AT527145B1 - Rollschuh - Google Patents

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AT527145B1
AT527145B1 ATA50889/2023A AT508892023A AT527145B1 AT 527145 B1 AT527145 B1 AT 527145B1 AT 508892023 A AT508892023 A AT 508892023A AT 527145 B1 AT527145 B1 AT 527145B1
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Gerer Roman
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Gerer Roman
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Abstract

Rollschuh mit in einem Fahrgestell (2) in einer Reihe hintereinander angeordneten, eine Abrollebene (11) bestimmenden Laufrollen (3) und mit einer Bremsrolle (4), die auf einem am Fahrgestell (2) angelenkten, aus einer anschlagbegrenzten Ruhestellung gegen die Kraft einer Rückstellfeder (7) in eine Bremsstellung verschwenkbaren Bremshebel (5) gelagert ist. Die der in Fahrtrichtung letzten Laufrolle (3) nachgeordnete und mit dieser ablaufseitig zusammenwirkende, frei drehbare Bremsrolle (4) weist in der anschlagbegrenzten Ruhestellung des Bremshebels (5) einen Abstand zur letzten Laufrolle (3) und zur Abrollebene (11) auf, wobei der Bremshebel (5) in der Ruhestellung mit der Abrollebene (11) auf der der letzten Laufrolle (3) zugekehrten Seite einen Winkel (α) von mindestens 90° einschließt.

