AT526746A1 - Verstelleinrichtung, insbesondere für eine härteprüfmaschine - Google Patents

Verstelleinrichtung, insbesondere für eine härteprüfmaschine Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Verstelleinrichtung (1), welche ein Schlittensystem (3), einen mit einem ersten Antriebselement (41) drehverbundenen ersten Antriebsmotor (40), einen mit einem zweiten Antriebselement (51) drehverbundenen zweiten Antriebsmotor (50) und eine drehbar gelagerte Antriebsspindel (42) aufweist, an welcher eine Spindelmutter (52) eingreift, wobei das erste Antriebselement (41) mit der Antriebsspindel (42) antriebsverbunden ist, und wobei der erste Antriebsmotor (40) in einer ersten Zustellphase und der zweite Antriebsmotor (50) in einer zweiten Zustellphase aktivierbar ist, wobei das zweite Antriebselement (51) mit der Spindelmutter (52) antriebsverbunden – insbesondere drehfest verbunden - ist. Um auf möglichst einfache Weise bei einer Härteprüfmaschine sowohl eine hoch aufgelöste Zustellbewegung als auch eine schnelle Zustellbewegung zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass die Spindelmutter (52) in der ersten Zustellphase über eine separate zweite Bremse oder durch ein Haltemoment des zweiten Antriebsmotors (50) oder durch eine Selbsthemmung eines zweiten Schneckentriebes zwischen dem zweiten Antriebsmotor (50) und dem zweiten Antriebselement (51) blockierbar ist, und dass die Antriebsspindel (42) in der zweiten Zustellphase über eine separate erste Bremse oder durch ein Haltemoment des ersten Antriebsmotors (40) oder durch eine Selbsthemmung eines ersten Schneckentriebes zwischen dem ersten Antriebsmotor (40) und dem ersten Antriebselement (41) blockierbar ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Verstelleinrichtung, insbesondere für eine Härteprüfmaschine zur Veränderung eines Relativabstandes zwischen einem Prüfkörper und einem Objektträger, wobei die Verstelleinrichtung ein Schlittensystem, einen mit einem ersten Antriebselement drehverbundenen ersten Antriebsmotor, einen mit einem zweiten Antriebselement drehverbundenen zweiten Antriebsmotor und eine drehbar gelagerte Antriebsspindel aufweist, an welcher eine Spindelmutter eingreift, wobei das erste Antriebselement mit der Antriebsspindel antriebsverbunden - insbesondere drehfest verbunden - ist, und wobei der erste Antriebsmotor in einer - vorzugsweise schnellen - ersten Zustellphase und der zweite Antriebsmotor in einer - vorzugsweise hoch auflösenden - zweiten Zustellphase aktivierbar ist. Weiters betrifft die Erfindung eine Härteprüfmaschine mit dieser Verstelleinrichtung und ein Verfahren zum Betreiben der Verstelleinrichtung.
Bei Härteprüfmaschinen besteht sehr oft die Problematik, dass bei verbauten Schlittensystemen einerseits eine hoch aufgelöste Zustellbewegung - zum Beispiel für eine präzise geregelte Kraftaufbringung -, zugleich jedoch auch eine schnelle
Zustellbewegung - zum Beispiel für weite Verfahrwege - erforderlich ist.
Bei solchen Härtemessgeräten wird bevorzugt das Gerät in einem ersten Schritt schnell, aber ohne besondere Kraft auf ein zu messendes Teil zubewegt und dann in einem zweiten Schritt langsam, aber mit erheblicher Kraft gegen das zu messende
Teil gedrückt, um zuverlässige Messungen zu erzielen.
Die hoch aufgelöste Zustellbewegung wird meist durch eine hohe Getriebeuntersetzung realisiert, wodurch eine gleichzeitig schnelle Zustellbewegung
mit demselben Antriebsmotor nicht mehr realisiert werden kann.
