AT527168B1 - Verfahren zur Aufbereitung eines Flockmittels, Verfahren zum Entwässern und/oder Eindicken einer Suspension, Aufbereitungsvorrichtung sowie Anlage - Google Patents
Verfahren zur Aufbereitung eines Flockmittels, Verfahren zum Entwässern und/oder Eindicken einer Suspension, Aufbereitungsvorrichtung sowie AnlageInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbereitung eines Flockmittels (1) für das Entwässern und/oder Eindicken einer Suspension, das folgende Schritte umfasst: Bereitstellen eines Flockmittelkonzentrats (19) und einer Flüssigkeit, Vermischung des Flockmittelkonzentrats (19) und der Flüssigkeit zu dem Flockmittel (1) mit Hilfe einer Misch-/Reifeeinrichtung (12), Reifung des Flockmittels (1) in wenigstens einem Flockmittelbehälter (13) der Misch-/Reifeeinrichtung (12), Abgabe des Flockmittels (1) an die Suspension über eine Flockmittelzuführung (2), und Ermitteln eines Ist-Zustands einer Aufbereitungsqualität des Flockmittels (1) mit Hilfe wenigstens einer Erfassungseinrichtung (3), wobei das Ermitteln des Ist-Zustands im Bereich der Flockmittelzuführung (2) und/oder der Misch-/Reifeeinrichtung (12) erfolgt. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Entwässern und/oder Eindicken einer Suspension, eine Aufbereitungsvorrichtung (11) sowie eine Anlage (15).
Description
VERFAHREN ZUR AUFBEREITUNG EINES FLOCKMITTELS, VERFAHREN ZUM ENTWÄSSERN UND/ODER EINDICKEN EINER SUSPENSION, AUFBEREITUNGSVORRICHTUNG SOWIE ANLAGE
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbereitung eines Flockmittels für das Entwässern und/oder Eindicken einer Suspension, das folgende Schritte umfasst: Bereitstellen eines Flockmittelkonzentrats und einer Flüssigkeit, Vermischung des Flockmittelkonzentrats und der Flüssigkeit zu dem Flockmittel mit Hilfe einer Misch-/Reifeeinrichtung, Reifung des Flockmittels in der Misch-/Reifeeinrichtung, und Abgabe des Flockmittels an die Suspension über eine Flockmittelzuführung. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Entwässern und/ oder Eindicken einer Suspension, eine Aufbereitungsvorrichtung sowie eine Anlage.
[0002] Das Entwässern und/oder Eindicken einer Suspension, beispielsweise Schlamm, kann mit Hilfe von Flockmitteln erleichtert werden. Allgemein ist es bekannt, dass das Flockmittel durch Vermischung von Flockmittelkonzentrat mit einer Flüssigkeit, insbesondere mit Wasser, aufbereitet wird. Das Flockmittel wird anschließend in die Suspension eingeleitet. Das Flockmittel kann auch Flockungsmittel genannt werden.
[0003] So ist aus der WO 2020/216670 A1 ein Verfahren zur Flockung von in einer Suspension enthaltenen Feststoffpartikeln bekannt. Hier wird zu einer Vielzahl von Messzeitpunkten eine Suspensionsladungsdichte im Wege einer titrimetrischen Analyse unter Messung des Strömungspotentials ermittelt. Basierend auf einer Zielladungsdichte, einer Flockungsmittel-Ladungsdichte und der zu dem jeweiligen Messzeitpunkt vorliegenden Suspensions-Ladungsdichte wird eine benötigte Zugabemenge des Flockungsmittels ermittelt und im Anschluss zugegeben. Nachteilig an dem Verfahren ist, dass die Bestimmung der Ladungsdichte, insbesondere mittels Titration, sehr aufwendig ist. Zudem kann eine derartige Messung der Ladungsdichte, insbesondere der Flockungsmittel-Ladungsdichte, mittels Titration nicht oder nur sehr schwer während des Betriebs erfolgen. Die aktuelle Ladungsdichte, insbesondere des Flockungsmittels, und damit dessen Wirkfähigkeit in der Suspension ist dadurch schlecht bestimmbar.
[0004] Das Dokumente EP 0272673 B1 offenbart ein Verfahren zum Konditionieren und anschließBenden Entwässern von Schlamm, bei dem einer zu entwässernden Suspension ein Flockmittel zugesetzt und unter Aufwendung von Mischenergie mit der Suspension vermischt wird, und bei dem in der strömenden Suspension nach dem Einmischen des Flockmittels eine optische Messung der in der Suspension vorhandenen Flocken kontinuierlich oder in zeitlichen Abständen durchgeführt wird und in Abhängigkeit von dem Messergebnis ein Parameter der Flockmittelzugabe gesteuert wird, wobei im Rahmen der optischen Messung der Flocken die Flockenstruktur durch eine Schlammbildsonde mit einer Vielzahl von Bildpunktsensoren erfasst wird. Das Ermitteln eines Ist-Zustands der Aufbereitungsqualität des Flockmittels wird nicht erwähnt. Ebenfalls nicht offenbart sind der Messort im Bereich der Flockmittelzuführung und/oder Misch-/Reifeeinrichtung sowie die Leitfähigkeitsmessung am Flockmitttel.
[9005] Im Dokument EP 3177572 B1 ist eine Vorrichtung beschrieben, die für die Zubereitung und Abgabe einer Flockungsmittellösung zur Entwässerung eines wässrigen Verfahrensstroms geeignet ist, wobei die Vorrichtung mindestens eine Mischpumpe umfasst, die eine Mischstelle beinhaltet und/oder mit der Mischstelle verbunden ist und die eine konzentrierte Flockungsmittellösung mit einem Lösungsmittel mischt und die Flockungsmittellösung mit einem Druck beaufschlagt, um eine druckbeaufschlagte, verdünnte Flockungsmittellösung zu erhalten. Es sind Offline-Messaufbauten für Viskosität und Leitfähigkeit vorgesehen. Die Leitfähigkeit wird als Indikator der Aufbereitungsqualität, offenbart, jedoch erfolgt keine Messung im Bereich der Flockmittelzuführung und/oder der Misch-/Reifeeinrichtung im Prozess.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile zu beseitigen.
[90007] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Aufbereitung eines Flockmittels, ein Ver11713
fahren zum Entwässern und/oder Eindicken einer Suspension, eine Aufbereitungsvorrichtung Ssowie eine Anlage mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche.
[0008] Vorgeschlagen wird ein Verfahren zur Aufbereitung eines Flockmittels für das Entwässern und/oder Eindicken einer Suspension. Vorzugsweise weist eine Anlage und/oder eine Aufbereitungsvorrichtung wenigstens eine Steuereinrichtung auf, die ausgelegt ist, die Anlage gemäß dem nachfolgenden Verfahren zu steuern bzw. zu betreiben. Die Aufbereitungsvorrichtung bereitet hierbei das Flockmittel auf.
