AT526891B1 - Holmlose Schließeinheit - Google Patents
Holmlose SchließeinheitInfo
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- AT526891B1 AT526891B1 ATA50081/2023A AT500812023A AT526891B1 AT 526891 B1 AT526891 B1 AT 526891B1 AT 500812023 A AT500812023 A AT 500812023A AT 526891 B1 AT526891 B1 AT 526891B1
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Abstract
Holmlose Schließeinheit (1) für eine Formgebungsmaschine, umfassend ‐ eine feste Aufspannplatte (2), und ‐ eine relativ zur festen Aufspannplatte (2) bewegbare bewegliche Aufspannplatte (3), und ‐ wenigstens ein Druckkissen (4) zur Beaufschlagung der Schließeinheit (1) mit einer Schließkraft, und ‐ eine Verriegelungsvorrichtung (5) umfassend einen ersten Verriegelungsteil (6) und einen zweiten Verriegelungsteil (7), wobei der erste Verriegelungsteil (6) und der zweite Verriegelungsteil (7) zum Verriegeln des wenigstens einen Druckkissens (4) zusammenwirken, wobei der zweite Verriegelungsteil (7) bewegbar am wenigstens einen Druckkissen (4) angeordnet ist.
Description
Ss N
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine holmlose Schließeinheit gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1, sowie eine Formgebungsmaschine mit einer derartigen Schließeinheit.
[0002] Unter Formgebungsmaschinen können SpritzgieRßmaschinen, Spritzpressen, Pressen und dergleichen verstanden werden. Auch Formgebungsmaschinen, bei welchen die plastifizierte Masse einem geöffneten Formwerkzeug zugeführt wird, sind durchaus denkbar.
[0003] Holmlose bzw. säulenlose Schließeinheiten besitzen einen im Wesentlichen C-förmigen Maschinenrahmen, auf welchem ein zwischen Aufspannplatten angeordnetes Formwerkzeug anordenbar ist und welcher zur Aufnahme von auf das Formwerkzeug aufgebrachten Schließkräften ausgebildet ist.
[0004] Eine typische Herausforderung holmloser Schließeinheiten besteht in der Aufweitung des Maschinenrahmens bei der Schließkraftbeaufschlagung bzw. beim Krafthub eines dafür üblicherweise verwendeten Plunger-Zylinders. Durch die Aufweitung des Maschinenrahmens muss der Plunger-Zylinder, welcher ein relativ großes Fluidvolumen aufweist, einen relativ langen Weg überwinden, um die erforderliche Schließkraft zu erreichen. Dies resultiert in einem relativ langen Schließkraftaufbau und einer damit verbundenen schlechten Energieeffizienz.
[0005] Um diesen Nachteilen entgegenzuwirken, schlägt die DE 19535081 A1 eine holmlose Schließeinheit vor, bei welcher die Schließ- oder Eilhubbewegung und der Schließkraftaufbau voneinander entkoppelt sind und wobei für den Krafthub Druckkissen mit kleineren Fluidvolumina vorgesehen sind. Bei einer Variante der vorgeschlagenen Schließeinheit bewegt sich das Druckkissen mit der beweglichen Aufspannplatte mit und wird nach Abschluss der SchlieRbewegung bzw. vor dem Schließkraftaufbau mittels Klemmvorrichtungen verriegelt. Die Klemmvorrichtungen klemmen dabei zumindest zwei Träger, welche im bzw. am Maschinenrahmen, d.h. im unteren Bereich der Aufspannplatten, angeordnet und als Führungseinrichtungen für die bewegliche Aufspannplatte ausgebildet sind und an welchen die feste Aufspannplatte unverschieblich befestigt ist.
