AT528192A4 - Käfigläufer und Verfahren zum Herstellen eines Käfigläufers - Google Patents
Käfigläufer und Verfahren zum Herstellen eines KäfigläufersInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Käfigläufer (100) für eine Induktionsmotorbremse, wobei der Käfigläufer (100) eine Flüssigkeitskühlung aufweist. Der Käfigläufer (100) umfasst einen hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern (10) mit radialen Schlitzen (12), zumindest einen elektrisch leitenden Endring (14) auf jeder Seite des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns (10), mehrere elektrisch leitende Rotorstäbe (16), welche in den radialen Schlitzen (12) angeordnet sind, und welche mit den Endringen (14) elektrisch verbunden sind, und eine Welle (20), welche mit dem hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern (10) zum Übertragen eines Drehmoments verbunden ist. Weiter weist zumindest einer der Rotorstäbe (16) einen Kühlkanal (18) auf, welcher auf beiden Seiten des zumindest einen Rotorstabes (16) offen ist. Der Käfigläufer (100) umfasst auf beiden Seiten des Käfigläufers (100) eine Endkappe (22), wobei jede Endkappe (22) fest mit einem elektrisch leitenden Endring (14) und der Welle (20) verbunden ist, wodurch zwei geschlossene Hohlräume (24, 26) auf beiden Seiten des Käfigläufers (100) ausgebildet sind. Die Welle (20) weist zumindest einen Einlasskanal (34) und einen Auslasskanal (36) auf, wobei der Einlasskanal (34) mit einem der geschlossenen Hohlräume (24) hydraulisch verbunden ist und der Auslasskanal (36) mit dem anderen der geschlossenen Hohlräume (26) hydraulisch verbunden ist.
Description
Käfigläufer und Verfahren zum Herstellen eines Käfigläufers
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Käfigläufer für eine Induktionsmotorbremse, wobei der Käfigläufer eine Flüssigkeitskühlung umfasst, und ein Verfahren zum Herstellen eines Käfigläufers für eine Induktionsmotorbremse mit einer
Flüssigkeitskühlung.
Im Stand der Technik sind Käfigläufer für Induktionsmotorbremsen bekannt. Dabei können die Käfigläufer ebenso in Induktionsmotoren eingesetzt werden. Die Käfigläufer weisen einen hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern, zwei elektrisch leitende Endringe und mehrere elektrisch leitende Rotorstäbe auf. Durch
die elektrisch leitenden Rotorstäbe kann eine Kühlflüssigkeit geleitet werden.
Baulich bedingt ergibt sich ein gewisser Abstand von den elektrisch leitenden Rotorstäben zu dem äußeren Rand des Käfigläufers, da die elektrisch leitenden Rotorstäbe in Schlitzen des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns angeordnet sind. Ebenfalls weisen die beiden elektrisch leitenden Endringe eine gewisse Höhe auf. Ist die Höhe der elektrisch leitenden Endringe zu gering, dann sind solche Käfigläufer des Stands der Technik für hohe Geschwindigkeiten nicht geeignet, da sie einem hohen Druck der Kühlflüssigkeit, welcher sich bei den hohen Geschwindigkeiten durch die Zentrifugalkraft einstellt, nicht standhalten können. Weiter sind solche Käfigläufer für großen Schlupf (dissipatives Bremsen) nicht
geeignet, da die elektrisch leitenden Rotorstäbe nur eine geringe Höhe aufweisen.
Vor diesem Hintergrund besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, die voranstehend beschriebenen Nachteile zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen verbesserten Käfigläufer zu beschreiben bzw. ein Herstellungsverfahren für einen verbesserten
Käfigläufer zu beschreiben.
Die voranstehenden Aufgaben werden gelöst durch einen Käfigläufer mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. ein Verfahren zum Herstellen eines Käfigläufers
mit den Merkmalen des Anspruchs 6. Weitere Merkmale und Details der Erfindung
werden kann.
Demgemäß wird ein Käfigläufer für eine Induktionsmotorbremse beschrieben. Dabei weist der Käfigläufer eine Flüssigkeitskühlung auf. Der Käfigläufer umfasst einen hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern mit radialen Schlitzen, zumindest einen elektrisch leitenden Endring auf jeder Seite des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns, mehrere elektrisch leitende Rotorstäbe, welche in den radialen Schlitzen angeordnet sind, und welche mit den Endringen elektrisch verbunden sind, und eine Welle, welche mit dem hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern zum Übertragen eines Drehmoments verbunden ist. Weiter weist zumindest einer der Rotorstäbe einen Kühlkanal auf, welcher auf beiden Seiten des zumindest einen Rotorstabes offen ist. Der Käfigläufer umfasst auf beiden Seiten des Käfigläufers eine Endkappe, wobei jede Endkappe fest mit einem elektrisch leitenden Endring und der Welle verbunden ist, wodurch zwei geschlossene Hohlräume auf beiden Seiten des Käfigläufers ausgebildet sind. Die Welle weist zumindest einen Einlasskanal und einen Auslasskanal auf, wobei der Einlasskanal mit einem der geschlossenen Hohlräume hydraulisch verbunden ist und der Auslasskanal mit dem anderen der geschlossenen Hohlräume hydraulisch
verbunden ist.
Dadurch, dass der Einlasskanal mit dem einen der geschlossenen Hohlräume hydraulisch verbunden ist und der Auslasskanal mit dem anderen der geschlossenen Hohlräume hydraulisch verbunden ist, kann ein Kühlmittelstrom der Flüssigkeitskühlung von dem Einlasskanal über den Kühlkanal des zumindest einen Rotorstabes zu dem Auslasskanal fließen. Weiter können auch mehrere oder alle
Rotorstäbe Kühlkanäle zum Durchleiten des Kühlmittelstroms aufweisen.
