AT528953A1 - Biegematrize, Einrichtung für eine Biegevorrichtung, Verfahren zur Einstellung einer relativen Position von Teilen einer Biegevorrichtung und Biegevorrichtung - Google Patents

Biegematrize, Einrichtung für eine Biegevorrichtung, Verfahren zur Einstellung einer relativen Position von Teilen einer Biegevorrichtung und Biegevorrichtung

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AT528953A1 ATA50010/2025A AT500102025A AT528953A1 AT 528953 A1 AT528953 A1 AT 528953A1 AT 500102025 A AT500102025 A AT 500102025A AT 528953 A1 AT528953 A1 AT 528953A1
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Biegematrize (1) für eine Biegevorrichtung zum Biegen von Drähten, insbesondere Gitterverbänden wie Gittermatten, umfassend einen Grundkörper (2) und eine Biegenocke, die am Grundkörper (2) angeordnet ist. Um ohne Werkzeugwechsel verschiedene Biegeradien umsetzen zu können, sind erfindungsgemäß mehrere Biegenocken (31, 32, 33, 34) mit unterschiedlichen Durchmessern am Grundkörper (2) angeordnet. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Einrichtung für eine Biegevorrichtung sowie ein Verfahren zur Einstellung einer relativen Position einer an einem Träger lös- und fixierbar angeordneten Biegematrize und/oder einem an einer Transporteinheit (12) angeordneten lös- und fixierbaren Greifelement wie einer Zange. Schließlich betrifft die Erfindung eine Biegevorrichtung zum Biegen von Drähten.

Description

Beschreibung
BIEGEMATRIZE, EINRICHTUNG FÜR EINE BIEGEVORRICHTUNG, VERFAHREN ZUR EINSTELLUNG EINER RELATIVEN POSITION VON TEILEN EINER BIEGEVORRICHTUNG UND BIEGEVORRICHTUNG
[0001] Die Erfindung betrifft eine Biegematrize für eine Biegevorrichtung zum Biegen von Drähten, insbesondere Gitterverbänden wie Gittermatten, umfassend einen Grundkörper und eine Biegenocke, die am Grundkörper angeordnet ist.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Einrichtung für eine Biegevorrichtung, umfassend einen Träger für zumindest eine Biegematrize, insbesondere eine Biegematrize der vorstehend genannten Art, und eine dem Träger gegenüberliegende Transporteinheit mit zumindest einem an dieser angeordneten Greifelement wie einer Zange.
[0003] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Einstellung einer relativen Position einer an einem Träger lös- und fixierbar angeordneten Biegematrize und/oder einem an einer Transporteinheit angeordneten lös- und fixierbaren Greifelement wie einer Zange.
[0004] Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Biegevorrichtung zum Biegen von Drähten, insbesondere Gitterverbänden wie Gittermatten, umfassend Greifelemente zum Halten und Bewegen zumindest eines Drahtes, insbesondere eines Gitterverbandes wie eine Gittermatte, einen, insbesondere linear verfahrbaren, Träger mit einer Vielzahl von Biegematrizen zum Anlegen von mit den Greifelementen bewegtem Draht an die Vielzahl der Biegematrizen und einen bewegbaren Biegebalken, wobei die Biegevorrichtung zumindest einen Biegeantrieb umfasst, mit welchem der Biegebalken in Verbindung steht, um durch Bewegung des Biegebalkens mit dem Biegeantrieb an den Biegematrizen anliegenden Draht zu biegen.
[0005] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, zur Bewehrung eingesetzte Gittermatten durch Schweißen von Längsdrähten und Querdrähten herzustellen. Die Längsdrähte und Querdrähte weisen üblicherweise Stärken von wenigen Millimetern bis hin zu etwa 16 Millimetern auf und werden zum Teil auch als Längsstäbe und Querstäbe bezeichnet. Im gegenständlichen Kontext sind Längsdrähte synonym zu Längsstäben und gilt dies analog für Querdrähte und Querstäbe.
[0006] Üblicherweise werden Gittermatten heute durch Widerstandsschweißung hergestellt, was eine rasche Erstellung einer Gittermatte aus Längsdrähten und Querdrähten ermöglicht. Für bestimmte Bewehrungszwecke werden derartige Gittermatten aufgebogen, sodass aus einem zweidimensionalen Objekt ein dreidimensionales Objekt erstellt wird. Hierfür kommen Biegevorrichtungen der eingangs genannten Art zur Anwendung. Derartige Biegevorrichtungen umfassen Greifelemente zum Halten und Bewegen zumindest eines Drahtes. Mit den Greifelementen kann eine Gittermatte gehalten und transportiert werden. Des Weiteren umfassen derartige Biegevorrichtungen in einer Reihe angeordnete Biegeelemente mit Biegenocken, an welcher eine Gittermatte zur Anlage kommen kann. Mit einem vorgesehenen Biegebalken wird die Gittermatte dann um die einzelnen Biegenocken der Biegeelemente herum entlang einer Biegelinie gebogen. Die dabei entstehenden Gegenkräfte werden mit einer geeigneten Unterlage aufgenommen. Die Biegung erfolgt in vorbestimmter Weise, je nach gewünschter Geometrie des Bewehrungselementes.
[0007] Die Biegeelemente, an welchen eine Gittermatte zur Anlage kommt, weisen eine einzelne Biegenocke auf. Ein Biegeelement ist üblicherweise in und/oder an Führungen von einem Träger aufgenommen und mit diesem ortsfest verschraubt. Der Biegebalken mit den Biegerollen, welche den Gegenpart zu den Biegenocken darstellen und die meist als durchgehende Rollen ausgeführt sind, führt während des Biegeprozesses eine vorgegebene Bewegung, beispielsweise eine Kreisbewegung, aus. Dabei ist zu berücksichtigen, dass gemäß Normen der Biegenockendurchmesser in Relation zu dem Bügeldraht vorgegeben ist. Beispielsweise kann normgemäß vorgegeben sein, dass der Biegenockendurchmesser vier Mal dem Bügeldrahtdurchmesser entspricht. Dies führt dazu, dass bei Änderung des Bügeldrahtdurchmessers auch der Biegenockendurchmesser ein anderer sein muss und sich die Biegekurve des Biegebalkens ebenfalls ändern muss.
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[0008] Um bei einem Wechsel auf eine andere Drahtdimension insbesondere normgerecht arbeiten zu können, ist ein Wechsel der Biegeelemente erforderlich. Auch die Biegekurve des Biegebalkens muss angepasst werden. Insbesondere ein händischer Wechsel der Biegeelemente auf Biegeelemente mit einem anderen Biegenockendurchmesser erfordert viel Zeit, da die Biegeelemente zu entfernen und an geeigneter Position durch andere Biegeelemente zu ersetzen und in vorbestimmter Position ortsfest zu fixieren sind.
[0009] Am Markt sind seit einiger Zeit auch Biegevorrichtungen verfügbar, welche über ein kompliziertes Wechselsystem für Biegeelemente verfügen. Wenngleich damit ein händisches Eingreifen nicht mehr erforderlich ist, ist doch nachteilig, dass die Biegeelemente auf einem Träger befestigt sind, welcher für den Wechsel der Biegeelemente entweder zur Seite oder nach oben weggezogen werden muss. Dies hat neben den höheren Kosten für die Umsetzung der Biegevorrichtung insbesondere auch zum Nachteil, dass ein erhöhter Platzbedarf gegeben ist. Da die Biegeelemente auf einem Träger befestigt sind und dieser komplett gewechselt wird, geht auch der Nachteil einher, dass innerhalb einer Gittermatte nicht unterschiedliche Biegenockendurchmesser flexibel angewendet werden können. Unabhängig davon ist die Biegekurve eines Biegebalkens, vorzugsweise eine Kreisbahn, in den meisten Ausführungen nur zu einem einzigen Biegenockendurchmesser kompatibel. Dies hat zur Folge, dass bei Änderungen eines Biegenockendurchmessers sich eine Relativbewegung zwischen dem (zu biegenden) Bügeldraht und dem Biegebalken einstellt, welche höhere Biegekräfte und Drahtbeschädigungen verursachen kann. Vereinzelte Lösungen mit verstellbaren Lenkern, die überdies meist manuell einzustellen sind, konnten dieses Problem bislang nicht beheben.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Biegematrize der eingangs genannten Art anzugeben, welche ein größeres Maß an Flexibilität beim Biegen von Gittermatten mit unterschiedlichen Drahtstärken ermöglicht.
