AT528148A1 - Rettungsgerät mit verbesserter Seilführung - Google Patents
Rettungsgerät mit verbesserter SeilführungInfo
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- AT528148A1 AT528148A1 ATA50265/2024A AT502652024A AT528148A1 AT 528148 A1 AT528148 A1 AT 528148A1 AT 502652024 A AT502652024 A AT 502652024A AT 528148 A1 AT528148 A1 AT 528148A1
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- A62B1/06—Devices for lowering persons from buildings or the like by making use of rope-lowering devices
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Rettungsgerät (2) und ein Höhenrettungs-Kit (1) umfassend das Rettungsgerät (2) und ein Sicherungsseil (3, das Rettungsgerät (2) um- fassend ein Gehäuse (5), eine, im Gehäuse (5) aufgenommene und relativ dazu drehbar gelagerte Seilscheibe (4) und eine, mit der Seilscheibe (4) wirkverbunden gekoppelte Fliehkraftbremse, wobei das Sicherungsseil (3) in einer, entlang einer Umfangsrichtung (6) der Seilscheibe (4) verlaufenden Rille (7) mit einem Kerbgrund (8) aufnehmbar ist, wobei das Rettungsgerät (2) in Verbindung mit einem Sicherungsseil (3), das ein kernloses Seil, insbesondere ein kernloses Seil mit einem offenen Geflecht, ist, verwendbar ist.
Description
Seil, Insbesondere ein kernloses Seil mit einem offenen Geflecht ist.
Aus den Schriften EP3922316A1, EP2552549A1, DE102011050630B4, und WO2015110412A1 sind unterschiedliche Ausgestaltungen von Höhenrettungs-Kits mit einem Rettungsgerät und einem Sicherungsseil sowie unterschiedliche Verfahren zur Anwendung eines jeweiligen Höhenrettungs-Kits bekannt geworden. Derartige Systeme können insbesondere zur Personenrettung aus großen Höhen von bis zu 1000m, wie diese beispielsweise bei Maschinenhäusern von Windkrafträdern vorliegen, Verwendung finden. Da ein Höhenrettungs-Kit vorzugsweise am Mann getragen wird bzw. vor einem Abseilvorgang mit demselben damit hantiert werden muss, wäre es von Vorteil, das Gesamtgewicht eines Höhenrettungs-Kits möglichst gering zu halten, wobei gleichzeitig die Sicherheit nicht unter gewichtsreduzierenden Maßnahmen leiden darf. Um die Verwendbarkeit eines Höhenrettungs-Kits zu verbessern, wird vorgeschlagen, ein Rettungsgerät mit einem kernlo-
sen Seil als Sicherungsseil zu kombinieren.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, aus dem Stand der Technik bekannte Höhenrettungs-Kits und Rettungsgeräte zu verbessern und ein Höhenrettungs-Kit zur Verfügung zu stellen, mittels dessen einem Benutzer die Handhabung desselben vereinfacht wird, wobei das Rettungsgerät im Zusammenspiel mit einem kern-
losen Seil als Sicherungsseil besonders zuverlässig ausgebildet ist.
Diese Aufgabe wird durch Lösungen gemäß den Ansprüchen gelöst.
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können.
Das erfindungsgemäße Rettungsgerät ist weiters dadurch gekennzeichnet, dass das Rettungsgerät in Verbindung mit einem Sicherungsseil, das ein kernloses Seil,
insbesondere ein kernloses Seil mit einem offenen Geflecht, ist, verwendbar ist.
Unter einem offenen Geflecht des Seils ist in diesem Zusammenhang ein, im Vergleich zu einem herkömmlichen Kernmantelseil, wie beispielsweise einem Kletterseil, lockereres Geflecht an Fasern zu verstehen, sodass Zwischenräum zwischen den einzelnen Fasern tendenziell größer ausfallen als bei einem Kernmantelseil, das beispielsweise im Klettersport Verwendung findet. Dadurch kann ein Seil mit einem offenen Geflecht im Vergleich zu einem Kernmantelseil aus dem Kletter-
sport flexibler und leichter ausgebildet sein.
Wenn ein Seil kernlos ausgebildet ist, bedeutet dies, dass dieses Seil einen Seilmantel, möglicherweise einen Seilmantel aus einem offenen Geflecht, umfasst und jedenfalls keinen Seilkern aufweist. Ein derartiges Seil ist beispielsweise innen hohl und das Geflecht des Seilmantels bzw. das Mantelgeflecht kann zusam-
mengedrückt werden, da es nicht von einem Seilkern gestützt wird. Derartige
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umfassen.
Bei Verwendung eines kernlosen Seils mit einem offenen Gewebe als Sicherungsseil in Verbindung mit einem passiven Rettungsgerät hat sich, insbesondere für die Höhenrettung aus großen Höhen, wie vorhergehend beschrieben, ein mittlerer Seildurchmesse aus einem Bereich umfassend 3 mm bis 9 mm, insbesondere aus einem Bereich umfassend 4 mm bis 7 mm, im Speziellen von 5.5 mm, als besonders vorteilhaft erwiesen. In Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Rettungsgerät ergab sich bei einem mittleren Seildurchmesser von 5.5 mm ein vorteilhaftes Verhältnis aus Sicherheit, im Sinne der Festigkeit des Seils für die Personenrettung, und möglichst geringem Gewicht, sodass das Gewicht des Gesamtsystems
eines Höhenrettungs-Kits möglichst gering ist.
