AT527047B1 - Beschlag - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen verdeckt in einem Falz eines Bauelements (2) anordenbaren Beschlag (8) für die Relativverstellung eines ersten Bauelementteils (3) in Bezug auf einen zweiten Bauelementteil (4), umfassend einen ersten Beschlagteil (9) und einen zweiten Beschlagteil (10), wobei der erste Beschlagteil (9) mit dem ersten Bauelementteil (3) und der zweite Beschlagteil (10) mit dem zweiten Bauelementteil (4) verbunden sind, wobei das erste Beschlagteil (9) ein Profilelement (11) aufweist, das mit zwei Tragarmen (12, 13) und einem Steuerarm (14) des Beschlages (8) drehbeweglich verbunden ist, und der Steuerarm (14) des ersten Beschlagteils (9) eine Fangnut (20) und der zweite Beschlagteil (10) eine Fangniet (21) aufweist, die im unverbundenen Zustand des Beschlags (8) in die Fangnut (20) einführbar ist und im verbundenen Zustand des Beschlags (8) in der Fangnut (20) aufgenommen ist, und wobei der erste Beschlagteil (9) mit dem zweiten Beschlagteil (10) im verbundenen Zustand mit einem selbstverriegelnden Verbindungselement (27) verbunden ist.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft einen verdeckt in einem Falz eines Bauelements anordenbaren Beschlag für die Relativverstellung eines ersten Bauelementteils in Bezug auf einen zweiten Bauelementteil, umfassend einen ersten Beschlagteil und einen zweiten Beschlagteil, wobei der erste Beschlagteil mit dem ersten Bauelementteil und der zweite Beschlagteil mit dem zweiten Bauelementteil verbunden sind, wobei der erste Beschlagteil ein Profilelement aufweist, das mit zwei Tragarmen und einem Steuerarm des Beschlages drehbeweglich verbunden ist.
[0002] Weiter betrifft die Erfindung ein Bauelement mit zumindest einem Beschlag.
[0003] Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Anordnung eines ersten Bauelementteils eines Bauelements an einem zweiten Bauelementteil des Bauelements.
[0004] Öffenbare Fenster werden üblicherweise so verbaut, dass in einer ersten Bauphase die sogenannten Blendrahmen im Gebäude verbaut werden, und dass danach die Flügel am Blendrahmen befestigt bzw. eingehängt werden. Hierfür sind diverse Einhängesysteme bekannt. Häufig werden diese durch einen einzuschiebenden Stift in ihrer Position kraftschlüssig, jedoch drehbar mit dem Gegenstück am Rahmen zusammengefügt.
[0005] Vorwiegend aus ästhetischen Gründen werden an Fenstern und Türen auch sogenannte verdeckte Beschläge verbaut. Bei diesen ist die voranstehend genannte Vorgangsweise beim Einhängen des Flügels in den Blendrahmen jedoch durch zumeist mehrere Drehpunkte oder Gleitbewegungen kaum möglich. Daher sind diese oft umständlich zu fügen. Die zu verriegelnden Elemente sind häufig nicht sichtbar, und benötigen daher sehr gute Kenntnisse über die jeweilige Lösung.
[0006] Um eine einfache und sichere Ein- und Aushängemöglichkeit für den Flügel am Fensterrahmen mit einem verdeckten Beschlag zu erreichen und dabei die dauerhaft sichere Öffnungsund Schließfunktion für den Flügel zu gewährleisten schlägt die DE 20 2007 000 693 U1 einen verdeckt im Falz angeordneten Beschlag für Dreh-Kipp-Fenster oder -Türen vor, bei denen ein Flügel zum Schwenken an der oberen und unteren Flügelkante jeweils durch mehrere Lenker gehalten und geführt ist, von denen im Bereich der unteren Flügelkante ein Beschlagteil vorgesehen ist, welches aus einem am Flügel befestigten Eckband und einem an einem Rahmen über eine Lagerschiene fest angelenkten Ecklager besteht, welche über mindestens zwei Lenker in schwenkbeweglicher Verbindung zueinander stehen, wobei die Lenker an zumindest einem der freien Enden einen bolzenartigen Haken aufweisen und mindestens ein Haken entsprechende Haltemittel zur lösbaren Fixierung mit dem Eckband aufweist. Das Eckband und das Ecklager stellen Mittel zur Lagejustierung in Längsrichtung des Falzes bereit, wobei die Beschlagteile bei Montage-Verbindung des Ecklagers mit dem Eckband die drehgestellte Lage einnehmen und die Haken der Lenker zur Längsmittelebene der Beschlagteileanordnung ausgerichtet sind. Die Haken im Ecklager und die für die Verbindung des Ecklagers zum Eckband aufweisenden Bohrungen stehen in Längsrichtung des Beschlagsteils in kongruenter Lage zueinander. Bei der Montage ist mindestens ein Haken in der Bohrung einklipsbar, sodass im Montagezustand eine dauerhaft lösbar fixierte und unverschiebbare Verbindung vorliegt.
[0007] Im Stand der Technik sind auch diverse Hilfsmittel für das Einhängen eines Flügels in einen Blendrahmen mit einem verdeckten Beschlag beschrieben worden. Beispielsweise beschreibt die DE 20 2010 003 145 U1 eine Montagehilfe für Fenster, Türen oder dergleichen mit verdeckt liegenden Beschlägen, die am Eckband angebracht ist und einen stellenweise verdickten Querschnitt eines am Ecklager befestigten und im Bereich der Ecke in das Eckband eingreifenden Zapfens hintergreift.
[0008] Die DE 20 2010 003 147 U1 beschreibt ein Montagewerkzeug für Fenster, Türen oder dergleichen mit verdeckt liegenden Beschlägen, das dazu geeignet ist, ein Ecklager an einem an dem Flügel des Fenster, der Tür oder dergleichen vorübergehend in einer Drehöffnungsstellung und gegen teilweises oder vollständiges Herausfallen zu fixieren.
[0009] Die beiden zuletzt genannten Druckschriften fassen auch die voranstehend genannten
Probleme beim Einhängen eines Fenster- oder Türflügels in einen Blendrahmen mit einem verdeckt angeordneten Beschlag sehr gut zusammen, sodass ergänzend darauf verwiesen sei.
[0010] Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zu Grunde, das Einhängen eines Fensteroder Türflügels in einen Blendrahmen mit einem verdeckt angeordneten Beschlag zu vereinfachen.
[0011] Zur Lösung der Aufgabe ist bei dem eingangs genannten Beschlag vorgesehen, dass der Steuerarm des ersten Beschlagteils eine Fangnut aufweist, dass weiter das zweite Beschlagteil eine Fangniet aufweist, die im unverbundenen Zustand des Beschlags in die Fangnut einführbar ist und im verbundenen Zustand des Beschlags in der Fangnut aufgenommen ist, und dass der erste Beschlagteil mit dem zweiten Beschlagteil im verbundenen Zustand mit einem selbstverriegelnden Verbindungselement verbunden ist.
[0012] Weiter wird die Aufgabe mit dem eingangs genannten Bauelement gelöst, das den erfindungsgemäßen Beschlag aufweist.
[0013] Zudem wird die Aufgabe der Erfindung mit dem eingangs genannten Verfahren gelöst, nach dem vorgesehen ist, dass das Bauelement einen erfindungsgemäßen Beschlag aufweist, und dass in einem ersten Schritt die Fangniet des zweiten Beschlagteils in die Fangnut des Steuerarms des ersten Beschlagteils eingeführt wird und dass danach der Steuerarm über den zweiten Beschlagteil bewegt wird, sodass in weiterer Folge das selbstverriegelnde Verbindungselement in die verriegelnde Stellung gelangt, insbesondere in Eingriff mit der Ausnehmung für das Verbindungselement im Steuerarm gelangt.