[0009] Das Verfahren umfasst nachfolgende Schritte: Bereitstellen eines Flockmittelkonzentrats und einer Flüssigkeit. Hierfür kann die Aufbereitungsvorrichtung beispielsweise eine Konzentratzuführung zum Zuführen bzw. Bereitstellen des Flockmittelkonzentrats und eine Flüssigkeitszuführung zum Zuführen bzw. Bereitstellen der Flüssigkeit aufweisen. Als Flockmittelkonzentrat kann in bekannter Weise beispielsweise ein Polymer verwendet werden. Als Flüssigkeit kann in bekannter Weise beispielsweise Wasser verwendet werden.
[0010] Anschließend werden das Flockmittelkonzentrat und die Flüssigkeit zu dem Flockmittel mit Hilfe einer Misch-/Reifeeinrichtung vermischt. Hierfür kann die Aufbereitungsvorrichtung die Misch-/Reifeeinrichtung aufweisen. Typischerweise werden dabei 0,1 % bis 0,5 % Flockmittelkonzentrat und 99,5 % bis 99,9% Flüssigkeit miteinander vermischt. Die Misch-/Reifeeinrichtung kann hierfür beispielsweise wenigstens einen Flockmittelbehälter und/oder ein Rührwerk umfassen, wobei das Rührwerk vorzugsweise in den Flockmittelbehälter zum Vermischen des Flockmittelkonzentrats mit der Flüssigkeit hineinragt.
[0011] Anschließend an das Vermischen und/oder währenddessen reift das Flockmittel in der Misch-/Reifeeinrichtung. Das vermischte Flockmittel erreicht erst nach einer gewissen Reifezeit die maximale Wirkung. So wird das Flockmittel meist im Flockmittelbehälter der Misch-/Reifeeinrichtung gereift. Die Aufbereitungsvorrichtung kann dabei einen oder mehrere Flockmittelbehälter umfassen. So ist es beispielsweise vorstellbar, dass ein erster Flockmittelbehälter als Mischbehälter zum Vermischen des Flockmittels verwendet wird. Zusätzlich oder alternativ kann ein zweiter Flockmittelbehälter als Reifebehälter zum Reifen des Flockmittels verwendet werden. Ebenso ist es vorstellbar, dass lediglich der eine Flockmittelbehälter zum Vermischen und zum Reifen des Flockmittels ausgelegt ist.
[0012] Daran anschließend wird das Flockmittel über eine Flockmittelzuführung an die Suspension abgegeben. Als Flockmittelzuführung ist eine Zuführung zu verstehen, die das aufbereitete bzw. gebrauchsfertige Flockmittel von wenigstens einem Flockmittelbehälter zu einer Suspensionsleitung und/oder einer Entwässerungsvorrichtung leiten kann. Die Flockmittelzuführung bringt somit die Aufbereitungsvorrichtung mit der Suspensionszuleitung und/oder der Entwässerungsvorrichtung in Fluidverbindung.
[0013] Als Flockmittelzuführung ist somit die Verbindung zwischen der Aufbereitungsvorrichtung und der Suspensionszuleitung und/oder der Entwässerungsvorrichtung zu verstehen. Als Flockmittelzuführung sind somit alle Komponenten zu verstehen, in der das Flockmittel in seiner gebrauchsfertigen Form, also vermischt und/oder gereift, vorliegt. Diese Flockmittelzuführung kann beispielsweise eine Flockmittelleitung und/oder einen Flockmittelzwischenspeicher umfassen. Bei der Flockmittelleitung kann es sich beispielsweise um eine Rohrleitung handeln. Bei dem Flockmittelzwischenspeicher kann es sich beispielsweise um einen Behälter handeln, der das Flockmittel zwischenspeichert, bis es in die Suspension abgegeben wird. So kann das Flockmittel durch die Flockmittelzuführung im Bereich der Suspensionszuleitung und/oder direkt im Bereich der Entwässerungsvorrichtung der Suspension zugegeben werden. Mit Hilfe des Flockmittels können Feststoffpartikel, die in der Suspension enthalten sind, in Form von Flocken gebildet werden. Dies wird bei einem Verfahren zum Eindicken und/oder Entwässern der Suspension dazu verwendet, dass die Feststoffpartikel wesentlich leichter weiterbehandelbar bzw. separierbar sind. So neutralisiert das Flockmittel einzelne elektrisch geladene Feststoffpartikel, so dass diese sich zu größeren Feststoffpartikeln, sogenannten Flocken, zusammenschließen können.
[0014] Erfindungsgemäß wird ein Ist-Zustand einer Aufbereitungsqualität des Flockmittels mit
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Hilfe wenigstens einer Erfassungseinrichtung ermittelt, wobei das Ermitteln des Ist-Zustands des vermischten und/oder gereiften Flockmittels im Bereich der Flockmittelzuführung und/oder der Misch-/Reifeeinrichtung erfolgt. Als Erfassungseinrichtung ist eine Einrichtung zu verstehen, die die Aufbereitungsqualität ermitteln und/oder erfassen kann. So kann die Erfassungseinrichtung beispielsweise wenigstens einen nachfolgend genauer beschriebenen Sensor umfassen, so dass vorzugsweise aufgrund der Messwerte der Sensoren die Aufbereitungsqualität bestimmbar ist. Als Aufbereitungsqualität ist dabei ein Parameter zu verstehen, der die Wirkung des Flockmittels zum Eindicken und/oder Entwässern der Suspension aufzeigt. So ist beispielsweise bei einer hohen Aufbereitungsqualität eine geringere Menge an Flockmittel notwendig, um die Suspension ausreichend einzudicken bzw. zu entwässern. Ein Flockmittel mit einer hohen Aufbereitungsqualität weist dabei vorzugsweise eine möglichst hohe Ladungsdichte, Leitfähigkeit und/oder Viskosität auf.
[0015] Die Aufbereitungsqualität ist beispielsweise abhängig von dem Mischverhältnis zwischen Flockmittelkonzentrat und Flüssigkeit. Die Dosiermenge der Flüssigkeit ist relativ einfach bestimmbar. Das Bestimmen der Dosiermenge des Flockmittelkonzentrats ist hingegen sehr teuer. Die Dosiermenge des Flockmittelkonzentrats kann beispielsweise von dessen Viskosität und Temperatur, seiner Entmischung im Liefergebinde und/oder einem Förderpumpenverschleiß beeinflusst werden. Somit wird häufig die Dosiermenge des Flockmittelkonzentrats indirekt über das Mischverhältnis des Flockmittelkonzentrats und der Flüssigkeit zueinander bestimmt. Dies kann jedoch zu sehr ungenauen Messgrößen führen.
