AT527376A1 - Schubladenseitenwand für eine Schublade - Google Patents

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AT527376A1 ATA50534/2023A AT505342023A AT527376A1 AT 527376 A1 AT527376 A1 AT 527376A1 AT 505342023 A AT505342023 A AT 505342023A AT 527376 A1 AT527376 A1 AT 527376A1
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Abstract

Schubladenseitenwand (2) für eine Schublade (1), umfassend:  wenigstens eine Verbindungsvorrichtung (7) zum, vorzugsweise lösbaren, Verbinden einer Frontblende (3) mit der Schubladenseitenwand (2), wobei die Verbindungsvorrichtung (7) wenigstens einen in die Schubladenseitenwand (2) eingesetzten Grundkörper (7a) und wenigstens ein an der Frontblende (3) zu befestigendes Beschlagteil (7b) aufweist,  wobei der Grundkörper (7a) der Verbindungsvorrichtung (7) im Wesentlichen vollständig aus Kunststoff gebildet ist und wenigstens eine Haltevorrichtung (14) zum, vorzugsweise lösbaren, Halten des Beschlagteiles (7b) aufweist,  wobei das Beschlagteil (7b) wenigstens einen Halteabschnitt (15) aufweist, welcher in einem gehaltenen Zustand des Beschlagteiles (7b) zumindest abschnittsweise im Grundkörper (7a) aufgenommen ist, wobei die Verbindungsvorrichtung (7) wenigstens eine von der Haltevorrichtung (14) und vom wenigstens einen Halteabschnitt (15) gesonderte Stützvorrichtung (20) aufweist, durch welche eine Lage des Beschlagteiles (7b) relativ zum Grundkörper (7a) im gehaltenen Zustand zumindest in eine quer zu einer Längsrichtung (L) der Schubladenseitenwand (2) verlaufende Richtung abstützbar ist.

Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schubladenseitenwand für eine Schublade, umfassend:
— wenigstens eine Verbindungsvorrichtung zum, vorzugsweise 1lösbaren, Verbinden einer Frontblende mit der Schubladenseitenwand, wobei die Verbindungsvorrichtung wenigstens einen in die Schubladenseitenwand eingesetzten Grundkörper und wenigstens ein an der Frontblende zu
befestigendes Beschlagteil aufweist,
— wobei der Grundkörper der Verbindungsvorrichtung im Wesentlichen vollständig aus Kunststoff gebildet ist und wenigstens eine Haltevorrichtung zum, vorzugsweise lösbaren, Halten des Beschlagteiles aufweist,
— wobei das Beschlagteil wenigstens einen Halteabschnitt aufweist, welcher in einem gehaltenen Zustand des Beschlagteiles zumindest abschnittsweise im Grundkörper
aufgenommen ist.
Im Weiteren betrifft die Erfindung eine Schublade mit wenigstens
einer Schubladenseitenwand der zu beschreibenden Art.
Die Möbelbeschlagindustrie ist in letzter Zeit zur Reduzierung von Kosten in der seriellen Fertigung von Schubladenseitenwänden dazu übergegangen, die Grundkörper der Verbindungsvorrichtung zur Befestigung einer Schubladenfrontblende aus einem Kunststoff im Spritzgussverfahren herzustellen. Auf diese Weise sind komplexe Formen von Grundkörpern einfach und kostengünstig
herstellbar.
Ein Nachteil bei der Herstellung aus Kunststoff besteht jedoch darin, dass sich Stabilitätsprobleme aufgrund der
Eigenelastizität der verwendeten Kunststoffkomponenten ergeben können. Wenn die Schubladenseitenwand beispielsweise aus einem
Hohlprofil gebildet ist, so lässt sich die Schubladenseitenwand
gewinnt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schubladenseitenwand der eingangs erwähnten Gattung vorzuschlagen, wobei die oben diskutierten Nachteile zumindest
teilweise behoben sind.
Dies wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass die Verbindungsvorrichtung wenigstens eine von der Haltevorrichtung und vom wenigstens einen Halteabschnitt gesonderte Stützvorrichtung aufweist, durch welche eine Lage des Beschlagteiles relativ zum Grundkörper im gehaltenen Zustand zumindest in eine quer zu einer Längsrichtung der
Schubladenseitenwand verlaufende Richtung abstützbar ist.
