AT528667A4 - Pfeilwurfgerät - Google Patents

Pfeilwurfgerät

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AT528667A4
AT528667A4 ATA50807/2024A AT508072024A AT528667A4 AT 528667 A4 AT528667 A4 AT 528667A4 AT 508072024 A AT508072024 A AT 508072024A AT 528667 A4 AT528667 A4 AT 528667A4
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Missbach Mag Gerald
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Steambow Gmbh
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Abstract

Pfeilwurfgerät (1) bestehend aus einer Abschussvorrichtung (2) für Pfeile (3) und zumindest einem mit der Abschussvorrichtung (2) abschießbaren Pfeil (3), welcher einen als Rohr ausgebildeten Pfeilschaft (4) mit einem ersten Schaftende (5) und einem zweiten Schaftende (6), eine Pfeilspitze (7) am ersten Schaftende (5), ein Endelement (8) am zweiten Schaftende (6) und ein im Pfeilschaft (4) aufgenommenes flexibles Längselement (9) mit einer ersten Befestigungsstelle (10) und einer zweiten Befestigungsstelle (11) aufweist, welches an der ersten Befestigungsstelle (10) an der Pfeilspitze (7) und an der zweiten Befestigungsstelle (11) an einem Haltekörper (12) befestigt ist und dessen Länge größer als ein Abstand zwischen dem ersten Schaftende (5) und dem zweiten Schaftende (6) ist, wobei zwischen dem Endelement (8) und dem zweiten Schaftende (6) eine lösbare Verbindungsvorrichtung (13) vorgesehen ist, wobei eine Rückhaltevorrichtung (14) vorgesehen ist, welche ausgebildet ist, das Endelement (8) im abgeschossenen Zustand des Pfeils (3) an der Abschussvorrichtung (2) zurückzuhalten.

Description

Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Pfeilwurfgerät bestehend aus einer Abschussvorrichtung für Pfeile, insbesondere einer Armbrust oder einem Pfeilbogen, und zumindest einem mit der Abschussvorrichtung abschießbaren Pfeil, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Mit Armbrüsten oder Bögen verschossene Pfeile werden im Allgemeinen wieder eingesammelt, was einige Zeit in Anspruch nehmen kann und mit entsprechender Mühe verbunden ist. Um dies zu vereinfachen wurden Armbrüste entwickelt, an welchen eine Aufnahmevorrichtung für eine mit dem Pfeil verbindbare Schnur angeordnet ist. Somit kann der abgeschossene Pfeil über die Schnur einfach eingeholt werden. Alternative Konstruktionen sehen einen mehrteiligen Pfeil mit einer darin aufgenommenen Verbindungsschnur vor.
[0003] Die US 9,220,249 B1 offenbart eine Armbrust mit einer Spule, auf welcher eine Angelschnur aufgerollt ist. Die Angelschnur ist zudem mit einem abzuschießenden Pfeil verbunden. Nach Abschuss des Pfeils lässt sich dieser durch Aufwickeln der Angelschnur auf der Spule wieder einholen. Nachteiliger Weise muss die Armbrust hierfür mit der Spule ausgerüstet werden. Zudem besteht die Gefahr, dass sich die Angelschnur während des Handhabens oder Transports der Armbrust von der Spule löst.
[0004] Aus der US 8,696,498 B1 ist eine Pfeilverfolgungsvorrichtung mit einem Pfeil bekannt, welcher einen hohlen Schaft aufweist, in welchem eine Schnur aufgenommen ist. Die Schnur ist mit einer Pfeilspitze und einer Nockenanordnung verbunden. Die Nockenanordnung ist abnehmbar am hinteren Ende des Pfeilschafts angebracht. An der Nockenanordnung sind zudem Widerhaken vorgesehen, die beim Eindringen des Pfeils in ein bejagtes Wildtier greifen sollen. Wenn die Pfeilspitze mit dem Pfeilschaft durch das Tier hindurchgeschossen wird, bleibt die Nockenanordnung wegen der Widerhaken am Wildtier stecken und löst sich vom Pfeilschaft. Somit wird der Pfeil an der Schnur vom Tier mitgezogen und geht nicht verloren. Diese Konstruktion ist jedoch für den Fischfang oder allgemein in Fällen in denen sich das getroffene Tier noch weiter bewegt ungeeignet.
[0005] Es ist nun Aufgabe der Erfindung ein Pfeilwurfgerät der eingangs genannten Art zu schaffen, welches die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile vermeidet oder zumindest verringert. Das Pfeilwurfgerät soll ein Einholen eines mit der Abschussvorrichtung abgeschossenen Pfeils auch dann auf einfache Weise ermöglichen, wenn sich der getroffene Gegenstand, insbesondere ein getroffenes Tier, noch weiter bewegt. Insbesondere soll das Pfeilwurfgerät für die Jagd nach Fischen geeignet sein. Zudem soll das Pfeilwurfgerät einfach und kostengünstig herstellbar und möglichst einfach zu bedienen sein. Das erneute Laden der Abschussvorrichtung mit einem Pfeil soll möglichst rasch durchführbar sein.