[0016] Zudem kann die Aufbereitungsqualität von dem Reifegrad des Flockmittels abhängen. So beeinflussen beispielsweise die Rührgeschwindigkeit, die Mischdauer und/oder die Reifezeit die Aufbereitungsqualität des Flockmittels. Zusätzlich oder alternativ können die Temperatur, die Leitfähigkeit und/oder die Verschmutzung der Flüssigkeit die Aufbereitungsqualität des Flockmittels beeinflussen. Beispielsweise weist das Flockmittel nach einer Mischdauer/Reifezeit von ca. 40 min bis 60 min eine maximale Aufbereitungsqualität auf. Im Anschluss daran fällt die Aufbereitungsqualität des Flockmittels langsam ab, wobei das Flockmittel nach einer gewissen Mischdauer/Reifezeit unbrauchbar werden kann.
[0017] Die Ermittlung des Ist-Zustands der Aufbereitungsqualität erfolgt, wie vorstehend bereits beschrieben, erfindungsgemäß im Bereich der Flockmittelzuführung und/oder der Misch-/Reifeeinrichtung. Diese Ermittlung kann beispielsweise als Onlinemessung und/oder Inlinemessung bezeichnet werden. So kann während des Verfahrens unmittelbar der Ist-Zustand der Aufbereitungs-qualität des verwendeten Flockmittels ermittelt werden. Dies hat im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten „Atline-“ bzw. „Offline-Messungen“ den Vorteil, dass unmittelbar auf Änderungen regiert werden kann. Zudem ist die vorgeschlagene Art der Messung sehr kostengünstig und einfach. Dies ist insbesondere auch dadurch begründet, dass bei den im Stand der Technik bekannten Ermittlungsmethoden für den Ist-Zustand der Aufbereitungsqualität Laborbedingungen herrschen müssen.
[0018] Vorteilhaft ist es, wenn die Erfassungseinrichtung den Ist-Zustand kontinuierlich, insbesondere mit einem definierten Messintervall, ermittelt. So kann eine Kontrolle des Verlaufs des Ist-Zustands der Aufbereitungsqualität über die Zeit erfolgen. Sollte der Ist-Zustand somit abfallen, so kann mit entsprechenden Gegenmaßnahmen frühzeitig reagiert werden.
[90019] Auch ist es vorteilhaft, wenn die Erfassungseinrichtung die Leitfähigkeit und/oder die Viskosität des Flockmittels ermittelt und bei der Ermittlung des Ist-Zustands der Aufbereitungsqualität berücksichtigt. Wie vorstehend bereits beschrieben, ist die Aufbereitungsqualität vornehmlich abhängig von der Ladungsdichte, der Leitfähigkeit und/oder der Viskosität des der Suspension zugeführten Flockmittels. Zwar ist die Ladungsdichte hierbei ein sehr wichtiger Parameter, da er beschreibt, wie viele Feststoffpartikel das Flockmittel neutralisieren kann. Jedoch ist die Ladungsdichte lediglich mit sehr aufwendigen Mitteln und/oder nicht mit Hilfe der Onlinemessung und/oder Inlinemessung bestimmbar. Die Ermittlung der Leitfähigkeit und/oder der Viskosität des Flockmittels ist dabei wesentlich einfacher und/oder kostengünstiger. Die Messung der Leitfähigkeit und/oder der Viskosität des Flockmittels lässt somit eine einfachere und/oder kostengünstigere
Ermittlung des Ist-Zustands der Aufbereitungsqualität zu. Als Referenz-Zustand kann die Leitfähigkeit und/oder Viskosität der Flüssigkeit ein Grundniveau der Aufbereitungsqualität bilden. Dieser Referenz-Zustand kann mit Hilfe einer weiteren Erfassungseinrichtung im Bereich der Flüssigkeitszuführung gemessen werden. Der Referenz-Zustand kann dabei zur Optimierung und/ oder Anpassung des Ist-Zustands verwendet werden.
[0020] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn der Ist-Zustand mit einem Soll-Zustand der Aufbereitungsqualität verglichen wird. Der Soll-Zustand kann dabei vorgegeben und/oder ermittelt werden. Beispielsweise kann der Soll-Zustand abhängig von der Suspension ermittelt werden. Der Soll-Zustand kann dabei zudem ein Soll-Zustands-Bereich sein. So ist stets feststellbar, ob der Ist-Zustand den Soll-Zustand bzw. den Soll-Zustands-Bereich erreicht, überschreitet und/oder unterschreitet.
[0021] Vorteilhaft ist es zudem, wenn anhand des Vergleichs zwischen dem Ist-Zustand und dem Soll-Zustand eine Abweichung erkannt wird. Der Soll-Zustand ist der Zustand, in dem das Flockmittel eine optimale bzw. gute Wirkung in der Suspension entfaltet. Durch die Erkennung der Abweichung zwischen Ist-Zustand und Soll-Zustand kann im Anschluss entsprechend darauf reagiert werden. Die Abweichung kann beispielsweise in eine Unterqualität und/oder eine Überqualität kategorisiert werden. Bei einer Unterqualität ist die Aufbereitungsqualität des Flockmittels zu gering. Bei einer Überqualität ist die Aufbereitungsqualität des Flockmittels unnötig hoch und/oder die Leitfähigkeit der Flüssigkeit erhöht. Erreicht der Ist-Zustand den Soll-Zustand nicht bzw. unterschreitet er diesen, kann diese Abweichung als Unterqualität des Flockmittels kategorisiert werden. Erreicht der Ist-Zustand den Soll-Zustand bzw. liegt der Ist-Zustand innerhalb des SollZustands-Bereichs, so liegt keine Abweichung vor. Überschreitet hingegen der Ist-Zustand den Soll-Zustand bzw. überschreitet er einen Grenz-Zustand, kann diese Abweichung als Überqualität des Flockmittels kategorisiert werden. Durch die jeweilige Kategorie kann entsprechend auf den Ist-Zustand der Aufbereitungsqualität eingewirkt werden.
[0022] Auch ist es von Vorteil, wenn eine Optimierungssequenz gestartet wird, wenn die Abweichung einen ersten Betrag aufweist oder überschreitet. Der erste Betrag der Abweichung wird dabei vorzugsweise definiert, vorgegeben und/oder ermittelt. Die Optimierungssequenz umfasst wenigstens einen der nachfolgenden Schritte: Verändern eines Mischverhältnisses des Flockmittelkonzentrats und der Flüssigkeit, insbesondere mit Hilfe einer Konzentratzuführung und/oder Flüssigkeitszuführung, Verändern einer Mischdauer und/oder einer Rührgeschwindigkeit, insbesondere mit Hilfe der Misch-/Reifeeinrichtung, Verändern einer Reifezeit und/oder einer Füllmenge im Flockmittelbehälter, und/oder Verändern der Temperatur des Flockmittelkonzentrats und/oder der Flüssigkeit, insbesondere mit Hilfe wenigstens einer Heizeinrichtung.
