AT528451B1 - Brandschutzelement - Google Patents
BrandschutzelementInfo
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- AT528451B1 AT528451B1 ATA50556/2024A AT505562024A AT528451B1 AT 528451 B1 AT528451 B1 AT 528451B1 AT 505562024 A AT505562024 A AT 505562024A AT 528451 B1 AT528451 B1 AT 528451B1
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Abstract
Die Anmeldung betrifft ein Brandschutzelement (1) für eine Ausnehmung (101) in einem Bauteil (100) umfassend einen Träger (2) und eine auf dem Träger (2) angeordnete Brandschutzschicht (5) aus einem intumeszierenden Material. Erfindungsgemäß besteht bei einem solchen Brandschutzelement (1) der Träger (2) aus einer flachen Trägerplatte, wobei zur Befestigung des Brandschutzelements (1) an dem Bauteil (100) zumindest zwei Laschen (6) ausgebildet sind, wobei die Laschen (6) jeweils zumindest teilweise durch einen in der Trägerplatte angeordneten Spalt (7) gebildet sind, wobei die Laschen (6) jeweils einen Laschenbefestigungsbereich (8) und einen Laschendistanzbereich (9) aufweisen, wobei der Laschenbefestigungsbereich (8) von der übrigen Trägerplatte durch den Spalt (7) getrennt und über den Laschendistanzbereich (9) mit der übrigen Trägerplatte verbunden ist.
Description
BRANDSCHUTZELEMENT [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Brandschutzelement für Unterputzdosen.
[0002] Unterputzdosen werden im Bereich der Gebäudeinstallationstechnik verwendet, um den Einbau von Steckdosen, Lampen, Schaltern oder Kabelabzweigungen vorzubereiten. An den dafür vorgesehenen Stellen wird während der Bau- oder Umbauphase zunächst eine Unterputzanschlussdose oder eine Unterputzabzweigdose installiert, in der die Kabel für spätere Anschlüsse vorbereitet sind. Die Unterputzdose weist einen von der Außenseite der Wand zugänglichen Hohlraum auf, der durch einen Boden und den Hohlraum umgebende Seitenwände gebildet wird, wobei die Kabel durch dafür vorgesehene Löcher in den Hohlraum geführt werden können.
[0003] Für die Installation von Unterputzdosen wird in einer Wand oder Decke eine Ausnehmung hergestellt, die etwas größer ist, als die Unterputzdose selbst. Anschließend wird die Unterputzdose in dieser Ausnehmung befestigt. Da die Unterputzdose selbst hohl ist, wird die Stärke des Bauteils, in dem die Unterputzdose installiert wird, durch diese Ausnehmung reduziert. Aufgrund der geringeren Bauteilstärke ist der Feuerwiderstand des Bauteils im Bereich der Ausnehmung verringert. Bei üblichen Einbautiefen von Unterputzdosen, von 40 bis 60 mm ist oftmals die erforderliche Feuerwiderstandsklasse im Bereich der Ausnehmung nicht gewährleistet.
[0004] Dies ist vor allem dann kritisch, wenn die Bauteile aus statischen Gründen oder zur Kosteneinsparung möglichst dünn ausgebildet sind. Gerade bei Bauteilen aus Holz können die Ausnehmungen aufgrund der Brennbarkeit des Holzes ein erhöhtes Risiko darstellen.
[0005] Um diesem Risiko zu begegnen wurden verschiedene Lösungen vorgeschlagen:
Aus DE102010052141 A1 sind beispielsweise flexible Brandschutzeinlagen bekannt, die in eine Unterputzdose eingeklebt werden können.
In DE102021124092 A1 wurde ein festere, mit Intumeszenzmaterial beschichteter Träger vorgeschlagen, der parallel zu den Seitenwänden der Unterputzdose im Inneren des Hohlraums der Unterputzdose angeordnet werden kann.
[0006] Nachteilig an diesen Vorschlägen ist einerseits die aufwändige Montage; andererseits vor allem aber, dass der Bereich zwischen der Unterputzdose und der sie umgebenden Wand nicht gegen die Einwirkung des Brandes gesichert ist und das Feuer in die Ausnehmung vordringen kann.
[0007] Weitere Brandschutzelemente für Ausnehmungen in Bauteilen, beispielsweise in Wänden, Decken oder Böden, für die Installation von Kabeln, Rohren oder dergleichen, sind in den Dokumenten AT 508116 B1, GB 2573770 A, US 2021222802 A1 und DE 102017123942 A1 gezeigt.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher ein Brandschutzelement bereitzustellen, das rasch und einfach montiert werden kann und ein Bauteil auch im Bereich einer für den Einbau einer Unterputzdose notwendigen Ausnehmung zuverlässig vor den Einwirkungen eines Brandes schützt.
[0009] Diese Aufgabe wird bei einem Brandschutzelement für eine Ausnehmung in einem Bauteil umfassend einen Träger und eine auf dem Träger angeordnete Brandschutzschicht aus einem intumeszierenden Material, dadurch gelöst, dass der Träger aus einer flachen Trägerplatte besteht, wobei zur Befestigung des Brandschutzelements an dem Bauteil zumindest zwei Laschen ausgebildet sind, wobei die Laschen jeweils zumindest teilweise durch einen in der Trägerplatte angeordneten Spalt gebildet sind, wobei die Laschen jeweils einen Laschenbefestigungsbereich und einen Laschendistanzbereich aufweisen, wobei der Laschenbefestigungsbereich von der übrigen Trägerplatte durch den Spalt getrennt und über den Laschendistanzbereich mit der übrigen Trägerplatte verbunden ist.