[0011] Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine Einrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass mit minimiertem Platzaufwand und geringem Zeitaufwand ein rascher Wechsel auf einen anderen Biegedrahtdurchmesser in einer Biegevorrichtung ermöglicht wird, wenn sich ein Drahtdurchmesser insbesondere einer Gittermatte ändert.
[0012] Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass in kurzer Zeit und mit gewünschter Exaktheit ein Wechsel auf einen anderen Biegenockendurchmesser möglich ist.
[0013] Ein noch weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine Biegevorrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass eine Bewegungsbahn des Biegebalkens bei Wechsel auf andere Biegenockendurchmesser rasch umgestellt werden kann.
[0014] Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst, wenn bei einer Biegematrize der eingangs genannten Art mehrere Biegenocken mit unterschiedlichen Durchmessern am Grundkörper angeordnet sind.
[0015] Mit dem erfindungsgemäßen Konzept wird der Vorteil erreicht, dass mit einer einzelnen Biegematrize sogleich mehrere Biegenocken unterschiedlichen Durchmessers bereitgestellt werden, wodurch bei einer Umstellung auf einen anderen Biegenockendurchmesser ein Wechsel eines hierfür vorgesehenen Biegeelementes entfallen kann. Da mit der Biegematrize verschiedene Biegenocken mit unterschiedlichem Biegedurchmesser bereitgestellt werden, ist es lediglich erforderlich, die Biegematrizen am Träger geeignet zu verschieben. Alternativ ist es selbstverständlich auch möglich, die Zuführung des Drahtes oder einer Gittermatte so zu gestalten, dass diese an einer anderen Biegenocke zu liegen kommt. Das erfindungsgemäße Konzept lässt sich sowohl bei Einzeldrähten als auch Gitterverbänden wie insbesondere Gittermatten anwenden. Gittermatten sind der bevorzugte Anwendungsfall, da in diesem Fall üblicherweise eine Vielzahl von parallel angeordneten Drähten gleichzeitig gebogen werden.
[0016] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass zumindest eine Biegenocke, vorzugsweise alle Biegenocken, zylinderförmig ausgebildet sind. Ublicherweise weisen die entsprechenden Zylinder im Querschnitt eine Kreisform auf. Es sind jedoch je nach Anwendungsfall auch elliptische
Zylinderformen möglich. Bevorzugt sind die Zylinder mit kreisförmigem Querschnitt ausgebildet, da dies ein einfaches Biegen von Drähten ermöglicht. Besonders bevorzugt sind alle Biegenocken mit einem kreisförmigen Querschnitt (quer zur Zylinderachse) ausgebildet. Analoges gilt, wenn elliptische Zylinderformen vorgesehen sind, wenngleich auch Mischformen möglich sind, also ein Teil der Biegenocken mit kreisförmigem Querschnitt und ein Teil derselben mit elliptischem Querschnitt ausgebildet ist.
[0017] Die Biegenocken sind bevorzugt kopfseitig am Grundkörper angeordnet. Die Biegenocken können dann durch Verschieben an beispielsweise einen Gitterverband wie eine Gittermatte angestellt werden. Umgekehrt ist es selbstverständlich ebenfalls möglich, dass der Gitterverband an die Biegenocken angestellt wird. Durch die kopfseitige Anordnung der Biegenocken ergibt sich somit ein hohes Maß an Flexibilität für die wechselseitige Anstellung der Biegenocken an einem Gitterverband und umgekehrt.
[0018] In diesem Zusammenhang kann insbesondere auch vorgesehen sein, dass in z-Richtung höchste Außenbereiche der Biegenocken im Wesentlichen in einer Ebene liegen. Üblicherweise ist dies die kopfseitig abschließende Ebene. Diese oberste Ebene kann dann als Bezugsebene für die Steuerung dienen.
[0019] Die Biegenocken können am Grundkörper in beliebiger Weise angeordnet sein. Beispielsweise ist es möglich, dass die Biegenocken am Grundkörper angeschraubt sind. Auch eine stoffschlüssige Verbindung, insbesondere durch Schweißen, ist möglich, um die Biegenocken am Grundkörper zu fixieren. Eine lösbare Befestigung wie insbesondere durch Verschrauben bringt den Vorteil, dass der Grundkörper bei größeren Umbauten mit anderen Durchmessern der Biegenocken ausgestattet werden kann. Von Vorteil ist auch, dass einzelne Biegenocken bei Verschleiß ersetzt werden können, ohne dass die gesamte Biegematrize ersetzt werden muss. Besonders bevorzugt ist allerdings, dass die Biegematrize einteilig aufgebaut ist. Dies bringt in Bezug auf die Stabilität Vorteile. Die einteilige Fertigung einer Biegematrize kann insbesondere durch spanabhebende Verfahren wie Drehen und/oder Fräsen erfolgen. Auch eine, insbesondere einteilige, Fertigung als Gussteil ist möglich.
[0020] Der Grundkörper ist mit Vorteil so aufgebaut, dass dieser einen Trägerbereich für die Biegenocken und einen Befestigungsbereich mit zumindest einer Nut zur Aufnahme der Biegematrize in einer Biegevorrichtung aufweist. Die Biegematrize kann somit bereichsweise dreiteilig aufgebaut sein, nämlich mit der kopfseitigen Anordnung von Biegenocken, an welche der Trägerbereich für dieselben anschließt, an dem dann fußseitig der Befestigungsbereich mit zumindest einer Nut anschließt. Die Nut ist insbesondere dafür ausgelegt, im Sinne einer Nut-Feder-Verbindung mit einer Feder eines Trägers zusammenzuwirken, welcher, gegebenenfalls mit weiteren Anlagenbereichen wie Vorsprüngen oder dergleichen im Befestigungsbereich formschlüssig aufnimmt.
[0021] Für viele Anwendungszwecke ist es ausreichend, wenn die Biegematrize kopfseitig drei bis fünf, beispielsweise vier Biegenocken mit unterschiedlichen Durchmessern aufweist. Möglich ist es grundsätzlich aber auch, dass die Biegematrize fußseitig weitere Biegenocken aufweist, die analog wie zuvor beschrieben gestaltet sein können, allerdings im Vergleich mit den kopfseitigen Biegenocken andere Durchmesser der Biegenocken aufweisen. Dadurch kann die Anzahl der Biegenocken in relativ einfacher Weise beispielsweise verdoppelt werden. Sind fußseitig ebenfalls Biegenocken vorgesehen, erfordert dies im Anschluss an den eigentlichen Befestigungsbereich in dem die Biegematrizen aufnehmenden Träger einen entsprechenden freien Platz. Für den Wechsel auf einen Durchmesser einer fußseitigen Biegenocke kann der Träger dann um 180° rotiert werden. Möglich ist es auch, dass am Träger über dessen Umfang verteilt mehrere Bahnen für Biegematrizen vorgesehen sind, wobei jede Reihe an Biegematrizen bestimmte Biegenockendurchmesser aufweist und wobei der Träger um dessen Längsachse drehbar gelagert ist, sodass eine Vielzahl von Biegenockendurchmessern verfügbar ist. Beispielsweise können im 90°-Winkel am Träger vier Bahnen für Biegenocken mit jeweils vier verschiedenen Biegenockendurchmessern bereitgestellt werden, sodass sich insgesamt 16 verfügbare Biegenockendurchmesser ergeben. Für eine solche Revolverlösung ist zwar ein etwas höherer Platzbedarf erfor-
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derlich, dies wird allerdings durch eine Zeitersparnis für allfällige Werkzeugwechsel überkompensiert.
