AT524595A1 - Umrichter für Wechselstromsysteme - Google Patents
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Abstract
Ein Umrichter für Wechselstromsysteme, insbesondere Drehstromsysteme, hat zwei oder mehr als zwei Phasen (U, V, W), wobei pro Phase (U, V, W) ein Arm (13) oder zwei Arme (1, 2) mit in Reihe geschalteten Umrichtermodulen (5), die jeweils einen Kondensator (K) aufweisen, und mit einem Phasenanschluss (3) vorgesehen ist oder sind und wobei jeder Arm (1, 2, 13) einer Phase (U, V, W) mit einem entsprechendem Arm (1, 2, 13) jeder anderen Phase (U, V, W) über eine leitende Verbindung (4) mit einheitlichem Potential verbunden ist. Pro Arm (1, 2, 13) einer Phase (U, V, W) ist der Kondensator (K) des Umrichtermoduls (5), das am weitesten vom Phasenanschluss (3) entfernt angeordnet ist, direkt an der leitenden Verbindung (4) angeschlossen und mit einer Ausgleichseinheit (10), die einen Energietransfer zwischen dem Arm (1, 2, 13) der einen Phase (U, V, W) und einem Arm (1, 2, 13) einer anderen Phase (U, V, W) zulässt, verbunden.
Description
Verbindung mit einheitlichem Potential verbunden ist.
Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Umrichters sowie eine Drehstrommaschine, insbesondere Elektromotor, oder eine Netzeinspeisung, d.h. eine Einrichtung zum Einspeisen von Strom in ein Stromnetz, mit
wenigstens einem Umrichter.
In der Antriebstechnik werden geregelte Drehstrommaschinen in Nieder- und Mittelspannung mit Umrichtern gespeist, die häufig als Zwischenkreisspannungsumrichter ausgeführt sind. Die von diesen Umrichtern erzeugten unerwünschten harmonischen Oberschwingungen hängen von der Schaltfrequenz der Leistungshalbleiter und der Anzahl der schaltbaren Spannungsstufen (Level) ab. Weiterhin erzeugt jede Kommutierung des Leistungshalbleiters Spannungsschaltflanken. Diese Schaltflanken belasten die Isolation der Ständerwicklung des Motors und die Motorkabel. Motoren größerer Leistung werden häufig mit Spannungen im Bereich der Mittelspannung gespeist, für die die zugehörigen Umrichter ebenfalls in Mittelspannung auszuführen sind. Im Falle eines 2-Level Umrichters müssen die Leistungshalbleiter eine entsprechend höhere Sperrspannung aufweisen, was die Auswahl der Leistungshalbleiter einschränkt. Weiterhin erzeugen Leistungshalbleiter mit höherer Sperrspannung deutlich höhere Schaltverluste als die mit niedrigerer Sperrspannung, womit die wirtschaftlich erreichbare Schaltfrequenz deutlich begrenzt ist. Für die Lösung dieses Problems werden in der Mittel- und Niederspannung Umrichter mit
mehreren Gleichspannungszwischenkreisen eingesetzt. Hierdurch
und der 3-Level-NPP Umrichter.
Mehrstufige Topologien, wie die Cascaded H-Bridge Topologie (US6014323) und die MMC Topologie von Margwardt (ETG Konferenz 2002) verwenden eine skalierbare Reihenschaltung von Umrichtermodulen mit eigenen Zwischenkreiskondensatoren, welche die Zwischenkreisgleichspannungen der Module stützen. Mehrstufige Topologien bieten Vorteile einer verringerten Sperrspannungsanforderung der einzelnen Leistungshalbleiter und damit verringerter Schaltverluste, wodurch höhere Frequenzen
ermöglicht werden.
Nach derzeitigem Stand der Technik bestehen die Umrichtermodule aus Leistungshalbleiterbauelementen, insbesondere in der Ausführung als IGBT oder IGCT, sowie Kondensatoren. Diese Kondensatoren werden im Wesentlichen entsprechend der erwarteten maximalen pulsierenden Grundschwingungsleistung der Phase
ausgelegt.