[0010] Durch ein solches Brandschutzelement kann die Feuerwiderstandsdauer der Wand oder
der Decke auch im Bereich der Ausnehmung erreicht werden.
[0011] Das Brandschutzelement kann direkt in der Ausnehmung des Bauteils über die Laschen befestigt werden. Eine Unterputzdose kann anschließend über dem Brandschutzelement angeordnet werden. Bei einem Brand wird die entstehende Hitze vom Metall des Trägers aufgenommen und an die Brandschutzschicht weitergegeben. Das intumeszierende Material dehnt sich dadurch aus. Der Laschendistanzbereich wird durch die Ausdehnung des intumeszierenden Materials nach außen gebogen und die Trägerplatte wird nach außen gedrückt, so dass das intumeszierende Material die Ausnehmung auffüllen kann. Dabei bleibt der Laschenbefestigungsbereich am Bauteil befestigt und verhindert ein Herausfallen des Brandschutzelements, auch wenn die Unterputzdose durch die hohen Temperaturen geschmolzen bzw. aus der Ausnehmung herausgefallen ist. Das intumeszierende Material füllt den gesamten Bereich der Ausnehmung auf und schützt auf diese Weise das Bauteil vor einem vorzeitigen Durchbrand. Insbesondere werden durch das intumeszierende Material auch Kabeldurchführungen und Schrauben, die im Bereich der Ausnehmung liegen geschützt.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Brandschutzelements sind im Folgenden beschrieben:
[0013] Um eine gleichmäßige Ausdehnung des intumeszierenden Materials zu erreichen, weist das Brandschutzelement vorzugsweise mehrere, insbesondere zwei oder drei, Laschen auf.
[0014] Um eine rasche und gleichmäßige Ausdehnung des intumeszierenden Materials zu erreichen, kann vorgesehen sein, dass der Träger aus einem Material mit hoher Wärmeleitfähigkeit besteht. Besonders geeignet ist ein Brandschutzelement, wobei der Träger aus einem Metall mit einem Schmelzpunkt von über 1000 °C besteht. Eine einfache Möglichkeit der Herstellung des Brandschutzelements besteht beispielsweise darin, dass die Trägerplatte aus einem Metallblech ausgeschnitten ist. Das Metallblech kann beispielsweise eine Stärke von zumindest 0,3 mm, insbesondere 0,3 mm bis 1 mm aufweisen.
[0015] Vorzugsweise weist das Brandschutzelement eine runde oder rechteckige Grundform auf, da diese für besonders vielen Einbausituationen geeignet ist. Runde Ausnehmungen sind beispielsweise für Schalter und Steckdosen üblich, während für Verteiler zumeist rechteckige Ausnehmungen vorgesehen sind.
[0016] Eine runde bzw. kreisförmige Grundform bedeutet, dass die Außenkanten größtenteils einen einheitlichen Außenkantenabstand zum Mittelpunkt des Trägers aufweisen. Der Spalt kann in diesem Fall vorteilhafterweise zumindest teilweise parallel zu den Außenkanten kreisbogenförmig verlaufen.
[0017] Besonders einfach zu montieren und zudem kostengünstig herstellbar ist das Brandschutzelement, wenn die Trägerplatte eben ausgebildet ist. Die Brandschutzschicht kann flächig auf dem Träger angeordnet sein, und vorzugsweise mit der Grundform der Trägerplatte außen abschließen, so dass die Außenkanten der Trägerplatte, mit Ausnahme von optional vorhandenen Montageelementen und/oder Haltelaschen, und die Außenkanten der Brandschutzschicht in einer Ebene liegen. Die Länge der Haltelaschen entspricht dabei zumindest dem Radius des Brandschutzelements, insbesondere der Summe der Dicke und des Radius des Brandschutzelements. Die Haltelaschen können so nach Innen geklappt werden, dass sie bis zu einem durch die Kabeldurchführung gezogenen Installationsschlauch reichen und diesen klemmen. Das Brandschutzelement ist dann durch die Haltelaschen bereits gehalten, und die Montage auch in Fällen erleichtert, in denen der Installationsschlauch über die Ausnehmung hinausragt.
[0018] Die Brandschutzschicht besteht vorzugsweise aus einem dreidimensional intumeszierenden Material. Die Brandschutzschicht kann üblicherweise eine Schichtdicke von zumindest 1,5 mm, vorzugsweise 1,5 mm bis 10 mm aufweisen. Um einen noch besseren Brandschutz zu erzielen, kann das Brandschutzelement mehrere Brandschutzschichten aufweisen, die vorzugsweise übereinander angeordnet sind.
[0019] Die Dicke des Brandschutzelements beträgt vorzugsweise 1,8 mm bis 12 mm, damit beim Einbau die Tiefe der Ausnehmung nur geringfügig reduziert ist. Ein Brandschutzelement das be-
sonders geeignet für Ausnehmungen zur Installation von Unterputzdosen ist, kann eine Breite bzw. einen Durchmesser von 60 mm bis 200 mm aufweisen.
[0020] Zur Befestigung des Brandschutzelements kann im Laschenbefestigungsbereich ein Befestigungsloch angeordnet sein. Der Laschenbefestigungsbereich reicht in diesem Fall von dem losen Ende der Lasche bis zu dem Rand des Befestigungslochs, der vom losen Ende der Lasche entfernter ist. Durch das Befestigungsloch kann das Brandschutzelement mit einer Schraube am Bauteil angeschraubt werden.
[0021] Damit das Brandschutzelement bereits während der Montage im Bauteil gehalten wird, kann die Trägerplatte seitlich nach außen gerichtete Montageelemente aufweisen. Die Montageelemente ragen also über die Grundform der Trägerplatte seitlich hinaus, also vom Mittelpunkt des Trägers weg. Vorzugsweise sind die Montageelemente im Bereich der Laschen angeordnet. Durch den Spalt besteht im Bereich der Laschen eine geringe Federwirkung, die es ermöglicht, die Trägerplatte zusammenzudrücken und in das Bauteil einzusetzen, wo sie sich wieder entspannt und damit gehalten wird.