[0006] Hierfür sieht die Erfindung ein Pfeilwurfgerät wie in Anspruch 1 definiert vor. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass eine Rückhaltevorrichtung vorgesehen ist, welche ausgebildet ist, das Endelement im abgeschossenen Zustand des Pfeils an der Abschussvorrichtung zurück zuhalten. Das Pfeilwurfgerät besteht somit aus einer Abschussvorrichtung für Pfeile, welche insbesondere eine Armbrust oder ein Pfeilbogen sein kann, und aus zumindest einem mit der Abschussvorrichtung abschießbaren Pfeil. Unter einem mit der Abschussvorrichtung abschießRbaren Pfeil wird ein Pfeil verstanden, welcher zum Verschießen mit der Abschussvorrichtung ausgebildet ist. Der Pfeil weist einen als Rohr ausgebildeten Pfeilschaft mit einem ersten Schaftende und einem dem ersten Schaftende gegenüberliegenden zweiten Schaftende auf. Der Pfeil weist weiters eine Pfeilspitze am ersten Schaftende, ein Endelement am zweiten Schaftende und ein im Pfeilschaft aufgenommenes flexibles Längselement auf, welches eine erste Befestigungsstelle und eine zweite Befestigungsstelle aufweist. Das Endelement schließt den Pfeilschaft am zweiten Schaftende zumindest teilweise ab. Das flexible Längselement ist an der ersten Befestigungsstelle an der Pfeilspitze befestigt und an der zweiten Befestigungsstelle an einem Haltekörper befestigt. Der Haltekörper ist in einem abgeschossenen Zustand des Pfeils mit der Abschussvorrichtung verbunden. Die erste Befestigungsstelle kann an einem Ende des flexiblen
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Längselements vorgesehen sein und die zweite Befestigungsstelle kann an dem anderen Ende des flexiblen Längselements vorgesehen sein. Alternativ kann die erste Befestigungsstelle und/oder die zweite Befestigungsstelle zwischen den beiden Enden des flexiblen Längselements vorgesehen sein. Im abgeschossen Zustand des Pfeils ist ein Abstand des Haltekörpers von der Abschussvorrichtung kleiner als ein Abstand des Haltekörpers von der Pfeilspitze. In jedem Fall ist die Länge des flexiblen Längselements größer als ein Abstand zwischen dem ersten Schaftende und dem zweiten Schaftende. Die Länge des flexiblen Längselements ist in einem langgestreckten Zustand des flexiblen Längselements definiert. Das im Pfeilschaft aufgenommene flexible Längselement ist daher zwischen der Pfeilspitze und dem Haltekörper, insbesondere entlang einer Innenseite des Pfeilschafts, in Längsrichtung des Pfeilschafts betrachtet zumindest abschnittsweise platzsparend, vorzugsweise gewunden, angeordnet. Das flexible Längselement kann aus dem Pfeilschaft oder aus dem Endelement des noch nicht abgeschossenen Pfeils auch herausragen. Das flexible Längselement dient der Verbindung der Pfeilspitze mit dem Haltekörper, wobei sich die Pfeilspitze und der Pfeilschaft im abgeschossenen Zustand des Pfeils vom Haltekörper im Wesentlichen in Schussrichtung entfernen und hierdurch das flexible Längselement aus dem Pfeilschaft herausgezogen wird. Damit das flexible Längselement zuverlässig, möglichst widerstandsfrei und ohne die Flugbahn der Pfeilspitze zu beeinträchtigen aus dem Pfeilschaft herausgezogen werden kann, ist zwischen dem Endelement und dem zweiten Schaftende eine Verbindungsvorrichtung vorgesehen, welche in einem Zustand, in welchem der Pfeil abgeschossen wurde und das Endelement zurückgehalten wird, eine Trennung des Endelements vom zweiten Schaftende freigibt.
[0008] Um das Endelement des abgeschossenen Pfeils zurückhalten zu können und hierdurch die Trennung des Endelements vom zweiten Schaftende zu ermöglichen, ist eine Rückhaltevorrichtung vorgesehen, welche ausgebildet ist, das Endelement im abgeschossenen Zustand des Pfeils an der Abschussvorrichtung zurückzuhalten. Somit sind das Endelement und der Haltekörper in einem abgeschossenen Zustand des Pfeils an einer Bewegung mit der Pfeilspitze gehindert. Wenn der Pfeil abgeschossen wird, beschleunigt der gesamte Pfeil zunächst in Schussrichtung. In weiterer Folge jedoch wird das Endelement mittels der Rückhaltevorrichtung an der Abschussvorrichtung zurückgehalten. Wegen der lösbaren Verbindungsvorrichtung zwischen dem Endelement und dem zweiten Schaftende wird das zurückgehaltene Endelement vom sich weiterbewegenden zweiten Schaftende getrennt. Somit ist das zweite Schaftende geöffnet und das flexible Längselement kann aus dem Pfeilschaft austreten. Da auch der Haltekörper an der Fortbewegung mit der Pfeilspitze gehindert ist, wird das flexible Längselement aus dem Pfeilschaft herausgezogen und in seiner Längsrichtung bis zu seiner Endlänge oder bis zum Auftreffen auf den anvisierten Gegenstand entfaltet. Die Pfeilspitze und der Pfeilschaft bleiben jedoch über das flexible Längselement mit dem Haltekörper und daher mit der Abschussvorrichtung verbunden. Somit können die Pfeilspitze und der Pfeilschaft des abgeschossenen Pfeils über das flexible Längselement auch dann zuverlässig wieder gefunden und eingeholt werden, wenn sich der vom Pfeil getroffene Gegenstand bewegt.
