AT528695A1 - Verfahren zur Ansteuerung motorisch bewegter Scheinwerfer - Google Patents
Verfahren zur Ansteuerung motorisch bewegter ScheinwerferInfo
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Abstract
Verfahren zur Ansteuerung motorisch bewegter Scheinwerfer (1), die Teil einer Lichtinstallation zur Erzeugung von Lichteffekten sind, umfassend die Schritte: Entgegennahme oder Bestimmung, durch eine elektronische Datenverarbeitungseinheit (3), eines globalen Koordinatensystems umfassend Idealpositionen und Idealorientierungen F (x, y, z, α, β, ) der Scheinwerfer (1), Entgegennahme oder Bestimmung, durch die Datenverarbeitungseinheit (3), der Realpositionen F‘ (x‘, y‘, z‘, α‘, β‘, ‘) der Scheinwerfer (1) im globalen Koordinatensystem, Bereitstellung, durch die Datenverarbeitungseinheit (3), idealer Ansteuerwerte R (p, t) für jeden Scheinwerfer (1) gemäß einer vordefinierten Abfolge von Lichteffekten,
Description
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ansteuerung motorisch bewegter Scheinwerfer, die Teil einer Lichtinstallation zur Erzeugung von Lichteffekten sind.
[0002] In der Veranstaltungstechnik sind Scheinwerfer bekannt, die über einem Untergrund, beispielsweise einer Bühne, angeordnet sind und auf dem Untergrund einen beleuchteten Bereich erzeugen.
[0003] Insbesondere sind motorisch bewegte Scheinwerfer (sogenannte Moving Head bzw. kopfbewegte Scheinwerfer) bekannt, die entlang zweier Achsen motorisch drehbar bzw. schwenkbar angeordnet sind. Bei den beiden Achsen handelt es sich um eine parallel zum Untergrund verlaufende Tilt-Achse und eine normal auf den Untergrund verlaufende Pan-Achse. Der Scheinwerfer ist entlang der Pan-Achse meist um bis zu 540° drehbar, und entlang der Tilt-Achse meist um bis zu 270° schwenkbar. Durch Einstellung der Pan- und Tilt-Werte lässt sich vorzugsweise jeder Punkt auf der Bühne beleuchten.
[0004] Derartige Scheinwerfer erlauben auch die Erstellung digitaler Lichtshows. Dabei werden virtuelle 3D-Modelle des Bühnenraums erstellt, wobei der Bühnenraum idealisiert dargestellt wird: alle Bühnenkonstruktionen sind korrekt rechtwinklig, Säulen stehen senkrecht, die Scheinwerfer sind perfekt horizontal befestigt und weisen keinerlei Fehlausrichtungen auf.
[0005] Die Lichtshow wird in einer derart idealisierten Umgebung vorab durch Programmierung aufeinanderfolgender Ansteuerwerte R(p, t) für jeden Scheinwerfer entworfen, wobei p den PanWert und t den Tilt-Wert des Scheinwerfers bezeichnet. Ein Ansteuerwert R ist somit jeweils ein Tupel aus zwei Zahlen, dem Pan-Wert und dem Tilt-Wert des Scheinwerfers. In der Show werden die Scheinwerfer nacheinander entsprechend ihren Ansteuerwerten R(p, t) und anderen Parametern wie Farbe und Helligkeit aktiviert und erzeugen die Bilder der Lichtshow.
[0006] Die reale Welt einer Bühne ist jedoch nicht perfekt, da Bühnenkonstruktionen nicht perfekt rechtwinklig sind, Säulen schief stehen und Scheinwerferträger sich unter der Last der Scheinwerfer verbiegen. Deshalb sind die montierten Scheinwerfer nie exakt so positioniert wie in den computergenerierten Plänen. Sie hängen nie absolut waagerecht und sind auch in der Ausrichtung leicht verdreht.
