AT527925B1 - Prüf- und Messsystem und Messaufbau - Google Patents
Prüf- und Messsystem und MessaufbauInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Prüf- und Messsystem (1) zur Ansteuerung und Vermessung einer elektrischen Leistungskomponente, insbesondere eines Elektromotors. Das Prüf- und Messsystem (1) weist ein mit einem Stromnetz verbindbares Netzteil (2) zur Bereitstellung der für den Betrieb des Prüf- und Messsystems (1) erforderlichen elektrischen Energie, ein mit der elektrischen Leistungskomponente elektrisch leitend verbindbares steuerbares Leistungselektronikmodul (3) zur Versorgung der elektrischen Leistungskomponente mit elektrischer Energie von dem Netzteil (2), eine Steuer- und Regeleinrichtung (4) zur Ansteuerung des Leistungselektronikmoduls (3) und ein Messmodul (5) zur Erfassung mindestens eines elektrischen Parameters der von dem Leistungselektronikmodul (3) an die elektrische Leistungskomponente bereitgestellten elektrischen Energie auf. Das Messmodul (5) weist eine Spannungsmesseinrichtung (6) zur Erfassung der von dem Leistungselektronikmodul (3) an die elektrische Leistungskomponente bereitgestellten Spannung auf. Die Erfindung betrifft auch einen Messaufbau mit einer zu vermessenden elektrischen Leistungskomponente und einem mit der elektrischen Leistungskomponente elektrisch leitend verbundenen Prüf- und Messsystem (1).
Description
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PRÜF- UND MESSSYSTEM UND MESSAUFBAU
[0001] Die Erfindung betrifft ein Prüf- und Messsystem zur Ansteuerung und Vermessung einer elektrischen Leistungskomponente und insbesondere eines Elektromotors, wobei das Prüf- und Messsystem ein mit einem Stromnetz verbindbares Netzteil zur Bereitstellung der für den Betrieb des Prüf- und Messsystems erforderlichen elektrischen Energie, ein mit der elektrischen Leistungskomponente elektrisch leitend verbindbares steuerbares Leistungselektronikmodul zur Versorgung der elektrischen Leistungskomponente mit elektrischer Energie von dem Netzteil, eine Steuer- und Regeleinrichtung zur Ansteuerung des Leistungselektronikmoduls und ein Messmodul zur Erfassung mindestens eines elektrischen Parameters der von dem Leistungselektronikmodul an die elektrische Leistungskomponente bereitgestellten elektrischen Energie aufweist, sowie ein entsprechendes Verfahren zur Ansteuerung und Vermessung einer elektrischen Leistungskomponente.
[0002] Derartige Prüf- und Messsysteme werden dazu verwendet, elektromagnetische Parameter von Elektromotoren zu identifizieren, das heißt aus erfassten Messdaten mit bekannten Parameteridentifikationsverfahren zu bestimmen. Bei den elektromagnetischen Parametern kann es sich zum Beispiel um einen Statorwiderstand, eine Polpaarzahl, Induktivitäten oder Flussverkettungsinformationen, insbesondere in Abhängigkeit von ein oder mehreren Betriebsgrößen des jeweiligen Elektromotors, handeln. Die Betriebsgrößen des Elektromotors können insbesondere einen Stromfluss durch Motorspulen, einen Rotorwinkel, eine Rotordrehzahl oder Temperaturwerte umfassen.
[0003] Beispielsweise offenbart die US-Patentschrift US 2012038311 A1 ein Verfahren zur Identifikation magnetomechanischer Kenngrößen eines Drehstrom-Asynchronmotors ohne Drehgeber. Das Verfahren umfasst die Schritte: Aufprägen einer konstanten Spannung U1a in a-Axialrichtung zur Erzeugung eines konstanten magnetischen Flusses; Einspeisen einer Testsignalspannung U1ß in B-Axialrichtung des Asynchronmotors, wobei die a-Axialrichtung Richtung mit konstantem Strom versorgt bleibt; Messen eines Messsignalstroms 11ß in B-Stator-Axialrichtung des Asynchronmotors; Identifizieren mechanischer Kenngrößen des Asynchronmotors anhand der Testsignalspannung U1ß und des Messsignalstroms 11ß. Dabei kann der Rotor Auslenkbewegungen ausführen.