[0014] Von Vorteil ist dabei, dass der erste Bauelementteil in der ersten Phase bereits über das Zusammenspiel von Fangnut und Fangniet etwas gehalten wird, sodass der Monteur beim Einhängen und dem Auffinden der richtigen Position der beiden Bauelementteile zueinander entlastet wird. Zudem ist die Anordnung der Fangniet in der Fangnut ein relativ einfacher Vorgang, womit dieser auch mit schwereren Bauelementen einfach ausgeführt werden kann. Der Fangniet ist beim Fügen gut einsehbar, wodurch das Fügen erleichtert und besser abgesichert werden kann. In weiterer Folge muss nur noch das erste Bauelementteil gegen das erste Bauelementteil gedrückt werden, sodass das selbstverriegelnde Verbindungselement in die Verriegelungsstellung gebracht wird und damit automatisch eine stabile Verbindung der beiden Bauelementteile miteinander hergestellt wird. Insbesondere wenn dieses Verriegeln mit einem deutlich hörbaren „Klick“ verbunden ist, bekommt der Monteur automatisch ein akustisches Signal für die gelungene Ausbildung der Verbindung. Er muss den Beschlag somit für diesen Vorgang nicht mehr sehen, sondern kann das erste Bauelementteil „blind“ am ersten Bauelementteil einhängen bzw. daran befestigen. diese Fügebewegung kann ausschließlich in einer Ebene erfolgen, sodass diese Art der Einhängens sowohl oben als auch unten am Bauelement gleichermaßen angewandt und sogar gleichzeitig oben und unten am Bauelement ausgeführt werden kann.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das selbstverriegelnde Verbindungselement am zweiten Beschlagteil angeordnet ist und in eine Ausnehmung im Steuerarm im verbundenen Zustand des Beschlags eingreift, womit die sichere und stabile Verbindung der beiden Bauelementteile miteinander und weiterer Folge der Gebrauch des Bauelements verbessert werden können. Insbesondere verursachen geringfügige Verschleißerscheinungen am Beschlag, die beispielsweise in Zuge der Gebrauchsdauer durch vernachlässigte Wartungsarbeiten auftreten können, keine bzw. nur geringe Auswirkungen auf die Gebrauchseigenschaften des Beschlags bzw. des damit ausgestatteten Bauelements.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das selbstarretierende Verbindungselement mit einer Unterseite an einem Federelement anliegt, wodurch die Sicherheit der Aufrechterhaltung des verriegelten Zustandes des Beschlags verbessert werden kann, da das Federelement gegen das Lösen der Verriegeln wirkt. Darüber hinaus kann damit der für den Beschlag benötigte Bauraum reduziert werden, indem das Verbindungselement mit dem Steuerarm einfach überfahren werden kann, wobei das Verbindungselement mit dem Steuerarm weggedrückt werden kann und danach aufgrund der dabei erfolgenden Feder-
vorspannung das Verbindungselement automatisch in die Verriegelungsstellung gelangen kann. Es kann mit dem Federelement also Bauraumhöhe eingespart werden.
[0017] Nach einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das selbstverriegelnde Verbindungselement an der Unterseite zumindest eine Nut für den Eingriff des Federelements und zumindest einen gegenüber der Nut erhabenen Bereich aufweist. Mithilfe der Nut kann das Federelement in verriegelten Stellung des Beschlags in das Verbindungselement einrasten, womit die Sicherheit der Aufrechterhaltung dieser Stellung verbessert werden kann. Uber den zumindest einen erhabenen Bereich kann diese Arretierung des Federelementes bewusst für die Demontage des ersten Bauelements gelöst werden, indem das Federelement aus der Nut gedrückt wird.
[0018] Von Vorteil ist gemäß einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung, wenn das selbstverriegelnde Verbindungselement drehbar an dem zweiten Beschlagteil angeordnet ist. Es ist damit einfacher möglich, das Verbindungselement aus der Geschlossenstellung in die Offenstellung (und umgekehrt) zu verstellen. Insbesondere in Kombination mit der voranstehend beschriebenen Ausführungsvariante mit der Nut an der Unterseite des Verbindungselements kann damit über den erhabenen Bereich der Eingriff des Federelements in das Verbindungselement durch dessen Verdrehung relativ einfach gelöst werden.
[0019] Von Vorteil ist für die Verstellung des Verbindungselements aus der Geschlossenstellung in die Offenstellung (und umgekehrt), wenn nach einer Ausführungsvariante der Erfindung das selbstverriegelnde Verbindungselement eine Aufnahme für den Eingriff eines Werkzeugs aufweist.
[0020] Zur Erhöhung der Sicherheit des Beschlages gegen unbeabsichtigtes Öffnen während des Gebrauch des Bauelements kann entsprechend einer Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen sein, dass der Steuerarm zumindest einen Durchbruch für die Aufnahme eines Sicherungselements aufweist. Nachdem das erste Bauelementteil durch die automatische Verriegelung bereits am ersten Bauelementteil fixiert ist, kann das zumindest eine Sicherungselement einfach nach erfolgtem Verbinden angeordnet werden.
[0021] Zur Reduktion der Belastung des Beschlags aufgrund auftretender Hebelkräfte in Folge eines Anstoßens des ersten Bauelementteils am zweiten Bauelementteil in der Offenstellung des Bauelements kann nach einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen sein, dass der Steuerarm einen Anschlag für einen der Tragarme aufweist.
[0022] Eine weitere Verbesserung der Sicherheit während der Montage des ersten Bauelementteils am zweiten Bauelementteil und auch im montierten Zustand kann nach Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen sein, dass der zweite Beschlagteil ein winkelförmiges Sicherungselement aufweist, das in der Geschlossenstellung des Beschlages den Steuerarm umgreift. Diese hakenförmige Element kann als Niederhalter für den Steuerarm wirken.
[0023] Zur Verbesserung dieses Effekts und zur Erhöhung der Niederhaltekraft kann nach einer Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen sein, dass eine dem Steuerarm zuwendbare innere Oberfläche des Sicherungselements mit einer Schräge ausgebildet ist. Der Steuerarm kann an dieser Schräge abgleiten und kann damit sicherer gegen den zweiten Beschlagteil gedrückt werden.
[0024] Zur Reduktion des Verschleißes des Beschlages kann gemäß einer Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen sein, dass die beiden Tragarme jeweils in einem ersten Endabschnitt eine am Steuerarm ortsfeste Drehachse und in einem zweiten Endabschnitt jeweils am Profilelement des ersten Beschlagteils ortsfeste Drehachse aufweisen.
[0025] Nach einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Profilelement des ersten Beschlagteils während der Bewegung aus der Offenstellung des Beschlags in die Geschlossenstellung eine Kombination aus einer translatorischen und einer Drehbewegung ausführt, wobei in einem Winkelbereich von mindestens 5 ° vor dem Erreichen der Geschlossenstellung eine Drehbewegung ausgeführt wird, bei der sich der Drehpunkt um maximal 0,9 mm in Richtung auf den zweiten Beschlagteil verschiebt. Mit dieser Ausführungsvariante
kann eine Zwangsverrieglung erreicht werden, die ein sichereres (und dichteres) Andrücken des ersten Bauelementteils an das zweite Bauelementteil ermöglicht.
