AT524974A1 - Ziehbank - Google Patents

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AT524974A1 ATA50288/2021A AT502882021A AT524974A1 AT 524974 A1 AT524974 A1 AT 524974A1 AT 502882021 A AT502882021 A AT 502882021A AT 524974 A1 AT524974 A1 AT 524974A1
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Abstract

Es wird eine Ziehbank mit einem Ziehbett (1), mit einem eine Ziehachse (11) bestimmenden Matrizenbock (2), mit einem entlang des Ziehbetts (1) verfahrbaren, gegenüber der Ziehachse (11) ausgerichteten Ziehwagen (3) und mit wenigstens zwei ortsfest am Ziehbett (1) angeordneten, in Richtung der Ziehachse (11) verlaufenden Zahnstangen (5) beschrieben, die mit im Ziehwagen (3) vorgesehenen, antreibbaren Antriebszahnrädern (7, 8) kämmen. Um vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass die Verzahnung (6) der Zahnstangen (5) auf einander zugekehrten oder voneinander abgekehrten Seiten der Zahnstangen (5) vorgesehen sind, dass die Wirklinie der resultierenden Tangentialkomponenten (Ft) der Zahnkräfte (F) mit der Ziehachse (11) übereinstimmt und dass sich die durch die Radialkomponenten (Fr) der Zahnkräfte (F) im Bereich der beiden Zahnstangen (5) bedingten, den Ziehwagen (3) gegensinnig beaufschlagenden Drehmomente aufheben.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Ziehbank mit einem Ziehbett, mit einem eine Ziehachse bestimmenden Matrizenbock, mit einem entlang des Ziehbetts verfahrbaren, gegenüber der Ziehachse ausgerichteten Ziehwagen und mit wenigstens zwei ortsfest am Ziehbett angeordneten, in Richtung der Ziehachse verlaufenden Zahnstangen, die mit im Ziehwagen vorgesehenen, antreibbaren
Antriebszahnrädern kämmen.
Um die durch die Notwendigkeit einer durchgehenden Ziehwagenführung und einer Anordnung eines schweren Antriebsmotors auf dem Ziehwagen bedingten Nachteile bei Ziehbänken zu vermeiden, die entlang des Ziehbetts geführte Ziehwagen mit durch einen Motor angetriebene Antriebszahnräder und im Ziehbett ortsfest angeordnete, mit den Antriebszahnrädern kämmende Zahnstangen aufweisen, ist es bekannt (DE 1 819 329 U1), auf einen Ziehwagen zu verzichten und die auf Rollen des Ziehbetts verfahrbar gelagerte Zahnstange mit einer Kuppelvorrichtung für das zu ziehende Ziehgut zu versehen. Zum Antrieb der Zahnstange dient ein im Ziehbett vorgesehener Antriebsmotor, der mittels eines Getriebes ein mit der Zahnstange kämmendes Antriebszahnrad mit waagrechter Drehachse antreibt. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass die Kraftübertragung zwischen dem von unten in die auf der Unterseite der Zahnstange vorgesehene Verzahnung der Zahnstange eingreifenden Antriebszahnrad und der Zahnstange in einer die Ziehachse aufnehmenden Ebene liegt, um die Ziehkraft in Richtung der Ziehachse übertragen zu können. Nachteilig ist vor allem der mit der Bewegung der Zahnstange benötigte Platzbedarf in Ziehrichtung, der der doppelten Ziehlänge
entspricht.
auswirkenden, lastabhängigen Drehmomenten ausgesetzt wird.
Ausgehend von einer Ziehbank der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Verzahnung der Zahnstangen auf einander zugekehrten oder voneinander abgekehrten Seiten der Zahnstangen vorgesehen sind, dass die Wirklinie der resultierenden Tangentialkomponenten der Zahnkräfte mit der Ziehachse übereinstimmt und dass sich die durch die Radialkomponenten der Zahnkräfte im Bereich der beiden Zahnstangen bedingten, den Ziehwagen
gegensinnig beaufschlagenden Drehmomente aufheben.