[0023] Das Ziel der vorstehenden Optimierungssequenz ist es, die Abweichung zu beheben und/oder den Betrag der Abweichung zu verringern. So kann beispielsweise bei einer Unterqualität des Flockmittels das Mischverhältnis dahingehend verändert werden, dass mehr Flockmittelkonzentrat und/oder weniger Flüssigkeit zugeführt wird. Zusätzlich oder alternativ kann die Mischdauer und/oder die Rührgeschwindigkeit bei Unterqualität des Flockmittels erhöht werden. Zusätzlich oder alternativ kann die Reifezeit und/oder die Füllmenge im Flockmittelbehälter bei Unterqualität des Flockmittels erhöht werden. Zusätzlich oder alternativ kann die Temperatur des Flockmittelkonzentrats und/oder der Flüssigkeit bei Unterqualität des Flockmittels erhöht werden. Bei Überqualität des Flockmittels können die beschriebenen Maßnahmen zumeist entsprechend entgegengesetzt ausgeführt werden.
[0024] Mithilfe der vorstehend beschriebenen Optimierungssequenz kann ein Flockmittel, dessen Ist-Zustand der Aufbereitungsqualität für ein Verfahren zum Entwässern und/oder Eindicken der Suspension nicht (mehr) ausreicht, entsprechend optimiert werden. So kann ein nachfolgendes Verfahren zum Entwässern und/oder Eindicken der Suspension stets optimal ausgeführt werden. Auch ein manuelles Eingreifen und/oder die Entsorgung des Flockmittels kann dadurch verhindert werden.
[0025] Vorgeschlagen wird zudem ein Verfahren zum Entwässern und/oder Eindicken einer Suspension mit Hilfe eines Flockmittels, das die nachfolgenden Schritte umfasst: Aufbereitung des
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Flockmittels und Zugabe des Flockmittels in die Suspension, insbesondere mit Hilfe einer Flockmittelzuführung. Erfindungsgemäß wird das Flockmittel durch ein Verfahren gemäß der vorherigen Beschreibung aufbereitet, wobei die genannten Merkmale einzeln oder in beliebiger Kombination verwirklicht werden können. Dadurch können die Vorteile des vorstehend beschriebenen Verfahrens, also eine möglichst optimale Aufbereitung des Flockmittels mit entsprechend optimaler Aufbereitungsqualität für das Verfahren zum Entwässern und/oder Eindicken der Suspension, genutzt werden. Entsprechend kann mit diesem Verfahren das Flockmittelkonzentrat möglichst effizient zum Entwässern und/oder Eindicken der Suspension eingesetzt werden.
[0026] Vorteilhaft ist es, wenn das Flockmittel im Bereich einer Suspensionsleitung mit der Suspension vermischt und zu der Entwässerungsvorrichtung geführt wird. Als Suspensionsleitung ist eine Leitung zu verstehen, die die Suspension zur Entwässerungsvorrichtung leiten kann. So kann die Suspension, insbesondere als Schlamm, mittels der Suspensionsleitung beispielsweise von einem Voreindicker und/oder einem Vorlagebehälter der Entwässerungsvorrichtung zugeführt werden. Als Entwässerungsvorrichtung ist hierbei beispielsweise eine Dekanterzentrifuge, eine Bandfilterpresse, eine Schneckenpresse, ein Scheibeneindicker, ein Schneckeneindicker, ein Bandeindicker und/oder ein Trommeleindicker zu verstehen. Aufgrund des Zuführens des Flockmittels in die Suspension im Bereich der Suspensionsleitung können beim Führen der Suspension zur Entwässerungsvorrichtung in der Suspension bereits Flocken bzw. größere Feststoffpartikel gebildet werden.
[0027] Ebenso bringt es Vorteile mit sich, wenn eine Anpassungssequenz gestartet wird, wenn die Abweichung einen zweiten Betrag aufweist oder überschreitet. Der zweite Betrag der Abweichung wird dabei vorzugsweise definiert, vorgegeben und/oder ermittelt. Die Anpassungssequenz umfasst wenigstens einen der nachfolgenden Schritte: Verändern eines Flockmittelzustroms, insbesondere mit Hilfe einer Dosiereinrichtung und/oder der Flockmittelzuführung, Verändern einer Mischenergie, insbesondere mit Hilfe der Flockmittelzuführung, und/oder Verändern wenigstens eines Betriebsparameters der Entwässerungsvorrichtung.
[0028] Das Ziel der vorstehenden Anpassungssequenz ist es, ähnlich dem der vorstehend bereits beschriebenen Optimierungssequenz, die Abweichung zu beheben und/oder den Betrag der Abweichung zu verringern. So kann beispielsweise bei einer Unterqualität der Flockmittelzustrom in die Suspension erhöht werden. Hierbei wird mehr Flockmittel über die Flockmittelzuführung in die Suspension eingebracht. Zusätzlich oder alternativ kann bei einer Unterqualität die Mischenergie erhöht werden. Als Mischenergie ist die Energie zu verstehen, mit der das Flockmittel in die Suspension eingemischt wird. So bringt beispielsweise die Flockmittelzuführung die Mischenergie bereits durch das einfache oder überdruckbasierte Einströmen des Flockmittels in die Suspension ein. Ebenso kann die Flockmittelzuführung ein zweites Rührwerk umfassen, mit dessen Hilfe das Flockmittel in die Suspension eingerührt wird. Zum Erhöhen der Mischenergie kann somit das zweite Rührwerk die Rührgeschwindigkeit erhöhen.
[0029] Zusätzlich oder alternativ kann der wenigstens eine Betriebsparameter verändert werden. Als Betriebsparameter ist beispielsweise die Drehgeschwindigkeit einer Schneckenwelle, die Drehgeschwindigkeit eines Siebtellers und/oder der Druck innerhalb der Entwässerungsvorrichtung zu verstehen. So kann beispielsweise bei einer Unterqualität die Drehgeschwindigkeit der Schneckenwelle, die Drehgeschwindigkeit des Siebtellers und/oder der Druck innerhalb der Entwässerungsvorrichtung erhöht werden. Bei einer Überqualität des Flockmittels können die beschriebenen Maßnahmen zumeist entsprechend entgegengesetzt ausgeführt werden.
[0030] Mithilfe der vorstehend beschriebenen Anpassungssequenz kann ein Flockmittel, dessen Ist-Zustand der Aufbereitungsqualität für ein Verfahren zum Entwässern und/oder Eindicken der Suspension nicht (mehr) ausreicht, durch Anpassung der Eindickung und/oder der Entwässerung entsprechend weiterverwendet werden. So kann das Verfahren zum Entwässern und/oder Eindicken der Suspension zumindest zeitlich begrenzt weiterbetrieben werden. Im Anschluss daran kann beispielsweis die Optimierungssequenz und/oder eine Stoppsequenz (nachfolgend beschrieben) eingeleitet werden.
