AT527592A4 - Verfahren zum Herstellen einer Elektrode - Google Patents
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Abstract
Verfahren zum Herstellen einer Elektrode (1) zur Anbringung an der menschlichen Haut, umfassend folgende Schritte: - Bereitstellen eines Leitelements (2), vorzugsweise einer Leiterverbundfolie, umfassend zumindest einen elektrisch nichtleitenden Träger (3) und einen an dem Träger (3) angeordneten und den Träger (3) zumindest bereichsweise bedeckenden Leiter (4), - Entfernen des Leiters (4) in zumindest einem definierten Bereich (5) des Leitelements (2) mittels eines spanabhebenden Verfahrens, vorzugsweise mittels Fräsen, sodass zumindest ein, durch nicht-entfernte Teile des Leiters (4) gebildeter, Leiterabschnitt (4a) mit einer definierten Geometrie auf dem Träger (3) verbleibt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Elektrode zum Anbringen auf der menschlichen Haut, eine Elektrode zum Anbringen an der menschlichen Haut sowie eine Computerprogrammprodukt zum Steuern und/oder Regeln einer Werkzeugmaschine mit einem Werkzeug zur spanabhebenden
Bearbeitung eines Werkstücks.
Bei Elektroden eingangs genannter Art handelt es sich im Regelfall um medizinische Elektroden. Derartige medizinische Elektroden können als Messelektroden eingesetzt werden, die elektrische Signale vom menschlichen Körper ableiten. Sie können aber auch als Therapieelektroden eingesetzt werden, um dem menschlichen Körper Ströme zuzuführen. Die Elektroden werden zu diesem Zweck auf die Haut aufgeklebt und verfügen auf ihrer Unterseite im Allgemeinen über ein elektrisch leitendes Gel oder ein anderes elektrisches Kontaktmedium, das elektrisch leitend mit einem Anschlusselement der Elektrode in Kontakt steht. An diesem Anschlusselement kann ein Kabel angeschlossen werden, über den Ströme aus der Elektrode abgeleitet oder der Elektrode
zugeführt werden können.
Bei solchen Elektroden ist es wünschenswert, dass alle eine menschliche Haut potenziell berührenden Kanten eines Leiters vom Kontaktmedium, beispielsweise einem leitfähigen Gel oder einem leitfähigen Klebstoff, überlappend abgedeckt werden, um etwa ein Verbrennungsrisiko aufgrund eines verminderten Übergangswiderstands zwischen dem Leiter und der Haut zu
vermeiden.
Das kann nicht erreicht werden, wenn der Leiter und das Kontaktmedium zugleich gestanzt werden, wie dies bei herkömmlichen Fertigungsverfahren der Fall ist. Um eine
entsprechende Überlappung zu erreichen, muss der Leiter zuerst
überlappend aufgebracht werden.
Der Stand der Technik schlägt dazu ein Fertigungsverfahren vor, bei welchem ein Leiter auf einem Träger befestigt wird, wobei anschließend der Leiter bestanzt und ein Restgitter abgezogen wird. Anschließend kann das Kontaktmedium überlappen aufgebracht werden. Ein solches Fertigungsverfahren ist in den Fig. la bis 1f£f dargestellt und in der Figurenbeschreibung noch näher
erläutert.
Ein solches Verfahren ist Jedoch mit einigen Nachteilen verbunden. Einerseits ist der Materialaufwand recht groß, da im Regelfall noch ein zusätzlicher Träger vorgesehen werden muss, auf welchem dann der Träger mitsamt dem Leiter und dem
Kontaktmedium angeordnet wird.
Zudem wird der Träger während des Stanzens des Leiters eingekerbt, was eine strukturelle Schwächung des Trägers zur Folge hat. Der Träger weist also mechanische Beschädigungen in
Form von Kerben auf.
Außerdem sind Stanzlinge, welche nicht mit einem Stanzgitter
verbunden sind, nur schwer abtransportierbar.
