AT525512B1 - Diagnosevorrichtung - Google Patents

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AT525512B1
AT525512B1 ATA50767/2021A AT507672021A AT525512B1 AT 525512 B1 AT525512 B1 AT 525512B1 AT 507672021 A AT507672021 A AT 507672021A AT 525512 B1 AT525512 B1 AT 525512B1
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Diagnosevorrichtung (100) mit einem Diagnosegerät (1) zum Anschluss an eine Diagnoseschnittstelle eines Fahrzeugs, wobei das Diagnosegerät (1) einen Steckerteil (3), der einen Diagnosestecker (4) ausbildet, und einen Gehäuseteil (2) aufweist, wobei vorzugsweise der Steckerteil (3) lösbar am Gehäuseteil (2) angeordnet und/oder anordenbar ist und wobei in dem Steckerteil (3) zumindest ein Kontaktpin (5) des Diagnosesteckers (13) angeordnet istm wobei die Diagnosevorrichtung (100) ein vom Diagnosegerät (1) separates Energieversorgungsmodul (6) mit einer oder mehreren Energiespeichereinheiten (7) aufweist, wobei das Energieversorgungsmodul (6) lösbar mit dem Diagnosegerät (1) verbunden und/oder verbindbar ist. Erfindungsgemäß ist das Energieversorgungsmodul (6) zwischen Gehäuseteil (2) und Steckerteil (3) über einen Steckkontaktabschnitt (6b) mit dem Diagnosegerät (1) verbindbar.

Description

Beschreibung
DIAGNOSE VORRICHTUNG
[0001] Die Erfindung betrifft eine Diagnosevorrichtung mit einem Diagnosegerät zum Anschluss an eine Diagnoseschnittstelle eines Fahrzeugs, wobei das Diagnosegerät einen Steckerteil, der einen Diagnosestecker ausbildet, und einen Gehäuseteil aufweist, wobei vorzugsweise der Steckerteil lösbar am Gehäuseteil angeordnet und/oder anordenbar ist und in dem Steckerteil zumindest ein Kontaktpin des Diagnosesteckers angeordnet ist, wobei die Diagnosevorrichtung ein vom Diagnosegerät separates Energieversorgungsmodul mit einer oder mehreren Energiespeichereinheiten aufweist, wobei das Energieversorgungsmodul lösbar mit dem Diagnosegerät verbunden und/oder verbindbar ist.
[0002] In heutigen Kraftfahrzeugen sind Diagnoseschnittstellen (On-Board-Diagnosis- oder OBD OBD-Schnittstellen) standardmäßig verbaut. Eine solche Diagnoseschnittstelle ist beispielsweise nach der Norm ISO 15031-3 (2016) ausgeführt, die sowohl einen Stecker als auch eine zugehö6örige Buchse mit sechzehn Kontaktpins definiert. An eine Diagnoseschnittstelle im Fahrzeug kann ein Diagnosegerät angeschlossen werden, um insbesondere Diagnosedaten aus dem Fahrzeug auszulesen oder um allgemein - durchaus auch in beide Richtungen - eine Datenkommunikation mit dem Fahrzeug zu ermöglichen. Bekannt sind dazu bereits Diagnosegeräte, die mittels eines Diagnosekabels und Diagnosesteckers mit der Diagnoseschnittstelle im Fahrzeug verbunden werden. Das bedarf aber des Hantierens mit einem Kabel, außerdem muss das Diagnosegerät selbst während der Verwendung irgendwo sicher am oder im Fahrzeug abgelegt werden, was insbesondere bei einem Fahrzeug in Fahrt schwierig ist.