Wird die hoch aufgelöste Zustellbewegung durch eine hohe Drehgeberauflösung realisiert, ist bei gleichzeitig erforderlichem hohem Drehmoment, zum Beispiel für hohe Kräfte bei der Kraftaufbringung, eine überdimensionierte Auslegung des
Antriebsmotors erforderlich.
In der EP 283 684 B1 wird zur Ermöglichung sowohl einer schnellen als auch einer
hoch aufgelösten Zustellbewegung ein konstruktiv aufwändiger Antrieb für eine
Härtevorrichtung vorgeschlagen, welcher zwei Antriebsspindeln mit
unterschiedlichen Steigungen aufweist.
Eine weitere Möglichkeit wird in der Patentschrift AT 515 288 B1 beschrieben, bei der zwei Antriebsmotoren an jeweils einem Ende der Antriebsspindel eingreifen, wobei zumindest ein Antriebsmotor mechanisch zum Beispiel durch eine Kupplung von der Spindel getrennt werden kann, um die Bewegung des anderen Antriebsmotors nicht zu behindern. Diese Lösung ist jedoch wegen der notwendigen mechanischen Trennung eines Antriebsmotors relativ aufwendig. Ein weiterer Nachteil ist der Verlust der aktuellen Drehgeberposition des getrennten
Antriebsmotors.
Bei weiteren Lösungen werden meist zwei Schlittensysteme eingesetzt bei dem ein Schlittensystem die hoch aufgelöste Zustellbewegung und das zweite Schlittensystem die schnelle Zustellbewegung übernimmt. Diese Lösungen sind jedoch sehr kostenintensiv und technisch aufwendig.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, die genannten Nachteile zu vermeiden und auf möglichst einfache Weise bei einer Härteprüfmaschine sowohl eine hoch aufgelöste
Zustellbewegung als auch eine schnelle Zustellbewegung zu ermöglichen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer Verstelleinrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass das zweite Antriebselement mit der
Spindelmutter antriebsverbunden - insbesondere drehfest verbunden - ist.
Somit können Antriebsspindel und Spindelmutter unabhängig voneinander betätigt,
also verdreht werden.
Vorzugsweise ist die Spindelmutter in der ersten Zustellphase und die Antriebsspindel in der zweiten Zustellphase blockierbar. In der ersten Zustellphase wird die Antriebsspindel durch den ersten Antrieb angetrieben und die Spindelmutter festgehalten. In der zweiten Zustellphase wird die Spindelmutter durch den zweiten Antrieb angetrieben und die Antriebsspindel festgehalten.
Das Festhalten der Antriebsspindel kann dabei über eine separate erste Bremse oder durch ein Haltemoment des ersten Antriebsmotor oder durch die Selbsthemmung eines Schneckentriebes zwischen dem ersten Antriebsmotor und
dem ersten Antriebselement erfolgen. Das Festhalten der Spindelmutter kann über eine separate zweite Bremse oder durch ein Haltemoment des zweiten Antriebsmotors oder durch die Selbsthemmung eines Schneckentriebes zwischen
zweitem Antriebsmotor und zweitem Antriebselement erfolgen.
Wird das erste Antriebselement angetrieben und das zweite Antriebselement in seiner Drehbewegung blockiert, erfolgt eine Zustellbewegung des Schlittensystems mit einer ihm zugeordneten ersten Geschwindigkeit, zum Beispiel eine schnelle Zustellbewegung. Wird das zweite Antriebselement angetrieben und das erste Antriebselement in seiner Drehbewegung blockiert, erfolgt eine Zustellbewegung des Schlittensystems mit einer ihm zugeordneten zweiten Geschwindigkeit, zum
Beispiel eine hoch aufgelöste langsame Zustellbewegung und/oder mit hoher Kraft.
Im Rahmen der Erfindung kann weiters vorgesehen sein, dass in einer dritten Zustellphase die Antriebsspindel durch den ersten Antriebsmotor und die Spindelmutter durch den zweiten Antriebsmotor angetrieben wird, wobei vorzugsweise Antriebsspindel und Spindelmutter gegenläufig angetrieben werden. Dabei werden weder das erste Antriebselement noch das zweite Antriebselement
blockiert. Dies ermöglicht eine besonders schnelle Zustellbewegung.