[0006] Ein großer Nachteil dieser Ausbildung liegt in der exzentrischen Anordnung der Klemmvorrichtungen an den Fußbereichen der Aufspannplatten, wodurch aufgrund der Exzentrizität zu den Druckkissen eine äußerst asymmetrische und ungünstige Kraft- bzw. Spannungsverteilung innerhalb der Aufspannplatten und der Träger resultiert.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine holmlose Schließeinheit bereitzustellen, welche im Vergleich zum Stand der Technik deutlich günstigere Spannungsverteilungen innerhalb der einzelnen Bauteile mit sich bringt.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst, nämlich durch eine holmlose Schließeinheit mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1.
[0009] Schutz wird auch begehrt für eine Formgebungsmaschine, insbesondere umfassend einen im Wesentlichen C-förmigen Maschinenrahmen, mit einer erfindungsgemäßen Schließeinheit.
[0010] Der große Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die Anordnung des zweiten Verriegelungsteils am wenigstens einen, insbesondere bewegbaren, Druckkissen günstige Spannungsverteilungen ohne jegliche Spannungsspitzen innerhalb der einzelnen Bauteile, insbesondere der beweglichen Aufspannplatte und der Verriegelungsvorrichtung, ermöglicht werden.
[0011] Durch diese zum Stand der Technik verbesserten Spannungsverteilungen werden die einzelnen Bauteile deutlich geringer, insbesondere auf Biegung, beansprucht, wodurch sich insbesondere ihre Dauerfestigkeiten erhöhen.
[0012] Des Weiteren kann durch die Erfindung der Aufweitung des Maschinenrahmens besser entgegengewirkt werden, da sich das wenigstens eine Druckkissen bei der Schließkraftbeauf-
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schlagung im Vergleich zur Ausbildung des Standes der Technik deutlich besser abstützen kann.
[0013] Unter einem Druckkissen ist insbesondere ein Hydraulikzylinder mit einem relativ kurzen Hub und einem relativ geringem Hydraulikölvolumen zu verstehen, welcher für eine große Kraftbeaufschlagung ausgebildet ist.
[0014] Mit der Verwendung von wenigstens einem Druckkissen anstatt eines Plunger-Zylinders mit einem großen Fluidvolumen geht vorteilhafterweise auch ein geringerer Energieaufwand einher.
[0015] Außerdem sind im Vergleich zur Schließeinheit des in der Einleitung genannten Stands der Technik weniger Bauteile erforderlich, da auf die als Führungen ausgelegten Träger verzichtet werden kann.
[0016] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0017] Es ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass der zweite Verriegelungsteil mit dem wenigstens einen Druckkissen, insbesondere linear und/oder relativ zum ersten Verriegelungsteil, bewegbar ist, d.h. sich zumindest zeitweise und/oder teilweise gemeinsam mit dem wenigstens einen Druckkissen mitbewegt.
[0018] Das Druckkissen bewegt sich günstigerweise im Wesentlichen mit der beweglichen Aufspannplatte und/oder einer Auswerferträgerplatte mit, d.h. es ist vorzugsweise kein am Maschinenrahmen statisch angeordnetes Bauteil.
[0019] Es ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass der zweite Verriegelungsteil so am wenigstens einen Druckkissen angeordnet ist, dass bei einer Schließkraftbeaufschlagung durch das wenigstens eine Druckkissen eine direkte und/oder im Wesentlichen symmetrische Abstützung des wenigstens einen Druckkissens an der Verriegelungsvorrichtung erfolgt, sodass eine exzentrische Krafteinleitung bzw. Spannungsverteilungen mit etwaigen Spannungsspitzen in den Bauteilen vermieden werden kann.
[0020] Außerdem kann durch eine direkte und/oder im Wesentlichen symmetrische Abstützung des wenigstens einen Druckkissens an der Verriegelungsvorrichtung auch einem ungewünschten Kippen der beweglichen Aufspannplatte und/oder der festen Aufspannplatte entgegengewirkt werden, um die Parallelität der beweglichen Aufspannplatte und der festen Aufspannplatte zu erhalten und/oder herzustellen.