[0003] Es sind auch Diagnosegeräte bekannt, die ohne Verwendung eines Kabels direkt in die Diagnoseschnittstelle im Fahrzeug gesteckt werden. Dazu weisen solche Diagnosegeräte einen männlichen Steckerteil auf, der in den weiblichen Steckerteil der Diagnoseschnittstelle im Fahrzeug gesteckt wird. Im Rahmen der vorliegenden Offenbarung wird unter einem männlichen Steckerteil ein vorstehendes Element verstanden, während unter einem weiblichen Steckerteil eine Ausnehmung bzw. Aufnahme verstanden wird, wobei das abstehende Element und die Ausnehmung bzw. Aufnahme miteinander korrespondierend ausgeführt sind. Der männliche Steckerteil ist an einem Ende des Diagnosegeräts angeordnet und im Gehäuse des Diagnosegeräts ist eine elektronische Schaltung zur Auswertung und gegebenenfalls zur externen Kommunikation angeordnet. Das Gehäuse benötigt folglich eine gewisse Baugröße und kann nicht beliebig klein gebaut werden. Die OBD-Pins des männlichen Steckerteils müssen natürlich auch mit der elektronischen Schaltung verbunden sein. Beispielsweise zeigen die EP 3 117 491 B1 und CN 206908038 U ein solches derartiges Diagnosegerät.
[0004] Üblicherweise werden derartige Diagnosegerät über das zu untersuchende Fahrzeug mit Energie versorgt. Das kann allerdings zu Problemen führen, wenn es bei einem diagnosebedingten Neustart der Fahrzeug-ECU zu einer Unterbrechung der Energieversorgung kommt.
[0005] Aus diesem Grund gibt es im Stand der Technik bereits Diagnosegeräte, die eine eigenständige Energieversorgung aufweisen. Beispielsweise zeigt die EP 2 601 502 B1 ein Diagnosewerkzeug, in dem ein Kondensator verbaut ist, der über das Fahrzeug mit Energie versorgt wird. Dadurch lassen sich kurzfristige Versorgungsschwankungen mit einer Dauer von weniger als einer Sekunde überbrücken, beispielsweise, wenn das Diagnosewerkzeug mit einer unverlässlichen Energiequelle verbunden ist. Dabei ist nachteilig, dass der Kondensator fix im Gerät verbaut ist - bei Defekten oder Austausch wegen Verschleiß sind also aufwändige Maßnahmen notwendig.
[0006] EP 2 316 086 B1 beschreibt ein tragbares diagnostisches Werkzeugsystem, bei dem ein Diagnosewerkzeug und eine Fahrzeugkommunikationsschnittstelle zur drahtlosen Kommunikation in Echtzeit ausgerüstet sind. Zu diesem Zweck ist das Diagnosewerkzeug laut Absatz [0019] mit einer nicht näher beschriebenen Batterie ausgestattet, die mittels eines Stromversorgungsanschlusses im Diagnosewerkzeug an eine Wechselstromquelle angeschlossen werden kann.
[0007] Auch hier ist die Energieversorgung fix verbaut, kann also nicht anlassbezogen gewechselt bzw. an den jeweiligen Verwendungszweck angepasst werden. Das ist bei Diagnosewerkzeugen ein großer Nachteil, da bei bestimmungsgemäßer Verwendung täglich hunderte Diagnosevorgänge auftreten können, was eine hohe Belastung für konventionelle Batterien bedeutet.
[0008] Vergleichbare Diagnosevorrichtungen mit Energieversorgung zeigen beispielsweise auch US 2009/063745 A1, CN 106004794 A, JP 2018016138 A, WO 2008/045277 A2, CN 101936815 A, EP 2 189 921 A2 und EP 2 601 502 B1.
[0009] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Diagnosevorrichtung bereit zu stellen, die über eine eigene Energieversorgung verfügt, um länger andauernde Versorgungslücken zu überbrücken und an unterschiedliche Verwendungszwecke angepasst werden kann.
[0010] Diese Aufgabe wird mit einer eingangs genannten Diagnosevorrichtung erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Energieversorgungsmodul zwischen Gehäuseteil und Steckerteil über einen Steckkontaktabschnitt mit dem Diagnosegerät verbindbar ist.
