AT525295A1 - Silikatkeramischer kompositwerkstoff und anwendungen davon - Google Patents
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Abstract
Verfahren zur Herstellung eines silikatkeramischen Grundkörpers, wobei der Grundkörper mindestens 50 Gew.% eines Silikats, mindestens 5 Gew.% eines Borids aufweist, wobei das Verfahren die Schritte umfasst: a) Bereitstellen einer Mischung des Silkats, des Borids, gegebenenfalls des Carbids und gegebenenfalls des Silizids mit einem Bindemittel, b) Formen der Mischung in die gewünschte Form des Grundkörpers, c) Trocknen der geformten Mischung aus Schritt b), d) Entbindern bei 100°C bis 650°C und e) Sintern in Schutzgas bei 1150°C bis 1400°C.
Description
SILIKATKERAMISCHER KOMPOSITWERKSTOFF UND ANWENDUNGEN DA VON
Die vorliegende Erfindung betrifft einen keramischen Kompositwerkstoff, umfassend einen leitfähigen silikatkeramischen Körper. Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines solchen keramischen Körpers. Schließlich betrifft die Erfindung Anwendungen derartiger keramischer Kompositwerkstoffe, insbesondere für
Heizeinrichtungen oder als Katalysatorträger.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Heizelemente auf keramischer Basis bestehen aus einem keramischen Grundkörper, in welchen Heizdrähte eingelassen sind. Ein geeignetes keramisches Material für den keramischen Grundkörper ist zum Beispiel Cordierit, der sich durch eine gute elektrische Isolationsfähigkeit, eine ausgezeichnete Temperaturwechselstabilität, geringe Wärmeausdehnung und eine sehr gute Beständigkeit gegen Vibrationen auszeichnet. Als Alternative zu diesen Heizleiterträgern finden sich auch Grundkörper aus Molybdändisilizid, welches im Gegensatz zu
Silikatkeramiken sehr spröde ist und als gesundheitsschädlich eingestuft wird.
WO 2020/102536 A1 offenbart leitfähige keramische Körper mit einer Carbidphase und einer Silizidphase, wobei in diese Phasen jeweils ein Metall eingelassen ist. Die Carbidphase besteht aus SiC zu einem Anteil von 45 bis 90 Gew.% und die Silizidphase besteht aus MoSi2 oder MosSiz zu 10 bis 55 Gew.%.
Bei den im Stand der Technik beschriebenen Heizelementen mit einem leitfähigen keramischen
Grundkörper lässt sich die Leitfähigkeit nicht oder nur schwer einstellen.
KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher einerseits ein Verfahren zur Herstellung eines leitfähigen keramischen Körpers und andererseits einen leitfähigen keramischen Körper für ein Heizelement der eingangs genannten Gattung bereitzustellen, wobei die Leitfähigkeit des
keramischen Körpers eingestellt werden kann bzw. eingestellt ist. Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zur Herstellung eines silikatkeramischen
Grundkörpers, wobei der Grundkörper
e mindestens 50 Gew.% eines Silikats,
Bevorzugt ist vorgesehen, dass Schritt d) bei 200°C bis 350°C durchgeführt wird. Vorzugweise wird dieser Schritt so durchgeführt, dass die Mischung von Raumtemperatur (20°C) mit
geringer Heizrate aufgeheizt wird. Die Heizrate kann beispielsweise etwa 1 K min“! betragen.
Die Mischung des Silikats, des Borids, gegebenenfalls des Carbids und gegebenenfalls des Silizids ist vorzugsweise pulverförmig. Die Partikelgröße des Pulvers liegt bevorzugt zwischen
1 um und 60 um.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass bezogen auf den silikatkeramischen Körper die Summe aus Borid, gegebenenfalls Carbid und gegebenenfalls Silizid zumindest 30 Gew.%, bevorzugt zumindest 45 Gew.% beträgt.
Als Bindemittel kommen Materialien in Frage, welche die Mischung des pulverförmigen Silikats, des pulverförmigen Borids, gegebenenfalls des pulverförmigen Carbids und gegebenenfalls des pulverförmigen Silizids in jener Form halten, in die sie gebracht werden.
