AT528397B1 - Sportschuh - Google Patents
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- AT528397B1 AT528397B1 ATA50626/2024A AT506262024A AT528397B1 AT 528397 B1 AT528397 B1 AT 528397B1 AT 506262024 A AT506262024 A AT 506262024A AT 528397 B1 AT528397 B1 AT 528397B1
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Sportschuh (1), insbesondere Langlaufschuh. Der Sportschuh (1) umfasst eine Fußschale (2) zur Aufnahme eines Fußes eines Benutzers, eine Gamasche (9) welche die Fußschale (2) zumindest abschnittsweise bedeckt und sich dabei ausgehend von einer Schuhinnenseite (10) in Richtung zu einer Schuhaußenseite (11) zumindest über den Ristbereich (8) des Sportschuhs (1) erstreckt, und eine Schnürungsanordnung (16) mit wenigstens einem Schnürsenkel (17, 18), welche Schnürungsanordnung (16) zum Verändern des inneren Aufnahmevolumens des Sportschuhs (1) vorgesehen ist, sodass ein Benutzer den Sportschuh (1) gegenüber seinem Fuß festziehen oder lockern kann. Der wenigstens eine Schnürsenkel (17, 18) ist sowohl mit der Fußschale (2) als auch mit der Gamasche (9) mechanisch derart verbunden oder gekoppelt, dass beim Aufbringen von Zugkräften auf den wenigstens einen Schnürsenkel (17, 18) sowohl die Fußschale (2) in ihrem Aufnahmevolumen verkleinerbar ist, als auch die Gamasche (9) durch die Zugkräfte des wenigstens einen Schnürsenkels (17, 18) zumindest im Ristbereich (8) des Sportschuhs (1) an die Fußschale (2) annäherbar oder andrückbar ist.
Description
Ss N
[0001] Die Erfindung betrifft einen Sportschuh, insbesondere einen Langlaufschuh wie er in den Ansprüchen angegeben ist.
[0002] Aus der AT413931B1, der WO2011060469A1, oder der EP0416437A1 sind Sportschuhe mit Schnürungsanordnungen bekannt, welche eine einfache Handhabung und gute sportliche Performance bieten sollen. Diese bekannten Sportschuh-Ausführungen sind allerdings nur bedingt zufriedenstellend.
[0003] Die US6922917B2 offenbart einen Sportschuh mit einer Fußschale, einer sich über den Ristbereich erstreckenden Gamasche und einer Schnürungsanordnung mit einem Schnürsenkel. Beim Festziehen des Schnürsenkels wird die Gamasche gegen die darunter liegende Fußschale gedrückt.
[0004] Die EP1588639B1 offenbart einen Sportschuh umfassend eine Fußschale, eine Gamasche und eine Schnürungsanordnung mit wenigstens einem Schnürsenkel, der sowohl mit der Fußschale als auch mit der Gamasche mittels wenigstens einem starren Verankerungspunkt gekoppelt ist.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und einen verbesserten Sportschuh zu schaffen, insbesondere einen Sportschuh zur Ausübung des Langlauf-Skisports zur Verfügung zu stellen, der dem Benutzer hohe Sportperformance bieten kann und dennoch komfortabel zu tragen und einfach in der Handhabung ist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch einen Sportschuh gemäß den Ansprüchen gelöst.
[0007] Der erfindungsgemäße Sportschuh kann insbesondere als Langlaufschuh ausgeführt sein. Er umfasst eine Fußschale zur Aufnahme bzw. Einbettung eines Fußes eines Benutzers, wobei die Fußschale einen fußinnenseitigen Schuhabschnitt aufweist, welcher auch als innerer Schuhlappen verstanden werden kann, und einen fußaußenseitigen Schuhabschnitt aufweist, welcher auch als äußerer Schuhlappen verstanden werden kann. Entsprechend einer ersten Ausführungsform sind der fußinnenseitige Schuhabschnitt und der fußaußenseitige Schuhabschnitt in einem Ristbereich des Sportschuhs voneinander beabstandet, wobei diese beabstandete Zone von einer Schuhzunge bedeckt sein kann. Entsprechend einer alternativen Ausführungsform können der fußinnenseitige Schuhabschnitt und der fußaußenseitige Schuhabschnitt in einem Ristbereich des Sportschuhs zumindest abschnittsweise einander überlappend ausgebildet sein, also in sogenannter Überlappungskonstruktion ausgeführt sein. Diese Fußschale kann auch als primärer Schuhkörper verstanden werden, welcher unter anderem für die Passform und/oder den Tragekomfort des Sportschuhs bedeutsam ist. An der Unterseite der Fußschale kann eine Schuhsohle angebracht sein, insbesondere angeklebt und/oder angenäht sein.
[0008] Der Sportschuh umfasst weiters eine Gamasche, welche Gamasche die Fußschale zumindest abschnittsweise bedeckt, insbesondere zumindest den Ristbereich der Fußschale an deren Oberseite wenigstens partiell überdeckt. Vorzugsweise ist diese Gamasche vergleichsweise formflexibel bzw. weniger steif ausgebildet als die Fußschale. Die Gamasche kann sich ausgehend von einer Schuhinnenseite in Richtung zu einer Schuhaußenseite zumindest über den Ristbereich des Sportschuhs erstrecken. Vorzugsweise ist die Gamasche fest bzw. grundsätzlich unlösbar mit der Fußschale verbunden, beispielsweise in Randabschnitten mit der Fußschale und/oder mit der Schuhsohle unlösbar verklebt und/oder vernäht. Vorzugsweise ist also die Gamasche ohne Zerstörungen vom Sportschuh bzw. von der Fußschale nicht entfernbar.
[0009] Weiters umfasst der Sportschuh eine Schnürungsanordnung mit wenigstens einem Schnürsenkel, welche Schnürungsanordnung zum Verändern des inneren Aufnahmevolumens des Sportschuhs, insbesondere der Fußschale, vorgesehen ist, sodass ein Benutzer den Sportschuh, insbesondere die Fußschale, gegenüber seinem Fuß festziehen oder lockern kann.
[0010] Der wenigstens eine Schnürsenkel der Schnürungsanordnung, also zumindest ein Schnürsenkel der Schnürungsanordnung, ist sowohl mit der Fußschale als auch mit der Gama-
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sche mechanisch bzw. physisch derart verbunden oder gekoppelt, dass beim Aufbringen von Zugkräften auf den wenigstens einen Schnürsenkel sowohl die Fußschale in ihrem Aufnahmevolumen verkleinerbar ist, als auch die Gamasche durch die Zugkräfte des wenigstens einen Schnürsenkels zumindest im Ristbereich des Sportschuhs an die Fußschale annäherbar oder andrückbar ist. Die mechanische Verbindung bzw. Kopplung des wenigstens einen Schnürsenkels mit der Fußschale und auch mit der Gamasche ist dabei auf unterschiedliche Teilabschnitte oder Längsabschnitte des wenigstens einen Schnürsenkels bezogen.
[0011] Der erfindungsgemäße Sportschuh kann hohe Sportperformance bieten und ist dennoch komfortabel zu tragen bzw. einfach in der Handhabung. Hoher Benutzungskomfort ist durch die Möglichkeit des relativ raschen Schließens und/oder Öffnens des Sportschuhs beim Einsteigen und/oder Aussteigen aus dem Sportschuh gewährleistet.
[0012] Vorteilhaft kann es sein, wenn der wenigstens eine Schnürsenkel mittels wenigstens einem Umlenkelement und/oder mittels wenigstens einem starren Verankerungspunkt mit der Fußschale und mit der Gamasche gekoppelt bzw. zugfest verbunden ist. Dadurch ist ausgehend vom Schnürsenkel eine zuverlässige bzw. robuste Einleitung von Zug- bzw. Spannkräften sowohl auf die Fußschale, als auch auf die Gamasche erzielbar.