[0026] In der bevorzugten Ausführungsvariante des Bauelements bildet der Beschlag ein Ecklager des Bauelements, da damit die Vorteile des Beschlags für die Montage des ersten Bauelementteils am zweiten Bauelementteil besonders zu Tage treten.
[0027] Gemäß einer Ausführungsvariante des Verfahrens kann vorgesehen sein, dass die Fangniet bei einem OÖffnungswinkel des Beschlags zwischen 45 ° und 85 ° in die Fangnut eingeführt wird. Zwar kann die Fangniet auch in anderen Winkelstellungen in die Fangnut eingeführt werden, jedoch kann durch diese Winkelstellung bei zwischen den Bauelementteilen vorhandenen Dichtungen erreicht werden, dass beim Montieren noch kein Dichtungsdruck aufgebaut wird, und damit ein zusätzlichen Kraftaufwand vermieden werden kann.
[0028] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
[0029] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung: [0030] Fig. 1 ein Bauelement in Ansicht von vorne; [0031] Fig. 2 einen Beschlag in Schrägansicht von oben;
[0032] Fig. 3 den Beschlag nach Fig. 2 teilweise in Explosionsdarstellung und Schrägansicht von oben;
[0033] Fig. 4 den Beschlag nach Fig. 2 in Schrägansicht von unten;
[0034] Fig. 5 den Beschlag nach Fig. 2 teilweise in Explosionsdarstellung und Schrägansicht von unten;
[0035] Fig. 6 eine Abfolge von Stellungen während des Schließens von zwei über den Beschlag nach Fig. 2 miteinander verbundenen Bauelementteilen;
[0036] Fig. 7 einen Ausschnitt aus einer Ausführungsvariante des Beschlags.
[0037] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0038] In Fig. 1 ist ein Ausschnitt aus einer Wand 1 eines Gebäudes dargestellt. Die Wand 1 weist eine Wandöffnung auf, insbesondere einen Mauer- oder Wanddurchbruch, die mit einem Bauelement 2 verschlossen ist.
[0039] Das Bauelement 2 kann auch in einer sogenannten Elementfassade verbaut werden.
[0040] Das Bauelement 2 ist insbesondere ein Fester oder eine Tür. Es kann aber auch ein anderes Element sein, beispielsweise ein Element einer Elementfassade.
[0041] Das Bauelement 2 weist ein erstes Bauelementteil 3 und ein zweites Bauelementteil 4 auf.
[0042] Das zweite Bauelementteil 4 ist insbesondere ein Blendrahmen, der bevorzugt aus mehreren Rahmenprofilen 5 zusammengesetzt ist. Die Rahmenprofile 5 können zumindest teilweise aus Metall, Kunststoff oder Holz bestehen. Beispielsweise sind die Rahmenprofile 5 Mehrkammerprofile bzw. Hohlkammerprofile, wie sie für Fenster bzw. Türen bekannt sind.
[0043] Das erste Bauelementteil 3 ist vorzugsweise ein Flügel, bevorzugt einer Tür oder eines Fensters. Der Flügel kann einen Flügelrahmen aufweisen, der bevorzugt aus mehreren Rahmenprofilen 6 zusammengesetzt ist. Die Rahmenprofile 6 können zumindest teilweise aus Metall, Kunststoff oder Holz bestehen. Beispielsweise sind die Rahmenprofile 6 Mehrkammerprofile bzw.
Hohlkammerbprofile, wie sie für Fenster bzw. Türen bekannt sind.
[0044] Der Flügel kann neben dem Flügelrahmen auch ein Füllelement 7 aufweisen. Das Füllelement 7 kann ein Glaselement sein, beispielsweise ein Verbundglaselement oder ein Mehrscheiben-Isolierglaselement. Das Füllelement 7 kann aber auch aus einem anderen Material bestehen, insbesondere in der Ausbildung des Bauelements 2 als Tür. Beispielsweise kann das Füllelement 7 aus zumindest einem Kunststoff oder aus einem metallischen Werkstoff bestehen.
[0045] Das Füllelement 7 wird von den Rahmenprofilen 6 gehalten bzw. ist damit verbunden. Beispielsweise kann das Füllelement 7 in einer Nut der Rahmenprofile 6 aufgenommen sein. Es ist auch möglich, dass das Füllelement 7 an einer äußeren Oberfläche der Rahmenprofile 6 angeordnet ist.
[0046] Das Füllelement 7 überdeckt zumindest den von den Rahmenprofilen 6 definierten Raum zwischen den Rahmenprofilen 6.
[0047] Das zweite Bauelementteil 4 ist über ein oder mehrere Beschläge 8 mit dem ersten Bauelementteil 3 verbunden. Der zumindest eine Beschlag 8 ist ein sogenannter verdeckt eingebauter Beschlag 8, d.h., dass er z.B. teilweise in zumindest einer Ausnehmung in zumindest einem Rahmenprofil 5, 6 angeordnet ist. Da diese sogenannten verdeckten Beschläge 8 an sich bekannt sind, sei zu weiteren Einzelheiten betreffend die Platzierung von diesen Beschlägen 8 in/an Bauelementen 2 auf den einschlägigen Stand der Technik dazu verwiesen. Es sei nur so viel erwähnt, dass bei derartigen Beschlägen 8 in der Geschlossenstellung des Bauelementes 2, also z.B. bei geschlossenem Fenster oder geschlossener Tür, möglichst wenig zu sehen sein soll.
[0048] Im Folgenden wird nur ein Beschlag 8 näher beschrieben. Es können aber auch mehrere Beschläge 8 des Bauelements 2 erfindungsgemäß ausgebildet sein. In diesem Fall können die folgenden Ausführungen auch auf diese weitere Beschläge 8 übertragen werden.
[0049] Der im Folgenden beschriebene Beschlag 8 ist ein Drehbeschlag, insbesondere ein Ecklager, des Bauelements 2 und dementsprechend in den Ecken des ersten Bauelementteils 4 angeordnet, wie dies aus Fig. 1 zu ersehen ist.
[0050] Der Beschlag 8 kann aber auch anders ausgeführt sein, beispielsweise als Dreh/KippBeschlag und/oder kann an einer anderen Stelle am Bauelement 2 angeordnet sein.
[0051] Eine Ausführungsvariante des Beschlags 8 ist in den Fig. 2 bis 5 detaillierter dargestellt.
[0052] Der Beschlag 8 ermöglicht eine Relativverstellung des ersten Bauelementteils 3 in Bezug auf einen zweiten Bauelementteil 4, also beispielsweise das Öffnen und das Schließen des Fensters oder der Tür.
[0053] Der Beschlag 8 umfasst einen ersten Beschlagteil 9 und einen zweiten Beschlagteil 10, bzw. besteht daraus. Der erste Beschlagteil 9 ist mit dem ersten Bauelementteil 3 verbunden. Beispielsweise kann der erste Beschlagteil 9 dazu ein Profilelement 11 aufweisen, das für die Ausbildung des Beschlags 8 als Ecklager die Form eines Winkelelements mit einem rechten Winkel hat, und das die untere oder die obere Ecke des ersten Elementteils 3 außen im Falz übergreifend angeordnet ist, insbesondere unmittelbar am ersten Bauelementteil 3 anliegend. Das Profilelement 11 ist bei der in den Figuren gezeigten Ausführungsvariante an zwei Rahmenprofilen 6 anliegend angeordnet.
