AT526860A4 - Verfahren und Vorrichtung zum Wechseln von Sägegruppen einer Kreissäge - Google Patents
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Abstract
Es werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Wechseln von Sägegruppen (1) einer Kreissäge (2), insbesondere einer Doppelspindelkreissäge beschrieben. Zunächst werden Ersatz-Sägegruppen (1) von einem Magazin (26) übernommen und auf Spanndorne (6a, 6b) eines Wendekopfes (5a, 5b) aufgespannt, die auf gleicher Seite des Wendekopfes (5a, 5b) angeordnet sind, wonach der Wendekopf (5a, 5b) die zu wechselnden Sägegruppen (1) anfährt, diese mit den freien Spanndornen (6a, 6b) der gegenüberliegenden Wendekopfseite aufnimmt und mit Spannbacken (7) sichert, die zu wechselnden Sägegruppen (1) mit Drehwerkzeugen (9) löst und mit dem Wendekopf (5a, 5b) von der Kreissäge (2) abzieht und nach Herstellung eines entsprechenden Sicherheitsabstandes zur Kreissäge (2) den Wendekopf (5a, 5b) um 180° dreht und die Ersatz-Sägegruppen (1) auf die Kreissäge aufzieht, mit den Drehwerkzeugen (9) sichert und die Spannbacken (7) löst, bevor die ausgewechselten Sägegruppen (1) mit dem Wendekopf (5a, 5b) an das Magazin (26) übergeben werden.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Wechseln von Sägegruppen einer Kreissäge, insbesondere einer Doppelspindelkreissäge, die auf Sägenbuchsen aufgespannte Kreisägeblätter umfassen.
Die Verwendung von Doppelspindelkreissägen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten im Bereich der Sägentechnologie zur Verarbeitung von Rund und Kantholz durchgesetzt. Gattungsgemäße Vorrichtungen sind beispielsweise aus der DE 40 38 129 A und der EP 0 785 051 A bekannt. Die wesentlichen Vorteile dieser Technologie liegen in einer Schnittfläche mit den besten Oberflächeneigenschaften, einer exakten Schnitthaltigkeit und sehr hohen Schnittleistungen. Die Kreissäge ist selbst als Gruppensäge ausgestaltet, kann also mehrere Schnitte gleichzeitig mit mehreren auf einem gemeinsamen Werkzeug angeordneten Sägeblättern durchführen, womit besonders hohe Volumenleistungen mit relativ einfachen
Maschinen erzielt werden können.
Doppelspindelkreissägen weisen durch die Kreissägeblätter und deren maximalen, sinnvollen Durchmesser technisch bedingt eine beschränkte Schnitthöhe auf, weshalb der Schnittvorgang auch von zwei gegenüberliegenden Seiten her, mit zwei Sägegruppen vollzogen wird, wobei Sägeblätter stets paarweise in einer gemeinsamen Schnittebene arbeiten. Das Schnittgut wird zwischen den Sägespindelachsen durch die Doppelspindelkreissäge mit einem geeigneten Fördertrieb durchgeschoben. Zudem sind die zwei Sägegruppen mit einem in Schnittrichtung liegenden Versatz angeordnet, sodass eine, einige Millimeter große vertikale Überlappung der Fliehkreise der in ein und derselben Schnittebene arbeitenden Kreissägblätter für ein sauberes Durchschneiden des Schnittholzes
Um das zu gewährleisten ist es erforderlich, dass die Sägespindeln der Sägegruppen in ihrem radialen Abstand zueinander, je nach Kreissägeblattdurchmesser, verstellbar sowie in eine auseinandergefahrene Wartungsstellung verbringbar und zudem bei horizontalen Spindeln der Höhe nach verstellbar, sowie bei vertikaler Spindellage der Seite nach verstellbar sind, sodass die unterschiedlichen Gesamtschnitthöhen auf beide Sägegruppen zu gleichen Hälften aufgeteilt werden können. Zur Vermeidung eines seitlichen Versatzes ist die Lage der Sägespindeln in Sägespindelachsrichtung einstellbar.
