AT528018B1 - Technische Trocknung von Bauwerksteilen - Google Patents
Technische Trocknung von BauwerksteilenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bauteiltrocknung eines Bauwerks, insbesondere zur Trocknung einer Fußbodenkonstruktion (1). Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst die folgenden Verfahrensschritte: - Bereitstellen einer Luft-Einströmöffnung (11); - Bereitstellen einer Luft-Ausströmöffnung (12); - Einströmen von Trockenluft in die Luft-Einströmöffnung (11), sodass Feuchtigkeit der Fußbodenkonstruktion (1) von der Trockenluft aufgenommen und aus der Luft- Ausströmöffnung (12) ausgetragen wird; - Vollständiges Verschließen und im Speziellen abdichtendes Verschließen der Luft-Ausströmöffnung (12) mit einem HEPA-Filter (2), insbesondere mit einem HEPA-Filter (2) der Klasse H13, wobei die Luft-Ausströmöffnung (12) von einer Randfuge (9) der Fußbodenkonstruktion (1) gebildet wird und der HEPA-Filter (2) als HEPA-Filterband (3) mit einer Dicke von wenigstens 2 mm bereitgestellt wird, wobei die Randfuge (9) mit dem HEPA-Filterband (3), vollständig verschlossen wird, wobei das HEPA-Filterband (3) an einer Seitenfläche (15) einen Klebestreifen (14) aufweist, wobei das HEPA-Filterband (3) beim Verschließen der Randfuge (9) mittels des Klebestreifens (14) an, der Randfuge (9) nächstliegenden Bauwerksteilen (10) positionsfixiert wird, und wobei das HEPA-Filterband (3) wenigstens abschnittsweise eine Klebeschicht (13) aufweist, sodass das HEPA-Filterband (3) beim Verschließen der Randfuge (9) relativ zur Luft-Ausströmöffnung (12) mittels der Klebeschicht (13) positionsfixiert wird.
Description
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bauteiltrocknung eines Bauwerks, insbesondere zur Trocknung einer Fußbodenkonstruktion und ein HEPA-Filterband zur Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren.
[0002] Der derzeitige Stand der Technik zu Verfahren, die für die technische Trocknung bzw. die Bauteiltrocknung insbesondere von Bodenaufbauten und darin befindlichen Hohlräumen bzw. Fußbodenkonstruktionen im Allgemeinen, umfasst die folgenden gängigen Ausgestaltungsformen.
[0003] Als erste Ausgestaltungsform ist eine Trocknung im Überdruckverfahren bekannt. Dabei wird Trockenluft, die mittels einer Lufttrocknungsanlage bereitgestellt wird, durch eine Luft-Einströmöffnung in die Fußbodenkonstruktion eingebracht. Die eingebrachte Trockenluft nimmt Feuchtigkeit der Fußbodenkonstruktion auf. Die Trockenluft mit darin absorbierter Feuchtigkeit entweicht über Randfugen zwischen der FuRbodenkonstruktion und daran angrenzenden bzw. nächstliegenden Bauwerksmauern, wobei die Randfugen vorab der Trocknung freigelegt wurden. Eine Randfuge wird beispielsweise freigelegt, indem Sesselleisten als auch Dämmstreifen bzw. Estrich-Dämmstreifen entfernt werden. Nachteilig bei dieser ersten Ausgestaltungsform ist, dass die Trockenluft mit darin absorbierter Feuchtigkeit auch Mikroorganismen und im Speziellen Sporen, Schimmel und Schadstoffe aus der Fußbodenkonstruktion mitführen kann, die insbesondere auf Grund der, in der Fußbodenkonstruktion enthaltenen Feuchtigkeit erwachsen sind und/oder in der Feuchtigkeit gelöst wurden, die mit der Trockenluft aus der Fußbodenkonstruktion ausgetragen wird. Diese Mikroorganismen, Sporen, Schadstoffe und Ähnliches werden bei dieser möglichen Ausführungsform mit der Trockenluft aus der Randfuge oder einer Luft-Ausströmöffnung ausgetragen, was zu einer Schadstoffbeladung der Raumluft eines Raumes führt, in welchem Raum diese Form der Trocknung eingesetzt wird. Unter einer Schadstoffbelastung ist in diesem Sinne und im weiteren Verlauf dieser Schrift eine Belastung durch Stoffe gemeint, die dem menschlichen Organismus schaden können. Im Speziellen ist diese erste Ausgestaltungsform der Trocknung nicht für Innenräum der Nutzungsklasse | und Il geeignet (vgl. „Leitfaden zur technischen Bauteiltrocknung“, Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Wien, 2019). Eine gattungsgemäße Ausführungsform wird beispielsweise in DE10118838C1, DE19914846A1 oder EP0801720B1 offenbart.
