AT527023A2 - Schlüssel für ein Zylinderschloss und Zylinderschloss - Google Patents
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Abstract
Schlüssel (1) für ein Zylinderschloss (12), umfassend zumindest eine, entlang der Längserstreckung des Schlüssels (1) verlaufende Seitenfläche (2), wobei auf der Seitenfläche (2) zumindest ein Codierelement vorgesehen ist, und wobei das Codierelement beweglich ist und dazu ausgebildet ist, von einer Ruheposition in eine Funktionsposition bewegt zu werden, wobei das Codierelement in beiden Positionen über die Seitenfläche (2) des Schlüssels (1) hinausragt, und wobei das Codierelement dazu ausgebildet ist, bei der Bewegung von der Ruheposition in die Funktionsposition temporär eine Übergangsposition einzunehmen, bei der es nicht über die Seitenfläche (2) des Schlüssels (1) hinausragt.
Description
Schlüssel für ein Zylinderschloss und Zylinderschloss
Die Erfindung betrifft einen Schlüssel für ein Zylinderschloss sowie ein Zylinderschloss
für einen derartigen Schlüssel.
Ein gattungsgemäßer Schlüssel umfasst zumindest eine, entlang der Längserstreckung des Schlüssels verlaufende Seitenfläche, wobei auf der Seitenfläche ein Codierelement vorgesehen ist. Derartige Schlüssel sind aus dem Stand der Technik grundsätzlich
bekannt.
Zylinderschlösser zur Aufnahme derartiger Schlüssel verfügen über einen, in einem Zylindergehäuse drehbar gelagerten Zylinderkern mit einem Schlüsselkanal und entlang der Längserstreckung des Schlüsselkanals vorgesehenen Abtastpositionen, wobei an jeder Abtastposition zumindest ein Steuerelement zur Abfrage der entsprechenden Steuerstelle einer Codierung an einer Seitenfläche des Schlüssels vorgesehen ist. Bei korrekter Stellung aller Steuerelemente wird eine Teilungsebene zwischen dem Zylinderkern und dem Zylindergehäuse freigegeben und das Zylinderschloss kann
betätigt werden. Ein Problem derartiger Schlüssel besteht jedoch darin, dass mit modernen
formgebenden Verfahren, insbesondere 3D-Druck, auf einfache Weise Schlüsselkopien
erstellt werden können.
Zudem besteht ein Problem der Zylinderschlösser darin, dass sie durch die Anwendung spezialisierter Werkzeuge und Technologien, insbesondere unter Anwendung von
sogenannten Schlagschlüsseln, von Unberechtigten betätigt werden können.
Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, dieses Problem zu beheben und einen Schlüssel sowie ein Zylinderschloss bereitzustellen, welches die oben genannten
Probleme löst und verbesserte Vorrichtungen schafft.
Diese und andere Aufgaben werden erfindungsgemäß durch die Merkmale der
kennzeichnenden Teile der unabhängigen Patentansprüche gelöst.
Bei einem erfindungsgemäßen Schlüssel ist das Codierelement beweglich und dazu ausgebildet, von einer Ruheposition in eine Funktionsposition bewegt zu werden. Die Ruheposition bezeichnet eine Position, welche das Codierelement einnimmt, wenn der Schlüssel nicht in den Schlüsselkanal eingeführt ist. Die Funktionsposition bezeichnet eine Position, welche das Codierelement einnimmt, wenn der Schlüssel in den
Schlüsselkanal eingeführt ist.
Ruheposition und Funktionsposition können im Wesentlichen identisch sein. Ruheposition und Funktionsposition können aber auch unterschiedlich sein. Beim Einführen des Schlüssels in den Zylinderkanal eines zugeordneten Zylinderschlosses muss das Codierelement aber jedenfalls von der Ruheposition in die Funktionsposition
bewegt werden, damit der Schlüssel in den Schlüsselkanal eingeführt werden kann.
Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Codierelement in beiden Positionen über die Seitenfläche des Schlüssels hinausragt, und bei der Bewegung von der Ruheposition in die Funktionsposition temporär eine Übergangsposition einnimmt,
bei der es nicht über die Seitenfläche des Schlüssels hinausragt.