[0031] Ebenso ist es vorteilhaft, wenn eine Stoppsequenz gestartet wird, wenn die Abweichung
einen dritten Betrag aufweist oder überschreitet. Der dritte Betrag der Abweichung wird dabei vorzugsweise definiert, vorgegeben und/oder ermittelt. Die Stoppsequenz umfasst wenigstens einen der folgenden Schritte: Abschalten der Entwässerungsvorrichtung, Stoppen des Suspensionsstroms in der Suspensionsleitung, und/oder Stoppen des Flockmittelzustroms mit Hilfe der Dosiereinrichtung und/oder der Flockmittelzuführung. Der dritte Betrag der Abweichung ist vorzugsweise größer als der erste Betrag und/oder der zweite Betrag. So ist es möglich, dass bei einer betragsmäßig sehr großen Abweichung die Stoppsequenz eingeleitet und so zumindest teilweise das Verfahren zum Entwässern und/oder Eindicken gestoppt wird. So kann gewährleistet werden, dass die Entwässerung und/oder das Eindicken ordnungsgemäß funktioniert.
[0032] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn die Optimierungssequenz gestartet wird, wenn die Abweichung im Anschluss der Anpassungssequenz einen vierten Betrag aufweist oder überschreitet. Zusätzlich oder alternativ ist es vorteilhaft, wenn die Anpassungssequenz gestartet wird, wenn die Abweichung im Anschluss der Optimierungssequenz einen fünften Betrag aufweist oder überschreitet. So können die Anpassungssequenz und die Optimierungssequenz aneinander nachfolgend gestartet werden. Beispielsweise ist es dabei auch möglich, dass die Anpassungssequenz und die Optimierungs-sequenz gleichzeitig gestartet werden, so dass während der Optimierung der Flockmittelaufbereitung übergangsweise die Anpassung der Entwässerung und/ oder Eindickung erfolgt. Beispielsweise ist es von Vorteil, dass die Betriebsparameter der Entwässerungsvorrichtung verändert werden, bis das Flockmittel eine ausreichend hohe Aufbereitungsqualität aufweist.
[0033] Ebenso bringt es Vorteile mit sich, wenn die Stoppsequenz gestartet wird, wenn die Abweichung im Anschluss der Anpassungssequenz und/oder der Optimierungssequenz einen sechsten Betrag aufweist oder überschreitet. So kann im Anschluss an eine erfolglose Optimierung und/oder Anpassung das Verfahren zumindest teilweise gestoppt werden.
[0034] Der vierte Betrag, der fünfte Betrag und/oder der sechste Betrag der Abweichung wird dabei vorzugsweise definiert, vorgegeben und/oder ermittelt. Beispielsweise kann der vierte Betrag, der fünfte Betrag und/oder der sechste Betrag gleich dem zweiten Betrag und/oder dritten Betrag sein. Vorzugsweise sind die genannten definierten Beträge der Größe nach von klein nach groß wie folgt festgelegt: erster Betrag < vierter Betrag < fünfter Betrag < zweiter Betrag < sechster Betrag < dritter Betrag. Alternativ kann der erste Betrag gleich dem vierten Betrag, der zweite Betrag gleich dem fünften Betrag und/oder der dritte Betrag gleich dem sechsten Betrag sein.
[0035] Ferner wird eine Aufbereitungsvorrichtung zur Aufbereitung eines Flockmittels für das Entwässern und/oder Eindicken einer Suspension vorgeschlagen. Die Aufbereitungsvorrichtung umfasst wenigstens eine Konzentratzuführung und eine Flüssigkeitszuführung zum Bereitstellen eines Flockmittelkonzentrats und einer Flüssigkeit. Weiterhin umfasst die Aufbereitungsvorrichtung wenigstens eine Misch-/Reifeeinrichtung, mit deren Hilfe das Flockmittelkonzentrat und die Flüssigkeit zu dem Flockmittel vermischt werden. Zudem umfasst die Aufbereitungsvorrichtung wenigstens einen Flockmittelbehälter der Misch-/Reifeeinrichtung, in dem das Flockmittel reift. Des Weiteren umfasst die Aufbereitungsvorrichtung wenigstens eine Flockmittelzuführung, mit deren Hilfe das Flockmittel an die Suspension abgegeben wird.
[0036] Erfindungsgemäß umfasst die Aufbereitungsvorrichtung wenigstens eine Erfassungseinrichtung zum Ermitteln eines Ist-Zustandes einer Aufbereitungsqualität des Flockmittels, wobei die Erfassungseinrichtung im Bereich der Flockmittelzuführung und/oder der Misch-/Reifeeinrichtung angeordnet ist, so dass die Aufbereitungsqualität des in der Flockmittelzuführung und/oder der Misch-/Reifeeinrichtung angeordneten Flockmittels ermittelbar ist. Mit Hilfe der Erfassungseinrichtung kann der Ist-Zustand der Aufbereitungsqualität vereinfacht während des Betriebs der Aufbereitungsvorrichtung ermittelt werden. Die Erfassungseinrichtung umfasst dabei vorzugsweise eine Online-Messeinrichtung und/oder eine Inline-Messeinrichtung. Vorteilhaft ist es dabei, wenn die Erfassungseinrichtung den wenigstens einen Sensor, vorzugsweise wenigstens ein Viskosimeter zum Messen der Viskosität und/oder wenigstens einen Leitfähigkeitssensor zum Messen der Leitfähigkeit aufweist.
[0037] Vorteilhaft ist es, wenn die Aufbereitungsvorrichtung wenigstens eine Steuereinrichtung
umfasst, wobei die Steuereinrichtung ausgelegt ist, die Aufbereitungsvorrichtung gemäß einem Verfahren gemäß der vorangegangenen und/oder nachfolgenden Beschreibung zu betreiben und/oder zu steuern, wobei die genannten Merkmale einzeln oder in beliebiger Kombination verwirklicht sein können.
[0038] Des Weiteren wird eine Anlage mit wenigstens einer Entwässerungsvorrichtung zum Entwässern und/oder Eindicken einer Suspension und mit wenigstens einer Aufbereitungsvorrichtung zum Aufbereiten eines Flockmittels für die Entwässerungsvorrichtung vorgeschlagen. Erfindungsgemäß ist die Aufbereitungsvorrichtung gemäß der vorangegangenen und/oder nachfolgenden Beschreibung ausgebildet, wobei die genannten Merkmale einzeln oder in beliebiger Kombination verwirklicht sein können.