Mit anderen Worten ist neben dem Haltebereich zwischen der Haltevorrichtung und dem Beschlagteil wenigstens eine zusätzliche Stützvorrichtung vorgesehen, durch welche der Grundkörper und das Beschlagteil aneinander abstützbar sind. Auf diese Weise kann die Stabilität der Verbindung zwischen der Schubladenseitenwand und dem an der Frontblende zu befestigenden Beschlagteil in einer quer zur Längsrichtung der
Schubladenseitenwand verlaufenden Richtung verbessert werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung.
Fig. la, 1b zeigen eine Schublade und eine Schubladenseitenwand in perspektivischen Ansichten,
Fig. 2a, 2b zeigen die Verbindungsvorrichtung mit dem Grundkörper und mit dem Beschlagteil in einem getrennten Zustand und in einem verbundenen Zustand miteinander,
Fig. 3a-3cC zeigen die Verbindungsvorrichtung in einer perspektivischen Ansicht, in einer Ansicht von vorne sowie eine vergrößerte Detailansicht hierzu,
Fig. 4a-4b zeigen die Schubladenseitenwand mit einer Stabilisierungsvorrichtung in zwei verschiedenen Ausführungsformen zur Stabilisierung einer relativen Lage des Grundkörpers relativ zur Schubladenseitenwand in eine parallel zur
Längsrichtung verlaufende Richtung.
Fig. la zeigt eine Schublade 1, welche über eine
Schubladenausziehführung relativ zu einem Möbelkorpus verfahrbar lagerbar ist. Die Schublade 1 umfasst zwei Schubladenseitenwände 2, eine Frontblende 3, eine Rückwand 4 und einen Schubladenboden
5.
Die Schubladenseitenwand 2 ist über eine Koppelvorrichtung 12 (Fig. 1b) mit einer ausziehbaren Führungsschiene einer Schubladenausziehführung lösbar koppelbar. Die Koppelvorrichtung 12 kann wenigstens einen um eine vertikale Achse schwenkbaren Koppelhebel 12a (Fig. 4b) umfassen, welcher mit der ausziehbaren Führungsschiene der Schubladenausziehführung l6sbar koppelbar
ist.
metallischen Material.
Am rückseitigen Ende der Schubladenseitenwand 2 ist ein Rückwandadapter 6 für die lösbare Befestigung der Rückwand 4 angeordnet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst der Rückwandadapter 6 wenigstens einen schwenkbar gelagerten Hebel 6a, durch welchen eine, vorzugsweise aus einem Holzmaterial
bestehende, Rückwand 4 klemmend fixierbar ist.
Die Schubladenseitenwand 2 umfasst wenigstens eine in Längsrichtung L verlaufende Nut 9 zur Aufnahme eines Rands eines
Schubladenbodens 5.
Zur Befestigung des Schubladenbodens 5 sind mehrere Befestigungselemente 10, beispielsweise in Form von Krallen, vorgesehen. Die Befestigungselemente 10 sind in Längsrichtung L voneinander beabstandet und/oder zu wenigstens zwei oder mehreren in Längsrichtung L voneinander beabstandeten Gruppen
zusammengefasst.
Die Befestigungselemente 10 sind bereichsweise innerhalb der Nut 9 angeordnet und sind zur Anlage an einer Unterseite des
Schubladenbodens 5 ausgebildet.
Am frontseitigen Ende der Schubladenseitenwand 2 ist ein Grundkörper 7a einer Verbindungsvorrichtung 7 eingesetzt. Die Verbindungsvorrichtung 7 ist zum, vorzugsweise lösbaren, Verbinden der Frontblende 3 mit der Schubladenseitenwand 2
vorgesehen.
haltbar ist.
Die Verbindungsvorrichtung 7 kann ferner wenigstens eine Koppelvorrichtung 12 zum lösbaren Koppeln mit einer ausziehbaren Führungsschiene einer Schubladenausziehführung umfassen. Die Koppelvorrichtung 12 kann wenigstens einen schwenkbaren Koppelhebel 12a (Fig. 4b) umfassen, durch welchen die Schubladenseitenwand 2 mit der ausziehbaren Führungsschiene
lösbar koppelbar ist.
