AT528409B1 - Landwirtschaftliche querbearbeitungseinrichtung mit speziellen eingriffsabschnitten - Google Patents

Landwirtschaftliche querbearbeitungseinrichtung mit speziellen eingriffsabschnitten

Info

Publication number
AT528409B1
AT528409B1 ATA50861/2024A AT508612024A AT528409B1 AT 528409 B1 AT528409 B1 AT 528409B1 AT 508612024 A AT508612024 A AT 508612024A AT 528409 B1 AT528409 B1 AT 528409B1
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
transverse
closed position
row
plants
agricultural
Prior art date
Application number
ATA50861/2024A
Other languages
English (en)
Other versions
AT528409A4 (de
Inventor
Witzmann Ing Msc Mba Gregor
Original Assignee
Farm Ing Smart Farm Equipment Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Farm Ing Smart Farm Equipment Gmbh filed Critical Farm Ing Smart Farm Equipment Gmbh
Priority to ATA50861/2024A priority Critical patent/AT528409B1/de
Priority to PCT/AT2025/060390 priority patent/WO2026090642A1/de
Application granted granted Critical
Publication of AT528409A4 publication Critical patent/AT528409A4/de
Publication of AT528409B1 publication Critical patent/AT528409B1/de

Links

Classifications

    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B39/00—Machines specially adapted for working soil on which crops are growing
    • A01B39/10—Machines specially adapted for working soil on which crops are growing with oscillating tools driven or not
    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B39/00—Machines specially adapted for working soil on which crops are growing
    • A01B39/12—Machines specially adapted for working soil on which crops are growing for special purposes, e.g. for special culture
    • A01B39/18—Machines specially adapted for working soil on which crops are growing for special purposes, e.g. for special culture for weeding
    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B41/00—Thinning machines
    • A01B41/02—Thinning machines with oscillating tools
    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B79/00—Methods for working soil
    • A01B79/005—Precision agriculture
    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01M—CATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
    • A01M21/00—Apparatus for the destruction of unwanted vegetation, e.g. weeds
    • A01M21/02—Apparatus for mechanical destruction
    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B63/00—Lifting or adjusting devices or arrangements for agricultural machines or implements
    • A01B63/002—Devices for adjusting or regulating the position of tools or wheels

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Insects & Arthropods (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung zum Bearbeiten von Bewuchs zwischen Nutzpflanzen einer Pflanzenreihe (1), mit zumindest zwei, in einer Querrichtung (Q) bewegbaren Bearbeitungswerkzeugen (2) und zumindest einem Antrieb, wobei die Bearbeitungswerkzeuge (2) über den Antrieb (9) zwischen zumindest einer geöffneten Stellung und einer geschlossenen Stellung bewegbar sind, wobei jedes Bearbeitungswerkzeug (2) einen Eingriffsabschnitt (6) zum Eingreifen in den Untergrund aufweist, wobei die Eingriffsabschnitte (6) dazu eingerichtet sind, sich durch die Oberfläche des Untergrunds zu erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass in der geschlossenen Stellung die Eingriffsabschnitte (6) der Bearbeitungswerkzeuge (2) zusammengestellt sind und in der geöffneten Stellung die Eingriffsabschnitte (6) auseinanderbewegt sind.

