AT527243B1 - Verfahren und Vorrichtung zum Hobeln von Balken - Google Patents
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Abstract
Verfahren und Vorrichtung zum Abrichten von Balken (2) aus Holz, die eine Längsmittelachse (3), ein vorderes Ende, ein hinteres Ende, einen neutralen Bereich zwischen den Enden und zwei im Wesentlichen parallele, einander gegenüberliegende Seiten (5, 6) aufweisen und um die Längsmittelachse (3) verdreht sind, wobei das Ausmaß der Verdrehung der beiden Enden bezüglich des neutralen Bereiches etwa gleich groß ist. Der Balken (2) wird wenigstens einem Bearbeitungswerkzeug (8, 9) in Richtung der Längsmittelachse (3) zugeführt und wenigstens eine der beiden Seiten (5, 6) des Balkens (2) wird in einer Bearbeitungsebene (22, 23) spanabhebend bearbeitet. Der neutrale Bereich (7) des Balkens (2) wird während der Bearbeitung mit den Seiten (5, 6) im Wesentlichen parallel zur Bearbeitungsebene (22, 23) gehalten, um ein Abrichten mit möglichst geringem Materialverlust zu ermöglichen.
Description
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abrichten von länglichen, profilierten Elementen aus Holz, die eine Längsmittelachse, ein vorderes Ende, ein hinteres Ende, einen neutralen Bereich zwischen den Enden und zwei im Wesentlichen parallele, einander gegenüberliegende Seiten aufweisen und um die Längsmittelachse verdreht sind, wobei das Ausmaß der Verdrehung der beiden Enden bezüglich des neutralen Bereiches etwa gleich groß ist, bei dem das Element wenigstens einem Bearbeitungswerkzeug in Richtung der Längsmittelachse des Elementes zugeführt und wenigstens eine der beiden Seiten des Elementes in einer Bearbeitungsebene spanabhebend bearbeitet wird.
[0002] Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Vorrichtung zum Abrichten von länglichen, profilierten Elementen aus Holz, die eine Längsmittelachse, ein vorderes Ende, ein hinteres Ende, einen neutralen Bereich zwischen den Enden und zwei im Wesentlichen parallele, einander gegenüberliegende Seiten aufweisen und um die Längsmittelachse verdreht sind, wobei das Ausmaß der Verdrehung der beiden Enden bezüglich des neutralen Bereiches etwa gleich groß ist, wobei die Vorrichtung wenigstens ein Bearbeitungswerkzeug zum spanabhebenden Bearbeiten wenigstens einer der beiden Seiten des Elementes in einer Bearbeitungsebene und ein erstes Haltemittel für das Element in Förderrichtung vor dem Bearbeitungswerkzeug aufweist, und wobei das erste Haltemittel einen Mittelbereich aufweist, an dem ein erster Haltebereich für das Element angeordnet ist, der einen ersten Abstand von der Bearbeitungsebene aufweist, und wobei ein zweites Haltemittel für das Element vorgesehen ist, das, in Förderrichtung gemessen, vom Bearbeitungswerkzeug einen größeren Abstand als das erste Haltemittel und einen Haltebereich aufweist, der parallel zur Bearbeitungsebene liegt.
[0003] Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von gehobelten und profilierten Balken aus Holz, insbesondere Vollholzbalken, Konstruktionsvollholz, Leimbindern etc.
[0004] Derartige Teile aus Holz, die im Bauwesen verwendet werden, aber auch andere Teile aus Holz, z.B. Bretter, die ebenfalls mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Vorrichtung bearbeitet und beispielsweise in Tischlereibetrieben bzw. in der Möbelindustrie verwendet werden können und eine langgestreckte Form und eine Längsmittelachse aufweisen, werden im Rahmen der Erfindung allgemein als „Elemente“ bezeichnet. Als „profilierte“ Elemente werden im Rahmen der Erfindung Elemente bezeichnet, die beispielsweise einen rechteckigen oder trapezförmigen Querschnitt, aber auch andere Querschnittsformen aufweisen können, und die mindestens zwei parallele, einander gegenüberliegende und im Wesentlichen flache bzw. ebene Seiten aufweisen.
[0005] Im Folgenden wird die Erfindung anhand des Beispiels eines Balkens näher erläutert, was aber nicht so zu verstehen ist, dass die Erfindung auf die Bearbeitung von Balken beschränkt sein soll. Vielmehr sind das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung für die Bearbeitung jeglicher Elemente im vorbeschriebenen Sinn geeignet und vorgesehen.
[0006] Holzbalken für den konstruktiven Holzbau, insbesondere solche mit größeren Querschnitten und größeren Längen, werden nach dem Trocknen üblicherweise allseitig bearbeitet, indem das Holz parallel zur Oberfläche gehobelt wird. Damit kann zwar mit minimalen Hobelverlusten ein beispielsweise rechteckiger oder trapezförmiger Querschnitt erzielt werden, jedoch können Verdrehungen in Längsrichtung bzw. um die Längsmittelachse damit nicht korrigiert werden. Diese Verdrehungen der Rohbalken um ihre Längsmittelachse treten nach dem Einschnitt beim Trocknen durch das Schwinden des Holzes auf. Die Holzbalken weisen im anmeldungsgemäßen Sinn zwei im Wesentlichen parallele, einander gegenüberliegende Seiten auf, die aufgrund der Verdrehung aber nicht mehr zweidimensional eben sind.
[0007] Bleiben die Verdrehungen an den gehobelten Balken bestehen, können diese in vielen Fällen aber nicht akzeptiert werden und führen zu Problemen beim Abbinden, Herstellen von Verbindungen und der weiteren Verarbeitung bis hin zur Gebäudeerrichtung. Um diese Verdrehungen zu beseitigen, wird das Holz im Tischlereibereich mit einer Abrichthobelmaschine abge-
richtet, d.h. der Balken wird auf einer Seite plan bzw. im Wesentlichen zweidimensional eben gehobelt und anschließend eine angrenzende Fläche in einem definierten Winkel (z.B. 90°) zur bereits plangehobelten Fläche ebenfalls plan gehobelt. Die jeweils gegenüberliegenden, ungehobelten Seiten werden dann mit einer Dickenhobelmaschine exakt parallel gehobelt.