Nach derzeitigem Stand der Technik kommt es bei kleinen Frequenzen und großen Energien durch die Umrichtermodule zu erheblichen Pulsationen der Zwischenkreisspannungen in den einzelnen Phasen. Durch die pulsierende Leistung der einzelnen Phase werden die Umrichtermodule belastet. Um dennoch einen Betrieb bei geringen Ausgangsfrequenzen zu ermöglichen, wird ein zusätzlicher Kreisstrom erzeugt, der die Belastung der Zwischenkreise reduziert. Dies belastet die Leistungshalbleiter Jedoch zusätzlich und reduziert den verfügbaren Ausgangsstrom. Bei Applikationen, die hohe Anfahrmomente benötigen oder in bestimmten Betriebsarten längere Zeit bei kleinen Drehzahlen betrieben werden oder bei denen der Motor eine geringe
Nennfrequenz aufweist, müssen aufgrund der pulsierenden Leistung
darstellt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Umrichter der eingangs genannten Gattung, ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Umrichters sowie eine Drehstrommaschine zur Verfügung zu stellen, welche die vorgenannten Nachteile nicht aufweisen, wobei die Ausgangsleistung erhöht wird und insbesondere die Grundschwingungspulsation der Zwischenkreisspannungen ausgeglichen/reduziert wird, ohne die Belastung der Umrichtermodule durch Kreisströme zu erhöhen, und so die Verwendung von kleineren Kondensatoren in den Umrichtermodulen
ermöglicht wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Umrichter gelöst, der
die Merkmale des Anspruches 1 aufweist.
Zudem wird die Aufgabe erfindungsgemäß gelöst mit einem Verfahren, das die Merkmale des Anspruches 12 aufweist, sowie mit einer Drehstrommaschine oder einer Netzeinspeisung, die die
Merkmale des Anspruches 13 aufweist.
Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Da die pulsierende Grundschwingungsleistung in einem mehrphasigen System unter den einzelnen Phasen phasenverschoben ist, werden auch die Zwischenkreiskondensatoren in einer zeitlichen Abfolge unterschiedlich belastet, während die Summe der pulsierenden Grundschwingungsleistung im symmetrischen Betrieb ausgeglichen ist. Deshalb ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass pro Arm einer Phase das Umrichtermodul, das an
der leitenden Verbindung angeschlossen ist, mit einer
einen Energietransfer zwischen Umrichtermodulen zweier Phasen.
Somit wird erreicht, dass sich Leistungspulsationen einer Phase mit einer anderen Phase ausgleichen können, da pulsierende Leistung von einem Umrichtermodul wenigstens einer Phase an ein entsprechendes Umrichtermodul einer anderen Phase über eine Ausgleichseinheit übertragen wird, wodurch die Zwischenkreiskondensatoren weniger belastet werden und damit kleiner ausgelegt werden können. Weiterhin können auch Kreisströme für die Reduzierung der Leistungspulsationen reduziert werden, womit die Leistungshalbleiter entlastet werden
und der verfügbare Ausgangsstrom optimiert wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass pro Arm einer Phase das Umrichtermodul, das am weitesten vom Phasenanschluss entfernt angeordnet ist, mit der Ausgleichseinheit in Verbindung steht. Dieses Umrichtermodul ist in den in der Praxis relevanten Umrichtern üblicherweise mit der leitenden Verbindung mit einheitlichem Potential verbunden, so dass die Erfindung somit auf die in der Praxis wesentlichen
Umrichter einfach angewendet werden kann.
Vorteilhafterweise ist in wenigstens einem Arm, vorzugsweise in allen Armen, wenigstens eine Übertragungseinheit vorgesehen, die einen vom Laststrom unabhängigen Energietransfer zwischen einem Umrichtermodul des Armes mit wenigstens einem anderen Umrichtermodul desselben Armes zulässt. Vorzugsweise ist die Übertragungseinheit derart vorgesehen, dass sie einen vom Laststrom unabhängigen Energietransfer zwischen einem Umrichtermodul des Armes mit wenigstens einem anderen Umrichtermodul desselben Armes zulässt, welches mit der
Ausgleichseinheit in Verbindung steht. Hiermit können neben den
an die Ausgleichseinheiten angeschlossenen Umrichtermodulen noch weitere Umrichtermodule desselben Armes von den pulsierenden Grundschwingungsleistungen entlastet werden, womit auch die Zwischenkreiskondensatoren dieser Umrichtermodule reduziert werden können. Hierzu ist in einer bevorzugten Ausführungsform eine Übertragungssteuerung vorgesehen, die den Energietransfer
unabhängig vom Laststrom steuert.
