AT527223A4 - Vorrichtung zur Notverriegelung von Schiebetüren - Google Patents
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- E05C19/18—Portable devices specially adapted for securing wings
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Abstract
Es wird eine Vorrichtung (1) zur Notverriegelung von insbesondere elektrisch betriebenen Schiebetüren (2) beschrieben. Um im Falle eines Defektes der Schiebetür oder eines längerfristigen Blackouts eine zuverlässige Verriegelung der Schiebetür und damit einen Einbruchsschutz zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, dass die Vorrichtung zwei Halteprofile (3) umfasst, die jeweils einen Halteschenkel (4) aufweisen, der einen gegen die Öffnungsrichtung (5) eines jeweiligen Türflügels (6) wirkenden Anschlag für diesen bildet, wobei zum Schließen der Schiebetüre (2) die Halteprofile (3) über eine ein zugfestes Spannelement (9) aufweisende Spannvorrichtung (10) gegeneinander verspannbar sind, wobei die Spannvorrichtung (10) am Halteprofil (3) platziert ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Notverriegelung von insbesondere elektrisch betriebenen Schiebetüren.
Elektronische Schiebetüren werden beispielsweise in Bank- und Geschäftsfilialen, Einkaufszentren etc. eingesetzt. Im Falle von etwaigen Defekten an der Schiebetür, die außerhalb der Geschäftszeiten bzw. am Wochenende auftreten, ergibt sich regelmäßig das Problem, dass die durch eine Fachperson erforderliche Instandsetzung der Schiebetür dann aufgrund der Zuschläge mit hohen Kosten verbunden ist. Umgekehrt besteht aber ein unmittelbarer Handlungsbedarf, da aufgrund der defekten Schiebetüre in der Regel problemlos in den von der Schiebetüre abgetrennten Raum bzw. das Gebäude durch Unbefugte eingedrungen
werden kann.
Ein weiteres Problem ergibt sich im Fall von flächendeckenden, längerfristigen Stromausfällen bzw. Blackouts. Ist ein entsprechender Notakku für die Betätigung der Schiebetüre entleert, kann die Schiebetür nicht mehr mithilfe des Akkus geschlossen werden, wobei dann die Türflügel in einer Offenstellung bleiben und
nicht in einer Schließstellung verriegelbar sind.
Es besteht somit der Bedarf an einer Vorrichtung der eingangs geschilderten Art, die im Falle eines Defektes der Schiebetür oder eines längerfristigen Blackouts eine zuverlässige Verriegelung der Schiebetür und damit einen Einbruchsschutz
ermöglicht.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch zwei Halteprofile, die jeweils einen Halteschenkel aufweisen, der einen gegen die Öffnungsrichtung eines jeweiligen
Zufolge dieser Merkmale kann die Vorrichtung eine Schiebetür in deren Schließstellung fixieren, sodass bei einem Defekt oder einem längerfristigen Blackout ein potentieller Einbruch verhindert wird. Durch die beiden Halteprofile, welche mittels eines Halteschenkels an den jeweiligen Türflügeln angreifen, können hierbei die Türflügel mittels einer Spannvorrichtung in der Schließstellung der Schiebetür fixiert werden. Die Vorrichtung kann dabei von der Innenseite der Schiebetür angebracht werden, sodass ein Lösen der Spannung und damit die Entriegelung der Schiebetür ebenfalls nur von der Innenseite möglich sind. Die Spannvorrichtung weist hierfür ein zugfestes Spannelement, welches die durch die Spannvorrichtung erzeugten Zugkräfte auf die Halteprofile überträgt, wobei deren Kraftabtrag über die Türflügel erfolgt. Die dadurch erzeugten Spannkräfte wirken somit gegen die Öffnungsrichtung des jeweiligen Türflügels und legen dadurch die Schiebetür in deren Schließstellung fest.
Eine kostengünstige Ausführungsform, welche handelsübliche und leicht verfügbare Bauteile aufweist, kann dadurch gegeben sein, dass die Spannvorrichtung durch eine Spannratsche und einen Spanngurt als zugfestes Spannelement gebildet ist, wobei wenigstens eines der Halteprofile eine Befestigungsaufnahme für ein freies Ende des Spanngurtes aufweist. Die weite Verbreitung von Spanngurten und Spannratschen sowohl im Sortiment von Handelsketten als auch in der Grundausstattung von privaten und gewerblichen Lagern macht diese normierten Gurte und Ratschen zu leicht verfügbaren Bauteilen, die in Kombination mit den erfindungsgemäßen Halteprofilen eine kostengünstige Gesamtvorrichtung
ermöglichen.