Im Sinne der Erfindung ist unter einem passiven Rettungsgerät ein Rettungsgerät zu verstehen, das ein automatisches Höhenrettungsgerät sein kann. Jedenfalls ist unter einem passiven Rettungsgerät zu verstehen, dass während eines Abseilvorgangs mit demselben keine aktive Interaktion eines Benutzers mit dem Rettungsgerät notwendig ist, wobei der Abseilvorgang weiterhin automatisch durchgeführt wird bzw. werden kann. So kann beispielsweise mit einem derartigen passiven Rettungsgerät auch eine reglose Person aus großer Höhe geborgen werden. In diesem Sinne ist die vorliegende Erfindung jedoch nicht auf ein rein passives Rettungsgerät gemäß der vorhergehenden Begriffserklärung beschränkt. Auch ist in diesem Zusammenhang keine Einschränkung der Lokalisation des Rettungsgeräts im Bezug auf eine abzuseilende oder abseilende Person zu verstehen. So kann ein passives Rettungsgerät gemäß der vorhergehenden Definition bei einem Abseilvorgang sowohl mit einer abzuseilenden oder abseilenden Person mitgeführt werden als auch alternativ dazu an einem Anschlagpunkt positionsfixiert verbleiben, wobei sich bei letzterer möglichen Alternative die Person beim Abseilvorgang
vom Rettungsgerät entfernt.
Des Weiteren kann es zweckmäßig sein, wenn das Rettungsgerät im Bereich des
Durchbruchs ein, den Durchbruch abschnittsweise verschließendes Führungsele-
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tungsgeräte gängigen Normen zu ermöglichen.
In diesem Zusammenhang kann auch vorgesehen sein, dass das Führungselement als integraler Abschnitt des Gehäuses oder eines, zum Gehäuse passenden
Deckels des Rettungsgeräts ausgebildet ist.
Jedenfalls wird durch das Vorsehen des Führungselements erreicht, dass der Umschlingungswinkel, der bei einfacher Umschlingung der Seilscheibe naturgemäß einen Maximalwert von unter 360° aufweisen kann, auf ein mögliches Maximum erhöht wird, da mittels des Führungselements das Sicherungsseil möglichst lange in der Rille der Seilscheibe geführt wird. Das Führungselement kann in diesem Sinne auch derart ausgebildet sein, dass es das Sicherungsseil in Richtung des Kerbgrunds der Rille verdrängt, wobei weiterhin der Seilein- und Seilauslass in
das bzw. aus dem Gehäuse gewährleistet ist.
Vorteilhaft ist das Vorsehen des Führungselements insbesondere, da bei einem Abseilvorgang stets ein erster Seilabschnitt des Sicherungsseils belastet und unter Spannung ist, wohingegen ein zweiter Seilabschnitt des Sicherungsseils unbelastet ist und der unbelastete zweite Seilabschnitt demnach nicht aktiv in Richtung des Kerbgrunds der Rille verdrängt wird. Diesem Umstand wird mittels des Führungselements entgegengewirkt. Dadurch wird die Klemmwirkung verbessert, da
der Umschlingungswinkel möglichst groß ist. Somit wird die Verwendung eines
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sichere und zuverlässige Weise gewährleistet bzw. erst ermöglicht.
In diesem Sinne kann es vorteilhaft sein, wenn das Führungselement Führungsdurchbrüche mit einem mittleren Durchmesser aus einem Bereich zwischen 80% und 150% des Seildurchmessers bzw. des mittleren Seildurchmessers freigibt. Die Möglichkeit, dass die Führungsdurchbrüche einen kleineren mittleren Durchmesser als der mittlere Durchmesser des Sicherungsseils aufweisen kann nur bei einem kernlosen Seil ausgeschöpft werden, da ein kernloses Seil in Richtung des Durchmessers zusammendrückbar bzw. komprimierbar ist, da es keinen Seilkern
aufweist.
Ferner kann vorgesehen sein, dass das Rettungsgerät ein Verdrängungselement umfasst, wobei das Verdrängungselement als hohlzylinderförmige und die Seilscheibe in Umfangsrichtung der Seilscheibe abschnittsweise umgreifende Fassung ausgebildet ist, sodass das Sicherungsseil von der Fassung in die Rille verdrängbar ist. Dadurch wird jedenfalls bedingt, dass das Sicherungsseil auch in einem Bereich des Umschlingungswinkels, der bei einem Abseilvorgang dem unbelasteten zweiten Seilabschnitt nächstliegend ist, in Richtung des Kerbgrunds der Seilscheibe verdrängt wird, sodass die Reibung zwischen Seilscheibe und Siche-
rungsseil gegenüber einer Ausführungsform ohne Fassung erhöht ist.
