AT525285A4 - Spender zum Spenden von blattförmigem Material und Behälter für blattförmiges Material - Google Patents
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Abstract
Spender (33) zum Spenden von blattförmigem Material (4), insbesondere von Feuchttüchern, mit einem auswechselbaren Behälter (1), der innerhalb einer Wandung (7) aus zumindest teilweise flexiblem Material, insbesondere aus einer Kunststofffolie, das blattförmige Material (4) enthält, und der einen formstabilen Körper (5) aufweist, in dem eine Entnahmeöffnung (8) für das blattförmige Material (4) ausgebildet ist, wobei der Spender (33) eine Aufnahme für den auswechselbaren Behälter (1) aufweist, wobei die Aufnahme des Spenders einen Schiebesitz (12) aufweist, in den der mit Vorsprüngen (11) und/oder Nuten (11a) versehene formstabile Körper (5) des auswechselbaren Behälters (1) in eine Schieberichtung (S) einschiebbar ist, wobei der formstabile Körper (5) des auswechselbaren Behälters (1) eine Codierung aufweist, wobei die Codierung entweder als - an zumindest einem Ende einer als Vorsprung (11) dienenden Längskante schräg zur Längskante verlaufende Abschrägung (20) ausgebildet ist, wobei vorzugsweise zwei diametral gegenüberliegende Abschrägungen (20) vorgesehen sind, oder - wenigstens ein in Schieberichtung (S) nach vorne ragender Codierungsvorsprung (22) und/oder mindestens eine in Schieberichtung (S) nach vorne offene Codierungsfreistellung ausgebildet ist, wobei der wenigstens eine Codierungsvorsprung und/oder die mindestens eine Codierungsfreistellung vorzugsweise an mindestens einer quer zur Schieberichtung verlaufenden Querkante ausgebildet sind/ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Spender zum Spenden von blattförmigem Material, insbesondere von Feuchttüchern gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, weiters betrifft die Erfindung einen Behälter für blattförmiges Material gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 7.
Feuchttücher werden üblicherweise in sogenannten Flow Packs angeboten. Solche Flow Packs weisen unter anderem eine Verpackung aus einer dünnen, flexiblen Kunststofffolie auf, in der die Feuchttücher untergebracht sind. Auf der Oberseite befindet sich eine Entnahmeöffnung, die dicht verschließbar ist, um ein Austrocknen der
darin enthaltenen Feuchttücher zu vermeiden.
Es sind auch ganz einfache Spender bekannt, in die solche Flow Packs eingesetzt werden können. Meist weisen diese Spender einen federbelasteten Stempel auf, der von unten auf die Verpackung drückt und damit die darin enthaltenen Feuchttücher in Richtung Entnahmeö$ffnung schiebt.
Bei solchen bekannten einfachen Spendern besteht das Problem, das relativ instabile, weiche Flow Pack richtig zu positionieren, was zu Problemen mit dem Nachschub einerseits und zu Dichtheitsproblemen andererseits führen kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen verbesserten Spender zum Spenden von blattförmigem Material, insbesondere von Feuchttüchern, sowie einen dafür geeigneten Behälter zu schaffen, bei dem der Behälter im Spender einfach und exakt positionierbar ist. Außerdem sollen möglichst Dichtheitsprobleme vermieden werden können.
Erfindungsgemäß wird dies durch einen Spender mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch einen Behälter mit den Merkmalen des Anspruchs 7 gelöst.
Die Grundidee der Erfindung besteht darin, den bei den sogenannten Flow Packs ohnehin vorhandenen formstabilen Körper als Verbindungselement zum Spender auszunutzen und durch einen einfachen Schiebesitz eine einfache und dennoch
lagesichere Verbindung zwischen Behälter und Spender beim Nachfüllen herzustellen.
Ist der Vorrat an Feuchttüchern im Behälter aufgebraucht, braucht der leere Behälter nur aus dem Schiebesitz herausgezogen zu werden und ein neuer Behälter mit gefüllten Feuchttüchern oder einem anderen blattförmigen Material eingeschoben
werden.
