AT528608A1 - Höhenverstellbarer Schreibtisch - Google Patents

Höhenverstellbarer Schreibtisch

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AT528608A1 ATA50675/2024A AT506752024A AT528608A1 AT 528608 A1 AT528608 A1 AT 528608A1 AT 506752024 A AT506752024 A AT 506752024A AT 528608 A1 AT528608 A1 AT 528608A1
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Abstract

Höhenverstellbarer Schreibtisch (10) umfassend eine Tischplatte (1) mit einer von der Aufstellfläche des Schreibtischs (10) beabstandeten Arbeitsfläche (3), wobei die Tischplatte (1) an einem höhenverstellbaren Gestell (2) angeordnet ist, - wobei das Gestell (2) zumindest zwei Tischbeine (4a, 4b) aufweist, wobei die Tischbeine (4a, 4b) über einen Faltmechanismus (8) derart miteinander und mit der Tischplatte (1) verbunden sind, sodass die Tischplatte (1) zwischen einer maximalen Höhe und einer minimalen Höhe zur Aufstellfläche des Schreibtisches (10) höhenverstellbar ausgebildet ist, - wobei der Schreibtisch (10) einen Rastmechanismus (6) aufweist, mit dem der Faltmechanismus (8) in verschiedenen Stellungen fixierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schreibtisch (10) einen inneren, ersten Ring (20) und einen zweiten Gleitring (30) umfasst, die konzentrisch miteinander in einer Ebene angeordnet sind, wobei der Innere erste Ring (20) feststehend am Schreibtisch (1) und/oder dem Gestell (2) fixiert ist, wobei der Gleitring (30) mit dem Innenumfang am Außenumfang des ersten Rings (20) anliegt und an diesem relativ zu diesem drehbar gelagert ist, wobei der Gleitring (30) über zumindest eine Stange (40) mit dem Faltmechanismus (8) verbunden ist, sodass bei Verstellung des Schreibtisches (10) in unterschiedlichen Höhen (H), der Gleitring (30) über die Stange (40) in unterschiedliche Positionen verdrehbar ist, und wobei der Rastmechanismus (6) am Gleitring (30) angeordnet ist und dieser mit dem Rastmechanismus (6) in verschiedenen Stellungen fixierbar ausgebildet ist.

Description

Beschreibung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen höhenverstellbaren Schreibtisch gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl von Schreibtischen bekannt, die meistens eine in der Höhe fixierte Tischplatte aufweisen. Auf der Tischplatte wird sodann das Arbeitsmaterial angeordnet und der Benutzer des Schreibtisches kann seine Arbeit an dem Schreibtisch verrichten. Weiters sind aus dem Stand der Technik Schreibtische bekannt, deren Arbeitsplatte oder Tischplatte in der Höhe, also relativ zur Aufstellfläche bzw. dem Boden des Zimmers, in dem der Schreibtisch steht, verstellt werden können. Zur Verstellung der Tischplatte sind dabei beispielsweise Schraub- oder Klemmmechanismen bekannt, die es erfordern, den Klemmmechanismus zu lösen, um die Arbeitsplatte in der gewünschten Höhe zu positionieren und anschließBend den Klemmmechanismus wieder zu schließen. Die Klemmmechanismen sind dabei meist einfache Schrauben, die beispielsweise bei ausziehbaren bzw. teleskopartigen Tischbeinen zur Anwendung kommen. Weiters sind aus dem Stand der Technik höhenverstellbare Schreibtische bekannt, die über einen Elektromotor in deren Höhe verändert werden.
[0003] Beispielsweise ist aus der CN207202474U ein Stehpult bekannt, das eine Stütze und ein Paneel enthält, wobei die Stütze zwei Paare von Tischbeinen umfasst. Das obere Ende der Tischbeine ist durch eine Führung gleitend mit einer Drehscheibe verbunden. Die Drehscheibe ist weiters über horizontalen Verstärkungsstangen jeweils mit den Tischbeinen verbunden. Das Gebrauchsmuster offenbart einen Stehschreibtisch, der sich leicht entsprechend der Größe des Benutzers anheben und absenken lässt, indem die Tischbeine, über eine Drehscheibe verstellt werden.
[0004] Die AT 17997 U3 zeigt einen höhenverstellbaren Schreibtisch umfassend eine Tischplatte mit einer von der Aufstellfläche des Schreibtischs beabstandeten Arbeitsfläche, wobei die Tischplatte an einem höhenverstellbaren Gestell angeordnet ist. Das Gestell weist zwei Tischbeine auf, die über einen Faltmechanismus miteinander verbunden sind, sodass die Tischplatte zwischen einer maximalen Höhe und einer minimalen Höhe zur Aufstellfläche des Schreibtisches, höhenverstellbar ist. Der Faltmechanismus umfasst ein elastisch dehnbares, Zugelement, das eine Kraft auf den Faltmechanismus ausübt, sodass mittels des Zugelements die Gewichtskraft des Schreibtisches teilweise, kompensiert wird.