Dadurch wird erreicht, dass bei einer unberechtigten Kopie des Schlüssels mit unbeweglichem, also fest im Funktionszustand ausgebildeten Codierelement der Schlüssel nicht in den Schlüsselkanal des Zylinderschlosses eingeführt werden kann,
da das Codierelement am Rand des Schlüsselkanals hängen bleibt.
Eine Kopie des Schlüssels mit beweglichem Codierelement anzufertigen ist jedoch technologisch aufwändig, sodass die Anfertigung einer Kopie eines erfindungsgemäßen
Schlüssels deutlich erschwert wird.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass das Codierelement entlang einer Richtung beweglich ist, die im Wesentlichen normal auf die Längserstreckung des Schlüssels verläuft, wobei das Codierelement vorzugsweise ausschließlich entlang
dieser Richtung beweglich ist.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass das Codierelement als im Wesentlichen zylindrischer Stift ausgebildet ist, der in einer normal zur Seitenfläche verlaufenden
Ausnehmung, insbesondere Bohrung des Schlüssels unter Vorspannung verschiebbar gelagert ist. Dabei kann vorgesehen sein, dass das Codierelement in der Ausnehmung derart lagegeführt ist, dass eine Rotation des Codierelements um seine Längsachse im
Wesentlichen vermieden wird.
Die Ausnehmung kann mittig in der Seitenfläche angeordnet sein, also zentral in einer Mittellinie des Schlüssels. Die Ausnehmung kann aber auch beabstandet zu dieser
Mittellinie in der Seitenfläche angeordnet sein.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass das Codierelement durch ein in der Ausnehmung angeordnetes Federelement, insbesondere durch eine Spiralfeder und/oder durch ein Magnetelement, in die Ruheposition gedrückt wird. Dadurch wird erreicht, dass das Codierelement stets die Ruheposition einnimmt, wenn es nicht durch
die mechanische Bewegung des Einführens in den Schlüsselkanal verschoben wird.
Erfindungsgemäß kann ein Blockierelement vorgesehen sein, welches die Bewegung des Codierelements in der Ausnehmung begrenzt. Insbesondere kann eine in der Ausnehmung angeordnete Verschlusskugel oder ein zylinderförmiger Verschlussstopfen vorgesehen sein. Dadurch wird verhindert, dass das Codierelement durch das Federelement zu weit aus dem Schlüssel gedrückt wird. Vorzugsweise wirkt das Blockierelement mit einer seitlich in Längsrichtung verlaufenden Anschlagsnut des
Codierelements zusammen.
Durch das Zusammenwirken mit der seitlichen Anschlagsnut kann das Blockierelement auch zur Lageführung des Codierelements dienen und eine Rotation des Codierelements in der Ausnehmung verhindern. Das Blockierelement ist in der Ausnehmung vorzugsweise fest angeordnet. Statt einer Verschlusskugel oder eines zylindrischen Verschlussstopfens kann auch ein anderer mechanischer Anschlag
verwendet werden.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass das Codierelement als im Wesentlichen zylindrischer Stift ausgebildet ist, der zumindest eine, bezüglich der Längsachse des Stifts nicht rotationsförmige, vorzugsweise stegförmige Erhebung mit einer oder
mehreren Seitenwänden aufweist.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Erhebung entlang einer Mittellinie des Codierelements verläuft. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Erhebung beabstandet zu einer Mittellinie des Codierelements verläuft. Insbesondere kann die Erhebung in einem Winkel von 15° bis 75°, vorzugsweise 30° bis 60°, besonders
bevorzugt 45° zu einer Mittellinie des Codierelements verlaufen.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Erhebung eine oder mehrere Abtastflächen zur formschlüssigen Abtastung durch ein im Zylinderschloss vorgesehenes Steuerelement aufweist. Die Abtastflächen können durch
kreisabschnittförmige Bögen gebildet sein.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass der Schlüssel ein Flachschlüssel mit zwei Schmalseiten und zwei Flachseiten ist, wobei die Schmalseiten schmäler als die Flachseiten sind, und wobei die Seitenfläche an einer Flachseite des Flachschlüssels
angeordnet ist.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass der Schlüssel ein Flachschlüssel mit zwei Schmalseiten und zwei Flachseiten ist, wobei die Schmalseiten schmäler als die Flachseiten sind, und wobei die Seitenfläche mit dem Codierelement an einer
Schmalseite des Flachschlüssels angeordnet ist.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass der Schlüssel zwei Seitenflächen aufweist, die sich vorzugsweise gegenüberliegen, wobei Codierelemente zumindest an
einer, vorzugsweise an beiden Seitenflächen vorgesehen sind.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Codierelemente um 180° versetzt angeordnet und derart ausgebildet sind, dass der Schlüssel als Wendeschlüssel
einsetzbar ist.