Schlussendlich kann mittels eines Stanzverfahrens der Leiter nur entweder ausgestanzt werden oder nicht. Variable Lochtiefen sind
nicht realisierbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren sowie eine Elektrode und ein Computerprogrammprodukt anzugeben, bei welchen die Nachteile des Stands der Technik zumindest teilweise
vermieden werden.
gemäß Anspruch 15 gelöst.
Erfindungsgemäß sind demnach bei einem wie oben genannten Verfahren zum Herstellen einer Elektrode zur Anbringung an der menschlichen Haut folgende Verfahrensschritte vorgesehen:
- Bereitstellen eines Leitelements, vorzugsweise einer Leiterverbundfolie, umfassend zumindest einen elektrisch nichtleitenden Träger und einen an dem Träger angeordneten und den Träger zumindest bereichsweise bedeckenden Leiter,
- Entfernen des Leiters in zumindest einem definierten Bereich
des Leitelements mittels eines spanabhebenden Verfahrens, vorzugsweise mittels Fräsen, sodass zumindest ein, durch nicht-entfernte Teile des Leiters gebildeter, Leiterabschnitt mit einer definierten Geometrie auf dem
Träger verbleibt.
Dadurch, dass der Leiter in zumindest einem definierten Bereich mittels eines spanabhebenden Verfahrens entfernt wird, kann der Leiter in besagten Bereichen abgetragen werden, wobei der Träger intakt beleibt, also beispielsweise keine Einkerbung des Trägers
erfolgt.
Demnach ist es auch möglich die Elektrode ohne das Vorsehen eines zusätzlichen Trägers direkt einzusetzen, wodurch sich ein Materialersparnis gegenüber einem Verfahren nach dem Stand der Technik ergibt. Insbesondere können bereits kleine Materialersparnisse eine große Kostenreduzierung bewirken, da es sich bei medizinischen Elektroden um Massenprodukte handelt,
welche in sehr großen Stückzahlen gefertigt werden.
beispielsweise abgesaugt, werden können.
Es ist auch möglich, den Leiter nur teilweise abzutragen, sodass variable Lochtiefen erreichbar sind. Das kann beispielsweise durch ein Verstellen eines Werkzeugs, beispielsweise eines Fräsers, zum spanabhebenden Bearbeiten des Leiters in eine
Richtung orthogonal auf den Leiter bewerkstelligt werden.
Der zumindest eine zu entfernende, definierte Bereich kann
darüber hinaus vielfältige Formen aufweisen, da das Werkzeug im Regelfall auch in einer Ebene parallel zu dem Leiter verfahrbar ist. Somit können Elektroden mit verschiedenster Leitergeometrie
hergestellt werden.
Insbesondere können über ein und dieselbe Vorrichtung zum Fertigen einer Elektrode Elektroden mit verschiedensten Leitergeometrien hergestellt werden, da das Werkzeug einfach andere Bewegungen ausführen muss. Es ist jedenfalls nicht notwendig, ein eigenes Werkzeug für jede Leitergeometrie
bereitzustellen, wie dies etwa beim Stanzen der Fall wäre.
Insgesamt ergibt sich ein einfacheres und auch flexibleres
Fertigungsverfahren im Vergleich zum Stand der Technik.
ES kann auch vorgesehen sein, dass ein Kabel, welches vorzugsweise mit einem Anschlusselement verbunden werden kann,
mit einem erfindungsgemäßen Verfahren gefertigt werden kann.
Hinsichtlich einer erfindungsgemäßen Elektrode ist vorgesehen,
dass diese zumindest einen Träger und zumindest einen auf dem
Träger angeordneten Leiterabschnitt mit einer definierten
Beschädigungen, vorzugsweise kerbfrei, ist, umfasst.
Somit ist also bei einer erfindungsgemäßen Elektrode kein zusätzlicher Träger notwendig, da der Träger frei von mechanischen Beschädigungen ist und somit eine ausreichende
Stabilität aufweist.