Um eine Doppelspindelkreissäge zu schaffen, die eine saubere Schnittführung in engen Toleranzen erlaubt und dabei kompakt baut und einen raschen und einfachen Sägewerkzeugwechsel ermöglicht, wurde bereits vorgeschlagen (AT 521963 A4), das Sägewerkzeug fliegend auf der Sägespindel zu lagern. Dabei sind Sägebuchsen über einen Schnellwechselkonus an der ein entsprechendes Gegenstück in Form eines konischen Achsstummels aufweisenden Sägespindel lösbar befestigt und mit einer zur Sägespindelachse koaxialen Schraubverbindung in der Montagestellung gesichert. Ein Kopf, ein Schraubenkopf oder eine Schraubenmutter, einer Schraubverbindung ist zur Betätigung der Schraubverbindung frei drehbar aber axial gesichert im Werkzeugspanner gelagert. Somit kann der Werkzeugspanner nicht nur vorteilhaft auf der Sägespindel gesichert, sondern auch gleichermaßen von der Sägespindel abgezogen werden, da die Schraubverbindung zugleich als Abzugswerkzeug wirkt. Da eine derartige Sägegruppe ein erhebliches Gewicht aufweist, gestaltet sich ein Wechsel in der Praxis mit Muskelkraft als langwierig und mit Verletzungsrisiko verbunden. Konkret benötigt ein Wechselvorgang zum Ersatz verschlissener Sägegruppen bzw. zum Umrüsten auf anders dimensionierte Sägegruppen bislang wenigstens 15 Minuten. Bei Stillstandkosten industrieller Kreissäge- oder Spanerlinien von dzt. rund € 30.000,-/pro Stunde und mehr wird anschaulich, welches Einsparungspotential hier
vorliegt.
manuellen Wechsels ermöglicht werden.
Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Wechseln von Sägegruppen einer Kreissäge, nämlich einer Doppelspindelkreissäge, die auf Sägenbuchsen aufgespannte Kreisägeblätter umfasst löst diese Aufgabe dadurch, dass zunächst Ersatz-Sägegruppen von einem Magazin übernommen und auf Spanndorne eines Wendekopfes aufgespannt werden, die auf gleicher Seite des Wendekopfes angeordnet sind, wonach der Wendekopf die zu wechselnden, insbesondere zueinander in eine Wartungsstellung auseinanderverlagerten, Sägegruppen der Kreissäge anfährt, diese mit den freien Spanndornen der gegenüberliegenden Wendekopfseite aufnimmt und mit den Spannbacken sichert, die zu wechselnden Sägegruppen mit den Drehwerkzeugen löst und mit dem Wendekopf von der Kreissäge abzieht und nach Herstellung eines entsprechenden Sicherheitsabstandes zur Kreissäge den Wendekopf um 180° dreht und die Ersatzsägegruppen auf die Kreissäge aufzieht, mit den Drehwerkzeugen sichert und die Spannbacken löst, bevor die ausgewechselten Sägegruppen mit dem Wendekopf an ein Magazin übergeben werden.
Der seitliche Versatz der beiden Wendeköpfe kann nach einem Abziehen der wechselnden Sägegruppen und vor einem Aufziehen der Ersatzsägegruppen durch gegenseitiges Verfahren entlang einer Verschiebeführung quer zu den Spanndornachsen kompensiert werden.
Ein Sägebuchsenaufnahmen aufweisendes Magazin kann, insbesondere quer zur Transportachse des Transportträgers, entlang einer Magazinführung mit einem Verschiebeantrieb zwischen einer Übergabestellung nahe an die Kreissäge und einer Lagerstellung, insbesondere in einem Schärfraum, verlagerbar sein, in dem
entsprechende Wartungs- bzw. Rüstarbeiten vorgenommen werden können.
