AT527064A1 - Raumfahrzeug zum Befördern von Nutzlast - Google Patents

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AT527064A1
AT527064A1 ATA50213/2023A AT502132023A AT527064A1 AT 527064 A1 AT527064 A1 AT 527064A1 AT 502132023 A AT502132023 A AT 502132023A AT 527064 A1 AT527064 A1 AT 527064A1
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payload container
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receptacle
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Obertscheider Christof
Scharlemann Dr Carsten
Treberspurg Wolfgang
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R Space Gmbh
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Abstract

Raumfahrzeug (1) zum Befördern von Nutzlast, umfassend einen oder mehrere Nutzlastbehälter (2) zum Aufnehmen der Nutzlast und eine Rahmenstruktur (3) mit angebautem Antriebsmodul und/oder Steuermodul, wobei die Rahmenstruktur (3) für jeden Nutzlastbehälter (2) eine korrespondierende Aufnahme (5) zum Verankern des Nutzlastbehälters (2) aufweist, wobei die Nutzlastbehälter (2) dazu ausgebildet sind, zumindest einen der Werte Steifigkeit, Biegefestigkeit, Torsionsfestigkeit, Schubfestigkeit, Druckfestigkeit, Zugfestigkeit der Rahmenstruktur (3) um jeweils zumindest 50%, bevorzugt zumindest 75%, besonders bevorzugt zumindest 100%, zu erhöhen, wenn in jeder Aufnahme (5) der korrespondierende Nutzlastbehälter (2) verankert ist.

Description

09259 R-Space GmbH
2700 Wiener Neustadt
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Raumfahrzeug zum Befördern von Nutzlast, das einen oder mehrere Nutzlastbehälter zum Aufnehmen der Nutzlast und eine Rahmenstruktur mit angebautem Antriebsmodul und/oder Steuermodul umfasst, wobei die Rahmenstruktur für jeden Nutzlastbehälter eine korrespondierende Aufnahme zum Verankern des Nutzlastbehälters aufweist.
Aufgrund der steigenden Zahl von Raumfahrtmissionen für Forschungszwecke, kommerzielle Zwecke und Zwecke nationaler Sicherheit steigt auch die Notwendigkeit, Material und Geräte, welche in diesen Raumfahrtmissionen eingesetzt werden sollen, vorab unter Weltraumbedingungen zu prüfen und deren Weltraumtauglichkeit zu zeigen bzw. zu validieren („in-orbit demonstration“ bzw. „in-orbit validation“”). Für beide Arten von Raumfahrtmissionen, die eigentlich zweckgerichteten und die vorbereitenden, wurden und werden Multimissions-Plattformen (auch: „satellite buses”) entwickelt, die mit Nutzlast verschiedener Art und/oder Größe bestückt werden können, um die jeweilige Nutzlast - meist mehrere verschiedene Komponenten bzw. Objekte - unter möglichst geringer Anpassung der Plattformen an die spezifische Raumfahrtmission flexibel befördern zu können.
Aus der EP 3 095 714 Al oder der DE 10 2005 044 712 Al
sind jeweils Raumfahrzeuge bekannt, bei welchen Nutzlastmodule
Aus der US 2015/0367965 Al, der US 11 021 274 B1 und der CN 113044245 A sind Boxen verschiedener Art bekannt, welche als Nutzlastbehälter mit der jeweiligen Nutzlast gefüllt und in eine Rahmenstruktur eingehängt werden.
Den bekannten Multimissions-Plattformen ist gemeinsam, dass im Allgemeinen eine Anpassung des Raumfahrzeugs und seiliner Rahmenstruktur an die jeweilige Nutzlast erforderlich ist, da diese in Gewicht, Schwerpunktlage, Größe, Funktion etc. nicht standardisiert ist. Eine solche strukturelle Anpassung zieht jedoch - selbst bei nur minimalen Änderungen - eine (nochmalige) äußerst zeit- und kostenintensive Validierung des Raumfahrzeugs nach sich, wobei immer noch ein erhöhtes Restrisiko für die Raumfahrtmission verbleibt. Um dies zu vermeiden, müsste entweder die Rahmenstruktur von sich aus besonders massiv aufgebaut sein, sodass sie ohne weitere Validierung sicher für ein breites Spektrum an Nutzlasten einsetzbar ist, oder eine sehr eng begrenzte Spezifikation für die Nutzlast vorge-
geben werden. Die erste dieser Möglichkeiten führt zu einem
Die Erfindung setzt sich zum Ziel, ein Raumfahrzeug zu schaffen, das flexibel und effizient einsetzbar ist und keine nutzlastabhängigen Validierungen erfordert.