[0008] Dieser Vorgang, der standardmäßig bei Tischlereiarbeiten durchgeführt wird, findet aus Gründen der Praktikabilität (Größe, Gewicht) und der Holzausnutzung kaum Anwendung im konstruktiven Holzbau. In diesem Bereich werden daher u.a. Techniken gewählt, die diese Verdrehungen durch Verleimen mehrerer Holzlagen zu Leimbindern oder kurzer Holzlängen zu Konstruktionsvollholz minimieren, um einen homogeneren Ausgangswerkstoff zu schaffen, was aber zu einem höheren Arbeitsaufwand und höheren Kosten führt.
[0009] Aus der JP 2005335069 A sind ein gattungsgemäßes Verfahren und eine gattungsgemäße Vorrichtung bekannt, bei denen ein zu bearbeitender Balken nur im Quermittelbereich gehalten wird, damit er bei der Bearbeitung seine Verdrehung beibehalten kann.
[0010] Die GB 644757 A zeigt eine Fördervorrichtung einer Hobelmaschine für gebogene, längliche Holzelemente, wobei die Rollen bombiert ausgeführt sind, um ein Flachdrücken und damit eventuelles Brechen der Holzelemente zu verhindern.
[0011] Die JP 2004122377 A und die AT 322195 B zeigen die Bearbeitung von verwundenen oder gebogenen, länglichen Holzelementen, wobei die Holzelemente vor oder im Zuge der Bearbeitung abgetastet und vermessen werden und diese Vermessungsdaten in die Steuerung der Bearbeitung einfließen.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die oben beschriebenen Nachteile der herkömmlichen Holzbearbeitung zu beheben und ein Abrichten von Hölzern mit möglichst geringem Materialverlust zu ermöglichen.
[0013] Gelöst wird diese Aufgabe mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 1.
[0014] Diese Aufgabe wird des Weiteren mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 14 gelöst.
[0015] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0016] Ein um seine Längsachse verdrehtes Element, z.B. ein Holzbalken, weist ein vorderes Ende, das dem Bearbeitungswerkzeug zuerst zugeführt wird, und ein hinteres Ende auf. Zwischen diesen beiden Enden weist das Element einen neutralen Bereich auf, der sich etwa in der Mitte der Längserstreckung des Elementes befindet und in dem entweder keine nennenswerte Verdrehung vorhanden ist oder diese tolerierbar klein ist. Insbesondere kann der neutrale Bereich des Elementes innerhalb des mittleren Drittels, mittleren Fünftels oder mittleren Siebtels des Elementes liegen. In den meisten Fällen, wenn die Verdrehung des Elementes an beiden Enden etwa gleich groß ist oder die Verdrehung an einem Ende nur in einem tolerierbaren Ausmaß von der Verdrehung am anderen Ende abweicht, wird der neutrale Bereich etwa in der Mitte der Längserstreckung des Elementes liegen. Wenn die Verdrehung des Elementes im Bereich der Enden allerdings nicht gleich groß ist, kann der neutrale Bereich auch so weit in Richtung zum einen oder anderen Ende hin verschoben sein, dass das vom neutralen Bereich aus gemessene, absolute Ausmaß der Verdrehung an beiden Enden etwa gleich groß ist.
[0017] Der neutrale Bereich ist inhärent an jedem Element im vorstehend definierten Sinn vorhanden und muss nicht bei allen Ausführungsformen der Erfindung konkret bestimmt werden, um ein Element mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Vorrichtung bearbeiten zu können. Insbesondere kann es bei vielen Anwendungsfällen ausreichend sein, den neutralen Bereich als etwa auf halber Länge des Elementes liegend anzunehmen und dennoch ein ausreichend präzises Arbeitsergebnis zu erhalten.
[0018] Erfindungsgemäß wird der neutrale Bereich des Elementes während der Bearbeitung mit den Seiten im Wesentlichen parallel zur Bearbeitungsebene gehalten. Dadurch wird die Verdrehung etwa zur Hälfte auf den Balkenanfang und das Balkenende verteilt.
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[0019] Anfänglich wird dadurch bei der Bearbeitung ein dreieckiger Querschnitt entfernt, insbesondere weggehobelt. Wird der Balken, ohne während der Bearbeitung um seine Längsmittelachse gedreht zu werden, weiter vorgeschoben, ändert sich der weggehobelte Querschnitt von anfänglich dreieckig auf rechteckig in der Mitte und wieder dreieckig, aber gespiegelt, am Balkenende. An der gegenüberliegenden Seite kann gleichzeitig eine entsprechende Bearbeitung erfolgen. Die gegenüberliegende Seite kann (ebenso wie die weiteren Seiten) aber natürlich auch in einem nachfolgenden Schritt bearbeitet werden, wobei dann aber bereits eine plane, d.h. zweidimensional ebene, Seite vorliegt, die als Referenz für weitere Bearbeitungen dienen kann.
[0020] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann somit ein an wenigstens einer Seite, vorzugsweise an beiden Seiten, mit minimalem Materialverlust exakt abgerichtetes Element hergestellt werden.
[0021] Übersteigt die halbe Verdrehung (also die Verdrehung zwischen dem neutralen Bereich und einem Ende) die Bearbeitungstiefe des Bearbeitungswerkzeuges, kann beispielsweise der Betrag der noch nicht entfernten Verdrehung in einem zweiten Bearbeitungsdurchlauf entfernt werden. Wenn der zweite Bearbeitungsdurchlauf nicht erfolgt, erhält man zwar keine exakt planen Flächen, aber die Verdrehung wurde maximal korrigiert, was bereits in vielen Fällen eine weitere Verarbeitung erleichtert.
[0022] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Element wenigstens zu Beginn des Bearbeitungsvorganges mit Bezug zur Bearbeitungsebene im Bereich des vorderen Endes auf wenigstens einer der beiden Seiten, vorzugsweise auf beiden Seiten, von einem ersten Haltemittel um die Längsmittelachse verdreht gehalten.
[0023] Dies kann beispielsweise so erfolgen, dass das Element vom ersten Haltemittel nur in einem Quermittelbereich gehalten wird, damit das Element seine Verdrehung beibehalten kann, aber eine Führung normal zur Bearbeitungsebene vorhanden ist.
