AT526572B1 - Seilbahn für Warentransport - Google Patents

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AT526572B1
AT526572B1 ATA50709/2022A AT507092022A AT526572B1 AT 526572 B1 AT526572 B1 AT 526572B1 AT 507092022 A AT507092022 A AT 507092022A AT 526572 B1 AT526572 B1 AT 526572B1
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DÜR Gerd
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Abstract

Um bei einer Umlaufseilbahn (1) mit zumindest zwei Seilbahnstationen (2a-2c) und mit einer Anzahl von Seilbahnfahrzeugen (3) die mit einem Förderseil (4) zwischen den Seilbahnstationen (2a-2c) bewegbar sind, einen einfacheren Transport von Objekten zu ermöglichen und die Sicherheit für Personen zu erhöhen, ist vorgesehen, dass in einer ersten Seilbahnstation (2a) eine erste Detektionseinrichtung (D1) vorgesehen ist, die dazu ausgebildet ist, in einem Beladebereich (6) der ersten Seilbahnstation (2a) ein zum Beladen einer Kabine (K) eines Seilbahnfahrzeugs (3) vorgesehenes Objekt (O) zu detektieren und für das Objekt (O) einen Objekttyp zu ermitteln, und dass eine Steuerungseinheit (5) vorgesehen ist, die dazu ausgebildet ist, die Umlaufseilbahn (1) in einem definierten Transportbetriebsmodus zu betreiben, wenn der für das detektierte Objekt (O) ermittelte Objekttyp ein festgelegter Objekttyp ist.

Description

Beschreibung
SEILBAHN FÜR WARENTRANSPORT
[0001] Die Erfindung betrifft eine Umlaufseilbahn mit zumindest zwei Seilbahnstationen und mit einer Anzahl von Seilbahnfahrzeugen, die mit einem Förderseil zwischen den Seilbahnstationen bewegbar sind, wobei die Anzahl von Seilbahnfahrzeugen jeweils eine Kabine zur Aufnahme von Objekten aufweist und wobei eine Steuerungseinheit zur Steuerung der Umlaufseilbahn vorgesehen ist. Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Umlaufseilbahn. Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer Umlaufseilbahn mit zumindest zwei Seilbahnstationen und mit einer Anzahl von Seilbahnfahrzeugen die mit einem Förderseil zwischen den Seilbahnstationen bewegbar sind, wobei die Anzahl von Seilbahnfahrzeugen jeweils eine Kabine zur Aufnahme von Objekten aufweist und wobei die Umlaufseilbahn von einer Steuerungseinheit gesteuert wird.
[0002] Bei Umlaufseilbahnen werden die Seilbahnfahrzeuge in bekannter Weise in einer umlaufenden Schleife zwischen zwei Endstationen bewegt. Früher wurden Umlaufseilbahnen hauptsächlich für den Personentransport in Skigebieten verwendet. Dabei wurden überwiegend Skifahrer mit Skiausrüstung zwischen einer Talstation und einer Bergstation transportiert. Später kamen auch Snowboardfahrer mit Snowboards hinzu. Bei kleineren Kabinen werden die Skier und Snowboards meist in dafür vorgesehenen standardisierten Transportkörben transportiert, die an der Außenseite der Kabinen angeordnet sind. Bei größeren Kabinen wird die gesamte Ausrüstung meist innerhalb der Kabinen transportiert. Neben Ski und Snowboard gibt es in auch noch weitere, eher sperrige, Wintersportgeräte wie z.B. Snowbikes oder Schlitten, die in der Regel innerhalb der Kabine transportiert werden müssen. Zunehmend werden die Umlaufseilbahnen in den Skigebieten aber auch im Sommer verwendet. Hierbei werden beispielsweise Kinderwägen, Rollstühle oder Mountainbikes transportiert, aufgrund ihrer Größe meist ebenfalls innerhalb der Kabinen.
[0003] Zunehmend kommen Umlaufseilbahnen aber auch als öffentliches Verkehrsmittel im urbanen Raum zum Einsatz. Auch hier werden neben dem reinen Personentransport häufig Objekte transportiert, wobei die Bandbreite an verschiedenen Objekttypen in der Regel größer ist, als in den Skigebieten. Insbesondere im urbanen Bereich werden neben den bereits genannten Objekten häufig Gepäckstücke, z.B. Koffer oder Taschen, oder Waren transportiert. Wegen der großen Bandbreite an Objekten ist die Verwendung von standardisierten Transportkörben außerhalb der Kabinen nicht ohne weiteres möglich. Neben den genannten Objekten, die von Personen benutzt werden, werden oftmals auch Waren transportiert, beispielsweise Lebensmittel 0.ä. Im Gegensatz zu den anderen genannten Objekten sind solche Waren in der Regel nicht an die Personen gebunden, werden also meist nicht von den Personen in den Kabinen mitgenommen. Waren werden beispielsweise in einer ersten Seilbahnstation, z.B. einer Talstation in einem Skigebiet, vom Bedienpersonal in eine Kabine eingeladen und unbeaufsichtigt bis zu einer zweiten Seilbahnstation, z.B. einer Bergstation, transportiert. In der Bergstation werden die Waren wiederum vom Bedienpersonal aus der Kabine ausgeladen. Die Seilbahnfahrzeuge können dabei beispielsweise für den gemischten Transport von Personen und Waren verwendet werden oder sie können ausschließlich für den Warentransport verwendet werden. Es können aber beispielsweise auch Seilbahnfahrzeuge mit speziell ausgebildeten Transportkabinen vorgesehen sein, die ausschließlich für den Warenverkehr vorgesehen sind.
[0004] Aufgrund der großen Bandbreite an zu transportierenden Objekten ergeben sich beim Einladen und Ausladen unterschiedliche Herausforderungen. Während das Einladen von handlichen, personengebundenen Objekten (z.B. Ski, Koffer, usw.) beispielsweise relativ einfach und rasch zu bewältigen ist, kann das Beladen der Kabinen bei unhandlichen personengebundenen Objekten (z.B. Rollstuhl, Fahrrad, Kinderwagen, usw.) und/oder bei unhandlichen, nicht-personengebundenen Objekten (z.B. Waren wie Lebensmittel, usw.) unter Umständen aufwändiger sein und daher mehr Zeit in Anspruch nehmen. Bei herkömmlichen Umlaufseilbahnen werden die Seilbahnfahrzeuge jedoch üblicherweise in einem festgelegten Normalbetriebsmodus mit einer
festgelegten konstanten Fördergeschwindigkeit bewegt.
[0005] Das Öffnen und Schließen der Kabinentüren erfolgt dabei üblicherweise automatisch an festgelegten Positionen innerhalb der Seilbahnstationen. Position, Zeitpunkt und verfügbare Zeit zum Beladen bzw. Entladen der Seilbahnfahrzeuge sind daher fest vorgegeben und im Normalbetriebsmodus unveränderlich. Speziell zu Stoßzeiten kann dies zu Unfällen oder unerwünschten Notstopps führen, da unter Umständen zu wenig Zeit für das Beladen zur Verfügung steht. Bisher erfolgte ein Stoppen des Antriebs allenfalls manuell durch das Bedienpersonal, wenn das Bedienpersonal gewisse Objekte erkannt hat. Da der Trend zukünftig aber vermehrt in Richtung bedienerloser Betrieb geht, ist ein manueller Eingriff keine zufriedenstellende Lösung. Zudem kann eine zuverlässige Erkennung von Objekten, die ggf. einen Stopp erfordern, aufgrund von Ablenkung oder anderweitigen Tätigkeiten nicht garantiert werden.
[0006] Es sind Systeme bekannt, mit denen manuelle Eingriffe durch das Bedienpersonal reduziert werden können. In AT 414 056 B wird zur Überwachung einer Lifttrasse und deren Umgebung eine Videokamera verwendet, um die Bewegung von Objekten hinsichtlich ihrer Lage und Geschwindigkeit zu beurteilen. Besteht auf Grund der Bewegung eines Objektes eine Gefahrensituation, initiiert eine Auswerteeinheit ein Alarmsignal oder das Abschalten des Antriebs der Seilbahn. In EP 1 972 520 A1 kann der Betriebsmodus der Seilbahn nach Bedarf in der Seilbahnstation angepasst werden. Dabei wird z.B. die Fördergeschwindigkeit der Seilbahnfahrzeuge variiert. In EP 1 849 674 A1 wird je nach Art des Seilbahnfahrzeugs die Fördergeschwindigkeit der Seilbahnfahrzeuge angepasst. Bei diesen Systemen kommt es jedoch zu keiner Anpassung des Betriebsmodus der Seilbahn in Abhängigkeit vom zu transportierenden Objekt.
[0007] Es ist daher eine Aufgabe der gegenständlichen Erfindung, eine Umlaufseilbahn und ein Verfahren zum Betreiben einer Umlaufseilbahn bereitzustellen, die einen einfacheren Transport von Objekten ermöglichen und die Sicherheit für Personen erhöhen.
[0008] Die Aufgabe wird mit der eingangs genannten Umlaufseilbahn dadurch gelöst, dass in einer ersten Seilbahnstation eine erste Detektionseinrichtung vorgesehen ist, die dazu ausgebildet ist, in einem Beladebereich der ersten Seilbahnstation ein zum Beladen einer Kabine eines Seilbahnfahrzeugs vorgesehenes Objekt zu detektieren und für das Objekt einen Objekttyp zu ermitteln, und dass die Steuerungseinheit dazu ausgebildet ist, die Umlaufseilbahn in einem definierten Transportbetriebsmodus zu betreiben, wenn der für das detektierte Objekt ermittelte Objekttyp ein festgelegter Objekttyp ist. Dadurch wird eine automatische Erkennung und Identifikation von gewünschten Objekten ermöglicht und es kann abhängig davon der Betriebsmodus der Seilbahn angepasst werden. Bei einem Mischbetrieb (Personen- und Warentransport) kann sich der Beladebereich beispielsweise im Einstiegsbereich für die Passagiere befinden. Der Beladebereich könnte sich aber beispielsweise in Bewegungsrichtung gesehen auch vor oder nach dem Einstiegsbereich für die Passagiere befinden.