In diesem Zusammenhang kann auch vorgesehen sein, dass das Verdrängungselement als integraler Teilabschnitt des Gehäuses ausgebildet ist oder dass das Rettungsgerät einen Deckel für das Gehäuse umfasst, wobei das Verdrängungs-
element als integraler Teilabschnitt des Deckels ausgebildet ist.
In diesem Zusammenhang oder alternativ dazu, kann weiters auch noch vorgesehen sein, dass das Führungselement und das Verdrängungselement einstückig ausgebildet sind oder, dass das Führungselement und das Verdrängungselement jeweils als integraler Teilabschnitt des Gehäuses oder eines Deckels für das Ge-
häuse ausgebildet sind oder, dass das Führungselement und das Verdrängungs-
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legbar oder darin formschlüssig positionsfixierbar ist.
Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass zwischen einem innersten Durchmesser des Verdrängungselements und einem äußersten Durchmesser der Seilscheibe ein Radialabstand aus einem Bereich umfassend 10% bis 50% des Seildurchmessers, insbesondere 15% bis 20% des Seildurchmessers, ausgebildet ist. Dadurch wird jedenfalls gewährleistet, dass das Sicherungsseil über den gesamten Umschlingungswinkel auf verbesserte Weise in Richtung des Kerbgrunds der
Rille der Seilscheibe verdrängt wird.
Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass der Kerbgrund der Rille ausgehend von einem äußersten Durchmesser der Seilscheibe eine Tiefe aus einem Bereich umfassend 80% bis 400%, insbesondere 100% bis 200%, des Seildurchmessers aufweist, sodass das Sicherungsseil bei Verwendung des Rettungsgerätes in Richtung des Kerbgrunds verdrängt und vollständig in der Rille aufnehmbar ist. Unter dem Seildurchmesser ist in diesem Sinne und generell im Sinne der Erfindung ein mittlerer Seildurchmesser des Sicherungsseils zu verstehen. Dass die Tiefe der Rille 80% eines mittleren Seildurchmessers betragen kann, ist eben bei der Verwendung eines kernlosen Seils als Sicherungsseils möglich. Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn die Tiefe der Rille bzw. die Tiefe des Kerbgrunds der Rille gleich dem mittleren Durchmesser des Sicherungsseils ist. Da das Sicherungsseil als kernloses Seil komprimierbar ist, wird somit im Zusammenspiel mit dem Verdrängungselement bewirkt, dass das Sicherungsseil über den gesamten Umschlingungswinkel in Richtung des Kerbgrunds verdrängt wird. Zusätzlich kann auf diese Weise die innerste Fläche des Verdrängungselements, welche dem Kerbgrund bzw. dem Sicherungsseil zugewandt ist, als weitere Reibfläche in Verbindung mit dem Sicherungsseil bei einem Abseilvorgang genutzt werden bzw. fungieren. Dies muss im Allgemeinen, bei entsprechend gewählten Abseillängen, kein Sicherheitsrisiko im Sinne einer möglichen Abnützung oder Erhitzung des Sicherungsseils darstellen, da einerseits
das Gehäuse eines derartigen Rettungsgeräts gute Wärmeleitungskoeffizienten
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ausschließlich zur einmaligen Verwendung angedacht ist.
Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass die Rille eine erste Seitenflanke und eine zweite Seitenflanke aufweist, wobei die erste Seitenflanke und die zweite Seitenflanke jeweils in Umfangsrichtung alternierend ausgebildete Vertiefungen in der Form von Nuten, Rillen, Dimples, Einkerbungen oder Ähnlichem aufweist, sodass das Sicherungsseil mittels der Vertiefungen näherungsweise meanderförmig oder im Zick-Zack verlaufend führbar ist. Da das Sicherungsseil durch diese Maßnahme in einen meanderförmigen oder Zick-Zack Verlauf innerhalb der Rille der Seilscheibe gedrängt bzw. dazu gezwungen wird, kann wiederum die Reibung zwischen Seilscheibe und Sicherungsseil verbessert werden, was den Gebrauch
eines kernlosen Seils als Sicherungsseils maßgeblich positiv beeinflusst.
Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn die Vertiefungen als in eine Radialrichtung der Seilscheibe verlaufende und sich vom äußersten Durchmesser bis in den Kerbgrund der Seilscheibe verlaufende Nuten ausgebildet sind, wobei die Nuten in Umfangsrichtung der Seilscheibe alternierend in der ersten Seitenflanke und in der zweiten Seitenflanke ausgebildet sind. Dadurch wird bewirkt, dass das Sicherungsseil bei weiterer Verdrängung in Richtung des Kerbrundes der Rille vermehrt
in den meanderförmigen Verlauf desselben gedrängt wird.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Vertiefungen als in Umfangsrichtung alternierend in der jeweilige Seitenflanke ausgebildete und radial verlaufende Nuten ausgebildet sind, wobei sich die Nuten vom äußersten Durchmesser der Seilscheibe bis in den Kerbgrund der Rille erstrecken, sodass beispielsweise gegenüberliegend einer Nut der ersten Seitenflanke eine Feder zwischen zwei weiteren Nuten der zweiten Seitenflanke ausgebildet ist. Dadurch ergibt sich wiederum eine verbesserte Reibung zwischen Seilscheibe und Sicherungsseil und insbesondere ist dadurch ein kernloses Seil als Sicherungsseil mit dem Rettungsgerät si-
cher zu verwenden.