[0007] Werden nun Scheinwerfer in der realen Welt mit Ansteuerwerten R(p, t) angesteuert, die aus einer perfekten Computer-Visualisierung stammen, ergibt sich ein anderes Lichtbild, das sich stark von der programmierten Visualisierung unterscheiden kann. Diese Fehler müssen auf der realen Bühne mit hohem Zeitaufwand manuell korrigiert werden. Scheinwerfer müssen zeitaufwändig einzeln in ihren Pan/Tilt-Werten korrigiert werden, um auf der realen Bühne ein möglichst ähnliches Lichtbild wie in der Computersimulation zu erhalten.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, diese und andere Probleme zu beheben und ein automatisches Verfahren bereitzustellen, um für jeden montierten Scheinwerfer einer Lichtshow korrigierte Ansteuerwerte bereitzustellen, um die Differenzen zwischen der realen Welt und dem idealisierten Entwurf auszugleichen und ein möglichst identisches Lichtbild wie in der Computersimulation zu erzeugen.
[0009] Diese und andere Aufgaben werden mit einem Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0010] Ein erfindungsgemäßes Verfahren ist zur Ansteuerung motorisch bewegter Scheinwerfer, die Teil einer Lichtinstallation zur Erzeugung von Lichteffekten sind, ausgebildet.
[0011] Bei den Scheinwerfern handelt es sich erfindungsgemäß um Scheinwerfer, die um eine Pan-Achse durch Eingabe von Pan-Werten drehbar und um eine Tilt-Achse durch Eingabe von Tilt-Werten schwenkbar sind. Ausgehend von der Position des Scheinwerfers bestimmt ein Ansteuerwert R(p, t) somit jene Richtung, in die der Scheinwerfer strahlt.
[0012] Ein erfindungsgemäß es Verfahren umfasst die folgenden Schritte: In einem ersten Schritt erfolgt die Entgegennahme oder Bestimmung, durch eine elektronische Datenverarbeitungseinheit, eines globalen Koordinatensystems umfassend Idealpositionen und
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Idealorientierungen F = (x, y, z, «, ß, y) der Scheinwerfer. Die Winkel «, ß, y stellen dabei die Eulerwinkel der Scheinwerfer dar, definieren also die Orientierung des Scheinwerfers. Dieses globale Koordinatensystem mit den Idealpositionen und Idealorientierungen der Scheinwerfer wird vorab erstellt, als Teil eines Programms auf einem Datenträger gespeichert und der Datenverarbeitungseinheit vor Ort zur Verfügung gestellt. Bei der Datenverarbeitungseinheit kann es sich um einen PC handeln, der mit Schnittstelleneinrichtungen zur Ansteuerung einer Lichtinstallation umfassend die motorisch bewegten Scheinwerfer ausgestattet ist.
[0013] In einem weiteren Schritt erfolgt die Entgegennahme oder Bestimmung, durch die Datenverarbeitungseinheit, der Realpositionen und Realorientierungen F* = (x‘, y‘, z‘, «, ß‘, y‘) der Scheinwerfer im selben globalen Koordinatensystem. Diese Positionsbestimmung kann auf manuelle oder automatische Weise erfolgen. Dabei ist darauf zu achten, dass Ursprung, Maßstab, Drehrichtung und Orientierung des Koordinatensystems der realen Bühne mit dem Koordinatensystem der Computervisualisierung übereinstimmen.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren geht also davon aus, dass die idealen Positionen und Orientierungen sowie die realen Positionen und Orientierungen der Scheinwerfer im globalen Koordinatensystem der Bühne bekannt sind. Die realen Positionen und Orientierungen der Scheinwerfer weichen jedoch aufgrund von Ungenauigkeiten bei der Montage von den idealen Positionen und Orientierungen in der vorab erstellten Computersimulation ab.