[0011] Auf diese Weise kann das Energieversorgungsmodul einfach und reproduzierbar installiert und deinstalliert werden.
[0012] Damit kann sichergestellt werden, dass bei Unterbrechung der Energieversorgung durch das untersuchte Fahrzeug trotzdem eine durchgängige und fehlerlose Diagnose möglich ist. Das Energieversorgungsmodul kann dabei so ausgelegt werden, dass Versorgungslücken von 30 Sekunden, 60 Sekunden oder länger überbrückt werden können. Durch die Lösbarkeit kann das Diagnosegerät je nach Anwendungsfall mit einer separaten Energieversorgung verwendet oder über das Fahrzeug versorgt werden. Außerdem ist es möglich, ein gebrauchtes, entladenes Energieversorgungsmodul rasch durch ein frisches, volles Modul zu ersetzen. Weil bei Unterbrechung der Versorgung - z.B. durch Neustart des Fahrzeugsteuergeräts - das Diagnosegerät nicht ausfällt und daher keine Wartezeiten entstehen, können Diagnoseprozesse rascher und fehlerfrei durchgeführt werden.
[0013] Im Rahmen der vorliegenden Offenbarung weist damit eine Diagnosevorrichtung ein Diagnosegerät und ein davon separates Energieversorgungsmodul auf.
[0014] Als Energiespeichereinheiten können unterschiedliche bekannte Lösungen zur Anwendung kommen, beispielsweise Batterien oder Akkumulatoren. In einer Variante der Erfindung ist zumindest eine Energiespeichereinheit des Energieversorgungsmoduls als Kondensator, vorzugsweise als Superkondensator, ausgeführt. Kondensatoren sind eine etablierte Energiespeicherlösung, die für normale Diagnosevorgänge ausreichend Energie bereitstellen können. Ein Betrieb des Diagnosegeräts über 30 bis 60 Sekunden oder länger ist problemlos möglich. Da die Kondensatoren im Gegensatz zu Batterien nur geringe Mengen chemischer Substanzen aufweisen, kann das Feuerrisiko stark reduziert werden. Superkondensatoren unterscheiden sich von herkömmlichen Kondensatoren durch eine höhere Energie- und Leistungsdichte. Sie haben auBerdem den Vorteil, dass sie eine Lebensdauer von mehreren 10 000 Lade- und Entladezyklen erlauben - bis über 500 000 derartige Zyklen sind möglich.
[0015] Als Superkondensatoren werden im Rahmen der vorliegenden Offenbarung Kondensatoren betrachtet, die eine Kapazität von 25 F oder mehr aufweisen. Vorzugsweise werden als Superkondensatoren Doppelschichtkondensatoren mit einer Kapazität von 25 F oder mehr eingesetzt. Die hohe Energiedichte bei kompakter Baugröße ermöglicht das Uberbrücken längerer Versorgungslücken. Vorteilhafterweise wird der Spannungsbedarf des oder der eingesetzten Superkondensatoren so gewählt, dass die Summe der Komponenten der Fahrzeugspannung entspricht - dadurch wird keine aufwändige Spannungsregelung im Diagnosegerät benötigt, was ein energiesparendes Betreiben ermöglicht.
[0016] Um ein weiteres Verwendungsspektrum zu ermöglichen, weist das Energieversorgungsmodul zumindest eine Anschlussvorrichtung zum Verbinden mit einer externen Energieversorgungsquelle auf.
[0017] Auf diese Weise kann eine externe Versorgung angeschlossen werden, um die Energie-
speichereinheit aufzuladen und/oder das Diagnosegerät direkt zu betreiben und/oder über Steckerteil und Diagnosestecker ein zu untersuchendes Fahrzeug zu versorgen, beispielsweise wenn dieses keine eigene Batterie aufweist, diese entladen ist oder das Fahrzeug als solches abgestellt bzw. deaktiviert ist.