Bei einem erfindungsgemäßen Computerprogrammprodukt zum Steuern und/oder Regeln einer Werkzeugmaschine mit einem Werkzeug zur spanabhebenden Bearbeitung eines Werkstücks, vorzugsweise einem Fräser, ist vorgesehen, dass das Computerprogrammprodukt eine definierte Geometrie für Leiterabschnitte als Eingabe empfangen kann und anschließend die Werkzeugmaschine derart ansteuert, dass mittels des Werkzeugs der Leiter in zumindest einem definierten Bereich entfernt wird, sodass zumindest ein, durch nicht-entfernte Teile des Leiters gebildeter, Leiterabschnitt
mit der definierten Geometrie auf dem Träger verbleibt.
Eine Werkzeugmaschine kann beispielsweise eine Station in einer Fertigungsstraße für Elektroden sein. Auch andere
Ausführungsformen sind denkbar.
Als Leiterabschnitt wird jener Teil oder Jene Teile des Leiters, welche nach dem spanabhebenden Entfernen des Leiters in dem zumindest einen definierten Bereich am Träger verbleiben,
bezeichnet. Vorteilhafterweise sind sowohl der Träger als auch der Leiter
als Folie ausgebildet, wodurch das Leitelement als
Leiterverbundfolie vorliegt.
leitfähigen Kunststoff bestehen.
Der Träger besteht aus einem elektrisch nicht-leitenden, also elektrisch isolierenden, Material, beispielsweise aus einem Kunststoff wie Polyester oder Polysterol. Auch andere,
elektrisch isolierende Materialien sind denkbar.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden in
den abhängigen Ansprüchen definiert.
ES kann vorgesehen sein, dass der Leiter mittels eines Verbundvermittlers, vorzugsweise eines Klebstoffs oder eines Thermoplasten, mit dem Träger verbunden ist, wobei eine durch den Verbundvermittler gebildete Verbundvermittlerschicht zwischen Leiter und Träger beim Entfernen des Trägers mittels des spanabhebenden Verfahrens entfernt wird oder wobei die Verbundvermittlerschicht beim Entfernen des Leiters intakt
bleibt.
Ein Verbundvermittler stellt eine einfache Möglichkeit dar, den Leiter mit dem Träger zu verbinden. In diesem Fall ist der
Leiter stoffschlüssig mit dem Träger verbunden.
Die Verbundvermittlerschicht kann beim Entfernen des Leiters zudem als Puffer dienen, damit ein spanabhebendes Werkzeug den Leiter einfach in den definierten Bereichen vollständig
entfernen kann, ohne den Träger zu beschädigen.
In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Leitelement eine auf dem Leiter angeordnete Impedanzschicht aufweist, wobei die Impedanzschicht in dem
zumindest einen Bereich und/oder in zumindest einem von dem
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spanabhebenden Verfahrens entfernt wird.
Die Impedanzschicht ist dabei ebenfalls elektrisch leitend ausgebildet. Durch bereichsweises Abtragen der Impedanzschicht kann eine Änderung der Stromabgabe an der Oberfläche der Elektrode bewirkt werden. So kann beispielsweise die Impedanzschicht rund um den zumindest einen definierten Bereich
abgetragen werden (siehe auch Fig. 4b).
Es kann vorgesehen sein, dass beim Entfernen des Leiters und/oder der Verbundmittelschicht und/oder der Impedanzschicht
entstehenden Späne abgesaugt werden.
Die entstehenden Späne können auf dieser Art einfach entfernt werden. Es sind keine zusätzlichen Einrichtungen notwendig, wie
dies etwa beim Entfernen von Stanzlingen der Fall wäre.
Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass in einem weiteren Schritt ein elektrisch leitfähiges Kontaktmedium auf das Leitelement, und demnach auf den Träger und/oder den Leiter, aufgebracht
wird.
Dazu kann das Kontaktmedium entweder in Form einer vorgefertigten Bahn zur Verfügung gestellt und auf den Leiter und/oder den Träger aufgebracht, beispielsweise aufgelegt, werden. Es ist auch möglich, dass das Kontaktmedium in flüssiger Form vorliegt und auf den Leiter und/oder den Träger aufgegossen und anschließen ausgehärtet wird. Das Kontaktmedium kann auch nach dem Aushärten noch eine beispielsweise gelartige Konsistenz
aufweisen.
