AT527111A1 - Kabelendschalter, Prüfanordnung und Prüfverfahren - Google Patents

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AT527111A1
AT527111A1 ATA38/2023A AT382023A AT527111A1 AT 527111 A1 AT527111 A1 AT 527111A1 AT 382023 A AT382023 A AT 382023A AT 527111 A1 AT527111 A1 AT 527111A1
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cable
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limit switch
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signal
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ATA38/2023A
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Baur Martin
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Baur Gmbh
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Abstract

Kabelendschalter zum Durchfuhren von Kabelprüfverfahren mit einer Kontaktiervorrichtung (2) , welche zum Kontaktieren zumindest eines der folgenden Leitungselemente (3,4,5) eines zu prüfenden Kabels (6) ausgebildet ist: zumindest ein Stromleiter (3), ein Neutralleiter (4) und/oder eine Isolierung (5) ; sowie einer, vorzugsweise elektronischen, SchaltVorrichtung (7) , welche mittels verschiedenen Schaltstellungen dazu ausgebildet ist, zwischen den Leitungselementen (3,4,5) und/oder einer Referenzleitung und/oder einem Massekontakt (8) und/oder einem Messgerät (18) verschiedene leitende Verbindungen herzustellen, wobei der Kabelendschalter (1) einen Signalempfänger (8) zum Empfangen von Schaltsignalen aufweist, wobei der Signalempfänger (9) mit der Schaltvorrichtung (7) so wirkverbunden ist, dass die Schaltvorrichtung (7) beim Empfang eines Schaltsignals eine entsprechende Schaltstellung und/oder eine bestimmte Abfolge von Schaltstellungen einnimmt.

Description

Die voriiegende Erfindung betrifft Kabelendschaliter zum Durchführen von Kabelprüfverfahren gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1, eine Prüfanordnung mit einem solchen Kabelendschalter, eine Verwendung eines solchen Kabelendschalters sowie ein Kabelprüfverfahren gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 15.
Es eind im Stand der Technik vielfältige Kabelprüfverfahren bekannt, die verschiedene Aspekte potenzieller Kabelfehler eines zu prüfenden Kabels messtechnisch erfassen können, Beispielsweise können grundsätzlich Kabeifehler erfasst werden, die beispielsweise durch degradierte Isolierung der Stromleiter gegeneinander oder gegenüber der Umgebung verursacht werden. Dies kann die Identifikation des Kabels oder Stromleiters beinhalten, an dem der Kabelfehler vorliegt, beispielsweise wenn eine Vielzahl
an Kabeln oder Leitungen in einem Kabel in der Umgebung vorhanden
sind.
Weitere Kabelprüfverfahren befassen sich mit der Ortung dieser Kabelfehler, wobei beispielsweise eine Entfernung des Kabelfehlers vom Messpunkt entlang des Kabels Über Laufzeitmessungen (sogenannte Vorortung) oder die tatsächlichen Positionen von Kabelfehlern bei Erdkabeln mittels Impulsreflexion, magnetischer, galvaniıscher und/oder akustischer Messungen {sogenannte
Nachortung) anzuführen sind,
Weitere Beispiele umfassen die Ortung von Mu£ffen, über weiche Abzweigungen des zu prüfenden Kabels realisiert sind, wobei man
sich auf ähnliche Messprinzipien zurückgreifen kann,
Gemeinsam ist diesen Prüfverfahren, dass an einem ersten Ende des Kabels ein Anregungssignal beaufschlagt wird und beispielsweise am
selben Ort oder entlang eines bekannten oder erwarteten Verlaufs
das Anregungssignal zunutze macht.
Dafür müssen am zweiten Ende des Kabels verschiedene Schaltzustände realisiert werden, Soll beispielsweise ein Kabel identifiziert werden, das mit einem gewissen zweiten Ende des Kabels zusammenhängt, kann einer der Stromleiter mit dem Neutralleiter kurzgeschlossen werden, wodurch beim Reflektieren des Anregungssignals am zweiten Ende ein Phasensprung entsteht (festes Ende statt freiem Ende), den das Messgerät durch die
Messung identifizieren kann.
Zum RBealisieren dieser Schaltzustände sind im Stand der Technik Kabelendschaltgeräte bekannt. Diese können auch dazu in der Lage sein, gewisse Abfolgen von Schaltzuständen zu realisieren, wenn
diese für das durchzuführende Kabelprüfverfahren notwendig oder
nützlich ist.
Die Schaltvorgänge werden bis heute manuell durchgeführt, Das Kabelende darf nach dem Anschaltvorgang (im stromlosen, geerdeten Zustand) während der gesamten Messung aus Sicherheitsgründen natürlich nicht berührt werden. Es ist also erforderlich, dass die Messtechniker zwischen den beiden Stationen kommunizieren, um
Schäden an Menschen und Anlagen zu vermeiden.
Personen, die das jeweils gewünschte Kabelprüfverfahren oder, was in der Praxis häufig vorkommt, eine gewünschte Serie von Kabelprüfverfahren durchzuführen haben, müssen daher an beiden Kabelenden vor Ort sein, sodass es zur Messung kommen kann, Der Betrieb ist deshalb immer mit mindestens zwei Personen durchzuführen. In gewissen Fällen wird die Messung noch einmal an
einem anderen Ort als am Kabelende durchgeführt (bspw.
einmal höher ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren, eine Vorrichtung sowie eine Prüfanordnung bereitzustellen, wodurch Kabelprüfverfahren auf vereinfachte Weise durchgeführt werden
können,
Hinsichtlich der Vorrichtung wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Kabelendeschalters gemäß Anspruch 1 gelöst, der aufweist - eine Kontaktiervorrichtung, welche zum Kontaktieren zumindest eines der folgenden Leitungselemente eines Zu prüfenden Kabels ausgebildet ist: zumindest ein Stromleiter, ein Neutralleiter und/oder eine Isolierung; sowie - eine, VOrZUgSwWeisE elektronische, Schaltvorrichtung, weiche mittels verschiedenen Schaltstellungen dazu ausgebildet ist, zwischen den Leitungselementen und/oder einer Referenzleitung und/oder einem Massekontakt und/oder einem Messgerät verschiedene leitende Verbindungen herzustellen, wobei der Kabelendschalter einen Signalempfänger zum Empfangen von Schaltsignalen aufweist, wobei der Signalempfänger mit der Schaltvorrichtung so wirkverbunden ist, dass die Schaltvorrichtung beim Empfang eines Schaltsignals eine entsprechende Schaltstellung
und/oder eine bestimmte Abfolge von Schaltstelilungen einnimmt.
Hinsichtlich der Prüfanordnung wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 9 gelöst, nämlich indem die Prüfanordnung aufweist - eine generatorseitige Kontaktiervorrichtung, welche zum Kontaktieren zumindest eines der Folgenden Leitungselemente ausgebildet ist: zumindest ein
Stromleiter, ein Neutralleiter und/oder eine Isolierung;
- zumindest einen Kabelendschalter gemäß der Erfindung, dessen Kontaktiervoerrichtung mit dem zumindest einen Leitungselement an einem zweiten Ende des zu prüfenden Kabels verbunden oder verbindbar ist, sowie
- ein Messgerät zum Durchführen einer Messung am ersten Ende und/oder entlang eines bekannten oder erwarteten Verlaufs
und/oder am zweiten Ende des zu prüfenden Kabels.
Hinsichtlich des Verfahrens wird die Aufgabe durch das Kabelprüfverfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst, wobei
- an einem ersten Ende eines zu prüfenden Kabels ein Anregungssignal beaufschlagt wird,
- an zumindest einem zweiten Ende des zu prüfenden Kabels mittels eines Kabelendschalters verschiedene leitende Verbindungen zwischen zumindest einem Stromleiter des zu prüfenden Kabels, einem Neutralleiter des zu prüfenden Kabels und/oder einer Isolierung des zu prüfenden Kabels und/oder einer Referenzleitung und/oder einem Massekontakt hergestellt werden,
- am ersten Ende und/oder entlang eines bekannten oder erwarteten Verlaufs und/oder am zweiten Ende des zu prüfenden Kabels eine Messung durchgeführt wird,
- ein Schaltsignal ausgesendet wird, welches Schaltsignal die Information, bevorzugt in codierter Form, beinhaltet, welche zumindest eine leitende Verbindung oder Abfolge von
leitenden Verbindungen für die Messung herzustellen sind,
- ausgelöst durch den Empfang des Schaltsignales automatisch die zumindest eine leitende Verbindung oder Abfolge von
leitenden Verbindungen eingenommen wird.
Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann besonders bevorzugt der erfindungsgemäße Kabelendschalter und/oder
die erfindungsgemäße Prüfanordnung eingesetzt werden.
Schutz begehrt wird daher außerdem für die Verwendung eines mobilen Endoerätes und/oder des erfindungsgemäßen Kabelendschalters und/oder der erfindungsgemäßen Prüfanordnung bei einem
erfindungsgemäßen Verfahren.
Die Erfindung kann mit sämtlichen in Verbindung mit dem Stand der Tachnik angeführten Kabelprüfverfahren eingesetzt werden. Weitere
Kabelprüfverfahren werden weiter unten zusätzlich angeführt.
Die Erfindung erlaubt es, den Personalaufwand bei Kabelprüfverfahren stark zu reduzieren. Gewisse Kabelprüfverfahren können gemäß der Erfindung durch mur eine einzige Person
durchgeführt werden,
Je nach Ausführung können dann die Erfindung folgende weiter Vorteile haben:
- Erhöhung der Sicherheit aller Anwendungen in der Kabelfehleroöortung (Kabel- bzw. Mu£ffenortung, Mantelifehlervor- und Nachertung), indem die Kommunikation der Messtechniker über Mobiltelefone in der Anschlussstation und am fernen Ende der Station wegfällt,
- Es muss nur einmal das ferne, zweite Ende des Kabels
aufgesucht werden um das Kabelschaltgerät anzuschließen.
nach Messverfahren die Schaltanordnurkg über eine Übertragungseinrichtung (vorzugsweise über das zu prüfende Kabel} gesteuert wird. Die Schaltstellung wird vor der Messung mit einem vorprogrammierten Befehlssatz über das zu prüfende Kabel oder einen mobilen Datenübertragungsstandard übertragen und an das Endschaltgerät geschickt (vorzugsweise mit einem kodierten Tonsignal eines Tongenerators oder Codegenerators oder einem auf einer Software des mobilen Endgerätes implementierten Befehlssatz).
. Der Kabelendschalter (könnte auch als Endschaltgerät bezeichnet werden) enthält bevorzugt eine batteriebetriebene Schaltvorrichtung (bspw. mit Relais), welche das Schaltsignal empfängt und den gewünschten Schaltvorgang einstellt,
- Die Messverfahren können 80 vorprogrammiert werden, dass immer die richtigen Endverschluss-Schaltungen eingestellt sind.
- Der Kabelendschalter kann bevorzugt alle heute bekannten Vor- und Nachortungsmessverfahren abdecken,
-_ Der Kabelendschalter kann bevorzugt flexibel konzipiert sein, S0dass auch zukünftige, heute unbekannte
Schaltstellungen, für neue Messverfahren abgedeckt werden.
Insbesondere die folgenden Schaltstellungen können mittels eines erfindungsgemäßen Kabelendschalters in verschiedenen
Ausführungsbeispielen realisiert werden:
- Erden,
- Kurzechließen, zwischen den Leitungen (zumindest ein oder
sehrere Stromleiter) und mit Erde verbinden (Massekontakt
herstellen),
- geerdete Leitungen (Stromleiter) isolieren,
- Kabelmantel {Isolierung} von der Erde (Masse) zu und wegschalten
- Messgerät zuschalten {zum Beispiel TeilentladungsKalibrator oder Messgerät, Kabel-Messbrücke,
Tenfrequenzortungsgerät oder Impulsreflexionsmessgerät)
Die Leitungselemente sind im Rahmen der Erfindung als die Elemente zu verstehen, die in einem Kabel vorliegen, nämlich der zumindest
ein oder mehrere Stromleiter, ein Neutralleiter und/oder eine
Isolierung.
Beim zumindest einen Stromleiter kam es sich beispielsweise um einen Strang von Einzelleitern, die gemeinsam eine Phase bilden,
oder die Einzelleiter selbst handeln.
Die Isolierung kann einen Kabelmantel und/oder ainen Endverschluss, insbesondere eines Hochspannungskabels, und/oder eine Isolierung einzelner Stromleiter und/oder eine Isolierung einzelner Leiterstränge beinhalten. Endverschliüsse von Hochspannungskabein werden mitunter auch als Schutzschirme
bezeichnet.
Die Messung (mittels des Messgeräts} ist im Rahmen der Erfindung als jene Messung zu verstehen, mittels derer Daten über das zu prüfende Kabel erhoben werden, welche im Rahmen des durchgeführten Kabelprüfverfahrens relevant sind (Prüfmessung, bspw. Kabelfehler-
Vor- und/oder Nachortung} . Bei zu prüfenden Kabeln, die über Abzweigungen und daher ein
drittes oder viertes (usw.) Ende verfügen, können Kabelendschalter
gemäß der Erfindung an zumindest einem, einigen und besonders
Ende des Kabels verwendet werden.
Ausführungsformen, wobei auf mehrere Kabelendschalter gemäß der Erfindung an mehreren Enden zurückgegriffen wird, können besonders effektiv bei der Ortung von Abzweigemuffen ({cder kurz Muf£fen) dienen, über weiche die Abzweigungen realisiert sind
(Mu£ffenortung)}.
Das Messgerät befindet sich bei vielen Kabelprüfverfahren am ersten Ende des Kabels, könnte aber optional oder zusätzlich (d.h. Als weiteres Messgerät) auch am zweiten Ende des Kabels angeordnet
sein,
Bei gewissen Kabelprüfverfahren, wie beispielsweise der Trassenortung, kann das Messgerät alternativ oder zusätzlich entlang eines bekannten oder erwarteten Verlaufs eingesetzt
werden, um den Verlauf des Kabels genauer Fastzustellen.,
Vorteilhaft kann eine getaktete Abfolge der Schaltstellungen sein. Eine einzige Stellung pro Schaltsignal oder nicht getaktete
Abfolgen von Schaltstellungen sind aber prinzipiell auch denkbar.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen definiert.
Bevorzugt kann es vorgesehen sein, dass der Signalempfänger dazu ausgebildet ist, das Schaltsignal über den zumindest einen Stromleiter und/oder den zumindest einen Neutralleiter des zu
prüfenden Kabels zu empfangen.
Alternativ oder zusätzlich kann das Signal über ein separates
Kabel, mehrere separate Kabel oder kabellos, beispielsweise
Kabelendschalter die Schaltsignale zukommen zu Lassen.
Das Schaltsignal kann vom ersten Ende des Kabels über den zumindest einen Stromleiter und/oder den zumindest einen Neutralleiter des
zu prüfenden Kabeis ausgesendet werden.
Der Siqnalempfänger kann eine Rogowskispule und/oder einen Ton£frequenzempfänger beinhalten, um die Schaltsignale zu
empfangen.
Der Signalempfänger kann eine erste Datenaustauschvorrichtung zum drahtlosen Austauschen von Daten beinhalten, wobei die erste Datenaustauschvorrichtung bevorzugt dazu ausgebildet ist, Daten gemäß mobilen Datenübertragungsstandards, insbesondere betreffend
mobiles Internet und/oder drahtlose Netzwerke, auszutauschen,
Der Anregungssignalgenerator und/oder das Messgerät können eine zweite Datenaustauschvorrichtung zum drahtlosen Austauschen von Daten beinhalten, wobei die zweite Datenaustauschvorrichtung bevorzugt dazu ausgebildet ist, Daten gemäß mobilen Datenübertragungsstandards, insbesondere betireffend mobiles
Internet und/oder drahtlose Netzwerke, auszutauschen.