Ein solcher Schiebesitz erlaubt es auch einfach eine Abdichtung zum Spender herzustellen, falls dies gewünscht ist. In diesem Fall kann man den Verschluss, der ein Austrocknen der eingesetzten Feuchttücher verhindert, statt oder zusätzlich zu einem Behälterdeckel auch gut dichtend als Spenderdeckel am Spender ausbilden.
Der Behälter selbst kann seinerseits einen Behälterdeckel zum Verschließen aufweisen, der beim Lagern außerhalb des Spenders ein Austrocknen verhindert. Vor dem Einsetzen in den Spender kann man den Behälterdeckel entfernen, beispielsweise indem eine Sollbruchstelle gelöst wird. Dann wird das Flow Pack (der Behälter) in den Spender in den Schiebesitz eingeschoben und ein am Spender vorgesehener Spenderdeckel kann jetzt die Funktion des dichten Verschlusses übernehmen.
Prinzipiell ist es auch möglich den Schiebesitz so auszugestalten, dass dieser nur die lagerichtige Positionierung vornimmt und die Dichtfunktion nach wie vor ein Behälterdeckel vornimmt, der nicht am Spender, sondern direkt am Behälter und insbesondere am formstabilen Körper desselben angebracht ist.
Der Schiebesitz und dessen korrespondierende Ausbildung von Vorsprüngen oder Nuten am erfindungsgemäßen Behälter erlaubt es weiters Codierfunktionen zu erfüllen, indem beispielsweise die Vorsprünge am Behälter speziell gestaltet sind.
Ein Beispiel wäre dadurch gekennzeichnet, dass der formstabile Körper an zumindest einem Ende einer als Vorsprung dienenden Längskante eine schräg zur Längskante verlaufende Abschrägung aufweist. Vorzugsweise gibt es zwei solche symmetrisch diametral gegenüberliegenden Abschrägungen, damit man den Behälter in beiden
Längsrichtungen oder um 180° verdreht einsetzen kann.
Wenn der Schiebesitz nun auch eine der Abschrägung entsprechende Anschlagfläche aufweist, kann man einen Behälter nur dann einsetzen, wenn er mit seiner Abschrägung zur Anschlagfläche des Behälters passt. Ein anderer Behälter mit einem anders gestalteten Vorsprung kann dann nicht in den Spender eingesetzt werden oder zumindest nicht so, dass die nötige Dichtfunktion gegeben ist. Damit kann erzielt
werden, dass immer nur richtige Nachfüllungen in den Spender eingesetzt werden.
Es kann beispielsweise Spender für Feuchttücher geben, die eine solche Abschrägung haben und anderer Spender, die beispielsweise Desinfektionsmittel getränkte Tücher enthalten, die keine solche Abschrägung haben. Damit ist die Zuordnung Behälter zu Spender über die Form der Vorsprünge und der Anschläge des Schiebesitzes immer richtig gegeben.
Eine andere Möglichkeit der Codierung im oben genannten Sinne, also in der richtigen Zuordnung Behälter zu Spender, kann dadurch erzielt werden, dass der formstabile Körper — vorzugsweise an mindestens einer quer zur Schieberichtung verlaufenden Querkante — wenigstens einen in Schieberichtung nach vorne ragenden Codierungsvorsprung und/oder mindestens eine in Schieberichtung nach vorne offene
Codierungsfreistellung aufweist.
Die Codierungsvorsprünge oder Codierungsfreistellungen sind dann eine Art Schlüssel, die in korrespondierende Ausnehmungen oder Vorsprünge am Ende des Schiebesitzes des Spenders passen oder nicht. Nur wenn die Codierungsvorsprünge oder die
Codierungsfreistellungen zum Spender passen, lässt sich der Behälter richtig einsetzen.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der nachfolgenden
Figurenbeschreibung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Behälters,
Fig. 2 zeigt einen schematischen Schnitt gemäß der Linie A — A, gemäß der Fig. 2,
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Spenders in einer vereinfachten Darstellung mit einem eingesetzten Behälter,
Fig. 4, 5, 6 zeigen Ausführungsbeispiele in einer schematischen Schnittdarstellung im Bereich des Schiebesitzes zwischen Behälter (formstabiler Körper desselben) und dem Schiebesitz des Spenders,
Fig. 7a, 7b, 7c zeigen schematische Draufsichten auf Ausführungsbeispiele des formstabilen Körpers eines erfindungsgemäßen Behälters,
Fig. 8 und 9 zeigen weitere codierte Ausführungsbeispiele in einer Draufsicht auf den formstabilen Körper,
Fig. 10 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Seite des Schiebesitzes für einen erfindungsgemäßen Spender.