Insbesondere kann im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass Umrichtermodule in wenigstens einem Arm, vorzugsweise in allen Armen, jeweils mit einer Übertragungseinheit in Verbindung stehen. Somit kann ein Energieausgleich über alle
Umrichtermodule innerhalb einer Phase stattfinden.
Vorteilhafterweise sind Übertragungseinheiten als Spannungswandler ausgelegt, welche einen effizienten
Energietransfer ermöglichen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung steuert/koordiniert die Übertragungssteuerung den Energietransfer zwischen zwei Umrichtermodulen abhängig vom Lastzustand der Umrichtermodule, insbesondere auch abhängig vom Schaltzustand der Umrichtermodule, damit der Energietransfer zum gewünschten Umrichtermodul den Betrieb des Umrichters nicht negativ beeinflusst. Zudem hat dies vorteilhaften Einfluss auf
die Reduzierung der Leistungspulsationen innerhalb einer Phase.
Die Übertragungssteuerung steht vorzugsweise mit den jeweiligen
Übertragungseinheiten in Verbindung.
Im Rahmen der Erfindung kann pro Phase ein Arm vorgesehen sein, wobei die leitende Verbindung ein Sternpunkt ist. Dies ist insbesondere bei der Cascaded H-Bridge Topologie der Fall. Hierbei ist es bevorzugt, wenn die Ausgleichseinheit ein
Sternpunkt mit Umrichter ist, wobei der Umrichter insbesondere
Alternativ dazu kann im Rahmen der Erfindung pro Phase ein negativer Arm und ein positiver Arm vorgesehen sein, wobei die leitende Verbindung zwischen den positiven Armen der Phasen ein gemeinsamer positiver Anschluss, insbesondere eine positive Sammelschiene, und die leitende Verbindung zwischen den negativen Armen der Phasen ein gemeinsamer negativer Anschluss,
insbesondere eine negative Sammelschiene ist.
In einer bevorzugten Weiterbildung ist die Ausgleichseinheit eine Parallelschaltung zwischen den jeweiligen Umrichtermodulen zweier Phasen, insbesondere eine Parallelschaltung der
Zwischenkreiskondensatoren der Umrichtermodule zweier Phasen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter, den Schutzbereich nicht beschränkender, Ausführungsbeispiele der Erfindung unter
Bezugnahme auf die angeschlossenen Zeichnungen. Es zeigt:
Fig. 1 ein Schaltbild eines dreiphasigen MMC Umrichters nach dem Stand der Technik,
Fig. 2 - 5 Schaltbilder von erfindungsgemäßen MMC Umrichtern,
Fig. 6 ein Schaltbild eines dreiphasigen Cascaded H-Bridge Umrichters nach dem Stand der Technik,
Fig. 7 - 9 Schaltbilder von erfindungsgemäßen Cascaded H-Bridge Umrichtern und
Fig. 10 eine Anordnung aus Drehstrommaschine, Umrichtereinheit
und Stromnetz.
In Fig. 1 ist das Schaltbild eines herkömmlichen MMC Umrichters für drei Phasen U, V, W dargestellt. Pro Phase U, V, W sind zwei Arme 1, 2 mit einem Phasenanschluss 3 vorgesehen. Jeder
Phasenanschluss 3 ist über die zwei Arme 1, 2 mit einer
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Energietransfer wird über eine Umrichtersteuerung 7 gesteuert.
In Fig. 2 ist das Schaltbild eines erfindungsgemäßen MMC Umrichters für drei Phasen U, V, W dargestellt, der sich in den
folgenden Merkmalen vom herkömmlichen Umrichter unterscheidet.
In allen Armen 1, 2 sind Spannungswandler als Übertragungseinheiten 8 vorgesehen, die einen zusätzlichen Energietransfer zwischen einem Umrichtermodul 5 eines Armes 1,2 mit einem anderen Umrichtermodul 5 desselben Armes 1, 2 zulässt. Eine Übertragungssteuerung 9, die mit den Übertragungseinheiten 8 in Verbindung steht, steuert den zusätzlichen Energietransfer unabhängig vom über eventuelle Kreisströme stattfindenden Energietransfer, jedoch abhängig vom Lastzustand der Jeweiligen Umrichtermodule 5. Die Ausführung der Übertragungseinheiten 8
müssen dabei nicht identisch ausgeführt werden.