Description

Beschreibung
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Rollschuh mit einem Fahrgestell, mit im Fahrgestell in einer Reihe hintereinander angeordneten, eine Abrollebene bestimmenden Laufrollen und mit einer Bremsrolle, die auf einem am Fahrgestell angelenkten, aus einer anschlagbegrenzten Ruhestellung gegen die Kraft einer Rückstellfeder in eine Bremsstellung verschwenkbaren Bremshebel gelagert ist.
[0002] Um der beim Einsatz von Bremsbacken bestehenden Gefahr, die durch die Bremsbacke beaufschlagte Laufrolle zu blockieren, zu begegnen, ist es bekannt (EP 0 853 964 A1), eine auf einem Bremshebel gelagerte Bremsrolle vorzusehen, die beim Verschwenken des im Fahrgestell gegen die Kraft einer Rückstellfeder drehbar gelagerten Bremshebels in den oberen Zwickelbereich zwischen den Laufrollen des in Bezug auf die Fahrrichtung letzten Laufrollenpaars eingeschwenkt und an die Laufflächen dieser Laufrollen angedrückt wird. Die mit Spiel im Bremshebel gelagerte Bremsrolle wirkt mit einem dem Bremshebel zugehörigen Bremsbelag zusammen, an den sie aufgrund des Lagerspiels mit zunehmender Bremshebelbeaufschlagung angedrückt und zunehmend gebremst wird. Die Beaufschlagung des Bremshebels erfolgt über einen mit dem gelenkigen Schuhschaft verbundenen Betätigungsarm, sodass durch eine entsprechende Neigung des Schuhschaftes die wirksame Bremskraft gesteuert werden kann. Nachteilig ist allerdings der mit der Bremseinrichtung für die Bremsrolle und mit dem Betätigungsgestänge verbundene Aufwand.
[0003] Weiter ist aus dem Dokument DE 230621 C eine Bremsvorrichtung für einen einspurigen Rollschuh bekannt geworden, welche eine an einem schwenkbaren Bremshebel drehbar gelagerten Bremsrolle aufweist, die beim Anheben der Fußspitze durch Kontakt mit dem Boden aus einer anschlagbegrenzten Ruhelage nach oben gegen die hinterste Laufrolle gedrückt wird, wobei der bügelförmige Bremshebel um eine Achse unterhalb der Drehachse der hintersten Laufrolle schwenkbar gelagert ist und von dort annähernd waagrecht nach hinten absteht.
[0004] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Bremseinrichtung für einen Rollschuh so auszubilden, dass mit einfachen konstruktiven Maßnahmen nicht nur eine dosierte Bremsung möglich wird, ohne eine Blockierung der gebremsten Laufrolle befürchten zu müssen, sondern auch eine vorteilhafte Betätigung der Bremseinrichtung gewährleistet werden kann.
[0005] Ausgehend von einem Rollschuh der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung gestellte Aufgabe dadurch, dass die der in Fahrrichtung letzten Laufrolle nachgeordnete und mit dieser letzten Laufrolle ablaufseitig zusammenwirkende Bremsrolle in der anschlagbegrenzten Ruhestellung des Bremshebels einen Abstand zur letzten Laufrolle und zur Abrollebene aufweist und dass der Bremshebel in der Ruhestellung mit der Abrollebene auf der der letzten Laufrolle zugekehrten Seite einen Winkel von mindestens 90° einschließt.
[0006] Wird der Rollschuh zur Betätigung der Bremseinrichtung um die Achse der letzten Laufrolle rückwärts verschwenkt, so setzt die Bremsrolle unter einem Abrollen auf der Fahrbahn auf und wird an die letzte Laufrolle angedrückt, weil die senkrecht zur Fahrbahn wirksame Aufsetzkraft auf den Bremshebel ein entsprechendes Drehmoment bedingt, das den Bremshebel gegen die Kraft der Rückstellfeder gegen die letzte Laufrolle verschwenkt. Der Mindestwinkel von 90° zwischen der Abrollebene und dem Bremshebel in der anschlagbegrenzten Ruhestellung bedingt beim Rückwärtskippen des Rollschuhs um die letzte Laufrolle ein Voreilen der Achse der Bremsrolle gegenüber der Anlenkachse des Bremshebels und damit ein von der Kippbewegung des Rollschuhs abhängiges Andrückmoment der Bremsrolle an die letzte Laufrolle. Da die auf die Fahrbahn aufgesetzte, frei drehbar gelagerte Bremsrolle auf der Fahrbahn abrollt, weisen die Laufrolle und die Bremsrolle im Berührungsbereich entgegengesetzte Umfangsgeschwindigkeiten auf, die eine Bremsung der letzten Laufrolle und der Bremsrolle bewirken, was bei einer entsprechenden Auslegung und Anordnung des Bremshebels ein dosiertes Bremsen in Abhängigkeit von einem auf den Rollschuh aufgebrachten Kippmoment ermöglicht, und zwar ohne Gefahr einer Blockade der letzten Laufrolle oder der Bremsrolle.
[0007] Um ein unbeabsichtigtes Bremsen durch ein geringfügiges Kippen des Rollschuhs zu
vermeiden, können die Abstände der Bremsrolle zur letzten Laufrolle und zur Abrollebene in der Ruhestellung des Bremshebels zumindest angenähert gleich groß gewählt werden, sodass beim Kippen des Rollschuhs um die letzte Laufrolle zunächst die Bremsrolle auf die Fahrbahn aufgesetzt wird, bevor nach einer Fortsetzung der Schwenkbewegung die Bremsung eingeleitet wird.
[0008] Der Umstand, dass die Bremsrolle der letzten Laufrolle nachgeordnet ist, erlaubt den Einsatz einer Bremsrolle in einem Durchmesserbereich der Laufrollen. Besonders vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse ergeben sich in diesem Zusammenhang, wenn der Durchmesser der Bremsrolle zumindest angenähert dem um den Abstand der Bremsrolle von der Abrollebene verminderten Durchmesser der Laufrollen entspricht, weil in diesem Fall die oberen Scheitel der Laufrollen und der Bremsrolle in einer Höhe liegen, was für die Ausgestaltung des Fahrgestells platzsparende Konstruktionsvoraussetzungen schafft.
[0009] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
[0010] Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Rollschuh in einer zum Teil aufgerissenen, schematischen Seitenansicht in einer ungebremsten Fahrstellung und
[0011] Fig. 2 diesen Rollschuh in der Bremsstellung.
[0012] Der dargestellte Rollschuh weist in herkömmlicher Weise ein mit einem Schuh 1 verbundenes Fahrgestell 2 auf, in dem in Fahrrichtung in einer Reihe hintereinander angeordnete Laufrollen 3 drehbar gelagert sind. Das Fahrgestell 2 umfasst außerdem eine Bremseinrichtung mit einer Bremsrolle 4, die der in Fahrrichtung letzten Laufrolle 3 nachgeordnet ist und mit dem ablaufseitigen Umfang der letzten Laufrolle 3 zusammenwirkt. Die Bremsrolle 4 ist auf einem Bremshebel 5 frei drehbar gelagert, der um eine Anlenkachse 6 im Fahrgestell 2 schwenkbar ist. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass der Bremshebel 5 in der Ruhestellung mittels einer Rückstellfeder 7 in Anlage an einem Anschlag 8 gehalten wird. In dieser in der Fig. 1 dargestellten Ruhestellung schließt der durch seine die Anlenkachse 6 mit der Achse 9 der Bremsrolle 5 verbindenden Wirklinie 10 in seiner Schwenkstellung bestimmte Bremshebel 5 mit der Abrollebene 11, die der gemeinsamen, fahrbahnseitigen Tangentialebene der Laufrollen 3 entspricht, auf der der letzten Laufrolle 3 zugekehrten Seite einen Winkel a von zumindest 90° ein. Da die Bremsrolle 4 in der Ruhestellung des Bremshebels 5 sowohl von der letzten Laufrolle 3 als auch von der Abrollebene 11 einen Abstand aufweist, wird das Fahrverhalten des Rollschuhs durch die Bremsrolle 4 nicht beeinträchtigt.
[0013] Um den Bremsvorgang einzuleiten wird der Rollschuh um die Achse der letzten Laufrolle 3 nach hinten mit der Wirkung gekippt, dass die Bremsrolle 4 zunächst auf die Fahrbahn 12 aufsetzt, die aufgrund der Verschwenkung des Rollschuhs nicht mehr mit der dem Rollschuh eigenen Ablaufebene 11 übereinstimmt. Da zufolge des zumindest 90° aufweisenden Winkels a die Achse 9 der Bremsrolle 5 gegenüber der Anlenkachse 6 des Bremshebels 5 voreilt, wird durch die Druckbelastung der auf die Fahrbahn 12 aufsetzenden Bremsrolle 4 auf den Bremshebel 5 ein Drehmoment ausgeübt, das den Bremshebel 5 entgegen der Kraft der Rückstellfeder 7 vom Anschlag 8 gegen die letzte Laufrolle 3 verschwenkt, wobei die auf der Fahrbahn 12 abrollende Bremsrolle 4 ablaufseitig an die letzte Laufrolle 3 angestellt wird. Da die auf der Fahrbahn 12 abrollende, letzte Laufrolle 3 und die ebenfalls auf der Fahrbahn 12 abrollende Bremsrolle 4 gleichen Drehsinn aufweisen, ergeben sich zwischen der letzten Laufrolle 3 und der Bremsrolle 4 im Anlagebereich gegensinnige Umfangsgeschwindigkeiten, wie dies in der Fig. 2 angedeutet ist.
[0014] Aufgrund der gegensinnigen Umfangsgeschwindigkeiten werden sowohl die letzte Laufrolle 3 als auch die Bremsrolle 4 abgebremst, was eine wirksame Abbremsung des Rollschuhs bedingt. Dabei kann in Abhängigkeit von der Kippbewegung des Rollschuhs die Bremskraft fein dosiert werden, ohne eine unerwünschte, plötzliche Blockierung der auf der Fahrbahn 12 abrollenden letzten Laufrolle 3 und der Bremsrolle 4 befürchten zu müssen.