Fig. 11a, 11b, 11c zeigen in einer schematischen Seitenansicht auf Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Behälters eine mögliche Konstruktion für einen verschließbaren und abreißbaren Behälterdeckel.
Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Behälter 1, der als sogenanntes Flow Pack ausgebildet ist.
Ein solches Flow Pack besteht im Wesentlichen aus einer Kunststofffolie, die entlang einer Längs-Verbindungslinie 2 zu einem Schlauch verbunden ist, vorzugsweise verschweißt oder verklebt ist. Das kann über eine nicht näher dargestellte, falzartige Verbindung geschehen.
Quer zur Längs-Verbindungslinie 2 sind die gegenüberliegenden Schlauchabschnitte ebenfalls miteinander verbunden, und zwar entlang einer Quer-Verbindungslinie 3, um insgesamt einen geschlossenen, flexiblen Kunststoffbehälter zu erhalten, der beispielsweise mit Feuchttüchern 4 oder einem anderen blattförmigen Material gefüllt sein kann, wie das in Figur 2 gezeigt ist.
Um die Feuchttücher 4 entnehmen zu können weist der Behälter 1 einen formstabilen Körper 5 auf, der über ringförmig verlaufende Klebestellen 6 mit der Wandung 7 des
Behälters verbunden ist.
Im Zentrum des formstabilen Körpers 5 befindet sich die eigentliche Entnahmeöffnung 8 für das blattförmige Material 4, beispielsweise Feuchttücher.
Der formstabile Körper 5, der beispielsweise aus Kunststoff bestehen kann, weist an seiner Oberseite eine umlaufende Nut 9 auf, die zusammen mit der ebenfalls umlaufenden Kante 10 als lösbare Aufnahme eines in den Figuren 1 und 2 nicht
dargestellten Deckels dienen kann.
Erfindungsgemäß ist nun am formstabilen Körper 5 des Behälters 1 ein Vorsprung 11 ausgebildet, der in einen Schiebesitz 12 des Spenders 33 einschiebbar ist. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel sind es zwei Vorsprünge 11, die in einer Schieberichtung S verlaufen. Diese Vorsprünge sind als vorstehende Kanten am formstabilen Körper 5 ausgebildet, und zwar seitlich radial außerhalb der Klebestellen 6.
Wie die Figur 3 zeigt, können nun diese Vorsprünge 11 des formstabilen Körpers 5 in einen Schiebesitz 12 des Spenders 33 eingesetzt werden, und zwar durch Einschieben in eine Richtung, die auf die Blattebene in Figur 3 senkrecht ist. Der Schiebesitz 12 wird durch zwei gegenüberliegende, parallel verlaufende Nuten 13 gebildet, die so dimensioniert sind, dass sie die Vorsprünge 11 möglichst spielfrei, aber doch leicht einschiebbar aufnehmen können. Im Bereich dieses Schiebesitzes 12 können auch Dichtungen vorgesehen sein, wie sie später anhand der Figur 10 noch näher beschrieben werden.
Bei dem in Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Spender 33 ein im Wesentlichen geschlossenes Gehäuse 14 auf, das eine hier nicht dargestellte Einfüllöffnung für den Behälter 1 aufweist. Im eingeschobenen Zustand des Behälters 1 drückt dann ein Stempel 15 unter der Wirkung der Federn 16 auf den Behälter 1 und schiebt damit die darin befindlichen Feuchttücher 4 in Richtung Entnahmeöffnung 8. Wenn der Behälter 1 leer ist, sich also keine Feuchttücher 4 mehr darin befinden, kann
man den Behälter 1 einfach unter Zurückdrücken des Stempels 15 entgegen der Federn 16 aus dem Spender 33 entnehmen und einen neuen, gefüllten Behälter 1
einsetzen.
