AT528761A1 - Aufspannplatte für eine Druckgussvorrichtung sowie Set, aufweisend eine solche - Google Patents
Aufspannplatte für eine Druckgussvorrichtung sowie Set, aufweisend eine solcheInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Aufspannplatte (2) für eine Druckgussvorrichtung (1) zur Herstellung eines metallischen Formteils, um ein erstes Gießformteil (4) einer mehrteiligen Gießform (3) der Druckgussvorrichtung (1) starr mit der Aufspannplatte (2) zu verbinden, wobei die Aufspannplatte (2) einen durch die Aufspannplatte (2) hindurchführenden Durchgang (6) aufweist, um Gießmaterial von einer Füllkammer (10) der Druckgussvorrichtung (1) durch den Durchgang (6) in die Gießform (3) zu pressen. Um eine leichte Umrüstbarkeit zur Durchführung eines Thixomoldingverfahrens zu erreichen, weist die Aufspannplatte (2) einen quer, insbesondere orthogonal, zum Durchgang (6) orientierten Zufuhrkorridor (7) aufweist, wobei der Durchgang (6) und der Zufuhrkorridor (7) über einen Freiraum (9) der Aufspannplatte (2) verbunden sind, um, insbesondere wahlweise, thixotropes Material als Gießmaterial über den Zufuhrkorridor (7), und insbesondere über den Durchgang (6), in die Füllkammer (10) zu fördern. Weiter betrifft die Erfindung ein Set mit einer Aufspannplatte (2), eine Druckgussvorrichtung (1) mit einer Aufspannplatte (2) sowie ein Verfahren zur Herstellung eines metallischen Formteils mit einer Druckgussvorrichtung (1).
Description
AUFSPANNPLATTE FÜR EINE DRUCKGUSSVORRICHTUNG SOWIE SET, AUFWEISEND EINE SOLCHE
[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufspannplatte für eine Druckgussvorrichtung zur Herstellung eines metallischen Formteils, um ein erstes Gießformteil einer mehrteiligen Gießform der Druckgussvorrichtung starr mit der Aufspannplatte zu verbinden, wobei die Aufspannplatte einen durch die Aufspannplatte hindurchführenden Durchgang aufweist, um GieRßmaterial von einer Füllkammer der Druckgussvorrichtung durch den Durchgang in die Gießform zu pressen.
[0002] Weiter betrifft die Erfindung ein Set, aufweisend eine Aufspannplatte für eine Druckgussvorrichtung, um ein erstes Gießformteil einer mehrteiligen Gießform der Druckgussvorrichtung starr mit der Aufspannplatte zu verbinden, wobei die Aufspannplatte einen durch die Aufspannplatte hindurchführenden Durchgang aufweist, um Gießmaterial von einer Füllkammer der Druckgussvorrichtung durch den Durchgang in die Gießform zu pressen.
[0003] Weiterhin betrifft die Erfindung eine Druckgussvorrichtung zur Herstellung eines metallischen Formteils, wobei die Druckgussvorrichtung eine Füllkammer, einen in der Füllkammer bewegbaren Presskolben, eine Aufspannplatte und ein mit der Aufspannplatte verbundenes erstes Gießformteil einer mehrteiligen Gießform der Druckgussvorrichtung aufweist, wobei die Aufspannplatte einen durch die Aufspannplatte hindurchführenden Durchgang aufweist, um Gießmaterial mit dem Presskolben von der Füllkammer durch den Durchgang hindurch in die Gießform zu pressen.
[0004] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines metallischen Formteils mit einer Druckgussvorrichtung.
[0005] Aus dem Stand der Technik sind Druckgussvorrichtungen zur Herstellung von metallischen Formteilen bekannt, wobei in einer Füllkammer bereitgestelltes flüssiges GieRßmaterial mit einem Presskolben unter Druck in eine mehrteilige Gießform gepresst und in dieser zur Bildung des Formteils erstarren gelassen wird. Die Gießform umfasst üblicherweise ein an einer Aufspannplatte starr montiertes erstes Gießformteil und ein relativ zur Aufspannplatte bewegbares zweites Gießformteil, um mit Bewegen des zweiten Gießformteils die Gießform für eine Entnahme des Formteils nach dessen Erstarrung zu öffnen. Zur Herstellung des Formteils wird üblicherweise das GieRßmaterial von der Füllkammer durch einen Durchgang der Aufspannplatte hindurch in eine Kavität der geschlossenen Gießform gepresst. Auf diese Weise können Formteile mit kurzen Taktzeiten, insbesondere für eine Serienproduktion, hergestellt werden.
[0006] Bekannt sind auch Thixomoldingverfahren, wobei ähnlich einem Druckgussverfahren GieRmaterial in einer Füllkammer bereitgestellt wird, um dieses in eine mehrteilige Gießform zu pressen, wobei das Gießmaterial, in der Regel eine Magnesiumbasislegierung, üblicherweise mit einer Schnecke unter Scherbelastung des Gießmaterials in einen thixotropen Zustand gebracht wird, wobei typischerweise in einem Temperaturbereich zwischen einer Solidustemperatur und einer Liquidustemperatur des Gießmaterials gearbeitet wird. Das thixotrope Material wird häufig durch eine Vorwärtsbewegung der Schnecke in die Gießform gebracht. Formteile können auf diese Weise mit hoher Präzision und Qualität hergestellt werden. Eine Aufbereitung, Bereitstellung und Pressen in die Gießform des thixotropen Gießmaterials erfordert allerdings im Vergleich zu einem klassischen Druckgussverfahren in der Regel eine komplexere Verfahrensführung und einen aufwendigeren Aufbau.
[0007] Hier setzt die Erfindung an. Aufgabe der Erfindung ist es, eine Aufspannplatte der eingangs genannten Art anzugeben, mit welcher eine Druckgussvorrichtung leicht derart umrüstbar ist, dass mit dieser praktikabel ein Thixomoldingverfahren betrieben werden kann, und insbesondere wahlweise ein Druckgussverfahren betrieben werden kann.
[0008] Weiter ist es ein Ziel der Erfindung, ein Set der eingangs genannten Art anzugeben, mit welcher eine Druckgussvorrichtung leicht derart umrüstbar ist, dass mit dieser praktikabel ein Thixomoldingverfahren betrieben werden kann, und insbesondere wahlweise ein Druckgussver-
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fahren betrieben werden kann.
[0009] Weiterhin ist es ein Ziel der Erfindung, eine Druckgussvorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, mit welcher praktikabel ein Thixomoldingverfahren betrieben werden kann.
[0010] Des Weiteren ist es eine Zielsetzung der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung eines Formteils mit einer Druckgussvorrichtung anzugeben, mit welchem mittels Thixomolding gebildete Formteile hoher Qualität herstellbar sind.
[0011] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei einer Aufspannplatte der eingangs genannten Art die Aufspannplatte einen quer, insbesondere orthogonal, zum Durchgang orientierten Zufuhrkorridor aufweist, wobei der Durchgang und der Zufuhrkorridor über einen Freiraum der Aufspannplatte verbunden sind, um, insbesondere wahlweise, thixotropes Material als Gießmaterial über den Zufuhrkorridor, und insbesondere über den Durchgang, in die Füllkammer zu fördern.
[0012] Auf diese Weise wird eine Aufspannplatte bereitgestellt, welche mit Ersetzen einer Aufspannplatte einer umzurüstenden Druckgussvorrichtung auf einfache Weise ermöglicht, mit der Druckgussvorrichtung ein Thixomoldingverfahren umzusetzen. Indem die Aufspannplatte zusätzlich zum üblichen Durchgang der Aufspannplatte den Zufuhrkorridor zum Zuführen von thixotropem Material als Gießmaterial aufweist, kann das Thixomoldingverfahren mit der Druckgussvorrichtung ohne wesentliche Reduzierung eines Platzes auf einer der gießformzugewandten Rückseite der Aufspannplatte, welcher Platz üblicherweise für eine effiziente Öffnungsbewegung der Gießformteile benötigt wird, und/oder ohne wesentliche Reduzierung eines Platzes auf einer der Rückseite gegenüberliegenden Vorderseite der Aufspannplatte, welcher Platz üblicherweise für eine effiziente Bewegung eines Presskolbens der Druckgussvorrichtung benötigt wird, durchgeführt werden. Dadurch ist erreichbar, dass mit der Druckgussvorrichtung das Thixomoldingverfahren effizient durchgeführt und insbesondere eine hohe Formteilqualität der mit dem Thixomoldingverfahren hergestellten Formteile erzielt werden kann.
[0013] Ein Leiten des Gießmaterials durch die Aufspannplatte kann mit einem im Durchgang und/oder im Zufuhrkorridor, insbesondere lösbar, anordenbaren Übertragungsstück erfolgen. In der Regel ist das Übertragungsstück rohrartig ausgebildet. Üblicherweise kann abhängig davon, ob ein Druckgussverfahren oder ein Thixomoldingverfahren mit der Druckgussvorrichtung betrieben werden soll, ein unterschiedlich ausgebildetes Übertragungsstück im Durchgang und/oder Zufuhrkanal angeordnet, insbesondere in diese eingefügt werden. Im Besonderen kann das Übertragungsstück, insbesondere als zweites Übertragungsstück, für ein Thixomoldingverfahren ausgebildet sein, eine gießmaterialleitende Verbindung zwischen einem über den Zufuhrkorridor zuführbaren thixotropen Material und der Füllkammer herzustellen, um die Füllkammer zu befüllen, oder kann das Übertragungsstück, insbesondere als erstes Übertragungsstück, für ein Druckgussverfahren ausgebildet sein, eine solche gießmaterialleitende Verbindung nicht herzustellen.