[0009] Wenn im Verlauf der Beschreibung auf Orts- und Richtungsangaben wie „oben“, „unten, „vorne“, „hinten“, „Längsrichtung“, „Querrichtung“ oder „Schussrichtung“ Bezug genommen wird, so beziehen sich diese Angaben auf einen bestimmungsgemäßen Verwendungszustand des Pfeilwurfgeräts. Im bestimmungsgemäßen Verwendungszustand ist das Pfeilwurfgerät insbesondere auf ein anvisiertes Ziel gerichtet. Der Begriff „vertikal“ bedeutet in Richtung der Schwerkraft, von „oben“ nach „unten“, oder umgekehrt. Wenn das Pfeilwurfgerät in einer abweichenden Lage verwendet werden soll, sind die Orts- und Richtungsangaben entsprechend zu übertragen.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass der Haltekörper das Endelement ist oder an der Abschussvorrichtung angeordnet ist. Somit kann das flexible Längselement an der Position seiner zweiten Befestigungsstelle am Endelement oder an der Abschussvorrichtung befestigt, insbesondere lösbar befestigt sein. Beispielsweise können das Endelement oder die Abschussvorrichtung eine Durchgangsöffnung aufweisen, durch welche das flexible Längselement hindurchgeführt und festgeknotet ist. Für eine noch raschere Fixierung kann das flexible Längselement beispielsweise mittels einer federbelasteten Klemme als Halte-
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körper an der Abschussvorrichtung festgeklemmt werden. Wenn der Haltekörper an der Abschussvorrichtung angeordnet ist, kann der Abstand des Haltekörpers von der Abschussvorrichtung gleich null sein.
[0011] Wenn die Rückhaltevorrichtung das flexible Längselement ist und dieses aus dem Pfeilschaft herausragt und an der Abschussvorrichtung befestigt ist, oder ein an der Abschussvorrichtung befestigtes zusätzliches flexibles Längselement ist, über welches flexible Längselement oder zusätzliche flexible Längselement das Endelement an der Abschussvorrichtung befestigt ist, kann das Pfeilwurfgerät besonders kostengünstig hergestellt werden. Insbesondere sind höchstens geringfügige Anpassungen von im Handel erhältlichen Abschussvorrichtungen erforderlich, um das flexible Längselement oder das zusätzliche flexible Längselement an der Abschussvorrichtung zu befestigen. Beispielsweise wird das im Pfeilschaft aufgenommene flexible Längselement mit dem Endelement verknotet oder auf sonstige Weise verbunden und ein weiterführender Endabschnitt des flexiblen Längselements mit der Abschussvorrichtung verknotet oder auf sonstige Weise verbunden. Somit kann das flexible Längselement die Pfeilspitze mit dem Endelement und dieses mit der Abschussvorrichtung verbinden. Wenn der Pfeil abgeschossen wird und das flexible Längselement das ebenfalls abgeschossene Endelement im Wesentlichen spontan zurückhält, wirken Rückhaltekräfte auf das flexible Längselement. Um das flexible Längselement diesen Rückhaltekräften nicht aussetzen zu müssen, kann das zusätzliche flexible Längselement vorgesehen sein, welches das abgeschossene Endelement zurückhält. Vorteilhafter Weise kann hierdurch das im Pfeilschaft aufgenommene flexible Längselement für eine geringere Zugbelastung und somit dünner aber mit größerer Länge ausgebildet werden.
[0012] Wenn hingegen die Rückhaltevorrichtung eine an der Abschussvorrichtung angeordnete Abstreifvorrichtung mit einer in einer Schussrichtung des Pfeils angeordneten Durchgangsöffnung ist, deren Abmessung in einer Querrichtung zur Schussrichtung größer als ein Außendurchmesser des Pfeilschafts ist und geringer als eine Erstreckung des Endelements in der selben Querrichtung ist, kann das Endelement durch die Abstreifvorrichtung zurückgehalten werden. Eine separate und im Allgemeinen manuell herzustellende Rückhalteverbindung des Endelements mit der Abschussvorrichtung, beispielsweise ein Anbinden der Endelements an der Abschussvorrichtung, kann daher entfallen. Um das Pfeilwurfgerät für einen Schuss vorzubereiten, muss lediglich der Pfeil in der Abschussvorrichtung aufgenommen werden. Somit kann das Pfeilwurfgerät in der selben Weise wie bekannte Abschussvorrichtungen bedient werden. Die Abstreifvorrichtung ist in Schussrichtung des Pfeils betrachtet dem Endelement des in der Abschussvorrichtung aufgenommenen abschussbereiten Pfeils vorgelagert. Die Abstreifvorrichtung kann einstückig mit der Abschussvorrichtung ausgebildet sein oder mit der Abschussvorrichtung verbindbar, vorzugsweise lösbar verbindbar, ausgebildet sein. Beispielsweise kann die Abstreifvorrichtung mit der Abschussvorrichtung verschraubt sein und/oder auf diese aufgeschoben oder aufgesteckt sein. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Abstreifvorrichtung für eine Nachrüstung einer im Handel erhältlichen Abschussvorrichtung ausgebildet ist. Die Durchgangsöffnung der Abstreifvorrichtung ist hinreichend groß dimensioniert, dass der Pfeilschaft des abgeschossenen Pfeils durch die Durchgangsöffnung hindurch passt, jedoch klein genug dimensioniert, um das Endelement am Durchtritt zu hindern.