Die gegenständliche Erfindung erlaubt einen vollautomatischen, raschen und sicheren Wechsel von Sägegruppen. Durch das Vorsehen der zwei von einem Wendekopf in entgegengesetzter Richtung abragenden Spanndorne ist es möglich bereits mit einer Ersatz-Sägegruppe zu einer zu ersetzenden Sägegruppe zu kommen. Der Wendekopf nimmt also auf einer Seite die Ersatz-Sägegruppe und auf der anderen Seite die zu ersetzende Sägegruppe auf. Nach einem Abziehen der zu ersetzenden Sägegruppe und einem Drehen des Wendekopfes kann das Ersatzwerkzeug unmittelbar an der Kreissäge montiert werden. Zur Montage der Sägegruppe auf einer Sägespindel einer Kreissäge ist hier insbesondere ein aus der AT 521963 A4 bekannter Werkzeugspanner vorgesehen. Der Werkzeugspanner ist über einen Schnellwechselkonus an der ein entsprechendes Gegenstück in Form eines konischen Achsstummels aufweisenden Sägespindel lösbar befestigt und mit einer zur Sägespindelachse koaxialen Schraubverbindung in der Montagestellung gesichert, die in einer dem Konus gegenüberliegenden zylinderförmigen Ausnehmung in der Sägenbüchse angeordnet ist. Eben diese zylinderförmige Ausnehmung dient der Aufnahme eines zugeordneten Spanndornes, der zur Manipulation der Sägegruppe mit dem Wendekopf in die Ausnehmung eingeführt wird. Bei ordnungsgemäß in diese Aufnahme eingeführtem Spanndorn wird die Sägegruppe mit den in die Klemmstellung radial nach außen verlagerten Spannbacken auf dem Wendekopf gesichert. Die Spannbacken werden also zum radialen Spannen der Sägegruppe innen gegen die Sägenbuchse angestellt. Dies erfolgt vorzugsweise hydraulisch, gegebenenfalls aber auch mechanisch oder elektromechanisch. Mit den in den in den Spanndornen koaxial zur Spanndornachse gelagerten Drehwerkzeugen, nämlich mit deren kopfseitig der
Für kompakte Konstruktionsverhältnisse kann den Drehwerkzeugen ein gemeinsamer Drehantrieb zugeordnet sein. Insbesondere ist damit gemeint, dass den zwei von einem Wendekopf in entgegengesetzter Richtung abragenden, den jeweiligen Spanndorn durchragenden Drehwerkzeugen ein gemeinsamer Drehantrieb zugeordnet sein kann. So können die beiden Drehwerkzeuge auf einer gemeinsamen Welle angeordnet sein bzw. starr miteinander gekoppelt sein, wodurch sich bei Betätigung des Drehantriebes beide Drehwerkzeuge drehen und keine gesonderten Kupplungen od. dgl. vorgesehen werden müssen.
Damit der Drehantrieb ein entsprechend hohes Drehmoment liefern kann, besteht die Möglichkeit im Antriebsstrang zwischen den Drehwerkzeugen und dem gemeinsamen Drehantrieb, beispielsweise einem Elektromotor oder einem Hydraulikmotor, gegebenenfalls ein Planetengetriebe vorzusehen und dass der Drehantrieb im Wendekopf angeordnet ist.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können fliegend gelagerte Sägegruppen einer jeden Kreissäge vorteilhaft gewechselt werden. Sollen beide Sägegruppen einer Doppelspindelkreissäge in einem Arbeitsgang gewechselt werden, so können zwei Wendeköpfe vorgesehen sein, insbesondere ein oberer und ein unterer Wendekopf, deren Spanndornachsen parallel zueinander angeordnet sind, wobei beide Wendeköpfe miteinander über eine Verschiebeführung mit einem Verschiebeantrieb quer zu den Spanndornachsen verschiebbar verlagerbar sind. Damit kann der Versatz der beiden Kreissägenachsen in Schnittrichtung und somit der Versatz der beiden Wendeköpfe nach einem Wenden um 180° durch gegenseitiges verfahren entlang der Verschiebeführung mit einem geeigneten Verschiebeantrieb kompensiert werden. Dies ist erforderlich, da die Wendeköpfe ja je zwei Sägegruppen, also in Summe vier Sägegruppen gleichzeitig aufnehmen können. Der Verschiebeführung ist vorzugsweise eine Lageerkennung für die
gegenseitige Verschiebung zugeordnet.
kann die Drehachse des Wendekopfes stehend oder liegend sein.
