AT525423A1 - Schneidwerk für oberhalb von Kulturpflanzen abzuschneidendes Unkraut - Google Patents

Schneidwerk für oberhalb von Kulturpflanzen abzuschneidendes Unkraut Download PDF

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AT525423A1 ATA50711/2021A AT507112021A AT525423A1 AT 525423 A1 AT525423 A1 AT 525423A1 AT 507112021 A AT507112021 A AT 507112021A AT 525423 A1 AT525423 A1 AT 525423A1
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Abstract

Es wird ein Schneidwerk für oberhalb von Kulturpflanzen abzuschneidendes Unkraut mit wenigstens einem Messerbalken beschrieben, der auf einem Träger (1) angeordnete Führungen (6) für ein Doppelmesser (3) aufweist, dessen Messer, ein Ober- und ein Untermesser (4, 5), gegensinnig hin- und hergehend antreibbar sind. Um die Arbeitsbreite des Messerbalkens zu vergrößern, wird vorgeschlagen, dass der Messerbalken einen an den Träger (1) angelenkten Ausleger (2) ebenfalls mit einem Doppelmesser (3) aufweist, dass die Gelenkachse (8) zwischen Träger (1) und Ausleger (2) in deren Strecklage auf der Oberseite des Messerbalkens in Messervorschubrichtung (7) verläuft, dass die Ober- und Untermesser (4, 5) der Doppelmesser (3) des Trägers (1) und des Auslegers (2) durch an den Messern (4, 5) angelenkte Verbindungslaschen (15, 16) antriebsverbunden sind und dass der Träger (1) einen auf seiner Unterseite angelenkten Schwenkzylinder (9) aufweist und auf seiner Oberseite den Steg eines Doppelkurbelgetriebes (11) bildet, an dessen treibender Kurbel (10) der Schwenkzylinder (9) angreift und dessen getriebene Kurbel durch den Ausleger (2) zwischen der Gelenkachse (8) und einer auslegerseitigen Anlenkachse (13) einer die beiden Kurbeln verbindenden Koppel (14) bestimmt ist.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Schneidwerk für oberhalb von Kulturpflanzen abzuschneidendes Unkraut mit wenigstens einem Messerbalken, der auf einem Träger angeordnete Führungen für ein Doppelmesser aufweist, dessen Messer, ein
Ober- und ein Untermesser, gegensinnig hin- und hergehend antreibbar sind.
Zur Schädigung von Unkräutern, deren Wuchshöhe größer als die von Kulturpflanzen ist, können die Unkräuter oberhalb der Kulturpflanzen mithilfe eines beispielsweise an einen Ackerschlepper anbaubaren Frontschneidwerks abgeschnitten werden. Die Messerbalken bekannter Schneidwerke, die für diesen Zweck eingesetzt werden, weisen quer zu Fahrrichtung verlaufende, der Höhe nach verstellbare Träger mit Führungen für Doppelmesser auf, deren Ober- und Untermesser durch Schubkurbelgetriebe gegensinnig hin- und hergehend angetrieben werden. Zur Vermeidung gesonderter Tragkonstruktionen für die Messerbalken müssen die die Messerführungen und die Messerantriebe aufnehmenden Träger alle Betriebslasten abtragen, was bei einem vorgegebenen Gewicht der Messerbalken deren Länge erheblich beschränkt. Um größere Arbeitsbreiten zu ermöglichen, werden daher mehrere Messerbalken nebeneinander eingesetzt, die für eine Transportstellung je für sich entweder um Hochachsen seitlich eingeschwenkt oder um liegende Achsen hochgeschwenkt
werden können.
Um die Arbeitsbreite eines Messerbalkens zu vergrößern, ohne eine vorgegebene Transportbreite zu übersteigen, ist es bekannt (CN 203072350 U), an den Träger für mehrere im Träger um Hochachsen schwenkbar gelagerte Messer seitliche Auslenker anzulenken, die die Messerreihe des Trägers fortsetzende, ebenfalls
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, Konstruktionsvoraussetzungen zu schaffen, die bei einem Schneidwerk zur Unkrautbeschneidung oberhalb von Kulturpflanzen Messerbalken mit einer vergleichsweise großen Länge ohne Einsatz
zusätzlicher Tragstrukturen ermöglichen.
Ausgehend von einem Schneidwerk der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Messerbalken einen an den Träger angelenkten Ausleger ebenfalls mit einem Doppelmesser aufweist, dass die Gelenkachse zwischen Träger und Ausleger in deren Strecklage auf der Oberseite des Messerbalkens in Messervorschubrichtung verläuft, dass die Ober- und Untermesser der Doppelmesser des Trägers und des Auslegers durch an den Messern angelenkte Verbindungslaschen antriebsverbunden sind und dass der Träger einen auf seiner Unterseite angelenkten Schwenkzylinder aufweist und auf seiner Oberseite den Steg eines Doppelkurbelgetriebes bildet, an dessen treibender Kurbel der Schwenkzylinder angreift und dessen getriebene Kurbel durch den Ausleger zwischen der Gelenkachse und einer auslegerseitigen Anlenkachse einer die beiden Kurbeln verbindenden Koppel bestimmt ist.
Da die Ober- und Untermesser des Trägers und des Auslegers durch Verbindungslaschen antriebsverbunden sind, deren Anlenkachsen an den Messern parallel zur Gelenkachse zwischen dem Träger und dem Ausleger verlaufen, werden das Ober- und das Untermesser des Auslegers bei durch den Messerantrieb auf dem Träger festgehaltenen Messern des Trägers zum Ausgleich der Schwenkbewegung des Auslegers um die mit Abstand von der Messerebene verlaufende Gelenkachse in den Führungen des Auslegers verschoben, was jedoch keinen Einfluss auf die Schnittfunktion hat, weil aufgrund der durch die Verbindungslaschen bedingten Zwangsführung das Ober- und das Untermesser beim Rückschwenken des Auslegers in die Arbeitsstellung wieder ihre gegenseitige
Grundstellung einnehmen.
ermöglicht.