[0004] Als zweite Ausgestaltungsform ist eine Trocknung im Unterdruckverfahren bekannt. Dabei wird feuchte Luft aus der FuRßbodenkonstruktion aus einer Luft-Ausströmöffnung abgesaugt, durch einen Filter geleitet und der Umgebung übergeben. Dabei kann die feuchte Luft wahlweise oder in Kombination aus einzelnen Durchbrüchen durch die FuRbodenkonstruktion oder aus der Randfuge mit jeweils entsprechenden Vorrichtungen abgesaugt werden. Ein Nachteil dieser zweiten Ausgestaltungsform ist es, dass einerseits ein, gegenüber einem Überdruckverfahren erhöhter Energieeinsatz für eine entsprechende Luftentfeuchtungsanlage notwendig ist und andererseits, dass Hohlräume in der Fußbodenkonstruktion und im Speziellen die gesamte FuRbodenkonstruktion durch den anliegenden Unterdruck komprimiert werden, sodass die Entfeuchtung in dieser Form nicht nur energieaufwändiger sondern auch weniger effektiv als andere auf Überdruck basierende Formen der Trocknung ist. Weiters ist auch noch nachteilig, dass spezielle und unter Umständen aufwändig konstruierte Vorrichtungen zur Absaugung, insbesondere im Bereich der Randfuge, notwendig sein können. Eine gattungsgemäße Ausführungsform wird beispielsweise in DE202014100238U1 offenbart.
[0005] Als dritte Ausgestaltungsform ist eine Trocknung in Kombination als Überdruck- und Unterdruckverfahren bekannt. Dabei wird Trockenluft einerseits mittels einer Luftzufuhrvorrichtung in einen Durchbruch durch die Fußbodenkonstruktion eingebracht und andererseits Trockenluft mit darin absorbierter Feuchtigkeit mittels einer Luftabfuhrvorrichtung aus Durchbrüchen und/ oder der Randfuge mit entsprechenden Vorrichtungen, die die jeweiligen Durchbrüche und/oder die Randfuge abdecken, abgesaugt und gegebenenfalls vor Abfuhr mittels der Luftabfuhrvorrichtung gefiltert. Bei dieser bekannten dritten Ausgestaltungsform erweist sich ein hoher Geräte- und
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Betreuungsaufwand als nachteilig. Weiters wird bei dieser Form der Trocknung weiterhin die Raumluft mit Schadstoffen kontaminiert, sofern die Randfuge nicht vollständig gegenüber dem Raum, in welchem die Fußbodenkonstruktion entfeuchtet wird, abgedichtet ist oder eben durch Vorrichtungen in Wirkverbindung mit der Luftabfuhrvorrichtung abgedeckt und abgedichtet ist. Eine derartige Abdichtung ist weiters dahingehend nachteilig, da dadurch zumindest bereichsweise eine Kopplung der Fußbodenkonstruktion mit nächstliegenden Wänden bzw. Bauteilen hergestellt wird, was zu einer Verminderung der Trittschalldämmung führt. Eine gattungsgemäße Ausführungsform wird beispielsweise in WO03016647A1 oder DE19716230A1 offenbart.
[0006] Als Verbesserung der vorhergehend genannten Ausführungsform kann die aus der Fußbodenkonstruktion abgesaugte Trockenluft mit darin absorbierter Feuchtigkeit auch in die Umgebung außerhalb eines Raumes, in welchem die Trocknung der FuRbodenkonstruktion stattfindet, abgeleitet werden. Dennoch verbleiben die übrigen Nachteile eines derartigen verbesserten Verfahrens der bekannten dritten Ausführungsform einer technischen Trocknung.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und ein Verfahren sowie ein HEPA-Filterband zur Verwendung in dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Verfügung zu stellen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren und ein HEPA-Filterband gemäß den Ansprüchen gelöst.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Bauteiltrocknung eines Bauwerks, insbesondere
zur Trocknung einer Fußbodenkonstruktion und/oder einer Fußboden-Unterkonstruktion der Fuß-
bodenkonstruktion, wobei die FuRßbodenkonstruktion einen Bodenbelag und die FuRboden-Unterkonstruktion umfasst, umfasst die folgenden Verfahrensschritte:
- Bereitstellen einer Luft-Einströmöffnung, wobei die Luft-Einströmöffnung als ein Durchbruch durch wenigstens den Bodenbelag der Fußbodenkonstruktion und im Speziellen durch zumindest eine Schicht der FuRboden-Unterkonstruktion ist;
- Bereitstellen einer Luft-Ausströmöffnung, wobei die Luft-Ausströmöffnung vorzugsweise als ein weiterer Durchbruch durch wenigstens den Bodenbelag der Fußbodenkonstruktion und im Speziellen durch die gesamte FuRbodenkonstruktion bereitgestellt wird;
- Einströmen von Trockenluft in die Luft-Einströmöffnung mittels einer Luftzufuhreinrichtung einer Luftenfeuchtungsanlage, sodass Feuchtigkeit der Fußbodenkonstruktion von der Trockenluft aufgenommen bzw. absorbiert und gemeinsam mit der Trockenluft aus der Luft-AusströmÖffnung ausgetragen wird;
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren den folgenden Verfahrensschritt umfasst:
- Vollständiges Verschließen und im Speziellen abdichtendes Verschließen der Luft-AusströmÖffnung mit einem HEPA-Filter, insbesondere mit einem HEPA-Filter H13.