[0024] Das erste Haltemittel hält den Balken dann beispielsweise etwa im Bereich einer LängsMittelline der zu bearbeitenden Fläche bzw. Längsmittelachse des Balkens so, dass die Verdrehung des Balkenanfangs nicht durch das erste Haltemittel niedergedrückt aber im neutralen Bereich normal zur Bearbeitungsebene festgehalten wird. Das Element gelangt derart gehalten und geführt zum Bearbeitungswerkzeug, das im optimalen Fall eine etwa dreieckige Querschnittsfläche entfernt.
[0025] Alternativ kann das erste Haltemittel beispielsweise auch von Rollen, die eine zylindrische Form und eine normal zur Bearbeitungsebene verschwenkbare Achse aufweisen, gebildet werden. Das erste Haltemittel verschwenkt der Verdrehung folgend passiv mit, womit das Element während der Bearbeitung ebenfalls seine Verdrehung beibehalten kann, aber in Richtung normal zur Bearbeitungsebene geführt wird.
[0026] Um ein Verdrehen des Elementes um eine Längsachse zu verhindern, wird das Element in einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung wenigstens zu Beginn des Bearbeitungsvorganges im neutralen Bereich von einem zweiten Haltemittel gehalten, damit eine Drehung des Elementes um seine Längsachse verhindert wird.
[0027] In einer alternativen, ebenfalls bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann wenigstens ein Teil der äußeren Form des Elementes vor und gegebenenfalls auch während der Bearbeitung von wenigstens einer Einrichtung zum Erfassen wenigstens eines Teils der äußeren Form des Elementes, insbesondere einer Kamera oder einem Laserscanner, erfasst werden.
[0028] Es ist bekannt, zum Erfassen von Oberflächenstrukturen optische Mittel einzusetzen. Bekannte Methoden basieren dabei entweder auf stereometrischer Vermessung, bei welcher - vergleichbar mit dem menschlichen Sehen - die Unterschiede zwischen üblicherweise simultan aufgenommenen Bildern (mit bekanntem räumlichem Kameraverhältnis) ermittelt werden, oder auf der Vermessung der Verzerrung eines bekannten Musters, das auf die zu vermessende Oberfläche projiziert wird. Laserscanner sind zum Vermessen zwei- oder dreidimensionaler Oberflächen ebenfalls bekannt und gut geeignet.
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[0029] Die auf diese Weise erfassten Daten des Elementes können an eine Steuerung übertragen werden und die Steuerung ermittelt aus den Daten die Verdrehung des Elementes. Die Steuerung kann dann die Lage des ersten Haltemittels, insbesondere die Lage der Rollen, so steuern, dass das Element während des gesamten Bearbeitungsvorganges in seinem neutralen Bereich „unverdreht“, d.h. im Wesentlichen parallel zur Bearbeitungsebene, gehalten und geführt wird.
[0030] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Element während wenigstens eines Teils des Bearbeitungsvorganges mittels als Förderrollen ausgebildeter erster Haltemittel zum Bearbeitungswerkzeug und entlang des Bearbeitungswerkzeuges gefördert.
[0031] In einer alternativen Ausführungsform können die zu bearbeitenden Elemente, wenigstens zeitweise, auch vom zweiten Haltemittel angetrieben werden. Beispielsweise kann das Element mittels des zweiten Haltemittels wenigstens solange gefördert werden, bis es vom ersten Haltemittel gefördert wird. Das zweite Haltemittel kann zu diesem Zweck Förderrollen oder ein Greifwerkzeug aufweisen.
[0032] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Abrichten der länglichen, profilierten Elemente, insbesondere Balken, aus Holz weist wenigstens ein Bearbeitungswerkzeug zum spanabhebenden Bearbeiten einer Seite des Elementes in einer Bearbeitungsebene auf. Das erste Haltemittel weist einen Mittelbereich auf, an dem ein erster Haltebereich für des Element angeordnet ist. Der Normalabstand des ersten Haltebereiches von der Bearbeitungsebene entspricht etwa der Bearbeitungstiefe des Bearbeitungswerkzeuges im neutralen Bereich.
[0033] Das erste Haltemittel weist wenigstens einen weiteren Haltebereich auf, der quer zur Förderrichtung seitlich eben dem ersten Haltebereich liegt und der entweder einen größeren Abstand von der Bearbeitungsebene aufweist, als der erste Haltebereich, oder bei dem ein Abstand von der Bearbeitungsebene einstellbar ist, der größer als der Abstand des ersten Haltebereichs von der Bearbeitungsebene ist.
[0034] In der erstgenannten Ausführungsform der Erfindung ist das erste Haltemittel im Mittelbereich gegenüber seitlichen Randbereichen erhöht, wobei der erste Haltebereich im erhöhten Mittelbereich liegt. Beispielsweise kann das erste Haltemittel wenigstens eine Rolle, vorzugsweise zwei gegenüberliegende Rollen, aufweisen, deren Durchmesser im Mittelbereich größer ist, als in den Randbereichen.
[0035] Insbesondere kann die Rolle oder können die einander gegenüberliegenden Rollen eine im Wesentlichen zylindrische Form mit einem erhöhten Steg im Mittelbereich oder eine ballige oder kegelstumpfförmige Form aufweisen.
[0036] Der erste Haltebereich ist im Fall einer Rolle damit der Bereich, in dem die Rolle in ihrem Quermittelbereich etwa in der Mitte der Oberfläche des zu bearbeitenden Balkens anliegen kann. Bei der zweitgenannten Ausführungsform der Erfindung weist die Rolle bzw. weisen die einander gegenüberliegenden Rollen beispielsweise eine zylindrische Form und eine normal zur Bearbeitungsebene verschwenkbare Achse auf. Dabei liegt die jeweilige Rolle zwar über ihre ganze Breite an der Oberfläche des Balkens an, kann sich aber verschwenken oder verschwenkt werden, sodass der Balken seine Verdrehung beibehalten kann. Der erste Haltebereich befindet sich in diesem Fall erfindungsgemäß etwa in der Mitte der quer zur Förderrichtung liegenden Berührungsline der Rolle an der Oberfläche des Balkens und der oder die weiteren Haltebereiche seitlich daneben.