[0005] Nachteil der aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen ist, dass diese meist teuer sind oder einen komplexen Aufbau aufweisen oder, wie im Fall von einfachen Klemmmechanismen, nur aufwändig in der Höhe verstellbar sind. Weiters sind die meisten aus dem Stand der Technik bekannten höhenverstellbaren Schreibtische nicht durch Kinder oder ältere Personen bedienbar, da die Verstellung der Arbeitsplatte bei aus dem Stand der Technik bekannten Schreibtischen meist eine hohe Kraft erfordert, da die Arbeitsplatte meistens in Position gehalten werden muss, während der Klemmmechanismus bedient wird. Bei mittels Elektromotors verstellbaren Schreibtischen ist es stets erforderlich, dass diese eine Steckdose bzw. Energiequelle in der Nähe haben, was die Aufstellmöglichkeit von diesen Schreibtischen deutlich einschränkt. Auch neigen die aus dem Stand der Technik bekannten höhenverstellbaren Schreibtische oft zum Kippen oder Zusammenklappen und stellen so besonders für Kinder ein Sicherheitsrisiko dar oder sind für diese schlicht nicht geeignet.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen höhenverstellbaren Schreibtisch bereitzustellen, der einfach in der Bedienung ist eine sichere Handhabung ermöglicht und dabei unabhängig von externen Anforderungen wie Steckdosen verwendet werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einem Schreibtisch gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 mit den kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Erfindungsgemäß ist dabei vorgesehen, dass der Schreibtisch einen inneren, ersten Ring und einen zweiten Gleitring umfasst, die konzentrisch miteinander in einer Ebene angeordnet sind, wobei der Innere erste Ring feststehend am Schreibtisch und/oder dem Gestell fixiert ist,
wobei der Gleitring mit dem Innenumfang am Außenumfang des ersten Rings anliegt und an
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diesem relativ zu diesem drehbar gelagert ist,
wobei der Gleitring über zumindest eine Stange mit dem Faltmechanismus verbunden ist, sodass bei Verstellung des Schreibtisches in unterschiedlichen Höhen, der Gleitring über die Stange in unterschiedliche Positionen verdrehbar ist, und
wobei der Rastmechanismus am Gleitring angeordnet ist und dieser mit dem Rastmechanismus in verschiedenen Stellungen fixierbar ausgebildet ist.
[0008] Durch die Ausbildung des Schreibtisches mit dem Drehmechanismus ist dieser einfach und sicher bedienbar. Der Winkel zwischen den Tischbeinen wird dabei zuverlässig über die Stangen verändert und so eine stabile Aufstellung und Verstellung der Höhe erreicht.
[0009] Besonders vorteilhafte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Schreibtischs werden durch die Merkmale der abhängigen Ansprüche näher definiert:
[0010] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass der Faltmechanismus als Scherenmechanismus ausgebildet ist, wobei die Tischbeine in einem Gelenk miteinander schwenkbar zueinander verbunden sind, wobei die Tischbeine jeweils mit einem Ende über eine Führung an der Unterseite der Tischplatte in der Ebene der Unterseite der Tischplatte verschieblich angeordnet sind, wobei der Gleitring jeweils über eine Stange mit jeweils einem der Tischbeine verbunden ist, wobei bei Verstellung der Höhe des Schreibtisches der Winkel zwischen den Tischbeinen über die Stangen und die Verdrehung des Gleitrings veränderbar ist. Durch die Ausbildung der Tischbeine mit den Führungen werden die Tischbeine immer gemeinsam relativ zu der Mitte des Schreibtisches verstellt und so der Schwerpunkt des Tisches immer im Zentrum über den Tischbeinen gehalten. Dies ermöglicht eine besonders stabile Anordnung und verhindert, dass die Tischplatte asymmetrisch über ein Tischbein hinausragt und daher zum Kippen des Tisches bei starken Belastungen am Rand der Tischplatte führt.
[0011] Um den Rastmechanismus einfach bedienen zu können, kann vorgesehen sein, dass der Rastmechanismus eine Betätigungseinheit aufweist, mit der die Tischbeine in verschiedenen Winkeln zueinander fixierbar sind und wobei der Rastmechanismus über die Betätigungseinheit lösbar und wieder fixierbar ausgebildet ist.
[0012] Vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass der Faltmechanismus zumindest ein elastisches, insbesondere elastisch dehnbares, Zugelement aufweist, das zwischen den Tischbeinen, insbesondere im Bereich der Unterseite der Tischplatte, angeordnet ist und das eine Kraft auf den Faltmechanismus ausübt, sodass mittels des Zugelements die Gewichtskraft des Schreibtisches teilweise, insbesondere vollständig, kompensierbar ist, wobei insbesondere das Zugelement als Gummiseil, Gummiband oder Zugfeder ausgebildet ist.
Durch den erfindungsgemäßen Faltmechanismus in Kombination mit dem elastischen Zugelement ist es einfach möglich, den Faltmechanismus zu betätigen und den Schreibtisch bzw. die Tischplatte in deren Höhe relativ zur Aufstellfläche zu verstellen. Die Zugelemente bzw. das Zugelement unterstützen dabei das Anheben der Arbeitsplatte bzw. das Ausfahren des Faltmechanismus durch dessen Kontraktion bzw. ein Zusammenziehen des elastischen Zugelementes, wodurch eine Kraft auf den Faltmechanismus ausgeübt wird, die die Gewichtskraft der Tischplatte und des Gestells zumindest teilweise kompensiert, sodass auch Personen mit geringer Körperkraft den Schreibtisch einfach in seiner Höhe verstellen können. Wird der Schreibtisch dann in seiner Höhe verringert, wird die potentielle Energie, die beim Absenken der Tischplatte frei wird, in dem Zugelement gespeichert und derart auch ein Herabfallen oder zu schnelles Absenken der Tischplatte vermieden.
[0013] Um die Kraft des Zugelements einfach an den Tischbeinen aufbringen zu können, kann vorgesehen sein, dass das Zugelement zwischen den Tischbeinen, insbesondere im Bereich der Unterseite der Tischplatte, angeordnet ist.
[0014] Vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass das Zugelement als Gummiseil, Gummiband oder Zugfeder ausgebildet ist.
[0015] Um zu verhindern, dass der Schreibtisch bei Betätigung des Rastmechanismus vollständig in sich zusammenfällt, kann vorgesehen sein, dass der Schreibtisch zumindest einen An-
schlag aufweist, mit dem der Bewegungsumfang des Faltmechanismus begrenzbar ist. So wird auch die Verletzungsgefahr reduziert und verhindert, dass beispielsweise Kinder unter dem zusammenfallenden Tisch eingeklemmt werden.