[0039] Vorteilhaft ist es, wenn die Anlage wenigstens eine Steuereinrichtung aufweist, wobei die Steuereinrichtung ausgelegt ist, die Aufbereitungsvorrichtung gemäß einem Verfahren gemäß der vorangegangenen und/oder nachfolgenden Beschreibung zu betreiben und/oder zu steuern, wobei die genannten Merkmale einzeln oder in beliebiger Kombination verwirklicht sein können.
[0040] Weitere Vorteile der Erfindung sind in dem nachfolgenden Ausführungsbeispiel beschrieben. Es zeigt:
[0041] Figur 1 eine schematische Seitenansicht einer Anlage.
[0042] Die einzige Figur 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Anlage 15. Die Anlage 15 umfasst wenigstens eine Entwässerungsvorrichtung 9 zum Entwässern und/oder Eindicken einer Suspension und wenigstens eine Aufbereitungsvorrichtung 11 zum Aufbereiten eines Flockmittels 1 für die Entwässerungsvorrichtung 9. Hierbei ist die Entwässerungsvorrichtung 9 rein beispielhaft als Schneckenpresse bzw. Schneckeneindicker dargestellt.
[0043] Ebenfalls ist es vorstellbar, dass die Anlage 15 eine andere Entwässerungsvorrichtung 9, welche das Flockmittel 1 zum Eindicken und/oder Entwässern der Suspension verwendet, aufweist.
[0044] Zum Aufbereiten des Flockmittels 1 weist die Anlage 15 die wenigstens eine Aufbereitungsvorrichtung 11 auf. Im gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst die Aufbereitungsvorrichtung 11 eine Konzentratzuführung 4 und eine Flüssigkeitszuführung 5 zum Bereitstellen eines Flockmittelkonzentrats 19 und einer Flüssigkeit für das Flockmittel 1. Beispielsweise ist die Flüssigkeitszuführung 5 als Wasserzuführung ausgebildet, wobei die Wasserzuführung Trinkwasser bereitstellen kann. Die Konzentratzuführung 4 ist an einen Konzentratbehälter 18 angeschlossen, in welchem das Flockmittelkonzentrat 19 gelagert ist. Das Flockmittelkonzentrat 19 kann dabei in flüssiger oder fester Form (beispielsweise als Granulat) bereitgestellt werden. Mit Hilfe wenigstens einer optionalen Heizeinrichtung 6 kann die Temperatur des Flockmittelkonzentrats 19 und/oder der Flüssigkeit verändert werden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist sowohl für das Flockmittelkonzentrat 19 als auch für die Flüssigkeit jeweils eine der Heizeinrichtungen 6 dargestellt.
[0045] Das Flockmittelkonzentrat 19 und die Flüssigkeit, insbesondere Wasser, werden beispielsweise über entsprechende Leitungen einem Flockmittelbehälter 13 zugeführt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel bildet der Flockmittelbehälter 13 mit einem ersten Rührwerk 16 eine Misch/Reifeeinrichtung 12 aus. So ragt das erste Rührwerk 16 in den Flockmittelbehälter 13 hinein, so dass in dem Flockmittelbehälter 13 das Flockmittelkonzentrat 19 und die Flüssigkeit miteinander vermischt werden können. Durch das Vermischen des Flockmittelkonzentrats 19 und der Flüssigkeit wird das Flockmittel 1 gebildet. Im Anschluss verbleibt das Flockmittel 1 im Flockmittelbehälter 13 für eine meist vorher definierte Reifezeit.
[0046] Während der Reifung des Flockmittels 1 kann dieses mit oder ohne Betrieb des ersten Rührwerks 16 im Flockmittelbehälter 13 verbleiben. Alternativ zum gezeigten Ausführungsbeispiel könnte die Aufbereitungsvorrichtung 11 zwei Flockmittelbehälter 13 aufweisen, wobei einer der beiden Flockmittelbehälter 13 als Mischbehälter und der andere der beiden Flockmittelbehälter 13 als Reifebehälter ausgebildet ist. Weist das Flockmittel 1 im Anschluss an die Vermischung und die Reifung einen entsprechenden Reifegrad auf, so kann es mithilfe einer Flockmittelzufüh-
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rung 2 von der Misch-/Reifeeinrichtung 12 abgeleitet werden. Die Flockmittelzuführung 2 verbindet dabei die Aufbereitungsvorrichtung 11 mit einer Suspensionsleitung 8, mit deren Hilfe die Suspension der Entwässerungsvorrichtung 9 zugeführt wird.
[0047] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist im Bereich der Flockmittelzuführung 2 eine Erfassungseinrichtung 3 angeordnet. Zusätzlich oder alternativ ist es vorstellbar, dass die Erfassungseinrichtung 3 im Bereich der Misch-/Reifeeinrichtung 12, beispielsweise im Bereich eines Ausgangs und/oder innerhalb der Misch-Reifeeinrichtung 12, angeordnet ist. Mithilfe der Erfassungseinrichtung 3 kann ein Ist-Zustand einer Aufbereitungsqualität des Flockmittels 1 in der Flockmittelzuführung 2 und/oder im Bereich der Misch-/Reifeeinrichtung 12 ermittelt werden. Hierbei umfasst die Erfassungseinrichtung 3 vorzugsweise wenigstens ein Viskosimeter zum Messen der Viskosität des Flockmittels 1 und/oder wenigstens einen Leitfähigkeitssensor zum Messen der Leitfähigkeit des Flockmittels 1. Eine weitere Erfassungseinrichtung 20 ist im Bereich der Flüssigkeitszuführung 5 angeordnet, welche der Ermittlung eines Referenzzustands dienen kann. Die weitere Erfassungseinrichtung 20 kann dabei, ähnlich der Erfassungseinrichtung 3, wenigstens einen Sensor aufweisen, der die Viskosität und/oder die Leitfähigkeit der Flüssigkeit misst, erfasst und/oder ermittelt. Zudem ist es vorstellbar, dass das in der Flockmittelzuführung 2 hindurchgeleitete Flockmittel 1 kontinuierlich, insbesondere mit einem definierten Messintervall, überwacht wird. Der ermittelte Ist-Zustand der Aufbereitungsqualität des Flockmittels 1 kann im Anschluss mit einem Soll Zustand der Aufbereitungsqualität verglichen werden. Anhand des Vergleichs zwischen dem Ist-Zustand und dem Soll-Zustand kann anschließend eine Abweichung erkannt und/oder kategorisiert werden. Der Soll-Zustand der Aufbereitungsqualität kann hierbei vorgegeben und/oder auf Basis der Suspension und/oder der Entwässerungsvorrichtung 9 bestimmt werden.