[0009] Vorzugsweise weist die erste Detektionseinrichtung zumindest eine Kamera zur Erfassung des Beladebereichs auf und eine Auswerteeinheit, die dazu ausgebildet ist, aus einer Anzahl von, von der zumindest einen Kamera erfassten Bildern, das im Beladebereich befindliche Objekt zu detektieren und für das Objekt den Objekttyp zu ermitteln, wobei die zumindest eine Kamera vorzugsweise eine 3D-Kamera, eine Infrarotkamera oder eine Videokamera umfasst und wobei in der Auswerteeinheit vorzugsweise ein Bilderkennungsmodell hinterlegt ist. Das Bilderkennungsmodell kann beispielsweise einen geeigneten Bilderkennungs-Algorithmus, z.B. in Form einer künstlichen Intelligenz (Kl) Modells umfassen, der trainiert werden kann, um die gewünschten Objekte von anderen Objekten unterscheiden zu können. Das Training kann beispielsweise erfolgen, indem dem Modell zunächst eine Vielzahl von Bildern von Objekten des festgelegten Objekttyps vorgegeben wird. Bei einer hinreichend großen Anzahl von Bildern lernt das Modell, die festgelegten Objekttypen im späteren Betrieb selbstständig zu erkennen. Je nachdem, wie komplex die festgelegten Objekttypen sind, kann ein geeignetes Modell und auch eine geeignete Kamera verwendet werden. Die zumindest eine Kamera kann beispielsweise oberhalb des Beladebereichs angeordnet sein.
[0010] Die Umlaufseilbahn weist natürlich auch eine Antriebseinrichtung zum Antrieb der Seil-
bahnfahrzeuge auf, wobei der Transportbetriebsmodus vorzugsweise einen Beladebetriebsmodus umfasst. Die Steuerungseinheit ist dazu ausgebildet ist, im Beladebetriebsmodus die Antriebseinrichtung anzusteuern, um einen Antrieb der Seilbahnfahrzeuge für eine festgelegte Beladedauer zu stoppen oder eine Fördergeschwindigkeit für eine festgelegte Beladedauer zu reduzieren, wenn sich ein Seilbahnfahrzeug zu einem Beladezeitpunkt im Beladebereich der ersten Seilbahnstation befindet. Der Beladezeitunkt ist dabei vorzugsweise in Abhängigkeit eines Detektionszeitpunktes festgelegt, zu dem das Objekt des festgelegten Objekttyps von der ersten Detektionseinrichtung detektiert wird. Dadurch kann automatisch, ohne Eingriff des Bedienpersonals, der Antrieb beispielsweise vollständig gestoppt werden, wenn ein bestimmtes Objekt detektiert wird, das erfahrungsgemäß relativ viel Zeit zum Einladen benötigt. Andererseits kann es bei gewissen Objekten beispielsweise auch ausreichend sein, wenn lediglich die Fördergeschwindigkeit reduziert wird, sodass mehr Zeit als im Normalbetriebsmodus zur Verfügung steht, um das Objekt einzuladen. Die Beladedauer kann dabei z.B. in Abhängigkeit des Objekttyps variieren.
[0011] Vorzugsweise umfasst der Transportbetriebsmodus auch einen Entladebetriebsmodus, wobei die Steuerungseinheit dazu ausgebildet ist, im Entladebetriebsmodus die Antriebseinrichtung anzusteuern, um den Antrieb der Seilbahnfahrzeuge für eine festgelegte Entladedauer zu stoppen oder die Fördergeschwindigkeit für eine festgelegte Entladedauer zu reduzieren, wenn sich das Seilbahnfahrzeug, das mit einem Objekt des festgelegten Objekttyps beladen ist, zu einem Entladezeitpunkt in einem festgelegten Entladebereich einer zweiten Seilbahnstation befindet. Dadurch kann in einem festgelegten Entladebereich, analog wie im Beladebereich, der Antrieb automatisch gestoppt oder die Fördergeschwindigkeit reduziert werden, um das Entladen des Objekts zu erleichtern. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn beispielsweise kein Bedienpersonal im Ausstiegsbereich einer Seilbahnstation (z.B. einer Bergstation) verfügbar ist, das den Ausstiegs- bzw. Entladebereich überwacht. Die Entladedauer kann dabei wiederum, z.B. in Abhängigkeit des Objekttyps, variieren. Bei einem Mischbetrieb (Personen und Objekte) kann sich der Entladebereich beispielsweise wiederum im Ausstiegsbereich befinden, könnte sich in Bewegungsrichtung aber auch vor oder nach dem Ausstiegsbereich befinden.
[0012] Vorzugsweise ist an den Kabinen der Anzahl von Seilbahnfahrzeugen jeweils eine Kabinentür vorgesehen und es ist eine Türbetätigungseinrichtung zur Betätigung der Kabinentüren vorgesehen, die von der Steuerungseinheit ansteuerbar ist. Der Transportbetriebsmodus umfasst dann vorzugsweise auch einen Durchfahrtsbetriebsmodus, wobei die Steuerungseinheit dazu ausgebildet ist, im Durchfahrtsbetriebsmodus die Türbetätigungseinrichtung so anzusteuern, dass bei einem Seilbahnfahrzeug, das mit einem Objekt des festgelegten Objekttyps beladen ist, in einem festgelegten Durchfahrtsbereich einer Seilbahnstation die Kabinentür geschlossen ist. Dies kann beispielsweise dann vorteilhaft sein, wenn im Mischbetrieb mit einem Seilbahnfahrzeug ausschließlich ein Objekt, z.B. Lebensmittel, 0.ä., transportiert wird. Dadurch kann die Kabinentür z.B. in einer Mittelstationen geschlossen bleiben, sodass keine Personen zusteigen können.
[0013] Die Steuerungseinheit ist vorzugsweise dazu ausgebildet, den Entladezeitpunkt anhand einer Laufzeit des der Seilbahnfahrzeuge zwischen dem Beladebereich und dem Entladebereich und/oder anhand einer eindeutigen Fahrzeugkennung der Seilbahnfahrzeuge zu ermitteln. Die Laufzeit richtet sich dabei nach der Streckenlänge und der Fördergeschwindigkeit und kann als bekannt vorausgesetzt werden. Die Steuerungseinheit kann beispielsweise aus dem bekannten Beladezeitpunkt, der Beladedauer und der Laufzeit den Entladezeitpunkt ermitteln. Wenn die Seilbahnfahrzeuge Fahrzeugkennungen aufweisen, dann weiß die Steuerungseinheit zu jedem Zeitpunkt, wo sich die Seilbahnfahrzeuge befinden und kann entsprechend den Entladezeitpunkt ermitteln.
[0014] In vorteilhafter Weise kann in der ersten Seilbahnstation eine erste Fahrzeugidentifikationseinrichtung vorgesehen sein, die dazu ausgebildet ist, die Fahrzeugkennung eines im Beladebereich befindlichen Seilbahnfahrzeugs zu detektieren und die Steuerungseinheit kann dazu ausgebildet sein, die detektierte Fahrzeugkennung zur Ermittlung des Entladezeitpunkts zu verwenden. Beispielsweise könnte die erste Detektionseinrichtung zusätzlich zur Objekterkennung auch als Fahrzeugidentifikationseinrichtung zur Detektion der Fahrzeugkennung ausgebildet
sein. Als Fahrzeugkennung könnte beispielsweise ein eindeutiges optisches Merkmal an der AuBenseite des Seilbahnfahrzeugs verwendet werden, das geeignet ist, um mittels Bilderkennung identifiziert zu werden. Die erste Fahrzeugidentifikationseinrichtung könnte aber auch eine separate Einrichtung sein, die zusätzlich zur ersten Detektionseinrichtung vorgesehen ist. Beispielsweise kann als Fahrzeugkennung ein QR-Code, Strichcode oder RFID-Transponder verwendet werden und die erste Fahrzeugidentifikationseinrichtung kann eine entsprechende Leseeinrichtung aufweisen.
[0015] Es kann auch in der zweiten Seilbahnstation eine zweite Fahrzeugidentifikationseinrichtung vorgesehen sein, die dazu ausgebildet ist, die Fahrzeugkennung der Seilbahnfahrzeuge zu detektieren und die Steuerungseinheit kann dazu ausgebildet sein, den Entladezeitpunkt anhand der detektierten Fahrzeugkennung zu ermitteln. Die zweite Fahrzeugidentifikationseinrichtung kann beispielsweise analog zur ersten Detektionseinrichtung ausgebildet sein und eine Detektionseinrichtung mit zumindest einer Kamera und einer Auswerteeinheit aufweisen. Die zweite Fahrzeugidentifikationseinrichtung kann aber auch wiederum eine geeignete Leseeinrichtung zum Auslesen eines QR-Codes, Strichcodes oder RFID-Transponders aufweisen. In diesem Fall kann die Steuerungseinheit auch ohne Kenntnis der Laufzeit den Entladezeitpunkt anhand des Signals der zweiten Fahrzeugidentifikationseinrichtung ermitteln und verwende, um in den Entladebetriebsmodus zu wechseln.