Description

Ss N
Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft eine landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung zum Bearbeiten von Bewuchs zwischen Nutzpflanzen einer Pflanzenreihe, mit zumindest zwei, in einer Querrichtung bewegbaren Bearbeitungswerkzeugen und zumindest einem Antrieb, wobei die Bearbeitungswerkzeuge über den Antrieb zwischen zumindest einer geöffneten Stellung und einer geschlossenen Stellung bewegbar sind, wobei jedes Bearbeitungswerkzeug einen Eingriffsabschnitt zum Eingreifen in den Untergrund aufweist, wobei die Eingriffsabschnitte dazu eingerichtet sind, sich durch die Oberfläche des Untergrunds zu erstrecken.
[0002] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Bearbeitung von Bewuchs zwischen Nutzpflanzen einer Pflanzenreihe.
[0003] Obig angegebene landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtungen und Verfahren werden dazu verwendet, störenden Bewuchs in einem landwirtschaftlich genutzten Gebiet mit Pflanzenreihen zu verhindern, entfernen, zerstören oder zu hemmen. Dazu wird die Querbearbeitungseinrichtung entlang einer Hauptbewegungsrichtung entlang der Pflanzenreihe bewegt und durch sie der Bewuchs entfernt oder derart beschädigt oder gestört, sodass dessen negativer Einfluss auf die Nutzpflanzen vermindert wird. Dazu greifen Bearbeitungswerkzeuge in den Untergrund ein und bewegen die Erde und den Bewuchs, indem sie durch die Bewegung entlang der Hauptbewegungsrichtung und entlang der Querrichtung durch den Untergrund durchbewegt wird. Die Querrichtung steht dabei im Wesentlichen normal zur Hauptbewegungsrichtung. Sie liegt mit der Hauptbewegungsrichtung vorzugsweise in einer Horizontalebene.
[0004] Die EP 3610712 A1 offenbart eine solche Querbearbeitungseinrichtung, wobei zwei Bearbeitungswerkzeuge an äußeren Aufhängungen angeordnet sind. Werden die Bearbeitungswerkzeuge kurz vor einer Nutzpflanze in der Pflanzenreihe auseinanderbewegt, so wird eine Welle verschwenkt und dadurch horizontale Teile des Bearbeitungswerkzeuges in Querrichtung von der Nutzpflanze wegbewegt. Dabei wird kleinerer Bewuchs und Unkraut entwurzelt oder stark geschädigt. Stärker verwurzelte oder biegsame Unkrautpflanzen hingegen können den horizontal ausgerichteten Teilen unter Umständen widerstehen oder ausweichen. Dies führt zu einer ungenügenden Bearbeitung des Bewuchses, was das Wachstum der Nutzpflanzen beeinträchtigen kann. Darüber hinaus kann besonders widerstandsfähiger Bewuchs trotz der Entwurzelung an im Wesentlichen gleicher Stelle mitunter wieder einwurzeln und weiterwachsen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist damit, eine verbesserte Bearbeitung des Bewuchses zu ermöglichen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass in der geschlossenen Stellung die Eingriffsabschnitte der Bearbeitungswerkzeuge entlang der Querrichtung zusammengestellt sind und in der geöffneten Stellung die Eingriffsabschnitte auseinanderbewegt sind.
[0007] Sie wird auch dadurch gelöst, dass eine landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung entlang der Pflanzenreihe bewegt wird und zumindest ein Bearbeitungswerkzeug der Querbearbeitungseinrichtung den Untergrund bearbeitet, wobei sich ein Eingriffsabschnitt des Bearbeitungswerkzeuges durch die Oberfläche des Untergrunds hindurcherstreckt und mehrmals zwischen einer geschlossenen Stellung und einer geöffneten Stellung bewegt wird, wobei der Eingriffsabschnitt in der geschlossenen Stellung im Bereich der Pflanzenreihe angeordnet wird und in der geöffneten Stellung aus der Pflanzenreihe auf eine Seite der Pflanzenreihe ausgelenkt wird, wobei das Bearbeitungswerkzeug in der geöffneten Stellung immer auf die gleiche Seite ausgelenkt wird.
[0008] In der geschlossenen Stellung ist damit jeder Eingriffsabschnitt nahe der Mittellinie also im Bereich der Pflanzenreihe. Durch die Bewegung des Eingriffsabschnittes aus der geschlossenen Stellung in die geöffnete Stellung wird erreicht, dass Bewuchs wirksam aus der Pflanzenreihe herausgeschoben wird. Dabei wird durch den Eingriffsabschnitt ein wesentlich besseres Herausschieben erreicht, da er sowohl die die Bewuchsteile im als auch außerhalb des Untergrunds erfassen kann. So wird der Bewuchs aus der Reihe heraus und in die Bereiche zwischen den
x bes AT 528 409 B1 2026-01-15
Ss N
Reihen geschoben, sodass sie zwischen den Reihen liegen. Dort kann man dann wesentlich einfacher und kostengünstiger mit konventionellen Methoden den Bewuchs, also das Unkraut weiterbearbeiten. Dies bedingt eine effizientere Bekämpfung des Bewuchses.
[0009] Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird ebenso eine effizientere Bekämpfung des Bewuchses erreicht. Durch das Anordnen des Eingriffsabschnittes im Bereich der Pflanzenreihe, also im Bereich der Mittellinie, oder jenseits der Pflanzenreihe in der geschlossenen Stellung wird erreicht, dass möglichst viel Bewuchs während der Bewegung in die geöffnete Stellung entfernt werden kann. Dies in Kombination mit der Bewegung immer auf die gleiche Seite verhindert, dass Bewuchs durch Richtungsänderungen irrtümlich in Richtung der Pflanzenreihe getragen wird.
[0010] Mit Oberfläche des Untergrunds ist dabei die Oberfläche des Erdbodens gemeint.
[0011] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Bearbeitungswerkzeug jede Nutzpflanze der Pflanzenreihe in der geöffneten Stellung passiert. Dies verhindert, dass die Nutzpflanzen durch das Bearbeitungswerkzeug in der geschlossenen Stellung oder während der Bewegung beschädigt werden.
[0012] Das Bearbeitungswerkzeug ist dazu eingerichtet, insbesondere während der geschlossenen Stellung den Untergrund und damit den Bewuchs zu bearbeiten, insbesondere umzuwühlen oder zu bewegen. Dies erfolgt insbesondere während die Querbearbeitungseinrichtung entlang der Hauptbewegungsrichtung bewegt wird. Das Bearbeitungswerkzeug ist dazu eingerichtet, in den Untergrund einzugreifen und somit durch Bewegung des Bearbeitungswerkzeugs diesen umzuschichten oder umzuwühlen. So wird eine Beschädigung, Entfernung oder Abtötung des Bewuchses erreicht.
[0013] Mit zusammengestellt ist dabei gemeint, dass die Eingriffsabschnitte in der geschlossenen Stellung in unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet sind. In erster Linie ist wichtig, dass sie entlang der Querrichtung in unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet sind. Vorzugsweise sind sie aber auch in unmittelbarer Nähe entlang der Hauptbewegungsrichtung angeordnet. Vorzugsweise stehen die Eingriffsabschnitte in der geschlossenen Stellung einander gegenüber.