[0048] Wie vorstehend bereits beschrieben, wird das aufbereitete Flockmittel 1 mithilfe der Flockmittelzuführung 2 zu der Suspensionsleitung 8 geführt. Anschließend wird das Flockmittel 1 mithilfe einer Flockmittelzuführung 7 in die Suspension eingeleitet und vorzugsweise mit einem zweiten Rührwerk 17 mit der Suspension vermischt. Der Flockmittelzustrom kann dabei mit Hilfe dieser Flockmittelzuführung 7 und/oder einer Dosiereinrichtung 10, welche beispielsweise am Ausgang des Flockmittelbehälters 13 angeordnet ist, gesteuert und/oder verändert werden.
[0049] Um die Anlage 15 entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren zu steuern, weist die Anlage 15 vorzugsweise wenigstens eine Steuereinrichtung 14 auf. Die Steuereinrichtung 14 steht dabei mit Hilfe nicht gezeigter Steuerleitungen und/oder drahtlos mit der Erfassungseinrichtung 3, der Konzentratzuführung 4, der Flüssigkeitszuführung 5, der wenigstens einen Heizeinrichtung 6, der Flockmittelzuführung 7, der Entwässerungsvorrichtung 9, der Dosiereinrichtung 10, dem Flockmittelbehälter 13, dem ersten Rührwerk 16 und/oder dem zweiten Rührwerk 17 in Wirkverbindung.
[0050] Sollte der Ist-Zustand der Aufbereitungsqualität den Soll-Zustand nicht erreichen, so kann, insbesondere mithilfe der Steuereinrichtung 14, eine Optimierungssequenz, eine Anpassungssequenz und/oder eine Stoppsequenz gestartet werden. Welche dieser Sequenzen gestartet wird, hängt dabei im Wesentlichen davon ab, mit welchem Betrag der Ist-Zustand vom Soll-Zustand abweicht bzw. welchen Betrag die Abweisung aufweist und/oder ob bereits eine dieser Sequenzen vorangegangen ist.
[0051] Vorzugsweise wird die Optimierungssequenz gestartet, wenn die Abweichung einen ersten Betrag aufweist oder überschreitet. Während der Optimierungssequenz kann beispielsweise mithilfe der Konzentratzuführung 4 und/oder der Flüssigkeitszuführung 5 das Mischverhältnis von Flockmittelkonzentrat 19 und Flüssigkeit im Flockmittel 1 verändert werden. So kann beispielsweise bei zu geringer Aufbereitungsqualität mehr Flockmittelkonzentrat 19 in die Misch-/Reifeeinrichtung 12 geleitet werden. Zusätzlich oder alternativ kann die Mischdauer innerhalb der Misch/Reifeeinrichtung 12 und/oder die Rührgeschwindigkeit des ersten Rührwerks 16 angepasst werden. So kann beispielsweise bei zu geringer Aufbereitungsqualität die Mischdauer innerhalb der Misch-/Reifeeinrichtung 12 und/oder die Rührgeschwindigkeit des ersten Rührwerks 16 erhöht werden. Zusätzlich oder alternativ ist es vorstellbar, dass die Reifezeit und/oder die Füllmenge
im Flockmittelbehälter 13 verändert wird. Zudem kann während der Optimierungssequenz zusätzlich oder alternativ die Temperatur des Flockmittelkonzentrats 19 und/oder der Flüssigkeit mithilfe der Heizeinrichtung 6 verändert werden.
[0052] Sollte im Anschluss der Optimierungssequenz die Abweichung weiterhin bestehen und/ oder einen zweiten Betrag aufweisen oder überschreiten, so kann die Anpassungssequenz gestartet werden. Alternativ ist es auch vorstellbar, dass die Anpassungssequenz vor der bzw. zeitgleich mit der Optimierungssequenz gestartet wird. Während der Anpassungssequenz kann beispielsweise mithilfe der Dosiereinrichtung 10 und/oder der Flockmittelzuführung 7 der Flockmittelzustrom verändert werden. Durch die Zuführung einer größeren Menge an Flockmittel 1 kann eine geringere Aufbereitungsqualität des Flockmittels 1 ausgeglichen werden. Zusätzlich oder alternativ kann durch Veränderung der Drehgeschwindigkeit des zweiten Rührwerks 17 und/oder Veränderung des Zuführdrucks des Flockmittels 1 durch die Flockmittelzuführung 7 die Mischenergie angepasst werden. Eine größer werdende Mischenergie kann beispielsweise eine zu geringere Aufbereitungsqualität des Flockmittels 1 ausgleichen. Zusätzlich oder alternativ kann ein Betriebsparameter der Entwässerungsvorrichtung 9 angepasst werden. So kann beispielsweise bei einer Schneckenpresse eine zu geringere Aufbereitungsqualität des Flockmittels 1 durch eine höhere Drehgeschwindigkeit der Schneckenwelle und/oder einen höheren Innendruck ausgeglichen werden.
[0053] Sollte im Anschluss der Optimierungssequenz und/oder der Anpassungssequenz die Abweichung weiterhin bestehen und/oder einen dritten Betrag aufweisen oder überschreiten, so kann die Stoppsequenz gestartet werden.
[0054] Während der Stoppsequenz kann beispielsweise die Entwässerungsvorrichtung 9 abgeschaltet, der Suspensionsstrom in der Suspensionsleitung 8 gestoppt und/oder der Flockmittelzustrom über die Flockmittelzuführung 7 gestoppt werden.
[0055] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich wie eine Kombination der Merkmale, auch wenn diese in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen dargestellt und beschrieben sind.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Flockmittel
2 Flockmittelzuführung
3 Erfassungseinrichtung
4 Konzentratzuführung
5 Flüssigkeitszuführung
6 Heizeinrichtung
7 Flockmittelzuführung
8 Suspensionsleitung
9 Entwässerungsvorrichtung 10 Dosiereinrichtung
11 Aufbereitungsvorrichtung 12 Misch-/Reifeeinrichtung
13 Flockmittelbehälter
14 Steuereinrichtung
15 Anlage
16 erstes Rührwerk
17 zweites Rührwerk
18 Konzentratbehälter
19 Flockmittelkonzentrat
20 weitere Erfassungseinrichtung
Claims (15)
1. Verfahren zur Aufbereitung eines Flockmittels (1) für das Entwässern und/oder Eindicken
einer Suspension, das folgende Schritte umfasst:
- Bereitstellen eines Flockmittelkonzentrats (19) und einer Flüssigkeit,
- Vermischung des Flockmittelkonzentrats (19) und der Flüssigkeit zu dem Flockmittel (1) mit Hilfe einer Misch-/Reifeeinrichtung (12),
- Reifung des Flockmittels (1) in wenigstens einem Flockmittelbehälter (13) der Misch-/ Reifeeinrichtung (12),
- Abgabe des Flockmittels (1) an die Suspension über eine Flockmittelzuführung (2), und
- Ermitteln eines Ist-Zustands einer Aufbereitungsqualität des Flockmittels (1) mit Hilfe wenigstens einer Erfassungseinrichtung (3), wobei das Ermitteln des Ist-Zustands im Bereich der Flockmittelzuführung (2) und/oder der Misch-/Reifeeinrichtung (12) erfolgt und wobei die Erfassungseinrichtung (3) die Leitfähigkeit des Flockmittels (1) ermittelt und bei der Ermittlung des Ist-Zustands der Aufbereitungsqualität berücksichtigt.
