AT525414B1 - Befestigungsvorrichtung - Google Patents

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AT525414B1
AT525414B1 ATA9015/2021A AT90152021A AT525414B1 AT 525414 B1 AT525414 B1 AT 525414B1 AT 90152021 A AT90152021 A AT 90152021A AT 525414 B1 AT525414 B1 AT 525414B1
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Schwaighofer Ralf
Polinger Arkadi
Kemnitz Andreas
Helget Christian
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Hamberger Industriewerke Gmbh
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    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
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    • A47K13/24Parts or details not covered in, or of interest apart from, groups A47K13/02 - A47K13/22
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Abstract

offenbart ist eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung einer WC-Sitzgarnitur an einer Keramik, wobei eine einen Pin tragende Grundplatte über Auflagevorsprünge mit der Keramik verklebt ist.

Description

Beschreibung
BEFESTIGUNGSVORRICHTUNG
[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung einer WC-Sitzgarnitur an einer Keramik gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Derartige Befestigungsvorrichtungen werden zur Halterung von WC-Sitzgelenken an einer Keramik verwendet, wobei die WC-Sitzgelenke ein Verschwenken der auf dem Umfangsrand der Keramik aufliegenden WC-Sitzgarnitur bestehend aus WC-Sitz und WC-Deckel ermöglichen.
[0003] Eine Befestigungsvorrichtung für ein WC-Sitzgelenk ist beispielsweise aus der DE 102 33 733 A1 der Anmelde-rin bekannt. Bei dieser Lösung ist die Befestigungsvorrichtung durch Verschraubung mit der Keramik verbunden. Hierzu hat die Befestigungsvorrichtung eine auf der Keramik aufliegende Grundplatte, an der ein Gewindestift befestigt ist, der eine Durchgangsbohrung der Keramik durchsetzt. Auf dem aus der Keramik hervorstehenden Endabschnitt des Gewindestifts ist eine Gegenmutter aufgeschraubt, so dass diese in Anlage an eine untere Auflagefläche der Keramik gelangt. Durch hinreichendes Anziehen der Gegenmutter wird die Grundplatte und damit die Befestigungsvorrichtung an der Keramik festgelegt.
[0004] Anschließend wird das WC-Sitzgelenk über einen auf der Grundplatte angeordneten Scharnierdorn auf die Befestigungsvorrichtung aufgesetzt und dadurch die WC-Sitzgarnitur verschwenkbar auf dem Umfangsrand der Keramik gehalten.
[0005] Nachteilig bei der vorbeschriebenen Lösung ist, dass ein erheblicher vorrichtungstechnischer Aufwand erforderlich ist, um die Verschraubung der Befestigungsvorrichtung auszubilden. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die Montage der Befestigungsvorrichtung auf der Keramik aufgrund der schlecht zugänglichen Verschraubung sehr umständlich ist und diese schwer zugängliche Bereiche aufweist, die nicht oder nur schwierig zu reinigen sind.
[0006] Zur Überwindung dieses Nachteils wird in der ebenfalls auf die Anmelderin zurückgehenden WO 2006/084458 A1 vorgeschlagen, die Grundplatte mittels einer Verbindungsmasse, beispielsweise einer Klebeschicht mit der Keramik zu verbinden.
[0007] Eine derartige Verklebung hat den Vorteil, dass zum einen die Verschmutzungsanfälligkeit einer Schraubverbindung aufgrund der schwer zugänglichen Bereiche, die von der Verschraubung durchsetzt werden, nicht vorhanden ist. Des Weiteren müssen keine Durchgangsbohrungen in der Keramik ausgebildet werden, da lediglich eine vergleichsweise ebene Klebefläche auf der Keramik, die ohnehin vorhanden ist, vorgesehen sein muss.
[0008] In der Praxis zeigte es sich jedoch, dass die Verklebung bei ungünstigen Bedingungen, beispielsweise bei einer leicht unebenen Keramik, schwierig ist.