[0016] Eine bevorzugte und einfache Ausbildung des Anschlags wird erreicht, indem der Anschlag in Richtung der Tischplatte verschwenkbar an der Tischplatte und/oder dem Gestell angeordnet ist, wobei der Anschlag bei Aufliegen der Tischbeine in der Aufstellebene der Anschlag in die Bewegungsebene des Gleitrings durch dessen Gewichtskraft selbsttätig klappbar ist und der Anschlag mit einem Haltefortsatz, der an dem Außenumfang des Gleitrings angeordnet ist, in Kontakt bringbar ist, sodass die weitere Verstellung der Tischplatte in Richtung der Aufstellebene verhindert wird, und wobei bei Drehung des Schreibtisches in die umgedrehte Position, in der die Tischplatte in Schwerkraftrichtung unter den Tischbeinen liegt, der Anschlag aus dem Weg des Gleitringes durch dessen Gewichtskraft selbsttätig verschwenkbar angeordnet ist, sodass die weitere Drehung des Gleitrings freigegeben wird und der Schreibtisch vollständig zusammenklappbar ist.
[0017] Eine platzsparende und sichere Ausbildung des Rastmechanismus sieht vor, dass der Rastmechanismus einen Zahnkranzabschnitt umfasst, der am Außenumfang des Gleitrings angeordnet und als zahnartige Vertiefungen ausgebildet ist, wobei der Rastmechanismus ein betätigbares Halteelement aufweist, das an dessen Ende gegengleich zum Zahnkranzabschnitt ausgebildete Zähne aufweist und im Zahneingriff mit Zahnkranzabschnitt ist, wobei bei Betätigung des Rastmechanismus, insbesondere über einen Hebelmechanismus, das Halteelement aus dem Zahneingriff bringbar und damit der Faltmechanismus verstellbar ist, wobei das Halteelement insbesondere mittels einer Feder in Richtung des Zahnkranzabschnitts in den Zahneingriff bringbar ist
[0018] Um zu verhindern, dass eine Betätigung des Rastmechanismus bzw. des Halteelements zu einer sofortigen Veränderung der Höhe des Schreibtisches führt, kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Halteelement bei Anliegen einer Gewichtskraft auf der Tischplatte in eine Sperrposition überführbar ist, sodass bei Betätigung des Hebelmechanismus das Halteelement im Eingriff mit dem Zahnkranzabschnitt gehalten und eine Veränderung der Höhe des Schreibtisches unterbunden ist.
[0019] Eine bevorzugte Ausführungsform wird bereitgestellt, wenn das Halteelement um eine Schwenkachse in der Ebene des Gleitringes verschwenkbar angeordnet ist, wobei das Halteelement ein in einem im Abstand zum Mittelpunkt des Gleitelements verlaufendes Langloch aufweist, in dem die Schwenkachse angeordnet ist, wobei das Halteelement eine Freigabeausnehmung und der Schreibtisch einen Sperrzapfen aufweist, wobei der Sperrzapfen in der Sperrposition am Außenumfang des Halteelements anliegt und das Halteelement im Zahneingriff mit dem Zahnkranzabschnitt hält, und wobei die Freigabeausnehmung in Richtung des Langlochs in einem Abstand vor dem Sperrzapfen angeordnet ist, sodass bei Anliegen einer Kraft auf der Tischplatte entgegen der Schwerkraft das Halteelement mit dem Gleitring entlang des Langlochs mitziehbar und der Sperrzapfen in die Freigabeausnehmung einführbar ist und das Halteelement bei Betätigung des Hebelmechanismus aus dem Zahneingriff mit dem Zahnkranzabschnitt entlang der Schwenkachse verstellbar ist.
[0020] Vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass zumindest eines der Tischbeine eine Anzahl von Rollen aufweist, mit denen das Tischbein bei Betätigung des Faltmechanismus in der Aufstellfläche rollbar ausgebildet ist. Durch die Anordnung einer oder mehrerer Rollen an einem der Tischbeine kann das Tischbein beim Anheben oder Absenken der Tischplatte einfach auf der Aufstellfläche entlangrollen und so mögliche Beschädigungen der Aufstellfläche, also des Bodens, vermieden werden und gleichzeitig die benötigte Kraft zum Verstellen des Schreibtisches in seiner Höhe weiter reduziert werden.
[0021] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und den beiliegenden Zeichnungen.
[0022] Die Erfindung ist im Folgenden anhand von besonders vorteilhaften, aber nicht einschrän-
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kend zu verstehenden Ausführungsbeispielen in den Zeichnungen schematisch dargestellt und wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielhaft beschrieben.
[0023] Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schreibtischs mit Ansicht von vorne auf den aufgestellten Schreibtisch,
[0024] Fig. 2 zeigt eine Ansicht von oben auf den Schreibtisch gemäß Fig. 1,
[0025] Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht des Schreibtischs gemäß Fig. 1 und 2 im zusammengeklappten Zustand,
[0026] Fig. 4 zeigt eine Ansicht von oben auf den Schreibtisch gemäß Fig. 3, [0027] Fig. 5 und 6 zeigen den Schreibtisch in einer Zwischenstellungen bzw. in geringerer Höhe der Tischplatte als in Fig. 1, und
[0028] Fig. 7 bis 10 zeigen Detailansichten des Rastmechanismus, [0029] Fig 11 und 12 zeigen die Betätigungseinheit des Rastmechanismus, [0030] Fig. 13 bis 15 zeigen den Anschlag in unterschiedlichen Stellungen und
[0031] Fig. 16 und 17 zeigen Ansichten der Zugelemente.
