AT527965A1 - Mechanische Überlastschutzeinrichtung - Google Patents

Mechanische Überlastschutzeinrichtung

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AT527965A1
AT527965A1 ATA50041/2024A AT500412024A AT527965A1 AT 527965 A1 AT527965 A1 AT 527965A1 AT 500412024 A AT500412024 A AT 500412024A AT 527965 A1 AT527965 A1 AT 527965A1
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Kastler Helmut
Kunst Erwin
Affenzeller Andreas
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Kastler Helmut
Kunst Erwin
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    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
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Abstract

Mechanische Überlastschutzeinrichtung für eine flexible Leitung, umfassend einen zum Halten der flexiblen Leitung ausgebildeten Schwenkarm (1), einen Lagerbügel (2) und ein Gelenk (3) mit einer Gelenkachse (4), wobei der Schwenkarm (1) über das Gelenk (3) drehbar mit dem Lagerbügel (2) verbunden ist, wobei der Schwenkarm, an seinem freien Ende einen Aufhängungspunkt (9), insbesondere in Form einer geschlitzten Öse (13) mit einer eingesetzten Tülle (14) und einem eingehängten Leitungshalter (10) aufweist, um die flexible Leitung zu halten. Durch die spezielle Ausführung der Aufnahme einer Tülle in einer geschlitzten Öse am Schwenkarm wird das Überlastverhalten entsprechend der erforderlichen Losbrechkraft dimensioniert und eine Überbelastung verhindert.

Description

Mechanische Überlastschutzeinrichtung
Die Erfindung betrifft eine mechanische Überlastschutzeinrichtung für eine flexible
Leitung.
Haltevorrichtungen für flexible Leitungen sind für verschiedene Anwendungsbereiche bekannt. Beispielsweise erfolgt die Versorgung von Fahrzeugen mit flüssigen oder gasförmigen Medien über flexible Leitungen, und auch Elektrofahrzeuge werden über flexible Ladekabel von einer Ladestation mit Strom versorgt. Zur Halterung dieser flexiblen Leitungen werden beispielsweise Haltevorrichtungen mit Schwenkarmen benutzt, um die Leitungen temporär von einer Versorgungsstelle, beispielsweise einer elektrischen Ladestation, zu einem Verbraucher, beispielsweise einem Elektrofahrzeug, zu verlegen, ohne dabei den Boden zu blockieren. Die Leitung kann leicht und leitungsschonend in einem gewissen Radiusbereich bewegt und über eine Steckverbindung an das Fahrzeug angeschlossen werden. Der Schwenkarm trägt das Gewicht der Leitung, sodass die Leitung keinen Bodenkontakt hat. Auch zur temporären Wasserversorgung oder zur temporären Entsorgung von Abwasser sind
Haltevorrichtungen mit einem Schwenkarm bekannt.
Derartige Haltevorrichtungen umfassen einen Schwenkarm und ein Gelenk. Der Schwenkarm verfügt über Mittel zur Anordnung einer Versorgungsleitung, und ist an dem Gelenk drehbar angeordnet. Das Gelenk verfügt in der Regel über eine Grundplatte, mit der die Haltevorrichtung an einem Untergrund, beispielsweise an einer
Hausmauer befestigt werden kann.
Durch Drehen des Schwenkarms kann der Schwenkarm und die daran angeordnete Versorgungsleitung relativ zu diesem Untergrund gedreht werden. Die Drehachse verläuft dabei parallel zum Untergrund, insbesondere parallel zur Wandfläche oder
Hausmauer.