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Richtung des Kerbrunds vergrößert.
Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass der erste Neigungswinkel aus einem Bereich umfassend 5° bis 50° und der zweite Neigungswinkel aus einem Bereich umfassend 20° bis 60° ausgewählt ist. Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn der erste Neigungswinkel aus einem Bereich umfassend 10° bis 20° und der zweite Neigungswinkel aus einem Bereich umfassend 35° bis 50° ausgebildet ist, da sich bei einer derartigen Kombination der Neigungswinkel eine vorteilhafte progressive Klemmwirkung eines kernlosen Seils als Sicherungsseil in Richtung des
Kerbgrunds der Rille ergibt.
Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Rille der Seilscheibe am radial äuRersten Durchmesser eine Breite aus einem Bereich umfassend 80% bis 200%, insbesondere 130%, des Seildurchmessers aufweist. Dadurch wird gewährleistet, dass ein unbelastetes Sicherungsseil bei plötzlich auftretender Belastung bei einem Abseilvorgang mittels des Höhenrettungs-Kits, insbesondere bei Verwendung eines kernlosen Seils als Sicherungsseil, da diese im unbelasteten Zustand verminderte Querstabilität aufweisen kann, zuverlässig in Richtung des Kerbrunds geführt werden kann. Im Speziellen bzw. bei einer besonderen Ausführungsform kann dabei die Breite der Rille auch aus einem noch engeren Bereich, wie beispielsweise einem Bereich umfassend 95% bis 105% des mittleren Seildurchmes-
sers, ausgewählt sein, um so in Verbindung mit dem Verdrängungselement eine
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zusammendrückbar ist.
Die Erfindung betrifft weiters auch noch ein Höhenrettungs-Kit zum passiven und/oder automatischen Abseilen einer Person umfassend ein Rettungsgerät entsprechend der vorhergehenden Beschreibung und ein Sicherungsseil, wobei das Sicherungsseil ein kernloses Seil, im Speziellen ein kernloses Seil mit einem offe-
nen Geflecht, ist.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden
Figuren näher erläutert. Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
Fig. 1 ein Höhenrettungs-Kit umfassend ein Rettungsgerät und ein darin ein-
gelegtes Sicherungsseil in einer Schnittdarstellung; Fig. 2 eine Seilscheibe; Fig. 3 eine Seilscheibe in einer Schnittdarstellung.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lage-
angaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
In der Fig. 1 ist in stark vereinfachter, schematischer Darstellung ein Höhenrettungs-Kit 1 umfassend ein Rettungsgerät 2 und ein darin eingelegtes Sicherungs-
seil 3 in einer Schnittdarstellung gezeigt.
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In der Fig. 2 ist eine Seilscheibe 4 des Rettungsgeräts 2 dargestellt und in der Fig.
3 ist eine Schnittdarstellung der Seilscheibe 4 dargestellt.
In jeder der Fig. 1 bis Fig.3 werden für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen verwendet. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, werden die Darstellungen nachfolgend gemeinsam beschrieben bzw. wird jeweils
auf die unterschiedlichen Darstellungen Bezug genommen.
Das Rettungsgerät 2 ist in Verbindung mit dem einem Sicherungsseil 3 zum passiven Abseilen bzw. zur Höhenrettung geeignet. Unter passivem Abseilen ist in die-
sem Zusammenhang zu verstehen, dass eine Person, die sich mit dem Höhenret-
tungs-Kit 1 abseilt, während dem Abseilvorgang nicht aktiv am Abseilvorgang teil-
haben muss, indem diese Person beispielsweise das Sicherungsseil 3 führt oder
das Rettungsgerät 2 betätigt.
Das Rettungsgerät 2 kann ein Gehäuse 5 umfassen, wobei die Seilscheibe 4 im Gehäuse 5 aufgenommen sein kann. Weiters kann das Rettungsgerät 2 noch eine, mit der Seilscheibe 4, beispielweise über eine Welle oder ein Getriebe wirkverbunden gekoppelte Fliehkraftbremse aufweisen, wobei die Fliehkraftbremse während einem Abseilvorgang beispielsweise mit dem Gehäuse 5 wirkverbunden sein kann, wobei das Gehäuse 5 dabei als Bremstrommel der Fliehkraftbremse
fungieren kann.
Das Sicherungsseil 3 kann in einer, entlang einer Umfangsrichtung 6 der Seilscheibe 4 verlaufenden Rille 7 bzw. Kerbe, die einen Kerbgrund 8 aufweist, aufgenommen sein, wobei das Sicherungsseil 3 in der Rille 7 über einen Umschlingungswinkel 9 aufgenommen ist. Dabei kann das Sicherungsseil 3 durch wenigstens einen Durchbruch 10 im Gehäuse 5 aus dem Gehäuse 5 heraus- und/oder in
das Gehäuse 5 hineingeführt werden.