[0018] In einer Variante ist dabei der Steckerteil einstückig mit dem Steckkontaktabschnitt und in einer vom Gehäuseteil wegführenden Richtung an den Steckkontaktabschnitt anschließend ausgeführt und das Energieversorgungsmodul ist über einen ersten Anschlussbereich des Steckkontaktabschnitts mit dem Gehäuseteil verbindbar.
[0019] Mit anderen Worten weist das Energieversorgungsmodul integriert in den Steckkontaktabschnitt den Steckerteil und den Diagnosestecker auf. Die Diagnosevorrichtung besteht damit aus möglichst wenigen Teilen, gleichzeitig ist ein Adaptieren auf verschiedene Fahrzeuge einfach möglich, indem der Gehäuseteil beibehalten wird, das Energieversorgungsmodul mit dem Steckerteil aber getauscht wird.
[0020] In einer weiteren Variante ist das Energieversorgungsmodul über einen ersten Anschlussbereich des Steckkontaktabschnitts mit dem Gehäuseteil verbindbar und der Steckkontaktabschnitt ist über einen zweiten Anschlussbereich mit dem Steckerteil lösbar verbunden und/oder verbindbar.
[0021] Damit kann eine maximal mögliche Modularität erzielt werden.
[0022] Um das System besonders kompakt und platzsparend auszubilden, weist das Energieversorgungsmodul einen Energiespeicherteil zur Aufnahme der Energiespeichereinheiten auf, wobei sich der Energiespeicherteil im montierten Zustand des Energieversorgungsmoduls in einer vom Steckerteil abgewandten Richtung entlang einer Längsachse des Diagnosegeräts erstreckt. Vorzugsweise erstreckt sich der Energiespeicherteil entlang einer Längsachse des Diagnosegeräts und einer Längsachse des Gehäuseteils, wobei üblicherweise diese beiden Längsachsen zusammenfallen.
[0023] Vorteilhafterweise liegt dabei das Energieversorgungsmodul in einem montierten Zustand an dem Gehäuseteil an. Mit anderen Worten liegt ein dem Gehäuseteil zugewandter Wandabschnitt des Energieversorgungsmodul an dem Gehäuseteil an, bzw. berühren sich dieser Wandabschnitt und der Gehäuseteil.
[0024] In einer Variante der Erfindung sind dabei eine Breite und eine Länge des Energiespeicherteils kleiner oder gleich groß wie eine Breite und eine Länge des Gehäuseteils des Diagnosegeräts.
[0025] Auf diese Weise kann die Diagnosevorrichtung kompakt und platzsparend ausgeführt werden, indem die Außenmaße möglichst klein gehalten werden. Durch das Anliegen des Energieversorgungsmodul wird auch das Erreichen von verwinkelt angeordneten Diagnoseschnittstellen ermöglicht.
[0026] Um eine einfache Handhabung zu ermöglichen weist das Energieversorgungsmodul zumindest eine Haltevorrichtung zum lösbaren Verbinden mit dem Diagnosegerät auf, wobei vorzugsweise die Haltevorrichtung das Energieversorgungsmodul im Bereich des Gehäuseteils mit dem Diagnosegerät verbindet. Diese Haltevorrichtung kann als Klemmelement, Fixierschlaufe oder Schnappverbindung ausgeführt werden, so dass auch bei multidimensionalem Hantieren mit dem Diagnosegerät ein sicherer Halt des Energieversorgungsmoduls am Diagnosegerät garantiert ist.