[0022] Zusätzlich oder stattdessen kann das Brandschutzelement während der Montage durch Haltelaschen an einem gerillten Installationsschlauch geklemmt werden.
[0023] Die Montage des Brandschutzelements ist besonders einfach, wenn die Trägerplatte seitlich von Außenkanten begrenzt wird, wobei die Laschen durch Teilabschnitte der Außenkanten und den Spalt gebildet sind, wobei der Spalt jeweils in der Außenkante des Trägers mündet.
[0024] Die Laschen sind besonders stabil und flexibel, wenn der Spalt in einem Mündungsbereich senkrecht zur Außenkante verlaufend ausgebildet ist.
[0025] Auch wenn im Laschendistanzbereich der Spalt zumindest teilweise parallel zur Außenkante verlaufend ausgebildet ist, sind die Laschen besonders stabil und flexibel.
[0026] Um eine gleichmäßige Ausdehnung der Brandschutzschicht zu erreichen ist es vorteilhaft, wenn zwischen dem Laschendistanzbereich und der übrigen Trägerplatte eine erste Sollbiegestelle ausgebildet ist und wenn an dem vom losen Ende der Lasche entfernt angeordneten Ende des Laschenbefestigungsbereichs eine zweite Sollbiegestelle ausgebildet ist. Besonders flexibel ist die Lasche, wenn die erste Sollbiegestelle und/oder die zweite Sollbiegestelle senkrecht zur Außenkante ausgerichtet sind.
[0027] Wenn die Lasche entlang dieser Sollbiegestelle durch das intumeszierende Material nach außen gebogen wird, kann das intumeszierende Material somit die Ausnehmung, die für eine standardentsprechende Unterputzdose notwendig ist, ausfüllen.
[0028] Der Laschendistanzbereich endet somit an der ersten Sollbiegestelle, die zwei im Inneren der Trägerplatte angeordnete Enden des Spalts verbindet, oder die senkrecht zur Außenkante ausgerichtet ist und zu einem im Inneren der Trägerplatte angeordnetes Ende des Spalts oder einer im Inneren der Trägerplatte angeordnete Ecke des Spalts verläuft. Der Laschenbefestigungsbereich endet somit an der zweiten Sollbiegestelle, die senkrecht zur Außenkante verläuft und an dem vom losen Ende entfernten Ende des Befestigungselements endet.
[0029] Die Laschen weisen vorzugsweise eine Länge von 38 bis 68 mm auf. Die Länge der Lasche entspricht dem Abstand zwischen dem losen Ende der Lasche und dem vom losen Ende entfernt angeordneten Ende des Laschendistanzbereichs, also insbesondere dem Abstand vom losen Ende der Lasche zur ersten Sollbiegestelle.
[0030] Der Laschendistanzbereich weist vorzugsweise eine Länge von 34 mm bis 60 mm aufweist. Der Laschendistanzbereich beginnt am Ende des Laschenbefestigungsbereichs. Die Länge des Laschendistanzbereichs entspricht also insbesondere dem Abstand zwischen der ersten Sollbiegestelle und der zweiten Sollbiegestelle.
[0031] Um zu erreichen, dass die Trägerplatte durch die Ausdehnung der Brandschutzschicht parallel zu ihrer Mittelachse verschoben wird, kann der Laschendistanzbereich zumindest zwei parallel zueinander verlaufende Laschendistanzbereichsteile aufweisen, die durch den Spalt ge-
trennt sind. In diesem Fall kann der Laschenbefestigungsbereich und die erste Sollbiegestelle zwischen dem Laschendistanzbereich und der übrigen Trägerplatte auf einer gemeinsamen Geraden durch den Mittelpunkt der Trägerplatte liegen. Dies ist vor allem für rechteckige Grundformen der Trägerplatte bzw. für rechteckige Ausnehmungen vorteilhaft, da durch die parallele Verschiebung ein Verklemmen der Ecken der Trägerplatte in der Ausnehmung vermieden werden kann.
[0032] Alternativ kann die Verbindung des Laschendistanzbereichs zur übrigen Trägerplatte vom Laschenbefestigungsbereich entfernt angeordnet sein. Insbesondere schließt in diesem Fall eine Verlängerung der ersten Sollbiegestelle durch den Mittelpunkt des Trägers und eine Verlängerung der zweiten Sollbiegestelle durch den Mittelpunkt des Trägers einen Winkel von 45 ° bis 170°, vorzugsweise einen Winkel von 65° bis 95°, ein. Bei der Ausdehnung des intumeszierenden Materials wird der Laschendistanzbereich nach außen gebogen und der Verbindungsbereich zwischen Laschendistanzbereich und übriger Trägerplatte wird in Richtung des Laschenbefestigungsbereich gezogen. Dadurch kommt es zu einer Drehung der Trägerplatte relativ zur Ausnehmung.
[0033] Durch ein Verdrehen der Trägerplatte entlang der Mittelachse kann vermieden werden, dass Durchbrechungen in der Trägerplatte direkt über Schrauben oder Kabeldurchführungen im Bereich der Ausnehmung liegen. Es kann dazu vorgesehen sein, dass der Träger eine im Wesentlichen kreisförmige Grundform aufweist, wobei sich bei allen Laschen jeweils der den Laschendistanzbereich bildende Spalt ausgehend von dem jeweiligen Laschenbefestigungsbereich jeweils in die gleiche Richtung erstreckt. Der Spalt verläuft also ausgehend vom Laschenbefestigungsbereich entweder bei allen Laschen im Uhrzeigersinn, oder bei allen Laschen gegen den Uhrzeigersinn. Dadurch wird eine Drehung der Trägerplatte bei Ausdehnung des intumeszierenden Materials der Brandschutzschicht erreicht.