Ein Problem derartiger bekannter Haltevorrichtungen besteht darin, dass die gesamte Haltevorrichtung bei unsachgemäßer Verwendung sehr hohen Belastungen standhalten muss, da der weit auskragende Krafteinleitungspunkt des Aufhängungspunktes sehr hohe Belastungen auf die Haltevorrichtung ausüben kann. In Folge dessen kann es zu plastischer Verformung oder Bruch der Haltevorrichtung, Beschädigung der flexiblen Leitung, Beschädigung von darunter befindlichen Gütern oder Verletzung von darunter befindlichen Personen kommen. Um dem entgegenzuwirken kann die Haltevorrichtung für maximal auftretende Kräfte, resultierend aus einer möglichen Fehlbedienung,
dimensioniert werden, welche eine unwirtschaftliche Lösung zur Folge haben kann.
Es ist somit eine Aufgabe der Erfindung, diese und andere Probleme zu lösen und eine Haltevorrichtung für eine flexible Leitung bereitzustellen, die durch eine mechanische Überlastschutzeinrichtung und im Falle einer Fehlbedienung einen sicheren Zustand herstellen kann. Ferner ist es eine Aufgabe der Erfindung, die Dimensionierung der Haltevorrichtung auf die üblich einwirkenden Kräfte zu reduzieren und somit eine
wesentlich kostengünstigere Haltevorrichtung realisieren zu können.
Diese und andere Aufgaben werden erfindungsgemäß mit einer mechanischen Überlastschutzeinrichtung nach Anspruch 1 bis Anspruch 3 gelöst. Die mechanische Überlastschutzeinrichtung umfasst einen zum Halten der flexiblen Leitung ausgebildeten Aufhängungspunkt am Ende eines Schwenkarmes, in dem ein Leitungshalter eingehängt wird. Dies kann beispielsweise in Form eines Schwenkarms, einen Lagerbügel und ein Gelenk mit einer Gelenkachse ausgeführt sein. Der Schwenkarm ist über das Gelenk drehbar mit dem Lagerbügel verbunden und von zumindest einer beliebigen Ruhestellung in zumindest eine beliebige Betriebsstellung und zurück drehbar. Es können mehrere Ruhestellungen und gegebenenfalls auch mehrere Betriebsstellungen vorgesehen sein, die sich in der Winkelstellung des
Schwenkarms rotatorisch zur Gelenkachse unterscheiden.
Der Lagerbügel weist zumindest eine Anbindungsfläche zur Befestigung an zumindest einer Befestigungsfläche auf. Die Anbindungsfläche ist jene Fläche des Lagerbügels, an der der Lagerbügel an der Befestigungsfläche angeordnet ist. Die Anbindungsfläche
verläuft in der Regel im Wesentlichen vertikal.
Die Befestigungsfläche kann beispielsweise eine Hausmauer, eine Wandfläche, eine Ecke, eine Säule oder dergleichen sein. Die Befestigungsfläche kann insbesondere vertikal verlaufen.
Die Haltevorrichtung kann derartig ausgebildet sein, dass sich der Schwenkarm in der Betriebsstellung im Wesentlichen normal von der Befestigungsfläche weg erstreckt, und in der Ruhestellung im Wesentlichen parallel zur Befestigungsfläche verläuft oder sogar an der Befestigungsfläche anliegt. Es kann eine Grundplatte vorgesehen sein, die an der Befestigungsfläche angeordnet ist, wobei der Lagerbügel an der Grundplatte
befestigt ist.
In der Ruhestellung erfolgt die Aufbewahrung einer in der Länge darauf abgestimmten flexiblen Leitung, ohne den Boden zu berühren, geschützt nahe einer Befestigungsfläche der Haltevorrichtung, insbesondere einer Wandfläche. In der Ruhestellung liegt der Schwenkarm nächst der Befestigungsebene, also beispielsweise
rechts oder links an der Wandfläche an.
In der Betriebsstellung erstreckt sich der Schwenkarm von dem Lagerbügel weg, ragt also eine bestimmte Distanz von der Befestigungsfläche ab, um die flexible Leitung einem Verbraucher, beispielsweise einem Fahrzeug, zur Verfügung zu stellen. Die Länge des Schwenkarms ist abhängig von der Anwendung, kann aber typischerweise
im Bereich von etwa 60cm bis etwa 300cm, vorzugsweise etwa 130cm liegen.