[0014] Mit anderen Worten ist mit zusammengestellt gemeint, dass die Eingriffsabschnitte in der geschlossenen Stellung aneinander und/oder beieinander angeordnet sind.
[0015] Der Eingriffsabschnitt in in der geschlossenen Stellung vorzugsweise in Querrichtung auf Höhe einer Mittellinie der Querbearbeitungseinrichtung angeordnet oder jenseits dieser Mittellinie. Die Mittellinie ist parallel zur Hauptbewegungsrichtung und entlang ihrer erstreckt sich in der Regel die Pflanzenreihe.
[0016] Es kann vorgesehen, dass die Eingriffsabschnitte entlang der Hauptbewegungsrichtung in der geschlossenen Stellung zueinander versetzt angeordnet sind. Es ist jedoch vorteilhaft, wenn sie entlang der Hauptbewegungsrichtung in der geschlossenen Stellung auf gleicher Höhe angeordnet sind.
[0017] Dabei kann vorgesehen sein, dass ein Spalt oder Distanz zwischen den zwei Eingriffsabschnitten angeordnet ist oder dass sich die Eingriffsabschnitte berühren. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Eingriffsabschnitte in der geschlossenen Stellung zumindest teilweise einander kreuzen.
[0018] Der Eingriffsabschnitt erstreckt sich im bestimmungsgemäßen Betriebszustand durch die Oberfläche des Untergrunds hindurch. Somit befindet sich ein Teil des Eingriffsabschnitts oberhalb des Untergrunds und ein Teil im Untergrund.
[0019] In der Regel ist der Eingriffsabschnitt im Wesentlichen senkrecht zum Untergrund in bestimmungsgemäßer Betriebslage angeordnet. Dies ermöglicht eine leichte Ausrichtung, sodass er sich leicht durch die Oberfläche des Untergrunds hindurcherstrecken kann. Es kann auch vorgesehen sein, dass zumindest ein Eingriffsabschnitt in einem Winkel zum Untergrund in bestimmungsgemäßer Betriebslage steht. Vorzugsweise erstreckt sich zumindest ein Eingriffsabschnitt entlang einer Hochachse der Querbearbeitungseinrichtung, besonders vorzugsweise im Wesentlichen parallel zur Hochachse.
x bes AT 528 409 B1 2026-01-15
Ss N
[0020] Die Eingriffsabschnitte sind in der geöffneten Stellung voneinander weiter beabstandet als in der geschlossenen Stellung. So wird erreicht, dass Bewuchs durch die Bewegung der Bearbeitungswerkzeuge aus der geschlossenen in die geöffnete Stellung von der Nutzpflanzenreihe herausgeschoben wird. So wird effizient Bewuchs von den Nutzpflanzen entfernt und nur die Nutzpflanzen unbeeinträchtigt gelassen. Ist nur ein Bearbeitungswerkzeug vorgesehen, so ist der Eingriffsabschnitt aus der Pflanzenreihe ausgelenkt, er ist also zur Pflanzenreihe beabstandet und beschädigt nicht die Nutzpflanzen.
[0021] Es kann vorgesehen sein, dass nur ein oder beide Bearbeitungswerkzeuge aus der geschlossenen Stellung in Querrichtung vom anderen Bearbeitungswerkzeug weg in die geöffnete Stellung bewegt werden.
[0022] Vorzugsweise sind die Eingriffsabschnitte entlang einer Hauptbewegungsrichtung der Querbearbeitungseinrichtung auf gleicher Höhe angeordnet.
[0023] Es kann sein, dass der Antrieb dazu eingerichtet ist, beide Bearbeitungswerkzeuge gleichzeitig von der geschlossenen Stellung in die geöffnete Stellung und/oder von der geöffneten Stellung in die geschlossene Stellung zu bewegen und/oder dass der Antrieb dazu eingerichtet ist, beide Bearbeitungswerkzeuge zeitlich versetzt von der geschlossenen Stellung in die geöffnete Stellung und/oder von der geöffneten Stellung in die geschlossene Stellung zu bewegen.
[0024] Der Antrieb ist dazu eingerichtet, zumindest ein Bearbeitungswerkzeug zwischen der geöffneten und geschlossenen Stellung zu bewegen. Dabei kann ein Antrieb für zwei oder mehr Bearbeitungswerkzeuge vorgesehen sein oder auch einzelne Bearbeitungswerkzeuge einzelne Antriebe oder Antriebseinheiten eines Antriebs aufweisen. Der Antrieb kann beispielsweise zur Bewegung aus der geschlossenen Stellung in die geöffnete Stellung die Bearbeitungswerkzeuge in einer Horizontalebene bewegen oder sie schräg nach oben bewegen.
[0025] Der Antrieb kann dazu eingerichtet sein, dass das Bearbeitungswerkzeug linear in Querrichtung bewegt wird. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Bearbeitungswerkzeug verschwenkt wird, beispielsweise kreissegmentförmig.
[0026] Es kann vorgesehen sein, dass zumindest ein Bearbeitungswerkzeug zumindest ein Messer aufweist. Vorzugsweise kann zumindest ein Teil des Eingriffsabschnitts und/oder zumindest ein Teil des Umwälzabschnitts als Messer ausgeführt sein. Mit Messer ist dabei gemeint, dass zumindest eine Kante, beispielsweise die Vorderkante, eine Schneide aufweist, die dazu eingerichtet ist, Bewuchs zu zerkleinern oder zu zerteilen.
[0027] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Bearbeitungswerkzeug auf dem Weg von der geschlossenen Stellung in die geöffnete Stellung die Pflanzenreihe passiert. Mit anderen Worten ist das Bearbeitungswerkzeug auf einer Seite in der geschlossenen Stellung und auf einer anderen Seite in der geöffneten Stellung. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn nur ein Bearbeitungswerkzeug pro Pflanzenreihe vorgesehen ist.
[0028] Es kann vorgesehen sein, dass die Querbearbeitungseinrichtung zwei Bearbeitungswerkzeuge aufweist und in der geöffneten Stellung ein Bearbeitungswerkzeug in eine Seite der Pflanzenreihe ausgelenkt wird und das andere Bearbeitungswerkzeug in die andere Seite der Pflanzenreihe ausgelenkt wird. Dies ermöglicht eine möglichst gründliche Bearbeitung der Pflanzenreihe.
[0029] Besonders vorteilhaft ist, wenn für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eine erfindungsgemäße Querbearbeitungseinrichtung verwendet wird.
[0030] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass eine Distanz zwischen den Eingriffsabschnitten der Bearbeitungswerkzeuge in der geschlossenen Stellung entlang der Querrichtung unter 5 cm, vorzugsweise unter 3 cm und besonders vorzugsweise unter 1,5 cm liegt. So wird sichergestellt, dass der wesentlichste Bereich von Bewuchs befreit wird. Die Distanz kann dabei die absolute Distanz der Eingriffsabschnitte zueinander sein oder auch die Distanz entlang der Querrichtung, insbesondere wenn die Eingriffsabschnitte entlang der Hauptbewegungsrichtung versetzt zueinander sind.
x bes AT 528 409 B1 2026-01-15
Ss N