Der Einlasskanal kann mit dem einen der geschlossenen Hohlräume über mehrere
Bohrungen in der Welle hydraulisch verbunden sein. Ebenso kann der Auslasskanal
hydraulisch verbunden sein.
Der Abstand von den elektrisch leitenden Rotorstäben zu dem äußeren Rand des Käfigläufers ist wegen des gewünschten elektromagnetischen Flusses möglichst klein ausgebildet. Weiter sind auch die Endringe wegen des gewünschten elektromagnetischen Flusses mit einer möglichst geringen Höhe ausgebildet. Dabei spielt auch die Anpassung der Höhe der Endringe an den Abstand von den elektrisch
leitenden Rotorstäben zu dem äußeren Rand des Käfigläufers eine Rolle.
Daher können die Endringe und die Endkappen speziell ausgebildet sein, um dem Flüssigkeitsdruck der Kühlung (auch bei hohen Umdrehungen, d.h. bei einer hohen Zentrifugalkraft) Stand zu halten. Speziell ausgebildet kann insbesondere heißen, dass die Hohlräume nicht rechteckig ausgebildet sind. Dementsprechend können die Endringe in Richtung der Achse des Käfigläufers kurz ausgebildet sein, so dass sich nur eine sehr kleine Fläche ergibt, auf welche die Kühlflüssigkeit radial nach außen
gedrückt wird.
Die radialen Schlitze des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns können sich bezogen auf die Achse des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns radial nach außen erstrecken. Dabei können sich die radialen Schlitze zudem entlang der
Richtung der Achse des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns erstrecken.
Weiter kann die Welle konzentrisch innerhalb des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns angeordnet und mit diesem an einer Innenwand des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns verbunden sein, um ein Drehmoment zu übertragen. Zudem kann die Welle koaxial zueinander angeordnete Einlass- und Auslasskühlkanäle aufweisen. Die Einlass- und Auslasskühlkanäle können weiter
auch koaxial zur Welle angeordnet sein.
Die Rotorlamellen, aus welchen der hohlzylinderförmige ferromagnetische Kern gebildet werden kann, können dicker sein als die entsprechenden Statorlamellen. Dabei können die Rotorlamellen in Richtung der Achse des Käfigläufers gestapelt
sein.
Die Kühlflüssigkeit der Flüssigkeitskühlung kann insbesondere Öl aufweisen oder ein
Öl sein.
entgegengesetzter Richtung auf die Welle.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel des Käfigläufers beträgt ein Winkel zwischen jeder Endkappe und der Welle kleiner als 90°, bevorzugt kleiner als 85° und noch weiter bevorzugt kleiner als 80°. Vorteilhafterweise erlaubt dies eine stabile Konstruktion der die Hohlräume bildenden Elemente, so dass der Käfigläufer auch für hohe Drücke der Kühlflüssigkeit bei hohen Geschwindigkeiten geeignet ist. Die
Flüssigkeitskühlung kann damit dicht gehalten werden.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel des Käfigläufers ist das Verhältnis von der Höhe zu der Breite der elektrisch leitenden Rotorstäbe größer als 5 und bevorzugt größer als 7. Mittels dieses Verhältnisses können die gewünschten physikalischen Eigenschaften des Käfigläufers erreicht werden. Dementsprechend kann der Käfigläufer auch für einen großen Schlupf (dissipatives Bremsen) geeignet sein. Die Breite der elektrisch leitenden Rotorstäbe kann an der breitesten Stelle
gemessen werden.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel des Käfigläufers sind in radialer Richtung zu einer Achse des Käfigläufers unterhalb der mehreren elektrisch leitenden Rotorstäbe innere elektrisch leitende Rotorstäbe angeordnet. Die mehreren elektrisch leitenden Rotorstäbe bilden einen äußeren Käfig. Die inneren elektrisch leitenden Rotorstäbe bilden einen inneren Käfig. Dabei sind die inneren elektrisch leitenden Rotorstäbe von den mehreren elektrisch leitenden Rotorstäben elektrisch isoliert. Der äußere Käfig ist also von dem inneren Käfig elektrisch isoliert. Unter jedem der mehreren elektrisch leitenden Rotorstäben kann genau ein innerer
elektrisch leitender Rotorstab in einem jeweiligen Schlitz angeordnet sein.
angeordnet.
Weiter wird ein Verfahren zum Herstellen eines Käfigläufers für eine Induktionsmotorbremse mit einer Flüssigkeitskühlung beschrieben. Dabei weist das
Verfahren die folgenden Schritte auf:
Herstellen von Rotorlamellen und Herstellen eines hohlzylinderförmigen
ferromagnetischen Kerns aus den Rotorlamellen, Herstellen von Rotorstäben mit jeweils einem Kühlkanal, Herstellen von Endringen und Endkappen,
Zusammenbauen des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns, der
Rotorstäbe, der Endringe und der Endkappen,
Einfügen einer Welle in den hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern zum Übertragen eines Drehmoments zwischen der Welle und dem hohlzylinderförmigen
ferromagnetischen Kern,
Axiales Spannen der Endkappen in einen vorgespannten Zustand durch eine
Fixierung an der Welle, und
Abdichten der Flüssigkeitskühlung aufweisend die Rotorstäbe, die Endringe und die
Endkappen.
Über die axiale Spannung der Endkappen können die Endringe vorgespannt werden. Die axiale Vorspannung der Endringe kann die äußeren Bereiche der Endringe von einer Belastung bei maximaler Rotorgeschwindigkeit teilweise oder vollständig entlasten, wenn der zentrifugale Flüssigkeitsdruck eine hohe axiale Kraft auf die
Endkappen ausübt.
Die einzelnen Rotorlamellen können durch Stanzen hergestellt werden. Die einzelnen Rotorlamellen können insbesondere Stahl aufweisen oder aus Stahl
bestehen.