Die Gelenkachse kann relativ zur Anbindungsfläche in einem spitzen Winkel a von etwa 2° bis etwa 5° geneigt sein. Dadurch erstreckt sich der Schwenkarm in der Betriebsstellung leicht nach oben und dreht sich bei Nichtbenutzung durch die Wirkung der Schwerkraft selbsttätig aus der Betriebsstellung in eine Ruhestellung, also in eine
Stellung rechts oder links nächst der Befestigungsfläche.
Das Gelenk kann derart ausgebildet sein, dass der Schwenkarm von einer ersten Ruhestellung zu einer zweiten Ruhestellung über einen Schwenkbereich von etwa 90°
bis etwa 360°, insbesondere etwa 180° bis etwa 270°, drehbar ist.
Es kann vorgesehen sein, dass der Schwenkarm eine linear ausziehbare Teleskopschiene mit Gleitlager-, Kugel-, Rollen- oder Linearführungen aufweist. Dadurch kann der Aktionsradius der Haltevorrichtung erweitert werden und der Schwenkarm kann der flexiblen Leitung um eine größere Distanz folgen.
Die Teleskopschiene kann beispielsweise um eine Länge von etwa 60cm bis etwa 150cm ausziehbar sein, sodass die gesamte Länge des Schwenkarms um diese
Distanz verlängert werden kann.
Die Teleskopschiene kann relativ zur Gelenkachse in einem stumpfen Winkel ß von etwa 95° bis etwa 110° nach oben geneigt angeordnet sein. Dadurch wird zusätzlich zur Neigung der Gelenkachse relativ zur Anbindungsfläche erreicht, dass sich die Teleskopschiene aufgrund der Schwerkraft selbsttätig einzieht, wenn keine Zugkraft der
flexiblen Leitung vorliegt.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Schwenkarm, an seinem freien Ende einen Aufhängungspunkt, insbesondere in Form einer geschlitzten Öse mit einer eingesetzten Tülle und einem eingehängten Leitungshalter aufweist, um die flexible Leitung zu halten. Durch eine Öse mit großer Öffnung und einen Leitungshalter mit beispielsweise einem textilen Gewebeband wird ein kegelförmiger Wirkbereich und eine möglichst freie Bewegung der flexiblen Leitung gewährleistet. Durch die spezielle Ausführung der Aufnahme einer Tülle in einer geschlitzten Öse am Schwenkarm wird das Überlastverhalten entsprechend der erforderlichen Losbrechkraft dimensioniert. Die Ausnehmung der Öse am Tragarm kann kreisförmig, elliptisch, tropfenförmig oder in einer anderen Geometrie ausgeführt sein. Wesentlich ist die Gestaltung des Schlitzes in
Verbindung mit der Auswahl der Tülle und des Leitungshalters.
Erfindungsgemäß können die Tülle und der Leitungshalter als 2 getrennte Bauteile oder
als 1 integriertes Bauteil ausgeführt sein.
Die Erfindung betrifft ferner eine Versorgungseinrichtung zur Versorgung eines Verbrauchers, insbesondere Elektro-Ladestation oder Tankstelle für Fahrzeuge, umfassend eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung. Eine derartige Versorgungseinrichtung kann einen Leitungsanschluss und eine am Leitungsanschluss angeschlossene flexible Leitung umfassen, wobei die Leitung über einen Leitungshalter am Schwenkarm der erfindungsgemäßen mechanischen Überlastschutzeinrichtung
flexibel gehalten ist.
Weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben sich aus den Patentansprüchen, der
Beschreibung der Ausführungsbeispiele und den Figuren.