[0010] Eine Fußboden-Unterkonstruktion kann im Sinne der Erfindung mehrere Schichten, wie beispielsweise eine Dämmschicht und eine Schicht aus Estrich bzw. Estrichbeton umfassen. Unter einer FuRbodenkonstruktion ist im Sinne der Erfindung gleichermaßen auch eine Deckenkonstruktion zu verstehen. Damit ist gemeint, dass der Begriff Fußbodenkonstruktion fortlaufend Ssynonym auch durch den Begriff Deckenkonstruktion ersetzbar ist, da jedenfalls beides Bauteile eines Bauwerks sind, wobei eine Fußbodenkonstruktion beispielsweise in einem Erdgeschoß eines Gebäudes lokalisierbar und wobei eine Deckenkonstruktion beispielsweise in einem Zwischenstock oder Obergeschoß eines Gebäudes lokalisierbar ist.
[0011] Unter Trockenluft ist im Sinne der Erfindung Luft mit einem geringen Anteil an relativer Luftfeuchte zu verstehen, wobei die Erfindung jedoch nicht auf bestimmte Wertebereiche des Feuchtegehaltes oder auch nicht bezüglich der Temperatur der Trockenluft beschränkt sein soll.
[0012] Der Begriff HEPA ist eine Abkürzung für High Efficiency Particulate Air und betrifft eine Bezeichnung für besonders leistungsfähige Luftfiter. HEPA-Filter können bis zu 99,95% der Schwebstoffe aus Luft entfernen. Derartige Schwebstoffe umfassen beispielsweise Staub, Hausstaubmilben, Schimmelsporen, Pollen, Bakterien oder Ähnliche Schadstoffe. Die Bezeichnung H13 ist eine Klassifizierung für HEPA-Filter, die nach der europäischen Norm EN 1822 genormt
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ist. Sie gibt an, wie effizient der Filter Schwebstoffe aus der Luft entfernt. Ein HEPA-Filter H13 filtert mindestens 99,95% der Schwebstoffe mit einer Größe von 0,3 um oder größer aus der Luft.
[0013] Bei erfindungsgemäßem Verfahren werden jedenfalls sämtliche Luft-Ausströmöffnungen eines Bereiches, der für die technische Trocknung einer Bauwerkskomponente vorgesehen ist, mit einem HEPA-Filter, vorzugsweise mit einem HEPA-Filter H13 bedeckt bzw. vollständig und insbesondere abdichtend verschlossen. Somit wird feuchte Luft bzw. Trockenluft mit darin absorbierter Feuchte, die aus der Fußbodenkonstruktion aufgenommen worden ist, gefiltert, wodurch die Schadstoffbelastung der Raumluft eines Raumes, in welchem die technische Trocknung durchgeführt wird, mit Mikroorganismen, Schimmelsporen und ähnlichen Schadstoffen verhindert bzw. wenigstens hinreichend vermindert wird.
[0014] Weiters auf Grund des nunmehr sicher anwendbaren Überdruckverfahrens Zwischenräume und Poren in der Fußboden-Unterkonstruktion nicht durch Unterdruck zusammengepresst bzw. zusammengedrückt, sondern durch Einpressen von Trockenluft aktiv belüftet und durchbzw. umspült, sodass die Feuchtigkeitsaufnahme in der Trockenluft verbessert ist und das Austrocknen der Unterkonstruktion beschleunigt wird. So kann auch eine Luftzufuhrvorrichtung der Lufttrocknungsanlage kann beliebig positioniert werden, da die Luft-Zuströmöffnung entsprechend positionierbar ist.
[0015] Weiters entfällt auf Grund des erfindungsgemäßen Verfahrens eine sonst notwendige Abdichtung von weiteren Luft-Ausströmöffnungen wie beispielsweise einer Randfuge eine Fußbodenkonstruktion nach der technischen Trocknung der Fußbondenkonstruktion.
[0016] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Luft-Ausströmöffnung von einer Randfuge der Fußbodenkonstruktion gebildet wird und der HEPA-Filter als HEPA-Filterband mit einer Dicke von wenigstens 2 mm bereitgestellt wird, wobei die Randfuge mit dem HEPA-Filterband, insbesondere mit einem HEPA-Filterband H13, vollständig verschlossen wird, wobei das HEPA-Filterban naturgemäß weiterhin luftdurchlässig ist, sodass die Randfuge dementsprechend luftdurchlässig verschlossen wird. Dabei kann die Randfuge vor dem Verschließen durch Entfernen von Sesselleisten und Randdämmstreifen freigelegt werden.