In diesem Zusammenhang kann eine besonders vorteilhafte Kraftübertragung von den Halteprofilen auf die jeweiligen Türflügel einer Schiebetür dadurch erreicht
werden, dass die Spannratsche an der dem Halteschenkel abgewandten Seite
Schiebetür fixiert wird.
Ein gewaltsames Öffnen der Tür im Zuge eines Einbruchs kann dadurch erschwert werden, dass das zugfeste Spannelement durch eine schnittfeste Führung verläuft, die vorzugsweise entlang der Längsrichtung des Spannelements verschiebbar ist. Die schnittfeste Führung kann dabei im Bereich des Türspalts angeordnet werden, sodass die Einführung eines scharfen Objektes wie beispielsweise eines Messers von außen keine gewaltsame Entriegelung der Schiebetür zufolge eines Durchschneidens des Spannelementes ermöglichen kann. Eine vorteilhafte Ausführung kann dabei eine derartige Ausgestaltung der schnittfesten Führung darstellen, in der diese breiter als das Spannelement ist und zumindest im Bereich des Türspaltes zwischen Spannelement und Schiebetür liegt. Als schnittfeste Materialien kommen hierbei verschiedene Materialien in Frage, Beispiele dafür sind schnittfeste Kunststoffe, insbesondere Kevlar, oder aber Metallschienen, durch welche das Spannelement gleiten kann.
Ein stabiler Halt der Halteprofile an den Türflügeln bei gleichzeitig geringer Materialbelastung der Schiebetür wird auf konstruktiv günstige Weise dadurch ermöglicht, dass die Halteprofile so als Winkelprofile aufgebogen sind, dass die Halteschenkel quer von einem Basisschenkel abragen. Dadurch kann das Halteprofil sowohl an der Außenkante der Türflügel mit dem Halteschenkel als auch an der Schiebetürinnenfläche mit dem Basisschenkel anliegen, sodass die einwirkenden Zug- und Querkräfte über eine möglichst große Fläche von den Halteprofilen auf die Schiebetür übertragen werden können. Dadurch werden insbesondere Punktbelastungen vermieden, die unter Umständen zu einer Beschädigung des Türflügels führen können. Auch die Platzierung der Spannvorrichtung am Halteprofil kann durch die Ausbildung von Winkelprofilen erleichtert werden, da diese vorzugsweise an dem Basisschenkel angebracht sein
Im Fall von Glasschiebetüren kann die Abnutzung des Glases durch die einwirkenden Kräfte in Form von Kratzern oder Kerben dadurch reduziert werden, dass wenigstes eines der Halteprofile an seiner in Gebrauchslage der Schiebetüre zugewandten Seite einen Glasschoner aufweist. Diese Maßnahme ermöglicht bei gleichzeitig großer Zugkraft und damit guter Verriegelungsleistung einen geringen Materialverschleiß am Glas der Schiebetür. Als Glasschoner kann beispielsweise ein geeignetes Textil oder eine Schaumstoffeinlage eingesetzt werden.
Eine erleichterte Befestigung der Vorrichtung an einer Schiebetür kann dadurch ermöglicht werden, dass wenigstens einer der Halteschenkel an seiner in Gebrauchslage der Schiebetüre zugewandten Seite ein Befestigungselement oder ein rutschfestes Auflageelement umfasst. Zufolge dieser Maßnahme kann die Vorrichtung von einer einzigen Person befestigt werden, da zumindest ein Halteschenkel an einer Seite mithilfe des Befestigungs- bzw. Auflageelementes in einer Montageposition gehalten werden kann, während die einzelne Person lediglich den gegenüberliegenden Halteschenkel fixieren muss. Des Weiteren kann durch ein Befestigungselement oder ein rutschfestes Auflageelement eine Positionierung der Halteschenkel auf gleicher Höhe erleichtert werden, was wiederum eine bessere Kraftübertragung und geringere punktuelle Kraftmaxima ermöglicht. Die Befestigungselemente können beispielsweise magnetisch ausgebildet sein. Als rutschfestes Auflageelement kommen beispielsweise geeignete
Kunststoffmaterialien, insbesondere Gummi, in Frage.
Grundsätzlich kann für günstige Haltebedingungen vorgesehen sein, dass die Halteschenkel beispielsweise gegenüber einem Basisschenkel des Halteprofils, und somit in Gebrauchslage in Richtung der Türflügelschmalseite, leicht zurückgebogen
sind. Dadurch schließt der Halteschenkel mit dem Basisschenkel einen Winkel von
werden, von den Türflügeln abzurutschen.