Die Rotorstäbe können insbesondere durch Ziehen aus einem Rohr oder durch
Strangpressen hergestellt werden. Weiter kann die Fixierung der Endkappen an der
Welle über Sicherungsringe erfolgen.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel des Verfahrens werden die Rotorstäbe durch Strangpressen aus einem heißen Metallblock geformt. Vorteilhafterweise sind durch das Strangpressen auch komplizierte Formen möglich, wie beispielsweise mehrere
Kühlkanäle in einem Rotorstab.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel des Verfahrens werden die Rotorstäbe durch Ziehen aus einem Rohr gebildet. Dadurch ist eine dünne Wand der Rotorstäbe
möglich. Zudem kann eine gute Abdichtung realisiert werden.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel des Verfahrens werden die Rotorstäbe durch Biegen aus einem Blech geformt, wobei der Kühlkanal des Rotorstabs durch Schweißen abgedichtet wird. Vorteilhafterweise ergeben sich niedrige Kosten für das
Rohteil, also das Blech.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel des Verfahrens erfolgt das Abdichten der Flüssigkeitskühlung durch Hartlöten von Teilen der Flüssigkeitskühlung durch Auftragen des Hartlots und anschließendes Erhitzen in einem Ofen. Die Teile der Flüssigkeitskühlung sind beispielsweise die Rotorstäbe, die Endringe und die Endkappen. Das Hartlöten ist ein bekanntes Verfahren, das bei der Herstellung von beispielsweise Kupferkühlern weit verbreitet ist. Mit dem Hartlöten ist eine zuverlässige Abdichtung von beispielsweise einem Ölkühlkreislauf möglich. Mittels des Hartlötens kann ein guter elektrischer Kontakt beispielsweise zwischen den Rotorstäben und den Endringen realisiert werden. Das Hartlot kann in Form einer
Hartlotpaste aufgetragen werden.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel des Verfahrens erfolgt ein Test einer Dichtheit der Flüssigkeitskühlung, wobei die Flüssigkeitskühlung mit Kühlflüssigkeit gefüllt wird, und wobei ein Testdruck der Kühlflüssigkeit einen Betriebsdruck der
Kühlflüssigkeit bei maximaler Geschwindigkeit übersteigt.
Mittels des Tests kann eine Dichtheitsprüfung der Flüssigkeitskühlung erfolgen. Mittels des Tests können auch mögliche kostengünstigere Abdichtungen der
Rotorstäbe ohne Hartlöten verfolgt werden. Sinnvollerweise sollte der Druck bei dem
Test so gewählt werden, dass er den maximalen Druck übersteigt, welcher im
Betrieb der Flüssigkeitskühlung vorkommen kann. Die maximale Geschwindigkeit
bedeutet die maximale Anzahl von Rotationen des Käfigläufers pro Zeiteinheit.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel des Verfahrens wird der Testdruck der Flüssigkeitskühlung in Form eines kurzen Impulses ausgeführt. Dementsprechend liegt also der Testdruck nicht kontinuierlich vor. Nur innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums, also der Zeitdauer des Impulses, wird der Testdruck erreicht. Mittels des Testdruck Impulses kann die Energie, welche auf die einzelnen Teile der Flüssigkeitskühlung wirkt, kontrolliert werden. Mit diesem Test ist es möglich den Kontakt zwischen den einzelnen Teilen der Flüssigkeitskühlung genauer zu überprüfen. Dementsprechend kann dieser Test einen Beitrag dazu leisten, dass ein
engerer Kontakt zwischen den Teilen der Flüssigkeitskühlung erreicht werden kann.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel des Verfahrens weist die Welle beim Einfügen der Welle in den hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern eine
Temperatur von kleiner als 0°C auf.
Durch die niedrige Temperatur der Welle befindet sich diese in einem zusammengezogenen Zustand. Dadurch kann die Welle in den hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern eingefügt werden. Beim Erwärmen und dem damit verbundenen Ausdehnen der Welle ist diese dann fest mit dem hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern verbunden. Weiter können die an die Welle angrenzenden
Teile des Käfigläufers vor dem Einfügen der Welle erwärmt werden.
Eine solche Schrumpftechnik stellt eine kostengünstige Art dar eine
Wellenschnittstelle zu realisieren.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel des Verfahrens wird vor dem Zusammenbauen des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns, der Rotorstäbe, der Endringe und der Endkappen ein innerer Käfig aus weiteren
Rotorstäben ausgebildet und beim Zusammenbauen berücksichtigt.
Der innere Käfig aufweisend die weiteren Rotorstäbe wird von dem äußeren Käfig aufweisend die Rotorstäbe elektrisch entkoppelt angeordnet. Der innere Käfig, welcher die weiteren Rotorstäbe aufweist, wird innerhalb des äußeren Käfigs,
welcher die Rotorstäbe aufweist, angeordnet.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel des Verfahrens werden die Endkappen ausgewuchtet, indem Material von den Endkappen entnommen wird. Vorteilhafterweise können dadurch die Rotationseigenschaften des Käfigläufers
verbessert werden.