[0013] Besonders günstig ist es, wenn die Abstreifvorrichtung zumindest einen Abstreifstift oder einen Abstreifbügel aufweist. Wenn ein einziger Abstreifstift vorgesehen ist, kann dieser zu einem Bügel oder einem Haken gebogen sein, an welchem das Endelement hängen bleibt. Wenn hingegen zwei Abstreifstifte nebeneinander vorgesehen sind, weisen diese zwischen sich einen Abstand auf, der geringer als die Quererstreckung des Endelements ist. Ein Abstreifbügel hingegen kann mit beiden Bügelenden an der Abschussvorrichtung befestigt sein und hierdurch eine in Umfangsrichtung vollständig umrandete Durchgangsöffnung bilden, um das Endelement besonders zuverlässig zurückhalten zu können. Der Abstreifbügel kann auch als eine die DurchgangsÖffnung aufweisende Platte ausgebildet sein.
[0014] Eine besonders einfache Konstruktion kann vorsehen, dass die Rückhaltevorrichtung ein am Endelement angeordneter Haken ist, welcher für einen Eingriff in eine Sehne der Abschussvorrichtung ausgebildet ist. Auf diese Weise ist keine Modifikation der Abschussvorrichtung erfor-
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derlich. Der Haken kann für eine formschlüssige Verbindung des Endelements mit der Sehne ausgebildet sein. Die Sehne dient der Beschleunigung des abzuschießenden Pfeils.
[0015] Weiters kann vorgesehen sein, dass das Endelement mit einer Pfeilnocke verbunden ist und insbesondere einstückig mit der Pfeilnocke ausgebildet ist. Die Pfeilnocke dient dem Eingriff einer Sehne der Abschussvorrichtung in den abzuschießenden Pfeil. Wenn das Endelement und die Pfeilnocke als zwei separate aber miteinander verbindbare Komponenten ausgebildet sind, können im Handel erhältliche Pfeilnocken verwendet werden. Beispielsweise wird die Pfeilnocke in das Endelement eingesetzt oder darauf aufgesetzt. Im Falle eines mit der Pfeilnocke einstückigen Endelements entfällt dieser Verbindungsvorgang.
[0016] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das flexible Längselement und/oder das zusätzliche flexible Längselement als Schnur, insbesondere als Angelschnur, ausgebildet ist. Die Schnur ist naturgemäß flexibel und lässt sich auf einfache Weise platzsparend im Pfeilschaft aufnehmen.
[0017] Um die Pfeilspitze oder das Endelement bei Bedarf reinigen oder im Schadensfall austauschen zu können oder um Zugang zu einem Innenraum des Pfeilschafts zu erhalten, kann vorgesehen sein, dass die Pfeilspitze und/oder das Endelement vom Pfeilschaft abnehmbar und damit wieder verbindbar ausgebildet sind. Die Pfeilspitze welche beispielsweise aus Kunststoff oder Metall gebildet ist, ist bevorzugt auf den Pfeilschaft aufgesteckt oder aufgeschraubt. Auch das Endelement ist bevorzugt ausgebildet, nach einem Entfernen vom Pfeilschaft wieder damit verbunden zu werden. Somit kann der abgeschossene Pfeil wieder verwendet werden.
[0018] Für eine einfache Konstruktion des Pfeilwurfgeräts kann vorgesehen sein, dass das flexible Längselement über eine Klemmverbindung an der Pfeilspitze und/oder am Haltekörper befestigt ist. Bevorzugt ist die Klemmverbindung lösbar ausgebildet. Somit kann das flexible Längselement bei Bedarf von der Pfeilspitze und/oder vom Haltekörper abgenommen und wieder damit verbunden werden. Beispielsweise kann eine die Klemmverbindung herstellende Klemmvorrichtung in Querrichtung des Pfeils zumindest teilweise elastisch ausgebildet sein und beim Verbinden der Pfeilspitze und/oder des Haltekörpers mit dem Pfeilschaft in dieser Querrichtung komprimiert werden, wodurch das flexible Längselement mit der Pfeilspitze und/oder dem Haltekörper verklemmt wird.
[0019] Vorzugsweise ist die zwischen dem Endelement und dem zweiten Schaftende vorgesehene Verbindungsvorrichtung zumindest eine Klebestelle oder zumindest ein Klebeband oder ein für eine Presspassung ausgebildeter ringförmiger Vorsprung. Die Klebestelle oder das Klebeband oder die Presspassung sind ausgebildet, die Verbindung zwischen dem Endelement und dem zweiten Schaftende auf Grund der Zugkraft zwischen dem zurückgehaltenen Endelement und dem abgeschossenen Pfeilschaft zu lösen. Der ringförmige Vorsprung kann das zweite Schaftende umgreifen oder darin einsetzbar sein. Das Klebeband kann am Mantel des Pfeilschafts oder, So wie die Klebestelle, an der Stirnseite des Pfeilschafts, d.h. am zweiten Schaftende, angeordnet sein. Alternativ kann die zwischen dem Endelement und dem zweiten Schaftende vorgesehene Verbindungsvorrichtung eine Magnetvorrichtung sein, wobei an einem von Endelement und zweitem Schaftende ein Magnet und am anderen von Endelement und zweitem Schaftende ein magnetisch anziehbares, insbesondere ferromagnetisches Material vorgesehen ist, oder am Endelement und am zweiten Schaftende Magnete entgegengesetzter Polarität einander gegenüberliegen. Die Magnetverbindung ist rasch herstellbar und zeichnet sich durch weitgehend konstante Verbindungskräfte über einen langen Zeitraum aus. Somit kann auch die Verbindungskraft, welche beim Lösen des Endelements vom zweiten Schaftende zu überwinden ist, genau festgelegt werden.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann ein Hilfsstab vorgesehen sein, wobei eine aus einem Außendurchmesser des Hilfsstabs und dem zweifachen Durchmesser des flexiblen Längselements gebildete Summe kleiner als ein Innendurchmesser des Pfeilschafts ist. Der Hilfsstab dient dem Einsetzen des flexiblen Längselements in den Pfeilschaft, indem beispielsweise das flexible Längselement auf den Hilfsstab aufgewickelt wird und dieser mit dem flexiblen Längselement in den Pfeilschaft eingeführt wird. Der Hilfsstab wird daraufhin unter Festhalten bzw. Zurückhalten des flexiblen Längselements aus dem Pfeilschaft wieder herausgezogen. Das
eingesetzte flexible Längselement kann dann mit der Pfeilspitze und dem Haltekörper verbunden werden. Auf diese Weise kann das nach dem Abschuss des Pfeils entfaltete flexible Längselement platzsparend wieder in den Pfeilschaft eingeführt werden.