Pro Arm 1, 2 einer Phase U, V, W steht das Umrichtermodul 5, das an der leitenden Verbindung 4 angeschlossen ist, mit einer Ausgleichseinheit 10 in Verbindung, die einen Energietransfer zwischen dem Arm 1, 2 der einen Phase U, V, W und einem Arm 1, 2 einer anderen Phase U, V, W zulässt. Dies ist eine Modifikation der herkömmlichen MMC Schaltung, die einen Ausgleich der Leistungspulsationen erlaubt, ohne dass Kreisströme benötigt
werden. Insbesondere werden die Zwischenkreiskondensatoren K der
werden die pulsierenden Leitungen ausgeglichen.
Die Ausgleichseinheit 10 am obersten und untersten Umrichtermodul 5 allein ändert noch nicht die Belastung der übrigen Umrichtermodule 5. Jedoch ist über diese Verbindung ein Pfad entstanden, der einen weitgehend direkten Ausgleich der Leistungspulsationen zwischen den Phasen erlaubt. Die nicht direkt an die Ausgleichseinheit 10 angeschlossenen Umrichtermodule 5 werden also über die Übertragungseinheiten 8 von den Leistungspulsationen entlastet, indem diese Übertragungseinheiten 8 die Energie zu den Ausgleichseinheiten
transferieren.
Der in Fig. 3 dargestellte Umrichter entspricht im Wesentlichen dem in Fig. 2 dargestellten Umrichter. Hierbei wird der Energietransfer des jeweiligen Zwischenkreiskondensators K in den jeweils höher liegenden Zwischenkreiskondensator K mit Hilfe eines Stellers erreicht, der über eine Induktivität an das nächste Umrichtermodul 5 angeschlossen ist. Diese Übertragung muss mit dem Schaltzustand des höher liegenden Umrichtermoduls 5 koordiniert werden, damit der in der Induktivität gespeicherte Strom nicht an dem oberen Kondensator vorbeifließt. Die Übertragungssteuerung 9, die mit den Übertragungseinheiten 8 in Verbindung steht, steuert den zusätzlichen Energietransfer unabhängig vom über eventuelle Kreisströme stattfindenden Energietransfer, Jedoch abhängig vom Lastzustand und vom
Schaltzustand der jeweiligen Umrichtermodule 5.
Übertragungseinheiten 8 und ohne Übertragungssteuerung 9.
Bei dem Umrichter gemäß Fig. 5 besteht die Lösung zu den Übertragungseinrichtungen 8 eines Armes 1, 2aus H-Brücken, die über einen Mittelfrequenz-Transformator miteinander verbunden sind. Durch die erhöhte Frequenz ist der Transformator gegenüber einem klassischen 50Hz Transformator deutlich kleiner. Diese Schaltung hat den Vorteil, dass sie auch resonant betrieben werden kann und die Halbleiter damit im Stromnulldurchgang verlustarm schalten. Alle H-Brücken eines Transformators sind miteinander über die Spannung synchronisiert. Falls die Isolationsspannung des Transformators nicht für alle Umrichtermodule 5 reicht oder der Transformator zu aufwändig würde, wird ein weiterer Transformator in Reihe geschaltet. Je nach Ausführungsform können Transformatoren mit mehr oder weniger Wicklungssystemen verwendet werden. Dieses Ausführungsbeispiel kann für jeden Arm 1, 2, 13 der Schaltung nach Fig. 2 und Fig. 7 angewendet werden, wobei sich die Übertragungseinrichtung 8, welche an die Ausgleichseinheit 4 angeschlossen ist, von den anderen Übertragungseinrichtungen 8 des Armes etwas unterscheidet. Die Lösung ist damit für
zweiphasige Systeme oder auch dreiphasige Systeme denkbar.
In Fig. 6 ist das Schaltbild eines dreiphasigen Cascaded HBridge Umrichters dargestellt. Pro Phase U, V, W ist ein Arm 13 mit einem Phasenanschluss 3 vorgesehen. Jeder Phasenanschluss 3 ist über den Arm 13 mit einer leitenden Verbindung 4 einheitlichen Potentials verbunden. Jeder Arm 13 einer Phase U, V, W ist mit einem Arm 13 jeder anderen Phase U, V, W über die leitende Verbindung 4 mit einheitlichem Potential verbunden. Die leitende Verbindung 4 ist in diesem Fall als Sternpunkt 14
ausgelegt. Jeder Arm 13 besteht in dieser Ausführung aus
mehreren Umrichtermodulen 5 mit Kondensatoren K, die miteinander in Reihe geschaltet sind. Der Energietransfer wird über eine
Umrichtersteuerung 7 gesteuert.