[0009] Dementsprechend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsvorrichtung zu schaffen, mittels der die Befestigung einer WC-Sitzgarnitur an einer Keramik weiter vereinfacht ist.
[0010] Diese Aufgabe wird durch eine Befestigungsvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung hat eine Grundplatte, die mittels einer Verklebung an der Keramik befestigbar ist und die einen Pin oder eine Aufnahme für einen Pin einer WC-Sitzgarnitur trägt. Erfindungsgemäß ist an einer Bodenfläche der Grundplatte zumindest ein Auflagevorsprung ausgebildet, dessen Grundfläche deutlich kleiner als diejenige der Bodenfläche ist. Dieser Auflagevorsprung ist mit einer Auflagefläche ausgeführt, die eine Klebeschicht trägt.
[0013] Die Erfindung wendet sich dementsprechend ab von den bisher verfolgten Konzepten, bei denen die Bodenfläche vollflächig mit der Keramik verklebt ist und setzt stattdessen eine gegen-
über der Grundplatte partiell begrenzte Auflagefläche ein, durch die sichergestellt ist, dass die Verklebung in der vorbestimmten Weise erfolgt. Die eigentliche Bodenfläche verläuft somit im Abstand zur Keramik.
[0014] Durch die Erfindung sind zwei Konstruktionsprinzipien abgedeckt, wobei bei einer Variante der Pin keramikseitig befestigt ist und bei einem so genannten inversen System (inversKonzept) der Pin WC-sitzgelenkseitig ausgebildet ist und in eine entsprechende Aufnahme der Grundplatte eintaucht. Ein derartiges inverses System ist beispielsweise in der Patentanmeldung WO 2016/102608 A1 der Anmelderin beschrieben.
[0015] Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind mehrere derartiger Auflagevorsprünge aus der Bodenfläche auskragend ausgebildet, so dass die Verklebung über eine entsprechende Vielzahl von Auflageflächen erfolgt. So können beispielsweise drei Auflagevorsprünge auf einem gemeinsamen Teilkreis liegend vorgesehen werden, so dass eine stabile Abstützung der Grundplatte gewährleistet ist, die auch hohen Belastungen standhält. Eventuelle Unebenheiten der Keramikoberfläche können durch diese partielle Abstützung ohne weiteres aufgefangen werden.
[0016] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, den Pin mit der Grundplatte zu verschrauben oder zu verprägen, so dass der Pin und die Grundplatte in getrennten Fertigungsschritten herstellbar sind. Selbstverständlich kann jedoch auch eine einstückige Lösung gewählt werden.
[0017] Die Verschraubung kann beispielsweise mittels eines Gewindebolzens erfolgen, der von der Bodenfläche her in die Grundplatte eingesetzt, vorzugsweise eingepresst ist.
[0018] Der Spalt zwischen der Bodenfläche und der Keramik und somit auch die sich aus der Bodenfläche heraus erstreckenden Auflagevorsprünge können durch eine Kappe abgedeckt sein, die vom Pin durchsetzt ist.
[0019] Dabei wird es besonders bevorzugt, wenn die Kappe eine zylindermantelförmig ausgebildete Seitenwand hat, die den Umfang der Grundplatte und die sich von der Bodenfläche weg erstreckenden Auflagevorsprünge seitlich umgreifend überdeckt.
[0020] Die Kappe kann des Weiteren mit einer Ausnehmung ausgeführt sein, durch die hindurch sich der Pin bzw. die Aufnahme hindurch erstreckt.
[0021] Die Abstützung der Grundplatte ist besonders stabil, wenn die Auflagevorsprünge näher zur Seitenwand der Kappe als zur zentralen Ausnehmung angeordnet sind.
[0022] Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung sind am Außenumfang der Grundplatte Radialvorsprünge ausgebildet, die dann ebenfalls von der Kappe überdeckt sein können.