[0015] In einem weiteren Schritt erfolgt die Entgegennahme oder Bereitstellung, durch die Datenverarbeitungseinheit, vordefinierter idealer Ansteuerwerte R (p, t) für jeden Scheinwerfer gemäß einer programmierten Abfolge von Lichteffekten. Die Ansteuerung der Scheinwerfer erfolgt dabei über die Bereitstellung von Panwerten p und Tiltwerten t in einem Polarkoordinatensystem. Dabei bildet der Mittelpunkt der Drehachsen des Scheinwerferkopfes den Ursprung des Polarkoordinatensystems. Die ideale Lage des Ursprungs für den Scheinwerfer und dessen Orientierung ist durch seine Idealkoordinaten F (x, y, z, «, ß, v) im globalen Koordinatensystem gegeben.
[0016] Die programmgemäße Abfolge von idealen Ansteuerwerten R (p, t) kann Teil eines vordefinierten Programms zur Ansteuerung der Scheinwerfer sein, welches der Datenverarbeitungseinheit über einen Datenträger zur Verfügung gestellt wird. Die idealen Ansteuerwerte R (p, t) definieren Strahlwinkel über einen pan-Wert p und einen tilt-Wert t für den motorisch bewegten Scheinwerfer. Der so angesteuerte Scheinwerfer strahlt Licht in diese Richtung. Ein entsprechendes Programm kann neben den idealen Ansteuerwerten R (p, t) weitere Parameter aufweisen, insbesondere Farbe und Helligkeit des Scheinwerfers, oder die Zeitdauer des entsprechenden Lichteffekts.
[0017] Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass durch die Datenverarbeitungseinheit für jeden Scheinwerfer ein spezifisches Korrekturwert-Tupel AR (Ap, At) berechnet wird, um bei der Ansteuerung des Scheinwerfers die Ungenauigkeiten bei der Positionierung auszugleichen. Den Scheinwerfern werden also nicht die programmgemäß vordefinierten idealen Ansteuerwerte R (p, t) bereitgestellt, sondern korrigierte Ansteuerwerte R‘ = R (p, t) - AR (p, t). Damit wird erreicht, dass Ungenauigkeiten bei der Montage der Scheinwerfer ausgeglichen werden, ohne dass das gespeicherte Programm selbst geändert werden muss. Die Datenverarbeitungseinheit passt also die gespeicherte Lichtshow an die tatsächlichen räumlichen Gegebenheiten vor Ort an.
[0018] Erfindungsgemäß wird das Korrekturwert-Tupel AR (Ap, At) für jeden Scheinwerfer aus der Differenz zwischen den idealen und den realen Ansteuerwerten für einen spezifisch gewählten, künstlichen Zielpunkt P berechnet.
[0019] Dafür wird zunächst ein künstlicher Zielpunkt P (x, y, z) eingeführt. Der künstliche Zielpunkt P wird ausgehend von der Idealposition und Idealorientierung F des Scheinwerfers auf einer Geraden in Richtung eines bereitgestellten idealen Ansteuerwertes Rigeal (p, t) In einer beliebigen Distanz k definiert. Die Distanz k kann frei gewählt werden; beispielsweise ist die Distanz k der mittlere Abstand der Realposition F‘ des jeweiligen Scheinwerfers von bekannten Punkten des Untergrunds, auf die der Scheinwerfer leuchtet oder leuchten soll.
[0020] Danach werden jene realen Ansteuerwerte R;ıeai (p, t) bestimmt, die den Scheinwerfer aus-
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gehend von seiner Realposition F‘ auf diesen künstlichen Zielpunkt P richten würden. Dies kann erreicht werden, indem durch den Zielpunkt P eine gedachte Linie zur Realposition F‘ gezogen wird und jene Ansteuerwerte R;ıeai (p, t) bestimmt werden, die den Scheinwerfer in diese gedachte Linie drehen. Die Ansteuerwerte Rıeaı (p, t) würden also auch den realen Scheinwerfer auf den künstlichen Zielpunkt P richten.