[0014] Der Durchgang erstreckt sich üblicherweise von einer Vorderseite der Aufspannplatte zu einer Rückseite der Aufspannplatte. Die Vorderseite und die Rückseite der Aufspannplatte sind üblicherweise einander gegenüberliegende Seiten der Aufspannplatte. Die Gießform, insbesondere das erste Gießformteil, ist üblicherweise auf der Rückseite der Aufspannplatte anordenbar, insbesondere starr mit der Aufspannplatte verbindbar. Der Durchgang ist vorzugsweise geradlinig ausgebildet. Der Zufuhrkorridor verläuft üblicherweise ausgehend von einer Lateralseite der Aufspannplatte, insbesondere zumindest bis, zum Freiraum. Es kann praktikabel sein, wenn die Aufspannplatte mehrere Zufuhrkorridore aufweist. Die Zufuhrkorridore können ausgehend von unterschiedlichen Lateralseiten der Aufspannplatte zum Freiraum verlaufen. Üblicherweise bildet der jeweilige Zufuhrkanal einen Eingang an einer der Lateralseiten der Aufspannplatte. Dadurch kann über den jeweiligen Zufuhrkorridor thixotropes Material als GieRßmaterial in die Füllkammer gefördert werden. Die Zufuhrkorridore sind üblicherweise über den Freiraum miteinander verbunden. Günstig ist es, wenn die Aufspannplatte zwei Zufuhrkorridore aufweist, welche ausgehend von einander gegenüberliegenden Lateralseiten der Aufspannplatte zum Freiraum verlaufen. Die beiden Zufuhrkorridore können entlang einer gemeinsamen Längsachse verlaufen. Die Eingänge der beiden Zufuhrkorridore sind üblicherweise an den einander gegenüberliegenden Lateralsei-
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ten angeordnet. Dies kann praktikabel umgesetzt sein, wenn sich der eine Zufuhrkorridor gänzlich durch die Aufspannplatte hindurcherstreckt, üblicherweise zwischen zwei einander gegenüberliegenden Lateralseiten der Aufspannplatte. Die in diesem Dokument beschriebene Umsetzung des Zufuhrkorridors kann für den jeweiligen Zufuhrkorridor, insbesondere unabhängig voneinander, gelten. Der Zufuhrkorridor ist vorzugsweise geradlinig ausgebildet. Der Durchgang und der Zufuhrkorridor, insbesondere deren Längsachsen, sind üblicherweise zueinander konvergierend, insbesondere hin zum Freiraum, ausgerichtet. Der Zufuhrkorridor, insbesondere dessen Längsachse, ist üblicherweise quer, insbesondere orthogonal, zum Durchgang, insbesondere dessen Längsachse, ausgerichtet. Quer bezeichnet üblicherweise eine winklige Ausrichtung zueinander, insbesondere mit einem Winkel größer als 10°. Die Längsachse des Zufuhrkorridors und die Längsachse des Durchgangs weisen üblicherweise einen Winkel von 10° bis 170°, insbesondere von 45° bis 135°, vorzugsweise von 80° bis 100°, auf. In einem Einsatz der Aufspannplatte kann die Aufspannplatte derart orientiert sein, dass der Durchgang im Wesentlichen horizontal ausgerichtet ist und/oder dass der Zufuhrkorridor im Wesentlichen horizontal oder vertikal ausgerichtet ist. Die Aufspannplatte ist üblicherweise einteilig ausgebildet.
[0015] Der Freiraum kann einen Kreuzungsbereich zwischen dem Durchgang und dem Zufuhrkorridor umfassen, insbesondere der Kreuzungsbereich sein. Der Freiraum befindet sich üblicherweise innerhalb der Aufspannplatte. Auf diese Weise ist eine hohe Robustheit erreichbar. Der Freiraum kann den Durchgang in einen ersten Durchgangsteil und einen zweiten Durchgangsteil teilen. Üblicherweise sind der erste Durchgangsteil und der zweite Durchgangsteil durch den Freiraum miteinander verbunden. Die Aufspannplatte kann, insbesondere alternativ, eine Vertiefung aufweisen, wobei die Vertiefung den Freiraum bildet, insbesondere der Freiraum ist. Die Vertiefung kann auf der Vorderseite der Aufspannplatte und/oder auf einer der Gießform abgewandten Seite der Aufspannplatte angeordnet sein. Dies gilt insbesondere im Einsatz der Aufspannplatte. Dadurch ist eine einfache Handhabbarkeit, insbesondere ein einfaches Anordnen des jeweiligen Übertragungsstücks zumindest teilweise im Freiraum erreichbar. Für eine hohe Robustheit ist es bevorzugt, wenn der Freiraum in einem Inneren der Aufspannplatte angeordnet ist. Die Vertiefung weist üblicherweise entlang einer Tiefenrichtung der Vertiefung eine sich verkleinernde Querschnittsfläche auf. Die Vertiefung kann eine gewölbte Form aufweisen. Der Durchgang kann in eine Bodenfläche der Vertiefung münden. Der Zufuhrkorridor kann in eine Seitenfläche der Vertiefung münden. Die Längsachse des Durchgangs und die Längsachse des Zufuhrkorridors können einen Schnittpunkt aufweisen. Üblicherweise befindet sich der Schnittpunkt innerhalb des Freiraums.
[0016] Das Ziel wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei einem Set der eingangs genannten Art, die Aufspannplatte einen quer, insbesondere orthogonal, zum Durchgang orientierten Zufuhrkorridor aufweist, wobei der Durchgang und der Zufuhrkorridor über einen Freiraum der Aufspannplatte verbunden sind, wobei das Set ein, insbesondere rohrartiges, erstes Übertragungsstück und/oder ein, insbesondere rohrartiges, zweites Übertragungsstück aufweist, um, insbesondere wahlweise, eines der Übertragungsstücke zumindest teilweise im Freiraum anzuordnen, wobei das jeweilige Übertragungsstück die Füllkammer aufweist oder mit der Füllkammer gießmaterialleitend verbindbar ist und derart ausgebildet und zumindest teilweise im Freiraum anordenbar ist, dass im Einsatz Gießmaterial aus der Füllkammer innerhalb des jeweiligen Übertragungsstücks zumindest abschnittsweise durch den Durchgang in die Gießform pressbar ist, wobei das erste Übertragungsstück keine Einleitöffnung und das zweite Übertragungsstück eine Einleitöffnung aufweist, um im Einsatz über den Zufuhrkorridor zugeführtes thixotropes Material über die Einleitöffnung in die Füllkammer zu leiten. Das Set kann entsprechend den Merkmalen und Wirkungen, welche im Rahmen der Aufspannplatte, der Druckgussvorrichtung und des Verfahrens in diesem Dokument beschrieben sind, ausgebildet sein. Analoges gilt auch für die Aufspannplatte, die Druckgussvorrichtung und das Verfahren im Hinblick auf das Set. Die Aufspannplatte kann wie in diesem Dokument beschrieben eingerichtet sein, insbesondere die in diesem Dokument beschriebene Aufspannplatte sein. Das jeweilige Übertragungsstück kann mit, insbesondere durch, ein oder mit, insbesondere durch, mehrere, üblicherweise gießmaterialleitend, miteinander verbundene Übertragungsrohre zur Führung des Gießmaterials gebildet sein. Üblicherweise sind das erste Übertragungsstück und das zweite Übertragungsstück wahlweise, ins-
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besondere alternativ zueinander, zumindest teilweise im Freiraum anordenbar. In der Regel ist das jeweilige Übertragungsstück mit Verbinden des Übertragungsstücks mit der Aufspannplatte zumindest teilweise im Freiraum anordenbar. Das jeweilige Übertragungsstück kann an der Aufspannplatte, insbesondere an Durchgangswänden des Durchgangs gelagert sein. Weist die Aufspannplatte mehrere Zufuhrkorridore auf, kann das zweite Übertragungsstück mehrere Einleitöffnungen aufweisen, wobei die jeweilige Einleitöffnung einem der Zufuhrkorridore zugeordnet ist, um im Einsatz über den jeweilige Zufuhrkorridor zugeführtes thixotropes Material über die jeweilige Einleitöffnung in die Füllkammer zu leiten. Üblicherweise sind verschiedene der Einleitöffnungen verschiedenen der Zufuhrkorridore zugeordnet.
[0017] Einsatz, insbesondere des jeweiligen Übertragungsstücks, bezeichnet üblicherweise eine Anordnung bei einer bestimmungsgemäßen Verwendung, insbesondere im Rahmen der Druckgussvorrichtung. Bei einem Einsatz des zweiten Übertragungsstücks ist das zweite Übertragungsstück üblicherweise zur Durchführung des Thixomoldingverfahrens angeordnet. Bei einem Einsatz des ersten Übertragungsstücks ist das erste Übertragungsstück üblicherweise zur Durchführung des Druckgussverfahrens angeordnet. Insbesondere wird ein flüssiges GieRßmaterial von einem thixotropen Material bzw. thixotropen GieRmaterial unterschieden und wird ein Einpressen von flüssigem GieRßmaterial in die Gießform im Rahmen des Druckgussverfahrens von einem Einpressen von thixotropem Material bzw. thixotropem GieRßmaterial im Rahmen des Thixomoldingverfahrens voneinander unterschieden. Üblicherweise ist im Einsatz des jeweiligen Übertragungsstücks das Übertragungsstück zur Gießmaterialleitung, insbesondere innerhalb des Übertragungsstücks, zumindest teilweise im Freiraum angeordnet, insbesondere mit der Aufspannplatte verbunden. Dies kann wie in diesem Dokument beschrieben umgesetzt sein. Das jeweilige Übertragungsstück bezeichnet üblicherweise das erste Übertragungsstück und/oder das zweite Übertragungsstück.
