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Die Erfindung bezieht sich auf ein Kettenrad für Rundstahlketten, mit einem Radkörper, bei welchem Zahneinsätze mit Einsatzstücken des Radkörpers oder mit dem Radkranz einer Zahnkranzscheibe mit Hilfe im wesentlichen radial verlaufender Schraubbolzen lösbar verschraubbar sind und jeder Zahneinsatz einen-in radialer Richtung gesehen - im wesentlichen rechteckigen Grundkörper besitzt, von dem nach aussen ein Zahn und nach innen ein Steg absteht, welcher in einer Umfangsrille der Einsatzstücke oder des Radkranzes der Zahnkranzscheibe geführt ist, wobei ein liegendes Kettenglied an der den Zahn umgebenden Aussenfläche des Zahnkörpers abgestützt ist.
Kettenräder werden beispielsweise für Heissascheförderer etc. unter sehr rauhen und agressiven Bedingungen eingesetzt, wodurch eine rasche Abnutzung nicht nur der Ketten sondern auch der Kettenradzähne eintritt. Die Abnutzung der Ketten führt einerseits dazu, dass die Kettenteilung nicht mehr dem Teilkreisdurchmesser der Kettenräder entspricht, andererseits aber auch zu Brüchen von Kettengliedern.
Um ein Auswechseln der vollständigen, schweren und teuren Kettenräder zu vermeiden, ist es bekannt geworden, Kettenräder der eingangs genannten Art mit auswechselbaren Zahnkranzscheiben zu verwenden, bei welchen die einzelnen Zahnkranzscheiben entfernt und-je nach den Erfordernissen - neue Zahnkranzscheiben (bei gleichzeitigem Auswechseln der Kette) oder Zahnkranzscheiben mit grösserem Teilkreisdurchmesser an dem Radkörper befestigt werden. Im Vergleich zum Austausch des gesamten Kettenrades ergibt sich zwar eine Materialer-
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$346schrauben, wobei durch Beilagen auch eine Vergrösserung des Teilkreisdurchmessers möglich ist.
Diese Lösung ist zwar in vielen Fällen äusserst befriedigend, doch erfordert sie bei Wartungsarbeiten einen intensiven Arbeitsaufwand an Ort und Stelle unter oft unangenehmen Umweltbedingungen, wie extremer Kälte oder Hitze, Staub, Industrieabgase etc., da beispielsweise bei einem Kettenrad mit 12 Zähnen 24 Schraubbolzen gelöst, entfernt und wieder angeschraubt
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werden müssen, wozu noch das gleichfalls arbeitsintensive Anbringen der Beilagen kommen kann.
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chungen bei Wartungsarbeiten ergeben, die durch den Austausch verschlissener Zahneinsätze bedingt sind.
Alle oben beschriebenen Massnahmen tragen dazu bei, durch Abnutzung der Zahneinsätze und/oder der Kettenglieder bedingte Betriebsunterbrechungen so kurz wie möglich zu halten.
Eine Aufgabe der Erfindung liegt darin, ein Kettenrad der gegenständlichen Art so zu verbessern, dass sich eine Verlängerung der Lebensdauer der Kette und/oder des Kettenrades ergibt.
Dieses Ziel lässt sich mit einem Kettenrad der eingangs erwähnten Art erreichen, bei welchem erfindungsgemäss jeder Zahneinsatz in an sich bekannter Weise zu beiden Seiten seines Zahnes sich in Umfangsrichtung über den Grundkörper hinauserstreckende Stützsättel zur Abstützung der beidseits an das liegende Kettenglied anschliessenden stehenden Kettenglieder besitzt, und dass der nach innen abstehende Steg über den Grundkörper hinaus auf beiden Seiten bis zu den Endbereichen der Stützsättel verlängert ist.
Die Stützsättel erhalten durch die unter ihnen liegenden Stege eine erhöhte Festigkeit, sodass ein Abbrechen der Sättel weitgehend ausgeschlossen ist. Andererseits hat die Praxis gezeigt, dass Ketten, falls sie sich mit ihren stehenden Gliedern an den Stützsätteln abstützen können, eine signifikante Erhöhung ihrer Lebensdauer zeigen, wobei gleichzeitig der Kraftbedarf für den Antrieb sinkt.
Die Verwendung von sattelartige Fortsätzen ist bereits bei Einzelzähne bekannt geworden, die auf einen Flansch angeschweisst sind und zusammen mit diesem mit einem Radkörper verschraubbar sind. Das Aufschweissen des Zahnes mit den Fortsätzen ist jedoch arbeitsintensiv und daher teuer und verursacht überdies eine bruchgefährdete Schwachstelle, umsomehr als die Fortsätze frei und ohne weitere Abstützung von dem Zahn abstehen.
Demgegenüber ist bei der Erfindung eine wirksame Abstützung der Sättel durch den beidseits verlängerten Steg gegeben, was überdies eine schmale Ausbildung der Sättel ermöglicht. Der
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gesamte Zahneinsatz kann einstückig geschmiedet werden und ist ohne zusätzliche Schweiss- arbeiten einsatzbereit.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung samt anderer Vorteile ist im folgenden an Hand beispielsweiser Ausfiihrungs- formen näher erläutert, die in der Zeichnung veranschaulicht sind. In dieser zeigen Fig. 1 eine Ansicht eines erfindungsgemässen Kettenrades in Richtung seiner Achse, Fig. 2 einen Axial- schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 eine Seitenansicht eines bei einem Kettenrad nach Fig. 1 und 2 verwendeten Zahneinsatzes, Fig. 4 eine Draufsicht auf den Zahneinsatz nach Fig.