Beispielweise kommt als Bindemittel Methylcellulose, PMMA oder PVA in Frage.
Hilfsstoffe erfüllen den Zweck der Reibungsminderung bei der Formgebung. Als Beispiel für
Hilfsstoffe können Tenside und Trennöle genannt werden.
Ursprungs (Eiche, Buche, Fichte u.a) sowie Kunststoffkügelchen.
Die Formgebung in Schritt b) kann zum Beispiel mittels Extrusion, Pressen, Spritzguss oder
additiven Fertigungsmethoden erfolgen.
Schritt e) erfolgt in Anwesenheit von Schutzgas, beispielsweise Stickstoff. Dem Schutzgas
kann außerdem Wasserstoff zugesetzt sein.
Weiters kann nach Schritt e) ein Schritt f) vorgesehen sein, wobei Schritt f) Tempern bei 600°C bis 1000°C in Anwesenheit von Sauerstoff bis zur Bildung einer oxidischen Oberflächenschicht vorsieht. Dieser Schritt dauert bevorzugt zumindest 4 Stunden bei 800 °C. Durch den Schritt des Temperns bildet sich auf dem silikatkeramischen Körper eine Oxidschicht an der Oberfläche, welche den darunter angeordneten restlichen silikatkeramischen Körper vor
weiterer Oxidation bei erhöhten Temperaturen schützt.
Über den erfindungsgemäßen Herstellungsprozess mit Schritt f) gelingt es also, eine charakteristische Außenschicht zu erzeugen. Diese Schutzschicht wirkt als Sauerstoffbarriere und schützt den keramischen Körper unterhalb der oxidischen Schicht vor einer weiteren Oxidation des Materials und bewahrt die dauerhafte elektrische Leitfähigkeit der
darunterliegenden Schichten selbst bei Temperaturen bis zu 1000°C.
In einem Aspekt betrifft die Erfindung einen leitfähigen, silikatkeramischen Körper, umfassend e mindestens 50 Gew.% eines Silikats, e mindestens 5 Gew.%, vorzugweise 10 bis 15 Gew.% eines Borids, e 0 bis 45 Gew. %, vorzugsweise 10 bis 15 Gew.% eines Carbids,
e 0 bis 45 Gew. %, vorzugsweise 0 bis 5 Gew.% eines Silizids.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Summe aus Borid, gegebenenfalls Carbid und
gegebenenfalls Silizid zumindest 30 Gew.%, bevorzugt zumindest 45 Gew.% beträgt.
Bevorzugt weist der leitfähige, silikatkeramische Körper eine oxidische Oberflächenschicht
auf. Die Oberflächenschicht besteht neben dem Silikat (bevorzugt Cordierit) aus Oxiden der
Es hat sich herausgestellt, dass mit dem o.g. Verfahren eine Oberfläche gebildet werden kann, welche nicht mehr elektrisch isoliert werden muss, da eine Oxidschicht entsteht, die elektrisch
isolierend ausgebildet ist.
Diese so ausgebildete Oberflächenschicht bildet eine Schutzbarriere. Außerdem weist die Oberflächenschicht für bestimmte chemische Reaktionen eine katalytische Aktivität auf. Insbesondere katalysiert die Oberflächenschicht Oxidationsvorgänge in Abgasen von Verbrennungen. Damit ermöglichen das Verfahren und der keramische Körper gemäß der Erfindung die bisher nötige nachträgliche Beschichtung von keramischen Katalysatorträgern
mit Metalloxiden wie beispielsweise Titandioxid zu eliminieren.
Aufgrund der genannten Eigenschaften können die entwickelten keramischen Kompositwerkstoffe für Heizeinrichtungen in der chemischen Reaktionstechnik zur Anwendung kommen, beispielsweise für direkte elektrische Beheizung von chemischen
Reaktoren oder für den Einsatz in der Abgaskatalyse zum Beispiel von Verbrennungsmotoren.