Jedenfalls kann vorgesehen sein, dass das Sicherungsseil 3 al ein kernloses Seil
und insbesondere als ein kernloses Seil mit einem offenen Geflecht ausgebildet
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ist. Dadurch ergibt sich unter anderem der Vorteil, dass das Sicherungsseil 3 einerseits ausreichende Festigkeit bei andererseits minimal möglichem Eigenge-
wicht für den Einsatz zur Höhenrettung aufweist.
Um den Einsatz eines kernlosen Sicherungsseils 3 mit offenem Geflecht im synergetischen Zusammenspiel mit dem Rettungsgerät 2 weiters zu verbessern, kann weiters noch vorgesehen sein, dass das Rettungsgerät 2 im Bereich des Durchbruchs 10 ein, den Durchbruch 10 abschnittsweise verschließendes Führungselement 11 umfasst, wobei im Zusammenwirken zwischen Führungselement 11 und Gehäuse 5 ein erster Führungsdurchbruch 12 zum Hineinführen und ein zweiter Führungsdurchbruch 13 zum Herausführen des Sicherungsseils 3 ausgebildet ist. Dabei kann weiters auch noch vorgesehen sein, dass das Sicherungsseil 3 vom Führungselement 5 in Richtung des Kerbgrunds 8 der Rille 7 verdrängt wird, Indem das Führungselement 11 beispielsweise abschnittsweise in die Rille 7 hineinragt oder derart ausgeformt ist, dass das Sicherungsseil 3 in Richtung des Kerbgrunds 8 der Rille 7 verdrängt wird, sodass der Umschlingungswinkel 9 aus
einem Bereich umfassend 310° bis 355° ausgebildet ist.
Um den Einsatz eines kernlosen Sicherungsseils 3 mit offenem Geflecht im synergetischen Zusammenspiel mit dem Rettungsgerät 2 weiters zu verbessern, kann weiters noch vorgesehen sein, dass das Rettungsgerät 2 ein Verdrängungselement 14 umfasst, wobei das Verdrängungselement 14 als hohlzylinderförmige und die Seilscheibe 4 in Umfangsrichtung 6 der Seilscheibe 4 abschnittsweise umgreifende Fassung ausgebildet ist, sodass das Sicherungsseil 3 von der Fassung in
die Rille 7 verdrängbar ist.
Jedenfalls kann vorgesehen sein, dass das Führungselement 11 als auch das Verdrängungselement 14 jeweils als eigenständige Komponenten des Rettungsgeräts 2 ausgebildet sind, oder gleichermaßen, dass das Führungselement 11 und/oder das Verdrängungselement 14 als integraler Abschnitt des Gehäuses 5
oder eines Gehäusedeckels des Rettungsgeräts 2 ausgebildet sind.
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Im Zusammenhang mit dem Verdrängungselement 14 kann jedenfalls auch noch vorgesehen sein, dass zwischen einem innersten Durchmesser 15 des Verdrängungselements 14 und einem äußersten Durchmesser 16 der Seilscheibe 4 ein Radialabstand aus einem Bereich umfassend 10% bis 50% des Seildurchmes-
sers, insbesondere 15% bis 20% des Seildurchmessers, ausgebildet ist.
Bei einem Abseilvorgang mittels des Höhenrettungs-Kits 1 wird das Sicherungsseil 3 belastet und somit entlang des Umschlingungswinkels 9 in die Rille 7 hineingezogen. In diesem Zusammenhang kann vorgesehen sein, dass der Kerbgrund 8 der Rille 7 ausgehend von einem äußersten Durchmesser 16 der Seilscheibe 4 eine Tiefe aus einem Bereich umfassend 120% bis 400%, insbesondere 250% bis 300%, des Seildurchmessers aufweist, sodass das Sicherungsseil 3 bei Verwendung des Rettungsgerätes 2 in Richtung des Kerbgrunds 8 verdrängbar und voll-
ständig in der Rille 7 aufnehmbar ist.
Jedenfalls ist es für die Sicherheit einer Person im Umgang mit dem Höhenrettungs-Kit 1 und für die Funktionsweise des Rettungsgeräts 2 wichtig, dass die Reibung zwischen Seilscheibe 4 und Sicherungsseil 3 maximiert ist. So kann vorteilhafterweise auch noch vorgesehen sein, dass die Rille 7 eine erste Seitenflanke 17 und eine zweite Seitenflanke 18 aufweist, wobei die erste Seitenflanke 17 und die zweite Seitenflanke 18 jeweils in Umfangsrichtung 6 alternierend ausgebildete Vertiefungen 19 in der Form von Nuten, Rillen, Dimples, Einkerbungen oder Ähnlichem aufweist, sodass das Sicherungsseil 3 mittels der Vertiefungen 19 nähe-
rungsweise meanderförmig oder im Zick-Zack verlaufend führbar ist.