[0016] Es kann weiters vorteilhaft sein, wenn in zumindest einer Seilbahnstation eine Signaleinrichtung vorgesehen ist und dass die Steuerungseinheit dazu ausgebildet ist, die Signaleinrichtung zur Wiedergabe eines Signals anzusteuern, wenn sich die Umlaufseilbahn im Transportbetriebsmodus befindet. Das Signal kann beispielsweise ein optisches, akustisches oder elektronisches Signal umfassen. Dadurch können Passagiere oder das Bedienpersonal mit gewünschten Signalen gewarnt bzw. mit geeigneten Informationen informiert werden. Je nach gewünschter Art des Signals kann eine geeignete Signaleinrichtung vorgesehen werden, z.B. Signallampen, Lautsprecher, Bildschirme zur Anzeige von Informationen, ein mobiles Endgerät zur Wiedergabe elektronischer Nachrichten, usw.
[0017] Die Umlaufseilbahn kann als Kabinenbahn ausgebildet sein, wobei jedes Seilbahnfahrzeug der Anzahl von Seilbahnfahrzeugen eine Kabine umfasst oder die Umlaufseilbahn kann als Kombi-Bahn ausgebildet sein, wobei die Anzahl von Seilbahnfahrzeugen eine Anzahl von Seilbahnfahrzeugen mit Sessel und eine Anzahl von Seilbahnfahrzeugen mit Kabinen umfasst. Die erfindungsgemäße Detektion und Analyse von Objekten erfolgt hierbei in den für die Kabinenfahrzeuge vorgesehen Einstiegs- bzw. Ausstiegsbereichen.
[0018] Der festgelegte Objekttyp umfasst vorzugsweise zumindest einen der folgenden Objekttypen: Koffer, Transportpalette, Kiste, Transportwagen, Fahrrad, Kinderwagen, Rollstuhl, Scooter, Objekt mit einer, eine festgelegte Größe überschreitenden, Größe. Dadurch können die gängigsten Objekttypen erkannt werden, wobei die Aufzählung natürlich nicht abschließend ist. Nicht berücksichtige Objekttypen können beispielsweise nachträglich hinzugefügt werden, indem z.B. das Bilderkennungsmodell neu trainiert wird.
[0019] Die Aufgabe wird zudem mit dem eingangs genannten Verfahren dadurch gelöst, dass mittels einer ersten Detektionseinrichtung ein Objekt detektiert wird, das in einem Beladebereich einer ersten Seilbahnstation in eine Kabine eines Seilbahnfahrzeugs eingeladen wird, dass für das Objekt ein Objekttyp ermittelt wird und dass die Steuerungseinheit die Umlaufseilbahn in einem definierten Transportbetriebsmodus betreibt, wenn der für das detektierte Objekt ermittelte Objekttyp ein festgelegter Objekttyp ist.
[0020] Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind in den Ansprüchen 13 bis 20 angegeben.
[0021] Die gegenständliche Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figur 1 näher erläutert, die beispielhaft, schematisch und nicht einschränkend vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung zeigen. Dabei zeigt
[0022] Fig.1 eine Umlaufseilbahn in einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung.
[0023] In Fig.1 ist eine Umlaufseilbahn 1 mit drei Seilbahnstationen 2a-2c dargestellt. Nachfolgend wird der Begriff Seilbahn synonym für Umlaufseilbahn verwendet. Die Seilbahn 1 weist eine Anzahl von Seilbahnfahrzeugen 3 auf, die mit einem Förderseil 4 zwischen den Seilbahnstationen 2a-2c bewegbar sind. Die erste Seilbahnstation 2a und die zweite Seilbahnstation 2b sind als Endstationen ausgebildet, in denen das Förderseil 4 jeweils um eine Seilscheibe 15 umgelenkt ist, um eine geschlossene Seilschleife auszubilden. Die Seilbahnfahrzeuge 4 können in einer umlaufenden Bewegung entlang dieser Seilschleife bewegt werden. Die dritte Seilbahnstation 2c ist lediglich optional und ist als Mittelstation ausgebildet, die zwischen den beiden Endstationen 2a, 2b angeordnet ist. In der dritten Seilbahnstation 2c ist hier beispielhaft ebenfalls eine Seilscheibe 15 vorgesehen. Das Förderseil 4 ist jedoch innerhalb der dritten Seilbahnstation 2c nicht umgelenkt, sondern verläuft gerade durch die Seilbahnstation 2c. Die Seilscheibe 15 dient im Wesentlichen zur Führung des Förderseils 4.
[0024] Auch eine Trennung des Förderseils 4 in zwei Seilschleifen wäre beispielsweise denkbar. Hierbei wäre ein erstes Förderseil vorgesehen, das eine geschlossene erste Seilschleife zwischen der ersten Seilbahnstation 2a und der dritten Seilbahnstation 2c (Mittelstation) bildet und es wäre ein zweites Förderseil vorgesehen, das eine geschlossene zweite Seilschleife zwischen der dritten Seilbahnstation 2c (Mittelstation) und der zweiten Seilbahnstation 2b bildet. In der dritten Seilbahnstation 2c wären somit eine erste Seilscheibe vorgesehen, um die das erste Förderseil umgelenkt ist und es wäre eine zweite Seilscheibe vorgesehen, um die das zweite Förderseil umgelenkt ist. Natürlich ist die Ausführung mit drei Seilbahnstationen 2a-2c nur beispielhaft und es könnte grundsätzlich auch auf die Mittelstation 2c verzichtet werden.
[0025] In der Seilbahn 1 ist weiters eine Antriebseinrichtung 9 zum Antrieb der Seilbahnfahrzeuge 3 vorgesehen. Die Antriebseinrichtung 9 weist zumindest eine erste Antriebseinheit 9a, z.B. eine geeignete elektrische Maschine, zum Antrieb des Förderseils 4 auf. Die erste Antriebseinheit 9a kann beispielsweise in einer der Seilbahnstationen 2a-2c angeordnet sein und zum Antrieb der Seilscheibe 15 ausgebildet sein. In der dargestellten Ausführungsform gemäß Fig.1 ist beispielhaft eine erste Antriebseinheit 9a in der zweiten Seilbahnstation 2b vorgesehen. Ggf. können aber auch in den anderen Seilbahnstationen 2a, 2c weitere erste Antriebseinheiten 9a vorgesehen sein, um die jeweilige Seilscheibe 15 anzutreiben. Dies kann z.B. vorteilhaft sein, um eine Redundanz des Antriebs zu ermöglichen oder bei besonders großen Seillängen und/oder besonders großen Lasten und/oder großen Steigungen.
[0026] Die dargestellte Seilbahn 1 ist als Kabinenbahn ausgebildet, bei der alle Seilbahnfahrzeuge 3 jeweils eine Kabine K zur Aufnahme von Objekten O aufweisen. Natürlich können die Kabinen K zusätzlich auch zum Transport von Personen vorgesehen sein. Im Rahmen der Erfindung können somit herkömmliche Kabinenfahrzeuge verwendet werden, die überwiegend für den Personentransport genutzt werden, die bei Bedarf jedoch auch für den Warentransport verwendet werden können. Seitlich an den Kabinen K ist in bekannter Weise jeweils eine Kabinentür 12 vorgesehen, die beispielsweise zwei gegenläufig öffenbare Türflügel aufweisen kann, wie in Fig. 1 an einem Seilbahnfahrzeug 3 in der ersten Seilbahnstation 2a angedeutet ist. Die Kabinentüren 12 sind so angeordnet, dass sie in den Seilbahnstationen 2a-2c jeweils einem Bahnsteig 16 zugewandt sind. Uber den Bahnsteig 16 können Personen in die Kabinen K einsteigen bzw. Objekte O eingeladen werden.
[0027] Die Seilbahnfahrzeuge 3 sind in bekannter Weise lösbar mit dem Förderseil 4 koppelbar. An den Seilbahnfahrzeugen 3 sind dazu (nicht dargestellte) betätigbare Seilklemmen vorgesehen. Während der Fahrt auf der freien Strecke zwischen den Seilbahnstationen 2a- 2c ist die Seilklemme eines Seilbahnfahrzeugs 3 geschlossen, sodass das Seilbahnfahrzeug fest mit dem Förderseil 4 gekoppelt ist. Die von der ersten Antriebseinheit 9a erzeugte Antriebskraft wird dabei reibschlüssig über die Seilklemme vom Förderseil 4 auf das Seilbahnfahrzeug 3 übertragen. Bei der Einfahrt in eine Seilbahnstation 2a-2c kann die Seilklemme durch eine (nicht dargestellte) Betätigungseinrichtung geöffnet werden, um das Seilbahnfahrzeug 3 vom Förderseil 4 zu entkoppeln. Während das Förderseil 4 mit einer im Wesentlichen unveränderten und konstanten Fördergeschwindigkeit um die Seilscheibe 15 weiterbewegt wird, kann das im Einfahrtsbereich E entkoppelte Seilbahnfahrzeug 3 nach dem Entkoppeln abgebremst und mit verringerter Ge-
schwindigkeit vom Einfahrtsbereich E zu einem Ausfahrtsbereich A der jeweiligen Seilbahnstation 2a-2c bewegt werden.
[0028] Zur Führung der entkoppelten Seilbahnfahrzeuge 3 sind in den Seilbahnstationen 2a-2c ortsfeste Führungsschienen 17 vorgesehen. Die Führungsschienen 17 erstrecken sich jeweils vom Einfahrtsbereich E bis zum Ausfahrtsbereich A einer Seilbahnstation 2a-2c. Im Ausfahrtsbereich A können die Seilbahnfahrzeuge 3 zunächst wieder auf die Fördergeschwindigkeit des Förderseils 4 beschleunigt werden und es können die Seilklemmen der Seilbahnfahrzeuge 3 durch eine (nicht dargestellte) Betätigungseinrichtung betätigt werden, um das Seilbahnfahrzeug 3 wieder mit dem Förderseil 4 zu koppeln. An den Seilbahnfahrzeugen 3 können jeweils eine Anzahl von (nicht dargestellten) Führungsrollen vorgesehen sein, mit denen die Seilbahnfahrzeuge 3 im vom Förderseil 4 entkoppelten Zustand entlang der Führungsschienen 17 geführt werden können.