Datenübertragungsstandards für mobile (insbesondere drahtlose) Datenübertragung sind beispielsweise die verschiedenen Senerationen für mobiles Internet, W-Lan {Wi-Fi}, Bliuetooth, WAN (Englisch: „wide area network“) über ein mobiles Endgerät und/oder in einem einfachen Fall GSM. Zu erwähnen ist, dass es sehr viele Standards zum drahtlosen Übertragen von Daten gibt und die obige
Aufzählung daher nicht vollständig ist.
Es ist zu erwähnen, dass unter dem Begriff Datenaustausch im Sinne des vorliegenden Dokuments nicht notwendigerweise eine Datenübertragung in zwei Richtungen zu verstehen ist. Beispielsweise kam der erfindungsgemäße Kabelendschalter dazu ausgebildet sein, über die erste Datenaustauschvorrichtung dazu die Schaltsignale zu empfangen, ohne dass der Kabelendschalter auch in die andere Richtung kommuniziert. In bevorzugten Ausführungsformen kann es aber natürlich doch so sein, dass auch
ine Kommunikation in die andere Richtung stattfindet, beispielsweise eine Quittierung des Schaltsignals gesendet wird, Analoges gilt natürlich für den Anregungssignalgenerator und/oder
das Messgerät und/oder die zweite Datenaustauschvorrichtung,
Die erste Datenaustauschvorrichtung und/oder die zweite Datenaustauschvorrichtung muss nicht in den Kabelendschalter respektive den Anregungssignalgenerator und/oder das Messgerät vollintegyriert sein. Vielmehr ist es ausreichend, wenn die Datenaustauschvorrichtung SS mit dem Kabelendschalter beziehungsweise dem Anregungssignalgenerator und/oder dem Messgerät wirkverbunden ist, dass die Daten, also die Schaltsignale und Befehle und gegebenenfalls weitere Daten, letztlich zum Kabelendschalter beziehungsweise den
Anuregungssignalgenerator und/oder dem Messgerät gelangen,
Die erste Datenaustauschveorrichtung könnte in diesem Sinne in den
Kabelendschalter integriert sein oder über ein Kabel damit
verbunden sein.
Die zweite Datenaustauschvorrichtung könnte el den Anregungssignalgenerator und/oder das Messgerät integriert sein oder über ein Kabel mit dem Anregungssignalgenerator und/oder dem
Messgerät verbunden sein.
Die zweite Datenaustauschvorrichtung könnte Teil der
Kabelmessanlage sein.
Die Prüfanordnung kann ein mobiles Endgerät beinhalten, welches dazu ausgebildet ist, bevorzugt unabhängig vom Standort, die Schaltsignale und/oder Befehle betreffend das durchzuführende Kabelprüf- und/oder Messverfahren abzusenden, bevorzugt ausgelöst
durch eine bedienende Person, besonders bevorzugt unter Verwendung
einer App.
Indem die Schaltsignale und/oder die erwähnten Befehle ganz einfach von einem mobilen Endgerät aus abgesendet werden können, ist die bedienende Person nicht mehr an einen gewissen Standort
gebunden.
Mobile Endgeräte können im Rahmen der Erfindung beispielsweise
Mobiltelefone, Tablet-Computer und/oder Laptop-Computer sein.
Unter Apps können im Rahmen des vorliegenden Dokuments Anwenderprogramme verstanden werden, die bevorzugt auf einfache Weise über ein Softwaremodul auf dem mobilen Endgerät
heruntergeladen, installiert und verwendet werden können.
Der Anregungssignalgenerater und/oder das Messgerät können dazu ausgebildet sein, die Befehle betreffend das durchzuführende Kabelprüf- und/oder Messverfahren, bevorzugt über die zweite
Datenaustauschvorrichtung, entgegenzunehmen und auszuführen,
Das Schaltsignal kann von einem mobilen Endgerät aus - bevorzugt Airekt an den Kabelendschalter - versendet werden und/oder Befehle betreffend das Anregungssignal und/oder die Messung können von
mobilen Endgerät versendet werden.
Natürlich kann es bevorzugt vorgesehen sein, dass die Befehle betreffend das Anregungssignal und/oder die Messung von den entsprechenden Vorrichtungen empfangen und ausgeführt werden.
in bevorzugten Ausführungsformen kann der Sigqnalempfänger
batteriebetrieben sein, sodass lokal keine Stromversorgung
vorhanden sein muss.
Der Anregungsegignalgenerator und/oder das Messgerät kann einen Siqnalsender zum Senden der Schaltsignale für den Kabelendschalter beinhalten, wobei der Signalsender vorzugsweise - dazu ausgebildet ist, das Schaltsignal über den zumindest einen Stromleiter und/oder den zumindest einen Neutralleiter des zu prüfenden Kabels zu senden, und/oder - eine Rogowskispule und/oder einen ToOnfrequenzgenerator beinhaltet und/oder
batteriebetrieben 1st.
Der Tonfrequenzgenerator und/oder der Tonfrequenzempfänger kann
bei Frequenzen zwischen 1 kHz und 80 kHz arbeiten.
Alternativ oder zusätzlich kann das Signal über ein separates Kabel, mehrere separate Kabel oder kabellos versendet werden. Wie bereits erwähnt, könnten beispielsweise Funkfrequenzen oder andere analoge oder digitale kabellose Kommunikationsmethoden verwendet
werden, um dem Kabelendschalter die Schaltsignale zukommen Zu
lassen.
Optional kann der Kabelendschalter dazu konfiguriert sein, eine vorzugsweise codierte - Bestätigung der Schaltsignale auszusenden und/oder kann diejenige Vorrichtung, welche die Schaltsignale
aussendet, insbesondere der Anregungssignalgenerator und/oder das
Messgerät, zum Empfang einer Bestätigung konfiguriert sein. Das heißt, beispielsweise kann der Signalempfänger auch zum Aussenden eines Signals, insbesondere der Bestätigung, und/oder der Signalsender auch zum Empfangen eines Signals, insbesondere der
Bestätigung, ausgebildet sein.
Durch ein solches Quittieren des Schaltsignal mit einer - bevorzugt codierten - Bestätigung kam die Sicherheit erhöht werden, indem sichergestellt wird, dass der Kabelendschalter die richtige
Schaltstellung oder Abfolge von Schaltsteilungen einnimmt,
zu bemerken ist, dass die Codierung so ausgestaltet sein kann, dass Kabelendschalter einzeln angesprochen oder angesteuert werden können, wenn in einem Kabelprüfverfahren mehrere Kabelendschalter
gemäß der Erfindung verwendet werden.
Die Quelle des Schaltsignals kann beispielsweise der Anregungssignalgenerator und/oder das Messgerät sein, welches die Schaltsignale, wie bereits erwähnt, über das zu prüfende Kabel und/oder anderweitig versendet, Alternativ oder zusätzlich kann die Quelle eine Datenaustauschvorrichtung sein, welche an der
Kabelmessanlage oder dem mobilen Endgerät angeordnet ist.
Der Kabelendschalter kann bevorzugt zum Kontaktieren und Herstelien der verschiedenen Schaltestellungen bei Hochsvannungskabelin ausgebildet sein. Unter Hochspannungskabel werden Kabel verstanden, die zum Betrieb mit mehr als 100 kV
Gleich- oder Wechselspamnung ausgelegt sind. Der Kabelendschalter und/oder die generatorseitige
Kontaktiervorrichtung und/oder der Anrequngssignalgenerator
und/oder das Messgerät der erfindungsgemäßen Prüfanordnung kann
zum Durchführen eines Kabelprüferfahrens bei einem
Hochspannungskabel eingerichtet sein.
Das Kabelprüfverfahren kam an einem Hochspannungskabel als zu
prüfendem Kabel durchgeführt werden.