Die Konsole kann einem beliebigen Manipulator bzw. Roboter zugeordnet sein. Besonders robuste und einfache Konstruktionsverhältnisse ergeben sich aber, wenn die Konsole mit einem Transportantrieb entlang eines Transportträgers zwischen einer Sägebuchsenmontagestellung an der Kreissäge und einer Sägebuchsenlagerstellung der Spanndorne an einem Magazin verfahrbar ist. Insbesondere können Wendekopf bzw. Wendeköpfe an der Konsole aufgehängt sein, die entsprechend verfahrbar ist. Dieser Transportführung ist vorzugsweise
ebenso eine Lageerkennung für Konsolenlage zugeordnet.
Ist der Sägebuchsenlagerstellung ein Magazin zugeordnet, das Sagebuchsenaufnahmen aufweist und welches quer zur Transportachse des Transportträgers entlang einer Magazinführung verlagerbar, so können Sägegruppen zu einem Wechsel nahe an die Kreissäge herangefahren und während des Betriebes der Kreissäge in einen sogenannten Schärfraum verfrachtet werden, in dem entsprechende Wartungs- bzw. Rüstarbeiten vorgenommen werden
können.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es
zeigen
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Wechseln von Sägegruppen einer Kreissäge in Ansicht von schräg unten,
Fig. 2 einen Wendekopf mit Spanndornen und Drehwerkzeug im Längsschnitt,
Fig. 3 einen in eine Sägegruppe eingesetzten Spanndorn in teilgeschnittenem Längsschnitt und
Fig. 4 die Vorrichtung aus Fig. 3 mit von der Sägespindel abgezogener
Sägegruppe.
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Sägegruppen 1 sind fliegend auf einer Sägespindel 11 gelagert. Die Sägegruppen 2 sind bei einer Doppelspindelkreissäge sägespindelachsenparallel und mit gleich ausgerichtetem Sägespindelgehäuse 12 in einem nicht näher dargestellten Maschinenrahmen od. dgl. angeordnet. Um einen Wechsel von Sägegruppen 2 bzw. eine Anpassung der Sägespindelachsabstände an unterschiedliche Dimensionen von Sägegruppen 2 gewährleisten zu können, ist es erforderlich, dass die Sägespindeln 11 der Sägegruppen 2 wenigstens in ihrem radialen Abstand a zueinander, je nach Kreissägeblattdurchmesser, verstellbar sind, sodass die unterschiedlichen Gesamtschnitthöhen auf beide Sägegruppen zu gleichen Hälften
aufgeteilt werden können.
Das Sägewerkzeug umfasst wenigstens ein auf einer als Werkzeugspanner wirkenden Sägenbüchse 3 auswechselbar aufgenommenes Sägeblatt, insbesondere mehrere Kreisägeblätter 4, nämlich die Kreissägeblattgruppe. Die Sägenbüchse 3 ist über einen Schnellwechselkonus 14 nach Art eines Steilkegels (beispielsweise 7/24) an der ein entsprechendes Gegenstück in Form eines konischen Achsstummels 15 aufweisenden Sägespindel 11 lösbar befestigt und mit einer zur Sägespindelachse koaxialen Schraubverbindung 16 in der Montagestellung gesichert. Der Achsstummel 15 ist im Ausführungsbeispiel ein auf das Sägespindelende aufgesetztes Übergangsstück, kann aber auch direkt von der Sägespindel 11 ausgebildet werden.
Den Drehwerkzeugen 9 kann ein gemeinsamer Drehantrieb 20 zugeordnet sein, der vorzugsweise im Wendekopf 5a, 5b angeordnet ist und einen Elektromotor u/o0 einen Hydraulikmotor umfasst, der vorzugsweise über ein Planetengetriebe mit den Drehwerkzeugen 9 antriebsverbunden ist. Die beiden Drehwerkzeuge 9 können auf einer gemeinsamen Welle angeordnet sein bzw. starr miteinander gekoppelt sein (Fig. 2), wodurch sich bei Betätigung des Drehantriebes beide Drehwerkzeuge drehen und keine gesonderten Kupplungen od. dgl. vorgesehen werden müssen. Im Ausführungsbeispiel ist jedes der beiden Drehwerkzeuge 9 eines Wendekopfs 5a, 5b drehbar im zugeordneten Spanndorn 6a, 6b gelagert und mit dem Drehantrieb
gekoppelt.