[0034] Um das Brandschutzelement in Ausnehmungen, in denen Kabel für die Installation vorbereitet sind, einfach montieren zu können, kann in der Trägerplatte zumindest eine Trägerkabeldurchführung ausgebildet sein. Das Kabel kann dann durch die Kabeldurchführung gezogen werden. Auf diese Weise wird auch der Kabelauslass im Brandfall geschützt. Um einen noch besseren Schutz zu bieten, kann insbesondere vorgesehen sein, dass die zumindest eine Trägerkabeldurchführung versetzt zum Mittelpunkt des Trägers angeordnet sein. Dies ist besonders vorteilhaft, bei einer Trägerplatte mit einer runden Grundform, bei der es durch Ausdehnung des intumeszierenden Materials zu einem Verdrehen kommt, da in diesem Fall der Kabelauslass noch besser abgedeckt wird.
[0035] Um gängige Kabel rasch und einfach montieren zu können, kann die Trägerkabeldurchführung einen Durchmesser von 15 mm bis 30 mm aufweisen, vorzugsweise einen Durchmesser von 26 mm.
[0036] Um eine einfache Montage des Brandschutzelements zu ermöglichen, kann in der Brandschutzschicht eine Schutzschichtkabeldurchführung angeordnet sein, wobei die Schutzschichtkabeldurchführung und die Trägerkabeldurchführung einen gemeinsamen Mittelpunkt aufweisen. Um den Bereich der Trägerkabeldurchführung besonders gut vor einem Brand zu schützen, kann die Schutzschichtkabeldurchführung eine kleinere Querschnittsfläche, insbesondere einen kleineren Radius, aufweisen als die Trägerkabeldurchführung.
[0037] Ein noch effektiverer Schutz des Bereichs der Trägerkabeldurchführung und eines dahinterliegenden Kabelauslasses des Bauteils kann erreicht werden, wenn zwischen der Trägerplatte und der Brandschutzschicht zumindest teilweise, insbesondere zumindest im Bereich der Trägerkabeldurchführung und der Brandschutzkabeldurchführung, eine Dichtschicht angeordnet ist. Die Dichtschicht hat vorzugsweise eine Dicke von 0,5 mm bis 1 mm auf.
[0038] Um die Kabeldurchführung besonders effektiv zu schützen, kann die Dichtschicht eine Dichtschichtkabeldurchführung aufweisen, wobei die Dichtschichtkabeldurchführung und die Trägerkabeldurchführung einen gemeinsamen Mittelpunkt aufweisen und die Dichtschichtkabeldurchführung eine kleinere Querschnittsfläche, insbesondere einen kleineren Radius, aufweist als die Trägerkabeldurchführung, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Dichtschichtka-
beldurchführung eine kleinere Querschnittsfläche, insbesondere einen kleineren Radius, aufweist als die Schutzschichtkabeldurchführung.
[0039] Um eine haltbare Verbindung zwischen dem Träger, der Brandschutzschicht und ggf. der Dichtschicht herzustellen, können die Trägerplatte und/oder die Brandschutzschicht und/oder die Dichtschicht miteinander verklebt sein.
[0040] Um Ausnehmungen in Bauteilen schützen zu können, die von beiden Seiten brandgefährdet sind, kann das Brandschutzelement beidseitig, insbesondere an einer Oberseite und einer Unterseite des Brandschutzelements, jeweils eine Trägerplatte aufweisen. Ein solches Brandschutzelement kann auch in Durchlässen durch Bauteile eingesetzt werden, um den erforderlichen Brandschutz zu erreichen.
[0041] Um einen Kabelauslass besonders effektiv schützen zu können, kann bei einem Brandschutzelement, bei dem die Trägerplatte, die Brandschutzschicht, und insbesondere die Dichtschicht, jeweils eine Kabeldurchführung aufweisen, auf der der Trägerplatte abgewandten Seite des Brandschutzelements eine Hülse angeordnet sein, wobei die Kabeldurchführung und die Hülse eine gemeinsame zentrale Achse aufweisen. Ein besonders guter Brandschutz im Bereich des Kabelauslasses kann erreicht werden, wenn die Hülse aus der Brandschutzschicht und/oder der Dichtschicht ausgebildet ist.
[0042] Die Erfindung ist im Folgenden anhand von besonders vorteilhaften, aber nicht einschränkend zu verstehenden, Ausführungsbeispielen in den Zeichnungen schematisch dargestellt und wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielhaft beschrieben:
[0043] Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform des Brandschutzelements in Draufsicht. [0044] Fig.2 zeigt eine zweite Ausführungsform des Brandschutzelements in Draufsicht. [0045] Fig. 3 zeigt eine dritte Ausführungsform des Brandschutzelements in Draufsicht. [0046] Fig. 4 zeigt eine vierte Ausführungsform des Brandschutzelements in Draufsicht. [0047] Fig. 5 zeigt eine fünfte Ausführungsform des Brandschutzelements in Draufsicht. [0048] Fig. 6 zeigt eine sechste Ausführungsform des Brandschutzelements in Draufsicht.
[0049] Fig. 7a zeigt die Ausführungsform aus Fig. 1 in eingebautem Zustand. [0050] Fig. 7b zeigt das Brandschutzelement aus Fig. 7a in Draufsicht.