In den Fig. 7 und 8 ist ein Schaltbild eines erfindungsgemäßen dreiphasigen Cascaded H-Bridge Umrichters dargestellt, der sich in den folgenden Merkmalen vom herkömmlichen Umrichter
unterscheidet.
In allen Armen 13 sind Spannungswandler als Übertragungseinheiten 8 vorgesehen, die einen zusätzlichen Energietransfer zwischen einem Umrichtermodul 5 eines Armes 13 mit einem anderen Umrichtermodul 5 desselben Armes 13 zulässt. Eine Übertragungssteuerung 9, die mit den Übertragungseinheiten 8 in Verbindung steht, steuert den zusätzlichen Energietransfer unabhängig vom Laststrom, jedoch abhängig von dem Lastzustand der jeweiligen Umrichtermodule 5 und wahlweise auch abhängig
oder unabhängig von dem jeweiligen Schaltzustand.
Pro Arm 13 einer Phase U, V, W steht das Umrichtermodul 5, das an der leitenden Verbindung 4, 14 angeschlossen ist, mit einer Ausgleichseinheit 10 in Verbindung, die einen Energietransfer zwischen dem Arm 13 der einen Phase U, V, W und einem Arm 13 einer anderen Phase U, V, W zulässt. Hierfür wurde die Topologie mit einem Umrichter im Sternpunkt erweitert. Es kann ein 2-Level Umrichter (Fig. 7) oder jeder andere Umrichter mit wenigstens einem gemeinsamen zentralen Zwischenkreis verwendet werden, d.h. es sind beispielsweise 2-Level Umrichter, 3-Level-NPC Umrichter (Fig. 8), 3-Level-NPP Umrichter Nested Cell-NPP Umrichter oder Floating Capacitor Umrichter denkbar. Die Zwischenkreise der kaskadierten H-Brücken sind über die Übertragungseinheiten 8 mit den Ausgleichseinheiten 10 an den Zwischenkreis des Umrichters
im Sternpunkt angeschlossen.
Der in Fig. 9 dargestellte Umrichter entspricht im Wesentlichen
dem in Fig. 7 dargestellten Umrichter ohne Übertragungseinheiten
8 und ohne Übertragungssteuerung 9.
Fig. 10 zeigt ein Stromnetz 20, eine Umrichtereinheit 21 sowie eine Drehstrommaschine 22. Die Umrichtereinheit 21 umfasst im Wesentlichen einen Motorstromumrichter 23 einen Zwischenkreis 24 und einen Netzumrichter 25. Zwischen der Umrichtereinheit 21 und dem Stromnetz kann optional ein Trafo 26 vorgesehen sein. Die Umrichtereinheit 21 und/oder die Drehstrommaschine 22 können von
dem erfindungsgemäßen Umrichter Gebrauch machen.
Im Falle einer Netzeinspeisung bildet die Umrichtereinheit 21 und optional der Trafo 26 eine Einrichtung zum Einspeisen von Strom in das Stromnetz 20. In diesem Fall wird die Drehstrommaschine 22 als Generator betrieben, der Strom erzeugt. ES kann auch vorgesehen sein, dass Strom aus dem Stromnetz 20 über die Umrichtereinheit 21 der als Elektromotor ausgeführten
Drehstrommaschine 20 zugeführt wird.