Es können zwei Wendeköpfe 5a, 5b vorgesehen sein, deren Spanndornachsen 8 parallel zueinander angeordnet sind, wobei beide Wendeköpfe 5a, 5b miteinander über eine Verschiebeführung 22 mit einem nicht näher dargestellten Verschiebeantrieb quer zu den Spanndornachsen 8 in Richtung V verschiebbar verlagerbar sind.
Der Wendekopf 5a, 5b, hier ein oberer Wendekopf 5a und ein unterer Wendekopf 5b, ist/sind über einen nicht näher dargestellten Wendeantrieb 23 mit quer zu den
Spanndornachsen 8 und gegebenenfalls quer zur Verschieberichtung der
Die Führungskonsole 24 kann mit einem nicht näher dargestellten Transportantrieb entlang eines Transportträgers 25 zwischen einer Sägebuchsenmontagestellung im Nahbereich der Sägespindeln und einer Sägebuchsenlagerstellung der Spanndorne im Nahbereich eines Magazins 26 verfahrbar sein. Das der Sägebuchsenlagerstellung zugeordnete Magazin weist Sägebuchsenaufnahmen 27 auf und ist quer zur Transportachse des Transportträgers entlang einer Magazinführung 28 in Richtung L verlagerbar. Die Sägebuchsenaufnahmen 27 entspricht einem dem Magazin 26 zugeordneten Schnellwechselkonus 14 zur Sicheren Verwahrung der Sägegruppen 1 am Magazin.
Zum Wechseln von Sägegruppen 1 einer Kreissäge, insbesondere einer Doppelspindelkreissäge, werden zunächst Ersatz-Sägegruppen von einem Magazin 26 übernommen und auf Spanndorne 6a, 6b des Wendekopfes 5a, 5b aufgespannt, die auf gleicher Seite des Wendekopfes 5a, 5b angeordnet sind. Danach fährt der Wendekopf 5a, 5b die zu wechselnden, zueinander in eine Wartungsstellung auseinanderverlagerten Sägegruppen 1 mit dem Transportantrieb entlang des Transportträgers 25 an, nimmt die Sägegruppen 1 der Doppelspindelkreissäge mit den freien Spanndornen 6a, 6b der gegenüberliegenden Wendekopfseite auf und sichert die Sägegruppen 1 mit den Spannbacken 7. Die zu wechselnden Sägegruppen 1 werden dann mit den Drehwerkzeugen 9 von den Schnellwechselkoni 14 gelöst und mit dem Wendekopf 5a, 5b von der Doppelspindelkreissäge abgezogen. Nach Herstellung eines entsprechenden Sicherheitsabstandes zur Doppelspindelkreissäge wird der Wendekopf 5a, 5b, werden also beide Wendeköpfe gemeinsam, um 180° um die Drehachse A gedreht und werden die Ersatz-Sägegruppen 1 auf die Doppelspindelkreissäge aufgezogen, mit den Drehwerkzeugen 9 an den Schnellwechselkoni 14 gesichert und die Spannbacken 7 löst. Abschließend werden die ausgewechselten Sägegruppen 1 mit
dem Wendekopf 5a, 5b an das Magazin 26 übergeben.
Der Versatz der beiden Wendeköpfe 5a, 5b kann nach einem Abziehen der wechselnden Sägegruppen 1 und vor einem Aufziehen der Ersatz-Sägegruppen 1 durch gegenseitiges verfahren entlang der Verschiebeführung quer zur Spanndornachse kompensiert werden.
Das verfahrbare Magazin 26 kann rahmenförmig und derartig ausgebildet sein, dass der Teil mit den Sägebuchsenaufnahmen 27 um eine horizontale Achse in der Mitte zwischen den in der Zeichnung übereinander angeordneten Sägebuchsenaufnahmepaaren in der Tafelebene bis zu einer waagrechten Lage gedreht werden und der Kreissägeblattwechsel, insbesondere im Schärfraum, bei einer vertikalen Ausrichutng der Sägebüchsenachsen erfolgen kann. Dies ist vorteilhaft um das Spiel zwischen Sägebüchse und Kreissägeblattbohrung nicht einseitig werden zu lassen und damit eine signifikante Unwucht des gesamten
Werkzeuges zu vermeiden, mit all den negativen Folgen.