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von bevorzugten, nicht einschränkenden Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen noch weiter erläutert. Es zeigen:
[0022] Fig. 1 ein Pfeilwurfgerät gemäß der Erfindung bestehend aus einer Armbrust und einem mit der Armbrust abschießbaren Pfeil, vor dem Abschuss des Pfeils;
[0023] Fig. 2 das Pfeilwurfgerät aus Fig. 1 während des Abschusses des Pfeils; [0024] Fig. 3 den Pfeil aus Fig. 1 in einer auseinandergezogenen Ansicht;
[0025] Fig. 4 ein Pfeilwurfgerät gemäß der Erfindung bestehend aus einem Pfeilbogen und einem mit dem Pfeilbogen abschießbaren Pfeil, während des Abschusses des Pfeils;
[0026] Fig. 5 ein Detail A aus Fig. 4 in vergrößerter Darstellung; [0027] Fig. 6 ein als Haltekörper ausgebildetes Endelement des Pfeils in einer Schnittansicht;
[0028] Fig. 7 ein Endelement, welches auf einer symbolisch dargestellten Armbrust aufliegt, wobei der Haltekörper an der Armbrust angeordnet ist;
[0029] Fig. 8 ein Endelement, welches auf einer symbolisch dargestellten Armbrust aufliegt, wobei ein aus einem Pfeilschaft herausragendes und an der Armbrust befestigtes flexibles Längselement eine Rückhaltevorrichtung ist;
[0030] Fig. 9 ein Endelement, welches auf einer symbolisch dargestellten Armbrust aufliegt, wobei ein an der Armbrust befestigtes zusätzliches flexibles Längselement die Rückhaltevorrichtung ist;
[0031] Fig. 10 eine an der Armbrust angeordnete Abstreifvorrichtung in Form eines Abstreifbügels als Rückhaltevorrichtung;
[0032] Fig. 11 eine an der Armbrust angeordnete Abstreifvorrichtung in Form von zwei Abstreifstiften als Rückhaltevorrichtung;
[0033] Fig. 12 eine Pfeilspitze in einer Schnittansicht; und
[0034] Fig. 13 einen Hilfsstab mit einem um diesen gewundenen flexiblen Längselement, während des Einsetzens in einen Pfeilschaft, in symbolischer Darstellung.
[0035] Fig. 1 zeigt ein Pfeilwurfgerät 1 bestehend aus einer Abschussvorrichtung 2 für Pfeile 3 und zumindest einem mit der Abschussvorrichtung 2 abschießbaren Pfeil 3. Die Abschussvorrichtung 2 ist gemäß Fig. 1 eine Armbrust 2a. Die Armbrust 2a weist zwei Wurfarme 25 und eine mit den Wurfarmen 25 verbundene Sehne 26 auf. Zum Abschießen des Pfeils 3 wird unter anderem die Sehne 26 entgegen der Schussrichtung R nach hinten gezogen und dabei gespannt, der Pfeil 3 in die Armbrust 2a eingelegt und ein Abzug 27 betätigt, wodurch die Sehne 26 freigegeben wird und der Pfeil 3 in Schussrichtung R beschleunigt wird. Dem Fachmann sind Armbrüste 2a und Pfeilbögen 2b bekannt, weshalb deren allgemeine Funktionsweise im Rahmen dieser Beschreibung nicht detaillierter erläutert wird.