[0027] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines nicht einschränkenden Ausführungsbeispiel, das in den Figuren dargestellt ist, näher erläutert. Darin zeigt
[0028] Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht einer erfindungsgemäßen Diagnosevorrichtung;
[0029] Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Energieversorgungsmoduls;
[0030] Fig. 3 eine Explosionsansicht einer erfindungsgemäßen Diagnosevorrichtung; [0031] Fig. 4 eine Frontansicht einer erfindungsgemäßen Diagnosevorrichtung;
[0032] Fig. 5 eine teilweise Schnittansicht von Steckerteil und Steckkontaktabschnitt einer erfindungsgemäßen Diagnosevorrichtung in einem Schnitt entlang der Linie AA in Fig. 4;
[0033] Fig. 6 eine Unteransicht einer erfindungsgemäßen Diagnosevorrichtung; [0034] Fig. 7 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Diagnosevorrichtung;
[0035] Fig. 8 eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Diagnosevorrichtung in einem Schnitt entlang der Linie B-B in Fig. 6;
[0036] Fig. 9 eine teilweise transparente Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Energieversorgungsmodul; und
[0037] Fig. 10 eine teilweise transparente Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Energieversorgungsmoduls.
[0038] In den nachfolgenden Figuren sind aus Gründen der Übersichtlichkeit gleichartige Elemente mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0039] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Diagnosevorrichtung 100. Die Diagnosevorrichtung 100 besteht aus einem Diagnosegerät 1 mit einem Gehäuseteil 2 und einem Steckerteil 3. Der Steckerteil 3 bildet dabei einen Diagnosesteckerteil 4 aus, der mit einer Diagnoseschnittstelle eines Fahrzeugs verbunden werden kann. Der Steckerteil 3 weist dazu zumindest einen Kontaktpin 5 auf, wobei aus Gründen der Ubersichtlichkeit in Fig. 1 nur zwei Kontaktpins mit Bezugszeichen versehen sind.
[0040] Weiters weist die Diagnosevorrichtung 100 ein Energieversorgungsmodul 6 auf, das in Fig. 1 unterhalb des Diagnosegeräts 1 dargestellt ist und eine oder mehrere Energiespeichereinheiten 7 aufweist (siehe Fign. 3, 8 und 10). Das Energieversorgungsmodul 6 ist separat zum Diagnosegerät 1 ausgeführt und lösbar mit diesem verbunden bzw. verbindbar.
[0041] Eine Diagnosevorrichtung 100 im Sinne der vorliegenden Offenbarung umfasst also ein Diagnosegerät 1 und ein vom Diagnosegerät 1 separates Energieversorgungsmodul 6, das mit dem Diagnosegerät 1 lösbar verbunden bzw. verbindbar ist.
[0042] Fig. 2 zeigt das Energieversorgungsmodul 6 allein in perspektivischer Ansicht. Dabei ist erkennbar, dass das Energieversorgungsmodul 6 einen Energiespeicherteil 6a zur Aufnahme der Energiespeichereinheiten 7 und einen Steckkontaktabschnitt 6b aufweist, über den die lösbare Verbindung mit dem Diagnosegerät herstellbar ist.
[0043] Die Diagnosevorrichtung 100 ist in Fig. 3 in einer Explosionsdarstellung abgebildet: Der Gehäuseteil 2 des Diagnosegeräts 1 besteht dabei aus einem ersten 2a und einem zweiten Gehäuseteil 2b, die über Schrauben 99 miteinander verschraubt werden.
[0044] Das Energieversorgungsmodul 6 ist ebenfalls mehrteilig: Der Energiespeicherteil 6a besteht aus einer ersten 6a‘ und einer zweiten Energiespeicherteilhalbschale 6a“, wobei die zweite Energiespeicherteilhalbschale 6a‘ einstückig mit dem Steckkontaktabschnitt 6b ausgeführt ist.
[0045] Es ist ebenfalls zu erkennen, dass im Energieversorgungsmodul 6, insbesondere im Energiespeicherteil 6a, die Energiespeichereinheiten 7 befinden. Grundsätzlich können die Energiespeichereinheiten auf verschiedene Weise ausgeführt werden, beispielsweise mit Batterien, Akkus, Kondensatoren oder anderen Speicherlösungen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel kommen allerdings Superkondensatoren zum Einsatz, wobei vier Stück vorgesehen sind. Superkondensatoren haben den Vorteil, dass sie die für den Betrieb der Diagnosevorrichtung 100 notwendige Energie über einen Zeitraum von 30 bis 60 Sekunden oder länger bereitstellen können und außerdem nur eine reduzierte Feuer- bzw. Explosionsgefahr aufweisen - beim Hantieren in der Nähe von Fahrzeugen mit Verbrennungskraftmaschinen ein klarer Vorteil.