Durch eine LöÖsevorrichtung 13 ist die Koppelvorrichtung 12 lösbar. Die LÖsevorrichtung 13 kann beispielsweise ein bewegbares, vorzugsweise in der Längsrichtung L linear verschiebbares, LöÖöseelement 13a umfassen, wobei die Koppelung zwischen der Schubladenseitenwand 2 und der Führungsschiene der Schubladenausziehführung durch eine Bewegung des Löseelementes 13a, vorzugsweise durch eine Linearbewegung des LöÖseelementes
13a in Längsrichtung L der Schubladenseitenwand 2, lösbar ist.
Der Grundkörper 7a der Verbindungsvorrichtung 7 umfasst wenigstens einen Auflagesteg 11 zum Abstützen des Schubladenbodens 5. Der Auflagesteg 11 ist von einer Innenseite der Schubladenseitenwand 2 in einer seitlichen Richtung beabstandet, wobei der Schubladenboden 5 in einem montierten Zustand bereichsweise innerhalb der Nut 9 der Schubladenseitenwand 2 aufgenommen und durch den wenigstens
einen von der Nut beabstandeten Auflagesteg 11 abstützbar ist.
formschlüssig eingesetzt ist.
Der Grundkörper 7a ist im Wesentlichen vollständig aus Kunststoff gebildet und weist wenigstens eine Haltevorrichtung 14 zum, vorzugsweise lösbaren, Halten eines Beschlagteiles 7b
der Verbindungsvorrichtung 7 auf.
Die Haltevorrichtung 14 kann beispielsweise wenigstens einen federbelasteten Riegel 14a zum 1lösbaren Halten des
Beschlagteiles 7b aufweisen.
Das Beschlagteil 7b der Verbindungsvorrichtung 7 ist an der
Rückseite der Frontblende 3 zu befestigen.
Das Beschlagteil 7b weist einen Halteabschnitt 15 auf, welcher in die Einführöffnung 8 des Grundkörpers 7a einführbar, im gehaltenen Zustand des Beschlagteiles 7b zumindest abschnittsweise im Grundkörper 7a aufgenommen und mit der
Haltevorrichtung 14 des Grundkörpers 7a verbindbar ist.
Gemäß möglichen Ausführungsbeispielen kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Beschlagteil 7b — im Wesentlichen vollständig aus Kunststoff gebildet ist, und/oder — in einem montierten Zustand im Wesentlichen vollständig innerhalb des Grundkörpers 7a (Fig. 2b) angeordnet ist, und/oder — wenigstens ein zentrales Abstützelement 16 zur Anlage an der Frontblende 3 aufweist, und/oder — wenigstens eine vormontierte Schraube 17, vorzugsweise wenigstens zwei vormontierte Schrauben 17, zur Befestigung an
der Frontblende 3 aufweist.
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Die Verbindungsvorrichtung 7 weist wenigstens eine von der Haltevorrichtung 14 und vom wenigstens einen Halteabschnitt 15 gesonderte Stützvorrichtung 20 auf, durch welche eine Lage des Beschlagteiles 7b relativ zum Grundkörper 7a im gehaltenen Zustand zumindest in eine quer zu einer Längsrichtung L der
Schubladenseitenwand 2 verlaufende Richtung abstützbar ist.
Durch die wenigstens eine Stützvorrichtung 20 kann eine Relativbewegung zwischen der Schubladenseitenwand 2 und dem Beschlagteil 7b in einer quer zur Längsrichtung L verlaufenden
Richtung gehemmt werden.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist die wenigstens eine Stützvorrichtung 20 wenigstens einen Ausleger 20a auf, welcher
in wenigstens einer Ausnehmung 22 aufgenommen ist.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Ausleger 20a am wenigstens einen Beschlagteil 7b und die
wenigstens eine Ausnehmung 22 am Grundkörper 7a angeordnet ist.
In kinematischer Umkehr ist es auch möglich, dass der wenigstens eine Ausleger 20a am Grundkörper 7a und die wenigstens eine
Ausnehmung 22 am Beschlagteil 7b angeordnet ist.