[0029] Zum Antrieb der entkoppelten Seilbahnfahrzeuge 3 entlang der Führungsschienen 17 kann in den Seilbahnstationen jeweils ein (nicht dargestellter) Hilfsantrieb je Führungsschiene 17 vorgesehen sein. Der Hilfsantrieb kann beispielsweise in Form eines bekannten Reifenförderers ausgebildet sein, der eine Mehrzahl von angetriebenen Reifen aufweist, die hintereinander entlang der jeweiligen Führungsschiene 17 angeordnet sind. Die Reifen können mit Reibbelägen an den Seilbahnfahrzeugen 3 zum Antrieb der Seilbahnfahrzeuge 3 zusammenwirken. Zum Antrieb der Hilfsantriebe kann jeweils eine geeignete zweite Antriebseinheit 9b, z.B. eine elektrische Maschine, vorgesehen sein. Die zweite Antriebseinheit 9b ist lediglich beispielhaft in der zweiten Seilbahnstation 2b angedeutet. Natürlich ist auch in der ersten Seilbahnstation 2a in analoger Weise eine zweite Antriebseinheit 9b vorgesehen. In der dritten Seilbahnstation 2c ist je Fahrtrichtung eine Führungsschiene 17 vorgesehen, wobei für jede Führungsschiene 17 ein separater Hilfsantrieb mit einer zweiten Antriebseinheit 9b vorgesehen sein kann.
[0030] In der Seilbahn 1 ist weiters zumindest eine Steuerungseinheit 5 zur Steuerung von Funktionen der Seilbahn 1 vorgesehen. Die Steuerungseinheit 5 dient unter anderem zur Steuerung der Antriebseinrichtung 9, insbesondere zur Steuerung der verfügbaren ersten Antriebseinheit(en) 9a für den Antrieb des Förderseils 4 und zur Steuerung der verfügbaren zweiten Antriebseinheit(en) 9a für den Antrieb der Hilfsantriebe. Zusätzlich könnte die Steuerungseinheit 5 natürlich auch zur Steuerung weiterer Funktionen ausgebildet sein, die jedoch für die Erfindung nicht relevant sind, z.B. zur Beleuchtungssteuerung, usw. Die Position der Steuerungseinheit 5 ist in Fig.1 lediglich beispielhaft dargestellt. Die Steuerungseinheit 5 kann beispielsweise in einer der Seilbahnstationen 2a-2c angeordnet sein, z.B. in einem Bedienraum einer Seilbahnstation 2a-2c. Die Steuerungseinheit 5 könnte beispielsweise auch mehrere separate Steuerungseinheiten aufweisen, die über eine geeignete Kommunikationsverbindung miteinander kommunizieren. Die Steuerungseinheit 5 kann eine geeignete Hardware und/oder Software aufweisen.
[0031] Die erste Seilbahnstation 2a kann beispielsweise eine Talstation in einem Tal eines Skigebiets sein und die zweite Seilbahnstation 2b kann eine Bergstation auf einem Berg des Skigebiets sein. Die dritte Seilbahnstation 2c kann an einer geeigneten Stelle zwischen Berg und Tal angeordnet sein. Im Betrieb der Seilbahn 1 erfolgt der Transport von Personen und Objekten © daher überwiegend vom Tal auf den Berg. Natürlich ist aber auch ein Transport vom Berg ins Tal möglich. Der Personentransport kann natürlich ebenfalls stattfinden. Natürlich ist die Verwendung in einem Skigebiet nur beispielhaft und die Seilbahn 1 könnte alternativ beispielsweise auch für den urbanen Betrieb vorgesehen sein. In diesem Fall muss nicht zwingend ein Höhenunterschied überbrückt werden, sondern es könnte auch eine Bewegung in der Ebene oder mit nur geringem Höhenunterschied oder eine Uberbrückung eines Flusses, usw. erfolgen. Der Personen- und/oder Warentransport kann hierbei auch zu im Wesentlichen gleichen Teilen in beiden Richtungen erfolgen. Zur Beschreibung der Erfindung wird nachfolgend jedoch nur der Warentransport von Objekten © in einer Richtung von der Talstation 2a zur Mittelstation 2c oder weiter zur Bergstation 2b betrachtet.
[0032] Am Bahnsteig 16 vor dem Ausfahrtsbereich A der ersten Seilbahnstation 2a ist ein Beladebereich 6 zum Beladen von Seilbahnfahrzeugen 3 mit Objekten O vorgesehen. Unter dem
Beladebereich 6 ist dabei jener Bereich zu verstehen, in dem die Kabinentüren 12 an den Kabinen K der vorbeifahrenden Seilbahnfahrzeuge 3 geöffnet sind. Im dargestellten Beispiel befindet sich zu einem Zeitpunkt jeweils ein einziges Seilbahnfahrzeug 3 im Beladebereich 6. Entgegen der gezeigten Darstellung könnte der Beladebereich 6 jedoch in Bewegungsrichtung B der Seilbahnfahrzeuge 3 auch länger sein, sodass sich zeitgleich mehrere Seilbahnfahrzeuge 3 im Beladebereich 6 befinden können. Bei einem Mischbetrieb (Warentransport + Personentransport) kann der Beladebereich 6 beispielsweise zugleich als Einstiegsbereich für Personen dienen. Der Beladebereich 6 könnte aber beispielsweise auch vom Einstiegsbereich für die Personen getrennt sein und beispielsweise in Bewegungsrichtung B vor oder nach dem Einstiegsbereich am Bahnsteig 16 angeordnet sein.
[0033] Weiters ist in der ersten Seilbahnstation 2a eine erste Detektionseinrichtung D1 vorgesehen, die dazu ausgebildet ist, im Beladebereich 6 ein zum Beladen einer Kabine K eines Seilbahnfahrzeugs 3 vorgesehenes Objekt O zu detektieren und für das Objekt O einen Objekttyp zu ermitteln. Im dargestellten Beispiel weist die erste Detektionseinrichtung D1 eine Kamera 7 und eine Auswerteeinheit 8 auf. Die Kamera 7 dient dazu, den Beladebereich B zu erfassen und eine Anzahl von Bildern zu erzeugen. Es können auch mehrere Kameras 7 vorgesehen sein. Die Kamera 7 kann z.B. eine 3D-Kamera oder eine Infrarotkamera aufweisen. Die Kamera 7 kann dabei auch eine Videokamera aufweisen, die eine zeitliche Sequenz von Bildern des Beladebereichs 6 aufnehmen kann.
[0034] Die Kamera 7 ist dabei an einer geeigneten Stelle in der ersten Seilbahnstation 2a montiert, sodass der Beladebereich 6 möglichst störungsfrei und möglichst frei von Witterungseinflüssen erfasst werden kann. Die Kamera 7 kann beispielsweise in einem oberen Bereich der Seilbahnstation 2a an einer ortsfesten Struktur montiert sein, sodass eine Bildachse der Kamera 7 im Wesentlichen normal auf den Bahnsteig 16 steht, an dem sich der Beladebereich 6 befindet. Dabei kann es beispielsweise ausreichend sein, wenn eine einzelne Kamera 7 verwendet wird, wobei die Objekterkennung durch die Auswerteeinheit 8 auf Basis der Normalprojektion der zu im Beladebereich 6 befindlichen Objekte O auf die Bildebene erfolgen kann. Vorteilhafterweise werden jedoch mehrere Kameras 7 verwendet, die an verschiedenen Positionen angeordnet sind oder eine 3D- Kamera, um eine dreidimensionale Aufnahme der Objekte O zu erzeugen.
[0035] Die Auswerteeinheit 8 ist dazu ausgebildet, aus den von der Kamera 7 erfassten Bildern das im Beladebereich B befindliche Objekt O zu detektieren und für das Objekt O den Objekttyp zu ermitteln. Als festgelegte Objekttypen können unter anderem folgende Objekttypen festgelegt sein: Koffer, Transportpalette, Kiste, Transportwagen, Fahrrad, Kinderwagen, Rollstuhl, Scooter, Objekt mit einer, eine festgelegte Größe überschreitenden, Größe. Als Maß für die Größe kann beispielsweise eine projizierte Fläche des Objekts O verwendet werden oder eine kleinste umschriebene Rechtecksfläche. Natürlich ist die Aufzählung der Objekttypen nicht abschließend und kann um weitere gewünschte Objekte O erweitert werden. Auch ein nachträgliches Ergänzen mit zu Beginn nicht berücksichtigten Objekttypen wäre natürlich denkbar.
[0036] Zur Erkennung der Objekte O und Identifizierung des Objekttyps kann in der Auswerteeinheit 8 beispielsweise ein geeignetes Bilderkennungsmodell hinterlegt sein. Im dargestellten Beispiel ist die Auswerteeinheit 8 als separate Einheit ausgebildet und über eine geeignete erste Kommunikationsverbindung 18 mit der Kamera 7 verbunden und über eine geeignete zweite Kommunikationsverbindung 19 mit der Steuerungseinheit 5 verbunden. Die Kamera 7 kann die aufgenommenen Bilder über die erste Kommunikationsverbindung 18 an die Auswerteeinheit 8 übermitteln und die Auswerteeinheit kann die Bilder verarbeiten, um ein Objekt O zu erkennen und den Objekttyp zu identifizieren. Die Auswerteeinheit 8 kann diese Information über die zweite Kommunikationsverbindung 19 an die Steuerungseinheit 5 senden und die Steuerungseinheit 5 kann die Umlaufseilbahn 1 in einem definierten Transportbetriebsmodus betreiben, wenn der für das detektierte Objekt O ermittelte Objekttyp ein festgelegter Objekttyp ist, wie nachfolgend noch näher erläutert wird.
