AT528653B1 - Elektrochemischer Filter - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen elektrochemischen Filter (1) zum Entfernen von gelöstem Eisen aus dem Elektrolysemedium eines Elektrolyseurs, umfassend einen vom Elektrolysemedium durchströmten Filterraum (2) mit einer Filteranode (3) und einer Filterkathode (4), wobei die Filteranode (3) und die Filterkathode (4) beabstandet voneinander angeordnet sind, wobei zwischen der Filteranode (3) und der Filterkathode (4) ein elektrisches Potenzial angelegt ist, und wobei das Elektrolysemedium eine NaOH-Lösung oder KOH-Lösung ist, wobei das angelegte elektrische Potenzial abhängig vom pH-Wert des Elektrolysemediums derart ausgewählt ist, dass im Elektrolysemedium festes Fe3O4 oder Fe2O3, jedoch kein gasförmiges O2 oder H2 gebildet wird und sich an der Filterkathode (4) oder an einem Filterelement abscheidet. Die Erfindung betrifft ferner eine Elektrolyseanlage mit zumindest einem erfindungsgemäßen elektrochemischen Filter.
Description
Elektrochemischer Filter
Die Erfindung betrifft einen elektrochemischen Filter zum Entfernen von gelöstem Eisen aus dem Elektrolysemedium eines Elektrolyseurs sowie eine Elektrolyseanalage mit
einem erfindungsgemäßen Filter.
Aus dem Stand der Technik sind alkalische Elektrolyseure für die Produktion von Wasserstoff bekannt, wobei die Elektrolyseure bei Überdruck betrieben werden können. Alkalische Elektrolyseure umfassen beispielsweise aneinandergereihte Elektrolysezellen, die als sogenannte biopolare Elektrolysestacks ausgebildet sind. Dabei wird in jede der Zellen ein Elektrolysemedium, üblicherweise eine Kaliumhydroxidlösung oder eine Natriumhydroxidlösung, geleitet und in weiterer Folge
Wasserstoff und Sauerstoff durch die Elektrolyse gebildet.
Die dafür eingesetzten Elektroden bzw. die Beschichtungen der Elektroden bestehen zunehmend aus Metallen und Metalloxiden, welche kein Nickel umfassen. Diese Elektroden sind zwar effizienter, reagieren jedoch sensibel auf Verunreinigungen. Eine dieser Verunreinigungen ist gelöstes Eisen. Das Eisen wird durch die während der Elektrolyse vorliegenden Bedingungen, nämlich unter anderem durch hohen Druck, hohe Temperatur und eine stark korrosive Lösung, in Folge von Korrosions- und Auslaugungsprozesse aus der Verrohrung und anderen Komponenten gelöst, da diese üblicherweise aus (Edel)Stahl gefertigt sind. Durch diese Verunreinigung durch gelöstes Eisen wird die Funktionalität der oben angeführten, Nicht-Nickel-Elektroden des
Elektrolyseurs beeinträchtigt. Die Elektrolyse verliert somit an Effizienz.
Um der geringeren Effizienz der Elektrolyse entgegenzuwirken, ist es gängige Praxis, das gesamte Elektrolysemedium regelmäßig zu tauschen. Dies hat jedoch sowohl
Ökonomische als auch ökologische Nachteile, da für das Tauschen des
Elektrolysemediums der gesamte Elektrolyseur ausgeschaltet werden muss und das
Elektrolysemedium entsorgt werden muss.
Im Stand der Technik sind allgemein Verfahren zum Reinigen von Elektrolysemedium bekannt: AU 2024204844 A1, DE 102024118106 A1, WO 2005111271 A1. CN 117779121 A beschreibt eine dynamische elektrolytische Trenn- und
Reinigungsvorrichtung, insbesondere für radioaktive Komponenten.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, diese und weitere Nachteile im Stand der Technik zu überwinden. Insbesondere kann eine Aufgabe der Erfindung sein, einen besonders effizienten Betrieb einer Elektrolyseanalage zu ermöglichen. Eine weitere Aufgabe der Erfindung kann sein, den Wartungsbedarf einer Elektrolyseanalage zu
verringern.
