AT528070A1 - Nasszelle - Google Patents

Nasszelle

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AT528070A1
AT528070A1 ATA50182/2024A AT501822024A AT528070A1 AT 528070 A1 AT528070 A1 AT 528070A1 AT 501822024 A AT501822024 A AT 501822024A AT 528070 A1 AT528070 A1 AT 528070A1
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Abstract

Es wird eine Nasszelle mit wenigstens einer Wand (2) beschrieben, die eine Auskleidung aus einer raumseitigen, keramischen Innenlage (4) und einer mit der Innenlage (4) zu einem Verbundkörper verklebten, wandseitigen Außenlage (5) umfasst. Um vorteilhafte Konstruktionsbedingungen zu erhalten, wird vorgeschlagen, dass die keramische Innenlage (4) mit der ebenfalls keramischen Außenlage (5) durch eine dampfdichte Zwischenschicht (6) zu wenigstens einem selbsttragenden Wandelement (3) verbunden ist, das an einem rasterartigen Traggerüst (7) befestigt ist

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Nasszelle mit wenigstens einer Wand, die eine Auskleidung aus einer raumseitigen, keramischen Innenlage und einer mit der
Innenlage zu einem Verbundkö6rper verklebten, wandseitigen Außenlage umfasst.
Die Wände von Nasszellen sind häufig mit einer keramischen Auskleidung aus Fliesen versehen. Zum Aufkleben dieser keramischen Fliesen müssen die Wände entsprechend aufwendig vorbereitet werden. Um eine einfache Sanierung solcher Nasszellen zu ermöglichen, ist es bekannt (DE 10 2017 109 075 A1), großflächige Wandelemente vorzusehen, die eine Bauplatte beispielsweise aus Hartschaum und einen auf die Bauplatte aufgeklebten Fliesenbelag umfassen. Damit diese vorgefertigten Wandelemente dicht versetzt werden können, werden entlang der auf der zu sanierenden Wand aufgezeichneten Umrisse der Wandelemente Abdichtbänder angeklebt und mit beidseits der StoRfuge zwischen den Wandelementen verlaufenden Kleberaupen versehen, sodass die selbst wasserdichten Wandelemente durch die Kleberaupen wasserdicht mit der Wand verbunden werden können, ohne die bestehende Wandverkleidung entfernen zu müssen. Diese bekannten Wandelemente setzen somit eine tragende Zellenwand voraus, auf die die Wandelemente unter Zwischenlage von randseitigen
Abdichtbändern aufgeklebt werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Nasszelle mit einer keramischen Auskleidung so auszugestalten, dass für die Errichtung der Nasszelle keine aufwendig vorbereiteten Wände erforderlich sind, um den keramischen Fliesenbelag
aufkleben zu können.
Ausgehend von einer Nasszelle der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung
die gestellte Aufgabe dadurch, dass die keramische Innenlage mit der ebenfalls
Traggerüst befestigt ist.
Durch das Vorsehen eines Verbundkörpers aus zwei keramischen Lagen wird ein selbsttragendes Wandelement erhalten, das ausreichend biegesteif ist, um auf einem Traggerüst lastabtragend befestigt werden zu können, sodass es zum Versetzen der Wandelemente keiner vorbereiteten, ebenen Wandfläche bedarf. Es genügt ein rasterartiges Traggerüst, an dem die Wandelemente befestigt werden, vorzugsweise durch ein Kleben. Das Traggerüst, das vorteilhaft einen dem Umriss der Wandelemente folgenden Rahmen mit den Rahmen aussteifenden Streben zwischen den Rahmenschenkeln bildet, kann einer Wand vorgesetzt sein, aber
auch als tragende Wandstruktur eingesetzt werden.