Die Erfindung wird anhand eines nicht-ausschließlichen Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1a — 1d: schematische Ansichten einer Ausführungsform einer Haltevorrichtung; Fig. 2a — 2b: schematische Ansicht der erfindungsgemäßen mechanischen
Überlastschutzeinrichtung zur Aufnahme einer flexiblen Leitung
Fig. 1a zeigt eine schematische Draufsicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung für eine (nicht dargestellte) flexible Leitung, wobei die Haltevorrichtung auf einer vertikal verlaufenden, schematisch dargestellten Befestigungsfläche 12 angeordnet ist. Die Haltevorrichtung umfasst einen Schwenkarm 1, einen Lagerbügel 2 und ein Gelenk 3, wobei der Schwenkarm 1 über das Gelenk 3
um einen Winkel von etwa 180° drehbar mit dem Lagerbügel 2 verbunden ist. Im gegenständlichen Ausführungsbeispiel hat der der Schwenkarm 1 zwei
Ruhestellungen 5a, 5b, in denen er an der Befestigungsfläche 12 anliegt, und eine
Betriebsstellung 6, in der er im Wesentlichen 90° von der Befestigungsfläche 12
absteht. Der Schwenkarm 1 ist in der Betriebsstellung 6 dargestellt und erstreckt sich im Wesentlichen normal zur Befestigungsfläche 12. Der schraffierte Bereich bezeichnet die Bewegungsfläche des Aufhängungspunktes 9 ausgehend von der Betriebsstellung 6 zu einer linken Ruhestellung 5a oder zu einer rechten Ruhestellung 5b. In den Ruhestellungen 5a, 5b liegt der Schwenkarm 1 flach an der Befestigungsfläche 12 an
und erstreckt sich parallel zu dieser.
Der Schwenkarm 1 verfügt in diesem Ausführungsbeispiel über eine linear ausziehbare Teleskopschiene 8 mit Gleitlager-, Kugel- oder Rollenführungen, wobei die Teleskopschiene 8 um eine Länge von etwa 60cm ausziehbar ist. Dargestellt ist die Teleskopschiene 8 im voll ausgezogenen Zustand. Die Teleskopschiene 8 weist an ihrem freien Ende einen Aufhängungspunkt 9 in Form einer geschlitzten Öse mit einer Tülle Leitungshalter 10 auf, um die flexible Leitung zu halten. Diese Tülle ist in einer geschlitzten Öse des Schwenkarmes eingesetzt, sodass diese bei Überschreitung der definierten Losbrechkraft durch die Öffnung nach unten austreten kann, ohne die Haltevorrichtung zu überlasten oder zu beschädigen. Die Tülle ist aus einem flexiblen Material (z.B. Gummi) ausgeführt, um Schäden auf darunterliegende Personen oder Sachgüter zu vermeiden. Dieser Vorgang ist reversibel und die Tülle kann nach einem
Überbelastungsvorfall wieder verwendet werden.
Fig. 1b zeigt eine schematische dreidimensionale Ansicht der Ausführungsform der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung aus Fig. 1a. Die Haltevorrichtung umfasst einen Schwenkarm 1, einen Lagerbügel 2 und ein Gelenk 3 mit einer Gelenkachse 4, wobei der Schwenkarm 1 über das Gelenk 3 drehbar mit dem Lagerbügel 2 verbunden ist. Der Lagerbügel 2 weist einen Wandschenkel und zwei Tragschenkel auf, wobei an der Rückseite des Wandschenkels eine Anbindungsfläche 7 vorgesehen ist. An den beiden Tragschenkeln des Lagerbügels 2 ist ein Gelenk 3 zur drehbaren Lagerung des Schwenkarms 1 vorgesehen. Das Gelenk 3 verfügt über je eine Lagerstelle an jedem Tragschenkel.
Die Gelenkachse 4 verläuft nicht parallel zur Anbindungsfläche 7, sondern in einem spitzen Winkel a von etwa 2° bis etwa 5° geneigt zu dieser, sodass der Schwenkarm 1
in der Betriebsstellung 6 nach oben geneigt ist und sich bei Nichtbenutzung durch die
Schwerkraft selbsttätig aus der Betriebsstellung 6 in eine der beiden Ruhestellungen
5a, 5b bewegt. Die flexible Leitung ist in den Figuren nicht dargestellt.