[0013] Insbesondere ist vorgesehen, dass der wenigstens eine Schnürsenkel wenigstens ein am fußinnenseitigen Schuhabschnitt bzw. am inneren Schuhlappen angeordnetes Umlenkelement, weiters wenigstens ein am fußaußenseitigen Schuhabschnitt bzw. am äußeren Schuhlappen angeordnetes Umlenkelement, und wenigstens ein an einem ersten Gamaschenabschnitt und/oder an einem weiteren Gamaschenabschnitt angeordnetes Umlenkelement zur Aufbringung von Spannkräften bzw. Zugkräften auf diese Umlenkelemente miteinander verbindet. Dadurch ist ein kraftvolles und geordnetes Festziehen bzw. Anspannen sowohl in Bezug auf die Fußschale, als auch in Bezug auf die Gamasche erzielbar. Auch eine Gleichzeitigkeit bzw. annähernde Parallelität des Spannvorganges in Bezug auf die Fußschale und in Bezug auf die Gamasche kann dadurch begünstigt werden.
[0014] Entsprechend einer Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass entweder nur am ersten Gamaschenabschnitt oder nur am weiteren Gamaschenabschnitt wenigstens ein Umlenkelement angeordnet ist. Vor allem in Zusammenhang mit einem asymmetrischem Verlauf des Reißverschlusses an der Gamasche, also in Zusammenhang mit einem relativ langen und einem relativ kurzen Lappen bzw. Gamaschenabschnitt der Gamasche, kann dies zweckmäßig sein. Dadurch ist ein baulich möglichst einfacher und folglich möglichst wirtschaftlich herstellbarer Sportschuh erzielbar. Darüber hinaus ist es aufgrund einer relativ geringen Anzahl an Komponenten ermöglicht, das Gewicht des Sportschuhs möglichst gering zu halten.
[0015] Der wenigstens eine Schnürsenkel kann zumindest im Ristbereich des Sportschuhs zickzack-förmig bzw. sich überkreuzend und/oder mäanderförmig zwischen den jeweiligen Umlenkelementen an der Fußschale und an der Gamasche verlaufen, sodass in Bezug auf eine Sohlenlängsachse einander gegenüberliegende Umlenkelemente bei Aufbringung einer Zugkraft auf den wenigstens einen Schnürsenkel einander annäherbar sind und folglich die Fußschale zusammengezogen wird und damit einhergehend auch die Gamaschenabschnitte definiert zusammengezogen bzw. aktiv angenähert werden.
[0016] Wenigstens eines der Umlenkelemente kann als Schlaufe ausgebildet sein, welche wenigstens eine Schlaufe an der Fußschale respektive an der Gamasche abreißfest befestigt ist, beispielsweise angenäht und/oder angeklebt ist, wobei der wenigstens eine Schnürsenkel durch die wenigstens eine Schlaufe vorzugsweise gleitend hindurchgeführt ist. Die wenigstens eine Schlaufe, welche die von dem wenigstens einen Schnürsenkel einwirkenden Kräfte auf definierte Abschnitte des Sportschuhs übertragt, kann aus Kunststoffmaterial und/oder aus einem textilen Material gebildet sein. Dadurch kann ein gewichtsoptimierter und zugleich robuster Aufbau des Sportschuhs erzielt werden. Zudem kann so die plangemäße Funktion der Schnürungsanordnung gesichert werden.
[0017] Alternativ oder in Kombination zu der vorstehend beschriebenen Schlaufe kann vorgese-
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hen sein, dass wenigstens eines der Umlenkelemente als Ausklinkung aus einer Schicht der Fußschale respektive der Gamasche gebildet ist, welche Ausklinkung beispielsweise durch eine Lasche gebildet ist, welche Lasche beispielsweise als Doppel-Schlitzung in der Schicht der Fußschale respektive der Gamasche gebildet ist, und dass der wenigstens eine Schnürsenkel durch die wenigstens eine Ausklinkung hindurchgeführt ist. Gesonderte Komponenten zur Bildung von Umlenkelementen können dadurch erübrigt werden. Dies ermöglicht einen kostengünstigen und auch gewichtsoptimierten Aufbau des Sportschuhs.
[0018] Ferner kann vorgesehen sein, dass der wenigstens einen Schlaufe und/oder der wenigstens einen Ausklinkung ein reibungsminderndes Führungselement für den wenigstens eine Schnürsenkel zugeordnet ist. Diese reibungsmindernde Führungselement kann Kunststoff, insbesondere Hartkunststoff, umfassen. Dadurch kann mit möglichst geringen Betätigungskräften gegenüber dem wenigstens einen Schnürsenkel eine möglichst gleichmäßige, leichtgängige und auch relativ verschleißfeste Schnürungsanordnung geschaffen werden.
[0019] Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass die Schnürungsanordnung wenigstens ein manuell betätigbares Spannmittel aufweist, welches wenigstens eine Spannmittel wenigstens eine Wickelvorrichtung für den wenigstens einen Schnürsenkel umfasst. Eine solche Wickelvorrichtung kann einem Benutzer eine relativ feinfühlige bzw. fein abgestufte Einstellung der Spannkraft des wenigstens einen Schnürsenkels bieten. Darüber hinaus kann dadurch ein hoher Nutzungskomfort aufgrund Einhandbedienbarkeit der Schnürungsanordnung erzielt werden.
[0020] Zweckmäßig kann es sein, wenn das wenigstens eine manuell betätigbare Spannmittel an der äußeren Oberfläche des Sportschuhs angebracht ist, und dass das wenigstens eine manuell betätigbare Spannmittel im geschlossenen, den Ristbereich der Gamasche abdichtenden Zustand betätigbar ist. Hierfür kann vorgesehen sein, dass die Gamasche von dem wenigstens einen Spannmittel bzw. von dem wenigstens einen Schnürsenkel durchsetzt bzw. durchdrungen ist. Dadurch ist ein simultanes Spannen bzw. Zusammenziehen und auch Lockern sowohl der Fußschale, als auch der oberhalb der Fußschale angeordneten Gamasche ermöglicht. Dies begünstigt erheblich den erzielbaren Ankleidungs- bzw. Nutzungskomfort des Sportschuhs. Darüber hinaus kann so mittels der Gamasche eine gute Abdichtung vor allem des Ristbereiches des Sportschuhs erzielt werden. Zudem ist dadurch für den Benutzer des Sportschuhs die Handhabung der Gamasche erleichtert.
[0021] Alternativ oder in Kombination zu wenigstens einer Wickelvorrichtung für den wenigstens einen Schnürsenkel kann wenigstens eine hebelbetätigbare Spannschnalle für den wenigstens einen Schnürsenkel vorgesehen sein. Dadurch können besonders rasch relativ hohe Spann- bzw. Zugkräfte auf den wenigstens einen Schnürsenkel aufgebracht werden.
[0022] Der wenigstens eine Schnürsenkel kann durch ein Spannseil aus Kunststoff und/oder Metall gebildet sein. Dadurch kann ein Optimum hinsichtlich geringer Masse und hoher Zug- bzw. Reißfestigkeit erzielt werden. Ein mit Kunststoff ummanteltes Stahlseil kann gute Gleiteigenschaften und hohe Reißfestigkeit bieten.