[0023] Bei relativ dickwandigen Bauelementen kann es vorteilhaft sein, am Außenumfang der Grundplatte und entsprechend an den diese überdeckenden Abschnitten der Kappe eine Fase auszubilden.
[0024] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
[0025] Figur 1 eine stark vereinfachte 3D-Darstellung einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung und ein Detail einer invers ausgeführten Befestigungsvorrichtung;
[0026] Figur 2 eine dreidimensionale Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels ei-
ner Befestigungsvorrichtung;
[0027] Figur 3 eine Ansicht schräg von unten auf die Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 1 und einen Teilschnitt;
[0028] Figur 4 die Befestigungsvorrichtung gemäß den Figuren 2 und 3 mit abgenommener Kappe;
[0029] Figur 5 eine Explosionsdarstellung der Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 2;
[0030] Figuren 6, 7 Ansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Befestigungsvorrichtung;
[0031] Figur 8 die Befestigungsvorrichtung gemäß den Figuren 6 und 7 mit abgenommener Kappe und
[0032] Figur 9 eine Explosionsdarstellung der Befestigungsvorrichtung gemäß den Figuren 6 und 7.
[0033] Figur 1 zeigt eine dreidimensionale Darstellung einer Befestigungsvorrichtung 1, die zur lösbaren Halterung eines WC-Sitzgelenks 2 einer WC-Sitzgarnitur (nicht gezeigt) an einer strichpunktiert angedeuteten Keramik 4 verwendet wird. Das WC-Sitzgelenk 2 ermöglicht ein Verschwenken der auf der Keramik 4 aufliegenden WC-Sitzgarnitur, bestehend aus einem WC-Sitz und einem WC-Deckel. Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel taucht ein Pin 6 der Befestigungsvorrichtung 1 in eine Aufnahme 8 eines Adapterstücks 10 des WC-Sitzgelenks 2 ein. Der Pin 6 ist über eine Grundplatte 12 mit der Keramik 4 verklebt.
[0034] In Figur 1 oben rechts ist ein Invers-Konzept angedeutet, bei dem der Pin 6 an dem Adapterstück 10 ausgeführt ist und in eine Aufnahme 8 eintaucht, die dann an der Grundplatte 12 ausgebildet ist.
[0035] Im Folgenden wird die Erfindung anhand des in Figur 1 links dargestellten Konzeptes beschrieben - selbstverständlich kann die Erfindung auch bei dem Invers-Konzept angewendet werden.
[0036] Bei dem in den Figuren 2 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Pin 6 durch Prägen/Verpressen mit der Grundplatte 12 (siehe Figur 3) verbunden. In der Darstellung gemäß Figur 2 ist diese Grundplatte 12 von einer Kappe 14 überdeckt, die gemäß Figur 3 die Grundplatte 12 umgreift.
[0037] Der Pin 6 - auch Scharnierdorn genannt - ist im Prinzip zylinderförmig ausgebildet und hat an seinem in die Aufnahme 8 eintauchenden Endabschnitt beispielsweise zwei Ringnuten 16, 18, in die beispielsweise ein O-Ring oder ein Federring eingesetzt wird, der zur Abdichtung bzw. Verrastung mit dem Adapterstück 10 beiträgt. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 2 und 3 ist des Weiteren an der Stirnfläche des Pins 6 ein Montageschlitz 20 ausgebildet, an dem beispielsweise zum Montieren oder dergleichen ein Schraubendreher angesetzt werden kann.
[0038] An einer zur Keramik 4 weisenden Bodenfläche 22 der Grundplatte 12 sind beispielsweise drei auf einem gemeinsamen Teilkreis liegende Auflagevorsprünge 24a, 24b, 24c ausgebildet, mit denen die Befestigungsvorrichtung auf der Keramik 4 aufliegt.