[0018] Zweckmäßig ist es, wenn das jeweilige Übertragungsstück zumindest teilweise im Freiraum anordenbar ist, sodass im Einsatz Gießmaterial aus der Füllkammer innerhalb des jeweiligen Übertragungsstücks zumindest abschnittsweise durch den Durchgang führbar bzw. in die Gießform pressbar ist. Im Besonderen kann das GieRmaterial mit dem, insbesondere durch das, Übertragungsstück durch den Durchgang hindurchführbar, insbesondere hindurchleitbar, sein. Das jeweilige Übertragungsstück kann eine, insbesondere mehrteilige, Bauteilkonfiguration sein. Das erste Übertragungsstück und das zweite Übertragungsstück können verschiedene vorgenannte Bauteilkonfigurationen sein. Zweckmäßig ist es, wenn sich das jeweilige Übertragungsstück durch einen vorderseitig an der Aufspannplatte angeordneten Eingang des Durchgangs hindurch und/oder bis zumindest einem rückseitig an der Aufspannplatte angeordneten Ausgang des Durchgangs erstreckt, um das Gießmaterial innerhalb des Übertragungsstücks durch den Durchgang zu führen.
[0019] Das erste Übertragungsstück kann derart ausgebildet sein, dass im Einsatz des ersten Übertragungsstücks über den Zufuhrkorridor zugeführtes thixotropes Material in das erste Übertragungsstück nicht einleitbar ist. Weist die Aufspannplatte mehrere Zufuhrkorridore auf, gilt dies üblicherweise für sämtliche der Zufuhrkorridore. Auf diese Weise kann ein Druckgussverfahren umgesetzt werden. Das zweite Übertragungsstück kann derart ausgebildet sein, dass im Einsatz des zweiten Übertragungsstücks über den Zufuhrkorridor zugeführtes thixotropes Material in das zweite Übertragungsstück einleitbar ist. Weist die Aufspannplatte mehrere Zufuhrkorridore auf, kann dies für mehrere der Zufuhrkorridore gelten. Im Besonderen kann mit dem Einleiten des thixotropen Materials in das zweite Übertragungsstück die Füllkammer über das Übertragungsstück mit thixotropem Material als Gießmaterial befüllt werden. Auf diese Weise kann ein Thixomoldingverfahren umgesetzt werden. Ein Wechsel zwischen dem Druckgussverfahren und dem Thixomoldingverfahren kann aufwandsarm mit Auswechseln des Übertragungsstücks durchgeführt werden, insbesondere ohne dass aufwendige Aufbauten auf der Aufspannplatte erforderlich sind. Auf diese Weise kann eine Einsatzfähigkeit einer Vielzahl von bereits im Einsatz befindlichen Druckgussvorrichtungen auf einfache Weise erweitert werden.
[0020] Das jeweilige Übertragungsstück kann die Füllkammer, insbesondere zum Ersatz einer Füllkammer einer umzurüstenden Druckgussvorrichtung, aufweisen. Die Füllkammer ist üblicher-
weise zur Aufnahme eines Presskolbens einer, insbesondere umzurüstenden, Druckgussvorrichtung ausgebildet. Der Presskolben ist üblicherweise innerhalb der Füllkammer, insbesondere relativ zur Füllkammer, bewegbar, insbesondere verfahrbar, um in der Füllkammer befindliches GieRßmaterial über den Durchgang, insbesondere in die Gießform, zu pressen. Vorzugsweise sind im Einsatz eine Längsachse der Füllkammer und/oder ein Bewegungsweg des Presskolbens zum Einpressen des Gießmaterials parallel zur Längsachse des Durchgangs, insbesondere fluchtend zu dieser, orientiert. Alternativ kann das jeweilige Übertragungsstück gießmaterialleitend mit der Füllkammer der Druckgussvorrichtung verbindbar sein. Das Übertragungsstück kann derart mit der Füllkammer gießmaterialleitend verbindbar sein, dass über eine Verbindungsöffnung des Übertragungsstücks Gießmaterial zwischen dem Übertragungsstück und der Füllkammer übertragbar ist. Die Einleitöffnung des Übertragungsstücks kann gießmaterialleitend mit der Verbindungsöffnung verbunden sein. Im Einsatz ist die Füllkammer üblicherweise zumindest teilweise, insbesondere gänzlich, vor der Aufspannplatte angeordnet. Im Einsatz kann die Füllkammer in den Durchgang hineinragen und/oder sich zumindest teilweise im Durchgang befinden. Eine in diesem Dokument beschriebene Umsetzung des jeweiligen Übertragungsstücks kann sich auf das erste Übertragungsstück und/oder zweite Übertragungsstück beziehen.
[0021] Praktikabel ist es, wenn das jeweilige Übertragungsstück einen, insbesondere geradlinigen, Durchführungskanal aufweist, um im Einsatz des jeweiligen Übertragungsstücks Gießmaterial von der Füllkammer über den Durchführungskanal zumindest abschnittsweise durch den Durchgang zu leiten, insbesondere zu pressen. Dies gilt insbesondere für das Einpressen des Gießmaterials von der Füllkammer in die Gießform. Üblicherweise ist der Durchführungskanal gießmaterialleitend mit der Füllkammer verbunden. Insbesondere kann der Durchführungskanal an die Füllkammer anschließen. Eine Längsachse des Durchführungskanals ist üblicherweise parallel zur Längsachse des Durchgangs. Der Durchführungskanal kann sich, insbesondere ausgehend von einem Anschlusspunkt des Durchführungskanals an die Füllkammer, bis zumindest zu einem an der Rückseite der Aufspannplatte befindlichen Ausgang des Durchgangs erstrecken. In der Regel verläuft im Einsatz des jeweiligen Übertragungsstücks die Längsachse des Zufuhrkorridors quer, insbesondere orthogonal, zu einer Längsachse des Durchführungskanals. Für eine einfache GieRmaterialführung, insbesondere Zuführung des thixotropen GieRßmaterials, ist es praktikabel, wenn im Einsatz des jeweiligen Übertragungsstücks, insbesondere des zweiten Übertragungsstücks, die Längsachse des Zufuhrkorridors den Durchführungskanal schneidet. Das jeweilige Übertragungsstück kann sich gänzlich durch den Durchgang erstrecken. Zum Einpressen des Gießmaterials in die Gießform wird das Gießmaterial üblicherweise durch das erste Gießformteil, insbesondere einem Einpresskanal des Gießformteils, hindurch in die Gießform, insbesondere eine Kavität der Gießform, gepresst. Im Besonderen kann sich im Einsatz des jeweiligen Übertragungsstücks das Übertragungsstück, insbesondere der Durchführungskanal des Übertragungsstücks, entlang einer überwiegenden, vorzugsweise gänzlichen, Länge des Durchgangs durch den Durchgang erstrecken. Auf diese Weise kann das Gießmaterial praktikabel innerhalb des Übertragungsstücks, insbesondere Durchführungskanals, über eine entsprechende Länge durch den Durchgang geführt werden. Ein durchschnittlicher Innendurchmesser des Durchführungskanals kann kleiner als oder gleich groß wie ein durchschnittlicher Innendurchmesser der Füllkammer sein. Der durchschnittliche Innendurchmesser des Durchführungskanals des zweiten Übertragungsstücks ist üblicherweise kleiner als der durchschnittliche Innendurchmesser der Füllkammer. Der durchschnittliche Innendurchmesser des Durchführungskanals des ersten Übertragungsstücks ist üblicherweise gleich groß wie der durchschnittliche Innendurchmesser der Füllkammer. Es hat sich bewährt, wenn das erste Übertragungsstück die Füllkammer aufweist, wobei sich die Füllkammer zumindest bis zu einem an der Rückseite der Aufspannplatte befindlichen Ausgang des Durchgangs erstreckt. Üblicherweise weist das erste Übertragungsstück dann keinen Durchführungskanal auf. Hintergrund ist, dass üblicherweise bei der Durchführung des Druckgussverfahrens im Rahmen des jeweiligen Einpressvorgangs des Gießmaterials aus der Füllkammer in die Gießform das GieRmaterial im Wesentlichen aus einem Einpressweg des Gießmaterials von der Füllkammer in die Gießform, insbesondere innerhalb der Aufspannplatte, entfernt wird, um ein Erstarren des Gießmaterial entlang des Einpressweges möglichst zu vermeiden. Hierzu ist es zweckmäßig, wenn entlang des Einpressweges Verjüngungen
eines Führungsweges des Gießmaterials, insbesondere innerhalb der Aufspannplatte, vermieden sind. Bei einer Durchführung des Thixomoldingverfahrens verbleibt zwischen zwei einander nachfolgenden Einpressvorgängen thixotropes GieRmaterial üblicherweise entlang des Einpressweges, häufig unter Heizen des thixotropen Gießmaterials, und wird in der Regel vor der Durchführung des nachfolgenden Einpressvorgangs nicht entfernt. Vorstehendes gilt insbesondere im Einsatz des jeweiligen Übertragungsstücks. Das Druckgussverfahren ist in der Regel ein Kaltkammerdruckgussverfahren.