[0022] Besonders bevorzugt ist es, dass am Grundkörper ein Mitnahmezapfen zum Fassen der Biegematrize mit einem Greifelement wie einer Zange angeordnet ist. Da die Biegematrize in der Regel an einem Träger lös- und fixierbar und auch längs verschieblich entlang einer Trägerlängsachse angeordnet ist, ist die Biegematrize bei einem automatischen Umstellprozess von einem geeigneten Greifelement zu erfassen. Der Mitnahmezapfen ermöglicht es, die Biegematrize an einer beim Biegeprozess nicht benötigten und daher diesbezüglich nicht relevanten Stelle zu fassen und die Biegematrize an gewünschter Position anzuordnen.
[0023] Eine erfindungsgemäße Biegematrize ist wie erläutert vorzugsweise einteilig ausgebildet und kann insbesondere aus einem Stahl bestehen. Die Wahl eines geeigneten Stahls richtet sich nach möglichst geringem Verschleiß im beabsichtigten Biegeprozess. Die Oberflächen der Biegenocken sind zur Erhöhung der Verschleißfestigkeit und damit der Standzeit vorzugsweise oberflächenbeschichtet, beispielsweise mit einer Beschichtung umfassend beispielsweise a-Alz2O3 oder eine andere verschleißfeste Beschichtungslage, die mit PVD (Physical Vapor Deposition) oder CVD (Chemical Vapor Deposition) aufgebracht ist. Zur Anwendung kommen können auch Härteverfahren zur Erhöhung der Härte des Grundkörpers sowie Nitrierverfahren zur Erhöhung einer Oberflächenhärte.
[0024] Das weitere Ziel der Erfindung wird erreicht, wenn bei einer Einrichtung der eingangs genannten Art die zumindest eine Biegematrize am Träger und das zumindest eine Greifelement an der Transporteinheit jeweils lös- und fixierbar angeordnet sind und das zumindest eine Greifelement und die zumindest eine Biegematrize eingerichtet sind, miteinander verbunden zu werden, und wobei der Träger und/oder die Transporteinheit verschiebbar sind.
[0025] Mit einer derartigen Einrichtung, welche insbesondere für eine erfindungsgemäße Biegevorrichtung ausgelegt ist und welche insbesondere auch eine oder mehrere erfindungsgemäße Biegematrizen umfasst, ist es auf einfache Weise möglich, rasch einen Abstand der Biegematrizen einzustellen und damit auf eine andere Gittergeometrie samt gegebenenfalls geändertem Biegenockendurchmesser zu wechseln. Das zumindest eine Greifelement und die zumindest eine Biegematrize sind derart beabstandet, dass das Greifelement die Biegematrize fassen kann. Damit ist eine Verbindung von Greifelement und Biegematrize möglich. Sowohl die Biegematrize am Träger als auch das Greifelement an der Transporteinheit können lösbar befestigt ortsfest am Träger (Biegematrize) oder der Transporteinheit (Greifelement) angeordnet sein. Wenn der Träger und/oder die Transporteinheit verschiebbar sind, kann durch Lösen der ortsfesten Verbindung entweder der Biegematrize oder des Greifelementes das jeweils andere Element in eine beliebige Zielposition verschoben und in dieser fixiert werden. Ist beispielsweise der Träger verschiebbar, insbesondere linear verschiebbar, gelagert, kann das Greifelement die Biegematrize zunächst insbesondere an deren Mitnahmezapfen fassen, wonach entweder die lösbare ortsfeste Verbindung der Biegematrize (Fall a) oder des Greifelementes (Fall b) gelöst werden kann, sodass die Biegematrize oder das Greifelement verschoben werden können. Im Fall a kann durch Verschieben des Trägers relativ zur Transporteinheit eine Einstellung eines Abstandes zwischen verschiedenen Biegematrizen erfolgen, da diese bei Verschieben des Trägers mit dem Greifelement festgehalten werden, sodass sich der Träger relativ zur festgehaltenen Biegematrize bewegt. In der Regel erfolgt dabei eine Einstellung der verschiedenen Abstände der Biegematrizen in einer xRichtung sequentiell. Zunächst wird eine erste Biegematrize erfasst und deren Position am Träger eingestellt, wonach diese Biegematrize ortsfest fixiert wird, wonach der Vorgang mit den weiteren Biegematrizen wiederholt wird. Möglich ist es aber auch, wenn die Greifelemente an der Transporteinheit jeweils für sich in x- Richtung einstellbar sind, dass alle Biegematrizen von Greifelementen simultan erfasst und an vorbestimmte Positionen verschoben werden. Dies erfordert allerdings mehr Umsetzungsaufwand, da eine individuelle Ansteuerung der Greifelemente erforderlich ist. Bevorzugt ist es daher, die Biegematrizen im Fall a sequentiell zu positionieren und dann ortsfest in der gewünschten Position zu fixieren. Für den Fall b verhält es sich ähnlich: In diesem Fall wird ein Greifelement mit einer Biegematrize verbunden. Ist eine Fixierung des Greifelementes geöffnet, wohingegen die Biegematrize am Träger fixiert ist, kann durch Verschieben
des Trägers mit der Biegematrize und damit auch des damit starr in Verbindung stehenden Greifelementes das Greifelement an eine beliebige Position der Transporteinheit verschoben werden. In dieser Position kann das Greifelement dann wiederum lösbar ortsfest fixiert werden. Wenn zusätzlich oder anstelle des Trägers die Transporteinheit mit dem oder den Greifelementen in xRichtung längsverschiebbar ist, kann dies entsprechend durch Bewegen der Transporteinheit erfolgen.
[0026] Das zumindest eine Greifelement und die zumindest eine Biegematrize müssen im Rahmen der Erfindung so angeordnet sein, dass diese miteinander verbunden werden können. Die Verbindung ist bevorzugt unmittelbar, erfolgt also durch einen Angriff des Greifelementes an der Biegematrize oder umgekehrt. Auch eine mittelbare Verbindung über weitere Elemente ist grundsätzlich denkbar, wenngleich nicht bevorzugt, da dies zusätzlichen konstruktiven Aufwand erfordert.
[0027] Bevorzugt ist es, dass der Träger verschiebbar, insbesondere linear verschiebbar, gelagert ist. Die lineare Verschiebbarkeit ist vorzugsweise entlang einer x-Richtung gegeben. Diese x-Richtung ist definiert normal zu einer Vorschubrichtung für ein zu transportierendes Objekt, somit also eine y-Richtung. Die lineare Verschiebbarkeit quer zur Förderrichtung ergibt sich aus den Überlegungen für eine zweckmäßige Verfahrensführung.
[0028] Die Einrichtung umfasst zweckmäßigerweise zumindest einen Aktuator zum Bewegen des Trägers und/oder der Transporteinheit. Hierbei kann es sich beispielsweise um Elektromotoren handeln.
[0029] Zweckmäßig ist es auch, dass der Träger und die Transporteinheit parallel zueinander angeordnet sind. Dies ist der Regelfall, da sich dies bereits aus der Struktur der üblicherweise verarbeiteten Gittermatten ergibt, welche Längsdrähte und Querdrähte aufweisen, welche üblicherweise senkrecht zueinander angeordnet sind und im Regelfall in Form einer rechteckigen oder allenfalls quadratischen Matte vorliegen. Besonders bevorzugt ist es, dass der Träger in zwei Richtungen, vorzugsweise in zwei senkrecht, insbesondere lotrecht, zueinander verlaufenden Richtungen, insbesondere in einer x-Richtung und in einer z-Richtung, verfahrbar ist. Eine Verfahrbarkeit in x-Richtung ist zweckmäßig, um entweder die Biegematrizen oder die Greifelemente in der erläuterten Weise positionell festlegen zu können. Eine Verfahrbarkeit in z-Richtung, also senkrecht zu einer Transportebene, die sich in der xy-Ebene erstreckt, ist erforderlich, wenn die Biegenocken ober- oder unterhalb einer Gittermatte (oder umgekehrt) zu liegen kommen sollen. Insofern ist die zusätzliche Höhenverstellung in z-Richtung zweckmäßig. Das oder die Greifelemente sind zweckmäßigerweise als Zangen ausgebildet. Die Zangen können so ausgelegt sein, dass zu ergreifender Draht möglichst nicht beschädigt wird. Beispielsweise können die Zangenelemente in den Greifbereichen, also den Berührungsbereichen mit dem Draht, mit einem Kunststoffelement abgedeckt sein.