[0039] Dabei können die Auflagevorsprünge 24 buchsenförmig mit einer Innenbohrung 26 (siehe Auflagevorsprung 24c) ausgeführt sein, so dass kreisringförmige Klebeflächen 28 ausgebildet werden, die beispielsweise im Anlieferungszustand von einer Klebefolie überdeckt sind.
[0040] Die Axiallänge | der Auflagevorsprünge 24 entspricht dabei in etwa der Höhe h einer Kappen-Seitenwand 30, die die Grundplatte 12 mit den Auflagevorsprüngen 24 seitlich umgreift und somit überdeckt, wobei jedoch die sichere Auflage der Auflagevorsprünge 24 auf der Keramik 4 gewährleistet ist. Dies ist anhand der Detailschnittdarstellung in Figur 3 oben rechts angedeutet.
[0041] Wie im Folgenden noch näher erläutert wird, ist die Grundplatte 12 mit einem Dom 32 ausgeführt, in dem mittig eine Ausnehmung 34 ausgebildet ist, die von einem verjüngten Endabschnitt 36 des Pins 6 mit Presspassung durchsetzt ist. Dieser Dom 32 ist sozusagen mit dem Endabschnitt 36 des Pins 6 verprägt/verpresst.
[0042] Diesen Dom 32 sieht man besonders gut in Figur 4, die eine Ansicht schräg von oben auf die Befestigungsvorrichtung 1 bei abgenommener Kappe 14 zeigt. Demgemäß wölbt sich der Dom 32 mittig nach oben hin zum Pin 6 aus der Grundplatte 12 heraus, wobei der Pin 6 in die Ausnehmung 34 eingesetzt ist. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Grundplatte 12 und die Auflagevorsprünge 24a, 24b, 24c sowie der Dom 32 einstückig durch Stanzprägen aus-
gebildet. Dieses Prägen erfolgt derart, dass die Auflagevorsprünge 24 durch Umformen aus dem Grundmaterial ausgebildet sind und somit sich buchsenförmig aus der Bodenfläche 22 heraus erstrecken.
[0043] Die Einzelteile des beschriebenen Ausführungsbeispiels sind nochmals in Figur 6 in einer Explosionsdarstellung gezeigt. In Figur 6 unten liegend ist die Grundplatte 12 mit dem vorbeschriebenen Dom 32, der mittigen Ausnehmung 34 und den drei sich entgegengesetzt zum Dom 32 erstreckenden Auflagevorsprüngen 24a, 24b, 24c dargestellt. Wie erläutert, ist diese Grundplatte 12 aus einem Flachmaterial durch Stanzprägen ausgebildet, so dass die Herstellung in einem Arbeitsgang erfolgen kann.
[0044] Der in Figur 5 oben dargestellte Pin 6 ist - wie vorstehend erläutert - zylinderförmig ausgebildet und hat an seinem oben liegenden Endabschnitt den Montageschlitz 20 sowie die Ringnuten 16, 18 zur Aufnahme eines Dichtrings 18 (O-Ring oder eines Federrings). Der vom Montageschlitz 20 entfernte Endabschnitt des Pins 6 ist radial zurückgestuft, so dass der in den Dom 32 eintauchende Endabschnitt 36 ausgebildet wird. Uber eine durch diese Rückstufung entstehende Ringschulter 38 ist der Pin 6 im verprägten Zustand auf der Grundplatte 12 - genauer gesagt auf einer Stützfläche 40 des Doms 32 abgestützt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird allerdings vor dem Verprägen die Kappe 14 auf die Grundplatte 12 aufgesetzt, so dass zum Verbinden der Pin 6 mit seinem radial zurückgesetzten Endabschnitt 36 in einen mittigen Durchbruch 42 der Kappe 14 und die Ausnehmung 34 des Doms 32 eingesetzt und dann verprägt wird. Da der Dom 32 eine relativ große Bauhöhe hat, wird zur Verbesserung des Designs am Außenumfang der Kappe 14 eine Fase 44 ausgebildet - diese ist jedoch nur eine optionale Lösung.