Claims (1)
- Patentansprüche:Umrichter für Wechselstromsysteme, insbesondere Drehstromsysteme, mit zwei oder mehr als zwei Phasen (U, V, W), wobei pro Phase (U, V, W) ein Arm (13) oder zwei Arme (1, 2) mit in Reihe geschalteten Umrichtermodulen (5) und mit einem Phasenanschluss (3) vorgesehen ist oder sind und wobei jeder Arm (1, 2, 13) einer Phase (U, V, W) mit einem entsprechendem Arm (1, 2, 13) jeder anderen Phase (U, V, W) über eine leitende Verbindung (4) mit einheitlichem Potential verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass pro Arm (1, 2, 13) einer Phase (U, V, W) das Umrichtermodul (5), das an der leitenden Verbindung (4) angeschlossen ist, mit einer Ausgleichseinheit (10) in Verbindung steht, die einen Energietransfer zwischen dem Arm (1, 2, 13) der einen Phase (U, V, W) und einem Arm (1,2, 13) einer anderen Phase (U, V, W) zulässt.Umrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass pro Arm (1, 2, 13) einer Phase (U, V, W) das Umrichtermodul (5), das am weitesten vom Phasenanschluss (3) entfernt angeordnet ist, mit der Ausgleichseinheit(10) in Verbindung steht.Umrichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umrichtermodule (5) Jeweils in Reihe geschaltet sind und dass in wenigstens einem Arm (1, 2, 13), vorzugsweise in allen Armen (1, 2, 13), wenigstens eine Übertragungseinheit (8) vorgesehen ist, die einen vom Laststrom unabhängigen Energietransfer zwischen einem Umrichtermodul (5) des Armes (1, 2, 13) mit wenigstens einem anderen Umrichtermodul (5) desselben Armes (1, 2, 13) zulässt, und dass insbesondere eine Übertragungssteuerung (9) vorgesehen ist, die denEnergietransfer unabhängig vom Laststrom steuert.13Umrichter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass inwenigstens einem Arm (1, 2, 13), vorzugsweise in allenArmen (1, 2, 13), in Reihe geschalteteÜbertragungseinheiten (8) vorgesehen sind.Umrichter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dassUmrichtermodule (5) in wenigstens einem Arm (1, 2, 13),vorzugsweise in allen Armen (1, 2, 13), jeweils mit einerÜbertragungseinheit (8) in Verbindung stehen.Umrichter nach einem der Ansprüche 3 bis5, dadurchgekennzeichnet, dass Übertragungseinheiten (8) alsSpannungswandler ausgeführt sind.Umrichter nach einem der Ansprüche 3 bis6, dadurchgekennzeichnet, dass die Übertragungssteuerung (9) denzusätzlichen Energietransfer abhängig vom Schaltzustandund vom Lastzustand der verbundenen Umrichtermodule (5)steuert.Umrichter nach einem der Ansprüche 1 bisgekennzeichnet, dass pro Phase (U, V, W)7, dadurchein Arm (13)vorgesehen ist und dass die leitende Verbindung (4) einSternpunkt ist.Umrichter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dassdie Ausgleichseinheit (10) ein Sternpunkt mit Umrichterist, wobei der Umrichter insbesondere ein Umrichter mitwenigstens einem zentralen ZwischenkreisUmrichter nach einem der Ansprüche 1 bis gekennzeichnet, dass pro Phase (U, V, W)(2) und ein positiver Arm (1) vorgesehenist.7, dadurch ein negativer Armsind und dass dieleitende Verbindung (4) zwischen den positiven Armen (1)der Phasen (U, V, W) ein gemeinsamer positiver Anschluss,insbesondere eine positive Sammelschiene,und die leitende12.13.14Verbindung (4) zwischen den negativen Armen (2) der Phasen (U, V, W) ein gemeinsamer negativer Anschluss,insbesondere eine negative Sammelschiene ist.Umrichter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichseinheit (10) eine Parallelschaltung zwischen den jeweiligen Umrichtermodulen (5) zweier Phasen (U, V, W) ist, insbesondere eine Parallelschaltung von Zwischenkreiskondensatoren (K) der Umrichtermodule (5)zweier Phasen (U, V, W).Verfahren zum Betreiben eines Umrichters für Wechselstromsysteme, insbesondere Drehstromsysteme, mit zwei oder mehr als zwei Phasen (U, V, W), wobei pro Phase (U, V, W) ein Arm (13) oder zwei Arme (1, 2) mit in Reihe geschalteten Umrichtermodulen (5) und mit einem Phasenanschluss (3) vorgesehen ist oder sind und wobei jeder Arm (1, 2, 13) einer Phase (U, V, W) mit einem entsprechendem Arm (1, 2, 13) Jeder anderen Phase (U, V, W) über eine leitende Verbindung (4) mit einheitlichem Potential verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Arm (1, 2, 13) wenigstens einer Phase (U, V, W) das Umrichtermodul (5), das an der leitenden Verbindung (4) angeschlossen ist, Energie über eine Ausgleichseinheit (10) auf einen Arm (1, 2, 13) einer anderen Phase (U, V,W) überträgt.Drehstrommaschine, insbesondere Elektromotor, oder Netzeinspeisung mit wenigstens einem Umrichter, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Umrichter nach einemder Patentansprüche 1 bis 11 ausgeführt ist.
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