Der Spender kann, wie in Figur 3 dargestellt, über Haltemittel 17 beispielsweise waagrecht aufgestellt sein. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass diese Haltemittel 17 Befestigungsösen oder dergleichen sind, um den Spender beispielsweise an einer Wand im vertikalen Zustand zu befestigen. Dann erfolgt die Entnahme der Feuchttücher nicht nach oben, sondern von der Wand weg zur Seite hin heraus.
Der Schiebesitz 12 in Kombination mit den Vorsprüngen 11 erlaubt eine einfache Nachfüllung des Behälters 1 im Spender 33, wobei automatisch eine exakte Positionierung im Behälter 1 und Spender 33 gegeben ist. Auch Dichtfunktionen lassen sich leicht ausführen, beispielsweise indem der Schiebesitz 12 an den Vorsprüngen selbst durch entsprechende Materialwahl und einen knappen Sitz dichtend ausgebildet ist.
Es besteht auch die Möglichkeit, wie dies die Figur 10 zeigt, eine gesonderte Dichtung 18 im Bereich des Schiebesitzes 12, nämlich am Grund der Nut anzubringen, um eine Dichtfunktion zu erzielen. Auch andere Anbringungsmöglichkeiten der gesonderten Dichtung 18 im Bereich des Schiebesitzes sind durchaus denkbar und möglich. Letztlich kann eine Möglichkeit geschaffen werden, um den Behälter 1 dicht im Spender 33 zu
halten.
Um ein Einschieben des Behälters 1 in den Schiebesitz 12 zu erleichtern, kann eine Einführschräge 19 vorgesehen sein (siehe Fig. 10). Am Ende kann ein Endanschlag 26 vorgesehen sein, um die exakte Einschiebeposition des Behälters 1 im Spender 33 festzulegen (Fig. 10).
Für die Ausbildung des Schiebesitzes selbst gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei
dem in Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind am Behälter 1 selbst parallele
Vorsprünge 11 ausgebildet gewesen, die in Nuten 13 des Schiebesitzes 12 des
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Spenders 33 eingegriffen haben. Diese Situation ist nochmals schematisch in Figur 4
dargestellt.
In Figur 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt. Auch hier gibt es Vorsprünge 11, die in eine Nut 13 des Schiebesitzes 12 eingreifen. Allerdings liegen hier die Vorsprünge 11 seitlich mit einigem Abstand zur Wandung 7 am formstabilen Körper 5, während bei der Figur 3 und bei der Figur 4 der Vorsprung 11 knapper an der Wandung liegt.
Bei dem in Figur 6 dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine „kinematische Umkehr“. Hier sind am formstabilen Körper 5 Nuten 11a ausgebildet, während der Schiebesitz selbst durch Vorsprünge 13a gebildet wird, die in die Nuten 11a eingreifen.
Die Figuren 7a, 7b und 7c zeigen in einer Draufsicht Ausführungsbeispiele von formstabilen Körpern 5, die in Schieberichtung S in einen Schiebesitz eines Spenders
eingeschoben werden können.
In dem in Figur 7a dargestellten Ausführungsbeispiel, das im Wesentlichen der Lösung gemäß den Figuren 3 und 4 entspricht, ist die Draufsicht im Wesentlichen rechteckig. Die Längskanten bilden die Vorsprünge 11.
Bei dem in Figur 7b dargestellten Ausführungsbeispiel sind Paare von Vorsprüngen 11 vorgesehen, die über die normale Längskante seitlich vorstehen. Wichtig für die Funktion eines Schiebesitzes ist hier die Tatsache, dass die Breiten D an den in Schieberichtung versetzten Stellen A und B, die durch querliegende Doppelpfeile
eingezeichnet sind, bei beiden Paaren der Vorsprünge 11 gleich sind.