[0031] Es kann vorgesehen sein, dass die Eingriffsabschnitte der Bearbeitungswerkzeuge in der geschlossenen Stellung aneinander anliegen. Mit aneinander anliegen ist dabei gemeint, dass kein wesentlicher Abstand zwischen den Eingriffsabschnitten liegt. Es kann vorgesehen sein, dass nur Kanten der Eingriffsabschnitt aneinander anliegen.
[0032] Weiters ist vorteilhaft, wenn Vorderkanten der Eingriffsabschnitte in der geschlossenen Stellung aneinander anliegen. Mit Vorderkanten sind die Kanten gemeint, die in Hauptbewegungsrichtung zeigen. Dies ermöglicht ein Bewegen des Bewuchses auf beide Seiten aus der Pflanzenreihe nach außen.
[0033] Besonders vorteilhaft ist, wenn zumindest ein Eingriffsabschnitt ein Streichblech aufweist, der Erde des Untergrunds zumindest in der geschlossenen Stellung aus der Pflanzenreihe herausbewegt. Mit Streichblech ist dabei ein Körper wie bei einem Pflug gemeint, der durch seine Form in den Untergrund eingreift und durch seine Bewegung entlang der Hauptbewegungsrichtung Erdreich in Querrichtung nach außen, vorzugsweise von der Pflanzenreihe weg, bewegt. Vorzugsweise weisen Streichbleche entlang der Hauptbewegungsrichtung eine schräge oder gebogene Außenwand auf, mit der der Untergrund seitlich wegschiebbar ist. Ein solches Streichblech kann die Entfernung von Bewuchs verbessern und insbesondere während der Bewegung in die geöffnete Stellung Bewuchs wirksam nach Außen bewegen. In diesem Sinne ist mit Streichblech ein Bauteil gemeint, dass eine derartige Funktion erfüllt, ähnlich wie bei einem Pflug (dort wird es auch Riester oder Rüster genannt). Das Material des Streichblechs kann beliebig gewählt werden, beispielsweise kann es Metall, Holz, Kunststoff und/oder glasfaserverstärktes Material umfassen. Das Streichblech kann eine schraubenförmige oder zylindrische Form aufweisen.
[0034] Es kann auch vorgesehen sein, dass zumindest ein Bearbeitungswerkzeug ein Streichblech aufweist, das Erde des Untergrunds zumindest in der geschlossenen Stellung aus der Pflanzenreihe herausbewegt.
[0035] Weiters ist vorteilhaft, wenn die Eingriffsabschnitte in der geschlossenen Stellung ein gemeinsames doppeltes Streichblech bilden, das Erde des Untergrunds zumindest in der geschlossenen Stellung aus der Pflanzenreihe in beide Richtungen herausbewegt. Dazu können die Eingriffsabschnitte entgegengesetzt geformte Streichbleche aufweisen, die jeweils Untergrund in eine andere Richtung quer zur Hauptbewegungsrichtung schieben. Durch das Zusammenstellen in der geschlossenen Stellung bilden sie ein gemeinsames doppeltes Streichblech. Dies ermöglicht eine besonders vollständige Entfernung des Bewuchses aus der Pflanzenreihe, da so beide Seiten abgedeckt werden können.
[0036] Weiters kann vorgesehen sein, dass zumindest ein Eingriffsabschnitt plattenförmig ausgeführt ist. Mit plattenförmig ist dabei eine flache Form gemeint. Der Eingriffsabschnitt weist vorzugsweise also eine Dicke auf, die wesentlich geringer ist als eine Breite oder eine Höhe, besonders vorzugsweise maximal ein Fünftel. Durch die Plattenform kann ein effizientes Ausräumen vom Widerstand gegenüber der Bewegung entlang der Hauptbewegungsrichtung entkoppelt werden. Weiters kann durch eine solche Form Untergrund durch den Eingriffsabschnitt in bestimmte Richtungen geleitet werden.
[0037] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass zumindest ein Eingriffsabschnitt in der geschlossenen Stellung im Wesentlichen parallel zu einer Hauptbewegungsrichtung der Querbearbeitungseinrichtung ausgerichtet ist oder dass zumindest ein Eingriffsabschnitt entlang der Hauptbewegungsrichtung dem anderen Bearbeitungswerkzeug zugewandt ist. Dies ermöglicht ein besonders gutes Ausräumen von Bewuchs bei der Bewegung in Querrichtung von der geschlossenen in die geöffnete Stellung, bedingt aber einen niedrigen Widerstand während der Bewegung entlang der Hauptbewegungsrichtung in der geschlossenen Stellung. Durch eine parallele Ausrichtung wird der Widerstand besonders niedrig gehalten. Durch eine Zuwendung entlang der Hauptbewegungsrichtung wird erreicht, dass die Bereiche der Eingriffsabschnitte, die weiter vorne entlang der Hauptbewegungsrichtung sind, näher aneinander sind, als die Bereiche, die weiter hinten angeordnet sind. Dies führt zu einem Auseinanderschieben des Untergrunds aus der Pflanzenreihe heraus und begünstigt besonders gut das Austragen des Bewuchses. Zum einen wird Bewuchs aus der Pflanzenreihe in der geschlossenen Stellung herausgeschoben, zum anderen
x bes AT 528 409 B1 2026-01-15
Ss N
wird aber auch das weitere Herausschieben während der Bewegung in die geöffnete Stellung verbessert. Somit ergibt sich eine besonders effiziente Bearbeitung des Bewuchses.
[0038] Es kann vorgesehen sein, dass zumindest ein erster Teilbereich des Eingriffsabschnitts in geschlossener Stellung in einem anderen Winkel zur Hauptbewegungsrichtung steht als ein zweiter Teilbereich des Eingriffsabschnitts, wobei vorzugsweise der erste Teilbereich in der geschlossenen Stellung entlang der Hauptbewegungsrichtung vor dem zweiten Teilbereich angeordnet ist. Vorzugsweise ist der Winkel des ersten Teilbereichs zur Hauptbewegungsrichtung gröBer als der Winkel des zweiten Teilbereichs zur Hauptbewegungsrichtung. Dies ermöglicht eine bessere Ableitung von Untergrund und Bewuchs aus der Pflanzenreihe heraus.
[0039] Es kann vorgesehen sein, dass der Winkel zwischen erstem Teilbereich und zweitem Teilbereich des Eingriffsabschnitts einstellbar ist. Beispielsweise kann dies durch ein Scharnier wie ein Mikroscharnier oder durch eine Verbindung aus geeignetem, ausreichend flexiblem Material gelöst sein, beispielsweise Aluminium. So kann der Winkel an die jeweiligen Umstände wie Bodenbeschaffenheit oder geplante Fahrgeschwindigkeit angepasst werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Material im Bereich der Verbindung dünner ausgeführt ist oder Ausnehmungen aufweist, wodurch der Winkel einfacher eingestellt werden kann.
[0040] Weiters ist vorzugsweise vorgesehen, dass jedes Bearbeitungswerkzeug einen Umwälzabschnitt zum Umwälzen des Untergrunds aufweist, der dazu eingerichtet ist, unterhalb der Oberfläche des Untergrunds angeordnet zu sein. Der Umwälzabschnitt verbessert die Bearbeitung des Bewuchses, indem er Stängel, Wurzeln und andere im Untergrund angeordnete Teile des Bewuchses bearbeitet und abschneidet oder mitreißt.