[0037] Entgegen der dargestellten Ausführungsform könnte die Auswerteeinheit 8 aber beispielsweise auch in der Kamera 7 integriert sein, z.B. als sogenannte Smart-Kamera. Alternativ könnte
die Auswerteeinheit 8 aber auch in der Steuerungseinheit 5 integriert sein, z.B. in Form einer geeigneten Software. Als Bilderkennungsmodell kann z.B. ein geeigneter Algorithmus in Form einer künstlichen Intelligenz (Kl-Modell) verwendet werden. Ein solcher Algorithmus kann z.B. ein künstliches neuronales Netz sein, das maschinelles Lernen ermöglicht. Das Kl-Modell kann dabei zunächst mit einer Vielzahl an Daten trainiert werden, um bestimmte Objekte O erkennen und den zugehörigen Objekttyp identifizieren zu können. Solche Modelle sind im Stand der Technik bekannt, weshalb an dieser Stelle keine detaillierte Beschreibung mehr erfolgt. Für die Verwendung im Rahmen der Erfindung kann der Fachmann ein geeignetes Bilderkennungsmodell auswählen.
[0038] Der Transportbetriebsmodus kann beispielsweise einen Beladebetriebsmodus umfassen. Im Beladebetriebsmodus kann die Steuerungseinheit 5 die Antriebseinrichtung 9 (erste Antriebseinheit 9a und/oder zweite Antriebseinheit 9b) der Seilbahn 1 anzusteuern, um zu einem Beladezeitpunkt einen Antrieb der Seilbahnfahrzeuge 3 für eine festgelegte Beladedauer zu stoppen oder eine Fördergeschwindigkeit für eine festgelegte Beladedauer zu reduzieren. Das bedeutet z.B., dass, wenn im Beladebereich 6 ein Objekt O erkannt wurde, das einem festgelegten Objekttyp entspricht, der Antrieb automatisch und ohne Eingriff durch das Bedienpersonal gestoppt werden kann. Das Objekt O kann dann durch eine Person durch die geöffnete Kabinentür 12 der Kabine K des im Beladebereich 6 befindlichen Seilbahnfahrzeugs 3 eingeladen werden. Insbesondere bei relativ großen und schweren Objekten O ist dies vorteilhaft, weil gegenüber dem Normalbetrieb eine längere Beladedauer zur Verfügung steht.
[0039] Die Beladedauer kann beispielsweise fix vorgegeben sein oder könnte auch einstellbar sein, beispielsweise über eine Benutzerschnittstelle in einem Bedienraum einer Seilbahnstation 2a-2c. Die Beladedauer muss auch nicht für alle Objekte O gleich sein, sondern es könnten z.B. verschiedenen Objekttypen verschieden lange Beladedauern zugeordnet werden. Damit kann der Umstand berücksichtigt werden, dass das Einladen mancher Objekte O, z.B. eines Koffers, vergleichsweise schnell geht, während das Einladen von sperrigen Objekten O, wie z.B. Fahrrädern, deutlich länger dauert. Auch könnte für manche Objekttypen der Antrieb gestoppt werden und für andere Objekttypen lediglich die Fördergeschwindigkeit reduziert werden.
[0040] Die Steuerungseinheit 5 kann nach Ablauf der Beladedauer den Normalbetrieb automatisch wieder starten, indem die Antriebseinrichtung 9 wieder gestartet oder die Fördergeschwindigkeit wieder erhöht wird. Alternativ könnte der Normalbetriebsmodus aber auch erst durch einen manuellen Eingriff wieder aufgenommen werden. Nachdem das Objekt O eingeladen und die Kabinentür 12 geschlossen wurde, kann das Seilbahnfahrzeug 3 in herkömmlicher Weise zur zweiten Seilbahnstation 2b oder, sofern verfügbar, ggf. nur bis zur dritten Seilbahnstation 2c (Mittelstation) bewegt werden. Sobald ein neues Objekt O, das einem festgelegten Objekttyp entspricht, im Beladebereich 6 erkannt wird, kann die Steuerungseinheit 5 automatisch wieder in den Beladebetriebsmodus schalten usw. Der Beladezeitpunkt ist dabei vorzugsweise in Abhängigkeit eines Detektionszeitpunkts festgelegt, zu dem der Objekttyp von der ersten Detektionseinrichtung D1 erkannt wird. "Abhängig" kann beispielsweise bedeuten, dass der Beladezeitpunkt dem Detektionszeitpunkt entspricht, könnte aber auch eine gewisse Zeit nach dem Detektionszeitpunkt liegen.
[0041] Um das in der ersten Seilbahnstation 2a eingeladene Objekt O wieder aus dem Seilbahnfahrzeug 3 auszuladen kann in der zweiten Seilbahnstation 2b und/oder in der dritten Seilbahnstation 2c ein geeigneter Entladebereich 10 festgelegt sein. Ahnlich wie der Beladebereich 6 kann auch der Entladebereich 10 im Mischbetrieb (Warentransport + Personentransport) zugleich als Ausstiegsbereich für Personen dienen. Alternativ könnte der Entladebereich 10 aber wiederum auch in Bewegungsrichtung vor oder nach dem Ausstiegsbereich für die Personen angeordnet sein. In Fig.1 ist lediglich ein beispielhafter Entladebereich 10 in der zweiten Seilbahnstation 2b vorgesehen. Natürlich könnte zusätzlich (oder alternativ) auch in der dritten Seilbahnstation 2c ein entsprechender Entladebereich vorgesehen sein (nicht dargestellt). Um das Objekt O im Entladebereich 10 aus dem Seilbahnfahrzeug 3 ausladen zu können umfasst der der Transportbetriebsmodus in vorteilhafter Weise auch einen Entladebetriebsmodus.
[0042] Ähnlich wie im Beladebetriebsmodus steuert die Steuerungseinheit 5 die Antriebseinrichtung 9 (erste Antriebseinheit 9a und/oder zweite Antriebseinheit 9b) im Entladebetriebsmodus entsprechend an, um den Antrieb der Seilbahnfahrzeuge 3 für eine festgelegte Entladedauer zu stoppen oder eine Fördergeschwindigkeit für eine festgelegte Entladedauer zu reduzieren, wenn sich das Seilbahnfahrzeug 3, das mit dem Objekt O des festgelegten Objekttyps beladen ist, zu einem Entladezeitpunkt im Entladebereich 10 der zweiten Seilbahnstation 2b befindet. Um den Entladezeitpunkt, zu dem sich das Seilbahnfahrzeug 3, das mit einem Objekt O des festgelegten Objekttyps beladen ist, im Entladebereich 10 der zweiten Seilbahnstation 2b befindet zu ermitteln, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie nachfolgend erläutert wird.
[0043] Einerseits kann die Steuerungseinheit 5 beispielsweise dazu ausgebildet sein, den Entladezeitpunkt anhand einer Laufzeit der Seilbahnfahrzeuge 3 zwischen dem Beladebereich 6 der ersten Seilbahnstation 2a und dem Entladebereich 10 der zweiten Seilbahnstation 2b ermitteln. Die Laufzeit ist im Allgemeinen bekannt oder kann anhand einer Streckenlänge und einer Fördergeschwindigkeit ermittelt werden. Die Streckenlänge kann als bekannt vorausgesetzt werden oder könnte ggf. auch vermessen werden. Die Fördergeschwindigkeit kann ebenfalls als bekannt vorausgesetzt werden oder kann ggf. auch mit einem Sensor, z.B. am Förderseil 4 oder an der Antriebseinrichtung 9, gemessen werden oder aus anderen verfügbaren Größen, z.B. einer Drehzahl der ersten Antriebseinheit 9a, ermittelt werden. Die Steuerungseinheit 5 kann dann den Entladezeitpunkt z.B. ausgehend vom Beladezeitpunkt anhand der Laufzeit zwischen dem Beladebereich 6 und dem Entladebereich 10 berechnen. Wie bereits erwähnt wurde, kann ist der Beladezeitpunkt z.B. jener Zeitpunkt, zu dem ein Objekt O eines festgelegten Objekttyps durch die erste Detektionseinrichtung D1 erkannt wird. Die Steuerungseinheit 5 kann den Entladezeitpunkt dann beispielsweise ausgehend vom Beladezeitpunkt aus einer Summe der festgelegten Beladedauer und der Laufzeit berechnen.
[0044] Zum anderen könnte jedes Seilbahnfahrzeug 3 auch eine eindeutige Fahrzeugkennung X aufweisen und die Steuerungseinheit 5 könnte den Entladezeitpunkt, zu dem sich das Seilbahnfahrzeug 3, das mit einem Objekt O des festgelegten Objekttyps beladen ist, im Entladebereich 10 der zweiten Seilbahnstation 2b befindet, anhand der Fahrzeugkennung X ermitteln. Die Positionen der Seilbahnfahrzeuge 3 entlang der Förderstrecke können dabei als bekannt vorausgesetzt werden. Damit hat die Steuerungseinheit 5 zu jeder Zeit Kenntnis, wo sich ein Seilbahnfahrzeug 3 mit einer bestimmten Fahrzeugkennung X auf der Strecke (inkl. der Seilbahnstationen) befindet. Die Steuerungseinheit 5 kann dann beispielsweise die Fahrzeugkennung X des Seilbahnfahrzeugs 3, in welches das Objekt O des festgelegten Objekttyps im Beladebereich 6 der ersten Seilbahnstation 2a eingeladen wird, anhand des Beladezeitpunkts ermitteln. Der Entladezeitpunkt ist dann jener Zeitpunkt, zu dem sich das Seilbahnfahrzeug 3 mit der entsprechenden Fahrzeugkennung X im Entladebereich 10 der zweiten Seilbahnstation 2b befindet.
