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Kreuzkopfgelenk.
Die Erfindung beziht sich auf Kreuzkopfgelenke und andere Gelenke, durch die eine drehende Bewegung in eine gradlinige Bewegung umgewandelt wird.
Wenn Gelenke dieser Art besonders hohen Drücken und Temperaturen ausgesetzt oder schwer zugänglich sind oder aber aus Raummangel nur geringe Abmessungen erhalten können, zeigen sich erhebliche Schwierigkeiten bezüglich der Schmierung. Die Erfindung bezweckt, diese Schwierigkeiten erheblich zu mindern oder zu beseitigen. Um diesen Zweck zu erreichen, werden
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übertragen, mit Flächen versehen, die aufeinander abrollen können. Gleichzeitig werden Mittel vorgesehen, welche die richtige gegenseitige Lage der beiden Gelenkteile erhalten sollen.
Durch Anwendung der rollenden Reibung an denjenigen Stellen, wo eine Druckübertragung stattfindet, wird das Bedürfnis der Schmierung an den genannten Stellen erheblich verringert, allenfalls gänzlich aufgehoben. Der Gefahr des Heisslaufens ist damit auf das wirksamste vorgebeugt.
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tragenden Drücke ausserordentlich hoch werden. Weitere Schweiergkeiten entstehen dadurch, dass das Gelenk, infolge seiner Lage innerhalb des Kolbens, sehr hohen Temperaturen ausgesetzt und schwer zugänglich ist.
Ein Gelenk der gewöhnlichen Art, bei dem der Druck unter gleitender Reibung vom Kolben auf die Pleuelstange übertragen wird. wäre bei einer solchen Maschine ausgeschlossen, da sich eine zweckmässige Schmierung des Zapfens nicht mehr durchführen lässt.
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m grösserem Massstabe, Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung einer anderen Form der Abrollungsflächen.
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Während einer Umdrehung der Maschine rollt die Endfläche k des Einsatzstückes i zweimal auf der gekrümmten Fläche 9 des Einsatzstückes. f ab, und zwar nur innerhalb eines kleinen Bereiches in der Nähe der Mittellinien beider Abrollungsflächen ; dieser Abrollungsbereich wird je nach dem Pleuelstangenverhältnis grösser oder kleiner. Die bemerkenswertesten Stellungen des Einsatzstückes i zur Fläche g während einer Umdrehung sind aus Fig. 3 ersichtlich. Die ausgezogene Lage des Einsatzstüches i entspricht den Lagen der Kurbel in den beiden Totstellungen.
In diesem Falle fällt die Mittellinie der Fläche k mit der Achse des Zapfens e zusammen, d. h. mit
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die Stellung bei grösster Neigung der Pleuelstange zur Zylinderachse. Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, hebt sich beim Übergang aus der Mittelstellung in die letztgenannte Stellung die Mittellinie der geraden Fläche k von der Mittellinie der Rol1fläche 9 des Einsatzstückes f etwas ab. Um dies zu ermöglichen, ist die Innenfläche des ringförmigen Teiles h der Pleuelstange c etwas unrund gemacht. Die Abweichung von der Zylinderform ist aber so gering, dass sie auf den Gang der Maschine keinen Einfluss hat. Sie beträgt bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel nur etwa 0.1 mm. liegt also innerhalb des zwischen Zapfen und Zapfenlagern üblichen Spieles.
Die Rollflächen g und k liegen während des Betriebes gegeneinander an, da die Kompression infolge Verwendung von Auslassschlitzen am Ende des Hubes ziemlich gross ist. Es ist also nicht zu befürchten, dass ein Abheben der Rollflächen und infolgedessen ein Stoss zwischen Kreuzkopfzapfen und Pleuelstange stattfindet. Der ringförmige Teil sichert auch die gegenseitige Lu'e der Rollfächeu in bezug auf die beiderseitigen Mittellinien.
Eine Abweichung von der beschriebenen Konstruktion ist in Fig. 4 dargestellt. Hier ist der Zapfen f und das Einsatzstück aus einem Stück hergestellt. Ferner ist der ebenen Rollfläche in dem Einsatzstück i eine konkav gekrümmte Form gegeben. Hiedurch wird einerseils die Berührungsfläche der beiden Rollflächen vergrössert, was eine Verminderung des Auflagerdruckes zur Folge hat. andererseits wird das notwendige Spiel zwischen dem Ringteil h und dem Zapfen e verringert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kreuzkopfgelenk, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreuzkopf und die Pleuelstange an denjenigen Stellen, die den Druck übertragen, mit Flächen versehen sind, die aufeinander abrollen können. ohne dass sich dabei die richtige gegenseitige Lage der beiden Gelenkteile ändert.