Gemäß möglichen Ausführungsbeispielen kann vorgesehen sein, dass
der wenigstens eine Ausleger 20a
— in einem montierten Zustand vom Halteabschnitt 15 des Beschlagteiles 7b in Höhenrichtung H nach oben oder nach unten absteht, und/oder
— in einem montierten Zustand mit einem Spiel X (Fig. 3c) in der wenigstens einen Ausnehmung 22 aufgenommen ist, vorzugsweise wobei das Spiel X zwischen 0,5 mm und 3 mm,
vorzugsweise zwischen 1 mm und 2 mm, beträgt.
Das Vorsehen eines Spiels X zwischen dem Grundkörper 7a und dem Beschlagteil 7b in einer quer zur Längsrichtung L verlaufenden Richtung hat den Zweck, eine Seiteneinstellung des Beschlagteiles 7b (und damit eine Seiteneinstellung der Frontblende 3) durch eine Seiteneinstellvorrichtung 18 zu
ermöglichen.
Durch die Seiteneinstellvorrichtung 18 ist eine Lage des Beschlagteiles 7b relativ zum Grundkörper 7a in eine quer zur Längsrichtung L der Schubladenseitenwand 2 verlaufende Richtung
einstellbar.
Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Seiteneinstellvorrichtung 18 wenigstens ein drehbares Einstellrad 18a, vorzugsweise aus Metall, insbesondere aus Zink,
aufweist.
Das drehbare Einstellrad 18a kann eine Aufnahmekontur für ein Werkzeug, vorzugsweise für einen Schraubendreher, aufweisen, wobei eine Lage des Beschlagteiles 7b relativ zum Grundkörper 7a in einer rechtwinklig zur Höhenrichtung H verlaufenden Richtung durch Drehung der Aufnahmekontur mittels des Werkzeuges
einstellbar ist.
Das Einstellrad 18a des Beschlagteiles 7a ist durch eine Öffnung 19 der Schubladenseitenwand 2 mittels eines Werkzeuges zu betätigen. Die Öffnung 19 ist vorzugsweise an einer Innenseite
der Schubladenseitenwand 2 angeordnet.
Gemäß einem möglichen Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Ausleger 20a an einer ersten Seite am wenigstens einen Grundkörper 7a und an einer zweiten Seite an
der Schubladenseitenwand 2 und/oder am wenigstens einen
beabstandet sind.
Der wenigstens eine Ausleger 20a weist eine Längsrichtung auf,
welche in Montagelage parallel zu einer Vertikalen verläuft.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Stützvorrichtung 20 wenigstens zwei in Höhenrichtung H voneinander beabstandete Ausleger 20a auf. Die wenigstens zwei Ausleger 20a können durch den Halteabschnitt 15 des Beschlagteiles 7b voneinander
beabstandet sein.
Je weiter die beiden freien Enden der beiden Ausleger 20a voneinander beabstandet sind, desto besser ist die
Schubladenseitenwand 2 relativ zum Beschlagteil 7b abstützbar.
Ferner kann vorgesehen sein, dass das Beschlagteil 7b wenigstens eine Aussparung 21 aufweist, welche zwischen dem Halteabschnitt 15 und wenigstens einem Ausleger 20a angeordnet ist. Auf diese Weise kann bei der Herstellung des Beschlagteiles 7b Material,
insbesondere Kunststoffmaterial, eingespart werden.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind wenigstens zwei Aussparungen 21 vorgesehen, welche Jeweils zwischen dem
Halteabschnitt 15 und einem Ausleger 20a angeordnet sind.
Fig. 2b zeigt die Schubladenseitenwand 2 gemäß Fig. 2a, wobei der Grundkörper 7a der Verbindungsvorrichtung 7 und das Beschlagteil 7b der Verbindungsvorrichtung 7 über die
Haltevorrichtung 14 miteinander verbunden sind.
zwischen 1 mm und 2 mm, beträgt.
Die Haltevorrichtung 14 kann einen federbelasteten Riegel 14a umfassen, wobei die Verbindung zwischen dem Grundkörper 7a und dem Beschlagteil 7b durch manuelle Kraftausübung auf den Riegel
14a entgegen seiner federnden Wirkung lösbar ist.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Riegel 14a durch wenigstens eine Druckfeder (hier nicht gezeigt) beaufschlagt, sodass der Riegel 14a zum Lösen der Verbindung zwischen dem Grundkörper 7a und dem Beschlagteil 7b senkrecht nach oben
gedrückt werden muss.