[0022] Die Einleitöffnung des zweiten Übertragungsstücks kann gießmaterialleitend mit dem Durchführungskanal verbunden sein, um im Einsatz thixotropes Material über den Durchführungskanal in die Füllkammer zu leiten. Insbesondere kann die Einleitöffnung Teil des Durchführungskanals sein bzw. an diesen anschließen. Die Einleitöffnung kann seitlich an den Durchführungskanal anschließen. Eine Öffnungsflächennormale der Einleitöffnung kann quer, insbesondere orthogonal, zur Längsachse des Durchführungskanals orientiert sein. Im Besonderen kann mit dem über die Einleitöffnung zugeführten thixotropen Material über den Durchführungskanal, insbesondere entgegen einer Einpressrichtung des Gießmaterials im Durchführungskanal von der Füllkammer in die Gießform, die Füllkammer befüllt werden. Nachfolgend kann das in der Füllkammer befindliche thixotrope Material aus der Füllkammer, im Besonderen in Einpressrichtung, über den Durchführungskanal durch den Durchgang in die Gießform gepresst werden. Das Pressen kann mit einem Presskolben der, insbesondere umzurüstenden, Druckgussvorrichtung erfolgen. Günstig ist es, wenn im Einsatz des zweiten Übertragungsstücks die Einleitöffnung hin zu einem Eingang des Zufuhrkorridors gerichtet ist. Im Besonderen kann die Längsachse des Zufuhrkorridors durch die Einleitöffnung verlaufen. Dadurch ist eine effiziente gießmaterialleitende Zuführung des thixotropen Materials über den Zufuhrkorridor in das zweite Übertragungsstück umsetzbar. Günstig ist es, wenn im Einsatz des zweiten Übertragungsstücks sich die Einleitöffnung im Freiraum befindet. Die in diesem Dokument beschriebene Umsetzung der EinleitÖffnung kann für die jeweilige Einleitöffnung gelten.
[0023] Praktikabel ist es, wenn das zweite Übertragungsstück einen Zuführungskanal, welcher gießmaterialleitend mit dem Durchführungskanal verbunden ist, aufweist, um im Einsatz des zweiten Übertragungsstücks über den Zufuhrkorridor zugeführtes thixotropes Material über den Zuführungskanal in den Durchführungskanal zu leiten. Insbesondere kann damit mit dem über den Zuführungskanal in den Durchführungskanal eingeleiteten thixotropen Material über den Durchführungskanal die Füllkammer befüllt werden. Praktikabel ist es, wenn der Zuführungskanal zwischen zwei Durchführungskanalsegmenten des Durchführungskanals mit dem Durchführungskanal gießmaterialleitend verbunden ist, insbesondere an diesen anschließt. Der Zuführungskanal, insbesondere dessen Längsachse, kann quer, insbesondere orthogonal, zum Durchführungskanal, insbesondere dessen Längsachse, orientiert sein. Der Zuführungskanal kann, insbesondere an einem Verbindungspunkt, an den Durchführungskanal gießmaterialleitend angeschlossen sein. Zweckmäßig ist es, wenn im Einsatz des zweiten Übertragungsstücks der Zuführungskanal, insbesondere dessen Längsachse, parallel zu einer Längsachse bzw. Tiefenrichtung des Zufuhrkorridors orientiert ist. Der Zuführungskanal kann ausgehend vom Verbindungspunkt in Richtung eines Eingangs des Zufuhrkorridors orientiert sein. Der Zuführungskanal kann sich entgegen der Tiefenrichtung des Zufuhrkorridors ausgehend vom Verbindungspunkt über eine überwiegende Länge eines Abstandes zwischen dem Verbindungspunkt und einem Eingang des Zufuhrkorridors durch den Zufuhrkorridor erstrecken. Ein Zuführungskanaleingang des Zuführungskanals, über welchen thixotropes Material zur Weiterleitung zum Durchführungskanal einleitbar ist, kann sich außerhalb oder innerhalb der Aufspannplatte, insbesondere des Zufuhrkorridors, befinden. Der Zuführungskanal kann mit der Einleitöffnung gieRmaterialleitend verbunden sein, insbesondere an die Einleitöffnung angeschlossen sein. Vorstehendes gilt insbesondere im Einsatz des zweiten Übertragungsstücks. Weist die Aufspannplatte mehrere Zufuhrkorridore auf, kann das zweite Übertragungsstück in analoger Weise mehrere Zuführungskanäle aufweisen, wobei der jeweilige Zuführungskanal jeweils einem der Zufuhrkorridore, insbesondere wie beschrieben, zugeordnet ist.
[0024] Anwendungspraktikabel ist es, wenn das zweite Übertragungsstück eine Kanalkreuzung,
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aufweisend ein erstes Kanalsegment, ein zweites Kanalsegment und ein drittes Kanalsegment, welche in ein Kanalkreuzungszentrum der Kanalkreuzung münden, aufweist. Das erste Kanalsegment und das zweite Kanalsegment sind üblicherweise mit dem Durchführungskanal, insbesondere jeweils einem Abschnitt des Durchführungskanals, gebildet. Das dritte Kanalsegment ist üblicherweise mit dem Zuführungskanal, insbesondere einem Abschnitt des Zuführungskanals, gebildet. Im Einsatz des zweiten Übertragungsstücks kann ausgehend vom Kanalkreuzungszentrum das erste Kanalsegment zur Füllkammer führen, das zweite Kanalsegment zur Gießform führen und das dritte Kanalsegment zum Zuführungskanaleingang führen. Über einen Weg vom ersten Kanalsegment zum zweiten Kanalsegment kann Gießmaterial von der Füllkammer zur Gießform geleitet werden. Über einen Weg vom dritten Kanalsegment zum ersten Kanalsegment kann das über den Zufuhrkorridor zugeführte thixotrope Material zur Befüllung der Füllkammer in die Füllkammer geleitet werden. Dies gilt insbesondere im Einsatz des zweiten Übertragungsstücks. Weist das zweite Übertragungsstück mehrere Zuführungskanäle auf, kann die Kanalkreuzung in analoger Weise mehrere dritte Kanalsegmente aufweisen, wobei das jeweilige dritte Kanalsegment üblicherweise mit dem jeweiligen Zuführungskanal, insbesondere einem Abschnitt des jeweiligen Zuführungskanals, gebildet ist.
[0025] Das zweite Übertragungsstück, insbesondere der Zuführungskanal, kann einen Anschluss zum gießmaterialleitenden Verbinden mit einer Schnecken-Zylinder-Einheit, insbesondere der Schnecken-Zylinder-Einheit des Sets bzw. der Druckgussvorrichtung, aufweisen. Der Anschluss kann sich außerhalb oder vorzugsweise innerhalb des Zufuhrkorridors befinden. Dies gilt insbesondere im Einsatz des zweiten Übertragungsstücks. Von Vorteil ist es, wenn das Set eine Schnecken-Zylinder-Einheit zur Erzeugung des thixotropen Materials aufweist. Die Schnecken-Zylinder-Einheit kann derart anordenbar sein, dass im Einsatz des zweiten Übertragungsstücks mit der Schnecken-Zylinder-Einheit erzeugtes thixotropes Material in die Einleitöffnung leitbar, insbesondere förderbar, ist. Die Schnecken-Zylinder-Einheit kann im Einsatz des zweiten Übertragungsstücks mit dem zweiten Übertragungsstück, insbesondere dem Zuführungskanal, gießmaterialleitend verbunden sein oder an diese anschließen. Insbesondere derart, dass mit der Schnecken-Zylinder-Einheit erzeugtes thixotropes Material über den Zufuhrkorridor in den Durchführungskanal förderbar ist. Auf diese Weise kann über den Durchführungskanal das thixotrope Material in die Füllkammer geleitet, insbesondere gefördert, werden. Dies ermöglicht eine robuste Befüllung der Füllkammer mit dem thixotropen Material. Die Schnecken-Zylinder-Einheit kann wie in diesem Dokument beschrieben eingerichtet sein, insbesondere die in diesem Dokument beschriebene Schnecken-Zylinder-Einheit sein. Von Vorteil ist es, wenn das zweite Übertragungsstück einen Dichtsitz aufweist, an welchen im Einsatz ein vorderseitiges Ende der Schnecke, insbesondere mit einem axialen Verschieben der Schnecke, anstellbar ist, sodass ein Rückfluss von thixotropem Material in die Schnecken-Zylinder-Einheit verhindert ist. Der Dichtsitz kann mit dem Zuführungskanal, insbesondere dem Anschluss des Zuführungskanals, gebildet sein. Für eine hohe Robustheit ist es günstig, wenn die Schnecken-Zylinder-Einheit, insbesondere ein Endsegment der Schnecken-Zylinder-Einheit, in den Zufuhrkorridor hineinragt. Das zweite Übertragungsstück kann mehrere Anschlüsse zum jeweiligen gießmaterialleitenden Verbinden mit einer Schnecken-Zylinder-Einheit aufweisen. Insbesondere kann der jeweilige Zuführungskanal einen der Anschlüsse aufweisen. Das Set und/oder die Druckgussvorrichtung kann mehrere Schnecken-Zylinder-Einheiten aufweisen. In analoger Weise können die jeweilige Schnecken-ZylinderEinheit, der jeweiligen Zufuhrkanal, die jeweilige Einleitöffnung und der jeweilige Zufuhrkorridor einander zugeordnet sind.
[0026] Der Übertragungskanal und die Füllkammer können über eine Eingangsöffnung des Übertragungskanals gieRmaterialleitend miteinander verbunden sein. Eine Querschnittsfläche der Eingangsöffnung ist üblicherweise kleiner als eine durchschnittliche Querschnittsfläche der Füllkammer. Dies gilt insbesondere für das zweite Übertragungsstück. Die Füllkammer weist üblicherweise eine längliche, insbesondere im Wesentlichen zylindrische, Form auf. Die Querschnittsfläche der Füllkammer ist üblicherweise orthogonal zu einer Längsachse der Füllkammer. Im Speziellen kann die Einleitöffnung an die Füllkammer anschließen, insbesondere Teil der Füllkammer sein. Vorstehendes gilt insbesondere im Einsatz des jeweiligen Übertragungsstücks. Das jeweilige Übertragungsstück kann einteilig oder mit mehreren miteinander, insbesondere lösbar, ver-
bindbaren Segmenten gebildet sein. Für eine hohe Robustheit ist es günstig, wenn die Kanalkreuzung des zweiten Übertragungsstücks einteilig ausgebildet ist. Es kann, insbesondere alternativ, für eine einfache Wartung günstig sein, wenn der Zuführungskanal und der Durchführungskanal mit verschiedenen Segmenten des zweiten Übertragungsstücks gebildet sind.