[0041] Vorzugsweise ist der Umwälzabschnitt an dem Eingriffsabschnitt angeordnet und besonders vorzugsweise grenzt der Eingriffsabschnitt an den Umwälzabschnitt an. Diese Anordnung kann unmittelbar sein, also der Eingriffsabschnitt kann ohne dazwischen angeordnete Teile an dem Umwälzabschnitt angeordnet sein. Diese Anordnung kann auch mittelbar sein, es kann also zumindest ein Zwischenelement wie ein Verbindungsabschnitt zwischen dem Eingriffsabschnitt und dem Umwälzabschnitt angeordnet sein.
[0042] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass sich der Umwälzabschnitt zumindest eines Bearbeitungswerkzeuges vom Eingriffsabschnitt des anderen Bearbeitungswerkzeugs weg erstreckt, vorzugsweise in Richtung der Querrichtung und/oder quer zur Hauptbewegungsrichtung. Es kann vorgesehen sein, dass zumindest ein Umwälzabschnitt in der geschlossenen Stellung in einem Winkel zur Querrichtung steht.
[0043] Es kann sein, dass zumindest eine Vorderkante zumindest eines Umwälzabschnittes in Querrichtung nach außen geneigt ist. Damit ist gemeint, dass der Bereich der Vorderkante, der näher am Eingriffsabschnitt angeordnet ist, entlang der Hauptbewegungsrichtung weiter vorne angeordnet ist, als ein Bereich der Vorderkante, der weiter vom Eingriffsabschnitt entfernt ist. Dies ermöglicht ein Herausschieben des Bewuchses in der geschlossenen Stellung aus der Pflanzenreihe und verbessert das Herausschieben auch während der Bewegung in die geöffnete Stellung.
[0044] Weiters kann vorgesehen sein, dass zumindest ein Teil des Umwälzabschnitts zumindest eines Bearbeitungswerkzeuges im Wesentlichen normal zum Eingriffsabschnitt steht. Dies ermöglicht es, dass sich der Umwälzabschnitt im Wesentlichen horizontal erstreckt, während der Eingriffsabschnitt zur Überwindung der Oberfläche des Untergrunds sich vertikal erstreckt.
[0045] Es kann auch vorgesehen sein, dass zumindest ein erster Teilbereich des Umwälzabschnitts in geschlossener Stellung in einem anderen Winkel zu einer Ebene aus Hauptbewegungsrichtung und Querrichtung steht als ein zweiter Teilbereich des Umwälzabschnitts, wobei vorzugsweise der erste Teilbereich in der geschlossenen Stellung entlang der Hauptbewegungsrichtung vor dem zweiten Teilbereich angeordnet ist. Vorzugsweise ist der Winkel des ersten Teilbereichs des Umwälzabschnitts zur Ebene größer als der Winkel des zweiten Teilbereichs des Umwälzabschnitts zur Ebene entlang der Hauptbewegungsrichtung. Damit ist gemeint, dass der zweite Teilbereich steiler ist als der erste Teilbereich. Dies ermöglicht eine Durchmischung
x bes AT 528 409 B1 2026-01-15
Ss N
des Untergrunds und Vermischung der Erde. Dies verbessert die Bearbeitung des Bewuchses.
[0046] Es kann vorgesehen sein, dass der Winkel zwischen erstem Teilbereich und zweitem Teilbereich des Umwälzabschnitts einstellbar ist. Beispielsweise kann dies durch ein Scharnier wie ein Mikroscharnier oder durch eine Verbindung aus geeignetem, ausreichend flexiblem Material gelöst sein, beispielsweise Aluminium. So kann der Winkel an die jeweiligen Umstände wie Bodenbeschaffenheit oder geplante Fahrgeschwindigkeit angepasst werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Material im Bereich der Verbindung dünner ausgeführt ist oder Ausnehmungen aufweist, wodurch der Winkel einfacher eingestellt werden kann.
[0047] Weiters ist vorteilhaft, wenn die Querbearbeitungseinrichtung zumindest eine Sensoreinrichtung zur Erfassung von Informationen hinsichtlich der Nutzpflanzen und/oder des Bewuchses aufweist und dass die Querbearbeitungseinrichtung eine Regelungseinrichtung aufweist, die dazu eingerichtet ist, den Antrieb in Abhängigkeit der mit der Sensoreinrichtung erfassten Informationen zu steuern. Dabei kann die Sensoreinrichtung zumindest einen optischen Sensor, vorzugsweise eine Kamera oder Kamerasystem umfassen. Es kann vorgesehen sein, dass die Steuerung derart ausgebildet ist, dass die Bearbeitungswerkzeuge während der Bewegung entlang der Hauptbewegungsrichtung in einer geschlossenen Stellung gehalten werden und kurz vor dem Erreichen einer Nutzpflanze in eine geöffnete Stellung und kurz nach dem Passieren der Nutzpflanze in eine geschlossene Stellung gebracht werden. So kann der Bewuchs der Pflanzenreihe effizient bearbeitet werden, ohne dass die Nutzpflanzen geschädigt werden.
[0048] In weiterer Folge wird die Erfindung anhand einer nicht einschränkenden Ausführungsform in den Figuren erläutert. Es zeigen:
[0049] Fig. 1 eine erfindungsgemäße Ausführungsform einer Querbearbeitungseinrichtung in einer Hinteransicht in einer geschlossenen Stellung;
[0050] Fig. 2 die Ausführungsform in einer Hinteransicht in einer geöffneten Stellung;
[0051] Fig. 3 die Ausführungsform in einer Ansicht von oben in einer geschlossenen Stellung; [0052] Fig. 4 die Ausführungsform in einer Ansicht von oben in einer geöffneten Stellung. [0053] Fig. 5 die Ausführungsform in einer Ansicht von unten in einer geöffneten Stellung;
[0054] Fig. 6 ein Detail einer alternativen Ausführungsform eines Bearbeitungswerkzeuges in einer Schrägansicht;
[0055] Fig. 7 die Ausführungsform des Bearbeitungswerkzeuges aus Fig. 6 in einer Draufsicht;
[0056] Fig. 8 ein Detail einer weiteren Ausführungsform eines Bearbeitungswerkzeuges in einer Schrägansicht;
[0057] Fig. 9 die Ausführungsform des Bearbeitungswerkzeuges aus Fig. 8 in einer Seitenansicht;
[0058] Die gezeigte erfindungsgemäße Ausführungsform einer landwirtschaftlichen Querbearbeitungseinrichtung weist eine Bearbeitungseinheit auf, die für eine Pflanzenreihe 1 vorgesehen ist. In alternativen Ausführungsformen kann eine Querbearbeitungseinrichtung auch mehrere Bearbeitungseinheiten aufweisen, die zumindest teilweise für jeweils andere Pflanzenreihen 1 vorgesehen sind. Dazu können die Bearbeitungseinheiten hintereinander oder nebeneinander entlang der Hauptbewegungsrichtung H angeordnet sein.
[0059] Die gezeigte Bearbeitungseinheit weist zwei Bearbeitungswerkzeuge 2 auf, welche auf Trägern 3 gelagert sind. Die Bearbeitungswerkzeuge 2 sind über parallele Wellen 4 verschwenkbar gelagert, welche durch einen gemeinsamen Antrieb 9 verdrehbar sind. Dabei stehen die Schwenkachsen der Wellen 4 normal zur Hauptbewegungsrichtung H und auch normal zur Querrichtung Q, also parallel zu einer Hochachse A. So können die Bearbeitungswerkzeuge 2 in einer kreissegmentförmigen Drehbewegung zwischen einer geschlossenen und geöffneten Stellung verschwenkt werden.