In einer Ausführungsvariante der Erfindung ist vorgesehen, dass das Schlittensystem einen in zumindest einem Führungsteil verschiebbar gelagerten
Schlittenkörper aufweist.
Um ein einfaches Verschieben des Schlittenkörpers zu ermöglichen ist es vorteilhaft, wenn der Schlittenkörper zumindest eine im Führungsteil verschiebbar gelagerte Führungsstange aufweist.
Eine robuste Ausführungsvariante der Erfindung sieht vor, dass der Schlittenkörper zumindest zwei - vorzugsweise genau zwei - parallele Führungsstangen aufweist, welche an ihren ersten Enden über einen ersten Brückenteil und an ihren zweiten Enden über einen zweiten Brückenteil fest miteinander verbunden, vorzugsweise verschraubt sind, wobei jede Führungsstange in dem zumindest einen Führungsteil
verschiebbar gelagert ist.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Führungsteil fest mit dem Tragkörper
verbunden oder einstückig mit diesem ausgebildet ist.
Günstiger Weise ist die Antriebsspindel drehbar an dem Schlittenkörper vorzugsweise am ersten Brückenteil - gelagert und die Spindelmutter drehbar in dem Tragkörper gelagert.
In einer Ausführungsvariante der Erfindung ist zumindest ein Antriebsmotor über ein Zugmittelgetriebe oder über eine Stirnradstufe oder über ein Schneckengetriebe mit dem zugeordneten Antriebselement verbunden. Beispielsweise ist der erste Antriebsmotor über ein Zugmittelgetriebe mit dem ersten Antriebselement und der zweite Antriebsmotor über eine Stirnradstufe mit dem zweiten Antriebselement
verbunden.
Die Verstelleinrichtung wird vorteilhaft bei einer Härteprüfmaschine eingesetzt, bei der ein Relativabstand zwischen dem Prüfkörper und dem Objektträger veränderbar ist, wobei der Prüfkörper oder der Objektträger verstellbar ausgebildet ist.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass entweder
° der Führungsteil und/oder der Tragkörper fest mit dem Gehäuse und der verstellbare Prüfkörperträger oder der verstellbaren Objektträger fest mit dem Schlittenkörper verbunden ist, oder
° der Schlittenkörper fest mit dem Gehäuse und der verstellbare Prüfkörperträger oder der verstellbaren Objektträger fest mit dem
Führungsteil und/oder dem Tragkörper verbunden ist.
Die Erfindung wir im Folgenden anhand des in den Figuren gezeigten nicht einschränkenden Ausführungsbeispiels näher erläutert. Darin zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Verstellvorrichtung in einer axonometrischen
Darstellung,
Fig. 2 die Vorrichtung in einer Draufsicht,
Fig. 3 die Vorrichtung in einem Schnitt gemäß der Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4 die Vorrichtung in einem Schnitt gemäß der Linie IV-IV in Fig. 2 und
Fig. 5 eine Härteprüfmaschine mit einer erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung.
Die Fig. 1 bis 4 zeigen eine Verstelleinrichtung 1 für eine in Fig. 5 dargestellte Härteprüfmaschine 100. Die Härteprüfmaschine 100 dient zum Erzeugen eines Eindrucks in der Oberfläche eines von einem Objektträger 101 aufnehmbaren Prüfobjekts 102 für eine Härteprüfung mittels eines von einem Prüfkörperträger 103 gehaltenen Prüfkörpers 104. Dabei ist der Relativabstand zwischen dem Prüfkörper 104 und dem Objektträger 101 mittels der Verstelleinrichtung 1 veränderbar, indem der Prüfkörper oder der Objektträger relativ zum Gehäuse 2
der Härteprüfmaschine verstellt werden.