[0037] Es ist darauf hinzuweisen, dass das erste Haltemittel am Balken nicht immer mit dem ersten und einem weiteren Haltebereich anliegen muss, sondern - je nach der konkreten Ausführungsform des ersten Haltemittels und der Lage des Balkens und dem Fortschritt des Bearbeitungsprozesses - manchmal nur mit dem ersten oder nur mit einem weiteren oder mit beiden Haltebereichen am Balken anliegen kann.
[0038] So kann beispielsweise bei Verwendung eines ersten Haltemittels in Form einer Rolle mit einer im Wesentlichen zylindrische Form mit einem erhöhten Steg im Mittelbereich der erste Haltebereich permanent am Balken anliegen und der weitere Haltebereich nur dann, wenn die Verdrehung des Balkens in Ausnahmefällen so groß ist, dass dieser mit seinen Rändern an einem
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weiteren Haltebereich anliegt.
[0039] Wenn das erste Haltemittel aber beispielsweise eine ballige Rolle ist, kann es sein, dass der Balken anfänglich in einem außermittigen Bereich seitlich des Mittelbereiches der Rolle, also einem weiteren Haltebereich, anliegt und sich der Haltebereich im Zuge der Bearbeitung des Balkens immer weiter zum Mittelbereich hin bewegt, bis der Balken schließlich am ersten Haltebereich des ersten Haltemittels anliegt, wenn der neutrale Bereich des Balkens bearbeitet wird.
[0040] Bei der Bearbeitung der zweiten Hälfte des Balkens erfolgt die „Bewegung“ des Haltebereiches am ersten Haltemittel schließlich in die umgekehrte Richtung, d.h. vom Mittelbereich zum anderen Randbereich hin.
[0041] Wenn erfindungsgemäß aber beispielsweise eine Rolle mit einer zylindrischen Form und einer normal zur Bearbeitungsebene verschwenkbaren Achse als erstes Haltemittel verwendet wird, wird die Rolle im Wesentlichen permanent mit dem mittleren ersten Haltebereich und den äußeren weiteren Haltebereichen am Balken anliegen, weil die Lage der Rolle üblicherweise, also wenn das Ausmaß der Verdrehung nicht ein bestimmtes Maß überschreitet, permanent der Verdrehung des Balkens entsprechen wird.
[0042] In diesem Zusammenhang ist es bei der Erfindung bevorzugt, wenn der maximale Abstand des weiteren Haltebereiches von der Bearbeitungsebene etwa der maximalen Bearbeitungstiefe des Bearbeitungswerkzeuges entspricht, weil damit auch bei einer übermäßigen Verdrehung des Balkens eine problemlose Bearbeitung des Balkens möglich ist.
[0043] Wenn bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. in einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zweites Haltemittel vorhanden ist, das einen Haltebereich aufweist, der parallel zur Bearbeitungsebene liegt, wird der Balken am Beginn der Bearbeitung vorzugsweise vom zweiten Haltemittel gegen Verdrehen festgehalten und gleichzeitig auch vorgeschoben, auch wenn Letzteres nicht zwingend ist und ein anderes Vorschubmittel vorgesehen sein kann. Insbesondere kann der Balken auch nur vom ersten Haltemittel angetrieben bzw. gefördert werden, und die Lage des Balkens wird im neutralen Bereich vom zweiten Haltemittel eingestellt.
[0044] Des Weiteren ist es bei der Erfindung bevorzugt, dass der Balken am Beginn der Bearbeitung vom zweiten Haltemittel vorgeschoben wird und der Vorschub dann vom ersten Haltemittel übernommen wird, ggf. nach einer Phase, in der beide Haltemittel den Balken gemeinsam fördern.
[0045] Um die Führung des Elementes bzw. Balkens zwischen dem ersten Haltemittel und dem Bearbeitungswerkzeug zu verbessern, um beispielsweise ein unerwünschtes Schwingen des Elementes bei der Bearbeitung zu verhindern, kann zwischen dem ersten Haltemittel und dem Bearbeitungswerkzeug eine erste Führungseinrichtung mit einem Mittelbereich und Randbereichen angeordnet sein, wobei der Mittelbereich gegenüber den Randbereichen erhöht ist.
[0046] Nach dem Bearbeitungswerkzeug kann eine zweite Führungseinrichtung, insbesondere Führungsfläche, angeordnet sein, die mit der Bearbeitungsebene des Bearbeitungswerkzeugs fluchtet. Der Balken liegt bei dieser Ausführungsform nach dem Bearbeitungswerkzeug mit seiner gehobelten und plan gerichteten Fläche an dieser an, womit in weiterer Folge ein Verdrehen des Balkens verhindert wird.
[0047] Diese zweite Führungsfläche ist insbesondere dann von Vorteil, wenn ein zweites Haltemittel in Verbindung mit einem ersten Haltemittel verwendet wird, und das erste Haltemittel im Mittelbereich gegenüber seitlichen Randbereichen erhöht ist. Das zweite Haltemittel, das den Balken im neutralen Bereich gegen ein Drehen um die Längsachse festhält, muss den Balken nach einer gewissen Förderstrecke loslassen. Mit der zweiten Führungseinrichtung kann dann ein Drehen des Elementes um die Längsachse verhindert werden.
[0048] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter, den Schutzbereich nicht beschränkender, Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die angeschlossenen Zeichnungen. Es zeigt:
[0049] Fig. 1 einen Balken, der nach der Trocknung um seine Längsmittelachse verdreht ist,
[0050] Fig. 2 eine bevorzugte Ausführungsform eine Vorrichtung zum Bearbeiten von um ihre Längsmittelachse verdrehten Balken,
[0051] Fig. 3 eine erste Ausführungsform eines ersten Haltemittels, [0052] Fig. 4 eine zweite und dritte Ausführungsform eines ersten Haltemittels, und [0053] Fig. 5 eine vierte Ausführungsform eines ersten Haltemittels.
