite Trennwerkzeughalter 25 fliehkraftunabhängig derart wahlweise auslenkbar ist, um das Perforationsmesser 29 zumindest abschnittsweise von der
Rotationsachse 20 weg zu bewegen.
Der zweite Auslenkmechanismus umfasst hierzu eine zweite Rollenführung 33, die so angeordnet ist, dass sie den zweiten Trennwerkzeughalter 25 zumindest abschnittsweise peripher umgibt. Hierzu weist auch die zweite Rollenführung 33 zwei annähernd halbkreisförmige Rollenführungselemente 53 auf, an denen Rollen 46 mittels Rollenlager 47 drehbar montiert sind. Die Rollenführungselemente 53 der zweiten Rollenführung 33
nehmen den zweiten Trennwerkzeughalter 25 zwischen sich auf.
Die Rollenführungselemente 53 der zweiten Rollenführung 33 sind wiederum an Führungsstangen 49 linear verschieblich gelagert, sodass die Rollenführungselemente 53 auf die Rotationsachse 20 zu oder von dieser weg bewegt werden können. Die Bewegungsrichtung steht dabei jeweils normal auf die Rotationsachse 20. Zur Bewegung der Rollenführungselemente 53 der zweiten Rollenführung 33 sind zweite Pneumatikzylinder 32 vorgesehen. Durch die Bewegung der Rollenführungselemente 53 der zweiten Rollenführung 33 wird der zweite Trennwerkzeughalter 25 bewegt, sodass das Perforationsmesser 29 gezielt von der Rotationsachse 20 weg - oder aber auch auf
die Rotationsachse 20 zu - bewegt werden kann.
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Die ersten Pneumatikzylinder 30 und die zweiten Pneumatikzylinder 32 sind entlang der Rotationsachse 20 gesehen hintereinander angeordnet. Zur sicheren Befestigung der Pneumatikzylinder 30, 32 sind diese zwischen Platten 37
angeordnet und mittels der Platten 37 gehalten.
Auch im zweiten Ausführungsbeispiel ist die Steuereinheit 28 vorgesehen, die mit dem Sensor (nicht dargestellt) verbunden ist, der zur Detektion der Kontaktierung des Messers 11 mit
der Schirmfolie 7 in der oben im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel beschriebenen Art und Weise der
Feststellung eines Stromflusses dient.
Die Steuereinheit 28 steuert außerdem den ersten Auslenkmechanismus, insbesondere die ersten Pneumatikzylinder 30, sowie den zweiten Auslenkmechanismus, insbesondere die zweiten Pneumatikzylinder 32. Entsprechend ist die Steuereinheit 28 dazu eingerichtet, den ersten Trennwerkzeughalter 24 mittels des ersten Auslenkmechanismus auszulenken und damit das Messer 11 zumindest abschnittsweise von der Rotationsachse 20 weg zu bewegen, nachdem der Kontakt des Messers 11 mit der Schirmfolie 7 detektiert worden ist. Wie oben bereits festgehalten, kann dann im Bereich, wo das Messer 11 die äußere elektrische Isolierschicht 9 eingeschnitten hat, das Perforationsmesser 29 die Schirmfolie 7 perforieren, ohne dass das Messer 11 weiter in Eingriff mit dem Kabel 2 steht und so vielleicht das unter der Schirmfolie
7 liegende Schirmgeflecht 6 beschädigen kann.
Weiters ist die Steuereinheit 28 dazu eingerichtet, den zweiten Trennwerkzeughalter 25 mittels des zweiten Auslenkmechanismus auszulenken und damit das Perforationsmesser 29 zumindest abschnittsweise von der Rotationsachse 20 weg zu bewegen, nachdem der erste Trennwerkzeughalter 24 mittels des ersten Auslenkmechanismus
ausgelenkt worden ist und nachdem eine gewisse, vorzugsweise
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vorgebbare, Zeitspanne abgelaufen ist und/oder der zweite Trennwerkzeughalter 25 eine bestimmte, vorzugsweise vorgebbare, Anzahl von Umdrehungen um die Rotationsachse 20 absolviert hat. Somit kann der Eingriff des Perforationsmessers 29 mit der Schirmfolie 7 optimal gestaltet werden und kann sichergestellt werden, dass das unter der Schirmfolie 7 liegende Schirmgeflecht 6 vom Perforationsmesser
29 nicht beschädigt wird.
