AT527944A4 - Anprallvorrichtung - Google Patents
AnprallvorrichtungInfo
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- AT527944A4 AT527944A4 ATA50738/2024A AT507382024A AT527944A4 AT 527944 A4 AT527944 A4 AT 527944A4 AT 507382024 A AT507382024 A AT 507382024A AT 527944 A4 AT527944 A4 AT 527944A4
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- B60R19/00—Wheel guards; Radiator guards, e.g. grilles; Obstruction removers; Fittings damping bouncing force in collisions
- B60R19/02—Bumpers, i.e. impact receiving or absorbing members for protecting vehicles or fending off blows from other vehicles or objects
- B60R19/24—Arrangements for mounting bumpers on vehicles
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- B60R19/40—Arrangements for mounting bumpers on vehicles adjustably or movably mounted, e.g. horizontally displaceable for securing a space between parked vehicles in the direction of an obstacle before a collision, or extending during driving of the vehicle, i.e. to increase the energy absorption capacity of the bumper
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Abstract
Eine Anprallvorrichtung (1) für ein Kraftfahrzeug weist eine in eine Anprallrichtung (A) ausfahrbare und entgegen die Anprallrichtung (A) einfahrbare Dämpfereinrichtung (2) sowie ein quer zur Anprallrichtung (A) verlaufendes, längliches Anprallelement (11) auf. Die Dämpfereinrichtung (3) umfasst eine Dämpferführung (4) und ein darin angeordnetes Dämpferelement (5), das in die und entgegen die Anprallrichtung (A) verschiebbar und mit dem Anprallelement (11) verbunden ist. In einem Ausgangszustand ist die Dämpfereinrichtung (2) unausgefahren, und in einem Wirkzustand, in dem zwischen dem Dämpferelement (5) und einem Anschlagelement (7) eine unkomprimierte Dämpferfeder (6) angeordnet ist, ausgefahren. Die Anpralleinrichtung (1) ist in einen Anprallzustand einfahrbar, in dem die Dämpfereinrichtung (3) eingefahren und die Dämpferfeder (6) komprimiert ist. Die Anprallvorrichtung (1) weist eine ausfahrbare und einfahrbare Vorschubeinrichtung (3) auf, die mit dem Anprallelement (11) verbunden ist. Die Vorschubeinrichtung (3) ist im Ausgangszustand unausgefahren und ist ausfahrbar, um die Anprallvorrichtung (1) in die Wirkstellung zu verstellen. Die Dämpferfeder (6) weist ein mit dem Dämpferelement (5) verbundenes Ende und ein freies Ende (10) auf. Das verstellbare Anschlagelement (7) ist im Ausgangszustand neben der Dämpferfeder (6) angeordnet und im Wirkzustand verstellt, damit es hinter dem freien Ende (10) der Dämpferfeder (6) angeordnet ist.
Description
Anprallvorrichtung.
Die Anprallvorrichtung weist eine in und entgegen eine Anprallrichtung aus- und einfahrbare Dämpfereinrichtung, sowie ein quer zur Anprallrichtung verlaufendes, längliches Anprallelement auf, wobei die Dämpfereinrichtung eine fixierbare Dämpferführung und ein daran oder darin angeordnetes Dämpferelement, das in die und entgegen die Anprallrichtung verschiebbar und mit dem Anprallelement verbunden ist, umfasst, wobei die Dämpfereinrichtung in einem Ausgangszustand unausgefahren ist, wobei die Dämpfereinrichtung in einem Wirkzustand ausgefahren und zwischen dem Dämpferelement und einem mit der Dämpferführung verbundenen Anschlagelement eine unkomprimierte Dämpferfeder angeordnet ist, und wobei die Anpralleinrichtung durch Druckausübung auf das Anprallelement vom Wirkzustand in einen Anprallzustand einfahrbar ist, in dem die Dämpfereinrichtung wenigstens teilweise eingefahren und die
Dämpferfeder wenigstens teilweise komprimiert ist.
Bei Verkehrsunfällen mit Kraftfahrzeugen werden Insassen oft starken Beschleunigungen ausgesetzt. Beispielsweise wird die Geschwindigkeit eines Fahrzeuges und der darin sitzenden Person schlagartig reduziert (negative Beschleunigung), wenn das fahrende Fahrzeug gegen ein Hindernis, wie ein anderes Fahrzeug
oder ein feststehendes Objekt, prallt und zum Stillstand kommt.
In der Regel werden Kraftfahrzeuge daher mit sogenannten Deformationszonen bzw. Knautschzonen ausgebildet. Diese Deformationszonen dienen der Verringerung der auf die Insassen wirkenden Beschleunigungen bei einem Unfallereignis, indem die kinetische Energie des Fahrzeuges in Verformungsenergie
umgewandelt wird.
Nachteilig an herkömmlichen Kraftfahrzeugen mit Deformationszonen ist, dass die Fahrzeugbestandteile in der Deformationszone bei einem Unfallereignis plastisch verformt werden, um dadurch kinetische Energie abzubauen. Das hat zur Folge, dass herkömmliche Fahrzeuge, die einem Unfall ausgesetzt waren, meist stark beschädigt und nur unter hohem Kostenaufwand
oder gar nicht mehr reparierbar sind.
Um diesem Problem entgegenzuwirken, existieren bereits einzelne Lösungen in Form von Anprallvorrichtungen, bei denen der Abbau
der kinetischen Energie zerstörungsfrei realisiert wird.
Beispielsweise gibt es Anprallvorrichtungen, bei denen ein Anprallelement, wie eine Stoßstange, mit Einrichtungen verbunden ist, die bei Gefahr eines Zusammenpralls aktiv in Anprallrichtung ausgefahren werden, sodass das Anprallelement (z.B. die Stoßstange) in Anprallrichtung verschoben wird. Beim Zusammenprall werden diese Einrichtungen wieder komprimiert,
wobei ein Teil der Aufprallenergie abgebaut wird.
Derartige Anprallvorrichtungen sind beispielsweise aus DE
1904053 Al und US 2019/0225171 Al bekannt.
Nachteilig an diesen Anprallvorrichtungen ist, dass diese einen relativ komplizierten Aufbau aufweisen und sehr fehleranfällig sind. Dies kann mit einem Unfallereignis fatale Folgen haben. Weiters kann mit bekannten Anprallvorrichtungen nur ein relativ geringer Anteil kinetischer Energie abgebaut werden. Zusätzlich dazu ist es bei vielen der bekannten Anprallvorrichtungen äußerst aufwändig, nach einem Unfallereignis die
Einsatzbereitschaft wieder herzustellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine
Anprallvorrichtung zur Verfügung zu stellen, die die Nachteile
des Standes der Technik nicht aufweist. Insbesondere soll eine
Anprallvorrichtung bereitgestellt werden, die einen sicheren und wenig fehleranfälligen Aufbau aufweist, mit wenig Aufwand nach einem Unfallereignis wieder einsatzfähig machbar ist, und die zusätzlich bei einem Unfallereignis hohe Mengen an kinetischer Energie abbaut. Ebenso soll ein Kraftfahrzeug bereitgestellt werden, das mit einer derartigen Anprallvorrichtung ausgestattet
ist.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einer Anprallvorrichtung, die die Merkmale von Anspruch 1 aufweist und
einem Kraftfahrzeug, das die Merkmale von Anspruch 10 aufweist.
Bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Anprallvorrichtung eine in die und entgegen die Anprallrichtung aus- und einfahrbare Vorschubeinrichtung aufweist, die an einer Seite mit dem Anprallelement verbunden und an der anderen Seite fixierbar ist. Die im Ausgangszustand unausgefahrene Vorschubeinrichtung ist ausfahrbar, um die damit über das Anprallelement verbundene Dämpfereinrichtung auszufahren und die Anprallvorrichtung in die Wirkstellung zu verstellen. Die Dämpferfeder weist ein mit dem Dämpferelement verbundenes Ende und ein freies Ende auf. Das Anschlagelement ist im Ausgangszustand quer zur Anprallrichtung gesehen neben der Dämpferfeder angeordnet und im Wirkzustand derart verstellt, dass es hinter dem freien Ende der Dämpferfeder angeordnet ist, und die Dämpferfeder zwischen dem
Dämpferelement und dem Anschlagelement wirkt.
Der Ausgangszustand, der Wirkzustand und der Anprallzustand sind Zustände der Anprallvorrichtung, wobei sich die Anprallvorrichtung grundsätzlich im Ausgangszustand befindet.
Erst kurz vor einer bevorstehenden Kollision wird die
Anprallvorrichtung in den Wirkzustand und durch die Kollision in
den Anprallzustand verstellt.