[0054] In den Zeichnungen sind Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Vorrichtungen dargestellt, die aber nur beispielhaft sind, und, abgesehen von den erfindungsgemäßen Merkmalen, wie sie in den Ansprüchen definiert sind, im Rahmen der vorliegenden Erfindung bezüglich vieler Komponenten auch anders ausgeführt sein können, ohne dass dies im Folgenden einer besonderen Erwähnung bedarf. Insbesondere können in den verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung beschriebene Komponenten und Merkmale beliebig miteinander kombiniert werden, auch ohne dass dies in jedem möglichen Fall extra erwähnt wird.
[0055] Fig. 1 zeigt einen Balken 2 nach dem Trocknen, wobei zeichnerisch übertrieben dargestellt ist, dass sich der Balken 2 in Richtung der Pfeile 4 um seine Längsmittelachse 3 verdreht hat.
[0056] Zwei der einander gegenüberliegenden Seiten 5, 6, im dargestellten Ausführungsbeispiel die Oberseite 5 und die Unterseite 6, sind nach dem Trocknen zwar noch im Wesentlichen paralle!l zueinander, aber nicht mehr zweidimensional eben, sondern dreidimensional verdreht bzw. verwunden.
[0057] In Fig. 2 ist eine bevorzugt Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 schematisch dargestellt, die zum Abrichten eines länglichen, um seine Längsmittelachse 3 verdrehten Holzbalkens 2 dient. Die Verdrehung des Balkens 2 seine Längsmittelachse 3 ist in Fig. 2 allerdings zeichnerisch nicht dargestellt. Die Vorrichtung hat wie an sich üblich zwei Bearbeitungswerkzeuge 8, 9, z.B. Hobelwellen. Fräser sind beispielsweise aber auch möglich. Der Balken 2 wird in Richtung des Pfeiles 11 zu den Bearbeitungswerkzeugen 8, 9 zu- und an diesen vorbeigeführt, wobei während des Durchlaufes die Oberseite 5 und die Unterseite 6 des Balkens 2 mittels der Bearbeitungswerkzeuge 8, 9 plan gehobelt und der Balken 2 somit abgerichtet wird.
[0058] Die beiden Bearbeitungswerkzeuge sind in Förderrichtung 11 zueinander versetzt, was vorteilhaft ist, aber nicht unbedingt so sein muss. Theoretisch ist es auch möglich, dass die Vorrichtung 1 nur ein einziges Bearbeitungswerkzeug 8 oder 9 aufweist.
[0059] In Förderrichtung vor den Bearbeitungswerkzeugen 8, 9 sind zwei erste Haltemittel 12, 13 angeordnet, die in der dargestellten Ausführungsform als Rollen ausgeführt sind.
[0060] Zwischen den Haltemitteln 12, 13 und den Bearbeitungswerkzeugen 8, 9 können erste Führungseinrichtungen 14, 15 angeordnet sein, die aber nicht zwingend erforderlich sind. Mit den Führungseinrichtungen 14, 15 kann der Balken 2 zusätzlich zu den Haltemitteln 12, 13, insbesondere in vertikaler Richtung (im Wesentlichen normal zur Oberseite 5 und Unterseite 6), geführt werden.
[0061] Nach den Bearbeitungswerkzeugen 8, 9 sind wenigstens auf einer Seite, vorzugsweise aber sowohl auf der Oberseite als auch der Unterseite, eine zweite obere und untere Führungseinrichtung 16, 17 angeordnet. Wenn nur ein Bearbeitungswerkzeug 8 oder 9 vorhanden ist, befindet sich die zweite Führungseinrichtung 16 oder 17 auf der Seite des Bearbeitungswerkzeuges 8 oder 9.
[0062] Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist schließlich noch ein zweites Haltemittel auf, das in der dargestellten Ausführungsform ebenfalls eine obere Rolle 18 und eine untere Rolle 19 aufweist. Die Rollen 18, 19 können angetrieben sein, um den Balken 2 zu fördern. Dieses zweite Haltemittel 18, 19 weist - in Förderrichtung 11 gesehen - von den Bearbeitungswerkzeugen 8, 9 einen größeren Abstand als das erste Haltemittel 12, 13 auf und ist in Richtung des Doppelpfeiles 21 verschiebbar, um bei unterschiedlich
langen oder nicht gleichmäßig verdrehten Balken 2 immer etwa in der Mitte des neutralen Bereiches 7 angeordnet werden zu können, von dem aus gemessen das absolute Ausmaß der Verdrehung des Balkens 2 am vorderen Ende und hinteren Ende des Balkens 2 etwa gleich groß ist.
[0063] Das zweite Haltemittel kann beispielsweise auch als Greifzange ausgeführt sein und zum Fördern des Balkens in Förderrichtung 11 dienen.
[0064] Um eine möglichst materialsparende Bearbeitung von Balken 2 zu ermöglichen, ist das zweite Haltemittel 18, 19 so ausgeführt, dass die im Wesentlichen parallelen Ober- und Unterseiten 5, 6 des Balkens 2 in dessen neutralem Bereich 7 parallel zu Bearbeitungsebenen 22, 23 der beiden Bearbeitungswerkzeugen 8, 9 gehalten werden. Ist das zweite Haltemittel wie in der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der Erfindung mit zwei Rollen 18, 19 ausgeführt, haben diese Rollen 18, 19 daher vorzugsweise eine zylindrische Oberfläche, gegebenenfalls mit Zähnen bzw. in Achsrichtung verlaufenden Vorsprüngen oder Rippen, um einen schlupffreien Transport des Balkens 2 zu ermöglichen.
[0065] Das erste Haltemittel 12, 13 hat demgegenüber eine Geometrie, die einen Mittelbereich (Quermittelbereich) aufweist, an dem ein erster Haltebereich 24, 25 für den Balken 2 angeordnet ist, der einen ersten Abstand von der Bearbeitungsebene 22, 23 aufweist. Das erste Haltemittel 12, 13 hat außerdem wenigstens einen, insbesondere auf jeder Seite neben dem ersten Haltebereich 24, 25 wenigstens einen, weiteren Haltebereich 26, 27, der quer zur Förderrichtung 11 seitlich eben dem ersten Haltebereich 24, 25 liegt und einen größeren Abstand von der Bearbeitungsebene 22, 23 aufweist, als der erste Haltebereich 24, 25.