Auch beim Ausführungsbeispiel in Figur 7a ist diese durch einen Doppelpfeil gekennzeichnete Breite an zwei verschiedenen Stellen A und B, die in Schieberichtung S versetzt sind, gleich. Bei dem Beispiel in Figur 7a ist überhaupt eine konstante Breite
D vorgesehen.
Bei in Figur 8 dargestellten Ausführungsbeispiel ist ebenfalls in einer Draufsicht auf einen formstabilen Körper eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Behälters eine Abschrägung 20 gezeigt. Konkret sind es zwei diametral gegenüberliegende Abschrägungen 20.
Diese Abschrägungen 20 wirken mit schrägen Endanschlägen (nicht gezeigt) im Bereich des Schiebesitzes des Spenders zusammen und bewirken, dass der zum formstabilen Körper 5 gehörige Behälter nur dann ganz und richtig in den Schiebesitz des Spenders eingeschoben werden kann, wenn tatsächlich eine Abschrägung 20 vorhanden ist. Würde diese Abschrägung 20 nicht vorhanden sein, beispielsweise wie es die Figur 7a zeigt, kann aufgrund des schrägen Anschlages im Spender der Behälter nicht ganz und somit nicht dicht eingeschoben werden. Damit kann verhindert werden, dass falsche Behälter eingesetzt werden.
Zum selben Zweck, also zur schlüsselartigen Codierung des Behälters relativ zum Spender, kann auch vorgesehen sein, dass der formstabile Körper — vorzugsweise an mindestens einer quer zur Schieberichtung verlaufenden Querkante 21 — wenigstens einen in Schieberichtung nach vorne ragenden Codierungsvorsprung 22 und/oder mindestens eine in Schieberichtung nach vorne offene Codierungsfreistellung aufweist (Fig. 9).
Wie die Figuren 11a, 11b und 11c zeigen, kann ein Behälterdeckel 23 vorgesehen sein, mit dem die Entnahmeöffnung 8 des Behälters dicht verschließbar ist. Die Figuren 11a bis 11c zeigen nur schematische Darstellungen. Dichtelemente sind dem Fachmann durchaus geläufig, entweder durch gesonderte Dichtungen oder durch einen passgenauen Verschluss, beispielsweise mit umlaufenden Vorsprüngen und Nuten,
ähnlich wie in den Figuren 1 und 2.
Der in Figur 11a geschlossene Behälterdeckel 23 verhindert ein Ausdünsten der darin vorhandenen Feuchttücher währen der Lagerung außerhalb des Spenders.
Kurz vor der Benutzung kann der Behälterdeckel 23 beispielsweise um ein Filmscharnier 24 in Richtung des Pfeiles 25 aufgeschwenkt werden, um eine Öffnungsstellung gemäß Figure 11b zu erzielen.
Grundsätzlich kann der Behälterdeckel 23 auch im Spender selbst wieder zum (wieder) Verschließen des Behälters 1 verwendet werden. Dann hat die Kombination aus den Vorsprüngen 11 des Behälters mit dem Schiebesitz 12 des Spenders hauptsächlich die
Funktion der exakten Positionierung des Behälters 1 im Spender 33.
Man kann aber auch die Dichtfunktion des Schiebesitzes ausnutzen, um durch spenderseitig gelagerte Spenderdeckel 23a, wie er beispielsweise schematisch in Figur
3 dargestellt ist, einen dichten Verschluss zu erzielen.
Es kann vorgesehen sein, wie es die Figur 11c zeigt, dass der Behälterdeckel 23 abreißbar ist, und zwar entlang einer Sollbruchstelle beispielsweise im Bereich des Filmscharnieres 24. Der Behälterdeckel 23 wird dann einfach entfernt und weggeworfen und der Spenderdeckel 23a des Spenders übernimmt nach Einschieben des Behälters 1 in den Schiebsitz des Spenders die Verschlussfunktion, um ein Austrocknen der
Feuchttücher zu verhindern.