[0054] Das Profilelement 11 kann aber auch eine andere Form aufweisen, die sich insbesondere nach der Art bzw. der Form des Bauelementes 2 und/oder nach der Verwendung des Beschlages 8 richten kann.
[0055] Das Profilelement 11 ist mit dem ersten Bauelementteil 3 verbunden, insbesondere verschraubt.
[0056] Der zweite Beschlagteil 10 ist mit dem zweiten Bauelementteil 4 verbunden, insbesondere verschraubt. Der zweite Beschlagteil 10 ist vorzugsweise in einer Ausnehmung im zweiten Bauelementteil 4 angeordnet, beispielsweise in einem Falz des zweiten Bauelementteils 4, wie dies für die Ausbildung des Bauelements 2 als Fenster oder Tür an sich bekannt ist.
[0057] Das zweite Beschlagteil 10 kann beispielsweise plattenförmig oder leistenförmig ausgebildet sein. Weiter kann der zweite Beschlagteil 10 für die Verschraubung mit dem zweiten Bauelementteil 4 mit Durchbrüchen ausgebildet sein. Derartige Durchbrüche können auch im Profilelement 11 für die Verschraubung mit dem ersten Bauelementteil 3 ausgebildet sein.
[0058] Der Beschlag 8, insbesondere der erste Beschlagteil 9, weist weiter zwei Tragarme 12, 13 und einen Steuerarm 14 auf. Der Tragarm 12 ist dabei länger ausgeführt als der Tragarm 13. Es können auch mehr als zwei Tragarme 12, 13 und oder mehr als ein Steuerarm 14 vorgesehen sein, wenngleich dies nicht die bevorzugte Ausführungsvariante ist.
[0059] Die beiden Tragarme 12, 13 sind einerseits mit dem Steuerarm 14 drehbeweglich und insbesondere unlösbar z.B. über Kopfbolzen 15 und andererseits mit dem Profilelement 11 drehbeweglich und insbesondere unlösbar z.B. über Kopfbolzen 15 verbunden. Vorzugsweise sind gemäß einer Ausführungsvariante vier Drehachsen vorgesehen, wobei - wie dargestellt - die beiden Tragarme 12, 13 jeweils in einem ersten Endabschnitt 16 bzw. 17 eine am Steuerarm 14 ortsfeste Drehachse und in einem zweiten Endabschnitt 18 bzw. 19 jeweils am Profilelement 11 des ersten Beschlagteils 9 ortsfeste Drehachse aufweisen. Mit dem Begriff „ortsfest“ ist dabei gemeint, dass die jeweilige Drehachse ihre Lage auf dem Steuerarm 14 bzw. dem Profilelement 11 nicht verändert. Die Lage im Raum kann sich aber durch die Relativverstellung der Bauteile des Beschlags 8 bzw. des Bauelements 2 verändern. Insbesondere führen die Drehachsen keine translatorische Bewegung im Steuerarm 14 bzw. im Profilelement 11 aus.
[0060] Es können auch weniger als vier Drehachsen vorhanden sein, beispielsweise drei, indem z.B. die beiden Tragarme 12, 13 nicht jeweils einen eigene Drehachse mit dem Profilelement 11 haben, sondern eine gemeinsam. Die Ausbildung mit vier Drehachsen ist jedoch die bevorzugte.
[0061] Nur der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass die Tragarme 12, 13 die Last des ersten Bauelementteil 3 abtragen und der Steuerarm 14 für den Bewegungsablauf der beiden Beschlagteile 9, 10 während der Relativverstellung der beiden Beschlagteile 9, 10 zueinander in Folge der Relativverstellung der beiden Bauelementteile 3, 4 definiert. Nachdem der zweite Beschlagteil 10 am zweiten Bauelementteil 4 angeordnet ist und dieses normalerweise feststehend angeordnet ist, führt der zweite Beschlagteil 10 in der Regel keine Bewegung aus.
[0062] Es ist vorgesehen, dass der Steuerarm 14 des ersten Beschlagteils 9 eine Fangnut 20 aufweist. Die Fangnut 20 ist insbesondere als Durchbruch durch den Steuerarm 14 ausgebildet. Der Steuerarm 14 kann vorzugsweise plattenförmig bzw. leistenförmig ausgebildet sein.
[0063] Vorzugsweise weist die Fangnut 20 einen runden, insbesondere halbrunden, Nutengrund auf. Weiter kann ein Abstand zwischen den Nutwänden gleichbleibend oder in Richtung auf den Nutengrund kleiner werdend ausgebildet sein. Letztere Ausführung erlaubt ein einfacheres Einführen einer Fangniet 21, die im zweiten Beschlagteil 10 angeordnet ist.
[0064] Die Fangnut 20 beginnt vorzugsweise an einer ersten Stirnfläche des Steuerarms 14 und erstreckt sich in Richtung auf die dieser ersten Stirnfläche gegenüberliegende zweiten Stirnfläche. An der ersten Stirnfläche ist die Fangnut 20 offen ausgebildet.
[0065] Die Fangniet 21 weist einen Nietkopf 24 auf, der einen größeren Durchmesser als ein Nietschaft 25 aufweist. Der Nietkopf 24 ist beabstandet zu einer Oberfläche 26 des zweiten Beschlagteils 10 angeordnet, wobei dieser Abstand so gewählt ist, dass der Steuerarm 14 zwischen dieser Oberfläche 26 des zweiten Beschlagteils 10 und dem Nietkopf 24 angeordnet werden kann. Vorzugsweise ist der Abstand nur geringfügig größer, beispielsweise um 0,1 % bis 2 %, als die Dicke des Steuerarms 14 im Bereich der Fangnut 20.
[0066] Der Durchmesser des Nietkopfes wiederum ist so bemessen, dass er die Fangnut 20 überdeckt. Der Durchmesser ist also größer als der Abstand zwischen den Nutseitenwänden zumindest im Bereich des Nutgrundes.
[0067] Es ist weiter vorgesehen, dass der erste Beschlagteil 3 mit dem zweiten Beschlagteil 4 im verbundenen Zustand mit einem selbstverriegelnden (auch als selbstarretierend bezeichenbar) Verbindungselement 27 (im Folgenden nur mehr als Verbindungselement 27 bezeichnet) verbun-
den ist. Aufgrund der Selbstverriegelung kann das Verbindungselement auch als Verriegelungselement bezeichnet werden.
[0068] Prinzipiell kann das Verbindungselement 27 jede geeignete Form aufweisen, beispielsweise hakenförmig sein, wobei dieser Haken im verbundenen Zustand den Steuerarm 14 übergreifend angeordnet sein kann. Dazu kann sich der Haken z.B. durch einen, vorzugsweise umfänglich geschlossenen, Durchbruch 28 im Steuerarm 14 hindurch erstrecken. Bei dieser Ausführungsvariante ist das Verbindungselement 27 am zweiten Beschlagteil 10 angeordnet. Diese Anordnung ist auch die bevorzugte. Prinzipiell kann aber auch die umgekehrte Anordnung eingesetzt werden, bei der das Verbindungselement 27 auf dem Steuerarm 14 bzw. generell dem ersten Beschlagteil 9 angeordnet ist.
[0069] Die Verbindung der beiden Beschlagteile 9, 10 des Beschlags 8 über das Verbindungselement 27 kann nicht lösbar ausgeführt sein. In der bevorzugten Ausführungsvariante ist diese Verbindung jedoch lösbar (zerstörungsfrei lösbar) ausgeführt, sodass der erste Bauelementteil 3 auch wieder vom zweiten Bauelementteil 4 entfernt werden kann, wenn dies gegebenenfalls erforderlich ist, z.B. für einen Glastausch in Folge eines Glasbruchs.