[0066] In Fig. 3 ist eine erste erfindungsgemäße Ausführungsform eines derartigen ersten Haltemittels in Form von zwei Rollen 12, 13 dargestellt. Die Rollen 12, 13 haben eine im Wesentlichen zylindrische Form mit einem erhöhten Steg 28, 29 im Mittelbereich. Die Umfangsfläche des jeweiligen Steges 28, 29 bildet den ersten Haltebereich 24, 25, der im Quermittelbereich des Balkens 2 liegt, in dem die Verdrehung des Balkens Null oder in der Regel am geringsten ist. Wenn die Rollen 12, 13 mit ihren ersten Haltebereichen 24, 25 an der Oberseite 5 und Unterseite 6 des Balkens 2 anliegen, halten sie den Balken 2 in vertikaler Richtung bzw. normal zu den Bearbeitungsebenen 22, 23 fest, beeinflussen aber nicht seine verdrehte Position, wie in Fig. 3 zu sehen ist.
[0067] Die seitlich neben den jeweiligen ersten Haltebereichen 24, 25 liegenden weiteren Haltebereiche 26, 27, die von den zylindrischen Umfangsflächen der Rollen 12, 13 gebildet werden, sind in der in Fig. 3 dargestellten Situation nicht wirksam, weil der Balken 2 eine nicht sehr große Verdrehung aufweist. Wenn die Verdrehung des Balkens um seine Längsmittelachse 3 allerdings größer ist, kann es sein, dass der Balken mit seinen Längsrändern 31, 32 auch an den weiteren Haltebereichen 26, 27 anliegt und dadurch etwas zurückgedreht wird. Der Anteil der Verdrehung, um den der Balken 2 zurückgedreht wird und der demgemäß nicht weggehobelt wird, kann beispielsweise in einem zweiten Bearbeitungsdurchlauf entfernt werden, sofern er ein zulässiges Ausmaß übersteigt.
[0068] In Fig. 4 sind weitere Ausführungsformen von Rollen dargestellt, die als erste Haltemittel verwendet werden können. Die obere Rolle 33 von Fig. 4 ist als doppelt kegelförmige Rolle ausgeführt, bei der der erste Haltebereich 24 ebenfalls in der Mitte und die weiteren Haltebereiche 26 seitlich daneben liegen. Die untere Rolle 34 von Fig. 4 ist als ballige Rolle ausgeführt, die bei der der erste Haltebereich 25 ebenfalls in der Mitte und die weiteren Haltebereiche 27 seitlich daneben liegen.
[0069] In Fig. 5 ist noch eine weitere Ausführungsform von Rollen 35, 36 dargestellt, die als erste Haltemittel verwendet werden können. Die Rollen 35, 36 sind in diesem Fall zylindrisch und an Achsen 37, 38 drehbar gelagert, die in Richtung der Doppelpfeile 39 frei verschwenkbar sind oder aktiv verschwenkt werden können, um sie an die verdrehte Lage der Oberseite 5 und Unterseite 6 anzupassen und eine unerwünschte Rückdrehung der Balken 2 zu vermeiden.
[0070] Es ist im Rahmen der Erfindung auch möglich, dass nur eines der beiden ersten Haltemittel wie vorstehend beschrieben ausgeführt ist, wobei die vorstehenden Ausführungen dann nur
x ‚Hex AT 527 243 B1 2025-02-15
8 NN
für das jeweils vorhandene Haltemittel gelten. Ebenso können die jeweils beschriebenen Rollen in Kombination mit anderen dargestellten und beschriebenen Rollen verwendet werden. Die Verwendung anders gestalteter Rollen oder eine Kombination von vorstehend beschriebenen Rollen mit in den Zeichnungen nicht dargestellten und beschriebenen Rollen ist ebenfalls möglich.
[0071] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung kann wenigstens eine Einrichtung zum optischen Erfassen wenigstens eines Teils der äußeren Form des Elementes 2 aufweisen. Diese Einrichtung kann wenigstens eine Kamera 42 oder einen Laserscanner, gegebenenfalls auch zwei oder mehr Kameras 42 und/oder Laserscanner aufweisen. Die Kamera(s) 42 erfassterfassen die Geometrie wenigstens einer Seite 5, 6 des Elementes 2 und übertragen die erfassten Daten über eine Leitung 43 oder drahtlos an eine Steuerung 44. Die Steuerung 44 ermittelt aus den Daten die Verdrehung des Elementes und kann dann die Lage des ersten Haltemittels, insbesondere die Lage der Rollen 35, 36, so steuern, dass das Element in seinem neutralen Bereich immer „unverdreht“, d.h. im Wesentlichen parallel zu den Bearbeitungsebenen 22, 23, gehalten und geführt wird, indem der Schwenkwinkel der Achsen 37, 38 der Rollen 35, 36 während des Durchlaufes des Elementes 2 laufend angepasst wird. In diesem Fall ist kein zweites Haltemittel erforderlich, um den neutralen Bereich parallel zu den Bearbeitungsebenen 22, 23 zu halten. Wenn ein zweites Haltemittel vorhanden ist, kann die Steuerung auch die Lage des neutralen Bereiches 7 ermitteln, um das zweite Haltemittel im neutralen Bereich 7 zu positionieren.
[0072] Die erste obere und untere Führungseinrichtung 14, 15 haben, mit Ausnahme der Ausführungsform von Fig. 5, jeweils vorzugsweise eine Oberflächengeometrie, die an die Form des ersten Haltemittels 12, 13, insbesondere der jeweiligen Rollen, angepasst sind, weisen also einen gegenüber den Randbereichen erhöhten Mittelbereich auf, um eine entsprechende Führung des Balkens 2 bis zum Bearbeitungswerkzeug 8, 9 zu gewährleisten. Im Rahmen der Erfindung kann die Form der ersten oberen und unteren Führungseinrichtung 14, 15 aber natürlich auch von der Form des ersten Haltemittels 12, 13 abweichen.
[0073] Eine geeignete Oberflächengeometrie ist beispielsweise in Fig. 2 an der unteren, ersten Führungseinrichtung 15 zu erkennen, die im Quermittelbereich einen in Förderrichtung 11 verlaufenden Steg 41 aufweist, mit dem der Balken 2 nur in diesem Quermittelbereich geführt wird.