[0023] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Schnürungsanordnung einen ersten Schnürsenkel und einen weiteren Schnürsenkel umfasst, wobei diese Schnürsenkel unterschiedlichen Schnürungszonen des Sportschuhs zugeordnet sind und mittels einem ersten Spannmittel und einem weiteren Spannmittel unabhängig voneinander in Zugspannung versetzbar sind. Dadurch ist es ermöglicht, am Sportschuh positionsmäßig unterschiedliche Schnürungszonen auszubilden und dem Benutzer eine bessere Schuhanpassung bzw. einen h6öheren Tragekomfort zu bieten. Außerdem kann so die Anzahl an Umlenkungen je Schnürsenkel gering gehalten werden, wodurch die Leichtgängigkeit und Gleichmäßigkeit der Schnürungsanordnung begünstigt werden kann.
[0024] Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn das wenigstens eine Umlenkelement an der Gamasche an einer der Fußschale zugewandten Unterseite an der Gamasche befestigt, beispielsweise angenäht und/oder angeklebt ist. Dadurch ist der wenigstens eine Schnürsenkel zumindest
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Großteils von der Gamasche überdeckt, sodass die äußere Oberfläche der Gamasche relativ glatt bzw. stufenlos ausgebildet sein kann. Dadurch kann ein unerwünschtes Anhaften von Schnee oder Schmutz an der äußeren, vom Fußaufnahmeraum abgewandten Oberfläche der Gamasche hintangehalten werden. In Zusammenhang mit einer Ausführungsform, bei welcher die Gamasche einen Reißverschluss umfassen kann, kann eine möglichst komfortable bzw. kollisionsfreie Bedienung des Reißverschlusses zur wahlweisen Verbindung und Trennung des ersten und weiteren Gamaschenabschnittes erzielt werden. Insbesondere kann dadurch das Schubstück des Reißverschlusses von einem Benutzer auch dann relativ mühelos betätigt werden, wenn sich dessen Betätigungsweg mit Teilabschnitten des wenigstens einen Schnürsenkels kreuzt.
[0025] Entsprechend einer praktikablen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass zumindest ein überwiegender Teil der Länge des wenigstens einen Schnürsenkels, vorzugsweise mehr als 80% der Länge des wenigstens einen Schnürsenkels, zwischen einer äußeren Oberfläche der Fußschale und einer der Fußschale zugewandten Unterseite der Gamasche verläuft, wenn sich die Gamasche in ihrem den Ristbereich des Sportschuhs überdeckenden Zustand befindet bzw. wenn die Gamasche in ihrem geschlossenen Zustand vorliegt. Auch dadurch können die im vorhergehenden Absatz beschriebenen Wirkungen oder Vorteile erzielt werden.
[0026] Gemäß einer besonderen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass an der Gamasche ein Reißverschluss ausgebildet ist, wobei ein erster Gamaschenabschnitt und ein weiterer Gamaschenabschnitt der Gamasche mittels dem Reißverschluss im geschlossenen Zustand des Reißverschlusses miteinander verbindbar sind, wobei durch Zugkräfte des wenigstens einen Schnürsenkels sowohl die Fußschale in ihrem Aufnahmevolumen verkleinerbar ist, als auch der erste Gamaschenabschnitt und der weitere Gamaschenabschnitt derart einander annäherbar sind bzw. derart einander angenähert werden, dass der Reißverschluss mit reduzierten bzw. geringen Betätigungskräften schließbar ist, also vom Benutzer des Sportschuhs leichter in seinen geschlossenen Zustand überführbar ist oder möglichst verklemmungsfrei betätigbar ist. Der Reißverschluss ist weiters derart an der Gamasche angeordnet, dass der erste Gamaschenabschnitt und der weitere Gamaschenabschnitt im geöffneten Zustand des Reißverschlusses wenigstens teilweise voneinander distanzierbar sind, sodass für einen Benutzer ein komfortabler bzw. relativ müheloser Ein- und Ausstieg aus dem Sportschuh bereitgestellt ist. Im geöffneten Zustand des Reißverschlusses kann also das Ein- und Aussteigen aus dem Sportschuh erleichtert werden. Im geschlossenen Zustand des Reißverschlusses kann das Innere des Sportschuhs bzw. der Fuß eines Benutzers besser vor äußeren Umwelteinflüssen, beispielsweise vor Schnee oder Feuchtigkeit, geschützt werden.
[0027] Eine Annäherung der beiden Gamaschenabschnitte infolge eines manuellen Aufbringens von Zugkräften auf den wenigstens einen Schnürsenkel kann dabei auf deren einander zugewandte Randabschnitte, insbesondere auf einander zugewandte Saumkanten, Längskanten oder Faltungsabschnitte der Gamasche bezogen sein.
[0028] Im ordnungsgemäß geschlossenen oder gespannten Zustand der Gamasche kann der Sportschuh einen guten Schutz vor dem Eindringen von Schnee oder Feuchtigkeit bieten. Zudem ist erhöhter Benutzungskomfort erzielbar, weil der Reißverschluss für die Gamasche mit relativ geringen Betätigungskräften vom Benutzer geschlossen werden kann. Insbesondere kann der Benutzer auch beim Tragen von Handschuhen und/oder mit unterkühlten Fingern relativ zuverlässig bzw. relativ mühelos den Reißverschluss betätigen bzw. dessen Verschlussteil ordnungsgemäß verschieben. Dies kann vor allem in Zusammenhang mit eng bzw. elastisch an der Fußschale anliegenden Gamaschen von besonderem Vorteil sein. Ein besonderer Vorteil dieser Sportschuh-Ausführung liegt auch darin, dass die auf den Reißverschluss einwirkenden Belastungen im Zuge des Schließens oder des Gebrauchs des Sportschuhs verringert werden können und so die Robustheit des Sportschuhs bzw. seiner Gamasche inklusive des Reißverschlusses gesteigert werden kann. Insbesondere können dadurch Überbelastungen bzw. Fehlbedienungen des Reißverschlusses zuverlässig hintan gehalten werden.
[0029] Entsprechend einer zweckmäßigen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der Reiß-
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verschluss mit seiner ersten Bandhälfte mit dem ersten Gamaschenabschnitt verbunden ist und mit seiner weiteren Bandhälfte mit dem weiteren Gamaschenabschnitt verbunden ist, sodass die Gamaschenabschnitte beim Schließen des Reißverschlusses miteinander koppelbar sind und die Gamaschenabschnitte beim Öffnen des Reißverschlusses voneinander distanzierbar sind. Dadurch kann die Gamasche in einfacher Art und Weise ausgehend von ihrem geschlossenen und abdichtenden Zustand in ihren geöffneten, den Ein- und Ausstieg aus dem Sportschuh erleichternden Zustand - und umgekehrt - überführt werden. Insbesondere kann so eine relativ weite Ein- und Ausstiegsöffnung für den Fuß eines Benutzers des Sportschuh geschaffen werden, wodurch der Nutzungskomfort des Sportschuhs deutlich gesteigert werden kann.
[0030] Entsprechend einer Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass der erste Gamaschenabschnitt und der weitere Gamaschenabschnitt entlang des Ristbereiches des Sportschuhs einen Trennschlitz ausbilden, welcher Trennschlitz mittels dem Reißverschluss verschlieRbar ist. Dies ermöglicht eine besonders große Aufweitung der Gamasche im geöffneten Zustand des Reißverschlusses, wodurch für einen Benutzer ein besonders müheloses An- und Ablegen des Sportschuhs erzielbar ist. Insbesondere kann dadurch ein möglichst bequemer Einstieg und/oder Ausstieg aus dem Sportschuh erzielt werden, nachdem die Gamaschenabschnitte voneinander getrennt bzw. aufgeklappt werden können und so eine möglichst ungehinderte Öffnung oder Aufweitung zumindest des Ristbereiches des Sportschuhs ermöglicht ist. Dennoch kann so ein guter Schutz des Fußes des Benutzers vor Umgebungs- oder Witterungseinflüssen, beispielsweise vor Schnee oder Feuchtigkeit, gewährleistet werden.