Das Ziel wird mit einem Raumfahrzeug der einleitend genannten Art erreicht, das sich dadurch auszeichnet, dass die Nutzlastbehälter dazu ausgebildet sind, zumindest einen der Werte Steifigkeit, Biegefestigkeit, Torsionsfestigkeit, Schubfestigkeit, Druckfestigkeit, Zugfestigkeit der Rahmenstruktur um jeweils zumindest 50%, bevorzugt zumindest 75%, besonders bevorzugt zumindest 100%, zu erhöhen, wenn in jeder Aufnahme der korrespondierende Nutzlastbehälter verankert ist.
Nicht die Rahmenstruktur alleine sondern der/die Nutzlastbehälter und die Rahmenstruktur gemeinsam stellen die Festigkeit des Raumfahrzeugs und dadurch seine strukturelle Integrität sicher; der/die Nutzlastbehälter trägt/tragen also entscheidend zur Festigkeit bei, sodass die Rahmenstruktur selbst gewichtssparend sein kann. Das Raumfahrzeug ist dadurch ohne weitere Anpassung und ohne nochmalige missionsspezifische Validierungen für Nutzlasten, die sich in Gewicht, Schwerpunkt lage, Abmessungen und Funktion wesentlich voneinander unter-
scheiden, effizient und flexibel verwendbar.
Besonders günstig ist, wenn die Rahmenstruktur eine Hülle mit einer oder mehreren Öffnungen zum Einführen des/der Nutzlastbehälter in die korrespondierende/n Aufnahme/n hat. Die Hülle hilft die im Nutzlastbehälter aufgenommene Nutzlast sicher zu verwahren und schützt sie z.B. gegenüber Strahlung, Kontamination etc. Durch die Öffnung/en kann der bzw. können die Nutzlastbehälter zum spätest möglichen Zeitpunkt in das Raumfahrzeug eingeführt und diese, ihre Nutzlast oder ein Teil davon erforderlichenfalls während der Raumfahrtmission ausgeworfen werden.
Bevorzugt hat das Raumfahrzeug zumindest zwei Nutzlastbehälter, welche zum Verankern aneinander und an der Rahmenstruktur ausgebildet sind. Wenn die Nutzlastbehälter zusätzlich aneinander verankert werden und einander dadurch strukturell verstärken, stärkt dies die Rahmenstruktur zusätzlich bzw. erlaubt eine noch gewichtssparendere Rahmenstruktur.
Um einen einfachen Aufbau des Raumfahrzeugs und der Rah-
menstruktur zu erleichtern, ist günstig, wenn jeder Nutzlast-
Vorteilhaft ist, wenn jeder Nutzlastbehälter Streben hat, von welchen jede entlang einer Prismenkante verläuft und in den Prismenecken mit angrenzenden Streben verbunden ist. Dies ermöglicht einen einfachen, stabilen Aufbau des Nutzlastbehälters in Leichtbauweise.
Um die Nutzlast zu schützen und sicher aufzunehmen, ist günstig, wenn zwischen den Streben gebildete Außenflächen jedes Nutzlastbehälters durch Abdeckungen geschlossen sind. Die Abdeckungen können an die Streben z.B. geklebt, geschraubt etc. sein. Besonders günstig ist, wenn zumindest eine der Abdeckungen einstückig mit den sie umgebenden Streben ausgebildet ist. Streben und Abdeckung sind dadurch dauerhaft miteinander verbunden.
In einer vorteilhaften Ausführungsform hat zumindest eine der Abdeckungen eine oder mehrere Verstärkungsrippen. Solche Verstärkungsrippen erhöhen die Stabilität des Nutzlastbehälters. Um den Nutzlastbehälter besonders steif zu machen, verlaufen die Verstärkungsrippe/n in einer zweckmäßigen Variante
schräg über die Abdeckung verlaufen.
Um den Nutzlastbehälter und insbesondere die Nutzlast temperieren zu können, ist günstig, wenn zumindest eine der Abdeckungen aus einem wärmeleitenden Material ist und die Rahmenstruktur ferner ein Heiz- oder Kühlmodul umfasst, welches mit der genannten Abdeckung wärmeleitend verbunden ist, wenn der Nutzlastbehälter mit der genannten Abdeckung in seiner Aufnahme verankert ist.