Weitere mögliche Implementierungen der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmalen. Dabei wird der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen zu der jeweiligen Grundform
der Erfindung hinzufügen.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind. Es zeigen: Fig. 1a eine perspektivische Ansicht eines Käfigläufers; Fig. 19 eine teilweise Schnittdarstellung des Käfigläufers aus Fig. 1a;
Fig. 2a eine schematische Schnittdarstellung eines Käfigläufers wie in der Fig. 1a
dargestellt; Fig. 20 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs X aus Fig. 2a; Fig. 2c eine weitere vergrößerte Darstellung des Bereichs X aus Fig. 2a; Fig. 2d eine weitere vergrößerte Darstellung des Bereichs X aus Fig. 2a;
Fig. 3a eine schematische Schnittdarstellung eines Käfigläufers wie in der Fig. 1a
dargestellt mit eingezeichnetem Kühlkreislauf;
Fig. 3b eine teilweise Schnittdarstellung des Käfigläufers aus Fig. 2a oder 3a
entlang der Linie A-A;
Fig. 3c eine weitere teilweise Schnittdarstellung des Käfigläufers aus Fig. 2a oder
3a entlang der Linie A-A;
Fig. 3d eine weitere teilweise Schnittdarstellung des Käfigläufers aus Fig. 2a oder
3a entlang der Linie A-A;
Fig. 4a eine schematische Schnittdarstellung eines weiteren Käfigläufers;
Fig. 49 eine teilweise Schnittdarstellung des Käfigläufers aus Fig. 4a entlang der Linie A-A;
Fig. 4c eine vergrößerte Darstellung des Bereichs X aus Fig. 4a;
Fig. 5 eine schematische Schnittdarstellung eines Käfigläufers mit alternativem Kühlkreislauf;
Fig. 6 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Herstellen eines Käfigläufers; Fig. 7a eine schematische Schnittdarstellung eines Rotorstabs;
Fig. 7b eine weitere schematische Schnittdarstellung eines Rotorstabs;
Fig. /c_ eine weitere schematische Schnittdarstellung eines Rotorstabs;
Fig. 8 eine weitere teilweise Schnittdarstellung des Käfigläufers aus Fig. 2a oder
3a entlang der Linie A-A; und Fig. 9 eine weitere vergrößerte Darstellung des Bereichs X aus Fig. 2a oder 3a.
Fig. 1a zeigt eine perspektivische Ansicht eines Käfigläufers 100. Der Käfigläufer 100 kann in einer Induktionsmotorbremse eingesetzt werden. Weiter weist der Käfigläufer 100 eine Flüssigkeitskühlung auf. Der Käfigläufer 100 umfasst einen hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern 10 mit radialen Schlitzen 12, zwei elektrisch leitende Endringe 14, mehrere elektrisch leitende Rotorstäbe 16, welche in den radialen Schlitzen 12 angeordnet sind, und welche mit den Endringen 14 elektrisch verbunden sind, und eine Welle 20. Die Welle 20 ist mit dem hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern 10 zum Übertragen eines Drehmoments verbunden. Die Rotorstäbe 16 weisen jeweils einen Kühlkanal 18 auf,
welcher auf beiden Seiten eines Rotorstabes 16 offen ist.
Der Käfigläufer 100 weist auf beiden Seiten des Käfigläufers 100 eine Endkappe 22 auf, wobei jede Endkappe 22 fest mit einem elektrisch leitenden Endring 14 und der Welle 20 verbunden ist. Dadurch werden zwei geschlossene Hohlräume 24, 26 auf beiden Seiten des Käfigläufers 100 ausgebildet. Weiter umfasst die Welle 20
zumindest einen Einlasskanal 34 und einen Auslasskanal 36. Dabei ist der
Einlasskanal 34 mit einem der geschlossenen Hohlräume 24 hydraulisch verbunden
und der Auslasskanal 36 ist mit dem anderen der geschlossenen Hohlräume 26
hydraulisch verbunden.
Auf der Seite des Einlasskanals 34 kann sich die antriebsseitige Lagerung 46 befinden. Weiter kann sich auf der Seite des Auslasskanals 36 die nicht-
antriebsseitige Lagerung 48 befinden.
Die Flüssigkeitskühlung kann insbesondere die Welle 20, die Endkappen 22, die Endringe 14 und die Rotorstäbe 16 umfassen. Dabei wird die Kühlflüssigkeit von dem Einlasskanal 34 über Einlassbohrungen 42 in den Hohlraum 24 geleitet. Von dem Hohlraum 24 fließt die Kühlflüssigkeit über die Kühlkanäle 18 der Rotorstäbe 16 in den Hohlraum 26. Anschließend wird die Kühlflüssigkeit von dem Hohlraum 26 über die Auslassbohrungen 44 in den Auslasskanal 36 geleitet. Stopfen 40 sorgen dafür, dass die Kühlflüssigkeit nicht einfach entlang der Welle 20 fließt. Bei der
Kühlflüssigkeit kann es sich insbesondere um Öl handeln.
Mittels Sicherungsringen 38 können die Endkappen 22 an der Welle 20 fixiert werden. Dadurch können die Endringe 14 in axialer Richtung des Käfigläufers 100 mittels der Endkappen 22 verpresst werden. Dadurch kann eine Belastung der Endringe 14 verringert werden, wenn der Druck der Kühlflüssigkeit die Endkappen 22
nach außen drückt.
Die Welle 20 kann beim Einfügen in den hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern 10 eine Temperatur von kleiner als 0°C aufweisen. Aufgrund der geringen Temperatur ist die Welle 20 dann in sich zusammengezogen. Ebenfalls kann insbesondere der hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern 10 vor dem Einfügen der Welle 20 eine erhöhte Temperatur aufweisen. Der hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern 10 ist dann ausgedehnt. Dementsprechend kann die Welle 20 in diesem Zustand leicht in den hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern 10 eingefügt werden. Nach dem Temperaturausgleich ist die Welle 20 dann fest mit dem
hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern 10 verbunden.
Die radialen Schlitze 12 und die Rotorstäbe 16 können parallel zur Achse des Käfigläufers 100 angeordnet sein. Alternativ können die radialen Schlitze 12 und die
Rotorstäbe 16 auch unter einem Winkel zur Achse des Käfigläufers 100 angeordnet
sein. Mittels einer solchen Schrägstellung der radialen Schlitze 12 und der
Rotorstäbe 16 relativ zur Achse des Käfigläufers 100 kann die Drehmomentwelligkeit
und die Geräuschentwicklung verringert werden.