Weiters kann vorgesehen sein, dass in einem weiteren Schritt ein
Abdeckelement auf das Kontaktmedium aufgebracht wird.
Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass in einem weiteren Schritt der Träger und/oder das Kontaktmedium und/oder das Abdeckelement, vorzugsweise mittels eines Stanzverfahrens,
durchtrennt wird.
Dadurch kann dann die Elektrode endgültig ausgeformt werden. In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel werden der Träger und das
Kontaktmedium gemeinsam durchtrennt. Die Abdeckelement bleibt in diesem Fall noch intakt, sodass die einzelnen Elektroden
gemeinsam auf dem Abdeckelement angeordnet sind.
In einem weiteren Schritt kann vorgesehen sein, dass ein durch das Durchtrennen des Trägers und/oder des Kontaktmediums und/oder das Abdeckelement entstehendes Restgitter abgezogen
wird.
Insbesondere kann das Restgitter Teile des Trägers und des Kontaktmediums umfassen. In einem weiteren Schritt kann dann das Abdeckelement durchtrennt werden, um die Elektroden zu
separieren.
Bevorzugt kann auch vorgesehen sein, dass in einem weiteren Schritt ein Anschlusselement zum Anschluss eines Kabels elektrisch leitenden mit dem Leiter und/oder dem zumindest einen
Leiterabschnitt verbunden wird.
Das Anschlusselement dient dazu eine Anschlussstelle für ein Kabel bereitzustellen, wobei das Anschlusselement elektrisch mit dem Leiter oder dem zumindest einen Leiterabschnitt elektrisch
leitend verbunden ist.
Leiterabschnitt an zumindest zwei Seiten bedeckt.
Das Kontaktmedium dient dazu, die Haut elektrisch zu kontaktieren. Das Kontaktmedium kann beispielsweise als
leitfähiges Gel oder als leitfähiger Klebstoff ausgebildet sein.
ES kann auch vorgesehen sein, dass auf dem Kontaktmedium ein
Abdeckelement angeordnet ist.
Dadurch kann das Kontaktmedium vor Beschädigung und
Verschmutzung geschützt werden.
Das Abdeckelement kann beispielsweise als abhäsive Folie
ausgeführt sein.
ES kann weiters vorgesehen sein, dass die Elektrode ein Anschlusselement zum Anschluss eines Kabels aufweist, wobei das Anschlusselement elektrisch leitend mit dem zumindest einen Leiterabschnitt verbunden ist, vorzugsweise wobei das Anschlusselement mechanisch mit dem zumindest einen
Leiterabschnitt und/oder dem Träger verbunden ist.
Das Anschlusselement kann dabei in verschiedenen Ausführungsformen vorliegen. Beispielhaft seien eine zweiteilige oder eine einstückige Ausführung genannt. Als Material kommen beispielsweise verschiedenen Metalle, Kohlefaser, leifähige Kunststoffe oder mit einer leitfähigen Schicht beschichtete,
elektrisch nicht-leitfähige Materialien in Frage.
Anschlusselement angeschlossen werden können.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass auf zumindest einem Leiterabschnitt zumindest bereichsweise eine
Impedanzschicht angeordnet ist.
Es kann auch vorgesehen sein, dass auf dem Träger eine über den Träger hinausreichende Pflasterschicht angeordnet wird. Die Pflasterschicht wird dabei an einer Seite des Trägers, an
welcher kein Leiter angeordnet ist, angeordnet.
Über die Pflasterschicht kann ein sichererer Halt der Elektrode
an der Haut erreicht werden.