[0074] Die zweiten Führungseinrichtungen 16, 17, insbesondere Führungsflächen, nach den Bearbeitungswerkzeugen 8, 9, die mit den Bearbeitungsebenen 22, 23 der Bearbeitungswerkzeuge 8, 9 fluchten, sind vorgesehen, um ein Drehen des Balkens 2 zu verhindern, wenn dieser nicht mehr entweder vom zweiten Haltemittel 18, 19 oder aktiv gesteuerten Rollen gemäß Fig. 5 gegen ein Drehen um die Längsachse 3 gehalten wird.
[0075] Auch wenn vorstehend immer von planen, zweidimensionalen Bearbeitungsebenen 22, 23 bzw. an den Balken 2 herzustellenden Oberflächen gesprochen wurde, können diese auch von konstruktiven Erhebungen und/oder Vertiefungen unterbrochen sein, die mit entsprechenden Bearbeitungswerkzeugen hergestellt werden können, ohne vom Rahmen der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
BEZUGSZEICHENLISTE:
1 Vorrichtung 23 untere Bearbeitungsebene
2 Balken 24 erster oberer Haltebereich
3 Längsmittelachse 25 erster unterer
4 Pfeile Haltebereich
5 Oberseite 26 weiterer oberer
6 Unterseite Haltebereich
7 neutraler Bereich 27 weiterer unterer
8 oberes Haltebereich Bearbeitungswerkzeug 28 oberer Steg
9 unteres 29 unterer Steg Bearbeitungswerkzeug 30 --
10 -- 31 Längsrand
11 Pfeil, Förderrichtung 32 Längsrand
12 erstes oberes Haltemittel 33 Rolle
13 erstes unteres Haltemittel 34 Rolle
14 erste obere 35 Rolle Führungseinrichtung 36 Rolle
15 erste untere 37 Achse Führungseinrichtung 38 Achse
16 zweite obere 39 Doppelpfeile Führungseinrichtung 40 --
17 zweite untere 41 Steg Führungseinrichtung 42 Kamera
18 zweites oberes Haltemittel 43 Leitung
19 zweites unteres 44 Steuerung Haltemittel
20 --
21 Doppelpfeil 22 obere Bearbeitungsebene
Claims (27)
1. Verfahren zum Abrichten von länglichen, profilierten Elementen (2) aus Holz, die eine Längsmittelachse (3), ein vorderes Ende, ein hinteres Ende, einen neutralen Bereich zwischen den Enden und zwei im Wesentlichen parallele, einander gegenüberliegende Seiten (5, 6) aufweisen und um die Längsmittelachse (3) verdreht sind, wobei das Ausmaß der Verdrehung der beiden Enden bezüglich des neutralen Bereiches etwa gleich groß ist, bei dem das Element (2) wenigstens einem Bearbeitungswerkzeug (8, 9) in Richtung der Längsmittelachse (3) des Elementes (2) zugeführt und wenigstens eine der beiden Seiten (5, 6) des Elementes (2) in einer Bearbeitungsebene (22, 23) spanabhebend bearbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass der neutrale Bereich (7) des Elementes (2) während der Bearbeitung mit den Seiten (5, 6) im Wesentlichen parallel zur Bearbeitungsebene (22, 23) gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (2) wenigstens zu Beginn des Bearbeitungsvorganges mit Bezug zur Bearbeitungsebene (22, 23) im Bereich des vorderen Endes auf wenigstens einer der beiden Seiten (5, 6), vorzugsweise auf beiden Seiten (5, 6), von einem ersten Haltemittel (12, 13) um die Längsmittelachse (3) verdreht gehalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (2) während wenigstens eines Teils des Bearbeitungsvorganges mittels als Förderrollen ausgebildeter erster Haltemittel (12, 13) zum Bearbeitungswerkzeug (8, 9) und entlang des Bearbeitungswerkzeuges (8, 9) gefördert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (2) zwischen dem ersten Haltemittel (12, 13) und dem Bearbeitungswerkzeug (8, 9) von einer ersten Führungseinrichtung (14, 15) nur in einem Quermittelbereich geführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der äußeren Form des Elementes (2) vor und gegebenenfalls auch während der Bearbeitung, von einer Einrichtung, insbesondere einer Kamera (42) oder einem Laserscanner, erfasst wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (2) wenigstens zu Beginn des Bearbeitungsvorganges im neutralen Bereich (7) von einem zweiten Haltemittel (18, 19) gehalten wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (2) vom ersten Haltemittel (12, 13) nur in einem Quermittelbereich gehalten wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Haltemittel (18, 19) vom Element (2) gelöst wird, nachdem eine der beiden Seiten (5, 6), vorzugsweise beide Seiten (5, 6), wenigstens im Bereich des vorderen Endes des Elementes (2) von den Bearbeitungswerkzeugen (8, 9) bearbeitet wurde(n) und das Element (2) von einer nach dem Bearbeitungswerkzeug (8, 9) oder den Bearbeitungswerkzeugen (8, 9) angeordneten zweiten Führungseinrichtung (16, 17) unverdrehbar geführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 2 und einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (2) mittels des zweiten Haltemittels (18, 19) wenigstens solange gefördert wird, bis es vom ersten Haltemittel (12, 13) gefördert wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (2) mittels als Förderrollen oder als Greifwerkzeug ausgebildeter zweiter Haltemittel (18, 19) gefördert wird.
11. Verfahren nach Anspruch 2 und 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass Daten der erfassten Form des Elementes (2) an eine Steuerung (44) übertragen werden, dass die Steuerung (44) aus den Daten die Verdrehung des Elementes ermittelt, und dass die Steuerung (44) die Lage des ersten Haltemittels (12, 13) so steuert, dass das Element (2) in seinem neutralen Bereich (7) wenigstens zu Beginn des Bearbeitungsvorganges im Wesentlichen parallel zur Bearbeitungsebene (22, 23) gehalten wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (2) zuerst an einer Seite (5, 6) und anschließend an der gegenüberliegenden Seite (5, 6) bearbeitet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (2) gleichzeitig an beiden Seiten (5, 6) bearbeitet wird.