Fig. 1b zeigt eine teilweise Schnittdarstellung des Käfigläufers 100 aus Fig. 1a. Dargestellt sind die elektrisch leitenden Rotorstäbe 16 und ein Endring 14. Das Verhältnis von der Höhe H zu der Breite B der elektrisch leitenden Rotorstäbe 16 kann größer als 5 und bevorzugt größer als 7 sein. Dadurch kann der Käfigläufer 100
auch für einen großen Schlupf (dissipatives Bremsen) geeignet sein.
Fig. 2a zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines Käfigläufers 100 wie in der Fig. 1a dargestellt. In der Fig. 2a ist weiter ein angetriebenes Getriebe 50 zu sehen. Der Winkel & zwischen jeder Endkappe 22 und der Welle 20 kann kleiner als 90°, bevorzugt kleiner als 85° und noch weiter bevorzugt kleiner als 80° sein. Eine solche
Konstruktion ist besonders stabil.
Fig. 2b zeigt eine vergrößerte Darstellung des Bereichs X aus Fig. 2a. Das Abdichten der Flüssigkeitskühlung kann mittels Hartlöten von Teilen der Flüssigkeitskühlung durch Auftragen eines Hartlots 28 und anschließendes Erhitzen erfolgen. Wie in Fig. 2b zu sehen, ist der elektrisch leitende Endring 14 mittels Hartlöten an dem elektrisch
leitenden Rotorstab 16 befestigt.
Fig. 2c zeigt eine weitere vergrößerte Darstellung des Bereichs X aus Fig. 2a in einem Montagezustand. Auch die Endkappe 22 und der elektrisch leitende Endring 14 können durch Hartlöten miteinander verbunden werden. Aufgrund der Fixierung der Endkappe 22 an der Welle 20 wirkt eine axiale Montagekraft 52 auf die Endkappe 22. Die Endkappe 22 kann ein Material mit hoher Festigkeit, wie beispielsweise Bronze oder Stahl, aufweisen. Aufgrund der axialen Montagekraft 52 erfolgt eine Reaktionskraft 54 von dem elektrisch leitenden Endring 14. Der Endring 14 kann ein Material von geringer Festigkeit, wie beispielsweise Kupfer, aufweisen. Die elektrisch leitenden Rotorstäbe 16 und die elektrisch leitenden Endringe 14 sind aus einem sehr gut elektrisch leitfähigen Material, wie beispielsweise Kupfer, mit relativ geringer mechanischer Festigkeit gefertigt. Der äußere Abschnitt 58 des elektrisch leitenden Endrings 14 ist relativ dünn verglichen mit der Schlitzeintrittstiefe. Aufgrund der axialen Montagekraft 52 erfolgt auch eine axiale Druckspannung 56
des elektrisch leitenden Endrings 14.
Fig. 3a zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines Käfigläufers 100 wie in der Fig. 1a dargestellt mit eingezeichnetem Kühlkreislauf. Der Kühlkreislauf weist eine Pumpe 64 und einen Wärmetauscher 66 auf. Ein Einlassrohr 68 auf der Seite des Einlasskanals 34 ist über eine drehbare Dichtung 70 mit der Welle 20 verbunden. Ebenso ist ein Auslassrohr 72 auf der Seite des Auslasskanals 36 über eine drehbare Dichtung 70 mit der Welle 20 verbunden.
Die Flüssigkeitskühlung kann getestet werden. Bei einem solchen Test einer Dichtheit der Flüssigkeitskühlung wird die Flüssigkeitskühlung zuerst mit Kühlflüssigkeit gefüllt. Der Testdruck der Kühlflüssigkeit kann so gewählt werden, dass er einen Betriebsdruck der Kühlflüssigkeit bei maximaler Geschwindigkeit, also
maximaler Rotation des Käfigläufers 100, übersteigt.
Alternativ kann der Testdruck der Flüssigkeitskühlung in Form eines kurzen Impulses
ausgeführt werden.
Fig. 3b zeigt eine teilweise Schnittdarstellung des Käfigläufers 100 aus Fig. 2a oder 3a entlang der Linie A-A. Zu sehen sind elektrisch leitende Rotorstäbe 16 mit Kühlkanälen 18, der hohlzylinderförmige ferromagnetische Kern 10, die radialen Schlitze 12, Käfigläufer-Zähne 74, Stator-Zähne 76 und Stator-Wicklungen 78.
Zähne 76 die magnetische Flussdichte der Käfigläufer-Zähne 74 übersteigt.
Fig. 3c zeigt eine weitere teilweise Schnittdarstellung des Käfigläufers 100 aus Fig. 2a oder 3a entlang der Linie A-A. Die Pfeile 80 symbolisieren die Stromdichteverteilung der elektrisch leitenden Rotorstäbe 16 bei kleinem Schlupf
(Fahrbetrieb, regeneratives Bremsen).
Fig. 3d zeigt eine weitere teilweise Schnittdarstellung des Käfigläufers 100 aus Fig. 2a oder 3a entlang der Linie A-A. Die Pfeile 80 symbolisieren die Stromdichteverteilung der elektrisch leitenden Rotorstäbe 16 bei großem Schlupf (gemischtes oder dissipatives Bremsen). Die höchste Stromdichteverteilung eines elektrisch leitenden Rotorstabs 16 befindet sich dann in unmittelbarer Nähe des Kühlkanals 18.
Fig. 4a zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines weiteren Käfigläufers 100. Im Gegensatz zu dem Käfigläufer 100 aus Fig. 1a weist der Käfigläufer 100 aus Fig. 4a in radialer Richtung zu einer Achse des Käfigläufers 100 unterhalb der mehreren elektrisch leitenden Rotorstäbe 16 innere elektrisch leitende Rotorstäbe 30 auf. Die mehreren elektrisch leitenden Rotorstäbe 16 bilden einen äußeren Käfig. Die inneren elektrisch leitenden Rotorstäbe 30 bilden einen inneren Käfig. Dabei ist der äußere
Käfig von dem inneren Käfig elektrisch isoliert.