Bevorzugt haben zumindest einer der Nutzlastbehälter und die Rahmenstruktur korrespondierende elektrische Versorgungs anschlüsse, welche miteinander verbunden sind, wenn der Nutzlastbehälter in seiner Aufnahme verankert ist, wobei die Rahmenstruktur ein mit ihrem elektrischen Versorgungsanschluss verbundenes Energieversorgungsmodul umfasst. In einer dazu alternativen oder ergänzenden Ausführungsform haben zumindest einer der Nutzlastbehälter und die Rahmenstruktur korrespon-
dierende elektrische Kommunikationsanschlüsse, welche mitei-
Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den beigeschlossenen Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 ein Raumfahrzeug gemäß der Erfindung mit einer teilweise transparent dargestellten Rahmenstruktur in einer Perspektivansicht von vorne;
Fig. 2 einen Nutzlastbehälter des Raumfahrzeugs von Fig. 1 in einer Perspektivansicht von vorne; und
Fig. 3 eine alternative Ausführungsform des Raumfahrzeugs von Fig. 1 wieder mit teilweise transparent dargestellter Rahmenstruktur in einer Perspektivansicht von vorne.
Fig. 1 zeigt eine beispielhafte Ausführungsform eines
Raumfahrzeugs 1 zum Befördern von Nutzlast. Das Raumfahrzeug 1
Ferner umfasst das Raumfahrzeug 1 eine Rahmenstruktur 2, die in der Darstellung der Fig. 1 zur besseren Erkennbarkeit der Nutzlastbehälter 2 teilweise transparent dargestellt ist, wobei der transparente Teil der Rahmenstruktur 3 durch strichlierte Linien angedeutet ist. Die Rahmenstruktur 3 umfasst ein oder mehrere Module, z.B. ein Antriebsmodul, ein Steuermodul (hier: auch ein Energieversorgungsmodul 4) od.dgl., für das Raumfahrzeug 1, welche z.B. im Kopfbereich 3' innerhalb der Rahmenstruktur 3 angeordnet und daher in Fig. 1 nicht sichtbar sind. In Fig. 1 sichtbar ist hingegen ein das Energieversorgungsmodul 4 speisendes Photovoltaikpaneel 4' des Raumfahrzeugs 1.
Die Rahmenstruktur 3 hat für jeden Nutzlastbehälter 2 eine korrespondierende Aufnahme 5, in welcher der jeweilige Nutzlastbehälter 2 verankerbar (hier: verankert) ist. Im dargestellten Beispiel ist jeder in seiner Aufnahme 5 verankerte Nutzlastbehälter 2 vollständig innerhalb der Rahmenstruktur 3 angeordnet. Alternativ könnte zumindest einer der Nutzlastbe-
hälter 2 in der in seiner Aufnahme 5 verankerten Stellung aus
Je nach Erfordernis, z.B. ob ein Nutzlastbehälter 2 während der Raumfahrtmission des Raumfahrzeugs 1 ausgestoßen werden soll oder nicht, kann die Verankerung der Nutzlastbehälter 2 in den jeweils korrespondierenden Aufnahmen 5 z.B. mithilfe von Haken, Klemmen, Nieten, Klebungen, Schweißpunkten bzw. -nähten, - wie hier - durch Schrauben 6 an der Rahmenstruktur 3 und korrespondierende Gewindebohrungen 6' in den Nutzlastbehältern 2 od.dgl., erfolgen. Dabei sind die Nutzlastbehälter 2 optional nicht nur an einer ihrer Seiten sondern gleich mehrseitig mithilfe der Schrauben 6 in ihrer jeweiligen Aufnahme 3 an der Rahmenstruktur 5 verankert.
Jeder Nutzlastbehälter ist dazu ausgebildet, die Festigkeit der Rahmenstruktur 3 zu erhöhen. Der Begriff „Festigkeit” bezeichnet in diesem Zusammenhang zumindest einen der Werte Steifigkeit, Biegefestigkeit, Torsionsfestigkeit, Schubfestigkeit, Druckfestigkeit, Zugfestigkeit der Rahmenstruktur 3. Der bzw. die Nutzlastbehälter 2 erhöht/erhöhen dabei in einer Ausführungsvariante entweder einen oder mehrere dieser Werte um jeweils zumindest 50%, wenn in jeder Aufnahme 5 der korrespondierende Nutzlastbehälter 2 verankert ist. In anderen Ausführungsvarianten erhöht der bzw. erhöhen die Nutzlastbehälter 2 die Festigkeit der Rahmenstruktur 3 um jeweils zumindest 75%
oder sogar um jeweils zumindest 100%, wenn in jeder Aufnahme 5
der korrespondierende Nutzlastbehälter 2 verankert ist. D.h. die Steifigkeit, Biege-, Torsions-, Schub-, Druck- und/oder Zugfestigkeit der Rahmenstruktur 3 für sich alleine genommen wird durch die in ihren Aufnahmen verankerten Nutzlastbehälter 2 um Jeweils zumindest 50%, zumindest 75% bzw. zumindest 100% erhöht.