Das freie Ende der Dämpferfeder ist insbesondere unverbunden, d.h. es ist frei in die Anprallrichtung A und - bei nicht verstelltem, neben der Dämpferfeder angeordneten, Anschlagelement - auch frei entgegen die Anprallrichtung verschiebbar. Die Dämpferfeder wirkt im Wirkzustand in Anprallrichtung, d.h. die Dämpferfeder wird im Wirkzustand komprimiert, indem das Anprallelement entgegen die
Anprallrichtung verschoben wird.
Als Dämpferfeder kann insbesondere eine Spiralfeder verwendet werden, die besonders günstig, langlebig und zuverlässig ist. Es kann jedoch auch eine andere Art von Feder, z.B. eine
pneumatische Feder, verwendet werden.
Ein großer Vorteil der erfindungsgemäßen Anprallvorrichtung liegt in dem vergleichsweise einfachen Aufbau, der die
Anprallvorrichtung kostengünstig und wenig fehleranfällig macht.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass bei der erfindungsgemäßen Anprallvorrichtung eine Trennung zwischen der Einrichtung zum Ausfahren der Anprallvorrichtung, d.h. der Vorschubeinrichtung, und der Einrichtung zum Umwandeln der Aufprallenergie, d.h. der Dämpfereinrichtung, besteht. Die Dämpferfeder der erfindungsgemäßen Anprallvorrichtung, die bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht dazu dient, die Vorrichtung in die Wirkstellung zu verfahren, muss im Ausgangszustand nicht komprimiert sein. Dies ermöglicht es, eine sehr stark dimensionierte Dämpferfeder einzusetzen, die einen großen Anteil
der Anprallenergie abbauen kann.
Besonders bevorzugt umfasst die Vorschubeinrichtung eine
fixierbare Vorschubführung, ein daran oder darin angeordnetes
Vorschubelement, das in die und entgegen die Anprallrichtung verschiebbar und mit dem Anprallelement verbunden ist, ein Sperrelement und eine Vorschubfeder, die zwischen dem Vorschubelement und einer mit der Vorschubführung (direkt oder indirekt) verbundenen Stützfläche wirkt. Im Ausgangszustand ist die Vorschubfeder komprimiert und das Vorschubelement gegen ein Verschieben in Anprallrichtung durch das Sperrelement gesichert. Das Sperrelement ist lösbar, um ein Entspannen der Vorschubfeder und somit das Ausfahren der Vorschubeinrichtung freizugeben. Im Anprallzustand ist die Vorschubeinrichtung wenigstens teilweise eingefahren und die Vorschubfeder wenigstens teilweise komprimiert. Eine derartige Vorschubeinrichtung ist wartungsarm,
wenig fehleranfällig und kostengünstig zu realisieren.
Die Vorschubfeder wirkt im Ausgangszustand in Anprallrichtung, d.h. die Vorschubfeder verschiebt beim Entspannen das
Anprallelement in die Anprallrichtung.
Als Vorschubfeder kann insbesondere eine Spiralfeder eingesetzt werden, die kostengünstig ist und zuverlässig wirkt, aber auch eine andere Art von Feder (z.B. eine pneumatische Feder). Ebenso ist eine Ausführungsform denkbar (wenn auch nicht bevorzugt), bei der die Vorschubeinrichtung mittels eines Stellmotors oder eines pneumatischen bzw. hydraulischen Hubkolbens ausfahrbar
ist.
Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit der oben beschriebenen Vorschubeinrichtung liegt darin, dass die Vorschubfeder lediglich stark genug ausgeführt sein muss, um die Anprallvorrichtung auszufahren, sodass im Ausgangszustand nur relativ geringe innere Spannungen in der Anprallvorrichtung auftreten, die Anprallvorrichtung Jedoch (dank der stark dimensionierten Dämpferfeder) eine hohe Aufprallenergie
„abfedern“ kann.
Im Rahmen der Erfindung ist bevorzugt vorgesehen, dass sowohl
die fixierbare Dämpferführung als auch die Vorschubeinrichtung (insbesondere die fixierbare Vorschubführung) fest (direkt oder indirekt) mit einem Fahrgestell des Kraftfahrzeuges verbindbar
bzw. verbunden sind.
Vorzugsweise weist das Vorschubelement wenigstens eine Erhebung oder eine Vertiefung (im Rahmen der Erfindung als Sperrerhebung bzw. Sperrvertiefung bezeichnet) mit einer quer zur Anprallrichtung verlaufenden und von dieser weg weisenden Sperrfläche auf. Das Sperrelement ist im ungelösten Zustand von einer Sperrfeder quer zur Anprallrichtung und zur Sperrfläche hin verschoben, sodass das Sperrelement und die Sperrfläche quer zur Anprallrichtung gesehen einander überschneiden und aneinander anliegen. Im gelösten Zustand ist das Sperrelement mittels einer Entsperrungseinrichtung gegen die Sperrfeder verschoben, sodass das Sperrelement und die Sperrfläche quer zur Anprallrichtung gesehen überschneidungsfrei nebeneinander angeordnet sind. Eine derartige Ausführungsform ist wenig
fehleranfällig, besonders wartungsarm und kostengünstig.
Bevorzugt weist die Dämpfereinrichtung ein Rückhaltelement auf, das zwischen einem Rückhaltezustand und einem Freigabezustand verstellbar ist. Im Rückhaltezustand ist ein Verschieben des Dämpferelementes entgegen der Anprallrichtung durch das Rückhaltelement freigegeben und in Anprallrichtung durch das Rückhaltelement blockiert. Im Freigabezustand ist ein Verschieben des Dämpferelementes in die Anprallrichtung durch das Rückhaltelement freigegeben. Im Wirkzustand und im Anprallzustand ist das Rückhaltelement in den Rückhaltezustand verstellt. Zum Verstellen der Anprallvorrichtung in den Wirkzustand ist das Rückhaltelement in den Freigabezustand verstellt. Das Rückhalteelement sorgt dafür, dass die Dämpfereinrichtung nach einem Zusammenstoß des Anprallelementes
mit einem Objekt im Anprallzustand verbleibt. Andernfalls würde
die Anprallvorrichtung aufgrund der in der Dämpferfeder gespeicherten Federenergie wieder in den Wirkzustand zurückschnellen, wodurch das Kraftfahrzeug unkontrolliert verschoben werden kann und Objekte oder Lebewesen im direkten
Nahbereich des Kraftfahrzeuges Schäden davon tragen können.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Dämpferelement eine Vielzahl an Erhebungen (im Rahmen der Erfindung als Rasterhebungen bezeichnet) mit jeweils einer quer zur Anprallrichtung verlaufenden und in die Anprallrichtung weisenden Rastfläche auf. Das Rückhaltelement weist eine von der Anprallrichtung weg weisende Rückhaltefläche auf. Weiters weist das Rückhaltelement eine in Anprallrichtung weisende Schrägfläche auf. Stattdessen oder zusätzlich kann auch jede der Rasterhebungen eine von der Anprallrichtung weg weisende Schrägfläche aufweisen. Das Rückhalteelement ist im Rückhaltezustand von einer Rückhaltefeder quer zur Anprallrichtung zu den Rastflächen hin verschoben, sodass die Rückhaltefläche und die Rastflächen quer zur Anprallrichtung gesehen einander überschneiden und das Rückhaltelement an einer der Rastflächen anliegt. Im Rückhaltezustand wird somit ein Verschieben des Dämpferelementes in die Anprallrichtung verhindert. Auf der anderen Seite ermöglicht/ermöglichen die Schrägfläche/n ein Verschieben des Dämpferelementes entgegen die Anprallrichtung, da das Rückhalteelement beim Verschieben mit seiner Schrägfläche an der angrenzenden Rasterhebung und/oder an der Schrägfläche der angrenzenden Rasterhebung entlanggleitet, und dadurch entgegen der Federkraft der Rückhaltefeder sowie quer zur Anprallrichtung bis über die Rasterhebung hinaus verschoben wird. Ein derartiger Rückhaltemechanismus ist
besonders zuverlässig und kostengünstig.
Das Dämpferelement kann auch eine Vielzahl an Vertiefungen
aufweisen, wobei in diesem Fall die Rasterhebungen durch die
erhabenen Bereiche zwischen den Vertiefungen gebildet sind.
Im gelösten Zustand ist das Rückhaltelement mittels einer Freigabeeinrichtung gegen die Rückhaltefeder verschoben, sodass die Rastflächen und die Rückhaltefläche quer zur Anprallrichtung gesehen überschneidungsfrei nebeneinander angeordnet sind. Im gelösten Zustand ist es daher möglich, die Dämpfereinrichtung auszufahren und die Anprallvorrichtung wieder in den Wirkzustand
zu verstellen.