[0051] Fig. 8a zeigt die Anordnung aus Fig. 7a bei einem einsetzenden Brand. [0052] Fig. 8b zeigt das Brandschutzelement aus Fig. 8a in Draufsicht.
[0053] Fig. 9a zeigt die Anordnung aus Fig. 7a und Fig. 8a bei längerer Branddauer. [0054] Fig. 9b zeigt das Brandschutzelement aus Fig. 9a in Draufsicht.
[0055] Fig. 10a zeigt die Ausführungsform aus Fig. 2 in eingebautem Zustand. [0056] Fig. 10b zeigt das Brandschutzelement aus Fig. 10a in Draufsicht.
[0057] Fig. 11a zeigt die Anordnung aus Fig. 10a bei einem einsetzenden Brand. [0058] Fig. 11b zeigt das Brandschutzelement aus Fig. 11a in Draufsicht.
[0059] Fig. 12a zeigt die Anordnung aus Fig. 10a und Fig. 11a bei längerer Branddauer. [0060] Fig. 12b zeigt das Brandschutzelement aus Fig. 12a in Draufsicht.
[0061] Fig. 13 zeigt eine erste Variante des Querschnitts des Brandschutzelements. [0062] Fig. 14 zeigt eine zweite Variante des Querschnitts des Brandschutzelements. [0063] Fig. 15 zeigt eine dritte Variante des Querschnitts des Brandschutzelements. [0064] Fig. 16 zeigt eine vierte Variante des Querschnitts des Brandschutzelements.
[0065] Fig. 17a zeigt eine siebte Ausführungsform des Brandschutzelements während der Montage.
[0066] Fig. 17b zeigt die siebte Ausführungsform des Brandschutzelements in Draufsicht.
[0067] Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform eines beispielhaften Brandschutzelements 1 in Draufsicht. Das Brandschutzelement 1 weist eine flache Trägerplatte aus Edelstahl als Träger 2 auf, weiters eine Brandschutzschicht 3 und eine Dichtschicht 5, die zwischen dem Träger 2 und der Brandschutzschicht 3 angeordnet ist. Die Dichtschicht 5 besteht in der dargestellten Ausführungsform aus einer Silikonmembran. Das Brandschutzelement 1 hat in der dargestellten Ausführungsform eine im Wesentlichen kreisförmige Grundform mit einem Durchmesser von 65 mm, wobei die Außenkante 13 im Wesentlichen kreisförmig verläuft. Im Bereich von einander gegenüberliegenden Montageelementen 15 beträgt der Durchmesser 69 mm.
[0068] In der Trägerplatte sind zwei einander gegenüberliegende Spalte 7 ausgebildet, die jeweils in der Außenkante 13 münden und im Mündungsbereich senkrecht zur Außenkante 13 verlaufen. Im weiteren Verlauf sind die Spalte 7 parallel zur Außenkante 13 angeordnet. In der dargestellten Ausführungsform ist der Spalt 7 1 mm breit. Durch den Spalt 7 und die Außenkante 13 wird jeweils eine Lasche 6 gebildet. Diese Lasche 6 weist einen Laschenbefestigungsbereich 8 mit einem Befestigungsloch 10 auf und einen Laschendistanzbereich 9, über den der Laschenbefestigungsbereich 8 mit der übrigen Trägerplatte verbunden ist. Der Laschendistanzbereich 9 endet an einer ersten Sollbiegestelle 11, die senkrecht zur Außenkante 13 von der Außenkante 13 zum inneren Ende des Spalts 7 verläuft. Der Laschenbefestigungsbereich 8 endet an einer zweiten Sollbiegestelle 12, die senkrecht zur Außenkante 13 verläuft und eine Tangente zum Befestigungsloch 10 ist. In der dargestellten Ausführungsform schließen die erste Sollbiegestelle 11 und die zweite Sollbiegestelle 12 einen Winkel von 75° ein. Die Verbindung des Laschendistanzbereichs 9 zur übrigen Trägerplatte ist daher vom losen Ende der Lasche 6 entfernt angeordnet. Die Montageelemente 15 sind jeweils im Bereich der Laschen 6 angeordnet.
[0069] In der dargestellten Ausführungsform weist das Brandschutzelement 1 zudem eine zentral angeordnete Kabeldurchführung 14 auf. Dabei weist der Träger 2 eine Trägerkabeldurchführung mit einem Durchmesser von 26 mm auf, die Brandschutzschicht 3 weist eine Schutzschichtkabeldurchführung mit einem Durchmesser von 19 mm auf und die Dichtschicht 5 weist eine Dichtschichtkabeldurchführung mit einem Durchmesser von 5 mm auf, wobei die Trägerkabeldurchführung, die Schutzschichtkabeldurchführung und die Dichtschichtkabeldurchführung eine gemeinsame Mittelachse aufweisen.
[0070] Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform eines beispielhaften Brandschutzelements 1. Diese unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform dadurch, dass zwei Kabeldurchführungen 14 in Form von Langlöchern ausgebildet sind, die versetzt zum Mittelpunkt des Trägers 2 zwischen den Laschen 6 angeordnet sind. Zudem ist in dieser Ausführungsform keine Dichtschicht 5 umfasst.
[0071] Fig. 3 zeigt eine dritte Ausführungsform eines beispielhaften Brandschutzelements 1. In dieser Ausführungsform sind drei Laschen 6 und drei runde Kabeldurchführungen 14 ausgebildet.