[0004] Um die genannten Parameter von Elektromotoren zu identifizieren, werden üblicherweise Dynamometerprüfstände verwendet. Dabei wird der Rotor des zu vermessenden Elektromotors mechanisch an einen Rotor eines Vermessungselektromotors angebunden. Beide Elektromotoren werden für die Vermessung üblicherweise über Frequenzumrichter mit elektrischer Energie versorgt und gesteuert.
[0005] Die Vermessung erfolgt für unterschiedliche Lastpunkte, um die elektromagnetischen Parameter für den gesamten relevanten Lastbereich des Elektromotors aus den erfassten Messdaten identifizieren zu können. Zu diesem Zweck wird für jeden zuvor festgelegten relevanten Lastpunkt beispielsweise ein bestimmter Motorspulenstromfluss in q- und d-Richtung vorgegeben und die Messung bei einer vorgegeben Drehzahl durchgeführt. Dabei muss jeder Lastpunkt zunächst angefahren werden und anschließend gewartet werden, bis der Prozess und insbesondere die Temperaturen für die Parameteridentifikation ausreichend eingeschwungen sind bzw. sich nur noch geringfügig ändern. Nachdem festgestellt wurde, dass der Motorspulenstromfluss und die relevanten Temperaturen konstant sind, wird eine Aufzeichnung der Messgrößen gestartet. Dann wird der nächste Lastpunkt angefahren und der Vorgang für diesen Lastpunkt wiederholt. Dieses Verfahren ist äußerst zeitaufwändig.
[0006] Ein weiterer Nachteil bei der Verwendung eines Dynanometerprüfstands besteht darin, dass der zu identifizierende Elektromotor zunächst mechanisch an den vorhandenen Prüfstand und insbesondere an den Vermessungselektromotor angepasst werden muss, sodass die Rotoren der beiden Elektromotoren mechanisch miteinander verbunden werden können. Dies führt zu
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einem erheblichen Mehraufwand.
[0007] Um diesen Nachteil zu reduzieren, wird in der Druckschrift DE 10 2018 200 441 A1 eine Emulationsvorrichtung zur Emulation von Elektromotoren beschrieben, die auch zur Parameteridentifikation verwendet werden kann. Diese Emulationsvorrichtung weist eine Messwerterfassungseinheit mit einer Identifikationsfunktion zur Erfassung physikalischer Größen bei dem Elektromotor während der Durchführung einer Parameteridentifikation, eine Dateneinheit mit einer Identifikationsfunktion zum Speichern der Messwerte der Messwerterfassungseinheit und/oder des wenigstens einen identifizierten Motorparameters und eine Leistungseinheit mit einer Identifikationsfunktion zur Leistungsversorgung des Elektromotors bei der Parameteridentifikation auf. Bei dem in dieser Druckschrift beschriebenen System wird auf eine Ankopplung des Elektromotors an einen Vermessungselektromotor oder bei einfacheren Tests an eine Bremse verzichtet, was den Anpassungsaufwand und insbesondere die Rüstzeiten verringert. Gleichwohl muss für die Durchführung der Tests ein Prüfstand vorgehalten werden, bei dem insbesondere die erforderliche hochdynamische Ansteuerung des Elektromotors über einen entsprechenden Frequenzumrichter sowie die erforderliche Messtechnik vorhanden ist.
[0008] Als Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird es angesehen, die aus dem Stand der Technik bekannten Prüf- und Messsysteme so weiterzuentwickeln, dass eine zügige Vermessung bei möglichst geringen Kosten für die Bereitstellung des Prüf- und Messsystems sowie eine möglichst genaue Parameteridentifikation erreicht werden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Prüf- und Messsystem gemäß Anspruch 1 gelöst. Bei diesem ist vorgesehen, dass das Messmodul eine Spannungsmesseinrichtung zur Erfassung der von dem Leistungselektronikmodul an die elektrische Leistungskomponente bereitgestellten Spannung aufweist, wobei eine Abtastrate der der Spannungsmesseinrichtung wenigstens 1 MHz beträgt. Bei üblichen und als Leistungselektronikmodul verwendeten Frequenzumrichtern ist eine derartige Spannungsmessung nicht vorgesehen, da diese für die Steuerung des Elektromotors nicht erforderlich ist. Eine solche Spannungsmessung ist für die Verbesserung der Vermessungsgenauigkeit und der Parameteridentifikation allerdings äußerst vorteilhaft. Auf Grundlage der Spannungsmessung können weitere Parameter bestimmt und die Genauigkeit der Parameteridentifikation verbessert werden.