[0046] Nachfolgend werden die Superkondensatoren mit dem Bezugszeichen 7, das allgemein für die Energiespeichereinheiten eingeführt worden ist, bezeichnet.
[0047] Die Superkondensatoren 7 sind auf einer Leiterplatte 8 angeordnet, auf der sich ebenfalls eine Steuereinheit 9 befindet, um eine geordnete Energieversorgung des Diagnosegeräts 1 zu gewährleisten. Die Verbindung zwischen den Superkondensatoren 7 und dem Steckkontaktabschnitt 6b und weiter zum Gehäuseteil 2 und zum Steckerteil 3 erfolgt auf konventionelle Weise und ist hier nicht näher beschrieben, da dem Fachmann vertraut.
[0048] Aus Fig. 3 ist auch ersichtlich, dass im dargestellten Ausführungsbeispiel der Steckerteil 3 lösbar ausgeführt ist, und zwar lösbar vom Gehäuseteil 2, so dass das Energieversorgungsmodul 6 zwischen Gehäuseteil 2 und Steckerteil 3 über den Steckkontaktabschnitt 6b mit dem Diagnosegerät 1 verbindbar ist.
[0049] Das bedeutet, dass das Energieversorgungsmodul 6 über einen ersten Anschlussbereich 10a des Steckkontaktabschnitts 6b mit dem Gehäuseteil 2 verbindbar ist und der Steckkontaktabschnitt 6b über einen zweiten Anschlussbereich 10b mit dem Steckerteil 3 lösbar verbunden und/oder verbindbar ist. Die Anschlussbereiche 10a, 10b sind im Wesentlichen als Aufnahmen für Pinabschnitte des Gehäuseteils 2 und des Steckerteils 3 ausgeführt, die für eine leitende Verbindung der beiden sorgen und zusätzlich eine Verbindung mit den Superkondensatoren 7 ermöglichen. Im Gehäuseteil 2 ist ein Gehäuseanschlussbereich 2c (siehe Fig. 3) so ausgeführt, dass eine Verbindung mit dem ersten Anschlussbereich 10a möglich ist. Der mit dem zweiten Anschlussbereich 10b korrespondierende Bereich des Steckerteils 3 ist in den Figuren nicht ersichtlich. Vorzugsweise sind die Anschlussbereiche im Gehäuseteil 2 (also der Gehäuseanschlussbereich 2c) und im Steckerteil 3 so ausgeführt, dass sie sowohl miteinander als auch mit den Anschlussbereichen 10a, 10b des Steckkontaktabschnitts 6b zusammenwirken können. Auf diese Weise kann die Diagnosevorrichtung 100 mit und ohne Energieversorgungsmodul 6 ordnungsgemäß verwendet werden.
[0050] In den Fign. 9 und 10 ist ersichtlich, wie das Energieversorgungsmodul 6 für sich genommen ausgeführt ist: Die Superkondensatoren 7 befinden sich im Energiespeicherteil 6a, die Anschlussbereiche 10a, 10b befinden sich im Bereich des Steckkontaktabschnitts 6b, der mit dem Energiespeicherteil 6a verbunden ist.
[0051] In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Steckerteil 3 einstückig mit dem Steckkontaktabschnitt 6b ausgeführt und in einer vom - im montierten Zustand - vom Gehäuseteil 2 wegführenden Richtung an den Steckkontaktabschnitt 6b anschließend ausgeführt. Dementsprechend ist nur ein erster Anschlussbereich 10a vonnöten, mit dem eine Verbindung des Steckkontaktabschnitts 6b mit dem Gehäuseteil 2 hergestellt wird.