Um ein geordnetes Verhalten des zugfesten Spannelements bei der Montage und Demontage ohne Verknoten oder Verkeilen zu ermöglichen, kann wenigstens eines der Halteprofile an seiner dem Halteschenkel abgewandten Seite eine Führung für das zugfeste Spannelement aufweisen. Dadurch wird das Spannelement im Verlauf der Montage oder Demontage kontrolliert geführt, sodass einem unerwünschten Verklemmen der Spannvorrichtung vorgebeugt werden kann.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es
zeigen
Fig. 1 eine Vorderansicht einer Schiebetür mit Blick auf deren Innenseite, verriegelt mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II - Il in einem größeren Maßstab und
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung mit einer weiteren
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zur Notverriegelung einer insbesondere elektrisch betriebenen, Glaselemente aufweisenden Schiebetüre 2 umfasst zwei Halteprofile 3. Diese weisen jeweils einen Halteschenkel 4 auf, der einen gegen die Öffnungsrichtung 5 eines jeweiligen Türflügels 6 wirkenden Anschlag für diesen bildet. Es versteht sich von selbst, dass im gezeigten Ausführungsbeispiel ein Türflügel 6 gegenüber dem jeweils anderen eine entgegengesetzte
Öffnungsrichtung 5 aufweist, wie dies anhand des Doppelpfeiles in der Zeichnung
Das zugfeste Spannelement 9 kann durch eine schnittfeste Führung 12 verlaufen, welche verschiebbar entlang der Längsrichtung des Spannelements 9 ist. In der in Fig. 1 und 2 gezeigten Schließstellung der Schiebetüre 2 verläuft die Längsrichtung des Spannelements 9 parallel zur Öffnungsrichtung 5. Außerdem können zwischen den Basisschenkeln 7 der Halteprofile 3 Glasschoner 13 vorgesehen sein, welche eine Abnutzung der Glaselemente der Schiebetür 2 verhindern. Die Halteschenkel 4 können zudem rutschfeste Auflageelemente 14 und Endabschnitte 15 zum Hintergreifen der Türflügel 6 aufweisen. Der Montageprozess kann durch eine Führung 16 des Spannelements 9 erleichtert werden, da dadurch etwaigen Verklemmungen oder Verknotungen des Spannelements 9 vorgebeugt wird.
Fig. 3 zeigt schließlich eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer der Fig. 2 entsprechenden Schnittdarstellung. Die Halteschenkel 4 sind hierbei in Richtung der entsprechenden Schmalseite des jeweiligen Türflügels 6 bzw. in Richtung des Basisschenkels 7 zurückgebogen, sodass der Halteschenkel 4 mit dem Basisschenkel 7 einen Winkel von unter 90° einschließt.
Claims (1)
- (345346.6) KAPatentansprüche1. Vorrichtung (1) zur Notverriegelung von insbesondere elektrisch betriebenen Schiebetüren (2), gekennzeichnet durch zwei Halteprofile (3), die jeweils einen Halteschenkel (4) aufweisen, der einen gegen die Öffnungsrichtung (5) eines jeweiligen Türflügels (6) wirkenden Anschlag für diesen bildet, wobei zum Schließen der Schiebetüre (2) die Halteprofile (3) über eine ein zugfestes Spannelement (9) aufweisende Spannvorrichtung (10) gegeneinander verspannbar sind.2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung (10) durch eine Spannratsche (8) und einen Spanngurt als zugfestes Spannelement (9) gebildet ist, wobei wenigstens eines der Halteprofile (3) eine Befestigungsaufnahme (11) für ein freies Ende des Spanngurtes aufweist.3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannratsche (8) an der dem Halteschenkel (4) abgewandten Seite einesHalteprofils (3) angeordnet ist.4. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zugfeste Spannelement (9) durch eine schnittfeste Führung (12) verläuft, die vorzugsweise entlang der Längsrichtung des Spannelements (9) verschiebbarist.5. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteprofile (3) so als Winkelprofile aufgebogen sind, dass die Halteschenkel (4) quer von einem Basisschenkel (7) abragen.7. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Halteschenkel (4) an seiner in Gebrauchslage der Schiebetüre (2) zugewandten Seite ein Befestigungselement oder ein rutschfestes Auflageelement (14) umfasst.8. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Halteschenkel (4) an seinem freien Ende einen Endabschnitt (15) zum Hintergreifen eines Türflügels (6) und / oder einer Hinterschneidung an der Türflügelaußenseite aufweist.9. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Halteprofile (3) an seiner dem Halteschenkel (4)abgewandten Seite eine Führung (16) für das zugfeste Spannelement (9) aufweist.
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