Um insbesondere auch bei horizontal angeordneter Rotationsachse 20 sicherzustellen, dass die Fliehkraft bedingte Auslenkung der beiden Trennwerkzeughalter 24, 25 zu einem möglichst gleichmäßigen Anpressdruck des Messers 11 bzw. des Perforationsmessers 29 am Kabel führt, sind im zweiten Ausführungsbeispiel ein erster Magnet 24 und ein zweiter Magnet 25 vorgesehen. Der erste Magnet 24 ist mit dem ersten Trennwerkzeughalter 24 fest verbunden, und der zweite Magnet 35 ist mit dem zweiten Trennwerkzeughalter 25 fest verbunden. Der erste Magnet 34 und der zweite Magnet 35 sind dazu eingerichtet, eine magnetische Wechselwirkung aufeinander auszuüben, um den ersten Trennwerkzeughalter 24 und den zweiten Trennwerkzeughalter 25 derart auszulenken, um sowohl das Messer 11 als auch das Perforationsmesser 29 zumindest abschnittsweise auf die Rotationsachse 20 zu zu bewegen bzw. zu drängen. D.h. die magnetische Wechselwirkung unterstützt die Wirkung der Fliehkraft. Im gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel sind die Magnete 34, 35 hierzu einander
abstoßend konfiguriert.
Entlang der Rotationsachse 20 gesehen sind die Magnete 34, 35 im Wesentlichen nebeneinander (und nicht hintereinander) angeordnet. Der zweite Magnet 35 sitzt dabei unmittelbar auf dem zweiten Trennwerkzeughalter 25 bzw. auf einer Oberfläche des zweiten Trennwerkzeughalters 25, vgl. Fig. 5. Um eine problemlose Bewegung des ersten Trennwerkzeughalters 24 und
des zweiten Trennwerkzeughalters 25 zueinander zu ermöglichen,
40
ist der erste Magnet 34 am ersten Trennwerkzeughalter 24
mittels eines Stifts (nicht dargestellt)
montiert, sodass der
erste Magnet 34 von einer Oberfläche des ersten
Trennwerkzeughalters 24 beabstandet ist.
Trennwerkzeughalter 25 ist wiederum ein,
Im zweiten
vorzugsweise gekrümmt
verlaufender, Schlitz 48 vorgesehen, in dem der Stift
angeordnet ist und bei einer Relativbewegung der
Trennwerkzeughalter 24, 25 zueinander bewegt werden kann.