ES versteht sich, dass die Nutzlastbehälter 2 jede beliebige Form haben können; zur einfachen Stapelbarkeit sind sie z.B. prismenförmig, insbesondere in Form eines geraden Prismas mit einem optional regelmäßigen Polygon als Querschnittsfläche, hier z.B. quaderförmig, d.h. in Form eines geraden Prismas mit rechteckigem Querschnitt.
Im Allgemeinen hat die Rahmenstruktur 3 wie dargestellt eine Hülle 7, sie könnte alternativ jedoch ein offenes Gerüst sein. Die Hülle 7 hat eine oder mehrere Öffnungen 8 (hier: an der abgewandten Seite der Rahmenstruktur 3). Durch die Öffnungen 8 wird der oder werden die Nutzlastbehälter 2 in die korrespondierende/n Aufnahme/n eingeführt. Die Öffnungen 8 sind optional verschließbar.
Gemäß Fig. 2 hat ein Nutzlastbehälter 2 beispielsweise Streben 9, welche jeweils entlang einer der Prismenkanten verlaufen und in den Prismenecken mit angrenzenden Streben 9 verbunden, z.B. verschweißt, verschraubt, verklebt etc. sind oder einstückig mit diesen ausgebildet und dadurch verbunden sind.
In den dargestellten Ausführungsformen sind die zwischen
den Streben 9 gebildeten Außenflächen jedes Nutzlastbehälters
2 durch Abdeckungen 10 geschlossen, allerdings ist dies nicht zwingend. Alternativ könnte zumindest einer der Nutzlastbehälter 2 als Schachtel mit geeigneter Wandstärke jedoch ohne verstärkende Streben an seinen Kanten ausgebildet sein.
Die Abdeckungen 10 sind an die Streben 9 z.B. geklebt, genietet, geschraubt etc. oder zwischen diese geklemmt. Alternativ oder ergänzend kann dabei zumindest eine der Abdeckungen 10 einstückig mit den sie umgebenden Streben 9 ausgebildet sein. Um Nutzlast in die Nutzlastbehälter 2 einschieben bzw. einsetzen zu können, ist im dargestellten Beispiel eine der Abdeckungen 10 als verschließbarer Deckel 10' ausgebildet.
Im dargestellten Beispiel hat ferner zumindest eine (hier: jede) der Abdeckungen 10 eine oder mehrere optionale Verstärkungsrippen 11. Die Verstärkungsrippen 11 können wie in Fig. 2 dargestellt schräg über die jeweilige Abdeckung 10 verlaufen, z.B. von einer Ecke der Abdeckung 10 zur gegenüberliegenden Ecke, oder parallel zu jeweils zwei einander gegenüberliegenden, die Abdeckung 10 begrenzenden Streben 9. Hat jede Abdeckung 10 mehrere Verstärkungsrippen 11 (nicht dargestellt), so können diese zueinander parallel oder schräg verlaufen oder einander kreuzen.
Die Abdeckungen 10 können z.B. aus einem Material gefertigt sein, das bestimmte Strahlung, z.B. Licht, Weltraumstrahlung od.dgl., von der Nutzlast abhält oder gezielt passieren lässt. Ferner kann zumindest eine der Abdeckungen 10, wenn ge-
wünscht, aus einem wärmeleitenden Material sein, welches mit
einem optionalen Heiz- oder Kühlmodul der Rahmenstruktur 3 wärmeleitend verbunden ist, wenn der Nutzlastbehälter 2 mit der genannten Abdeckung 10 in seiner Aufnahme 5 verankert ist. Optional hat zumindest eine der Abdeckungen 10 ein oder mehrere Löcher 12. Durch das Loch 12 oder die Löcher 12 kann die Nutzlast im Inneren des Nutzlastbehälters 2 von außen fixiert werden, z.B. nachdem sie in den Nutzlastbehälter 2 eingeschoben bzw. eingesetzt wurde.