Außerdem kann die elektrische Leitfähigkeit im leitfähigen keramischen Körper durch die Einbringung von metallischen Verbindungen in Form von Boriden eingestellt werden, gegebenenfalls kann durch Zusatz von Carbiden oder Siliziden die elektrische Leitfähigkeit noch weiter verbessert und geregelt werden. Für die meisten Anwendungen ist die Leitfähigkeit ideal, wenn im keramischen Körper zumindest 30 Gew.% (vorzugsweise zumindest 45 Gew.%) an Boriden, gegebenenfalls Carbiden und/oder Siliziden vorhanden sind. Das Einstellen der
Leitfähigkeit ist über die Menge aber auch über die Verhältnisse der Zusatzstoffe einstellbar.
Demzufolge ist in einer Ausführungsvariante vorgesehen, dass ein Silizid vorhanden ist,
vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus MoSi, und/oder WSi.
Es kann außerdem vorgesehen sein, dass ein Carbid vorhanden ist, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus SiC und/oder Ba4C.
bestehend aus TiB,, ZrB,, HfB, oder Mischungen daraus.
Es kann vorgesehen sein, dass das Silikat ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Cordierit, Steatit, Mullit, Porzellan oder Mischungen daraus. Bevorzugt umfasst das Silikat Cordierit. Cordierit weist im Vergleich zu anderen Grundkörpern nicht nur einen signifikanten
Kostenvorteil auf, sondern es ist auch sehr beständig gegen Temperaturänderungen.
Der keramische Körper kann beispielsweise eine Wabenform, Plattenform, Röhrenform, Stabform oder komplexe Geometrien aufweisen, wobei die Wabenform für die Anwendung als
Träger für Abgaskatalysatoren in Fahrzeugen bevorzugt ist.
Der keramische Körper weist einen spezifischen Widerstand bei 30 °C zwischen 0,1 bis 0,001
Qm auf.
Außerdem weisen erfindungsgemäße Körper eine dauerhafte thermische Stabilität bis 1000 °C
unter oxidierenden Bedingungen auf.
Die spezifischen Wärmekapazitäten der erfindungsgemäßen Körper liegen bei 700 und 850 J/(kg‘K).
Die Erfindung betrifft weiters ein Heizelement, umfassend einen leitfähigen, keramischen Körper der vorgenannten Art als Grundkörper, wobei in das Innere des Grundkörpers oder an
dessen Oberfläche ein oder mehrere elektrische Anschlüsse ragen.
Der elektrische Anschluss kann in den Grundkörper eingesintert sein.
Bevorzugt ist allerdings vorgesehen, dass der elektrische Anschluss über Oberflächenbeschichtungen (z.B. Einbrennsilber, Lot, galvanische Beschichtung, Chemical
Vapour Deposition oder dergleichen) aufgebracht ist, es können aber auch Plugs oder Inlays
eingesintert oder eingelötet werden.
Pyramidenform, Pyramidenstumpfform oder Halbkugelform aufweisen.
Schließlich betrifft die Erfindung die Verwendung eines leitfähigen, keramischen Körpers der
vorgenannten Art als Träger für Abgaskatalysatoren.
Weiters hat sich herausgestellt, dass erfindungsgemäße silikatkeramische Körper über
Mikrowellen beheizbar sind.
Demzufolge betrifft die Erfindung außerdem die Verwendung eines leitfähigen,
silikatkeramischen Körpers der vorgenannten Art, zur Beheizung mittels Mikrowellen.
Die Erfindung betrifft weiters die Verwendung eines leitfähigen, keramischen Körpers der
vorgenannten Art als chemischen Reaktor.
Die Erfindung betrifft außerdem einen elektrischen Widerstand, beispielsweise als
Leistungswiderstand, umfassend einen silikatkeramischen Körper der vorgenannten Art.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Anhand von Beispielen und Figuren wird nachfolgend die Erfindung näher erläutert.
Es zeigt in den Figuren:
Fig. 1a bis 1c zeigen drei Ansichten eines silikatkeramischen Körpers mit elektrischen Anschlüssen.
Fig. 2a bis 2b zeigen zwei Ausführungsvarianten gemäß Fig. la bis 1c.
Fig. 3 zeigt einen silikatkeramischen Körper mit einer Steckverbindung für den mit elektrischen Anschluss in Explosionsdarstellung.