[0045] Auch könnte in der ersten Seilbahnstation 2a eine erste Fahrzeugidentifikationseinrichtung vorgesehen sein, die dazu ausgebildet ist, die Fahrzeugkennung X eines Seilbahnfahrzeugs 3, das im Beladebereich 6 der ersten Seilbahnstation 2a mit einem Objekt O eines festgelegten Objekttyps beladen wurde, zu erkennen und an die Steuerungseinheit 5 zu übermitteln. Die Fahrzeugkennung X könnte hierbei beispielsweise ein QR-Code, ein Strichcode oder ein RFID-Transponder (RDIF=Radio Frequency Identification) sein, der an einer geeigneten Stelle der Seilbahnfahrzeuge 3 vorgesehen ist und die Fahrzeugidentifikationseinrichtung könnte eine geeignete Leseeinrichtung zum Auslesen des QR-Codes, Strichcodes oder des RFID-Transponders aufweisen. Die Steuerungseinheit 5 kann dann die von der Leseeinrichtung erfasste Fahrzeugkennung X des Seilbahnfahrzeugs 3, das sich zum Beladezeitpunkt im Beladebereich 6 befindet, verwenden, um den Entladezeitpunkt im Entladebereich 10 zu ermitteln. Dies kann entweder über die bekannte Position des Seilbahnfahrzeugs auf der Strecke erfolgen, über die Laufzeit oder indem in der zweiten Seilbahnstation 2b eine zweite Fahrzeugidentifikationseinrichtung vorgesehen ist, die der Steuerungseinheit 5 die Erkennung und damit die Anwesenheit des Seilbahnfahrzeugs 3 mit der entsprechenden Fahrzeugkennung X übermittelt.
[0046] In vorteilhafter Weise könnte auch die erste Detektionseinrichtung D1 der ersten Seilbahnstation 2a (zusätzlich zur Objekterkennung) als erste Fahrzeugidentifikationseinrichtung verwen-
det werden. Die erste Detektionseinrichtung D1 könnte in diesem Fall dazu ausgebildet sein, die Fahrzeugkennung X des Seilbahnfahrzeugs 3, das im Beladebereich 6 mit einem Objekt O eines festgelegten Objekttyps beladen wurde, zu detektieren und an die Steuerungseinheit 5 zu übermitteln. Als Fahrzeugkennung X kann dazu beispielsweise ein charakteristisches optisches Merkmal an der Kabine K der Seilbahnfahrzeuge 3 dienen, das von der Auswerteeinheit 8, z.B. durch das Bilderkennungsmodell, detektiert werden kann. Denkbar wäre z.B. eine Identifikationsnummer oder eine eindeutige Abbildung, die z.B. in Form eines Aufklebers an der Kabine K angebracht sind.
[0047] In der zweiten Seilbahnstation 2b könnte eine zweite Detektionseinrichtung D2 als zweite Fahrzeugidentifikationseinrichtung vorgesehen sein, die dazu ausgebildet ist, die Fahrzeugkennung X zu detektieren und an die Steuerungseinheit 5 zu übermitteln. Die zweite Detektionseinrichtung D2 kann analog ausgebildet sein, wie die erste Detektionseinrichtung D1, wobei ggf. lediglich eine Detektion der Fahrzeugkennung X nötig ist und nicht zwingend auch eine Detektion von Objekten O des festgelegten Objekttyps. Die Steuerungseinheit 5 kann die Seilbahn 1 dann im Entladebetriebsmodus betreiben, wenn von der zweiten Detektionseinrichtung D2 die Fahrzeugkennung X des Seilbahnfahrzeugs 3 übermittelt wurde, das im Beladebereich 6 der ersten Seilbahnstation 2a mit einem Objekt O eines festgelegten Objekttyps beladen wurde.
[0048] Bei herkömmlichen Seilbahnen erfolgt das Öffnen und Schließen der Kabinentüren 12 in der Regel über eine mechanische Zwangssteuerung, wie z.B. eine Kulissenführung. Dabei wirkt eine in der Seilbahnstation 2a-2c angeordnete ortsfeste Führung mit einem Betätigungselement des Seilbahnfahrzeugs 3 zusammen, um die jeweilige Kabinentür zu öffnen oder zu schließen. Üblicherweise ist jeweils im Einfahrtsbereich E einer Seilbahnstation 2a-2c in Bewegungsrichtung B vor dem Entladebereich 10 (und ggf. Ausstiegsbereich für Personen) eine Offnungs-Führungsschiene zum Öffnen der Kabinentüren 12 angeordnet. Zudem ist jeweils im Ausfahrtsbereich A einer Seilbahnstation 2a-2c in Bewegungsrichtung B nach dem Beladebereich 6 (und ggf. Einstiegsbereich für Personen) eine Schließ-Führungsschiene zum Schließen der Kabinentüren 12 angeordnet. Bei dieser Zwangssteuerung handelt es sich um eine passive Steuerung, wobei das Öffnen bzw. Schließen der Kabinentüren 12 nur aufgrund der Bewegung der Seilbahnfahrzeuge 3 relativ zur jeweiligen Führung erfolgt. Die Öffnungs- und Schließposition bzw. der Öffnungsund Schließzeitpunkt hängen somit von der Anordnung der Führungen in der Seilbahnstation 2a2c ab und ist somit fix vorgegeben und unveränderlich (oder nur mit großem baulichem Aufwand).
[0049] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann in zumindest einer der Seilbahnstationen 2a-2c eine Türbetätigungseinrichtung 13 zur Betätigung der Kabinentüren 12 der Seilbahnfahrzeuge 3 vorgesehen sein, die von der Steuerungseinheit 5 zum Öffnen und/oder Schließen ansteuerbar ist. Es ist bereits bekannt, dass alternativ oder zusätzlich zur Zwangssteuerung eine aktive Türbetätigung mittels einer Türbetätigungseinrichtung 13 vorgesehen sein kann. Die Türbetätigungseinrichtung 13 ist in Fig.1 beispielhaft in der dritten Seilbahnstation 2c dargestellt. Die Türbetätigungseinrichtung 13 kann beispielsweise (in Fig.1 nicht dargestellte) bewegliche Führungselemente aufweisen, mit welchen eine Betätigungskraft auf das jeweilige Betätigungselement des Seilbahnfahrzeugs 3 ausgeübt werden kann, um die Kabinentür(en) 12 zu Öffnen oder zu Schließen. Zur Erzeugung der Betätigungskraft kann an jedem der beweglichen Führungselemente zumindest ein elektrisch ansteuerbarer Aktuator, z.B. Hydraulikzylinder, Pneumatikzylinder oder Servomotor, vorgesehen sein. Wenn sich ein Seilbahnfahrzeug 3 im Bereich des beweglichen Führungselements der Türbetätigungseinrichtung 13 befindet, dann kann die Steuerungseinheit 5 den entsprechenden Aktuator ansteuern, um die Kabinentür 12 zu öffnen oder zu schließen. Dadurch kann das Öffnen und/oder Schließen der Kabinentüren 12 aktiv durch die Steuerungseinheit 5 gesteuert werden. Die Türbetätigungseinrichtung 13 kann an einer gewünschten Stelle der Seilbahnstation 2c angeordnet werden, wo das Öffnen oder Schließen gewünscht ist.
[0050] Alternativ könnte die Türbetätigungseinrichtung 13 jedoch auch an den Seilbahnfahrzeugen 3 jeweils einen (in Fig.1 nicht dargestellten) elektrisch ansteuerbaren Türaktuator aufweisen, der von der Steuerungseinheit 5 zum Öffnen oder Schließen der Kabinentür 12 angesteuert werden kann. Dadurch können die Offnungs- bzw. Schließposition innerhalb der Seilbahnstation 2c
sehr flexibel und im Wesentlichen frei festgelegt werden. Die Öffnungs- bzw. Schließposition ist somit bei dieser Ausführung nicht an eine Position einer Führung der Seilbahnstation 2c gebunden.
[0051] Wenn eine aktiv ansteuerbare Türbetätigungseinrichtung 13 vorgesehen ist, dann kann der Transportbetriebsmodus einen Durchfahrtsbetriebsmodus umfassen. Im Durchfahrtsbetriebsmodus steuert die Steuerungseinheit 5 die Türbetätigungseinrichtung 13 (z.B. den in der Seilbahnstation 2c angeordneten Aktuator des beweglichen Führungselements oder den am Seilbahnfahrzeug 3 vorgesehenen Türaktuator) so an, dass bei einem Seilbahnfahrzeug 3, das mit einem Objekt O des festgelegten Objekttyps beladen ist, die Kabinentür 12 in einem festgelegten Durchfahrtsbereich 20 einer Seilbahnstation 2a- 2c, hier der dritten Seilbahnstation 2c, geschlossen ist. Wenn bereits eine mechanische Zwangssteuerung zum Öffnen der Kabinentüren 12 vorgesehen ist, dann kann die Kabinentür 12 beispielsweise unmittelbar nach dem zwangsgesteuerten Öffnen wieder durch die Türbetätigungseinrichtung 13 aktiv geschlossen werden und im geschlossenen Zustand bleiben, während das Seilbahnfahrzeug 3 den Durchfahrtsbereich 20 passiert.
[0052] Dadurch ist es beispielsweise möglich, dass die Kabinentür 12 eines Seilbahnfahrzeugs 3, das im Beladebereich 6 der ersten Seilbahnstation mit einem Objekt © beladen wurde und somit in der dritten Seilbahnstation 2c durch das Objekt O besetzt ist, mit geschlossener Kabinentür 12 durch die dritte Seilbahnstation 2c (Mittelstation) bewegt wird, wie in Fig. angedeutet ist. Der Durchfahrtsbereich 20 entspricht hierbei im Wesentlichen der gesamten Länge des Bahnsteigs 16, wie in Fig.1 angedeutet ist. Dadurch kann beispielsweise bei einem bestimmten Warentransport (z.B. Speisen, Getränke) gewährleistet werden, dass nicht versehentlich Personen in unerwünschter Weise in die Kabine zusteigen. Auch bei sperrigen Objekten O, z.B. Fahrräder, Kinderwägen, usw., kann dadurch ein Öffnen der Kabinentür 12 verhindert werden, sodass kein Zustieg für weitere Personen möglich ist.