Vorzugsweise ist das Anschlagelement mit einer Anschlagfeder verbunden, durch die es im Ausgangszustand quer zur Anprallrichtung gesehen gegen die Dämpferfeder gedrückt ist. Sobald die Dämpferfeder beim Ausfahren des Dämpferelementes am Anschlagelement vorbeibewegt ist, wird das Anschlagelement durch die Anschlagfeder hinter das freie Ende der Dämpferfeder verschoben. Im Wirkzustand ist das Anschlagelement daher hinter dem freien Ende der Dämpferfeder angeordnet, sodass das freie Ende der Dämpferfeder beim Verschieben des Dämpferelementes entgegen die Anprallrichtung (bei einem Zusammenstoß) an dem Anschlagelement anliegt und die Dämpferfeder komprimiert wird. Eine derartige Ausführungsform ist wenig fehleranfällig,
besonders wartungsarm und kostengünstig.
Alternativ dazu kann das Anschlagelement auch mit Hilfe eines Stellantriebes (elektrisch, pneumatisch, hydraulisch, etc.)
hinter das Dämpferelement verschiebbar sein.
Bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die Dämpfereinrichtung ein Entspannungselement aufweist, das im Ausgangszustand entgegen die Anprallrichtung hinter dem freien Ende der Dämpferfeder angeordnet ist. Das Entspannungselement ist quer zur Anprallrichtung gesehen - zumindest bereichsweise wenigstens so breit wie die Dämpferfeder. Beispielsweise hat das Entspannungselement die Form eines rechtwinkelig zur Anprallrichtung verlaufenden Querbalkens, dessen Länge größer
als der Innendurchmesser der Dämpferfeder ist und mit seinen
einem Stellantrieb verbunden sein.
Durch ein derartiges Entspannungselement kann die Dämpferfeder nach einem Zusammenstoß aus der Anprallposition - in der sie vorzugsweise mittels dem wie oben beschriebenen Rückhalteelement gehalten wird - wieder entspannt werden (vorzugsweise mit Hilfe einer Steuerung, die beispielsweise in einem Bordcomputer implementiert ist), sodass die Anprallvorrichtung automatisch in die Ausgangsposition zurückstellbar ist. Die Anprallvorrichtung ist dadurch immer wieder verwendbar, ohne dass irgendwelche Bauteile ausgewechselt werden müssten (keine Verschleißteile) und ohne, dass aufwendige, z.B. nur in einer Werkstatt
durchführbare, Rückstellprozeduren durchgeführt werden müssen.
Im Rahmen der Erfindung kann auch die Vorschubeinrichtung ein Rückstellelement aufweisen, das am Vorschubelement angreift oder angreifen kann, und das mit einem Rückstellantrieb entgegen die Anprallrichtung verschiebbar ist, um am Vorschubelement angreifend dieses entgegen die Anprallrichtung zu verschieben, dadurch die Vorschubfeder zu komprimieren und die Vorschubeinrichtung einzufahren. Mit Hilfe eines derartigen
Rückstellelementes kann die Vorschubeinrichtung automatisch
eingefahren und die Anprallvorrichtung in den Ausgangszustand
zurückgestellt werden.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Rückstellelement verstellbar ist, um am Vorschubelement anzugreifen (bzw. um mit einer Erhebung oder Vertiefung in Eingriff gebracht zu werden) oder von diesem gelöst zu sein (bzw. außer Eingriff gebracht zu werden). Das Vorschubelement weist dafür wenigstens eine Erhebung oder eine Vertiefung (hier als Rückstellerhebung/en bzw. -vertiefung/en bezeichnet) mit einer quer zur Anprallrichtung verlaufenden und in die Anprallrichtung weisenden Rückstellfläche auf. Im angreifenden Zustand ist das Rückstellelement von einer Rückstellfeder quer zur Anprallrichtung zur Rückstellfläche hin verschoben, sodass das Rückstellelement und die Rückstellfläche quer zur Anprallrichtung gesehen einander überschneiden und aneinander anliegen. Wird das Rückstellelement im angreifenden Zustand durch den Rückstellantrieb entgegen die Anprallrichtung verschoben, so verschiebt sich auch das Vorschubelement, die Vorschubfeder wird gespannt und die Anprallvorrichtung wird in den Ausgangszustand zurückgestellt. Im gelösten Zustand ist das Rückstellelement mittels einer Entsicherungseinrichtung gegen die Rückstellfeder verschoben, sodass das Rückstellelement und die Rückstellfläche quer zur Anprallrichtung gesehen überschneidungsfrei nebeneinander angeordnet sind. Eine derartige Ausführungsform ist wenig fehleranfällig, besonders
wartungsarm und kostengünstig.
Das Rückstellelement kann beispielsweise zapfen-, finger- oder bolzenförmig und quer zur Anprallrichtung verschiebbar sein, um mit einem Vorsprung oder einer Vertiefung des Vorschubelementes
in oder außer Eingriff gebracht zu werden.
Möglich sind Ausführungsformen, bei denen das Vorschubelement
mehrere Rückstellerhebungen bzw. -vertiefungen mit
Rückstellflächen aufweist, und das Rückstellelement mehrmals in Eingriff mit einer Rückstellerhebung bzw. -vertiefung entgegengesetzt der Anprallrichtung und dazwischen außer Eingriff in Anprallrichtung verschoben wird, bis die Vorschubeinrichtung vollständig eingefahren ist. Die Vorschubeinrichtung kann dadurch in mehreren „Hüben“ bzw. „Zügen“ eingefahren werden. Bei diesen Ausführungsformen kann durch die Sperreinrichtung ein Verschieben des Vorschubelementes
in Anprallrichtung verhindert werden.
Bei weiterführenden Ausführungsformen kann das Rückstellelement mit einer in Anprallrichtung weisenden und/oder können die Rückstellerhebungen oder -vertiefungen mit entgegen die Anprallrichtung weisenden Schrägfläche/n ausgestattet sein. Die Schrägfläche/n ermöglicht/ermöglichen ein Verschieben des Rückstellelementes in Anprallrichtung, ohne dass die
Entsicherungsvorrichtung gelöst werden muss.
Im Rahmen der Erfindung ist bevorzugt, wenn die Anprallvorrichtung wenigstens zwei Dämpfereinrichtungen aufweist, zwischen denen die Vorschubeinrichtung angeordnet ist. Insbesondere weisen die zwei oder mehr als zwei Dämpfereinrichtungen im Wesentlichen den gleichen Aufbau auf. Bei Vorrichtungen mit zwei Dämpfereinrichtungen sind die zwei Dämpferelemente zu beiden Seiten des Vorschubelements mit dem Anprallelement verbunden. Da bei derartigen Ausführungsformen zwei (oder sogar mehr als zwei) Dämpferfedern vorhanden sind, kann mit einer derartigen Anprallvorrichtung mehr Anprallenergie
abgebaut werden.
Möglich ist im Rahmen der Erfindung auch, dass die Anprallvorrichtung zwei oder mehr als zwei Vorschubeinrichtungen aufweist. Meistens reicht Jedoch eine einzige
Vorschubeinrichtung aus.
Vorzugsweise ist das Anprallelement verschwenkbar mit dem Dämpferelement oder - bei Ausführungsformen mit mehreren Dämpfereinrichtungen- mit den Dämpferelementen und der Vorschubeinrichtung, d.h. falls vorhanden dem Vorschubelement, verbunden. Zusätzlich dazu ist das Dämpferelement bzw. sind die Dämpferelemente auch entlang der Längserstreckung des Anprallelementes verschiebbar mit diesem verbunden. Dies ermöglicht ein unterschiedlich starkes „Einfahren“ der Dämpfereinrichtungen, wenn das Hindernis, mit dem die in Wirkstellung verfahrene Anprallvorrichtung kollidiert, nicht mittig, sondern zur Mitte versetzt auf das Anprallelement trifft. Vorzugsweise ist die Vorschubeinrichtung mittig mit dem Anprallelement verbunden und beidseitig davon sind (insbesondere im gleichen Abstand zur Vorschubeinrichtung) zwei ebenfalls mit
dem Anprallelement verbundene Dämpfereinrichtungen angeordnet.