Fig. 3a zeigt die Verbindungsvorrichtung 7 in einer perspektivischen Ansicht, wobei das Beschlagteil 7b über die
Haltevorrichtung 14 am Grundkörper 7a gehalten ist.
Gemäß möglichen Ausführungsbeispielen kann vorgesehen sein, dass
der wenigstens eine Grundkörper 7a
— formschlüssig in die Schubladenseitenwand 2 eingesetzt ist,
und/oder
— zumindest bereichsweise wabenförmig ausgebildet ist, und/oder
— wenigstens eine Kupplungsvorrichtung 12 (Fig. 2a) zum lösbaren Kuppeln mit einer Schubladenausziehführung aufweist, und/oder
— wenigstens eine Nut 9 zur Aufnahme eines Rands eines Schubladenbodens 5 aufweist, und/oder
— wenigstens einen Auflagesteg 11 zur Abstützung eines
Schubladenbodens 5 aufweist, und/oder
Polyamid gebildet ist.
Fig. 3b zeigt die Verbindungsvorrichtung 7 gemäß Fig. 3a in
einer Ansicht von vorne.
Fig. 3c zeigt den in Fig. 3b eingekreisten Bereich in einer vergrößerten Ansicht. Der Ausleger 20a der Stützvorrichtung 20 ist in einem montierten Zustand mit einem Spiel X in der wenigstens einen Ausnehmung 22 aufgenommen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass das Spiel X zwischen 0,5 mm und 3 mm,
vorzugsweise zwischen 1 mm und 2 mm, beträgt.
Fig. 4a zeigt den vorderen Endbereich der Schubladenseitenwand 2
in einer perspektivischen Ansicht.
Bei Verwendung hoher Frontblenden 3 kann es vorkommen, dass der Grundkörper 7a der Verbindungsvorrichtung 7 bei einer Betätigung der Frontblende 3 aufgrund der großen Hebelwirkung relativ zur Schubladenseitenwand 2 bewegt wird. Diese unerwünschte Relativbewegung zwischen dem Grundkörper 7a und der Schubladenseitenwand 2 in der Längsrichtung L der Schubladenseitenwand 2 kann durch eine
Stabilisierungsvorrichtung 23 gehemmt werden.
Der Grundkörper 7a der Verbindungsvorrichtung 7 ist in einem ersten Bereich 24a des Grundkörpers 7a fest mit der Schubladenseitenwand 2 verbunden. Der erste Bereich 24a des Grundkörpers 7a ist vorzugsweise der in Montagelage untere
Endbereich des Grundkörpers 7a.
Die feste Verbindung zwischen dem ersten Bereich 24a des
Grundkörpers 7a und der Schubladenseitenwand 2 kann
werden.
Im Allgemeinen wird bei einer Verhalsung 28 ein Material der Schubladenseitenwand 2 durch einen Stempel, beispielweise einen Stahlstift, durchbohrt, sodass an der Schubladenseitenwand 2 ein sich an den Grundkörper 7a anpressender Hals gebildet wird. Der so gebildete Hals stellt die feste Verbindung zwischen der
Schubladenseitenwand 2 und dem Grundkörper 7a her.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind im ersten Bereich 24a mehrere in Längsrichtung L voneinander beabstandete Verhalsungen 28 angeordnet, welche vorzugsweise bereichsweise innerhalb der
Nut 9 zur Aufnahme des Schubladenbodens 5 angeordnet sind.
Alternativ oder ergänzend dazu kann die feste Verbindung zwischen dem Grundkörper 7a und der Schubladenseitenwand 2 im ersten Bereich 24a durch Verschrauben, Vernieten oder Verkleben
erfolgen.
Die Schubladenseitenwand 2 weist wenigstens eine Stabilisierungsvorrichtung 23 auf, durch welche eine relative Lage des Grundkörpers 7a relativ zur Schubladenseitenwand 2 zumindest in eine parallel zur Längsrichtung L verlaufende
Richtung stabilisierbar ist.
Die Stabilisierungsvorrichtung 23 ist in einem zweiten Bereich 24b des Grundkörpers 7a angeordnet, wobei der zweite Bereich 24b des Grundkörpers 7a in einer Höhenrichtung H der Schubladenseitenwand 2 vom ersten Bereich 24a des Grundkörpers
7a beabstandet ist.