Die Erfindung betrifft ferner ein Zylinderschloss für einen derartigen Schlüssel. Ein erfindungsgemäßes Zylinderschloss ist mit einem, in einem Zylindergehäuse drehbar angeordneten Zylinderkern zur Aufnahme eines erfindungsgemäßen Schlüssels ausgebildet. Es umfasst einen Schlüsselkanal mit entlang der Längserstreckung des Schlüsselkanals vorgesehenen Abtastpositionen, wobei im Zylinderkern an zumindest einer Abtastposition zumindest ein bewegliches, lagegeführtes Steuerelement zur Abfrage der Stellung zumindest eines Codierelements an zumindest einer Seitenfläche
des Schlüssels vorgesehen ist.
Erfindungsgemäß ist im Zylindergehäuse zumindest ein bewegliches Sperrelement vorgesehen, welches durch das Steuerelement von einem Sperrzustand in einen Freigabezustand bewegt werden kann. Das Steuerelement ragt in beiden Zuständen nicht in den Schlüsselkanal. Dadurch wird das Picking, also das unberechtigte Öffnen
des Zylinderschlosses, verhindert oder zumindest erschwert.
Das Steuerelement kann als ein, in einer Zylinderkernbohrung beweglich angeordneter
und in den Schlüsselkanal ragender Kernstift ausgebildet sein.
Zur Abtastung des Codierelements kann das Steuerelement an seinem in den Schlüsselkanal ragenden Ende eine Abtastnut aufweisen, die dazu ausgebildet ist, eine stegförmige Erhebung des Codierelements formschlüssig abzutasten. Mit anderen Worten, die Form der Abtastnut des Steuerelements kann im Wesentlichen der Form
der Erhebung des Codierelements entsprechen.
Das Sperrelement kann als ein, in einer Gehäusebohrung beweglich angeordneter Gehäusestift ausgebildet sein. Zwischen dem Steuerelement und dem Sperrelement kann eine Trennfläche gebildet sein, welche im Freigabezustand mit der Teilungsebene des Zylinderschlosses zusammenfällt. Zur Betätigung des Zylinderschlosses verschiebt das Codierelement des Schlüssels das Steuerelement um eine vorgegebene Strecke,
sodass der Freigabezustand erreicht wird.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass das Sperrelement durch ein Federelement, insbesondere eine Spiralfeder, oder durch ein magnetisches Element in den Sperrzustand gedrückt wird. Das Steuerelement und das Sperrelement können durch ein magnetisches Element gekoppelt sein. Dadurch werden missbräuchliche
Versuche, das Schloss zu öffnen, weiter erschwert.
Die Erfindung umfasst ferner ein System mit zumindest einem erfindungsgemäßen
Schlüssel sowie einem erfindungsgemäßen Zylinderschloss.
Weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben sich aus der Beschreibung der
Ausführungsbeispiele, der Figuren sowie den nachfolgenden Patentansprüchen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von exemplarischen Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
Figs. 1a — 1c schematische Schnittdarstellungen eines erfindungsgemäßen Schlüssels, der in ein erfindungsgemäßes Zylinderschloss eingeführt wird;
Fig. 2 eine schematische dreidimensionale Darstellung eines erfindungsgemäßen Schlüssels, der in ein erfindungsgemäßes Schloss eingeführt ist;
Fig. 3a — 3b schematische Ansichten des Codierelements eines erfindungsgemäßen Schlüssels;
Fig. 4a — 4b schematische Ansichten weiterer Ausführungsformen eines
Codierelements eines erfindungsgemäßen Schlüssels.
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Figs. 1a — 1c zeigen eine Ausführungsform eines Systems mit einem, als Wendeschlüssel ausgebildeten Schlüssel 1 und einem Zylinderschloss 12 in drei
unterschiedlichen Zuständen.