Dargestellt ist die linear ausziehbare Teleskopschiene 8 mit Gleitlager-, Kugel- oder Rollenführungen, welche in der Figur auf eine Länge von etwa 130cm ausgezogen ist. Am Ende der Teleskopschiene 8 ist der Aufhängungspunkt 9 in Form einer Öse 9 mit einem Leitungshalter 10 vorgesehen, um die flexible Leitung zu halten.
Wird die flexible Leitung in den Leitungshalter 10 eingehängt und beispielsweise an ein Elektrofahrzeug angeschlossen, so folgt der Schwenkarm 1 und die Teleskopschiene 8 den Zugkräften der flexiblen Leitung.
Der Schwenkarm 1 und die Teleskopschiene 8 sind derart ausgebildet, dass sie sich in der in Fig. 1a dargestellten Betriebsstellung in einem stumpfen Winkel ß von etwa 95° bis etwa 110° zur Gelenkachse 4 des Lagerbügels 2 erstrecken. In der Betriebsstellung ist die Teleskopschiene 8 infolge der Zugkraft der flexiblen Leitung in entsprechender Länge ausgefahren. Wird die flexible Leitung nach dem Versorgungs- bzw. Ladevorgang vom Fahrzeug entfernt, geht die horizontale Komponente der Zugkraft gegen null und aufgrund der Neigung des Winkels ß zieht sich die Teleskopschiene 8 auf ihre kleinste Länge durch die Schwerkraftwirkung zurück. Dieser Selbsteinzug
erfolgt ohne Feder oder Aktuator.
Fig. 1c und Fig. 1d zeigen eine schematische Seitenansicht und Draufsicht auf die Haltevorrichtung im eingefahrenen Zustand der Teleskopschien 8. Hier hat der Schwenkarm 1 eine Länge von etwa 70cm. Der Lagerbügel 2 weist einen Wandschenkel und zwei Tragschenkel auf, wobei sich die Anbindungsfläche 7 an der Rückseite des Wandschenkels befindet. Es ist ein Gelenk 3 mit einer Gelenkachse 4
zur drehbaren Lagerung des Schwenkarms 1 vorgesehen.
In diesem Ausführungsbeispiel erstrecken sich die beiden Tragschenkel in einem Winkel von etwa 90° vom Wandschenkel des Lagerbügels 2. Die Gelenkachse 4 ist in einem spitzen Winkel a von etwa 2° bis etwa 5°, beispielsweise etwa 4°, relativ zur Anbindungsfläche 7 geneigt, sodass der Schwenkarm 1 in der Betriebsstellung leicht
nach oben gerichtet ist. In anderen Ausführungsbeispielen kann vorgesehen sein, dass
sich die beiden Tragschenkel in einem Winkel von etwa 92° bis etwa 95° vom Wandschenkel des Lagerbügels 2 erstrecken. Dadurch wird erreicht, dass sich der Schwenkarm 1 selbsttätig von der Betriebsstellung durch die Schwerkraft in eine
Ruhestellung bewegt, sobald keine Belastung durch die Leitung erfolgt.
Die Teleskopschiene 8 ist am Schwenkarm 1 befestigt und verläuft entlang einer Auszugsrichtung, die in einem stumpfen Winkel ß von etwa 95° bis etwa 110°, beispielsweise etwa 97° zur Gelenkachse 4 nach oben geneigt ist. Dadurch ist sichergestellt, dass die Teleskopschiene 8 bei Nachlassen der horizontalen Zugkraft der flexiblen Leitung in den dargestellten eingefahrenen Zustand zurückkehrt. Am Ende der Teleskopschiene 8 ist eine Öse 9 und ein Leitungshalter 10 zur Halterung der flexiblen
Leitung vorgesehen.