[0030] Am Träger sind bevorzugt eine Vielzahl von Biegematrizen angeordnet. Die Biegematrizen können insbesondere erfindungsgemäß ausgebildet sein.
[0031] Um das zumindest eine Greifelement und/oder die zumindest eine Biegematrize ortsfest am jeweiligen strukturellen Teil (Transporteinheit oder Träger) fixieren zu können, sind bevorzugt ein oder mehrere Stellelemente vorgesehen, welche das zumindest eine Greifelement am Träger und/oder die zumindest eine Biegematrize an der Transporteinheit durch Klemmkräfte halten und optional zur Bewegung freigeben. Ein Klemmen kann beispielsweise pneumatisch oder hydraulisch erfolgen. Die entsprechenden Stellelemente sind bevorzugt durch eine Steuerung gesteuert, sodass der Prozess des Klemmens und Lösens zur Fixierung einer ortsfesten Position oder Freigabe derselben automatisiert erfolgen kann.
[0032] Bevorzugt sind mehrere Greifelemente vorgesehen und ist der Träger linear um einen zumindest gleich großen Abstand bewegbar wie eine Hälfte eines größten Abstandes zwischen den Greifelementen. Damit ist sichergestellt, dass auch bei einer geringen Anzahl von Greifelementen jede Biegematrize erreicht bzw. gefasst werden kann. Üblicherweise ist die Zahl der Biegematrizen deutlich höher als jene der Greifelemente. Während für eine Bewegung einer Gitter-
matte ein einzelnes Greifelement oder allenfalls wenige Greifelemente bereits ausreichen können, sind für den Biegeprozess eine deutlich höhere Anzahl von Biegematrizen erforderlich.
[0033] Das weitere Ziel der Erfindung wird erreicht, wenn bei einem Verfahren der eingangs genannten Art der Träger und die Transporteinheit derart angeordnet werden, dass die Biegematrize mit dem Greifelement verbunden werden kann und dass nach Verbindung der Biegematrize mit dem Greifelement und Lösen der Biegematrize oder des Greifelementes der Träger und/oder die Transporteinheit bewegt wird, um die Biegematrize und/oder das Greifelement in eine andere Position zu bringen.
[0034] Mit einem erfindungsgemäßen Verfahren bietet sich der Vorteil, dass in kurzer Zeit und somit relativ rasch eine Umstellung eines Abstandes der Biegematrizen oder alternativ der Greifelemente wie Zangen jeweils in x-Richtung erfolgen kann. Sind Greifelement und Biegematrize miteinander verbunden und ist eine der beiden Komponenten aus einer ortsfest lösbaren Fixierung freigegeben, kann durch Bewegung des noch ortsfest fixierten Elementes (entweder Biegematrize am Träger oder Greifelement an der Transporteinheit) das jeweilige Gegenstück in eine vorgegebene bzw. gewünschte Position bewegt werden, wonach in dieser Position eine ortsfeste Fixierung erfolgen kann. Dabei kann eine Verbindung zwischen dem Greifelement und der Biegematrize entweder vor der ortsfesten Positionierung oder bevorzugt erst nach dieser erfolgen.
[0035] Erfindungsgemäß kann entweder die Biegematrize am Träger oder das Greifelement an der Transporteinheit insbesondere bei gegebener Verbindung der Biegematrize mit dem Greifelement zur Bewegung der Biegematrize am Träger oder des Greifelementes an der Transporteinheit freigegeben werden.
[0036] Die Biegematrize kann am Träger und/oder das Greifelement an der Transporteinheit durch Klemmen fixiert werden. Grundsätzlich wären auch andere Mechanismen einer ortsfesten Fixierung möglich bzw. denkbar. Ein Klemmen lässt sich jedoch auf relativ einfache Weise pneumatisch oder hydraulisch realisieren.
[9037] In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Biegevorrichtung der eingangs genannten Art, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass die Biegevorrichtung mehrere Biegeantriebe für den Biegebalken umfasst, wobei die Biegeantriebe miteinander in Verbindung stehen, sodass der Biegebalken entlang verschiedener Bahnen bewegbar ist.
[0038] Mit dem erfindungsgemäßen Konzept wird eine Biegevorrichtung zur Verfügung gestellt, welche es ermöglicht, erfindungsgemäße Biegematrizen einzusetzen, wobei mehrere Biegeantriebe und deren Kopplung miteinander unterschiedliche Biegebahnen ermöglichen, sodass ohne umständliche Umstellung auf eine andere Gittergeometrie und/oder andere Drahtdurchmesser umgestellt werden kann. Somit ist nicht nur das Problem gelöst, dass unterschiedliche Biegenocken mit unterschiedlichen Durchmessern auf einer einzelnen Biegematrize zur Verfügung gestellt werden können, sondern dass auch, wie an sich erforderlich, der Biegebalken zur Vermeidung von Schädigungen des Drahtes geeignet geführt werden kann, ohne dass umständliche Umrüstungen erforderlich wären. Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass der Biegebalken entlang verschiedener Kreisbahnen bzw. Kreisbahnabschnitte bewegbar ist.
[0039] Der Biegebalken kann eine Vielzahl von, insbesondere am Biegebalken stirnseitig angeordneten, Biegerollen umfassen, welche am zu biegenden Draht angreifen und je nach Bewegungsbahn diesen anschließend biegen.
[0040] Die Antriebe können über einen mit dem Biegebalken verbundenen Verbindungshebel in Verbindung stehen. Dabei kann insbesondere auch vorgesehen sein, dass der Verbindungshebel mit dem ersten Biegeantrieb über einen ersten Antriebshebel schwenkbar gelagert verbunden ist. Ohne schwenkbare Lagerung des Verbindungshebels und ohne weitere Komponenten würde dies dazu führen, dass der erste Antrieb für eine kreisförmige Bewegung des Biegebalkens sorgt, da der erste Antriebshebel auf einer Welle des ersten Biegeantriebs gelagert ist. Ist des Weiteren vorgesehen, dass der Verbindungshebel mit dem zweiten Biegeantrieb über einen weiteren Hebel, insbesondere mittelbar, verbunden ist, kann die an sich durch den ersten Antrieb vorgegebene kreisförmige Bewegungsbahn des Verbindungshebels und damit des Biegebalkens beein-
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flusst werden. Hierfür kann insbesondere vorgesehen sein, dass der Verbindungshebel am weiteren Hebel schwenkbar gelagert ist, insbesondere fußseitig schwenkbar gelagert ist. Damit kann über den zweiten Antrieb und die Verbindung zum Verbindungshebel und die schwenkbare Lagerung des Verbindungshebels in Relation zum ersten Antriebshebel sowie zum weiteren Hebel die Bewegungsbahn des Verbindungshebels und damit auch des Biegebalkens gezielt gesteuert werden. Je nachdem, wie schnell sich der erste Antrieb und der zweite Antrieb und die zugehörigen Wellen bewegen, ändert sich die Bewegungsbahn des Verbindungshebels. Hierfür kann insbesondere vorgesehen sein, dass der zweite Biegeantrieb mit dem zweiten Antriebshebel verbunden ist, wobei der zweite Antriebshebel insbesondere mittelbar mit dem Verbindungshebel verbunden ist. Dabei sind der weitere Hebel mit dem Verbindungshebel und dem zweiten Verbindungshebel jeweils schwenkbar verbunden, um gewünschte Bewegungsbahnen zu erreichen.