In anderen Ausführungsformen können die Kabelendschalter und/oder die Prüfanordnung gemäß der Erfindung alternativ oder zusätzlich zum Kontaktieren und Herstellen der verschiedenen Schaltstellungen bei Mittelspannungskabeln (etwa 1 kV bis 100 kV Gleich- oder Wechselspannung), Niederspannungskabelin (bis etwa 400 V Gleichoder Wechselspannung), Signalkabeln und/oder Steuerkabeln (beide oft 12 V, 24 bis zu 100 V Gleich- oder Wechselspannung)
eingerichtet sein,
In besonders bevorzugten Ausführungsformen ist der Kabelendschalter zum Kontaktieren und Herstellen der verschiedenen Schaltstellungen bei Hochspannungs- und Mittelspannungskabein
eingerichtet.
Beispielsweise könnte ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kabelendschalters für 40 kV DC, 32 kV Stoßspannung, bevorzugt mit mehreren kA Stoßstromfestigkeit, 100 A Dauerstrom und/oder Kabelausführungen mit Schutzschirm für TD-
Anwendungen (Tangens-Delta-Messungen) ausgelegt sein.
Beispielsweise könnte ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kabelendschalters für 10 kV DC und 4 kV AC und
10 A ausgelegt sein. Um die Dämpfung im zu prüfenden Kabel zu messen, kann im
Kabelendschalter bevorzugt ein Teilentliadungskalibrator
zuschaltbar sein und/oder zugeschaltet werden, der kalibrierte
Impulse an das Messgerät sendet, um die Dämpfung der Kabelstrecke
ZU MESSSIL.
In bevorzugten Ausführungsformen kann der Teilentladungskalibrator ausgelöst durch ein erfindungsgemäßes Schaltsignal zuschaltbar
gein,.
In besonders bevorzugten Ausführungsformen kann der Anregungssignalgenerator und das Messgerät integral in einer
Vorrichtung ausgeführt sein.
Die Kontaktiervorrichtung des erfindungsgemäßen Kabelendschalters kann bevorzugt zum Kontaktieren von vier, Fünf (4- oder S-kanaliger
Yabelendschalter) oder mehr Leitungselementen ausgebildet sein.
Im Folgenden sind einige Kabelprüfverfahren angeführt, welche an sich Stand der Technik sind, aber gemäß der Erfindung effizienter durchgeführt werden können. Dabei wird zwischen Diagnoseverfahren, Vorortungsmessverfahren, Nacheortungsmessverfahren und
Stoßspannungsverfahren unterschieden.
Diagnoseverfahren:
- Prüfung von Einzeladern
- Alle drei Stromleiter eines dreiphasigen Kabels geleichzeitig gegen Erde die Isolierung prüfen
- Tangens-Delta-Messung, am fernen Ende den Schutzschirm über eine Leitung rückführen
- Teilentladungsmessung, Kabelende-Erkennung durch Tast-
Schaltbetrieb
- ZYyklisches Kurzschließen und IXIsolieren während einer Hochfrequenz-Messung, wie Impulsreflexion, zyklisch, um das Kabelende messtechnisch zu erfassen,
- Tonfrequenz Anwendungen zur Kabelsuche, TrassenOrCurnkdg
- Muffenortung (Überbrücken zwischen den Stromleitern)
- Widerstandsmessung (Isolierung einzelner Leitungen messen)
- Brückenmessung, insbesondere die Methoden nach Murray und
Giaser Nachortungsmessverfahren:
- Mantelfehler Vor- und Nachortung (Erdung wegschalten)
- Schrittspannungsmethode
Stoßspannungsverfahren:
- eigentliche Stromatoß-Methode, wie zum Beispiel „Loop ON Loch OFF*
- Impulsreflexion, Di£fferenz-Methode
- Sekundär - Impuls Messmethode (Impuls Current Reflection Method, Arc Reflexion Method)
- Ausschwingmethode (Decay Method)
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
den Fiquren sowie der dazugehörigen Figurenbeschreibung. Dabei
zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Schaltplan eines
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Prüfanordmundg mLE einem erfindungsgemäßen Kabelendschalter,
Fig. 2a und 2b schematische Darstellungen zu den möglichen Leitungselementen bei einem Ausführungsbeispiel
eines Hochspannungskabels,
Fig. 3 eine schematische Darstellung zu einem weiteren Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Prüfanordnung,
Fig. 4 eine schematische Darstellung zu einem weiteren Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Prüfanordnung sowie Fig. 5a und 5b weitere schematische Darsteliungen weiterer
Ausführungsbeigpliele.,
Fig. 1 zeigt einen schematischen Schaltplan eines
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Prüfanordnung 10.
Geprüft werden sell eine Kabel 56, in diesem Beispiel ein Hochspannungskabel mit drei Stromleitern 3, die nicht alle mit
einem Bezugszeichen versehen wurden.
Mit dem ersten Ende 16 des Kabels 6 ist eine Kabelmesgsanlage 20
verbunden,
Mit dem zweiten Ende 17 des Kabels & ist ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Kabelendschalters 1 verbunden.
Über die Kontaktiervorrichtung 2 ist der KXabelendschalter 1 mit verschiedenen Leitungselementen verbindbar, beispielsweise über Klemmen. Als Beispiel ist dargestellt eine Klemmung der drei Stromleiter 3, der Isolierung 5 in Form des Kabelmantelis. Abgegriffen wird außerdem am Endverschluss 21 des Kabels 5.
Letztlich gibt es noch einen Massekontakt 8.
fs ist an der schematischen Darstellung der Fig. 1 zu erkennen, dass die Kontaktiervorrichtung 2 nicht eine einzige Vorrichtung sein muss, Vielmehr ist die Kontaktiervorrichtung als die Gesamtheit der Vorrichtungen, insbesondere Klemmen und/oder Anschlüsse zu verstehen, mittels derer der erfindungsgemäße Kabelendschalter 1 mit den Leitungselementen (inklusive dem Endverschluss 21), dem Massekontakt 8 oder einer Referenzleitung
verbunden ist (siehe dazu auch Fig. 2a und 2b}.
Analoges gilt für die generatorseitige Kontaktiervorrichtung 14.
Über die Kontaktiervorrichtung 2 kann die Schaltvorrichtung 7 des Kabelendschalter 1 zwischen den Leitungselementen, dem Massekontakt £& und/oder der Referenzleitung die gewünschte Schaltstellung realisieren, beispielsweise einen der Stromleiter
3 mit dem Massekontakt 8.
An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass Fig. 1 in der Hinsicht schematisch ist und dass die einzige Verbindungslinie zwischen der Kontaktiervorrichtung 2 und der Schaltvorrichtung 7 heißt, dass die drei Stromleiter 323 des zu prüfenden Kabeis 56 miteinander verbunden wären, Vielmehr besteht diese Verbindung in diesem Ausführungsbeispiel aus mehreren Einzelverbindungen, sodass die Schaltvorrichtung 7 alle möglichen Kombinationen von leitenden Verbindungen zwischen den Leitungselementen, dem Massekontakt 8
und/oder der Referenzleitung realisieren kann.
Analoges gilt wieder für die Verbindung der generatorseitigen
Kontaktiervorrichtung 14 mit dem Anregungssiqnalgenerator 15.
In diesem Ausführungsbeispiel ist der Änregungssignalgeneratlor 15
integral mit dem Messgerät ausgeführt.
Zum Empfangen eines Schaltsignals umfasst der Kabelendeschalter 1 einen Signalempfänger 9, welcher in diesem Fall eine RogowskiSpule 12 und einen damit verbundenen Tonfrequenzempfänger 12
aufweist.
Zum Senden des Schaltsignals beinhaltet die Kabelmessanlage 20 einen Signalsender 19, der ebenfalls eine Rogowski-Spule 11 Sowie
einen Tonfrequenzgenerator 12 aufweist.
Wird beispielsweise am AÄnregungssignalgenerator 15 und/oder am Messgerät 18 eine gewisses Kabelprüfverfahren eingestellt oder ausgelöst, wird über den Codierer 22, den Tonfrequenzgenerator 11 sowie die Rogowski-Spule 12 der Kabelmessanlage 20 ein codiertes Schaltsignal beispielsweise auf einen der Stromleiter 3 und/oder
den Neutralleiter 4 aufgeprägt.