[0021] Eine symmetrische Abstützung des wenigstens einen Druckkissens an der Verriegelungsvorrichtung ist beispielsweise mittels rotationssymmetrisch in regelmäßigen Abständen am wenigstens einen Druckkissen angeordneten Verriegelungsstellen herstellbar.
[0022] Es ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass die Verriegelungsvorrichtung dazu ausgebildet ist, den ersten Verriegelungsteil und den zweiten Verriegelungsteil zumindest bereichsweise und/oder zumindest zeitweise formschlüssig miteinander zu verbinden, zu verriegeln und/oder miteinander in Eingriff zu bringen.
[0023] Beispielsweise können als im Wesentlichen punktförmige Verriegelungsstellen dafür Nutund-Feder-artige Eingriffsvorrichtungen vorgesehen sein.
[0024] Besonders bevorzugt ist es vorgesehen, dass der erste Verriegelungsteil und/oder der zweite Verriegelungsteil wenigstens einen Zapfen und/oder wenigstens eine Zapfenaufnahme aufweist oder aufweisen, welche einander entsprechen bzw. komplementär zueinander sind.
[0025] Es kann vorgesehen sein, dass der erste Verriegelungsteil und/oder der zweite Verriegelungsteil wenigstens eine Verzahnung, z.B. wenigstens eine Zahnstange, aufweist oder aufweisen.
[0026] Es ist auch denkbar, dass eine Kombination aus Zapfen und Verzahnungen vorgesehen sind, solange ein formschlüssiger Eingriff herstellbar ist.
[0027] Im Allgemeinen ist auch eine kraftschlüssige Verrieglung zwischen dem ersten Verriege-
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lungsteil und dem zweiten Verriegelungsteil oder eine Kombination aus einer formschlüssigen und einer kraftschlüssigen Verbindung denkbar.
[0028] Es ist aber auch denkbar, dass anstatt oder zusätzlich zu im Wesentlichen punktförmigen Verriegelungsstellen, insbesondere symmetrisch angeordnete, zumindest bereichsweise flächige Verriegelungsstellen bzw. -bereiche vorgesehen sind.
[0029] Es ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass die Verriegelungsvorrichtung wenigstens einen Spindelantrieb und/oder Hydraulikzylinder, vorzugsweise drei Hydraulikzylinder, aufweist, welcher oder welche dazu ausgebildet ist oder sind, den ersten Verriegelungsteil und den zweiten Verriegelungsteil, insbesondere mittels Zapfen, Zapfenaufnahmen, Verzahnungen oder dergleichen, miteinander, insbesondere durch das Aktuieren von Zapfen, Verzahnungen oder dergleichen, zu verriegeln.
[0030] Es ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass der wenigstens eine Hydraulikzylinder zur Verriegelung der Verriegelungsvorrichtung über eine das wenigstens eine Druckkissen versorgende Medienführung versorgt ist, wobei mittels der Medienführung durch Hydraulikpumpen eine Kraftbeaufschlagung erfolgen kann.
[0031] Erfindungsgemäß sind der erste Verriegelungsteil und das wenigstens eine Druckkissen zylinderförmig ausgebildet und das wenigstens eine Druckkissen innerhalb des ersten Verriegelungsteils, insbesondere linear, beweglich angeordnet und/oder gelagert.
[0032] Es kann vorgesehen sein, dass zwischen der beweglichen Aufspannplatte und dem wenigstens einen Druckkissen eine, insbesondere bewegbare, Auswerferträgerplatte angeordnet ist.
[0033] Es ist bevorzugt vorgesehen, dass zwischen der wenigstens einen Aufspannplatte und dem wenigstens einen Druckkissen wenigstens ein Kraftübertragungselement, z.B. wenigstens eine Druckstange, wenigstens ein Gelenk und/oder Festkörpergelenk, angeordnet ist oder sind.