Der Nutzlastbehälter 2 hat einen optionalen Anschluss 13, z.B. einen elektrischen Versorgungs- oder Kommunikationsanschluss 13, einen Druckanschluss 13 od.dgl. Damit korrespondierend hat auch die Rahmenstruktur 3 einen Anschluss (nicht sichtbar), wobei die beiden korrespondierenden Anschlüsse miteinander verbunden sind, wenn der Nutzlastbehälter 2 in seiner Aufnahme 5 verankert ist. Hat die Rahmenstruktur 3 wie im Beispiel der Fig. 1 ein Energieversorgungsmodul 4, so ist dieses beispielsweise mit ihrem Anschluss und in weiterer Folge mit dem Anschluss 13 des in seiner Aufnahme 5 verankerten Nutzlastbehälters 2 verbunden. In diesem Fall sind die Anschlüsse jeweils elektrische Versorgungsanschlüsse. Alternativ oder ergänzend kann die Rahmenstruktur 3 ein Kommunikationsmodul umfassen, in welchem Fall die genannten Anschlüsse elektrische Kommunikationsanschlüsse sind. In einer weiteren Alternative kann die Rahmenstruktur 3 ein Kompressormodul umfassen, wobei
die genannten Anschlüsse Druckanschlüsse sind.
Es versteht sich, dass der Nutzlastbehälter 2 , wenn erforderlich, mehrere gleichartige oder verschiedenartige Anschlüsse 13 und/oder einen kombinierten Anschluss 13 z.B. sowohl zur Versorgung als auch zur Kommunikation bzw. für Druckgas haben kann, wobei die Rahmenstruktur 3 jeweils korrespondierende Anschlüsse hat. Ferner kann zumindest ein Nutzlastbehälter 2 dazu ausgebildet sein, seinen Innendruck an den Umgebungsdruck anzupassen, am einfachsten mithilfe der Löcher 12.
In der Variante des Raumfahrzeugs 1 gemäß Fig. 3 sind die Nutzlastbehälter 2 nicht der Länge nach hintereinander innerhalb der Rahmenstruktur angeordnet wie im Beispiel der Fig. 1, sondern zumindest zwei der Nutzlastbehälter 2 liegen nebeneinander und ein dritter Nutzlastbehälter 2 quer dazu hinter diesen beiden innerhalb der Rahmenstruktur 3. Deshalb haben in diesem Beispiel die Rahmenstruktur 3 und das Raumfahrzeug 1 auch eine andere, breitere Form. Insbesondere in dieser beispielhaften Variante aber auch in allen anderen Ausführungsformen lässt sich eine zusätzliche festigkeitserhöhende Wirkung erzielen, indem optional zumindest zwei der Nutzlastbehälter 2 dazu ausgebildet sind, nicht nur in ihren jeweiligen Aufnahmen 5 an der Rahmenstruktur 3 sondern zusätzlich anelinander verankert zu werden.
Im Allgemeinen wird zunächst die Nutzlast in die jeweiligen Nutzlastbehälter 2 eingeschoben bzw. eingesetzt, dort z.B. durch die Löcher 12 fixiert und erst der auf diese Weise mit
der Nutzlast bestückte Nutzlastbehälter 2 in der Aufnahme 5
der Rahmenstruktur 3 und optional an weiteren Nutzlastbehältern 2 verankert. So kann der Nutzlastbehälter 2 völlig unabhängig von der Rahmenstruktur 3, d.h. insbesondere an einem von der Rahmenstruktur 3 entfernten Ort, mit der Nutzlast bestückt werden. Alternativ könnte der Nutzlastbehälter 2 erst vor Ort unmittelbar vor oder sogar nach dem Verankern in seiliner Aufnahme 5 mit der Nutzlast bestückt werden.
ES versteht sich ferner, dass die Rahmenstruktur 3 eine andere Form haben kann, um weniger oder mehr und/oder anders - insbesondere voneinander verschieden - geformte Nutzlastbehälter 2 in den korrespondierenden Aufnahmen 5 zu verankern. Die Erfindung ist bereits aus diesem Grund nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern umfasst alle Varianten, Modifikationen und Kombinationen derselben, die in
den Rahmen der angeschlossenen Ansprüche fallen.