[0027] Das weiterhin angegebene Ziel wird mit einer Druckgussvorrichtung der eingangs genannten Art erreicht, wenn die Aufspannplatte einen quer, insbesondere orthogonal, zum Durchgang orientierten Zufuhrkorridor aufweist, wobei der Durchgang und der Zufuhrkorridor über einen Freiraum der Aufspannplatte verbunden sind, wobei die Druckgussvorrichtung eine Schnecken-Zylinder-Einheit zur Erzeugung von thixotropem Material aufweist, wobei die Schnecken-ZylinderEinheit gießmaterialleitend mit der Füllkammer verbunden ist, sodass von der Schnecken-Zylinder-Einheit erzeugtes thixotropes Material über den Zufuhrkorridor, und insbesondere Durchgang, in die Füllkammer förderbar ist. Auf diese Weise kann mit einer Druckgussvorrichtung effizient ein Thixomoldingverfahren betrieben werden, insbesondere wie in diesem Dokument beschrieben. Die Aufspannplatte der Druckgussvorrichtung kann wie in diesem Dokument beschrieben eingerichtet sein, insbesondere die in diesem Dokument beschriebene Aufspannplatte sein. Die Druckgussvorrichtung kann entsprechend den Merkmalen und Wirkungen, welche im Rahmen der Aufspannplatte, des Sets und des Verfahrens in diesem Dokument beschrieben sind, ausgebildet sein. Analoges gilt auch für die Aufspannplatte, das Set und das Verfahren im Hinblick auf die Druckgussvorrichtung.
[0028] Die Druckgussvorrichtung kann ein zweites Übertragungsstück aufweisen, welches zumindest teilweise im Freiraum, insbesondere lösbar, angeordnet ist, wobei das zweite Übertragungsstück die Füllkammer aufweist oder mit der Füllkammer gießmaterialleitend verbunden ist, sodass in der Füllkammer befindliches Gießmaterial innerhalb des zweiten Übertragungsstücks zumindest abschnittsweise durch den Durchgang aus der Füllkammer in die Gießform pressbar ist. Insbesondere ist dadurch das Gießmaterial von der Füllkammer über das zweite Übertragungsstück, üblicherweise durch den Durchgang, in die Füllkammer pressbar. Günstig ist es, wenn das zweite Übertragungsstück eine Einleitöffnung aufweist, wobei die Schnecken-ZylinderEinheit gießmaterialleitend mit der Einleitöffnung verbunden ist, sodass von der Schnecken-Zylinder-Einheit erzeugtes thixotropes Material über die Einleitöffnung in die Füllkammer förderbar ist. Die Einleitöffnung ist üblicherweise gieRmaterialleitend mit der Füllkammer verbunden. Insbesondere kann die Schnecken-Zylinder-Einheit an die Einleitöffnung anschließen. Für eine große Robustheit ist es vorteilhaft, wenn die Schnecken-Zylinder-Einheit zumindest teilweise in den Zufuhrkorridor hineinragt, insbesondere derart, dass sich das Ausgangsportal innerhalb des Zufuhrkorridors befindet. Praktikabel ist es, wenn das zweite Übertragungsstück einen Zuführungskanal aufweist, wobei die Schnecken-Zylinder-Einheit über den Zuführungskanal gießmaterialleitend mit der Einleitöffnung verbunden ist. Die Einleitöffnung kann Teil eines Durchführungskanals des zweiten Übertragungsstücks sein, wobei der Durchführungskanal die Füllkammer und die Gießform gießmaterialleitend verbindet, um ein Gießmaterial aus der Füllkammer über den Durchführungskanal in die Gießform zu pressen. Insbesondere alternativ kann die Einleitöffnung Teil der Füllkammer sein bzw. in die Füllkammer münden.
[0029] Die Schnecken-Zylinder-Einheit weist üblicherweise einen Zylinder und eine Schnecke auf, wobei die Schnecke in einem Inneren des Zylinders, insbesondere relativ zum Zylinder, rotierbar angeordnet ist. Die Druckgussvorrichtung, insbesondere die Schnecken-Zylinder-Einheit, kann einen Motor zum Rotieren der Schnecke aufweisen. Die Schnecken-Zylinder-Einheit weist üblicherweise ein Ausgangsportal auf, um mit der Schnecken-Zylinder-Einheit erzeugtes thixotropes GieRßmaterial über das Ausgangsportal aus der Schnecken-Zylinder-Einheit hinauszuführen, insbesondere hinauszufördern. Das Ausgangsportal kann sich in einem Endsegment der Schnecken-Zylinder-Einheit befinden. Die Schnecke dient dazu, der Schnecken-Zylinder-Einheit zugeführtes metallisches Material in einen thixotropen Zustand zu bringen. Dies erfolgt üblicherweise unter Scherung des Gießmaterials mit Rotieren der Schnecke, üblicherweise relativ zum Zylinder. Üblicherweise weist die Schnecken-Zylinder-Einheit eine Temperierungseinrichtung zum Temperieren, insbesondere Heizen, des GieRßmaterials auf. Die Temperierungseinrichtung kann eine Heizung sein, welche insbesondere außenseitig an der Schnecken-Zylinder-Einheit angeordnet
ist. Die Heizung kann beispielsweise eine Widerstandsheizung, insbesondere gebildet mit einem oder mehreren Widerstandsheizelementen, sein. Die Schnecke ist üblicherweise, insbesondere relativ zum Zylinder, axial verschiebbar im Zylinder angeordnet. Die Schnecke ist üblicherweise axial in Richtung des Ausgangsportals verschiebbar. Die Druckgussvorrichtung, insbesondere die Schnecken-Zylinder-Einheit, kann einen Motor, welcher vorstehender Motor sein kann, zum axialen Verschieben der Schnecke aufweisen. Praktikabel kann mit axialem Verschieben der Schnecke das mit der Schnecken-Zylinder-Einheit erzeugte thixotrope GieRßmaterial aus der Schnecken-Zylinder-Einheit hinausgepresst werden, insbesondere in den Zufuhrkorridor bzw. das zweite Übertragungsstück. Dies kann derart erfolgen, dass durch das Hinauspressen des thixotropen Gießmaterials das thixotrope Gießmaterial in die Füllkammer gefördert wird, im Besonderen die Füllkammer befüllt wird. Auf diese Weise kann das thixotrope Gießmaterial über das Ausgangsportal in den Zufuhrkorridor bzw. das zweite Übertragungsstück gepresst werden. Dadurch ist eine sehr gute Dosierbarkeit der Füllkammer umsetzbar. Alternativ kann das mit der Schnecken-Zylinder-Einheit erzeugte thixotrope Gießmaterial mit Rotieren der Schnecke aus der Schnecken-Zylinder-Einheit hinausgefördert werden und insbesondere dadurch die Füllkammer mit dem thixotropen GieRmaterial befüllt werden.
[0030] Um nach einem Befüllen der Füllkammer mit thixotropem GieRßmaterial ein Rückfließen des Gießmaterials aus der Füllkammer über das zweite Übertragungsstück zurück in die Schnecken-Zylinder-Einheit zu verhindern, kann es günstig sein, wenn eine gießmaterialleitende Verbindung zwischen der Schnecken-Zylinder-Einheit und dem zweiten Übertragungsstück reversibel unterbrochen wird. Günstig ist es, wenn das zweite Übertragungsstück, insbesondere der Zuführungskanal, einen Dichtsitz aufweist, an welchem ein vorderseitiges Ende der Schnecke anstellbar ist, sodass ein Rückfluss von thixotropem Gießmaterial in die Schnecken-Zylinder-Einheit verhindert ist. Das vorderseitige Ende ist üblicherweise ein dem Ausgangsportal zugewandtes Ende der Schnecke. Die Schnecke kann mit einem axialen Verschieben der Schnecke an den Dichtsitz angestellt werden. Das axiale Verschieben der Schnecke kann wie, insbesondere vorstehend, in diesem Dokument beschrieben umgesetzt sein. Das vorderseitige Ende der Schnecke kann eine endseitige Anschlagfläche aufweisen, welche formkorrespondierend zum Dichtsitz ausgebildet ist, sodass beim Anstellen der Schnecke an den Dichtsitz eine Pressverbindung zwischen der Anschlagfläche und dem Dichtsitz gebildet wird. Dadurch kann eine gießmaterialdichte Verbindung zwischen der Anschlagfläche und dem Dichtsitz gebildet werden, welche den Rückfluss des thixotropen Gießmaterials verhindert. Der Dichtsitz kann, insbesondere aus einer Anstellrichtung, in welcher die Schnecke an den Dichtsitz anstellbar ist, konisch zulaufend ausgebildet sein. Die Längsachse der Schnecken-Zylinder-Einheit ist vorzugsweise parallel zur Längsachse des Zufuhrkorridors orientiert. Die Längsachse der Schnecken-Zylinder-Einheit kann vertikal oder bevorzugt horizontal angeordnet sein. Die Längsachse der SchneckenZylinder-Einheit ist üblicherweise die Längsachse der Schnecke. Die Füllkammer, insbesondere deren Längsachse, ist üblicherweise waagrecht angeordnet, damit ein in der Regel waagrecht angeordneter Presskolben einer umzurüstenden Druckgussvorrichtung bzw. der Druckgusseinrichtung einfach in die Füllkammer eingeführt werden kann.