Diese und andere Aufgaben werden erfindungsgemäß mit einem elektrochemischen
Filter sowie einer Elektrolyseanlage gemäß der unabhängigen Patentansprüche gelöst.
Erfindungsgemäß ist ein elektrochemischer Filter zum Entfernen von gelöstem Eisen, insbesondere Fe?*, aus Elektrolysemedium eines Elektrolyseurs vorgesehen, wobei der elektrochemische Filter einen vom Elektrolysemedium durchströmten Filterraum mit einer Filteranode und einer Filterkathode umfasst. Die Filteranode und die Filterkathode sind beabstandet voneinander angeordnet, wobei zwischen der Filteranode und der Filterkathode ein elektrisches Potenzial angelegt ist, und wobei das Elektrolysemedium eine NaOH-Lösung oder KOH-Lösung ist. Das angelegte elektrische Potenzial ist abhängig vom pH-Wert des Elektrolysemediums derart ausgewählt, dass im Elektrolysemedium festes FesQO4 oder Fe2Os, jedoch kein gasförmiges O2 oder H2 gebildet wird und sich an der Filterkathode oder an einem Filterelement, wobei das
Filterelement gegebenenfalls magnetisch ist, abscheidet.
Der Begriff gelöstes Eisen kann sich allgemein auf Eisenionen oder eisenbasierte lonen beziehen, welche im Zuge der Elektrolyse in Lösung gehen können. Gelöstes Eisen kann insbesondere Fe?**-lonen, Fe*-Ilonen und/oder eisenbasierte lonen wie FeEOOH2-
betreffen.
Durch das Anlegen eines Potenzials, bei dem Fe3sO«4 oder Fe2O3 gebildet wird, werden weder Wasserstoff noch Sauerstoff gebildet, sondern lediglich die Fe?**-lonen oder andere eisenbasierte lonen wie FeOOHz: aus der Lösung gefiltert. Die Gasentwicklung von Sauerstoff und Wasserstoff der regulären Wasserstoffelektrolyse wird dabei gezielt durch die Wahl des für die vorliegenden Bedingungen geeigneten Potenzials verhindert. Hierdurch wird die Gasreinheit auf der Sauerstoff- und/oder der Wasserstoff-Seite des Elektrolyseurs nicht beeinträchtigt. Auch wird die Produktion explosiver Gasgemische verhindert. Das geeignete Potenzial kann insbesondere mit Hilfe eines Pourbaix-
Diagramms für Eisen ermittelt werden (siehe Fig. 4).
Fe3O4 oder Fe2Os sind Feststoffe, die die Funktionalität der Elektroden nicht mehr weiter beeinträchtigen, wenn sie am elektrochemischen Filter gebunden werden. Um auch etwaige nicht an den Filterelektroden durch Elektrosorption gebundene FestkörperPartikel zu binden, ist gegebenenfalls vorgesehen, ferromagnetisches Fe3sO4 durch Filterelemenente, beispielsweise durch magnetischen Filterelemente, abzuscheiden. Fe2Os kann gegebenenfalls durch Filterelemente wie Feinfilter gefiltert werden. Die
Feinfilter können eine Maschenweite im um-Bereich aufweisen.
Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Filteranode und/oder die Filterkathode aus einem flächig ausgedehnten, porösen Material gebildet ist oder ein derartiges Material umfasst. Insbesondere kann die Filteranode und/oder die Filterkathode als Streckmetallgitter ausgebildet sein oder ein Streckmetallgitter umfassen. Hierdurch kann ausreichend Fläche zum Abscheiden von FesO4 oder Fe2Os zur Verfügung gestellt werden. Außerdem kann ein Effekt sein, dass das Elektrolysemedium durch die
Elektroden strömen kann, ohne signifikanten Strömungswiderstand zu bilden.
Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Streckmetallgitter im Wesentlichen kreisförmig ist und in einen elektrisch isolierenden, vorzugsweise Kunststoff
umfassenden, Haltering mit zumindest einer elektrischen Kontaktierung eingebettet ist.
Hierdurch kann der elektrochemische Filter gegebenenfalls direkt in die Verrohrung
eingebettet sein.
Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Filteranode und/oder die Filterkathode zur Gänze aus Titan gebildet ist oder Titan umfasst. Titan ist besonders robust und bildet bei den bevorzugten Betriebsbedingungen des elektrochemischen Filters vorzugsweise eine unreaktive TiO2-Schicht an der Oberfläche aus, welche die Elektroden vor
Korrosion schützt.
Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Potenzial bei einem pH-Wert des Elektrolysemediums von etwa 14 in einem Bereich von etwa -0,6 V bis etwa -0,9 V, vorzugsweise etwa -0,7 V liegt. Diese Ausführungsform hat sich in der Praxis als
besonders vorteilhaft herausgestellt.
Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass in Strömungsrichtung des Elektrolysemediums abwechselnd mehrere Filteranoden und Filterkathoden beabstandet voneinander angeordnet sind. Hierdurch kann eine große aktive Oberfläche und somit ausreichende
Filterleistung generiert werden.
Erfindungsgemäß ist eine Elektrolyseanalage zur alkalischen WasserstoffElektrolyse vorgesehen, der einen Elektrolyseur mit einem Anodenkreislauf und einem Kathodenkreislauf umfasst, wobei ein erfindungsgemäßer elektrochemischer Filter zum
Filtern des Elektrolysemediums vorgesehen ist.
Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass ein erster elektrochemischer Filter im Anodenkreislauf angeordnet ist. Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass ein zweiter elektrochemischer Filter im Kathodenkreislauf angeordnet ist. Hierdurch kann beispielsweise In der gesamten Elektrolyseanlage das Elektrolysemedium gefiltert
werden.
Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass der elektrochemische Filter in einem separaten Abscheider angeordnet ist. Dies ermöglicht ein leichtes Tauschen bzw. Warten des
elektrochemischen Filters.
Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass der elektrochemische Filter derart in einer rohrförmigen Medienleitung angeordnet ist, dass das gesamte Elektrolysemedium den Filter durchströmt. Hierdurch kann eine ausreichende Filtration von Fe?* im gesamten
Elektrolysekreislauf erwirkt werden.
Weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben sich aus den Ansprüchen, den
Ausführungsbeispielen und den Figuren.
Die Erfindung wird im Folgenden an Hand rein exemplarischer und nicht
ausschließlicher Ausführungsbeispiele erläutert.
Fig. 1 zeigt ein schematisches Beispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Fig. 2a und 2b zeigen den schematischen Aufbau einer Elektrolyseanlage mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Fig. 3a zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, welche entlang der Längsachse L einer rohrförmigen Medienleitung angeordnet ist.
Fig. 3b zeigt eine schematische Darstellung entlang der Schnittfläche A-A der Vorrichtung aus Fig. 3a.
Fig. 4 zeigt ein Pourbaix-Diagramm für Eisen.
Fig. 1 zeigt ein schematisches Beispiel eines erfindungsgemäßen elektrochemischen Filters 1. Dieser elektrochemische Filter 1 umfasst einen Filterraum 2. Der Filterraum 2 ist so ausgebildet, dass Elektrolysemedium durch ihn durchströmen kann. Bei dem Elektrolysemedium handelt es sich um eine Kaliumhydroxidlösung oder um eine Natriumhydroxidlösung mit einer Konzentration von bis zu 30 Gew.% bezogen auf die Gesamtmasse der Lösung. Im Filterraum 2 sind zumindest eine flächig ausgebildete Filterkathode 4 und eine flächig ausgebildete Filteranode 3 vorgesehen. Die Filteranode 3 und die Filterkathode 4 sind in Strömungsrichtung des Elektrolysemediums beabstandet voneinander angeordnet. Die Filterkathode 4 und die Filteranode 3 können als herkömmliche stabförmige oder plattenförmige Elektroden oder auch als Streckmetallgitter ausgebildet sein. In diesem Ausführungsbeispiel sind die
Filterkathode 4 und die Filteranode 3 aus Titan gebildet.