Claims (15)

  1. Patentansprüche: 1. Raumfahrzeug zum Befördern von Nutzlast, umfassend einen oder mehrere Nutzlastbehälter (2) zum Aufnehmen der
    Nutzlast und eine Rahmenstruktur (3) mit angebautem Antriebsmodul und/oder Steuermodul, wobei die Rahmenstruktur (3) für jeden Nutzlastbehälter (2) eine korrespondierende Aufnahme (5) zum Verankern des Nutzlastbehälters (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Nutzlastbehälter (2) dazu ausgebildet sind, zumindest einen der Werte Steifigkeit, Biegefestigkeit, Torsionsfestigkeit, Schubfestigkeit, Druckfestigkeit, AZugfestigkeit der Rahmenstruktur (3) um jeweils zumindest 50%, bevorzugt zumindest 75%, besonders bevorzugt zumindest 100%, zu erhöhen, wenn in jeder Aufnahme (5) der korrespondierende Nutzlastbehälter (2) verankert ist.
  2. 2. Raumfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder in seiner Aufnahme (5) verankerte Nutzlastbehälter (2) vollständig innerhalb der Rahmenstruktur (3) angeordnet ist.
  3. 3. Raumfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenstruktur (3) eine Hülle (7) mit einer oder mehreren Öffnungen (8) zum Einführen des/der Nutzlastbehälter (2) in die korrespondierende/n Aufnahme/n (5) hat.
  4. 4, Raumfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, ge-
    kennzeichnet durch zumindest zwei Nutzlastbehälter (2), welche
    zum Verankern aneinander und an der Rahmenstruktur (3) ausgebildet sind.
  5. 5. Raumfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Nutzlastbehälter (2) prismenförmig, bevorzugt quaderförmig, ist.
  6. 6. Raumfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Nutzlastbehälter (2) Streben (9) hat, von welchen jede entlang einer Prismenkante verläuft und in den Prismenecken mit angrenzenden Streben (9) verbunden ist.
  7. 7. Raumfahrzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Streben (9) gebildete Außenflächen jedes Nutzlastbehälters (2) durch Abdeckungen (10) geschlossen sind.
  8. 8. Raumfahrzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Abdeckungen (10) einstückig mit den sie umgebenden Streben (9) ausgebildet ist.
  9. 9. Raumfahrzeug nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Abdeckungen (10) eine oder mehrere Verstärkungsrippen (11) hat.
  10. 10. Raumfahrzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsrippe/n (11) schräg über die Abdeckung (10) verlaufen.
  11. 11. Raumfahrzeug nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Abdeckungen (10) ein oder mehrere Löcher (12) hat, durch welche/s hindurch eine Nutzlast im Inneren des Nutzlastbehälters (2) von außen
    fixiert werden kann.
  12. 12. Raumfahrzeug nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Abdeckungen (10) aus einem wärmeleitenden Material ist und die Rahmenstruktur (3) ferner ein Heiz- oder Kühlmodul umfasst, welches mit der genannten Abdeckung (10) wärmeleitend verbunden ist, wenn der Nutzlastbehälter (2) mit der genannten Abdeckung (10) in seiner Aufnahme (5) verankert ist.
  13. 13. Raumfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Nutzlastbehälter (2) und die Rahmenstruktur (3) korrespondierende elektrische Versorgungsanschlüsse (13) haben, welche miteinander verbunden sind, wenn der Nutzlastbehälter (2) in seiner Aufnahme (5) verankert ist, wobei die Rahmenstruktur (3) ein mit ihrem elektrischen Versorgungsanschluss verbundenes Energieversorgungsmodul (4) umfasst.
  14. 14. Raumfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Nutzlastbehälter (2) und die Rahmenstruktur (3) korrespondierende elektrische Kommunikationsanschlüsse (13) haben, welche miteinander verbunden sind, wenn der Nutzlastbehälter (2) in seiner Aufnahme (5) verankert ist, wobei die Rahmenstruktur (3) ein mit ihrem elektrischen Kommunikationsanschluss verbundenes Kommunıkationsmodul umfasst.
  15. 15. Raumfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Nutzlastbe-
    hälter (2) und die Rahmenstruktur (3) korrespondierende Druck-
    anschlüsse (13) haben, welche miteinander verbunden sind, wenn der Nutzlastbehälter (2) in seiner Aufnahme (5) verankert ist, wobei die Rahmenstruktur (3) ein mit ihrem Druckanschluss ver-
    bundenes Kompressormodul umfasst.
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SHINOHARA K. et al.: "Diamond Rib: A Mechanical Design Method for Improving the Stiffness of a Structure" [online]. Engineering, Bd. 8, Nr. 6, Seiten 308–319, 22. Juni 2016 (22.06.2016). <DOI: 10.4236/eng.2016.86028>. Ermittelt von <URL: https://www.researchgate.net/publication/304343081> *

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