[0017] Unter einem Band bzw. dem HEPA-Filterband ist in diesem Zusammenhang ein HEPAFilter zu verstehen, dessen längenmäßige Ausdehnung ein Vielfaches dessen Breite entspricht. Insbesondere kann ein derartiges HEPA-Filterband als Meterware und in Form eines aufgerollten HEPA-Filterbandes als HEAP-Filterband-Rolle bereitgestellt werden. So kann die Randfuge auf einfache Weise mit dem HEPA-Filterband bedeckt und verschlossen werden.
[0018] Jedenfalls ergibt sich durch die Einbeziehung der Randfuge als Luft-Ausströmöffnung der Vorteil, dass kein neuer Durchbruch als Luft-Ausströmöffnung vorgesehen werden muss. Weiters ergibt sich der Vorteil, dass die Randfuge nicht abgedichtet werden muss, was weitreichende negative Folgen, wie beispielsweise die Schallkopplung zwischen Fußbodenkonstruktion und nächstliegender Bauwerkswandung hätte.
[0019] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Verschließen der Randfuge die folgenden Teil-
schritte umfasst:
- Positionieren des HEPA-Filterbands über der Randfuge, wobei das HEPA-Filterband eine Breite aus einem Bereich umfassend 150 % bis 350 %, insbesondere eine Breite von 200 %, relativ zu einer maximalen Randfugenbreite aufweist, wobei das HEPA-Filterband vorzugsweise die gesamte Randfugenbreite überdeckend und die Randfuge in eine Breitenrichtung des HEPA-Filterbandes überbrückend positioniert wird;
- Einkeilen oder in Längsrichtung des HEPA-Filterbandes wiederholtes abschnittsweises Hineindrücken des HEPA-Filterbandes in die Randfuge mittels einem Werkzeug, sodass das HEAP-Filterband vorzugsweise V-förmig in der Randfuge eingekeilt und/oder darin positionsfixiert wird. Dadurch wird ein abdichtendes Verschließen der Randfuge erreicht, sodass der Austritt von Schadstoffen weiter minimiert wird.
[0020] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der HEPA-Filter wenigstens abschnittsweise eine Klebeschicht aufweist, sodass der HEPA-Filter beim Verschließen der Luft-Ausströmöffnung re-
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lativ zur Luft-Ausströmöffnung mittels der Klebeschicht positionsfixiert wird. Dadurch wird das vollständige Verschließen der Luft-Ausströmöffnung bzw. der Randfüge präzisiert und für einen Benutzer vereinfacht.
[0021] Erfindungsgemäß ist auch noch vorgesehen, dass das HEPA-Filterband an einer Seitenfläche einen Klebestreifen aufweist, wobei das HEPA-Filterband beim Verschließen der Randfuge mittels des Klebestreifens an, der Randfuge nächstliegenden Bauwerksteilen positionsfixiert wird. Dadurch wird wiederum das vollständige Verschließen der Luft-Ausströmöffnung bzw. der Randfüge präzisiert und für einen Benutzer vereinfacht.
[0022] Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass ein vorhandener Randdämmstreifen oder Reste eines Randdämmstreifens vor dem Verschließen der Randfuge aus der Randfuge entfernt wird bzw. werden. Dadurch kann das HEPA-Filterband tiefer in die Randfuge eindringen und so dessen abschirmende Wirkung gegenüber unerwünschtem Austritt von Schadstoffen vermindert werden.
[0023] Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn das HEPA-Filterband nach einer Trockenlegung der Fußbodenkonstruktion in der Randfuge zurückgelassen wird, wobei die Randfuge nach der Trockenlegung unversiegelt belassen wird. Unter dem Begriff unversiegelt ist in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass die Randfuge nicht mit einem dichtenden Stoff verschlossen wird. Jedenfalls wird somit erreicht, dass das HEPA-Filterband nach der Trockenlegung als Dämmstreifen fungiert und so die Trittschalldämmung der Fußbodenkonstruktion durch die technische Trocknung nicht negativ beeinflusst wurde, da das HEPA-Filterband eine Dämmwirkung aufweist und so die Übertragung von Körperschall auf eine nächstliegende Bauwerkswand unterbunden wird. Des Weiteren wird auch noch verhindert, dass Sporen, Mikroorganismen oder andere Schadstoffe nach der technischen Trocknung aus der Fußboden-Unterkonstruktion entweichen können.
[0024] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Trockenluft mit darin adsorbierter bzw. aufgenommener Feuchtigkeit der Fußbodenkonstruktion zumindest teilweise aus der Luft-Ausströmöffnung mittels eines Luftabfuhrsystems der Luftentfeuchtungsanlage abgesaugt wird. Dadurch wird die Effektivität der technischen Trocknung verbessert.