Es ist darauf hinzuweisen, dass der Ausdruck „codiert“ in diesem Fall nicht notwendigerweise im kryptografischen Sinn zu verstehen ist. Vielmehr wird das Schaltsignal einfach so auf die Stromleiter 2 oder den Neutralleliter 4 aufgeprägt, dass der Kabelendschaliter 1 das Siqmal empfangen und auf dieser Basis die gewünschte Schaltstellung oder Abfolge von Schaltstellungen einnehmen oder
realisieren kann.
In diesem Beispiel könnte jeder Schaltstellung eine gewisse Frequenz des dem Kabel 6 aufgeprägten Schaltsignals zugeordnet sein, die über den Tonfrequenzgenerator 1lL der Kabelmessanlage 20
erzeugt wird.
Mittels des Siqnalempfängers 9 des Kabelendeschalters 1 kann in
analoger Weise, in diesem Beispiel ebenfalls über die Rogowski-
Spule 12 und den Tonfrequenzempfänger 11 des Kabelendschalter 1,
das Schaltsignal empfangen werden.
Der Signalempfänger 9 ist £@o mit der Schaltvorrichtung 7 wirkverbunden, dass letztere die gewünschte Schaltsteilung
realisiert.
In diesem Beispiel ist konkret der Tonfrequenzempfänger 11 mit der
Schaltvorrichtung zu diesem Zweck signalverbunden.
Es ist zu bemerken, dass der Tonfrequenzgenerator 11 der Kabelmessanlage z0 und der Tonfrequenzempfänger 11 des Kabelendschalters 1 besonders bevorzugt im Wesentlichen gleich
ausgeführt sein können.
Dann ist es beispielsweise auch optional möglich, nach Empfang des Schaltsignals am Kabelendschalter 1 ein Bestätigungssignal auf analogem Wege zurückzusenden, sodass an der Kabeimessanlage 20 die Information vorliegt, dass die Schaltstellung korrekt ist und das
Kabelprüfverfahren und/oder die Messung gestartet werden kann.
In diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Kabelendschalter i batteriebetrieben, wofür die Batterie 13 vorgesehen ist. Diese ist zur Energieversorgung mit dem Tonfrequenzempfänger 11 und der Schaltvorrichtung 7 verbunden, was in Fig. 21 schematisch
dargestellt ist.
Mit der hier schematisch dargestellten Anordnung könnte beispielsweise ein Xabelprüfverfahren durchgeführt werden, mit dem die Integrität der Isolierungen der einzelnen Stromleiter 3
überprüft wird.
Dafür würde man beispielsweise ein Schaltsignal aussenden, das den Kabelendschalter 1 dazu veranlasst, die drei Stromleiter 3 mit dem
Massekontakt 8 zu verbinden,
Durch Beaufschlagen eines Stromleiters 3 mit dem Anragungssignal (beispielsweise mit relativ niedriger Frequenz, bekannt aus dem Englischen als VLF, „Very Low Frequeney*, und hoher Spannung) und Messen des Verlustfaktors (Tangens-Delta-Messung) im Rahmen der Messung kann eine Güte der Isolierung angegeben werden (sogenannte Kabeldiagnose), die beispielsweise durch Feuchtigkeitseintrag in
die Isolierung 5 degradiert sein kam.
In einer verbesserten Version des Verfahrens könnten die Endverschlüsse 21 am ersten Ende 16 und am zweiten Ende 17 des Kabels 6 miteinander über eine nicht dargestellte Referenzleitung miteinander verbunden und vom Messgerät vom gemessenen Signal abgezogen werden. Dadurch wird verhindert, dass Oberflächenstrüme
über die Endverschlüsse 21 die Messung verfälschen.
Wie bereits erwähnt, sind eine Vielzahl von Kabeliprüfverfahren an
und für sich Stand der Technik,
Gemäß der Erfindung wird der Vorteil erzielt, dass diese Verfahren mit weniger Personal durchgeführt werden könnten, Das oben kurz beschriebene Verfahren kann so beispielsweise effektiv von nur
einer Person durchgeführt werden.
Um die Dämpfung im zu prüfenden Kabel 6 zu messen, kam im Kabelendschalter 1 ein nicht dargestellter Teilentladungskalibrator zuschaltbar sein und/oder zugeschaltet werden, der kalibrierte Impulse an das Messgerät 18 sendet, um die
Dämpfung der Kabelistrecke zu messen,
Fig. 2a und 2b verdeutlichen schematisch die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten, wie die Kontaktiervorrichtung 2 mit
Leitungselementen leitend verbunden werden kann.
In diesem Ausführungsbeispiel besitzt das dreiphasige Kabel 6 drei Stromleiter 2, die mit LL bis L3 durchnummerliert sind. Außerdem besitzt das Kabel 6 einen Neutralleiter 4 im Zentrum. Schematisch
angedeutet sind ein Kabelendverschluss 21 und ein Massekontakt 8,
Diese Elemente können über die Kontaktiervorrichtung 2 mit dem Kabelendschalter 1 (Fig. 2b) oder über die generatorseitige Kontaktiervorrichtung 14 mit der Kabelmessanlage 20 (Fig. 2a} in
leitende Verbindung gebracht werden.
Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung zu einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Prüfanordnung, welche zum Durchführen eines Kabelprüfverfahrens zur Muffenortung
geeignet ist,
In diesem Ausführungsbeispiel hat das zu prüfende Kabel 6 mehrere
Abzweigungen, die über (Abzweige-) Mu£ffen 23 realisiert sind.
Es ist vorgesehen, dass am ersten Ende 16 des Kabeis 6 eine Kabelmessanlage 20 mit einem Anregungssignalgenerator 15 und einen
Messgerät 18 angeschlossen ist.
Am zweiten Ende 17, dritten Ende 24 und vierten Ende 25 des Kabels 5 ist jeweils ein Kabelendschalter 1 gemäß der Erfindung (siehe
bspw. Fig. 1} angeschlossen. Durch eine bekannte, insbesondere vorgegebene, Abfolge von
Schaltstellungen, die von den Kabelendschaltern 1 abgefahren wird,
kann das Messgerät 18 der Kabelprüfanlage 20 beispielsweise
identifizieren, wo die verschiedenen Enden des Kabels 5 liegen und
wo die Abzweigungen Liegen. Dies geschieht in diesem Ausführungsbeispiel dureh Messung von Laufzeiten und Phasensprüngen des reflektierten Anregungssignals des Anregungssignalgenerators 15, der beispielsweise durch
Kurzaschließen von Stromleitern 3 durch die Kabelendschalter 1 nacheinander erzeugt werden kann (Phasensprung am festen Ende im
Vergleich zum freien Ende, Echometrie),
In ähnlicher Weise kann beispielsweise die Vorortung eines Kabelfehlers wesentlich genauer gemessen, in der Anwendung erleichtert und das Kabelprüfverfahren in der Praxis schneller durchgeführt werden. Das gilt besonders bei Echometrie- und Brückenmessverfahren, Wie erwähnt, werden mehrere Kabelendschalter 1 (durchnummeriert #1, #2, , #n) an das Kabelsystem {Kabel 6}
gleichzeitig angeschlossen,
Im Stand der Technik {also ohne die Kabelendschalter 1 gemäß der Erfindung) konnte als Messergebnis in den Abzweigungen immer nur die Abzweigmuffe 23 als Fehlerort anzeigt werden. Die Messung musste anschließend an den neuen Standort in der Nähe der Abzweigung verlagert werden, um die Fehlerstelle genau zu Orten,
was natürlich besonders zeitaufwendig war,
Sind hingegen gemäß dem Ausführungsbeispiel aus Fig. 3 Yabelendschalter 1 «oemäß der Erfindung an den durch die Abzweigungen entstehenden Kabelenden 17, 24, 25 installiert, kann
der Fehlerort auch in dem betroffenen Kabelzweig angezeigt werden.