Die entgegen einer Federkraft aus einer „Halteposition“ heraus bewegbaren Komponenten (beispielsweise das Sperrelement, das Anschlagelement, das Rückhalteelement, etc.) können mit separaten Stellantrieben (elektrisch, pneumatisch, hydraulisch, etc.) verbunden sein. Es können jedoch auch mehrere bzw. alle der bewegbaren Komponenten über Verbindungsmechanismen, wie z.B. Bowdenzüge, Zahnräder, Gestänge, usw., mit einem gemeinsamen
Stellantrieb verbunden sein.
Die Erfindung betrifft auch ein Kraftfahrzeug, wobei das Kraftfahrzeug ein Fahrgestell aufweist, mit dem eine erfindungsgemäße Anprallvorrichtung nach einer der oben beschriebenen Ausführungsformen verbunden ist. Das Kraftfahrzeug ist insbesondere ein PKW, es kann aber auch ein größeres
Kraftfahrzeug, wie ein Bus oder ein LKW, sein.
Das Kraftfahrzeug weist weiters einer Steuerung (z.B. in einem
Computer, insbesondere Bordcomputer, implementiert) und
wenigstens eine mit der Steuerung verbundene Sensoreinrichtung
zum Erfassen eines Objektes in einem Sensorbereich der Sensoreinrichtung auf. Die Steuerung ist dazu eingerichtet, die Vorschubeinrichtung auszufahren und somit die Anprallvorrichtung in die Wirkstellung zu verstellen, wenn die Sensoreinheit ein Objekt im Sensorbereich erfasst und die Steuerung eine bevorstehende Kollision feststellt. Die Steuerung kann dazu beispielsweise feststellen, dass das Kraftfahrzeug bewegt wird und sich auf das Objekt zubewegt. Ebenso kann die Steuerung auch dazu eingerichtet sein, festzustellen, dass sich das Objekt auf das Fahrzeug zubewegt oder dass sich sowohl das Fahrzeug als auch das Objekt auf einen gemeinsamen Kollisionsbereich zubewegen. Die Sensoreinrichtung umfasst insbesondere einen
optischen Sensor bzw. eine Kamera,
Bei Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Anprallvorrichtung, die Mittel zum Entspannen der Federn/n bzw. Mittel, mit denen die Anprallvorrichtung in den Ausgangszustand zurückversetzt werden kann, aufweisen, kann die Steuerung (bzw. der Computer) selbstständig oder nach manueller Aktivierung die
Ausgangsstellung der Anprallvorrichtung wiederherstellen.
Die Steuerung und die Sensoreinrichtung sind vorzugsweise derart eingerichtet, dass erkannt wird, wenn das erfasste Objekt ein Mensch (insbesondere ein nicht motorisierter Verkehrsteilnehmer, wie ein Fußgänger, Rollerfahrer, Fahrradfahrer, Rollschuhfahrer, etc.) ist, und in diesem Fall das Auslösen der Anprallvorrichtung verhindert (= nicht freigegeben) wird. Derartige Sicherheitsmaßnahmen können auch für den Fall implementiert werden, dass das Objekt ein Tier, insbesondere ein
Hund, Hase, Reh, usw., ist.
Die Anprallvorrichtung ist insbesondere (direkt oder indirekt) über die Dämpferführung und auch über die Vorschubeinrichtung (gg£. über die Vorschubführung) mit dem Fahrgestell eines
Kraftfahrzeuges verbunden.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die angeschlossenen
Zeichnungen. Es zeigt:
Fig. 1 eine isometrische Ansicht der erfindungsgemäßen Anprallvorrichtung,
Fig. 2 eine Vorschubeinrichtung der erfindungsgemäßen Anprallvorrichtung im Ausgangszustand, dargestellt in einer Längsschnittansicht entlang einer vertikal verlaufenden Schnittebene,
Fig. 3 die Vorschubeinrichtung gemäß Fig. 2 im Wirkzustand, dargestellt in einer Längsschnittansicht entlang der vertikal verlaufenden Schnittebene,
Fig. 4 die Vorschubeinrichtung gemäß Fig. 2, dargestellt in einer Querschnittansicht entlang der Schnittebene IV:ILV,
Fig. 5 die Vorschubeinrichtung gemäß Fig. 2, dargestellt in einer weiteren Querschnittansicht entlang der Schnittebene V:V,
Fig. 6 eine Dämpfereinrichtung der erfindungsgemäßen Anprallvorrichtung im Ausgangszustand, dargestellt in einer Längsschnittansicht entlang einer vertikal verlaufenden Schnittebene,
Fig. 7 die Dämpfereinrichtung gemäß Fig. 6 im Ausgangszustand, dargestellt in einer Längsschnittansicht entlang einer horizontal verlaufenden Schnittebene,
Fig. 8 die Dämpfereinrichtung gemäß Fig. 6 im Anprallzustand, dargestellt in einer Längsschnittansicht entlang der horizontal verlaufenden Schnittebene,
Fig. 9 die Dämpfereinrichtung gemäß Fig. 6 im Anprallzustand, dargestellt in einer Längsschnittansicht entlang der
vertikal verlaufenden Schnittebene,
Fig. 10 die Dämpfereinrichtung gemäß Fig. 6, dargestellt in einer Querschnittansicht entlang der Schnittebene X:X, und
Fig. 11 eine Verbindung zwischen einem Vorschubelement der Vorschubeinrichtung bzw. einem Dämpferelement der Dämpfereinrichtung und einem Anprallelement, dargestellt in einer Längsschnittansicht entlang einer
vertikal verlaufenden Schnittebene.
Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäße Anprallvorrichtung 1, die direkt oder indirekt an einem Fahrgestell eines nicht
dargestellten Kraftfahrzeuges anordenbar bzw. befestigbar ist.
In der dargestellten Ausführungsform weist die Anprallvorrichtung 1 zwei in eine Anprallrichtung A (dargestellt durch einen Pfeil, der in die Anprallrichtung A zeigt) ausfahrbare und entgegen die Anprallrichtung A einfahrbare
Dämpfereinrichtungen 2 auf.
Weiters weist die Anprallvorrichtung 1 eine in die Anprallrichtung A ausfahrbare und entgegen die Anprallrichtung A
einfahrbare Vorschubeinrichtung 3 auf.
Jede der Dämpfereinrichtungen 2 weist eine fest mit einem Fahrgestell eines Fahrzeuges verbindbare Dämpferführung 4 und ein daran bzw. darin angeordnetes Dämpferelement 5 auf. Das Dämpferelement 5 ist jeweils an bzw. in der Dämpferführung 4 in die und entgegen die Anprallrichtung A verschiebbar, wodurch die
Dämpfereinrichtung 2 ausgefahren bzw. eingefahren wird.
Die Dämpfereinrichtungen 2 weisen weiters Jeweils eine Dämpferfeder 6 auf, die ein am Dämpferelement 5 befestigtes Ende und ein unbefestigtes, freies Ende 10 aufweist. Mit der
Dämpferführung 4 sind weiters verstellbare Anschlagelemente 7
(direkt oder indirekt) verbunden, die in Fig. 1 nicht sichtbar
sind.
Auch die Vorschubeinrichtung 3 weist eine fest mit dem Fahrgestell verbindbare Vorschubführung 8 und ein daran bzw. darin angeordnetes Vorschubelement 9 auf. Das Vorschubelement 9 ist ebenfalls an bzw. in der Vorschubführung 8 in die und entgegen die Anprallrichtung A verschiebbar, wodurch die
Vorschubeinrichtung 2 ausgefahren bzw. eingefahren wird.
Die Vorschubeinrichtung 3 ist zwischen den Dämpfereinrichtungen 2 angeordnet und weist Jeweils den gleichen Abstand zu diesen
auf.
Sowohl die Dämpferelemente 5 als auch das Vorschubelement 9 sind mit einem länglichen Anprallelement 11 verbunden, das die Form
einer Stoßstange hat.
In Fig. 1 ist die Anprallvorrichtung 1 in einem Ausgangszustand dargestellt, in dem die Dämpfereinrichtungen 2 und die
Vorschubeinrichtung 3 eingefahren sind.
In Fig. 1 ist mit strichlierten Linien die Anprallvorrichtung 1 auch in einem Wirkzustand dargestellt, in dem die Dämpfereinrichtungen 2 und die Vorschubeinrichtung 3 weitest möglich ausgefahren sind, sowie in einem Anprallzustand, in dem die Dämpfereinrichtungen 2 und die Vorschubeinrichtung 3 teilweise eingefahren sind. Der Anprallzustand zeigt die
Anprallvorrichtung 1 nach einer Kollision mit einem Hindernis.