[0041] Erfindungsgemäß ist insbesondere bevorzugt vorgesehen, dass die Biegevorrichtung eine Steuereinheit umfasst, die eingerichtet ist, die Biegeantriebe zu steuern, um eine Bewegungsbahn des Biegebalkens einzustellen. Mit der Steuereinheit kann eine Antriebsgeschwindigkeit des ersten Antriebs sowie des zweiten Antriebs gesteuert werden, wodurch wiederum die Bewegungsbahn des Biegebalkens eingestellt wird.
[0042] Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich aus dem nachfolgend dargestellten Ausführungsbeispielen. In den Zeichnungen, auf welche dabei Bezug genommen wird, zeigen:
[0043] Fig. 1 eine Seitenansicht einer Biegematrize;
[0044] Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Biegematrize gemäß Fig. 1;
[0045] Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der Biegematrize aus Fig. 1 und Fig. 2; [0046] Fig. 4 eine weitere Seitenansicht der Biegematrize aus Fig. 1 bis Fig. 3; [0047] Fig. 5 einen Träger mit einer Vielzahl von Biegematrizen;
[0048] Fig. 6 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 5;
[0049] Fig. 7 einen weiteren vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 5;
[0050] Fig. 8 einen Teil einer Biegevorrichtung mit einer Gittermatte in einem Zustand während eines Biegeprozesses;
[0051] Fig. 9 die Biegevorrichtung aus Fig. 8 in einen weiteren Zustand während eines Biegeprozesses;
[0052] Fig. 10 einen vergrößerten Ausschnitt von Greifelementen und Biegematrizen während eines Positioniervorganges;
[0053] Fig. 11 Greifelemente und Biegematrizen nach einem Positioniervorgang; [0054] Fig. 12 eine weitere Situation während eines Positionierungsvorganges; [0055] Fig. 13 eine noch weitere Situation während eines Positionierungsvorganges; [0056] Fig. 14 eine Biegevorrichtung;
[0057] Fig. 15 eine Biegevorrichtung gemäß dem Stand der Technik mit einer Bewegungsbahn eines Biegebalkens;
[0058] Fig. 16 eine erfindungsgemäße Biegevorrichtung mit verschiedenen Bewegungsbahnen eines Biegebalkens.
[0059] In Fig. 1 bis Fig. 4 ist eine erfindungsgemäße Biegematrize 1 dargestellt. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, umfasst die Biegematrize 1 einen Grundkörper 2 mit einem zentralen Trägerbereich 4. An diesen zentralen Trägerbereich 4 schließt fußseitig ein Befestigungsbereich 5 an. Der Befestigungsbereich 5 ist, wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, mit einer Nut 6 ausgebildet. Des Weiteren kann, sofern erforderlich, der Befestigungsbereich 5 noch weitere Nuten 6 oder andere strukturelle Ausformungen wie Vorsprünge oder Nasen aufweisen, sodass die Biegematrize 1 im
Befestigungsbereich 5 an bzw. in einen noch zu erläuternden Träger 11 verschiebbar gelagert werden kann. Die geometrische Form der Biegematrize 1 im Befestigungsbereich 5 ist hierfür geeignet ausgelegt, sodass der Träger 11 die Biegematrize 1 im Befestigungsbereich 5 bereichsweise formschlüssig umfassen kann. Der Trägerbereich 4 ist mit dem Befestigungsbereich 5 derart verbunden, dass der flach ausgebildete Trägerbereich 4 senkrecht zur Nut 6 verläuft. Der Trägerbereich 4 umfasst einen Mitnahmezapfen 10, der sich ebenfalls etwa senkrecht zur Nut 6 erstreckt. Am Mitnahmezapfen 10 kann die Biegematrize 1 mit einem Greifelement wie einer Zange 13 erfasst und im Träger 11 gegebenenfalls bewegt werden. Da eine derartige Bewegung parallel zur Nut 6 erfolgt, ist eine senkrechte Anordnung des Mitnahmezapfens 10 relativ zur Nut 6 zweckmäßig. Aus diesem Grund liegt der Mitnahmezapfen 10 auch in Draufsicht der Nut gegenüber bzw. ist auf der anderen Seite der Biegematrize 1 angeordnet, wie dies insbesondere in Fig. 4 ersichtlich ist.
[0060] Kopfseitig umfasst die Biegematrize 1 mit Blick auf Fig. 1 ein Biegenockenset 3 mit mehreren Biegenocken 31, 32, 33, 34. Die Biegenocken 31, 32, 33, 34 sind jeweils für sich alleine betrachtet im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet, wobei die einzelnen Zylinder einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen, wie dies aus Fig. 4 ersichtlich ist, in welchem für die einzelnen Biegenocken 31, 32, 33, 34 die Umfänge U1, U2, U3, U4 ersichtlich sind. Die Biegenocken 31, 32, 33, 34 sind benachbart zueinander so angeordnet, dass diese aneinander anstoßen. Die Biegematrize 1 ist mit Vorteil insgesamt einteilig gefertigt. Die Biegenocken 31, 32, 33, 34 sind kopfseitig an der Biegematrize 1 angeordnet. Dabei ist die Anordnung so getroffen, wie aus insbesondere Fig. 1 ersichtlich ist, dass die Umfänge U1, U2, U3, U4 kopfseitig allesamt eine Ebene E berühren. Mit dem Biegenockenset 3 und dessen einzelnen Biegenocken 31, 32, 33, 34 können unterschiedliche Biegeradien realisiert werden, ohne dass die Biegematrize 1 umständlich getauscht werden muss. Die kopfseitige Anordnung der Biegenocken 31, 32, 33, 34 erlaubt zudem aufgrund des gegebenen Spielraums die Biegenocken 31, 32, 33, 34 durch Bewegung sowohl unterhalb als auch oberhalb einer Gittermatte 8 anzustellen. Hierfür sind die Biegenocken 31, 32, 33, 34 beidseits des Trägerbereiches 4 angeordnet, wie dies beispielsweise aus Fig. 1 oder Fig. 3 ersichtlich ist.
[0061] In Fig. 5 bis Fig. 7 ist eine Einrichtung mit dem bereits erwähnten Träger 11 ersichtlich. Der Träger 11 kann, wie aus Fig. 6 ersichtlich, mehrteilig aufgebaut sein und auf der einen Seite die Biegematrizen 1 im Bereich eines Vorsprungs im Befestigungsbereich 5 umfassen und auf der gegenüberliegenden Seite Klemmbacken aufweisen, sodass die Biegematrizen 1 wahlweise in einer gewünschten Position geklemmt werden können und bei Bedarf wieder durch Wegnahme der Klemmkraft gelöst werden können. Des Weiteren umfasst die Einrichtung 9 einen ersten Aktuator 14 sowie einen zweiten Aktuator 15. Mit dem ersten Aktuator 14 und dem zweiten Aktuator 15 kann der Träger 11 entsprechend den in Fig. 5 eingezeichneten Richtungen in die x-Richtung oder z-Richtung verschoben werden. Dadurch ist es möglich, wie anhand der Fig. 8 und Fig. 9 ersichtlich, die Biegematrizen 1 für einen Biegeprozess geeignet an eine Gittermatte 8 anzustellen bzw. umgekehrt.