Der Schlüssel 1 umfasst zwei, entlang der Längserstreckung verlaufende Seitenflächen 2, 2‘, auf der jeweils ein Codierelement 3, 3‘ in einer Ausnehmung 4, 4‘ vorgesehen ist. Das Codierelement 3, 3‘ ist als Stift ausgebildet und ist in der Ausnehmung 4, 4‘ im Wesentlichen normal zur Längserstreckung des Schlüssels 1 beweglich. Das Codierelement 3, 3‘ ist dazu ausgebildet, von einer Ruheposition in eine Funktionsposition bewegt zu werden, wobei es in beiden Positionen über die Seitenfläche 2, 2‘ des Schlüssels 1 hinausragt, und bei der Bewegung von der Ruheposition in die Funktionsposition temporär eine Übergangsposition einnimmt, bei
der es nicht über die Seitenfläche 2, 2‘ des Schlüssels 1 hinausragt.
Das Zylinderschloss 12 umfasst einen, in einem Zylindergehäuse 13 drehbar angeordneten Zylinderkern 14 zur Aufnahme des Schlüssels 1 in einem Schlüsselkanal mit entlang der Längserstreckung des Schlüsselkanals vorgesehenen Abtastpositionen. An einer Abtastposition ist ein bewegliches, lagegeführtes Steuerelement 15 zur Abfrage der Stellung des Codierelements 3 vorgesehen. In diesem Ausführungsbeispiel ist das Steuerelement 15 als ein, in einer Zylinderkernbohrung beweglich angeordneter und in den Schlüsselkanal ragender Kernstift ausgebildet. Das Steuerelement 15 weist an seinem in den Schlüsselkanal ragenden Ende eine Abtastnut 18 auf, die dazu ausgebildet ist, eine stegförmige
Erhebung 9 des Codierelements 3 formschlüssig abzutasten
Ferner ist im Zylindergehäuse 13 ein bewegliches und vorgespanntes Sperrelement 16 vorgesehen, welches durch das Steuerelement 15 von einem Sperrzustand in einen Freigabezustand bewegt werden kann. In diesem Ausführungsbeispiel ist das Sperrelement 16 als ein, in einer Gehäusebohrung beweglich angeordneter Gehäusestift ausgebildet, der durch eine (nicht dargestellte) Spiralfeder in der
Gehäusebohrung in Richtung des Zylinderkerns vorgespannt ist.
Zwischen dem Steuerelement 15 und dem Sperrelement 16 ist eine Trennfläche gebildet, welche im Freigabezustand des Schlosses mit der Teilungsebene des Zylinderschlosses 12 zusammenfällt, sodass sich der Zylinderkern 14 im
Zylindergehäuse 13 drehen lässt.
Fig. 1a zeigt den Schlüssel 1 in einer Ruheposition, in der er nicht in den Schlüsselkanal des Zylinderschlosses 12 eingeführt ist. In dieser Position ragt das Codierelement 3, 3‘ über die Seitenfläche 2, 2‘ des Schlüssels 1 hinaus. Die Spiralfeder 5, 5‘ drückt das Codierelement 3, 3‘ nach außen; die Verschlusskugel 8, 8‘ dient als Blockierelement, um die Bewegung des Codierelements 3, 3‘ zu begrenzen. Die Verschlusskugel 8, 8‘ ist in diesem Ausführungsbeispiel fix montiert und wirkt mit einer seitlich am Codierelement 3, 3‘ vorgesehenen und in Längsrichtung verlaufenden Anschlagsnut 7 zusammen. Dadurch wird auch eine Lageführung des Codierelements 3, 3‘ in der Ausnehmung 4, 4‘ erreicht. Im Schloss ragt das Sperrelement 16 über die
Teilungsebene, sodass eine Drehung des Zylinderkerns 14 nicht möglich ist.
Fig. 1b zeigt den Schlüssel 1 in einer Übergangsposition, während er in den Schlüsselkanal des Zylinderschlosses 12 eingeführt wird. Durch die Kontur des Schlüsselkanals wird das Codierelement 3, 3‘ gegen die Kraft der Spiralfeder 5, 5‘ in die Ausnehmung 4, 4‘ gedrückt. Im Schloss ragt das Sperrelement 16 weiterhin über die
Teilungsebene, sodass eine Drehung des Zylinderkerns 14 nicht möglich ist.