Die in Richtung der Eingriffslinie wirksamen Zahnkräfte zwischen den angetriebenen Antriebszahnrädern und den Zahnstangen können in eine in Umfangsrichtung des Antriebszahnrads, also tangential zum Teilkreis, verlaufende Tangentialkomponente und eine dazu senkrechte Radialkomponente zerlegt werden, die keinen Beitrag zur Ziehkraft leistet. Die Tangentialkomponenten der Zahnkräfte ergeben eine resultierende Tangentialkraft mit einer Wirkungslinie, die erfindungsgemäß in der Ziehachse der Ziehbank liegen soll, sodass sich durch die Tangentialkomponenten der wirksamen Zahnkräfte keine antriebsbedingten Drehmomente auf den Ziehwagen ergeben, die durch den Ziehwagen verformungsfrei aufgenommen werden müssten, was vergleichsweise einfache Konstruktionsbedingungen für den Ziehwagen mit sich bringt, ohne negative Einflüsse auf den Ziehvorgang befürchten
zu müssen.
Allerdings bewirken die Radialkomponenten der Zahnkräfte ebenfalls nicht ohne Weiteres vernachlässigbare Drehmomentbelastungen des Ziehwagens. Zur Berücksichtigung dieser Radialkomponenten sind zunächst die Verzahnungen der
Zahnstangen auf einander zugekehrten oder voneinander abgekehrten Seiten der
Gewichtsmomente können ohne Weiteres konstruktiv berücksichtigt werden.
Um die erfindungsgemäße Wirkung des Zahnstangenantriebs sicherzustellen, ist zumindest je ein angetriebenes Antriebszahnrad für jede der beiden Zahnstangen vorzusehen. Vorteilhaftere Konstruktionsverhältnisse ergeben sich jedoch, wenn die Zahnstangen mit je zwei im Ziehwagen gelagerten Antriebszahnrädern kämmen, weil sich in diesem Fall kleinere Antriebseinheiten ergeben, insbesondere wenn die Antriebszahnräder je durch einen Getriebemotor angetrieben werden. Außerdem lässt sich der Ziehwagen bei Bedarf auch nur mithilfe eines Antriebszahnradpaars
antreiben.
Werden die Zahnstangen in einer um die Ziehachse geneigten Ebene angeordnet, so kann in einfacher Art ein Abtransport des gezogenen Ziehguts vom Ziehbett
sichergestellt werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es
zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Ziehbank in einer vereinfachten Draufsicht,
Fig. 2 diese Ziehbank in einem Schnitt nach der Linie Il-Il der Fig. 1 in einem größeren Maßstab,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie Il-III der Fig. 2,
Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung einer Konstruktionsvariante und
Fig. 5 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung einer weiteren
Konstruktionsvariante.
vorgegebenen Ziehachse 11 zusammenfällt.
Wie der Fig. 3 entnommen werden kann, kann die in Richtung der Eingriffslinie der Zähne der Antriebszahnräder 7, 8 und der Verzahnung 6 der Zahnstangen 5 auf die Zähne der Antriebszahnräder 7, 8 einwirkende Zahnkraft F in eine Tangentialkomponente Fı und eine dazu senkrechte Radialkomponente Fr zerlegt werden, die keinen Beitrag zur Bereitstellung der notwendigen Ziehkraft leistet. Die in Längsrichtung der Zahnstangen 5 wirksamen Tangentialkomponenten Fı bedingen in Verbindung mit dem in Richtung der Ziehachse 11 wirksamen Durchziehwiderstand des Ziehguts 10 belastungsbedingte Drehmomente auf den Ziehwagen 3, die sich nach außen aufheben sollen. Aus diesem Grund ist die Anordnung so getroffen, dass die Wirklinie der resultierenden
Tangentialkomponenten Fı der Zahnkräfte F mit der Ziehachse 11 übereinstimmt.