Die Dichtheit einer solchen Nasszellenwand wird durch die dampfdichte Zwischenlage zwischen den keramischen Innen- und Außenlagen der Wandelemente mit dem Vorteil gesichert, dass diese dampfdichte Zwischenlage, üblicherweise eine Abdichtfolie, geschützt in der neutralen Zone des Verbundkörpers verläuft. Außerdem kann durch ein Zurücksetzen einer der beiden Keramiklagen gegenüber der anderen Lage ein mit der dampfdichten Zwischenlage
abgedeckter Randfalz zum dichten Anbinden des Wandelements erhalten werden
Zur dichten Verbindung der im Eckbereich zwischen zwei Wänden aneinanderstoßenden Wandelemente können diese Wandelemente somit eine entlang des Eckbereichs gegenüber der Innenlage einwärts versetzte Außenlage aufweisen. Werden die aneinanderstoßenden, über die Außenlagen vorstehenden, mit der dampfdichten Zwischenschicht versehenen Eckränder der Innenlagen durch einen Außenwinkel abgedeckt, so ergibt sich auch im Eckbereich eine dampfdichte
Verbindung der Wandelemente.
In ähnlicher Art kann auch eine dampfdichte Anbindung der Wandelemente an den Nasszellenboden erreicht werden, wenn das von einem Boden aufragende
Wandelement im Bodenbereich eine gegenüber der Innenlage versetzte Außenlage
Bodenschenkel abdecken kann.
Die Wandelemente bilden vorzugsweise jeweils die keramische Auskleidung einer Nasszellenwand, was einfache Montagebedingungen sicherstellt. Es können aber auch mehrere großflächige Wandelemente zur keramischen Auskleidung einer Nasszellenwand versetzt werden. In diesem Fall ergeben sich vorteilhafte Konstruktionsbedingungen, wenn jeweils eines von zwei aneinanderstoßenden Wandelementen einen gegenüber der Außenlage vorstehenden Randabschnitt der Innenlage aufweist und mit diesem vorstehenden, durch die dampfdichte Zwischenschicht abgedeckten Randabschnitt der Innenlage einen über die Innenlage vorstehenden Randabschnitt der Außenlage des anstoßRenden
Wandelements falzartig übergreift.
Die einander gegenüberliegend vorstehende Randstreifen der Innen- und Außenlagen überlappen einander beim Versetzen der Wandelemente, und zwar unter Zwischenlage der dampfdichten Zwischenschicht, sodass eine dampfdichte Verbindung der einzelnen Wandelemente und damit wiederum eine dampfdichte
keramische Auskleidung der Nasszellenwand sichergestellt wird.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es
zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Nasszelle in einer Ansicht auf die Außenseite einer Zellenwand,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie Il-Il der Fig. 1 in einem größeren Maßstab,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie Ill-Ill der Fig. 1 in einem größeren Maßstab,
Fig. 4 ein die keramische Auskleidung einer Zellenwand bildendes Wandelement in einer Ansicht auf die Außenseite,
Fig. 5 das Wandelement nach der Fig. 4 in einer Draufsicht in einem größeren Maßstab und
aufgerissenen Ansicht auf die Außenseite der gefügten Wandelemente.
Eine erfindungsgemäße Nasszelle weist wenigstens eine von einem Boden 1 aufragende Zellenwand 2 mit einer keramischen Auskleidung auf, die vorzugsweise durch ein sich über die gesamte Wandfläche erstreckendes, vorgefertigtes Wandelement 3 gebildet wird. Dieses Wandelement 3 umfasst eine dem Zellenraum zugekehrte, keramische Innenlage 4 und eine vom Zellenraum abgekehrte, ebenfalls keramische Außenlage 5, die mit der Innenlage 4 durch eine dampfdichte Zwischenschicht 6 zu einem selbsttragenden, steifen Verbundkörper verbunden ist, der auf einem eine tragende Wandstruktur bildenden, rasterartigen Traggerüst 7 befestigt wird, vorzugsweise durch ein Kleben. Wie dies in der Fig. 1 angedeutet ist, bildet das Traggerüst 7 einen dem Umriss des Wandelements 3 folgenden Rahmen, der durch zwischen den Rahmenschenkeln vorgesehene Streben ausgesteift ist, um nicht nur das Wandelement 3, sondern auch Nasszelleneinbauten lastabtragend aufzunehmen, für die in dem entsprechend vorgefertigten Wandelement 3
Anschlussöffnungen vorgesehen sind.
