AT54427B - Verfahren zur Herstellung von Metalleinlagen in Massen, wie Zelluloid, Hartgummi, lackierte Pappe oder Holz. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Metalleinlagen in Massen, wie Zelluloid, Hartgummi, lackierte Pappe oder Holz.Info
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<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Metalleinlagen in Massen, wie Zelluloid, Hartgummi, lackierte Pappe oder Holz. Die Herstellung von Metalleinlagen in Massen, wie Zelluloid, Hartgummi, Holz, Pappe oder dgl., erfolgt bekanntlich in der Weise, dass die betreffenden Metallteile auf die erweichte Masse gebracht und unter einer Presse eingedrückt werden, bis sie in einer Ebene mit der Unterlage liegen. Bisher wurden diese Einlagen aus Metallblech ausgesägt, ausgestanzt oder in selteneren Fällen auch ausgeätzt, wobei jedoch im Interesse der Billigkeit nur einfache, meist zusammenhängende Ornamentformen in Betracht kamen, während eine freiere künstlerische Formbehandlung fast ausgeschlossen war. Das vorliegende Verfahren ermöglicht es dagegen, jede beliebige Verzierung, ob reich oder einfach, zusammenhängend oder aus beliebig vielen losen Einzelheiten bestehend, in einfachster und billigster Weise herzustellen und damit der Intarsia-Technik ein erweitertes Anwendungsgebiet zu eröffnen. Statt nämlich die Metallbleche für sich zu verarbeiten und die daraus entnommenen Ornamentstücke erst im Augenblick der Verwendung auf die Unterlage zu bringen, werden die Bleche in unzerteiltem Zustande durch Kitten oder Kleben mit der Unterlage fest verbunden und erst dann durch Ätzen oder Gravieren der Trennung unterworfen. Es leuchtet ohneweiters ein, dass hiebei, wo das Blechstück mit seiner ganzen Fläche auf der Unterlage befestigt ist, auch jeder einzelne nach erfolgter Ätzung stehengebliebene Teil fest haften muss, und es nicht nötig ist, bei reicheren unzusammenhängenden Zeichnungen die einzelnen Ornamentbestandteile erst mühsam in richtiger Anordnung auf der Unterlage zusammenzusetzen. Man verfährt wie folgt : Auf einem Metallblech wird die Zeichnung der betreffenden Metallverzierung mit einer säurebeständigen Farbe, am besten Asphaltlack, aufgemalt, oder, falls es sich um mehrfache Wiederholungen des gleichen Musters handeln sollte, mittels Druckverfahrens hergestellt. Nach erfolgter Trocknung der Farbe wird das Blechstück mit seiner ganzen Unterseite durch einen geeigneten Klebstoff auf der Unterlage befestigt, mit dieser zusammen in das Säurebad gebracht und dem Ätzprozess unterworfen. Da die in Betracht kommenden plastischen Massen von der Ätzflüssigkeit nicht angegriffen werden, so lässt sich die Ätzung solange fortsetzen, bis alle ungeschützten Teile des Metallbleches bis auf den Grund gelöst sind und nur das Ornament stehengeblieben ist, das dann gleich an Ort und Stelle in die erweichte Unterlage eingepresst werden kann. Aus der Literatur ist bereits ein Verfahren bekannt geworden, wonach metallische Muster auf der Oberfläche von Zelluloidfolien durch AJ1fprägen von hletallpulvern oder dünnem Blattmetall mittels Prägestempel nach Art der Buchbinderpressungen hergestellt werden. Dieses Verfahren hat jedoch mit vorliegendem insofern nichts gemein, als es sich dabei um äusserst vergängliche Verzierungen handelt, die nur an der Oberfläche der Zelluloidfolie haften und mit Leichtigkeit ohne Beeinträchtigung der Unterlage abgerieben werden können, während bei dem vorliegenden Verfahren massive Metall- einlagen in Betracht kommen, die gegen mechanische Einwirkungen ungemein wider- standsfähig sind, sich schleifen und polieren fasses lad nur mit der Unterlage selbst zu zerstören sind. <Desc/Clms Page number 2> Natürlich lassen sich die Einlagen auch auf indirektem Wege herstellen, und zwar in der Weise, dass man die auf einer beliebigen Unterlage ausgeätzten Metallzeichnungcn vor dem Einpressen auf eine andere Unterlage überträgt und den ersten Träger auf geeignete Weise entfernt. Ein derartiges indirektes Verfahren könnte unter anderem aus Gründen technischer Natur oder wo es auf die Umkehrung von Zeichnungen ankommt, vorteilhaft erscheinen. Zelluloid-, Schildpatt-, Horn- und Hartgummiplntten werden dadurch erweicht, dass man sie auf einem mit Gas, Dampf oder Elektrizität geheizten Wärmeapparat einer Temperatur aussetzt, die je nach dem Material zwischen 80 und 12 & C schwankt, worauf man sie samt den Metalleinlagen unter eine Presse bringt und einem geeigneten'Druck unterwirft. Andere Stoffe, wie Holzfurnier, Pappe usw., welche an und für sich nur in geringem Grade plastisch sind, werden mit Lösungen geeigneter Harze, wie Schellack, Kolophonium usw. durchtränkt, nach deren Trocknung erstere die Fähigkeit erlangen, in der Wärme zu erweichen und dergleichen weiteren Verarbeitung unterzogen werden können wie die erstgenannten Stoffe. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Metalleinlagen in Massen, wie Zelluloid, Hartgummi, lackierte Pappe oder Holz, dadurch gekennzeichnet, dass das volle, mit der in säurebeständiger Farbe aufgemalten oder aufgedruckten Zeichnung versehene Blechstück mit seiner Unterseite auf die zu verzierende Fläche aufgekittet oder aufgeklebt, dann samt der Unterlage ins Ätzbad gebracht und solange darin gelassen wird, bis alle ungeschützten Flächenteile fortgelöst sind, worauf man die stehengebliebenen Metall verzierungen in die erweichte Unterlage einpresst.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallzeichnungen auf einem beliebigen Träger ausgeätzt und sodann auf die zu verzierende, erweichte Unterlage übertragen werden, worauf der Träger in geeigneter Weise entfernt wird.
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| AT54427D AT54427B (de) | 1910-06-11 | 1911-04-21 | Verfahren zur Herstellung von Metalleinlagen in Massen, wie Zelluloid, Hartgummi, lackierte Pappe oder Holz. |
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