[0021] Die Korrekturwerte AR (Ap, At) des Scheinwerfers werden dann aus der Differenz zwischen dem idealen Ansteuerwert Rigea UNd dem entsprechend festgestellten realen Ansteuerwert Rreai für den künstlichen Zielpunkt P berechnet, beispielsweise in der Form AR (Ap, At) = Rideal (P, t) — Rıeal (p, ).
[0022] Für jeden Scheinwerfer werden danach korrigierte Ansteuerwert R‘ (p, t) = R (p, t) - AR (Ap, At) berechnet und dem jeweiligen Scheinwerfer bereitgestellt. Dadurch werden die Fehler bei der Positionierung und Einrichtung der Scheinwerfer korrigiert und es kann ein identisches Lichtbild wie im Programm vorgesehen erzeugt werden.
[0023] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass das Verfahren für mehrere Scheinwerfer einer Bühneninstallation in sequenzieller Abfolge durchgeführt wird.
[0024] Die Erfindung betrifft ferner ein computerlesbares Speichermedium, umfassend ein Computerprogramm, das eine elektronische Datenverarbeitungseinheit dazu veranlasst, ein erfindungsgemäßes Verfahren auszuführen.
[0025] Das Computerprogramm kann beispielsweise eine Smartphone-App oder ein Programm auf einem PC oder Server sein, welches den Ablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens steuert. Das Computerprogramm kann die Scheinwerfer mit den korrigierten Ansteuerwerten ansteuern, um die Lichtshow auf der Bühne zu erzeugen.
[0026] Die Erfindung betrifft ferner ein Computerprogramm mit Anweisungen, die, wenn das Programm von einer Datenverarbeitungseinheit ausgeführt wird, die Datenverarbeitungseinheit dazu veranlassen, ein erfindungsgemäßes Verfahren auszuführen.
[0027] Die Erfindung betrifft ferner eine Datenverarbeitungseinheit, insbesondere einen Computer, mit Mitteln, die zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens ausgebildet sind.
[0028] Weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben sich aus den Patentansprüchen, den Figuren und der nachfolgenden Figurenbeschreibung.
[0029] Die Erfindung wird nun anhand eines nicht-ausschließlichen Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigen:
[0030] Fig. 1 ein schematisches Diagramm des Datenflusses von der Datenverarbeitungseinheit zu den Scheinwerfern;
[0031] Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Scheinwerfers über einer Bühne bei der Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0032] Fig. 1 zeigt ein schematisches Diagramm des Datenflusses von der Datenverarbeitungseinheit 3 zu drei unabhängigen, motorisch bewegten Scheinwerfern 1. Die Datenverarbeitungseinheit 3 ist als PC ausgebildet, der über eine (nicht dargestellte) Schnittstelleneinheit mit den motorisch bewegten Scheinwerfern verbunden ist. Die Steuerung der Scheinwerfer 1 erfolgt über die Definition der beiden Ansteuerwerte Pan p und Tilt t im Polarkoordinatensystem.
[0033] Dabei bildet der Mittelpunkt der Drehachsen des Scheinwerferkopfes den Ursprung des Polarkoordinatensystems. Die ideale Lage des Ursprungs und Orientierung des Scheinwerfers ist durch die Koordinaten F (x, y, z, a, ß, Y) Im vordefinierten Programm gegeben.
[0034] Die Datenverarbeitungseinheit 3 erhält von einer externen Quelle, beispielsweise einem Datenträger, ein Programm mit einer Liste von vordefinierten idealen Positionen und idealen Orientierungen Fi; (x, y, z, a, ßB, v) der drei Scheinwerfer 1, sowie ein Programm mit einer zeitlichen Abfolge von Ansteuerwerten Rı (p, t), R2 (p, t) und Rz (p, t) für jeden der drei Scheinwerfer 1.