Die Verbindung zwischen dem Vorschubelement 9 und dem Anprallelement 11 ist um eine Vertikalachse V verschwenkbar. Auch die Verbindungen zwischen den Dämpferelementen 5 und dem Anprallelement 11 sind jeweils um eine Vertikalachse V
verschwenkbar und zusätzlich dazu entlang einer Längserstreckung
des Anprallelementes 11 verschiebbar. Somit ist es möglich, dass im Anprallzustand die Dämpfereinrichtungen 2 und die Vorschubeinrichtung 3 - wie in dem in Fig. 1 strichliert dargestellten Fall - jeweils unterschiedlich stark eingefahren sind und das Anprallelement 11 in einem Winkel %* 90° zur Anprallrichtung A ausgerichtet ist, da das Hindernis im Wirkzustand nicht mittig, sondern zur Mitte versetzt an das
Aufprallelement 11 geprallt ist.
Die Fig. 2 und 3 zeigen die Vorschubeinrichtung 3 einmal im Ausgangszustand (Fig. 2) und einmal im Wirkzustand (Fig. 3) der Anprallvorrichtung 1. Die Vorschubeinrichtung 2 ist jeweils im Längsschnitt dargestellt, wobei die Schnittebene vertikal (im Einbauzustand der Anprallvorrichtung 1 gesehen) und mittig entlang der Vorschubeinrichtung 3 (d.h. parallel zur
Anprallrichtung A) verläuft.
In den Fig. 4 und 5 ist jeweils die Vorschubeinrichtung 3 gemäß Fig. 2 in einem Querschnitt dargestellt, wobei die Schnittebene IV:IV (Fig. 4) und die Schnittebene V:V (Fig. 5) Jeweils vertikal und orthogonal zu der Schnittebene der Fig. 2 und 3
(d.h. normal zur Anprallrichtung A) ausgerichtet sind.
Das Vorschubelement 9 weist (zumindest bereichsweise) die Form eines Rohres auf und ist über ein distales Vorschubelementende
12 mit dem Anprallelement 11 verbunden.
Auch die Vorschubführung 8 weist (zumindest bereichsweise) die Form eines Rohres auf und ist mit einem proximalen
Vorschubführungsende 13 mit dem Fahrgestell verbindbar.
Im Ausgangszustand ist das Vorschubelement 9 zumindest in einem
an das distale Vorschubelementende 12 anschließenden Abschnitt
um die Vorschubführung 8 herum angeordnet.
Zwischen einer mit der Vorschubführung 8 verbundenen Stützfläche 15 und einem am distalen Vorschubelementende 12 ausgebildeten Vorschubflansch 16 ist eine als Spiralfeder ausgeführte Vorschubfeder 17 angeordnet. Diese ist im Ausgangszustand
komprimiert.
Das Vorschubelement 9 weist an seiner Oberseite nach außen gerichtete, sägezahnförmige Sperrvertiefungen 18 auf. Diese Sperrvertiefungen 18 weisen Jeweils eine in Anprallrichtung A gerichtete Sperrfläche 19 und eine entgegen die Anprallrichtung
A gerichtete Schrägflächen 21 auf.
Ein riegelförmiges Sperrelement 22, das insbesondere mit der Vorschubführung 8 verbunden ist, ist quer zur Anprallrichtung A zum Vorschubelement 9 hin und von diesem weg verschiebbar. Eine Sperrfeder 23 drückt das Sperrelement 22 zum Vorschubelement 9, sodass ein Verschieben des Sperrelementes 22 vom Vorschubelement
9 weg gegen eine Federkraft erfolgen muss.
Im Ausgangszustand ist das Sperrelement 22 so weit zum Vorschubelement 9 hin verschoben, dass das Sperrelement 22 und die Sperrfläche 19 quer zur Anprallrichtung A gesehen einander überschneiden. Das Sperrelement 22 liegt an der Sperrfläche 19 an und verhindert, dass die Vorschubfeder 17 das Vorschubelement 9 in Anprallrichtung A verschiebt und die Vorschubeinrichtung 3
ausfährt.
Zum Lösen des Sperrelementes 22, d.h. um das Sperrelement 22 so weit vom Vorschubelement 9 weg gegen die Sperrfeder 23 zu verschieben, dass das Sperrelement 22 und die Sperrfläche 19 quer zur Anprallrichtung A gesehen überschneidungsfrei nebeneinander angeordnet sind, ist eine nicht dargestellte
Entsperrungseinrichtung vorgesehen.
Durch das Lösen des Sperrelementes 22 (d.h. sein Verschieben in den gelösten Zustand) ist das Vorschubelement 9 für ein Verschieben in die Anprallrichtung A freigegeben und wird von
der sich entspannenden Vorschubfeder 17 ausgefahren.
Bei maximal ausgefahrener Vorschubeinrichtung 3 ist die Anprallvorrichtung 1 in den Wirkzustand verstellt. Selbst wenn sich das Sperrelement 22 im Wirkzustand wieder im ungelösten Zustand befindet, ist ein Verschieben des Vorschubelementes 9 entgegen die Anprallrichtung A dennoch möglich. Das liegt daran, dass das Sperrelement 22 bei Druckausübung auf das Anprallelement 11 Jeweils an der Schrägflächen 21 der Sperrvertiefungen 18, in der es gerade „eingerastet ist“, entlanggleitend gegen die Sperrfeder 23 verschoben wird, bis es
in die darauf folgende Sperrvertiefung 18 „springt“.
Das Vorschubelement 9 weist oben an seiner Innenseite sägezahnförmige Rückstellerhebungen 24 mit in Anprallrichtung A gerichteten Rückstellflächen 25 und entgegen die Anprallrichtung A gerichteten Schrägflächen 26 auf.
Weiters weist die Vorschubeinrichtung 3 ein Rückstellelement 27 auf, das innerhalb der Vorschubführung 8 in Anprallrichtung A und entgegen die Anprallrichtung A mittels eines Rückstellantriebs 28 verschiebbar ist. Das riegelförmige Rückstellelement 27 ist dafür zwischen zwei seitlich geführten und daher verdrehungsfreien Schiebern 29 angeordnet. Eine Gewindestange 31 verläuft jeweils durch ein Gewindeloch der Schieber 29 und ein Langloch des Rückstellelementes 27. Durch ein Drehen der Gewindestange 31 mit Hilfe des Rückstellantriebs 28 werden die geführten Schieber 29 auf der Gewindestange 31 vor bzw. zurück geschoben und verfahren somit auch das
Rückstellelement 27 in die und entgegen die Anprallrichtung A.
Das Rückstellelement 27 ist normal zur Anprallrichtung A zu den Rückstellerhebungen 24 hin und von diesen weg verschiebbar, sodass es mit den Rückstellerhebungen 24 in Eingriff und von den Rückstellerhebungen 24 weg bewegbar ist. Eine Rückstellfeder 32 drückt das Rückstellelement 27 zu den Rückstellerhebungen 24
hin.
Wenn das Rückstellelement 27 am Vorschubelement 9 angreift bzw. mit einer der Rückstellerhebungen 24 in Eingriff steht, überschneiden das Rückstellelement 27 und die Rückstellfläche 25 quer zur Anprallrichtung A gesehen einander und Liegen aneinander an. Im gelösten Zustand ist das Rückstellelement 27 mittels einer nicht dargestellten Entsicherungseinrichtung gegen die Rückstellfeder 32 verschoben, sodass das Rückstellelement 27 und die Rückstellfläche 25 quer zur Anprallrichtung A gesehen
überschneidungsfrei nebeneinander angeordnet sind.
Durch ein Verschieben des Rückstellelementes 27 in Anprallrichtung A, ein anschließendes Eingreifen des Rückstellelementes 27 in eine der Rückstellerhebungen 24 und ein Zurückverschieben des Rückstellelementes 27 entgegen die Anprallrichtung A, kann das Vorschubelement 9 entgegen die Anprallrichtung A verschoben und die Vorschubeinrichtung 3 eingefahren werden. Somit lässt sich die Anprallvorrichtung 1 nach einem Anprallereignis (oder auch wenn sie unnötigerweise in die Wirkstellung verstellt wurde) wieder in die Ausgangsstellung
zurückführen.
Die Vorschubführung 8 weist an ihrer Oberseite einen entlang ihrer Längserstreckung verlaufenden Führungsschlitz 33 auf, in dem die Rückstellerhebungen 24 während des Ausfahrens und
Einfahrens der Vorschubeinrichtung 3 verfahren können.