Claims (10)
1. Verfahren zum Wechseln von Sägegruppen (1) einer Kreissäge (2), insbesondere einer Doppelspindelkreissäge, die auf Sägenbuchsen (3) aufgespannte Kreisägeblätter (4) umfassen, dadurch gekennzeichnet, zunächst Ersatz-Sägegruppen (1) von einem Magazin (26) übernommen und auf Spanndorne (6a, 6b) eines Wendekopfes (5a, 5b) aufgespannt werden, die auf gleicher Seite des Wendekopfes (5a, 5b) angeordnet sind, wonach der Wendekopf (5a, 5b) die zu wechselnden, insbesondere zueinander in eine Wartungsstellung auseinanderverlagerten, Sägegruppen (1) anfährt, diese mit den freien Spanndornen (6a, 6b) der gegenüberliegenden Wendekopfseite aufnimmt und mit Spannbacken (7) sichert, die zu wechselnden Sägegruppen (1) mit Drehwerkzeugen (9) löst und mit dem Wendekopf (5a, 5b) von der Kreissäge (2) abzieht und nach Herstellung eines entsprechenden Sicherheitsabstandes zur Kreissäge (2) den Wendekopf (5a, 5b) um 180° dreht und die Ersatz-Sägegruppen (1) auf die Kreissäge aufzieht, mit den Drehwerkzeugen (9) sichert und die Spannbacken (7) löst, bevor die ausgewechselten Sägegruppen (1) mit dem Wendekopf (5a, 5b) an das Magazin (26) übergeben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Versatz zweier Wendeköpfe (5a, 5b) nach einem Abziehen der zu wechselnden Sägegruppen (1) und vor einem Aufziehen der Ersatz-Sägegruppen (1) durch gegenseitiges Verfahren entlang einer Verschiebeführung (22) quer zu den
Spanndornachsen (8) kompensiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sägebuchsenaufnahmen (27) aufweisende Magazin entlang einer Magazinführung (30) mit einem Verschiebeantrieb zwischen einer Übergabestellung nahe der
4. Vorrichtung zum Wechseln von Sägegruppen (1) einer Kreissäge (2), insbesondere einer Doppelspindelkreissäge, die auf Sägenbuchsen (3) aufgespannte Kreisägeblätter (4) umfassen, gekennzeichnet durch zwei von einem Wendekopf (5a, 5b) in entgegengesetzter Richtung abragende Spanndorne (6a, 6b) mit zwischen einer Freigabestellung und einer Klemmstellung radial verlagerbaren Spannbacken (7), wobei in den Spanndornen (6a, 6b) je ein zur Spanndornachse (8) koaxiales Drehwerkzeug (9) drehbar gelagert ist, deren Werkzeugaufnahmen
(10) kopfseitig der Spanndorne (6a, 6b) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass den Drehwerkzeugen (9) ein gemeinsamer Drehantrieb (20) zugeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehantrieb (20) im Wendekopf (5a, 5b) angeordnet ist und einen Elektromotor umfasst, der vorzugsweise über ein Planetengetriebe mit den Drehwerkzeugen (9)
antriebsverbunden ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, gekennzeichnet durch zwei Wendeköpfe (5a, 5b), deren Spanndornachsen (8) parallel zueinander angeordnet sind, wobei beide Wendeköpfe (5a, 5b) miteinander über eine Verschiebeführung
(22) mit einem Verschiebeantrieb quer zu den Spanndornachsen (8) verschiebbar verlagerbar sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Wendekopf (5a, 5b) oder dass die Wendeköpfe (5a, 5b) über einen Wendeantrieb (23) mit quer zu den Spanndornachsen (8) und gegebenenfalls quer zur Verschieberichtung der Verschiebeführung (22) verlaufender Wendeachse (A)
an einer Führungskonsole (24) drehbar gelagert ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Sägebuchsenlagerstellung ein Magazin (26) zugeordnet ist, das Sagebuchsenaufnahmen (27) aufweist und welches, insbesondere quer zur Transportachse des Transportträgers, entlang einer Magazinführung verlagerbar ist.
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