[0034] Besonders bevorzugt ist zwischen der beweglichen Aufspannplatte und/oder der Auswerferträgerplatte wenigstens eine Druckstange, bevorzugt wenigstens zwei Druckstangen, angeordnet, insbesondere welche symmetrisch und/oder im Wesentlichen zentral an der beweglichen Aufspannplatte und/oder der Auswerferträgerplatte angreift oder angreifen.
[0035] Besonders bevorzugt ist zwischen der beweglichen Aufspannplatte und der Auswerferträgerplatte wenigstens ein Kraftübertragungselement zum Ausgleich von etwaigen Kippen der beweglichen Aufspannplatte und/oder zur Optimierung der Krafteinleitung in die bewegliche Aufspannplatte angeordnet.
[0036] Mögliche Kraftübertragungselemente sind z.B. unter den Herstellernamen FlexLink und/ oder ForceDivider bekannt.
[0037] Es ist bevorzugt vorgesehen, dass die erfindungsgemäße Schließeinheit mit einem Eilhubantrieb, beispielsweise mit einem Eilhubzylinder, verwendet wird.
[0038] Es ist bevorzugt vorgesehen, dass die Schließeinheit diverse Dichtelemente umfasst, insbesondere um das wenigstens eine Druckkissen, insbesondere wenigstens einen Hydraulikzylinder des Druckkissens, abzudichten. Beispielsweise können Dichtelemente innerhalb des wenigstens einen Druckkissens zwischen einem Zylinder und einem Zylinderkolben angeordnet sein.
[0039] Es ist bevorzugt vorgesehen, dass die Schließeinheit diverse Lager umfasst, insbesondere um das wenigstens eine Druckkissen und/oder den zweiten Verriegelungsteil am ersten Verriegelungsteil, insbesondere linear, beweglich zu lagern.
[0040] Es kann vorgesehen sein, dass die Schließeinheit, insbesondere im Wesentlichen an wenigstens einem Ende des Maschinenrahmens, wenigstens eine Zug- oder Stützplatte umfasst, welche zur Aufnahme der Schließkräfte ausgebildet ist.
[0041] Weiters ist es vorgesehen, dass die Schließeinheit alle für einen betrieb erforderlichen Komponenten, wie z.B. eine Steuer- oder Regeleinheit, umfasst.
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[0042] Weitere Vorteile und Einzelheiten vorteilhafter Varianten der Erfindung ergeben sich aus den Figuren sowie der dazugehörigen Figurenbeschreibung. Dabei zeigen:
[0043] Fig. 1 und 2 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schließeinheit,
[0044] Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schließeinheit und [0045] Fig. 4 ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schließeinheit.
[0046] Die Fig. 1 und 2 zeigen Schnitte bzw. Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels einer Schließeinheit 1 für eine Formgebungsmaschine, umfassend eine feste Aufspannplatte 2, eine relativ zur festen Aufspannplatte 2 bewegbare bewegliche Aufspannplatte 3, ein Druckkissen 4 zur Beaufschlagung der Schließeinheit 1 mit einer Schließkraft, eine Verriegelungsvorrichtung 5 umfassend einen ersten Verriegelungsteil 6 und einen zweiten Verriegelungsteil 7, wobei der erste Verriegelungsteil 6 und der zweite Verriegelungsteil 7 zum Verriegeln des wenigstens einen Druckkissens 4 zusammenwirken, und wobei der zweite Verriegelungsteil 7 bewegbar am wenigstens einen Druckkissen 4 angeordnet ist.
[0047] Dabei zeigt die Fig. 1 eine entriegelte Stellung der Verriegelungsvorrichtung 5 bei geöffneten Aufspannplatten 2,3 und die Fig. 2 eine verriegelte Stellung der Verriegelungsvorrichtung 5 bei geschlossenen Aufspannplatten 2,3.
[0048] Beim in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel (und auch bei den in den Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispielen) einer Schließeinheit 1 weisen der erste Verriegelungsteil 6 und/oder der zweite Verriegelungsteil 7 drei Zapfen 8 und/oder mehrere Zapfenaufnahmen 9 auf, mittels welcher die Zapfen 8 und Zapfenaufnahmen 9 eine formschlüssige Verbindung bzw. Verriegelung zwischen dem ersten Verriegelungsteil 6 und zweiten Verriegelungsteil 7 bedingen.