Die Verstelleinrichtung 1 weist ein Schlittensystem 3, eine erste Antriebsvorrichtung
4 und eine zweite Antriebsvorrichtung 5 auf.
Das Schlittensystem 3 weist einen Schlittenkörper 30 mit zwei jeweils in einem Führungsteil 31 über Linearlager 33 verschiebbar gelagerte parallele Führungsstangen 32 auf, welche an ihren unteren ersten Enden 32a über einen ersten Brückenteil 34 und an ihren oberen zweiten Enden 32b über einen zweiten Brückenteil 35 fest miteinander verbunden, beispielsweise über Schrauben verschraubt, sind. Die Führungsstangen 32 können beispielsweise kreiszylindrisch
sein (Fig.3).
Die erste Antriebsvorrichtung 4 weist einen ersten Antriebsmotor 40, ein dem ersten Antriebsmotor 40 zugeordnetes erstes Antriebselement 41 und eine Antriebsspindel 42 auf, welche parallel zu den Führungsstangen 32 - beispielsweise mittig zwischen den beiden Führungsstangen 32 - angeordnet ist. Die Antriebsspindel 42 ist im Bereich ihres ersten Spindelendes 42a im ersten Brückenteil 34 über ein erstes Drehlager 43 drehbar gelagert. Im Bereich des zweiten Spindelendes 42b ist das erste Antriebselement 41 drehfest mit der Antriebsspindel 42 verbunden (Fig. 3). Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das erste Antriebselement 41 durch ein Riemenrad gebildet und über ein beispielsweise durch einen Zahnriemen gebildetes Zugmittel 44 eines Zugmittelgetriebes 45 mit
dem ersten Antriebsmotor 40 antriebsverbunden (Fig. 4).
Die zweite Antriebsvorrichtung 5 weist einen zweiten Antriebsmotor 50, ein dem zweiten Antriebsmotor 50 zugeordnetes zweites Antriebselement 51 und eine Spindelmutter 52 auf, welche mit der Antriebsspindel 42 im Eingriff steht. Die Spindelmutter 52 ist über ein zweites Drehlager 53 in einem Tragkörper 56 drehbar
gelagert. Ein zweites Antriebselement 51 ist drehfest mit der Spindelmutter 52
verbunden oder einstückig mit der Spindelmutter 52 ausgebildet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das zweite Antriebselement 51 durch ein Zahnrad gebildet, welches mit dem Antriebsritzel 54 des zweiten Antriebsmotors 50 im Zahneingriff steht. Zahnrad und Antriebsritzel 54 bilden eine Stirnradstufe 55 mit einer definierten Übersetzung (Fig. 4).
Um die genaue Lage des Schlittenkörpers 30 relativ zum Führungsteil 31 zu ermitteln, kann zumindest ein Positionsgeber vorgesehen sein. Der Positionsgeber kann am Schlittenkörper 30 oder dem Führungsteil 31 angeordnet oder in die erste Antriebsvorrichtung 4 und/oder zweite Antriebsvorrichtung 5 - beispielsweise in
den ersten Antriebsmotor 40 bzw. zweiten Antriebsmotor 50 - integriert sein.
Alternativ zu einem Zugmittelgetriebe 45 oder einer Stirnradstufe 55 kann auch ein Schneckentrieb zur Drehmomentübertragung zwischen zumindest einem Antriebsmotor 40, 50 und dem entsprechenden Antriebselement 41, 51 eingesetzt
werden.
Der Führungsteil 31 und der Tragkörper 56 können miteinander verbunden oder einstückig ausgebildet sein.
Die erste Antriebsvorrichtung 4 ist samt den Führungsstangen 32 und den Brückenteilen 34, 35 relativ zum Führungsteil 31 verschiebbar. Die zweite Antriebsvorrichtung 5 ist relativ zum Tragkörper 56 bzw. Führungsteil 31
unverschiebbar ausgebildet.