Zwischen den beiden Elektroden ist ein elektrisches Potenzial angelegt. Dieses ist in Abhängigkeit vom pH-Wert derart ausgewählt, dass gelöstes Fe?* als festes FesO4 oder Fe2Os an der Filterkathode 4 abgeschieden wird. Außerdem wird das Potenzial so gewählt, dass kein gasförmiges O2 oder H2 gebildet wird. Das geeignete Potenzial kann beispielweise mit Hilfe eines Pourbaix-Diagramms ermittelt werden, welches die Stabilität einer chemischen Spezies in Abhängigkeit von pH-Wert und elektrochemischem Potenzial darstellt. Ein derartiges Diagramm für Eisen ist in Fig. 4 dargestellt. Hierdurch kann ein geeignetes Potenzial gewählt werden, welches bei einem bestimmten pH-Wert des Elektrolysemediums und bei einem bestimmten
angelegten Potenzial zur Bildung von FesO4 oder Fe2Os führt.
So kann ein Potenzial bei einem pH-Wert des Elektrolysemediums von 14 von etwa -0,6 V bis etwa -0,7 V angelegt sein, um FesO«4 an der Filterkathode abzuscheiden. Bei einem Elektrolysemedium mit höherem pH-Wert kann das Potenzial auch höher sein, z.B. zwischen -0,7 V und -0,8 V. Diese Werte sind dem Pourbaix-Diagramm der Fig. 4 entnehmbar. Der strichlierte Bereich stellt beispielsweise jenen Bereich dar, in dem
Fe3O4 gebildet wird, jedoch kein H2 oder O2.
Um auch etwaige nicht an den Filterelektroden durch Elektrosorption gebundene Festkörper-Partikel zu binden, kann gegebenenfalls alternativ vorgesehen sein, ferromagnetisches FesO4 durch Filterelemente, beispielsweise durch magnetischen Filterelemente, abzuscheiden. Fe2Os kann gegebenenfalls durch Filterelemente wie Feinfilter gefiltert werden kann. Die Feinfilter können eine Maschenweite im um-Bereich
aufweisen.
Die Fig. 2a und 2b zeigen den schematischen Aufbau einer Elektrolyseanlage zur alkalischen Wasserstoffelektrolyse, wobei die Anlage einen Elektrolyseur 7 umfasst sowie einen Kathodenkreislauf 9 und einen Anodenkreislauf 8. Ferner umfassen die in Fig. 2a und Fig. 2b gezeigten Anlagen Abscheider zum Trennen des durch die Elektrolyse gebildeten Gases und des Elektrolysemediums. Es sind außerdem
erfindungsgemäße elektrochemische Filter 1°, 1“ zum Filtern des Elektrolysemediums
vorgesehen. Ein erster elektrochemischer Filter 1‘ ist im Anodenkreislauf 8 , ein zweiter
elektrochemischer Filter 1“ ist im Kathodenkreislauf 9 angeordnet.
In Fig. 2a sind der erste und der zweite elektrochemische Filter 1°, 1“ jeweils in einem separaten Abscheider 10, 10‘ mit separatem Zu- und Ablauf angeordnet. Es kann vorgesehen sein, dass die Verbindung des separaten Abscheiders 10, 10° zum Hauptstrom des Anodenkreislaufs 8 und des Kathodenkreislaufs 9 unterbrochen werden kann, beispielsweise durch Ventile oder Absperrschieber. Durch den separaten Abscheider 10,10‘, in dem der elektrochemische Filter 1‘,1“ angeordnet ist, wird ein Teil
des zirkulierenden Elektrolysemediums geleitet.
Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass die elektrochemischen Filter 1‘,1“ leichter getauscht und gereinigt werden können, ohne dass der Betrieb der gesamten Elektrolyseanalage angehalten werden muss. Dies erleichtert die Wartung und erhöht
somit die Effizienz der Elektrolyseanalage.
In Fig. 2b sind der erste und der zweite elektrochemische Filter 1‘, 1“ derart in einer rohrförmigen Medienleitung 11,11‘ angeordnet, dass das gesamte Elektrolysemedium durch den elektrochemischen Filter 1‘, 1“ strömt. Bei der Ausführungsform in Fig. 2b ist der elektrochemische Filter 1°, 1‘ im Anodenkreislauf 8 und im Kathodenkreislauf 9 angeordnet. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass nur im Anodenkreislauf 8 oder
im Kathodenkreislauf 9 ein elektrochemischer Filter 1‘, 1“ vorgesehen ist.