[0053] Natürlich ist der Durchfahrtsbetriebsmodus nicht auf die dritte Seilbahnstation 2c beschränkt, sondern könnte natürlich auch in der zweiten Seilbahnstation 2b verwendet werden. Es wäre z.B. denkbar, dass der Entladebereich 10 für Objekte O in Bewegungsrichtung B nach dem Einstiegsbereich (oder einem kombinierten Ein-/Ausstiegsbereich) für Personen angeordnet ist. In diesem Fall kann es vorteilhaft sein, wenn das mit dem Objekt O beladene Seilbahnfahrzeug 3 den Einstiegsbereich mit geschlossener Kabinentür 12 durchfährt und die Kabinentür 12 erst im Entladebereich 10 geöffnet wird. Der Durchfahrtsbereich 20 entspricht somit im Wesentlichen der Länge zwischen dem Einfahrtsbereich E der Seilbahnstation 2b und dem Entladebereich 10. Die Fahrzeugerkennung des beladenen Seilbahnfahrzeugs 3 kann in analoger Weise erfolgen, wie bereits in Zusammenhang mit dem Entladezeitpunkt beschrieben wurde, z.B. anhand der Laufzeit zwischen Beladebereich 6 der ersten Seilbahnstation 2a und dem zu durchfahrenden Bereich Durchfahrtsbereich eindeutigen Fahrzeugkennung X.
[0054] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann in zumindest einer der Seilbahnstationen 2a-2c eine Signaleinrichtung 11 vorgesehen sein und die Steuerungseinheit 5 kann dazu ausgebildet sein, die Signaleinrichtung 11 zur Wiedergabe eines Signals S anzusteuern, wenn sich die Umlaufseilbahn 1 im Transportbetriebsmodus befindet. Die Signaleinrichtung 11 kann beispielsweise zur Information für Passagiere vorgesehen sein und/ oder zur Information des Bedienpersonals. In Fig.1 ist lediglich beispielhaft eine Signaleinrichtung 11 in Form einer Ampel in der dritten Seilbahnstation 2c dargestellt. Die Ampel kann beispielsweise eine grüne Signallampe und eine rote Signallampe aufweisen. Wenn sich die Seilbahn 1 im Normalbetriebsmodus befindet kann die Steuerungseinheit 5 die Ampel ansteuern, um die grüne Lampe einzuschalten. Wenn sich die Seilbahn 1 im Durchfahrtsbetriebsmodus befindet kann die Steuerungseinheit 5 die Ampel ansteuern, um die rote Lampe einzuschalten. Dadurch können Personen über das rote Signallicht informiert werden, dass die Kabinentür 12 des vorbeifahrenden Seilbahnfahrzeugs 3 geschlossen bleibt.
[0055] Natürlich ist die dargestellte Signaleinrichtung 11 nur beispielhaft zu verstehen und die Signaleinrichtung 11 könnte auch beliebig anders ausgebildet sein. Es könnte auch zusätzlich
oder alternativ in der ersten Seilbahnstation 2a oder in der zweiten Seilbahnstation eine Signaleinrichtung 11 vorgesehen sein. Die Signaleinrichtung 11 könnte beispielsweise auch dazu ausgebildet sein, als Signal eine Information wiederzugeben, z.B. über einen Bildschirm. Z.B. könnte das Bedienpersonal in der zweiten Seilbahnstation 2b oder in der dritten Seilbahnstation 2c über den Bildschirm vorausschauend über den Objekttyp des Objektes O informiert werden, der in der ersten Seilbahnstation 2a in ein Seilbahnfahrzeug 3 eingeladen wurde. Weiters wäre es denkbar, dass über die Signaleinrichtung 11 in der zweiten Seilbahnstation 2b die verbleibende Zeit bis zum Einfahren eines beladenen Seilbahnfahrzeugs 3 angezeigt wird. Es wäre auch denkbar, dass in der ersten Seilbahnstation 2a die Zeit bis zum Ablauf der festgelegten Beladedauer angezeigt wird, z.B. in Form eines Countdowns auf einem Display. Gleichfalls könnte in der zweiten Seilbahnstation 2a die Zeit bis zum Ablauf der festgelegten Entladedauer angezeigt werden.
[0056] Die Signaleinrichtung 11 kann aber alternativ oder zusätzlich beispielsweise auch zur Widergabe eines akustischen Warnsignals und/oder eines elektronischen Signals ausgebildet sein. Beispielsweise könnte für jeden Betriebsmodus der verschiedenen Transportbetriebsmodi ein charakteristischer Signalton wiedergegeben werden. Es könnte auch bei Ablauf der Beladedauer oder der Entladedauer ein Warnton erzeugt werden, der vor dem bevorstehenden Start der Seilbahn 1 warnt. Insbesondere, bei Seilbahnen mit nur wenig Bedienpersonal kann z.B. auch eine Signaleinrichtung 11 vorgesehen sein, die ein elektronisches Signal an ein mobiles Endgerät, z.B. ein Smartphone oder einen Tablet-Computer, sendet. Dadurch kann ein Mitarbeiter des Bedienpersonals, der sich aktuell nicht in einer der Seilbahnstationen 2a-2c aufhält, über einen Transportbetriebsmodus informiert werden, beispielsweise über die bevorstehende Ankunft eines bestimmten Objekts O. Es ist daher ersichtlich, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, wie die Signaleinrichtung 11 konkret ausgestaltet werden kann, sodass eine abschließende Aufzählung an dieser Stelle nicht möglich ist. Der Fachmann kann je nach konkreter Ausführung der Seilbahn 1 eine geeignete Signaleinrichtung 11 in einer oder mehreren Seilbahnstationen 2a-2c vorsehen.
[0057] Die dargestellte Umlaufseilbahn 1 ist als Kabinenbahn ausgebildet ist, wobei jedes Seilbahnfahrzeug 3 der Anzahl von Seilbahnfahrzeugen 3 eine Kabinen K umfasst. Die Erfindung ist jedoch nicht darauf beschränkt, sondern könnte beispielsweise auch bei einer als Kombi-Bahn ausgebildeten Umlaufseilbahn 1 zur Verwendung kommen. Hierbei umfasst die Anzahl von Seilbahnfahrzeugen 3 eine Anzahl von Seilbahnfahrzeugen 3 mit Sessel (Sesselfahrzeuge) zur Aufnahme von Personen sowie eine Anzahl von Seilbahnfahrzeugen 3 mit Kabinen K (Kabinenfahrzeuge). In der Regel sind abwechselnd eine bestimmte Anzahl von Sesselfahrzeugen und eine bestimmte Anzahl von Kabinenfahrzeugen hintereinander vorgesehen. Beispielsweise kann auf drei Sesselfahrzeuge wieder ein Kabinenfahrzeug folgen, usw. Üblicherweise ist bei einer KombiBahn für die Sesselfahrzeuge ein separater Einstiegsbereich bzw. Ausstiegsbereich vorgesehen. Die erfindungsgemäßen Detektionseinrichtungen D1, D2 sind dabei, analog wie bei der in Fig. 1 dargestellten Kabinenbahn, jeweils in einem Beladebereich 6 bzw. Entladebereich 10 für die Kabinenfahrzeuge vorgesehen.

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1. Umlaufseilbahn (1) mit zumindest zwei Seilbahnstationen (2a-2c) und mit einer Anzahl von Seilbahnfahrzeugen (3) die mit einem Förderseil (4) zwischen den Seilbahnstationen (2a-2c) bewegbar sind, wobei die Anzahl von Seilbahnfahrzeugen (3) jeweils eine Kabine (K) zur Aufnahme von Objekten (O0) aufweist und wobei eine Steuerungseinheit (5) zur Steuerung der Umlaufseilbahn (1) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Seilbahnstation (2a) eine erste Detektionseinrichtung (D1) vorgesehen ist, die dazu ausgebildet ist, In einem Beladebereich (6) der ersten Seilbahnstation (2a) ein zum Beladen einer Kabine (K) eines Seilbahnfahrzeugs (3) vorgesehenes Objekt (O) zu detektieren und für das Objekt (O) einen Objekttyp zu ermitteln, und dass die Steuerungseinheit (5) dazu ausgebildet ist, die Umlaufseilbahn (1) in einem definierten Transportbetriebsmodus zu betreiben, wenn der für das detektierte Objekt (O) ermittelte Objekttyp ein festgelegter Objekttyp ist.
    2, Umlaufseilbahn (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Detektionseinrichtung (D1) zumindest eine Kamera (7) zur Erfassung des Beladebereichs (6) aufweist und eine Auswerteeinheit (8), die dazu ausgebildet ist, aus einer Anzahl von, von der zumindest einen Kamera (7) erfassten Bildern, das im Beladebereich (6) befindliche Objekt (O) zu detektieren und für das Objekt (©) den Objekttyp zu ermitteln, wobei die zumindest eine Kamera (7) vorzugsweise eine 3D-Kamera, eine Infrarotkamera oder eine Videokamera umfasst und wobei in der Auswerteeinheit (8) vorzugsweise ein Bilderkennungsmodell hinterlegt ist.
    3. Umlaufseilbahn (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Umlaufseilbahn (1) eine Antriebseinrichtung (9) zum Antrieb der Seilbahnfahrzeuge (3) vorgesehen ist, dass der Transportbetriebsmodus einen Beladebetriebsmodus umfasst und dass die Steuerungseinheit (5) dazu ausgebildet ist, im Beladebetriebsmodus die Antriebseinrichtung (9) anzusteuern, um einen Antrieb der Seilbahnfahrzeuge (3) für eine festgelegte Beladedavuer zu stoppen oder eine Fördergeschwindigkeit für eine festgelegte Beladedauer zu reduzieren, wenn sich ein Seilbahnfahrzeug (3) zu einem Beladezeitpunkt im Beladebereich (6) der ersten Seilbahnstation (2) befindet, wobei der Beladezeitunkt vorzugsweise in Abhängigkeit eines Detektionszeitpunktes festgelegt ist, zu dem das Objekt (O) des festgelegten Objekttyps von der ersten Detektionseinrichtung (D1) detektiert wird.