Fig. 4bis 7 zeigen Ausführungsvarianten für silikatkeramische Körper mit elektrisch
leidenden Inlays.
In der nachfolgenden Tabelle 1-3 sind unterschiedliche keramische Körper beschrieben, die im Rahmen der Erfindung untersucht wurden (M1-M8). Ebenfalls sind nicht erfindungsgemäße Beispiele zu Vergleichszwecken („Vergleichsbeispiele“, V1-V10) angeführt.
Silikat Gew.% Borid Gew.% Carbid Gew.% Silizid Gew.% M1 65 35 - M2 50 5 45 M3 65 20 15 M4 63 35 2 M5 56 42 2 M6 68 16 16 M7 64 22 14 M8 57 8 5 30
Tabelle 2: Zusammensetzung von Vergleichsbeispielen
Silikat Gew.% Carbid Gew.% Silizid Gew.% VI 50 50 V2 50 30 20 V3 50 20 30 V4 50 10 40 V5 50 - 50
Tabelle 3: Zusammensetzung von Vergleichsbeispielen
Silikat Gew.% Graphit Gew.% Cu bzw. ACH V6 70 20 10 V7 70 15 15 V8 65 20 15 V9 75 15 10
V10 80 20 -
Die spezifischen elektrischen Widerstände der erfindungsgemäßen Muster als auch der Vergleichsbeispiele befinden sich bei 30 °C in einem Bereich von 0,1 bis 0,001 Qm. Im Unterschied zu den Vergleichsbeispielen weisen die erfindungsgemäßen Proben jedoch eine
dauerhafte thermische Stabilität bis 1000 °C unter oxidierenden Bedingungen auf, während die
Die Untersuchungen der Wärmeleitfähigkeit und der spezifischen Wärmekapazität erfolgten in einem Temperaturbereich von 50 — 150 °C an Stabproben. Die resultierenden Wärmeleitfähigkeiten der erfindungsgemäßen Muster M1-M8 liegen in einem Bereich zwischen 4-5 W/(m:‘K), der Vergleichsbeispiele V1-V5 zwischen 2-3 W/(m:K) und der Vergleichsbeispiele V6-V10 in einem Bereich von 4-6 W/(m‘K). Die spezifischen Wärmekapazitäten der erfindungsgemäßen Muster M1-M8 als auch der Vergleichsbeispiele V1-V10 befinden sich zwischen 700 und 850 J/(kg:K).
In den Figuren sind silikatkeramische Körper mit elektrischen Anschlüssen gezeigt, die als Heizelemente eingesetzt werden können. Die Fig. la bis 1c zeigen drei Ansichten eines Ausführungsbeispiels mit einem eingesetzen Anschluss mit kreisförmiger Oberseite. Fig. la zeigt eine Frontansicht, Fig. 1c eine Rückansicht, Fig. 1b einen Schrägriss. Fig. 2a und 2b zeigen zwei Ausführungsvarianten in Anlehnung an die Fig. 1c, wobei in Fig. 2a der Anschluss zylinderförmig ist und am Mantel des Körpers eingebracht ist, während in Fig. 2b der Anschluss
entlang der Längsachse des zylinerförmigen Körpers eingebracht ist.
Fig. 3 zeigt einen silikatkeramischen Körper mit Steckverbindungen für einen elektrischen Anschluss in Explosionsdarstellung. In den Fig. 4 bis 7 sind vier Ausführungsvarianten für silikatkeramische Körper mit elektrisch leidenden Inlays gezeigt. Die dargestellten Inlays weisen die Form eines dreiseitigen Prismas (Fig. 4), Halbkreiszylinders (Fig. 5), eines Quaders (Fig 6) oder eines Trapezkörpers (Fig. 7) auf. Andere Körper sind natürlich im Rahmen der Erfindung ebenfalls möglich.