Fig. 3a und 3b zeigen schematisch eine mögliche Ausführungsform eines elektrochemischen Filters 1‘, 1“, der wie in Fig. 2a oder Fig. 2b angeordnet ist. In diesem Ausführungsbeispiel sind eine Vielzahl an Filterkathoden 4, 4‘, 4“ und Filteranoden 3, 3‘, 3“ gezeigt, welche alternierend seriell in Strömungsrichtung des Elektrolysemedium angeordnet sind. Es können aber auch lediglich eine Filterkathode 4 und eine Filteranode 3 in der Medienleitung 11,11‘ angeordnet sein. Die Filterkathoden 4, 4‘, 4“ und Filteranoden 3, 3‘, 3“ sind In diesem Ausführungsbeispiel abwechselnd und parallel! zueinander angeordnet. Die Paare von Filterelektroden sind in diesem
Ausführungsbeispiel elektrisch parallelgeschaltet. Alternativ kann auch eine elektrisch
serielle Anordnung der Filterelektroden möglich sein. Die elektrisch parallele Anordnung wird gegebenenfalls bevorzugt, um Streuströme durch hohe Gesamtspannungen in
elektrisch seriellen Anordnungen zu vermeiden.
Ferner sind die Filter 3, 3‘, 3‘,4, 4‘, 4‘ als kreisförmige Streckmetallgitter ausgebildet, die den gesamten Rohrdurchmesser durchspannen und im Wesentlichen konzentrisch um die Mittellängsachse L der Medienleitung 11,11‘ angeordnet sind. Die Streckmetallgitter sind vorzugsweise derart ausgebildet, dass der Fluss des
Elektrolysemediums nicht oder kaum beeinträchtigt wird.
Die Filterkathoden 4, 4‘, 4“ und Filteranoden 3, 3‘, 3“ sind durch Rahmenelemente aus einem laugenbeständigen Kunststoff oder aus einer Keramik elektrisch isoliert in der Medienleitung 11,11‘ angeordnet. Das Streckmetallgitter kann beispielweise in einem Haltering 5 mit zumindest einer elektrischen Kontaktierung 6 angeordnet sein. Der Haltering 5 kann aus Kunststoff oder einer Keramik bestehen oder diesem umfassen. Die Filteranoden 3, 3‘, 3“ können elektrisch miteinander verbunden sein, und die Filterkathoden 4, 4‘, 4“ können elektrisch miteinander verbunden sein, sodass ein Potenzial zwischen den Filteranoden 3, 3°, 3“ und Filterkathoden 4, 4‘, 4“ angelegt werden kann. Diese Ausführungsform kann so ausgebildet sein, dass eine Art Filtermodul gebildet ist, welches aus der Medienleitung 11,11‘ entfernt und wiedereingesetzt werden kann, sodass der elektrochemische Filter 1°, 1“ gereinigt oder
getauscht werden kann.
Fig. 3b zeigt den schematischen Rohrleitungsquerschnitt um die Mittellängsachse L der Medienleitung 11,11‘. Das Streckmetallgitter einer Elektrode ist hier besonders gut ersichtlich. Das Streckmetallgitter ist im Wesentlichen aus Titan gebildet, wobei sich im Betrieb des elektrochemischen Filters 1‘,1‘“ eine TiO2-Schicht an der Oberfläche der Elektrode ausbildet. Ferner sind zumindest ein Haltering 5 zum Halten der Elektrode
und eine elektrische Kontaktierung 6 vorgesehen.
Die Erfindung beschränkt sich jedoch nicht auf diese beschriebenen Ausführungsbeispiele, sondern umfasst auch weitere Ausführungen der vorliegenden
Erfindung im Rahmen der nachfolgenden Patentansprüche.