[0035] Ferner erhält die Datenverarbeitungseinheit 3 von einer externen Quelle, beispielsweise 418
einer externen Positionsbestimmungseinheit, eine Liste von realen Positionen und realen Orientierungen Fi (x‘, y‘, z‘, a‘, B‘, v‘) der drei Scheinwerfer 1. In Folge berechnet die Datenverarbeitungseinheit unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens korrigierte Ansteuerwerte Ri‘ (p, ) = Ri (p. U) - AR; (p, t) und stellt diese den Scheinwerfern 1 zur Verfügung. Die Datenverarbeitungseinheit 3 berechnet dabei für jeden Scheinwerfer 1 ein Korrekturwert-Tupel AR; (Ap, At) aus der Differenz zwischen bereitgestellten idealen und berechneten realen Ansteuerwerten für einen spezifisch gewählten, künstlichen Zielpunkt P.
[0036] Fig. 2 ist eine schematische Darstellung eines Scheinwerfers über einer Bühne bei der Durchführung eines erfindungsgemäß en Verfahrens. Gezeigt ist ein Untergrund 2, beispielsweise eine Theaterbühne, und ein über dem Untergrund 3 montierter Scheinwerfer 1. Der Scheinwerfer 1 ist um zwei, normal aufeinander stehende Achsen schwenkbar. Entlang der schematisch angedeuteten Pan-Achse ist der Scheinwerfer um etwa 540° drehbar. Entlang der schematisch angedeuteten Tilt-Achse ist der Scheinwerfer um 180° schwenkbar. Durch Drehung in der Pan- und Tilt-Achse kann der Scheinwerfer 1 jeden Punkt auf dem Untergrund 2 beleuchten. Der mögliche Wertebereich der Pan- und Tilt-Werte ist in der betrachteten Ausführungsform 0 bis 65536 Ticks. Vom Pan- Wert 0 bis zum Pan-Wert 65536 vollführt der Scheinwerfer also eine Drehung um die Pan-Achse von etwa 540°.
[0037] Der Scheinwerfer 1 ist mit einer (nicht dargestellten) Datenverarbeitungseinheit 3 analog zu Fig. 1 verbunden. Die Datenverarbeitungseinheit verfügt über (nicht dargestellte) Schnittstelleneinheiten zur Steuerung des Scheinwerfers 1. Die Datenverarbeitungseinheit 3 enthält ein globales Koordinatensystem (x, y, z) mit der Idealposition und Idealorientierung F (x, y, z, a, ß, Y) des Scheinwerfer 1 relativ zum Untergrund 2.
[0038] Ferner kennt die Datenverarbeitungseinheit 3 die Realposition F* (x‘, y‘, z‘, a‘, R‘, y‘) des Scheinwerfers 1 im globalen Koordinatensystem. Diese beiden Positionen F und F‘ unterscheiden sich durch einen dreidimensionalen Differenzvektor. Die Datenverarbeitungseinheit 3 berechnet ein Korrekturwert-Tupel AR (Ap, At) unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens und stellt dem Scheinwerfer 1 korrigierte Ansteuerwerte R‘ = R - AR bereit.
[0039] Es wird zunächst ein künstlicher Zielpunkt P (x, y, z) definiert. Der Zielpunkt P wird ausgehend von der Idealposition und Idealorientierung F (x, y, z, a, B, y) des Scheinwerfers 1 in einer Distanz k auf jener Geraden definiert, welche ausgehend von F in Richtung eins idealen Ansteuerwertes Rideal (P, t) verläuft. Die Distanz k kann frei gewählt werden; beispielsweise ist die Distanz k der mittlere Abstand der Realposition F‘ des Scheinwerfers von bekannten Punkten des Untergrunds auf welche der Scheinwerfer leuchten soll.
[0040] Danach wird von der realen Position des Scheinwerfers F‘ (x‘, y‘, z‘, a‘, R‘, y‘) eine Gerade durch den so ermittelten Zielpunkt P gelegt. Die Ansteuerwerte Rıeal (p, t) sind dann jene Werte, welche notwendig sind, um diesen realen Scheinwerfer 1 ausgehend von der Realposition F‘ auf diesen künstlichen Zielpunkt P zu richten.