Wie bereits erwähnt, sind beim Ablauf solcher Messungen natürlich
mehrere Schaltvorgänge an diesen Kabelenden 217, 24, 25 nacheinander besonders bevorzugt. Diese können von der
Kabelprüfanlage 20 durch Aussenden der Schaltsignale automatisiert
ausgelöst werden.
Insbesondere zu solchen Zwecken kann eine getaktete Abfolge der Schaltstellungen vorteilhaft sein. (z.B. Taktung im KES - Stand
der Technik BAUR Kabelendtastgerät KET)}
Diese Verfahren sind besonders für mehrphasige Kabel, Signal-,
Nieder- und Mittelspannungskabel gut geeignet,
Fig. 4 zeigt gine schematische Darstellung zu einem Ausführungsbeispiel einer erFfindungsgemäßen Prüfanordnung, weiche zum Durchführen eines Kabelprüfverfahrens an besonders langen Kabeln 6, insbesondere länger als 100 km, geeignet igt. Derartige
Längen treten zum Beispiel bei Seekabeln auf.
Die Laufzeitmessung (Impulsreflexionsmessung) ist bei solchen
Kabeln meist wegen der Dämpfung im Kabel 6 stark beeinträchtigt.
gemäß dem Ausführungsbeispiel sind am ersten Ende 15 und am zweiten Ende 17 des Kabels & Kabelmessanlagen 20 mit Anregungssignalgeneratoren 15 und Messygeräten 18 vorgesehen, die über jeweils einen erfindungsgemäßen Kabelendschalter 1 mit dem
jeweiligen Kabelende verbunden sind,
Die durch die Dämpfung im Kabel 6 erschwerte Messung kann verbessert werden, indem von beiden Seiten abwechselnd oder gleichzeitig Anregungssignale in das Kabel 6 eingekoppelt werden, die durch die erfindungsgemäßen Kabelendschalter 1 auch einfach
koordiniert werden können.
Dadurch verbessert sich die Redundanz der verschiedenen
Kabelprüfverfahren wesentlich und die Ortung wird in schwierigen
Verhältnissen erleichtert. Zumindest ist die Chance verdoppelt, dass sich der Kabelfehler in der Nähe einer Kabeimessanlage 20
befindet.
Der Zeitfaktor vom Fehlerereignis bis zur genauen Ortung ist bei sehr langen Kabelstrecken sehr groß, weshalb der Aufwand und damit natürlich auch die Kosten sehr hoch sind. Um diese Zeit zu verringern, sind automatisierte Ortungssysteme mit dieser Erfindung erstmals möglich, da die erforderlichen Schaltstellungen an beiden Enden des Kabels 6 nicht mehr manuell durchgeführt werden
müssen,
Fig. 5a zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, welches eine
Abwandlung des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 darstellt.
Gemäß Fig. 5a ist der Kabelendschalter 1 mit einer digitalen
Elektronik ausgeführt, welche die Schaltvorrichtung 7 realisiert.
Die Kontaktiervorrichtung 2 ist durch kleine Quadrate symbolisiert, wobei nicht alle Quadrate mit einem Bezugszeichen
versehen wurden, um die Darstellung nicht zu überladen.,
Ähnlich wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist die erwähnte digitale Elektronik batteriebetrieben, was in Fig, 5a durch ein
Symbol einer Batterie 13 symbolisiert ist.
Der Signalempfänger 9 beinhaltet in diesem Ausführungsbeispiel eine erste Datenaustauschvorrichtung 26, mittels derer der Kabelendschalter 1 die Schaltsignale gemäß der Erfindurkg
entgegennehmen kann.
Zusätzlich kann in diesem Ausführungsbeispiel natürlich vorgesehen
sein, dass die digitale Elektronik dazu konfiguriert ist, auch
Schaltsignale entgegenzunehmen, die dem zumindest einen Stromleiter 3 und/oder den zumindest einen Neutrallieiter 4 des zu
prüfenden Kabels 6 au£fgeprägt wurden.
In analoger Weise kann die Kabelmessanlage 20 über eine zweite Datenaustauschvorrichtung 27 verfügen, über welche Befehle betreffend das durchzuführende Kabelprüf- und/oder Messverfahren
entgegengenommen werden können.
Weiterhin kann die Kabelmessanlage 20 natürlich in der Lage sein, die Schaltesignale wie in Verbindung mit dem Ausführungsbeispiel aus Fig. 1 beschrieben auf die den zumindest einen Stromleiter 3
und/oder den zumindest einen Neutralleiter 4 aufzuprägen.
Ein im Vergleich zum Fig. 5a weiter abgewandeltes
Ausführungsbeispiel ist schematisch in Fig. 5b dargestellt.
In diesem Ausführungsbeispiel ist die zweite Datenaustauschvorrichtung 27 nznicht direkt mit dem integral ausgeführten Anregungssignalgenerator 15 und Messgerät 18
verbunden, sondern mit dem Codierer 22.
Unabhängig davon ist es in diesem Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass der Anregungssignalgenerator 15 selbst die Fähigkeit hat, die Schaltsignale, die dem zumindest einen Stromleiter 3 und/oder dem zumindest einen Neutralleiter 4 aufzuprägen sind, zu generieren,
wodurch der Anrequngssiqnalgenerator 15 zum Signalsender 19 wird,
Das kann vorgesehen sein unabhängig davon, ob das Messgerät 18 in
den Anregungesignalgenerator 15 integriert ist oder nicht.
Darüber hinaus ist in Fig, Sb ein mobiles Endgerät 28 dargestellt,
das über die erste Datenaustauschvorrichtung 26 mit dem
Kabelendschalter und/oder über die zweite Datenaustauschvorrichtung 27 mit der Kabelmessanlage Z0 kommunizieren kann. Diese Möglichkeit besteht natürlich auch in
Bezug auf die Ausführungsform gemäß Fig. 5a.
Das mobile Endgerät 28 kann beispielsweise ein Mobiltelefon
und/oder ein Tabletcomputer sein,
Das mobile Endgerät 28 kann beispielsweise über eine Mobilfunkstandard, mobiles Internet und/oder einer drahtlosen LÄN-
Verbindung (WLan) mit dem Kabelendschalter 1 und/oder der
Kabelmessanlage 20 kommunizieren,
Es ist zu erwähnen, dass das mobile Endgerät 28 in diesem Ausführungsbeispiel unabhängig vom eigenen Standort mit der ersten Datenaustauschveorrichtung 26 und/oder der zweiten
Datenaustauschvorrichtung 27 Daten austauschen kann.
Der Standort des mobilen Endgerätes 28 könnte beispielsweise am ersten Ende 16 des Kabels 6 oder am zweiten Ende 17 des Kabeis 6 oder an einem Ort entlang eines vermuteten oder erwarteten oder
tatsächlichen Verlaufs (Trasse) des Kabels & sein.
Ausführungsformen, wobei das mobile Endgerät 28 beispielsweise in
den Kabelendschalter 1 integriert ist, sind prinzipiell denkbar.
Besenders einfach können Ausführungen sein, wobei das mobile Endgerät 28 über eine App in die Lage versetzt wird, mit dem Kabelendschalter 1 und/oder der Kabelmessanlage 20 zu
kommunizieren.
Es kann vorgesehen sein, dass von einer bedienenden Person über
das mobile Endgerät 28 festgelegt wird, welches Kabeliprüfverfahren
durchgeführt werden soll und ein entsprechender Befehl an die Kabelmessanlage 20, d.h. insbesondere den Anrequngssignalgenerator
15 und/oder das Messgerät 15, ergeht.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5b kann der empfangene Befehl dann beispielsweise über den Codierer 22 in ein entsprechendes Schaltesignal für den Kabeiendschalter 1 verwandelt werden, welches über den Anregungssignalgenerator 15 dem zumindest einen
Stromleiter 3 und/oder dem zumindest einen Neutralleiter 4
aufgeprägt wird.