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BEZUGSZEICHENLISTE
Vorrichtung
Kabel
Radiale Richtung
Draht
Innere elektrische Isolierschicht
Schirmgeflecht
Schirmfolie
Schirmfolienbeschichtung
Äußere elektrische Isolierschicht
Getriebemotor
Messer
Draht
Gemeinsamer Trennwerkzeughalter
Lagerbolzen
Langloch
Führungsbolzen
Befestigungselement für das Messer
Befestigungselement für den Bandstahl
Zusatzgewicht
Rotationsachse
Antriebsscheibe
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42
Grundplatte
Antriebswellenlager
Erster Trennwerkzeughalter
Zweiter Trennwerkzeughalter
Erste Drehrichtung
Zweite Drehrichtung
Steuereinheit
Perforationsmesser
Erster Pneumatikzylinder
Erste Rollenführung
Zweiter Pneumatikzylinder
Zweite Rollenführung
Erster Magnet
Zweiter Magnet
Schutzabdeckung
Platte
Aufnahme für Zusatzgewicht
Kontaktelement
Antriebswelle
Isolator
Gewindestange
Zwischenflansch
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49
50
51
52
53
43
Spannzange
Röhrengreifer
Rolle
Rollenlager
Schlitz
Führungsstange
Rundmesserachse
Perforationsmesserachse
Nadellager
Rollenführungselement
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Claims (1)
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ANSPRÜCHE
1. Vorrichtung (1) zum Abmanteln eines geschirmten Kabels (2), die Vorrichtung (1) umfassend zumindest ein erstes fliehkraftbetätigbares Trennwerkzeug (11) zum Einschneiden einer äußeren elektrischen Isolierschicht (9) des Kabels (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) zumindest ein zweites fliehkraftbetätigbares Trennwerkzeug (12, 29) zur Schwächung, insbesondere Einkerbung oder Perforation, einer an die äußere elektrische Isolierschicht (9) anschließenden Schirmfolie (7) des
Kabels (2) umfasst.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Trennwerkzeughalter (13; 24, 25) zur Halterung des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs (11) und des zumindest einen zweiten Trennwerkzeugs (12, 29) vorgesehen ist, wobei Antriebsmittel (10, 21) zum Rotieren des zumindest einen Trennwerkzeughalters (13; 24, 25) um eine Rotationsachse (20) vorgesehen sind, um die Trennwerkzeuge (11, 12, 29) um das entlang der Rotationsachse (20) zumindest abschnittsweise anordenbare Kabel (2) herum zu rotieren, wobei der Trennwerkzeughalter (13; 24, 25) exzentrisch, vorzugsweise schwenkbar, gelagert ist, um bei dessen Rotation eine Fliehkraft bedingte Auslenkung des
Trennwerkzeughalters (13; 24, 25) zu bewirken.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel zumindest eine, vorzugsweise mit einem Getriebemotor (10), um die Rotationsachse (20) rotatorisch antreibbare Antriebsscheibe (21) umfassen und dass der zumindest eine Trennwerkzeughalter (13; 24, 25),
vorzugsweise mittels zumindest eines Lagerbolzens (14),
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schwenkbar auf der zumindest einen Antriebsscheibe (21)
gelagert ist.
. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass eine Führung, insbesondere Kulissenführung (15), vorgesehen ist, um den zumindest einen Trennwerkzeughalter (13; 24, 25) bei dessen
Fliehkraft bedingter Auslenkung zu führen.
. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass das zumindest eine erste Trennwerkzeug zumindest ein Messer (11), insbesondere
Flachmesser, umfasst.
. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass das zumindest eine zweite Trennwerkzeug zumindest einen Draht (12), insbesondere Runddraht, und/oder einen Bandstahl und/oder ein
Perforationsmesser (29) umfasst.
. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass mindestens ein Sensor vorgesehen ist, um einen Kontakt des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs
(11) mit der Schirmfolie (7) zu detektieren.
. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und nach
Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine erste Trennwerkzeug (11) und das zumindest eine zweite Trennwerkzeug (12, 29) mittels eines gemeinsamen Trennwerkzeughalters (13) gehalten sind, wobei das zumindest eine erste Trennwerkzeug (11) und das zumindest eine zweite Trennwerkzeug (12, 29) bezogen auf die Rotationsachse (20) gegenüberliegend am gemeinsamen Trennwerkzeughalter (13) angeordnet sind,
wobei der gemeinsame Trennwerkzeughalter (13) durch Rotation um die Rotationsachse (20) in einer ersten
Drehrichtung (26) derart auslenkbar ist, um das zumindest
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eine erste Trennwerkzeug (11) zumindest abschnittsweise
auf die Rotationsachse (20) zu und das zumindest eine
zweite Trennwerkzeug
(12, 29) zumindest abschnittsweise
von der Rotationsachse (20) weg zu bewegen,
und wobei der gemeinsame Trennwerkzeughalter (13) durch
Rotation um die Rotationsachse (20) in einer, der ersten
Drehrichtung (26)
Trennwerkzeug Rotationsachse Trennwerkzeug
Rotationsachse
entgegengesetzten, zweiten Drehrichtung
(27) derart auslenkbar ist, um das zumindest eine zweite
(12, (20)
(11) (20)
29) zumindest abschnittsweise auf die
zu und das zumindest eine erste
zumindest abschnittsweise von der
weg zu bewegen.