[0070] In der bevorzugten und in den Figuren gezeigten Ausführungsvariante ist das selbstverriegelnde Verbindungselement am zweiten Beschlagteil 10 angeordnet und greift in eine Ausnehmung, insbesondere den Durchbruch 28, im Steuerarm 14 im verbundenen Zustand des Beschlags 8, d.h. wenn die beiden Beschlagteile 8, 10 miteinander verbunden sind, ein.
[0071] Nach einer weiteren Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass das Verbindungselement 27 mit einer Unterseite 29 an einem Federelement 30 anliegt. Um dies in den Figuren deutlicher zeigen zu können, sind das Verbindungselement 27 und das Federelement 30 in den Fig. 3 und 5 sowohl im eingebauten als auch für sich allein dargestellt. Dies bedeutet nicht notwendigerweise, dass der Beschlag 8 zwei derartige Verbindungselemente 27 und zwei Federelemente 30 aufweist.
[0072] Das Federelement 30 ist als Blattfeder dargestellt. Es kann auch eine Spiralfeder bzw. ein anderes Federelement sein.
[0073] Das Federelement 30 drückt das Verbindungselement 27 in den Durchbruch 28 des Steuerarms 14.
[0074] In der Ausführungsform als Blattfeder kann es von Vorteil sein, wenn das Federelement 30 nicht eben sondern unter Ausbildung von zwei Abschnitten geknickt ausgeführt ist. Damit kann ein Abschnitt des Federelements 28 mit dem zweiten Beschlagteil 10 verbunden werden und der zweite Abschnitt kann in einen Durchbruch 31 des zweiten Beschlagteils 10, in dem das Verbindungselement 27 angeordnet ist, hineinragend angeordnet werden.
[0075] Generell kann das Verbindungselement 27 unabhängig von dessen Form in einem Durchbruch im zweiten Beschlagteil 10 angeordnet sein.
[0076] Weiter kann generell das Federelement 30 mit dem zweiten Beschlagteil 10 verbunden sein oder lose in der Ausnehmung des zweiten Bauelementteils 4 angeordnet sein, in der der zweite Beschlagteil 10 angeordnet ist. Die mit dem zweiten Beschlagteil 10 verbundene Ausführung ist jedoch bevorzugt.
[0077] Mit dem Federelement 10 wird also das Verbindungselement 27 in den Durchbruch 28 des zweiten Beschlagteils 10 hineingedrückt. Die abgewinkelte Ausführung des Federelements 30 hat dabei den Vorteil, dass das Federelement 30 beim Einhängen des ersten Beschlagteils 9 in den zweiten Beschlagteil 10 und das dabei verursachte Wegdrücken des Verbindungselements 27 (nach unten) ausweichen kann, ohne dass der Überstand über das zweite Beschlagteil 10 vergrößert wird. Letzteres ist jedoch möglich, wenn im zweiten Bauelementteil 4 hierfür ein Raum geschaffen wird, indem beispielsweis die Ausnehmung für das zweite Beschlagteil 10 im Bereich des Federelements 30 tiefer ausgeführt wird. Die winkelige Ausführung des Federelements 30 ist jedoch die bevorzugte, wenn dieses als Blattfeder ausgeführt wird, da damit ein geringerer Fertigungsaufwand des Bauelements 2 einhergeht.
[0078] Die Ausführung des Federelements 30 als Blattfeder hat einen weiteren Vorteil. Gemäß eine Ausführungsvariante kann nämlich vorgesehen sein, dass das Verbindungselement 27 an der Unterseite 29 zumindest eine Nut 32 für den Eingriff des Federelements 30 und zumindest einen gegenüber der Nut 32 erhabenen Bereich aufweist. In der dargestellten Ausführungsvariante weist das Verbindungselement 27 an der Unterseite 29 zwei Nuten 32 auf, die durch einen den erhabenen Bereich bildenden Steg 33 voneinander getrennt sind. Die Nuten 32 sind entsprechend breit ausgeführt, sodass das Federelement 30 mit dem losen Endabschnitt darin aufgenommen werden kann. Damit liegt das Federelement 30 in dieser Nut 32 fest, womit eine höhere Sicherheit gegen das unbeabsichtigte Lösen des Eingriffs des Verbindungselements 27 in den Durchbruch 28 des Steuerarms 14 erreicht werden kann.
[0079] Über den erhabenen Bereich, also beispielsweise den Steg 33 kann erreicht werden, dass das Federelement 30 aus dem Eingriff in die Nut 32 gedrückt wird, wenn das Verbindungselement 27 bewegt wird. Diese Bewegung kann eine translatorische sein. In der bevorzugten Ausführungsvariante ist diese Bewegung jedoch eine Drehbewegung, sodass das Verbindungselement 27 in dieser Ausführungsvariante drehbar an dem zweiten Beschlagteil 10 angeordnet ist. Dazu kann das Verbindungselement 27 zumindest annähernd zylinderförmig ausgebildet sein.
[0080] Die zweite Nut 32 hat den Vorteil, dass das Verbindungselement 27 wahlweise in die gleiche Richtung weitergedreht oder wieder zurückgedreht werden kann, um den Eingriff des Federelements 30 in die/eine der Nuten 32 wieder herzustellen.
[0081] Die Nuten 32, insbesondere deren Anordnung, beispielsweise um 180 ° versetzt zueinander, können auch so angeordnet bzw. ausgebildet sein, dass damit eine lagerrichtige Position hergestellt werden kann. Bei entsprechender Ausbildung, insbesondere wenn diese 180° gegenüber angeordnet werden, kann das Verbindungselement 27 auf in der Offenstellung lagefixiert werden, wenn eine Nut 32 für die Geschlossenstellung und eine Nut 32 für die Offenstellung eingesetzt wird. Die beiden Nuten 32 können - wie beschrieben - auch beide für die Geschlossenstellung verwendet werden. In diesem Fall liegt das Federelement 30 in der Offenstellung auf dem erhabenen Bereich, insbesondere dem Steg 33, auf.
[0082] Um das Verlieren des Verbindungselements 27 durch Herausfallen aus dem Durchbruch 31 zu vermeiden, kann dieses einen Anschlag, beispielsweise in Form einer Querschnittsverjüngung in Richtung auf den Steuerarm 14, aufweisen, der mit einem Anschlag im Durchbruch 31, z.B. einem Ringsteg, zusammenwirkt. Die Anordnung dieser Herausfallsicherung ist natürlich so zu bemessen, dass der Effekt der Verbindungsherstellung mit dem Verbindungselement 27, also insbesondere der verriegelnde Eingriff des Verbindungselements in den Durchbruch 31 des Steuerarms 14 ermöglicht wird. In der dargestellten Ausführungsvariante kann dies beispielsweise durch einen Verriegelungsabschnitt des Verbindungselements 27 ausgeführt sein, der an die Form des Durchbruchs 31 angepasst ist. Beispielsweise können der Durchbruch 31 rechteckförmig ausgebildet sein und der Verriegelungsabschnitt kann ebenfalls eine viereckigen Grundriss aufweisen. Durch die Anpassung des Verriegelungsabschnittes des Verbindungselements 27 an die Form des Durchbruches 31 im Steuerarm 14 kann eine bessere Anlage des Verbindungselements 27 an die Seitenwände des Durchbruchs 31 erreicht werden, womit die Verbindung stabiler ausgebildet werden kann.