Die elektrisch leitenden Rotorstäbe 16, welche die Kühlkanäle 18 aufweisen, können so einfacher hergestellt werden. Die Abdichtung der Schnittstelle zwischen den elektrisch leitenden Rotorstäben 16 und den Endringen 14 wird dann einfacher.
Weiter kann der äußere Käfig aus einem Material mit höherem spezifischem
elektrischem Widerstand und höherer mechanischer Festigkeit hergestellt werden
(beispielsweise Bronze). Ein höherer elektrischer Widerstand verbessert die Leistung
bei hohem Schlupf (höheres Drehmoment, geringerer Statorstrom). Der innere Käfig
kann mit konventioneller Technik (Guss) hergestellt werden.
Fig. 4b zeigt eine teilweise Schnittdarstellung des Käfigläufers 100 aus Fig. 4a
entlang der Linie A-A.
Fig. 4c zeigt eine vergrößerte Darstellung des Bereichs X aus Fig. 4a. Dargestellt ist
auch der innerer Endring 82.
Fig. 5 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines Käfigläufers 100 mit alternativem Kühlkreislauf. Dargestellt sind die antriebsseitige Lagerung 46 und die nicht-antriebsseitige Lagerung 48. Sowohl das Einlassrohr 68 als auch das Auslassrohr 72 des Kühlkreislaufs befinden sich auf einer Seite des Käfigläufers 100. Wie in der Fig. 5 dargestellt, fließt die erwärmte Kühlflüssigkeit in der Mitte der Welle 20 zu dem Auslassrohr 72. Die kalte Kühlflüssigkeit fließt dagegen außen in der
Welle 20 zu dem entsprechenden Hohlraum.
Dementsprechend ist auf der Antriebsseite kein Zugang für die Kühlflüssigkeit erforderlich. Zudem ergibt sich ein Schutz der nicht-antriebsseitigen Lagerung 48 vor Überhitzung (wenn die heiße Kühlflüssigkeit durch die kalte Kühlflüssigkeit abgeschirmt wird). Dieser Kühlkreislauf ist auch geeignet bei einem
Untersetzungsgetriebe mit koaxialer Abtriebswelle.
Fig. 6 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Herstellen eines Käfigläufers 100 für eine Induktionsmotorbremse mit einer Flüssigkeitskühlung. Das Verfahren
weist die folgenden Schritte auf:
In einem ersten Schritt S1 werden Rotorlamellen hergestellt. Die Rotorlamellen können insbesondere durch Stanzen hergestellt werden. Der hohlzylinderförmige ferromagnetische Kern 10 wird aus den Rotorlamellen hergestellt, indem die
einzelnen Rotorlamellen gestapelt werden.
In einem zweiten Schritt S2 werden die Rotorstäbe 16 mit jeweils einem Kühlkanal
18 hergestellt.
hergestellt.
In einem vierten Schritt S4 werden der hohlzylinderförmige ferromagnetische Kern
10, die Rotorstäbe 16, die Endringe 14 und die Endkappen 22 zusammengebaut.
In einem fünften Schritt S5 wird die Welle 20 in den hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern 10 eingefügt. Die Welle 20 und der hohlzylinderförmige ferromagnetische Kern 10 werden so zusammengebaut, dass ein Drehmoment zwischen der Welle 20 und dem hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern 10
übertragen werden kann.
In einem sechsten Schritt S6 erfolgt ein axiales Spannen der Endkappen 22 in einen vorgespannten Zustand durch eine Fixierung an der Welle 20. Die Endkappen können dabei insbesondere mit Sicherungsringen 38 an der Welle 20 fixiert werden. Durch das axiale Spannen der Endkappen können die Endringe 14 im Betrieb bei
einer hohen Drehzahl des Käfigläufers 100 entlastet werden.
In einem siebten Schritt S7 wird die Flüssigkeitskühlung aufweisend die Rotorstäbe 16, die Endringe 14 und die Endkappen 22 abgedichtet.
Fig. 7a zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines Rotorstabs 16. Dabei wird der dargestellte Rotorstab 16 durch Strangpressen aus einem heißen Metallblock
geformt. Mit dieser Methode können mehrere Kühlkanäle 18 geformt werden.
Fig. 7b zeigt eine weitere schematische Schnittdarstellung eines Rotorstabs 16. Dabei wird der dargestellte Rotorstab 16 durch Ziehen aus dem links in Fig. 7b
gezeigten Rohr gebildet.
Fig. 7c zeigt eine weitere schematische Schnittdarstellung eines Rotorstabs 16. Dabei wird der dargestellte Rotorstab 16 durch Biegen aus dem links in Fig. 7c gezeigten Blech geformt. Dabei wird der Kühlkanal 18 des Rotorstabs 16 durch
Schweißen (beispielsweise Walz- oder Ultraschallschweißen) abgedichtet.
Fig. 8 zeigt eine weitere teilweise Schnittdarstellung des Käfigläufers 100 aus Fig. 2a oder 3a entlang der Linie A-A. Ein Hydroforming-Prozess kann hier beispielsweise
dazu verwendet werden, um die Rotorstäbe 16 in den radialen Schlitzen 12 zu
erweitern, um eine feste Fixierung und einen guten thermischen Kontakt zu den
Käfigläufer-Zähnen 74 zu gewährleisten. Die Pfeile 84 symbolisieren die Erweiterung
der Rotorstäbe 16. Dabei sollte der Druckimpuls kurz sein und eine kontrollierte
Energie haben, damit die Rotorstäbe nicht in die radialen Schlitze 12 hineingedrückt
werden. Alternativ können die Rotorstäbe 16 während des Hydroforming-Prozesses
von Werkzeugen gestützt werden.
Fig. 9 zeigt eine weitere vergrößerte Darstellung des Bereichs X aus Fig. 2a oder 3a. Die Endkappen 22 können ausgewuchtet werden, indem Material von den Endkappen 22 entnommen wird. Dies kann mittels einer Auswuchtbohrung 86
erfolgen.