[0031] Alternativ oder in Kombination zu einem Trennschlitz in der Gamasche kann vorgesehen sein, dass der erste Gamaschenabschnitt und der weitere Gamaschenabschnitt im Ristbereich des Sportschuhs eine Faltung ausbilden, welche Faltung bei geöffnetem Reißverschluss ausbreitbar ist und bei geschlossenem Reißverschluss zusammengefaltet oder zusammengerafft ist. Diese Faltung bzw. Raffung kann im Querschnitt zur Schuhlängsachse bzw. im Querschnitt zur Längsachse des Reißverschlusses beispielsweise Z-förmig oder wellenförmig ausgeführt sein. Dadurch kann eine hohe Dichtheit zumindest des Ristbereiches des Sportschuhs erzielt werden, nachdem die Gamasche im Ristbereich des Sportschuhs entweder überhaupt nicht gesplittet ist, oder in Bezug auf die Längserstreckung des Reißverschlusses nur partiell aufgetrennt ist, also einen gesplitteten Abschnitt und einen daran anschließenden Abschnitt mit Faltung aufweist. Darüber hinaus kann so ein bequemer Einstieg und/oder Ausstieg aus dem Sportschuh geschaffen werden, nachdem die Gamasche, welche zumindest den Ristbereich des Sportschuhs überdeckt, bei Bedarf weitreichend erweiterbar bzw. auffaltbar ist. Darüber hinaus kann so eine hohe Robustheit des Sportschuhs bzw. von dessen Gamasche erzielt werden.
[0032] Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass der Reißverschluss in Draufsicht auf den Sportschuh und in Bezug auf die Sohlenlängsachse im Wesentlichen parallel und mittig entlang des Ristbereiches verläuft. Dadurch ist ein quasi symmetrisch zum Sportschuh verlaufender Reißverschluss geschaffen, wodurch dem Benutzer des Sportschuhs eine einfache Bedienung ermöglicht ist.
[0033] Entsprechend einer alternativen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass der Reißverschluss in Draufsicht auf den Sportschuh und in Bezug auf die Sohlenlängsachse zumindest überwiegend neben bzw. abseits der Sohlenlängsachse verläuft, sodass unterschiedlich große Lappenabschnitte in Bezug auf den ersten und weiteren Gamaschenabschnitt gebildet sind. Dadurch ist ein quasi asymmetrisch zum Sportschuh verlaufender bzw. angeordneter Reißverschluss geschaffen. Dies ermöglicht eine positionsmäßige Distanzierung des Reißverschlusses zumindest über weitreichende Abschnitte des Reißverschlusses von der Schnürungsanordnung bzw. von dem wenigstens einen Schnürsenkel. Dadurch kann in vorteilhafter Art und Weise eine möglichst ungehinderte bzw. verhakungsfreie Betätigung des Reißverschlusses bzw. seines Schubstückes erzielt werden.
[0034] Entsprechend einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Gamasche hinsichtlich Feuchtigkeit oder Wasser weniger durchlässig ausgeführt als die darunter befindliche Fußschale. Zudem kann es vorteilhaft sein, wenn die Gamasche vergleichsweise dünner und/oder formflexibler aus-
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geführt ist als ein gesamter Schichtaufbau der darunter befindlichen Fußschale.
[0035] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
[0036] Es zeigen jeweils in vereinfachter, beispielhafter Darstellung:
[0037] Fig. 1 Einen Sportschuh, insbesondere einen Langlaufschuh, in Ansicht auf dessen Schuhaußenseite in geschlossenem Zustand;
[0038] Fig. 2 den Sportschuh nach Fig. 1 in Draufsicht;
[0039] Fig. 3 den Sportschuh gemäß Fig. 2 in geöffnetem respektive einstiegsbereitem Zustand;
[0040] Fig. 4 den Sportschuh gemäß Fig. 3 ohne äußerer Gamasche bzw. Schuhumhüllung; [0041] Fig. 5 den Sportschuh gemäß Fig. 4 in Seitenansicht; [0042] Fig. 6 ein Schema einer Lagen- und Schnürungskonstruktion für einen Sportschuh;
[0043] Fig. 7 ein weiteres Schema einer Lagen- und Schnürungskonstruktion für einen Sportschuh.
[0044] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0045] In den Fig. 1 bis 3 ist eine Ausführungsform eines Sportschuhs 1 gezeigt, welcher für den rechten Fuß eines Benutzers vorgesehen ist. Der linke Sportschuh eines solchen SportschuhPaares kann gleichartig aufgebaut sein.
[0046] Der Sportschuh 1 ist hierbei als Langlaufschuh zur Ausübung des Langlaufsports ausgeführt und via eine Bindungsmechanik zur Kopplung mit einem Langlaufski vorgesehen. Der erfindungsgemäße Sportschuh 1 kann aber auch als Laufschuh, Wanderschuh, Touren-Skischuh, oder dergleichen konzipiert sein.
[0047] Der Sportschuh 1 umfasst eine Fußschale 2 zur Aufnahme eines Fußes eines Benutzers, die gemäß den Fig. 4 und 5 ausgeführt sein kann. Diese Fußschale 2 ist zum Umschließen des Fußes eines Benutzers vorgesehen und kann maßgeblich den Tragekomfort, die Performance und die Passform des Sportschuhs 1 bestimmen. Die Fußschale 2 kann eine oder mehrere Schichten aus textilem Material und/oder Kunststoffmaterial und/oder Leder umfassen. Die Fußschale 2 kann abschnittsweise gepolstert ausgeführt sein (Fig. 7) bzw. abschnittsweise unterschiedliche Steifigkeiten aufweisen. Wie den Fig. 1 und 2 entnehmbar ist, kann die Fußschale 2 zumindest abschnittsweise von einer Außenschale 3 umgeben sein, insbesondere mit einer äuBeren Stützkonstruktion 4 zusammenwirken. Die Außenschale 3 bzw. die Stützkonstruktion 4 kann im Vergleich zur fußbettenden Fußschale 2 relativ harte Kunststoffteile und/oder Carbonteile umfassen, wie dies in den Fig. 1, 2 beispielhaft gezeigt ist.
[0048] An der Unterseite der Fußschale 2 und/oder der Außenschale 3 ist eine an den jeweiligen Verwendungszweck angepasste Schuhsohle 5, beispielsgemäß eine Sohle eines Langlaufschuhs ausgebildet.
[0049] Entsprechend der in den Fig. 3 bis 5 dargestellten Ausführungsform kann die Fußschale 2 einen fußinnenseitigen Schuhabschnitt 6 und einen fußaußenseitigen Schuhabschnitt 7 aufweisen. Der fußinnenseitige Schuhabschnitt 6 und der fußaußenseitige Schuhabschnitt 7 können in einem Ristbereich 8 des Sportschuhs 1 zumindest abschnittsweise einander überlappen (Fig. 4). Die Fußschale 2 kann demnach in sogenannter Überlappungskonstruktion ausgeführt sein. Die entsprechende Überlappung kann aber auch in Richtung zur Schuhaußen- oder Schuhinnenseite
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verlagert sein.
[0050] Alternativ zu einer Ausführung in Überlappungskonstruktion kann die Fußschale 2 bzw. der Sportschuh 1 in sogenannter Zungenkonstruktion ausgeführt sein. Dabei sind der fußinnenseitige Schuhabschnitt 6 und der fußaußenseitige Schuhabschnitt 7 in einem Ristbereich 8 des Sportschuhs 1 voneinander beabstandet (nicht dargestellt). Der entsprechende Abstand bzw. Spalt kann - wie an sich bekannt - von einer sogenannten Schuhzunge (nicht dargestellt) wahlweise überdeckbar und freigebbar sein.