    4. Umlaufseilbahn (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportbetriebsmodus einen Entladebetriebsmodus umfasst und dass die Steuerungseinheit (5) dazu ausgebildet ist, im Entladebetriebsmodus die Antriebseinrichtung (9) anzusteuern, um den Antrieb der Seilbahnfahrzeuge (3) für eine festgelegte Entladedauer zu stoppen oder die Fördergeschwindigkeit für eine festgelegte Entladedauer zu reduzieren, wenn sich das Seilbahnfahrzeug (3), das mit einem Objekt (O0) des festgelegten Objekttyps beladen ist, zu einem Entladezeitpunkt in einem festgelegten Entladebereich (10) einer zweiten Seilbahnstation (2b) befindet.
    5. Umlaufseilbahn (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an den Kabinen (K) der Anzahl von Seilbahnfahrzeugen (3) jeweils eine Kabinentür (12) vorgesehen ist, dass eine Türbetätigungseinrichtung (13) zur Betätigung der Kabinentüren (12) vorgesehen ist, die von der Steuerungseinheit (5) ansteuerbar ist, dass der Transportbetriebsmodus einen Durchfahrtsbetriebsmodus umfasst und dass die Steuerungseinheit (5) dazu ausgebildet ist, im Durchfahrtsbetriebsmodus die Türbetätigungseinrichtung (13) so anzusteuern, dass bei einem Seilbahnfahrzeug (3), das mit einem Objekt (O0) des festgelegten Objekttyps beladen ist, in einem festgelegten Durchfahrtsbereich einer Seilbahnstation (2c) die Kabinentür (12) geschlossen ist.
    6. Umlaufseilbahn (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinheit (5) dazu ausgebildet ist, den Entladezeitpunkt anhand einer Laufzeit des der Seilbahnfahrzeuge (3) zwischen dem Beladebereich (6) und dem Entladebereich (10) und/oder anhand einer eindeutigen Fahrzeugkennung (X) der Seilbahnfahrzeuge (3) zu ermitteln.
    10.
    11.
    12.
    13.
    14.
    AT 526 572 B1 2025-04-15
    Umlaufseilbahn (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Seilbahnstation (2a) eine erste Fahrzeugidentifikationseinrichtung vorgesehen ist, die dazu ausgebildet ist, die Fahrzeugkennung (X) eines im Beladebereich (6) befindlichen Seilbahnfahrzeugs (3) zu detektieren und dass die Steuerungseinheit (5) dazu ausgebildet ist, die detektierte Fahrzeugkennung (X) zur Ermittlung des Entladezeitpunkts zu verwenden.
    Umlaufseilbahn (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der zweiten Seilbahnstation (2b) eine zweite Fahrzeugidentifikationseinrichtung vorgesehen ist, die dazu ausgebildet ist, die Fahrzeugkennung (X) der Seilbahnfahrzeuge (3) zu detektieren und dass die Steuerungseinheit (5) dazu ausgebildet ist, den Entladezeitpunkt anhand der detektierten Fahrzeugkennung (X) zu ermitteln, wobei die zweite Fahrzeugidentifikationseinrichtung vorzugsweise eine Detektionseinrichtung (D2) mit zumindest einer Kamera (7) und einer Auswerteeinheit (8) aufweist.
    Umlaufseilbahn (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einer Seilbahnstation (2c) eine Signaleinrichtung (11) vorgesehen ist und dass die Steuerungseinheit (5) dazu ausgebildet ist, die Signaleinrichtung zur Wiedergabe eines Signals (S) anzusteuern, wenn sich die Umlaufseilbahn (1) im Transportbetriebsmodus befindet.
    Umlaufseilbahn (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufseilbahn (1) als Kabinenbahn ausgebildet ist, wobei jedes Seilbahnfahrzeug (3) der Anzahl von Seilbahnfahrzeugen (3) eine Kabine (K) umfasst oder dass die Umlaufseilbahn (1) als Kombi-Bahn ausgebildet ist, wobei die Anzahl von Seilbahnfahrzeugen (3) eine Anzahl von Seilbahnfahrzeugen (3) mit Sessel und eine Anzahl von Seilbahnfahrzeugen (3) mit Kabinen (K) umfasst.
    Umlaufseilbahn (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der festgelegte Objekttyp zumindest einen der folgenden Objekttypen umfasst: Koffer, Transportpalette, Kiste, Transportwagen, Fahrrad, Kinderwagen, Rollstuhl, Scooter, Objekt mit einer, eine festgelegte Größe überschreitenden, Größe.
    Verfahren zum Betreiben einer Umlaufseilbahn (1) mit zumindest zwei Seilbahnstationen (2a-2c) und mit einer Anzahl von Seilbahnfahrzeugen (3) die mit einem Förderseil (4) zwischen den Seilbahnstationen (2a-2c) bewegbar sind, wobei die Anzahl von Seilbahnfahrzeugen (3) jeweils eine Kabine (K) zur Aufnahme von Objekten (0) aufweist und wobei die Umlaufseilbahn (1) von einer Steuerungseinheit (5) gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer ersten Detektionseinrichtung (D1) ein Objekt (O) detektiert wird, das in einem Beladebereich (6) einer ersten Seilbahnstation (2a) in eine Kabine (K) eines Seilbahnfahrzeugs (3) eingeladen wird, dass für das Objekt (O0) ein Objekttyp ermittelt wird und dass die Steuerungseinheit (5) die Umlaufseilbahn (1) in einem definierten Transportbetriebsmodus betreibt, wenn der für das detektierte Objekt (O) ermittelte Objekttyp ein festgelegter Objekttyp ist.
    Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass als erste Detektionseinrichtung (D1) zumindest eine Kamera (7) verwendet wird, mit der der Beladebereich (6) erfasst wird, und dass eine Auswerteeinheit (8) verwendet wird, die aus einer Anzahl von, von der zumindest einen Kamera (6) erfassten Bildern, ein im Beladebereich (6) befindliches Objekt (O) detektiert und für das Objekt (O0) den Objekttyp zu ermittelt, wobei als die zumindest eine Kamera (6) vorzugsweise eine 3D-Kamera oder eine Infrarotkamera verwendet wird und wobei in der Auswerteeinheit (8) vorzugsweise ein Bilderkennungsmodell hinterlegt ist.
    Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportbetriebsmodus einen Beladebetriebsmodus umfasst, wobei im Beladebetriebsmodus zu einem Beladezeitpunkt, zu dem sich ein Seilbahnfahrzeug (3) im Beladebereich (6) der ersten Seilbahnstation (2) befindet, ein Antrieb der Seilbahnfahrzeuge (3) für eine festgelegte Beladedauer gestoppt wird oder eine Fördergeschwindigkeit für eine festgelegte Beladedauer reduziert wird, wobei der Beladezeitpunkt vorzugsweise in Abhängigkeit eines Detektionszeit-
    punktes festgelegt wird, zu dem das Objekt (O) des festgelegten Objekttyps von der ersten Detektionseinrichtung (D1) detektiert wird.
    15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportbetriebsmodus einen Entladebetriebsmodus umfasst, wobei im Entladebetriebsmodus zu einem Entladezeitpunkt, zu dem sich ein Seilbahnfahrzeug (3), das mit einem Objekt (O0) eines festgelegten Objekttyps beladen ist, in einem Entladebereich (10) einer festgelegten oder festlegbaren zweiten Seilbahnstation (2b) befindet, der Antrieb der Seilbahnfahrzeuge (3) für eine festgelegte Entladedauer gestoppt wird oder eine Fördergeschwindigkeit für eine festgelegte Entladedauer reduziert wird.
    16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportbetriebsmodus einen Durchfahrtsbetriebsmodus umfasst, wobei im Durchfahrtsbetriebsmodus bei einem Seilbahnfahrzeug (3), das mit einem Objekt (O) des festgelegten Objekttyps beladen ist, in einem festgelegten Durchfahrtsbereich (20) einer Seilbahnstation (2c) die Kabinentür (12) geschlossen bleibt.
    17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Entladezeitpunkt anhand einer Laufzeit der Seilbahnfahrzeuge (3) zwischen dem Beladebereich (6) und dem Entladebereich (10) und/oder anhand einer eindeutigen Fahrzeugkennung (X) der Seilbahnfahrzeuge (3) ermittelt wird.
    18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeugkennung (X) der Seilbahnfahrzeuge (3) im Beladebereich (6) der ersten Seilbahnstation (2a) mit einer ersten Fahrzeugidentifikationseinrichtung detektiert wird und dass die Steuerungseinheit (5) die detektierte Fahrzeugkennung (X) zur Ermittlung des Entladezeitpunkts verwendet.
    19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeugkennung (X) der Seilbahnfahrzeuge (3) im Entladebereich (10) der zweiten Seilbahnstation (2b) mit einer zweiten Fahrzeugidentifikationseinrichtung detektiert wird und dass die Steuerungseinheit (5) den Entladezeitpunkt anhand der detektierten Fahrzeugkennung (X) ermittelt, wobei als zweite Fahrzeugidentifikationseinrichtung vorzugsweise eine Detektionseinrichtung (D2) mit zumindest einer Kamera (7) und einer Auswerteeinheit (8) verwendet wird.
    20. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einer der Seilbahnstationen (2c) mittels einer Signaleinrichtung (11) ein Signal (S) wiedergegeben wird, wenn die Umlaufseilbahn (1) im Transportbetriebsmodus betrieben wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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