Im Ausführungsbeispiel sind der Führungsteil 31 und der Tragkörper 56 fest mit dem Gehäuse 2 der Härteprüfmaschine verbunden oder einstückig mit diesem ausgebildet. Somit ist die Antriebsspindel 42 gemeinsam mit den Führungsstangen 32 und den Brückenteilen 34, 35 relativ zum Gehäuse 2 verschiebbar. Beispielsweise kann der erste Brückenteil 34 fest mit dem verstellbaren Prüfkörperträger oder dem verstellbaren Objektträger der Härteprüfmaschine verbunden sein. Die zweite Antriebsvorrichtung 5 ist damit relativ zum Gehäuse 2
der Härteprüfmaschine unverschiebbar ausgebildet.
Es wäre aber auch ohne weiteres eine kinematische Umkehr möglich, indem die erste Antriebsvorrichtung 4 samt Führungsstangen 32 und Brückenteile 34, 35
gehäusefest und der Führungsteil 31 samt der zweiten Antriebsvorrichtung 5 relativ
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zum Gehäuse 2 der Härteprüfmaschine verschiebbar ausgebildet werden. In diesem Falle wäre der Führungsteil 31 fest mit dem verstellbaren Prüfkörperträger oder dem verstellbaren Objektträger der Härteprüfmaschine verbunden.
Sowohl die Drehbewegung der Antriebsspindel 42 als auch die Drehbewegung der Spindelmutter 52 können unabhängig voneinander blockiert werden. Dies kann durch das Haltemoment des entsprechenden zugeordneten ersten 40 bzw. zweiten Antriebsmotors 50, durch eine Haltebremse oder durch die Selbsthemmung eines
Schneckentriebes geschehen.
Wird in einer ersten Zustellphase das erste Antriebselement angetrieben und das zweite Antriebselement in seiner Drehbewegung blockiert, erfolgt eine Zustellbewegung des Schlittensystems 3 mit einer ihm zugeordneten ersten Geschwindigkeit, zum Beispiel eine schnelle Zustellbewegung.
Wird in einer zweiten Zustellphase das zweite Antriebselement 52 angetrieben und das erste Antriebselement 42 in seiner Drehbewegung blockiert, erfolgt eine Zustellbewegung des Schlittensystems 3 mit einer ihm zugeordneten zweiten Geschwindigkeit, zum Beispiel eine langsame Zustellbewegung - hoch aufgelöst
oder hoch untersetzt für hoher Kraft.
Werden in einer dritten Zustellphase beide Antriebselemente 42, 52 über die zugeordneten Antriebsmotoren 40, 50 gleichzeitig und gegenläufig angetrieben addieren sich die beiden Zustellgeschwindigkeiten der Antriebsmotoren 40, 50. Die Zustellbewegung des Schlittensystems 3 erfolgt mit einer ihm zugeordneten dritten
Geschwindigkeit. Dadurch ist eine besonders rasche Zustellbewegung möglich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    Verstelleinrichtung (1), insbesondere für eine Härteprüfmaschine zur Veränderung eines Relativabstandes zwischen einem Prüfkörper und einem Objektträger, wobei die Verstelleinrichtung (1) ein Schlittensystem (3), einen mit einem ersten Antriebselement (41) drehverbundenen ersten Antriebsmotor (40), einen mit einem zweiten Antriebselement (51) drehverbundenen zweiten Antriebsmotor (50) und eine drehbar gelagerte Antriebsspindel (42) aufweist, an welcher eine Spindelmutter (52) eingreift, wobei das erste Antriebselement (41) mit der Antriebsspindel (42) antriebsverbunden - insbesondere drehfest verbunden - ist, und wobei der erste Antriebsmotor (40) in einer vorzugsweise schnellen - ersten Zustellphase und der zweite Antriebsmotor (50) in einer - vorzugsweise hoch auflösenden - zweiten Zustellphase aktivierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Antriebselement (51) mit der Spindelmutter (52) antriebsverbunden - insbesondere drehfest
    verbunden - ist.
    Verstelleinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
    Spindelmutter (52) in der ersten Zustellphase blockierbar ist.
    Verstelleinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
    Antriebsspindel (42) in der zweiten Zustellphase blockierbar ist.
    Verstelleinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindelmutter (52) drehbar in einem Tragkörper (56) gelagert ist.
    Verstelleinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlittensystem (3) einen in zumindest einem Führungsteil (31) verschiebbar gelagerten Schlittenkörper (30) aufweist.
    Verstelleinrichtung (1) nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsteil (31) fest mit dem Tragkörper (56) verbunden oder
    einstückig mit diesem ausgebildet ist.
    11.
    9
    Verstelleinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlittenkörper (30) zumindest eine im Führungsteil (31) verschiebbar gelagerte Führungsstange (32) aufweist.
    Verstelleinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlittenkörper (30) zumindest zwei parallele Führungsstangen (32) aufweist, welche an ihren ersten Enden (32a) über einen ersten Brückenteil (34) und an ihren zweiten Enden (32b) über einen zweiten Brückenteil (35) fest miteinander verbunden, vorzugsweise
    verschraubt sind.
    Verstelleinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsspindel (42) drehbar an dem Schlittenkörper (30) - vorzugsweise am ersten Brückenteil (34) - gelagert ist.
    Verstelleinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Antriebsmotor (30, 40) über ein Zugmittelgetriebe (45) oder über eine Stirnradstufe (55) oder über ein Schneckengetriebe mit dem zugeordneten Antriebselement (41, 51)
    verbunden ist.
    Härteprüfmaschine (100) mit einer Verstelleinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Härteprüfmaschine (100) ein Gehäuse (2), einen von einem Prüfkörperträger (103) gehaltener Prüfkörper (104) und einen Objektträger (101) aufweist, wobei ein Relativabstand zwischen dem Prüfkörper (104) und dem Objektträger (101) veränderbar ist, und wobei der Prüfkörper (104) oder der Objektträger (101) verstellbar ausgebildet ist,
    dadurch gekennzeichnet, dass entweder
    e der Führungsteil (31) und/oder der Tragkörper (56) fest mit dem Gehäuse (2) und der verstellbare Prüfkörperträger (103) oder der verstellbaren Objektträger (101) fest mit dem Schlittenkörper (30)
    verbunden ist, oder
    e der Schlittenkörper (30) fest mit dem Gehäuse (2) und der verstellbare Prüfkörperträger (103) oder der verstellbaren
    Objektträger (101) fest mit dem Führungsteil (31) und/oder dem Tragkörper (56) verbunden ist.
    12. Verfahren zum Betreiben einer Verstelleinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Zustellphase die Antriebsspindel (42) durch den ersten Antriebsmotor (40) angetrieben und die Spindelmutter (52) festgehalten wird, und dass in einer zweiten Zustellphase die Spindelmutter (52) durch den zweiten Antriebsmotor
    (50) angetrieben und die Antriebsspindel (42) festgehalten wird.
    13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Festhalten der Antriebsspindel (42) über eine separate erste Bremse oder durch ein Haltemoment des ersten Antriebsmotors (40) oder durch eine Selbsthemmung eines ersten Schneckentriebes zwischen dem ersten
    Antriebsmotor (40) und dem ersten Antriebselement (41) erfolgt.
    14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Festhalten der Spindelmutter (52) über eine separate zweite Bremse oder durch ein Haltemoment des zweiten Antriebsmotors (50) oder durch eine Selbsthemmung eines zweiten Schneckentriebes zwischen dem zweiten
    Antriebsmotor (50) und dem zweiten Antriebselement (51) erfolgt.
    15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass in einer dritten Zustellphase die Antriebsspindel (42) durch den ersten Antriebsmotor (40) und die Spindelmutter (52) durch den zweiten Antriebsmotor (50) angetrieben wird, wobei vorzugsweise Antriebsspindel (42) und Spindelmutter (52) gegenläufig angetrieben werden.
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