Die zentral angeordnete Vorschubeinrichtung 3 ist am distalen
Vorschubelementende 12 des Vorschubelementes 9 um die
Vertikalachse V verschwenkbar mit dem Anprallelement 11 verbunden. Dafür weist das Vorschubelement 9 plattenförmige Zungen 20 mit Durchgangslöchern auf, zwischen denen eine nicht dargestellte, mit dem Anprallelement 11 verbundene, plattenförmige Zunge mit Durchgangsloch anordenbar ist. Ein ebenfalls nicht dargestellter Schwenkbolzen, der durch die Durchgangslöcher gesteckt ist, ermöglicht das Verschwenken um
die Vertikalachse V.
Die Fig. 6 bis 9 zeigen die Dämpfereinrichtung 2 in einer Längsschnittansicht entlang einer vertikal verlaufenden Schnittebene (Fig. 6 und 8) und entlang einer horizontal verlaufenden Schnittebene (Fig. 7 und 9), wobei die Dämpfereinrichtung 2 in den Fig. 6 und 7 im Ausgangszustand und in den Fig. 8 und 9 im Anprallzustand der Anprallvorrichtung 1
dargestellt ist.
Fig. 10 zeigt die Dämpfereinrichtung 2 gemäß Fig. 6 in einer Querschnittansicht entlang der Schnittebene X:X, die vertikal und orthogonal zur Schnittebene der Fig. 6 bis 9 (d.h. normal
zur Anprallrichtung A) ausgerichtet ist.
Das Dämpferelement 5 weist im Wesentlichen über seine gesamte Länge die Form eines doppelwandigen Rohres mit einer Innenwand 34 und einer Außenwand 35 auf. Es ist mit einem distalen Dämpferelementende 36, an dem ein die Innenwand 34 und die Außenwand 35 verbindender Dämpferflansch 37 ausgebildet ist, mit
dem Anprallelement 11 verbunden. Auch die Dämpferführung 4 weist die Form eines Rohres auf und ist mit einem proximalen Dämpferführungsende 38 mit dem
Fahrgestell verbindbar bzw. verbunden.
Die Außenwand 35 des Dämpferelementes 5 ist in der
Dämpferführung 4 geführt.
Im Ausgangszustand der Anprallvorrichtung 1 ist das Dämpferelement 5 maximal in die Dämpferführung 4 eingeschoben, bis der Dämpferflansch 37 an einem distalen Dämpferführungsende
39 anliegt.
Zwischen der Außenwand 35 und der Innenwand 34 des Dämpferelementes 5 ist die Dämpferfeder 6 angeordnet, die mit einem Ende am Dämpferflansch 37 befestigt ist. Das freie Ende 10 der Dämpferfeder 6 weist entgegen die Anprallrichtung A und ist
unbefestigt.
Die Dämpfereinrichtung 2 weist weiters zwei Anschlagelemente 7 auf, die an einer Seite direkt oder indirekt (z.B. über das Fahrgestell) und um eine Schwenkachse 42 verschwenkbar mit der
Dämpferführung 4 verbunden sind.
Jedes der Anschlagelemente 7 weist an seiner anderen, nicht verschwenkbar verbundenen, Seite eine Anschlagfläche 43 und eine die zwei Seiten verbindende, zum Dämpferelement 5 weisende,
gebogene Gleitfläche 44 auf.
Die Dämpferführung 4 endet bereits vor den Anschlagelementen 7 bzw. weist im Bereich jedes der Anschlagelemente 7 eine Öffnung auf, und die Außenwand 35 des Dämpferelementes 5 weist zumindest in Jenem Abschnitt, der beim Aus- und Einfahren des Dämpferelementes 5 neben den Anschlagelementen 7 positioniert ist, pro Anschlagelement 7 Jeweils eine schlitzförmige
Ausnehmung 45 auf.
Eine Anschlagfeder 45 drückt das Anschlagelement 7 zur Dämpferfeder 6 hin, sodass jedes der Anschlagelemente 7 im Ausgangszustand mit seiner Gleitfläche 44 seitlich an der
Dämpferfeder 6 anliegt.
Beim Ausfahren der Dämpfereinrichtung 2, d.h. wenn die Vorschubeinrichtung 3 ausgefahren wird, diese das Anprallelement 11 in die Anprallrichtung A vorschiebt und dadurch die ebenfalls mit dem Anprallelement 11 verbundenen Dämpferelemente 5 aus den Dämpferführungen 4 hinauszieht, gleitet die Dämpferfeder 6 an den Gleitflächen 44 der Anschlagelemente 7 vorbei. Sobald die Dämpferfeder 6 mit ihrem freien Ende 10 an den Anschlagelementen 7 vorbeibewegt ist, werden diese durch die Anschlagfedern 46 hinter das freie Ende 10 verschoben (bzw. verschwenkt), sodass die Anschlagflächen 43 hinter dem freien Ende 10 angeordnet sind. Im Wirkzustand wirkt die Dämpferfeder 6 daher zwischen dem Dämpferflansch 37 und den Anschlagflächen 37 der
Anschlagelemente 7.
An der Außenwand 35 des Dämpferelementes 5 sind nach außen gerichtete, sägezahnförmige Rasterhebungen 47 ausgebildet, die jeweils eine quer zur Anprallrichtung A verlaufende und in diese
weisende Rastfläche 48 aufweisen.
Ein direkt oder indirekt mit der Dämpferführung 4 verbundenes Rückhalteelement 49 weist eine von der Anprallrichtung A weg weisende Rückhaltefläche 51 auf und wird von einer
Rückhaltefeder 52 quer zur Anprallrichtung A in Richtung zum
Dämpferelement 5 hin gedrückt bzw. geschoben.
Das Rückhalteelement 49 wird von der Rückhaltefeder 52 in einen Rückhaltezustand verschoben, in dem die Rückhaltefläche 51 und die Rastflächen 48 quer zur Anprallrichtung A gesehen einander überschneiden und das Rückhaltelement 49 an einer der Rastflächen 48 anliegt. Ein Verschieben des Dämpferelementes 5
in die Anprallrichtung A ist dadurch blockiert.
Von einer nicht dargestellten Freigabeeinrichtung ist das
Rückhalteelement 49 gegen die Rückhaltefeder 52 in einen
Freigabezustand verstellbar (verschiebbar), in dem die
Rastflächen 48 und die Rückhaltefläche 51 quer zur Anprallrichtung A gesehen überschneidungsfrei nebeneinander angeordnet sind und ein Verschieben des Dämpferelementes 5 in
die Anprallrichtung A freigegeben ist.
Im Wirkzustand und im Anprallzustand der Anprallvorrichtung 1 ist das Rückhaltelement 49 in den Rückhaltezustand verstellt. Zum Verstellen der Anprallvorrichtung 1 in den Wirkzustand ist das Rückhalteelement 49 in den Freigabezustand verstellt. Insbesondere wird das Rückhalteelement 49 während des Ausgangszustands von der Freigabeeinrichtung im Freigabezustand gehalten und erst nach dem vollständigen Ausfahren der
Dämpfereinrichtung 2 freigegeben.
Bei maximal ausgefahrener Dämpfereinrichtung 3, d.h. wenn die Anprallvorrichtung 1 in den Wirkzustand verstellt ist, befindet sich das Rückhalteelement 49 im Rückhaltezustand. Dennoch ist ein Verschieben des Dämpferelementes 9 entgegen die Anprallrichtung A möglich, da das Rückhalteelement 49 bei Druckausübung auf das Anprallelement 11 mit seiner in Anprallrichtung A weisenden Schrägfläche 53 an Schrägflächen 54 der sägezahnförmigen Rasterhebungen 47, die von der Anprallrichtung A wegweisen, entlanggleitend immer wieder gegen die Rückhaltefeder 52 verschoben wird, und so von Rasterhebung
47 zu Rasterhebung 47 „springt“.
In den Fig. 6 und 7 ist die Dämpfereinrichtung 2 unausgefahren und im Ausgangszustand der Anprallvorrichtung 1 dargestellt, in dem die Dämpferfeder 6 entspannt ist und die Anschlagelemente 7 neben der Dämpferfeder 6 positioniert sind und seitlich an
dieser anliegen.
In den Fig. 8 und 9 ist die Dämpfereinrichtung 2 hingegen in
einem Anprallzustand der Anprallvorrichtung 1 dargestellt, vor
dem die Dämpfereinrichtung 2 maximal in die Anprallrichtung A
ausgefahren (Wirkzustand) war, sodass die Anschlagelemente 7 durch die Anschlagfedern 46 hinter das freie Ende 10 der
Dämpferfeder 6 verschoben wurden.
Im dargestellten Fall ist die Dämpfereinrichtung 2 aufgrund eines Anprallereignisses, durch das ein hoher Druck auf das Anprallelement 11 ausgeübt wurde, wieder maximal eingefahren, bis der Dämpferflansch 37 am distalen Dämpferführungsende 39
anliegt.