3 und Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 3.
Ein Kettenrad 1 nach der Erfindung besitzt gemäss Fig. 1 und 2 einen Radkörper 2, von dem ein umlaufender Befestigungsflansch 3 absteht, in welchem zur Achse a des Kettenrades 1 parallele Bohrungen 3 ausgebildet sind.
Auf einer Nabe l'sind segmentartige Zahnkranzscheiben abnehmbar aufschraubbar, im vorliegenden Fall zwei Zahnkranzscheiben 4, die je um annähernd 1800 umlaufen. Jede Zahnkranzscheibe 4 besitzt eine innere Segmentscheibe 5, an die nach aussen ein peripherer Radkranz 6 anschliesst Die innere Segmentscheibe 5 besitzt axiale Bohrungen 7, welche den Bohrungen 3 des Befestigungsflansches 2 zugeordnet sind, sodass die Zahnkranzscheiben 4 mit Hilfe von Schraubbolzen 8 an der Nabe 1'befestigbar sind.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, liegt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel jeder Schraubbolzen 8 mit seinem Kopf an dem Befestigungsflansch 2 an, erstreckt sich durch dessen Bohrung 3, durch eine der Bohrungen 7 der Segmentscheibe 5 und ist mit seinem Gewinde in eine Bohrung 9 eines Gegenflansches 10 geschraubt, so dass die Segmentscheibe 5 zwischen dem mit der Nabe I'einstückigen Befestigungsflansch 2 und dem einen eigenen Teil bildenden Gegenflansch 10 eingespannt ist. Am Ende des Bolzens 8 sitzt eine selbstsichernde Mutter 11.- An dem Radkranz 6 jeder Zahnkranzscheibe 4 sind Zahneinsätze 12 auswechselbar befestigt.
Diese Zahneinsätze 12 sind in den Fig. 3 bis 5 im Detail dargestellt. Jeder Zahneinsatz 12 besteht aus einem in Draufsicht (Fig. 4) im wesentlichen rechteckigen Grundkörper 13, von welchem nach aussen ein Zahn 14 und nach innen ein Steg 15 absteht, mit welchem jeder Zahneinsatz in eine mittige Rille 16 des Radkranzes 6 eingreift.
Jeder Zahneinsatz 12 ist mit Hilfe von zwei im wesentlichen radial verlaufenden Schraubbolzen 17 lösbar mit dem Radkranz 6 verschraubbar. Zu diesem Zweck sind in dem Grundkörper 13
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symmetrisch beidseits der Längsmittelebene e des Kettenrades 1 radiale Durchgangsbohrungen
18 und dementsprechende Gewindebohrungen 19 in dem Radkranz 6 ausgebildet. Die
Schraubbolzen 17 sind hiebei mit ihren Köpfen 20 an Schultern 21 des Grundkörpers 13 abge- stützt.
Jeder Zahneinsatz 12 besitzt zu beiden Seiten seines Zahnes 14 - in Umfangsrichtung gesehensich über den Grundkörper 13 hinaus in Umfangsrichtung erstreckende Stützsättel 22, die am besten aus Fig. 3 und 4 ersichtlich sind. Der nach innen abstehende Steg 15 ist über den Grundkörper 13 des Zahneinsatzes 12 hinaus auf beiden Seiten bis zu den Endbereichen der Stützsättel 22 verlängert (Fig. 3), sodass diese eine Verstärkung erhalten.
Wie aus Fig. 4 gut ersichtlich, weist jeder Stützsattel 22 in seinem äusseren Endbereich eine Breite auf, die im wesentlichen der Breite des Steges 15 entspricht. Nach innen zu verbreitern sich die Stützsättel 22, was gleichfalls in Fig. 4 zu sehen ist.
In Fig. 1 sind drei Glieder einer Kette 23 strichliert angedeutet. Die liegenden Glieder 231 sind an der den Zahn 14 umgebenden Aussenfläche des Grundkörpers 13 abgestützt, wogegen die beidseits an das liegende Glied 231 anschliessenden stehenden Kettenglieder 23s mit ihren Gliedstegen an den Stützsätteln 22 abgestützt sind. Diese Abstützung führt zu einer überraschenden Erhöhung der Kettenlebensdauer, wobei die Sättel 22 dank der Abstützung durch die Stege 15 eine ausreichende Festigkeit aufweisen und nicht bruchgefährdet sind.
Der Winkel a, unter dem die Auflageflächen der Stützsättel 22 gegen den Grundkörper 13 geneigt sind, hängt von der Anzahl n der Zähne 14 des Kettenrades 1 ab. Zweckmässigerweise beträgt dieser Winkel etwa
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somit bei einem Kettenrad mit z. B. fünf Zähnen etwa 36 .
Wie bereits eingangs erwähnt, führt ein Verschleiss der Kette 23 dazu, dass die Kettenteilung nicht mehr dem Teilkreisdurchmesser des Kettenrades entspricht. Diesem Umstand kann in bekannter Weise durch Einlegen von Beilagen 24 zwischen die Zahneinsätze 12 und den Radkranz 6 begegnet werden. Solche Beilagen 24 sind gleichfalls in der Zeichnung dargestellt, wobei ihre Dicke dem Abnutzungsgrad der Kette bzw. dem Messverhältnis der Kettenteilung zu dem Teilkreisdurchmesser angepasst wird.
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