Bezugszeichenliste
1, 1°, 1“ Elektrochemischer Filter 2 Filterraum 3, 3‘, 3“ Filteranode 4, 4‘, 4“ Filterkathode 5 Haltering 6 Elektrische Kontaktierung 7 Elektrolysezelle 8 Anodenkreislauf 9 Kathodenkreislauf 10,10° Abscheider 11,11‘ Medienleitung
Claims (1)
- Patentansprüche1. Elektrochemischer Filter (1) zum Entfernen von gelöstem Eisen aus dem Elektrolysemedium eines Elektrolyseurs, umfassend a. einen vom Elektrolysemedium durchströmten Filterraum (2) mit einer Filteranode (3) und einer Filterkathode (4), wobei b. die Filteranode (3) und die Filterkathode (4) beabstandet voneinander angeordnet sind, wobei c. zwischen der Filteranode (3) und der Filterkathode (4) ein elektrisches Potenzial angelegt ist, und wobei d. das Elektrolysemedium eine NaOH-Lösung oder eine KOH-Lösung ist, dadurch gekennzeichnet, dass das angelegte elektrische Potenzial abhängig vom pH-Wert des Elektrolysemediums derart ausgewählt ist, dass im Elektrolysemedium festes FesOa4 oder Fe2Os, jedoch kein gasförmiges O2 oder H2 gebildet wird und sich an der Filterkathode (4) oder an einem Filterelement,wobei das Filterelement gegebenenfalls magnetisch ausgebildet ist, abscheidet.2. Elektrochemischer Filter (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Filteranode (3) und/oder die Filterkathode (4) flächig ausgedehnt und porös ist, vorzugsweise als Streckmetallgitter ausgebildet ist oder ein Streckmetallgitterumfasst.3. Elektrochemischer Filter (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckmetallgitter im Wesentlichen kreisförmig ist und in einen elektrisch isolierenden, vorzugsweise Kunststoff umfassenden, Haltering (5) mit zumindesteiner elektrischen Kontaktierung (6) eingebettet ist.4. Elektrochemischer Filter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Filteranode (3) und/oder die Filterkathode (4) zurGänze aus Titan gebildet ist oder Titan umfasst.5. Elektrochemischer Filter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurchgekennzeichnet, dass das Potenzial bei einem pH-Wert des Elektrolysemediums11.11 64624 Andritz AG, Stattegger Strasse 18, 8045 Graz (AT)von etwa 14 in einem Bereich von etwa -0,6 V bis etwa -0,9 V, vorzugsweise etwa -0,7 V liegt.Elektrochemischer Filter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in Strömungsrichtung des Elektrolysemediums abwechselnd mehrere Filteranoden (3, 3‘, 3“) und Filterkathoden (4, 4‘, 4“)beabstandet voneinander angeordnet sind.Elektrolyseanlage zur alkalischen Wasserstoff-Elektrolyse, umfassend eine einen Elektrolyseur (7) mit einem Anodenkreislauf (8) und einem Kathodenkreislauf (9), dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein elektrochemischer Filter (1) nacheinem der Ansprüche 1 — 6 zum Filtern des Elektrolysemediums vorgesehen ist.Elektrolyseanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein ersterelektrochemischer Filter (1‘) im Anodenkreislauf (8) angeordnet ist.Elektrolyseanlage nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass einzweiter elektrochemischer Filter (1“) im Kathodenkreislauf (9) angeordnet ist.Elektrolyseanlage nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrochemische Filter (1, 1’, 1“) in einem separaten Abscheider (10,10‘) angeordnet ist.Elektrolyseanlage nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrochemische Filter (1, 1’, 1“) derart in einer rohrförmigen Medienleitung (11, 11°) angeordnet ist, dass das gesamte Elektrolysemedium den Filter (1, 1°, 1“) durchströmt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| ATA50309/2025A AT528653B1 (de) | 2025-05-08 | 2025-05-08 | Elektrochemischer Filter |
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|---|---|---|---|
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| AT528653B1 true AT528653B1 (de) | 2026-04-15 |
| AT528653A4 AT528653A4 (de) | 2026-04-15 |
Family
ID=99398198
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| ATA50309/2025A AT528653B1 (de) | 2025-05-08 | 2025-05-08 | Elektrochemischer Filter |
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| AT (1) | AT528653B1 (de) |
-
2025
- 2025-05-08 AT ATA50309/2025A patent/AT528653B1/de active
Also Published As
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|---|---|
| AT528653A4 (de) | 2026-04-15 |
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