[0072] Fig. 4 zeigt eine vierte Ausführungsform eines beispielhaften Brandschutzelements 1. In dieser Ausführungsform sind drei Kabeldurchführungen 14 in Form von Langlöchern, wobei eine Dichtschicht 5 mit einer runden Dichtschichtkabeldurchführung umfasst ist. Das dargestellte Brandschutzelement 1 weist drei Laschen 6 auf, wobei der Laschendistanzbereich 9 jeweils durch zwei Laschendistanzbereichsteile 16 gebildet wird, die parallel zueinander ausgerichtet sind und durch den Spalt 7 teilweise voneinander getrennt sind. Die erste Sollbiegestelle 11 und die zweite Sollbiegestelle 12 schließen in diesem Fall einen Winkel von 15° ein und sind nahe beieinander angeordnet. Wenn es zu einer Ausdehnung des intumeszierenden Materials 4 kommt, wird die Trägerplatte somit im Wesentlichen parallel zu ihrer Mittelachse verschoben.
[0073] Fig. 5 zeigt eine fünfte Ausführungsform, die sich von der vierten Ausführungsform dadurch unterscheidet, dass die Kabeldurchführungen 14 rund ausgebildet sind und keine Dichtschicht 5 umfasst ist.
[0074] Fig. 6 zeigt eine sechste Ausführungsform des Brandschutzelements 1, die besonders für Verteilerdosen geeignet ist. Diese Ausführungsform weist eine im Wesentlichen rechteckige, insbesondere im Wesentlichen quadratische, Grundform auf, wobei die Außenkante 13 quadratisch angeordnet ist. In dieser Ausführungsform sind mehrere Kabeldurchführungen 14 ausgebildet. Das Brandschutzelement 1 weist zwei einander gegenüberliegende Laschen 6 auf. Die erste Gerade (11) und die zweite Gerade (12) sind nahe beieinander angeordnet.
[0075] Fig. 7a zeigt das Brandschutzelement aus Fig. 1 und Fig. 7b in eingebautem Zustand. Das Brandschutzelement 1 ist so in einer Ausnehmung 101 eines Bauteils 100 aus Holz angeordnet, dass die Brandschutzschicht 3 dem Bauteil zugewandt ist. Die Kabeldurchführung 14 ist unterhalb eines Kabelauslasses 102 angeordnet und ein Kabel 103 ist durch den Kabelauslass 102 und die Kabeldurchführung 14 in eine Unterputzdose 104 geführt. Das Brandschutzelement 1 ist über Schrauben 105 an dem Bauteil 100 befestigt.
[0076] Fig. 7b zeigt, dass die erste Sollbiegestelle 11 und die zweite Sollbiegestelle 12 einen Winkel von 75° einschließen.
[0077] Fig. 8a zeigt die Anordnung aus Fig. 7a zu Beginn eines Brandes. Das intumeszierende Material 4 der Brandschutzschicht 3 hat sich bereits ausgedehnt. Die Laschen 6 sind bereits entlang der Sollbiegestellen nach unten gebogen. Die Unterputzdose ist bereits aus der Ausnehmung herausgefallen.
[0078] In Fig. 8b sieht man, wie durch das Verbiegen der Laschen 6 das Ende des Laschendistanzbereichs 9, also die erste Sollbiegestelle 11, in Richtung des Laschenbefestigungsbereichs 8 gezogen wird. Die erste Sollbiegestelle 11 und die zweite Sollbiegestelle 12 nähern sich in Draufsicht somit einander an.
[0079] Fig. 9a zeigt die Anordnung aus Fig. 8a, wobei der Brand bereits weiter in das Bauteil 100 vorgedrungen ist. Das intumeszierende Material 4 hat sich noch weiter ausgedehnt und die Laschen 6 noch stärker verbogen.
[0080] In Fig. 9b ist zu erkennen, dass durch dieses stärkere Verbiegen der Laschen 6 sich die erste Sollbiegestelle 11 und die zweite Sollbiegestelle 12 noch weiter angenähert haben und die Trägerplatte noch weiter verdreht wurde.
[0081] Fig. 10a zeigt die Ausführungsform aus Fig. 2 und Fig. 10b in eingebautem Zustand. Das Bauteil 100 hat zwei Kabelauslässe 102 für Kabel 103. Es wurde daher ein Brandschutzelement 1 eingebaut, das zwei Kabeldurchführungen 14 aufweist.
[0082] Fig. 10b zeigt, dass das Brandschutzelement 1 zwei einander gegenüberliegende KabelÖffnungen 14 aufweist, die zwischen den Laschen 6 angeordnet sind. Die Laschen 6 sind so ausgebildet, dass sich der Spalt 7 ausgehend von dem senkrecht zur Außenkante 13 ausgerichteten Mündungsbereich jeweils in die gleiche Richtung erstreckt, in der dargestellten Ausführungsform gegen den Uhrzeigersinn. In dem montierten Zustand sind die erste Sollbiegestelle 11 und die zweite Sollbiegestelle 12 entfernt voneinander angeordnet.
[0083] Fig. 11a zeigt die Anordnung aus Fig. 10a bei einem einsetzenden Brand. Das intumeszierende Material 4 der Brandschutzschicht 3 hat sich bereits etwas ausgedehnt. Dadurch sind die Laschen 6 entlang der Sollbiegestellen gebogen. Fig. 11b zeigt, wie die erste Sollbiegestelle 11 und die zweite Sollbiegestelle 12 sich durch die Biegung der Laschen 6 in Draufsicht angenähert haben und sich der Träger 2 dadurch verdreht hat.
[0084] Fig. 12a zeigt die Anordnung aus Fig. 11a, wobei das Bauteil 100 durch den Brand bereits stark beschädigt ist. Das intumeszierende Material 4 hat sich noch weiter ausgedehnt und die Laschen 6 noch weiter verbogen. Dies ist in Fig. 12b zu erkennen, da sich in Draufsicht die erste Sollbiegestelle 11 und die zweite Sollbiegestelle 12 noch weiter angenähert haben. Der Träger 2 ist dadurch gegenüber der Ausgangsstellung um 90° verdreht.