[0025] Die Erfindung betrifft weiters noch ein HEPA-Filterband zur Verwendung im vorhergehend beschriebenen Verfahren, wobei das HEPA-Filterband an einer Seitenfläche einen Klebestreifen aufweist. Dadurch kann das HEPA-Filterband komfortabel und gleichzeitig präzise in Bezug auf die Luft-Ausströmöffnung(en) bzw. in Bezug auf die Randfuge positionsfixiert werden, um beispielsweise die Randfuge vollständig zu überbrücken und darauffolgend in der Luft-Ausströmöffnung bzw. der Randfuge eingeklemmt zu werden.
[0026] Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass das HEPAFilterband eine Breite aus einem Bereich umfassend 20 mm bis 180 mm, insbesondere eine Breite von 120 mm, aufweist, wobei das HEPA-Filterband im Speziellen als Meterware in Form einer HEPA-Filterband-Rolle bereitstellbar ist. Dadurch kann das HEPA-Filterband für eine Vielzahl von Innenräumen bei einer technischen Trocknung verwendet werden. Weiters ist die Handhabung desselben durch Bereitstellung als HEPA-Filterband-Rolle verbessert. Die Stärke des Estrichs kann beispielsweise um 60 mm betragen, sodass es besonders vorteilhaft sein kann, wenn das HEPA-Filterband eine Breite von 120 mm aufweist. So kann das HEPA-Filterband durch Falten und Hineindrängen in der Randfuge klemmend positionsfixiert werden, wobei somit eine überwiegende Tiefe der Randuge mit dem HEPA-Filterband ausgefüllt wird.
[0027] Vorteilhafterweise kann auch noch vorgesehen sein, dass das HEPA-Filterband eine Dicke aus einem Bereich umfassend 2 mm bis 12 mm, insbesondere eine Dicke von 6 mm, aufweist. So kann durch faltendes Hineindrängen des HEPA-Filterbands eine Randfugen-Breite von wenigstens 4 mm bis 24 mm verschlossen werden, wobei das HEPA-Filterband naturgemäß auch in gewissen Grenzen kompressibel ist, sodass die Klemmwirkung in der Randfuge verbessert ist.
[0028] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
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[0029] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
[0030] Fig. 1 einen ersten Querschnitt durch eine Fußbodenkonstruktion und durch ein HEPAFilterband;
[0031] Fig. 2 einen zweiten Querschnitt durch eine Fußbodenkonstruktion und durch ein HEPAFilterband;
[0032] Fig. 3 ein Querschnitt durch eine mögliche Ausgestaltungsform eines HEPA-Filters bzw. eines HEPA-Filterbandes;
[0033] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0034] In den Fig. 1 und Fig. 2 ist jeweils ein beispielhafter und schematisch dargestellter Querschnitt durch eine mögliche Fußbodenkonstruktion 1 und durch einen HEPA-Filter 2 bzw. ein HEPA-Filterband 3 in Verwendung bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt. Weiters ist in der Fig. 3 ein Querschnitt durch eine mögliche Ausgestaltungsform eines HEPA-Filters 2 bzw. eines HEPA-Filterbandes 3 schematisch dargestellt. Die nachstehende Beschreibung ist in einer Zusammenschau der Fig. 1 bis Fig. 3 zu lesen und zu verstehen, wobei jeweils gleiche Bauteilbezeichnungen bzw. Bezugszeichen verwendet werden.
[0035] In den Darstellungen der Fig. 1 und Fig. 2 ist die FuRbodenkonstruktion 1 aufbauen auf einem Fundament 4 bzw. einer Geschoßdecke dargestellt, wobei die Fußbodenkonstruktion 1 beispielhaft einen Bodenbelag 5 und eine FuRboden-Unterkonstruktion 6 umfassen kann, wobei die Fußboden-Unterkonstruktion 6 ihrerseits mehrere Schichten, wie Beispielsweise eine Dämmschicht 7 und eine Schicht aus Estrich bzw. Estrichbeton 8 umfassen kann. Die FuRbodenkonstruktion 1 kann dabei durch eine Randfuge 9 zu einem nächstliegenden Bauwerksteil 10 beabstandet sein. Üblicherweise kann in der Randfuge 9 ein Randdämmstreifen bzw. ein Dämmstreifen vorgesehen sein, welcher die FuRbodenkonstruktion 1 vom nächstliegenden Bauwerksteil 10, das beispielsweise eine Bauwerksmauer sein kann, dämmend trennt, sodass unter anderem kein Trittschall von der Fußbodenkonstruktion 1 auf das nächstliegende Bauwerksteil 10 übertragen wird. Dieser Dämmstreifen ist in keiner der Fig. 1 und Fig. 2 dargestellt. Um die Randfuge 9 abzudecken, ist üblicherweise auch eine Sesselleiste vorgesehen, welche jedoch in keiner der Fig. 1 und Fig. 2 dargestellt ist.