[0010] Bei der elektrischen Leistungskomponente handelt es sich um eine elektrische Komponente, die im Betrieb eine erste elektrische Leistung aufnimmt und sie in eine andere Form von Leistung umwandelt und/oder eine andere Form von Leistung in eine erste elektrische Leistung umwandelt. Die andere Form von Leistung kann insbesondere eine mechanische Leistung sein, wobei in diesen Fällen die elektrische Leistungskomponente auch als eine elektromechanische Leistungskomponente beschrieben werden kann. Vorzugsweise handelt es sich bei der elektrischen Leistungskomponente um einen Elektromotor. Es ist aber auch möglich, das erfindungsgemäße Prüf- und Messsystem bei anderen elektrischen Leistungskomponenten als Prüflingen wie zum Beispiel Transformatoren einzusetzen. In der nachfolgenden Beschreibung werden einige Aspekte der Erfindung anhand von Elektromotoren beschrieben. Dieser Begriff wird exemplarisch für die unterschiedlichen elektrischen Leistungskomponenten verwendet, mit denen das Prüf- und Messsystem verwendet werden kann und soll synonym zu dem Begriff der elektrischen Leistungskomponente verstanden werden.
[0011] Vorteilhafterweise ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Messmodul eine Strommesseinrichtung zur Erfassung des von dem Leistungselektronikmodul an die elektrische Leistungskomponente bereitgestellten Stroms aufweist. Der bereitgestellte Strom ist eine wichtige Messgröße, um die Genauigkeit der Parameteridentifikation zu verbessern.
[0012] Um Messfehler zu vermeiden ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Strommesseinrichtung und/oder die Spannungsmesseinrichtung so an Leistungsparameter der von dem Leistungselektronikmodul bereitgestellten elektrischen Energie angepasst ist, dass eine Abtastrate der Strommesseinrichtung und/oder der Spannungsmesseinrichtung größer als ein Zweifaches, vorteilhafterweise größer als ein Dreifaches und besonders vorteilhafterweise größer als ein Fünffaches der nominellen Schaltfrequenz des Leistungselektronikmoduls ist.
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[0013] Alternativ oder zusätzlich können diese Verhältnisse auch zwischen der Strommesseinrichtung und/oder der Spannungsmesseinrichtung und der Grundwellenfrequenz, also einer Frequenz eines von dem Leistungselektronikmodul maximal bereitstellbaren Wechsel- oder Drehstroms bestehen.
[0014] Weitere Vorteile werden erzielt, wenn es für die Vermessung einer Vielzahl von Elektromotorbautypen vorgesehen ist, dass die Abtastrate wenigstens 1 MHz, vorzugsweise wenigstens 3 MHz und besonders bevorzugt wenigstens 10 MHz beträgt.
[0015] Vorteilhafterweise ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Messmodul eine Speichereinrichtung zur Speicherung der erfassten elektrischen Parameter aufweist. Durch die Speicherung der elektrischen Parameter in dem Prüf- und Messsystem können für die Auswertung der elektrischen Parameter unterschiedliche Verfahren verwendet werden. Zum einen können die elektrischen Parameter direkt mit dem Prüf- und Messsystem ausgewertet werden. Hierbei kann auch eine Auswertung zur Messzeit und gegebenenfalls eine Berechnung der elektromagnetischen Maschinenparameter des Elektromotors während der Messung erfolgen. Zum anderen ist es möglich, die gespeicherten elektrischen Parameter nach der Durchführung der Messung beispielsweise an einem Auswerte-PC weiterzuverarbeiten.
[0016] Um die Auswertung direkt mit dem Prüf- und Messsystem durchführen zu können, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Messmodul eine Auswerteeinrichtung zur Identifikation von Modellparametern der elektrischen Leistungskomponente aus den erfassten elektrischen Parametern aufweist.