[0083] Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der Verriegelungsabschnitt des Verbindungselements 27 im Sinne der Erfindung generell zumindest jener Abschnitt des Verbindungselements 27 ist, der in den Durchbruch 31 des Steuerarms 14 hineinragt oder der in einer anderen Ausführungsvariante den Steuerarm 14 umgreift.
[0084] Für die Verstellung des Verbindungselements 27 aus der Geschlossenstellung (in der dargestellten Ausführungsvariante mit dem Eingriff des Federelements 30 in die Nut 32) in die Offenstellung (bei der in der dargestellten Ausführungsvariante das Federelement an dem Steg 32 anliegt) kann entsprechend einer Ausführungsvariante vorgesehen sein, dass das Verbindungselement 27 eine Aufnahme 34 für den Eingriff eines Werkzeug aufweist. Diese Aufnahme 34 kann wie gezeigt schlitzförmig für einen Schlitzschraubendreher oder kreuzförmig für einen Kreuzschraubendreher ausgebildet sein. Andere Formen, wie z.B. eine inbusförmige Aufnahme 34 zur
Aufnahme eines Sechskantschlüssels, etc., sind ebenfalls anwendbar.
[0085] Entsprechend einer weiteren Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass der Steuerarm 14 zumindest einen weiteren Durchbruch 35 für die Aufnahme eines Sicherungselements aufweist. Der zumindest eine Durchbruch 35 (in der dargestellten Ausführungsvariante sind zwei Durchbrüche 35 vorhanden) kann zur Aufnahme einer Schraube verwendet werden, die im zuUsammengebauten Zustand des Beschlags 8 vorzugsweise auch den zweiten Beschlagteil 10 durchdringt und in den zweiten Bauelementteil 4 eindringt. Der Durchbruch 35 kann kreisförmig oder vorzugsweise als Langloch ausgeführt sein. Weiter ist der Durchbruch 35 vorzugsweise abgeschrägt ausgeführt, um einen Schraubenkopf versengt anordnen zu können. Der zumindest eine zum weiteren Durchbruch 35 im Steuerarm 14 korrespondierende Durchbruch im zweiten Beschlagteil 10 ist vorzugsweise kreisrund ausgebildet, um damit eine besser Festlegung der Schraube bzw. generell des Sicherungselements zu erreichen.
[0086] Der Steuerarm 14 bzw. der Beschlag 8 kann ein weiteres Sicherungselement aufweisen. Dazu kann der Steuerarm 14 eine weitere Fangnut 36 aufweisen, die der Fangnut 20 ähnlich ist, sich aber vorzugsweise in einem Winkel von zumindest annähernd 90 ° zu dieser Fangnut 20 erstreckt, die also beginnend an einer weiteren Stirnfläche 37 des Steuerarms 14 sich in Richtung auf die dieser weiteren Stirnfläche 37 gegenüberliegende Stirnfläche 38 des Steuerarms 14 erstreckt. Mit dieser weiteren Fangnut 36, in die eine weitere Fangniet 39 des zweiten Beschlagteils 10 eingreift, kann das Herausrutschen der Fangniet 20 aus der Fangnut 21 im zusammengebauten Zustands des Beschlags 8 verhindert werden. Die weitere Fangnut 36 und die weitere Fangniet 39 können wie die Fangniet 20 und die Fangnut 21 ausgeführt sein, sodass diesbezüglich auf die voranstehenden Ausführungen dazu verwiesen sel.
[0087] Um den Öffnungswinkel des Beschlages 8 zu begrenzen, kann nach einer Ausführungsvariante vorgesehen sein, dass der Steuerarm 14 einen Anschlag 40 für einen der Tragarme 12, 13 aufweist. In der dargestellten Ausführungsvariante ist dies der kürze Tragarm 13, der zudem eine Ausbauchung aufweisen kann, die an dem Anschlag 40 zur Anlage gebracht werden kann, wie dies insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist.
[0088] Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit des Beschlags 8 gegen unbeabsichtigtes Lösen kann nach einer Ausführungsvariante vorgesehen sein, dass der zweite Beschlagteil 10 ein winkelförmiges Sicherungselement 41 aufweist, das in der verbundenen Stellung des Beschlages 8 den Steuerarm 14 umgreift, wie dies insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist. Dabei kann nach einer weiteren Ausführungsvariante vorgesehen sein, dass eine dem Steuerarm 14 zuwendbare innere Oberfläche des Sicherungselements 41 mit einer Schräge 42 ausgebildet ist, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist.
[0089] Wie voranstehend ausgeführt, ist der dargestellte Beschlag 8 ein Drehbeschlag. Für diesen Zweck kann das Profilelement 11 des ersten Beschlagteils 9 eine hülsenförmige Aufnahme 43 für die Aufnahme einer Drehachse 44 aufweisen. Die Drehachse 44 kann an einem Zwischenstück 45 angeordnet und damit verbunden sein, das zwischen dem Profilelement 11 und dem Steuerarm 14 angeordnet ist. In der bevorzugten Ausführungsvariante sind die Tragarme 12, 13 und der Steuerarm 14 mit diesem Zwischenstück 45 drehbeweglich verbunden. Diesbezüglich sei dazu auf die voranstehenden Ausführungen verwiesen. Das Profilelement 11 kann also auch über dieses Zwischenstück 45 mit den Tragarmen 12, 13 und dem Steuerarm 14 verbunden sein, sodass das Profilelement 11 gegebenenfalls keinen Teil des Beschlags 8 an sich bilden muss, sondern das Zwischenstück 45 das Profilelement 11 bildet, das wie ebenfalls bereits voranstehend ausgeführt nicht zwingend ein Winkelprofil sein muss.
[0090] Im Falle der Ausbildung des Beschlags 8 als Dreh/Kipp-Beschlag kann die Drehachse 44 im Endbereich oder insgesamt halbkugelförmig ausgebildet sein.
[0091] In Fig. 6 ist eine Sequenz von Stellungen der Beschlagteile 9, 10 bzw. der Bauelementteile 3, 4 zueinander während des Schließens dargestellt. Die Offenstellung ist dabei ganz links und die Geschlossenstellung ganz rechts dargestellt. Wie aus der Abfolge ersichtlich ist, führt das das Profilelement 11 des ersten Beschlagteils 9 während der Bewegung aus der Offenstellung des
Beschlags 8 in die Geschlossenstellung eine Kombination aus einer translatorischen Bewegung und einer Drehbewegung aus. Gemäß einer Ausführungsvariante kann dabei zur Ausbildung einer Zwangsverriegelung vorgesehen sein, dass in einem Winkelbereich von mindestens 5 °, vorzugsweise maximal 20 °, beispielsweise zwischen 5 ° und 15 °, vor dem Erreichen der Geschlossenstellung eine Bewegung ausführt bei der sich der Drehpunkt um maximal 0,9 mm in Richtung auf den zweiten Beschlagteil 10 verschiebt. Dabei kann die translatorische Verschiebung des Drehpunktes (in Anpressdruckrichtung beim Schließen des Flügels einer Tür oder eines Fensters) auch mit abnehmender Verschiebung ausgeführt sein. Beispielsweise kann mit den letzten 5 ° der Verriegelung die Verschiebung des Drehpunktes nur noch ca. 0,8 mm und im Bereich zwischen den letzten 10 ° und den letzten 5 ° der Verriegelung die Verschiebung des Drehpunktes zwischen 0,8 mm und maximal 2 mm betragen.