[0060] Die Querbearbeitungseinrichtung weist vor den Bearbeitungswerkzeugen 2 Räder auf,
x bes AT 528 409 B1 2026-01-15
Ss N
welche versetzt zur Pflanzenreihe 1 angeordnet sind. Die Querbearbeitungseinrichtung kann einen Antrieb zur Fortbewegung entlang der Hauptbewegungsrichtung H aufweisen und/oder mit einem Zugfahrzeug, beispielsweise einem Traktor, verbindbar sein.
[0061] Jedes Bearbeitungswerkzeug 2 weist einen Zubringerabschnitt 5 auf, der im Wesentlichen horizontal ausgerichtet ist und sich in Richtung des anderen Bearbeitungswerkzeugs 2 erstreckt. An jeden Zubringerabschnitt 5 ist ein Eingriffsabschnitt 6 angeordnet, welcher im Wesentlichen senkrecht ausgerichtet ist. Mit senkrecht ist gemeint, dass sich die Eingriffsabschnitte entlang einer Hochachse A erstrecken.
[0062] Jeder Eingriffsabschnitt 6 ist flach und/oder plattenförmig ausgeführt. Dabei sind sie entlang der Hauptbewegungsrichtung in der geschlossenen Stellung einander zugewandt, wie besonders in Figuren 1 und 3 sichtbar. Das bedeutet, dass sie sich in Richtung der Hauptbewegungsrichtung aneinander annähern.
[0063] Durch die plattenförmige schräge Stellung entlang der Hauptbewegungsrichtung H stellen die gesamten Eingriffsabschnitte 6 je ein Streichblech dar, das Erde und Bewuchs seitlich aus der Pflanzenreihe bewegt. Durch ihre zusammengestellte Stellung in der geschlossenen Stellung bilden sie gemeinsam ein doppeltes Streichblech, das keilförmig oder pfeilförmig Erde und Bewuchs auf beide Seiten aus der Pflanzenreihe bewegen kann.
[0064] Die Vorderkanten 6a der Eingriffsabschnitte 6 sind in der geschlossenen Stellung in unmittelbarer Nähe, sie werden nur durch einen Spalt S getrennt. Dieser Spalt S ist vorzugsweise unter 1 cm breit. Alternativ können die Vorderkanten 6a auch aneinander anliegen.
[0065] Die Eingriffsabschnitte 6 sind in der geschlossenen Stellung im Bereich der Pflanzenreihe 1, sie weisen keinen wesentlichen Abstand zu ihr auf. Werden sie in die geöffnete Stellung ausgelenkt, so fahren sie damit je eine gesamte Seite in Querrichtung ab und befreien diese von Bewuchs. In alternativen Ausführungsformen kann zumindest Eingriffsabschnitt 6 auf der anderen Seite der Pflanzenreihe 1 in der geschlossenen Stellung liegen, womit dessen Wirkungsraum noch vergrößert wird. Insbesondere wenn nur ein Bearbeitungswerkzeug vorhanden ist, kann dies vorteilhaft sein.
[0066] An jedem Eingriffsabschnitt 6 sind an dem Untergrund zugewandten Ende Umwälzabschnitte 7 angeordnet. Diese Umwälzabschnitte 7 sind in dieser Ausführungsform ebenso plattenförmig ausgeführt, können aber auch andere Formen aufweisen. Sie erstrecken sich normal zu den Eingriffsabschnitten 6 und im Wesentlichen in Ebene der Hauptbewegungsrichtung H und der Querrichtung Q. Weiters erstrecken sie sich von der Pflanzenreihe weg im Wesentlichen in Richtung der Querrichtung Q, wobei sie in einem Winkel w zur Querrichtung stehen. Sowohl die Hinterkanten als auch die Vorderkanten 7a der Umwälzabschnitte 7 weisen diesen Winkel auf. Somit sind die Vorderkanten 7a in Querrichtung nach außen geneigt, sie zeigen also von der Pflanzenreihe und der Hauptbewegungsrichtung H weg. Während der Bewegung entlang der Hauptbewegungsrichtung H in der geschlossenen Stellung wird so Bewuchs aus der Pflanzenreihe in Querrichtung nach außen getragen.
[0067] In der geöffneten Stellung sind die Eingriffsabschnitte 6 voneinander beabstandet. Dabei ist die Distanz zwischen ihnen wesentlich größer als in der geschlossenen Stellung, wodurch die Bearbeitungswerkzeuge 2 an einer Nutzpflanze in der Pflanzenreihe vorbeibewegt werden können, ohne diese zu beschädigen.
[0068] Die Querbearbeitungseinrichtung weist weiters eine Sensoreinrichtung 8 auf, welche als Kamera ausgeführt ist. Sie ist mit einer Regelungseinrichtung 10 verbunden, welche die aufgezeichneten Daten erfasst und auswertet und anhand dieser Daten die Positionen von Nutzpflanzen und/oder von Bewuchs identifiziert. Befindet sich eine Nutzpflanze unmittelbar vor den Bearbeitungswerkzeugen 2 in geschlossener Stellung, so werden diese in die geöffnete Stellung gelenkt und nach dem Passieren der Nutzpflanze wieder in die geschlossene Stellung gelenkt.
[0069] In Fig. 5 ist gut sichtbar, dass die Umwälzabschnitte 7 weitgehend angewinkelt sind, sodass sie in der geschlossenen Stellung in einem Winkel zur Querrichtung Q stehen. Nach einem Biegebereich, der Umwälzabschnitt 7 und Eingriffsabschnitt 6 verbindet, ist jeder Umwälzab-
x bes AT 528 409 B1 2026-01-15
Ss N
schnitt 7 also in Querrichtung Q nach außen geneigt.
[0070] Sowohl die Vorderkanten 7a als auch die Hinterkanten 7b stehen in einem Winkel von etwa 10° bis 15° zur Querrichtung Q in geschlossener Stellung.
[0071] In Figuren 6 und 7 wird eine alternative Ausführungsform eines Bearbeitungswerkzeuges offenbart, die auch in der Ausführungsform gemäß der vorangegangenen Figuren Anwendung finden könnte. Dabei unterscheidet sich das Bearbeitungswerkzeug von jenen aus den vorangegangenen Figuren dadurch, dass der Eingriffsabschnitt 6 einen zweiten Teilbereich 6d aufweist, an den in Hauptbewegungsrichtung ein erster Teilbereich 6c angrenzt. Dabei steht der zweite Teilbereich 6d in einem kleineren Winkel 10d als der erste Teilbereich 6c (Winkel 10c) zur Hauptbewegungsrichtung H, was zu einer stärkeren Ableitung des Untergrundes und Bewuchses aus der Pflanzenreihe nach außen führt. Die zweit Teilbereiche 6c, 6d bilden gemeinsam ein Streichblech.
[0072] In Figuren 8 und 9 wird eine alternative Ausführungsform eines Bearbeitungswerkzeuges offenbart, die auch in der Ausführungsform gemäß der Figuren 1 bis 5 Anwendung finden könnte. Dabei unterscheidet sich das Bearbeitungswerkzeug von jenen aus den vorangegangenen Figuren 1 bis 5 dadurch, dass der Umwälzabschnitt 7 einen zweiten Teilbereich 7d aufweist, an den in Hauptbewegungsrichtung ein erster Teilbereich 7c angrenzt. Dabei ist der zweite Teilbereich 7d entlang der Hauptbewegungsrichtung H hinter dem ersten Teilbereich 7c angeordnet. Der erste Teilbereich liegt parallel zu einer Ebene aus Hauptbewegungsrichtung H und Querrichtung Q, also in einem Winkel von 180°, während der zweite Teilbereich 7d in einem Winkel 11d von etwa 160° aufweist. Dies bewirkt, dass der Untergrund oberhalb des Umwälzabschnitts 7 durch dessen zeiten Teilbereich 7d nach oben geleitet und stärker umgeschichtet wird.