[0036] Fig. 3 zeigt den Pfeil 3 in einer auseinandergezogenen Ansicht. Der Pfeil 3 weist einen als Rohr ausgebildeten Pfeilschaft 4 mit einem ersten Schaftende 5 und einem zweiten Schaftende 6, eine Pfeilspitze 7 am ersten Schaftende 5, ein Endelement 8 am zweiten Schaftende 6 und ein im Pfeilschaft 4 aufgenommenes flexibles Längselement 9 auf, welches eine erste Befestigungsstelle 10 und eine zweite Befestigungsstelle 11 aufweist. Das flexible Längselement 9 kann als Schnur 9a, insbesondere als Angelschnur 9b, ausgebildet sein. Das flexible Längselement 9 verläuft zumindest zwischen der ersten Befestigungsstelle 10 und der zweiten Befestigungsstelle 11, kann sich jedoch über die erste Befestigungsstelle 10 und/oder die zweite Befestigungsstelle 11 hinaus erstrecken. Das flexible Längselement 9 ist an der ersten Befestigungsstelle 10 an der
Pfeilspitze 7 und an der zweiten Befestigungsstelle 11 an einem Haltekörper 12 befestigt. Der Haltekörper 12 dient somit dem Festhalten des flexiblen Längselements 9 an der Abschussvorrichtung 2, auch dann, wenn der Pfeil 3 abgeschossen wurde. Im Beispiel gemäß Fig. 3 ist der Haltekörper 12 das Endelement 8. Das flexible Längselement 9 weist im erstreckten Zustand eine Länge auf, welche größer als ein Abstand zwischen dem ersten Schaftende 5 und dem zweiten Schaftende 6 ist. Damit das flexible Längselement 9 in Folge eines Abschießens der Pfeils 3 aus dem Pfeilschaft 4 herausgezogen wird, ist zwischen dem Endelement 8 und dem zweiten Schaftende 6 eine Verbindungsvorrichtung 13 vorgesehen, welche in einem Zustand, in welchem der Pfeil 3 abgeschossen wurde und das Endelement 8 zurückgehalten wird (siehe z.B. Fig. 2), eine Trennung des Endelements 8 vom zweiten Schaftende 6 freigibt. Um das Endelement 8 im abgeschossenen Zustand des Pfeils 3 an der Abschussvorrichtung 2 zurückzuhalten, ist eine in Fig. 3 nicht dargestellte Rückhaltevorrichtung 14 vorgesehen. Die Verbindungsvorrichtung 13 kann zumindest eine Klebestelle oder zumindest ein Klebeband oder ein für eine Presspassung ausgebildeter ringförmiger Vorsprung sein. Alternativ kann die Verbindungsvorrichtung 13 eine Magnetverbindung oder eine Rastverbindung sein.
[0037] Fig. 7 zeigt im Unterschied zu Fig. 3, in welcher der Haltekörper 12 das Endelement 8 ist, eine Ausführungsform wonach der Haltekörper 12 an der Abschussvorrichtung 2 angeordnet ist. Hierfür ist das flexible Längselement 9 durch eine Ausgabeöffnung 29 im Endelement 8 aus dem Endelement 8 herausgeführt und am Haltekörper 12 befestigt.
[0038] Die Fig. 1, 2, 4, 5 und 8 bis 11 zeigen Beispiele für vier unterschiedliche Rückhaltevorrichtungen 14 und für zwei unterschiedliche Haltekörper 12. Die Rückhaltevorrichtung 14 ist ausgebildet, das Endelement 8 im abgeschossenen Zustand des Pfeils 3 an der Abschussvorrichtung 2 zurückzuhalten. Der Haltekörper 12 ist vorgesehen, das von der Pfeilspitze 7 abgewandte Ende des flexiblen Längselements 9 an einem Abschuss von der Abschussvorrichtung 2 zu hindern.
[0039] Im Beispiel gemäß Fig. 8 ist die Rückhaltevorrichtung 14 das flexible Längselement 9 selbst. Dieses ragt aus dem Pfeilschaft 4 heraus, ist am Endelement 8 fixiert und ist mit einem vom Endelement 8 weiterverlaufenden Endabschnitt 30 zudem an der Abschussvorrichtung 2 befestigt. Beispielsweise ist der aus dem Pfeilschaft 4 herausragende Abschnitt des flexiblen Längselements 9 durch Durchgangsöffnungen 28 im Endelement 8 zumindest einmal hindurchgeführt und tritt über eine Ausgabeöffnung 29 im Endelement 8 aus dem Endelement 8 aus. Der aus der Ausgabeöffnung 29 ausgetretene Endabschnitt 30 ist am Haltekörper 12 befestigt, welcher an der Abschussvorrichtung 2 angeordnet ist. Im Beispiel gemäß Fig. 8 ist somit das flexible Längselement 9 sowohl am Endelement 8 als auch an der Abschussvorrichtung 2 fixiert, womit auch das Endelement 8 über das flexible Längselement 9 an der Abschussvorrichtung 2 fixiert ist.
[0040] Im Beispiel gemäß Fig. 9 ist die Rückhaltevorrichtung 14 ein an der Abschussvorrichtung 2 befestigtes zusätzliches flexibles Längselement 17. Das zusätzliche flexible Längselement 17 kann beispielsweise als Schnur 9a, insbesondere als Angelschnur 9b, als Band oder als Kette ausgebildet sein. Das zusätzliche flexible Längselement 17 ist einerseits am Haltekörper 12 befestigt, welcher an der Abschussvorrichtung 2 angeordnet ist, und andererseits am Endelement 8 befestigt. Somit wird das Endelement 8 durch das zusätzliche flexible Längselement 17 zurückgehalten. Beispielsweise ist das zusätzliche flexible Längselement 17 durch Durchgangsöffnungen 28 im Endelement 8 zumindest einmal hindurchgeführt. Das im Pfeilschaft 4 aufgenommene flexible Längselement 9 endet hingegen im Endelement 8. Somit ist das Endelement 8 über das zusätzliche flexible Längselement 17 an der Abschussvorrichtung 2 befestigt.
[0041] Im Beispiel gemäß den Figuren 1, 2, 10 und 11 ist die Rückhaltevorrichtung 14 eine an der Abschussvorrichtung 2 angeordnete Abstreifvorrichtung 18. Die Abstreifvorrichtung 18 weist in den in den Figuren 1, 2 und 10 dargestellten Beispielen einen Abstreifbügel 21 auf. Die dargestellte Abstreifvorrichtung 18 weist in einer Schussrichtung R des Pfeils 3 eine Durchgangs$ffnung 19 auf. Die Abmessung der Durchgangsöffnung 19 ist in einer Querrichtung Q zur Schussrichtung R größer als ein Außendurchmesser des Pfeilschafts 4 und geringer als eine Erstreckung des Endelements 8 in der selben Querrichtung Q. Somit kann der Pfeilschaft 4 durch die Durch-
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gangsöffnung 19 hindurchgeschossen werden, während das Endelement 8 für einen Durchtritt durch die Durchgangsöffnung 19 zu groß ist und daher vom abgeschossenen Pfeilschaft 4 abgestreift wird.