[0092] Erreicht werden kann dies durch die entsprechende Anordnung bzw. die Lage der Drehpunkte der Tragarme 12, 13 am Profilelement 11 bzw. am Zwischenstück 45 welche die Dreh oder Seitbewegung (z.B. des Flügels eines Fensters oder einer Tür) ausführen und/oder durch eine entsprechende Form der Tragarme 12, 13, beispielsweise über die Länge der Tragarme 12, 13. Mit der Länge der Tragarme 12, 13 kann auch auf die Kräfte im System, bzw. deren Biegemomente in den Tragarmen 12, 13 und damit deren Belastung Einfluss genommen werden. Darüber hinaus kann über die Endlagenwinkelstellungen auf die Schließbewegung Einfluss genommen werden, da damit verhindert werden kann, dass sich z.B. der Flügel durch eine Hemmung der Tragarme 12, 13 zueinander sperrt, bzw. in der Endlage der Offenstellung die Kräfte bei Erreichen der Endlage in den Tragarmen 12, 13 zu hoch ansteigen.
[0093] Es ist also möglich, über die Drehpunktlage sowie die Tragarmlängen eine nahezu lagestabile Drehbewegung beim Schließen in den letzten 10° zu erreichen und die zuverlässige Offnung und Kraftverteilung zu ermöglichen.
[0094] Für die Herstellung der Verbindung zwischen den Beschlagteilen 9, 10 und damit auch für Anordnung des ersten Bauelementteils 3 des Bauelements 2 an dem zweiten Bauelementteil 4 des Bauelements 2, wird in einem ersten Schritt die Fangniet 21 des zweiten Beschlagteils 10 in die Fangnut 20 des Steuerarms 14 des ersten Beschlagteils 9 eingeführt. Beispielsweise kann ein Fensterflügel auf der Drehachse 45 angeordnet an den Blendrahmen so weit herangeführt werden, dass die Fangniet 21 in die Fangnut 20 eingreift. Danach wird der Steuerarm 14 über den zweiten Beschlagteil 10 bewegt, sodass in weiterer Folge das selbstverriegelnde Verbindungselement 27 in die verriegelnde Stellung gelangt, insbesondere in Eingriff mit der Ausnehmung für das Verbindungselement 27 im Steuerarm 14 gelangt. Beispielsweise kann dazu der Fensterflügel gegen den Blendrahmen verschwenkt werden. Dadurch gelangen in der bevorzugten Ausführungsvariante die weitere Fangniet 39 in Eingriff mit der weiteren Fangnut 36, das winkelförmige Sicherungselement 41 umgreift den Steuerarm 14 und das Verbindungselement 27 wird gegen die Federkraft des Federelements 30 weggedrückt bis der Verrieglungsabschnitt zur Deckung mit dem Durchbruch 28 im Steuerarm 14 gelangt und aufgrund der Federvorspannung in den Durchbruch 28 gedrückt wird. Letzteres ist vorzugsweise akustisch durch ein „Klick“ hörbar, sodass die Verbindung auch als Klickverbindung oder Klippsverbindung bezeichnet werden kann.
[0095] Aus voranstehend Gründen wird gemäß einer Ausführungsvariante des Verfahrens die Fangniet 21 bei einem Offnungswinkel des Beschlags 8 zwischen 45 ° und 85 ° in die Fangnut 20 eingeführt.
[0096] Nach erfolgter Herstellung der Verbindung des ersten Beschlagteils 9 mit dem zweiten Beschlagteil 10 kann eine Schraube (pro) Durchbruch 35 des Steuerarms 14 eingeschraubt werden.
[0097] Für das Lösen der Verbindung zwischen den Beschlagteilen 8, 10, also beispielsweise das Aushängen eines Fensterflügels oder Türflügels, wird/werden in einem ersten Schritt die zuletzt genannte(n) Schraube(n) entfernt. Danach wird das Verbindungselement 27 aus der Geschlossenstellung in die Offenstellung um 90 ° gedreht. Dadurch gelangt das Verbindungselement 27 aus der Verriegelungsstellung mit dem Durchbruch 35, da die Federkraft des Federele-
ments den Verriegelungsabschnitt nicht mehr in den Durchbruch 35 drückt. In dieser Stellung kann der Flügel herausgeschwenkt werden und von der Drehachse 44 abgenommen werden.
[0098] In Fig. 7 ist ein Ausschnitt aus einer Ausführungsvariante des Beschlags 8 dargestellt. Zu sehen sind Teile des Verbindungselements 27, des Federelements 30 und des zweiten Beschlagteils 10. Das Federelement 30 dieser Ausführungsvariante ist als Spiralfeder ausgeführt, an der das Verbindungselement 27 mit der Unterseite 29 anliegt. Am anderen Ende kann sich die Spiralfeder am zweiten Beschlagteil 10 oder am zweiten Bauelementteil 4 abstützen. Das Verbindungselement 27 ist wieder mit kreisrtundem Querschnitt ausgeführt, sodass es in dem Durchbruch 31 im zweiten Beschlagteil 10 verdreht werden kann. Zur Sicherung gegen das Herausrutschen in Richtung auf den Steuerarm 14 (siehe z.B. Fig. 3) ist am Außenumfang des Verbindungselements 27 ein Ringsteg 46 vorgesehen, der mit einem Ringsteg 47 in dem Durchbruch 31 zur Anlage gebracht werden kann.
[0099] Der Ringsteg 46 des Verbindungselementes 27 weist ein oder mehrere, beispielsweise zwei, in der Axialrichtung durchgehend verlaufende, nutförmige Ausnehmungen 48 auf, die am Außenumfang des Ringsteges 46 offen sind. Diese Ausnehmungen 48 dienen der Aufnahme von Vorsprüngen 49 an einer inneren Oberfläche des Durchbruches 31.
[00100] Weiter weist der Ringsteg 46 des Verbindungselementes ein oder mehrere, beispielsweise zwei, sich in der Axialrichtung erstreckende Vorsprünge 50 auf. Diese Vorsprünge 50 sind auf der, der Unterseite 29 des Verbindungselementes 27 abgewandten Fläche des Ringsteges 46 angeordnet und erstecken sich im zusammengebauten Zustand in entsprechend geformte nutförmige Ausnehmungen 51 im Ringsteg 47 des Durchbruchs 31. Diese nutförmigen Ausnehmungen 51 können auch einen erweiterten Anfangsabschnitt aufweisen, wie dies aus Fig. 7 zu ersehen ist, um damit das Ein- und Ausgleiten des zumindest einen Vorsprunges 50 in die zumindest eine Ausnehmung 51 zu vereinfachen.
[00101] Der Vorsprung 49 bzw. die Vorsprünge 49 weisen in der Axialrichtung eine Abstand 52 zum Ringsteg 47 in dem Durchbruch 31 auf, der zumindest so groß ist, wie eine Höhe 53 der Vorsprünge 50 des Ringsteges 46 des Verbindungselements 27. Damit ist es möglich, das Verbindungselement 27 aus der Geschlossenstellung, die mit der in Fig. 7 dargestellten Stellung erreicht wird und bei der die Vorsprünge 50 in die Ausnehmungen 51 eingreifen, in die Offenstellung zu verdrehen, indem das Verbindungselement 27 nach unten gedrückt und verdreht wird. Der Ringsteg 46 des Verbindungselementes 27 gelangt dabei unter die Vorsprünge 49, die damit gleichzeitig eine Sicherung des Verbindungselementes 27 in der Offenstellung ermöglicht (im Zusammenwirken mit dem Federelement 30, das das Verbindungselement 27 gegen die Vorsprünge 49 drückt). Wird das Verbindungselement 27 weiter verdreht, gelangen die Vorsprünge 47 wieder in Eingriff mit den Ausnehmungen 48 und das Verbindungselement 27 kehrt wieder in die Verriegelungsstellung zurück, in der der Vorsprung 50 bzw. die Vorsprünge 50 wieder in der Ausnehmung 51 bzw. den Ausnehmungen 51 aufgenommen sind.