[0051] Der Sportschuh 1 umfasst weiters eine Gamasche 9 (Fig. 1 bis 3), welche Gamasche 9 die Fußschale 2 (Fig. 4, 5) zumindest abschnittsweise oder sogar vollflächig bedecken kann. Die Gamasche 9 kann auch als äußere, zumindest partiell bedeckende Schuhumhüllung bzw. „Schuhhaut“ bezeichnet werden. Die Gamasche 9 ist in der Regel aus einem Material gebildet, welches deutlich formflexibler ist bzw. weniger Steifigkeit besitzt als das darunter liegende Material für die Fußschale 2. Die Gamasche 9 kann sich ausgehend von einer Schuhinnenseite 10 in Richtung zu einer Schuhaußenseite 11 zumindest über den Ristbereich 8 des Sportschuhs 1 erstrecken (Fig. 2, 3). Die Gamasche 8 kann dabei in ihrem geschlossenen Zustand (Fig. 2) für eine verbesserte Abdichtung des Ristbereiches 8, insbesondere des Überlappungsabschnittes bzw. des Zungenabschnittes der Fußschale 2 sorgen. Die Gamasche 9 bzw. die dementsprechende Schuhumhüllung kann sich aber auch über andere Abschnitte des Sportschuhs 1 erstrecken, beispielsweise über den Schaftabschnitt und/oder über den Zehenabschnitt des Sportschuhs 1, wie dies in den Fig. 1 und 2 beispielhaft gezeigt ist.
[0052] Die Gamasche 9 weist einen ersten Gamaschenabschnitt 12 und einen weiteren Gamaschenabschnitt 13 auf. Die Gamasche 9 kann dabei entweder einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. An der Gamasche 9 kann wenigstens ein vom Benutzer des Sportschuhs 1 manuell betätigbarer Reißverschluss 14 ausgebildet sein. Der erste Gamaschenabschnitt 12 und der weitere Gamaschenabschnitt 13 sind mittels dem Reißverschluss 14 im geschlossenen Zustand des Reißverschlusse 14 miteinander verbindbar oder einander annäherbar (Fig. 2) und im geöffneten Zustand des Reißverschlusses 14 wenigstens teilweise voneinander distanzierbar (Fig. 3). Hierfür umfasst der Reißverschluss 14 wie an sich bekannt wenigstens ein manuell betätigbares Schubstück 15.
[0053] Der Sportschuh 1 umfasst weiters eine Schnürungsanordnung 16 mit wenigstens einem Schnürsenkel 17. Entsprechend dem dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst die Schnürungsanordnung 16 zwei baulich gesonderte Schnürsenkel 17, 18, welche jeweils unterschiedlichen Schnürungszonen 19, 20 des Sportschuhs 1 zugeordnet sind (Fig. 4). Eine erste Schnürungszone 19 kann einem zehenseitigen Längsabschnitt des Sportschuhs 1 nächstliegend zugeordnet sein, während eine zweite Schnürungszone 20 einer Einstiegsöffnung in den Sportschuh 1 nächstliegend zugeordnet sein kann. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Schnürungszonen 19, 20 in ihrem Wirkungsbereich einander überlappen. Die von einem Benutzer zu betätigende Schnürungsanordnung 16 ist zum Verändern des inneren Aufnahmevolumens des Sportschuhs 1 vorgesehen, sodass ein Benutzer den Sportschuh 1 gegenüber seinem Fuß festziehen oder lockern kann.
[0054] Der wenigstens eine Schnürsenkel 17, 18 ist sowohl mit der Fußschale 2 als auch mit der Gamasche 9 mechanisch derart verbunden oder gekoppelt, dass beim benutzerseitigen bzw. manuellen Aufbringen von Zugkräften auf den wenigstens einen Schnürsenkel 17, 18 sowohl die Fußschale 2 in ihrem Aufnahmevolumen verkleinerbar bzw. einengbar ist, als auch die Gamasche 9 durch die Zugkräfte des wenigstens einen Schnürsenkels 17, 18 zumindest im Ristbereich 8 des Sportschuhs 1 an die Fußschale 2 annäherbar oder andrückbar ist. Der wenigstens eine Schnürsenkel 17, 18 der Schnürungsanordnung 16 ist also derart am Sportschuh 1 geführt bzw. gehaltert, dass er in simultaner bzw. gekoppelter Art und Weise sowohl die Fußschale 2 enger ziehen kann, als auch die Gamasche 9 näher bzw. stärker in Richtung zur darunter angeordneten Fußschale 2 drängen bzw. bewegen kann. Eine Koppelung kann dabei als indirekte mechanische Verbindung verstanden werden, während eine Verbindung direkt bzw. unmittelbar ausgeführt sein kann.
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[0055] Der wenigstens eine Schnürsenkel 17, 18 kann mittels wenigstens einem Umlenkelement 21 für den wenigstens einen Schnürsenkel 17, 18, vorzugsweise mittels zumindest zwei Umlenkelementen 21, mit der Fußschale 2 und auch mit der Gamasche 9 gekoppelt sein. Besonders bevorzugt können zumindest drei Umlenkelemente 21 vorgesehen sein, insbesondere können je Schnürungszone 19, 20 jeweils drei Umlenkelemente 21 vorgesehen sein, wie dies der Fig. 4 beispielhaft entnehmbar ist.
[0056] In Kombination zu dem wenigstens einen Umlenkelement 21 kann der Sportschuh 1 wenigstens einen starren Verankerungspunkt 22 aufweisen, an welchem der wenigstens eine Schnürsenkel 17, 18 für eine Übertragung von Spann- bzw. Zugkräften starr bzw. verschiebungsfest mit der Fußschale 2 bzw. mit der Gamasche 9 gekoppelt ist. Ein solcher starrer Verankerungspunkt 22 für den Schnürsenkel 17 ist in Fig. 4 anhand eines Kreuzsymbols beispielhaft veranschaulicht. Bei dieser Ausführungsform ist der Verankerungspunkt 22 in Bezug auf ein Ende bzw. einen Teilabschnitt des Schnürsenkels 17 an der Gamasche 19 ausgebildet, könnte alternativ aber auch an der Fußschale 2 ausgebildet sein. Anstelle dieses starren Verankerungspunktes 22 für den Schnürsenkel 17 kann auch ein Umlenkelement 21 für den Schnürsenkel 17 ausgebildet sein.
[0057] Wie vor allem dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 3 und 4 entnehmbar ist, kann vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Schnürsenkel 17, 18 wenigstens ein am fußinnenseitigen Schuhabschnitt 6 befestigtes bzw. angeordnetes Umlenkelement 21, weiters wenigstens ein am fußaußenseitigen Schuhabschnitt 7 befestigtes bzw. angeordnetes Umlenkelement 21, und wenigstens ein an dem ersten Gamaschenabschnitt 12 und/oder an dem weiteren Gamaschenabschnitt 13 der Gamasche 9 befestigtes bzw. angeordnetes Umlenkelement 21 zur Aufbringung von Spannkräften auf die Umlenkelemente 21 derart miteinander verbindet bzw. koppelt, dass eine räumliche Annäherung dieser Umlenkelemente 21 und der damit verbundenen Abschnitte der Fußschale 2 und auch der Gamasche 9 bewirkbar ist, wenn der wenigstens eine Schnürsenkel 17, 18 in Zugspannung versetzt wird.