[0036] Es kann nunmehr vorkommen, dass Teile der FuRbodenkonstruktion 1 oder insbesondere Teile der Fußboden-Unterkonstruktion 6 Feuchtigkeit auf Grund eines vorangegangenen Wasserschadens enthalten, welche Feuchtigkeit sich auf die FuRbodenkonstruktion 1 schadhaft auswirken kann, sodass die Feuchtigkeit ausgetragen werden muss. Um diese sogenannte technische Trocknung durchführen zu können, wird nachfolgend beschriebenes Verfahren vorgeschlagen.
[0037] Es gibt Luftentfeuchtungsanlagen, mittels welchen Trockenluft bereitstellbar ist. Um Trockenluft in die Fußbodenkonstruktion 1 einleiten zu können, kann eine Luft-Einströmöffnung 11 beispielsweise als Durchbruch durch wenigstens den Bodenbelag 5 der Fußbodenkonstruktion 1 und im Speziellen durch zumindest eine Schicht, insbesondere durch alle Schichten der Fußboden-Unterkonstruktion 6 vorgesehen bzw. bereitgestellt werden. Alternativ oder gegebenenfalls auch zusätzlich dazu kann die Luft-Einströmöffnung 11 beispielsweise bei einer technischen Trocknung eines Bauteils in einem Zwischenstock eines Gebäudes als Durchbruch durch eine Deckenkonstruktion bzw. durch eine Decke ausgebildet sein. Jedenfalls soll gewährleistet werden, dass Trockenluft im Bereich der Dämmschicht 7 durch die Luft-Einströmöffnung 11 bereitstellbar ist. Mittels einer Luftzufuhrvorrichtung der Luftentfeuchtungsanlage kann nunmehr Trockenluft bereitgestellt werden und in die Luft-Einströmöffnung 11 eingebracht werden. Unter Tro-
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Cckenluft ist in diesem Zusammenhang Luft mit einer niedrigen relativen Luftfeuchte zu verstehen, wobei das erfindungsgemäße Verfahren diesbezüglich nicht auf spezielle Wertebereiche einzuschränken ist. Vielmehr sind jeglicher herkömmliche Luftentfeuchtungsanlagen für das erfindungsgemäße Verfahren verwendbar.
[0038] Um die Trockenluft durch die Fußbodenkonstruktion 1 durchleiten zu können, muss weiters auch noch eine Luft-Ausströmöffnung 12 vorgesehen sein bzw. werden. Wie in vorliegendem Beispiel dargestellt, kann die Luft-Ausströmöffnung 12 von der Randfuge 9 gebildet sein, sofern ein möglicherweise vorhandener Estrich-Dämmstreifen als auch möglicherweise vorhandene Sesselleisten vorab der technischen Trocknung entfernt werden. Nunmehr kann die Trockenluft die FuRbodenkonstruktion 1 von der Luft-Einströmöffnung 11 zur Luft-Ausströmöffnung 12 durchströmen, sodass Feuchtigkeit aus der Fußbodenkonstruktion 1 von der Trockenluft adsorbiert bzw. aufgenommen wird und so aus der Fußbodenkonstruktion 1 aus der Luft-Ausströmöffnung 12 ausgetragen werden kann.
[0039] Da sich auf Grund der Feuchtigkeit in der Fußbodenkonstruktion 1 Schimmel, Mikroorganismen oder sonstige Schadstoffe gebildet haben könnten, ist es nicht sinnvoll, die Trockenluft mit darin absorbierter Feuchtigkeit und gegebenenfalls darin aufgenommenen Sporen, Schimmel oder Mikroorganismen frei durch die Luft-Ausströmöffnung 12 in einen Raum bzw. die Raumluft auszutragen. Dies würde zu einer Schadstoffbelastung der Raumluft führen und dem menschlichen Organismus schaden. Erfindungsgemäß wird daher die Luft-Ausströmöffnung 12 bzw. die Randfuge 9 mittels eines HEPA-Filters 2 bzw. im Spezillen mittels eines HEPA-Filterbandes 3 versiegelt bzw. vollständig verschlossen oder abdichtend verschlossen. Insbesondere kann dafür ein HEPA-Filter 2 bzw. eine HEPA-Filterband 3 der Klasse H13 verwendet werden.
[0040] Durch das vollständige Verschließen der Randfuge 9 bzw. aller Luft-Ausströmöffnungen 12 kann so verhindert werden, dass Schimmel, Sporen, Mikroorganismen oder sonstige Schadstoffe aus der Fußbodenkonstruktion 1 in einen Raum, in welchem die technische Trocknung durchgeführt wird, ausgetragen werden.