Dabei kann auch noch vorgesehen sein, dass die Vertiefungen 19 als in eine Radialrichtung der Seilscheibe 4 verlaufende und sich vom äußersten Durchmesser 16 bis in der Kerbgrund 8 der Seilscheibe 4 verlaufende Nuten ausgebildet sind, wobei die Nuten in Umfangsrichtung 6 der Seilscheibe 4 alternierend in der ersten
Seitenflanke 17 und in der zweiten Seitenflanke 18 ausgebildet sind.
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Um die Übertragung der Seilkräfte des Sicherungsseils 3 weiter zu verbessern kann auch noch vorgesehen sein, dass eine erste Seitenflanke 17 und eine zweite Seitenflanke 18 der Rille 7 der Seilscheibe 4 in einem radial innenliegenden Bereich 20 einen ersten Neigungswinkel 21 gegenüber einer Normalebene 22 einer Drehachse 23 der Seilscheibe 4 und in einem radial außenliegenden Bereich 24 einen zweiten Neigungswinkel 25 gegenüber der Normalebene 22 aufweisen, wobei der erste Neigungswinkel 21 einen kleineren Wert als der zweite Neigungswinkel 25 aufweist. Dabei kann der erste Neigungswinkel 21 aus einem Bereich umfassend 5° bis 50° und der zweite Neigungswinkel 25 aus einem Bereich umfas-
send 20° bis 60° ausgewählt sein.
Um den Übergang des Einpressens das Sicherungsseils 3 in die Rille 7 ausgehend von einem vorhergehend unbelasteten Sicherungsseil 3 weiter zu verbessern, kann auch noch vorgesehen sein, dass die Rille 7 der Seilscheibe 4 am radial äußersten Durchmesser 16 eine Breite aus einem Bereich umfassend 80% bis
200%, insbesondere 130%, des Seildurchmessers aufweist.
Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen
Fachmannes liegt.
Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen können für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zu-
grundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden. Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so
zu verstehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B.
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ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert
und/oder verkleinert dargestellt wurden.
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Bezugszeichenliste
1 Höhenrettungs-Kit
2 Rettungsgerät
3 Sicherungsseil
4 Seilscheibe
5 Gehäuse
6 Umfangsrichtung
7 Rille
8 Kerbgrund
9 Umschlingungswinkel
10 Durchbruch
11 Führungselement
12 Erster Führungsdurchbruch
13 Zweiter Führungsdurchbruch
14 Verdrängungselement
15 Innerster Durchmesser des Verdrängungselements
16 Äußerster Durchmesser der Seilscheibe
17 Erste Seitenflanke
18 Zweite Seitenflanke
19 Vertiefungen
20 Radial innenliegender Bereich
21 Erster Neigungswinkel
22 Normalebene
23 Drehachse
24 Radial außenliegender Bereich
25 Zweiter Neigungswinkel
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Patentansprüche
1. Rettungsgerät (2) geeignet zum passiven Abseilen und geeignet zur Verwendung in Verbindung mit einem Sicherungsseil (3), wobei das Sicherungsseil (3) einen Seildurchmesser (16) aufweist, das Rettungsgerät (2) umfassend ein Gehäuse (5), eine, im Gehäuse (5) aufgenommene und relativ dazu drehbar gelagerte Seilscheibe (4) und eine, mit der Seilscheibe (4) wirkverbunden gekoppelte Fliehkraftbremse, wobei das Sicherungsseil (3) in einer, entlang einer Umfangsrichtung (6) der Seilscheibe (4) verlaufenden Rille (7) mit einem Kerbgrund (8) aufnehmbar ist, in der Rille (7) über einen Umschlingungswinkel (9) aufnehmbar ist und durch wenigstens einen Durchbruch (10) im Gehäuse (5) aus dem Gehäuse (5) heraus- und/oder in das Gehäuse (5) hineinführbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rettungsgerät (2) in Verbindung mit einem Sicherungsseil (3), das ein kernloses Seil, Insbesondere ein kernloses Seil mit einem offenen Geflecht, ist, ver-
wendbar ist.
2. Rettungsgerät (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rettungsgerät (2) im Bereich des Durchbruchs (10) ein, den Durchbruch (10) abschnittsweise verschließendes Führungselement (11) umfasst, wobei im Zusammenwirken zwischen Führungselement (11) und Gehäuse (5) ein erster Führungsdurchbruch (12) zum Hineinführen und ein zweiter Führungsdurchbruch (13) zum Herausführen des Sicherungsseils (3) ausgebildet ist, wobei das Sicherungsseil (3) vom Führungselement (5) in Richtung des Kerbgrunds (8) der Rille (7) verdrängt wird, sodass der Umschlingungswinkel (9) aus einem Bereich umfassend 310° bis 355° ausgebildet ist.
3. Rettungsgerät (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
das Rettungsgerät (2) ein Verdrängungselement (14) umfasst, wobei das Verdrängungselement (14) als hohlzylinderförmige und die Seilscheibe (4) in Umfangsrichtung (6) der Seilscheibe (4) abschnittsweise umgreifende Fassung ausgebildet ist,
sodass das Sicherungsseil (3) von der Fassung in die Rille (7) verdrängbar ist.