Fig. 1c zeigt den Schlüssel 1 in einer Funktionsposition, in der das Schloss einen Freigabezustand einnimmt und betätigt werden kann. Das Codierelement 3, 3‘ ist nach außen verschoben, bis es an der Verschlusskugel 8, 8‘ anliegt. Im Schloss liegt das Steuerelement 15 formschlüssig an dem Codierelement 3, 3° an und ist gerade so weit in Richtung zum Zylindergehäuse 13 verschoben, dass das Sperrelement 16 die
Teilungsebene frei gibt, sodass eine Drehung des Zylinderkerns 14 möglich ist. Fig. 2 zeigt eine schematische dreidimensionale Darstellung eines erfindungsgemäßen
Schlüssels, der in ein erfindungsgemäßes Schloss eingeführt ist, in der
Funktionsposition.
Dargestellt ist in dieser Figur insbesondere die Lage der fest in der Ausnehmung 4 montierten Verschlusskugel 8, welche das Codierelement 3 durch Zusammenwirken mit einer seitlichen Anschlagsnut 7 in seiner Lage führt und ein Herausfallen des Codierelements 3 verhindert. Ferner ist das Steuerelement 15 gezeigt, welches an seinem in den Schlüsselkanal ragenden Ende eine Abtastnut 18 aufweist, um eine speziell ausgebildete Erhebung 9 an dem nach außen ragenden Ende des Codierelements 3 abzutasten. Nur wenn die Form der Erhebung 9 mit der Form der Abtastnut 18 im Wesentlichen übereinstimmt, wird das Steuerelement 15 so weit
verschoben, dass das Sperrelement 16 die Teilungsebene freigibt.
Figs. 3a — 3b zeigen schematische Ansichten des Codierelements 3 eines erfindungsgemäßen Schlüssels. In Fig. 3a ist eine schematische dreidimensionale Ansicht dargestellt. Das Codierelement 3 ist als im Wesentlichen zylindrischer Stift ausgebildet und weist an einem Ende eine stegförmige Erhebung 9 auf. Die stegförmige Erhebung 9 ist nicht rotationssymmetrisch und umfasst in diesem Ausführungsbeispiel zwei Seitenwände 10 und drei Abtastflächen 11, deren Form vom Steuerelement 15 im Schloss 12 abgetastet wird. Ferner weist das Codierelement eine seitlich in Längsrichtung des Stifts verlaufenden Anschlagsnut 7 auf, die mit einer am Schlüssel 1 angeordneten Verschlusskugel 8 zusammenwirkt, um eine Lageführung des Codierelements 3 in der Ausnehmung 4 zu bewirken. Fig. 3b zeigt eine Ansicht der Spitze des Codierelements 3, wobei ersichtlich ist, dass die Erhebung 9 entlang einer
schematisch dargestellten Mittellinie des Codierelements 3 verläuft.
Fig. 4a — 4b zeigen schematische Ansichten weiterer Ausführungsformen eines Codierelements eines erfindungsgemäßen Schlüssels. In Fig. 4a verläuft die Erhebung 9 beabstandet zur Mittellinie des Codierelements 3. In Fig. 4b verläuft die Erhebung 9 in einem Winkel von etwa 45° zur Mittellinie des Codierelements 3. Verschiedene Variationen der Ausgestaltung der Erhebung 9 können mit entsprechend ausgebildeten
Abtastnuten 18 der Steuerelemente 15 zur Codierung des Schlüssels genutzt werden. Die Erfindung beschränkt sich jedoch nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele,
sondern umfasst sämtliche Schlüssel, Schlösser und Systeme im Rahmen der
nachfolgenden Patentansprüche.