[0017] Zur weiteren Reduzierung der Kosten für die Bereitstellung des Prüf- und Messsystems ist vorgesehen, dass eine von dem Netzteil maximal bereitstellbare Netzteilleistung kleiner ist als eine Nennleistung der elektrischen Leistungskomponente. Es ist möglich, die Parameteridentifikation mit Messdaten durchzuführen, die an Arbeitspunkten des zu vermessenden Elektromotors erfasst werden, die nur kurz angefahren werden. Dabei werden keine Arbeitspunkte lang anhaltender Dauerleistung angefahren, sondern die Arbeitspunkte nur für Bruchteile einer Sekunde und im Wechsel von motorischem und generatorischem Betrieb des Elektromotors gehalten, wodurch die Leistungsbilanz sehr ausgewogen ist. Die zur Beschleunigung des Elektromotors benötigte Energie kann aus dem kleiner ausgelegten Netzteil gedeckt werden, da die Beschleunigung des Elektromotors für die verwendeten Parameteridentifikationsverfahren unerheblich ist und damit kein hoher Leistungsbedarf besteht. Zum Aufrechterhalten der Drehzahl des Elektromotors während des kurzen Messzeitraums reicht die innere Trägheit des Elektromotors aus, sodass hierfür keine zusätzliche Energie aufgewendet werden muss.
[0018] Zudem ist es möglich das Parameteridentifikationsverfahren so anzupassen, dass es auch bei einer temporär niedrigeren bzw. pulsierenden Versorgungsspannung ausgeführt werden kann, indem die Arbeitspunkte geeignet gewählt werden.
[0019] Um die von dem Netzteil bereitgestellte Netzteilleistung weiter reduzieren zu können, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Netzteil ein Spannungsstabilisierungsmodul aufweist. Das Spannungsstabilisierungsmodul kann vorteilhafterweise mindestens einen Kondensator zur Pufferung der elektrischen Energie aufweisen.
[0020] Vorteilhafterweise ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass Netzteil, das Leistungselektronikmodul, die Steuer- und Regeleinrichtung und das Messmodul in einem gemeinsamen Gehäuse des Prüf- und Messsystems angeordnet sind. Auf diese Weise kann das Prüf- und Messsystem einfach transportabel ausgestaltet werden.
[0021] Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Prüf- und Messsystems ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass sämtliche Komponenten des Prüf- und Messsystems in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind. Vorteilhafterweise sind die Komponenten dabei so ausgelegt, dass das Prüf- und Messsystem tragbar ist. Zu diesem Zweck ist insbesondere der Einsatz des erfindungsgemäßen und leistungsreduzierten Netzteils zweckmäßig.
[0022] Die Vermessung des Elektromotors erfolgt erfindungsgemäß dadurch, dass zur Vermessung der elektrischen Parameter der elektrischen Leistungskomponente die elektrische Leistungs-
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komponente ausschließlich mit dem Prüf- und Messsystem in Wirkverbindung steht. Auf diese Weise kann die Netzteilleistung weiter reduziert werden, da der Elektromotor bei der Vermessung frei läuft oder festgebremst ist und daher keine mechanische Leistung abgibt. Das Netzteil muss daher nur die auftretenden elektrischen Verluste, wie unter anderem Schaltverluste der Verstärker, ohmsche Verluste in der Verkabelung und dem Elektromotor, die Reibverluste im Leerlauf sowie die notwendige magnetische Leistung zur Veränderung der Arbeitspunkte decken.
[0023] Weitere Vorteile werden erzielt, wenn das Messmodul eine Winkelmesseinrichtung zur Erfassung eines Rotorwinkels aufweist, wobei die Winkelmesseinrichtung einen Rotorlagergeber, insbesondere einen Resolver, umfasst. Hierdurch wird die Genauigkeit der Messung weiter erhöht.
[0024] Die Erfindung betrifft auch einen Messaufbau mit einer zu vermessenden elektrischen Leistungskomponente und einem mit der elektrischen Leistungskomponente elektrisch leitend verbundenen Prüf- und Messsystem gemäß einem der voranstehenden Ansprüche.