[0049] Beim in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel (und auch den in den Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispielen) einer Schließeinheit 1 weist die Verriegelungsvorrichtung 5, insbesondere der zweite Verriegelungsteil 7, drei Hydraulikzylinder 11 auf, welche dazu ausgebildet sind, den ersten Verriegelungsteil 6 und den zweiten Verriegelungsteil 7 miteinander zu verriegeln, wobei jeder Hydraulikzylinder 11 jeweils eine Zapfen 8 aktuiert, welcher jeweils in Zapfenaufnahmen 9 bzw. Öffnungen im ersten Verriegelungsteil 6 eingreifen kann.
[0050] Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Zapfenaufnahmen 9 drei Aneinanderreihungen von rechteckigen Öffnungen, wie den Draufsichten bzw. der jeweiligen unteren Figur der Fig. 1 und 2 zu entnehmen ist.
[0051] Sowohl die Zapfen 8 als auch die Zapfenaufnahmen 9 können prinzipiell jede, z.B. runde, rechteckige, dreidimensionale etc., Form aufweisen, solange die Formen zueinander komplementär ausgebildet sind, um eine formschlüssige und/oder kraftübertragende Verbindung ermöglichen.
[0052] Der wenigstens eine Hydraulikzylinder 11 kann mit dem wenigstens einen Zapfen 8 und/ oder wenigstens einer Verzahnungmechanisch und/oder integral verbunden sein.
[0053] Der Hydraulikzylinder 11 bzw. eine Kolbenstange dessen kann als Zapfen 8 ausgebildet sein bzw. können die Kolbenstange des Hydraulikzylinders 11 und der Zapfen 8 monolithisch ausgebildet sein.
[0054] Der Hydraulikzylinder 11 bzw. eine Kolbenstange dessen kann als Verzahnung ausgebildet sein bzw. können die Kolbenstange des Hydraulikzylinders 11 und die Verzahnung monolithisch ausgebildet sein.
[0055] Bei diesem und allen anderen Ausführungsbeispielen kann sich das wenigstens eine Druckkissen 4 während der Schließkraftbeaufschlagung günstigerweise direkt an der Verriegelungsvorrichtung 5, insbesondere direkt am zweiten Verriegelungsteil 7, abstützen.
[0056] Da bei diesem Ausführungsbeispiel drei Hydraulikzylinder 11 und drei Zapfen 8 auf rotationssymmetrische Weise am zweiten Verriegelungsteil 7 angeordnet sind, erfolgt bei der Schließ-
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kraftbeaufschlagung eine symmetrische Abstützung des wenigstens einen Druckkissens 4 an der Verriegelungsvorrichtung 5, insbesondere direkt am zweiten Verriegelungsteil 7, sodass eine günstige Spannungsverteilung, insbesondere ohne durch eine etwaige exzentrische Kraftübertragung auftretende Spannungsspitzen, in den einzelnen Bauteilen ermöglicht ist.
[0057] Bei einer Betrachtung der Fig. 1 und 2 als Sequenz ist zu entnehmen, dass der zweite Verriegelungsteil 7 mit dem Druckkissen 4, insbesondere linear und relativ zum ersten Verriegelungsteil 6, bewegbar ist.
[0058] In der Fig. 1 sind die feste Aufspannplatte 2 und die bewegliche Aufspannplatte 3 geöffnet und die Verriegelungsvorrichtung 5 entriegelt, wobei die Zapfen 8 des zweiten Verriegelungsteils 7 noch nicht in die Zapfenaufnahmen 9 des ersten Verriegelungsteils 6 eingreifen.