[0062] Die Verschiebbarkeit des Trägers 11 in x-Richtung erlaubt es auch im Zusammenspiel mit einer Transporteinheit 12 und an dieser befestigten Greifelementen, insbesondere Zangen 13, bei Änderung einer Geometrie einer Gittermatte 8 im laufenden Produktionsprozess einen Abstand der Biegematrizen 1 zueinander zu ändern. Dies ist anhand von Fig. 10 und Fig. 11 dargestellt. Die Transporteinheit 12 liegt dem Träger 11 gegenüber. Im Wesentlichen ist die Transporteinheit 12 parallel zum Träger 11 ausgerichtet. Die Transporteinheit 12 umfasst eine Mehrzahl an Zangen 13, wobei die Transporteinheit 12 mit den Zangen 13 derart positioniert ist, dass die Zangen 13 die Biegematrizen 1 durch Klemmkraft fassen können. Hierfür weisen die Biegematrizen 1 den bereits erläuterten Mitnahmezapfen 10 auf. Ist ein Wechsel einer Mattengeometrie gewünscht, der eine Änderung eines Abstandes der Biegematrizen 1 in x-Richtung erfordert, kann eine Zange 13, wie in Fig. 10 ersichtlich, zunächst eine Biegematrize 1 durch Klemmkraft fassen. Die Zange 13 und die Biegematrize 1 sind in diesem Zustand starr miteinander verbunden. Anschließend kann die Biegematrize 1 am Träger 11 aus der lösbaren Fixierung freigegeben werden, sodass die Position der Biegematrize 1 durch Verfahren des Trägers 11 entlang der x-
Richtung auf eine gewünschte Position eingestellt werden kann. Anschließend wird die Biegematrize 1 wieder lösbar geklemmt und somit in x-Richtung positionell am Träger 11 fixiert. Anschließend kann die Zange 13 die Biegematrize 1 wieder freigeben und der Vorgang wiederholt sich für die nächste Biegematrize 1 bis schließlich eine gewünschte Teilung (entsprechend beispielsweise den Abständen von Längsdrähten einer Gittermatte 8) der Biegematrizen 1 am Träger 11 erreicht ist. Wenngleich es zweckmäßig ist, die Schritte wie beschrieben durchzuführen, ist es grundsätzlich auch möglich, dass die Biegematrize 1 am Träger 11 zunächst freigegeben und erst dann mit der Zange 13 geklemmt wird. Während des Einstellungsprozesses ist jedoch eine vorzugsweise starre Verbindung zwischen der Zange 13 und der Biegematrize 1 erforderlich.
[0063] Die Möglichkeit, die Greifelemente der Transporteinheit 12 mit Biegematrizen 1 des Trägers 11 starr zu verbinden und eine positionelle Einstellung durch Bewegung des Trägers 11 in x-Richtung zu erreichen, kann umgekehrt auch genutzt werden, um einen Abstand der Greifelemente wie Zangen 13 an der Transporteinheit 12 einzustellen. Die Transporteinheit 12 ist eingerichtet, eine Gittermatte 8 zu transportieren und/oder während eines Biegeprozesses zu halten. Es kann jedoch erforderlich sein, bei Wechsel auf eine andere Geometrie einer Gittermatte 8 einen Abstand der Greifelemente einzustellen, wie dies anhand von Fig. 12 und Fig. 13 ersichtlich ist. Ähnlich wie bei einer Einstellung der Abstände der Biegematrizen 1 erfolgt wiederum ein Fassen eines Greifelementes wie einer Zange 13 am Mitnahmezapfen 10 einer Biegematrize 1, um eine starre Verbindung zu erreichen. Während aber die Biegematrize 1 fixiert bleibt, wird die in xRichtung positionell ebenfalls lösbar fixierte Zange 13 freigegeben und kann nun durch Verfahren des Trägers 11 in x-Richtung in eine gewünschte Position bewegt werden. In dieser Position kann die Zange 13 bzw. allgemein das Greifelement wieder lösbar fixiert werden. Durch die lineare Verschiebbarkeit des Trägers 11 ist eine stufenlose Einstellung sowohl der Biegematrizen 1 als auch der Greifelemente in jeweils x-Richtung möglich. Die Klemmkräfte für ein Fixieren der Biegematrizen 1 und der Greifelemente können pneumatisch, hydraulisch oder auf andere Weise aufgebracht werden und es sind am Träger 11 sowie der Transporteinheit 12 hierfür geeignete Klemmmittel vorgesehen. Die verschiedenen Biegeradien, welche durch die Biegematrizen 1 bereitgestellt werden, erfordern unterschiedliche Bewegungsbahnen eines Biegebalkens 16, welcher erforderlich ist, um eine Gittermatte 8 im Zusammenspiel mit den Biegematrizen 1 zu biegen. Der Biegebalken 16 weist hierfür zweckmäßigerweise entlang einer Linie angeordnete Biegerollen 20 auf, welche im erwähnten Zusammenspiel mit den Biegematrizen 1 den Biegeprozess durchführen. Eine Änderung auf eine andere Biegenocke 31, 32, 33, 34 erfordert auch eine geänderte Biegebahn des Biegebalkens 16, wenn der Draht der Gittermatte 8 nicht beschädigt werden soll. Um dies zu erreichen, umfasst eine in Fig. 14 ersichtliche Biegevorrichtung 7 einen ersten Biegeantrieb 17 sowie einen zweiten Biegeantrieb 18, wobei die Biegeantriebe 17, 18 miteinander derart verbunden sind, dass in Abhängigkeit eines Betriebs der Biegenantriebe 17, 18 für den Biegebalken 16 verschiedene Bewegungsbahnen, insbesondere kreisbogenförmige Bewegungsbahnen, eingestellt werden können. Dadurch ist es möglich, neben dem Wechsel der Biegenocken 31, 32, 33, 34 auch in einem Zug eine Bewegungsbahn des Biegebalkens 16 anzupassen, sodass der gesamte Umstellungsprozess, also nicht nur der Wechsel der Biegenocken 31, 32, 33, 34, sehr schnell erfolgen kann, wenn eine solche Umstellung erforderlich wird.
[0064] Wie aus Fig. 14 ersichtlich ist, ist der erste Biegeantrieb 17 auf einer ersten Welle 24 gelagert. Der zweite Biegeantrieb 18 ist auf einer zweiten Welle 25 gelagert. Der Biegebalken 16 wird von einem Verbindungshebel 19 getragen. Der Verbindungshebel 19 ist mit einem ersten Antriebshebel 21 des ersten Antriebs 17 an der Position 21a schwenkbar gelagert. Ohne weitere konstruktive Maßnahmen führt dies dazu, dass der Verbindungshebel 19 bei Aktivierung des ersten Antriebshebels 17 sich kreisförmig bewegen würde, wenn die Schwenkbarkeit an der Position 21a außer Acht gelassen wird. Der Verbindungshebel 19 steht jedoch neben der mittigen Verbindung an der Position 21a fußseitig mittelbar auch mit dem zweiten Antrieb 18 schwenkbar in Verbindung, und zwar an der Position 23a. Eine Verbindung zu einem zweiten Antriebshebel 23, welcher dem zweiten Biegeantrieb 18 zugeordnet ist, erfolgt über einen weiteren Hebel 22. Der weitere Hebel 22 ist mit dem zweiten Antriebshebel 23 an einem Ende schwenkbar verbunden, am anderen Ende der erwähnten Position 23a mit dem Verbindungshebel 19. Aufgrund dieser Verbindungen beeinflusst der zweite Biegeantrieb 18 bei Aktivierung eine Bewegungsbahn des
Biegebalkens 16. Mit anderen Worten kann durch eine Abstimmung der Biegeantriebe 17, 18 im Betrieb eine Bewegungsbahn des Biegebalkens 16 rasch geändert werden. Hierfür ist eine Steuerung vorgesehen, mit welcher dies automatisiert erfolgen kann.
[0065] Die Vorteile mehrerer miteinander gekoppelter Biegeantriebe 17, 18 können anhand von Fig. 15 und Fig. 16 nachvollzogen werden: Fig. 15 zeigt eine Vorrichtung gemäß dem Stand der Technik. Aufgrund lediglich eines Antriebes für einen Biegebalken 16 kann dieser lediglich eine Kreisbahn ausführen. Sind andere Radien gefragt, sind relativ umfangreiche Umstellungsarbeiten erforderlich.