[0041] Das HEPA-Filterband 3 kann beispielsweise in Form einer HEPA-Filterband-Rolle vorliegen. Unter einem HEPA-Filterband ist in diesem Sinne ein HEPA-Filter zu verstehen, welcher längenmäßig eine vielfache Ausdehnung gegenüber seiner Breite aufweist. Ein derartiges Band kann eben als aufgewickelte Rolle bereitgestellt werden, wie dies beispielsweise auch bei einem Estrich-Dämmstreifen üblich ist. Um eine Randfuge 9 vollständig verschließen zu könne, kann beispielsweise ein derartiges HEPA-Filterband entlang der gesamten Länge einer Randfuge 9 derart aufgelegt werden, dass die Randfuge 9 vom HEPA-Filterband bedeckt ist. Dafür kann das HEPA-Filterband eine Breite aus einem Bereich umfassend 150 % bis 350 %, insbesondere eine Breite von 200 %, relativ zu einer maximalen Randfugenbreite aufweisen, sodass nunmehr vorzugsweise die gesamte Randfugenbreite vom HEPA-Filterband überdeckt wird, wobei die Randfuge 9 vom HEPA-Filterband 3 überbrückt wird. Jedenfalls zeigt Fig. 1 das HEPA-Filterband 3, wie dieses bezüglich der Randfuge 9 derart positioniert ist, dass es die Randfuge 9 überdeckt bzw. überbrückt.
[0042] Um den HEPA-Filter 2 bzw. das HEPA-Filterband 3 relativ zur Luft-Ausströmöffnung 12 bzw. zur Randfuge 9 fixieren zu können, kann der HEPA-Filter 2 beispielsweise wenigstens abschnittsweise eine Klebeschicht 13 aufweisen, sodass der HEPA-Filter 2 bzw. das HEPA-Filterband 3 beim Verschließen der Luft-Ausströmöffnung 12 bzw. der Randfuge 9 relativ zur LuftAusströmöffnung 12 bzw. zur Randfuge 9 mittels der Klebeschicht 13 positionsfixiert werden kann. Diese wenigstens abschnittsweise Klebeschicht 13 kann beispielsweise an einer Längsseite 16 des HEPA-Filters 2 bzw. des HEPA-Filterbandes 3 ausgebildet sein. Alternativ oder auch in Kombination dazu kann weiters vorgesehen sein, dass das HEPA-Filterband 3 bzw. der HEPAFilter 2 an einer Seitenfläche 15 einen Klebestreifen 14 aufweist, wobei das HEPA-Filterband 3 beim Verschließen der Randfuge 9 mittels des Klebestreifens 14 an, der Randfuge 9 nächstliegenden Bauwerksteilen 10 positionsfixiert werden kann. Eine mögliche Ausgestaltungsform des HEPA-Filters 2 bzw. des HEPA-Filterbandes 3 entsprechen der vorhergegangenen Beschreibung ist in Fig. 3 schematisch dargestellt. Es kann auch noch vorgesehen sein, dass wenigstens der
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Klebestreifen 14 mit einer abziehbaren Folie bedeckt ist, sodass der Klebestreifen 14, sofern das HEPA-Filterband 3 als HEPA-Filterband- Rolle bereitgestellt wird, vor Schmutz geschützt ist.
[0043] Um schließlich die Randfuge 9 verschließen zu könne, kann nunmehr das HEPA-Filterband 3, welches die Randfuge 9 bedeckend positioniert worden ist, mittels eines dafür geeigneten Werkzeugs, wie beispielsweise einer Spachtel, wiederholt abschnittsweise in die Randfuge 9 hineingedrückt werden, sodass das HEPA-Filterband 3 schließlich V-fömig in der Randfuge 9 eingekeilt ist und so die Randfuge 9 vollständig verschließt. Dieser Zustand ist in Fig. 2 schematisch dargestellt.
[0044] So wird schließlich vermieden, dass Schadstoffe aus einer feuchten Fußbodenkonstruktion 1 bei der technischen Trocknung in die Raumluft gelangen.
[0045] Alternativ zu vorhergegangener Beschreibung kann auch vorgesehen sein, dass als LuftAusströmöffnung(en) 12 alternativ zur Randfuge 9 eine oder weitere Luft-Ausströmöffnung(en) 12 als Durchbruch bzw. Durchbrüche durch die Fußbodenkonstruktion 1 oder wenigstens durch den Bodenbelag 5 vorgesehen sind, die ihrerseits jeweils mittels eines HEPA-Filters 2, also gegebenenfalls nicht mittels eines HEPA-Filterbandes 3, abgedeckt und somit verschlossen werden.
[0046] Es kann schließlich auch noch vorgesehen sein, dass zusätzlich Trockenluft mit darin adsorbierter bzw. aufgenommener Feuchtigkeit der Fußbodenkonstruktion 1 mittels eines Luftabfuhrsystems der Luftentfeuchtungsanlage abgesaugt wird.
[0047] Jedenfalls kann es zweckmäßig sein, wenn nach der technischen Trocknung bzw. nach der Trockenlegung der Fußbodenkonstruktion 1 der HEPA-Filter 2 bzw. das HEPA-Filterband 3 in der bzw. den Luft-Ausströmöffnung(en) 12 verbleibt. Dadurch nachfolgendes Austreten von Schadstoffen verhindert werden und zusätzlich ist die Trittschalldämmung dadurch wiederhergestellt.