[0059] In der Fig. 2 sind die feste Aufspannplatte 2 und die bewegliche Aufspannplatte 3 geschlossen und die Verriegelungsvorrichtung 5 verriegelt, wobei die Zapfen 8 des zweiten Verriegelungsteils 7 in die Zapfenaufnahmen 9 des ersten Verrieglungsteils 6 eingreifen, wobei eine Schließkraftbeaufschlagung stattfinden könnte.
[0060] Sowohl in der Fig. 1 als auch in der Fig. 2 sind jeweils im vertikalen Schnitt bzw. der linken Figur und in der jeweiligen Draufsicht in der unteren Figur die Stellungen der Hydraulikzylinder 11 und Zapfen 8 ersichtlich, wobei zu erkennen ist, dass die Zapfen 8 in Fig. 1 nicht in den ersten Verriegelungsteil 6 eingreifen, und in der Fig. 2 sehr wohl in den ersten Verriegelungsteil 6 eingreifen. In der Fig. 2 befindet sich dabei wenigstens ein Zapfen 8 in der wenigstens einen rechtesten Öffnung bzw. Zapfenaufnahme 9.
[0061] Bei diesem ersten Ausführungsbeispiel sind zwischen dem Druckkissen 4 und dem ersten Verriegelungsteil 6 der Verriegelungsvorrichtung 5 mehrere Lager 13 für eine direkte Lagerung des Druckkissens 4 am ersten Verriegelungsteil 6 angeordnet.
[0062] Bei diesem Ausführungsbeispiel befindet sich zwischen der beweglichen Aufspannplatte 3 und dem Druckkissen 4 ein Kraftübertragungselement 15 in Form einer Druckstange, mittels welchem die vom Druckkissen 4 Kraft auf die bewegliche Aufspannplatte 3 und/oder die Auswerferträgerplatte 14 übertragbar ist.
[0063] Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Medienführung 12, welche u.a. mittels einer Pumpe das Druckkissen 4 und/oder den wenigstens einen Hydraulikzylinder 11 mit einem Medium, insbesondere Hydrauliköl, versorgt, durch das Kraftübertragungselement 15 geführt. Die Medienführung 12 kann im Allgemeinen aber auch anders verlaufen.
[0064] Bei diesem Ausführungsbeispiel sind innerhalb des Druckkissens 4 mehrere Dichtelemente 16 zur Abdichtung des Hydrauliköl enthaltenden Zylinderkörpers angeordnet.
[0065] Bei der nun folgenden Beschreibung der in den Fig. 3 bis 6 gezeigten Ausführungsbeispiele wird zur Vermeidung von Wiederholungen vorrangig auf die Unterschiede zum ersten Ausführungsbeispiel eingegangen. Ansonsten gilt die obige Beschreibung des ersten Ausführungsbeispiels soweit anwendbar auch für die nachfolgend noch beschriebenen Ausführungsbeispiele.
[0066] Die Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Schließeinheit 1, wobei das Druckkissen 4 einen Druckübersetzer aufweist und von einer Medienführung 12 gespeist ist.
[0067] Die Fig. 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer Schließeinheit 1, bei welchem zwischen dem Druckkissen 4 und der beweglichen Aufspannplatte 3 eine Auswerferträgerplatte 14 angeordnet ist, wobei die Auswerferplatte 14 sich im Wesentlichen mit der beweglichen Aufspannplatte 3 und/oder dem wenigstens einen Druckkissen 4 mitbewegt.
[0068] Bei diesem Ausführungsbeispiel sind zwischen dem Druckkissen 4 und der Auswerferträgerplatte 14, insbesondere vier rautenförmig angeordnete, Kraftübertragungselemente 15 bzw. Druckstangen zur Kraftübertragung angeordnet.
[0069] Zwischen der beweglichen Aufspannplatte 3 und der Auswerferträgerplatte 14 ist wenigstens ein Kraftübertragungselement 15 zur Aufnahme von zumindest Druck, Zug und Biegung angeordnet.