Der dem Träger zugeordnete, gemeinsame Schwingungsantrieb für die Doppelmesser des Trägers und des Auslegers kann unterschiedlich ausgeführt sein. Vorteilhafte Antriebsverhältnisse werden allerdings dadurch erreicht, dass der gemeinsame Antrieb ein am Träger angeordnetes Schwingkurbelgetriebe umfasst, dessen Schwinge einen im Träger gelagerten, doppelarmigen Hebel bildet, der mit den beiden Messern des trägerseitigen Doppelmessers durch Schubstangen antriebsverbunden ist. Durch die Maßnahme, die Kurbeln der beiden Schubkurbeltriebe für das Ober- und das Untermesser zu einem gemeinsamen, doppelarmigen Hebel zusammenzufassen, der im Träger gelagert ist, gelingt es in einfacher Weise, die Messer von Querschwingungen freizuhalten und die antriebsbedingten Querschwingungen über die Lagerung des doppelarmigen Hebels in den Träger abzuleiten. Der doppelarmige Hebel braucht somit lediglich hin- und herschwingend angetrieben zu werden, was vorteilhaft mithilfe eines Schwingkurbelgetriebes erfolgt, dessen Kurbel durch einen Motor angetrieben wird und dessen Koppel am doppelarmigen Hebel als Schwinge angreift.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es
zeigen
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Schneidwerk ausschnittsweise im Bereich der Anlenkung des Auslegers an den Träger des Messerbalkens in einer Draufsicht,
Fig. 2 den Ausschnitt des Schneidwerks der Fig. 1 in einer Vorderansicht,
Fig. 4 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung des Messerbalkens mit einem um 180° gegen den Träger eingeschwenkten Ausleger in der Transportstellung und
Fig. 5 einen Längsschnitt durch den Träger im Bereich des Messerantriebs.
Der Messerbalken eines als frontseitig an einen Ackerschlepper anbaubaren, erfindungsgemäßen Schneidwerks zum Unkrautschneiden oberhalb von Kulturpflanzen weist einen Träger 1 auf, an dem ein Ausleger 2 angelenkt ist, wobei der Träger 1 und der Ausleger 2 je mit einem Doppelmesser 3 versehen sind. das Ober- und das Untermesser 4, 5 der Doppelmesser 3 sind in entlang des Trägers 1 und des Auslegers 2 verteilt angeordneten Führungen 6 gegensinnig hin- und
hergehend verschiebbar gelagert.
Die in Vorschubrichtung 7 der Doppelmesser 3 verlaufende Gelenkachse 8 zwischen dem Träger 1 und dem Ausleger 2 ist in der gestreckten Arbeitsstellung des Messerbalkens mit Abstand oberhalb des Trägers 1 bzw. des Auslegers 2 vorgesehen, wie dies der Fig. 2 zu entnehmen ist. Diese Lage der Gelenkachse 8 in Bezug auf den Träger 1 und den Ausleger 2 erlaubt eine um 180° gegen den Träger 1 eingeschwenkte Transportstellung des Auslegers 2, in der der Ausleger 2 parallel zum Träger 1 verläuft, sodass durch ein übliches Verschwenken des Trägers 1 gegenüber dem Anbaugestell des Schneidwerks eine vorteilhafte Transportstellung für das Schneidwerk sichergestellt werden kann.
Zum Verschwenken des Auslegers 2 gegenüber dem Träger 1 ist auf der Unterseite des Trägers 1 ein Schwenkzylinder 9 angelenkt, der die treibende Kurbel 10 eines Doppelkurbelgetriebes 11 verschwenkt. Der Steg dieses Doppelkurbelgetriebes 11 ergibt sich auf der Oberseite des Trägers 1 zwischen der Gelenkachse 7 und der Anlenkachse 12 der treibenden Kurbel 10. Die getriebene Kurbel wird durch den Ausleger 2 zwischen der Gelenkachse 8 und der Anlenkachse 13 der die beiden
Kurbeln verbindenden Koppel 14 gebildet. Aufgrund der Auslegung der
Schwenkwinkel für den Schwenkzylinder in Kauf nehmen zu müssen.
Um die durch einen gemeinsamen Antrieb gegensinnig hin- und hergehend Messer 4, 5 des Trägers 1 und des Auslegers 2 nicht zum Verschwenken des Auslegers 2 entkoppeln zu müssen, sind die Obermesser 4 und die Untermesser 5 der beiden Doppelmesser 3 des Trägers 1 und des Auslegers 2 miteinander durch Verbindungslaschen 15, 16 antriebsverbunden, deren Anlenkachsen 17 an den Ober- und Untermessern 4, 5 parallel zur Gelenkachse 7 verlaufen. In der Grundstellung der Doppelmesser 3 weisen die beiden Verbindungslaschen 15, 16 gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel einen koaxialen Verlauf der Anlenkachsen 17 auf, sodass eine gleichmäßige Verlagerung des Ober- und des Untermessers 4, 5 des Auslegers 2 bei seiner Verschwenkung erreicht wird. Hierfür sind die Messerenden der Obermesser 4 mit Lageransätzen 18 für die Anlenkachsen 17 der Verbindungslasche 15 und die Messerenden der Untermesser 5 mit die Obermesser 4 umgreifenden Lageransätzen 19 für die Verbindungslasche 16 versehen. Mithilfe dieser Konstruktionsvorgaben lässt sich ein einfaches Verschwenken des Auslegers 2 zwischen der Arbeitsstellung nach der Fig. 2 und der dieser Arbeitsstellung gegenüber um 180° geschwenkten Transportstellung des Auslegers 2 bewerkstelligen.
Zum Antrieb des Ober- und des Untermesser 4, 5 der beiden Doppelmessers 3 dient ein gemeinsamer Motor 20, z. B. ein Hydraulikmotor, der die Kurbel 21 eines Schwingkurbelgetriebes 22 antreibt. Die mit der Kurbel 21 durch eine Koppel 23 verbundene Schwinge 24 ist als doppelarmiger Hebel 25 ausgebildet, der auf einer Drehachse 26 im Träger 1 lagert, der vorzugsweise als Hohlprofil ausgebildet ist. An einander diametral gegenüberliegenden Enden dieses doppelarmigen Hebels 25 sind Schubstangen 27 für den Antrieb des Ober - und des Untermessers 4, 5
antriebsverbunden sind.
Der Umstand, dass die Doppelmesser 3 der Oberseite des Messerbalkens zugeordnet werden sollen, um einen Abwurf des Schnittguts über den Träger 1 bzw. dessen Ausleger 2 hinweg zu unterstützen, macht es wünschenswert, die Führungen 6 für die Ober- und Untermesser 4, 5 im Bereich der Deckenwand des für den Träger 1 und den Ausleger vorgesehenen Hohlprofils vorzusehen. Um hierfür vorteilhafte Konstruktionsvoraussetzungen zu schaffen, kann das für den Träger 1 und den Ausleger 2 vorgesehene Hohlprofil einen oberen Längsrandsteg 29 aufweisen, an dem die Führungen 6 befestigt werden.