2. Verfahren nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungseinrichtung (3) den Ist-Zustand kontinuierlich, insbesondere mit einem definierten Messintervall, ermittelt.
3. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungseinrichtung (3) die Viskosität des Flockmittels (1) ermittelt und bei der Ermittlung des Ist-Zustands der Aufbereitungsqualität berücksichtigt.
4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ist-Zustand mit einem Soll-Zustand der Aufbereitungsqualität verglichen wird.
5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass anhand des Vergleichs zwischen dem Ist-Zustand und dem Soll-Zustand eine Abweichung erkannt wird.
6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Optimierungssequenz gestartet wird, wenn die Abweichung einen ersten Betrag aufweist oder überschreitet, wobei die Optimierungssequenz wenigstens einen der folgenden Schritte umfasst:
- Verändern eines Mischverhältnisses des Flockmittelkonzentrats (19) und der Flüssigkeit, insbesondere mit Hilfe einer Konzentratzuführung (4) und/oder Flüssigkeitszuführung (5),
- Verändern einer Mischdauer und/oder einer Rührgeschwindigkeit, insbesondere mit Hilfe der Misch-/Reifeeinrichtung (12),
- Verändern einer Reifezeit und/oder einer Füllmenge im Flockmittelbehälter (13), und/ oder
- Verändern der Temperatur des Flockmittelkonzentrats (19) und/oder der Flüssigkeit, insbesondere mit Hilfe wenigstens einer Heizeinrichtung (6).
7. Verfahren zum Entwässern und/oder Eindicken einer Suspension mit Hilfe eines Flockmittels (1), das folgende Schritte umfasst: - Aufbereitung des Flockmittels (1) durch ein Verfahren gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, - Zugabe des Flockmittels (1) in die Suspension, insbesondere mit Hilfe einer Flockmittelzuführung (7).
8. Verfahren nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Flockmittel (1) im Bereich einer Suspensionsleitung (8) mit der Suspension vermischt und zu einer Entwässerungsvorrichtung (9) geführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anpassungssequenz gestartet wird, wenn die Abweichung einen zweiten Betrag aufweist oder überschreitet, wobei die Anpassungssequenz wenigstens einen der folgenden Schritte umfasst:
11713
- Verändern eines Flockmittelzustroms mit Hilfe einer Dosiereinrichtung (10) und/oder der Flockmittelzuführung (7),
- Verändern einer Mischenergie mit Hilfe der Flockmittelzuführung (7), und/oder
- Verändern wenigstens eines Betriebsparameters der Entwässerungsvorrichtung (9).
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stoppsequenz gestartet wird, wenn die Abweichung einen dritten Betrag aufweist oder überschreitet, wobei die Stoppsequenz wenigstens einen der folgenden Schritte umfasst:
- Abschalten der Entwässerungsvorrichtung (9),
- Stoppen des Suspensionsstroms in der Suspensionsleitung (8), und/oder
- Stoppen des Flockmittelzustroms mit Hilfe der Dosiereinrichtung (10) und/oder der Flockmittelzuführung (7).
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Optimierungssequenz gestartet wird, wenn die Abweichung im Anschluss der Anpassungssequenz einen vierten Betrag aufweist oder überschreitet, und/oder dass die Anpassungssequenz gestartet wird, wenn die Abweichung im Anschluss der Optimierungssequenz einen fünften Betrag aufweist oder überschreitet.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoppsequenz gestartet wird, wenn die Abweichung im Anschluss der Anpassungssequenz und/ oder der Optimierungssequenz einen sechsten Betrag aufweist oder überschreitet.
13. Aufbereitungsvorrichtung (11) zur Aufbereitung eines Flockmittels (1) für das Entwässern
und/oder Eindicken einer Suspension,
- mit wenigstens einer Konzentratzuführung (4) und einer Flüssigkeitszuführung (5) zum Bereitstellen eines Flockmittelkonzentrats (19) und einer Flüssigkeit,
- mit wenigstens einer Misch-/Reifeeinrichtung (12), mit deren Hilfe das Flockmittelkonzentrat (19) und die Flüssigkeit zu dem Flockmittel (1) vermischt werden,
- mit wenigstens einem Flockmittelbehälter (13) der Misch-/Reifeeinrichtung (12), in dem das Flockmittel (1) reift, und
- _Mmitwenigstens einer Flockmittelzuführung (2), mit dessen Hilfe das Flockmittel (1) an die Suspension abgegeben wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufbereitungsvorrichtung (11) wenigstens eine Erfassungseinrichtung (3) zum Er-
mitteln eines Ist-Zustandes einer Aufbereitungsqualität des Flockmittels (1) umfasst, wobei
die Erfassungseinrichtung (3) im Bereich der Flockmittelzuführung (2) und/oder der Misch-/
Reifeeinrichtung (12) angeordnet ist, so dass die Aufbereitungsqualität des in der Flockmit-
telzuführung (2) und/oder der Misch-/Reifeeinrichtung (12) angeordneten Flockmittels (1) er-
mittelbar ist.
14. Aufbereitungsvorrichtung (11) nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufbereitungsvorrichtung (11) wenigstens eine Steuereinrichtung (14) zugeordnet ist, wobei die Steuereinrichtung (14) ausgelegt ist, die Aufbereitungsvorrichtung (11) gemäß einem Verfahren der vorherigen Ansprüche 1 bis 12 zu steuern.
15. Anlage (15) mit wenigstens einer Entwässerungsvorrichtung (9) zum Entwässern und/oder Eindicken einer Suspension, und mit wenigstens einer Aufbereitungsvorrichtung (11) zum Aufbereiten eines Flockmittels (1) für die Entwässerungsvorrichtung (9), dadurch gekennzeichnet, dass die Aufbereitungsvorrichtung (11) gemäß einem der Ansprüche 13 oder 14 ausgebildet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| DE102023108494.1A DE102023108494A1 (de) | 2023-04-03 | 2023-04-03 | Verfahren zur Aufbereitung eines Flockmittels, Verfahren zum Entwässern und/oder Eindicken einer Suspension, Aufbereitungsvorrichtung sowie Anlage |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT527168A2 AT527168A2 (de) | 2024-10-15 |
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ID=92801973
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| DE102023108494A1 (de) | 2024-10-10 |
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