[0025] Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Ansteuerung und Vermessung einer elektrischen Leistungskomponente, insbesondere eines Elektromotors mit einem Prüf- und Messsystem, insbesondere gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, umfassend die Schritte: Verbinden eines Netzteils mit einem Stromnetz verbindbares zur Bereitstellung der für den Betrieb des Prüfund Messsystems erforderlichen elektrischen Energie; Verbinden eines steuerbaren Leistungselektronikmoduls mit der elektrischen Leistungskomponente zur Versorgung der elektrischen Leistungskomponente mit elektrischer Energie von dem Netzteil; Ansteuern des Leistungselektronikmoduls, mit eine Steuer- und Regeleinrichtung; und Erfassen mindestens eines elektrischen Parameters der von dem Leistungselektronikmodul an die elektrische Leistungskomponente bereitgestellten elektrischen Energie aufweist mit einem Messmodul; gekennzeichnet durch den Schritt:
Erfassen der von dem Leistungselektronikmodul an die elektrische Leistungskomponente bereitgestellten Spannung mit einer Spannungsmesseinrichtung des Messmoduls.
[0026] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Prüf- und Messsystems werden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0027] Es zeigt:
[0028] Figur 1 eine schematische Darstellung der Komponenten des erfindungsgemäßen Prüf- und Messsystems.
[0029] In Figur 1 ist schematisch ein Prüf- und Messsystem 1 zur Ansteuerung und Vermessung eines nicht dargestellten Elektromotors dargestellt. Das Prüf- und Messsystem 1 weist ein mit einem Stromnetz verbindbares Netzteil 2 zur Bereitstellung der für den Betrieb des Prüf- und Messsystems 1 erforderlichen elektrischen Energie auf. Eine maximal bereitstellbare Netzteilleistung des Netzteils 2 ist kleiner, als eine Nennleistung des Elektromotors und beträgt hier 1/25 der Nennleistung. Das Prüf- und Messsystem 1 weist zudem ein mit dem Elektromotor elektrisch leitend verbindbares steuerbares Leistungselektronikmodul 3 zur Versorgung des Elektromotors mit elektrischer Energie von dem Netzteil und eine Steuer- und Regeleinrichtung 4 zur Ansteuerung des Leistungselektronikmoduls 3 auf. Bei dem Leistungselektronikmodul 3 handelt es sich um einen hochdynamischen Stromrichter mit einer Takt- und Regelfrequenz von 20 kHz. Das Prüf- und Messsystem 1 weist weiterhin ein Messmodul 5 zur Erfassung mindestens eines elektrischen Parameters der von dem Leistungselektronikmodul 3 an den Elektromotor bereitgestellten elektrischen Energie auf. Das Messmodul 5 umfasst eine Spannungsmesseinrichtung 6 zur Erfassung der von dem Leistungselektronikmodul 3 an den Elektromotor bereitgestellten Spannung und eine Strommesseinrichtung 7 zur Erfassung des von dem Leistungselektronikmodul an den Elektromotor bereitgestellten Stroms. Das Messmodul 5 weist eine Abtastfirequenz von 1 Megasample pro Sekunde auf. Sämtliche Komponenten des Prüf- und Messsystems 1 sind in einem gemeinsamen Gehäuse 8 angeordnet und so ausgestaltet, dass das Prüf- und Messsystem tragbar ist.
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Claims (13)
1. Prüf- und Messsystem (1) zur Ansteuerung und Vermessung einer elektrischen Leistungskomponente, insbesondere eines Elektromotors, wobei das Prüf- und Messsystem (1) ein mit einem Stromnetz verbindbares Netzteil (2) zur Bereitstellung der für den Betrieb des Prüfund Messsystems (1) erforderlichen elektrischen Energie, ein mit der elektrischen Leistungskomponente elektrisch leitend verbindbares steuerbares Leistungselektronikmodul (3) zur Versorgung der elektrischen Leistungskomponente mit elektrischer Energie von dem Netzteil (2), eine Steuer- und Regeleinrichtung (4) zur Ansteuerung des Leistungselektronikmoduls (3) und ein Messmodul (5) zur Erfassung mindestens eines elektrischen Parameters der von dem Leistungselektronikmodul (3) an die elektrische Leistungskomponente bereitgestellten elektrischen Energie aufweist, wobei das Messmodul (5) eine Spannungsmesseinrichtung (6) zur Erfassung der von dem Leistungselektronikmodul (3) an die elektrische Leistungskomponente bereitgestellten Spannung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abtastrate der Spannungsmesseinrichtung (6) wenigstens 1 MHz, vorzugsweise wenigstens 3 MHz und besonders bevorzugt wenigstens 10 MHz beträgt.