[0032] In den Fig. 1 bis 6 ist eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schreibtischs 10 in unterschiedlichen Stellungen bzw. mit unterschiedlichen Höhen H dargestellt. Fig. 1, 3 und 5 zeigen jeweils eine Ansicht auf den aufgestellten Schreibtisch 10, also eine Frontansicht des Schreibtischs 10, beispielsweise aus der Sicht des Benutzers, der vor dem Schreibtisch 10 steht. Die Figuren 2, 4 und 6 zeigen jeweils eine Draufsicht mit ausgeblendeter Tischplatte 1. Der Schreibtisch 10 umfasst eine Tischplatte 1, die eine rechteckige Erstreckung aufweist. Die Tischplatte 1 bildet dabei die Arbeitsfläche 3 bzw. Arbeitsplatte des Schreibtischs 10, auf der dann die Arbeitsmaterialien des Benutzers des Schreibtischs 10 abgelegt werden. Der Schreibtisch 10 weist ein Gestell 2 auf, das an der Unterseite der Tischplatte 1 befestigt ist. Das Gestell 2 umfasst zwei Tischbeine 4a, 4b, ein erstes Tischbein 4a und ein zweites Tischbein 4b, die über einen Faltmechanismus 8 miteinander verbunden sind. Um dem Benutzer maximalen Platz unter der Tischplatte 1 zu bieten sind die Tischbeine 4a, 4b bevorzugt am Rand der Tischplatte 1 bzw. des Schreibtischs 10 verlaufend angeordnet. Die Tischbeine 4a, 4b weisen eine L- Form auf und erstrecken sich an dem der Tischplatte 1 fernen Ende in Richtung der Breite der Tischplatte 1. Die Tischbeine 4a, 4b bilden mit der L Form die Standfläche des Schreibtisches 10 auf der Aufstellfläche. Der Schreibtisch 10 weist weiters einen Rastmechanismus 6 auf (Fig. 7 bis Fig. 12), über den der Faltmechanismus 8 in unterschiedlichen Positionen eingerastet werden kann.
[0033] Der Faltmechanismus 8 mit dem Rastmechanismus 6 erlaubt es, dass die Tischplatte 1, wie in den Fig. 1, 3 und 5 dargestellt, in unterschiedlichen Höhen relativ zur Aufstellfläche positioniert werden kann.
[0034] Bei der in den Fig. 1 bis 6 dargestellten, bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schreibtischs 10 sind die Tischbeine 4a, 4b über ein Gelenk 5 miteinander verbunden. Das Gelenk 5 ist dabei als Dreh- bzw. Schwenkgelenk ausgebildet, sodass der Winkel a zwischen dem ersten Tischbein 4a und dem zweiten Tischbein 4b zueinander verändert werden kann. Das erste Tischbein 4a und das zweite Tischbein 4b sind an einem Ende mit jeweils mit dem Gestell 2 über ein schwenkbares Gelenk 15 verbunden, wobei das Gelenk 15 entlang einer Führung 17 in der Ebene der Tischplatte 1 mit dem Ende des jeweiligen Tischbeins 4a, 4b verschoben werden kann. Durch die Anordnung der Tischbeine 4a, 4b mit dem Drehgelenk 15 an der Tischplatte 1 bzw. dem Gelenk 5 können diese relativ zur Tischplatte 1 verschwenkt werden.
[0035] Wird also der Schreibtisch 10, wie in den Fig. 1, 3 und 5 gezeigt, in seiner Höhe h verstellt bzw. wird die Tischplatte 1 relativ zur Aufstellfläche in deren Höhe h verändert, ändert sich der Winkel a des ersten Tischbeins 4a zum zweiten Tischbein 4b und das der Tischplatte 1 nahe Ende des jeweiligen Tischbeins 4a, 4b bzw. die schwenkbaren Gelenke 15 werden entlang der Führung 17 verschoben und dadurch der Abstand der Tischplatte 1 zur Aufstellfläche bzw. dem unteren Ende der Tischbeine 4a, 4b verändert. Wird also beispielsweise der Winkel a zwischen
dem ersten Tischbein 4a und dem zweiten Tischbein 4b vergrößert, wird das an der Tischplatte 1 angeordnete Ende der Tischbeine 4b weiter in Richtung des Randes der Tischplatte 1 verschoben und derart der Abstand zwischen der Tischplatte 1 und der Aufstellfläche bzw. die Höhe H verringert (Fig. 3, 5). Wird die Tischplatte 1 angehoben, wird sodann der Winkel a zwischen dem ersten Tischbein 4a und dem zweiten Tischbein 4b verringert bzw. spitzer. Das im Bereich der Tischplatte 1 angeordnete Ende der Tischbeine 4a,‚4b bzw. das Gelenk 15 werden in Richtung der Mitte der Tischplatte 1 entlang der Führung 17 verstellt und die Höhe H der Arbeitsfläche 3 bzw. der Tischplatte 1 vergrößert sich (Fig. 3 - 6). Die Tischplatte 1 bzw. der Schreibtisch 10 kann also zwischen einer Position, in der dieser beinahe vollständig zusammengefaltet ist (Fig. 3) über eine mittlere Position (Fig. 5) bis hin zu einer ausgefahrenen Stellung (Fig. 1) nahezu stufenlos verstellt werden.
[0036] Der Schreibtisch 10 weist zur Verstellung der Tischbeine 4a, 4b einen Drehmechanismus auf. Der Drehmechanismus umfasst einen ersten Ring 20 und einen zweiten Gleitring 30, die in einer gemeinsamen Ebene unterhalb der Tischplatte 1 konzentrisch zueinander angeordnet sind. Der Gleitring 30 weist einen größeren Durchmesser als der erste Ring 20 auf, wobei der Gleitring 30 mit dessen Innenumfang an dem Außenumfang des ersten Rings 20 anliegt. Der erste Ring 20 ist mit dem Gestell 2 des Schreibtisches 10 fix verbunden und wird an diesem festgehalten. Der Gleitring 30 ist zum ersten Ring 20 drehbar an dessen Innenumfang gelagert. Der Gleitring 30 kann also in der gemeinsamen Achse des Gleitrings 30 und des ersten Rings 20, relativ zum ersten Ring 20 an dessen Außenumfang verdreht werden. Der Ring 20 ist über mehrere Schrauben, die über dessen Umfang verteilt sind an dem Gestell 2 bzw. dem Schreibtisch fixiert. Der Gleitring 30 ist über mehrere am Umfang des ersten Rings 20 verteilte Führungen 25 gestützt, die ein Verrutschen des Gleitrings 30 verhindern. Die Führungen 25 erstrecken sich dabei vom ersten ring 20 über einen stirnseitigen Abschnitt des Gleitrings 30.(Fig. 1)
[0037] Der Gleitring 30 ist über zwei Stangen 40 mit dem Faltmechanismus 8 verbunden. Jeweils eine Stange 40 erstreckt sich vom Gleitring 30 zu den Führungen 17 der beiden Tischbeine 4a, 4b. Die Stangen 40 sind am Gleitring 30 an zwei gegenüberliegenden Punkten am gleichen Radius des Gleitrings 30 angeordnet und können zu diesem relativ verdreht werden. Wird der Winkel a zwischen dem ersten Tischbein 4a und dem zweiten Tischbein 4b verändert, wird über die Stangen 40 eine Kraft auf den Gleitring 30 ausgeübt und dieser relativ zum ersten Ring 20 verdreht.