Bezugszeichenliste
1 Schlüssel 2,2‘ Seitenfläche 3,3‘ Codierelement
4 Ausnehmung 5 Spiralfeder
6 Magnetelement 7 Anschlagsnut 8 Verschlusskugel
9 Erhebung
10 Seitenwand
11 Abtastfläche
12 Zylinderschloss 13 Zylindergehäuse 14 Zylinderkern
15 Steuerelement 16 Sperrelement
17 Spiralfeder
18 Abtastnut
Claims (1)
- Patentansprüche1. Schlüssel (1) für ein Zylinderschloss (12), umfassenda. zumindest eine, entlang der Längserstreckung des Schlüssels (1) verlaufende Seitenfläche (2),b. wobei auf der Seitenfläche (2) zumindest ein Codierelement (3) vorgesehen ist,dadurch gekennzeichnet, dassc. das Codierelement (3) beweglich ist und dazu ausgebildet ist, von einer Ruheposition in eine Funktionsposition bewegt zu werden, wobeid. das Codierelement (3) in beiden Positionen über die Seitenfläche (2) des Schlüssels (1) hinausragt, und wobeie. das Codierelement (3) dazu ausgebildet ist, bei der Bewegung von der Ruheposition in die Funktionsposition temporär eine Übergangsposition einzunehmen, bei der es nicht über die Seitenfläche (2) des Schlüssels (1)hinausragt.2. Schlüssel (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Codierelement (3) entlang einer Richtung beweglich ist, die im Wesentlichen normal auf die Längserstreckung des Schlüssels (1) verläuft, wobei das Codierelement (3) vorzugsweise ausschließlich entlang dieser Richtung beweglich ist.3. Schlüssel (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ruheposition und die Funktionsposition im Wesentlichen identisch sind.4. Schlüssel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Codierelement (3) als im Wesentlichen zylindrischer Stift ausgebildet ist, der in einer im Wesentlichen normal zur Seitenfläche (2) verlaufenden Ausnehmung (4) des Schlüssels (1) entlang seiner Längsachse verschiebbar gelagert ist, wobei das Codierelement (3) in der Ausnehmung (4) derart lagegeführt ist, dass eine Rotation des Codierelements (3) um seine Längsachse vermieden wird.11.12.12 — 62169/AG/EVVA Sicherheitstechnologie GmbH, Wienerbergstraße 59-65, 1120 WIEN (AT)Schlüssel (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (4) mittig in einer, in der Seitenfläche (2) verlaufenden Mittellinie des Schlüssels (1) angeordnet ist.Schlüssel (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (4) beabstandet zu einer, in der Seitenfläche (2) verlaufenden Mittellinie des Schlüssels (1) angeordnet ist.Schlüssel (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Codierelement (3) durch ein in der Ausnehmung (4) angeordnetes Federelement, insbesondere durch eine Spiralfeder (5) und/oder durch ein Magnetelement (6), in die Ruheposition vorgespannt wird.Schlüssel (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Blockierelement vorgesehen ist, welches die Bewegung des Codierelements (3) in der Ausnehmung (4) begrenzt, wobei das Blockierelement vorzugsweise als eine, mit einer seitlich in Längsrichtung verlaufenden Anschlagsnut (7) des Codierelements (3) zusammenwirkende, in der Ausnehmung (4) angeordnete Verschlusskugel (8) oder als zylindrischer Verschlussstopfen ausgebildet ist.Schlüssel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Codierelement (3) als im Wesentlichen zylindrischer Stift ausgebildet ist, der zumindest eine, bezüglich der Längsachse des Stifts nicht rotationssymmetrische, vorzugsweise stegförmige Erhebung (9) mit einer oder mehreren Seitenwänden (10) aufweist.Schlüssel (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (9) entlang einer Mittellinie des Codierelements (3) verläuft.Schlüssel (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (9) beabstandet zu einer Mittellinie des Codierelements (3) verläuft.Schlüssel (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dassdie Erhebung (9) in einem Winkel von 15° bis 75°, vorzugsweise 30° bis 60°, besonders bevorzugt 45° zu einer Mittellinie des Codierelements (3) verläuft.14.15.16.17.13 — 62169/AG/EVVA Sicherheitstechnologie GmbH, Wienerbergstraße 59-65, 1120 WIEN (AT)Schlüssel (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (9) eine oder mehrere Abtastflächen (11) zur Abtastung durch ein im Zylinderschloss (13) vorgesehenes Steuerelement (15) aufweist, wobei die Abtastflächen vorzugsweise durch kreisabschnittförmige Bögen gebildet sind.Schlüssel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel (1) ein