Claims (20)
1. Verfahren zur Herstellung eines silikatkeramischen Grundkörpers, wobei der Grundkörper e mindestens 50 Gew.% eines Silikats, e mindestens 5 Gew.%, vorzugweise 10 bis 20 Gew.% eines Borids, e 0 bis 45 Gew. %, vorzugweise 10 bis 15 Gew.% eines Carbids, e 0 bis 45 Gew. %, vorzugweise 0 bis 5 Gew.% eines Silizids, aufweist, wobei das Verfahren die Schritte umfasst: a) Bereitstellen einer Mischung des Silikats, des Borids, gegebenenfalls des Carbids und gegebenenfalls des Silizids mit einem Bindemittel, b) Formen der Mischung in die gewünschte Form des Grundkörpers, c) Trocknen der geformten Mischung aus Schritt b), d) Entbindern bei 100°C bis 650°C, und e) Sintern in Schutzgas bei 1150°C bis 1400°C.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Schritt d) vorzugsweise bei
200°C bis 350°C durchgeführt wird.
3. Verfahren zur Herstellung eines silikatkeramischen Grundkörpers, wobei der Grundkörper eine elektrisch isolierende oxidische Oberflächenschicht aufweist, umfassend ein Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Schritt f) im Anschluss an Schritt e), wobei Schritt f£) das Tempern bei 600°C bis 1000°C in Anwesenheit von Sauerstoff
bis zur Bildung der genannten oxidischen Oberflächenschicht umfasst.
4. Leitfähiger, silikatkeramischer Körper, umfassend e mindestens 50 Gew.% eines Silikats, e mindestens 5 Gew.%, vorzugweise 10 bis 20 Gew.% eines Borids, e 0 bis 45 Gew.%, vorzugweise 10 bis 15 Gew.% eines Carbids,
e 0 bis 45 Gew.%, vorzugweise 0 bis 5 Gew.% eines Silizids.,
5. Leitfähiger, silikatkeramischer Körper nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Silikat ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Cordierit, Steatit, Mullit, Porzellan
oder Mischungen daraus.
6. Leitfähiger, silikatkeramischer Körper nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Borid ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus TiB,, ZrB,, HfB,
oder Mischungen daraus.
7. Leitfähiger, silikatkeramischer Körper nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Silizid vorhanden ist, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus MoSi; und/oder WSiz.
8. Leitfähiger, silikatkeramischer Körper nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Carbid vorhanden ist, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus SiC und/oder Ba4C.
9. Leitfähiger, silikatkeramischer Körper nach einem der Ansprüche 4 bis 8, mit der Maßgabe dass die Summe aus Borid, gegebenenfalls Carbid und gegebenenfalls Silizid 30 bis 45 Gew. % betragen
10. Leitfähiger, silikatkeramischer Körper nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass der keramische Körper eine oxidische Oberflächenschicht aufweist.
11. Heizelement, umfassend einen leitfähigen, keramischen Körper nach einem der Ansprüche 4 bis 10 als Grundkörper, wobei ein elektrischer Anschluss in das Innere des
Grundkörpers ragt.
12. Heizelement, umfassend einen leitfähigen, keramischen Körper nach einem der Ansprüche 4 bis 10 als Grundkörper, wobei ein elektrischer Anschluss mittels
Oberflächenbeschichtung auf den Mantel- oder Stirnflächen des Grundkörpers angebracht ist.
13. Heizelement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische
Anschluss in den Grundkörper eingesintert oder eingelötet ist.
14. Heizkörper nach Anspruch 12 oder Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der
elektrische Anschluss eine sich in den Grundkörper hinein verjüngende Form aufweist.
15. Heizkörper nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Anschluss
eine Trapezform, Pyramidenform, Pyramidenstumpfform oder Halbkugelform aufweist.
16. Träger für Abgaskatalysatoren, umfassend einen leitfähigen, silikatkeramischen
Körpers nach einem der Ansprüche 4 bis 10.
17. Verwendung eines leitfähigen, silikatkeramischen Körpers nach einem der Ansprüche
4 bis 10 als Träger für Abgaskatalysatoren oder Heizelement.
18. Chemischer Reaktor, umfassend einen silikatkeramischen Körper nach einem der
Ansprüche 4 bis 10.
19. Elektrischer Widerstand, umfassend einen silikatkeramischen Körper nach einem der
Ansprüche 4 bis 10.
20. Mikrowellenbeheizung, umfassend einen silikatkeramischen Körper nach einem der
Ansprüche 4 bis 10.
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