[0038] Am Außenumfang des Gleitrings 30 ist der Rastmechanismus 6 angeordnet mit dem die Drehung des Gleitrings 30 unterbunden oder freigegeben wird.
[0039] Wird also der Rastmechanismus 6 betätigt, kann die Tischplatte 1 angehoben oder abgesenkt werden und so deren Höhe H bzw. der Abstand der Arbeitsfläche 3 zum Boden bzw. der Aufstellfläche verändert werden. Wird die Höhe H verändert, ändert sich auch der Winkel a zwischen dem ersten Tischbein 4a und dem zweiten Tischbein 4b und über die Führungen 17 der Abstand zwischen den beiden Gelenken 15 der Tischbeine 4a, 4b. Wir der Abstand der Gelenke 15 der Tischbeine 4a, 4b kleiner, wird über die Stangen 40 der Gleitring 30 im Uhrzeigersinn relativ zum ersten Ring 20 verdreht bis der Rastmechanismus 6 wieder losgelassen oder erneut betätigt wird und so die Verdrehung des Gleitringes 30 wieder unterbunden wird. Der Rastmechanismus verhindert bzw. gibt die Drehung des Gleitringes 30 frei und ermöglicht so eine einfache Veränderung und Fixierung des Winkels a zwischen dem ersten Tischbein 4a und dem zweiten Tischbein 4b.
[0040] Der Gleitring 30 weist am Außenumfang einen Umfangsabschnitt auf, der als Zahnkranzabschnitt 32 ausgebildet ist und nach Außen weisende, zahnartige Vertiefungen aufweist (Fig. 7 bis 10). Der Rastmechanismus 6 umfasst ein L-förmiges Halteelement 13, das in der selben Ebene wie der Gleitring 30 angeordnet und am Gestell 2 befestigt ist. Das Halteelement 13 weist im Bereich eines Endes gegengleich zum Zahnkranzabschnitt 32 ausgebildete Zähne 39 auf, die im Zahneingriff mit dem Zahnkranzabschnitt 32 stehen.
[0041] Der Rastmechanismus 6 umfasst eine Betätigungseinheit, an der ein Hebelmechanismus 14 befestigt ist (Fig. 11, 12). Wird der Hebel 41 des Hebelmechanismus 14 betätigt, also bei dieser
Ausführungsform in Richtung der Tischplatte 1 gezogen, wird eine Feder 42 gespannt. Die Feder 42 ist an dem Halteelement 13 befestigt und zieht dieses aus dem Zahneingriff mit dem Gleitring 30 bzw. dem Zahnkranzabschnitt 32 (Fig. 7 und 8). Tauchen die Zähne 39 des Halteelements 13 aus dem Zahnkranzabschnitt 32 aus, kann der Schreibtisch 10 in der Höhe H verstellt werden. Wird der Hebel 41 wieder losgelassen, wird durch die Feder 42 das Haltelement 13 wieder zurück in Richtung des Gleitrings 30 positioniert und die Zähne 39 des Halteelements 13 treten wieder in die nächstmögliche Zahnlücke des Zahnkranzabschnitts 32 ein und der Rastmechanismus 6 ist eingerastet und haltet den Schreibtisch 10 auf der gewünschten Höhe H (Fig 12).
In einer bevorzugten, optionalen Ausführungsform weist der Rastmechanismus 6 eine lastabhängige Sperre auf. Abhängig, ob ein Gewicht bzw. eine Kraft in Richtung des Bodens bzw. der Aufstellebene, auf der Tischplatte 1 aufgestellt ist oder auf die Tischplatte 1 einwirkt, kann der Hebelmechanismus 14 bzw. der Hebel 41 nicht betätigt werden oder dessen Betätigung führt nicht zu einem Austreten des Halteelements 13 aus dem Zahnkranzabschnitt 32 des Gleitrings 30
[0042] Das Halteelement 13 ist um eine Schwenkachse 35 in der Ebene des Gleitringes 30 verschwenkbar angeordnet. Das Halteelement 13 weist ein in einem im Abstand zum Mittelpunkt des Gleitelements 30 verlaufendes Langloch 36 auf, in dem die Schwenkachse 35 angeordnet ist. Das Halteelement 13 folgt durch das Langloch 36 über einen kleinen Umfangsabschnitt der Bewegung des Gleitelements 30 und kann so durch das Langloch 36 seine Lage in Umfangsrichtung des Gleitelements 30 leicht verändern. Der Schreibtisch 10 bzw. das Gestell 2 weist einen Sperrzapfen 38 auf, der im Bereich des Halteelements 13 angeordnet ist. Der Sperrzapfen 38 liegt am Außenumfang des Halteelements 13 an und führt dieses bei der Bewegung, wenn diese von den Gleitring 30 mitgenommen wird. Das Halteelement 13 umfasst eine Freigabeausnehmung 37, die im Umfang des Halteelements 13 im Bereich des Sperrzapfens 38 angeordnet ist.