[0031] Die Druckgussvorrichtung weist üblicherweise einen in der Füllkammer bewegbaren Presskolben auf, um mit Bewegen, insbesondere Verfahren, des Presskolben in der Füllkammer befindliches Gießmaterial durch den Durchgang hindurch in die Gießform, insbesondere in eine Kavität der Gießform zu pressen. Dies erfolgt üblicherweise in einem geschlossenen Zustand der Gießform. Üblicherweise ist das erste Gießformteil starr mit der Aufspannplatte verbunden, insbesondere starr an der Aufspannplatte angeordnet. Das erste Gießformteil ist üblicherweise auf einer Rückseite der Aufspannplatte angeordnet. Üblicherweise ist die Füllkammer zumindest abschnittsweise, insbesondere überwiegend, auf einer Vorderseite der Aufspannplatte angeordnet. Die Rückseite und Vorderseite der Aufspannplatte sind üblicherweise einander gegenüberliegende Seiten der Aufspannplatte.
[0032] Die Aufspannplatte kann mehrere Zufuhrkorridore und mehrere Schnecken-Zylinder-Einheiten aufweisen, wobei jeweils eine der Schnecken-Zylinder- Einheiten jeweils einem der Zufuhrkorridore zugeordnet ist, um von der jeweiligen Schnecken-Zylinder-Einheit erzeugtes
thixotropes Material über den jeweiligen Zufuhrkorridor, und insbesondere Durchgang, in die Füllkammer zu fördern. Das zweite Übertragungsstück kann dann mehrere Einleitöffnungen und/oder mehrere Anschlüsse und/oder mehrere Zuführungskanäle aufweisen. Die jeweilige SchneckenZylinder-Einheit und der jeweiligen Zufuhrkorridor können der jeweiligen Einleitöffnung und/oder dem jeweiligen Zufuhrkorridor zugeordnet sein. Dies kann in analoger Weise wie in diesem Dokument beschrieben umgesetzt sein. Damit ist erreichbar, mit der jeweiligen Schnecken-ZylinderEinheit über den jeweiligen Zuführungskanal und/oder die jeweilige Einleitöffnung thixotropes Material zur Füllkammer zu fördern.
[0033] Die Zielsetzung wird durch ein Verfahren zur Herstellung eines metallischen Formteils mit einer in diesem Dokument beschriebenen Druckgussvorrichtung erreicht. Auf diese Weise ist ermöglicht mit einer Druckgussvorrichtung ein Thixomoldingverfahren durchzuführen, um Formteile mit hoher Qualität herzustellen. Me, insbesondere eingangs in diesem Dokument beschrieben, kann durch die Zuführung des thixotropen Materials über den Zufuhrkorridor das Thxiomoldingverfahren mit der Druckgussvorrichtung ohne wesentliche Reduzierung eines Platzes auf einer der gießformzugewandten Rückseite der Aufspannplatte, welcher Platz üblicherweise für eine effiziente Öffnungsbewegung der Gießformteile benötigt wird, und/oder ohne wesentliche Reduzierung eines Platzes auf einer der Rückseite gegenüberliegenden Vorderseite der Aufspannplatte, welcher Platz üblicherweise für eine effiziente Bewegung eines Presskolbens der Druckgussvorrichtung benötigt wird, durchgeführt werden. Dadurch kann eine hohe Formteilqualität der mit dem Thixomoldingverfahren hergestellten Formteile erzielt werden. Üblicherweise wird, insbesondere zur Herstellung des Formteils, von der Schnecken-Zylinder-Einheit erzeugtes thixotropes Material über die Einleitöffnung in die Füllkammer gefördert, wonach das thixotrope Material aus der Füllkammer über den Durchgang in die Gießform, insbesondere eine Kavität der Gießform, üblicherweise in einem geschlossenen Zustand der Gießform, gepresst wird. Üblicherweise wird mit Erstarren, insbesondere Erstarrenlassen, des GieRmaterials in der GieRform das Formteil gebildet. Mit Öffnen der Gießform, üblicherweise mit Bewegen eines zweiten Gießformteils der Gießform relativ zum ersten Gießformteil, und insbesondere relativ zur Aufspannplatte, kann die Gießform in der Regel, insbesondere reversibel, geöffnet werden, um das Formteil zu entnehmen. Das Verfahren kann mit einer in diesem Dokument beschriebenen Druckgussvorrichtung durchgeführt werden.
[0034] Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Darstellung eines Ausführungsbeispiels. In den Zeichnungen, auf welche dabei Bezug genommen wird, zeigen:
[0035] Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Ausschnitts einer Druckgussvorrichtung zur Herstellung eines metallischen Formteils mit einem Thixomoldingverfahren;
[0036] Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Aufspannplatte der Druckgussvorrichtung der Fig. 1;
[0037] Fig. 3 und Fig. 4 schematische Darstellungen jeweils eines Ausschnitts der Druckgussvorrichtung der Fig. 1 zur Herstellung eines metallischen Formteils mit einem Druckgussverfahren in verschiedenen Varianten;
[0038] Fig. 5 eine schematische Darstellung eines Ausschnitts einer weiteren Druckgussvorrichtung zur Herstellung eines metallischen Formteils mit einem Thixomoldingverfahren.
[0039] In Fig. 1 ist schematisch ein Ausschnitt einer Druckgussvorrichtung 1 zur Herstellung eines metallischen Formteils gezeigt. Die Druckgussvorrichtung 1 ist eingerichtet ein Thixomoldingverfahren zu betreiben. Die Druckgussvorrichtung 1 weist eine Füllkammer 10, einen in der Füllkammer 10 bewegbaren Presskolben 14, eine Aufspannplatte 2 und ein mit der Aufspannplatte 2 verbundenes erstes Gießformteil 4 einer mehrteiligen Gießform 3 der Druckgussvorrichtung 1 auf. Die Aufspannplatte 2 weist einen durch die Aufspannplatte 2 hindurchführenden Durchgang 6, um das Gießmaterial mit dem Presskolben 14 von der Füllkammer 10 durch den Durchgang 6
in eine Kavität 15 der Gießform 3 zu pressen, und einen quer, insbesondere orthogonal, zum Durchgang 6 orientierten Zufuhrkorridor 7 auf, wobei der Durchgang 6 und der Zufuhrkorridor 7 über einen Freiraum 9 der Aufspannplatte 2 miteinander verbunden sind, um über den Zufuhrkorridor 7 thixotropes Material als Gießmaterial zur Befüllung der Füllkammer 10 in die Füllkammer 10 zu leiten. In Fig. 2 ist schematisch die Aufspannplatte 2 der Druckgussvorrichtung 1 der Fig. 1 mit an der Aufspannplatte 2 angeordneter Gießform 3 dargestellt.
[0040] Die Druckgussvorrichtung 1 weist ein zweites Übertragungsstück 8 auf, welches zumindest teilweise im Freiraum 9 angeordnet ist, wobei das zweite Übertragungsstück 8 einen, insbesondere geradlinigen, Durchführungskanal 11 aufweist, um GieRßmaterial von der Füllkammer 10 über den Durchführungskanal 11 durch den Durchgang 6 zu leiten und insbesondere in die Gießform 3 einzupressen. Das zweite Übertragungsstück 8 weist einen quer zum Durchführungskanal 11 orientierten Zuführungskanal 12, welcher gieRßmaterialleitend mit dem Durchführungskanal 11 verbunden ist, und in Richtung eines Eingangs des Zufuhrkorridors 7 orientiert ist, auf. Die Druckgussvorrichtung 1 weist eine Schnecken-Zylinder-Einheit 13 zur Erzeugung von thixotropem Material auf, wobei die Schnecken-Zylinder-Einheit 13 mit dem Zuführungskanal 12 verbunden ist, um mit der Schnecken-Zylinder-Einheit 13 erzeugtes thixotropes Material über den Zuführungskanal 12 zur Füllkammer 10 zu fördern. Die Schnecken-Zylinder-Einheit 13 kann teilweise in den Zufuhrkorridor 7 hineinragen. Der Zuführungskanal 12 weist einen Dichtsitz 17 auf, an welchen ein vorderseitiges Ende der Schnecke, insbesondere mit einem, insbesondere steuerbaren, axialen Verschieben der Schnecke, anstellbar ist, sodass ein Rückfluss von thixotropem Material in die Schnecken-Zylinder-Einheit 13 verhindert ist. Die Füllkammer 10 kann als Teil des zweiten Übertragungsstücks 8 ausgebildet sein oder das zweite Übertragungsstück 8, insbesondere der Durchführungskanal 11, kann gießmaterialleitend mit der Füllkammer 10 verbunden sein.