Weitere Einzelheiten sowie Vorteile bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden näher erläutert. Darin zeigen
Fig. la-f schematische Darstellungen von Verfahrensschritten eines Verfahrens zum Herstellen einer Elektrode gemäß dem Stand der Technik,
Fig. 2a-e schematische Darstellungen von Verfahrensschritte eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Herstellen einer Elektrode,
Fig. 3a-b schematische Darstellungen eines Stanzvorgangs gemäß dem Stand der Technik,
Fig. 4a-b schematische Darstellungen einer Impedanzschicht bei
einer erfindungsgemäßen Elektrode.
Die Figuren la bis 1f zeigen schematische Darstellungen von
Verfahrensschritten eines Verfahrens zum Herstellen einer
Elektrode gemäß dem Stand der Technik.
Bei einem Fertigungsverfahren nach dem Stand der Technik wird ein Leitelement 2, hier in Form einer Leiterverbundfolie, bereitgestellt. Das Leitelement 2 umfasst einen Leiter 2 welcher mittels einer Verbundvermittlerschicht 6 an einem Träger 3
angeordnet und mit diesem verbunden ist.
Der Leiter 4 kann dabei im Wesentlichen kongruent zum Träger 3 ausgebildet sein. Es ist aber auch denkbar, dass der Leiter 4
den Träger 3 nur bereichsweise bedeckt.
In einem weiteren Schritt wird dann das Leitelement 2 über eine zusätzliche Verbundvermittlerschicht 6a an einem zusätzlichen Träger 3a angeordnet und mit diesem verbunden. Bei der zusätzlichen Verbundvermittlerschicht 6 kann es sich beispielsweise um einen druck- oder hitzeaktivierbaren Klebstoff
handeln.
In weiterer Folge wird über erste Stanzwerkzeuge 11 das Leitelement 2 und die zweite Verbundvermittlerschicht 6a gestanzt. Dadurch entstehen Leiterabschnitte 4a, welche eine definierte Geometrie aufweisen. Diese Geometrie wird durch die
Form der Stanzwerkzeuge 11 bestimmt.
Das durch den Stanzvorgang entstehende Restgitter, also das Negativ zu den Leiterabschnitten 4a, wird in weiterer Folge
abgezogen.
In einem nächsten Schritt kann dann die zusätzliche Verbundvermittlerschicht 6a, beispielsweise über Druck oder thermische Aktivierung, aktiviert und die Verbindung zum
zusätzlichen Träger 3a permanent gemacht werden.
oder erhöhtem Ausschuss, führen.
In beiden Fällen wird danach das Kontaktmedium 8, beispielsweise elektrisch leitfähiges Gel oder der elektrisch leitfähige Klebstoff, überlappend aufgebracht und mit einem Abdeckelement
9, beispielsweise einer adhäsiven Folie, abgedeckt.
In einem weiteren Stanzvorgang wird dann über zweite Stanzwerkzeuge 12 der zusätzliche Träger 3a sowie das Kontaktmedium 8 durchtrennt und so einzelne Elektroden 1 auf dem Abdeckelement 9 hergestellt. Das dadurch entstehende Restgitter
wird wiederum abgezogen.
Schlussendlich kann auch noch das Abdeckelement 9 durchtrennt
und so die einzelnen Elektroden 1 separiert werden.
Die Figuren 2a bis 2e zeigen schematische Darstellungen von Verfahrensschritte eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum
Herstellen einer Elektrode 1.
Wiederum ist der Ausgangspunkt ein Leitelement 2, wie es auch bei einem Verfahren gemäß dem Stand der Technik zum Einsatz
kommt.
Im Unterschied dazu wird Jedoch kein zusätzlicher Träger 3a benötigt. Stattdessen wird der Leiter 4 in definierten Bereichen 5 mittels eines spanabhebenden Verfahrens entfernt. In diesem
Ausführungsbeispiel erfolgt das über ein Werkzeug 10, welches
beschädigt wird.
Die Geometrie der Leiterabschnitte 4a wird dabei durch die vom Werkzeug 10 durchgeführten Bewegungen definiert. Es ist also durch das Vorgeben einer Bewegung des Werkzeugs 10 möglich, verschiedenste Geometrien mit ein und demselben Werkzeug 10 zu
erzeugen.