Fig. 2a zeigt die Öse mit einer Geometrie, welche mit einer Breite B und einer Höhe H ausgeführt ist. Diese Maße können in gleicher Länge ausgeführt werden, sodass eine kreisrunde Öse entsteht. Abgewandelte Geometrien (kreisförmig, elliptisch, tropfenförmig,...) sind je nach gewünschter Auslösecharakteristik der Überlastsicherung auch möglich.
Wesentlich für die Überlastabsicherung ist der Bereich, in dem die Öse geöffnet ist und in Verbindung mit der Tülle (14) eine definierte Schwachstelle bildet. Die Länge L2 der Öffnung muss kleiner sein als die Länge B. Die Längen L1 und L3 müssen mindestens 10% der Länge B betragen, um eine teilweise formschlüssige Einfassung der Tülle zu ermöglichen. L1 und L3 können symmetrisch ausgeführt sein und ergeben zusammen
mit L2 die Summenlänge B.
Fig. 2b zeigt den Zusammengebauten Zustand der Überlastsicherung. Die Öffnung mit der Länge L2 wird durch die Tülle überbrückt, sodass die eingeleitete Kraft Fı durch einen Leitungshalter (10) in den Tragarm übertragen wird. Die Breite Bi des Leistungshalter muss hierfür kleiner als L2 sein. Durch die Verwendung eines elastischen Materials für die Tülle kommt es bei einer Überbelastung zu einer
Verformung, die in Kraftrichtung die Tülle aus der Öse ausgleiten lässt.
Die geringste Losbrechkraft ist in Richtung der Schwachstelle der Öse gegeben. Diese Kraft nimmt mit abweichenden Winkel zur Schwachstelle der Öse immer weiter zu, bis
dass die Überlastsicherung ihre vollständige Wirkung verliert.
Bei Überschreitung der Losbrechkraft kommt es zu einer elastischen Verformung der
Tülle und der Leitungshalter wird gemeinsam mit der Tülle aus der Öse ausgezogen.
Fig. 2c zeigt eine schematische Seitenansicht auf die Haltevorrichtung im ausgefahrenen Zustand der Teleskopschiene 8. Die Bauteile der mechanisches
Überlastsicherung werden in Explosionsdarstellung dargestellt.
Die Erfindung beschränkt sich jedoch nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel, sondern umfasst sämtliche Haltevorrichtungen und Versorgungseinrichtungen im
Rahmen der nachfolgenden Patentansprüche.
Bezugszeichenliste
1 Schwenkarm
2 Lagerbügel
3 Gelenk
4 Gelenkachse
5a Erste Ruhestellung
5b Zweite Ruhestellung
6 Betriebsstellung
7 Anbindungsfläche 8 Teleskopschiene
9 Aufhängungspunkt
10 Leitungshalter
11 Eckverbinder
12 Befestigungsfläche 13 Öse
14 Tülle
Patentansprüche
1. Mechanische Überlastschutzeinrichtung für eine flexible Leitung, umfassend einen zum Halten der flexiblen Leitung ausgebildeten Schwenkarm (1), einen Aufhängungspunkt (9) in Form einer Öse zur Aufnahme einer flexiblen Leitung dadurch gekennzeichnet, dass die Öse an einer Stelle geöffnet ist und so eine definierte Schwachstelle bildet.
2. Mechanische Überlastschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Tülle (14) den unterbrochenen Bereich der Öse (13) überbrückt und so bei Überbelastung durch elastische Verformung der Tülle durch den geschlitzten Bereich durchgleiten kann.
3. Mechanische Überlastschutzeinrichtung nach Anspruch 1 und Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Leitungshalter die auf den flexiblen Leiter wirkende Kraft auf die Tülle überträgt und bei Überbelastung aus der geschlitzten Öse ausgleiten kann.
4. Mechanische Überlastschutzeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tülle aus einem elastischem Material (z.B. Gummi) ausgeführt ist, um Schäden auf darunterliegende Personen oder Sachgüter zu vermeiden.