[0045] Wie eingangs ausgeführt, liegen die drei Auflagevorsprünge 24a, 24b, 24c auf einem gemeinsamen Teilkreis, dessen Radius so gewählt ist, dass dieser näher zur Seitenwand 30 als zur Ausnehmung 34 angeordnet ist. Mit anderen Worten gesagt, die Auflagevorsprünge 24 sind zur Seitenwand 30 hin versetzt angeordnet, so dass di Abstützung optimiert ist.
[0046] Anhand der Figuren 6 bis 9 wird eine Variante des zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiels einer Befestigungsvorrichtung 1 erläutert.
[0047] In der Ansicht gemäß Figur 6 unterscheidet sich dieses Ausführungsbeispiel von demjenigen gemäß Figur 2 lediglich darin, dass die Höhe der Seitenwand 30 der Kappe 14 geringer als beim zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel ausgeführt ist. Dieses flachere Design wird - wie im Folgenden ausgeführt - durch die Ausführung der Grundplatte 12 ohne Dom 32 ermöglicht. Im Übrigen entspricht die Ansicht nach Figur 6 derjenigen in Figur 2, so dass weitere Erläuterungen entbehrlich sind.
[0048] Ein wesentlicher Unterschied ergibt sich aus der schrägen Unteransicht gemäß Figur 7. Wie daraus erkennbar, ist die Grundplatte 12 nicht scheibenförmig mit einem runden Umfang ausgeführt, sondern der von der Seitenwandung 30 der Kappe 14 umgriffene Außenumfang der Grundplatte 12 wird durch beispielsweise drei oder mehrere am Umfang verteilte Radialvorsprünge 46a, 46b, 46c ausgebildet, die radial außerhalb der drei Auflagevorsprünge 24a, 24b, 24c angeordnet sind.
[0049] In die mittige Ausnehmung 34 der Grundplatte 12 ist ein Einpress-Gewindebolzen 48 eingepresst, der mit seinem Gewindeabschnitt hin zum Pin 6 aus der Grundplatte 12 vorsteht, so dass der Pin 6 auf diesen Gewindebolzen 48 aufgeschraubt werden kann.
[0050] Figur 8 zeigt diesen verschraubten Zustand ohne die Kappe 14. Man sieht in dieser Darstellung deutlich die drei radial auskragenden Radialvorsprünge 46a, 46b, 46c, deren Stirnflächen 50 entsprechend des Radius der Seitenwand 30 verrundet sind. Des Weiteren ist an jedem Radialvorsprung 46a, 46b, 46c eine Fase 52 ausgeführt, die entsprechend der Fase 44 der Kappe 14 dimensioniert ist. Wie oben ausgeführt, sind die drei mit Bezug zu den Radialvorsprüngen 46 ausgerichteten Auflagevorsprünge 24a, 24b, 24c durch Prägen aus der Großfläche der Grundplatte 12 umgeformt.
[0051] Figur 9 zeigt eine Explosionsdarstellung der Befestigungsvorrichtung gemäß den Figuren 6 und 7. Wie oben ausgeführt, ist die Grundplatte 12 mit den drei Radialvorsprüngen 46a, 46b, 46c und den dazu ausgerichteten Auflagevorsprüngen 24a, 24b, 24c ausgeführt. Ein Dom, wie beim oben beschriebenen Ausführungsbeispiel, ist nicht vorhanden - mittig ist die Ausnehmung 34 für den Einpress-Gewindebolzen 48 vorgesehen. Dieser hat einen Einpressbund 54, der in etwa die Wandstärke der Grundplatte 12 hat und der in die Ausnehmung 34 eingepresst wird. Nach diesem Einpressen kragt aus der Grundplatte 12 in Richtung zum Pin 6 ein Gewindeabschnitt 56 aus, auf den der Pin 6 mit einem gestrichelt angedeuteten Innengewinde 58 aufgeschraubt ist, bis die ebene Stirnfläche 60 bündig auf der Grundplatte 12 aufliegt. In einem nächsten Arbeitsgang wird dann die Kappe 14 aufgesetzt, wobei der Pin 6 den mittigen Durchbruch 42 durchsetzt und dann die Seitenwand 30 die Radialvorsprünge 46 und die Auflagevorsprünge 24 umgreift, so dass der Abstand I der Bodenfläche 22 (Grundplatte 12) zur Keramik 4 nach außen hin nicht sichtbar ist.