[0085] Fig. 13 bis 16 zeigen verschiedene Varianten beispielhafter Brandschutzelemente 1 mit unterschiedlichen Querschnitten.
[0086] Fig. 13 zeigt eine erste Variante, wobei die Dichtschicht 5 nur im Bereich der Kabeldurchführung 14 angeordnet ist. Der Träger 2 ist im äußeren Bereich mit der Brandschutzschicht 3 und im Bereich der Kabeldurchführung 14 mit der Dichtschicht 5 verklebt. Die Dichtschicht 5 wiederum ist mit der Brandschutzschicht 3 verklebt. Der Träger 2 besteht in der dargestellten Ausführungsform aus einer flachen Trägerplatte mit einer Dicke von 0,3 mm. Die Dichtschicht 5 weist eine Dicke von 0,5 mm auf. Die Brandschutzschicht 3 weist eine Dicke von 1,8 mm auf. Das Brandschutzelement 1 ist daher flach und weist im Bereich der Kabeldurchführung 14 eine Dicke von 2,6 mm auf und in den Randbereichen eine Dicke von 2,1 mm.
[0087] Fig. 14 zeigt eine zweite Variante eines Brandschutzelements 1. In dieser Variante sind auf der Oberseite und der Unterseite des Brandschutzelements 1 jeweils ein Träger 2 angeordnet. Diese ist jeweils mit einer Dichtschicht 5 verklebt. Zwischen den zwei Dichtschichten 5 sind zwei Brandschutzschichten 3 angeordnet.
[0088] Fig. 15 zeigt eine dritte Variante eines Brandschutzelements 1. In dieser Variante ist der Träger 2 ebenfalls vollflächig mit einer Dichtschicht 5 verklebt. Die Dichtschicht 5 wiederum ist mit einer Brandschutzschicht 3 verklebt. Im Bereich der Kabeldurchführung 14 ist eine Hülse 17 angeordnet, die mit der Kabeldurchführung 14 eine gemeinsame Achse aufweist. Die Hülse 17 besteht aus dem gleichen intumeszierenden Material 4 wie die Brandschutzschicht 3.
[0089] Fig. 16 zeigt eine vierte Variante eines Brandschutzelements 1. In dieser Variante ist ebenfalls eine Hülse 17 ausgebildet, die in diesem Fall jedoch aus dem Material der Dichtschicht 5 besteht. Die Dichtschicht 5 und die Hülse 17 sind in dieser Ausführungsform 4 mm dick, so dass die Hülse 17 stabil aufgerichtet ist. Die Dichtschicht 5 ist in dieser Ausführungsform nur im Bereich der Kabeldurchführung 14 angeordnet. Im Randbereich ist der Träger 2 direkt mit der Brandschutzschicht 3 verklebt.
[0090] Fig. 17a zeigt eine siebte Ausführungsform des Brandschutzelements 1 während der Montage. Fig. 17b zeigt, dass die siebte Ausführungsform Haltelaschen 18 aufweist. Die Haltelaschen 18 sind zwischen den Laschen 6 angeordnet und ragen seitlich über die Außenkanten 13 des Trägers 2 hinaus. Die Länge der Haltelaschen 18 entspricht dabei zumindest der Summe der Dicke und des Radius des Brandschutzelement 1. Zur Montage des Brandschutzelements 1 werden die Haltelaschen 18 auf die dem Träger 2 abgewandte Seite des Brandschutzelements 1 gebogen. In Fig. 17a ist zu sehen, wie das Brandschutzelement 1 über das Ende eines gerillten Installationsschlauchs 106 geschoben ist. Dabei ist das Kabel 103 durch die Kabeldurchführung 14 gezogen. Durch die Haltelaschen 18 wird das Brandschutzelement 1 in dieser Position bereits von den Haltelaschen 18 am Installationsschlauch 106 gehalten, so dass das Brandschutzelement 1 für die weitere Montage nicht von Hand gehalten werden muss.
[0091] Jede der dargestellten Ausführungsformen und Varianten schützt eine Ausnehmung in einem Bauteil vor einem Brand und kann kostengünstig hergestellt und rasch und einfach eingebaut werden.
Claims (18)
1. Brandschutzelement (1) für eine Ausnehmung (101) in einem Bauteil (100) umfassend einen Träger (2) und eine auf dem Träger (2) angeordnete Brandschutzschicht (3) aus einem intumeszierenden Material (4), dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) aus einer flachen Trägerplatte besteht, wobei zur Befestigung des Brandschutzelements (1) an dem Bauteil (100) zumindest zwei Laschen (6) ausgebildet sind, wobei die Laschen (6) jeweils zumindest teilweise durch einen in der Trägerplatte angeordneten Spalt (7) gebildet sind, wobei die Laschen (6) jeweils einen Laschenbefestigungsbereich (8) und einen Laschendistanzbereich (9) aufweisen, wobei der Laschenbefestigungsbereich (8) von der übrigen Trägerplatte durch den Spalt (7) getrennt und über den Laschendistanzbereich (9) mit der übrigen Trägerplatte verbunden ist.
2. Brandschutzelement nach Anspruch 1, wobei der Träger (2) aus einem Metall mit einem Schmelzpunkt von über 1000 °C besteht.
3. Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Trägerplatte seitlich von Außenkanten (13) begrenzt wird, wobei die Laschen (6) durch Teilabschnitte der Außenkanten (13) und den Spalt (7) gebildet sind, wobei der Spalt (7) jeweils in der Außenkante (13) des Trägers (2) mündet, und wobei insbesondere vorgesehen ist, dass der Spalt (7) in einem Mündungsbereich senkrecht zur Außenkante (13) verlaufend ausgebildet ist.