[0041] Die in Fig. 2 schematisch angedeuteten Korrekturwerte AR (Ap, At) werden also für jeden Scheinwerfer als Differenz zwischen den idealen Ansteuerwerten Ridgeal (pP, t) und den berechneten realen Ansteuerwerten Rıeal (p, t) des künstlichen Zielpunkts P berechnet.
[0042] In Folge werden beim Ablauf der Lichtshow die programmgemäß von der Datenverarbeitungseinheit 3 oder einem Datenträger zur Verfügung gestellten Ansteuerwerte R (p, t) für jeden Scheinwerfer 1 durch einen, für diesen Scheinwerfer 1 vorab bestimmten Korrekturvektor AR korrigiert, sodass der erzeugte Lichteffekt an die realen örtlichen Gegebenheiten angepasst ist.
Patentansprüche
1. Verfahren zur Ansteuerung motorisch bewegter Scheinwerfer (1), die Teil einer Lichtinstallation zur Erzeugung von Lichteffekten sind, umfassend die folgenden Schritte:
a. Entgegennahme oder Bestimmung, durch eine elektronische Datenverarbeitungseinheit (3), eines globalen Koordinatensystems umfassend Idealpositionen und Idealorientierungen F (x, y, z, «, ß, y) der Scheinwerfer (1),
b. Entgegennahme oder Bestimmung, durch die Datenverarbeitungseinheit (3), der Realpositionen und Realorientierungen F‘ (x‘, y‘, z‘, a‘, ß‘, y‘) der Scheinwerfer (1) im globalen Koordinatensystem,
c. Entgegennahme oder Bereitstellung, durch die Datenverarbeitungseinheit (3), idealer Ansteuerwerte R (p, t) für jeden Scheinwerfer (1) gemäß einer vordefinierten Abfolge von Lichteffekten,
dadurch gekennzeichnet, dass
d. die Datenverarbeitungseinheit (3) für jeden Scheinwerfer (1) Korrekturwerte AR (Ap, At) berechnet und jedem Scheinwerfer (1) korrigierte Ansteuerwerte R‘= RR (p, t) - AR (Ap, At) bereitstellt, wobei
e. ideale Ansteuerwerte Rigea (p, t) herangezogen werden, um den Scheinwerfer (1) ausgehend von seiner Idealposition und Idealorientierung F auf einen künstlichen Zielpunkt P (x, y, z) in einer beliebigen Distanz k zu richten, und
f. jene realen Ansteuerwerte Rıeai (p, t) bestimmt werden, die den Scheinwerfer (1) ausgehend von der Realposition F‘ auf diesen künstlichen Zielpunkt P richten, und wobei
g. als Korrekturwerte AR für jeden Scheinwerfer (1) die Differenz zwischen Ridgeaı und Rreaiı für den künstlichen Zielpunkt P berechnet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanz k der mittlere Abstand der Realposition F‘ des jeweiligen Scheinwerfers (1) von bekannten Punkten eines Untergrunds (2) ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren für mehrere Scheinwerfer (1) einer Bühneninstallation in sequenzieller Abfolge durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die idealen Ansteuerwerte R (p, t) für jeden Scheinwerfer (1) einem vordefinierten Programm zur Ansteuerung der Scheinwerfer (1) zur Erzeugung einer Lichtshow entnommen werden.
5. Computerlesbares Speichermedium, umfassend ein Computerprogramm, das eine elektronische Datenverarbeitungseinheit (3) dazu veranlasst, ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 auszuführen.
6. Computerprogramm mit Anweisungen, die, wenn das Programm von einer Datenverarbeitungseinheit (3) ausgeführt wird, die Datenverarbeitungseinheit (3) dazu veranlassen, ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 auszuführen.