Im Stand der Technik hingegen muss für jede gewünschte Geometrie ein eigenes Stanzwerkzeug 11 vorgesehen werden, was
selbstverständlich mit hohem Aufwand und Kosten verbunden ist.
Die weiteren Schritte zur Herstellung der Elektrode 1 entsprechen im Wesentlichen jene, die auch bei einem Verfahren nach dem Stand der Technik vorgenommen und in Bezug auf die Fig.
la bis 1f£f beschrieben wurden.
Das erfindungsgemäße Verfahren benötigt also weniger Schritte und auch weniger Material zur Herstellung einer Elektrode und ist dabei auch noch flexibler hinsichtlich der gewünschten
Geometrien.
Die Figuren 3a und 3b zeigen schematische Darstellungen eines Stanzvorgangs gemäß dem Stand der Technik. Dabei ist ersichtlich, wie der zusätzliche Träger 3a durch den Stanzvorgang eingekerbt, also mechanisch beschädigt wird. Es sind an der fertigen Elektrode 1 also mechanische Beschädigungen
in Form von Kerben 3b ersichtlich.
Würde man den zusätzlichen Träger 3a weglassen und nur den
Leiter 4 stanzen, so würde also der Träger 3 mechanisch
genug, um in einer Elektrode verwendet zu werden.
Dieses Problem tritt, wie bereits ausgeführt, bei einem
erfindungsgemäßen Verfahren nicht auf.
Die Figuren 4a und 4b zeigen schematische Darstellungen einer
Impedanzschicht 7 bei einer erfindungsgemäßen Elektrode 1. Die Impedanzschicht 7 ist dabei eine elektrisch leitende Schicht,
welche auf dem Leiter 4 angeordnet ist und diesen zumindest
bereichsweise bedeckt.
Die Impedanzschicht 7 wird in diesem Ausführungsbeispiel sowohl in dem definierten Bereich 5 als auch in einem von dem definierten Bereich 5 verschiedenen Bereich 5a mittels des spanabhebenden Verfahrens entfernt. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel liegt der Bereich 5a um den Bereich 5.
Dadurch kann eine Änderung der Stromabgabe an der Oberfläche der
Elektrode 1 erreicht werden.
Bezugszeichenliste:
1 Elektrode
2 Leitelement
3 Träger
3a zusätzlicher Träger 3b Kerbe
4 Leiter 4a Leiterabschnitt
5 Definierter Bereich 5a verschiedener Bereich 6 Verbundvermittlerschicht 6a zusätzliche Verbundvermittlerschicht 7 Impedanzschicht 8 Kontaktmedium 9 Abdeckelement 10 Werkzeug 11 Erste Stanzwerkzeuge
12 Zweite Stanzwerkzeuge
Innsbruck, am 17. Jänner 2024
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Verfahren zum Herstellen einer Elektrode (1) zur Anbringung an der menschlichen Haut, gekennzeichnet durch folgende Schritte:- Bereitstellen eines Leitelements (2), vorzugsweise einer Leiterverbundfolie, umfassend zumindest einen elektrisch nichtleitenden Träger (3) und einen an dem Träger (3) angeordneten und den Träger (3) zumindest bereichsweise bedeckenden Leiter (4),- Entfernen des Leiters (4) in zumindest einem definierten Bereich (5) des Leitelements (2) mittels eines spanabhebenden Verfahrens, vorzugsweise mittels Fräsen, sodass zumindest ein, durch nicht-entfernte Teile des Leiters (4) gebildeter, Leiterabschnitt (4a) mit einer definierten Geometrie auf dem Träger (3)verbleibt.2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Leiter (4) mittels eines Verbundvermittlers, vorzugsweise eines Klebstoffs oder eines Thermoplasten, mit dem Träger (2) verbunden ist, wobei eine durch den Verbundvermittler gebildete Verbundvermittlerschicht (6) zwischen Leiter (4) und Träger (3) beim Entfernen des Leiters (4) mittels des spanabhebenden Verfahrens entfernt wird oder wobei die Verbundvermittlerschicht (6) beim Entfernen des Leiters (4)intakt bleibt.3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das Leitelement (2) eine auf dem Leiter (4) angeordnete Impedanzschicht (7) aufweist, wobei die Impedanzschicht (7) in dem zumindest einen definierten Bereich (5) und/oder inzumindest einem von dem zumindest einen definierten Bereich(5) verschiedenen Bereich (5a) mittels des spanabhebendenVerfahrens entfernt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei beim Entfernen des Leiters (4) und/oder der Verbundmittelschicht (6) und/oder der Impedanzschicht (7) entstehende Späneabgesaugt werden.