Der Spenderdeckel 23a kann auf verschiedenste Art und Weise am Spender gelagert sein. Die Figur 3 zeigt nur schematisch den Spenderdeckel 23a als solchen. Beispielsweise ist es möglich, den Verschlussdeckel 23a gelenkig oder schwenkbar am
Spender 33 beziehungsweise dessen Gehäuse 14 zu lagern. Umlaufende Vorsprünge 25 am Verschlussdeckel 23a des Spenders 33 können
beispielsweise dicht in die umlaufende Nut 9 des Behälters eingreifen, aber auch andere Dichtungen relativ zum Gehäuse 14 des Spenders sind durchaus möglich.
Bezugszeichenliste:
1 Behälter
2 Längs-Verbindungslinie
3 Quer-Verbindungslinie
4 Feuchttücher, blattförmiges Material 5 formstabiler Körper
6 Klebestelle
7 Wandung
8 Entnahmeö6$öffnung
8a Spender-Entnahmeö6öffnung 9 umlaufende Nut
10 umlaufende Kante
11 Vorsprünge
11a Nuten
12 Schiebesitz 13 Nut
13a Vorsprünge 14 Gehäuse 15 Stempel
16 Federn
17 Haltemittel 18 Dichtung
19 Einführschräge 20 Abschrägung
21 Querkante
22 Codierungsvorsprung 23 Behälterdeckel
23a Spenderdeckel
24 Filmscharnier, Sollbruchstelle 25 Vorsprünge, Pfeile 26 Endanschlag
33 Spender
A,B verschiedene Stellen Ss Schieberichtung
D Breite
Innsbruck, am 18. August 2021
Claims (1)
- Patentansprüche. Spender (33) zum Spenden von blattförmigem Material (4), insbesondere von Feuchttüchern, mit einer Aufnahme für einen auswechselbaren Behälter (1), der innerhalb einer Wandung (7) aus zumindest teilweise flexiblem Material, insbesondere aus einer Kunststofffolie, das blattförmige Material (4) enthält, und der einen formstabilen Körper (5) aufweist, in dem eine Entnahmeöffnung (8) für das blattförmige Material (4) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme des Spenders einen Schiebesitz (12) aufweist, in den der mit Vorsprüngen (11) und/oder Nuten (11a) versehene formstabile Körper (5) des Behälters (1) in eine Schieberichtung (S) einschiebbar ist.. Spender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schiebesitz (12) des Spenders (33) wenigstens eine in Schieberichtung (S) verlaufende Nut (13) aufweist, in die wenigstens ein Vorsprung (11) des Behälters (1) verschieblich geführt ist, wobei der Schiebesitz (12) des Spenders (33) vorzugsweise zweigegenüberliegende parallele Nuten (13) aufweist.. Spender nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Nut (13) - in Schieberichtung gesehen — am Anfang eine Einführschräge (19) und/oder — ebenfalls in Schieberichtung gesehen — am Ende einen Endanschlag (26) aufweist (Fig. 10).. Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Schiebesitzes (12) mindestens eine Dichtung (18) vorgesehen ist, um den eingeschobenen Behälter (1) um die Entnahme6öffnung (8) herum gegenüber dem Spender (33) abzudichten.. Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Spender eine Spender-Entnahmeöffnung (8a) aufweist, die bei in den Schiebesitz (12) eingeschobenem Behälter (1) mit der Entnahmeöffnung (8) des Behälters fluchtet.6. Spender nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die SpenderEntnahmeö$öffnung (8a) durch einen —- vorzugsweise am Spender beweglich gelagerten — Spenderdeckel (23a) dicht verschiebbar ist.7. Behälter für blattförmiges Material, insbesondere für einen Spender (33) nacheinem der Ansprüche 1 bis 6,- mit einer Wandung (7), die zumindest teilweise aus flexiblem Material, insbesondere aus einer Kunststofffolie, besteht, und- mit einem — vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden — formstabilen Körper (5), der mit der Wandung (7) in Verbindung steht und der eine Entnahmeö$ffnung (8) für das blattförmige Material (4) aufweist, das innerhalb der Wandung (7) Platz findet,dadurch gekennzeichnet, dass- der formstabile Körper (5) zumindest einen Vorsprung (11) und/oder eine Nut (11a) aufweist, womit der formstabile Körper (5) in einen Schiebesitz (12) eines Spenders (33) einschiebbar ist.8. Behälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der formstabile Körper (5) seitlich zwei gegenüberliegende, parallel verlaufende