5. Mechanische Überlastschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung der Öse in Auslöserichtung orientiert ist.
6. Mechanische Überlastschutzeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschnitt der Öse kreisförmig, elliptisch oder in jeder weiteren beliebigen Kontur ausgeführt sein kann.
7. Mechanische Überlastschutzeinrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Tülle und der Leitungshalter einteilig ausgeführt sein können.
8. Mechanische Überlastschutzeinrichtung nach Anspruch 1 bis Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der dieser derart dimensioniert ist, sodass es zu keiner plastischen Verformung der tragenden Teile kommt und alle Teile wiederverwendet werden können.
9. Mechanische Überlastschutzeinrichtung zur Versorgung eines Verbrauchers, insbesondere Elektro-Ladestation oder Tankstelle für Fahrzeuge, umfassend eine Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungseinrichtung einen Leitungsanschluss und eine am
Leitungsanschluss angeschlossene flexible Leitung umfasst, wobei die Leitung über den Leitungshalter (10) am Schwenkarm (1) flexibel gehalten ist.

Claims (8)

Patentansprüche
1. Mechanische Überlastschutzeinrichtung für eine flexible Leitung, umfassend einen zum Halten der flexiblen Leitung ausgebildeten Schwenkarm (1), einen Aufhängungspunkt (9) in Form einer Öse (13) zur Aufnahme einer flexiblen Leitung dadurch gekennzeichnet, dass die Öse (13) an einer Stelle geöffnet ist und so eine definierte Schwachstelle bildet und dass eine Tülle (14) den unterbrochenen Bereich der Öse (13) überbrückt und so bei Überbelastung durch elastische Verformung der Tülle (14) durch den geschlitzten Bereich durchgleiten kann.
2. Mechanische Überlastschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Leitungshalter (10) in die Tülle (14), die in die geschlitzte Öse (13) eingesetzt ist, eingehängt ist und die flexible Leitung hält und die auf den flexiblen Leiter wirkende Kraft auf die Tülle (14) überträgt und bei Überbelastung aus der geschlitzten Öse (13) ausgleiten kann.
3. Mechanische Überlastschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tülle (14) aus einem elastischem Material (z.B. Gummi) ausgeführt ist, um Schäden auf darunterliegende Personen oder Sachgüter zu vermeiden.
4. Mechanische Überlastschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung der Öse (13) in Auslöserichtung orientiert ist.
5. Mechanische Überlastschutzeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschnitt der Öse (13) kreisförmig, elliptisch oder in jeder weiteren beliebigen Kontur ausgeführt sein kann.
6. Mechanische Überlastschutzeinrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Tülle (14) und der Leitungshalter (10) einteilig ausgeführt sein können.
7. Mechanische Überlastschutzeinrichtung nach Anspruch 1 bis Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die geschlitzte Öse (13) und die Tülle (14) eine Losbrechkraft definieren, bei deren Überschreitung sich die Tülle (14) elastisch verformt und, insbesondere gemeinsam mit dem Leitungshalter (10), aus der Öse (13) gezogen wird, sodass es zu keiner plastischen Verformung der tragenden Teile kommt und alle Teile wiederverwendet werden können.
8. Mechanische Überlastschutzeinrichtung zur Versorgung eines Verbrauchers, insbesondere Elektro-Ladestation oder Tankstelle für Fahrzeuge, umfassend eine
18/19 ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungseinrichtung einen Leitungsanschluss und eine am Leitungsanschluss angeschlossene flexible Leitung umfasst, wobei die Leitung über den Leitungshalter (10) am Schwenkarm (1) flexibel gehalten ist.
19/19 ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
ATA50041/2024A 2023-11-21 2024-01-23 Mechanische Überlastschutzeinrichtung AT527965A1 (de)

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Citations (4)

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CN204809812U (zh) * 2014-12-15 2015-11-25 上海兆邦电力器材有限公司 折损型护杆装置
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