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4. Rettungsgerät (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem innersten Durchmesser (15) des Verdrängungselements (14) und einem äußersten Durchmesser (16) der Seilscheibe (4) ein Radialabstand aus einem Bereich umfassend 10% bis 50% des Seildurchmessers, insbesondere 15%
bis 20% des Seildurchmessers, ausgebildet ist.
5. Rettungsgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kerbgrund (8) der Rille (7) ausgehend von einem äußersten Durchmesser (16) der Seilscheibe (4) eine Tiefe aus einem Bereich umfassend 120% bis 400%, insbesondere 250% bis 300%, des Seildurchmessers aufweist, sodass das Sicherungsseil (3) bei Verwendung des Rettungsgerätes (2) in Richtung des Kerbgrunds (8) verdrängbar und vollständig in der Rille (7) aufnehm-
bar ist.
6. Rettungsgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rille (7) eine erste Seitenflanke (17) und eine zweite Seitenflanke (18) aufweist, wobei die erste Seitenflanke (17) und die zweite Seitenflanke (18) jeweils in Umfangsrichtung (6) alternierend ausgebildete Vertiefungen (19) in der Form von Nuten, Rillen, Dimples, Einkerbungen oder Ähnlichem aufweist, sodass das Sicherungsseil (3) mittels der Vertiefungen (19) näherungs-
weise meanderförmig oder im Zick-Zack verlaufend führbar ist.
7. Rettungsgerät (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (19) als in eine Radialrichtung der Seilscheibe (4) verlaufende und sich vom äußersten Durchmesser (16) bis in den Kerbgrund (8) der Seilscheibe (4) verlaufende Nuten ausgebildet sind, wobei die Nuten in Umfangsrichtung (6) der Seilscheibe (4) alternierend in der ersten Seitenflanke (17) und in der zweiten
Seitenflanke (18) ausgebildet sind.
8. Rettungsgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Seitenflanke (17) und eine zweite Seitenflanke
(18) der Rille (7) der Seilscheibe (4) in einem radial innenliegenden Bereich (20)
A2024/88954-AT
einen ersten Neigungswinkel (21) gegenüber einer Normalebene (22) einer Drehachse (23) der Seilscheibe (4) und in einem radial außenliegenden Bereich (24) einen zweiten Neigungswinkel (25) gegenüber der Normalebene (22) aufweisen, wobei der erste Neigungswinkel (21) einen kleineren Wert als der zweite Nei-
gungswinkel (25) aufweist.
9. Rettungsgerät (2) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Neigungswinkel (21) aus einem Bereich umfassend 5° bis 50° und der zweite Neigungswinkel (25) aus einem Bereich umfassend 20° bis 60° ausgewählt
ist.
10. Rettungsgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rille (7) der Seilscheibe (4) am radial äußersten Durchmesser (16) eine Breite aus einem Bereich umfassend 80% bis 200%, insbeson-
dere 130%, des Seildurchmessers aufweist.
11. Höhenrettungs-Kit (1) zum passiven und/oder automatischen Abseilen einer Person umfassend ein Rettungsgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und ein Sicherungsseil (3), dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungsseil (3) ein kernloses Seil, im Speziellen ein kernloses Seil mit einem offenen Geflecht, ist.
A2024/88954-AT
Claims (10)
1. Rettungsgerät (2) geeignet zum passiven Abseilen und geeignet zur Verwendung in Verbindung mit einem Sicherungsseil (3), wobei das Sicherungsseil (3) einen Seildurchmesser aufweist, das Rettungsgerät (2) umfassend ein Gehäuse (5), eine, im Gehäuse (5) aufgenommene und relativ dazu drehbar gelagerte Seilscheibe (4) und eine, mit der Seilscheibe (4) wirkverbunden gekoppelte Fliehkraftbremse, wobei das Sicherungsseil (3) in einer, entlang einer Umfangsrichtung (6) der Seilscheibe (4) verlaufenden Rille (7) mit einem Kerbgrund (8) aufnehmbar ist, in der Rille (7) über einen Umschlingungswinkel (9) aufnehmbar ist und durch wenigstens einen Durchbruch (10) im Gehäuse (5) aus dem Gehäuse (5) heraus- und/oder in das Gehäuse (5) hineinführbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rettungsgerät (2) in Verbindung mit einem Sicherungsseil (3), das ein kernloses Seil, insbesondere ein kernloses Seil mit einem offenen Geflecht, ist, verwendbar ist, und
dass die Rille (7) eine erste Seitenflanke (17) und eine zweite Seitenflanke (18) aufweist, wobei die erste Seitenflanke (17) und die zweite Seitenflanke (18) jeweils in Umfangsrichtung (6) alternierend ausgebildete Vertiefungen (19) in der Form von Nuten, Rillen, Dimples, Einkerbungen oder Ähnlichem aufweist, sodass das Sicherungsseil (3) mittels der Vertiefungen (19) näherungsweise meanderförmig oder im Zick-Zack verlaufend führbar ist.