Vorsprünge (11) und/oder Nuten (11a) aufweist, die sich vorzugsweise über die ganze Länge des formstabilen Körpers (5) erstrecken (Fig. 7a).9. Behälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der formstabile Körper zumindest zwei Paare von gegenüberliegenden Vorsprüngen (11) aufweist, wobei die Paare in einer Schieberichtung (S) versetzt angeordnet sind (Fig. 7b und 70).10.Behälter nach Anspruch 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die quer zu einer Schieberichtung ($S) gemessene Breite (D) des formstabilen Körpers (5) im Bereich seiner Vorsprünge (11) an zwei in Schieberichtung (S) versetzten Stellen (A, B) gleich ist (Fig. 7a, 7b, 70).11.Behälter nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der formstabile Körper (5) an zumindest einem Ende einer als Vorsprung (11) dienenden Längskante eine schräg zur Längskante verlaufende Abschrägung (20) aufweist.12.Behälter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwei diametralgegenüberliegende Abschrägungen (20) vorgesehen sind (Fig. 8).13.Behälter nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der formstabile Körper (5) — vorzugsweise an mindestens einer quer zur Schieberichtung verlaufenden Querkante — wenigstens einen in Schieberichtung (S) nach vorne ragenden Codierungsvorsprung (22) und/oder mindestens eine in Schieberichtung (S) nach vorne offene Codierungsfreistellung aufweist (Fig. 9).14.Behälter nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Behälterdeckel (23) vorgesehen ist, mit dem die Entnahmeö6öffnung (8) des formstabilen Körpers (5) verschließbar und öffenbar ist.15.Behälter nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterdeckel (23) über eine Sollbruchstelle (24) mit dem formstabilen Körper (5) — vorzugsweise schwenkbar — in Verbindung steht und nach Lösen der Sollbruchstelle (24) vom Behälter (1) entfernbar ist.16.Behälter nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterdeckel (23) als vom formstabilen Körper (5) gesonderter Bauteil ausgeführt ist, der zum Verschließen der Entnahmeöffnung (8) mit dem formstabilen Körper (5) dicht verbindbar ist und der zum Öffnen der Entnahmeöffnung (8) vom Behälter (1) entfernbar ist.17.Behälter nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Entnahmeöffnung (8) mit dem Behälterdeckel (23) wiederverschließbar ist.18.Behälter nach einem der Ansprüche 7 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass derBehälter als Flow Pack ausgebildet ist,- bei dem eine Kunststofffolie entlang einer in einer Längsrichtung verlaufenden Längs-Verbindungslinie (2) zu einem Schlauch verbunden, vorzugweise verschweißt oder verklebt ist, und- bei dem gegenüberliegende Schlauchabschnitte an jeweils entlang einer quer zur Längs-Verbindungslinie (2) verlaufenden Quer-Verbindungslinie (3) unter Ausbildung eines im Wesentlichen geschlossenen Behälters (1) miteinanderverbunden, vorzugsweise verschweißt oder verklebt, sind.19.Behälter nach einem der Ansprüche 7 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie der Wandung (7) einen oder mehrere der folgenden Kunststoffe aufweist: - PET, insbesondere für die Außenfolie einer zweilagigen Folie- PE, insbesondere für die Innenfolie einer zweilagigen Folie. 20.Behälter nach einem der Ansprüche 7 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Kunststofffolie der Wandung (7) zwischen 40 um und 300 um,vorzugsweise zwischen 80 um und 120 um liegt.21.Behälter nach einem der Ansprüche 7 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter mit blattförmigem Material (4), vorzugsweise Feuchttüchern, gefüllt ist.22.Spender (33) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit einem in diesen eingesetzten Behälter (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 21.23. Verwendung eines Behälters (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 21 für einenSpender (33) nach einem der Ansprüche 1 bis 6.Innsbruck, am 18. August 2021
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