[0042] Fig. 11 zeigt eine Abstreifvorrichtung 18, welche zumindest einen Abstreifstift 20, im dargestellten Beispiel zwei Abstreifstifte 20, aufweist. Auch im Fall der zwei Abstreifstifte 20 ist die Abmessung der zwischen den Abstreifstiften 20 gebildeten Durchgangsöffnung 19 in Querrichtung Q größer als der Außendurchmesser des Pfeilschafts 4 aber geringer als eine Erstreckung des Endelements 8 in der selben Querrichtung Q.
[0043] Fig. 4 zeigt ein Pfeilwurfgerät 1 bestehend aus einem Pfeilbogen 2b als Abschussvorrichtung 2 und einem damit abschieRbaren Pfeil 3. Am Beispiel gemäß Fig. 4 ist eine Rückhaltevorrichtung 14 gezeigt, welche ein am Endelement 8 angeordneter Haken 31 ist, welcher für einen Eingriff in eine Sehne 26 der Abschussvorrichtung 2, insbesondere des Pfeilbogens 2b, ausgebildet ist.
[0044] Fig. 6 zeigt ein Endelement 8 in einem Längsschnitt und Fig. 12 zeigt eine Pfeilspitze 7 in einem Längsschnitt. Das Endelement 8 kann mit einer Pfeilnocke 22 verbunden sein und insbesondere, wie in den dargestellten Beispielen ersichtlich, einstückig mit der Pfeilnocke 22 ausgebildet sein. Die Pfeilnocke 22 kann eine Vertiefung, vorzugsweise einen Schlitz, zum Eingriff einer Sehne 26 der Abschussvorrichtung 2 aufweisen. Die Pfeilspitze 7 und/oder das Endelement 8 können vom Pfeilschaft 4 abnehmbar und damit wieder verbindbar ausgebildet sein. Das flexible Längselement 9 kann über eine Klemmverbindung 23 an der Pfeilspitze 7 und/oder am Haltekörper 12 befestigt sein.
[0045] Fig. 13 zeigt beispielhaft einen Hilfsstab 24, um welchen das flexible Längselement 9 gewunden ist, welches in Fig. 13 nur unvollständig dargestellt ist. Um den Hilfsstab 24 mit dem flexiblen Längselement 9 in den Pfeilschaft 4 einführen zu können, ist eine aus einem Außendurchmesser des Hilfsstabs 24 und dem zweifachen Durchmesser des flexiblen Längselements 9 gebildete Summe kleiner als ein Innendurchmesser des Pfeilschafts 4.
[0046] Zum Einbringen des flexiblen Längselements 9 in den Pfeilschaft 4 kann der Hilfsstab 24 mit dem darum gewundenen flexiblen Längselement 9 in den Pfeilschaft 4 eingeführt werden und anschließend der Hilfsstab 24 unter Festhalten des flexiblen Längselements 9 aus dem Pfeilschaft 4 wieder herausgezogen werden. Hierdurch verbleibt das flexible Längselement 9 im Pfeilschaft 4. Daraufhin kann die Pfeilspitze 7 an der ersten Befestigungsstelle 10 und der Haltekörper 12 an der zweiten Befestigungsstelle 11 des flexiblen Längselements 9 befestigt werden. Weiters können die Pfeilspitze 7 am ersten Schaftende 5 und das Endelement 8 am zweiten Schaftende 6 montiert werden. Um den Pfeil 3 zu verschießen, wird der somit zusammengesetzte Pfeil 3 oder ein bereits vorab hergestellter Pfeil 3 in die Abschussvorrichtung 2 eingesetzt. Wenn der Haltekörper 12 das Endelement 8 ist und die Rückhaltevorrichtung 14 die Abstreifvorrichtung 18 ist, kann der Pfeil 3 ohne weitere Befestigungsmaßnahmen mit der gespannten Sehne 26 in Eingriff gebracht und der Abzug 27 betätigt werden. Wenn der Haltekörper 12 an der Abschussvorrichtung 2 angeordnet ist, wird vor dem Betätigen des Abzugs 27 das flexible Längselement 9 am Haltekörper 12 befestigt. Wenn die Rückhaltevorrichtung 14 das flexible Längselement 9 ist, wird vor dem Betätigen des Abzugs 27 das flexible Längselement 9 an der Abschussvorrichtung 2 befestigt. Wenn die Rückhaltevorrichtung 14 das zusätzliche flexible Längselement 17 ist, wird vor dem Betätigen des Abzugs 27 das zusätzliche flexible Längselement 17 an der Abschussvorrichtung 2 befestigt. Wenn die Rückhaltevorrichtung 14 der am Endelement 8 angeordnete Haken 31 ist, wird vor dem Betätigen des Abzugs 27 der Haken 31 in die Sehne 26 der Abschussvorrichtung 2 eingehakt.