[00102] Die Ausführungsbeispiele zeigen bzw. beschreiben mögliche Ausführungsvarianten des Beschlags 8 bzw. des Bauelements 2, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass auch Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind.
[00103] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus des Beschlags 8 bzw. des Bauelements 2 diese nicht notwendigerweise maßstäblich dargestellt sind.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Wand 31 Durchbruch 2 Bauelement 32 Nut
3 Bauelementteil 33 Steg
4 Bauelementteil 34 Aufnahme
5 Rahmenprofil 35 Durchbruch 6 Rahmenprofil 36 Fangnut
7 Füllelement 37 Stirnfläche
8 Beschlag 38 Stirnfläche
9 Beschlagteil 39 Fangniet
10 Beschlagteil 40 Anschlag
11 Profilelement 41 Sicherungselement 12 Tragarm 42 Schräge
13 Tragarm 43 Aufnahme 14 Steuerarm 44 Drehachse 15 Kopfbolzen 45 Zwischenstück 16 Endabschnitt 46 Ringsteg
17 Endabschnitt 47 Ringsteg
18 Endabschnitt 48 Ausnehmung 19 Endabschnitt 49 Vorsprung
20 Fangnut 50 Vorsprung
21 Fangniet 51 Ausnehmung 22 Stirnfläche 52 Abstand
23 Stirnfläche 53 Höhe
24 Nietkopf
25 Nietschaft
26 Oberfläche
27 Verbindungselement 28 Durchbruch
29 Unterseite
30 Federelement
Claims (16)
1. Verdeckt in einem Falz eines Bauelements (2) anordenbarer Beschlag (8) für die Relativverstellung eines ersten Bauelementteils (3) in Bezug auf einen zweiten Bauelementteil (4), umfassend einen ersten Beschlagteil (9) und einen zweiten Beschlagteil (10), wobei der erste Beschlagteil (9) mit dem ersten Bauelementteil (3) und der zweite Beschlagteil (10) mit dem zweiten Bauelementteil (4) verbunden sind, wobei das erste Beschlagteil (9) ein Profilelement (11) aufweist, das mit zwei Tragarmen (12, 13) und einem Steuerarm (14) des Beschlages (8) drehbeweglich verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerarm (14) des ersten Beschlagteils (9) eine Fangnut (20) aufweist, dass weiter der zweite Beschlagteil (10) eine Fangniet (21) aufweist, die im unverbundenen Zustand des Beschlags (8) in die Fangnut (20) einführbar ist und im verbundenen Zustand des Beschlags (8) in der Fangnut (20) aufgenommen ist, und dass der erste Beschlagteil (9) mit dem zweiten Beschlagteil (10) im verbundenen Zustand mit einem selbstverriegelnden Verbindungselement (27) verbunden ist.
2, Beschlag (8) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das selbstverriegelnde Verbindungselement (27) am zweiten Beschlagteil (10) angeordnet ist und in eine Ausnehmung im Steuerarm (14) im verbundenen Zustand des Beschlags (8) eingreift.
3. Beschlag (8) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das selbstverrieglende Verbindungselement (27) mit einer Unterseite (29) an einem Federelement (30) anliegt.
4. Beschlag (8) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das selbstverriegelnde Verbindungselement (27) an der Unterseite (29) zumindest eine Nut (32) für den Eingriff des Federelements (30) und zumindest einen gegenüber der Nut (32) erhabenen Bereich aufweist.
5. Beschlag (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das selbstverriegelnde Verbindungselement (27) drehbar an dem zweiten Beschlagteil (10) angeordnet ist.
6. Beschlag (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das selbstverriegelnde Verbindungselement (27) eine Aufnahme (34) für den Eingriff eines Werkzeugs aufweist.
7. Beschlag (8) nach einem Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerarm (14) zumindest einen Durchbruch (35) für die Aufnahme eines Sicherungselements aufweist.
8. Beschlag (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerarm (14) einen Anschlag (40) für einen der Tragarme (12, 13) aufweist.
9. Beschlag (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Beschlagteil (10) ein winkelförmiges Sicherungselement (41) aufweist, das in der Geschlossenstellung des Beschlages (8) den Steuerarm (14) umgreift.
10. Beschlag (8) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Steuerarm (14) zuwendbare innere Oberfläche des Sicherungselements (41) mit einer Schräge (42) ausgebildet ist.
11. Beschlag (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Tragarme (12, 13) jeweils in einem ersten Endabschnitt (16, 17) eine am Steuerarm (14) ortsfeste Drehachse und in einem zweiten Endabschnitt (18, 19) jeweils am Profilelement (11) des ersten Beschlagteils (9) ortsfeste Drehachse aufweisen.
12. Beschlag (8) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilelement (11) des ersten Beschlagteils (9) während der Bewegung aus der Offenstellung des Beschlags (8) in die Geschlossenstellung eine Kombination aus einer translatorischen und einer Drehbewegung ausführt, wobei in einem Winkelbereich von mindestens 5 ° vor dem Erreichen der Geschlossenstellung eine Drehbewegung ausgeführt wird, bei der sich der Drehpunkt um maximal 0,9 mm in Richtung auf den zweiten Beschlagteil (10) verschiebt.
13. Bauelement (2) mit zumindest einem Beschlag (8), dadurch gekennzeichnet, dass der Beschlag (8) entsprechend einem der Ansprüche 1 bis 12 ausgebildet ist.
14. Bauelement (2) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschlag (8) ein Ecklager des Bauelements (2) bildet.
15. Verfahren zur Anordnung eines ersten Bauelementteils (3) eines Bauelements (2) an einem zweiten Bauelementteil (4) des Bauelements (2), dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (2) einen Beschlag (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 aufweist oder nach einem der Ansprüche 13 oder 14 ausgebildet ist, und dass in einem ersten Schritt die Fangniet (21) des zweiten Beschlagteils (10) in die Fangnut (20) des Steuerarms (14) des ersten Beschlagteils (9) eingeführt wird und dass danach der Steuerarm (14) über den zweiten Beschlagteil (10) bewegt wird, sodass in weiterer Folge das selbstverriegelnde Verbindungselement (27) in die verriegelnde Stellung gelangt, insbesondere in Eingriff mit der Ausnehmung für das Verbindungselement (27) im Steuerarm (14) gelangt.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangniet (21) bei einem Offnungswinkel des Beschlags (8) zwischen 45 ° und 85 ° in die Fangnut (20) eingeführt wird.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
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| DE102012017038A1 (de) * | 2012-08-28 | 2014-03-06 | Wilh. Schlechtendahl & Söhne GmbH & Co. KG | Beschlag zur verdeckten Anordnung im Falz zwischen einem Flügel und einem Rahmen eines Fensters, einer Tür oder dergleichen |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT527047A4 (de) | 2024-10-15 |
| DE102024124457A1 (de) | 2025-03-27 |
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