[0066] Gemäß Fig. 16 kann hingegen mit einer erfindungsgemäßen Biegevorrichtung 7 rasch eine Umstellung auf nahezu beliebige Bewegungsbahnen erfolgen. Die Biegeantriebe 17, 18 werden hierfür mit einer Steuerung geeignet gesteuert. Im Übrigen werden die Bewegungsbahnen durch den Verbindungshebel 19 sowie die Längen des ersten Antriebshebels 21 und des zweiten Antriebshebels 23 sowie des weiteren Hebels 22 bestimmt. Der erste Antriebshebel 21 kann allgemein eine gleiche Länge aufweisen wie der zweite Antriebshebel 23. Die Antriebshebel 21, 23 sind allgemein wie ersichtlich kürzer als der vergleichsweise lange Verbindungshebel 19 ausgebildet. Der weitere Hebel 22 weist allgemein eine Länge auf, welche zwischen jener der Antriebshebel 21, 23 und dem Verbindungshebel 19 liegt.
Patentansprüche
1. Biegematrize (1) für eine Biegevorrichtung (7) zum Biegen von Drähten, insbesondere Gitterverbänden wie Gittermatten (8), umfassend einen Grundkörper (2) und eine Biegenocke (3), die am Grundkörper (2) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Biegenocken (31, 32, 33, 34) mit unterschiedlichen Durchmessern am Grundkörper (2) angeordnet sind.
2. Biegematrize (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Biegenocke (31, 32, 33, 34), vorzugsweise alle Biegenocken (31, 32, 33, 34), zylinderförmig ausgebildet sind.
3. Biegematrize (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegenocken (31, 32, 33, 34) kopfseitig am Grundkörper (2) angeordnet sind.
4. Biegematrize (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass höchste Außenbereiche der Biegenocken (31, 32, 33, 34) im Wesentlich in einer Ebene (E) liegen.
5. Biegematrize (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegematrize (1) einteilig aufgebaut ist.
6. Biegematrize (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) einen Trägerbereich (4) für die Biegenocken (31, 32, 33, 34) und einen Befestigungsbereich (5) mit zumindest einer Nut (6) zur Aufnahme der Biegematrize (1) in einer Biegevorrichtung (7) aufweist.
7. Biegematrize (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegematrize (1) kopfseitig und fußseitig Biegenocken (31, 32, 33, 34) aufweist.
8. Biegematrize (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass am Grundkörper (2) ein Mitnahmezapfen (10) zum Fassen der Biegematrize (1) mit einem Greifelement wie einer Zange (13) angeordnet ist.
9. Einrichtung (9) für eine Biegevorrichtung (7), insbesondere eine Biegevorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 30, umfassend einen Träger (11) für zumindest eine Biegematrize (1), insbesondere eine Biegematrize (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, und eine dem Träger (11) gegenüberliegende Transporteinheit (12) mit zumindest einem an dieser angeordneten Greifelement wie einer Zange (13), dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Biegematrize (1) am Träger (11) und das zumindest eine Greifelement an der Transporteinheit (12) jeweils lös- und fixierbar angeordnet sind und das zumindest eine Greifelement und die zumindest eine Biegematrize (1) eingerichtet sind, miteinander verbunden zu werden, und wobei der Träger (11) und/oder die Transporteinheit (12) verschiebbar sind.
10. Einrichtung (9) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (11) verschiebbar, insbesondere linear verschiebbar, gelagert ist.
11. Einrichtung (9) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (9) zumindest einen Aktuator (14, 15) zum Bewegen des Trägers (11) und/oder der Transporteinheit (12) umfasst.
12. Einrichtung (9) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (11) und die Transporteinheit (12) parallel zueinander angeordnet sind.
13. Einrichtung (9) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (9) in zwei Richtungen (x, z), vorzugsweise in zwei senkrecht zueinander verlaufenden Richtungen (x, z), insbesondere in einer x-Richtung und einer z-Richtung, verfahrbar ist.
14. Einrichtung (9) nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Greifelemente als Zangen (13) ausgebildet sind.
15. Einrichtung (9) nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass am Träger (11) eine Vielzahl von Biegematrizen (1) angeordnet sind.
16. Einrichtung (9) nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Stellelemente vorgesehen sind, welche das zumindest eine Greifelement am Träger (9) und/oder die zumindest eine Biegematrize (1) an der Transporteinheit (12) durch Klemmkräfte halten und optional zur Bewegung freigeben.
17. Einrichtung (9) nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Greifelemente vorgesehen sind und der Träger (11) linear um einen zumindest gleich großen Abstand bewegbar wie eine Hälfte eines größten Abstandes zwischen Greifelementen.
18. Verfahren zur Einstellung einer relativen Position einer an einem Träger (11) Iös- und fixierbar angeordnete Biegematrize (1) und/oder einem an einer Transporteinheit (12) angeordneten lös- und fixierbaren Greifelement wie einer Zange (13), dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (11) und die Transporteinheit (12) derart angeordnet werden, dass die Biegematrize (1) mit dem Greifelement verbunden werden kann und dass nach Verbindung der Biegematrize (1) mit dem Greifelement und Lösen der Biegematrize (1) oder des Greifelementes der Träger (11) und/oder die Transporteinheit (12) bewegt wird, um die Biegematrize (1) und/oder das Greifelement in eine andere Position zu bringen.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass entweder die Biegematrize (1) am Träger (11) oder das Greifelement an der Transporteinheit (12) insbesondere bei gegebener Verbindung der Biegematrize (1) mit dem Greifelement zur Bewegung der Biegematrize (1) am Träger (11) oder des Greifelementes an der Transporteinheit (12) freigegeben wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegematrize (1) am Träger (11) und/oder das Greifelement an der Transporteinheit (12) durch Klemmen fixiert wird.
21. Biegevorrichtung (7) zum Biegen von Drähten, insbesondere Gitterverbänden wie Gittermatten (8), umfassend Greifelemente zum Halten und Bewegen zumindest eines Drahtes, insbesondere eines Gitterverbandes wie eine Gittermatte (8), einen, insbesondere linear verfahrbaren, Träger (11) mit einer Vielzahl von Biegematrizen (1) zum Anlegen von mit den Greifelementen bewegtem Draht an die Vielzahl der Biegematrizen (1) und einen bewegbaren Biegebalken (16), wobei die Biegevorrichtung zumindest einen ersten Biegeantrieb (17) umfasst, mit welchem der Biegebalken (16) in Verbindung steht, um durch Bewegung des Biegebalkens (16) mit dem Biegeantrieb (17) an den Biegematrizen (1) anliegenden Draht zu biegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegevorrichtung (7) mehrere Biegeantriebe (17, 18) für den Biegebalken (12) umfasst, wobei die Biegeantriebe (17, 18) miteinander in Verbindung stehen, sodass der Biegebalken (16) entlang verschiedener Bahnen bewegbar ist.
22. Biegevorrichtung (7) nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegebalken (16) entlang verschiedener Kreisbahnabschnitte bewegbar ist.
23. Biegevorrichtung (7) nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegebalken (16) eine Vielzahl von Biegerollen (20) umfasst.
24. Biegevorrichtung (7) nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegeantriebe (17, 18) über einen mit dem Biegebalken (16) verbundenen Verbindungshebel (19) in Verbindung stehen.
25. Biegevorrichtung (7) nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungshebel (19) mit dem ersten Biegeantrieb (17) über einen ersten Antriebshebel (21) schwenkbar gelagert verbunden ist.
26. Biegevorrichtung (7) nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungshebel (19) mit dem zweiten Biegeantrieb (18) über einen weiteren Hebel (22), insbesondere mittelbar, verbunden ist.
27. Biegevorrichtung (7) nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungs
hebel (19) am weiteren Hebel (22) schwenkbar gelagert ist, insbesondere fußseitig schwenkbar gelagert ist.
28. Biegevorrichtung (7) nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Biegeantrieb (18) mit einem zweiten Antriebshebel (23) verbunden ist, wobei der zweite Antriebshebel (23) insbesondere mittelbar mit dem Verbindungshebel (19) verbunden ist.
29. Biegevorrichtung (7) nach einem der Ansprüche 26 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Hebel (22) mit dem Verbindungshebel (19) und dem zweiten Antriebshebel (23) jeweils schwenkbar verbunden ist.