14. Vorrichtung zum Abrichten von länglichen, profilierten Elementen (2) aus Holz, die eine Längsmittelachse (3), ein vorderes Ende, ein hinteres Ende, einen neutralen (7) Bereich zwischen den Enden und zwei im Wesentlichen parallele, einander gegenüberliegende Seiten (5, 6) aufweisen und um die Längsmittelachse (3) verdreht sind, wobei das Ausmaß der Verdrehung der beiden Enden bezüglich des neutralen Bereiches (7) etwa gleich groß ist, wobei die Vorrichtung wenigstens ein Bearbeitungswerkzeug (8, 9) zum spanabhebenden Bearbeiten wenigstens einer der beiden Seiten (5, 6) des Elementes (2) in einer Bearbeitungsebene (22, 23) und ein erstes Haltemittel (12, 13) für das Element (2) in Förderrichtung (11) vor dem Bearbeitungswerkzeug (8, 9) aufweist, und wobei das erste Haltemittel (12, 13) einen Mittelbereich aufweist, an dem ein erster Haltebereich (24, 25) für das Element (2) angeordnet ist, der einen ersten Abstand von der Bearbeitungsebene (22, 23) aufweist, wobei das erste Haltemittel (12, 13) wenigstens einen weiteren Haltebereich (26, 27) aufweist, der quer zur Förderrichtung (11) seitlich neben dem ersten Haltebereich (24, 25) liegt und der einen größeren Abstand von der Bearbeitungsebene (22, 23) aufweist, als der erste Haltebereich (24, 25), oder bei dem ein Abstand von der Bearbeitungsebene (22, 23) einstellbar ist, der größer als der Abstand des ersten Haltebereichs (24, 25) von der Bearbeitungsebene (22, 23) ist, und wobei ein zweites Haltemittel (18, 19) für das Element (2) vorgesehen ist, das, in Förderrichtung (11) gemessen, vom Bearbeitungswerkzeug (8, 9) einen größeren Abstand als das erste Haltemittel (12, 13) und einen Haltebereich aufweist, der parallel zur Bearbeitungsebene (22, 23) liegt, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand des zweiten Haltemittels (18, 19) vom Bearbeitungswerkzeug (8, 9) veränderbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Haltemittel (12, 13) im Mittelbereich gegenüber seitlichen Randbereichen erhöht ist, und dass der erste Haltebereich (24, 25) im erhöhten Mittelbereich liegt.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Haltemittel (12, 13) wenigstens eine Rolle, vorzugsweise zwei gegenüberliegende Rollen, zwischen denen das Element (2) anordenbar ist, aufweist, und dessen/deren Durchmesser im Mittelbereich größer als in den Randbereichen ist, und dass der erste Haltebereich (24, 25) im Bereich des größeren Durchmessers liegt.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle(n) eine im Wesentlichen zylindrische Form mit einem erhöhten Steg (28, 29) im Mittelbereich aufweist/’aufweisen, und dass der erste Haltebereich (24, 25) im Bereich des Steges (28, 29) liegt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle(n) (33, 34) eine ballige oder doppelt kegelstumpfförmige Form aufweist/aufweisen.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle(n) (35, 36) eine zylindrische Form und eine normal zur Bearbeitungsebene (22, 23) verschwenkbare Achse (37, 38) aufweist/aufweisen.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 19, gekennzeichnet durch wenigstens eine Einrichtung zum Erfassen wenigstens eines Teils der äußeren Form des Elementes (2), insbesondere eine Kamera (42) oder ein Laserscanner.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, gekennzeichnet durch eine Steuerung (44), an die die Daten der erfassten Form des Elementes (2) übertragen werden, dass die Steuerung (44) aus den Daten die Verdrehung des Elementes ermittelt, und dass die Steuerung (44) die Lage des ersten Haltemittels (12, 13) so steuert, dass das Element (2) in seinem neutralen Bereich (7) wenigstens zu Beginn des Bearbeitungsvorganges im Wesentlichen parallel zur Bearbei-
tungsebene (22, 23) gehalten wird.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten Haltemittel (12, 13) und dem Bearbeitungswerkzeug (8, 9) eine erste Führungseinrichtung (14, 15) mit einem Mittelbereich und Randbereichen angeordnet ist, und dass der Mittelbereich gegenüber den Randbereichen erhöht ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Bearbeitungswerkzeug (8, 9) eine zweite Führungseinrichtung (16, 17), insbesondere Führungsfläche, angeordnet ist, die mit der Bearbeitungsebene (22, 23) des Bearbeitungswerkzeugs (8, 9) fluchtet.
24, Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Haltemittel (18, 19) zylindrische Rollen, zwischen denen das Element (2) anordenbar ist, oder ein Greifwerkzeug aufweist.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einige der Rollen angetrieben sind.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Bearbeitungswerkzeug (8, 9) eine Hobelwelle oder ein Fräser ist.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass der maximale Abstand des weiteren Haltebereiches (26, 27) des ersten Haltemittels (12, 13) von der Bearbeitungsebene (22, 23) etwa der maximalen Bearbeitungstiefe des Bearbeitungswerkzeuges (8, 9) entspricht.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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|---|---|---|---|
| ATA50409/2023A AT527243B1 (de) | 2023-05-24 | 2023-05-24 | Verfahren und Vorrichtung zum Hobeln von Balken |
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|---|---|---|---|
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Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB644757A (en) * | 1947-09-27 | 1950-10-18 | Tatra Np | Improved arrangement for feeding boards and planks, more particularly to planing machines |
| DE1628940A1 (de) * | 1966-07-07 | 1971-03-25 | Oller Jaime Marba | Hobelmaschine fuer Holz od.dgl. |
| AT322195B (de) * | 1972-08-08 | 1975-05-12 | Zuckermann Komm Ges Wien Masch | Abrichthobelmaschine |
| JP2004122377A (ja) * | 2002-09-30 | 2004-04-22 | Kyowa Kikai:Kk | 木材の基準面の形成方法と、その装置 |
| JP2005335069A (ja) * | 2004-05-24 | 2005-12-08 | Kikukawa Tekkosho:Kk | 加工材の切削方法及びその装置 |
-
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-
2024
- 2024-05-24 DE DE102024114645.1A patent/DE102024114645A1/de active Pending
Patent Citations (5)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| AT527243A1 (de) | 2024-12-15 |
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