Das Schaltsighal kann so zum Kabelendschalter 1 übertragen werden, der erfindungsgemäß Schaltstellungen und/oder Abfolgen von
Schaltstellungen einnimmt:
Zusätzlich kann das Schaltsignal auch direkt vom mobilen Endgerät 28 an den Kabelendschalter 1 versendet werden, wodurch der Kabelendschalter 1 überprüfen kann, dass das Von der
Kabelmessanlage 20 über das Kabel 6& empfangene Signal korrekt ist.
Im Übrigen entsprechen die Ausführungsbeispiele gemäß Fig. 5a und
5b demjenigen aus Fig. 1.
In anderen Ausführungsformen können die Steuersignale vom mobilen Endgerät 28 an den Kabelendschalter 1 und/oder die Befehle betreffend das durchzuführende Kabelprüf- und/oder Messverfahren an den Anregungssignalgenerator 15 und/oder das Messgerät 18
und/oder die Kabelmessanlage 20 versendet werden.
Wie erwähnt, könnte das mobile Endgerät 28 im Kabelendschalter 1
integriert sein,
Die Kabelmessanlage 20 kann in anderen Ausführungsformen den Messablauf an den Kabelendschalter 1 über mobile Datenübertragungsstandards übertragen und die gewünschte Schaltstellung in der generatorseitigen Kontaktiervorrichtung 14 für das jeweils eingestellte Messverfahren, bevorzugt mittels des Codierers 22, einstellen und/oder die gewünschte Schaltstelilung über den Signalsender 19, Codierer 22, Rogqowski Spule 11 im
Kabelendschalter 1 an die Schaltvorrichtung 7 senden,
Durch die beschriebene Verwendung des mobilen Endgerätes 28 können Bediener besonders bevorzugt die Schaltstelilung der Schaltvorrichtung 7 des Kabelendschalters 1steuern, kontrollieren
und/oder verifizieren,
Alternativ oder zusätzlich können die Schaltsteilungen der Schaltvorrichtung 7 des Kabelendschalters 1 in einer Datenbank (beispielsweise in Form eines Logbuchs) gespeichert werden. Die Datenbank kann dabei auf dem mobilen Endgerät 28 selbst vorliegen oder es kann vorgesehen sein, dass das mobile Endgerät 28 diese Daten an eine externe Datenbank (beispielsweise in Form eines
Servers) überträgt, beispielsweise über das Internet.
Letztere Maßnahme hätte den Vorteil, dass die Schaltstellungen auch wieder aus der Datenbank geladen werden Können, beispielsweise um gleiche oder Ähnliche Kabelmessverfahren erneut
durchzuführen.
In besonders bevorzugten Ausführungsbeispielen kann das mobile Endgerät 28, bevorzugt in Form eines Mobilteliefons, eine kundenspezifische Software Anwendung (APP) enthalten, die in der Lage ist, sowohl den Kabelendschalter 1 und die Durchführung der Messverfahren für die Einstellung im Messgerät 18 und/oder
Kabelmessanlage 20 zu empfangen, steuern und kontrollieren. Die
Kontrolle der Schaltstellung in der Schaltvorrichtung 7 kann im Kabelendschalter 1L über eine erste Datenaustauschvorrichtung 26 geschehen, über welche der Status der Messverfahren an das mobile Endgerät 28 zurückmeldet. werden kann. Dies gilt auch für die
Ausführungsformen zu den Figuren 1 bis 4.
Der Anwender kann bevorzugt seinen Standort an einem Ende des Kabels 5 haben, Er sendet über das mobile Endgerät 28 die Befehle an den Anregungssignalgenerator 15 und ist damit in der Lage Über eine Kontrolleinrichtung und den Codierer 11 in der Software Anwendung die Methoden der Messanordnung und die Schaltstellung des Kabelendschalters 1L zu steuern, zu kontrollieren und zu
verifizieren.
Damit werden alle Kabelprüf-, Diaqgnose-, und Fehlerortungsverfahren nur durch eine Person an einem Standort
bedienbar.
In der Kabelmessanlage 20 und/oder im Anregungssignalgenerator 15 und/oder im Messgerät 18 eine zweite Datenaustauschvorrichtung 27 eingebaut werden. Dann ist es beispielsweise möglich in einer erweiterten Software-Anwendung {APP}, das Messgerät 18 die Methoden und Verfahren über das mobile Endgerät 28, bevorzugt Mobiltelefon, über die generatorseitige Kontaktiervorrichtung 14
direkt zu steuern.
In dieser Anordnung können gewisse Bauteile, wie zum Beispiel Anregungssignalgenerator 15, Rogowski-Spule 11 und Signalsender
19, wegfallen. Alternativ oder zusätzlich kann im Kabelendschalter 1 eine erste
Datenaustauschvorrichtung 26 eingebaut sein, über welche die
Schaltstellung, die je nach Messverfahren durch die
Schaltvorrichtung 7 realisiert wird, eingestellt und an den
Anwender zur Kontrolle zurückmeldet werden kann.
Ein großer Vorteil liegt in dieser Anordnung darin, dass alle Messverfahren nur durch eine Person über die Software-Anwendung
von einem Standort aus gesteuert und kontrolliert werden können,
Zs wird dadurch möglich alle Messverfahren in einem Logbuch fortlaufend in der Software-Anwendung zu sepeichern, in eine
Datenbank zu übertragen oder auszudrucken,
Weitere große Vorteile einer Datenbank oder eines Logbuchs liegen darin, dass alle Anwendungen rückverfolgbar werden und bei Schäden an der Kabelanlage oder bei einem unvorhergesehenen Ereignis
Beweismaterial verfügbar wird.
Bezugszeichenliste:
1 Kabelendschaliter
2 Keontaktiervorrichtung 3 Stromleiter
& Neutralleiter
5 Isolierung
6 Kabel
7 Schaltvorrichtung
8 Massekontakt
$ Siqnalempfänger
18 Kabelprüfanordnung
11 Rogowski-Spule
12 Tonfrequenzgenerator/Tonfrequenzempfänger 13 Batterie
14 generatorseitige Kontaktiervorrichtung 15 Anregungssiqnalilgenerator
16 erstes Ende des Kabels 6
17 zweites Ende des Kabels 6
18 Messgerät
19 Siqnalsender
20 Kabelimessanlage
21 Endverschluss
22 Sodierer
zZ Abzweigemuffe
24 drittes Ende des Kabeis 6
25 viertes Ende des Kabels 6
26 erste Datenaustauschvorrichtung
27 zweite Datenaustauschvorrichtung
28 mobiles Endgerät

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1, Kabelendschalter zum Durchführen von Kabelprüfverfahren mit einer Kontaktiervorrichtung (2), welche zum Kontaktieren zumindest eines der folgenden Leitungselementes ({3,4,5) eines zu prüfenden Kabels (6) ausgebildet ist: zumindest ein Stromleiter {3}, ein Neutralleiter {4} und/oder eine Isolierung {5}; sowie
    - einer, vorzugsweise elektronischen, Schaltvorrichtung {7}, weiche mittels verschiedenen Schaltstellungen dazu ausgebildet ist, zwischen den Leitungselementen (23,4,5) und/oder einer Referenzleitung und/oder einem Massekontakt {8} und/oder einem Messgerät (18) verschiedene leitende Verbindungen herzustellen,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Kabelendschalter {1} einen
    Siqnalempfänger {8} zum Empfangen von Schaltsignalen
    aufweist, wobei der Signalempfänger {9) mit der
    Schaltveorrichtung (7) so wirkverbunden ist, dass die
    Schaltvorrichtung {7} beim Empfang eines Schaltsignals eine
    entsprechende Schaltstellung und/oder eine bestimmte Abfolge
    von Schaltstellungen einnimmt.
    2. Kabelendschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalempfänger (9) dazu ausgebildet ist, das Schaltsignal über den zumindest einen Stromleiter {3} und/oder den zumindest ainen Neutralleiter (4) des zu prüfenden Kabels (6) zu
    empfangen.