[0058] Wie den Fig. 3, 4 weiters entnehmbar ist, kann vorgesehen sein, dass nur am ersten, beispielsgemäß am linken Gamaschenabschnitt 12 wenigstens ein Umlenkelement 21 angeordnet ist. Alternativ dazu kann nur am weiteren, insbesondere am rechten Gamaschenabschnitt 13 wenigstens ein Umlenkelement 21 angeordnet sein (nicht dargestellt). Diese Ausführungsformen können vor allem dann zweckmäßig sein, wenn die Lappenweiten bzw. die freien Längen des ersten Gamaschenabschnittes 12 und des weiteren Gamaschenabschnittes 13 deutlich unterschiedlich ausgeführt sind. Insbesondere kann es zweckmäßig sein, die Umlenkelemente 21 bzw. eine Zugkrafteinleitung durch den wenigstens einen Schnürsenkel 17, 18 primär für den vergleichsweise längeren oder freikragenden Gamaschenabschnitt 12 oder 13 vorzugsehen.
[0059] Der wenigstens eine Schnürsenkel 17, 18 kann zumindest im Ristbereich 8 des Sportschuhs 1 zick-zack-förmig, insbesondere sich kreuzend, und/oder mäanderförmig zwischen den jeweiligen Umlenkelementen 21 an der Fußschale 2 und an der Gamasche 9 verlaufen, sodass in Bezug auf eine Sohlenlängsachse 23 einander gegenüberliegende Umlenkelemente 21 bei Aufbringung einer Zugkraft auf den wenigstens einen Schnürsenkel 17, 18 einander annäherbar sind.
[0060] Die Schnürungsanordnung 16 des Sportschuhs 1 kann wenigstens ein manuell betätigbares Spannmittel 24, 25 aufweisen, welches wenigstens eine Spannmittel 24, 25 wenigstens eine Wickelvorrichtung 26, 27 für den wenigstens einen Schnürsenkel 17, 18 umfassen kann. Alternativ oder in Kombination zu der wenigstens einen Wickelvorrichtung 26, 27 kann wenigstens eine hebelbetätigbare Spannschnalle (nicht dargestellt) für den wenigstens einen Schnürsenkel 17, 18 vorgesehen sein. Das wenigstens eine manuell betätigbare Spannmittel 24, 25 ist dazu eingerichtet, bei einer Betätigung durch den Benutzer den wenigstens einen Schnürsenkel 17, 18 wahlweise in Zugspannung zu versetzen oder diese Zugspannung zu senken oder aufzuheben. Der wenigstens eine Schnürsenkel 17, 18 kann durch ein Spannseil aus Kunststoff und/oder Metall gebildet sein. Vorzugsweise ist der wenigstens eine Schnürsenkel 17, 18 in Zusammenhang mit den auftretenden Zugkräften dehnungsfest bzw. nicht längendehnbar ausge-
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führt, sodass ein Gummiband-Effekt weitgehend vermieden ist.
[0061] Wie aus einer Zusammenschau der Fig. 1 bis 3 beispielhaft ersichtlich ist, kann es zweckmäßig sein, wenn das wenigstens eine manuell betätigbare Spannmittel 24, 25, insbesondere die wenigstens eine Wickelvorrichtung 26, 27, an der äußeren Oberfläche des Sportschuhs 1, insbesondere an Oberseite des Sportschuhs 1, derart angebracht ist, dass das wenigstens eine manuell betätigbare Spannmittel 24, 25 im geschlossenen, den Ristbereich 8 der Gamasche 9 abdichtenden Zustand betätigbar ist. Zweckmäßig kann es weiters sein, wenn das wenigstens eine manuell betätigbare Spannmittel 24, 25 an der Schuhaußenseite 11 des Sportschuhs 1 positioniert ist, wie dies in den Fig. 1, 2 beispielhaft gezeigt ist.
[0062] Wenn die Schnürungsanordnung 16 einen ersten Schnürsenkel 17 und einen weiteren Schnürsenkel 18 umfasst, kann es zweckmäßig sein, diese Schnürsenkel 17, 18 unterschiedlichen Schnürungszonen 19, 20 des Sportschuhs 1 zuzuordnen. Zudem kann vorgesehen sein, den ersten Schnürsenkel 17 mittels dem ersten Spannmittel 24 und den weiteren Schnürsenkel 18 mit dem weiteren Spannmittel 25 zu betätigen bzw. unabhängig voneinander in Zugspannung zu versetzen (Fig. 4, 5).
[0063] Wie vor allem aus den Fig. 3, 5 beispielhaft ersichtlich ist, kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Umlenkelement 21 an der Gamasche 9 an einer der Fußschale 2 zugewandten Unterseite 28 an der Gamasche 9 befestigt ist. In den Fig. 4, 5 ist die Gamasche 9 zur besseren Übersichtlichkeit ausgeblendet bzw. mit strichlierten Linien angedeutet worden.
[0064] Wie vor allem einer Zusammenschau der Fig. 2, 3 beispielhaft entnehmbar ist, kann vorgesehen sein, dass zumindest ein überwiegender Teil der Länge des wenigstens einen Schnürsenkels 17, 18, vorzugsweise mehr als 80% der Länge des wenigstens einen Schnürsenkels 17, 18, zwischen einer äußeren Oberfläche 29 der Fußschale 2 und einer der Fußschale 2 zugewandten Unterseite 28 der Gamasche 9 verläuft, wenn sich die Gamasche 9 in einem Zustand befindet (Fig. 2), in welchem die Gamasche 9 den Ristbereich 8 des Sportschuhs 1 überdeckt respektive den Überlappungsabschnitt oder den Zungenabschnitt der Fußschale 2 vor äußeren Umwelteinflüssen abschottet.
[0065] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann an der Gamasche 9 ein Reißverschluss 14 ausgebildet sein, wie dies vorstehend bereits ausgeführt wurde. Dabei sind ein erster Gamaschenabschnitt 12 und ein weiterer Gamaschenabschnitt 13 der Gamasche 9 mittels dem Reißverschluss 14 im geschlossenen Zustand des Reißverschlusses 14 miteinander verbindbar (Fig. 2). Diese Gamaschenabschnitte 12, 13 können auch als Flächenabschnitte oder Zonen der Gamasche 9 verstanden werden. Durch manuelles Aufbringen von Zugkräften auf den wenigstens einen Schnürsenkel 17, 18 ist die Fußschale 2 in ihrem Aufnahmevolumen verkleinerbar und sind zusätzlich auch der erste Gamaschenabschnitt 12 und der weitere Gamaschenabschnitt 13 derart einander annäherbar, dass der Reißverschluss 14 mit reduzierten bzw. geringen Betätigungskräften schließbar ist. Im geöffneten Zustand des Reißverschlusses 14 (Fig. 3) sind der erste Gamaschenabschnitt 12 und der weitere Gamaschenabschnitt 13 wenigstens teilweise voneinander distanzierbar, sodass ein einfacher bzw. müheloser Ein- bzw. Ausstieg aus dem Sportschuh 1 ermöglicht ist.
[0066] Der Reißverschluss 14 kann mit seiner ersten Bandhälfte 30 mit dem ersten Gamaschenabschnitt 12 verbunden sein und mit seiner weiteren Bandhälfte 31 mit dem weiteren Gamaschenabschnitt 13 verbunden sein, insbesondere vernäht sein, sodass die Gamaschenabschnitte 12, 13 beim Schließen des Reißverschlusses 14 miteinander koppelbar bzw. zusammenfügbar sind (Fig. 2, 7) und die Gamaschenabschnitte 12, 13 beim Öffnen des Reißverschlusses 14 voneinander distanzierbar sind (Fig. 3).