Liegen die Antriebszahnräder 7, 8 einander bezüglich der Ziehachse 11 symmetrisch gegenüber, so heben sich die durch die Tangentialkomponenten F+ der
Zahnkräfte F bedingten Drehmomente auf den Ziehwagen 3 unter der
Ziehachse 11 nicht symmetrisch zu den beiden Zahnstangen 5 verlaufen kann.
Ähnliches gilt für die Drehmomente, die durch die Radialkomponenten Fr der Zahnkräfte F bedingt sind. Bei der symmetrischen Anordnung der Antriebszahnräder 7, 8 bezüglich der Ziehachse 11 gemäß der Fig. 3 ist es offensichtlich, dass sich die auf die Radialkomponenten Fr zurückzuführenden Drehmomenten auf den Ziehwagen 3 aufheben. Weisen die Antriebszahnräder 7 einen gegenüber den Antriebszahnrädern 8 unterschiedlichen gegenseitigen Abstand auf, wie dies in der Fig. 4 angedeutet ist, so müssen die Antriebszahnräder 7, 8 bei sonst gleichen Antriebsbedingungen symmetrisch in Bezug auf eine zur Ziehachse 11 senkrechte Symmetrieebene angeordnet werden. Eine solche gegeneinander versetzte Anordnung der Antriebszahnräder 7, 8 der beiden Zahnstangen 5 kann beispielsweise hinsichtlich der Platzverhältnisse von Vorteil sein. Werden die Verzahnungen 6 der Zahnstangen 5 nicht auf den einander zugekehrten Seiten der Zahnstangen 5, sondern auf den voneinander abgekehrten Seiten vorgesehen, wie dies die Fig. 4 zeigt, so können zwar andere Abstandsverhältnisse für die Antriebszahnräder eingehalten werden, hinsichtlich des Drehmomentausgleichs ergeben sich jedoch keine grundsätzlichen Änderungen, weil sich die durch die Radialkomponenten Fr der Zahnkräfte F im Bereich der einen Zahnstange 5 ergebenden Drehmomente mit den Drehmomenten der Radialkomponenten Fr der Zahnkräfte F im Bereich der gegenüberliegenden
Zahnstange 5 gegenseitig aufheben.
Dies gilt auch für eine Anordnung gemäß der Fig. 5, bei der die Zahnstangen 5 in
einer gegenüber einer waagrechten Ebene um die Ziehachse 11 geneigten Ebene
Ziehbank hilfreich sein.

Claims (4)

(343743.7) II Patentansprüche
1. Ziehbank mit einem Ziehbett (1), mit einem eine Ziehachse (11) bestimmenden Matrizenbock (2), mit einem entlang des Ziehbetts (1) verfahrbaren, gegenüber der Ziehachse (11) ausgerichteten Ziehwagen (3) und mit wenigstens zwei ortsfest am Ziehbett (1) angeordneten, in Richtung der Ziehachse (11) verlaufenden Zahnstangen (5), die mit im Ziehwagen (3) vorgesehenen, antreibbaren Antriebszahnrädern (7, 8) kämmen, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung (6) der Zahnstangen (5) auf einander zugekehrten oder voneinander abgekehrten Seiten der Zahnstangen (5) vorgesehen sind, dass die Wirklinie der resultierenden Tangentialkomponenten (Fi) der Zahnkräfte (F) mit der Ziehachse (11) übereinstimmt und dass sich die durch die Radialkomponenten (Fr) der Zahnkräfte (F) im Bereich der beiden Zahnstangen (5) bedingten, den Ziehwagen
(3) gegensinnig beaufschlagenden Drehmomente aufheben.
2. Ziehbank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnstangen (5) mit je zwei antreibbaren, im Ziehwagen (3) gelagerten Antriebszahnrädern (7, 8)
kämmen.
3. Ziehbank nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Antriebszahnräder (7, 8) je durch einen Getriebemotor (9) antreibbar sind.
4. Ziehbank nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnstangen (5) in einer um die Ziehachse (11) geneigten Ebene (12)
angeordnet sind.
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