7. Datenverarbeitungseinheit (3), insbesondere Computer, mit Mitteln, die zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4 ausgebildet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Verfahren zur Ansteuerung motorisch bewegter Scheinwerfer (1), die Teil einer Lichtinstallation zur Erzeugung von Lichteffekten sind, umfassend die folgenden Schritte:
a. Entgegennahme oder Bestimmung, durch eine elektronische Datenverarbeitungseinheit (3), eines globalen Koordinatensystems umfassend Idealpositionen und Idealorientierungen F (x, y, z, «, ß, y) der Scheinwerfer (1),
b. Entgegennahme oder Bestimmung, durch die Datenverarbeitungseinheit (3), der Realpositionen und Realorientierungen F‘ (x‘, y‘, z‘, a‘, ß‘, y‘) der Scheinwerfer (1) im globalen Koordinatensystem,
c. Entgegennahme oder Bereitstellung, durch die Datenverarbeitungseinheit (3), von Ansteuerwerten R (p, t) für jeden Scheinwerfer (1) gemäß einer vordefinierten Abfolge von Lichteffekten,
dadurch gekennzeichnet, dass
d. die Datenverarbeitungseinheit (3) für jeden Scheinwerfer (1) Korrekturwerte AR (Ap, At) berechnet und jedem Scheinwerfer (1) korrigierte Ansteuerwerte R‘ = Rigeal (PD, t) AR (Ap, At) bereitstellt, wobei
e. ideale Ansteuerwerte Rigea (p, t) herangezogen werden, um den Scheinwerfer (1) ausgehend von seiner Idealposition und Idealorientierung F auf einen künstlichen Zielpunkt P (x, y, z) in einer beliebigen Distanz k zu richten, und
f. jene realen Ansteuerwerte Rıeai (p, t) bestimmt werden, die den Scheinwerfer (1) ausgehend von der Realposition F‘ auf diesen künstlichen Zielpunkt P richten, und wobei
g. als Korrekturwerte AR für jeden Scheinwerfer (1) die Differenz zwischen Ridgeaı und Rreaiı für den künstlichen Zielpunkt P berechnet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanz k der mittlere Abstand der Realposition F‘ des jeweiligen Scheinwerfers (1) von bekannten Punkten eines Untergrunds (2) ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren für mehrere Scheinwerfer (1) einer Bühneninstallation in sequenzieller Abfolge durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerwerte R (p, t) für jeden Scheinwerfer (1) einem vordefinierten Programm zur Ansteuerung der Scheinwerfer (1) zur Erzeugung einer Lichtshow entnommen werden.
5. Datenverarbeitungseinheit (3), insbesondere Computer, mit Mitteln, die zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4 ausgebildet sind.
6. Computerprogramm mit Anweisungen, die, wenn das Programm von einer Datenverarbeitungseinheit (3) ausgeführt wird, die Datenverarbeitungseinheit (3) dazu veranlassen, ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 auszuführen.
7. Computerlesbares Speichermedium, umfassend ein Computerprogramm, das eine elektronische Datenverarbeitungseinheit (3) dazu veranlasst, ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 auszuführen.
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50817/2024A AT528695A1 (de) | 2024-10-14 | 2024-10-14 | Verfahren zur Ansteuerung motorisch bewegter Scheinwerfer |
| PCT/AT2025/060380 WO2026080958A1 (de) | 2024-10-14 | 2025-10-08 | Verfahren zur ansteuerung motorisch bewegter scheinwerfer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50817/2024A AT528695A1 (de) | 2024-10-14 | 2024-10-14 | Verfahren zur Ansteuerung motorisch bewegter Scheinwerfer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT528695A1 true AT528695A1 (de) | 2026-04-15 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATA50817/2024A AT528695A1 (de) | 2024-10-14 | 2024-10-14 | Verfahren zur Ansteuerung motorisch bewegter Scheinwerfer |
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| US20200184222A1 (en) * | 2018-12-10 | 2020-06-11 | Electronic Theatre Controls, Inc. | Augmented reality tools for lighting design |
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2024
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2025
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Also Published As
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