30. Biegevorrichtung (7) nach einem der Ansprüche 21 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegevorrichtung (7) eine Steuereinheit umfasst, die eingerichtet ist, die Biegeantriebe (17, 18) zu steuern, um eine Bewegungsbahn des Biegebalkens (16) einzustellen.
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Claims (28)

Neue Patentansprüche
1. Biegematrize (1) für eine Biegevorrichtung (7) zum Biegen von Drähten, insbesondere Gitterverbänden wie Gittermatten (8), umfassend einen Grundkörper (2) und eine Biegenocke (3), die am Grundkörper (2) angeordnet ist, wobei mehrere Biegenocken (31, 32, 33, 34) mit unterschiedlichen Durchmessern am Grundkörper (2) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegenocken (31, 32, 33, 34) kopfseitig am Grundkörper (2) angeordnet sind der Grundkörper (2) einen Trägerbereich (4) für die Biegenocken (31, 32, 33, 34) und einen Befestigungsbereich (5) mit zumindest einer Nut (6) zur Aufnahme der Biegematrize (1) in der Biegevorrichtung (7) aufweist.
2. Biegematrize (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Biegenocke (31, 32, 33, 34), vorzugsweise alle Biegenocken (31, 32, 33, 34), zylinderförmig ausgebildet sind.
3. Biegematrize (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass höchste Außenbereiche der Biegenocken (31, 32, 33, 34) im Wesentlich in einer Ebene (E) liegen.
4. Biegematrize (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegematrize (1) einteilig aufgebaut ist.
5. Biegematrize (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegematrize (1) kopfseitig und fußseitig Biegenocken (31, 32, 33, 34) aufweist.
6. Biegematrize (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass am Grundkörper (2) ein Mitnahmezapfen (10) zum Fassen der Biegematrize (1) mit einem Greifelement wie einer Zange (13) angeordnet ist.
7. Einrichtung (9) für eine Biegevorrichtung (7), insbesondere eine Biegevorrichtung (7) nach einem der Ansprüche 21 bis 30, umfassend einen Träger (11) für zumindest eine Biegematrize (1), insbesondere eine Biegematrize (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, und eine dem Träger (11) gegenüberliegende Transporteinheit (12) mit zumindest einem an dieser angeordneten Greifelement wie einer Zange (13), dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Biegematrize (1) am Träger (11) und das zumindest eine Greifelement an der Transporteinheit (12) jeweils lös- und fixierbar angeordnet sind und das zumindest eine Greifelement und die zumindest eine Biegematrize (1) eingerichtet sind, miteinander verbunden zu werden, und wobei der Träger (11) und/oder die Transporteinheit (12) verschiebbar sind.
8. Einrichtung (9) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (11) verschiebbar, insbesondere linear verschiebbar, gelagert ist.
9. Einrichtung (9) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (9) zumindest einen Aktuator (14, 15) zum Bewegen des Trägers (11) und/oder der Transporteinheit (12) umfasst.
10. Einrichtung (9) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (11) und die Transporteinheit (12) parallel zueinander angeordnet sind.
11. Einrichtung (9) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (9) in zwei Richtungen (x, z), vorzugsweise in zwei senkrecht zueinander verlaufenden Richtungen (x, z), insbesondere in einer x-Richtung und einer z-Richtung, verfahrbar ist.
12. Einrichtung (9) nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Greifelemente als Zangen (13) ausgebildet sind.
13. Einrichtung (9) nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass am Träger (11) eine Vielzahl von Biegematrizen (1) angeordnet sind.
14. Einrichtung (9) nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Stellelemente vorgesehen sind, welche das zumindest eine Greifelement am Träger (9) und/oder die zumindest eine Biegematrize (1) an der Transporteinheit (12) durch Klemmkräfte halten und optional zur Bewegung freigeben.
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
15. Einrichtung (9) nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Greifelemente vorgesehen sind und der Träger (11) linear um einen zumindest gleich großen Abstand bewegbar wie eine Hälfte eines größten Abstandes zwischen Greifelementen.
16. Verfahren zur Einstellung einer relativen Position einer an einem Träger (11) Iös- und fixierbar angeordnete Biegematrize (1) und/oder einem an einer Transporteinheit (12) angeordneten lös- und fixierbaren Greifelement wie einer Zange (13), dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (11) und die Transporteinheit (12) derart angeordnet werden, dass die Biegematrize (1) mit dem Greifelement verbunden werden kann und dass nach Verbindung der Biegematrize (1) mit dem Greifelement und Lösen der Biegematrize (1) oder des Greifelementes der Träger (11) und/oder die Transporteinheit (12) bewegt wird, um die Biegematrize (1) und/oder das Greifelement in eine andere Position zu bringen.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass entweder die Biegematrize (1) am Träger (11) oder das Greifelement an der Transporteinheit (12) insbesondere bei gegebener Verbindung der Biegematrize (1) mit dem Greifelement zur Bewegung der Biegematrize (1) am Träger (11) oder des Greifelementes an der Transporteinheit (12) freigegeben wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegematrize (1) am Träger (11) und/oder das Greifelement an der Transporteinheit (12) durch Klemmen fixiert wird.
19. Biegevorrichtung (7) zum Biegen von Drähten, insbesondere Gitterverbänden wie Gittermatten (8), umfassend Greifelemente zum Halten und Bewegen zumindest eines Drahtes, insbesondere eines Gitterverbandes wie eine Gittermatte (8), einen, insbesondere linear verfahrbaren, Träger (11) mit einer Vielzahl von Biegematrizen (1) zum Anlegen von mit den Greifelementen bewegtem Draht an die Vielzahl der Biegematrizen (1) und einen bewegbaren Biegebalken (16), wobei die Biegevorrichtung (7) zumindest einen ersten Biegeantrieb (17) umfasst, mit welchem der Biegebalken (16) in Verbindung steht, um durch Bewegung des Biegebalkens (16) mit dem Biegeantrieb (17) an den Biegematrizen (1) anliegenden Draht zu biegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegevorrichtung (7) mehrere Biegeantriebe (17, 18) für den Biegebalken (12) umfasst, wobei die Biegeantriebe (17, 18) miteinander in Verbindung stehen, sodass der Biegebalken (16) entlang verschiedener Bahnen bewegbar ist.
20. Biegevorrichtung (7) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegebalken (16) entlang verschiedener Kreisbahnabschnitte bewegbar ist.
21. Biegevorrichtung (7) nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegebalken (16) eine Vielzahl von Biegerollen (20) umfasst.
22. Biegevorrichtung (7) nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegeantriebe (17, 18) über einen mit dem Biegebalken (16) verbundenen Verbindungshebel (19) in Verbindung stehen.
23. Biegevorrichtung (7) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungshebel (19) mit dem ersten Biegeantrieb (17) über einen ersten Antriebshebel (21) schwenkbar gelagert verbunden ist.
24. Biegevorrichtung (7) nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungshebel (19) mit dem zweiten Biegeantrieb (18) über einen weiteren Hebel (22), insbesondere mittelbar, verbunden ist.
25. Biegevorrichtung (7) nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungshebel (19) am weiteren Hebel (22) schwenkbar gelagert ist, insbesondere fußseitig schwenkbar gelagert ist.
26. Biegevorrichtung (7) nach einem der Ansprüche 22 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Biegeantrieb (18) mit einem zweiten Antriebshebel (23) verbunden ist, wobei der
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
zweite Antriebshebel (23) insbesondere mittelbar mit dem Verbindungshebel (19) verbunden ist.
27. Biegevorrichtung (7) nach einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Hebel (22) mit dem Verbindungshebel (19) und dem zweiten Antriebshebel (23) jeweils schwenkbar verbunden ist.
28. Biegevorrichtung (7) nach einem der Ansprüche 19 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegevorrichtung (7) eine Steuereinheit umfasst, die eingerichtet ist, die Biegeantriebe (17, 18) zu steuern, um eine Bewegungsbahn des Biegebalkens (16) einzustellen.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
171724
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
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