Die Dämpferfeder 6, die zwischen dem Dämpferflansch 37 und den Anschlagelementen 7 wirkt, ist stark komprimiert und hat dadurch einen Teil der Anprallenergie des Anprallereignisses abgebaut
(und „gespeichert “).
Das Rückhalteelement 49 ist in den Rückhaltezustand verstellt, greift in die Rasterhebungen 47 ein und verhindert, dass die Dämpferfeder 6 sich entspannen und das Dämpferelement 5 in
Anprallrichtung A verschieben kann.
Ein Entspannungselement 55 der Dämpfereinrichtung 2 ist im Ausgangszustand hinter dem freien Ende 10 der Dämpferfeder 6 angeordnet und auch im Anprallzustand, nachdem die Dämpfereinrichtung 2 durch das Kollisionsereignis zumindest
teilweise eingefahren wurde.
Das Entspannungselement 55 ist quer zur Anprallrichtung A gesehen wenigstens so breit wie die Dämpferfeder 6 und kann von einem Entspannungsantrieb 56 (z.B. einem Elektromotor) in die Anprallrichtung A und entgegen die Anprallrichtung A verschoben werden. In der dargestellten Ausführungsform ist das Entspannungselement 55 ein Querbalken, der eine Gewindebohrung 57 aufweist, durch die eine vom Entspannungsantrieb 56 drehbare, weitere Gewindestange 58 geführt ist. Das Entspannungselement 55
ist verdrehungsfrei geführt, sodass es durch ein Drehen der
weiteren Gewindestange 58 in die eine Richtung in Antriebsrichtung A und durch ein Drehen der Gewindestange 58 in die andere Richtung entgegen die Antriebsrichtung A verschiebbar
ist.
Zum Entspannen der Dämpferfeder 6 nach der Kollision wird das Entspannungselement 55 im Anprallzustand so weit in Anprallrichtung A verschoben, bis es an der Dämpferfeder anliegt. Dann werden die Anschlagelemente 7 durch eine bzw. jeweils eine nicht dargestellte Entspannungseinrichtung gegen die Anschlagfedern 46 vom Dämpferelement 5 weg geschwenkt, sodass das feie Ende 10 der Dämpferfeder 6 am Entspannungselement 55 anliegt und zwischen dem Dämpferflansch
37 und dem Entspannungselement 55 wirkt.
Durch ein Verstellen des Entspannungselementes 55 (mittels Entspannungsantrieb 56) entgegen die Anprallrichtung A wird auch das freie Ende 10 entgegen die Anprallrichtung A verschoben und
die Dämpferfeder 6 wieder vollständig entspannt.
Fig. 7 zeigt die Verbindung zwischen dem Dämpferelement 5 und dem Anprallelement 11 in einer Draufsicht und Fig. 11 zeigt diese Verbindung „freigeschnitten“ in einer seitlichen
Schnittansicht.
Am distalen Dämpferelementende 36 des Dämpferelementes 5 ist eine Verbindungseinrichtung 59 angeordnet, über die die Dämpfereinrichtung 3 um die Vertikalachse V - die normal zur Anprallrichtung A ausgerichtet ist - verschwenkbar und am Anprallelement 11 verschiebbar mit dem Anprallelement 11
verbunden ist.
Die Verbindungseinrichtung 59 weist eine plattenförmige Zunge 61
mit Durchgangsloch auf, die zwischen zwei weiteren
plattenförmigen Zungen 62 mit Durchgangsloch des
Dämpferelementes 5 angeordnet ist. Durch die Durchgangsöffnungen der Zungen 61, 62 ist ein Schwenkbolzen 63 gesteckt, durch dessen Achse die Vertikalachse V verläuft und um den das
Verbindungselement 59 am Dämpferelement 5 verschwenkbar ist.
Zwei an der Verbindungseinrichtung 599 drehbar angeordnete Stützrollen 64, die vertikale Drehachsen aufweisen, liegen an einer vertikal und längs verlaufenden Stützfläche 65 des
Anprallelementes 11 an.
Eine an der Verbindungseinrichtung 59 drehbar angeordnete Auflagerolle 66 mit einer horizontal verlaufenden Drehachse ist in einer Führungsrinne 67 des Anprallelementes 11 aufgenommen, wobei die Führungsrinne horizontal und längs entlang dem Anprallelement 11 verläuft und von ober her die Auflagerolle 66
übergreift.
Da das Anprallelement 11 über die Rollen 64, 66 an der Verbindungseinrichtung 59 abgestützt ist, können die Dämpfereinrichtungen 2 unterschiedlich stark eingefahren werden, wenn das Hindernis, mit dem die in Wirkstellung verfahrene Anprallvorrichtung 1 kollidiert, nicht mittig, sondern zur Mitte versetzt auf das Anprallelement 11 trifft, und zwar ohne dass das Anprallelement 11 oder andere Bauteile der
Anprallvorrichtung 1 plastisch verformt (verbogen) werden.
Bezugszeichenliste
1 Anprallvorrichtung
2 Dämpfereinrichtung
3 Vorschubeinrichtung
4 Dämpferführung
5 Dämpferelement
6 Dämpferfeder
7 Anschlagelement
8 Vorschubführung
9 Vorschubelement
10 freies Ende Dämpferfeder
11 Anprallelement
12 distales Vorschubelementende
13 proximales Vorschubführungsende 14 distales Vorschubführungsende 15 Stützfläche
16 Vorschubflansch
17 Vorschubfeder
18 Sperrvertiefung
19 Sperrfläche
20 plattenförmige Zunge Vorschubelement 21 Schrägfläche Sperrvertiefung
22 Sperrelement
23 Sperrfeder
24 Rückstellerhebung
25 Rückstellfläche
26 Schrägfläche Rückstellerhebungen 27 Rückstellelement
28 Rückstellantrieb
29 Schieber
31 Gewindestange
32 Rückstellfeder
33 Führungsschlitz
34 Innenwand
29
Außenwand
distales Dämpferelementende Dämpferflansch
proximales Dämpferführungsende distales Dämpferführungsende Schwenkachse
Anschlagfläche
Gleitfläche
schlitzförmige Ausnehmung Anschlagfeder
Rasterhebung
Rastfläche
Rückhalteelement Rückhaltefläche
Rückhaltefeder
Schrägfläche Rückhalteelement Schrägfläche Rasterhebung Entspannungselement Entspannungsantrieb Gewindebohrung
weitere Gewindestange Verbindungseinrichtung plattenförmige Zunge Verbindungseinrichtung weitere plattenförmige Zunge Dämpferelement Schwenkbolzen
Stützrolle
Stützfläche
Auflagerolle
Führungsrinne
Anprallrichtung
Vertikalachse
Claims (1)
- Patentansprüche:Anprallvorrichtung (1) für ein Kraftfahrzeug, die eine in und entgegen eine Anprallrichtung (A) aus- und einfahrbare Dämpfereinrichtung (2) sowie ein quer zur Anprallrichtung (A) verlaufendes, längliches Anprallelement (11) aufweist, wobei die Dämpfereinrichtung (2) eine fixierbare Dämpferführung (4) und ein daran oder darin angeordnetes Dämpferelement (5), das in die und entgegen die Anprallrichtung (A) verschiebbar und mit dem Anprallelement (11) verbunden ist, umfasst, wobei in einem Ausgangszustand die Dämpfereinrichtung (2) unausgefahren ist, wobei in einem Wirkzustand die Dämpfereinrichtung (2) ausgefahren und zwischen dem Dämpferelement (5) und einem mit der Dämpferführung (4) verbundenen Anschlagelement (7) eine unkomprimierte Dämpferfeder (6) angeordnet ist, und wobei die Anpralleinrichtung (1) durch Druckausübung auf das Anprallelement (11) vom Wirkzustand in einen Anprallzustand einfahrbar ist, in dem die Dämpfereinrichtung (2) wenigstens teilweise eingefahren und die Dämpferfeder (6) wenigstens teilweise komprimiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Anprallvorrichtung (1) eine in die und entgegen die Anprallrichtung (A) aus- und einfahrbare Vorschubeinrichtung (3) aufweist, die an einer Seite mit dem Anprallelement (11) verbunden und an der anderen Seite fixierbar ist, dass die im Ausgangszustand unausgefahrene Vorschubeinrichtung (3) ausfahrbar ist, um die Anprallvorrichtung (1) in die Wirkstellung zu verstellen, dass die Dämpferfeder (6) ein mit dem Dämpferelement (5) verbundenes Ende und ein freies Ende (10) aufweist, und dass das Anschlagelement (7) im Ausgangszustand neben der Dämpferfeder (6) angeordnet und im Wirkzustand hinter das freien Ende (10) der Dämpferfeder (6) verstellt ist, sodass die Dämpferfeder (6) im Wirkzustand zwischen demDämpferelement (5) und dem Anschlagelement (7) wirkt.Anprallvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubeinrichtung (3) eine fixierbare Vorschubführung (8), ein daran oder darin angeordnetes Vorschubelement (9), das in und entgegen die Anprallrichtung (A) verschiebbar und mit dem Anprallelement (11) verbunden