2. Rettungsgerät (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rettungsgerät (2) im Bereich des Durchbruchs (10) ein, den Durchbruch (10) abschnittsweise verschließendes Führungselement (11) umfasst, wobei im Zusammenwirken zwischen Führungselement (11) und Gehäuse (5) ein erster Führungsdurchbruch (12) zum Hineinführen und ein zweiter Führungsdurchbruch (13) zum Herausführen des Sicherungsseils (3) ausgebildet ist, wobei das Sicherungsseil (3) vom Führungselement (11) in Richtung des Kerbgrunds (8) der Rille (7) verdrängt wird, sodass der Umschlingungswinkel (9) aus einem Bereich umfassend 310° bis 355° ausgebildet ist.
A50265/2024 (uZ: A2024/88954-AT)
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3. Rettungsgerät (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rettungsgerät (2) ein Verdrängungselement (14) umfasst, wobei das Verdrängungselement (14) als hohlzylinderförmige und die Seilscheibe (4) in Umfangsrichtung (6) der Seilscheibe (4) abschnittsweise umgreifende Fassung ausgebildet ist, sodass das Sicherungsseil (3) von der Fassung in die Rille (7) verdrängbar ist.
4. Rettungsgerät (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem innersten Durchmesser (15) des Verdrängungselements (14) und einem äußersten Durchmesser (16) der Seilscheibe (4) ein Radialabstand aus einem Bereich umfassend 10% bis 50% des Seildurchmessers, insbesondere 15% bis 20% des Seildurchmessers, ausgebildet ist.
5. Rettungsgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kerbgrund (8) der Rille (7) ausgehend von einem äußersten Durchmesser (16) der Seilscheibe (4) eine Tiefe aus einem Bereich umfassend 120% bis 400%, insbesondere 250% bis 300%, des Seildurchmessers aufweist, sodass das Sicherungsseil (3) bei Verwendung des Rettungsgerätes (2) in Richtung des Kerbgrunds (8) verdrängbar und vollständig in der Rille (7) aufnehmbar ist.
6. Rettungsgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (19) als in eine Radialrichtung der Seilscheibe (4) verlaufende und sich vom äußersten Durchmesser (16) bis in den Kerbgrund (8) der Seilscheibe (4) verlaufende Nuten ausgebildet sind, wobei die Nuten in Umfangsrichtung (6) der Seilscheibe (4) alternierend in der ersten Seiten-
flanke (17) und in der zweiten Seitenflanke (18) ausgebildet sind.
7. Rettungsgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Seitenflanke (17) und eine zweite Seitenflanke (18) der Rille (7) der Seilscheibe (4) in einem radial innenliegenden Bereich (20) einen ersten Neigungswinkel (21) gegenüber einer Normalebene (22) einer Drehachse (23) der Seilscheibe (4) und in einem radial außenliegenden Bereich (24)
A50265/2024 (uZ: A2024/88954-AT)
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einen zweiten Neigungswinkel (25) gegenüber der Normalebene (22) aufweisen, wobei der erste Neigungswinkel (21) einen kleineren Wert als der zweite Nei-
gungswinkel (25) aufweist.
8. Rettungsgerät (2) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Neigungswinkel (21) aus einem Bereich umfassend 5° bis 50° und der zweite Neigungswinkel (25) aus einem Bereich umfassend 20° bis 60° ausgewählt
ist.
9. Rettungsgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rille (7) der Seilscheibe (4) am radial äußersten Durchmesser (16) eine Breite aus einem Bereich umfassend 80% bis 200%, insbeson-
dere 130%, des Seildurchmessers aufweist.
10. Höhenrettungs-Kit (1) zum passiven und/oder automatischen Abseilen einer Person umfassend ein Rettungsgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und ein Sicherungsseil (3), dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungsseil (3) ein kernloses Seil, im Speziellen ein kernloses Seil mit einem offenen Geflecht, ist.
A50265/2024 (uZ: A2024/88954-AT)
25/25 ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50265/2024A AT528148A1 (de) | 2024-03-25 | 2024-03-25 | Rettungsgerät mit verbesserter Seilführung |
| PCT/AT2025/060134 WO2025199558A1 (de) | 2024-03-25 | 2025-03-25 | Rettungsgerät mit verbesserter seilführung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50265/2024A AT528148A1 (de) | 2024-03-25 | 2024-03-25 | Rettungsgerät mit verbesserter Seilführung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT528148A1 true AT528148A1 (de) | 2025-10-15 |
Family
ID=95558947
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATA50265/2024A AT528148A1 (de) | 2024-03-25 | 2024-03-25 | Rettungsgerät mit verbesserter Seilführung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT528148A1 (de) |
| WO (1) | WO2025199558A1 (de) |
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| WO2017068366A1 (en) * | 2015-10-23 | 2017-04-27 | Checkmate Lifting & Safety Ltd | Descender |
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2024
- 2024-03-25 AT ATA50265/2024A patent/AT528148A1/de unknown
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2025
- 2025-03-25 WO PCT/AT2025/060134 patent/WO2025199558A1/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| WO2025199558A1 (de) | 2025-10-02 |
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