[0047] Fig. 2 zeigt das Pfeilwurfgerät 1 in einem Zustand, in welchem der Pfeil 3 ein Stück weit abgeschossen wurde. Durch Betätigen des Abzugs 27 wurde der Pfeil 3 in Schussrichtung R beschleunigt. Auf Grund der Rückhaltevorrichtung 14 wird jedoch das Endelement 8 an einer gemeinsamen Bewegung mit der Pfeilspitze 7 und dem Pfeilschaft 4 gehindert, woraufhin sich das Endelement 8 vom Pfeilschaft 4 trennt und das flexible Längselement 9 aus dem Pfeilschaft 9 austreten und sich entfalten kann. Da auch der Haltekörper 12 an der Bewegung mit der Pfeil-
spitze 7 und dem Pfeilschaft 4 gehindert ist, können die abgeschossene Pfeilspitze 7 und der Pfeilschaft 4 über das flexible Längselement 9 wieder eingeholt werden.
[0048] Die Länge des flexiblen Längselements 9 kann beispielsweise zwischen 5 m und 30 m betragen.
[0049] Das Pfeilwurfgerät ist besonders, jedoch keinesfalls ausschließlich, für die Jagd nach Fischen geeignet.

Claims (12)

Patentansprüche
1. Pfeilwurfgerät (1) bestehend aus einer Abschussvorrichtung (2) für Pfeile (3), Insbesondere einer Armbrust (2a) oder einem Pfeilbogen (2b), und zumindest einem mit der Abschussvorrichtung (2) abschießbaren Pfeil (3), welcher Pfeil (3) einen als Rohr ausgebildeten Pfeilschaft (4) mit einem ersten Schaftende (5) und einem zweiten Schaftende (6), eine Pfeilspitze (7) am ersten Schaftende (5), ein Endelement (8) am zweiten Schaftende (6) und ein im Pfeilschaft (4) aufgenommenes flexibles Längselement (9) mit einer ersten Befestigungsstelle (10) und einer zweiten Befestigungsstelle (11) aufweist, welches an der ersten Befestigungsstelle (10) an der Pfeilspitze (7) und an der zweiten Befestigungsstelle (11) an einem Haltekörper (12) befestigt ist und dessen Länge größer als ein Abstand zwischen dem ersten Schaftende (5) und dem zweiten Schaftende (6) ist, wobei zwischen dem Endelement (8) und dem zweiten Schaftende (6) eine Verbindungsvorrichtung (13) vorgesehen ist, welche in einem Zustand, in welchem der Pfeil (3) abgeschossen wurde und das Endelement (8) zurückgehalten wird, eine Trennung des Endelements (8) vom zweiten Schaftende (6) freigibt, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rückhaltevorrichtung (14) vorgesehen ist, welche ausgebildet ist, das Endelement (8) im abgeschossenen Zustand des Pfeils (3) an der Abschussvorrichtung (2) zurückzuhalten.
2. Pfeilwurfgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltekörper (12) das Endelement (8) ist oder an der Abschussvorrichtung (2) angeordnet ist.
3. Pfeilwurfgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltevorrichtung (14) das flexible Längselement (9) ist und dieses aus dem Pfeilschaft (4) herausragt und an der Abschussvorrichtung (2) befestigt ist, oder ein an der Abschussvorrichtung (2) befestigtes zusätzliches flexibles Längselement (17) ist, über welches flexible Längselement (9) oder zusätzliche flexible Längselement (17) das Endelement (8) an der Abschussvorrichtung (2) befestigt ist.
4. Pfeilwurfgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltevorrichtung (14) eine an der Abschussvorrichtung (2) angeordnete Abstreifvorrichtung (18) mit einer in einer Schussrichtung (R) des Pfeils (3) angeordneten Durchgangsöffnung (19) ist, deren Abmessung in einer Querrichtung (Q) zur Schussrichtung (R) größer als ein AuBendurchmesser des Pfeilschafts (4) ist und geringer als eine Erstreckung des Endelements (8) in der selben Querrichtung (Q) ist.
5. Pfeilwurfgerät (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreifvorrichtung (18) zumindest einen Abstreifstift (20) oder einen Abstreifbügel (21) aufweist.
6. Pfeilwurfgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltevorrichtung (14) ein am Endelement (8) angeordneter Haken (31) ist, welcher für einen Eingriff in eine Sehne (26) der Abschussvorrichtung (2) ausgebildet ist.
7. Pfeilwurfgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Endelement (8) mit einer Pfeilnocke (22) verbunden ist und insbesondere einstückig mit der Pfeilnocke (22) ausgebildet ist.
8. Pfeilwurfgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Längselement (9) und/oder das zusätzliche flexible Längselement (17) als Schnur (9a), insbesondere als Angelschnur (9b), ausgebildet ist.
9. Pfeilwurfgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Pfeilspitze (7) und/oder das Endelement (8) vom Pfeilschaft (4) abnehmbar und damit wieder verbindbar ausgebildet sind.
10. Pfeilwurfgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Längselement (9) über eine Klemmverbindung (23) an der Pfeilspitze (7) und/oder am Haltekörper (12) befestigt ist.
11. Pfeilwurfgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (13) zumindest eine Klebestelle oder zumindest ein Klebeband oder
ein für eine Presspassung ausgebildeter ringförmiger Vorsprung ist.
12. Pfeilwurfgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hilfsstab (24) vorgesehen ist, wobei eine aus einem Außendurchmesser des Hilfsstabs (24) und dem zweifachen Durchmesser des flexiblen Längselements (9) gebildete Summe kleiner als ein Innendurchmesser des Pfeilschafts (4) ist.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
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