[0041] In einer alternativen Variante kann die Druckgussvorrichtung 1 zum Betreiben eines Druckgussverfahrens eingesetzt sein. In Fig. 3 und Fig. 4 sind jeweils schematisch ein Ausschnitt der Druckgussvorrichtung 1 gezeigt, wobei die Druckgussvorrichtung 1 zur Herstellung eines metallischen Formteils mit einem Druckgussverfahren eingerichtet ist. Statt dem zweiten Übertragungsstück 8 ist ein erstes Übertragungsstück 16 in den Freiraum 9 eingesetzt, wobei das erste Übertragungsstück 16 derart ausgebildet ist, dass über den Zufuhrkorridor 7 zugeführtes thixotropes Material nicht in das erste Übertragungsstück 16 einleitbar ist. Entsprechend kann die Druckgussvorrichtung 1 dann ohne Schnecken-Zylinder-Einheit 13 zur Erzeugung von thixotropem Material umgesetzt sein. Fig. 3 und Fig. 4 zeigen Umsetzungen der Druckgussvorrichtung 1 mit unterschiedlichen ersten Übertragungsstücken 16. In Fig. 3 weist das erste Übertragungsstück 16 einen Durchführungskanal 11 auf, um flüssiges Gießmaterial aus der Füllkammer 10, welche Teil des ersten Übertragungsstücks 16 sein kann, über den Durchführungskanal 11 in die Gießform 3 zu pressen. Das erste Übertragungsstück 16 kann analog zum zweiten Übertragungsstück 8 ausgebildet sein, jedoch ohne die Möglichkeit einer Zuführung von thixotropem Material über den Zufuhrkorridor 7. In Fig. 4 ist das erste Übertragungsstück 16 mit der Füllkammer 10 ausgebildet, wobei die Füllkammer 10 sich durch den Durchgang 6 hindurch erstreckt, insbesondere bis zum ersten Gießformteil 4, vorzugsweise abschnittsweise in dieses hinein. Die Füllkammer 10 ist üblicherweise mit einem im Wesentlichen konstanten Innendurchmesser entlang einer Längserstreckung der Füllkammer 10 ausgebildet.
[0042] In Fig. 5 ist eine schematische Darstellung eines Ausschnitts einer weiteren Druckgussvorrichtung 1 zur Herstellung eines metallischen Formteils mit einem Thixomoldingverfahren dargestellt. Die Druckgussvorrichtung 1 der Fig. 5 ist entsprechend der Druckgussvorrichtung 1 der Fig. 1 ausgebildet. Im Unterschied zur Umsetzung der Fig. 1 erstreckt sich der Zufuhrkorridor 7 der Aufspannplatte gänzlich durch die Aufspannplatte 2 hindurch, sodass der Zufuhrkorridor 7 zwei Eingänge bildet, zwischen welchen der Zufuhrkorridor 7 verläuft. Dies stellt eine Umsetzung mit zwei Zufuhrkorridoren 7 dar, welche insbesondere über den Freiraum miteinander verbunden sind. Die Eingänge sind üblicherweise einander gegenüberliegend an der Aufspannplatte 2 angeordnet. Das zweite Übertragungsstück 8 ist analog zur Umsetzung der Fig. 1 ausgebildet, weist aber zwei quer zum Durchführungskanal 11 orientierte Zuführungskanäle 12 auf, welche gießmaterialleitend mit dem Durchführungskanal 11 verbunden ist. Die Druckgussvorrichtung 1 weist
zwei Schnecken-Zylinder-Einheiten 13 zur Erzeugung von thixotropem Material auf, wobei jeweils eine der Schnecken-Zylinder-Einheiten 13 mit einem der Zuführungskanäle 12 verbunden ist, um mit der jeweiligen Schnecken-Zylinder-Einheit 13 erzeugtes thixotropes Material über den jeweiligen Zuführungskanal 12 zur Füllkammer 10 zu fördern. Dies kann jeweils wie zu Fig. 1 beschrieben umgesetzt sein. Auf diese Weise kann die Füllkammer 10, insbesondere zeitparallel, von den Schnecken-Zylinder-Einheiten 13 mit thixotropem Material über den jeweiligen Zuführungskanal 12 befüllt werden. In analoger Weise kann die Aufspannplatte 2 eine oder mehrere weitere mit dem Zufuhrkorridor 7 gebildete Eingänge und/oder das zweite Übertragungsstück 8 einen oder mehrere weitere Zuführungskanäle 12 aufweisen, um mit einer oder mehreren weiteren Schnecken-Zylinder-Einheiten 13 der Druckgussvorrichtung über den jeweiligen weiteren Zuführungskanal 12 mit der jeweiligen weiteren Schnecken-Zylinder-Einheit 13 thixotropes Material zur Füllkammer 10 zu fördern.
[0043] Auf diese Weise kann mit Auswechseln der Übertragungsstücke 8, 16 praktikabel zwischen einer Durchführung eines Thixomoldingverfahrens und eines Druckgussverfahrens mit der Druckgussvorrichtung 1 gewechselt werden. Abhängig von einer Ausbildung des jeweiligen Übertragungsstücks 8, 16 kann eine hohe Anwendungspraktikabilität erreicht werden.
Patentansprüche
1. Aufspannplatte (2) für eine Druckgussvorrichtung (1) zur Herstellung eines metallischen Formteils, um ein erstes Gießformteil (4) einer mehrteiligen Gießform (3) der Druckgussvorrichtung (1) starr mit der Aufspannplatte (2) zu verbinden, wobei die Aufspannplatte (2) einen durch die Aufspannplatte (2) hindurchführenden Durchgang (6) aufweist, um GieRßmaterial von einer Füllkammer (10) der Druckgussvorrichtung (1) durch den Durchgang (6) in die Gießform (3) zu pressen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufspannplatte (2) einen quer, insbesondere orthogonal, zum Durchgang (6) orientierten Zufuhrkorridor (7) aufweist, wobei der Durchgang (6) und der Zufuhrkorridor (7) über einen Freiraum (9) der Aufspannplatte (2) verbunden sind, um, insbesondere wahlweise, thixotropes Material als Gießmaterial über den Zufuhrkorridor (7), und insbesondere über den Durchgang (6), in die Füllkammer (10) zu fördern.
2. Aufspannplatte (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Freiraum (9) einen Kreuzungsbereich zwischen dem Durchgang (6) und dem Zufuhrkorridor (7) umfasst, insbesondere der Kreuzungsbereich ist.
3. Aufspannplatte (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Freiraum (9) sich innerhalb der Aufspannplatte (2) befindet.
4. Aufspannplatte (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufspannplatte (2) auf einer im Einsatz der Gießform (3) abgewandten Seite der Aufspannplatte (2) eine Vertiefung aufweist, wobei die Vertiefung den Freiraum (9) bildet.
5. Set, aufweisend eine Aufspannplatte (2) für eine Druckgussvorrichtung (1), um ein erstes Gießformteil einer mehrteiligen Gießform (3) der Druckgussvorrichtung (1) starr mit der Aufspannplatte (2) zu verbinden, wobei die Aufspannplatte (2) einen durch die Aufspannplatte (2) hindurchführenden Durchgang (6) aufweist, um Gießmaterial von einer Füllkammer (10) der Druckgussvorrichtung (1) durch den Durchgang (6) in die Gießform (3) zu pressen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufspannplatte (2) einen quer, insbesondere orthogonal, zum Durchgang (6) orientierten Zufuhrkorridor (7) aufweist, wobei der Durchgang (6) und der Zufuhrkorridor (7) über einen Freiraum (9) der Aufspannplatte (2) verbunden sind, wobei das Set ein, insbesondere rohrartiges, erstes Übertragungsstück (16) und/oder ein, insbesondere rohrartiges, zweites Übertragungsstück (8) aufweist, um, insbesondere wahlweise, eines der Übertragungsstücke (8, 16) zumindest teilweise im Freiraum (9) anzuordnen, wobei das jeweilige Übertragungsstück (8, 16) die Füllkammer (10) aufweist oder mit der Füllkammer (10) gieRmaterialleitend verbindbar ist und derart ausgebildet und zumindest teilweise im Freiraum (9) anordenbar ist, dass im Einsatz Gießmaterial aus der Füllkammer (10) innerhalb des jeweiligen Übertragungsstücks (8, 16) zumindest abschnittsweise durch den Durchgang (6) in die Gießform (3) pressbar ist, wobei das erste Übertragungsstück (16) keine Einleitöffnung und das zweite Übertragungsstück (8) eine Einleitöffnung aufweist, um im Einsatz über den Zufuhrkorridor (7) zugeführtes thixotropes Material über die Einleitöffnung in die Füllkammer (10) zu leiten.
6. Set nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Übertragungsstück (8, 16) einen, insbesondere geradlinigen, Durchführungskanal (11) aufweist, um im Einsatz des jeweiligen Übertragungsstücks Gießmaterial von der Füllkammer (10) über den Durchführungskanal (11) zumindest abschnittsweise durch den Durchgang (6) zu leiten.
7. Set nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Einsatz des jeweiligen Übertragungsstücks (8, 16) sich das jeweilige Übertragungsstück, insbesondere der Durchführungskanal (11), entlang einer überwiegenden, vorzugsweise gänzlichen, Länge des Durchgangs (6) durch den Durchgang (6) erstreckt.
8. Set nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einleitöffnung des zweiten Übertragungsstücks (8) gießmaterialleitend mit dem Durchführungskanal (11) verbunden ist, um im Einsatz thixotropes Material über den Durchführungskanal (11) in die Füllkammer (10) zu leiten.
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9. Set nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Übertragungsstück (8) einen, insbesondere quer zum Durchführungskanal (11) orientierten, Zuführungskanal (12), welcher gieRmaterialleitend mit dem Durchführungskanal (11) verbunden ist, aufweist, um im Einsatz des zweiten Übertragungsstücks (8) über den Zufuhrkorridor (7) zugeführtes thixotropes Material über den Zuführungskanal (12) in den Durchführungskanal (11) zu leiten.
10. Set nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Set eine Schnecken-Zylinder-Einheit (13) zur Erzeugung des thixotropen Materials aufweist, wobei die Schnecken-Zylinder-Einheit (13) derart anordenbar ist, dass im Einsatz des zweiten Übertragungsstücks (8) mit der Schnecken-Zylinder-Einheit (13) erzeugtes thixotropes Material in die Einleitöffnung förderbar ist.