ist, ein Sperrelement (22), und eine Vorschubfeder (17), die zwischen dem Vorschubelement (9) und einer mit der Vorschubführung (8) verbundenen Stützfläche (15) wirkt, umfasst, dass im Ausgangszustand die Vorschubfeder (17) komprimiert und das Vorschubelement (9) gegen ein Verschieben in Anprallrichtung (A) durch das Sperrelement (22) gesichert ist, dass das Sperrelement (22) lösbar ist, um ein Entspannen der Vorschubfeder (17) und somit das Ausfahren der Vorschubeinrichtung (3) freizugeben, und dass im Anprallzustand die Vorschubeinrichtung (3) wenigstens teilweise eingefahren und die Vorschubfeder (17) wenigstens teilweise komprimiertist.Anprallvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorschubelement (9) wenigstens eine Sperrerhebung oder eine Sperrvertiefung (18) mit einer quer zur Anprallrichtung (A) verlaufenden und von dieser weg weisenden Sperrfläche (19) aufweist, dass das Sperrelement (22) im ungelösten Zustand von einer Sperrfeder (23) quer zur Anprallrichtung (A) und zur Sperrfläche (19) hin verschoben ist, sodass das Sperrelement (22) und die Sperrfläche (19) quer zur Anprallrichtung (A) gesehen einander überschneiden und aneinander anliegen, und dass das Sperrelement (22) im gelösten Zustand mittels einer Entsperrungseinrichtung gegen die Sperrfeder (19) verschoben ist, sodass das Sperrelement (22) und die Sperrfläche (19) quer zur Anprallrichtung (A) gesehen überschneidungsfreinebeneinander angeordnet sind.Anprallvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfereinrichtung (2) ein Rückhaltelement (49) aufweist, das zwischen einem Rückhaltezustand, in dem ein Verschieben des Dämpferelementes (2) entgegen die Anprallrichtung (A) durch das Rückhaltelement (49) freigegeben und in die Anprallrichtung (A) durch das Rückhaltelement (49) blockiert ist, und einem Freigabezustand, in dem ein Verschieben des Dämpferelementes (2) in die Anprallrichtung (A) durch das Rückhaltelement (49) freigegeben ist, verstellbar ist, und dass das Rückhaltelement (49) im Wirkzustand und im Anprallzustand in den Rückhaltezustand verstellt ist und zum Verstellen der Anprallvorrichtung (1)in den Wirkzustand in den Freigabezustand verstellt ist.Anprallvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpferelement (5) eine Vielzahl an Rasterhebungen (47) mit jeweils einer quer zur Anprallrichtung (A) verlaufenden und in diese weisenden Rastfläche (48) aufweist, dass das Rückhaltelement (49) eine von der Anprallrichtung (A) weg weisende Rückhaltefläche (51) aufweist, dass das Rückhaltelement (49) eine in Anprallrichtung (A) weisende und/oder jede der Rasterhebungen (47) eine von der Anprallrichtung (A) weg weisende Schrägfläche (54) aufweist, dass das Rückhalteelement (49) im Rückhaltezustand von einer Rückhaltefeder (52) quer zur Anprallrichtung (A) zu den Rastflächen (48) hin verschoben ist, sodass die Rückhaltefläche (51) und die Rastflächen (48) quer zur Anprallrichtung (A) gesehen einander überschneiden und das Rückhaltelement (49) an einer der Rastflächen (48) anliegt, und dass das Rückhaltelement (49) im gelösten Zustand mittels einer Freigabeeinrichtung gegen die Rückhaltefeder(52) verschoben ist, sodass die Rastflächen (48) und dieRückhaltefläche (51) quer zur Anprallrichtung (A) gesehenüberschneidungsfrei nebeneinander angeordnet sind.Anprallvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (7) mit einer Anschlagfeder (46) verbunden ist, durch die es im Ausgangszustand quer zur Anprallrichtung (A) gesehen gegen die Dämpferfeder (6) gedrückt ist und durch die es im Wirkzustand, wenn das freie Ende (10) der Dämpferfeder (6) in Anprallrichtung (A) am Anschlagelement (7) vorbeibewegt ist, hinter das freie Ende (7) der Dämpferfeder (6)verschoben ist.Anprallvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfereinrichtung (2) ein Entspannungselement (55) aufweist, das im Ausgangszustand hinter dem freien Ende (19) der Dämpferfeder (6) angeordnet ist, das quer zur Anprallrichtung (A) gesehen wenigstens so breit wie die Dämpferfeder (6) ist, und das von einem Entspannungsantrieb (56) in die Anprallrichtung (A), bis es im Anprallzustand an der Dämpferfeder (6) anliegt, und entgegen die Anprallrichtung (A), bis die Dämpferfeder (6) vollständig entspannt ist, bewegbar ist, und dass das Anschlagelement (7) mittels einer Entspannungseinrichtung, ggf. gegen die Anschlagfeder (46), verstellbar ist, sodass es quer zur Anprallrichtung (A) neben der Dämpferfeder (6) angeordnet ist, um die Dämpferfeder (6) mit Hilfe desEntspannungselementes (55) entspannen zu können.Anprallvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubeinrichtung (3) ein Rückstellelement (27) aufweist, das am Vorschubelement (9) angreift oder angreifen kann, und das mit einem Rückstellantrieb (28) in die und entgegen dieAnprallrichtung (A) verschiebbar ist, um am Vorschubelement11.34(9) angreifend die Vorschubfeder (17) zu komprimieren unddie Vorschubeinrichtung (3) einzufahren.Anprallvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellelement (27) verstellbar ist, um am Vorschubelement (9) anzugreifen oder von diesem gelöst zu sein, dass das Vorschubelement (59) wenigstens eine Rückstellerhebung (24) oder -vertiefung mit einer quer zur Anprallrichtung (A) verlaufenden und in diese weisenden Rückstellfläche (25) aufweist, dass das Rückstellelement (27) im angreifenden Zustand von einer Rückstellfeder (32) quer zur Anprallrichtung (A) zur Rückstellfläche (25) hin verschoben ist, sodass das Rückstellelement (27) und die Rückstellfläche (25) quer zur Anprallrichtung (A) gesehen einander überschneiden und aneinander anliegen, und dass das Rückstellelement (27) im gelösten Zustand mittels einer Entsicherungseinrichtung gegen die Rückstellfeder (32) verschoben ist, sodass das Rückstellelement (27) und die Rückstellfläche (25) quer zur Anprallrichtung (A) gesehen überschneidungsfreinebeneinander angeordnet sind.Anprallvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anprallvorrichtung (1) wenigstens zwei Dämpfereinrichtungen (2) aufweist, zwischen denen die Vorschubeinrichtung (3) angeordnet ist, sodass beidseitig des mit dem Anprallelement (11) verbundenen Vorschubelementes (9) jeweils eines der Dämpferelemente (5)mit dem Anprallelement (11) verbunden ist.Anprallvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Anprallelement (11) verschwenkbar mit dem/den Dämpferelement/en (5) und der Vorschubeinrichtung (3), ggf. dem Vorschubelement (9),verbunden ist, und dass das/die Dämpferelement/e (5)35entlang einer Längserstreckung des Anprallelementes (11)verschiebbar mit diesem verbunden ist/sind.Kraftfahrzeug mit einem Fahrgestell, mit einer mit dem Fahrgestell verbundenen Anprallvorrichtung (1), mit einer Steuerung und mit wenigstens einer mit der Steuerung verbundenen Sensoreinrichtung zum Erfassen eines Objektes in einem Sensorbereich der Sensoreinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Anprallvorrichtung (1) eine Anprallvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 ist, und dass die Steuerung dazu eingerichtet ist, die Vorschubeinrichtung (3) auszufahren und somit die Anprallvorrichtung (1) in die Wirkstellung zu verstellen, wenn die Sensoreinheit ein Objekt im Sensorbereich erfasstund die Steuerung eine bevorstehende Kollision feststellt.
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- 2024-09-11 AT ATA50738/2024A patent/AT527944B1/de active
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|---|---|
| AT527944B1 (de) | 2025-08-15 |
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