4. Brandschutzelement nach Anspruch 3, wobei im Laschendistanzbereich (9) der Spalt (7) zumindest teilweise parallel zur Außenkante (13) verlaufend ausgebildet ist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass der Laschendistanzbereich (9) zumindest zwei parallel zueinander verlaufende Laschendistanzbereichsteile (16) aufweist, die durch den Spalt (7) teilweise voneinander getrennt sind.
5. Brandschutzelement nach einem der Ansprüchen 1 bis 4, wobei zwischen dem Laschendistanzbereich (9) und der übrigen Trägerplatte eine erste Sollbiegestelle (11) ausgebildet ist und an dem vom losen Ende der Lasche (6) entfernt angeordneten Ende des Laschenbefestigungsbereichs (8) eine zweite Sollbiegestelle (12) ausgebildet ist.
6. Brandschutzelement nach Anspruch 5, wobei die erste Sollbiegestelle (11) und/oder die zweite Sollbiegestelle (12) senkrecht zur Außenkante (13) ausgerichtet sind.
7. Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei der Träger (2) eine im Wesentlichen kreisförmige Grundform, insbesondere im Wesentlichen kreisförmige Außenkanten (13), aufweist, wobei sich bei allen Laschen (6) jeweils der den Laschendistanzbereich (9) bildende Spalt (7) ausgehend von dem jeweiligen Laschenbefestigungsbereich (8) jeweils in die gleiche Richtung erstreckt.
8. Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Träger (2) seitlich nach außen gerichtete Montageelemente (15) zum Klemmen des Brandschutzelements in einer Ausnehmung aufweist und/oder wobei der Träger (2) seitlich nach außen ragenden biegbare Haltelaschen (18) zum Klemmen an einem gerillten Installationsschlauch aufweist.
9. Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei in dem Träger (2) zumindest eine Trägerkabeldurchführung ausgebildet ist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass die zumindest eine Trägerkabeldurchführung versetzt zum Mittelpunkt des Trägers (2) angeordnet ist.
10. Brandschutzelement nach Anspruch 9, wobei in der Brandschutzschicht (3) eine Schutzschichtkabeldurchführung angeordnet ist, wobei die Schutzschichtkabeldurchführung und die Trägerkabeldurchführung einen gemeinsamen Mittelpunkt aufweisen und die Schutzschichtkabeldurchführung eine kleinere Querschnittsfläche, insbesondere einen kleineren Radius, aufweist als die Trägerkabeldurchführung.
11. Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei zwischen dem Träger (2) und der Brandschutzschicht (3) zumindest teilweise eine Dichtschicht (5) angeordnet ist.
12. Brandschutzelement nach Anspruch 10, wobei zwischen dem Träger (2) und der Brandschutzschicht (3) zumindest im Bereich der Trägerkabeldurchführung und der Schutzschichtkabeldurchführung eine Dichtschicht (5) angeordnet ist.
13. Brandschutzelement nach Anspruch 11 oder 12, wobei die Dichtschicht (5) eine Dichtschichtkabeldurchführung aufweist, wobei die Dichtschichtkabeldurchführung und die Trägerkabeldurchführung einen gemeinsamen Mittelpunkt aufweisen und die Dichtschichtkabeldurchführung eine kleinere Querschnittsfläche, insbesondere einen kleineren Radius, aufweist als die Trägerkabeldurchführung, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Dichtschichtkabeldurchführung eine kleinere Querschnittsfläche, insbesondere einen kleineren Radius, aufweist als die Schutzschichtkabeldurchführung.
14. Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei der Träger (2) und/oder die Brandschutzschicht (3) und/oder die Dichtschicht (5) miteinander verklebt sind.
15. Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei das Brandschutzelement (1) mehrere Brandschutzschichten (3) aufweist, die übereinander angeordnet sind.
16. Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei das Brandschutzelement (1) beidseitig, insbesondere an einer Oberseite und einer Unterseite des Brandschutzelements (1), jeweils einen Träger (2) aufweist.
17. Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei der Träger (2) und die Brandschutzschicht (3) eine Kabeldurchführung (14) aufweisen, wobei auf der der Trägerplatte abgewandten Seite des Brandschutzelements (1) eine Hülse (17) angeordnet ist, wobei die Kabeldurchführung (14) und die Hülse (17) eine gemeinsame zentrale Achse aufweisen, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass die Hülse (17) aus der Brandschutzschicht (3) ausgebildet ist.
18. Brandschutzelement nach Anspruch 17, wobei auch die Dichtschicht (5) die Kabeldurchführung (14) aufweist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass die Hülse (17) aus der Brandschutzschicht (3) und/oder der Dichtschicht (5) ausgebildet ist.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50556/2024A AT528451B1 (de) | 2024-07-08 | 2024-07-08 | Brandschutzelement |
| DE202025103863.3U DE202025103863U1 (de) | 2024-07-08 | 2025-07-07 | Brandschutzelement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50556/2024A AT528451B1 (de) | 2024-07-08 | 2024-07-08 | Brandschutzelement |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT528451A1 AT528451A1 (de) | 2026-01-15 |
| AT528451B1 true AT528451B1 (de) | 2026-02-15 |
Family
ID=96659623
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATA50556/2024A AT528451B1 (de) | 2024-07-08 | 2024-07-08 | Brandschutzelement |
Country Status (2)
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2024
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2025
- 2025-07-07 DE DE202025103863.3U patent/DE202025103863U1/de active Active
Also Published As
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| DE202025103863U1 (de) | 2025-07-23 |
| AT528451A1 (de) | 2026-01-15 |
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