[0052] Fig. 4 zeigt eine Frontansicht der Diagnosevorrichtung in einem montierten Zustand und eine Schnittlinie A-A - die zugehörige Schnittansicht zeigt Fig. 5: Hier ist zu erkennen, dass Gehäuseteil 2 und Steckerteil 3 über den Steckkontaktabschnitt 6b miteinander verbunden sind, wobei die Verbindung mittels in Rohrhülsen 99a geführten Schrauben 99 erfolgt.
[0053] Fign. 6 und 7 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. So wie bisher ist der Energiespeicherteil 6a im montierten Zustand des Energieversorgungsmoduls 6 so angeordnet, dass er sich in einer vom Steckerteil 3 abgewandten Richtung entlang einer Längsachse 1a des Diagnosegeräts 1 erstreckt. Dabei fällt die Längsachse 1a des Diagnosegeräts 1 zusammen mit der Längsachse des Gehäuseteils 2. Dementsprechend ist die Längsachse des Gehäuseteils 2 nicht eingezeichnet, sondern unter dem Bezugszeichen 1a subsummiert.
[0054] Insbesondere in Fig. 7 ist zu erkennen, dass das Energieversorgungsmodul 6, insbesondere der Energiespeicherteil 6a, im montierten Zustand an dem Gehäuseteil 2 anliegt. Das bedeutet, dass ein Wandabschnitt des Energiespeicherteils 6a an einem zugewandten Wandabschnitt des Gehäuseteils 2 anliegt.
[0055] Als Besonderheit des Ausführungsbeispiels in den Fign. 6 und 7 ist zusätzlich am Energieversorgungsmodul 6, hier insbesondere am Energiespeicherteil 6a, eine Anschlussvorrichtung
11 vorgesehen, über die das Energieversorgungsmodul 6 mit einer externen Energieversorgungsquelle (nicht dargestellt) verbunden werden kann. Über diese externe Quelle können die Energiespeichereinheiten 7 geladen und/oder entladen, das Diagnosegerät 1 betrieben oder auch das Fahrzeug, mit dem die Diagnosevorrichtung 100 verbunden ist, mit Energie versorgt werden. Auch beliebige Kombinationen sind möglich.
[0056] Darüber hinaus ist hier eine Haltevorrichtung 12 vorgesehen, mit der das Energieversorgungsmodul 6 lösbar mit dem Diagnosegerät 1 verbunden ist. Hier verbindet die Haltevorrichtung 12 das Energieversorgungsmodul 6 im Bereich des Gehäuseteils 2 mit dem Diagnosegerät 1. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das Gewicht der Energiespeichereinheiten 7 und der Leiterplatte 8 nicht nur auf dem Steckkontaktabschnitt 6b lastet, sondern auch andernorts getragen wird.
[0057] Wie insbesondere auch in der Schnittansicht in Fig. 8 - Schnittlinie B-B in Fig. 6 - zu erkennen ist, ist die Länge des Energieversorgungsmoduls 6, speziell des Energiespeicherteils 6a, entlang der Längsachse 1a des Diagnosegeräts 1 geringer als die Länge des Diagnosegeräts 1. Wie insbesondere auch Fig. 4 zeigt, ist die Breite des Energieversorgungsmoduls 6, speziell des Energiespeicherteils 6a, in einer Richtung normal zur Längsachse 1a des Diagnosegeräts 1 ebenfalls geringer als die Breite des Diagnosegeräts 1. Zwangsläufig ist die Höhe des Energieversorgungsmoduls 6 in einer weiteren Richtung normal zur Längsachse 1a des Diagnosegeräts 1 größer als die Höhe des Diagnosegeräts 1, das ergibt sich aber aus der Notwendigkeit, die Energiespeichereinheiten 7 aufzunehmen.