Der zweite Bereich 24b des Grundkörpers 7/a ist vorzugsweise der
in Montagelage obere Endbereich des Grundkörpers 7a.
Die Stabilisierungsvorrichtung 23 weist wenigstens eine Ausnehmung 23a und wenigstens einen in die Ausnehmung 23a eingreifbaren Vorsprung 23b auf. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Ausnehmung 23a in der Schubladenseitenwand 2 und der wenigstens eine Vorsprung 23b am Grundkörper 7a ausgebildet oder in den Grundkörper 7a einsetzbar
ist.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Schubladenseitenwand
2 einen im Wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt auf.
Die wenigstens eine Ausnehmung 23a ist am vorderen Endbereich der Schubladenseitenwand 2 und/oder an der Oberseite 2b der
Schubladenseitenwand 2 angeordnet.
Daraus ergibt sich der Vorteil, dass eine durch die Bewegung der Frontblende 3 resultierende Kraft beim Öffnen und Schließen der Schublade 1 über die Stabilisierungsvorrichtung 23, vorzugsweise über den in die Ausnehmung 23a eingreifenden Vorsprung 23b, direkt in die Schubladenseitenwand 2 eingeleitet wird, wobei das auftretende Spiel zwischen der Frontblende 3 und der
Schubladenseitenwand 2 reduziert oder verhindert ist.
Gemäß Fig. 4a sind der Vorsprung 23b und der Grundkörper 7a als zwei voneinander gesonderte Bauteile ausgebildet. Der Vorsprung 23b ist in den Grundkörper 7a einsetzbar, nachdem der Grundkörper 7a in den vorderen Endbereich der
Schubladenseitenwand 2 eingesetzt wurde.
Fig. 4b zeigt den Grundkörper 7a mit der Stabilisierungsvorrichtung 23 in einer leicht modifizierten Ausführungsform, wobei der Vorsprung 23b und der Grundkörper 7a
zusammen einstückig ausgebildet sind.
Der Vorsprung 23b ist hier als federnder Schnapper ausgeführt, welcher beim Einsetzen des Grundkörpers 7a in die Schubladenseitenwand 2 in eine Richtung quer zur Längsrichtung L entgegen seiner federnden Wirkung verdrängt wird. Bei einer fluchtenden Ausrichtung zwischen der Ausnehmung 23a und dem Vorsprung 23b kann der Vorsprung 23b von innen her in die
Ausnehmung 23a der Schubladenseitenwand 2 einrasten.
Zu erkennen ist die Haltevorrichtung 14 mit dem Riegel 14a, welcher in Höhenrichtung H linear verschiebbar gelagert ist und welcher durch eine Feder 25 in Richtung einer das Beschlagteil
7b verriegelnden Stellung beaufschlagbar ist.
Beim Einschieben des Halteabschnitts 15 des Beschlagteiles 7b in die Einführöffnung 8 des Grundkörpers 7a verdrängt der Halteabschnitt 15 den federbelasteten Riegel 14a der Haltevorrichtung 14 in Höhenrichtung H nach oben, wodurch die Feder 25 geladen wird. Hierfür kann der Halteabschnitt 15 wenigstens eine Schrägfläche zum Verdrängen des federbelasteten
Riegels 14a umfassen.
Bei einer weiteren Einschubbewegung ist der Halteabschnitt 15 des Beschlagteiles 7b durch die Kraft der aufgeladenen Feder 25 selbsttätig verriegelbar. Solche Haltevorrichtungen 14 sind gemäß dem Stand der Technik in vielen Ausführungsformen bekannt
und müssen an dieser Stelle nicht näher beschrieben zu werden.
Der Grundkörper 7a weist einen Auflagesteg 11 zur Abstützung des Schubladenbodens 5 und wenigstens einen Mitnehmer 26 auf, welcher in einem montierten Zustand in eine korrespondierende Ausnehmung, vorzugsweise in eine zylindrische Bohrung, des
Schubladenbodens 5 eingreift.
oder verhindert.
Das Verfahren zur Herstellung einer Schubladenseitenwand 2 ist durch die folgenden Schritte gekennzeichnet: — in einem ersten Schritt wird der Grundkörper 7a in die
Schubladenseitenwand 2 eingesetzt,
— in einem weiteren Schritt wird der Grundkörper 7a in einem ersten Bereich 24a fest mit der Schubladenseitenwand 2 verbunden,
— in einem weiteren Schritt wird der Grundkörper 7a relativ zur Schubladenseitenwand 2 in einem zweiten Bereich 24b des Grundkörpers 7a mittels der Stabilisierungsvorrichtung 23
stabilisiert.