9. Vorrichtung (1) nach Anspruch 8 und nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass eine elektronische
Steuereinheit
21)
(28)
vorgesehen ist,
zur Steuerung der Antriebsmittel (10,
wobei die Steuereinheit (28) mit dem
mindestens einen Sensor verbunden ist und wobei die
Steuereinheit
(28)
dazu eingerichtet ist, die Rotation des
gemeinsamen Trennwerkzeughalters (13) von der ersten
Drehrichtung (26)
umzuschalten,
auf die zweite Drehrichtung (27)
nachdem der Kontakt des zumindest einen
ersten Trennwerkzeugs (11) mit der Schirmfolie (7)
detektiert worden ist.
10.
Vorrichtung
nach Anspruch 2,
(1)
nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und
dadurch gekennzeichnet, dass das
zumindest eine erste Trennwerkzeug (11) mittels zumindest
eines ersten Trennwerkzeughalters (24) gehalten ist und
dass das zumindest eine zweite Trennwerkzeug (12, 29)
mittels zumindest eines zweiten Trennwerkzeughalters (25)
gehalten ist,
wobei der zumindest eine erste Trennwerkzeughalter (24)
und der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter (25)
durch Rotation um die Rotationsachse (20) in einer ersten
Drehrichtung (26)
derart auslenkbar sind, um das zumindest
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eine erste Trennwerkzeug (11) sowie das zumindest eine zweite Trennwerkzeug (12, 29) zumindest abschnittsweise auf die Rotationsachse (20) zu zu bewegen,
und wobei ein erster Auslenkmechanismus (30, 31) vorgesehen ist, mit dem der zumindest eine erste Trennwerkzeughalter (24) £fliehkraftunabhängig derart wahlweise auslenkbar ist, um das zumindest eine erste Trennwerkzeug (11) zumindest abschnittsweise von der Rotationsachse (20) weg zu bewegen,
wobei vorzugsweise das zumindest eine erste Trennwerkzeug (11) und das zumindest eine zweite Trennwerkzeug (12, 29) bezogen auf die Rotationsachse (20) gegenüberliegend
angeordnet sind.
Vorrichtung (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Auslenkmechanismus einen pneumatischen Antrieb, insbesondere zumindest einen ersten
Pneumatikzylinder (30), umfasst.
Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Auslenkmechanismus zumindest eine erste Rollenführung (31) umfasst, die mittels eines, vorzugsweise pneumatischen, Antriebs bewegbar ist, wobei die zumindest eine erste Rollenführung (31) den zumindest einen ersten Trennwerkzeughalter (24) zumindest abschnittsweise peripher umgebend angeordnet
ist.
Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 12 und nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektronische Steuereinheit (28) zur Steuerung des ersten Auslenkmechanismus (30, 31) vorgesehen ist, wobei die Steuereinheit (28) mit dem mindestens einen Sensor verbunden ist und wobei die Steuereinheit (28) dazu eingerichtet ist, den zumindest einen ersten
Trennwerkzeughalter (24) mittels des ersten
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Auslenkmechanismus (30, 31) auszulenken und damit das zumindest eine erste Trennwerkzeug (11) zumindest abschnittsweise von der Rotationsachse (20) weg zu bewegen, nachdem der Kontakt des zumindest einen ersten Trennwerkzeugs (11) mit der Schirmfolie (7) detektiert
worden ist.
14. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Auslenkmechanismus (32, 33) vorgesehen ist, mit dem der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter (25) fliehkraftunabhängig derart wahlweise auslenkbar ist, um das zumindest eine zweite Trennwerkzeug (12, 29) zumindest abschnittsweise von der Rotationsachse (20) weg zu
bewegen.
15. Vorrichtung (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Auslenkmechanismus einen pneumatischen Antrieb, insbesondere zumindest einen
zweiten Pneumatikzylinder (32), umfasst.
16. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Auslenkmechanismus zumindest eine zweite Rollenführung (33) umfasst, die mittels eines, vorzugsweise pneumatischen, Antriebs bewegbar ist, wobei die zumindest eine zweite Rollenführung (33) den zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalter (25) zumindest abschnittsweise
peripher umgebend angeordnet ist.
17. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 16 und Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Steuereinheit (28) zur Steuerung des zweiten Auslenkmechanismus (32, 33) vorgesehen ist, wobei die Steuereinheit (28) dazu eingerichtet ist, den zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalter (25) mittels des zweiten
Auslenkmechanismus (32, 33) auszulenken und damit das
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zumindest eine zweite Trennwerkzeug (12, 29) zumindest abschnittsweise von der Rotationsachse (20) weg zu bewegen, nachdem der zumindest eine erste Trennwerkzeughalter (24) mittels des ersten Auslenkmechanismus ausgelenkt worden ist und nachdem eine gewisse, vorzugsweise vorgebbare, Zeitspanne abgelaufen ist und/oder der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter (25) eine bestimmte, vorzugsweise vorgebbare, Anzahl von
Umdrehungen um die Rotationsachse (20) absolviert hat.
18. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine erste Trennwerkzeughalter (24) und der zumindest eine zweite Trennwerkzeughalter (25) entlang der Rotationsachse (20)
gesehen hintereinander angeordnet sind.
19. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein erster Magnet (34) vorgesehen ist, der mit dem zumindest einen ersten Trennwerkzeughalter (24) fest verbunden ist, dass mindestens ein zweiter Magnet (35) vorgesehen ist, der mit dem zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalter (25) fest verbunden ist, und dass die ersten und zweiten Magnete (34, 35) dazu eingerichtet sind, eine magnetische Wechselwirkung aufeinander auszuüben, um den zumindest einen ersten Trennwerkzeughalter (24) und den zumindest einen zweiten Trennwerkzeughalter (25) derart auszulenken, um das zumindest eine erste Trennwerkzeug (11) sowie das zumindest eine zweite Trennwerkzeug (12, 29) zumindest
abschnittsweise auf die Rotationsachse (20) zu zu bewegen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50897/2020A AT524372B1 (de) | 2020-10-20 | 2020-10-20 | Vorrichtung zum abmanteln eines geschirmten kabels |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50897/2020A AT524372B1 (de) | 2020-10-20 | 2020-10-20 | Vorrichtung zum abmanteln eines geschirmten kabels |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT524372A1 true AT524372A1 (de) | 2022-05-15 |
| AT524372B1 AT524372B1 (de) | 2022-07-15 |
Family
ID=81535413
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATA50897/2020A AT524372B1 (de) | 2020-10-20 | 2020-10-20 | Vorrichtung zum abmanteln eines geschirmten kabels |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT524372B1 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2059652A1 (de) * | 1970-12-04 | 1972-06-08 | Heinz Driessen | Vorrichtung zum Blankmachen der Enden von Koaxialkabeln |
| US4987801A (en) * | 1989-11-20 | 1991-01-29 | Brown Joseph E | Method and apparatus for stripping a wire end |
| US5669276A (en) * | 1996-06-04 | 1997-09-23 | Spacek; Timothy | Apparatus for cable stripping |
-
2020
- 2020-10-20 AT ATA50897/2020A patent/AT524372B1/de active
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT524372B1 (de) | 2022-07-15 |
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