Flachschlüssel mit zwei Schmalseiten und zwei Flachseiten ist, wobei die Schmalseiten schmäler als die Flachseiten sind, und wobei die Seitenfläche (2) an einer Flachseite des Flachschlüssels angeordnet ist.Schlüssel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel (1) ein Flachschlüssel mit zwei Schmalseiten und zwei Flachseiten ist, wobei die Schmalseiten schmäler als die Flachseiten sind, und wobei die Seitenfläche (2) an einer Schmalseite des Flachschlüssels angeordnet ist.Schlüssel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel (1) zwei Seitenflächen (2, 2‘) aufweist, die sich vorzugsweise gegenüberliegen, wobei Codierelemente (3, 3‘) zumindest an einer, vorzugsweise an beiden Seitenflächen (2, 2‘) vorgesehen sind.Schlüssel (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Codierelemente (3) am Schlüssel (1) um etwa 180° versetzt angeordnet und derart ausgebildet sind, dass der Schlüssel (1) als Wendeschlüssel einsetzbar ist.19.20.21.22.14 — 62169/AG/EVVA Sicherheitstechnologie GmbH, Wienerbergstraße 59-65, 1120 WIEN (AT)Zylinderschloss (12) mit einem, in einem Zylindergehäuse (13) drehbar angeordneten Zylinderkern (14) zur Aufnahme eines Schlüssels (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, umfassenda. einen Schlüsselkanal mit entlang der Längserstreckung des Schlüsselkanals vorgesehenen Abtastpositionen,b. wobei im Zylinderkern (14) an zumindest einer Abtastposition zumindest ein bewegliches, lagegeführtes Steuerelement (15) zur Abfrage der Stellung zumindest eines Codierelements (3) an zumindest einer Seitenfläche (2) des Schlüssels (1) vorgesehen ist,c. wobei im Zylindergehäuse (13) zumindest ein bewegliches Sperrelement (16) vorgesehen ist, welches durch das Steuerelement (15) von einem Sperrzustand in einen Freigabezustand bewegt werden kann,dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement (15) in beiden Zuständen nicht in den Schlüsselkanal ragt.Zylinderschloss (12) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement (15) als ein, in einer Zylinderkernbohrung beweglich angeordneter und in den Schlüsselkanal ragender Kernstift ausgebildet ist.Zylinderschloss (12) nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement (15) an seinem in den Schlüsselkanal ragenden Ende eine Abtastnut (18) aufweist, die dazu ausgebildet ist, eine stegförmige Erhebung (9) des Codierelements (3) abzutasten.Zylinderschloss (12) nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (16) als ein, in einer Gehäusebohrung beweglich angeordneter Gehäusestift ausgebildet ist.Zylinderschloss (12) nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Steuerelement (15) und dem Sperrelement (16) eine Trennfläche gebildet ist, welche im Freigabezustand mit einer Teilungsebene des Zylinderschlosses (12) zusammenfällt.23. Zylinderschloss (12) nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (16) durch ein Federelement, insbesondere eine Spiralfeder (17), oder durch ein magnetisches Element in den Sperrzustand gedrückt wird.24. Zylinderschloss (12) nach einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement (15) und das Sperrelement (16) durchein magnetisches Element miteinander gekoppelt sind.25. System, umfassend zumindest einen Schlüssel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17 sowie ein Zylinderschloss (12) nach einem der Ansprüche 18 bis 24.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| ATA50879/2022A AT527023A2 (de) | 2022-11-22 | 2022-11-22 | Schlüssel für ein Zylinderschloss und Zylinderschloss |
| PCT/AT2023/060404 WO2024108245A1 (de) | 2022-11-22 | 2023-11-21 | Schlüssel für ein zylinderschloss und zylinderschloss |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50879/2022A AT527023A2 (de) | 2022-11-22 | 2022-11-22 | Schlüssel für ein Zylinderschloss und Zylinderschloss |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT527023A2 true AT527023A2 (de) | 2024-08-15 |
Family
ID=88975566
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| ATA50879/2022A AT527023A2 (de) | 2022-11-22 | 2022-11-22 | Schlüssel für ein Zylinderschloss und Zylinderschloss |
Country Status (2)
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|---|---|
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| WO (1) | WO2024108245A1 (de) |
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