2. Prüf- und Messsystem (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Messmodul (5) eine Strommesseinrichtung (7) zur Erfassung des von dem Leistungselektronikmodul (3) an die elektrische Leistungskomponente bereitgestellten Stroms aufweist.
3. Prüf- und Messsystem (1) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Strommesseinrichtung (7) und/oder die Spannungsmesseinrichtung (6) so an Leistungsparameter der von dem Leistungselektronikmodul (3) bereitgestellten elektrischen Energie angepasst ist, dass eine Abtastrate der Strommesseinrichtung (7) und/oder der Spannungsmesseinrichtung (6) größer als ein Zweifaches, vorteilhafterweise größer als ein Dreifaches und besonders vorteilhafterweise größer als ein Fünffaches einer Frequenz eines von dem Leistungselektronikmodul (3) maximal bereitstellbaren Wechsel- oder Drehstroms ist.
4. Prüf- und Messsystem (1) gemäß einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abtastrate der Strommesseinrichtung (7) wenigstens 1 MHz, vorzugsweise wenigstens 3 MHz und besonders bevorzugt wenigstens 10 MHz beträgt.
5. Prüf- und Messsystem (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Messmodul (5) eine Speichereinrichtung zur Speicherung der erfassten elektrischen Parameter aufweist.
6. Prüf- und Messsystem (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Messmodul (5) eine Auswerteeinrichtung zur Identifikation von Modellparametern der elektrischen Leistungskomponente aus den erfassten elektrischen Parametern aufweist.
7. Prüf- und Messsystem (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine von dem Netzteil (2) maximal bereitstellbare Netzteilleistung kleiner ist als eine Nennleistung der elektrischen Leistungskomponente.
8. Prüf- und Messsystem (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Netzteil (2) ein Spannungsstabilisierungsmodul aufweist.
9. Prüf- und Messsystem (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Komponenten des Prüf- und Messsystems (1) in einem gemeinsamen Gehäuse (8) angeordnet sind.
10. Prüf- und Messsystem (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vermessung der elektrischen Parameter der elektrischen Leistungskomponente die elektrische Leistungskomponente ausschließlich mit dem Prüf- und Messsystem (1) in Wirkverbindung steht.
11. Prüf- und Messsystem (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Messmodul (5) eine Winkelmesseinrichtung zur Erfassung eines Rotor-
winkels aufweist, wobei die Winkelmesseinrichtung einen Rotorlagergeber, insbesondere einen Resolver, umfasst.
12. Messaufbau mit einer zu vermessenden elektrischen Leistungskomponente und einem mit der elektrischen Leistungskomponente elektrisch leitend verbundenen Prüf- und Messsystem (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche.
13. Verfahren zur Ansteuerung und Vermessung einer elektrischen Leistungskomponente, insbesondere eines Elektromotors, mit einem Prüf- und Messsystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, umfassend die Schritte:
Verbinden eines Netzteils (2) mit einem Stromnetz verbindbares zur Bereitstellung der für den Betrieb des Prüf- und Messsystems (1) erforderlichen elektrischen Energie;
Verbinden eines steuerbaren Leistungselektronikmoduls (3) mit der elektrischen Leistungskomponente zur Versorgung der elektrischen Leistungskomponente mit elektrischer Energie von dem Netzteil (2);
Ansteuern des Leistungselektronikmoduls (3), mit eine Steuer- und Regeleinrichtung (4); und Erfassen mindestens eines elektrischen Parameters der von dem Leistungselektronikmodul (3) an die elektrische Leistungskomponente bereitgestellten elektrischen Energie aufweist mit einem Messmodul (5); gekennzeichnet durch den Schritt:
Erfassen der von dem Leistungselektronikmodul (3) an die elektrische Leistungskomponente bereitgestellten Spannung mit einer Spannungsmesseinrichtung (6) des Messmoduls (5).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| WO2025237964A1 (de) | 2025-11-20 |
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