Claims (3)

(344092.4) II Patentansprüche
1. Schneidwerk für oberhalb von Kulturpflanzen abzuschneidendes Unkraut mit wenigstens einem Messerbalken, der auf einem Träger (1) angeordnete Führungen (6) für ein Doppelmesser (3) aufweist, dessen Messer, ein Ober- und ein Untermesser (4, 5), gegensinnig hin- und hergehend antreibbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Messerbalken einen an den Träger (1) angelenkten Ausleger (2) ebenfalls mit einem Doppelmesser (3) aufweist, dass die Gelenkachse (8) zwischen Träger (1) und Ausleger (2) in deren Strecklage auf der Oberseite des Messerbalkens in Messervorschubrichtung (7) verläuft, dass die Ober- und Untermesser (4, 5) der Doppelmesser (3) des Trägers (1) und des Auslegers (2) durch an den Messern (4, 5) angelenkte Verbindungslaschen (15, 16) antriebsverbunden sind und dass der Träger (1) einen auf seiner Unterseite angelenkten Schwenkzylinder (9) aufweist und auf seiner Oberseite den Steg eines Doppelkurbelgetriebes (11) bildet, an dessen treibender Kurbel (10) der Schwenkzylinder (9) angreift und dessen getriebene Kurbel durch den Ausleger (2) zwischen der Gelenkachse (8) und einer auslegerseitigen Anlenkachse (13) einer die beiden Kurbeln verbindenden Koppel (14) bestimmt ist.
2. Schneidwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (1) und der Ausleger (2) als Hohlprofil mit einem oberen Längsrandsteg (29) zur
Aufnahme der Führungen (6) für die Doppelmesser (3) ausgebildet sind.
3. Schneidwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der gemeinsame Antrieb der Doppelmesser (3) des Trägers (1) und des Auslegers (2) ein antreibbares, am Träger (1) angeordnetes Schwingkurbelgetriebe (22) umfasst, dessen Schwinge (24) einen im Träger (1) gelagerten, doppelarmigen Hebel (25) bildet, der mit dem Ober- und dem Untermesser (4, 5) des trägerseitigen Doppelmessers (3) durch Schubstangen (27) antriebsverbunden ist.
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