[0067] Wie der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 3 entnehmbar ist, kann die Gamasche 9 entlang des Ristbereiches 8 des Sportschuhs 1 einen Trennschlitz 32 ausbilden (Fig. 3), insbesondere einen Schlitz aufweisen, und so den ersten Gamaschenabschnitt 12 und den weiteren Gamaschenabschnitt 13 definieren. Dieser Trennschlitz 32 ist mittels dem Reißverschluss 14 verschließbar (Fig. 2). Anstelle eines Reißverschlusses 14 kann auch ein Klettverschluss oder
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ein Verschluss mit wenigstens einem Druckknopf vorgesehen sein, um die einander zugewandten Abschnitte des ersten und weiteren Gamaschenabschnittes 12, 13 miteinander verbinden zu können respektive voneinander entfernen zu können.
[0068] Alternativ oder in Kombination zu einem Trennschlitz 32 in der Gamasche 9 können der erste Gamaschenabschnitt 12 und der weitere Gamaschenabschnitt 13 im Ristbereich 8 des Sportschuhs 1 eine Faltung 33 ausbilden, welche Faltung 33 bei geöffnetem Reißverschluss 14 ausbreitbar ist und bei geschlossenem Reißverschluss 14 zusammengefaltet oder zusammengerafft ist, wie dies in Fig. 7 beispielhaft gezeigt ist.
[0069] Wie in Fig. 2 angedeutet, kann der Reißverschluss 14 in Draufsicht auf den Sportschuh 1 und in Bezug auf die Sohlenlängsachse 23 im Wesentlichen parallel und mittig entlang des Ristbereiches 8 verlaufen. Alternativ kann der Reißverschluss 14 wie in Fig. 7 angedeutet in Draufsicht auf den Sportschuh 1 bzw. in Bezug auf die Sohlenlängsachse zumindest überwiegend neben der Sohlenlängsachse verlaufen, sodass unterschiedlich große Lappenabschnitte in Bezug auf den ersten und weiteren Gamaschenabschnitt 12, 13 gebildet sind.
[0070] In den Fig. 6, 7sind weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsformen des Sportschuhs 1 und seiner koppelnden Schnürungsanordnung 16 für die Fußschale 2 und die Gamasche 9 gezeigt, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Figuren verwendet werden. Um unnötige WMederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Figuren hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0071] Wie am besten den Fig. 6, 7 entnehmbar ist, kann wenigstens eines der Umlenkelemente 21 für den wenigstens einen Schnürsenkel 17, 18 als Schlaufe 34 ausgebildet ist, welche wenigstens eine Schlaufe 34 mit der Fußschale 2 und/oder der Gamasche 9 abreißfest verbunden ist, wobei der wenigstens eine Schnürsenkel 17, 18 durch die wenigstens eine Schlaufe 34 hindurchgeführt ist. Die wenigstens eine Schlaufe 34 kann aus Kunststoffmaterial oder aus einem textilen Material gebildet sein und mit der Fußschale 2 respektive mit der Gamasche 9 abreißsicher vernäht und/oder verklebt sein.
[0072] Wie aus Fig. 6, aber auch aus den Fig. 1, 2 beispielhaft ersichtlich ist, kann es zweckmäßig sein, wenn das wenigstens eine manuell betätigbare Spannmittel 24, 25 für den wenigstens einen Schnürsenkel 17, 18 an der äußeren Oberfläche des Sportschuhs 1 angebracht ist, wobei das wenigstens eine manuell betätigbare Spannmittel 24, 25 im geschlossenen, den Ristbereich der Gamasche 9 abdichtenden Zustand betätigbar ist. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Gamasche 9 von dem wenigstens einen Spannmittel 24, 25, insbesondere von einem Gehäuse der wenigstens einen Wickelvorrichtung 26, 27 und/oder von dem wenigstens einen Schnürsenkei 17, 18 durchsetzt bzw. durchdrungen ist (Fig. 6).
[0073] Wie in Fig. 7 beispielhaft angedeutet ist, kann auch vorgesehen sein, dass wenigstens eines der Umlenkelemente 21 als Ausklinkung 35 aus einer Schicht der Fußschale 2 und/oder der Gamasche 9 gebildet ist, welche Ausklinkung 35 beispielsweise durch eine Lasche gebildet ist, welche Lasche beispielsweise als Doppel-Schlitzung in der Schicht der Fußschale 2 und/oder der Gamasche 9 gebildet ist, wobei der wenigstens eine Schnürsenkel 17, 18 durch die wenigstens eine Ausklinkung 35 hindurchgeführt ist.
[0074] Wie in Fig. 6 und in den Fig. 1, 2 schematisch veranschaulicht ist, kann die Gamasche 9 ein wenigstens abschnittsweise ausgebildetes Versteifungselement 36 umfassen, beispielsweise in Art einer Versteifungsschicht aufweisen, welches Versteifungselement 36 beispielsweise zur verstärkenden bzw. abreißsicheren Festlegung des wenigstens einen Spannmittels 24, 25 eingerichtet sein kann.
[0075] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist.
[0076] Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen.
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[0077] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
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BEZUGSZEICHENLISTE
1 Sportschuh 29 äußere Oberfläche 2 Fußschale 30 erste Bandhälfte
3 Außenschale 31 weitere Bandhälfte 4 Stützkonstruktion 32 Trennschlitz
5 Schuhsohle 33 Faltung
6 fußinnenseitiger Schuhabschnitt 34 Schlaufe
7 fußaußenseitiger Schuhabschnitt 35 Ausklinkung
8 Ristbereich 36 Versteifungselement
9 Gamasche
10 Schuhinnenseite
11 Schuhaußenseite
12 erster Gamaschenabschnitt 13 weiterer Gamaschenabschnitt 14 Reißverschluss
15 Schubstück
16 Schnürungsanordnung
17 erster Schnürsenkel
18 weiterer Schnürsenkel
19 erste Schnürungszone
20 zweite Schnürungszone
21 Umlenkelement
22 Verankerungspunkt
23 Sohlenlängsachse
24 erstes Spannmittel
25 weiteres Spannmittel
26 Wickelvorrichtung
27 \Wickelvorrichtung
28 Unterseite
Claims (1)
- A ‚hes AT 528 397 B1 2026-01-15Ss NPatentansprüche1. Sportschuh (1), insbesondere Langlaufschuh, umfassend- eine Fußschale (2) zur Aufnahme eines Fußes eines Benutzers, wobei die Fußschale (2) einen fußinnenseitigen Schuhabschnitt (6) und einen fußaußenseitigen Schuhabschnitt (7) aufweist, wobei entweder der fußinnenseitige Schuhabschnitt (6) und der fuRßaußenseitige Schuhabschnitt (7) in einem Ristbereich (8) des Sportschuhs (1) voneinander beabstandet sind, oder wobei der fußinnenseitige Schuhabschnitt (6) und der fußaußenseitige Schuhabschnitt (7) in einem Ristbereich (8) des Sportschuhs (1) zumindest abschnittsweise einander überlappen,- eine Gamasche (9) welche die Fußschale (2) zumindest abschnittsweise bedeckt und sich dabei ausgehend von einer Schuhinnenseite (10) in Richtung zu einer Schuhaußenseite (11) zumindest über den Ristbereich (8) des Sportschuhs (1) erstreckt, und- eine Schnürungsanordnung (16) mit wenigstens einem Schnürsenkel (17, 18), welche Schnürungsanordnung (16) zum Verändern des inneren Aufnahmevolumens des Sportschuhs (1) vorgesehen ist, sodass ein Benutzer den Sportschuh (1) gegenüber seinem Fuß festziehen oder lockern kann,wobei der wenigstens eine Schnürsenkel (17, 18) sowohl mit der Fußschale (2) als auch mit der Gamasche (9) mechanisch verbunden oder gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dassder wenigstens eine Schnürsenkel (17, 18) wenigstens ein am fußinnenseitigen Schuhabschnitt (6) angeordnetes Umlenkelement (21), weiters wenigstens ein am fußaußenseitigen Schuhabschnitt (7) angeordnetes Umlenkelement (21), und wenigstens ein an einem ersten Gamaschenabschnitt (12) und/oder an einem weiteren Gamaschenabschnitt (13) der Gamasche (9) angeordnetes Umlenkelement (21) zur Aufbringung von Spannkräften auf diese Umlenkelemente (21) derart miteinander verbindet,dass beim Aufbringen von Zugkräften auf den wenigstens einen Schnürsenkel (17, 18) sowohl die Fußschale (2) in ihrem Aufnahmevolumen verkleinerbar ist,als auch die Gamasche (9) durch die Zugkräfte des wenigstens einen Schnürsenkels (17, 18) zumindest im Ristbereich (8) des Sportschuhs (1) an die Fußschale (2) annäherbar oder andrückbar ist.2. Sportschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Schnürsenkel (17, 18) weiters mittels wenigstens einem starren Verankerungspunkt (22) mit der Fußschale (2) und mit der Gamasche (9) gekoppelt ist.3. Sportschuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass entweder nur am ersten Gamaschenabschnitt (12) oder nur am weiteren Gamaschenabschnitt (13) wenigstens ein Umlenkelement (21) angeordnet ist.4. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Schnürsenkel (17, 18) zumindest im Ristbereich (8) des Sportschuhs (1) zick-zack-förmig und/oder mäanderförmig zwischen den jeweiligen Umlenkelementen (21) an der Fußschale (2) und an der Gamasche (9) verläuft, sodass in Bezug auf eine Sohlenlängsachse (23) einander gegenüberliegende Umlenkelemente (21) bei Aufbringung einer Zugkraft auf den wenigstens einen Schnürsenkel (17, 18) einander annäherbar sind.5. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Umlenkelemente (21) als Schlaufe (34) ausgebildet ist, welche wenigstens eine Schlaufe (34) an der Fußschale (2) respektive an der Gamasche (9) abreißfest befestigt ist, und dass der wenigstens eine Schnürsenkel (17, 18) durch die wenigstens eine Schlaufe (34) hindurchgeführt ist.6. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Umlenkelemente (21) als Ausklinkung (35) aus einer Schicht der Fußschale (2) respektive der Gamasche (9) gebildet ist, welche Ausklinkung (35) beispielsweise durch eine Lasche gebildet ist, welche Lasche beispielsweise als Doppel-Schlitzung in der10.11.12.13.14.15.AT 528 397 B1 2026-01-15Schicht der Fußschale (2) respektive der Gamasche (9) gebildet ist, und dass der wenigstens eine Schnürsenkel (17, 18) durch die wenigstens eine Ausklinkung (35) hindurchgeführt ist.Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnürungsanordnung (16) wenigstens ein manuell betätigbares Spannmittel (24, 25) aufweist, welches wenigstens eine Spannmittel (24, 25) wenigstens eine Wickelvorrichtung (26, 27) für den wenigstens einen Schnürsenkel (17, 18) umfasst.Sportschuh nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine manuell betätigbare Spannmittel (24, 25) an der äußeren Oberfläche des Sportschuhs (1) angebracht ist, und dass das wenigstens eine manuell betätigbare Spannmittel (24, 25) im geschlossenen Zustand der Gamasche (9), in welchem geschlossenen Zustand die Gamasche (9) den Ristbereich (8) überdeckt und abdichtet, manuell betätigbar ist.Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Schnürsenkel (17, 18) durch ein Spannseil aus Kunststoff und/oder Metall gebildet ist.Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnürungsanordnung (16) einen ersten Schnürsenkel (17) und einen weiteren Schnürsenkel (18) umfasst, wobei diese Schnürsenkel (17, 18) unterschiedlichen Schnürungszonen (19, 20) des Sportschuhs (1) zugeordnet sind und mittels einem ersten Spannmittel (24) und einem weiteren Spannmittel (25) unabhängig voneinander in Zugspannung versetzbar sind.Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Umlenkelement (21) an der Gamasche (9) an einer der Fußschale (2) zugewandten Unterseite (28) an der Gamasche (9) befestigt ist.Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein überwiegender Teil der Länge des wenigstens einen Schnürsenkels (17, 18), vorzugsweise mehr als 80% der Länge des wenigstens einen Schnürsenkels (17, 18), zwischen einer äußeren Oberfläche (29) der Fußschale (2) und einer der Fußschale (2) zugewandten Unterseite (28) der Gamasche (9) verläuft, wenn sich die Gamasche (9) in ihrem den Ristbereich (8) des Sportschuhs (1) überdeckenden Zustand befindet.Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Gamasche (9) ein Reißverschluss (14) ausgebildet ist, wobei ein erster Gamaschenabschnitt (12) und ein weiterer Gamaschenabschnitt (13) der Gamasche (9) mittels dem Reißverschluss (14) im geschlossenen Zustand des Reißverschlusses (14) miteinander verbindbar sind,- wobei durch Zugkräfte des wenigstens einen Schnürsenkels (17, 18) sowohl die Fußschale (2) in ihrem Aufnahmevolumen verkleinerbar ist, als auch der erste Gamaschenabschnitt (12) und der weitere Gamaschenabschnitt (13) derart einander annäherbar sind, dass der Reißverschluss (14) mit reduzierten Betätigungskräften schließbar ist, und- dass der erste Gamaschenabschnitt (12) und der weitere Gamaschenabschnitt (13) im geöffneten Zustand des Reißverschlusses (14) wenigstens teilweise voneinander distanzierbar sind.Sportschuh nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Reißverschluss (14) mit seiner ersten Bandhälfte (30) mit dem ersten Gamaschenabschnitt (12) verbunden ist und mit seiner weiteren Bandhälfte (31) mit dem weiteren Gamaschenabschnitt (13) verbunden ist, sodass die Gamaschenabschnitte (12, 13) beim Schließen des Reißverschlusses (14) miteinander koppelbar sind und die Gamaschenabschnitte (12, 13) beim Öffnen des Reißverschlusses (14) voneinander distanzierbar sind.Sportschuh nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Gamaschenabschnitt (12) und der weitere Gamaschenabschnitt (13) entlang des Ristbereiches (8) des Sportschuhs (1) einen Trennschlitz (32) ausbilden, welcher Trennschlitz (32) mittels dem Reißverschluss (14) verschließbar ist.A ‚hes AT 528 397 B1 2026-01-15Ss N16. Sportschuh nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Gamaschenabschnitt (12) und der weitere Gamaschenabschnitt (13) im Ristbereich (8) des Sportschuhs (1) eine Faltung (33) ausbilden, welche Faltung (33) bei geöffnetem Reißverschluss (14) ausbreitbar ist und bei geschlossenem Reißverschluss (14) zusammengefaltet oder zusammengerafft ist.17. Sportschuh nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Reißverschluss (14) in Draufsicht auf den Sportschuh (1) und in Bezug auf die Sohlenlängsachse (23) im Wesentlichen parallel und mittig entlang des Ristbereiches (8) verläuft.18. Sportschuh nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dass der Reißverschluss (14) in Draufsicht auf den Sportschuh (1) und in Bezug auf die Sohlenlängsachse (23) zumindest überwiegend neben der Sohlenlängsachse (23) verläuft, sodass unterschiedlich große Lappenabschnitte in Bezug auf den ersten und weiteren Gamaschenabschnitt (12, 13) gebildet sind.Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
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Family
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Family Applications (1)
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| ATA50626/2024A AT528397B1 (de) | 2024-07-25 | 2024-07-25 | Sportschuh |
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