    2. Kabelendschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalempfänger (9) eine Rogowski-Spule (11) und/oder einen Tonfrequenzempfänger {12}
    beinhaltet,
    Kabelendschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Siqnalempfänger (9) eine erste Datenaustauschvorrichtung {26) zum drahtlosen Austauschen Von Daten beinhaltet, wobei die erste Datenaustauschvorrichtung (26) bevorzugt dazu ausgebildet ist, Daten gemäß mobilen Datenübertragungsstandardes, insbesondere
    betreffend mobiles Internet und/oder drahtlose Netzwerke,
    auszutauschen.
    Xabelendschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Siqnalempfänger {9}
    batteriebetrieben ist.
    KXabelendschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch «gekennzeichnet, dass der Kabelendschalter dazu konfiguriert ist, bei Empfang des Schaltsignais eine
    Bestätigung des Schaltsignals auszusenden.,
    Kabelendschalter mach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zuschaltbarer Teilentladungskalibrator vorgesehen ist, welcher bevorzugt
    ausgelöst durch ein Schaltsignal zuschaltbar ist.
    Xabelendschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kabelendschalter {1} zum Kontaktieren und Herstellen der verschiedenen Schaltstellungen
    bei Hochspannungskabeln (6) ausgebildet ist.
    Prüfanordnung zum Durchführen eines Kabelprüfverfahrens mit - einer generatorseitigen Kontaktiervorrichtung (14), welche zum Kontaktieren zumindest eines der folgenden Leitungselemente (3,4,5) ausgebildet ist: zumindest ein Stromleiter {3}, ein Neutralleiter (4) und/oder eine
    Isolierung (5);
    - einem Anregungssignalgenerator (15) zum Erzeugen eines Anregungssignals, wobei der Anregungssignalgenerator (15} zum Beaufschlagen des AÄnregungssignals über die generatorseitige Kontaktiervorrichtung {14) mit dem zumindest einen Leitungselement (3,4,5) an einem ersten Ende (16) des zu prüfenden Kabels (6) verbunden oder verbindbar ist,
    - zumindest einem Kabelendschalter ({1}) mach einem der vorhergehenden Ansprüche, dessen Kontaktiervorrichtung (2) mit dem zumindest einen Leitungselement (3,4,5) an einem zweiten Ende (17) des zu prüfenden Kabels (6) verbunden oder verbindbar ist, sowie
    - einem Messgerät (18) zum Durchführen einer Messung am ersten Ende (156) und/oder entlang eines bekannten oder erwarteten Verlaufs und/oder am zweiten Ende (17) des zu
    prüfenden Kabels (6).
    10. Prüfanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Anrequngssignalgenerator (15) und/oder das Messgerät {18) einen Signalsender {19} zum Senden der Schaltsignale für den Kabelendschalter {1} beinhaltet, wobei der Signalsender (159) Vorzugsweise
    - dazu ausgebildet ist, das Schaltsignal über den zumindest einen Stromleiter {3} und/oder den zumindest einen Neutralleiter (4} des zu prüfenden Kabels (6) zu senden, und/oder
    - eine Rogowski-Spule (11) und/oder einen Tonfrequenzgenerator beinhaltet (12) und/oder
    - batteriebetrieben ist. 11. Prüfanordnung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch
    gekennzeichnet, dass der ÄAnregungssignalgenerator (15) und das
    Messgerät (18) integral in einer Vorrichtung ausgeführt sind.
    13.
    14.
    32191 37 $
    Prüfanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Anregungssignalgenerator und/oder das
    Messgerät zum Empfang einer Bestätigung konfiguriert ist.
    Prüfanordnung nach einem der Ansprüche 93 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Kabelendschalter (1) und/oder die generatorseitige Kontaktiervorrichtung (14) und/oder der Anregungssignalgenerator (15) und/oder das Messgerät {18} zum Durchführen eines Kabelprüferfahrens bei einem
    Hochspannungskabel (6) eingerichtet sind.
    Prüfaneordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass - die Prüfanordnung ein mobiles Endgerät {28} beinhaltet, welches dazu ausgebildet ist, bevorzugt unabhängig vom Standort, die Schaltsignale und/oder Befehle betreffend das durchzuführende Kabeiprüf- und/oder Messverfahren abzusenden, bevorzugt ausgelöst durch eine bedienende Person, besonders bevorzugt unter Verwendung einer ADD, und/oder - der Anregungssignalgenerator (15) und/oder das Messgerät (18) eine zweite Datenaustauschvorrichtung (27) zum
    drahtlosen Austauschen von Daten beinhaltet, wobei die
    zweite Datenaustauschvorrichtung (27) bevorzugt dazu ausgebildet ist, Daten gemäß mobilen Datenübertragungsstandards, insbesondere betreffend mobiles Internet und/oder drahtiose Netzwerke,
    auszutauschen, und/oder
    - der Anregungssignalgenerator (15) und/oder das Messgerät (18) dazu ausgebildet ist, die Befehle betreffend das durchzuführende Kabelprüf- und/oder Messverfahren, bevorzugt über die zweite Datenaustauschvorrichtung (27),
    entgegenzunehmen und auszuführen.
    16.
    32191 32 S
    Kabelprüfverfahren, insbesondere unter Verwendung eines Kabelendschalters (1} nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und/oder einer Prüfanordnung {10} nach einem der Ansprüche 9 bis 14, wobei
    - an einem ersten Ende (16) eines zu prüfenden Kabels (6) ein Anregungssignal beaufschlagt wird,
    _ an zumindest einem zweiten Ende {17} des zu prüfenden Kabels (8) mittels eines Kabelendschalters (1) verschiedene leitende Verbindungen zwischen zumindest einem Stromleiter {3} des zu prüfenden Kabels (6), einem Neutralleiter (4) des zu prüfenden Kabels (6) und/oder einer Isolierung {5} des zu prüfenden Kabels {6} und/oder einer Referenzlieitung und/oder einem Massekontakt (8) hergestellt werden, und
    „ am ersten Ende (165) und/oder entlang eines bekannten oder erwarteten Verlaufs und/oder am zweiten Ende (17) des zu prüfenden Kabels (6) eine Messung durchgeführt wird,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    - ein Schaltsignal ausgesendet wird, weiches Schaltsignal die Information, bevorzugt in codierter Form, beinhaltet, welche zumindest eine leitende Verbindung oder Abfolge von leitenden Verbindungen für die Prüfmessung herzustellen sind,
    - das Schaltsignal am zweiten Ende (17) des zu prüfenden Kabels (6) empfangen wird und
    - ausgelöst durch den Empfang des Schaltsignals automatisch die zumindest eine leitende Verbindung oder Abfolge von
    leitenden Verbindungen eingenommen wird.
    Kabelprüfverfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltsignal vom ersten Ende {16} des Kabels (6) über den zumindest einen Stromleiter {3} und/oder den zumindest
    einen Neutralleiter (4) des zu prüfenden Kabels (6) ausgesendet
    wird.
    18.
    19,
    20
    32191 32 6
    Kabelprüfverfahren nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dad rch gekennzeichnet, dass das Schalteseignal von einem mobilen Endgerät (28) versendet wird und/oder dass Befehle betreffend das Anregqungssignal und/oder die Messung von mobilen Endgerät
    {28} versendet werden.
    Kabelprüfverfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltsignal mit einer - bevorzugt
    codierten - Bestätigung quittiert wird.
    Kabelprüfverfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabelprüfverfahren an einem
    Hochsvannungskabel als zu prüfendem Kabel (6) durchgeführt
    wird,
    Verwendung eines mobilen Endgerätes und/oder eines KYabelendschalters {1} nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und/oder einer Prüfanerdnung (10) nach einem der Ansprüche 93 bis 14 bei
    einem Kabelprüfverfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 19,
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KR102419661B1 (ko) * 2021-12-31 2022-07-11 주식회사 세원전자 커넥터 결합된 케이블의 내전압을 검사하는 장치

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