Durch eine Koppelvorrichtung 12, vorzugsweise mit einem schwenkbaren Koppelhebel 12a, ist die Schubladenseitenwand 2 an eine ausziehbare Führungsschiene einer Schubladenausziehführung koppelbar. Der schwenkbare Koppelhebel 12a ist durch wenigstens ein Federelement in Richtung einer die Führungsschiene
verriegelnden Stellung beaufschlagt.
Durch eine LöÖösevorrichtung 13, vorzugsweise mit einem in Längsrichtung L linear verfahrbaren LöÖöseelement 13a in Form eines Schiebers, ist die Koppelvorrichtung 12 l6sbar. Durch eine Bewegung des LöÖseelementes 13a in Ausziehrichtung der Schublade 1l ist der Koppelhebel 12a entgegen einer Kraft des
Federelementes rückstellbar.
Schubladenausziehführung freigebende Lösestellung bewegbar.
Innsbruck, am 6. Juli 2023

Claims (6)

Patentansprüche
1. Schubladenseitenwand (2) für eine Schublade (1), umfassend: — wenigstens eine Verbindungsvorrichtung (7) zum, vorzugsweise lösbaren, Verbinden einer Frontblende (3) mit der Schubladenseitenwand (2), wobei die Verbindungsvorrichtung (7) wenigstens einen in die Schubladenseitenwand (2) eingesetzten Grundkörper (7a) und wenigstens ein an der Frontblende (3) zu
befestigendes Beschlagteil (7b) aufweist,
— wobei der Grundkörper (7a) der Verbindungsvorrichtung (7) im Wesentlichen vollständig aus Kunststoff gebildet ist und wenigstens eine Haltevorrichtung (14) zum, vorzugsweise lösbaren, Halten des Beschlagteiles (7b) aufweist,
— wobei das Beschlagteil (7b) wenigstens einen Halteabschnitt (15) aufweist, welcher in einem gehaltenen Zustand des Beschlagteiles (7b) zumindest abschnittsweise im Grundkörper (7a) aufgenommen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (7) wenigstens eine von der Haltevorrichtung (14) und vom wenigstens einen Halteabschnitt (15) gesonderte Stützvorrichtung (20) aufweist, durch welche eine Lage des Beschlagteiles (7b) relativ zum Grundkörper (7a) im gehaltenen Zustand zumindest in eine quer zu einer Längsrichtung (L) der Schubladenseitenwand (2) verlaufende
Richtung abstützbar ist.
2. Schubladenseitenwand (2) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Beschlagteil (7b)
— im Wesentlichen vollständig aus Kunststoff gebildet ist,
und/oder
— in einem montierten Zustand im Wesentlichen vollständig
innerhalb des Grundkörpers (7a) angeordnet ist, und/oder
— wenigstens ein zentrales Abstützelement (16) zur Anlage an der Frontblende (3) aufweist, und/oder
— wenigstens eine vormontierte Schraube (17), vorzugsweise wenigstens zwei vormontierte Schrauben (17), zur
Befestigung an der Frontblende (3) aufweist.
3. Schubladenseitenwand (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Seiteneinstellvorrichtung (18) vorgesehen ist, durch welche eine Lage des Beschlagteiles (7b) in eine quer zur Längsrichtung (L) der Schubladenseitenwand (2) verlaufende Richtung einstellbar ist, vorzugsweise wobei die Seiteneinstellvorrichtung (18) wenigstens ein drehbares Einstellrad (18a), vorzugsweise aus
Metall, aufweist.
4. Schubladenseitenwand (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Stützvorrichtung (20) wenigstens einen Ausleger (20a) aufweist, welcher in wenigstens einer Ausnehmung (22)
aufgenommen ist.
5. Schubladenseitenwand (2) nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Ausleger (20a)
— in einem montierten Zustand vom Halteabschnitt (15) des Beschlagteiles (7b) nach oben oder nach unten absteht, und/oder
— in einem montierten Zustand mit einem Spiel (X) in der wenigstens einen Ausnehmung (22) aufgenommen ist, vorzugsweise wobei das Spiel (X) zwischen 0,5 mm und
3 mm, vorzugsweise zwischen 1 mm und 2 mm, beträgt.