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[0070] Besonders bevorzugt sind die Hydraulikzylinder 11 am Druckkissen 4 befestigt.
[0071] D.h. die Hydraulikzylinder 11 bewegen sich vorzugsweise mit dem Druckkissen 4, insbesondere linear translatorisch mit der beweglichen Aufspannplatte 3, mit und bewegen die Verzahnung und/oder Zapfen 8 zur Ver- oder Entriegelung des zweiten Verriegelungsteils 7 mit dem ersten Verriegelungsteil 6.
[0072] Die jeweiligen Verzahnungen des ersten Verrieglungsteils 6 und/oder des zweiten Verriegelungsteils 7 können beispielsweise als Zahnstangen ausgebildet sein.
[0073] Alle gezeigten Ausführungsbeispiele geben eine besonders bevorzugte Ausführungsvariante einer zylindrischen Ausbildung einer Verriegelungsvorrichtung 5 wieder, wobei das wenigstens eine Druckkissen 4 erfindungsgemäß innerhalb des ersten Verriegelungsteils 6 linear beweglich angeordnet und/oder gelagert ist.
[0074] Bei einer Ausbildung mit einem einzigen Druckkissen 4, ist das Druckkissen 4 erfindungsgemäß zylinderförmig ausgebildet.
[0075] Bei einer Anordnung mit mehreren Druckkissen 4 kann die umhüllende Außenkontur aller Druckkissen 4 prinzipiell auch zylinderförmig ausgebildet sein.
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BEZUGSZEICHENLISTE:
1 Schließeinheit
2 feste Aufspannplatte
3 bewegliche Aufspannplatte 4 Druckkissen
5 _Verriegelungsvorrichtung 6 erster Verriegelungsteil
7 zweiter Verriegelungsteil 8 Zapfen
9 _ Zapfenaufnahme
11 Hydraulikzylinder
12 Medienführung
13 Lager
14 Auswerferträgerplatte
15 Kraftübertragungselement 16 Dichtelement
71713
Claims (11)
1. Holmlose Schließeinheit (1) für eine Formgebungsmaschine, umfassend - eine feste Aufspannplatte (2), und - eine relativ zur festen Aufspannplatte (2) bewegbare bewegliche Aufspannplatte (3), und
- wenigstens ein Druckkissen (4) zur Beaufschlagung der Schließeinheit (1) mit einer Schließkraft, und
- eine Verriegelungsvorrichtung (5) umfassend einen ersten Verriegelungsteil (6) und einen zweiten Verriegelungsteil (7), wobei der erste Verriegelungsteil (6) und der zweite Verriegelungsteil (7) zum Verriegeln des wenigstens einen Druckkissens (4) zusammenwirken, wobei der zweite Verriegelungsteil (7) bewegbar am wenigstens einen Druckkissen (4) angeordnet ist,
wobei der zweite Verriegelungsteil (7) und/oder das wenigstens eine Druckkissen (4) mittels wenigstens einem Lager (13) linear verschieblich am ersten Verriegelungsteil (6) gelagert ist oder sind, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Verriegelungsteil (6) und das wenigstens eine Druckkissen (4) zylinderförmig ausgebildet sind und das wenigstens eine Druckkissen (4) innerhalb des ersten Verriegelungsteils (6) beweglich angeordnet und/oder gelagert ist.
2. Schließeinheit (1) nach Anspruch 1, wobei der zweite Verriegelungsteil (7) so am wenigstens einen Druckkissen (4) angeordnet ist, dass bei einer Schließkraftbeaufschlagung durch das wenigstens eine Druckkissen (4) eine direkte und/oder im Wesentlichen symmetrische Abstützung des wenigstens einen Druckkissens (4) an der Verriegelungsvorrichtung (5) erfolgt.
3. Schließeinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der zweite Verriegelungsteil (7) mit dem wenigstens einen Druckkissen (4), insbesondere linear und relativ zum ersten Verriegelungsteil (6), bewegbar ist.
4. Schließeinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verriegelungsvorrichtung (5) dazu ausgebildet ist, den ersten Verriegelungsteil (6) und den zweiten Verriegelungsteil (7) zumindest bereichsweise formschlüssig miteinander zu verbinden und/oder zu verriegeln.
5. Schließeinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste Verriegelungsteil (6) und/oder der zweite Verriegelungsteil (7) wenigstens einen Zapfen (8) und/oder wenigstens eine Zapfenaufnahme (9) aufweist oder aufweisen.
6. Schließeinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste Verriegelungsteil (6) und/oder der zweite Verriegelungsteil (7) wenigstens eine Verzahnung aufweist oder aufweisen.
7. Schließeinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verriegelungsvorrichtung (5) wenigstens einen Spindelantrieb und/oder Hydraulikzylinder (11), vorzugsweise drei Spindelantriebe und/oder Hydraulikzylinder (11), aufweist, welcher oder welche dazu ausgebildet ist oder sind, den ersten Verriegelungsteil (6) und den zweiten Verriegelungsteil (7) miteinander zu verriegeln.
8. Schließeinheit (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der wenigstens eine Hydraulikzylinder (11) zur Verriegelung der Verriegelungsvorrichtung (5) über eine das wenigstens eine Druckkissen (4) versorgende Medienführung (12) versorgt wird oder versorgbar ist.
9. Schließeinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwischen der beweglichen Aufspannplatte (3) und dem wenigstens einen Druckkissen (4) eine bewegbare Auswerferträgerplatte (14) angeordnet ist.
10. Schließeinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwischen der beweglichen Aufspannplatte (3) und/oder der Auswerferträgerplatte (14) und/oder dem wenigstens einen Druckkissen (4) wenigstens ein Kraftübertragungselement (15) angeordnet ist.
Ss CS SS ES
11. Formgebungsmaschine, insbesondere umfassend einen im Wesentlichen C-förmigen Maschinenrahmen, mit einer Schließeinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50081/2023A AT526891B1 (de) | 2023-02-09 | 2023-02-09 | Holmlose Schließeinheit |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50081/2023A AT526891B1 (de) | 2023-02-09 | 2023-02-09 | Holmlose Schließeinheit |
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| Publication Number | Publication Date |
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| AT526891A1 AT526891A1 (de) | 2024-08-15 |
| AT526891B1 true AT526891B1 (de) | 2025-07-15 |
Family
ID=91962264
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATA50081/2023A AT526891B1 (de) | 2023-02-09 | 2023-02-09 | Holmlose Schließeinheit |
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Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1995004643A1 (de) * | 1993-08-11 | 1995-02-16 | Engel Maschinenbau Gesellschaft M.B.H. | Spritzgiessmaschine |
| EP0689924A1 (de) * | 1994-06-29 | 1996-01-03 | Battenfeld Kunststoffmaschinen Ges.m.b.H. | Holmlose Schliesseinheit für eine Machine für die Verarbeitung von spritzgiessfähigem Material |
| DE102019125604A1 (de) * | 2018-10-09 | 2020-04-09 | Engel Austria Gmbh | Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19535081C2 (de) | 1995-09-21 | 1999-12-16 | Ferromatik Milacron Maschinenb | Zwei-Platten-Spritzgießmaschine |
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-
2024
- 2024-01-29 DE DE102024102399.6A patent/DE102024102399A1/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1995004643A1 (de) * | 1993-08-11 | 1995-02-16 | Engel Maschinenbau Gesellschaft M.B.H. | Spritzgiessmaschine |
| EP0689924A1 (de) * | 1994-06-29 | 1996-01-03 | Battenfeld Kunststoffmaschinen Ges.m.b.H. | Holmlose Schliesseinheit für eine Machine für die Verarbeitung von spritzgiessfähigem Material |
| DE102019125604A1 (de) * | 2018-10-09 | 2020-04-09 | Engel Austria Gmbh | Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE102024102399A1 (de) | 2024-08-14 |
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