[0058] Insgesamt ergibt sich durch die erfindungsgemäße Lösung eine kompakte Diagnosevorrichtung, die eine autarke Energieversorgung ermöglicht, die noch dazu austauschbar bzw. an verschiedene Anwendungszwecke anpassbar ist. Auf diese Weise können die Anforderungen an Diagnosevorgänge bei Fahrzeugen in größerem Umfang bedient werden, als das bei Vorrichtungen aus dem Stand der Technik der Fall war.

Claims (9)

Patentansprüche
1. Diagnosevorrichtung (100) mit einem Diagnosegerät (1) zum Anschluss an eine Diagnoseschnittstelle eines Fahrzeugs, wobei das Diagnosegerät (1) einen Steckerteil (3), der einen Diagnosestecker (4) ausbildet, und einen Gehäuseteil (2) aufweist, wobei vorzugsweise der Steckerteil (3) lösbar am Gehäuseteil (2) angeordnet und/oder anordenbar ist und wobei in dem Steckerteil (3) zumindest ein Kontaktpin (5) des Diagnosesteckers (13) angeordnet ist, wobei die Diagnosevorrichtung (100) ein vom Diagnosegerät (1) separates Energieversorgungsmodul (6) mit einer oder mehreren Energiespeichereinheiten (7) aufweist und das Energieversorgungsmodul (6) lösbar mit dem Diagnosegerät (1) verbunden und/oder verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Energieversorgungsmodul (6) zwischen Gehäuseteil (2) und Steckerteil (3) über einen Steckkontaktabschnitt (6b) mit dem Diagnosegerät (1) verbindbar ist.
2. Diagnosevorrichtung (100) nach Anspruch 1, wobei zumindest eine Energiespeichereinheit (7) des Energieversorgungsmoduls (6) als Kondensator, vorzugsweise als Superkondensator, ausgeführt ist.
3. Diagnosevorrichtung (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Energieversorgungsmodul (6) zumindest eine Anschlussvorrichtung (11) zum Verbinden mit einer externen Energieversorgungsquelle aufweist.
4. Diagnosevorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Steckerteil (3) einstückig mit dem Steckkontaktabschnitt (6b) und in einer vom Gehäuseteil (2) wegführenden Richtung an den Steckkontaktabschnitt (6b) anschließend ausgeführt ist und das Energieversorgungsmodul (6) über einen ersten Anschlussbereich (10a) des Steckkontaktabschnitts (6b) mit dem Gehäuseteil (2) verbindbar ist.
5. Diagnosevorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Energieversorgungsmodul (6) über einen ersten Anschlussbereich (10a) des Steckkontaktabschnitts (6b) mit dem Gehäuseteil (2) verbindbar ist und der Steckkontaktabschnitt (6b) über einen zweiten Anschlussbereich (10b) mit dem Steckerteil (3) lösbar verbunden und/oder verbindbar ist.
6. Diagnosevorrichtung (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Energieversorgungsmodul (6) einen Energiespeicherteil (6a) zur Aufnahme der Energiespeichereinheiten (7) aufweist, wobei sich der Energiespeicherteil (6a) im montierten Zustand des Energieversorgungsmoduls (6) in einer vom Steckerteil (3) abgewandten Richtung entlang einer Längsachse (1a) des Diagnosegeräts (1) erstreckt.
7. Diagnosevorrichtung (100) nach Anspruch 6, wobei das Energieversorgungsmodul (6) in einem montierten Zustand an dem Gehäuseteil (2) anliegt.
8. Diagnosevorrichtung (100) nach Anspruch 6 oder 7, wobei eine Breite und eine Länge des Energiespeicherteils (6a) kleiner oder gleich groß sind wie eine Breite und eine Länge des Gehäuseteils (2) des Diagnosegeräts (1).
9. Diagnosevorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Energieversorgungsmodul (6) zumindest eine Haltevorrichtung (12) zum lösbaren Verbinden mit dem Diagnosegerät (1) aufweist, wobei vorzugsweise die Haltevorrichtung (12) das Energieversorgungsmodul (6) im Bereich des Gehäuseteils (2) mit dem Diagnosegerät (1) verbindet.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
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