[0043] Wir die Tischplatte 1, beispielsweise durch eine Kraft, von einem auf der Tischplatte 1 abgestellten Objekt oder ein auf der Tischplatte 1 sich abstützendes oder auf dieser befindliches Kind, in Richtung des Bodens gedrückt, wird über die mechanische Anordnung des Schreibtisches 10 der der Winkel a zwischen dem ersten Tischbein 4a und dem zweiten Tischbein 4b geringfügig vergrößert und der Gleitring 30 wird über die Stangen 40 im Uhrzeigersinn verdreht. Bei Verdrehung des Gleitrings 30, wird das Halteelement 13 ein kleines Stück entlang des Umfangs des Gleitrings 30 in dem Langloch 36 mitgenommen, bis dieses an der Schwenkachse 35, in Fig. 7 bis 10 durch eine Mutter dargestellt, ansteht. Durch die Verstellung des Halteelements 13 im Langloch 36 steht der Sperrzapfen 38 am Umfang des Halteelements 13 an und verhindert, dass dieses aus dem Zahneingriff mit dem Zahnkranzabschnitt 32 treten kann (Fig. 9). Der Sperrzapfen 38 blockiert also die Schwenkbewegung des Haltelement 13 um die Schwenkachse 35. Wird in dieser Stellung, der Sperrposition, an dem Hebel 41 gezogen, kann das Haltelement 13 durch den Sperrzapfen 38 nicht aus dem Zahneingriff austreten bzw. der Rastmechanismus 6 nicht betätigt werden und eine Veränderung der Höhe H des Schreibtisches 10 wird unterbunden. Dies dient vor allem der Sicherheit und soll verhindern, dass Kinder unkontrolliert oder ungewollt den Rastmechanismus 6 betätigen und der Schreibtisch 10 ruckartig seine Höhe H verändert.
[0044] Wird die Last bzw. die Kraft von der Tischplatte 1 entfernt und die Tischplatte 1 leicht angehoben, wird der Gleitring 30 geringfügig gegen den Uhrzeigersinn verdreht und das Haltelement 13 wieder entlang des Langloches 36 mit diesem mitgezogen. Steht das Halteelement 13 an dem Ende des Langloches 36 an, wird diese leicht mit dem Gleitring 30 verdreht und der Sperrzapfen 38 wird in Deckung mit der Freigabeausnehmung 37 des Halteelements 13 gebracht. Wird dann der Hebel 41 bzw. der Rastmechanismus 6 betätigt, kann das Haltelement 13 mit der Freigabeausnehmung 37 über den Sperrzapfen 38 gleiten und so aus dem Zahneingriff mit dem Gleitring 30 und dessen Zahnkranzabschnitt 32 austreten. Die Verdrehung des Gleitrings 30 relativ zum ersten Ring 20 ist dann wieder möglich und der Schreibtisch 10 kann wieder über die Stangen 40 den Winkel a zwischen den Tischbeinen 4a, 4b verändern und in seiner Höhe H verstellt werden.
[0045] Um ein Ruckeln des Schreibtisches 36 zu verhindern ist die Länge des Langloches 36 möglichst gering, jedoch mit der Größe des Sperrzapfens 38 und der Anordnung der Frei-
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gabeausnehmung 37 abgestimmt.
[0046] In einer bevorzugten optionalen Ausführungsform weist der Schreibtisch 10 einen Anschlag 11 auf, der die Verstellmöglichkeit der Höhe H der Tischplatte 1 nach unten hin begrenzt und damit den freien Bewegungsumfang des Faltmechanismus 8 einschränkt. Wie beispielhaft in den Fig. 13 bis 15 dargestellt ist der ist der Anschlag 11 in Richtung der Tischplatte 1 über dem Gleitring 30 angeordnet und an dem Gestell 2 bzw. der Tischplatte1 befestigt. Der Anschlag 11 ist über ein Scharnier 21 In Richtung des Gleitrings 30, also in Schwerkraftrichtung, verschwenkbar an der Tischplatte 1 bzw. dem Gestell 2 angeordnet. Die Schwenkachse des Scharniers 21 liegt parallel zur Tischplatte 1. Ist der Schreibtisch 10 auf der Aufstellfläche aufgestellt, fällt der Anschlag 11 durch dessen Gewichtskraft in Richtung des Bodens in die Bewegungsebene des Gleitrings 30 hinein. Wird sodann der Schreibtisch 10 abgesenkt, schlägt ein Haltefortsatz 22, der am Außenumfang des Gleitrings 30 hervorsteht, an dem Anschlag 11 an (Fig. 6). Durch den Anschlag 11 wird eine weitere Drehung des Gleitrings 30 und damit ein Absenken des Schreibtischs 10 verhindert bzw. eine minimale Höhe H vorgegeben, in die der Schreibtisch 10 abgesenkt werden kann. Wird der Schreibtisch 10 dann umgedreht, sodass der Schreibtisch 10 mit der Tischplatte 1 auf dem Boden aufliegt, also die Tischplatte 1 unter dem Gestell 2 bzw. dem Faltmechanismus 8 liegt, fällt der Anschlag 11 unter die Ebene des Gleitrings 30 in Schwerkraftrichtung in die Richtung der Tischplatte 1 und somit aus dem Raum des Haltefortsatzes 22. Der Haltefortsatz 22 kann dann bei weiterer Verdrehung des Gleitrings 30 bzw. wenn die Tischbeine 4a, 4b in Richtung der Tischplatte 1 gedrückt werden, über den Anschlag 11 hinwegtauchen und der Gleitring 30 weiter verdreht werden, bis die Tischbeine 4a, 4b an der Tischplatte 1 anliegen bzw. der Schreibtisch 10 vollständig zusammengefaltet ist (Fig. 13 bis 15). So wird verhindert, dass der Schreibtisch 10 ungewollt vollständig zusammenfällt und etwaige unter dem Schreibtisch liegende Gegenstände zerstört oder Körperteile gequetscht werden. Es können alternativ auch zwei oder mehrere Anschläge 11 zusammen mit dazugehörigen Haltefortsätzen 22 entlang des Umfangs des Gleitringes 30 angeordnet sein, um im Einsatzfall die aufzunehmenden Druckkräfte untereinander aufzuteilen und gleichmäßig in die Tischplatte 1 oder das Gestell 2 zu leiten.
[0047] Wie in den Fig. 2 bis 15 dargestellt, kann der Anschlag 11 als längliches, im Wesentlichen dreieckig ausgebildetes Schwenkelement ausgebildet sein. Auch können optional, wie in der Fig. 13 bevorzugt dargestellt zwei Anschläge 11 vorgesehen sein, die jeweils in Bezug auf den Gleitring 30 um 180° versetzt, gegenüber angeordnet sind.