11. Druckgussvorrichtung (1) zur Herstellung eines metallischen Formteils, wobei die Druckgussvorrichtung (1) eine Füllkammer (10), einen in der Füllkammer (10) bewegbaren Presskolben (14), eine Aufspannplatte (2) und ein mit der Aufspannplatte (2) verbundenes erstes Gießformteil einer mehrteiligen Gießform (3) der Druckgussvorrichtung (1) aufweist, wobei die Aufspannplatte (2) einen durch die Aufspannplatte (2) hindurchführenden Durchgang (6) aufweist, um Gießmaterial mit dem Presskolben (14) von der Füllkammer (10) durch den Durchgang (6) hindurch in die Gießform (3) zu pressen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufspannplatte (2) einen quer, insbesondere orthogonal, zum Durchgang (6) orientierten Zufuhrkorridor (7) aufweist, wobei der Durchgang (6) und der Zufuhrkorridor (7) über einen Freiraum (9) der Aufspannplatte (2) verbunden sind, wobei die Druckgussvorrichtung (1) eine Schnecken-Zylinder-Einheit (13) zur Erzeugung von thixotropem Material aufweist, wobei die Schnecken-Zylinder-Einheit (13) gießmaterialleitend mit der Füllkammer (10) verbunden ist, sodass von der Schnecken-Zylinder-Einheit (13) erzeugtes thixotropes Material über den Zufuhrkorridor (7) in die Füllkammer (10) förderbar ist.
12. Druckgussvorrichtung (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckgussvorrichtung (1) ein zweites Übertragungsstück (8) aufweist, welches zumindest teilweise im Freiraum (9), insbesondere lösbar, angeordnet ist, wobei das zweite Übertragungsstück (8) die Füllkammer (10) aufweist oder mit der Füllkammer (10) gießmaterialleitend verbunden ist, sodass in der Füllkammer (10) befindliches Gießmaterial innerhalb des zweiten Übertragungsstücks (8) zumindest abschnittsweise durch den Durchgang (6) aus der Füllkammer (10) in die Gießform (3) pressbar ist.
13. Druckgussvorrichtung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Übertragungsstück (8) eine Einleitöffnung aufweist, wobei die Schnecken-Zylinder- Einheit (13) gießmaterialleitend mit der Einleitöffnung verbunden ist, sodass von der SchneckenZylinder-Einheit (13) erzeugtes thixotropes Material über die Einleitöffnung in die Füllkammer (10) förderbar ist.
14. Druckgussvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnecken-Zylinder-Einheit (13) zumindest teilweise in den Zufuhrkorridor (7) hineinragt.
15. Verfahren zur Herstellung eines metallischen Formteils mit einer Druckgussvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 14, wobei von der Schnecken-Zylinder-Einheit (13) erzeugtes thixotropes Material über die Einleitöffnung in die Füllkammer (10) gefördert wird, wonach das thixotrope Material aus der Füllkammer (10) durch den Durchgang (6) in die Gießform (3) gepresst wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Set, aufweisend eine Aufspannplatte (2) für eine Druckgussvorrichtung (1), um ein erstes Gießformteil einer mehrteiligen Gießform (3) der Druckgussvorrichtung (1) starr mit der Aufspannplatte (2) zu verbinden, wobei die Aufspannplatte (2) einen durch die Aufspannplatte (2) hindurchführenden Durchgang (6) aufweist, um Gießmaterial von einer Füllkammer (10) der Druckgussvorrichtung (1) durch den Durchgang (6) in die Gießform (3) zu pressen, dass die Aufspannplatte (2) einen quer, insbesondere orthogonal, zum Durchgang (6) orientierten Zufuhrkorridor (7) aufweist, wobei der Durchgang (6) und der Zufuhrkorridor (7) über einen Freiraum (9) der Aufspannplatte (2) verbunden sind, wobei das Set ein, insbesondere rohrartiges, erstes Übertragungsstück (16) und/oder ein, insbesondere rohrartiges, zweites Übertragungsstück (8) aufweist, um, insbesondere wahlweise, eines der Übertragungsstücke (8, 16) zumindest teilweise im Freiraum (9) anzuordnen, wobei das jeweilige Übertragungsstück (8, 16) die Füllkammer (10) aufweist oder mit der Füllkammer (10) gießmaterialleitend verbindbar ist und derart ausgebildet und zumindest teilweise im Freiraum (9) anordenbar ist, dass im Einsatz GieRßmaterial aus der Füllkammer (10) innerhalb des jeweiligen Übertragungsstücks (8, 16) zumindest abschnittsweise durch den Durchgang (6) in die Gießform (3) pressbar ist, wobei das erste Übertragungsstück (16) keine Einleitöffnung und das zweite Übertragungsstück (8) eine Einleitöffnung aufweist, um im Einsatz über den Zufuhrkorridor (7) zugeführtes thixotropes Material über die Einleitöffnung in die Füllkammer (10) zu leiten.
2. Set nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Übertragungsstück (8, 16) einen, insbesondere geradlinigen, Durchführungskanal (11) aufweist, um im Einsatz des jeweiligen Übertragungsstücks Gießmaterial von der Füllkammer (10) über den Durchführungskanal (11) zumindest abschnittsweise durch den Durchgang (6) zu leiten.
3. Set nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Einsatz des jeweiligen Übertragungsstücks (8, 16) sich das jeweilige Übertragungsstück, insbesondere der Durchführungskanal (11), entlang einer überwiegenden, vorzugsweise gänzlichen, Länge des Durchgangs (6) durch den Durchgang (6) erstreckt.
4. Set nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einleitöffnung des zweiten Übertragungsstücks (8) gießmaterialleitend mit dem Durchführungskanal (11) verbunden ist, um im Einsatz thixotropes Material über den Durchführungskanal (11) in die Füllkammer (10) zu leiten.
5. Set nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Übertragungsstück (8) einen, insbesondere quer zum Durchführungskanal (11) orientierten, Zuführungskanal (12), welcher gieRmaterialleitend mit dem Durchführungskanal (11) verbunden ist, aufweist, um im Einsatz des zweiten Übertragungsstücks (8) über den Zufuhrkorridor (7) zugeführtes thixotropes Material über den Zuführungskanal (12) in den Durchführungskanal (11) zu leiten.
6. Setnach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Set eine Schnecken-Zylinder-Einheit (13) zur Erzeugung des thixotropen Materials aufweist, wobei die Schnecken-Zylinder-Einheit (13) derart anordenbar ist, dass im Einsatz des zweiten Übertragungsstücks (8) mit der Schnecken-Zylinder-Einheit (13) erzeugtes thixotropes Material in die Einleitöffnung förderbar ist.
7. Druckgussvorrichtung (1) zur Herstellung eines metallischen Formteils, wobei die Druckgussvorrichtung (1) eine Füllkammer (10), einen in der Füllkammer (10) bewegbaren Presskolben (14), eine Aufspannplatte (2) und ein mit der Aufspannplatte (2) verbundenes erstes Gießformteil einer mehrteiligen Gießform (3) der Druckgussvorrichtung (1) aufweist, wobei die Aufspannplatte (2) einen durch die Aufspannplatte (2) hindurchführenden Durchgang (6) aufweist, um Gießmaterial mit dem Presskolben (14) von der Füllkammer (10) durch den Durchgang (6) hindurch in die Gießform (3) zu pressen, wobei die Aufspannplatte (2) einen quer, insbesondere orthogonal, zum Durchgang (6) orientierten Zufuhrkorridor (7) aufweist,
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
wobei der Durchgang (6) und der Zufuhrkorridor (7) über einen Freiraum (9) der Aufspannplatte (2) verbunden sind, wobei die Druckgussvorrichtung (1) eine Schnecken-Zylinder-Einheit (13) zur Erzeugung von thixotropem Material aufweist, wobei die Schnecken-ZylinderEinheit (13) gießmaterialleitend mit der Füllkammer (10) verbunden ist, sodass von der Schnecken-Zylinder-Einheit (13) erzeugtes thixotropes Material über den Zufuhrkorridor (7) in die Füllkammer (10) förderbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckgussvorrichtung (1) ein zweites Übertragungsstück (8) aufweist, welches zumindest teilweise im Freiraum (9), insbesondere lösbar, angeordnet ist, wobei das zweite Übertragungsstück (8) mit der Füllkammer (10) gieRmaterialleitend verbunden ist, sodass in der Füllkammer (10) befindliches Gießmaterial innerhalb des zweiten Übertragungsstücks (8) zumindest abschnittsweise durch den Durchgang (6) aus der Füllkammer (10) in die Gießform (3) pressbar ist, wobei das zweite Übertragungsstück (8) eine Einleitöffnung aufweist, wobei die SchneckenZylinder-Einheit (13) gießmaterialleitend mit der Einleitöffnung verbunden ist, sodass von der Schnecken-Zylinder-Einheit (13) erzeugtes thixotropes Material über die Einleitöffnung in die Füllkammer (10) förderbar ist.
8. Druckgussvorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die SchneckenZylinder-Einheit (13) zumindest teilweise in den Zufuhrkorridor (7) hineinragt.
9. Verfahren zur Herstellung eines metallischen Formteils mit einer Druckgussvorrichtung (1) nach Anspruch 7 oder 8, wobei von der Schnecken-Zylinder- Einheit (13) erzeugtes thixotropes Material über die Einleitöffnung in die Füllkammer (10) gefördert wird, wonach das thixotrope Material aus der Füllkammer (10) durch den Durchgang (6) in die Gießform (3) gepresst wird.
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
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| ATA50836/2024A AT528761A1 (de) | 2024-10-17 | 2024-10-17 | Aufspannplatte für eine Druckgussvorrichtung sowie Set, aufweisend eine solche |
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| EP1046445B1 (de) * | 1999-04-21 | 2007-06-13 | Kabushiki Kaisha Kobe Seiko Sho | Verfahren und Vorrichtung zum Spritzgiessen von Leichtmetall |
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| WO2026082337A1 (de) | 2026-04-23 |