[0052] Offenbart ist eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung einer WC-Sitzgarnitur an einer Keramik, wobei eine einen Pin tragende Grundplatte über Auflagevorsprünge mit der Keramik verklebt ist.
BEZUGSZEICHENLISTE:
1 Befestigungsvorrichtung 2 WG-Sitzgelenk
4 Keramik
6 Pin
8 Aufnahme
10 Adapterstück 12 Grundplatte
14 Kappe 16 Ringnut 18 Ringnut
20 Montageschlitz 22 Bodenfläche
24 Auflagevorsprung 26 Innenbohrung
28 Klebefläche
30 Seitenwand
32 Dom
34 Ausnehmung
36 Endabschnitt
38 Ringschulter
40 Stützfläche
42 Durchbruch
44 Fase
46 Radialvorsprung 48 Einpress-Gewindebolzen 50 Stirnfläche
52 Fase
54 Einspressbund 56 Gewindeabschnitt 58 Innengewinde
60 Stirnfläche

Claims (9)

Patentansprüche
1. Befestigungsvorrichtung zur Befestigung einer WC-Sitzgarnitur an einer Keramik (4), mit einer Grundplatte (12), die mittels einer Verklebung an der Keramik (4) befestigbar ist und die einen Pin (6) oder eine Aufnahme (8) für einen Pin eines WC-Sitzgelenks (2) trägt, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Bodenfläche (22) der Grundplatte (12) mehrere Auflagevorsprünge (24) aus der Bodenfläche (22) auskragend ausgebildet sind, deren Grundfläche kleiner als diejenige der Bodenfläche (22) ist und deren Auflagefläche eine Klebeschicht trägt.
2. Befestigungsvorrichtung nach Patentanspruch 1, wobei zumindest drei Auflagevorsprünge (24a, 24b, 24c) auf einem gemeinsamen Teilkreis liegend vorgesehen sind.
3. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei der Pin (6) mit der Grundplatte (12) verschraubt oder durch Umformen verbunden ist.
4. Befestigungsvorrichtung nach Patentanspruch 3, wobei die Verschraubung mittels eines Gewindebolzens (48) erfolgt, der von der Bodenfläche (22) her in die Grundplatte (12) eingesetzt, vorzugsweise eingepresst ist.
5. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, mit einer Kappe (14), die vom Pin (6) durchsetzt ist und die die Grundplatte (12) überdeckt.
6. Befestigungsvorrichtung nach Patentanspruch 5, wobei eine zylindermantelförmig ausgebildete Seitenwand (30) der Kappe (14) den Umfang der Grundplatte (12) und die von der Bodenfläche (22) weg auskragenden Anlagevorsprünge (24) seitlich umgreifend überdeckt und einen mittigen Durchbruch (42) hat, durch den der Pin (6) bzw. die Aufnahme (8) hindurchtritt.
7. Befestigungsvorrichtung nach einem der Patentansprüche 2 bis 6, wobei die Anlagevorsprünge (24) näher zur Seitenwand (30) als zum Durchbruch (42) angeordnet sind.
8. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die Grundplatte (12) am Außenumfang Radialvorsprünge (46) hat.
9. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche und Patentanspruch 5, wobei am Außenumfang der Grundplatte (12) und an der Kappe (14) eine Fase (44, 52) ausgebildet ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
ATA9015/2021A 2020-03-23 2021-03-04 Befestigungsvorrichtung AT525414B1 (de)

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