[0048] Alternativ sind auch andere Formen, Ausbildungen und Anordnungen des Anschlages 11 möglich, solange dieser geeignet ist, selbsttätig durch die Schwerkraft in die Bewegungsrichtung des Gleitrings 30 einzutauchen und aus dieser je nach Position des Schreibtisches 10, wie beschrieben, auch wieder austreten kann.
[0049] Optional kann der Schreibtisch 10 auch einen Höhenanschlag aufweisen, der die maximale Höhe des Schreibtisches 10 begrenzt. Wie in Fig. 13 dargestellt, kann dazu der Gleitring 20 beispielsweise einen Höhenanschlagsfortsatz 28 aufweisen, der dann entweder am Anschlag 11 oder anderen Elementen des Gestells 2 ansteht, wenn der Schreibtisch an eine maximale Höhe verstellt wird, in der beispielsweise die Stabilität des Schreibtische 10 nicht mehr sicher gewährleistet werden kann. In der optionalen Ausführungsform der Fig. 13 steht der Höhenanschlagsfortsatz 28 an einem Höhenbegrenzungskante 27 des Anschlages 11, wie in Fig. 2 dargestellt, an.
[0050] Wie in Fig. 16 und 17 dargestellt, weist der Schreibtisch 10 bzw. der Faltmechanismus 8 eine Anzahl von Zugelementen 9 auf, die zwischen dem Anlenkpunkt des ersten Tischbeins 4a bzw. dessen Drehgelenk 15 und der Befestigung des zweiten Tischbeins 4b bzw. dessen Drehgelenk 15 an der Führung 17 gespannt sind. Die Zugelemente 9, bei dieser Ausführungsform Gummiseile, die sich elastisch dehnen können, bewirken, dass zwischen den im Bereich der Tischplatte 1 angeordneten Enden der Tischbeine 4a, 4b eine Kraft ausgeübt wird, sodass diese zueinander gezogen werden. Dies bewirkt beispielsweise, dass bei Absenken des Schreibtisches 10 (Fig. 5, Fig. 6) potentielle Energie in den Zugelementen 9 gespeichert wird und dadurch die Gewichtskraft des Schreibtischs 10 bzw. der Tischplatte 1 und Teile des Gestells 2 kompensiert
werden. Durch die Kompensation der Gewichtskraft wird verhindert, dass der Schreibtisch 10 bei Betätigung des Rastmechanismus 6 einfach zusammenfällt bzw. ständig gehalten werden muss. Soist es vorteilhaft möglich, dass die Tischplatte 1 einfach und mit wenig Kraftaufwand abgesenkt werden kann bzw. in der gewünschten Höhe H positioniert wird. Wird der Schreibtisch 10 jedoch in seiner Höhe H nach oben verstellt bzw. der Abstand zwischen der Tischplatte 1 und der Aufstellfläche vergrößert, wird die in den Zugelementen 9 gespeicherte potentielle Energie freigegeben und der Benutzer beim Anheben der Tischplatte 1 in eine höhere Position bzw. höhere Höhe H unterstützt. Die erfindungsgemäße Anordnung der Zugelemente 9 erlaubt es also, dass die Tischplatte 1 einfach und mit geringer Kraftanwendung in der Höhe H relativ zur Aufstellfläche verändert werden kann, ohne dass Aktoren wie beispielsweise Elektromotoren verwendet werden müssen.
[0051] Optional zu der in den Fig. 16 und Fig. 17 dargestellten Ausführungsform können die Zugelemente 9 auch an anderen Stellen des Schreibtischs 10 angeordnet sein, solange diese eine Kraft zwischen den Tischbeinen bzw. dem ersten Tischbein 4a und dem zweiten Tischbein 4b ausüben, die den Benutzer bei der Verstellbewegung des Schreibtischs 10 unterstützen.
[0052] Alternativ zu den in den Fig. 6 und 17 dargestellten Ausführungsform können die Zugelemente 9 auch beispielsweise durch Gummibänder oder Federelemente oder Federn ausgebildet sein. Auch ist es möglich, dass lediglich ein Zugelement 9 vorgesehen ist, das entsprechend des Gewichts und der Größe der Tischplatte 1 und des Gestells 2 ausgebildet ist.

Claims (10)

Patentansprüche
1. Höhenverstellbarer Schreibtisch (10) umfassend eine Tischplatte (1) mit einer von der Aufstellfläche des Schreibtischs (10) beabstandeten Arbeitsfläche (3), wobei die Tischplatte (1) an einem höhenverstellbaren Gestell (2) angeordnet ist,
- wobei das Gestell (2) zumindest zwei Tischbeine (4a, 4b) aufweist, wobei die Tischbeine (4a, 4b) über einen Faltmechanismus (8) derart miteinander und mit der Tischplatte (1) verbunden sind, sodass die Tischplatte (1) zwischen einer maximalen Höhe und einer minimalen Höhe zur Aufstellfläche des Schreibtisches (10) höhenverstellbar ausgebildet ist,
- wobei der Schreibtisch (10) einen Rastmechanismus (6) aufweist, mit dem der Faltmechanismus (8) in verschiedenen Stellungen fixierbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schreibtisch (10) einen inneren, ersten Ring (20) und einen zweiten Gleitring (30) umfasst, die konzentrisch miteinander in einer Ebene angeordnet sind, wobei der Innere erste Ring (20) feststehend am Schreibtisch (1) und/oder dem Gestell (2) fixiert ist,
wobei der Gleitring (30) mit dem Innenumfang am Außenumfang des ersten Rings (20) anliegt und an diesem relativ zu diesem drehbar gelagert ist,
wobei der Gleitring (30) über zumindest eine Stange (40) mit dem Faltmechanismus (8) verbunden ist, sodass bei Verstellung des Schreibtisches (10) in unterschiedlichen Höhen (H), der Gleitring (30) über die Stange (40) in unterschiedliche Positionen verdrehbar ist, und wobei der Rastmechanismus (6) am Gleitring (30) angeordnet ist und dieser mit dem Rastmechanismus (6) in verschiedenen Stellungen fixierbar ausgebildet ist.