Claims (16)

x bes AT 528 409 B1 2026-01-15 Ss N Patentansprüche
1. Landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung zum Bearbeiten von Bewuchs zwischen Nutzpflanzen einer Pflanzenreihe (1), mit zumindest zwei, in einer Querrichtung (Q) bewegbaren Bearbeitungswerkzeugen (2) und zumindest einem Antrieb, wobei die Bearbeitungswerkzeuge (2) über den Antrieb (9) zwischen zumindest einer geöffneten Stellung und einer geschlossenen Stellung bewegbar sind, wobei jedes Bearbeitungswerkzeug (2) einen Eingriffsabschnitt (6) zum Eingreifen in den Untergrund aufweist, wobei die Eingriffsabschnitte (6) dazu eingerichtet sind, sich durch die Oberfläche des Untergrunds zu erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass in der geschlossenen Stellung die Eingriffsabschnitte (6) der Bearbeitungswerkzeuge (2) entlang der Querrichtung (Q) zusammengestellt sind und in der geöffneten Stellung die Eingriffsabschnitte (6) auseinanderbewegt sind.
2. Landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Distanz (S) zwischen den Eingriffsabschnitten (6) der Bearbeitungswerkzeuge (2) in der geschlossenen Stellung entlang der Querrichtung (Q) unter 5 cm, vorzugsweise unter 3 cm und besonders vorzugsweise unter 1,5 cm liegt.
3. Landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingriffsabschnitte (6) der Bearbeitungswerkzeuge (2) in der geschlossenen Stellung aneinander anliegen.
4. Landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Vorderkanten (6a) der Eingriffsabschnitte (6) in der geschlossenen Stellung aneinander anliegen.
5. Landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Eingriffsabschnitt (6) ein Streichblech aufweist, das Erde des Untergrunds zumindest in der geschlossenen Stellung aus der Pflanzenreihe (1) herausbewegt.
6. Landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingriffsabschnitte (6) in der geschlossenen Stellung ein gemeinsames doppeltes Streichblech bilden, das Erde des Untergrunds zumindest in der geschlossenen Stellung aus der Pflanzenreihe (1) in beide Richtungen herausbewegt.
7. Landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Eingriffsabschnitt (6) plattenförmig ausgeführt ist.
8. Landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Eingriffsabschnitt (6) in der geschlossenen Stellung im Wesentlichen parallel zu einer Hauptbewegungsrichtung (H) der Querbearbeitungseinrichtung ausgerichtet ist oder dass zumindest ein Eingriffsabschnitt (6) entlang der Hauptbewegungsrichtung (H) dem anderen Bearbeitungswerkzeug (2) zugewandt ist.
9. Landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Bearbeitungswerkzeug (2) einen Umwälzabschnitt (7) zum Umwälzen des Untergrunds aufweist, der dazu eingerichtet ist, unterhalb der Oberfläche des Untergrunds angeordnet zu sein.
10. Landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Umwälzabschnitt (7) zumindest eines Bearbeitungswerkzeuges (2) vom Eingriffsabschnitt (6) vom anderen Bearbeitungswerkzeug (2) weg erstreckt, vorzugsweise in Richtung der Querrichtung (Q).
11. Landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Umwälzabschnitt (7) zumindest eines Bearbeitungswerkzeuges (7) im Wesentlichen normal zum Eingriffsabschnitt (6) steht.
12. Landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Querbearbeitungseinrichtung zumindest eine Sensoreinrichtung (8) zur Erfassung von Informationen hinsichtlich der Nutzpflanzen und/oder des Bewuchses aufweist und dass die Querbearbeitungseinrichtung eine Regelungseinrichtung (10) aufweist, die dazu eingerichtet ist, den Antrieb (9) in Abhängigkeit der mit der Sensoreinrichtung (8) erfassten Informationen zu steuern.
13. Verfahren zur Bearbeitung von Bewuchs zwischen Nutzpflanzen einer Pflanzenreihe (1), wobei eine landwirtschaftliche Querbearbeitungseinrichtung entlang der Pflanzenreihe (1) bewegt wird und zumindest ein Bearbeitungswerkzeug (2) der Querbearbeitungseinrichtung den Untergrund bearbeitet, wobei sich ein Eingriffsabschnitt (6) des Bearbeitungswerkzeuges (2) durch die Oberfläche des Untergrunds hindurcherstreckt und mehrmals zwischen einer geschlossenen Stellung und einer geöffneten Stellung bewegt wird, wobei der Eingriffsabschnitt (6) in der geschlossenen Stellung im Bereich der Pflanzenreihe (1) oder auf einer Seite der Pflanzenreihe (1) angeordnet wird und in der geöffneten Stellung aus der Pflanzenreihe (1) auf eine andere Seite der Pflanzenreihe (1) ausgelenkt wird, wobei das Bearbeitungswerkzeug (2) immer auf die gleiche Seite ausgelenkt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Bearbeitungswerkzeug (2) auf dem Weg von der geschlossenen Stellung in die geöffnete Stellung die Pflanzenreihe (1) passiert.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Querbearbeitungseinrichtung zwei Bearbeitungswerkzeuge (2) aufweist und in der geöffneten Stellung ein Bearbeitungswerkzeug (2) in eine Seite der Pflanzenreihe (1) ausgelenkt wird und das andere Bearbeitungswerkzeug in die andere Seite der Pflanzenreihe (1) ausgelenkt wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Querbearbeitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 ausgeführt ist.
Hierzu 9 Blatt Zeichnungen
10 / 19
ATA50861/2024A 2024-10-30 2024-10-30 Landwirtschaftliche querbearbeitungseinrichtung mit speziellen eingriffsabschnitten AT528409B1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ATA50861/2024A AT528409B1 (de) 2024-10-30 2024-10-30 Landwirtschaftliche querbearbeitungseinrichtung mit speziellen eingriffsabschnitten
PCT/AT2025/060390 WO2026090642A1 (de) 2024-10-30 2025-10-21 Landwirtschaftliche querbearbeitungseinrichtung mit speziellen eingriffsabschnitten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ATA50861/2024A AT528409B1 (de) 2024-10-30 2024-10-30 Landwirtschaftliche querbearbeitungseinrichtung mit speziellen eingriffsabschnitten