[0048] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
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BEZUGSZEICHENLISTE
1 Fußbodenkonstruktion 2 HEPA-Filter
3 HEPA-Filterband
4 Fundament
5 Bodenbelag
6 Fußboden-Unterkonstruktion 7 Dämmschicht
8 Estrichbeton
9 _ Randfuge
10 Bauwerksteil
11 Luft-Einströmöffnung 12 Luft-Ausströmöffnung 13 Klebeschicht
14 Klebestreifen
15 Seitenfläche
16 Längsseite
Claims (5)
1. Verfahren zur Bauteiltrocknung eines Bauwerks, insbesondere zur Trocknung einer Fußbodenkonstruktion (1) und/oder einer Fußboden-Unterkonstruktion (6) der Fußbodenkonstruktion (1), wobei die FuRbodenkonstruktion (1) einen Bodenbelag (5) und die FuRboden-Unterkonstruktion (6) umfasst, oder einer Deckenkonstruktion, das Verfahren umfassend die folgenden Verfahrensschritte:
- Bereitstellen einer Luft-Einströmöffnung (11), wobei die Luft-Einströmöffnung (11) als ein Durchbruch durch wenigstens den Bodenbelag (5) der FußRbodenkonstruktion (1) und im Speziellen durch zumindest eine Schicht der FuRboden-Unterkonstruktion (6) ist;
- Bereitstellen einer Luft-Ausströmöffnung (12), wobei die Luft-Ausströmöffnung (12) vorzugsweise als ein weiterer Durchbruch durch wenigstens den Bodenbelag (5) der Fußbodenkonstruktion (1) und im Speziellen durch die gesamte Fußbodenkonstruktion (1) bereitgestellt wird;
- Einströmen von Trockenluft in die Luft-Einströmöffnung (11) mittels einer Luftzufuhreinrichtung einer Luftentfeuchtungsanlage, sodass Feuchtigkeit der Fußbodenkonstruktion (1) von der Trockenluft aufgenommen und aus der Luft-Ausströmöffnung (12) ausgetragen wird;
- Vollständiges Verschließen und im Speziellen abdichtendes Verschließen der Luft-Ausströmöffnung (12) mit einem HEPA-Filter (2), insbesondere mit einem HEPA-Filter (2) der Klasse H13, wobei die Luft-Ausströmöffnung (12) von einer Randfuge (9) der Fußbodenkonstruktion (1) gebildet wird und der HEPA-Filter (2) als HEPA-Filterband (3) mit einer Dicke von wenigstens 2 mm bereitgestellt wird, wobei die Randfuge (9) mit dem HEPAFilterband (3), insbesondere mit einem HEPA-Filterband (3) der Klasse H13, vollständig verschlossen wird,
- wobei das HEPA-Filterband (3) an einer Seitenfläche (15) einen Klebestreifen (14) aufweist, wobei das HEPA-Filterband (3) beim Verschließen der Randfuge (9) mittels des Klebestreifens (14) an, der Randfuge (9) nächstliegenden Bauwerksteilen (10) positionsfixiert wird, und
- wobei das HEPA-Filterband (3) wenigstens abschnittsweise eine Klebeschicht (13) aufweist, sodass das HEPA-Filterband (3) beim Verschließen der Randfuge (9) relativ zur Luft-Ausströmöffnung (12) mittels der Klebeschicht (13) positionsfixiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschließen der Randfuge (9) die folgenden Teilschritte umfasst:
- Positionieren des HEPA-Filterbands (3) über der Randfuge (9), wobei das HEPA-Filterband (3) eine Breite aus einem Bereich umfassend 150 % bis 350 %, insbesondere eine Breite von 200 %, relativ zu einer maximalen Randfugenbreite aufweist, wobei das HEPAFilterband (3) vorzugsweise die gesamte Randfugenbreite überdeckend und die Randfuge (9) in eine Breitenrichtung des HEPA-Filterbandes (3) überbrückend positioniert wird;
- Einkeilen oder in Längsrichtung des HEPA-Filterbandes (3) wiederholtes abschnittsweises Hineindrücken des HEPA-Filterbandes (3) in die Randfuge (9) mittels einem Werkzeug, sodass das HEPA-Filterband vorzugsweise V-förmig in der Randfuge (9) eingekeilt und/oder darin positionsfixiert wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorhandener Randdämmstreifen oder Reste eines Randdämmstreifens vor dem Verschließen der Randfuge (9) aus der Randfuge (9) entfernt wird bzw. werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das HEPA-Filterband (3) nach einer Trockenlegung der FuRbodenkonstruktion (1) in der Randfuge (9) zurückgelassen wird, wobei die Randfuge (9) nach der Trockenlegung unversiegelt belassen wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trockenluft mit darin adsorbierter bzw. aufgenommener Feuchtigkeit der Fußbodenkonstruk-
tion (1) zumindest teilweise aus der Luft-Ausströmöffnung (12) mittels eines Luftabfuhrsystems der Luftentfeuchtungsanlage abgesaugt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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