2. Schreibtisch (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Faltmechanismus (8) als Scherenmechanismus ausgebildet ist, wobei die Tischbeine (4a, 4b) in einem Gelenk (5) miteinander schwenkbar zueinander verbunden sind, wobei die Tischbeine (4a, 4b) jeweils mit einem Ende über eine Führung (17) an der Unterseite der Tischplatte (1) in der Ebene der Unterseite der Tischplatte (1) verschieblich angeordnet sind, wobei der Gleitring (30) jeweils über eine Stange (40) mit jeweils einem der Tischbeine (4a, 4b) verbunden ist, wobei bei Verstellung der Höhe (H) des Schreibtisches (10) der Winkel (a) zwischen den Tischbeinen (4a, 4b) über die Stangen (40) und die Verdrehung des Gleitrings (30) veränderbar ist.
3. Schreibtisch (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastmechanismus (6) eine Betätigungseinheit aufweist, mit der die Tischbeine (4a, 4b) in verschiedenen Winkeln zueinander fixierbar sind und wobei der Rastmechanismus über die Betätigungseinheit lösbar und wieder fixierbar ausgebildet ist.
4. Schreibtisch (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Faltmechanismus (8) zumindest ein elastisches, insbesondere elastisch dehnbares, Zugelement (9) aufweist, das zwischen den Tischbeinen (4a, 4b), insbesondere im Bereich der Unterseite der Tischplatte (1), angeordnet ist und das eine Kraft auf den Faltmechanismus (8) ausübt, sodass mittels des Zugelements (9) die Gewichtskraft des Schreibtisches (10) teilweise, insbesondere vollständig, kompensierbar ist, wobei insbesondere das Zugelement (9) als Gummiseil, Gummiband oder Zugfeder ausgebildet ist.
5. Schreibtisch (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schreibtisch (10) zumindest einen Anschlag (11) aufweist, mit dem der Bewegungsumfang des Faltmechanismus (8) begrenzbar ist.
6. Schreibtisch (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (11) in Richtung der Tischplatte (1) verschwenkbar an der Tischplatte (2) und/oder dem Gestell (2) angeordnet ist, wobei der Anschlag (11) bei Aufliegen der Tischbeine (4a, 4b) in der Aufstellebene der Anschlag (11) in die Bewegungsebene des Gleitrings (30) durch dessen Gewichtskraft selbsttätig klappbar ist und der Anschlag (11) mit einem Haltefortsatz (22), der an dem Außenumfang des Gleitrings (30) angeordnet ist, in Kontakt bringbar ist, sodass die weitere Verstellung der Tischplatte (1) in Richtung der Aufstellebene verhindert wird, und
wobei bei Drehung des Schreibtisches (10) in die umgedrehte Position, in der die Tischplatte (1) in Schwerkraftrichtung unter den Tischbeinen liegt (4a, 4b), der Anschlag (11) aus dem Weg des Gleitringes (30) durch dessen Gewichtskraft selbsttätig verschwenkbar angeordnet ist, sodass die weitere Drehung des Gleitrings (30) freigegeben wird und der Schreibtisch (10) vollständig zusammenklappbar ist.
7. Schreibtisch (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastmechanismus (6) einen Zahnkranzabschnitt (32) umfasst, der am Außenumfang des Gleitrings (30) angeordnet und als zahnartige Vertiefungen ausgebildet ist, wobei der Rastmechanismus (6) ein betätigbares Halteelement (13) aufweist, das an dessen Ende gegengleich zum Zahnkranzabschnitt (32) ausgebildete Zähne (39) aufweist und im Zahneingriff mit Zahnkranzabschnitt (32) ist, wobei bei Betätigung des Rastmechanismus (6), insbesondere über einen Hebelmechanismus (14), das Halteelement (13) aus dem Zahneingriff bringbar und damit der Faltmechanismus (8) verstellbar ist, wobei das Halteelement (13) insbesondere mittels einer Feder (42) in Richtung des Zahnkranzabschnitts (32) in den Zahneingriff bringbar ist.
8. Schreibtisch (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (13) bei Anliegen einer Gewichtskraft auf der Tischplatte (1) in eine Sperrposition überführbar ist, sodass bei Betätigung des Hebelmechanismus (14) das Halteelement (13) im Eingriff mit dem Zahnkranzabschnitt (32) gehalten und eine Veränderung der Höhe (H) des Schreibtisches (10) unterbunden ist.
9. Schreibtisch (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (13) um eine Schwenkachse (35) in der Ebene des Gleitringes (30) verschwenkbar angeordnet ist, wobei das Halteelement (13) ein in einem im Abstand zum Mittelpunkt des Gleitelements (30) verlaufendes Langloch (36) aufweist, in dem die Schwenkachse (35) angeordnet ist, wobei das Halteelement (13) eine Freigabeausnehmung (37) und der Schreibtisch (10) einen Sperrzapfen (38) aufweist, wobei der Sperrzapfen (38) in der Sperrposition am Außenumfang des Halteelements (13) anliegt und das Halteelement (13) im Zahneingriff mit dem Zahnkranzabschnitt (32) hält, und wobei die Freigabeausnehmung (37) in Richtung des Langlochs in einem Abstand vor dem Sperrzapfen (38) angeordnet ist, sodass bei Anliegen einer Kraft auf der Tischplatte (1) entgegen der Schwerkraft das Halteelement (13) mit dem Gleitring (30) entlang des Langlochs (36) mitziehbar und der Sperrzapfen (38) in die Freigabeausnehmung (37) einführbar ist und das Halteelement (13) bei Betätigung des Hebelmechanismus (14) aus dem Zahneingriff mit dem Zahnkranzabschnitt (32) entlang der Schwenkachse (35) verstellbar ist.
10. Schreibtisch (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Tischbeine (4a, 4b) eine Anzahl von Rollen (14) aufweist, mit denen das Tischbein (4a, 4b) bei Betätigung des Faltmechanismus (8) in der Aufstellfläche rollbar ausgebildet ist.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
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