Zur Errichtung der Nasszelle ist demnach lediglich ein vom Boden 1 aufragendes Traggerüst 7 vorzusehen, an dem die einbaufertigen Wandelemente 3 der Nasszelle befestigt werden. Es erübrigen sich somit sonst erforderliche, ebene
Wandflächen zum vollflächigen Aufkleben der Keramikfliesen.
Um im Eckbereich zwischen zwei Zellenwänden 2 eine dampfdichte Verbindung sicherzustellen, können die Wandelemente 3 eine entlang des Eckbereichs gegenüber der Innenlage 4 einwärts versetzte Außenlage 5 aufweisen, sodass sich gemäß den Fig. 4 und 5 ein über die Höhe des Wandelements 3 durchgehend überstehender Eckrand 8 der Innenlage ergibt, der durch die dampfdichte Zwischenschicht 6 abgedeckt ist. Der durch die vorstehenden Eckränder 8 beim Versetzen zweier ein Zelleneck bildender Wandelemente 3 gebildete Eckbereich
kann gemäß der Fig. 2 durch einen Außenwinkel 9 abgedeckt werden, womit die
Außenwinkel 9 mit einem geringen Herstellungsaufwand erreicht wird.
In ähnlicher Weise kann eine dichte Anbindung der Wandelemente 3 an den Boden 1 konstruktiv vorbereitet werden, indem die Wandelemente 3 auch im Bodenbereich eine gegenüber der Innenlage 4 einwärts versetzte Außenlage 5 aufweisen, sodass die Innenlage 4 gemäß der Fig. 4 einen gegenüber der Außenlage 5 vorstehenden Bodenrand 10 bildet, der von der dampfdichten Zwischenschicht 6 abgedeckt wird. Mithilfe eines einen hochgezogenen Bodenrand bildenden Bodenschenkels 11, der entsprechend der Fig. 3 beim Versetzen der Wandelemente 3 vom Bodenrand 10 der Innenlage 4 der Wandelemente 3 falzartig übergriffen wird, wird somit über die dampfdichte Zwischenschicht 6 der dichte Anschluss der Wandelemente 3 an den
Boden 1 der Nasszelle gesichert.
In Sonderfällen kann es von Vorteil sein, die keramische Auskleidung einer Zellenwand 2 auf mehrere großflächige Wandelemente aufzuteilen, die allerdings dampfdicht miteinander verbunden werden müssen. In der Fig. 6 ist eine solche Aufteilung der Wandfläche in mehrere Wandelemente 3a, 3b, 3c beispielsweise angedeutet. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass von den jeweils zusammenstoßenden Wandelementen 3a, 3b, 3c eines einen gegenüber der Außenlage 5a, 5b vorstehenden Randabschnitt 12a, 12b der Innenlage 4a, 4b aufweist und mit diesem vorstehenden Randabschnitt 12a, 12b einen über die Innenlage 4b, 4c vorstehenden Randabschnitt 13b, 13c der Außenlage 5b, 5c des jeweils anschließenden Wandelements 3b, 3c übergreift. Da somit das Wandelement 3b mit dem vorstehenden, der Höhe nach verlaufenden Randabschnitt 13b der Außenlage 5b den vorstehenden Randabschnitt 12a der Innenlage 4a des Wandelements 3a falzartig übergreift und analog dazu die bodenparallelen Randabschnitt 12a, 12b der Innenlagen 4a, 4b der Wandelemente 3a, 3b von dem vorstehenden Randabschnitt 13c der Außenlage 5c des Wandelements 3c jeweils unter Zwischenlage der dampfdichten Zwischenschicht 6 übergriffen werden, ergibt sich trotz des Aufbaus aus mehreren Wandelementen 3a,
3b, 3c eine insgesamt dampfdichte keramische Auskleidung der Zellenwand 2.