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei in einem weiteren Schritt ein elektrisch leitfähiges Kontaktmedium(8) auf das Leitelement (2) aufgebracht wird.Verfahren nach Anspruch 5, wobei in einem weiteren Schritt ein Abdeckelement (9) auf das Kontaktmedium (8) aufgebrachtwird.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei in einem weiteren Schritt der Träger (3) und/oder das Kontaktmedium (8) und/oder die Abdeckschicht (9), vorzugsweise mittelseines Stanzverfahrens, durchtrennt wird.Verfahren nach Anspruch 7, wobei ein durch das Durchtrennen des Trägers (3) und/oder des Kontaktmediums (8) und/oder der Abdeckschicht (9) entstehendes Restgitter abgezogenwird.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei in einem weiteren Schritt ein Anschlusselement zum Anschluss eines Kabels elektrisch leitend mit dem Leiter (4) und/oder demzumindest einen Leiterabschnitt (4a) verbunden wird.Elektrode (1) zur Anbringung auf der menschlichen Haut,vorzugsweise hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem12.13.14.15.der vorangehenden Ansprüche, umfassend zumindest einen Träger (3) und zumindest einen auf dem Träger (3) angeordneten Leiterabschnitt (4a) mit einer definierten Geometrie, wobei der Träger (3) frei von mechanischenBeschädigungen, vorzugsweise kerbfrei, ist.Elektrode (1) nach Anspruch 10, wobei ein elektrisch leitfähiges Kontaktmedium (8) auf dem Träger (3) und/oder dem zumindest einen Leiterabschnitt (4a) angeordnet ist, vorzugsweise wobei das Kontaktmedium (8) den zumindest einen Leiterabschnitt (4a) an zumindest zwei Seitenbedeckt.Elektrode nach Anspruch 11, wobei auf dem Kontaktmedium (8)ein Abdeckelement (9) angeordnet ist.Elektrode (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei die Elektrode (1) ein Anschlusselement zum Anschluss eines Kabels aufweist, wobei das Anschlusselement elektrisch leitend mit dem zumindest einen Leiterabschnitt (4a) verbunden ist, vorzugsweise wobei das Anschlusselement mechanisch mit dem zumindest einen Leiterabschnitt (4a)und/oder dem Träger (3) verbunden ist.Elektrode (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei auf dem zumindest einen Leiterabschnitt (4a) zumindestbereichsweise eine Impedanzschicht (7) angeordnet ist.Computerprogrammprodukt zum Steuern und/oder Regeln einer Werkzeugmaschine mit einem Werkzeug (10) zur spanabhebenden Bearbeitung eines Werkstücks, vorzugsweise einem Fräser, wobei das Computerprogrammprodukt eine definierte Geometriefür den zumindest einen Leiterabschnitt (4a) als Eingabedefinierten Geometrie auf dem Träger (3) verbleibt.Innsbruck, am 17. Jänner 2024
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|---|---|---|---|
| ATA50036/2024A AT527592B1 (de) | 2024-01-22 | 2024-01-22 | Verfahren zum Herstellen einer Elektrode |
| PCT/AT2024/060491 WO2025155998A1 (de) | 2024-01-22 | 2024-12-12 | Erfahren zur herstellung einer elektrode und entsprechende elektrode |
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