6. Schubladenseitenwand (2) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Ausleger (20a) am
11.
3 094318-21/ws
wenigstens einen Beschlagteil (7b) und die wenigstens eine
Ausnehmung (22) am Grundkörper (7a) angeordnet ist.
Schubladenseitenwand (2) nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Ausleger
(20a) an einer ersten Seite am wenigstens einen Grundkörper
(7a) (2)
ist,
und an einer zweiten Seite an der Schubladenseitenwand und/oder am wenigstens einen Grundkörper (7a) abstützbar
wobei die erste Seite und die zweite Seite in einer quer
zu einer Längsrichtung (L) der Schubladenseitenwand (2)
verlaufenden Richtung voneinander beabstandet sind.
Schubladenseitenwand (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stützvorrichtung (20)
wenigstens zwei in Höhenrichtung (H) voneinander beabstandete
Ausleger (20a) aufweist, vorzugsweise wobei die wenigstens
zwei Ausleger (20a) durch den Halteabschnitt (15) des
Beschlagteiles (7b) voneinander beabstandet sind.
Schubladenseitenwand (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schubladenseitenwand (2) als
Hohlkammerprofil ausgebildet ist.
Schubladenseitenwand (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (14)
wenigstens einen federbelasteten Riegel (14a) zum Halten des
Beschlagteiles (7b) aufweist, vorzugsweise wobei der
federbelastete Riegel (14a) linear verschiebbar gelagert ist.
Schubladenseitenwand (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (7a) der
Verbindungsvorrichtung (7) in einem ersten Bereich (24a) des
Grundkörpers (7a) fest mit der Schubladenseitenwand (2)
verbunden ist, wobei die Schubladenseitenwand (2) wenigstens
13.
4 094318-21/ws
eine Stabilisierungsvorrichtung (23) aufweist, durch welche eine relative Lage des Grundkörpers (7a) relativ zur Schubladenseitenwand (2) zumindest in eine parallel zur Längsrichtung (L) verlaufende Richtung stabilisierbar ist, wobei die Stabilisierungsvorrichtung (23) in einem zweiten Bereich (24b) des Grundkörpers (7a) angeordnet ist, wobei der zweite Bereich (24a) des Grundkörpers (7a) in einer Höhenrichtung (H) der Schubladenseitenwand (2) vom ersten
Bereich (24a) des Grundkörpers (7a) beabstandet ist.
Schubladenseitenwand (2) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsvorrichtung (23) wenigstens eine Ausnehmung (23a) und wenigstens einen in die Ausnehmung (23a) eingreifbaren Vorsprung (23b) aufweist, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Ausnehmung (23a) in der Schubladenseitenwand (2) und der wenigstens eine Vorsprung (23b) am Grundkörper (7a) ausgebildet oder in den
Grundkörper (7a) einsetzbar ist.
Schubladenseitenwand (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Grundkörper (7a) — formschlüssig in die Schubladenseitenwand (2) eingesetzt ist, und/oder — zumindest bereichsweise wabenförmig ausgebildet ist,
und/oder
— wenigstens eine Kupplungsvorrichtung (12) zum 1lLösbaren Kuppeln mit einer Schubladenausziehführung aufweist, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Kupplungsvorrichtung (12) wenigstens einen schwenkbaren Koppelhebel (12a) zum lösbaren Koppeln mit einer ausziehbaren Führungsschiene einer
Schubladenausziehführung aufweist, und/oder
— wenigstens eine Nut (9) zur Aufnahme eines Rands eines Schubladenbodens (5) aufweist, und/oder
— wenigstens einen Auflagesteg (11) zur Abstützung eines Schubladenbodens (5) aufweist, und/oder
— zumindest teilweise aus, insbesondere faserverstärktem,
Polyamid gebildet ist.
14. Schubladenseitenwand (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubladenseitenwand (2) wenigstens eine Nut (9) zur Aufnahme eines Rands eines Schubladenbodens (5) aufweist.
15. Schublade (1) mit wenigstens einer Schubladenseitenwand (2)
nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
Innsbruck, am 6. Juli 2023
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