Claims (3)

Patentansprüche
1. Rollschuh mit einem Fahrgestell (2), mit im Fahrgestell (2) in einer Reihe hintereinander angeordneten, eine Abrollebene (11) bestimmenden Laufrollen (3) und mit einer Bremsrolle (4), die auf einem am Fahrgestell (2) angelenkten, aus einer anschlagbegrenzten Ruhestellung gegen die Kraft einer Rückstellfeder (7) in eine Bremsstellung verschwenkbaren Bremshebel (5) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die der in Fahrtrichtung letzten Laufrolle (3) nachgeordnete und mit dieser letzten Laufrolle (3) ablaufseitig zusammenwirkende, frei drehbare Bremsrolle (4) in der anschlagbegrenzten Ruhestellung des Bremshebels (5) einen Abstand zur letzten Laufrolle (3) und zur Abrollebene (11) aufweist und dass der Bremshebel (5) in der Ruhestellung mit der Abrollebene (11) auf der der letzten Laufrolle (3) zugekehrten Seite einen Winkel (a) von mindestens 90° einschließt.
2. Rollschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ruhestellung des Bremshebels (5) die Abstände der Bremsrolle (4) zur letzten Laufrolle (3) und zur Abrollebene (11) zumindest angenähert gleich groß sind.
3. Rollschuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Bremsrolle (4) zumindest angenähert dem um den Abstand der Bremsrolle (4) von der Abrollebene (11) verminderten Durchmesser der Laufrollen (3) entspricht.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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