Publications (2)

Publication Number Publication Date
AT528409A4 AT528409A4 (de) 2026-01-15
AT528409B1 true AT528409B1 (de) 2026-01-15

Family

ID=97522043

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
ATA50861/2024A AT528409B1 (de) 2024-10-30 2024-10-30 Landwirtschaftliche querbearbeitungseinrichtung mit speziellen eingriffsabschnitten

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT528409B1 (de)
WO (1) WO2026090642A1 (de)

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DK3610712T3 (da) 2018-08-17 2022-07-18 Reinhold Schulte Landbrugstværbearbejdningsindretning
ES2967237T3 (es) * 2021-03-05 2024-04-29 Clemens Gmbh & Co Kg Weinbautechnik Getraenketechnik Dispositivo de nivelación de taludes laterales para viticultura
EP4052551B1 (de) * 2021-03-05 2023-11-29 Clemens GmbH & Co. KG, Weinbautechnik - Getränketechnik Landwirtschaftliche maschine mit einem bodenbearbeitungswerkzeug und verfahren zur steuerung eines bodenbearbeitungswerkzeuges
WO2023104245A1 (de) * 2021-12-07 2023-06-15 Lemken Gmbh & Co. Kg Werkzeugträgereinheit für eine bodenbearbeitungsvorrichtung bodenbearbeitungsvorrichtung sowie verfahren zum betreiben einer bodenbearbeitungsvorrichtung
DE102022109461A1 (de) * 2022-04-19 2023-10-19 Feldklasse GmbH Vorrichtungsmodul zur Bearbeitung eines Kulturbodens, Anhänger für eine Zugmaschine und deren Verwendung

Also Published As

Publication number Publication date
AT528409A4 (de) 2026-01-15
WO2026090642A1 (de) 2026-05-07

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60037458T3 (de) Landwirtschaftliches Gerät
DE1918929A1 (de) Bodenbearbeitungsgeraet
DE2219278A1 (de) Bodenbearbeitungsmaschine
AT522163B1 (de) Reihen-Hackmaschine
DE2616545A1 (de) Wurzel- und stengelshredder
CH615323A5 (de)
EP4265087A1 (de) Vorrichtungsmodul zur bearbeitung eines kulturbodens, anhänger für eine zugmaschine und deren verwendung
DE2725233C2 (de) Bodenbearbeitungsmaschine
DE3881943T2 (de) Bodenbearbeitungsgerät mit quer zum Arbeitsweg rotierenden Wellen.
EP0216922B1 (de) Landwirtschaftliche maschine für die bodenbearbeitung
DE2932695A1 (de) Bodenbearbeitungsmaschine
DE3587357T2 (de) Bodenbearbeitungsmaschine.
DE3541490A1 (de) Bodenbearbeitungsmaschine
DE2613676A1 (de) Bodenbearbeitungsmaschine
AT528409A4 (de) Landwirtschaftliche querbearbeitungseinrichtung mit speziellen eingriffsabschnitten
EP2954768B1 (de) Sämaschineneinheit und sämaschine
DE2357958A1 (de) Bodenbearbeitungsmaschine
DE2310682A1 (de) Bodenbearbeitungsmaschine
DE102022112305A1 (de) Bodenbearbeitungsgerät
DE10242541A1 (de) Scheibenegge
DE2833399A1 (de) Kreiselgrubber
DE3151842C2 (de)
EP4537644B1 (de) Bodenbearbeitungsgerät
EP0118868A2 (de) Bodenbearbeitungsmaschine
DE3005283A1 (de) Blatt fuer bodenbearbeitungsgeraete

Legal Events

Date Code Title Description
HC Change of the firm name or firm address

Owner name: FARM-ING SMART FARM EQUIPMENT FLEXCO, AT

Effective date: 20260216