Optional kann die Schnittstelle zwischen den Rotorstäben 16 und den Endringen 14 auch durch einen Hydroforming-Prozess abgedichtet werden. Die Endringe 14 können mit Nuten 88 versehen werden, wobei die Rotorstäbe 16 nach dem
Hydroforming-Prozess eine angepasste Oberfläche 90 aufweisen.
17 Bezugszeichenliste 10 hohlzylinderförmiger ferromagnetischer Kern 12 radialer Schlitz 14 Endring 16 Rotorstab 18 Kühlkanal 20 Welle 22 Endkappe 24 Hohlraum bei dem Einlasskanal 26 Hohlraum bei dem Auslasskanal 28 Hartlot 30 innerer Rotorstab 34 Einlasskanal 36 Auslasskanal 38 Sicherungsring 40 Stopfen 42 Einlassbohrung 44 Auslassbohrung 46 antriebsseitige Lagerung 48 nicht-antriebsseitige Lagerung 50 angetriebenes Getriebe 52 axiale Montagekraft 54 Reaktionskraft 56 axiale Druckspannung 58 äußerer Abschnitt des elektrisch leitenden Endrings 60 Pfeile (Kühlflüssigkeitsdruck) 62 Pfeile (Spannungsgradient beim Hartlot)
18 64 Pumpe 66 Wärmetauscher 68 Einlassrohr 70 drehbare Dichtung 72 Auslassrohr 74 Käfigläufer-Zahn 76 Stator-Zahn 78 Stator-Wicklung 80 Pfeil (Stromdichteverteilung) 82 innerer Endring 84 Pfeil (Erweiterung Rotorstab) 86 Auswuchtbohrung 88 Nut 90 Oberfläche nach Hydroforming 100 Käfigläufer a Winkel B Breite H Höhe
Patentansprüche
1. Käfigläufer (100) für eine Induktionsmotorbremse, wobei der Käfigläufer (100)
eine Flüssigkeitskühlung umfasst, aufweisend
einen hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern (10) mit radialen Schlitzen (12),
zumindest einen elektrisch leitenden Endring (14) auf jeder Seite des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns (10),
mehrere elektrisch leitende Rotorstäbe (16), welche in den radialen Schlitzen (12) angeordnet sind, und welche mit den Endringen (14) elektrisch verbunden sind, und
eine Welle (20), welche mit dem hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern (10) zum Übertragen eines Drehmoments verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Rotorstäbe (16) einen Kühlkanal (18) aufweist, welcher auf beiden Seiten des zumindest einen Rotorstabes (16) offen ist,
der Käfigläufer (100) auf beiden Seiten des Käfigläufers (100) eine Endkappe (22) aufweist, wobei jede Endkappe (22) fest mit einem elektrisch leitenden Endring (14) und der Welle (20) verbunden ist, wodurch zwei geschlossene Hohlräume (24, 26) auf beiden Seiten des Käfigläufers (100) ausgebildet sind, und
die Welle (20) zumindest einen Einlasskanal (34) und einen Auslasskanal (36) aufweist, wobei der Einlasskanal (34) mit einem der geschlossenen Hohlräume (24) hydraulisch verbunden ist und der Auslasskanal (36) mit dem anderen der geschlossenen Hohlräume (26) hydraulisch
verbunden ist. 2. Käöäfigläufer (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Endringe (14) in axialer Richtung des Käfigläufers (100) mittels der Endkappen
(22) verpresst sind.
bevorzugt kleiner als 85° und noch weiter bevorzugt kleiner als 80° beträgt.
4. Käöäfigläufer (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von der Höhe (H) zu der Breite (B) der
elektrisch leitenden Rotorstäbe (16) größer als 5 und bevorzugt größer als 7 ist.
5. Köäfigläufer (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in radialer Richtung zu einer Achse des Käfigläufers (100) unterhalb der mehreren elektrisch leitenden Rotorstäbe (16) innere
elektrisch leitende Rotorstäbe (30) angeordnet sind.
6. Verfahren zum Herstellen eines Käfigläufers (100) für eine Induktionsmotorbremse mit einer Flüssigkeitskühlung, gekennzeichnet durch die Schritte:
- Herstellen von Rotorlamellen und Herstellen eines hohlzylinderförmigen
ferromagnetischen Kerns (10) aus den Rotorlamellen, - Herstellen von Rotorstäben (16) mit jeweils einem Kühlkanal (18), - Herstellen von Endringen (14) und Endkappen (22),
- Zusammenbauen des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns (10), der Rotorstäbe (16), der Endringe (14) und der Endkappen (22),
- Einfügen einer Welle (20) in den hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern (10) zum Übertragen eines Drehmoments zwischen der Welle (20) und
dem hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern (10),
- Axiales Spannen der Endkappen (22) in einen vorgespannten Zustand durch
eine Fixierung an der Welle (20), und
- Abdichten der Flüssigkeitskühlung aufweisend die Rotorstäbe (16), die Endringe (14) und die Endkappen (22).
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorstäbe
(16) durch Strangpressen aus einem heißen Metallblock geformt werden.
(16) durch Ziehen aus einem Rohr gebildet werden.
9. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorstäbe (16) durch Biegen aus einem Blech geformt werden, wobei der Kühlkanal (18)
des Rotorstabs (16) durch Schweißen abgedichtet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdichten der Flüssigkeitskühlung durch Hartlöten von Teilen der Flüssigkeitskühlung durch Auftragen des Hartlots (28) und anschließendes
Erhitzen in einem Ofen erfolgt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Test einer Dichtheit der Flüssigkeitskühlung erfolgt, wobei die Flüssigkeitskühlung mit Kühlflüssigkeit gefüllt wird, und wobei ein Testdruck der Kühlflüssigkeit einen Betriebsdruck der Kühlflüssigkeit bei maximaler
Geschwindigkeit übersteigt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Testdruck
der Flüssigkeitskühlung in Form eines kurzen Impulses ausgeführt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (20) beim Einfügen der Welle (20) in den hohlzylinderförmigen
ferromagnetischen Kern (10) eine Temperatur von kleiner als 0°C aufweist.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Zusammenbauen des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns (10), der Rotorstäbe (16), der Endringe (14) und der Endkappen (22) ein innerer Käfig aus inneren Rotorstäben (30) ausgebildet und beim
Zusammenbauen berücksichtigt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Endkappen (22) ausgewuchtet werden, indem Material von den
Endkappen (22) entnommen wird.
Claims (1)
- GEÄNDERTE Patentansprüche1. Käfigläufer (100) für eine Induktionsmotorbremse, wobei der Käfigläufer (100)eine Flüssigkeitskühlung umfasst, aufweisendeinen hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern (10) mit radialen Schlitzen (12),zumindest einen elektrisch leitenden Endring (14) auf jeder Seite des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns (10),mehrere elektrisch leitende Rotorstäbe (16), welche in den radialen Schlitzen (12) angeordnet sind, und welche mit den Endringen (14) elektrisch verbunden sind, undeine Welle (20), welche mit dem hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern (10) zum Übertragen eines Drehmoments verbunden ist, wobeizumindest einer der Rotorstäbe (16) einen Kühlkanal (18) aufweist, welcherauf beiden Seiten des zumindest einen Rotorstabes (16) offen ist,der Käfigläufer (100) auf beiden Seiten des Käfigläufers (100) eine Endkappe (22) aufweist, wobei jede Endkappe (22) fest mit einem elektrisch leitenden Endring (14) und der Welle (20) verbunden ist, wodurch zwei geschlossene Hohlräume (24, 26) auf beiden Seiten des Käfigläufers (100) ausgebildet sind, unddie Welle (20) zumindest einen Einlasskanal (34) und einen Auslasskanal (36) aufweist, wobei der Einlasskanal (34) mit einem der geschlossenen Hohlräume (24) hydraulisch verbunden ist und der Auslasskanal (36) mit dem anderen der geschlossenen Hohlräume (26) hydraulisch verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Winkel (@«) zwischen jeder Endkappe (22) und der Welle (20) kleiner als 90° beträgt.2. Käfigläufer (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieEndringe (14) in axialer Richtung des Käfigläufers (100) mittels der Endkappen(22) verpresst sind.ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHEA 50665/2024 203. Köfigläufer (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Winkel («) zwischen jeder Endkappe (22) und der Welle (20) kleiner als 85° undbevorzugt kleiner als 80° beträgt.4. Käöäfigläufer (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von der Höhe (H) zu der Breite (B) derelektrisch leitenden Rotorstäbe (16) größer als 5 und bevorzugt größer als 7 ist.5. Köäfigläufer (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in radialer Richtung zu einer Achse des Käfigläufers (100) unterhalb der mehreren elektrisch leitenden Rotorstäbe (16) innereelektrisch leitende Rotorstäbe (30) angeordnet sind.6. Verfahren zum Herstellen eines Käfigläufers (100) für eine Induktionsmotorbremse mit einer Flüssigkeitskühlung, gekennzeichnet durch die Schritte:- Herstellen von Rotorlamellen und Herstellen eines hohlzylinderförmigenferromagnetischen Kerns (10) aus den Rotorlamellen, - Herstellen von Rotorstäben (16) mit jeweils einem Kühlkanal (18), - Herstellen von Endringen (14) und Endkappen (22),- Zusammenbauen des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns (10), der Rotorstäbe (16), der Endringe (14) und der Endkappen (22),- Einfügen einer Welle (20) in den hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern (10) zum Übertragen eines Drehmoments zwischen der Welle (20) unddem hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kern (10),- Axiales Spannen der Endkappen (22) in einen vorgespannten Zustand durcheine Fixierung an der Welle (20), und- Abdichten der Flüssigkeitskühlung aufweisend die Rotorstäbe (16), die Endringe (14) und die Endkappen (22).7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorstäbe(16) durch Strangpressen aus einem heißen Metallblock geformt werden.ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE(16) durch Ziehen aus einem Rohr gebildet werden.9. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorstäbe (16) durch Biegen aus einem Blech geformt werden, wobei der Kühlkanal (18)des Rotorstabs (16) durch Schweißen abgedichtet wird.10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdichten der Flüssigkeitskühlung durch Hartlöten von Teilen der Flüssigkeitskühlung durch Auftragen des Hartlots (28) und anschließendesErhitzen in einem Ofen erfolgt.11. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Test einer Dichtheit der Flüssigkeitskühlung erfolgt, wobei die Flüssigkeitskühlung mit Kühlflüssigkeit gefüllt wird, und wobei ein Testdruck der Kühlflüssigkeit einen Betriebsdruck der Kühlflüssigkeit bei maximalerGeschwindigkeit übersteigt.12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Testdruckder Flüssigkeitskühlung in Form eines kurzen Impulses ausgeführt wird.13. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (20) beim Einfügen der Welle (20) in den hohlzylinderförmigenferromagnetischen Kern (10) eine Temperatur von kleiner als 0°C aufweist.14. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Zusammenbauen des hohlzylinderförmigen ferromagnetischen Kerns (10), der Rotorstäbe (16), der Endringe (14) und der Endkappen (22) ein innerer Käfig aus inneren Rotorstäben (30) ausgebildet und beimZusammenbauen berücksichtigt wird.15. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Endkappen (22) ausgewuchtet werden, indem Material von denEndkappen (22) entnommen wird.43 / 43ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
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| ATA50665/2024A AT528192B1 (de) | 2024-08-09 | 2024-08-09 | Käfigläufer und Verfahren zum Herstellen eines Käfigläufers |
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