(345463.5) II
Patentansprüche
1. Nasszelle mit wenigstens einer Wand (2), die eine Auskleidung aus einer raumseitigen, keramischen Innenlage (4) und einer mit der Innenlage (4) zu einem Verbundkörper verklebten, wandseitigen Außenlage (5) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die keramische Innenlage (4) mit der ebenfalls keramischen Außenlage (5) durch eine dampfdichte Zwischenschicht (6) zu wenigstens einem selbsttragenden Wandelement (3) verbunden ist, das an einem rasterartigen
Traggerüst (7) befestigt ist.
2. Nasszelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einen Eckbereich zwischen zwei Wänden (2) bildenden Wandelemente (3) eine entlang des Eckbereichs gegenüber der Innenlage (4) einwärts versetzte Außenlage (5) aufweisen und dass die aneinanderstoßenden, über die Außenlagen (5) vorstehenden, mit der dampfdichten Zwischenschicht (6) versehenen Eckränder (8)
der Innenlagen (4) durch einen Außenwinkel (9) abgedeckt sind.
3. Nasszelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das von einem Boden (1) aufragende Wandelement (3) im Bodenbereich eine gegenüber der Innenlage (4) einwärts versetzte Außenlage (5) aufweist und dass der über die Außenlage (5) gegen den Boden (1) vorstehende, von der dampfdichten Zwischenschicht (6) abgedeckte Bodenrand (10) des Wandelements (3) einen Bodenschenkel (11) abdeckt.
4. Nasszelle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidung aus mehreren selbsttragenden Wandelementen (3a, 3b, 3c) zusammengesetzt ist und dass jeweils eines von zwei aneinanderstoßenden
Wandelementen (3a, 3b; 3a, 3c; 3b, 3c) einen gegenüber der Außenlage (5a, 5b)

Claims (4)

A50182/2024 Neue Patentansprüche (345463.5) II Patentansprüche
1. Nasszelle mit wenigstens einer Wand (2), die eine Auskleidung aus einer
raumseitigen, keramischen Innenlage (4) und einer mit der Innenlage (4) zu einem Verbundkörper verklebten, wandseitigen Außenlage (5) umfasst, wobei der ein selbsttragendes Wandelement (3) bildende Verbundkörper an einem rasterartigen Traggerüst (7) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die keramische Innenlage (4) mit der ebenfalls keramischen Außenlage (5) durch eine dampfdichte Zwischenschicht (6) zu wenigstens einem selbsttragenden Wandelement (3)
verbunden ist.
2. Nasszelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einen Eckbereich zwischen zwei Wänden (2) bildenden Wandelemente (3) eine entlang des Eckbereichs gegenüber der Innenlage (4) einwärts versetzte Außenlage (5) aufweisen und dass die aneinanderstoßenden, über die Außenlagen (5) vorstehenden, mit der dampfdichten Zwischenschicht (6) versehenen Eckränder (8)
der Innenlagen (4) durch einen Außenwinkel (9) abgedeckt sind.
3. Nasszelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das von einem Boden (1) aufragende Wandelement (3) im Bodenbereich eine gegenüber der Innenlage (4) einwärts versetzte Außenlage (5) aufweist und dass der über die Außenlage (5) gegen den Boden (1) vorstehende, von der dampfdichten Zwischenschicht (6) abgedeckte Bodenrand (10) des Wandelements (3) einen Bodenschenkel (11) abdeckt.
4. Nasszelle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Auskleidung aus mehreren selbsttragenden Wandelementen (3a, 3b, 3c)
15/16 ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
16/16 ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
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